Stammdaten

Register
Amtsgericht Kleve HRB 5556
Vorher
BIT Brand Informations- und TelekommunikationslösungenGmbH
Eingetragen
18.5.1994
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieHerstellung von Datenverarbeitungsgeräten und peripheren Geräten
Gegenstand
Die Durchführung von Forschungsvorhaben, die Erstellung von Gutachten und Studien und die Beratung auf dem Gebiet der Daten- und Kommunikationstechnik und der elektronisch gestützten Organisation sowie die Herstellung und der Vertrieb von damit in Zusammenhang stehenden Computerprogrammen und entsprechender Computerhardware. Die Erbringung aller Lettershop-Arbeiten, wie Kuvertierung, Frankierung, Postauslieferung, Verpackung und Versand von Waren und Schriftstücken aller Art sowie das Personalisieren von Mailings und Identcards.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nina Brand
seit 20.7.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Nina Brand
Alpen
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BIT Brand GmbH

Neukirchen-Vluyn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht BIT Brand GmbH 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell

Die BIT Brand GmbH hat sich auf die digitale und analoge Dienstleistung rund um die Produktion, die Verarbeitung und den Versand von Dokumenten spezialisiert. Am Niederrhein haben wir mit mittlerweile drei Standorten ein Zentrum für Datenverarbeitung und Versandlogistik aufgebaut, das höchste Kompetenz und vollumfänglichen Service bietet. Dabei liegt unser Schwerpunkt auf der Datenaufbereitung und der flexiblen Produktion und Verarbeitung von Dokumenten. Ganz gleich, ob Mahnungen, Rechnungen, E-Mails oder individuelle Werbe- und Spendenmailings - wir bieten unseren Kunden für alle Bereiche eine maßgeschneiderte Dokumentenlösung.

Zu unseren weiteren Leistungen zählt der Vertrieb unserer eigens entwickelten Software BOPS, mit der unsere Kunden ihre Druck- und Versandprozesse selbstständig steuern und verwalten. Hinzu kommen die von unseren Kunden geschätzten Support- und Beratungs-Leistungen, die den User von der Einrichtung über die Anwendung bis hin zu Aktualisierungen der Software begleiten.

1.2. Wirtschaftsbericht

1.2.1. Gesamtwirtschaft

Nachdem in den Jahren zuvor die Wirtschaftliche Lage vielen Veränderungen und Problemen ausgeliefert war, wurde auch das Jahr 2023 zu einer Herausforderung für viele Wirtschaftsbetriebe. Zu Beginn des Jahres stiegen die Materialpreise weiterhin rasant. Strompreise verzehnfachten sich in der Industrie und Personalkosten stiegen ebenfalls rasant.

Die Inflation machte auch im Jahr 2023 keinen Halt. Mit einer Inflationsrate von 5,9 % wirkte sich dies auf alle Bereiche in der deutschen Wirtschaft aus.

Jedoch entspannten sich die Lieferengpässe zu dem Vorjahr, so dass zumindest die Planung von Material wieder etwas für Erleichterung sorgte.

Für Abhilfe sollte die Strompreisbremse der Regierung im Jahr 2023 sorgen. Für die Industrie stiegen die Strompreise trotzdem erheblich, es wurde jedoch für 70% der Stromkosten ein vergünstigter Preis angeboten.

Im Jahr 2023 hatten wir als Folge der beschriebenen Herausforderungen erstmalig ein negatives BIP von -0,3%.

1.2.2. Branchenbezogene Wirtschaft

Der Trend des Outsourcings setzte sich auch im Jahr 2023 weiter fort. Durch die fallenden Druckzahlen und die zunehmende Digitalisierung in der Wirtschaft lohnt es sich für viele Betriebe nicht mehr eigene Druckereien zu betreiben.Durch die schwankende Wirtschaftslage und die gestiegene Inflation brach jedoch der Mailingbereich im Jahr 2023 ein.

Gerade im Bereich der Spendenmailings gab es im Jahr 2023 einen Rückgang. Aufgrund der Wirtschaftslage vieler Privatpersonen und den gestiegenen Kosten gab es eine erheblich geringere Spendenbereitschaft.

Im Mittelpunkt des Jahres 2023 stand die Übernahme eines großen Neukunden im Bereich des Transaktionsdrucks.

Mit dem neuen Endlosdrucker zogen im Jahr 2023 noch weitere 3 Kuvertieranlagen in den Neubau ein. Bis Juli 2023 war die gesamte Übernahme des Neukunden abgeschlossen.

Das zweite Standbein der BIT Brand GmbH besteht darin, die eigens entwickelte Software BOPS für das Dokumentenmanagement zu vertreiben und Kunden im Bereich Output Management zu beraten.

Durch unsere 15 spezialisierten IT-Fachkräfte im Bereich des Output Managements, profitieren sowohl unsere Kunden als auch unser eigener Produktionsbetrieb von einer stets gegenwärtigen informationstechnischen Unterstützung mit unserer Software.

Die Synergie der unterschiedlichen Geschäftsbereiche schaffen insbesondere im Umbruch des Drucksegments, neue Möglichkeiten, das Segment weiter auszubauen.

Aufgrund des großen Neukunden konnten wir den Bereich des Transaktionsdrucks weiter ausbauen. In Anbetracht der beschriebenen Lage im Bereich der Spendenmailings kam es 2023 in diesem Bereich zu einem Einbruch der Produktionszahlen.

Da sich jedoch im zweiten Halbjahr 2023 die wirtschaftliche Lage wieder etwas stabilisierte und Preise wieder konstanter wurden, änderte sich auch die Mailingbereitschaft wieder.

So dass wir im Jahr 2024 durch unsere, im Jahr 2023 effizientere Gestaltung des Produktionsablaufs und den schnelleren Maschinen, mit einem positiven Verlauf rechnen.

1.3. Personal und Sozialbereich

Unsere Leistungen erbrachten wir im Jahr 2023 mit durchschnittlich 70 festangestellten Mitarbeitern. Aufgrund der guten Auftragslage suchen wir derzeit neue Mitarbeiter. Wie in den Vorjahren wurden im Geschäftsjahr 2023 externe und interne Schulungsmaßnahmen durchgeführt.Aufgrund des Fachkräftemangels konnten wir nicht so viele Mitarbeiter einstellen wie benötigt. Um dieses Defizit auszugleichen, sind wir stets dabei unsere Abläufe schlanker und effizienter aufzustellen, so dass wir mit weniger Mitarbeitern unsere Produktionslage stabil halten können.

Im Jahr 2023 kamen wir ohne externe Mitarbeiter aus und konnten größtenteils alle Arbeiten mit festangestelltem Personal stemmen.

1.4. Investitionslage

Im Jahr 2023 investierten wir in weitere 3 Kuvertieranlagen, sowie eine Photovoltaikanlage auf dem Neubau. Durch die großen Investitionen 2022 / 2023 sind im Jahr 2024 keine größeren Investitionen geplant.

2. Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage

2.1. Ertragslage

01.01. 31.12.2023 01.01. 31.12.2022 Änderung ggü. dem Vorjahr
in
TEuro % TEuro % TEuro %
Umsatzerlöse 16.427,8 100,0 15.708,7 100,0 719,1 4,6
+ Sonstige betriebliche Erträge 115,6 0,7 338,7 2,2 -223,1 -65,9
- Materialaufwand 10.482,3 63,8 10.093,5 64,3 388,8 3,9
= Rohergebnis 6.061,1 36,9 5.953,9 37,9 107,2 1,8
- Personalaufwand 3.557,2 21,7 3.399,4 21,6 157,8 4,6
- Abschreibungen 990,8 6,0 821,7 5,2 169,1 20,6
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.305,0 7,9 911,3 5,8 393,7 43,2
= Betriebsergebnis 208,1 1,3 821,5 5,2 -613,4 -74,7
+ Finanzerträge 4,7 0,0 0,1 0,0 4,6 0,0
- Finanzaufwand 78,8 0,5 65,8 0,4 13,0 19,8
= Finanzergebnis -74,1 -0,5 -65,7 -0,4 -8,4 12,8
- EE-Steuern 59,7 0,4 253,6 1,6 -193,9 -76,5
= Ergebnis nach Steuern 74,3 0,5 502,2 3,2 -427,9 -85,2
- Sonstige Steuern 7,3 0,0 7,4 0,0 -0,1 -1,4
= Jahresergebnis 67,0 0,4 494,8 3,1 -427,8 -86,5

2.2. Kapitalstruktur

Bilanz zum 31.12.2023 Bilanz zum 31.12.2022 Änderung ggü. dem Vorjahr
in
TEuro % TEuro % TEuro %
Mittel-/langfristig verfügbares Kapital
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 51,1 0,7 51,1 0,6 0,0 0,0
Bilanzgewinn 2.970,7 38,0 2.903,8 33,1 66,9 2,3
Fremdkapital
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 428,2 5,5 421,0 4,8 7,2 1,7
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.916,6 24,5 2.031,4 23,2 -114,8 -5,7
Sonstige Verbindlichkeiten 279,6 3,6 0,0 0,0 279,6 -
Summe mittel-/langfristig verfügbares Kapital 5.646,1 72,2 5.407,3 61,7 238,8 4,4
Kurzfristig verfügbares Kapital
Rückstellungen
Steuerrückstellungen 0,0 0,0 247,4 2,8 -247,4 -100,0
Sonstige Rückstellungen 228,9 2,9 270,6 3,1 -41,7 -15,4
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 658,9 8,4 608,8 6,9 50,1 8,2
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 131,1 1,7 174,4 2,0 -43,3 -24,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 723,4 9,3 1.671,5 19,1 -948,1 -56,7
Sonstige Verbindlichkeiten 352,0 4,5 263,6 3,0 88,4 33,5
Summe kurzfristig verfügbares Kapital 2.094,3 26,8 3.236,3 36,9 -1142,0 -35,3
Rechnungsabgrenzungsposten 75,2 1,0 94,1 1,1 -18,9 -20,1
Passive latente Steuern 2,0 0,0 25,9 0,3 -23,9 -92,3
Summe Passiva 7.817,5 100,0 8.763,7 100,0 -946,2 -10,8

2.3. Vermögenslage

Bilanz zum 31.12.2023 Bilanz zum 31.12.2022 Änderung ggü. dem Vj.
in
TEuro % TEuro % TEuro %
Langfristig gebundenes Vermögen
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, Lizenzen 44,2 0,6 56,4 0,6 -12,2 -21,6
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 2.286,1 29,2 2.175,2 24,8 110,9 5,1
Technische Anlagen und Maschinen 2.060,1 26,4 2.662,8 30,4 -602,7 -22,6
Betriebs- und Geschäftsausstattung 408,2 5,2 480,0 5,5 -71,8 -15,0
Geleistete Anzahlungen 50,0 0,6 0,0 0,0 50,0 -
Finanzanlagen
Werpapiere, Sonstiges 144,9 1,9 0,0 0,0 144,9 -
Umlaufvermögen
Mittel-/langfristige Forderungen
Sonstige Vermögensgegenstände 6,0 0,1 7,6 0,1 -1,6 -21,1
Summe mittel-/langfristig gebundenes Vermögen 4.999,5 64,0 5.382,0 61,4 -382,5 -7,1
Kurzfristig gebundenes Vermögen
Vorräte 377,9 206,7 2,4 171,2 82,8
Kurzfristige Forderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 557,8 7,1 770,8 8,8 -213,0 -27,6
Sonstige Vermögensgegenstände 578,3 7,4 734,1 8,4 -155,8 -21,2
Liquide Mittel 1.190,7 15,2 1.562,3 17,8 -371,6 -23,8
Summe kurzfristig gebundenes Vermögen 2.704,7 34,6 3.273,9 37,4 -569,2 -17,4
Rechnungsabgrenzungsposten 113,5 1,5 107,8 1,2 5,7 5,3
Summe Aktiva 7.817,5 100,0 8.763,7 100,0 -946,2 -10,8
Rundungsbedingte Differenz -0,2 0,0

2.4. Kapitalflussrechnung

2023
Euro
2022
Euro
Periodenergebnis 66.968,91 494.856,27
- Zuschreibungen auf Gegenstände des Anvermögens 7.148,82 0,00
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlageverm. 990.790,75 821.741,36
+/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen -46.522,41 -21.357,79
- Sonstige zahlungsunwirksame Erträge 19.500,00 6.000,00
+/- Abnahme / Zunahme der Vorräte -171.244,23 23.774,78
+/- Abnahme / Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 246.421,61 321.819,22
+/- Abnahme / Zunahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 316.572,86 -518.709,93
+/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 955.213,32 773.672,21
+/- Zunahme / Abnahme anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 42.014,98 -8.223,15
- Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 3.045,00 14.766,29
+ Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 1,00 0,00
+ Zinsaufwendungen 71.170,29 44.637,14
- Ertragsteuerertrag 19.218,16 19.631,11
+ Ertragsteueraufwand 78.942,89 273.272,79
+/- Ertragsteuerzahlungen 380.039,75 -275.113,45
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 126.921,64 1.889.972,05
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen 13.800,00 27.578,86
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 3.047,00 70.714,29
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 451.065,75 2.016.099,76
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -599.564,05 -1.972.964,33
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 1.403.624,01 849.081,43
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten 1.125.195,88 577.503,82
+ Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen 19.500,00 6.000,00
- Gezahlte Zinsen 71.170,29 44.637,14
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 226.757,84 232.940,47
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe der Cashflows) -245.884,57 149.948,19
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.436.565,98 1.286.617,79
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.190.681,41 1.436.565,98

3. Chancen und Risiken, Risikomanagement sowie zukünftige Entwicklung

3.1. Risiken

Die BIT Brand GmbH unterlag im Jahr 2023, wie jedes Unternehmen am Markt, dem allgemeinen Unternehmerrisiko.Neben dem Risiko einer Verschlechterung der allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Lage, sind wir aufgrund der speziellen Branchensituation einem besonderen Wettbewerbsrisiko ausgesetzt. Diesem treten wir durch ein hohes Maß an IT-Kompetenz und Flexibilität entgegen.

Zur Erhaltung der guten Qualität unserer Dienstleistungen sind wir stark von der Kompetenz unserer Mitarbeiter abhängig. Die durchschnittlich lange Betriebszugehörigkeit der Mitarbeiter und deren Erfahrung, sichert uns eine durchaus flexible Verarbeitung der kundenindividuellen Produktwünsche.

Ein Liquiditätsrisiko sehen wir mittelfristig, wegen der vorhandenen liquiden Mittel, nicht. Ein Forderungsausfallrisiko ist aufgrund der langjährigen Kundenbeziehungen sowie einem wirksamen Forderungsmanagement derzeit nicht ersichtlich. Zusätzlich haben wir wichtige Kundebeziehungen über eine entsprechende Versicherung abgedeckt.

Durch unsere ISO-Zertifizierungen 27001:2013 (Informationssicherheitsmanagement), 9001:2015 (Qualitätsmanagement) und 14001:2015 (Umweltmanagement) verfolgen wir ein regelmäßiges Reporting mit klaren Vorgaben, wodurch sich Abweichungen schnell feststellen lassen. Dieses bauten wir im Jahr 2022 weiter aus und wechselten zu der Zertifizierungsstelle Dekra.

Die schwankenden Materialpreise aus dem Vorjahr sowie Lieferengpässe stabilisierten sich im Jahr 2023 was dazu führte, dass eine bessere Planung stattfinden konnte.

Spürbar wurde 2023 erstmalig die Energiekrise, die dazu führte, dass wir um ein vielfaches höhere Energiekosten tragen mussten.

Aufgrund der Inflation stiegen auch die Mitarbeiterkosten mehr als erwartet.

Im Jahr 2023 wirkte sich die Corona-Pandemie nur noch sehr schwach auf die Wirtschaft aus. Zu verzeichnen war jedoch eine hohe Krankheitsrate wie im Jahr 2022.

Aufgrund der vergangenen 3 schwierigen Wirtschaftsjahre und der oben beschriebenen Wirtschaftslage in der Industrie und für den Bürger konnten wir erstmalig im Jahr 2023 einen Rückgang der Auftragslage verzeichnen, die jedoch durch den großen Neukunden ausgeglichen wurde.

Aufgrund von einem größeren Neukunden im Mailingbereich im Jahr 2024 und einer anzunehmenden stabileren Wirtschaftslage, rechnen wir im Jahr 2024 wieder mit einer steigenden Auftragslage.

3.2. Chancen

Langfristige Verträge sichern ein stabiles Auftragseinkommen ab und bieten Planungsmöglichkeiten in Hinblick auf das Personal. Zusätzlich konnten wir im Jahr 2022 durch den Anbau von Produktionsfläche unsere Kapazitäten weiter ausbauen.

Die kontinuierlichen Investitionen in neue Produktionsmaschinen und junge Mitarbeiter stabilisiert unsere gute Qualität und erhöht die potenzielle Output-Menge.

Auf die Veränderung im Transaktionsdruck haben wir bereits im Jahr 2018 reagiert und Lösungen geschaffen, die den physischen und den digitalen Versand vereinen. Diese Lösung wird kontinuierlich weiter ausgebaut und verbessert. So konnten wir in den vergangenen Jahren einen deutlichen Anstieg im Bereich E-Mailversand verzeichnen.

Der Trend des Outsourcings im Bereich Transaktionsdruck wird auch im Jahr 2024 weiter fortgeführt, so dass wir in diesem Bereich in den nächsten Jahren noch ein großes Wachstumspotential für uns sehen.

Zusätzlich fordern Kunden zunehmend einen flexiblen Dienstleister der schnell auf Marktänderungen und neue Gesetzte reagieren kann.

Als mittelständischer Dienstleister sehen wir in diesem Segment für uns eine gute Ausbauchance.

Zusätzlich hat sich gezeigt, dass Produkte für die Nachverfolgung von Briefen gefragte Lösungen sind. So konnten wir mit unserer Software schon mehrere Anfragen für eine automatisierte Nachverfolgung von Einschreiben verzeichnen.

Mit einer neuen Webplattform, die im Jahr 2023 entwickelt wurde, ist die Nachverfolgung von gelieferten Daten von Kunden zu BIT nun über einloggen möglich. Zusätzlich kann über diese Plattform auch die Abfrage von Einschreiben erfolgen.

3.3. Prognosebericht

Ein wesentlicher Aspekt der Marktstrategie der BIT Brand GmbH ist die Flexibilität gegenüber dem Kunden. Durch unsere flachen Hierarchien und kurzen Entscheidungswege können wir dem Kunden schnelle und angepasste Lösungen bieten. Der Transaktionsdruck-Bereich wird im Jahr 2024 eher auf gleichem Niveau sein wie 2023. Im Jahr 2024 steht der Mailing Bereich wieder mehr im Fokus. Dieser wird durch gewonnene Neukunden voraussichtlich ein Wachstum erzielen.

Mit der Investition des Neubaus im Jahr 2022 und einem zusätzlichen Endlossystem verfügen wir mittlerweile insgesamt über 3 Endlosdrucker. So können wir dem Kunden eine noch höhere Ausfallsicherheit garantieren.

Hinzu kommen 3 weitere Kuvertieranlagen, die im Laufe des Jahres 2023 im Neubau platziert wurde.

Durch die höhere Verarbeitungsgeschwindigkeit und dem flexibleren Wechsel von C6/5 auf C4 bei den Kuvertieranlagen, können wir unser Leistungsspektrum auch in diesem Bereich weiter ausbauen.

In den letzten Jahren konnten wir trotz der Pandemie und den wirtschaftlichen Herausforderungen am Markt unseren Umsatz kontinuierlich steigern.

So rechnen wir auch im Jahr 2024 mit einem Umsatzwachstum von 16,4 Mio € auf 16,8 Mio €.

Auch im Jahr 2023 konnte die Einführung des neuen ERP-Systems aufgrund einer hohen IT-Auslastung nicht zu Ende gebracht werden. Bestimmte Bereiche im Unternehmen werden bereits über das neue ERP-System abgedeckt und profitieren von verschlankten und vereinfachten Prozessen.

Um die geplante Effizienz des Systems auszuschöpfen, müssen alle Bereiche vollkommen integriert sein. Alle noch offenen Punkte sollen im Jahr 2024 abgeschlossen werden. So dass wir trotz der bevorstehenden Ziele im Jahr 2024 mit der bisherigen Mitarbeiteranzahl unseren Qualitätsstandard halten und verbessern können.

Die neue Zertifizierung unseres Managementsystem nach der ISO-Norm durch ein akkreditiertes Unternehmen im Jahr 2024, soll nicht nur die internen Prozesse kontinuierlich verbessern, sondern auch ein unserer Qualität gerechtes Image nach außen vermitteln.

Im Softwarebereich wird im Jahr 2024 weiterhin in die Entwicklung einer neuen Datenbankanbindung investiert. Aufgrund einer neuen Lizenzierungspolitik von Oracle haben wir uns als Softwarehersteller von BOPS dazu entschieden, zukünftig eine Anbindung an PostgreSQL anzubieten. Im Laufe des Jahres 2024 soll die geplante Anbindung fertig gestellt werden. Weiterhin wird im Jahr 2024 die Produktionsanbindung an ein Webinterface weiter ausgebaut, um den Kunden so ein zeitnahes Reporting zu ermöglichen.

Mit der Entwicklung des Webservice wollen wir unserem Kunden mehr Transparenz verschaffen.

 

Neukirchen-Vluyn, den 23.08.2024

gez. Nina Brand

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.993.399,17 5.374.433,05
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 44.159,50 56.424,50
II. Sachanlagen 4.804.345,55 5.318.008,55
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.286.110,76 2.175.219,76
2. technische Anlagen und Maschinen 2.060.080,00 2.662.765,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 408.154,79 480.023,79
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 50.000,00
III. Finanzanlagen 144.894,12
B. Umlaufvermögen 2.710.641,85 3.281.484,54
I. Vorräte 377.927,38 206.683,15
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.142.033,06 1.512.490,11
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 5.955,92 7.584,89
III. Wertpapiere 0,00 125.745,30
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.190.681,41 1.436.565,98
C. Rechnungsabgrenzungsposten 113.459,48 107.782,02
Aktiva 7.817.500,50 8.763.699,61

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.021.872,15 2.954.903,24
I. Gezeichnetes Kapital 51.129,19 51.129,19
II. Bilanzgewinn 2.970.742,96 2.903.774,05
davon Gewinnvortrag 2.903.774,05 2.408.917,78
B. Rückstellungen 657.119,93 964.944,96
C. Verbindlichkeiten 4.061.370,74 4.749.729,49
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.575.479,52 2.640.178,20
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 658.892,83 608.798,98
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.916.586,65 2.031.379,22
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.485.891,22 2.109.551,29
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.206.389,25 2.109.551,29
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 279.501,97
D. Rechnungsabgrenzungsposten 75.171,49 94.121,92
E. Passive latente Steuern 1.966,19
Passiva 7.817.500,50 8.763.699,61

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.061.134,69 5.953.912,78
2. Personalaufwand 3.557.164,46 3.399.369,16
a) Löhne und Gehälter 2.847.910,83 2.762.587,27
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 709.253,63 636.781,89
davon für Altersversorgung 162.829,11 153.529,02
3. Abschreibungen 990.790,75 821.741,36
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 990.790,75 821.741,36
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.305.047,74 911.337,76
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.739,07 142,97
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 13.754,70
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 78.834,57 52.001,14
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 7.654,00 7.364,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 59.724,73 253.641,68
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 23.954,51 18.637,30
9. Ergebnis nach Steuern 74.311,51 502.209,95
10. sonstige Steuern 7.342,60 7.353,68
11. Jahresüberschuss 66.968,91 494.856,27
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.903.774,05 2.408.917,78
13. Bilanzgewinn 2.970.742,96 2.903.774,05

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: BIT Brand GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Neukirchen-Vluyn
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Kleve
Register-Nr.: 5556

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 428.202,00 EUR.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Der Erfüllungsbetrag wird auf der Basis einer bestmöglichen Schätzung bestimmt, wobei je nach Charakteristik der Verpflichtung geeignete Schätzverfahren und Informationsquellen genutzt werden. Bei Vorliegen von Bandbreiten möglicher Ereignisse mit gleicher Eintrittswahrscheinlichkeit wird der Mittelwert angesetzt. Einzelne Verpflichtungen (z. B. Rechts- und Prozessrisiken) werden regelmäßig mit dem wahrscheinlichsten Ergebnis bewertet, soweit nicht aufgrund besonderer Wahrscheinlichkeitsverteilungen andere Schätzungen zu einer angemesseneren Bewertung führen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 5.955,92 EUR (Vorjahr: 7.584,89 EUR).

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde die PUC-Methode angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,82 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0,00 %
zugrunde gelegte Sterbetafel Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 4.156 EUR.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Zum Bilanzstichtag existieren keine zu saldierenden Vermögenswerte.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Rückstellung für Tantiemen EUR 42.233,00
Rückstellungen für Gewährleistungen EUR 70.134,00
Urlaubsrückstellung EUR 69.895,00
Rückstellung für Jahresabschlusskosten EUR 35.195,00
übrige sonstige Rückstellungen EUR 11.460,93
EUR 228.917,93

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 610.504,84 EUR (Vorjahr: 478.562,72 EUR).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 2.575.479,52 EUR. Die Sicherungen bestehen in Form von Grundschulden, Bürgschaften und Sicherungsübereignungen.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 182.970,81 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen. Die Verpflichtungen ergeben sich aus Miet- und Leasingverhältnissen.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 66. Davon entfallen 39,5 Arbeitnehmer auf den Bereich der Verwaltung und 26,5 Arbeitnehmer auf den Bereich der Produktion.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Nina Brand

Die Geschäftsführung wird hauptberuflich ausgeübt.

Auf die Angaben nach § 285 Nr. 9 HGB wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Neukirchen-Vluyn, 23. August 2024

gez. Nina Brand

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 10.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die BIT Brand GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BIT Brand GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BIT Brand GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 23. August 2024

Kunz & Bauer GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Markus Bauer, Wirtschaftsprüfer

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