Stammdaten

Register
Amtsgericht Fürth HRB 6633
Eingetragen
17.7.1997
Branche
Herstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von bestückten Leiterplatten
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Betreuung der vorhandenen Handelsvertretungen sowie der Kunden in Europa für die Mutter der Gesellschaft Autosplice Systems Intl. Inc., der Verkauf von Steckverbindern, Terminals sowie von Bestückungsautomaten für diese Bauelemente und Einrichtungen zur Herstellung von lötfreien Verbindungen, die Produktion von Steckverbindern (Stifte, Terminals etc.).

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Tobias Hoche
seit 6.5.2026
Prokura
Selcuk Sahin
seit 23.12.2025
Prokura
Patrick Norbert Frank
seit 25.5.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Autosplice Holdings, LLCUSA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Autosplice Systems Int'l, Inc.
United States
600000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AUTOSPLICE Europe GmbH

Langenzenn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Berichtszeitraum

Geschäftsjahr 2023 vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

1. Geschäftstätigkeit

Die Autosplice Europe GmbH entwickelt und produziert Kontaktelemente, hybride Baugruppen und Steckersysteme sowie Automationsanlagen zum Verarbeiten und Bestückung von Kontaktstiften.

Darüber hinaus sind wir Technologie-Führer in der Splice-Verbindungsanwendung, spezifischen Anwendungen in der Automotive-Industrie, Elektro- und Elektronikindustrie und im Medizinbereich.

Mit ca. 70 Prozent Anteil an unserem Umsatz ist der Automobilmarkt unser wichtigstes Marktsegment, gefolgt von Anwendungen in der Industrie-Elektronik.

2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistisches Bundesamtes (Destatis) um 0,3% niedriger als im Vorjahr 2022. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1%.

Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7% höher. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0% zurück.

Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85% des Produzierendes Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4%).

Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8% gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5%). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzufuhren sein.

Die großen internationalen Automobilmärkte haben im Gesamtjahr 2023 einen deutlichen Anstieg der Neuzulassungen verzeichnet. Im Vergleich zum Jahr 2022 war die Fahrzeugverfügbarkeit deutlich verbessert, was sich positiv auf den PKW-Absatz auswirkte. Hinzu kommen schwache Vorjahreswerte, die zu einem Basiseffekt geführt haben.

Dennoch bleibt das Geschäftsumfeld für die Automobilwirtschaft herausfordernd: Insbesondere in Europa, aber auch in anderen Weltregionen, kam es infolge von geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten zuletzt zu einer gedämpften gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und damit zu einem verhaltenen Wirtschaftswachstum. Auch die nach wie vor hohen Energie- und Verbraucherpreise wirken sich negativ auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage aus.

Auf dem europäischen PKW-Markt (EU, EFTA & UK) wurden im Jahr 2023 gut 12,8 Mio. Fahrzeuge neu zugelassen und damit 14 Prozent mehr als im Vorjahr 2022.

Die Erholung verläuft jedoch weiterhin schleppend: Der europäische PKW-Markt liegt aktuell noch immer knapp ein Fünftel (minus 19 Prozent) unter den Neuzulassungen des Vorkrisenniveaus von 2019. Im Monat Dezember wurden mit gut 1,0 Mio. Einheiten 4 Prozent weniger Neufahrzeuge registriert als noch im Vorjahresmonat.

Maßgeblich für den Rückgang ist der schwache deutsche Markt, auf dem infolge eines Ende 2022 wirksamen Sondereffektes (Änderungen bei der Förderung von E-Autos) im Elektrosegment im Dezember 2023 insgesamt deutlich weniger Neufahrzeuge zugelassen wurden. Die Zahl neuer E-Autos stieg in der EU im Gesamtjahr derweil um 37 Prozent auf 1,54 Millionen.

Ihr Marktanteil kletterte auf 14,6 Prozent, wodurch sie die Dieselfahrzeuge in der Gunst der Käufer überholten. Letztere sind immer weniger gefragt, ihr Marktanteil schrumpfte um fast drei Prozentpunkte auf 13,6 Prozent.

Die fünf größten europäischen Einzelmärkte entwickelten sich im abgelaufenen Monat Januar wie folgt: Frankreich (+15 Prozent), Spanien (+11 Prozent), Vereinigtes Königreich (+10 Prozent), Italien (+6 Prozent), Deutschland (-23 Prozent).

Auf dem chinesischen PKW-Markt wurden 2023 knapp 25,8 Mio. PKW neu zugelassen. Nie wurden in China in einem Jahr mehr PKW verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr 2022 stiegen die PKW-Verkäufe im abgelaufenen Jahr um 11 Prozent.

Der US-Light-Vehicle-Markt (PKW und Light Duty) entwickelte sich im Jahr 2023 dynamisch. In den Vereinigten Staaten sind die Light-Vehicle-Verkäufe im vergangenen Jahr zweistellig um 12 Prozent gestiegen.

In Japan zeigte sich der PKW-Markt im Jahr 2023 dynamisch. Insgesamt konnte im Jahresverlauf ein Volumenwachstum in Höhe von 16 Prozent realisiert werden.

Der Haupt-Umsatzanteil liegt im Zuliefererbereich für Automotive. Neukunden und -projekte wurden auch im Non-Automotive Segment generiert, um die Abhängigkeit von der Automobilbranche zu verringern.

3. Geschäftsverlauf und Unternehmensstrategie

Unser Umsatz stieg 2023 um 8 Prozent. Damit lagen die Erlöse unter den Markt (+14%), aber auf Budgetniveau.

Das Geschäft mit den Top 5 Bestandskunden lief stabil. Dazu kamen ebenfalls neue Kundenstandorte und Applikationen wie der Nano Pin. Die Abhängigkeit von unserem größten Kunden konnte nicht dezimiert werden durch den Aufbau der anderen Key-Accounts.

Die Stimmung für 2024 in der deutschen Automobilindustrie ist weiterhin verhalten aufgrund der Inflationsrate und der aktuellen geopolitischen Themen weltweit (Israel, Taiwan, Naher Osten), was sich insbesondere im Bereich Seehandel für wichtige Bauteilen über den Nahen Osten bemerkbar macht.

Trotz Preisdruck vom Markt gelang es uns, Preisreduzierungen nur in Verbindung mit bindenden und längerfristigen Kundenverträgen weiterzugeben, verbunden mit Mengenerhöhungen. Bei einigen Produktlinien konnten wir die Material-, Transport-, Energie- und Lohnkostenerhöhungen auf den Verkaufspreis umlegen und an unsere Kunden entsprechend weitergeben.

Ca. 90% der bei Autosplice Europe GmbH gefertigten Produkte werden auch in Europa bei unseren Kunden verbaut.

Die zukünftigen Technologieanpassungen im Automotive Markt bringen uns neue Chancen. E-Mobilität und neue Komfortfunktionen (z.B. Innenraumbeleuchtung mit LED-Technik) auch für Basisfahrzeuge lassen uns in neuen Applikationen Produkte fertigen und liefern. In Gebäuden findet immer mehr Elektronik Einzug.

Smart-Home und erneuerbare Energien wachsen und bringen uns neue Geschäftsmöglichkeiten. Hierfür ist die Entwicklung des neuen Press-fit Pin und eine Hochgeschwindigkeit-Setzanlage fortgeschritten.

Aufgrund erhöhtes kurzfristiges Personal und dem Bau komplexer Maschinen ist der Materialaufwand im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent gestiegen.

Im Berichtsjahr hat sich die Anzahl der Mitarbeiter auf 70 reduziert (Vorjahr: 71). Rechtliche Probleme oder signifikante Reklamationen gab es nicht.

4. Vermögens- , Finanz- und Ertragslage des Unternehmens

Ertragslage

Im Berichtsjahr 2023 hat das Unternehmen einen Umsatz von 16.837 T€ erzielt. Dies ist 1.313 T€ mehr Umsatz als 2022. Die Gesamtleistung erhöhte sich um 2.170 T€ auf 17.813 T€.

Der Materialaufwand, inklusive bezogener Leistungen, lag im Berichtsjahr bei ca. 46 Prozent der Gesamtleistung. Dies Quote lag identisch mit dem Vorjahr. Die Personalkosten haben sich um ca. 3 Prozent aufgrund kurzfristiger Mitarbeiter erhöht. Die sonstigen Betriebskosten liegen über dem Vorjahresniveau. Im Vorjahr waren hier höhere Entwicklungs-, Qualitäts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit neuen Maschinenprojekten angefallen.

Der operative Gewinn 2023 liegt bei 1.538 T€ und damit unter dem Planwert. Der Jahresüberschuss 2023 beläuft sich auf 1.083 T€ (VJ. Jahresüberschuss 1.132 T€).

Vermögenslage

Die Vermögenslage ist auf der Aktivseite durch das Umlaufvermögen geprägt (Anteil Berichtsjahr 90%; VJ 89%). Die Vorräte reduzierten sich um 9 T€. Die Investitionen ins Anlagevermögen betrugen 2023 201 T€, die Sachanlagen verminderten sich um 218 T€ zum Vorjahr. Die Zugänge bei den Sachanlagen betrafen insbesondere Produktionsinvestitionen in Maschinenanlagen und Werkzeuge. Die erhaltenen Anzahlungen sind gestiegen aber die Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten sowie die Verbundverbindlichkeiten wurden abgebaut. Das Eigenkapital beträgt 81% (VJ. 77%) der Bilanzsumme.

Finanzlage

Im Berichtsjahr wurde ein positiver operativer Cashflow erzielt.

5. Chancen

Chancen bestehen insbesondere im Zusammenhang mit den bereits unter Punkt 3. aufgeführten Technologieanpassungen und neuen Geschäftsfeldern im Elektronikbereich. Die Bereiche Produktentwicklung und Qualitätsmanagement werden laufend optimiert. Wir werden weiterhin komplexe Kontaktbaugruppen anbieten und fertigen. Durch diesen Schritt eröffnen sich immer neue Märkte und Chancen für Autosplice Langenzenn weltweit.

6. Risiken

Für einen wichtigen Kunden sind einige Projekte im Jahr 2024 ausgelaufen, so dass wir weniger Teile geliefert haben. Gleichzeitig erfahren unsere europäischen Kunden im Solarbereich ebenfalls einen Rückgang im Markt, was wiederum Auswirkung auf unseren Umsatz 2024 hatte.

Die Handelsspannungen zwischen China und USA und die Überkapazitäten vor allem in China hat unsere Entwicklung in 2024 negativ beeinflusst. Wir erwarten erst 2025 eine Normalisierung. Nennenswerte weitere Gefahren sind nicht bekannt.

Ein signifikantes Ausfallrisiko für Forderungen besteht aus unserer Sicht nicht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um circa 421 T€ gegenüber dem Vorjahr.

7. Prognose

Im zu berichtendem Geschäftsjahr 2023 konnte die Branche noch von hohen Neuwagenpreisen und der wiederhergestellten Lieferfähigkeit profitieren, aber Überkapazitäten sind aktuell nicht nur ein echtes Problem für die Hersteller, sondern auch für die Zulieferer.

Dazu kommen die genannten Handelsspannungen Risiken zwischen Amerika und China und die Verunsicherung der Kunden Geld auszugeben, was eine Verschlechterung des Umsatzes 2024 bedeutet hat auf 11.954 T€.

Der Umsatzrückgang im Jahr 2024 beträgt demnach ca. 29%. Das Betriebsergebnis 2024 ging in zweistelligen Prozentbereich zurück auf 1.057 T€, da wir auch Restrukturierungen angefangen haben. Diese Maßnahmen sind abgeschlossen.

Für das Jahr 2025 erwarten wir einen Umsatzwachstum von ca. 16%, auf 13.842 T€. Das Betriebsergebnis soll von 1.057 T€ auf 2.094 T€ steigen.

Zum einen haben manche Top Automobilkunden Restrukturierungsmaßnahmen im Jahr 2024 aufgrund Überkapazitäten begonnen, wodurch der Bedarf reduziert wird.

Zum anderen hat die Umstellung des Verbrennungsmotors auf alternative Antriebe zahlreiche Hersteller stark betroffen, was wiederum Folgen für die ganze Automobilindustrie hat. Die Nachfrage nach Elektroautos ist seitens der Kunden jedoch in 2024 gesunken.

Gleichzeitig sind einige wichtige Projekte von uns EOL (End-of-Life) 2024 gegangen, wobei man sich hier für die Zukunft neues Geschäft verspricht.

Es gibt keine Kunden oder Lieferanten Insolvenzen da die Bedarfe angepasst wurden.

Zugleich wird zwischen Regierung und Hersteller über eine Förderung für den Kauf von elektrischen Autos diskutiert, was auch zu einer Erholung der Autoindustrie in den nächsten Jahren beitragen könnte.

 

Langenzenn, den 26. Februar 2025

gez. Patrick Frank

Bilanz

AKTIVA

31. Dez. 2023
31. Dez. 2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 209.970,60 3.668,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 118.710,54 145.773,36
2. Technische Anlagen und Maschinen 460.092,46 625.494,90
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 61.771,62 91.787,21
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 59.144,10 54.525,00
909.689,32 921.248,86
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 423.450,87 652.354,35
2. Unfertige Erzeugnisse 33.822,16 104.506,66
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.870.773,72 1.562.405,01
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.152.027,60 2.731.424,05
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.562.143,49 731.201,77
3. sonstige Vermögensgegenstände 357.143,17 206.275,60
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 999.590,90 1.442.263,04
8.398.951,91 7.430.430,48
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 38.437,04 23.824,24
9.347.078,27 8.375.503,58

PASSIVA

31. Dez. 2023
31. Dez. 2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 306.775,13 306.775,13
II. Kapitalrücklage 2.201.596,74 2.201.596,74
III. Gewinnvortrag 3.955.525,57 2.824.264,82
IV. Jahresüberschuss 1.083.169,06 1.131.260,75
7.547.066,50 6.463.897,44
B. RÜCKSTELLUNGEN
- Steuerrückstellungen 388.853,61 92.664,69
- sonstige Rückstellungen 175.387,46 204.411,48
564.241,07 297.076,17
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 124.827,50 4.400,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 124.827,50 (Vorjahr: € 4.400,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 867.803,82 1.179.822,29
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 867.803,82 (Vorjahr: € 1.179.822,29)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 162.679,63 370.775,62
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 162.679,63 (Vorjahr: € 370.775,63)
4. sonstige Verbindlichkeiten 80.459,75 59.532,05
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 80.459,75 (Vorjahr: € 59.532,05)
- davon aus Steuern: € 64.233,71 (Vorjahr: € 57.574,43)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 3.984,67 (Vorjahr: € - 8.104,37)
1.235.770,70 1.614.529,96
9.347.078,27 8.375.503,58

Gewinn- und Verlustrechnung

31.12.2023
31.12.2022
1. Umsatzerlöse 16.837.170,43 15.524.142,06
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen unfertigen Leistungen 975.684,21 118.888,90
3. sonstige betriebliche Erträge 53.185,03 41.036,95
- davon aus Währungsumrechnung: € 2.781,05 (Vorjahr: € 18.217,98)
4. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -7.484.814,27 -6.462.489,99
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -707.401,33 -775.899,36
5. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter -3.529.286,14 -3.442.717,34
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -696.550,96 -669.977,10
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -230.279,24 -372.383,78
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -3.679.675,59 -2.756.567,90
- davon aus Währungsumrechnung: € 17.293,07 (Vorjahr: € 59.550,03)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 53.390,52 21.042,89
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 53.390,52 (Vorjahr: € 21.042,89)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 -59,89
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -507.373,60 -92.664,69
11. Ergebnis nach Steuern 1.084.049,06 1.132.350,75
12. sonstige Steuern -880,00 -1.090,00
13. Jahresüberschuss 1.083.169,06 1.131.260,75

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die AUTOSPLICE Europe GmbH hat ihren Sitz in Langenzenn und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Fürth unter der Nummer HRB 6633 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. des HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Von den Erleichterungsvorschriften bei der Offenlegung gemäß § 327 Nr. 1 und 2 HGB wurde Gebrauch gemacht. Ebenso wurden die Erleichterungsvorschriften für die Erstellung des Anhangs gemäß § 288 Abs. 2 HGB bei der Offenlegung in Anspruch genommen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bilanziert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Bei den Zugängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens wurden die Abschreibungen pro rata temporis vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Die jeweiligen Abschreibungen erfolgen wie folgt:

Anlageposition Abschreibungsmethode Nutzungsdauer
Immaterielle Vermögensgegenstände linear 3 - 8 Jahre
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken linear 5 - 15 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen linear 4 - 14 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung linear 3 - 15 Jahre

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Anschaffungskosten werden nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren ermittelt.

Unfertige und fertige Erzeugnisse werden auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten, Sonderkosten der Fertigung, Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen des Anlagevermögens, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden gemäß § 255 Abs. 2 S. 3 HGB aktiviert.

Handelswaren werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten oder mit niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Geleistete Anzahlungen werden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Rückstellungen

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sie berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls bewertet.

Zum Bilanzstichtag werden Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 wird auf den separat dargestellten Anlagenspiegel verwiesen (siehe Anlage zum Anhang).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von T€ 269 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem laufenden Liefer- und Leistungsverkehr und bestehen ausschließlich aus Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Lizenzgebühren in Höhe von T€ 290 sowie Managementgebühren in Höhe von T€ 1.573.

V. Sonstige Angaben

Verbundene Unternehmen

Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften angesehen, auf welche die Autosplice Inc., San Diego, Vereinigte Staaten unmittel- oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann.

Außerbilanzielle Geschäfte

Der Nutzung unserer Produktionsanlagen liegt eine Operating-Leasingvereinbarung zugrunde. Dies trägt auch zur Verringerung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko beim Leasinggeber.

Die Mietverpflichtungen haben eine verbleibende Restlaufzeit von längstens 4 Jahren und 3 Monaten nach dem Bilanzstichtag und führen zu Leasingaufwand in 2023 in Höhe von T€ 916, in 2024 in Höhe von T€ 946, in 2025 in Höhe von T€ 939, in 2026 in Höhe von T€ 946, in 2027 in Höhe von T€ 971, und in 2028 in Höhe von T€ 333. Eine Forderung für die Nebenkosten 2023 in Höhe von T€ 16 wurde bilanziert.

Mit zwei Lieferanten hat die AUTOSPLICE Europe GmbH eine Konsignationslager-Vereinbarung über eine jeweils 90-tägige Abnahmeverpflichtung abgeschlossen. Die Vereinbarungen sichern der Gesellschaft die zeitlich optimale Rohstoffversorgung ohne eigene Lagerhaltung.

Diverse Dienstleistungen und kaufmännische Leistungen werden in der Zentrale in Kalifornien, San Diego, USA für die Tochtergesellschaften in Asien und Europa, darunter auch die Autosplice Europe GmbH, zur Verfügung gestellt.

In Form einer Kostenallokation werden sämtliche Kosten von der Muttergesellschaft an die Tochtergesellschaften weltweit jedes Jahr weitergegeben, da diese von den in Anspruch genommenen Leistungen unmittelbar profitieren. Hierzu gehören u. a. folgende Leistungen:

• Beratungskosten: aufgrund von M&A Leistungen, die nicht nur für die Muttergesellschaft anfallen, sondern für alle Regionen anfallen.

• Ingenieurwesen: Leistung der dort ansässigen Ingenieure, die in den neuen Projekten weltweit mitwirken.

• Fachwesen: Überwachung über das weltweite Geschäft dort ansässigen Spezialisten, sei es für den Vertrieb, Technik und Verwaltung.

Es geht hierbei insbesondere um strategische Langzeitprojekte. Über derartige Spezialisten und technisches Knowhow verfügt nur die Muttergesellschaft. Die Allokation erfolgt jedes Jahr auf Basis dynamischer Verteilschlüssel.

Diese Allokationsvereinbarung wurde 2019 über einen sogenannten Management Vertrag bestimmt und laufend angepasst. Aufgrund der höheren Inflationsraten und Zinssätze erwartet AUTOSPLICE höhere Allokationskosten für 2024.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Wesentliche finanzielle Verpflichtungen, die nicht in den Rückstellungen, Verbindlichkeiten oder Haftungsverhältnissen enthalten sind, bestehen für folgende Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:

Gesamtbetrag
T€
Büro- und Lagerräume 4.008
Fuhrpark 127
4.135

Die Zahlungen verteilen sich auf die folgenden Jahre:

Gesamtbetrag
T€
2024 946
2025 939
2026 946
2027 971
2028 333
4.135

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse über die gemäß § 251 HGB zu berichten wäre.

Organe

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:

• Kenneth Krone, San Diego, Vereinigte Staaten (bis 12. Februar 2025)

• Patrick Frank, Neuendettelsau (ab 26. Mai 2023)

Der Geschäftsführer Kenneth Krone ist einzelvertretungsberechtigt und ist von den Beschränkungen des § 181 BGB (Selbstkontrahierungsverbot) befreit .

Zu Prokuristen waren im Geschäftsjahr ernannt:

• Patrick Frank, Neuendettelsau (bis 25. Mai 2023)

• Rainer Graspointner, Neumarkt (bis 25. Mai 2023)

• Michael Wilding, Satzkorn (bis 25. Mai 2023)

• Enrique Badaraco, Erlangen

Die Prokuristen vertreten die Gesellschaft gemeinsam mit einem Geschäftsführer.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers wird unter Inanspruchnahme der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 70 Mitarbeiter (Vorjahr: 71 Mitarbeiter) beschäftigt, welche sich wie folgt verteilen:

Produktion 54
Verwaltung 16
70

Konsolidierungskreis

Autosplice Inc., San Diego, USA, ist das Konzernunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt.

Der Konzernabschluss ist in den Geschäftsräumen der Autosplice Inc., San Diego, USA, bzw. Autosplice Inc., San Diego, USA, einzusehen.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 1.083.169,06 zusammen mit dem Gewinnvortrag zum 1. Januar 2023 in Höhe von € 3.955.525,57 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Langenzenn, 26. Februar 2025

gez. Patrick Frank

Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1. Jan. 2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchung
31. Dez. 2023
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 648.200,21 17.710,40 0,00 194.092,39 860.003,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 488.224,17 0,00 0,00 0,00 488.224,17
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.774.607,50 5.861,18 0,00 -4.619,10 8.775.849,58
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.261.191,74 1.055,73 1.055,73 0,00 1.261.191,74
4. Anlagen im Bau 54.525,00 194.092,39 0,00 -189.473,29 59.144,10
11.226.748,62 218.719,70 1.055,73 0,00 11.444.412,59
Kumulierte Abschreibungen
1. Jan. 2023
Zuführungen
Abgänge
Umbuchung
31. Dez. 2023
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 644.531,82 5.500,58 0,00 0,00 650.032,40
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 342.450,81 27.062,82 0,00 0,00 369.513,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.149.112,60 166.644,52 0,00 0,00 8.315.757,12
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.169.404,53 31.071,32 1.055,73 0,00 1.199.420,12
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
10.305.499,76 230.279,24 1.055,73 0,00 10.534.723,27
Nettobuchwerte
31. Dez. 2023
31. Dez. 2022
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 209.970,60 3.668,39
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 118.710,54 145.773,36
2. Technische Anlagen und Maschinen 460.092,46 625.494,90
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 61.771,62 91.787,21
4. Anlagen im Bau 59.144,10 54.525,00
909.689,32 921.248,86

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AUTOSPLICE Europe GmbH, Langenzenn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AUTOSPLICE Europe GmbH, Langenzenn - bestehend aus Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 26. Februar 2025

Schiff-Martini & Cie. GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Weiler, Wirtschaftsprüfer

gez. Bolkovac, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 27. Februar 2025 festgestellt und genehmigt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

6 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.