Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 6966
Eingetragen
19.11.2001
Branche
Herstellung von Dampfkesseln und Kesseln zum Erzeugen von überhitztem WasserWärme- und KältehandelHerstellung von Heizkörpern für Zentralheizungen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von verfahrenstechnischen Anlagen, eigener und fremder Konstruktion, unter anderem zur Erzeugung von technischen Gasen sowie Verbrennungsanlagen für den Umweltschutz; Erteilung von Lizenzen und Ausübung von Lizenzrechten; Beteiligung an anderen Unternehmen verwandter Branchen, sowie Ausübung aller damit verbundenen Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Werner Wagner
seit 7.2.2007
Prokura
Florian Dr. von Linde
seit 19.11.2001
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 4 angezeigt

Florian von Linde
GÖUTING
307.000 €
59.04%
VON LINDE KG
Germany
104.000 €
20.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Caloric Anlagenbau GmbH

Gilching

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024

Lagebericht

Das Unternehmen ist weltweit im Anlagenbau tätig und befasst sich mit Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von verfahrenstechnischen Anlagen. Die Geschäftsbereiche sind Anlagen zur Erzeugung technischer Gase (H2 und CO), zur Erzeugung von Synthesegasen, Gaswäschen, Gasreinigungsanlagen auf Basis der Druckwechseladsorption oder mittels Membranverfahren, Prozessdampfkessel, Pilotanlagen sowie Carbon Capture Anwendungen. Service- und Engineering-Dienstleistungen in diesen Bereichen und das entsprechende Ersatzteilgeschäft runden das Tätigkeitsfeld ab.

Nach einem sehr guten Vorjahr erfüllte auch dieses Berichtsjahr die Erwartungen: Zwar sank der Umsatz (TEUR 15.176) abrechnungsbedingt etwas, doch die Betriebsleistung (TEUR 24.586) stieg abermals sehr deutlich an. Mit TEUR 2.131 erwirtschaftete das Unternehmen ein sehr erfreuliches Ergebnis, das allerdings unter dem Spitzenwert des Vorjahres blieb (Vorjahresergebnis TEUR 3.498). Tragende Säule des Unternehmens war auch dieses Jahr das sehr starke Exportgeschäft (EU und Drittländer), das den dominierenden Umsatzanteil ausmachte.

Wegen des positiven Zinsniveaus konnte das Unternehmen dieses Jahr einen deutlich positiven Zinssaldo ausweisen. Auch die Liquidität war sehr hoch: Die Barmittelbestände beliefen sich auf TEUR 17.540. Die Bilanzsumme stieg deutlich um TEUR 5.319 gegenüber dem Vorjahr auf jetzt TEUR 38.494. Der Anstieg resultierte insbesondere aus einem deutlichen Anstieg der Vorräte gegenüber dem Vorjahr um TEUR 8.847, wobei hier insbesondere die unfertigen Erzeugnisse um TEUR 9.410 stiegen. Daneben stiegen auch die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen um TEUR 2.853. Gegenläufig wirkte sich der Rückgang der Finanzmittelbestände um TEUR 4.832 aus. Das Eigenkapital betrug TEUR 13.561 und die Eigenkapitalquote lag bei soliden 35% (Vorjahr 40%).

Der Auftragsbestand zum Ende des Wirtschaftsjahres lag leicht unter dem sehr hohen Vorjahresniveau.

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklungen / Prognosen zum weiteren Geschäftsverlauf:

- Absatzmärkte

Nach einer guten Auftragslage und hohen Auslastung im Berichtsjahr beobachtet die Gesellschaft nun eine gewisse Investitionszurückhaltung und ein leichtes Abflauen der kundenseitigen Investitionstätigkeit. Die ersten Auswirkungen der weltweiten Krisen und Verwerfungen machen sich mit etwas Zeitversatz auch in den sehr langfristig ausgerichteten Märkten der Unternehmung bemerkbar. Da aktuell aber noch relativ viele Projektanfragen existieren und auch noch laufend gestellt werden, erwartet die Gesellschaft mittelfristig eine immer noch gute Auslastung.

Die Branchenabhängigkeit des Unternehmens ist sehr gering (die Produkte werden in einer Vielzahl von Branchen benötigt) und auch eine geographische Abhängigkeit existiert praktisch nicht (die Gesellschaft ist weltweit ausgerichtet). Eine Risikostreuung der Absatzmärkte ist daher optimal gegeben und die Gesellschaft ist gegen einzelne Markverwerfungen sehr robust aufgestellt.

- Produkte / Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

In die Euphorie der Decarbonisierung ist inzwischen etwas Ernüchterung eingetreten und es kommt zu einer Verlangsamung des Wandels von fossilen Energien und Rohstoffen hin zu den Erneuerbaren. Die Gesellschaft arbeitet derzeit daher intensiv an Technologien, die auch in einer stärker von Elektrolysen geprägten Wasserstoffwirtschaft der Zukunft von Bedeutung sein werden.

Sie ist aber auch weiterhin verstärkt auf dem Gebiet der nachhaltigen Wasserstofferzeugung aus erneuerbaren Rohstoffquellen sowie im Bereich der Gas-to-Liquid Technologien beispielsweise Methanolsynthese) tätig und wird hier mittel bis langfristig Marktanteile in einem langsam aber trotzdem stetig wachsenden Zukunftsmarkt hinzugewinnen und weiter ausbauen können.

Außerdem arbeitet sie an der optimierten Ammoniakspaltung zur Herstellung von Wasserstoff und kann in Zukunft sehr energieeffiziente Anlagen zur Erzeugung von "grünem" Wasserstoff am Markt anbieten.

- Beschaffungsmärkte

Die Lieferengpässe der letzten Jahre auf den Beschaffungsmärkten sind praktisch überwunden. Allerdings hat sich die erhoffte Reduzierung der Lieferzeiten auf das "Vor-Corona-Niveau" bei einigen Schlüsselkomponenten immer noch nicht eingestellt. Da Lieferzeiten im Projektgeschäft von entscheidender Bedeutung sind, bezieht die Gesellschaft daher vermehrt aus neu erschlossenen osteuropäischen Bezugsquellen, die insbesondere bezüglich ihrer Termintreue überzeugen.

Bei den Beschaffungspreisen erwartet die Gesellschaft mittelfristig keine größeren Preissteigerungen über die aktuellen normalen Inflationsraten hinaus.

- Marketing / Vertriebsaktivitäten

Die Gesellschaft arbeitet weltweit eng mit Kooperationspartnern zusammen, um die internationalen Projekte und Kunden optimal betreuen zu können.

- Personal

Ein wesentlicher Faktor für den anhaltenden Erfolg des Unternehmens liegt in der Qualifikation und dem Engagement unseres Personals. Dieses Jahr konnte bei annähernd gleichem Personalstand gegenüber dem Vorjahr die Betriebsleistung abermals gesteigert werden. Für diese Leistung möchte sich die Geschäftsleitung ausdrücklich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken.

- Investitionen / Instandhaltungsaufwand

Im kommenden Wirtschaftsjahr ist eine größere Investition in eine neue Betriebssoftware geplant. Außerdem ist der Bau einer einfachen Lagerhalle auf dem Werkgelände der Firma angedacht, der aber erst im übernächsten Wirtschaftsjahr realisiert werden wird. Beides soll mit Eigenmitteln finanziert werden.

- Logistische / Politische Faktoren

Die langen Bearbeitungszeiten für Transportgenehmigungen in Deutschland aufgrund maroder Autobahninfrastruktur und überlasteter Genehmigungsbehörden haben sich manifestiert und werden sich zukünftig nicht wieder drastisch verkürzen. Diesen Standortnachteil muss die Gesellschaft so weit wie möglich mit entsprechenden vertraglichen Regelungen in ihren Verkaufsbedingungen berücksichtigen.

Risikomanagement und Prognose

Das Risikomanagement hat für die Gesellschaft eine hervorgehobene Bedeutung. Die Überwachung der Risikopositionen erfolgt laufend. Erhöhte technische Risiken aus der Projektabwicklung sind dabei bei keinem derzeitigen Auftrag erkennbar.

Die Risiken auf den Beschaffungsmärkten werden weiter abnehmen. Die politischen Risiken werden hingegen zunehmen. Die Gesellschaft begegnet diesen durch eine möglichst breite Streuung und der Vermeidung von Klumpenrisiken.

Bei erwartetem Geschäftsverlauf mit einem weiteren leichten Rückgang der Investitionstätigkeiten unserer Kunden geht die Gesellschaft ebenfalls von einem moderaten Rückgang des Ergebnisses im folgenden Wirtschaftsjahr aus.

Geschäftsvorfälle nach Abschluss-Stichtag

Vorgänge von Bedeutung nach dem Abschluss des Wirtschaftsjahres haben sich nicht ergeben.

Anmerkung

Die in diesem Lagebericht enthaltenen Zukunftsprognosen basieren auf Annahmen, welche die Unternehmensleitung für realistisch hält. Eine Gewähr kann hierfür jedoch nicht übernommen werden. Sie ist davon überzeugt, den Herausforderungen des Marktes gewachsen zu sein und sieht für die Zukunft derzeit keine Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

 

Gilching, 14.01.2025

Caloric Anlagenbau GmbH

Dr. Florian v. Linde

Dr. Peter Neumann

Bilanz

Aktiva

30.6.2024
EUR
30.6.2023
EUR
A. Anlagevermögen 336.602,08 266.123,95
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.833,70 69.665,64
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.358,59 69.661,64
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 475,11 4,00
II. Sachanlagen 330.768,38 196.458,31
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1,01 1,01
2. technische Anlagen und Maschinen 16.745,90 13.427,47
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 314.021,47 183.029,83
B. Umlaufvermögen 37.807.422,65 32.639.296,67
I. Vorräte 15.738.379,51 6.891.875,92
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.528.859,93 3.375.435,61
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 17.540.183,21 22.371.985,14
C. Rechnungsabgrenzungsposten 82.854,46 7.271,00
D. Aktive latente Steuern 266.786,69 262.027,13
Summe Aktiva 38.493.665,88 33.174.718,75

Passiva

30.6.2024
EUR
30.6.2023
EUR
A. Eigenkapital 13.561.446,68 13.179.955,11
I. Gezeichnetes Kapital 520.000,00 520.000,00
II. Gewinnrücklagen 10.910.777,09 9.161.598,96
III. Jahresüberschuss 2.130.669,59 3.498.356,15
B. Rückstellungen 5.193.735,18 4.784.541,79
C. Verbindlichkeiten 19.738.484,02 15.210.221,85
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 19.738.484,02 15.210.221,85
Summe Passiva 38.493.665,88 33.174.718,75

Gewinn- und Verlustrechnung

1.7.2023 - 30.6.2024
EUR
1.7.2022 - 30.6.2023
EUR
1. Rohergebnis 9.415.509,69 10.289.889,69
2. Personalaufwand 3.930.261,02 3.675.238,41
a) Löhne und Gehälter 3.531.321,46 3.274.924,25
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 398.939,56 400.314,16
3. Abschreibungen 117.900,54 116.757,50
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 117.900,54 116.757,50
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.117.810,75 1.805.287,84
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 2.070,44
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 639.251,52 165.276,55
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 78.593,80 72.692,70
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 45.649,00 50.439,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 677.481,80 1.274.152,40
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 4.759,56
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 18.791,00
8. Ergebnis nach Steuern 2.132.713,30 3.511.037,39
9. sonstige Steuern 2.043,71 12.681,24
10. Jahresüberschuss 2.130.669,59 3.498.356,15

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbHG aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Darstellung nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen teilweise Gebrauch gemacht.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Caloric Anlagenbau GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Gilching
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: 6966

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung der selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Herstellungskosten. Diese beinhalten neben den direkten Material- und Fertigungseinzelkosten, die steuerlich aktivierungspflichtigen Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die Abschreibungen erfolgen über die voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf Jahren.

Die übrigen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Sofern außerplanmäßige Abschreibungen erforderlich sind, werden diese vorgenommen. Zuschüsse werden von den Anschaffungskosten abgesetzt.

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen.

Die Abschreibungen werden entsprechend der festgelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren vorgenommen.

Geringwertige Gegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten bis netto EUR 800,00 werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten auf der Basis gewogener Durchschnittspreise. Soweit erforderlich werden Wertberichtigungen auf den niedrigeren Zeitwert vorgenommen.

Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Diese beinhalten neben den direkten Material- und Fertigungseinzelkosten die steuerlich aktivierungspflichtigen Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Es erfolgt ein Niederstwerttest abgeleitet aus dem voraussichtlichen Verkaufserlös.

Geleistete Anzahlungen werden mit ihren Nennwerten aktiviert.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit ihren Nominalwerten aktiviert. Das allgemeine Kreditrisiko im Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen sowie zu erwartende Skonti werden durch angemessene Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt.

Sofern sich zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen ergeben, die sich in späteren Jahren voraussichtlich abbauen, wurden daraus resultierende Steuerentlastungen als latente Steuern angesetzt. Sofern sich daraus in späteren Jahren Steuerbelastungen ergeben, wurden diese ebenfalls angesetzt. Insgesamt wurden die Ent- und Belastungen miteinander verrechnet.

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Kapital laut Gesellschaftsvertrag sowie der Handelsregistereintragung und ist vollständig eingezahlt.

Ausschüttungsgesperrte Beträge: EUR
Aktive latente Steuern 266.786,70
Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände 5.358,59
Pensionsrückstellung (Unterschiedsbetrag) 0,00
272.145,29

Die Pensionsrückstellungen sind mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Zeitwert unter Zugrundelegung eines Zinsfußes von 1,80 % passiviert. Als Bewertungsverfahren wurde das Projected Unit Credit Verfahren angewendet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Die Berechnungen wurden auf Basis folgender Annahmen vorgenommen:

• Fluktuation: keine

• Ermittlung der Anwartschaften auf Hinterbliebenenrente: kollektiv

• Rentenfestbetrag: 0,0 %

• Witwenrentensatz: 0,0 %

• Anpassung laufender Leistungen: 2,0 % (jährlich)

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen sind grundsätzlich mit dem Kurs am Tag ihrer Entstehung bzw. dem niedrigeren Stichtagskurs bewertet.

Für Fremdwährungsverbindlichkeiten kommt grundsätzlich der Umrechnungskurs im Zeitpunkt der Entstehung oder der höhere Stichtagskurs zur Anwendung.

Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden das Anschaffungskosten-, das Vorsichts- sowie das Realisationsprinzip nicht beachtet.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens nach den einzelnen Bilanzpositionen ist im Anlagenspiegel auf der letzten Seite des Anhangs dargestellt.

Pensionsrückstellungen

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,84 %) und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,86 %) ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von EUR -4.977,00.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind im Wesentlichen Gewährleistungsrückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 871 enthalten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverhältnissen betragen EUR 18.214,50 für Gilching monatlich (Vertragsende unverändert) sowie EUR 18.500,00 für Landsberg monatlich (jederzeitige Kündigung mit einer Frist von sechs Monaten zum Monatsende).

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Leitende Angestellte 1
Angestellte 33
Gewerbliche Arbeitnehmer 4

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Dr. Florian von Linde ausgeübter Beruf: Ingenieur
Weiterer Geschäftsführer: Dr.- Ing. Peter Neumann ausgeübter Beruf: Ingenieur

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Anlagespiegel 30.06.2024 handelsrechtlich

Bilanzposten Anschaff.-/ Herstellungskosten (hist.)
EUR
Zugänge, Geschäftsjahr (+)
EUR
Abgänge Geschäftsjahr (-)
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte
27 EDV - Software 169.118,91 530,00 0,00
43 Ähnliche Rechte und Werte 643.030,50 0,00 0,00
Summe 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte 812.149,41 530,00 0,00
Summe I. Immaterielle Vermögensgegenstände 812.149,41 530,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
102 Einrichtung Halle II Landsberg 91.762,72 0,00 0,00
112 Hof- und Wegbefestigungen 32.127,65 0,00 0,00
Summe 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 123.890,37 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen
200 Maschinen- u. Werkstatteinrichtung 107.381,45 6.457,85 8.656,74
Summe 2. Technische Anlagen und Maschinen 107.381,45 6.457,85 8.656,74
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
320 Pkw 0,00 95.304,53 0,00
350 Lkw 33.375,00 0,00 0,00
380 Sonstige Transportmittel 5.591,58 0,00 0,00
420 Büroeinrichtung 370.447,74 81.152,11 70.843,09
480 Geringwertige Wirtschaftsgüter 49.691,31 3.853,19 4.612,12
481 Geringwertige Wirtschaftsgüter Landsberg 6.338,78 1.087,99 0,00
485 Wirtschaftsgüter größer 150 bis 1000 Euro (Sammelposten) 1.531,91 0,00 1.531,91
Summe 490 Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.551,46 0,00 0,00
Summe 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 480.527,78 181.397,82 76.987,12
Summe II. Sachanlagen 711.799,60 187.855,67 85.643,86
Gesamtsumme 1.523.949,01 188.385,67 85.643,86
Bilanzposten Zuschreibungen Geschäftsjahr (+)
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte
27 EDV - Software 0,00 58,89
43 Ähnliche Rechte und Werte 0,00 64.303,05
Summe 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte 0,00 64.361,94
Summe I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 64.361,94
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
102 Einrichtung Halle II Landsberg 0,00 0,00
112 Hof- und Wegbefestigungen 0,00 0,00
Summe 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen
200 Maschinen- u. Werkstatteinrichtung 0,00 3.136,92
Summe 2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 3.136,92
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
320 Pkw 0,00 7.159,77
350 Lkw 0,00 3.708,33
380 Sonstige Transportmittel 0,00 0,00
420 Büroeinrichtung 0,00 33.708,49
480 Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 2.824,37
481 Geringwertige Wirtschaftsgüter Landsberg 0,00 1.620,56
485 Wirtschaftsgüter größer 150 bis 1000 Euro (Sammelposten) 0,00 0,00
Summe 490 Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.380,16
Summe 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 50.401,68
Summe II. Sachanlagen 0,00 53.538,60
Gesamtsumme 0,00 117.900,54

Anlagespiegel 30.06.2024 handelsrechtlich

Bilanzposten Buchwert Vorjahr
EUR
Abschreibungen (kumuliert) (-)
EUR
Buchwert 30.06.
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte
27 EDV - Software 4,00 169.173,80 475,11
43 Ähnliche Rechte und Werte 69.661,64 637.671,91 5.358,59
Summe 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte 69.665,64 806.845,71 5.833,70
Summe I. Immaterielle Vermögensgegenstände 69.665,64 806.845,71 5.833,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
102 Einrichtung Halle II Landsberg 0,51 91.762,21 0,51
112 Hof- und Wegbefestigungen 0,50 32.127,15 0,50
Summe 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1,01 123.889,36 1,01
2. Technische Anlagen und Maschinen
200 Maschinen- u. Werkstatteinrichtung 13.427,47 88.436,66 16.745,90
Summe 2. Technische Anlagen und Maschinen 13.427,47 88.436,66 16.745,90
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
320 Pkw 0,00 7.159,77 88.144,76
350 Lkw 30.902,78 6.180,55 27.194,45
380 Sonstige Transportmittel 1,02 5.590,56 1,02
420 Büroeinrichtung 141.894,70 191.422,94 189.333,82
480 Geringwertige Wirtschaftsgüter 448,97 47.454,59 1.477,79
481 Geringwertige Wirtschaftsgüter Landsberg 902,57 7.056,77 370,00
485 Wirtschaftsgüter größer 150 bis 1000 Euro (Sammelposten) 0,00 0,00 0,00
Summe 490 Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.879,79 6.051,83 7.499,63
Summe 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 183.029,83 270.917,01 314.021,47
Summe II. Sachanlagen 196.458,31 483.243,03 330.768,38
Gesamtsumme 266.123,95 1.290.088,74 336.602,08

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Unterzeichnung:

 

gez. am 05.02.2025

Dr. Florian von Linde

Dr. Peter Neumann

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 05.02.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Caloric Anlagenbau GmbH

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Caloric Anlagenbau GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Caloric Anlagenbau GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Die Höhe der aktivierten Materialgemeinkosten der Halbfertigerzeugnisse in Höhe von 3.581 TEUR konnte nicht hinreichend nachgewiesen werden. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Ausweis der Vorräte, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung. Die Gesellschaft verweist darauf, dass der bei den Halbfertigerzeugnissen angewandte Bewertungsschlüssel unverändert seit dem Jahr 1999 angewendet wird und eine konkrete Ermittlung einen unverhältnismäßig hohen bürokratischen Aufwand darstellen würde.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irrefürende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 14. Januar 2025

HSL GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bertram Schmidt, Wirtschaftsprüfer

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