Hess Natur-Textilien GmbHLiquidiert

35510 Butzbach, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Friedberg HRB 6166
Eingetragen
21.11.2005
Branche
Großhandel mit TextilienEinzelhandel mit TextilienGroßhandel mit Bekleidung
Gegenstand
Der Handel mit Naturtextilien und Waren auf biologischer Grundlage

Historie

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Management

NameRolle
Kathrin Schneider
seit 21.3.2019
Prokura
Patrick Götz
seit 15.1.2019
Prokura
Andrea Ebinger
seit 14.12.2016
Geschäftsführer
Christina Pöttner
seit 8.2.2016
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hess Natur-Textilien GmbH

Butzbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.08.2018 bis zum 31.07.2019

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Hess Natur-Textilien GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hess Natur-Textilien GmbH, Butzbach - bestehend aus der Bilanz zum 31. Juli 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. August 2018 bis zum 31. Juli 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hess Natur-Textilien GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. August 2018 bis zum 31. Juli 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Juli 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. August 2018 bis zum 31. Juli 2019 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 2. Oktober 2019

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Klinkosch, Wirtschaftsprüfer

Brookshaw, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Juli 2019

Aktiva

31.07.2019 31.07.2018
EUR EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 867.986,00 1.441.393,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.237.350,80 5.328.779,80
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 431.933,00 625.882,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.643,19 11.425,00
  5.692.926,99 5.966.086,80
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 141.323,63 141.323,63
  6.702.236,62 7.548.803,43
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 106.216,07 64.448,03
2. Waren 10.860.935,24 9.606.014,68
3. Geleistete Anzahlungen 496.386,11 300.829,17
  11.463.537,42 9.971.291,88
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 282.655,83 341.959,98
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 109.138,15 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 356.528,29 318.399,22
  748.322,27 660.359,20
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 8.690.109,96 3.447.693,68
  20.901.969,65 14.079.344,76
C. Rechnungsabgrenzungsposten 277.069,17 236.439,33
  27.881.275,44 21.864.587,52

Passiva

   
  31.07.2019 31.07.2018
  EUR EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 266.000,00 266.000,00
II. Kapitalrücklage 3.445.041,52 3.445.041,52
III. Gewinnrücklagen 128.805,00 128.805,00
IV. Gewinnvortrag 1.480.059,96 1.480.059,96
  5.319.906,48 5.319.906,48
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 850.164,00 825.578,00
2. Sonstige Rückstellungen 4.973.712,81 3.013.875,36
  5.823.876,81 3.839.453,36
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.595.000,00 3.477.903,73
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.715.430,94 4.090.762,90
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.653.196,39 2.602.645,86
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.773.864,82 2.499.300,19
davon aus Steuern EUR 745.668,62 (Vj. EUR 698.889,50)    
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 1.311,81 (Vj. EUR 12.040,03)    
  16.737.492,15 12.670.612,68
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 34.615,00
  27.881.275,44 21.864.587,52

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. August 2018 bis zum 31. Juli 2019

01.08.2018-31.07.2019 01.08.2017-31.07.2018
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 70.914.395,20   60.493.82295
2. Sonstige betriebliche Erträge 267.766,44   622.980,11
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 672,50 (Vj. EUR 50.229,56)      
    71.182.161,64 61.116.803,06
3. Materialaufwand      
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 28.972.663,43   26.339.483,22
4. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 12.301.936,02   10.640.39297
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.299.417,68   2.070.541,54
davon für Altersversorgung EUR 77.646,60 (Vj. EUR 106.403,50)      
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.001.946,69   1.003.829,59
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 21.720.741,13   19.317.280,84
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 3.814,75 (Vj. EUR 54,38)      
    -66.296.704,95 -59.371.528,16
7. Erträge aus Beteiligungen 260,58219   0,00
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 260.582,19 (Vj. EUR 0,00)      
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.302,66   211.860,25
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (Vj. EUR 211.369,15)      
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 292.281,40   375.356,00
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 100.304,00 (Vj. EUR 199.988,76)      
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 88.750,00 (Vj. EUR 76.801,00)      
    -30.396,55 -163.495,75
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag   20.973,60 0,00
11. Ergebnis nach Steuern   4.834.086,54 1.581.779,15
12. Sonstige Steuern   42.745,22 43.035,20
13. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn   -4.791.341,32 -1.538.743,95
14. Jahresüberschuss   0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. August 2018 bis zum 31. Juli 2019

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Die Postenbezeichnungen wurden klarstellend angepasst.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Anwendung der Going-Concern-Prämisse.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Hess Natur-Textilien GmbH mit Sitz in Butzbach im Handelsregister des Amtsgerichts Friedberg (Hessen) unter der Nummer HRB 6166 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (4 Jahre, lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze linear abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. In dem Betrag ist ein zur Sicherung abgetretenes Bankguthaben von TEUR 375 enthalten.

Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Vorauszahlungen für zukünftig aufwandswirksame Verpflichtungen zeitanteilig abgegrenzt.

Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage sind mit dem Nennwert ausgewiesen. Die Kapitalrücklage blieb im Geschäftsjahr unverändert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden bei der nicht wertpapiergebundenen Zusage nach der Projected Unit Credit - Methode (PUC - Methode) unter Verwendung der "Richttafel 2018 G" (RT2018G) ermittelt. Beim Kapitalkontenplan und der Deferred Compensation handelt es sich um wertpapiergebundene Zusagen, die mit dem Zeitwert der zu Grunde liegenden Fonds angesetzt sind, sofern die Mindestleistung überschritten wird.

Für die Abzinsung der Pensionsrückstellung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 2,90 % (Vj. 3,42 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2 % (Vj. 2 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 1,75 % (Vj. 1,75 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 5 % (Vj. 5 %) berücksichtigt.

Wertpapiergebundene Pensionszusagen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere bewertet, soweit dieser den garantierten Mindestbetrag (diskontierter Erfüllungsbetrag der Garantieleistung) übersteigt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert, der sich als Marktpreis am aktiven Markt ermitteln lässt, mit den Rückstellungen verrechnet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Die Abzinsung der langfristigen Rückstellungen erfolgte auf Basis der durch die Deutsche Bundesbank veröffentlichten laufzeitadäquaten Marktzinssätze.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke bzgl. der Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Latente Steuern werden aufgrund der steuerlichen Organschaft beim Organträger bilanziert.

Soweit etwaige Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:

Ökonomische Sicherungsbeziehungen, soweit vorhanden, werden in Einzelfällen durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018/19 ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Finanzanlagen

Angaben zum Anteilsbesitz

Anteile an verbundenen Unternehmen Eigenkapital Beteiligung Ergebnis
in TCHF % in TCHF
Hess Natur-Textilien AG, Aarwangen/Schweiz 1.093 100,0 704

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Guthaben bei den Lieferanten in Höhe von TEUR 66 (Vorjahr: TEUR 37), den Zahlungsaufschub für die Einfuhrumsatzsteuer von TEUR 101 (Vorjahr: TEUR 59), sowie Mietkautionen in Höhe von TEUR 170 (Vorjahr: TEUR 171).

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 287 (Vorjahr: TEUR 246) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle übrigen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten die Forderungen gegenüber der Gesellschafterin, der Hess Natur Holding GmbH aus der Leistungsverrechnung i.H.v. TEUR 109 (Vorjahr: TEUR 0).

Eigenkapital

Das Eigenkapital der Gesellschaft umfasst die Kapitalanteile der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 266. Die Kapitalrücklage beläuft sich unverändert zum Vorjahr auf TEUR 3.445.

Die Gewinnrücklagen beinhalten direkt in die Gewinnrücklagen eingestellte Effekte aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

TEUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden   925
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 69  
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 75  
Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB   -75
Rückstellungen für Pensionen   850
Zinsaufwand des Erfüllungsbetrages   89
abzgl. Zinsertrag der Vermögensgegenstände   0
Verrechneter Zinsaufwand   89

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 113 (Vorjahr: TEUR 122). Gem. BMF-Schreiben vom 23. Dezember 2016 greift keine Ergebnisabführungssperre.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen drohende Verluste aus Einkaufskontrakten i.H.v. TEUR 1.079, (Vorjahr: TEUR 711) sowie ausstehende Lieferantenrechnungen i.H.v. TEUR 1.009, (Vorjahr: TEUR 295). Außerdem wurden Rückstellungen für Sondervergütungen i.H.v. TEUR 1.186, (Vorjahr: TEUR 737), übrige Personalrückstellungen i.H.v. TEUR 736 (Vorjahr: TEUR 447), Jubiläumsgelder i.H.v. TEUR 359 (Vorjahr: TEUR 326) und Urlaubsansprüche i.H.v. TEUR 351 (Vorjahr: TEUR 234) gebildet.

Die Jubiläums- und Sterbegeldrückstellungen i.H.v. TEUR 390 (Vorjahr: TEUR 356) sowie die sonstige Rückstellungen aus Rückbauverpflichtungen in Höhe von TEUR 108 (Vorjahr: TEUR 108) sind voraussichtlich langfristig, weil mit einer Inanspruchnahme innerhalb eines Jahres nicht gerechnet wird. Die Rückstellungen wurden mit einem Diskontierungssatz i.H.v. 2,12 % abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i.H.v. TEUR 6.653 (Vorjahr: TEUR 2.603) betreffen u.a. Verbindlichkeiten gegenüber der Tochtergesellschaft aus Lieferbeziehungen i.H.v. TEUR 262 (Vorjahr: TEUR 647) und Gesellschafterdarlehen i.H.v. TEUR 1.600 (Vorjahr: TEUR 72) sowie Verbindlichkeiten aus Ergebnisübernahme i.H.v. TEUR 4.791 (Vorjahr: TEUR 1.539).

in TEUR 31.07.2019
Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre
1 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 2.595
2 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.715 0 0
3 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.053 1.600 0
4 Sonstige Verbindlichkeiten 2.774 0 0
>davon aus Steuern 746 0 0
>davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1 0 0
  12.542 1.600 2.595
in TEUR 31.07.2019 31.07.2018
gesichert gesamt Restlaufzeit gesamt
Art der Verbindlichkeit mit * bis 1 Jahr
1 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 2.595 453 3.478
2 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 375 4.715 4.091 4.091
3 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 6.653 2.603 2.603
4 Sonstige Verbindlichkeiten 0 2.774 2.499 2.499
>davon aus Steuern 0 746 699 699
>davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 1 12 12
  375 16.737 9.646 12.671

* siehe Haftungsverhältnisse

Im Vorjahr bestanden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr in Höhe von TEUR 3.025.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Mietverträge: Jahresbetrag Laufzeit der
Verpflichtung
TEUR in Monaten
Butzbach, Otto-Hahn-Straße 27 49 17
Butzbach, Rockenberger Weg 1 16 3
Butzbach, Schorbachstraße 11 26 5
Hamburg, Alstertor 17 219 37
München, Hohenzollernstraße 10 326 48
Düsseldorf, Carlsplatz 21 189 54
Frankfurt, Kaiserstraße 3 156 29

Neben den Mietverhältnissen bestehen i.H.v. TEUR 379 Zahlungsverpflichtungen aus drei Kfz-Leasingverträgen und acht Leasingverträgen für EDV-Hardware. Diese Leasingverträge enden zwischen 2019 und 2023.

Es bestehen Abnahmeverpflichtungen aus dem Bestellobligo i.H.v. TEUR 8.380.

Darüber hinaus sind keine weiteren für die Beurteilung der Finanzlage bedeutsamen Verpflichtungen zu vermerken.

Außerbilanzielle Geschäfte

Leasingverträge:

Zweck: Anmietung von EDV-Hard- und Software, Fahrzeugen sowie Ladeneinrichtungen.

Immobilienverträge:

Zweck: Anmietung von Verwaltungs- und Logistikgebäuden, Verkaufsläden

Die Vorteile aus den betreffenden Leasingverträgen/Mietverträgen bestehen in der geringen Kapitalbindung bei gleichbleibenden Nutzungsmöglichkeiten. Ein weiterer Vorteil der Leasingverträge/Mietverträge besteht im fehlenden Vermarktungsrisiko am Ende der Leasingzeit. Risiken sehen wir in diesen Vertragsgestaltungen aus den tatsächlichen und potenziellen Abflüssen liquider Mittel über die Vertragslaufzeit.

Derivative Finanzinstrumente

Im Geschäftsjahr wurde ein derivatives Finanzinstrument (Zinsswap) zur Absicherung künftiger Zahlungsströme aus einem variabel verzinslichen (Euribor) Darlehen verwendet.

Art/Kategorie Nominalbetrag Beizulegender Zeitwert Buchwert
(sofern vorhanden)
In Bilanzposten
(sofern in Bilanz erfasst)
TEUR TEUR TEUR
Zinsbezogene Geschäfte 3.268 -93 -93 sonstige Rückstellungen

Die zinsbezogenen Geschäfte betreffen Zinsswaps mit einer Laufzeit von 9,5 Jahre (23.10.15 bis 23.04.2025 mit einem Nominalbetrag von TEUR 3.268). Die Bewertung des Zinsswaps wurde anhand der mittels Zinsstrukturkurven ermittelten diskontierten Cashflows vorgenommen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

01.08.2018-31.07.2019 01.08.2017-31.07.2018
TEUR TEUR
Inlandsumsätze    
Versand 50.763 42.003
Fachgeschäfte 10.955 10.208
Sonstige Umsätze 849 741
  62.567 52.952
Auslandsumsätze    
Versand 8.609 7.785
Sonstige Umsätze 220 360
  8.829 8.145
  71.396 61.097
Erlösschmälerungen -482 -603
Gesamt 70.914 60.494

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. TEUR 222 (Vorjahr: TEUR 50). Weitere sonstige Erträge stammen aus Schadensersatzleistungen und Gutschriften für Entsorgungsleistungen i.H.v. TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 82). Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sind periodenfremde Erträge.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 3) und betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für die Umsatzsteuernachzahlungen für die Jahre 2015 bis 2018. Im Geschäftsjahr 2018/2019 sind keine Aufwandsposten von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung enthalten.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Hess Natur - Textilien GmbH setzt sich wie folgt zusammen:

 

Andrea Ebinger, Hamburg, CEO (seit 10.11.2017)

Hinsichtlich der Geschäftsführergehälter wird die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB angewendet.

Gesamtbezüge ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat ein Bankguthaben i.H.v. TEUR 375 (Vorjahr: TEUR 525) zur Sicherung von Verpflichtungen abgetreten. Der Betrag dient als Bürgschaft für eine Warenkreditversicherung zu Gunsten der Lieferanten.

Wir stufen das Risiko für die Inanspruchnahme aus dem oben genannten Haftungsverhältnis als gering ein, da wir aufgrund der aktuellen Situation und unserer Planung davon ausgehen, dass wir in der Lage sind, unsere Zahlungsverpflichtungen gegenüber Lieferanten bzw. Vermieter zu erfüllen.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Hess Natur-Textilien GmbH macht von dem Wahlrecht nach § 285 Nr. 17 HGB Gebrauch und macht keine Angaben für das im Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers, da es in die Angaben im Konzernabschluss der Highrise Holding Germany GmbH, Butzbach, einbezogen wird.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2018/2019
Logistik 69
Verwaltung 35
Marketing 29
Läden 74
Kundenbetreuung 43
Einkauf 51
Gesamt 301

Konzernverhältnisse

Die Hess Natur-Textilien GmbH, Butzbach, ist ein Tochterunternehmen der Highrise Holding Germany GmbH, Butzbach, in deren Konzernabschluss der Jahresabschluss der Hess Natur-Textilien GmbH, Butzbach, einbezogen wird. Die Offenlegung des Konzernabschlusses der Highrise Holding Germany GmbH, Butzbach, erfolgt beim Bundesanzeiger in Deutschland.

Die Gesellschaft ist von der Verpflichtung der Aufstellung eines Konzernabschlusses sowie eines Konzernlageberichts befreit, da die Highrise Holding Germany GmbH, Butzbach, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht mit befreiender Wirkung aufstellt.

Die Highrise Holding Germany GmbH, Butzbach, stellt den Konzernabschluss für den größten und für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf.

Ergebnisverwendung

Das Jahresergebnis wird gem. Ergebnisabführungsvertrag von der Gesellschafterin übernommen.

 

Butzbach, 30. September 2019

Die Geschäftsführung

Andrea Sibylle Ebinger

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. August 2018 bis 31. Juli 2019

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.8.2018 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.07.2019
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.034.973,56 108.876,00 0,00 8.700,00 7.152.549,56
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.630.514,25 0,00 0,00 0,00 5.630.514,25
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.479.990,30 86.982,69 79.944,82 2.725,00 7.489.753,17
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.425,00 23.643,19 0,00 -11.425,00 23.643,19
  13.121.929,55 110.625,88 79.944,82 -8.700,00 13.143.910,61
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 141.323,63 0,00 0,00 0,00 141.323,63
  20.298.226,74 219.501,88 79.944,82 0,00 20.437.783,80
Kumulierte Abschreibungen
1.8.2018 Zugänge Abgänge 31.07.2019
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.593.580,56 690.983,00 0,00 6.284.563,56
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 301.734,45 91.429,00 0,00 393.163,45
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.854.108,30 219.534,69 15.822,82 7.089.465,81
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  7.155.842,75 310.963,69 15.822,82 7.482.629,26
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  12.749.423,31 1.001.946,69 15.822,82 13.767.192,82
Buchwerte
31.07.2019 31.07.2018
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 867.986,00 1.441.393,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.237.350,80 5.328.779,80
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 400.287,36 625.882,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.643,19 11.425,00
  5.661.281,35 5.966.086,80
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 141.323,63 141.323,63
  6.670.590,98 7.548.803,43

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. August 2018 bis zum 31. Juli 2019

Gliederung

I. Grundlagen des Unternehmens
II. Wirtschaftsbericht - Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
III. Prognosebericht
IV. Chancen- und Risikobericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Hess Natur-Textilien GmbH (im Folgenden kurz "Hess Natur") ist der größte Hersteller und Versandhändler für Naturtextilien in der DACH-Region. Das Versandhandelsgeschäft (Online und Katalog) wird durch stationäre Einheiten in Butzbach, München, Hamburg, Frankfurt und Düsseldorf ergänzt.

Das Geschäftsjahr beginnt am 01.08. (Start der Herbst Winter Saison) und endet zum 31.07. (Ende der Frühjahr-Sommer Saison).

II. Wirtschaftsbericht - Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2018/19 beträgt der Umsatz 70,9 Mio. €. Die Umsätze steigen um +17,2 % zum vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Der Anteil des Versandgeschäfts inkl. Versandkostenpauschale am Gesamtumsatz beträgt 83,7 %.

Die Umsätze im Versandgeschäft entwickelten sich um +19,3 % zum vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Ursache hierfür liegt in der Verbesserung des Marketings von Hess Natur sowie der Optimierung der Kollektion und deren Darstellung. Der Umsatz im Lead-Kanal 'E-Commerce' beträgt mittlerweile 75 % am Versandgeschäft.

Der stationäre Kanal verzeichnet einen Geschäftsjahresumsatz 2018/19 in Höhe von 11,0 Mio. €. Bei schwierigem Branchenumfeld im textilen Handel wächst der Umsatz um +7,3 % im Vergleich zum vorhergehenden Geschäftsjahr. Die sonstigen Umsätze im Geschäftsjahr 2018/19 liegen mit 1,1 Mio. € auf dem Vorjahresniveau.

Die Personalkostenanpassung im Geschäftsjahr 2018/19 zum Vorjahr resultiert unter anderem aus einer höheren Ergebnisbeteiligung der Mitarbeiter und leitenden Angestellten sowie der mengenmäßigen Auslastung der Logistik aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs. Zudem wurden in den Bereichen E-Commerce, Marketing/Vertrieb und Einkauf Maßnahmen getroffen um die Organisation weiter zukunftsträchtig auszurichten.

Die betrieblichen Aufwendungen steigen von 19,3 Mio. € im Vorjahr um +2,4 Mio. € auf 21,7, Mio. € im Geschäftsjahr 2018/2019 an, da höhere umsatzabhängige Versandkosten anfallen sowie gestiegene Marketingkosten zur bestmöglichen Ausschöpfung der guten Geschäftsentwicklung eingesetzt wurden.

Die Hess Natur-Textilien GmbH schließt das Geschäftsjahr 2018/19 mit einem Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von 4,8 Mio. € ab, welcher + 3,3 Mio. € über dem Vorjahr liegt. Somit hat sich der Jahresüberschuss mehr als verdreifacht.

Die Gesellschaft erwirtschaftet im Geschäftsjahr ein positives EBITDA von rd. 5,8 Mio. €, welches +3,1 Mio. € über dem Vorjahr liegt.

Die Vorräte haben sich zum Bilanzstichtag 31.07.2019 um +1,5 Mio. € zum Vorjahr erhöht, um die Warenverfügbarkeit bei steigenden Umsätzen zu sichern. Die erfolgreiche Supply Chain Strategie zum Saisonstart Herbst-Winter mit positivem Einfluss auf die Umsätze und logistischen Kosten hat sich bewährt.

Der Bestand an liquiden Mitteln liegt per 31. Juli 2019 bei 8,7 Mio. € und +5,2 Mio. € über dem Vorjahr. Die Liquiditätssteuerung hat sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr bewährt und die Liquiditätsprognosen wurden aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung übertroffen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um +0,6 Mio. € zum Vorjahr auf 4,7 Mio. € per 31. Juli 2019 aufgrund der gezielten Anhebung der Vorräte leicht erhöht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entwickeln sich positiv zum Vorjahr um -0,9 Mio. € aufgrund der planmäßigen Tilgungen der langfristigen Kredite sowie der Rückführung der Kontokorrent-Linie auf null.

Die Gesellschaft hat ein Bankguthaben in Höhe von TEUR 375 zur Sicherung abgetreten. Der Betrag hat sich um TEUR 150 zum Vorjahr reduziert und dient als Bürgschaft für eine Warenkreditversicherung zugunsten der Lieferanten.

III. Prognosebericht

Aufgrund der erfolgreichen Ausrichtung der Strategie auf die Fokussierung der Kernkompetenzen von Hess Natur wurde die Umsatzprognose für das abgelaufene Geschäftsjahr 2018/19 deutlich übertroffen. In diesem Zuge wurden Sale-Aktionen konsequent reduziert und die Marge konnte hierdurch sowie durch weitere strukturelle Maßnahmen um + 2,7 %-Punkte zum Vorjahr gesteigert werden.

Der erwartete Gesamtumsatz für das Geschäftsjahr 2019/20 liegt über dem Vorjahresniveau. Der E-Commerce Anteil wird zu Lasten des Kanals Print gezielt erhöht. Dies kann maßgeblich durch eine starke Neukundengewinnung sowie die Verbesserung der Ausschöpfung der Kunden im E-Commerce erreicht werden.

Die Werbekosteneffizienz soll durch bessere und zielgerichtetere Ansprache der Kunden weiter gesteigert werden.

Die Schärfung der Marke Hess Natur wird fortgesetzt.

Für das Geschäftsjahr 2019/10 liegt der Fokus weiterhin auf Effizienzsteigerung sowie aktivem Kostenmanagement. Wie auch im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgen die Weiterentwicklung der Liquiditätssteuerung sowie die Optimierung des Working Capital Managements.

Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant.

Für das Geschäftsjahr 2019/20 wird ein deutlich positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erwartet. Die hierzu notwendigen Vertriebs-, Kosten- und Effizienzmaßnahmen wurden bereits erfolgreich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/19 umgesetzt und werden weiter verfolgt.

Überwachung und Steuerung

Steuerungssystem

Die konsequente Ausrichtung auf den Bedarf des Kunden spiegelt sich auch in unserem Steuerungssystem wider. Ziel ist es, den Unternehmenswert und den Mehrwert für den Kunden zu steigern. Deshalb stehen im Mittelpunkt der unternehmerischen Steuerung die Nachfrage sowie der Umsatz, das operative Ergebnis sowie eine hohe Lieferbereitschaft als wesentliche Voraussetzung für die Kundenzufriedenheit.

Die Steuerung der Ertragslage erfolgt über die Kennzahlen Umsatz und EBITDA. Die Steuerung der Vermögens- und Liquiditätslage erfolgt über die Investitions- und Working Capital Kennzahlen sowie ein wöchentliches Reporting mit einer detaillierten wöchentlichen revolvierenden Liquiditätsvorschau.

Im Rahmen des installierten Überwachungs- und Steuerungssystems werden diese Kennzahlen überwacht. Positive oder negative Entwicklungen werden somit frühzeitig identifiziert und können damit schnell und effizient gesteuert werden.

In den regelmäßig stattfindenden Sitzungen des Managements werden die aktuellen Entwicklungen besprochen und ggf. Maßnahmen eingeleitet. Weiterhin besteht als Kontrollinstrument ein Beirat, der in der Regel viermal pro Jahr tagt, monatlich telefonisch sowie dazwischen in regelmäßigen Abständen über den Geschäftsverlauf informiert wird.

Mitarbeiter

Die Mitarbeiteranzahl betrug zum Stichtag 310 Mitarbeiter.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Sollte sich die Konjunktur aufgrund der aktuell weltweiten politischen Krisensituationen abschwächen, kann dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Daraus können Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen. Weiterhin besteht ein Wettbewerbsrisiko aufgrund der steigenden Anzahl von Anbietern mit Umweltzertifikaten und Bio Baumwolle. Dieses Risiko kann ebenfalls zu sinkenden Umsatz- und Ertragszahlen führen.

Weitere Risiken ergeben sich aus dem Wandel des Konsumverhaltens und der zunehmenden Digitalisierung. Um diesen Risiken Rechnung zu tragen, optimieren wir unsere Vertriebskonzepte kontinuierlich und passen sie den Bedürfnissen und dem Einkaufsverhalten unserer Kunden an. Hierzu richten wir uns mit unseren Angeboten immer stärker an der sich laufend verändernden Customer Journey der Kunden sowie an den spezifischen Bedürfnissen der verschiedenen Kundengruppen aus.

Technologische und geschäftsprozessorientierte Risiken

Die Geschäftstätigkeit von Hess Natur ist abhängig von einer leistungsfähigen, stabilen und integrierten IT-Systemlandschaft. Der Einsatz von Informationstechnologie in existenziell bedeutenden Geschäftsprozessen wie dem E-Commerce und der logistischen Abwicklung erhöht die Gefahr für gravierende Geschäftsunterbrechungen und Systemmissbrauch. Gegen diese Risiken sichert sich die Hess Natur durch umfassende Sicherungskonzepte und eine Vielzahl organisatorischer Regelungen ab. Die IT-Systeme (ERP System und Webshop) unterliegen einer laufenden Weiterentwicklung, um den sich ständig ändernden Rahmenbedingungen und technischen Anforderungen der Geschäftsmodelle sowie der Märkte gerecht zu werden. Die über die letzten Jahre hinweg getätigten Investitionen haben hierfür eine stabile Basis geschaffen.

Beschaffungs- und Lieferantenausfallrisiken durch die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten und Beschaffungsmärkten werden durch ein breit gestreutes Lieferanten-Portfolio im angebotenen Sortiment vermieden.

Durch die Umsetzung unserer Lieferantenstrategie stellen wir sicher, dass die Risiken, die sich auf der Lieferantenseite ergeben, minimiert werden. Aus unserer Sicht haben sich die Risiken im Beschaffungs- und Produktbereich nicht verändert.

Ertragsorientierte und finanzwirtschaftliche Risiken

Die finanzielle Situation der Gesellschaft ist sehr gut. Es besteht ein Kredit aus dem Geschäftsjahr 2014/15 zum Gebäudekauf und Renovierung der Zentrale Butzbach inklusive des Stores in Höhe von 2,6 Mio. €. Das operative Geschäft kann aus dem erwirtschaften Cash-Flow bestritten werden. Zusätzlich stehen ausreichende Kontokorrentlinien kurzfristig als Absicherung zur Verfügung.

Die Geschäftsführung geht für das laufende Geschäftsjahr 2019/20 von einer weiter verbesserten Ertragssituation aus, da der Anlauf des Geschäftsjahres 2019/20 positiv verläuft. Zur Finanzierung des Unternehmenswachstums und anstehender Investitionstätigkeit kann die Hess Natur-Gruppe auf Kreditfinanzierungen zurückgreifen. Die Unternehmensfortführung ist aufgrund der Finanzierungsstruktur, des positiven Ausblicks auf die Ergebnisentwicklung sowie der bestehenden Liquidität der Gesellschaft als gesichert anzusehen.

Da ein beachtlicher Teil der Ware vor dem Verkauf eingekauft bzw. produziert wird, ist Hess Natur branchentypischen Lagerbestandsrisiken ausgesetzt. Eine eventuelle Fehleinschätzung der Verbrauchernachfrage zum Zeitpunkt des Einkaufs und/oder ein plötzlicher Nachfragerückgang können eventuell zu Überbeständen und möglichen Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen führen. Daraus können sich, durch einen höheren Anteil an Lagerräumungsverkäufen und Vorräten aus Vorsaisons, eine geringere Liquidität aufgrund niedrigerer Verkaufspreise und negative Auswirkungen auf das Betriebsergebnis ergeben. Auf der anderen Seite kann ein plötzlicher Anstieg der Nachfrage zu Lieferengpässen führen und das Unternehmen setzt sich dem Risiko verpasster Umsatzchancen bzw. dem Risiko der Enttäuschung seiner Kunden aus.

Um die Produktverfügbarkeit bei gleichzeitiger Vermeidung von Überbeständen zu sichern, arbeitet Hess Natur kontinuierlich an der Verbesserung der Prognose- und Materialplanungsprozesse. So konnte die Prognosefähigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr nachweislich gesteigert werden.

Ein Währungsrisiko ergibt sich aus den Zahlungseingängen in Fremdwährung aus dem Kundengeschäft in der Schweiz. Da die Schweizer Gesellschaft von der Hess Natur-Textilien GmbH beliefert wird, hat die deutsche Gesellschaft einen regelmäßigen Zufluss von CHF. Aufgrund der relativ geringen Kursschwankungen des CHF wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen.

Eine gründliche Analyse unseres unternehmensweiten Risikoprofils hat ergeben, dass darüber hinaus keine aktuellen Risiken bestehen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden oder einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage während der nächsten 2 Jahre haben könnten.

2. Chancenbericht

Die Stärkung der Marke Hess Natur wird weiter vorangetrieben. Zudem könnte der Megatrend Neo-Ökologie die Sensibilität der Verbraucher zugunsten ökologischer und fair produzierter Textilien weiter steigern.

Das Produkt-Informations-Systems (PIM) wird weiterentwickelt. Das System ermöglicht neben der zentralisierten und ganzheitlichen Speicherung aller artikelbezogenen Ausprägungen die Aussteuerung dieser in alle Vertriebskanäle und Medien. Somit kann die Einzigartigkeit in Bezug auf Ökologie und soziale Verantwortung der Hess Natur-Produkte zielgerichtet und verkaufsfördernd entlang der gesamten Customer Journey eingesetzt werden.

Neue Kundengruppen werden vermehrt durch Social Media Aktivitäten angesprochen, um mehr Reichweite zu erzielen.

Hess Natur konzentriert sich weiter auf die Geschäftsfelder Bekleidung für Damen und Herren, Heimtextilien, Outdoor und Baby. Die erfolgreich wiedereingeführte Kinderkollektion wird fortgeführt.

Das Konzept von Kollektionskapseln, welche durch einen kürzeren Kollektionszyklus die Attraktivität der Ware für unsere Kunden steigern, wird fortgeführt und weiterentwickelt.

Die Kundendatenbank wird laufend besser genutzt, so dass die spezifischen Kanäle (Online, Katalog, Stationär) den Kunden und ihren Bedürfnissen trennschärfer zugeschnitten werden können.

Die Optimierung des Beschaffungsprozesses führt zu deutlichen Effizienzsteigerungen; im Wesentlichen aus der Vermeidung von Teillieferungen und der Reduzierung der Kosten für den Warenversand. Hier besteht die Chance bei Sicherstellung einer hohen Lieferbereitschaft die Kundenzufriedenheit zu erhöhen und die Produktivität im Bereich Logistik weiter zu steigern.

Gesamtbewertung der Chancen-, Risikosituation

Insgesamt ist die Chancensituation, der Gesellschaft bzw. des Konzerns durch die Schärfung der Markenaussage Hess Natur, die Verbesserung des Produktes und deren Darstellung sowie der positiven Marktlage im ökologischen Onlinetextilhandel deutlich verbessert. Die Beurteilung der Risiken hat ergeben, dass die Risiken insgesamt gut beherrschbar sind und die identifizierten Risiken einzeln und in Ihrer Gesamtheit keine Gefährdung für den Fortbestand der Gesellschaft bzw. des Konzerns darstellen. Die Chancen übersteigen die Risiken deutlich.

Eine weitere Verbesserung der Chancen-, Risikosituation wird für das laufende Geschäftsjahr erwartet.

 

Butzbach, 30. September 2019

Die Geschäftsführung

Andrea Sibylle Ebinger

Nachrichten & Medien

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Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

7 nahegelegene Organisationen

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