Bayer Bitterfeld GmbH
Selbe AdresseHerstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marie Joseph Flore Van In seit 24.11.2016 | Geschäftsführer |
Wim Vanderghinste seit 24.11.2016 | Geschäftsführer |
Herbert Dr. Witossek seit 12.8.2013 | Geschäftsführer |
Jana Reisdorf seit 2.2.2012 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Bayer MaterialScience Aktiengesellschaft | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Allnex Resins Germany GmbHBitterfeld-WolfenJahresabschluss zum 31. Dezember 2017 und LageberichtLagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 20171. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell Die Allnex Resins Germany GmbH ("die Gesellschaft") produziert am Standort Bitterfeld eine umfangreiche Produktpalette von Acrylatharzen, High Solid Acrylatharzen, ungesättigten Polyesterharzen, Alkydharzen sowie weitere Lackrohstoffe für globale Farben- und Lackhersteller. Hierbei produziert die Gesellschaft in einer der modernsten Produktionsstätten für Lackharze in Europa und gehört als Bestandteil der allnex-Gruppe zu den führenden Anbietern auf dem europäischen Markt. Zusammen mit dem Technikum bietet die Produktionsstätte in Bitterfeld eine hervorragende Basis zur Belieferung von europäischen und globalen Kunden. Rohstoff- und Fertigproduktläger verschaffen dem Unternehmen die nötige Flexibilität, um auch auf kurzfristige Kundenbedarfe reagieren zu können. Zur Produktionsanlage in Bitterfeld gehört auch eine thermische Abgasreinigung, in der Abgase umweltschonend entsorgt werden können. Zur Stärkung des Geschäfts auf dem asiatischen Markt unterhält die Gesellschaft eine Betriebsstätte in Taiwan, über welche der lokale Markt bedient wird. Im Rahmen der allnex-Integration wurden im Dezember 2017 die rechtlichen Schritte eingeleitet, die Betriebsstätte in Taiwan zu liquidieren. Das Geschäftsfeld der Allnex Resins Germany GmbH besteht im Geschäftsjahr 2017 aus zwei wesentlichen Geschäftszweigen. Unter dem Namen "allnex" werden traditionale Lackharze weltweit vertrieben. Der Vertrieb erfolgt entweder direkt an die Kunden über Vertriebsmitarbeiter oder über eine Internetplattform, welche im Wesentlichen von Kunden aus Europa genutzt wird. Zudem erfolgen Verkäufe an andere allnex-Gesellschaften, um auch die Märkte in Amerika und Asien zu bedienen. Weiterhin werden in Auftragsfertigung im modernen Technikum neu entwickelte Produkte in kleinen Mengen produziert und bei erfolgreicher Markteinführung auf größere Kessel innerhalb der Produktionsanlage in Bitterfeld übertragen. Zudem erfolgt die Prüfung und Freigabe neuer Rohstoffe und Lieferanten über das Technikum. Als zweiten Geschäftszweig produziert die Gesellschaft in Lohnfertigung weitere moderne Typen von Lackharzen. Der Abschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 wurde nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Vorjahreszahlen beziehen sich auf das sechs Monate umfassende Geschäftsjahr vom 01.07.2016 bis 31.12.2016. Aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres ist daher eine Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen aus der Gewinn- und Verlustrechnung nur eingeschränkt möglich. 1.2. Forschung und Entwicklung Die Entwicklungstätigkeiten der Gesellschaft beschränken sich im Wesentlichen auf die Zulassung/Zertifizierung und Maßstabsvergrößerung von neuen Produktvarianten und auf die anwendungstechnische Beratung der Kundschaft für den Einsatz unserer Produkte. Die Forschungs- und Entwicklungskapazitäten für Flüssiglackharze sind schwerpunktmäßig an den Standorten der Schwestergesellschaft in Graz, Österreich, in Bergen op Zoom, Niederlande, sowie in Drogenbos, Belgien, zusammengefasst. Dies garantiert eine starke und wettbewerbsfähige Weiterentwicklung unserer Produkte durch die Konzentration und Vernetzung des Produkt- und Technologie-Know-hows. Eine verstärkte Ausrichtung der Aktivitäten gemäß Anwendungsbereichen hat einen deutlich besseren Kundenfokus ergeben. Dies ermöglicht uns, identifizierte Kundenwünsche gezielt zu analysieren und in Produktanpassungen sowie neuen Produktentwicklungen umzusetzen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der wirtschaftlichen Entwicklung des Statistischen Bundesamtes rechnet in seinem Jahresgutachten 2017 mit Zuwachsraten des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,0 % im Jahr 2017 und 2,2 % im Jahr 2018. Für den Euro-Raum wird ein Wachstum des BIP von 2,3 % im Jahr 2017 und 2,1 % im Jahr 2018 prognostiziert. [1] Gemäß den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes [2] war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahresdurchschnitt 2017 um 2,2 % höher als im Vorjahr. Das Wirtschaftswachstum lag somit um 0,2 Prozentpunkte über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre. Die Entwicklung des von Eurostat [3] berechneten BIP für die Europäische Union ist vergleichbar mit der BIP-Entwicklung in Deutschland. Die Exportquote der Bundesrepublik Deutschland hat sich im Vergleich zum Vorjahr 2016 deutlich erholt. Im Kalenderjahr 2017 war eine Steigerung der Export-Quote um 6,2 % gegenüber 2016 zu beobachten. [4] Die Rohstoffpreise wurden im Geschäftsjahr durch die Beschränkung der Öl-Fördermengen und der daraus resultierenden Angebotsbeschränkung, durch wirtschaftliche Schwierigkeiten in Europa und die weiterhin unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Nahen und Mittleren Osten stark beeinflusst. Nach einem deutlichen Rückgang der Rohstoffpreise im Jahr 2015 haben die Notierungen seit Anfang des Jahres 2016 zum Teil wieder erheblich zugelegt. Dieser Trend hat sich in 2017 fortgesetzt. Der Jahresdurchschnittspreis 2017 für die Rohölreferenzsorte 'Brent' Nordseeöl lag bei 54,25 US$ pro Barrel Rohöl. Dies waren 24 % mehr als im Vorjahr (43,67 US$ pro Barrel). [5] Die deutsche Chemiebranche hat sich im vergangenen Jahr positiv entwickelt. Die Produktion der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Deutschland stieg im Vergleich zum Jahr 2016 um 2,5 %. Ein positives Mengengeschäft mit steigenden Erzeugerpreisen von plus 3 Prozent sicherte den deutschen Chemie- und Pharmaunternehmen 2017 ein kräftiges Umsatzplus. Die Erlöse der Branche legten insgesamt um 5,5 Prozent auf knapp 195 Milliarden Euro zu. Der Inlandsumsatz steigerte sich um 4,5 Prozent auf 74,4 Milliarden Euro; der Umsatz mit ausländischen Kunden erhöhte sich sogar um 6,5 Prozent auf 120,4 Milliarden Euro. Neben dem Europageschäft (+5,5 Prozent) verliefen auch die Verkäufe nach Nordamerika (+3 Prozent) und Asien (+8 Prozent) positiv. [6] Die Allnex Resins Germany GmbH hat im Rahmen des allnex-Konzernverbundes eine starke Position innerhalb der Branche. Sowohl im Bereich der Beschichtung als auch im Bereich der industriellen Beschichtung nimmt die Gesellschaft hierdurch eine führende Marktposition ein. 2.2. Ertragslage Die Umsatzerlöse belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 126.076 (Vorjahr: TEUR 52.389). Sie wurden zu 77,3 % (Vorjahr: 79,1 %) in Europa realisiert. Weitere Absatzgebiete mit Umsatzanteilen von jeweils 3 - 8 % sind der Nahe Osten, Nordamerika, Lateinamerika, Afrika/Indien sowie Asien/Pazifik. Die Umsätze wurden mit ca. TEUR 8.797 (Vorjahr: TEUR 4.812) durch Lohnfertigung erbracht und mit rund TEUR 117.279 (Vorjahr: TEUR 47.577) mit dem globalen Verkauf von traditionellen Lackharzen erzielt. Bezogen auf das Kalenderjahr 2016 ist eine Volumensteigerung von 4,7 % zu verzeichnen. Die produktbezogenen Umsatzerlöse sind für diesen Zeitraum um 13,7 % gestiegen. Allerdings liegen auch die korrespondierenden Rohstoffkosten um 24,7 % oberhalb des Vorjahresniveaus. Die Herstellungskosten der Gesellschaft machen 83,7 % (Vorjahr: 79,6 %) der Umsatzerlöse aus. Die Vertriebskosten im Geschäftsjahr 2017 liegen in Relation zum Vorjahr leicht unter dem Niveau des Vorjahres und betragen 10,8 % (Vorjahr: 11,3 %) der Umsatzerlöse. Bei einem Bruttoergebnis vom Umsatz von TEUR 20.607 (Vorjahr: TEUR 10.687) beläuft sich das Ergebnis nach Steuern im Geschäftsjahr 2017 auf TEUR 1.738 (Vorjahr: TEUR -62). Der relative Rückgang des Bruttoergebnisses ist im Wesentlichen bedingt durch verschlechterte Margen, welche durch die Volumengewinne nicht vollständig kompensiert werden konnten. Das Ergebnis nach Steuern ist weiterhin durch hohe Kosten im Rahmen der allnex-Integration belastet. Hier wird mit einer Entlastung im Jahr 2018 gerechnet. Das Finanzergebnis belief sich auf TEUR -873 (Vorjahr: TEUR -491). Die im Finanzergebnis enthaltenen Zinsaufwendungen beruhen im Wesentlichen auf Zinsen für konzerninterne, kurzfristige Darlehen. Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung liegt im Geschäftsjahr 2017 bei TEUR 1.699 (Vorjahr Jahresfehlbetrag: TEUR -62). Dies bedeutet einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr, das 6 Monate umfasste, um TEUR 1.761. Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrags mit der Allnex Holding I Germany GmbH wurde der Jahresüberschuss vollständig an die Muttergesellschaft abgeführt. 2.3. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme hat sich um TEUR 7.871 auf TEUR 48.396 reduziert. Das Anlagevermögen der Allnex Resins Germany GmbH betrug zum 31. Dezember 2017 TEUR 12.227 (Vorjahr: TEUR 13.089). Die Zugänge zu den immateriellen Vermögensgegenständen und dem Sachanlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.788 (Vorjahr: TEUR 1.030). Die Investitionen konzentrierten sich im Geschäftsjahr 2017 im Wesentlichen auf Ersatzinvestitionen sowie auf Anlagenmodifikationen. Dem standen insgesamt Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.554 (Vorjahr: TEUR 1.282) gegenüber. Das Umlaufvermögen von TEUR 36.156 (Vorjahr: TEUR 43.106) setzt sich zusammen aus Vorräten mit TEUR 15.477 (Vorjahr: TEUR 15.016), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 9.652 (Vorjahr: TEUR 10.635; Rückgang im Wesentlichen bedingt durch verbessertes Forderungsmanagement sowie Verkauf im Rahmen des TRPP), Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit TEUR 9.469 (Vorjahr: TEUR 13.505; der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus Veränderungen in der Darlehensstruktur der Gesellschaft im Zuge der allnex-Integration), sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 951 (Vorjahr: TEUR 833) sowie Flüssigen Mitteln in Höhe von TEUR 608 (Vorjahr: TEUR 3.118; Rückgang bedingt durch die Einführung eines Cash-Poolings im Geschäftsjahr 2017). Die Bestände an Waren, Fertigerzeugnissen und Rohstoffen betragen im Berichtsjahr 32,0 % (Vorjahr: 26,7 %) der Bilanzsumme. Das Eigenkapital der Gesellschaft betrug zum Jahresende - unverändert aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages - TEUR 8.318 (Vorjahr: TEUR 8.318). Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 17,2 % (Vorjahr: 14,8 %). Die Rückstellungen in Höhe von TEUR 13.607 (Vorjahr: TEUR 11.590) bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen (TEUR 7.908; Vorjahr: TEUR 6.669), aus Rückstellungen für Personal in Höhe von TEUR 977 (Vorjahr: TEUR 855), mit TEUR 3.503 (Vorjahr: TEUR 3.192) aus Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie Rückstellungen für Rabatte und Kommissionen in Höhe von TEUR 953 (Vorjahr: TEUR 783). Die Veränderung der Pensionsrückstellungen ist im Wesentlichen bedingt durch einen geringeren Diskontierungssatzes und die Heraufsetzung des Gehaltstrends. Der Anstieg der Rückstellung für ausstehende Rechnungen resultiert unter anderem aus den gestiegenen durchschnittlichen Rohstoffkosten. Die Verbindlichkeiten von TEUR 26.471 (Vorjahr: TEUR 36.360) enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 15.139 (Vorjahr: TEUR 14.671), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 10.729 (Vorjahr: TEUR 21.342) sowie übrige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 603 (Vorjahr: TEUR 347). Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist bedingt durch die Rückzahlung von konzerninternen Darlehen. 2.4. Finanzlage und Liquidität Die Finanzmittel der Allnex Resins Germany GmbH reduzierten sich auf TEUR 608 (Vorjahr: TEUR 3.118; Die Reduzierung des Finanzmittelbestandes ist im Wesentlichen bedingt durch die Rückzahlung der Darlehen. Der operative Cash Flow ist positiv, wesentlich bedingt durch das positive Ergebnis vor Ergebnisabführung und der Erhöhung von Rückstellungen sowie Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsbereich. Die Liquidität war im Geschäftsjahr jederzeit gesichert durch die Einführung eines Cash-Poolings mit der Allnex Belgien SA/NV, Brüssel, Belgien. Der Ausweis von Cash-Pool-Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten der Allnex Resins Germany GmbH erfolgt unter den Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Allnex Resins Germany GmbH nimmt seit dem 17. November 2016 am Transfer Receivables Purchase Programs (kurz TRPP) der allnex-Gruppe teil, bei dem Kundenforderungen an die ING Belgium SA/NV, Brüssel, Belgien, verkauft werden. Das Gesamtvolumen dieses Programms beläuft sich auf max. EUR 200 Mio. Die Allnex Belgium SA/NV tritt hierbei als "Master Servicer" auf. Sowohl Abwicklung als auch Zahlungen der Bank für die angekauften Forderungen erfolgen über die Allnex Belgium SA/NV. In Höhe der verkauften Forderungen, die zum Bilanzstichtag noch nicht durch Kundengeldeingänge beglichen sind, weist die Gesellschaft Forderungen gegen die Allnex Belgium SA/NV in Höhe von TEUR 6.877 (Vorjahr: TEUR 4.677) aus. 2.5. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Der Zeitraum vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 blieb für die Allnex Resins Germany GmbH im operativen Geschäft hinter den Erwartungen zurück. Geprägt war das Geschäftsjahr durch die Integration in den allnex-Konzern. Trotz des guten wirtschaftlichen Umfelds in Deutschland, insbesondere in der Chemieindustrie, hat die Allnex Resins Germany GmbH die für das Geschäftsjahr gesetzten Ergebnisziele, insbesondere bezogen auf die Margen, verfehlt. Das Jahresergebnis liegt zudem bedingt durch die Kosten der Integration deutlich unter den Planzahlen. Trotz gestiegener Volumina gegenüber dem Vorjahr konnte die Allnex Resins Germany GmbH die Margenverluste aufgrund der stark gestiegenen Rohstoffkosten durch Margenmanagement nicht kompensieren. Der prozentuale Anstieg der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahresgeschäftsjahr korreliert mit der Volumenentwicklung und ist zudem bedingt durch höhere Verkaufspreise aufgrund des gestiegenen Rohstoffkostenniveaus. Die Veränderungen der Vermögens- und Finanzlage sind insbesondere geprägt durch die Veränderungen im Bestand an Forderungen und Verbindlichkeiten, welche im Wesentlichen aus der Veränderung der Darlehensstruktur gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert. Die Gesellschaft hat hauptsächlich in Ersatzbeschaffungen sowie Anlagenmodifikationen investiert. 2.6. Investitionen Die Investitionen in Sachanlagen betreffen in 2017 im Wesentlichen technische Erweiterungen und Verbesserungen zum sicheren Umgang mit Rohstoffen, Produktionsverfahren und Endprodukten. Zu diesem Zweck wurden technische Projekte initiiert und weitergebracht, die eine Kapazitätserhöhung in den Folgejahren ermöglichen. Hierbei wird der Automatisierungsgrad der Produktionsanlagen schrittweise erhöht, um noch sicherer und qualitätsgerechter zu produzieren. Wesentliche Projekte im Geschäftsjahr 2017 betreffen die Modernisierung von Pumpen, die Verbesserung von Feuerschutzeinrichtungen in der Thermischen Abluftreinigung sowie die Modernisierung eines Lastenaufzuges im Produktionsgebäude. Die Finalisierung dieser Projekte ist bis Mitte 2018 vorgesehen. 2.7. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren 2.7.1 Finanzielle Leistungsindikatoren Die zentrale finanzielle Steuerungsgröße sind Umsatzerlöse und das EBITDA [7]. Ein weiterer finanzieller Leistungsindikator, der auch zur internen Steuerung der Allnex Resins Germany GmbH herangezogen wird, ist das Ergebnis vor Ergebnisabführung. Diese finanziellen Leistungsindikatoren haben sich wie folgt entwickelt:
2.7.2 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die Allnex Resins Germany GmbH betrachtet neben den finanziellen Leistungsindikatoren Kennzahlen zur Arbeitssicherheit und zum Umweltschutz. Diese nicht finanziellen Leistungsindikatoren werden ebenfalls zur internen Steuerung verwendet. Die quantitativen Angaben sind im Abschnitt 3.1. dargestellt. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt lag die Zahl der Beschäftigten bei 157,5 (Vorjahr: 171,0). Die Mitarbeiter erhalten Monatsentgelte auf Basis des Tarifvertrags der chemischen Industrie. Bei den meisten Mitarbeitern handelt es sich um langjährige Angestellte. Die Ausbildung innerhalb von Allnex Resins Germany GmbH zielt darauf ab, die altersbedingten Austritte zu kompensieren und die Auszubildenden nach Möglichkeit im Unternehmen zu halten. Den Mitarbeitern stehen zahlreiche Fortbildungsmaßnahmen zur Verfügung. So existiert ein breit angelegter jährlicher Schulungsplan mit allgemeinen sowie fachlichen Pflichtschulungen. Zudem haben die Mitarbeiter die Möglichkeit, sich persönlich über individuell abgestimmte Maßnahmen weiter zu entwickeln. Die Allnex Resins Germany GmbH bietet ihren Mitarbeitern zudem verschiedene Arten von finanziellen Programmen zur Unterstützung im Alter an, wie Altersteilzeitregelungen oder Betriebspensionen. Umweltschutz und Sicherheit Umweltschutz und Sicherheit haben einen sehr hohen Stellenwert. Ziel des Unternehmens ist eine "Null Schaden" (zero harm)-Bilanz in Bezug auf Mitarbeiter, die Gesellschaft sowie die Umwelt. Zur Erreichung dieses Ziels wurden im allnex-Konzern so genannte SHE-Prozesse (Safety, Health & Environment) implementiert, die kontinuierlich überprüft und angepasst wurden. Zielstellung dieser Prozesse ist eine Unternehmenskultur, in der Sicherheitsgedanken an erster Stelle stehen und jede der täglichen Aufgaben hinsichtlich Sicherheit überprüft wird. Grundlage dieser Kultur sind drei zentrale Bausteine: 1. Implementierung eines SHE-Management Systems 2. Schulung der Mitarbeiter hinsichtlich der SHE-Richtlinien 3. Gestaltung und Wartung von Produktionsanlagen, Arbeitsmaterialien, Einsatzstoffen und Prozessen in einer Art und Weise, die Schadensfälle mit einer höchstmöglichen Wahrscheinlichkeit unterbindet. Die Allnex Resins Germany GmbH implementierte im Rahmen der Zugehörigkeit zur Nuplex Gruppe im Jahr 2012 erfolgreich die konzernweit gültigen SHE-Richtlinien und überprüft diese regelmäßig mit Hilfe des SHE-Management Systems auf ihre Wirksamkeit. Die Ziele zu Umweltschutz und Sicherheit bestehen auch unter der Zugehörigkeit zur allnex Unternehmensgruppe unverändert weiter. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognose-, Chancen- und Risikoberichterstattung Der Sachverständigenrat erwartet für das Jahr 2018 einen Zuwachs der Weltproduktion um 2,5 % [8]. Auch im Hauptabsatzmarkt - dem Euroraum mit Deutschland als Zugpferd - setzt sich eine positive Entwicklung im Sektor Chemie fort. Die im Vorjahr prognostizierte moderate Steigerung der Produktionsvolumen in Europa spiegelte sich in der Allnex Resins Germany GmbH nur in einem leichten Anstieg der Produktionsvolumina wider. Der prognostizierte deutliche Anstieg in den Umsatzerlösen wurde deutlich übertroffen, sowohl bedingt durch gestiegene Verkaufsvolumen als auch durch gestiegene Verkaufspreise aufgrund höherer Rohstoffkosten. Der Verband der europäischen Chemieindustrie (Cefic) prognostiziert für das Kalenderjahr 2018 einen Anstieg um 2 % [9]. Die Allnex Resins Germany GmbH sieht dieses Wachstum weiterhin als Chance für das eigene Geschäft und rechnet für das Finanzjahr 2018 mit moderat steigenden Produktions- und Verkaufsvolumen aufgrund der positiven Nachfragesituation am Markt. Bei den Umsatzerlösen wird ebenfalls ein Anstieg von 4,2 % erwartet. Ein Risiko besteht allerdings in einem Anstieg der politischen Unsicherheit sowohl im Euroraum als auch in den Vereinigten Staaten, der stagnierenden Wirtschaft in China und den übrigen Schwellenländern infolge des Rohstoffpreisverfalls und der strukturellen Probleme sowie die gegenüber den ersten Prognosen im Herbst schwächere Entwicklung einiger Industrieländer, wie Japan und das Vereinigte Königreich, dass diese Prognosen nach unten korrigiert werden müssen [10]. Gesamtwirtschaftlich ist jedoch damit zu rechnen, dass der moderate Aufschwung und die Exportnachfrage aus den Industrieländern stabil bleiben. Die im Vorjahr erwähnten Risiken der Staatsschuldenkrise in Europa, der Stagnation in China und der Ukrainekrise haben sich im Geschäftsjahr 2017 nicht wesentlich auf die Umsatzerlöse der Gesellschaft ausgewirkt. Diese Konjunkturentwicklung wird auch den Absatzmarkt der Lackrohstoffe betreffen. Deswegen werden wir durch die Einführung neuer Produkte, die bereits im internationalen Portfolio der allnex Gruppe vertreten sind, versuchen, unser Produktportfolio weiter zu diversifizieren und wettbewerbsstark zu bleiben. Das im Vorjahr aufgrund der Integration prognostizierte reduzierte Investitionsvolumen für das Geschäftsjahr 2017 wurde mit 1,8 Mio EUR leicht übertroffen. Die vor der Integration geplanten Erweiterungen der Produktionskapazitäten sind in die Folgejahre verschoben worden. Für das Geschäftsjahr 2018 wird mit einem Anstieg des Investitionsvolumens auf 2,8 Mio EUR gerechnet sowie einem weiteren Anstieg im Jahr 2019, um das weitere Geschäftswachstum am Standort abzusichern. Insbesondere die Schaffung von Synergien im globalen allnex-Konzern und die Optimierung des Produktportfolios innerhalb von Europa werden als Wachstumschancen für den deutschen Standort gesehen. Wie im Vorjahr bleibt die Weitergabe der steigenden Rohstoffkosten und somit der Preis- und Kursrisiken an unsere Kunden auch für das kommende Geschäftsjahr ein vorherrschendes und kritisches Thema. Zusätzlich gilt es, weitere Absatzpotentiale bei Kunden zu erschließen, um die Mengen gegenüber dem Vorjahresniveau steigern zu können. Dies ist zudem erforderlich vor dem allgemeinen Risiko eines Ausstiegs von Kunden im Bereich der Lohnfertigung. Dies soll durch die exzellente Qualität der bestehenden Produkte, Einhalten von Lieferfristen und marktüblichen Preisen gesichert werden. Erstere wird über eine laufende Qualitätskontrolle in den Bereichen Warenannahme, Labor und Technikum sichergestellt. Durch die Eingliederung der Allnex Resins Germany GmbH in den europäischen allnex-Verbund ergeben sich zudem zusätzliche Chancen durch Hebung von Synergien im Bereich der Beschaffung und des Vertriebs. Zusätzlich ist durch Produktverlagerungen (insbesondere resultierend aus Kapazitätsoptimierungsgründen) aus verschiedenen allnex-Standorten nach Bitterfeld ein positiver Effekt zu erwarten. Wir erwarten, dass sich die finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2018 wie folgt entwickeln werden:
Für das Ergebnis rechnet die Allnex Resins Germany GmbH im Geschäftsjahr 2018 mit moderat steigenden Absatzmengen. Daraus resultierend wird mit einem moderaten Anstieg der Umsatzerlöse gerechnet. Insbesondere im Bereich der Herstellungskosten wird eine deutliche Verbesserung der Kostenstruktur erwartet, die auf im Jahr 2017 eingeleiteten Maßnahmen im Zuge der Integration in den allnex-Konzern resultiert. Die Geschäftsführung geht zudem für das Geschäftsjahr 2018 davon aus, dass das Ergebnis deutlich geringer als im Jahr 2017 durch zusätzliche, nicht lokal geplante Integrationskosten belastet wird. Die Geschäftsführung rechnet durch die steigenden Verkaufsvolumina sowie durch Kostenreduzierungen mit einer deutlichen Ergebnisverbesserung vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA), bezogen auf das vorangehende Kalenderjahr. Die bereits im Geschäftsjahr 2017 gestarteten Maßnahmen hinsichtlich der Generierung von Synergieeffekten, Kosteneinsparungen und verbessertem Kostencontrolling sowie die Reduzierung der integrationsbezogenen Zusatzkosten werden im Geschäftsjahr 2018 das Ergebnis deutlich verbessern. Zusätzlich zu den finanziellen Leistungsindikatoren haben Umweltschutz und Arbeitssicherheit bei der Allnex Resins Germany GmbH einen sehr hohen Stellenwert. Ziel hierbei ist die Erreichung einer "Null Schaden" (zero harm)- Bilanz. Die Erreichung dieses Ziels sehen wir als Qualitätsmerkmal an, das zusätzliche Chancen im Vergleich zu konkurrierenden Unternehmen bieten kann. Eine hohe Unfallquote bzw. Umweltschäden stellen dagegen ein potentielles Risiko im Hinblick auf Reputations- und Geschäftsverluste dar.
Derzeit liegt bei der Allnex Resins Germany GmbH die Kapazitätsauslastung bei über 90 %. Über laufende Instandhaltungsmaßnahmen und regelmäßige Wartungen sind die durch technische Effekte hervorgerufenen Produktionsausfallrisiken insgesamt deutlich begrenzt. Die Entwicklung der Fertigungskosten ist einerseits durch die Veränderung der Tariflöhne (2,3 % Erhöhung ab 01.09.2017 [11]) sowie durch die allgemeine Preisentwicklung (jährliche Steigerung der Erzeugerpreise um 2,4 % [12]) beeinflusst. Eine Belastung und somit Risiko im Vergleich zu anderen europäischen Standorten sind die hohen Energiekosten in Deutschland, die durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) zum Teil deutlich über den Energiekosten in anderen EU-Ländern liegen. Zur Reduzierung der Energiekosten werden zusätzliche Sparmaßnahmen im Bereich der Energienutzung durchgeführt. Das moderne Technikum am Standort Bitterfeld bietet zudem die Chance auf eine zusätzliche positive Geschäftsentwicklung, da hierüber zusätzliche Kleinmengennachfragen am Markt bedient und auch bestehende Klein- auf Großmengenproduktionen umgestellt werden können. Dies erhöht die Flexibilität des Standortes. Für das Jahr 2018 findet im Bereich des Technikums Optimierung und Anpassung des Nutzungsplans an die im Vergleich zu den Vorjahren reduzierte externe Nachfrage statt. Ein weiteres Risiko besteht weiterhin in den Kundenforderungen, die teilweise hohe Unsicherheiten bergen. Die nach wie vor recht uneinheitliche wirtschaftliche Entwicklung vieler Regionen und die deutlich schwächelnden Volkswirtschaften, speziell im Süden Europas, aber auch in den Krisengebieten in Nordafrika oder dem Nahen Osten, bedingen ein erhöhtes Ausfallrisiko bei Kundenforderungen. Neben einer konsequenten Bonitätsprüfung bei Kunden werden Zahlungsziele und Kreditlimits weiterhin kritisch betrachtet. Zahlungsausfälle sollen auf diese Weise sowie durch die Absicherung über Kreditversicherungen auf einem möglichst niedrigen Niveau gehalten werden. Nach wie vor wirkt sich die derzeit hohe Beschäftigungsquote neben der demographischen Entwicklung relativ deutlich auf die Suche nach geeigneten Arbeitskräften aus. Die demographische Entwicklung in den Betrieben mit der gleichzeitigen Abwanderung von jungen Arbeitskräften in die Ballungszentren von Deutschland kann auf langfristige Sicht ein erhebliches Problem der Versorgung von geeignetem Personal werden. Vor allem bei sich erholender Konjunktur bzw. bei Konjunkturboom stellt das Thema Arbeitskräftemangel somit ein potentielles Risiko für unser Unternehmen dar. Wir arbeiten unverändert kontinuierlich an betrieblicher Aus- und Weiterbildung. 3.2. Risikomanagement Zur Identifizierung von Risiken und Überwachung von Maßnahmen zur Risikobegrenzung wird ein interner Risiko-Management-Prozess genutzt. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit Zentralfunktionen innerhalb des allnex-Konzerns. Elementarrisiken, wie Risiken durch Umwelteinflüsse, Brand, Explosion, etc. sind durch entsprechende Versicherungen ausreichend abgesichert. Bestandsgefährdungspotenziale, z.B. drohende Vermögensverluste, bestehen nicht. Auch sonstige Risiken aus der Marktentwicklung oder aus Verfahrens- bzw. Technologieänderungen sind nicht ersichtlich.
1
https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/publikationen/jahresgutachten/aktuelles-jahresgutachten.html
Bitterfeld-Wolfen, 31. Mai 2018 Geschäftsführer Wim Vanderghinste Marie Joseph Flore Van In Dr. Herbert Witossek Bilanz zum 31. Dezember 2017Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 20171. Allgemeine Angaben Die Allnex Resins Germany GmbH ("die Gesellschaft") hat ihren Sitz in Bitterfeld - Wolfen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stendal (Reg. Nr. HRB 7339). Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Alleinige Gesellschafterin ist die Allnex Holding I Germany GmbH, Wiesbaden. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, im Anhang aufgeführt. Die Vorjahreszahlen beziehen sich auf das sechs Monate umfassende Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Juli 2016 bis 31. Dezember 2016. Aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres ist daher eine Vergleichbarkeit mit den Geschäftsjahreszahlen aus der Gewinn- und Verlustrechnung nur eingeschränkt möglich. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Allgemeine Angaben Der Abschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 entspricht in Ansatz und Bewertung den Grundsätzen des HGB. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber der Vorperiode unverändert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 3 HGB nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu fortgeführten Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung erfolgt, im Zugangsjahr pro rata temporis, über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren. Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund dauerhafter Wertminderung waren nicht vorzunehmen. Bei den Sachanlagen erfolgt die Aktivierung der Zugänge zu Anschaffungskosten nach § 255 Abs. 1 HGB. Abgänge werden zum Zeitpunkt des körperlichen Abgangs ausgewiesen. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig linear, im Zugangsjahr pro rata temporis, über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und betragen für:
Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Erhaltene Zuschüsse zum Anlagevermögen werden aktivisch von den Anschaffungskosten abgesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 410 werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Unter den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren mit den gewogenen Durchschnittspreisen und die Fertigerzeugnisse mit ihren jeweiligen Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten einschließlich der fertigungsbedingten Abschreibungen. Niedrigere Marktpreise bzw. niedrigere beizulegende Werte werden durch Abschreibungen berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Für die Bewertung werden grundsätzlich Durchschnittswerte herangezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert nach Abzug erforderlicher Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bilanziert. Die Einzelwertberichtigungen berücksichtigen Abschläge wegen erkennbarer Ausfallrisiken und späterer Fälligkeit. Die Pauschalwertberichtigung wird zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos mit 1,0 % des um die einzelwertberichtigten Forderungen und die enthaltene Umsatzsteuer gekürzten gesamten Forderungsbestandes gebildet. Stellt sich bei den Forderungen heraus, dass die Gründe für eine in Vorjahren gebildete Einzelwertberichtigung nicht mehr bestehen, werden Zuschreibungen vorgenommen. Während des Geschäftsjahres wurden im Rahmen eines Trade Receivables Purchasing Programms (TRPP) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die ING DIBA, Belgien, verkauft. Es handelt sich um ein echtes Factoring. Die Abwicklung der Transaktion erfolgt über die Allnex Belgium SA/NV, Brüssel, Belgien, die auch die Zahlungseingänge aus den verkauften Forderungen von der Factoring-Gesellschaft erhält. In Höhe der verkauften Forderungen, die zum Bilanzstichtag noch nicht durch Kundengeldeingänge beglichen sind, weist die Gesellschaft Forderungen gegen die Allnex Belgium SA/NV in Höhe von TEUR 6.877 (Vorjahr: TEUR 4.677) aus. Im Geschäftsjahr 2017 wurde ein Cash-Pooling-Vertrag mit der Allnex Belgium SA/NV abgeschlossen. Die Allnex Belgium SA/NV hält hierbei den Cash-Pool Master-Account. Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pool werden als Intercompany-Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gezeigt. Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling gegen die Allnex Belgium SA/NV in Höhe von TEUR 4.562 (Vorjahr: TEUR 0) aus. Die Flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert. Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen bzw. Ausgaben ausgewiesen, die für zukünftige Zeiträume zeitanteilig abgegrenzt werden. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelte und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Bei den Entgelten gehen wir von jährlichen Anpassungen (Salary Trend) von 3,00 % (Vorjahr: 2,50 %) aus. Rentensteigerungen erwarten wir für Zusagen bis 31. Dezember 1999 in Höhe von 1,00 % p.a. (Vorjahr: 1,00 %). Hiervon abweichend gilt für ab dem 01. Januar 2000 erfolgte Versorgungszusagen eine jährliche Rentenerhöhung von 1,75 % (Vorjahr: 1,75 %); diese ist den Mitarbeitern fest zugesagt. Der zum 31. Dezember 2017 zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 3,68 % (Vorjahr: 4,01 %). Es handelt sich um die von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinsätze der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. In den Abschlüssen vor dem 30.6.2016 wurden die durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre zur Abzinsung der Pensionsverpflichtungen genutzt (per 31.12.2017 = 2,80 %; Vorjahr 3,24 %). Dies wurde im Rahmen des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften vom 11. März 2016 geändert. Der Unterschiedsbetrag zwischen der abgezinsten Pensionsrückstellung unter Berücksichtigung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre und dem der vergangenen sieben Geschäftsjahre beträgt TEUR 1.615 (Vorjahr: TEUR 1.122), welcher zur Ausschüttung gesperrt ist. Die Pensionsverpflichtungen der Gesellschaft sind von der früheren Zugehörigkeit zum Bayer-Konzern geprägt. Für Gehaltsbestandteile bis zur Beitragsbemessungsgrundlage in der gesetzlichen Rentenversicherung (BBG) gelten die Betriebsvereinbarungen zur betrieblichen Grundrente. Mitarbeiter mit Eintritt ab 1. Januar 2005 sind Mitglieder der Rheinischen Pensionskasse (RPK) und leisten mit der Gesellschaft paritätische Beiträge. Mitarbeiter mit Eintritt bis 31. Dezember 2004 erhalten für Dienstzeiten bis 31. Dezember 2012 weiterhin Versorgungsleistungen von der Bayer-Pensionskasse (BPK). Für Dienstzeiten ab 1. Januar 2013 hat die Gesellschaft eine Direktzusage mit materiell unveränderten Leistungen erteilt, soweit die Mitarbeiter anstelle der bisherigen BPK-Mitgliedsbeiträge Entgelt in derselben Höhe innerhalb der Direktzusage umwandeln. Dementsprechend erhöhten sich die Pensionsrückstellungen bei gleichzeitiger Reduktion der Beitragszahlungen (Wegfall der BPK-Beiträge ab 1. Januar 2013). Darüber hinaus werden für von der BPK nicht übernommene Anpassungsverpflichtungen gemäß § 16 Betriebsrentengesetz Pensionsrückstellungen gebildet. Für Gehaltsbestandteile oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze gelten die Betriebsvereinbarungen zur betrieblichen Zusatzrente. Mitarbeiter mit Eintritt ab 1. Januar 2005 erhalten Leistungen als Direktzusage in Anlehnung an die Tarife der RPK. Mitarbeiter mit Eintritt bis 31. Dezember 2004 erhalten unverändert Leistungen in Form von Direktzusagen. Neben den Pensionsverpflichtungen aus der Grund- und Zusatzrente bestehen weitere unmittelbare Pensionsverpflichtungen, insbesondere aus Entgeltumwandlungen (Deferred Compensation für leitende Mitarbeiter und Tarifvertrag Einmalzahlungen und Altersvorsorge im Tarifbereich). Die bilanzierten Pensionsrückstellungen wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem Deckungsvermögen verrechnet. Bei dem Deckungsvermögen handelt es sich um hinterlegte Bargeldbestände. Übersteigt das Deckungsvermögen die bilanzierten Rückstellungen, werden diese auf der Aktivseite als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" separat ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Preis- und Kostensteigerungen sind angemessen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre gemäß den Regelungen der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 abgezinst. Für die Bewertung der Verpflichtungen aus Pensionsurlaub werden die gleichen Parameter wie zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen herangezogen. Lediglich ein Rententrend wird nicht berücksichtigt. Die Jubiläumsrückstellungen werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten berechnet. Die Bewertung wurde nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit-Methode) vorgenommen. Der Wertansatz ist versicherungsmathematisch auf Basis eines Zinssatzes von 2,8 % (i. Vj. 3,24 %) einer Dynamik der anrechenbaren Bezüge von 3,0 % und unter der Verwendung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet worden. Die Rückstellungen für Altersteilzeit sind anhand eines versicherungsmathematischen Gutachtens auf Basis eines Zinssatzes von 2,8 % (i. Vj. 3,24 %) p. a bewertet. Aus der Anwendung des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde Bankguthaben, das ausschließlich zur Sicherung von Wertguthaben der Arbeitnehmer aus geleisteter Altersteilzeitarbeit dient, mit der Rückstellung für Altersteilzeit verrechnet. Die zu verrechnenden Vermögensgegenstände wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Währungsumrechnung Die Währungsumrechnung von bestehenden kurzfristigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten in fremder Währung werden entsprechend umgerechnet. Bei einer Laufzeit von mehr als einem Jahr finden das Anschaffungskostenprinzip sowie das Realisations- und Imparitätsprinzip Anwendung. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagengitter zu entnehmen (Anlage zum Anhang). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen gegen verbundene Unternehmen gliedern sich wie folgt:
Die Finanzforderungen resultieren im laufenden Jahr aus dem TRPP-Programm mit Allnex Belgium SA/NV. Im Vorjahr resultierten die Finanzforderungen im Wesentlichen aus dem TRPP Programm mit Allnex Belgium SA/NV (TEUR 4.677) und Darlehen gegenüber Nuplex Resins Bv, Niederlande (TEUR 6.536) Flüssige Mittel Unter den flüssigen Mitteln sind Guthaben bei Kreditinstituten erfasst. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Vorauszahlungen für Versicherungen in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 73). Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt 25.000 EUR und ist voll eingezahlt. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab. Des Weiteren sind Verpflichtungen aus Frühruhestandsregelungen enthalten. Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind durch Vermögensgegenstände gesichert, die beim Metzler Trust e.V., Frankfurt am Main, im Rahmen eines Treuhandvertrages angelegt sind. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB werden die bilanzierten Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen mit den gegenüberstehenden Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 243 (Vorjahr: TEUR 243) verrechnet. Die Anschaffungskosten der Vermögenswerte betragen TEUR 243. Der beizulegende Zeitwert, der den Anschaffungskosten entspricht, wurde mit dem Erfüllungsbetrag der Rückstellungen von TEUR 8.151 saldiert. Der saldierte Betrag der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beträgt TEUR 7.908 (Vorjahr: TEUR 6.669). Den Aufwendungen aus der Zuführung der Rückstellung (TEUR 1.328; i. Vj. TEUR 669 bezogen auf sechs Monate) stehen, wie schon im Vorjahr, keine Erträge aus dem Deckungsvermögen gegenüber. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 5.665 (Vorjahr: TEUR 4.907) enthalten im Wesentlichen mit TEUR 3.451 (Vorjahr: TEUR 3.192) Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, mit TEUR 953 (Vorjahr: TEUR 783) Rückstellungen für Rabatte und Kommissionen, mit TEUR 894 (Vorjahr: TEUR 855) Rückstellungen für Personal, mit TEUR 83 (Vorjahr: TEUR 168) Rückstellung für Altersteilzeit sowie mit TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 77) Rückstellungen für die Prüfung und Erstellung des Jahresabschlusses. Im Geschäftsjahr 2017 wurden das Bankguthaben zur Sicherung von Wertguthaben der Arbeitnehmer aus geleisteter Altersteilzeitarbeit gegen das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers gemäß § 8a Altersteilzeitgesetz mit der Rückstellung für Altersteilzeit verrechnet. Die Anschaffungskosten betragen zum 31. Dezember 2017 TEUR 188. Der beizulegende Zeitwert von TEUR 188 wurde mit dem Erfüllungsbetrag der Rückstellung von TEUR 271 saldiert. Den Aufwendungen aus der Zuführung der Rückstellung stehen, wie schon im Vorjahr, keine Erträge aus dem Deckungsvermögen gegenüber. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsaustausch in Höhe von TEUR 4.468 (Vorjahr: TEUR: 2.371), aus Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling in Höhe von TEUR 4.562 (Vorjahr: TEUR 0) aus Darlehensverbindlichkeiten von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 18.971), sowie aus Verbindlichkeiten aus dem Gewinnabführungsvertrag in Höhe von TEUR 1.699 (Vorjahr: Forderung von TEUR 62). Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin resultierten im Geschäftsjahr aus dem mit der Allnex Holding I Germany GmbH, Wiesbaden, abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrag und betreffen das Ergebnis des Geschäftsjahres 2017. Im Vorjahr handelt es sich ausschließlich um Darlehensverbindlichkeiten nebst Zinsen. Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse nach Tätigkeitsfeldern Die Allnex Resins Germany GmbH ist hauptsächlich in den Tätigkeitsfeldern Produktion und Verkauf von Lackrohstoffen, Kleinmengenproduktionen und Produktupscaling sowie Lohnfertigung tätig. Die Umsatzerlöse teilen sich auf diese Tätigkeitsfelder wie folgt auf:
Umsatzerlöse nach Regionen
Funktionskosten Als Kosten der umgesetzten Leistungen sind die Herstellungskosten der verkauften Erzeugnisse und die Anschaffungskosten der abgesetzten Handelswaren ausgewiesen. Außer den leistungsbezogenen Kostenbestandteilen für Material, bezogene Fremdleistungen und Personal, gehören hierzu auch die dem Herstellungsbereich zuzurechnenden planmäßigen Abschreibungen, die Reparaturkosten, Kostensteuern sowie die Abschreibungen auf Gegenstände des Vorratsvermögens. Die Vertriebskosten enthalten neben den Kosten der Vertriebsorganisation und der Vertriebslogistik auch die Kosten der Werbung und des Außendienstes. Die allgemeinen Verwaltungskosten betreffen die Leitungs- und Verwaltungsstellen, die nicht dem Herstellungs-, Vertriebs- sowie Forschungs- und Entwicklungsbereich zugerechnet sind. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.647 (Vorjahr: TEUR 840) enthalten im Wesentlichen Währungsgewinne von TEUR 1.475 (Vorjahr: TEUR 40), periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 19) für die Auflösung von Rückstellungen sowie im Vorjahr außergewöhnliche Erträge für Kompensationszahlungen von TEUR 170. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.649 (Vorjahr: TEUR 1.859) enthalten mit TEUR 1.103 Fremdwährungsverluste (Vorjahr: TEUR 41). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Aufwendungen im Rahmen der Integration der Gesellschaft in die Allnex Gruppe in Höhe von TEUR 521 (Vorjahr: TEUR 722) enthalten. Finanzergebnis
5. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Summe der finanziellen Verpflichtungen aus langfristigen Verträgen (Standortverträge mit der Bayer Bitterfeld GmbH sowie der Werksfeuerwehr) und die Summe der finanziellen Verpflichtungen aus Dienstleistungsverträgen mit definierter Laufzeit sind teilweise mengen- und preisabhängig. Es wurden zur Ermittlung der finanziellen Verpflichtungen in diesen Bereichen Istwerte des Jahres 2017 zur Berechnung der zukünftigen Verpflichtungen herangezogen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 7,9 Mio (i. Vj. EUR 8,0 Mio) sind innerhalb eines Jahres fällig. Haftungsverhältnisse Es bestehen Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten. Die Gesellschaft hat in 2017 Vermögensgegenstände für Verbindlichkeiten des Allnex Konzerns in folgender Höhe verpfändet:
Die Gesellschaft hat im März 2017 folgende Vermögensgegenstände durch Sicherungsübereignung bzw. Sicherungsabtretungen verpfändet: - Gewerbliche Schutzrechte - Bewegliche Anlagegüter - Vorratsvermögen - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - Forderungen gegen verbundene Unternehmen - Guthaben bei Kreditinstituten Die Geschäftsführung schätzt das Risiko der Inanspruchnahme als gering ein, da die Ertragslage des Konzerns sowie der in 2017 erreichte operative Cashflow den Erwartungen der Konzernmuttergesellschaft entsprach. Außerbilanzielle Geschäfte Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Der Vorteil der Leasing- und Mietverträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden können, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Honorar für den Abschlussprüfer Das Honorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB verteilt sich wie folgt:
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag gemäß § 285 Nr.33 HGB lagen nicht vor. Anzahl der Arbeitnehmer Im Durchschnitt des Geschäftsjahres betrug die Anzahl der Arbeitnehmer mit einem unbefristeten Arbeitsverhältnis 139 (Vorjahr: 145) und die Anzahl der Arbeitnehmer mit einem befristeten Arbeitsverhältnis 15 (Vorjahr: 16). Zusätzlich waren im Durchschnitt des Geschäftsjahres 10 (Vorjahr: 12) Auszubildende beschäftigt. Angaben nach § 285 Nr. 8 Materialaufwand
Personalaufwand
6. Ergebnisverwendung Das Ergebnis des Geschäftsjahres wurde aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages vollständig an die Allnex Holding I Germany GmbH abgeführt. 7. Konzernabschluss Den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 erstellt für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen die Allnex (Luxembourg) & Cy SCA, Luxembourg. Dieser kann bei der Allnex (Luxembourg) & Cy SCA, Grand Rue, 76; L-1660 Luxembourg, angefordert werden. Der Konzernabschluss wird beim Registre de Commerce et des Sociétés in Luxemburg veröffentlicht. 8. Geschäftsführung Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2017 bestellt: · Wim Vanderghinste, Leefdaal, Belgien, Global Business Director Dir LRA Allnex Belgium SA/NV · Marie Joseph Flore Van In, Waterloo, Belgien, Vice President Legal Services and HR Allnex Belgium SA/NV · Ann de Schepper, Bonheiden, Belgien, Finance Director EMEA Nuplex Resins B.V. bis 21. Februar 2017 · Dr. Herbert Witossek, Leipzig, Standortleiter Bitterfeld, Allnex Resins Germany GmbH. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wurde nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur ein Geschäftsführer bei der Gesellschaft angestellt ist und Bezüge erhält.
Bitterfeld - Wolfen, den 31. Mai 2018 Allnex Resins Germany GmbH Geschäftsführer Wim Vanderghinste Marie Joseph Flore Van In Dr. Herbert Witossek Entwicklung des Anlagevermögens 31. Dezember 2017
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Allnex Resins Germany GmbH, Bitterfeld-Wolfen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Allnex Resins Germany GmbH. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 14. August 2018 KPMG
AG
Brandenburg, Wirtschaftsprüfer Kolb-Hecker, Wirtschaftsprüferin Gesellschafterbeschluss vom 12.10.2018Annex Resins Germany GmbHDie Gesellschafter der Allnex Resins Germany GmbH, Salegaster Chaussee 1, 65203 Wiesbaden, fassen folgende Beschlüsse:
Allnex Holding I German GmbH |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
3 nahegelegene Organisationen
Herstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen