Do Investment AGLiquidiert

80538 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 191456
Eingetragen
6.4.2011
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: 1. Finanzportfolioverwaltung gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG, die Abschlussvermittlung gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 2 KWG, die Anlagevermittlung gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 KWG, die Anlageberatung gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1a KWG, sowie das Eigengeschäft gem. § 32 Abs. 1a KWG. Das Unternehmen handelt nicht auf eigene Rechnung mit Finanzinstrumenten und ist nicht befugt, sich bei der Erbringung von Wertpapierdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen. 2. Gegenstand des Unternehmens sind weiter folgende Leistungen: a. Finanzplanung, Vermögensstrukturberatung und Finanzcontrolling sowie b. Beratung von Kunden beim Erwerb und der Verwaltung von Investments im In- und Ausland, namentlich im Bereich Land- und Forstwirtschaft sowie c. Verbreitung von Publikationen jeglicher Art. Das Unternehmen erbringt im Rahmen der Ziffer a. und 2 b. lediglich beratende Leistungen. Die Übernahme des operativen Managements oder der Geschäftsführung bei oder für Investments von Kunden ist ausgeschlossen. 3. Die Gesellschaft darf andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art gründen, übernehmen, erwerben, vertreten und sich an solchen Unternehmen beteiligen. Sie darf Zweigniederlassungen errichten. 4. Ferner darf die Gesellschaft andere Unternehmen gründen, übernehmen, erwerben, vertreten und sich an solchen Unternehmen beteiligen, deren Haupttätigkeit a. in der Bewirtschaftung von land- und forstwirtschaftlich nutzbaren Flächen sowie in damit akzessorischen Tätigkeiten liegt. b. die Investition, Konzeptionierung und Durchführung von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien sowie zur Reduzierung oder Einbindung von CO2 umfasst, inklusive dem Handel von CO2-Zertifikaten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
David Wehner
seit 11.11.2020
Prokura
Annika Wacker
seit 1.8.2017
Prokura
Corinna Schütz
seit 1.8.2017
Vorstandsmitglied
Dirk Dr. Rüttgers
seit 6.4.2011
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Do Investment AG

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Do Investment AG ist ein im deutschsprachigen Raum tätiges Finanzdienstleistungsunternehmen mit Spezialisierung im Bereich des Vermögensmanagements. Weiterhin ist das Unternehmen aktiv im Bereich der Finanzplanung, der Vermögensstrukturberatung und des Finanzcontrollings sowie der Beratung von Kunden beim Erwerb und bei der Verwaltung von Agrarinvestments.

Die Gesellschaft gliedert ihre Geschäftstätigkeit insbesondere in die drei Kernsegmente Finanzportfolioverwaltung, Sachwertanlagen im Bereich Landwirtschaft sowie Family Office-nahe Dienstleistungen. Gegenüber Professionellen Investoren im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) erbringt die Gesellschaft bisweilen auch Anlageberatungsleistungen. Ferner ist die Do Investment AG vereinzelt auch im Bereich der Anlagevermittlung in Bezug auf Anteile an Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapiere (kurz OGAWs) tätig.

Um eine hohe Konzentration der Geschäftstätigkeit auf die genannten Kernsegmente des Unternehmens zu gewährleisten und die operationelle Komplexität gering zu halten, zielt unser Geschäftsmodell bisweilen darauf ab, eine übersichtliche Anzahl von Kunden und Mandaten zu betreuen.

1.1. Geschäftsbereich Finanzportfolioverwaltung

Das Management von Publikums- und Spezialfonds sowie die Finanzportfolioverwaltung für vermögende Privatkunden, Unternehmen und Stiftungen, auf Basis eingeschränkter Konto- und Depotvollmacht, bildet das wesentliche Geschäftsfeld der Gesellschaft.

Die Do Investment AG versteht sich ausschließlich als Dienstleister für ihre Kunden. Wir nehmen keine Vermögenswerte von Kunden entgegen, wir führen weder Konten noch Depots. Die Vermögenswerte werden stets bei Drittinstituten (Depotbanken und Verwahrstellen) gehalten.

1.2. Geschäftsbereich Sachwertanlagen im Bereich Landwirtschaft

Eine weitere Kernkompetenz der Do Investment AG liegt im Bereich der Sachwertinvestments

Für ausgewählte Kunden erbringen wir Beratungs- und Unterstützungsleistungen im Hinblick auf den Erwerb und die Verwaltung landwirtschaftlicher Flächen in Rumänien und Uruguay.

1.3. Geschäftsbereich Family Office-nahe Dienstleistungen

Die Unterstützung eines überschaubaren Kreises von Vermögensinhabern bei der Auswahl und Mandatierung von Vermögensverwaltern, die Koordination der Zusammenarbeit mit den Verwaltern sowie ein laufendes Vermögencontrolling (Leistungs- und Kostenkontrolle) runden das Dienstleistungsspektrum der Do Investment AG ab.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Jahr 2021 war ein Jahr, in dem es nicht ein bestimmendes Thema gab, sondern viele konkurrierende.

Die Covid-19-Pandemie hat die Weltwirtschaft und auch in 2021 weiter entscheidend geprägt. Nach dem konjunkturellen Einbruch im März 2020 sorgten die entwickelten Impfstoffe und der Fortschritt der Impfkampagnen dafür, dass Lockdowns wie noch im Jahr zuvor, weitgehend ausblieben. Das globale Wirtschaftswachstum konnte sich, auch durch die umfangreichen wirtschafts- und geldpolitischen Unterstützungsmaßnahmen, seit dem Frühjahr 2021 kräftig erholen.

Ein regelrechter Nachfrageschub ist 2021 jedoch auf eine reduzierte Angebotsseite samt Lieferkettenprobleme gestoßen. Die Folge: Ein ungeahnter Höhenflug der Inflation. Es wurden Preissteigerungen erreicht wie seit 30 Jahren nicht mehr. Einen Teil dazu beigetragen haben nicht zuletzt die Entwicklungen an den Rohstoffmärkten, die ebenfalls von einem Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage geprägt waren. Besonders die Preise für Öl und Gas sind zum Jahresende hin deutlich gestiegen. Dennoch war das Jahr insgesamt durch eine sehr starke Konjunktur und Gewinne geprägt.

2.2. Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Das Jahr 2021 war an den Finanzmärkten ein spannendes, und aus Anlegersicht ein sehr erfolgreiches Jahr. Weltweit sind neue Aktienmarktrekorde aufgestellt worden - und das trotz Pandemie, ansteigender Inflation, weltweiter Logistikprobleme und steigender Rohstoffpreise. Weiterhin gaben die großen Zentralbanken mit verbalen und realen Interventionen die Richtung für die Kapitalmärkte vor. Die Liquiditätsinjektionen der Zentralbanken haben geholfen die Rezession von 2020 schnell hinter sich zu lassen.

In den ersten Monaten des Börsenjahres 2021 wurde Investoren so deutlich wie seit der Finanzkrise nicht mehr vor Augen geführt, inwieweit sich die Finanzwelt von der Realwirtschaft entfernt hat. Auf den Absturz im Jahr 2020 folgte ein Aufschwung, der von der Hoffnung auf Impfprogramme und die damit verbundene wirtschaftliche Wiederbelebung genährt wurde. Kleinanleger schlossen sich auf Internetplattformen zusammen, um gegen professionelle Anleger und große Hedgefonds zu wetten, MegaCaps verdienten mit ihren Kryptowährungsinvestitionen mehr als mit ihrem Kerngeschäft und unprofitable Unternehmen verzeichneten Rekordbewertungen. In der zweiten Jahreshälfte wirkten das Erstarken des Coronavirus-Infektionsgeschehen sowie eine Verlangsamung des chinesischen Wirtschaftswachstums - begleitet von einer Regulierungswelle und einer Krise am chinesischen Immobilienmarkt - auf die Kapitalmärkte. Auch war die zweite Jahreshälfte durch eine höhere Preisdynamik geprägt. Gestörte Lieferketten verzögerten und verteuerten die Produktion der Endprodukte. Die Energiepreise zogen an. Diese Themen belasteten insbesondere zyklische Werte. Ferner deutenden erste Zentralbanken in der zweiten Jahreshälfte den Willen an, zu einer gewissen geldpolitischen Normalität zurückkehren und ihre expansive Geldpolitik reduzieren zu wollen. Der Kapitalmarkt musste sich mit der Tatsache auseinandersetzen, dass ein wichtiger Unterstützungsfaktor schwächer werden würde. Die Risikoaversion der Kapitalmarktteilnehmer stieg und bremste die Euphorie an den Aktienmärkten zunächst aus, ehe sie kurz vor den Weihnachtstagen zur Jahresend-Rallye aufbrachen.

Das Geschäftsmodell der Do Investment AG hat sich auch während der Pandemie als robust und widerstandsfähig erwiesen. Auch wenn unser geschäftliches Umfeld mit seinem unverändert hohen Wettbewerbsdruck, sich verändernde Kundenbedürfnisse und den sich stetig ausweitenden regulatorischen Anforderungen herausfordernd bleibt, bieten die einzelnen Geschäftsbereiche der Do Investment AG in Kombination mit einer soliden Eigenkapitalbasis sowie qualifizierter und engagierter Mitarbeiter eine solide Grundlage für nachhaltiges Wachstum.

Langjährige vertrauensvolle Beziehungen zu unseren Kunden stellen die wichtigste Basis des Geschäftes dar. Neue Kundenbeziehungen entstehen im Wesentlichen durch Empfehlungen aus dem bestehenden Kundenkreis.

2.3. Geschäftsverlauf

2.3.1. Auswirkungen und Bewältigung der Corona-Krise

Bereits im Jahr 2020 haben wir uns schnell an die neuen Umstände angepasst. Die Umsetzung der Corona-Schutzmaßnahmen für die Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner der Do Investment AG sowie die Aufrechterhaltung des operativen Geschäfts standen weiterhin im Vordergrund. Zu den Maßnahmen gehört hybrides Arbeiten, strenge Hygiene und Distanzregeln im Büro. Bestehende Prozesse werden weiter optimiert, so dass diese in einer dezentralen Arbeitsumgebung genauso effizient funktionieren, wie wenn alle Mitarbeiter in den Geschäftsräumen sind. Die Aufrechterhaltung des operativen Geschäfts war durch die gut funktionierende IT-Infrastruktur sowie dank des Engagements und der Resilienz unserer Mitarbeiter gewährleistet. Insgesamt ergaben sich durch die COVID-19-Pandemie für die Gesellschaft keine Auswirkungen auf die Unternehmensstrategie sowie keine bedeutsamen Auswirkungen auf die operative Performance.

Ihre Erträge erzielt die Do Investment AG im Wesentlichen aus dem Geschäftsbereich der Finanzportfolioverwaltung. Hier strebt die Gesellschaft ein gleichmäßiges, nachhaltiges und gesundes Volumens- und Ertragswachstum an. Die Provisionserträge entwickelten sich im Berichtsjahr deutlich über unseren Erwartungen, wie auch die Erträge aus dem Geschäftsbereich der Sachwertinvestments.

Die Anzahl der Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr ist unverändert. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Do Investment AG 9 Mitarbeitende. Nicht berücksichtigt sind hierbei die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft. Die Personalaufwendungen sowie die anderen Verwaltungsaufwendungen (inkl. Abschreibungen) befanden sich in Summe leicht unter der Planung.

Erneut erzielten wir gute Finanzkennzahlen.

2.4. Geschäftslage der Do Investment AG

Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht wesentlich, sodass die Do Investment AG entgegen der konservativ geprägten Planung für das Geschäftsjahr 2021 eine deutlich positive Geschäftsentwicklung vorweisen kann.

2.4.1. Ertragslage und Ergebnisentwicklung

Der Jahresüberschuss der Do Investment AG erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 17,31 % und belief sich damit auf 639 TEUR. Das Ergebnis lag über den Erwartungen.

Entwicklung der Ertragslage Do Investment AG

2021 2020 Delta ***
Zinsergebnis * TEUR 7 13 -49,47%
Provisionserträge TEUR 3.029 2.760 9,76%
Provisionsaufwendungen TEUR 172 48 254,94%
Provisionsergebnis TEUR 2.858 2.712 5,38%
Sonstige betriebliche Erträge TEUR 411 442 -6,93%
Personalaufwendungen TEUR 1.587 1.619 -1,95%
Andere Verwaltungsaufwendungen ** TEUR 724 706 2,59%
Verwaltungsaufwendungen TEUR 2.312 2.325 -0,57%
Bewertungsergebnis TEUR -2 -18 -88,44%
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit TEUR 961 824 16,72%
Steuern TEUR 322 279 15,57%
Jahresüberschuss TEUR 639 545 17,31%

* inkl. laufende Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen und Aktien und nicht festverzinslichen Wertpapieren

** inkl. Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

*** Die Berechnung der Veränderung zwischen den Zahlendes Berichtsjahrs und des Vorjahrs erfolgt anhand der nicht gerundeten Zahlen.

Die Provisionserträge erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 269 TEUR bzw. 9,76 % auf 3.029 TEUR. 88,37 % (Vorjahr 91,90 %) der Provisionserträge stellen Managementprovisionen im Bereich der Publikums- und Spezialfonds dar. Die weiteren Provisionserträge wurden im Bereich Finanzportfolioverwaltung für vermögende (Privat-)Kunden, durch die Beratung eines Hedgefonds-Mandats sowie im Rahmen der Anlagevermittlung erwirtschaftet. Der weitaus größere Teil der Provisionserträge ist bestandsabhängig. Vereinzelt werden erfolgsabhängige Erträge generiert. Die Steigerung der Provisionserträge gegenüber dem Vorjahr ist auf erhöhte Provisionserträge im Bereich Finanzportfolioverwaltung sowie auf erhöhte erfolgsabhängige Vergütungen zurückzuführen.

Die Provisionsaufwendungen erhöhten sich um 123 TEUR bzw. 254,94 % auf 172 TEUR. Die Provisionsaufwendungen stellen insbesondere Beratungsprovisionen im Bereich der Investmentfonds der Gesellschaft dar. Die Provisionsaufwendungen sind bestands- und zum Teil performanceabhängig.

Die Sonstige betriebliche Erträge, die insbesondere aus den Geschäftsbereichen Sachwertanlagen im Bereich Landwirtschaft und Family Office-nahe Dienstleistungen resultieren, betragen 411 TEUR und bewegen sich damit 6,93 % unter Vorjahresniveau. Das Provisionsergebnis erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 5,38 % auf 2.858 TEUR und beläuft sich auf das 1,2-Fache des gesamten Verwaltungsaufwands in Höhe von 2.312 TEUR. Diese sehr günstige Relation werten wir als Indikator für die Nachhaltigkeit unserer Rentabilität.

Die gesamten Verwaltungsaufwendungen bewegen sich im Geschäftsjahr 2021 mit 2.312 TEUR nahezu auf Vorjahresniveau (Vorjahr 2.325 TEUR). Die Personalaufwendungen (1.587 TEUR) bewegen sich 1,95 % unter Vorjahresniveau (1.619 TEUR). Die anderen Verwaltungsaufwendungen einschließlich Abschreibungen auf immaterielle Anlagegüter und Sachanlagen stiegen um 2,62 % auf 725 TEUR (Vorjahr: 706 TEUR). In den anderen Verwaltungsaufwendungen sind im Geschäftsjahr 2021 keine periodenfremden Aufwendungen enthalten (Vorjahr: 18 TEUR). Die laufenden Abschreibungen auf immaterielle Anlagegüter und Sachanlagen erhöhten sich um 4 TEUR (Berichtsjahr: 44 TEUR, Vorjahr: 40 TEUR).

Insgesamt erhöhte sich das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit um 138 TEUR bzw. 16,72 % auf 961 TEUR.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beliefen sich im Berichtsjahr auf 322 TEUR (Vorjahr: 279 TEUR).

2.4.2. Finanzielle Leistungsindikatoren

Im Geschäftsjahr 2021 erzielte die Gesellschaft erneut gute Ertragskennzahlen. Zur internen Steuerung der Gesellschaft werden folgende finanzielle Leistungsindikatoren herangezogen:

Entwicklung der Ertragskennzahlen der Do Investment AG

2021 2020 Delta ****
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit TEUR 961 824 16,72%
Jahresüberschuss TEUR 639 545 17,31%
Eigenkapitalrendite vor Steuern * % 43,89 53,10  
Umsatzrendite ** % 31,74 29,84  
Aufwand/Ertrags-Relation *** % 70,72 73,72  

* Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in % des durchschnittlichen Eigenkapitals

** Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in % der Provisionserträge

*** Verwaltungsaufwendungen (inkl. Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen) in % des Provisionsergebnisses

**** Die Berechnung der Veränderung zwischen den Zahlen des Berichtsjahrs und des Vorjahrs erfolgt anhand der nicht gerundeten Zahlen.

2.4.3. Vermögens- und Finanzlage

2.4.3.1. Vermögenslage

Die Vermögenslage der Do Investment AG stellt sich solide dar. Die Bilanzsumme belief sich zum 31.12.2021 auf 2.757 TEUR, gegenüber 2.130 TEUR (+ 29,41 %) zum Vorjahr.

Entwicklung der Vermögenslage der Do Investment AG

2021 2020 Delta *
Barreserve TEUR 0 0  
Forderungen an Kreditinstitute TEUR 220 182 105,91%
Forderungen an Kunden TEUR 614 375 60,44%
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere TEUR 0 0  
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere TEUR 1.764 1.411 24,30%
Immaterielle Anlagewerte TEUR 23 40 -41,74%
Sachanlagen TEUR 73 82 -11,93%
Sonstige Vermögensgegenstände TEUR 11 0 25,02%
Rechnungsabgrenzungsposten TEUR 52 39 55,33%
Bilanzsumme TEUR 2.757 2.130 29,41%

* Die Berechnung der Veränderung zwischen den Zahlen des Berichtsjahrs und des Vorjahrs erfolgt anhand der nicht gerundeten Zahlen.

Die Forderungen an Kreditinstitute stellt täglich fälligen Bankguthaben in Höhe von 220 TEUR (Vorjahr: 182 TEUR) dar. Die Bilanzposition Forderungen an Kunden resultieren aus Beratungs-, Verwaltungs- und Vertriebsleistungen der Gesellschaft, die per Jahresultimo fakturiert wurden. Von diesen zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen wurden nahezu 100 % noch innerhalb der ersten drei Monate beglichen. Aufgrund der guten Bonität unserer Geschäftspartner sowie der hohen Zufriedenheit mit unseren Leistungen rechnen wir mit keinen Forderungsausfällen.

Der Bestand von Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 353 TEUR auf 1.764 TEUR.

Die Bilanzposten spiegeln unsere nach wie vor gute Liquiditätsausstattung und die Liquiditätsreserve wider.

2.4.3.2. Finanzlage

2.4.3.2.1. Kapitalstruktur

Die Passivseite der Bilanz der Do Investment AG stellt sich zum 31.12.2021 wie folgt dar:

Entwicklung der Finanzlage der Do Investment AG

2021 2020 Delta *
Sonstige Verbindlichkeiten TEUR 283 230 36,82%
Rückstellungen TEUR 282 349 -25,52%
Eigenkapital TEUR 2.191 1.551 38,38%
Bilanzsumme TEUR 2.757 2.130 29,41%
Eigenkapitalquote % 79,48% 72,83%  

* Die Berechnung der Veränderung zwischen den Zahlen des Berichtsjahrs und des Vorjahrs erfolgt anhand der nicht gerundeten Zahlen.

Kredite von Kreditinstituten wurden im Berichtsjahr nicht in Anspruch genommen. Investitionen wurden aus Eigenmitteln und Cash-Flow, ohne die Aufnahme von Fremdmitteln, finanziert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 283 TEUR umfassen im Wesentlichen Geschäftsbesorgungen und Kostenweiterbelastungen in Höhe von 173 TEUR (Vorjahr: 137 TEUR) und Lohn- und Kirchensteuern in Höhe von 87 TEUR (Vorjahr: 79 TEUR).

Die Rückstellungen in Höhe von 283 TEUR beinhalten insbesondere Rückstellungen für Personalaufwendungen von 118 TEUR (Vorjahr: 112 TEUR), Aufsichtsratsvergütungen von 45 TEUR (Vorjahr: 45 TEUR) sowie Rückstellungen für sonstige Kosten von 73 TEUR (Vorjahr: 82 TEUR).

Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2020 wurde im Berichtsjahr auf neue Rechnung vorgetragen.

Mit einer Eigenkapitalquote von 79,48 % per 31.12.2021 weist unsere Gesellschaft eine sehr solide Kapitalstruktur auf.

2.4.3.2.2. Kapitalausstattung

Die Gesellschaft die Meldung der Eigenmittel gemäß den Anforderungen der Verordnung (EU) 2019/2033 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. November 2019 über Aufsichtsanforderungen an Wertpapierfirmen (kurz: IFR) vorzunehmen.

Zum 31.12.2021 überschreiten die Eigenmittel der Gesellschaft deutlich die Kapitalanforderungen des Artikels 11 IFR. Die harte Kernkapitalquote, die Kernkapitalquote sowie die Eigenkapitalquote gemäß Artikel 9 IFR betragen jeweils 251,25 % und liegen damit deutlich über den geforderten Mindestquoten von 56 %, 75 % und 100 %.

2.4.3.2.3. Liquidität

Die Liquiditätssituation der Do Investment AG stellt sich zum 31.12.2021 wie folgt dar:

2021 2020
Täglich fällige Kontoguthaben bei Kreditinstituten TEUR 220 182
Liquiditätsreserve      
Anleihen und Schuldverschreibungen TEUR 0 0
Geldmarkt- und Rentenfondsanteile TEUR 1.041 691

Die Do Investment AG ist im Berichtsjahr ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachgekommen.

2.4.3.2.4. Gesamtaussage zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sich die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft positiv darstellt. Sowohl die Ertragskennzahlen als auch die Eigenkapitalausstattung spiegeln die sehr gute wirtschaftliche Situation der Gesellschaft wider. Die hohe Eigenkapitalquote bildet zudem eine solide Basis für weiteres nachhaltiges Wachstum. Nicht zuletzt gewährleisten die liquiden Mittel die jederzeitige Erfüllung der laufenden Zahlungsverpflichtungen.

2.5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2.5.1. Mitarbeiter

In einem erfolgreichen Personalmanagement sehen wir eine wesentliche Voraussetzung, um die hohen Herausforderungen der Branche im Sinne unserer Kunden zu bewältigen. Die personellen Ressourcen der Do Investment AG werden dabei nicht an kurzfristigen Entwicklungen des Marktes ausgerichtet. Vielmehr ist es unser Ziel, die hohe Qualität unserer Dienstleistungen auch in dem sich häufig wandelnden Marktumfeld sicherzustellen. Dabei stellen wir in sämtlichen Unternehmensbereichen die erforderlichen personellen Kapazitäten dar. In allen Funktionen werten wir die persönliche Integrität des Mitarbeiters - neben den fachlichen und sozialen Fähigkeiten - als wesentliche Voraussetzung für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.

2.5.2. Nachhaltigkeit

Die Do Investment AG hat den nachhaltigen Unternehmensausbau als wesentliches Unternehmensziel erklärt. Dabei sehen wir im Vertrauen unserer Kunden das wichtigste Kapital.

Unser Unternehmen befindet sich in einer hervorragenden Ausgangslage, um einen Beitrag zur Erreichung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs) zu leisten. Dazu gehört, künftig ESG-Faktoren bei den Anlage- und Beteiligungsentscheidungen zu berücksichtigen. Die Nachhaltigkeitsbestrebungen unseres Unternehmens, einschließlich nachhaltiger Finanzdienstleistungen, werden auf höchster Ebene unseres Unternehmens fest verankert.

Vor dem Hintergrund unserer langfristig erfolgreichen risikoorientierten Anlagepolitik erfreuen wir uns hoher Kundenzufriedenheit. Die Voraussetzungen für die Nachhaltigkeit unseres Unternehmenserfolgs im Sinne unserer Kunden sehen wir weiterhin als gegeben.

2.5.3. Verwaltungs- und Beratungsvolumen

Der Geschäftserfolg der Do Investment AG hängt wesentlich von der Höhe des Verwaltungs- und Beratungsvolumens der Gesellschaft ab. So ist das Volumen in der Regel die Basis der bestands- und erfolgsabhängigen Vergütungen des Unternehmens. Dabei streben wir kontinuierlich positive Nettomittelzuflüsse in sämtlichen Geschäftsbereichen an.

2.6. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Aufgrund ihrer Beteiligungsquote könnte die Silvius Dornier Investment GmbH mit Sitz in München unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss auf die Do Investment AG ausüben.

Der Bericht des Vorstands der Do Investment AG über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG zum Geschäftsjahr 2021 enthält folgende Schlusserklärung:

Es wurden im vergangenen Geschäftsjahr keine Rechtsgeschäfte mit dem herrschenden Unternehmen oder einem mit ihm verbundenen Unternehmen oder auf Veranlassung oder im Interesse dieser Unternehmen vorgenommen. Ferner wurden keine anderen Maßnahmen mit diesem Unternehmen im Geschäftsjahr getroffen oder unterlassen.

3. Prognose- und Chancenbericht

Die nachfolgenden zukunftsgerichtete Aussagen wie Prognosen oder Erwartungen beruhen auf den gegenwärtigen Ansichten und Annahmen des Managements. Diese unterliegen bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten. Die tatsächlichen Ergebnisse, Leistungsdaten oder Ereignisse können erheblich von den in diesen zukunftsgerichteten Aussagen ausgedrückten oder implizierten Ergebnissen abweichen.

3.1. Gesamtwirtschaftlicher Ausblick

Zu den wesentlichen Einflussfaktoren auf den Wirtschaftsausblick gehören die Corona-Pandemie und geopolitische Konflikte. Zu Beginn des Jahres 2022 sorgte die Omikron-Variante des Coronavirus in vielen Ländern für steil steigende Corona-Neuinfektionen. Die Unsicherheit über den weiteren Verlauf der COVID-19-Pandemie sowie neue Störungen der globalen Lieferketten - insbesondere ausgelöst durch punktuell strikte Eindämmungsmaßnahmen in China - könnten die Entwicklung der globalen Wirtschaft 2022 dämpfen.

Heftige Kämpfe in der Ukraine überschatten den weltwirtschaftlichen Ausblick. Am 24. Februar 2022 leitete Russland eine groß angelegte Invasion gegen das Nachbarland ein. Als Reaktion darauf hat die Europäische Union einschließlich Deutschland und andere westliche Verbündeten umfassende Sanktionen gegen Russland verhängt, welche zuletzt in mehreren Schritten verschärft wurden. Negative wirtschaftliche Auswirkungen der gestiegenen Energiepreise und der verhängten Sanktionen werden in den kommenden Monaten nicht nur in Russland, sondern in vielen Ländern spürbar sein. In den großen Industrienationen sind die Inflationsraten besonders im Lauf des Jahres 2021 auf hohe Niveaus geklettert. Verantwortlich dafür sind vor allem hohe Energiepreise und Kostensteigerungen aufgrund der globalen Lieferkettenprobleme. Der Ukraine-Krieg wird die ohnehin hohe Inflation weiter befeuern. Aufgrund der hohen Abhängigkeit von russischen Energielieferungen sind Deutschland und andere EU-Länder besonders stark betroffen. Unter der Annahme, dass für den Krieg in der Ukraine in den kommenden Monaten eine Verhandlungslösung gefunden werden kann, die zumindest einen Waffenstillstand ermöglicht, ist eine allmähliche Erholung der Weltwirtschaft ab dem Ende des Jahres möglich. Allerdings wird es wohl eine Weile dauern, bis die Inflationsraten wieder deutlich moderatere Niveaus erreichen.

Es ist möglich, dass in Zukunft zusätzliche Sanktionen und andere Maßnahmen gegenüber Russland verhängt werden. Die Entwicklungen in Bezug auf den militärischen Konflikt schreiten rasch voran. Insgesamt werden die möglichen Auswirkungen der anhaltenden Situation auf die Do Investment AG davon abhängen, wie sich die Krise entwickelt. Die Krise und ihre Auswirkungen auf die globalen Wirtschaftsbedingungen könnten sich negativ auf die von uns verantworteten Mandate und zu potenziellen Wertminderungen von Vermögenswerten führen und möglicherweise negative Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit haben. Die Do Investment AG verfügt über kein finanzielles oder nichtfinanzielles Engagement gegenüber Russland oder der Ukraine. Nichtsdestotrotz ist es angesichts der Unsicherheit der Situation derzeit nicht möglich, die künftigen Auswirkungen auf die Do Investment AG abzuschätzen.

3.2. Branchenspezifischer Ausblick

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sowie des Ukraine-Kriegs werden - wie bestehende Herausforderungen für die Vermögensverwalterbranche wie ein zunehmender Wettbewerbsdruck und steigende Regulierungskosten - andauern.

Der Finanzsektor steht seit einigen Jahren unter erheblichem Anpassungs- und Kostendruck, der einerseits durch einen wettbewerbsinduzierten Strukturwandel und andererseits durch die aufsichtsrechtliche Reformagenda bedingt ist. Eine Vielzahl oftmals technologiegetriebener Wettbewerber stellt den Finanzsektor vor die Herausforderung, bestehende Geschäftsmodelle zu hinterfragen und bei Bedarf anzupassen sowie die Effizienz durch die Digitalisierung der Geschäftsprozesse inklusive der Vertriebswege deutlich zu steigern. Entsprechende Investitionen dürften weiterhin die Kostenseite der Branche belasten, bevor sich erwartete Steigerungen der Profitabilität realisieren lassen. Die aufsichtsrechtlichen Maßnahmen, die seit der Finanzkrise ergriffen worden sind, verfolgen unter anderem das Ziel, den Finanzsektor im Wesentlichen durch eine verbesserte Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung krisenresistenter zu gestalten sowie die Risiken der Geschäftstätigkeit von der öffentlichen Hand fernzuhalten. Als Reaktion auf die aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen hat die Finanzindustrie ihre Risikotragfähigkeit in den vergangenen Jahren durch eine verbesserte Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung deutlich gestärkt.

Das den Finanzsektor in den nächsten Jahren prägende Thema dürfte die Umsetzung der vielfältigen ESG-Standards beziehungsweise deren Implikationen für die Geschäftsmodelle des Finanzsektors werden. Mit diesen Standards wird unter anderem das politische Ziel verfolgt, den infolge des Klimawandels und angesichts der Umweltrisiken als erforderlich angesehenen Transformationsprozess der Wirtschaft unter dem Aspekt der ökologischen Nachhaltigkeit zu ermöglichen beziehungsweise aktiv zu begleiten. Die Herausforderung für den Finanzsektor besteht aktuell primär darin, die entsprechenden Anforderungen in der kompletten Wertschöpfungskette inklusive der Geschäfts- und Risikosteuerung sowie im internen und externen Berichtswesen zu operationalisieren. Die Fokussierung der Finanz- und Kapitalmärkte auf ESG eröffnet dem Finanzsektor neue Marktopportunitäten. Zugleich gilt es, Ereignisse aus den verschiedenen ESG-Kategorien auch als Risiken zu begreifen und entsprechend zu steuern.

3.3. Prognose zum Geschäftsverlauf

Die Folgen des Ukraine-Krieges, davon unabhängige Preissteigerungen und Lieferengpässe, sowie weitere möglichen Folgen der COVID-19-Pandemie, zählen zu den Herausforderungen, denen das Geschäftsmodell der Do Investment AG gegenübersteht. Diese Herausforderungen könnten sich jeweils in unterschiedlicher Weise auf die volkswirtschaftliche Entwicklung sowie auf die Zins- und Kapitalmärkten auswirken. Die genannten Unsicherheitsfaktoren unterliegen einer permanenten Beobachtung und werden im Rahmen der Planung, des Berichtswesens und der Steuerung der Do Investment AG berücksichtigt.

Aufgrund des weitgehenden beispiellosen Ausmaßes des militärischen Konflikts in der Ukraine dürfte die Prognoseunsicherheit noch für einige Zeit hoch bleiben.

Die Do Investment AG versteht sich als bankenunabhängiger Finanzdienstleister mit dem Schwerpunkt auf aktiv gemanagten Finanzportfolioverwaltungsmandaten - im klassischen Wertpapierbereich wie auch im Bereich der Sachwertinvestments. Mit unseren Sachwertanlagen im Bereich Landwirtschaft sowie Family Office-nahe Dienstleistungen, bieten wir unseren Kunden exklusives Vermögensmanagement im weiteren Sinne. Wir sind überzeugt, dass unsere Dienstleistungen in Summe eine solide Basis für steigende Vermögenswerte und Rentabilität bieten.

In einem volatilen Kapitalmarktumfeld unterliegen die Provisionserträge der Gesellschaft größeren Schwankungen und sind damit schwer zu prognostizieren. Durch die verschiedenen Geschäftsbereiche und der damit verbundenen Diversifizierung der Einnahmen versucht die Gesellschaft, Schwankungen der weltwirtschaftlichen Entwicklung und der Kapitalmärkte abzufedern.

Angesichts der beschriebenen Herausforderungen der Vermögensverwaltungsbranche wollen wir uns darauf konzentrieren, unsere Kunden bestmöglich zu betreuen und kontinuierlich unser Netzwerk ausbauen.

Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik planen wir aus heutiger Sicht in den beiden kommenden Geschäftsjahren nicht.

Die positiven Auswirkungen für die Kunden und Mitarbeiter, die durch COVID-19-Pandemie hervorgerufen wurden und die als Katalysator für die Digitalisierung wirken, wollen wir auch weiterhin nutzen. Hierbei stehen insbesondere die nachfolgenden Punkte im Mittelpunkt:

- Wir bieten unseren Mitarbeitenden ein flexibles Arbeitsumfeld - eine Mischung aus Heim- und Büroarbeit ist bereits zur Norm geworden. Darüber hinaus sollen Geschäftsreisen durch den Einsatz von Technologie weiter reduziert bleiben.

- Wir wollen die Digitalisierung weiter vorantreiben und unseren Kunden eine Multi-Channel-Interaktion anbieten. Eine gute Mischung aus physischen und virtuellen Kundeninteraktionen soll unseren Service beschleunigen und unsere Kundenbeziehungen weiter stärken.

Für das Geschäftsjahr 2022 kalkulieren einen geringen Rückgang des Ergebnisses der normalen Geschäftstätigkeit sowie des Jahresüberschusses. Unabhängig davon erwarten wir für 2022 weiterhin gute Rentabilitäts- und Substanzkennzahlen.

4. Risikobericht

Wesentliches Unternehmensziel der Do Investment AG ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes durch ein gleichmäßiges, nachhaltiges und gesundes Volumens- und Ertragswachstum in den Kerngeschäftsfeldern der Gesellschaft.

In der Unternehmensstrategie hat der Vorstand der Do Investment AG Maßnahmen definiert, die auf die Erreichung dieser Ziele ausgerichtet sind. Um die mit der Unternehmensstrategie verbundenen Risiken zu prüfen und gegebenenfalls risikomindernde Maßnahmen zu ergreifen, hat der Vorstand dazu eine konsistente Risikostrategie festgelegt.

4.1. Risikomanagementsystem

Die Do Investment AG verfügt zur Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation ihrer Risiken über ein der Art, Komplexität, Umfang und Risikogehalt der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft angemessenes und wirksames Risikomanagement. Das Risikomanagement umfasst die Einrichtung angemessener interner Kontrolleinheiten. Die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagements werden regelmäßig überprüft.

Alle Mitglieder des Vorstands der Do Investment AG sind für die ordnungsgemäße Geschäftsorganisation und deren Weiterentwicklung verantwortlich. Diese Verantwortung bezieht sich auch auf alle wesentlichen Elemente des Risikomanagements.

Das Risikomanagement schafft eine Grundlage für die sachgerechte Wahrnehmung der Überwachungsfunktion des Aufsichtsrats der Do Investment AG. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat im Rahmen des Risikoberichts regelmäßig über die Risikosituation im Unternehmen. Für den Fall, dass gravierende Mängel, bedeutende Schadensfälle oder ein konkreter Verdacht auf Unregelmäßigkeiten auftreten, hat der Vorstand die Pflicht, den Aufsichtsrat umgehend in Form von Ad-hoc-Meldungen zu informieren.

Zentrale Überwachungs- und Kontrollfunktionen übernehmen die dem Vorstand der Do Investment AG organisatorisch zugeordneten Stabsstellen Interne Revision, Compliance, Geldwäsche- und Betrugsprävention.

Für die Interne Revision besteht ein dreijähriger Prüfungsplan, der die verschiedenen Unternehmensbereiche umfasst und jährlich fortgeschrieben wird. Die Prüfungen werden danach turnusmäßig durchgeführt. Es ist elementarer Bestandteil des Revisionssystems der Gesellschaft, Schwachstellen zeitnah zu erkennen, Maßnahmen zu empfehlen sowie zu prüfen, ob eine systematische Mängelbeseitigung erfolgt ist.

Die Compliance-Stelle überwacht und bewertet die im Unternehmen aufgestellten Grundsätze und eingerichteten Verfahren sowie die zur Behebung von Defiziten getroffenen Maßnahmen. Über ihre Erkenntnisse berichtet diese regelmäßig an die Geschäftsleitung und an den Aufsichtsrat.

Der Geldwäschebeauftragte ist für die Durchführung der Vorschriften zur Bekämpfung und Verhinderung der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung zuständig. Zur Verhinderung sonstiger strafbarer Handlungen ist der Geldwäschebeauftragte ferner als Betrugsbeauftragter tätig.

4.2. Risikoarten

Auf Basis der Überprüfung der Risikosituation hat der Vorstand der Do Investment AG Marktpreisrisiken, Ertragsrisiken und operationelle Risiken als wesentliche Risiken eingestuft. Liquiditäts- und Adressausfallrisiken werden derzeit als für die Gesellschaft nicht wesentlich klassifiziert.

4.2.1. Marktpreisrisiken

Das Marktpreisrisiko bezeichnet das Risiko einer Marktwertveränderung als Folge von Änderungen in Marktpreisen. Es umfasst das Zinsänderungsrisiko, Aktien- und Wertpapierkursrisiko, sonstige Preisrisiken, sowie das Währungsrisiko.

Marktpreisrisiken bestehen mittelbar in den betreuten Finanzportfolioverwaltungsmandaten und könnten zu einer Verminderung der Vergütungen führen. Dieses Risiko wird nachfolgend durch das Ertragsrisiko beschrieben und gesteuert. Darüber hinaus bestehen Marktpreisrisiken unmittelbar bei den im Namen und für Rechnung der Gesellschaft gehaltenen Wertpapieren (Eigenanlagen).

Noch ist es ungewiss, wie sich der Ukraine-Krieg weiterentwickeln wird. Der Krieg stellt einen exogenen Schock dar, der erhebliche kurz- und langfristige Auswirkungen haben wird. Der Ausblick für Lieferketten und Energiepreise hat sich deutlich verschlechtert. Gleichzeitig zeichnet sich aufgrund des starken Inflationsfokus führender Notenbanken eine Abkehr von der ultra-expansiven Geldpolitik ab. Wir gehen von einer erhöhten Volatilität an den Kapitalmärkten bis zum Jahresende 2022 aus. Diese gilt es, aktiv zu steuern.

Anlageentscheidungen im Rahmen der Mandatstätigkeit wie auch bezüglich der eigenen Anlagen erfolgen auf Basis grundlegender Analysen. Eine zeitnahe und regelmäßige Überwachung der Entwicklung der Anlagen sowie eine laufende Überprüfung der Anlageentscheidungen sind sowohl in den Mandaten als auch bei den eigenen Anlagen gewährleistet. Ferner gewährleistet ein Monitoring der Eigenanlagen mittels des Portfoliomanagementtools der Gesellschaft die kontinuierliche Kontrolle des Risikos.

Für den Erwerb von eigenen Wertpapieren kommen grundsätzlich Investmentfonds und festverzinsliche Wertpapiere in Betracht, die mindestens drei Monate im Eigenbestand zu halten sind, und/oder Einlagen bei Kreditinstituten guter Bonität. Dabei steht die liquiditäts- und ertragsorientierte Anlage der nicht für den laufenden Geschäftsbetrieb benötigten liquiden Mittel im Vordergrund. Das unsystematische Marktrisiko wird mittels Portfoliodiversifikation gesteuert. Eine Reduktion des systematischen Risikos lässt sich, sofern notwendig, durch das Absichern von Position oder deren Reduktion erreichen.

Als Messgröße des Risikos der von der Gesellschaft gehaltenen Positionen nutzt die Geschäftsleitung den Value-at-Risk (kurz: VaR). Die mit Marktpreisrisiken behafteten Eigenanlagen werden vierteljährlich bewertet. Hierzu wird vierteljährlich ein VaR ermittelt, der eine Aussage darüber trifft, wie hoch der maximale Wertverlust bei den im Namen und für Rechnung der Gesellschaft gehaltenen Wertpapieren (Eigenanlagen) in Euro und Prozent bei einer Haltedauer von 20 Tagen ab dem jeweiligen Stichtag und einer Vertrauenswahrscheinlichkeit (Konfidenzniveau) von 99 % ist. Das Monitoring der Eigenanlagen erfolgt durch die Risikocontrolling-Funktion. Ergänzend hierzu nimmt die Geschäftsleitung regelmäßig eine kritische Bewertung der Eigenanlagen vor, erörtert entsprechende Tendenzen und evaluiert die Notwendigkeit von Änderungen.

4.2.2. Ertragsrisiken

Das Ertragsrisiko bezeichnet die Unsicherheit zukünftiger finanzieller Zahlungen (Überschüsse) und damit das Risiko des Instituts dauerhaft Ertragsquellen zu verlieren und die laufenden Kosten langfristig nicht decken zu können.

Die Do Investment AG unterliegt einem Ertragsrisiko. Dieses Risiko kann sich durch die Reduktion der betreuten Vermögenswerte realisieren, indem Kunden die Beauftragung der Gesellschaft widerrufen, Mandate gekündigt werden und/oder nachhaltige Wertverluste in den betreuten Vermögenswerten in Folge von Kapitalmarktverwerfungen entstehen.

Insbesondere der Geschäftsbereich der Sachwertanlagen diversifiziert die Einnahmen der Gesellschaft und trägt dazu bei, etwaige Schwankungen beispielsweise der Managementprovisionen im Bereich der Publikums- und Spezialfonds sowie im Bereich der Finanzportfolioverwaltung für vermögende (Privat-)Kunden abzufedern.

Gesteuert wird das Ertragsrisiko durch ein laufendes Kostencontrolling. Wichtigste Informationsquelle sind die Zahlen der Buchführung. Die daraus erstellte Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) enthält Erträge und Aufwendungen, die auf betriebliche oder nicht-betriebliche Gründe zurückzuführen sind. Die regelmäßige Ermittlung von Abweichungen zwischen Soll- und Ist-Werten sowie die Spiegelung der laufenden Kosten gegenüber den erwarteten Erträgen zeigt die Entwicklung und ermöglicht der Geschäftsleitung Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Nach dem Schema der Gewinn- und Verlustrechnung stellt die Do Investment AG auf monatlicher Basis Kosten und Leistungen gegenüber und ermittelt das Betriebsergebnis. Ergänzend dienen die quartalsweise an die Bundesbank zu meldenden Informationen zur finanziellen Situation des Instituts (sog. Finanzinformationen) sowie die zu ermittelnden Kapitalquoten nach IFR zur Überwachung der laufenden Kosten.

Ferner wird regelmäßig durch die Risikocontrolling-Funktion ein Abgleich der laufenden Kosten mit Planwerten (sogenannter Soll-Ist-Abgleich) vorgenommen. Stellt die Geschäftsleitung fest, dass die Erträge mittelfristig nicht ausreichen, um die laufenden Kosten zu decken, wird sie geeignete Kostenreduktionen beschließen.

4.2.3. Operationelle Risiken

Operationelle Risiken können bei der Do Investment AG insbesondere in Form personeller Risiken, rechtlicher Risiken und in Form eines Reputationsverlusts auftreten. Operationellen Risiken entgegenwirken sollen die von der Gesellschaft über Arbeitsanweisungen festgelegten Betriebsabläufe, in die das interne Kontrollsystem integriert ist.

Personelle Risiken können insbesondere aus einem ungeplanten Personalausfall, aus dolosen Handlungen oder aus unzureichender Eignung resultieren. Ein weiteres Risiko liegt in der Abhängigkeit von wichtigen Mitarbeitern. Die Dienstleistungen der Do Investment AG gegenüber Kunden sind höchst sensibel. Motivation, fachliche und soziale Fähigkeiten der Mitarbeiter sind daher von hoher Bedeutung.

Bei der Personalauswahl wird auf die Integrität der Mitarbeiter ein hoher Stellenwert gelegt. Daneben wird auf die für die Aufgabe notwendigen fachlichen und sozialen Fähigkeiten geachtet. Für den kurzfristigen ungeplanten Personalausfall und für Urlaubssituationen bestehen durchgehend Vertretungsregelungen, die den ordnungsgemäßen Geschäftsablauf ermöglichen. Durch die nachhaltige Erweiterung der personellen Kapazitäten, d.h. durch das Finden, Gewinnen und Entwickeln von geeigneten und passenden Mitarbeitern und Talenten wird einer etwaigen Abhängigkeit von wichtigen Mitarbeitern gegengesteuert. Die personellen Ressourcen der Gesellschaft werden nicht an kurzfristigen Entwicklungen des Marktes ausgerichtet. Vielmehr ist es unser Ziel, die hohe Qualität unserer Dienstleistungen auch in dem sich häufig wandelnden Marktumfeld sicherzustellen.

Rechtsrisiken umfassen das Risiko nachteiliger Wirkungen durch neue gesetzliche Regelungen, Unwirksamkeit oder Mangelhaftigkeit vertraglich vereinbarter Bestimmungen, sowie deren mangelnde Durchsetzbarkeit vor Gericht. Im Rahmen der von der Do Investment AG erbrachten Dienstleistungen und angebotenen Produkte bestehen Rechtsrisiken. Haftungsrisiken sollen durch geeignete Dokumentation so weit wie möglich ausgeschlossen werden. Die Steuerung der Rechtsrisiken erfolgt durch Orientierung an Branchenstandards. Zur Vermeidung rechtlicher Risiken wird in der Geschäftsbeziehung mit Kunden oder auch in der Vertragsgestaltung mit Kooperationspartnern darauf geachtet, die Verantwortlichkeiten klar festzulegen und dabei Rechtsrisiken zu minimieren. In diesem Zusammenhang wird in der Finanzportfolioverwaltung sowie in der Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern auf Musterverträge zurückgegriffen. Hierbei wird auch auf externe rechtliche Beratung zurückgegriffen. Die Geschäftsleitung wird eingehende Mitteilungen regelmäßig beachten. Auch durch das Beschwerdemanagement kann die Gesellschaft Rechtsrisiken aus Vertragsurkunden-Dokumentationen frühzeitig erkennen. Sobald Kundenklagen eingehen, wird das entsprechende Risiko aus Rechtsstreitigkeiten innerhalb der Geschäftsleitung evaluiert und entsprechende Maßnahmen beschlossen. Ferner dient die Teilnahme an Branchenforen auch der Überwachung von Rechtsänderungsrisiken.

Das Reputationsrisiko bezeichnet die Möglichkeit, dass in der Kundenwahrnehmung oder in der öffentlichen Wahrnehmung die Kompetenz oder Integrität der Gesellschaft durch Fehlverhalten maßgeblich gestört wird. Insbesondere der Bereich der Finanzportfolioverwaltung hat Vertrauen der Kunden zur Voraussetzung. Zweifelhaftes Geschäftsgebaren kann zu einer nachhaltigen Beeinträchtigung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft führen. Reputationsrisiken sind nicht messbar und schwer bewertbar. Die Do Investment AG steuert das Reputationsrisiko durch eine innere Verpflichtung zur korrekten Einhaltung der Compliance-Vorgaben. Die Einhaltung von aufsichtsrechtlichen Anforderungen und sonstigen rechtlichen Vorschriften ist notwendige Voraussetzung, um Reputationsrisiken zu begegnen. Auch eine strikte Verpflichtung der Mitarbeiter auf Compliance-Vorgaben soll Reputationsrisiken vorbeugen. Durch ein aktives Beschwerdemanagement sollen frühzeitig Reputationsrisiken für die Gesellschaft erkannt werden. Kundenbeschwerden werden beispielsweise im Rahmen von Geschäftsleitungssitzungen besprochen und Maßnahmen zur Begegnung unmittelbar eingeleitet. Sofern Mitarbeiter oder die Geschäftsleitung feststellen, dass Gefahren für die Reputation des Unternehmens begründet werden, werden unverzüglich entsprechende Maßnahmen zur Reduzierung des Reputationsrisikos eingeleitet.

4.2.4. Adressenausfallrisiken

Unter Adressenausfallrisiko wird das Risiko verstanden, dass bestehende Forderungen teilweise oder komplett ausfallen.

Adressenausfallrisiken können zum einen daraus resultieren, dass gegenüber Kunden bestehende Provisionsforderungen von diesen nicht bezahlt werden. Weitere Adressenausfallrisiken bestehen aus den von der Gesellschaft bei Kreditinstituten unterhaltenen Guthaben sowie aus den zur Anlage der Liquidität erworbenen Wertpapieren (Eigenanlage).

Zusammenfassend wird das Adressausfallrisiko (Debitorenrisiko) als für die Gesellschaft nicht wesentlich klassifiziert. Über ein effizientes Forderungsmanagement werden Adressenausfallrisiken minimiert. Als positiven Nebeneffekt bringt es die intensive Betreuung unserer privaten und institutionellen Kunden mit sich, Ausfälle im Zusammenhang mit Provisionsforderungen auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Die Anlage der im laufenden Geschäft nicht unmittelbar benötigten Mittel erfolgt unter strenger Auswahl der Bonität der Emittenten und Schuldner sowie unter dem Gesichtspunkt einer breiten Risikostreuung. Die Geschäftsleitung berät hierzu regelmäßig über die angelegten Eigenmittel und wird gegebenenfalls Neuanlagen aufgrund von Neueinschätzung von Risiken erörtern.

4.2.5. Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiken werden Risiken definiert, dass die zum Begleichen fälliger Zahlungen benötigten Zahlungsmittel nicht oder nicht fristgerecht oder nur zu erhöhten Kosten zur Verfügung stehen.

Die Gesellschaft hat sicherzustellen, dass sie ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen kann. Zu diesem Zweck überwacht die Geschäftsleitung regelmäßig die Bankkontostände. Zusammenfassend wird das Liquiditätsrisiko als nicht wesentlich klassifiziert. Das Risiko aus sonstigen Verpflichtungen wurde zuvor durch das Ertragsrisiko beschrieben und gesteuert.

4.2.6. Resümee

Das Risikomanagement unseres Unternehmens erfordert vor allen Dingen eine systematische und sorgfältige Prüfung aller Risiken. Daher haben wir für das frühzeitige Erkennen und das effektive Management von Risiken entsprechende Systeme installiert. Hierdurch stellen wir die Identifizierung, Beurteilung, Steuerung und Überwachung der Risiken der laufenden und zukünftigen Entwicklung sicher. Die gelieferten Informationen stellen die Einleitung und Priorisierung von Risikomanagementmaßnahmen zeitnah sicher. Die Wirksamkeit des Risikomanagements und deren aufsichtsrechtliche Umsetzung werden durch externe Prüfer und durch die Interne Revision turnusmäßig überprüft. Das Risikomanagementsystem wird insbesondere hinsichtlich der Entwicklung des Volumens und der Komplexität des Geschäfts der Gesellschaft stets weiterentwickelt. Die dargestellten Risiken und solche, die der Gesellschaft noch nicht bekannt sind oder bis zum jetzigen Zeitpunkt als unwesentlich eingeschätzt wurden, könnten einen negativen Einfluss auf unsere im Ausblick abgegebenen Prognosen haben.

Seit dem 24. Februar 2021 beherrscht die militärische Auseinandersetzung in der Ukraine die Nachrichten sowie in weiten Teilen die Wirtschaft. Aufgrund des weitgehenden beispiellosen Ausmaßes des militärischen Konflikts in der Ukraine dürfte die Prognoseunsicherheit noch für einige Zeit hoch bleiben.

Neben den medizinischen und realwirtschaftlichen Auswirkungen hat die Corona-Krise zu fundamentalen Veränderungen an den Kapitalmärkten und bei der Handlungsweise von Investoren geführt. Im Hinblick auf die definierten Risiken im Jahr 2021 hat sich die Do Investment AG zu jeder Zeit im Rahmen ihrer ökonomischen Tragfähigkeit bewegt. Aus der Sicht der Gesellschaft liegen keine Tatsachen vor, die den Bestand des Unternehmens gefährden können. Auch künftig wird die Gesellschaft über ein Rahmenwerk von Risikogrundsätzen, Organisationsstrukturen sowie geeigneten Prozessen gesteuert, um damit nicht nur unsere, sondern auch die Risiken unserer Kunden zu minimieren.

 

München, im März 2022

Bilanz zum 31.12.2021

AKTIVA

31.12.2021
Euro
31.12.2020
Euro
1. Barreserve      
a) Kassenbestand   151,27 151,27
2. Forderungen an Kreditinstitute      
a) täglich fällig   219.550,99 182.040,38
3. Forderungen an Kunden   614.033,25 375.277,82
4. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere   1.764.355,62 1.411.054,57
5. Immaterielle Anlagewerte   22.914,00 40.426,00
6. Sachanlagen   72.886,00 81.968,00
7. Sonstige Vermögensgegenstände   11.080,05 0,00
8. Rechnungsabgrenzungsposten   51.664,79 39.295,76
Bilanzsumme, Summe Aktiva   2.756.635,97 2.130.213,80

PASSIVA

     
Euro 31.12.2021
Euro
31.12.2020
Euro
1. Sonstige Verbindlichkeiten   283.387,60 230.242,65
2. Rückstellungen      
a) Steuerrückstellungen 47.005,94   108.748,77
b) andere Rückstellungen 235.383,84   239.855,65
    282.389,78 348.604,42
3. Eigenkapital      
a) gezeichnetes Kapital 1.000.000,00   1.000.000,00
b) Bilanzgewinn 1.190.858,59   551.366,73
    2.190.858,59 1.551.366,73
Bilanzsumme, Summe Passiva   2.756.635,97 2.130.213,80

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2021 bis 31.12.2021

01.01.2021 - 01.01.2020 -
    31.12.2021 31.12.2020
  Euro Euro Euro
1. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 0,00   857,22
2. Zinsaufwendungen -20,35   -56,80
    -20,35 800,42
3. Laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren   6.559,72 12.379,18
4. Provisionserträge 3.029.438,65   2.760.171,94
5. Provisionsaufwendungen -171.746,45   -48.387,45
    2.857.692,20 2.711.784,49
6. Sonstige betriebliche Erträge   411.117,37 441.729,94
7. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen      
a) Personalaufwand      
aa) Löhne und Gehälter -1.454.769,26   -1.482.943,86
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -132.402,03   -135.816,78
darunter: für Altersversorgung -4.740,00 Euro (-4.920,00 Euro)      
b) andere Verwaltungsaufwendungen -680.713,74   -654.647,19
    -2.267.885,03 -2.273.407,83
8. Abschreibungen u. Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte u. Sachanlagen   -43.927,21 -40.136,52
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen   0,00 -8.706,34
10. Abschreibungen u. Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft   -797,61 -2.898,44
11. Abschreibungen u. Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere -1.258,32   -21.602,58
12. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 0,00   3.813,50
    -1.258,32 -17.789,08
13. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit   961.480,77 823.755,82
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -321.988,91 -278.603,60
15. Jahresüberschuss   639.491,86 545.152,22
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr   551.366,73 6.214,51
17. Bilanzgewinn   1.190.858,59 551.366,73

Anhang zum 31.12.2021

1. Angaben und Erläuterungen zu Bestandteilen der Form, insbesondere der Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) und des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes (AktG) zu beachten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine kleine Kapitalgesellschaft. Allerdings sind nach § 340a HGB die Vorschriften, die für eine große Kapitalgesellschaft gelten, anzuwenden.

2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bei der Bilanzierung und Bewertung wurden die besonderen Vorschriften des HGB und die speziellen Vorschriften zu Finanzdienstleistungsinstituten im ersten Unterabschnitt des vierten Abschnitts des HGB angewendet. Ebenfalls zu berücksichtigen sind die ergänzenden Vorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden fortgeführt. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

Die Barreserve und die Forderungen an Kreditinstitute sind zum Nennwert angesetzt.

Forderungen an Kunden und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken sind nicht vorhanden.

Die Finanzanlagen werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet. Soweit vorhandene Kurswerte unter die Anschaffungskosten gefallen sind, werden jedoch entsprechende Abwertungen vorgenommen, wenn es sich voraussichtlich um dauernde Wertminderungen handelt. Im Geschäftsjahr war die Wertminderung gering, es handelt sich um Fondsvermögen, daher ist nicht von einer dauerhaften Wertminderung auszugehen. Ein Wertpapier wurde auf den Zeitwert abgeschrieben.

Die immateriellen Anlagewerte und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt entsprechend dem Zeitablauf.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die Verbindlichkeiten werden zu ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten

3.1 Fristigkeit der Forderungen

Die Kundenforderungen haben eine Fristigkeit bis 3 Monate.

3.2 Einzelposten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Brutto-Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem diesem Anhang beigefügten Anlagespiegel. Bei den Sachanlagen handelt es sich insgesamt um Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Es ist ein Wertpapier mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 41,04 enthalten, welches als Mietbürgschaft dient und somit nicht frei verfügbar ist.

3.3 Sonstige Vermögensgegenstände

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich um Forderungen aus Steuern und Abgaben (TEUR 3,5 Vorjahr TEUR 0,00), sonstige Forderungen (TEUR 5,0 Vorjahr TEUR 0,00), sowie debitorische Kreditoren (TEUR 2,5 Vorjahr TEUR 0,00).

3.4 Verbindlichkeiten

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Geschäftsbesorgungen und Kostenweiterbelastungen (TEUR 176,0 Vorjahr TEUR 137,1), Lohn- und Kirchensteuer/Vermögensbildung (TEUR 87,4 Vorjahr TEUR 79,2), Steuern und Abgaben (TEUR 18,6 Vorjahr TEUR 2,2), sowie sonstige Posten (TEUR 1,0 Vorjahr TEUR 11,7). Eine Absicherung von Verbindlichkeiten besteht nicht.

3.5 Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen enthalten die Kosten für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses und die Prüfung nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) (TEUR 24,4 Vorjahr TEUR 24,4), Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 117,7 Vorjahr TEUR 112,3), ausstehende Eingangsrechnungen für Dienstleistungen (TEUR 37,1 Vorjahr TEUR 44,6), Aufsichtsratsvergütungen (TEUR 45,0 Vorjahr TEUR 45,0) sowie Archivierungskosten (TEUR 3,3 Vorjahr TEUR 3,3) und sonstige Kosten (TEUR 7,8 Vorjahr TEUR 10,1).

3.6 Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden

Der Gesamtbetrag der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände beträgt (TEUR 56,5 Vorjahr TEUR 201,8). Auf fremde Währung lautende Schulden sind nicht vorhanden.

3.7 Aufgliederung der Umsätze nach geographischen Märkten sowie Tätigkeitsgebieten

In den Provisionserträgen sind Vergütungen an ausländischen Fonds und an ausländischen Kunden in Höhe von TEUR 2.686 (Vorjahr TEUR 2.544) enthalten, die übrigen Umsätze wurden an inländische Kunden berechnet. Die als Provisionserträge ausgewiesenen Umsätze in Höhe von TEUR 3.029 betreffen reine Finanzdienstleistungen.

3.8 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Dienstleistungen, die keine Finanzdienstleistungen sind, wie Finanzplanung, Vermögenscontrolling und sonstige Beratungsleistungen in Höhe von TEUR 328,1 (Vorjahr TEUR 374,5).

3.9 Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

In den Provisionserträgen sind periodenfremde Erträge aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 51,0 (Vorjahr TEUR 156,7) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 0,00 (Vorjahr TEUR 18,3) enthalten.

4. Sonstige Pflichtangaben

4.1 Namen der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

Dr. Dirk Rüttgers, Vermögensverwalter

Corinna Schütz, Vermögensbetreuerin

Dem Aufsichtsrat gehörten die folgenden Personen an:

Herr Dr. Christian Grün, Rechtsanwalt und Bankkaufmann, Vorsitzender

Herr Prof. Dr. Wienand Schruff, Wirtschaftsprüfer, stellvertretender Vorsitzender

Herr Cornelius Dornier, Eigentümer und Geschäftsführer eines Unternehmens im Einzelhandel- und Lebensmittelbereich (bis 07.12.21)

Herr Daniel Dornier, Bankkaufmann (ab 07.12.21)

4.2 Vergütung der Mitglieder der Unternehmensorgane

Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich auf TEUR 670,2

Die Aufsichtsratstätigkeit wurde wie folgt vergütet:

Vorsitzender: TEUR 20,0
Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender: TEUR 15,0
Weiteres Mitglied des Aufsichtsrats: TEUR 10,0
Summe TEUR 45,0

4.3 Anzahl der durchschnittlichen Arbeitnehmer

Es werden durchschnittlich 10 Arbeitnehmer beschäftigt. Hierin nicht enthalten ist der Vorstand der Gesellschaft.

4.4 Angaben zum Abschlussprüferhonorar

Das für das Geschäftsjahr als Aufwand gebuchte Honorar des Abschlussprüfers setzt sich wie folgt zusammen:

a) für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 9,8
b) für andere Bestätigungsleistungen TEUR 7,2
c) für sonstige Leistungen TEUR 0,3
Summe TEUR 17,3

Bei den anderen Bestätigungsleistungen handelt es sich um die jährliche Prüfung nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG).

4.5 Angaben zum Kapital

Das Grundkapital beträgt zum Stichtag TEUR 1.000,00. Es ist eingeteilt in 1.000.000 Stückaktien ohne Nennwert. Der Bilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt:

Bilanzgewinn zum 31.12.2020 Euro 551.366,73
Jahresüberschuss 2021 Euro 639.491,86
Bilanzgewinn zum 31.12.2021 Euro 1.190.858,59

4.6 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Übrige Miet- und Leasingverträge sind kurzfristig kündbar, die hieraus entstehenden finanziellen Verpflichtungen sind deswegen für die Beurteilung der Finanzlage nicht von Bedeutung.

4.7 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung gem. § 285 Nr. 33 HGB haben sich nicht ergeben.

4.8 Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

1. Bilanzgewinn Euro 1.190.858,59
2. Verteilung an Aktionäre Euro 600.000,00
3. Gewinnvortrag (auf neue Rechnung) Euro 590.858,59

4.9 Bestehen von Beteiligungen

Die Silvius Dornier Investment GmbH, München, hat uns nach § 20 Abs. 1, Abs. 3 und Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr mehr als der vierte Teil der Aktien unserer Gesellschaft und eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft gehört.

Die DR Beteiligungen GmbH, München, hat uns nach § 20 Abs. 1 und Abs. 3 AktG mitgeteilt, dass ihr mehr als der vierte Teil der Aktien unserer Gesellschaft gehört.

 

München, den 22. Februar 2022

Anschaffungskosten 01.01.2021
Euro
Zugang
Euro
Abgang
Euro
Umbuchung
Euro
31.12.2021
Euro
I. Finanzanlagen          
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.419.817,51 354.608,11 48,74   1.774.376,88
Summe Finanzanlagen 1.419.817,51 354.608,11 48,74   1.774.376,88
II. Immaterielle Anlagewerte 115.423,82 6.472,41     121.896,23
III. Sachanlagen 227.507,72 10.860,80     238.368,52
Anlagevermögen insgesamt 1.762.749,05 371.941,32 48,74   2.134.641,63
Zuschreibungen
Euro
kumulierte Abschreibungen
Euro
Abschreibungen in 2020
Euro
I. Finanzanlagen      
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,00 10.021,26 1.258,32
Summe Finanzanlagen 0,00 10.021,26 1.258,32
II. Immaterielle Anlagewerte 0,00 98.982,23 23.984,41
III. Sachanlagen 0,00 165.482,52 19.942,80
Anlagevermögen insgesamt 0,00 274.486,01 45.185,53
Buchwerte 31.12.2021
Euro
31.12.2020
Euro
I. Finanzanlagen    
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.764.355,62 1.411.054,57
Summe Finanzanlagen 1.764.355,62 1.411.054,57
II. Immaterielle Anlagewerte 22.914,00 40.426,00
III. Sachanlagen 72.886,00 81.968,00
Anlagevermögen insgesamt 1.860.155,62 1.533.448,57

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Do Investment Aktiengesellschaft, München:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Do Investment AG, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Do Investment AG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 20.04.2022

Formhals Revisions- und Treuhand-GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Harald Formhals, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2021

Sehr geehrte Aktionärinnen

und Aktionäre,

der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2021 sein Mandat mit größter Sorgfalt wahrgenommen und den Vorstand fortlaufend beraten sowie dessen Geschäftsführung überwacht und bei strategisch wichtigen Fragestellungen zur Weiterentwicklung des Unternehmens begleitet. Die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben hat der Aufsichtsrat in vollem Umfang wahrgenommen.

Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens auf Grundlage der ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands überwacht und beratend begleitet. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen wurde der Aufsichtsrat über besondere Vorgänge in Kenntnis gesetzt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands nahmen bilaterale Termine zum Meinungsaustausch wahr. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand und steht in regelmäßigem Informationsaustausch mit dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung sowie dem weiteren Vorstandsmitglied. Auf diese Weise war der Aufsichtsrat stets informiert über die beabsichtigte Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung, aktuelle Entwicklungen in den Kerngeschäftsfeldern, die Ertragsentwicklung sowie über die Lage der Gesellschaft und der Geschäftsfelder. Zudem berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat kontinuierlich über die Entwicklungen an den Kapitalmärkten sowie über branchenspezifische und aufsichtsrechtliche Themen. Relevante Fragen der Geschäftsstrategie, der Governance und der Compliance wurden diskutiert und erörtert.

Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar und frühzeitig eingebunden und hat diese mit dem Vorstand intensiv und detailliert erörtert. Soweit für Entscheidungen oder Maßnahmen der Geschäftsführung aufgrund Gesetzes, Satzung oder Geschäftsordnung eine Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war, haben die Mitglieder des Aufsichtsrats diese nach intensiver Prüfung und Erörterung gebilligt.

Die Themen des Aufsichtsgremiums

Im Berichtsjahr fanden vier turnusmäßige Sitzungen des Aufsichtsrats statt, nämlich am 8.2., am 20.5., am 17.9. sowie am 10.12.2021. In diesen Sitzungen fasste der Aufsichtsrat die gebotenen Beschlüsse. Zudem trat der Aufsichtsrat in zwei formlosen Sitzungen, nämlich am 1.7. und am 4.8.2021 zusammen.

An den insgesamt sechs Sitzungen nahmen jeweils alle Mitglieder des Vorstands teil. Die Teilnahmequote der Mitglieder in den Sitzungen des Aufsichtsrats lag bei 90 Prozent. Aufgrund der besonderen Umstände der COVID-19-Pandemie fanden die Sitzungen im Berichtsjahr als virtuelle Sitzung oder als Präsenzsitzung mit der Möglichkeit der Teilnahme in virtueller Form statt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich mit den im Vorfeld der Gremiensitzungen vorgelegten Berichten des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und in die Sitzungen eigene Anregungen einzubringen.

Die Aufsichtsratsarbeit war von einem offenen und intensiven Austausch geprägt. Gegenstand unserer regelmäßigen Beratungen im Gremium waren die Berichte des Vorstands, die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Do Investment AG sowie die Finanz- und Ertragslage. Außerdem befassten wir uns anlassbezogen mit strategischen Fragestellungen, Risiken des Unternehmens sowie verschiedenen Tagesordnungspunkten. Der Vorstand berichtete uns laufend über die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Kapitalmärkte und auf das operative Geschäft auf die Gesellschaft. Der Aufsichtsrat tagt und tagte regelmäßig auch in Teilen seiner Sitzungen ohne die Mitglieder der Geschäftsleitung. Dabei wurden Tagesordnungspunkte behandelt, die entweder den Vorstand selbst oder interne Aufsichtsratsangelegenheiten betrafen.

Auf anstehende Beschlüsse bereiteten sich die Aufsichtsratsmitglieder regelmäßig anhand von Unterlagen vor, die der Vorstand rechtzeitig vorab zur Verfügung gestellt hatte. In den Sitzungen des Aufsichtsrats erörterten seine Mitglieder die zur Entscheidung anstehenden Maßnahmen und Geschäfte jeweils eingehend mit dem Vorstand.

In der Aufsichtsratssitzung am 8. Februar 2021 berichtete uns der Vorstand über die Geschäfts- und Finanz- und Risikolage nach Abschluss des Geschäftsjahres 2020. Weiter beschäftigten wir uns mit der zunehmenden an Bedeutung gewonnenen Überwachung der Abschlussprüfung durch den Aufsichtsrat. Die maßgeblichen gesetzlichen Änderungen (ARUG II und FISG) sowie Änderungen im Deutschen Corporate Governance Kodex wurden von uns in Hinblick auf eine mögliche Rotation des Abschlussprüfers erörtert.

In der Sitzung am 20. Mai 2021 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Jahresabschluss der Gesellschaft für das Jahr 2020 und dessen Billigung sowie der Vorbereitung der ordentlichen Hauptversammlung 2021 einschließlich der Beschlussvorschläge, die im Anschluss an die Aufsichtsratssitzung stattfand. Ferner wurden die Ergebnisse der Prüfung der Meldepflichten und Verhaltensregeln nach § 89 Absatz 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) erörtert.

Ferner berichtete der Vorstand über die aktuelle geschäfts- und Finanzlage nach Abschluss des ersten Quartals.

Im Mittelpunkt des Austauschs zwischen Aufsichtsrat und Vorstand vom 1. Juli 2021 stand die Abstimmung einer Unterlage zur Beurteilung der Prüfungsqualität des Abschlussprüfers. Im Anschluss an die Sitzung wurde ein Fragebogen mit Bitte um Bereitstellung der erfragten Informationen an den Wirtschaftsprüfer der Gesellschaft übermittelt. Die Beantwortung der Fragen des Aufsichtsrats zu den einzelnen »Audit Quality Indicators« erfolgte in einem Austausch zwischen Aufsichtsrat, Vorstand und Abschlussprüfer am 4. August 2021. Die Prüfungsqualität wurde durch uns als hoch gewertet.

In der Aufsichtsratssitzung am 17. September 2021 informierte der Vorstand über die Entwicklung der Gesellschaft sowie über das seit Ende Juni neue gültige Regelwerk für Wertpapierinstitute (Wertpapierinstitutsgesetz) sowie weitere operative Themen. Wir befassten uns im Gremium ferner mit der beabsichtigten Berufung von Herrn Daniel Dornier in den Aufsichtsrat der Gesellschaft. Die wesentlichen Termine für das Geschäftsjahr 2022 wurden festgelegt.

In der Sitzung am 10. Dezember 2021 trat der Aufsichtsrat erstmals in neuer Zusammensetzung zusammen. Durch Beschluss der Hauptversammlung am 7. Dezember 2021 wurde Herr Daniel Dornier als ordentliches Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Er folgt auf Herrn Cornelius Dornier, der sein Amt mit Wirkung zum Ablauf der außerordentlichen Hauptversammlung am 7. Dezember 2021 niederlegt hatte. Der Vorstand berichtete uns über die Geschäfts- und Finanz- und Risikolage nach Abschluss des dritten Quartals und präsentierte anhand einer detaillierten Erlös- und Kostenkalkulation den Jahresend-Forecast. Auf Grundlage einer Kapitalbedarfsplanung für die kommenden drei Jahre erläuterte der Vorstand uns seine betriebswirtschaftliche Unternehmensplanung 2022 sowie die Mittelfristplanung der Gesellschaft.

Die für ihre Aufgaben erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen, wie beispielsweise zu Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen nehmen die Mitglieder des Aufsichtsrats eigenverantwortlich wahr und werden dabei von der Gesellschaft unterstützt.

Neue Mitglieder des Aufsichtsrats können die Mitglieder des Vorstands und fachverantwortliche Führungskräfte zum Austausch über grundsätzliche und aktuelle Themen treffen und sich so einen Überblick über die relevanten Themen des Unternehmens verschaffen (»Onboarding«).

Individualisierte Offenlegung der Sitzungsteilnahme

Die Teilnahme der Mitglieder des Aufsichtsrats an den Sitzungen des Aufsichtsrats wird im Folgenden in individualisierter Form offengelegt:

Aufsichtsgremium
(Sitzungsanzahl / Teilnahme
in %)
Anzahl in %
Dr. Christian Grün 6/6 100
Vorsitzender    
Prof. Dr. Wienand Schruff 6/6 100
Stellvertretender Vorsitzender    
Cornelius Dornier 3/5 60
(bis 7.12.2021)    
Daniel Dornier 1/1 100
(seit 7.12.2021)    
    90

Prüfung des Jahresabschlusses

Der Aufsichtsrat hat den in der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 20.05.2021 gewählten Abschlussprüfer, die Formhals Revisions- und Treuhandgesellschaft mbH, mit der Durchführung der Jahresabschlussprüfung sowie der Prüfung der Meldepflichten und Verhaltensregeln nach § 89 Absatz 1 WpHG beauftragt.

Der Jahresabschluss nebst Anhang der Do Investment AG für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2021 wurde unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts des Vorstands von dem Abschlussprüfer geprüft, der einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt hat.

Der Jahresabschluss nebst Anhang sowie der Lagebericht der Do Investment AG wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats gemeinsam mit dem Prüfbericht der Formhals Revisions- und Treuhand GmbH durch den Abschlussprüfer zugeleitet. Der Vorschlag der Geschäftsleitung für die Verwendung des Bilanzgewinns ist dem Aufsichtsrat vom Vorstand vorab vorgelegt worden. Der Aufsichtsrat hat sich mit diesen Unterlagen eingehend beschäftigt und im Beisein des Abschlussprüfers in der Sitzung des Aufsichtsrats an 19. Mai 2022 umfassend behandelt. Der Abschlussprüfer berichtete über den Umfang, die Schwerpunkte sowie die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und ging dabei insbesondere auf die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte (Key Audit Matters) und die vorgenommenen Prüfungshandlungen ein. Wesentliche Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems wurden nicht festgestellt.

Der Aufsichtsrat stimmte den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach unserer eigenen Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Vorstand hat den Jahresabschluss aufgestellt. Wir haben den Jahresabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist somit festgestellt. Auf dieser Grundlage hat sich der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns angeschlossen. Der Aufsichtsrat verabschiedete ferner den Bericht des Aufsichtsrats sowie seine Beschlussvorschläge zu den Tagesordnungspunkten der ordentlichen Hauptversammlung 2022.

Prüfung der Meldepflichten und Verhaltensregeln nach § 89 Absatz 1 WpHG

Der Jahresabschlussprüfer der Gesellschaft, die Formhals Revisions- und Treuhand GmbH, wurde durch den Aufsichtsrat ferner mit der Prüfung der Meldepflichten und Verhaltensregeln nach § 89 Absatz 1 WpHG beauftragt. Die Erteilung dieses Prüfungsauftrags sowie der Beginn der Prüfung wurden der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gemäß § 89 WpHG angezeigt.

Nach dem Ergebnis der Prüfung hat die Do Investment AG ihre Wertpapierdienstleistungsgeschäfte und Wertpapiernebendienstleistungsgeschäfte entsprechend den Anforderungen des WpHG insgesamt ordnungsgemäß durchgeführt und den Verhaltensregeln gemäß § 89 WpHG entsprochen.

Der Prüfbericht wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrats durch den Abschlussprüfer zugeleitet. Der Prüfbericht war ebenfalls Gegenstand der Beratungen in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 19. Mai 2022. Der Prüfer hat über die Vorgehensweise bei der Prüfung sowie deren Ergebnisse berichtet und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung.

Veränderungen im Aufsichtsrat

Durch Beschluss der Hauptversammlung am 7. Dezember 2021 wurde Herr Daniel Dornier als ordentliches Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Er folgt auf Herrn Cornelius Dornier, der sein Amt mit Wirkung zum Ablauf der außerordentlichen Hauptversammlung am 7. Dezember 2021 niederlegt hatte. Herr Daniel Dornier wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Dezember 2021 für die restliche Amtszeit von Cornelius Dornier zum Aufsichtsratsmitglied bestellt.

Wir danken Cornelius Dornier für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit und für seinen professionellen Einsatz und Beitrag zum Erfolg des Unternehmens. Über viele Jahre hat er die Tätigkeit des Aufsichtsrats maßgeblich mitgeprägt.

Im Namen des Aufsichtsrats bedanke ich mich bei der Geschäftsführung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr hohes Engagement und gratuliere zum guten Unternehmensergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr. Den Mandanten und Geschäftspartnern der Do Investment AG danke ich für das Vertrauen und die Loyalität gegenüber dem Unternehmen.

 

Für den Aufsichtsrat der Do Investment AG

Dr. Christian Grün, Vorsitzender

Ergebnisverwendungsbeschluss

Die Hauptversammlung der Do Investment AG hat am 19.05.2022 beschlossen, aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2021 eine Dividende in Höhe von 1.100.000,00 Euro an die Aktionäre auszuschütten. Der Rest des Bilanzgewinns in Höhe von 90.858,59 Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Sonstiger Berichtsteil

Die Do Investment AG hat ihren Sitz in München und ist beim Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 191456 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 wurde am 19.05.2022 festgestellt.

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