Malerei- und Lackiergewerbe
GoodMills Innovation GmbH
Trettaustraße 35, 21107 Hamburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andre Katlus seit 9.2.2026 | Prokura |
Stefan Laackmann seit 18.9.2025 | Geschäftsführer |
Nora Dr. Trottenberg seit 23.4.2025 | Prokura |
Markus Prantl seit 10.10.2024 | Prokura |
Thomas Lamann seit 18.1.2024 | Prokura |
Jürgen Mag. (FH) Morawitz seit 9.10.2023 | Geschäftsführer |
Michael Schütt seit 9.3.2005 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
GoodMills Group GmbH | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GoodMills Innovation GmbHHamburgJahresabschluss zum 30. September 2016Bilanz zum 30. September 2016Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2015 bis 30. September 2016
Anhang zum 30. September 2016A. Gesetzliche Vorschriften Der Jahresabschluss der GoodMills Innovation GmbH (nachstehend Gesellschaft) wird nach handelsrechtlichen Vorschriften und unter Beachtung handelsrechtlicher Grundsätze aufgestellt. Die Bestimmungen des GmbH-Gesetzes werden beachtet. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft beginnt am 1. Oktober eines Jahres und endet am 30. September des Folgejahres. Die Gesellschaft ist eine große Gesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB. Sofern nicht ausdrücklich anders vermerkt, ist die Bilanzierung zum 30. September 2016 nach den gleichen Grundsätzen fortgeführt worden wie im Vorjahr. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird unverändert das Gesamtkostenverfahren angewandt. B. Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige und - soweit erforderlich - außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt bei den immateriellen Vermögensgegenständen zwischen 5 und 15 Jahren, beim unbeweglichen Anlagevermögen zwischen 15 und 40 Jahren, beim beweglichen Anlagevermögen zwischen 4 und 40 Jahren. Die Anlagegegenstände werden gemäß ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis 150 Euro werden sofort abgeschrieben. Die Gesellschaft übt das Wahlrecht aus, geringwertige Anlagegüter bis 410 Euro sofort abzuschreiben. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zu den ihnen beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt. Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zum Marktpreis am Bilanzstichtag, sofern dieser niedriger ist, bewertet worden. Die Bilanzierung der fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten in Ausübung des Bewertungswahlrechts in § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB, aber ohne Einbeziehung von Fremdkapitalzinsen und unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Für drohende Verluste, die die Herstellungskosten überschreiten, werden Rückstellungen gebildet. Die Bilanzierung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nominalwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Einzelwertberichtigungen wegen drohender Uneinbringlichkeit werden von den Forderungen abgesetzt. Pauschalwertberichtigungen zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos werden nicht gebildet. Kassenbestände sind zum Nennwert bewertet. Rechnungsabgrenzungsposten sind gemäß § 250 HGB für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag gebildet worden, soweit diese Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, so wird eine sich daraus ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuer in der Bilanz nach dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 HGB angesetzt. Eine Berücksichtigung von Verlust- und Zinsvorträgen sowie von Steuergutschriften erfolgt in dem Ausmaß, in welchem innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verrechnung bzw. Nutzung erwartet wird. Temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schuldposten und Rechnungsabgrenzungsposten werden insoweit einbezogen, als von künftigen Steuerbe- und -entlastungen aus dem Abbau der betreffenden temporären Unterschiedsbeträge ausgegangen wird. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes sowie entsprechend dem gewerbesteuerlichen Hebesatz. Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbeertragsteuer ergab sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Steuersatz von 32,28 %. Die Pensionsrückstellungen werden über versicherungsmathematische Methoden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Project Unit Credit Method) ermittelt. Die Berechnung beruht auf den biometrischen Rechnungsgrundlagen gemäß den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und einem verwendeten Rechnungszins von 4,08 % unter Zugrundelegung einer pauschalen Restlaufzeit von fünfzehn Jahren. Der im Pensionsaufwand enthaltene Zinsanteil wird in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. Des Weiteren wurden eine zukünftige Gehaltsdynamik von 2,75 % p.a. und eine Rentendynamik von 1,60 % p.a. berücksichtigt. Die Ermittlung der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen erfolgte zum 30.9.2016 gem. § 253 Abs. 2 HGB auf Grundlage eines durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten zehn Jahre (Vorjahr: sieben Jahre) unter Berücksichtigung einer angenommenen Restlaufzeit der Verpflichtungen von unverändert 15 Jahren. Bei einer zum Vorjahr unveränderten Verwendung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten sieben Jahre hätte sich am Abschlussstichtag ein um TEUR 44 höherer Rückstellungsbetrag ergeben. In Höhe dieses Betrages besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB. Die Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre, der von der Deutsche Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls bewertet. Zum Abschlussstichtag erfolgt eine erfolgswirksame Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs, soweit deren Restlaufzeit ein Jahr oder weniger beträgt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt die Umrechnung zum Bilanzstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips zum historischen Kurs oder Devisenkassamittelkurs. C. Erläuterung der Bilanz (1) Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung der Bilanzposten des Anlagevermögens sind in einer gesonderten Aufstellung als Bestandteil des Anhangs dargestellt. (2) Finanzanlagen Bei den Finanzanlagen handelt es sich um die 100%ige Beteiligung an der KAMPFFMEYER Food Innovation Polska Sp. z o.o., Poznan/Polen, mit einem negativen Eigenkapital in Höhe von EUR -313.617 (Vorjahr: EUR -387.273) und einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 66.985 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von EUR -262.105). Aus der Überprüfung der Werthaltigkeit des Beteiligungsbuchwerts der KAMPFF-MEYER Food Innovation Polska Sp. Z o.o.,Poznan/Polen, unter Berücksichtigung der Ertragsplanung für diese Gesellschaft haben sich keine Anzeichen für eine dauerhafte Wertminderung am Abschlussstichtag ergeben. (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Mit Abschluss eines Rahmenforderungsverkauf- und -verwaltungsvertrags vom 19. Dezember 2013 mit Vertragsänderung vom 25. September 2015 im Rahmen eines ABS-Programms hat die Gesellschaft zum Stichtag Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 3.066.796 (Vorjahr: EUR 2.833.731) verkauft und um diesen Betrag den Forderungsbestand reduziert. Die von der Gesellschaft verkauften und abgetretenen Forderungen werden weiterhin für den Käufer eingezogen und verwaltet. Bei der Kaufpreisberechnung wurden Abschläge für Ausfall- und Forderungsverwässerungsrisiken sowie Finanzierungs- und sonstige Kosten der Gesellschaft in Rechnung gestellt. Die einbehaltenen Abschläge werden zum überwiegenden Teil als sonstige Vermögensgegenstände in der Bilanz ausgewiesen. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. (4) Aktive latente Steuern Der nachfolgenden Übersicht ist zu entnehmen, auf welche Bilanzposten latente Steueransprüche entfallen:
Die latenten Steueransprüche werden mit einem kombinierten Steuersatz aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbeertragsteuer von 32,28 % ermittelt. Die sich ergebende Steuerbe- sowie die sich ergebende Steuerentlastung werden nach dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 HGB unverrechnet angesetzt. Die aktivierten latenten Steuerforderungen unterliegen nach § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von EUR 19.106 einer Ausschüttungssperre. (5) Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen setzen sich wie folgt zusammen:
(6) Rückstellungen Ausgewiesen werden Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen für Anwartschaften von tätigen und ausgeschiedenen Mitarbeitern mit unverfallbaren Anwartschaften sowie für laufende Renten. Aus der Neubewertung der Pensionsrückstellung zum 1. Oktober 2010 ergab sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 205.360. Im laufenden Geschäftsjahr wurde ein Betrag in Höhe von EUR 13.691 (1/15 nach Art. 67 Abs.1 EGHGB) den Rückstellungen zugeführt. Die verbleibende Unterdeckung zum 30. September 2016 beträgt EUR 123.219 (9/15 des Unterschiedsbetrages). Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalaufwendungen, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Rückstellungen für Verpflichtungen aus der Gewährung von Boni. (7) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus dem Konsortialkreditvertrag und sind durch Forderungsabtretungen mit Ausnahme der Forderungen, die Gegenstand des ABS-Programms sind, und Sicherungsübereignungen des Vorratsvermögens besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von EUR 2.969.775 (Vorjahr: EUR 2.961.012) gegenüber Gesellschaftern und bestehen im Wesentlichen aus Cash Pool-Verbindlichkeiten, die mit Forderungen aus dem Forderungsverkauf verrechnet wurden. (8) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die nach § 285 Nr. 3a HGB anzugebenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen EUR 3.251.291 (Vorjahr: EUR 1.118.304), davon sind EUR 542.031 (Vorjahr: EUR 610.790) innerhalb eines Jahres fällig. D. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung (9) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2016 in Höhe von EUR 49.261.102 (Vorjahr: EUR 45.185) resultieren in Höhe von EUR 32,7 Mio. (Vorjahr: EUR 28,4 Mio.) aus dem Verkauf von selbst produzierten innovativen Mehlprodukten sowie in Höhe von EUR 16,9 Mio. (Vorjahr: EUR 17,0 Mio.) aus dem Verkauf von Handelswaren (jeweils ohne Berücksichtigung von Erlösschmälerungen). Dabei wurden Umsatzerlöse von rd. EUR 39,9 Mio. (Vorjahr: EUR 36,7 Mio.) auf dem deutschen Markt und von rd. EUR 9,5 Mio. (Vorjahr: EUR 8,7 Mio.) im Ausland erzielt. (10) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 220.946 (Vorjahr: EUR 87.238). Ferner beinhaltet der Posten Währungskursgewinne in Höhe von EUR 784 (Vorjahr: EUR 224). (11) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 2.368 (Vorjahr: EUR 2.904). (12) Außerordentliches Ergebnis Das außerordentliche Ergebnis beinhaltet im Geschäftsjahr 2015/2016 wie im Vorjahr die Zuführung zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von einem Fünfzehntel (EUR 13.691) aus der Umstellung auf die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes. (13) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind im Wesentlichen EUR 534.874 (Vorjahr: EUR 481.401) laufende Körperschaftsteuer und EUR 580.455 (Vorjahr: EUR 525.479) laufende Gewerbesteuer enthalten. Im Zeitpunkt des Übergangs auf die Regelungen des BilMoG wurden aktive latente Steuern bilanziert. Im aktuellen Geschäftsjahr ist ein latenter Steuerertrag in Höhe von EUR 7.060 (Vorjahr: EUR 10.013) erfasst. E. Sonstige Angaben Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2015/2016 im Durchschnitt 123 (im Vorjahr: 111) Arbeitnehmer beschäftigt. Davon sind im Durchschnitt 106 (im Vorjahr: 96) Arbeitnehmer vollzeitbeschäftigt, 11 (im Vorjahr: 9) Arbeitnehmer teilzeitbeschäftigt und 6 Arbeitnehmer (im Vorjahr: 6) geringfügig beschäftigt. Haftungsverhältnisse für fremde Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von EUR 10.098.968 (Vorjahr: EUR 9.928.216) in Form von Sicherungsübereignungen des Vorratsvermögens sowie Forderungsabtretungen. Diese betreffen die Besicherung von gemeinsam mit der GoodMills Deutschland GmbH aufgenommenen Kreditverbindlichkeiten. Vor dem Hintergrund der Geschäftsentwicklung der Gesellschaften des GoodMills Deutschland Konzerns sowie der im September 2015 erneuerten Konsortialkreditvereinbarung gehen wir derzeit nicht von einer Inanspruchnahme aus. Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 7.500.000 sind durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. Bei diesen Sicherheiten handelt es sich um eine Raumsicherungsübereignung des Warenlagers mit wechselndem Bestand und Forderungsabtretungen. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen betragen EUR 37.596 (Vorjahr: EUR 46.742). Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015/16 berechnete Gesamthonorar ergibt sich aus dem Konzernabschluss der GoodMills Deutschland GmbH, Hamburg. Herr Michael Gusko, Dipl.-Oec., Hamburg, und Herr Karl Heinz Driller, Dipl.-Ing., Hamburg, sind die hauptberuflichen Geschäftsführer der Gesellschaft. Herr Michael Gusko ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Angabe der Bezüge der Mitglieder der Geschäftsführung unterbleibt in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB. Der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen wird, wird von der GoodMills Deutschland GmbH, Hamburg, aufgestellt und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen ist, stellt die RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN reg. Gen. m.b.H., Wien/Österreich, auf und legt ihn am Sitz der Gesellschaft offen. Die Konzernabschlüsse sind bei den jeweiligen Gesellschaften erhältlich.
Hamburg, den 02. Dezember 2016 Michael Gusko Karl Heinz Driller Entwicklung des Anlagevermögens zum 30. September 2016
Lagebericht zum Abschluss des Geschäftsjahres 2015/20161. Darstellung der Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen Die GoodMills Innovation GmbH, Hamburg (im Folgenden GMI), erschließt das anwendungstechnische Potenzial des Rohstoffes Getreide, wobei die Anwendungen über den klassischen Backbereich hinausgehen und auch Bereiche umfassen, welche für Getreidemahlerzeugnisse bislang verschlossen waren. Die Lebensmittelindustrie verwendet beispielsweise zum Binden von Suppen und Saucen seit Jahrzehnten native Stärken und chemisch-modifizierte Stärken. Klassische Mehle hatten bislang nicht die technologische Leistungskraft, um diese zu ersetzen. Die GMI nutzt neue Getreidevarietäten, innovative Technologien und eine anwendungstechnisch orientierte Produktentwicklung, um die innovative Produktkategorie der 'Funktionellen Mehle' (engl. 'Functional Flours') im Markt zu etablieren. Die Funktionellen Mehle der GMI statten native Mehle mit einem Mehrwert ("added value") aus. Neben der technologischen Funktion und dem gesundheitlichen Nutzen steht auch das Genuss-Erlebnis im Mittelpunkt der Produktentwicklung. Es geht im Wesentlichen um die Isolierung gesundheitlich und geschmacklich besonders wertvoller Kornschichten, um das sortenreine Anbauen von technologisch überlegenen Getreidevarietäten für den Bereich Clean Label und um die Steigerung der Bioverfügbarkeit der Nährstoffe des Weizenkorns. In allen Geschäftsbereichen ist GMI in Europa einer der führenden Spezialisten. Das Produktsortiment umfasst neben den thermisch und hydrothermisch veredelten Getreidemehlen (Weizen, Roggen, Mais, Reis etc.) auch Leguminosen und Convenience Mischungen (Fertigmehle, Backmittel, Compounds), welche aus mehreren Zutaten, wie z.B. Enzymen, Zucker, Malzen, Emulgatoren oder Getreideflocken, bestehen. Die Positionierung und Produktionsphilosophie unserer Kunden entscheidet darüber, ob er von uns Einzelzutaten (z.B. gekochtes Maismehl als Basis für die Tortilla Chip-Produktion, aufgeschlossene Mehle für den Backbereich) kauft, oder ob er Lean-Production Mischungen (z.B. Coating-Systeme für Nüsse und Leguminosen) bevorzugt. Wir richten uns flexibel nach dem Kundenwunsch. Die GMI ist ein Spezialist unter den Ingredient Herstellern. Die Teilmärkte, in denen die GMI aktiv ist, sind in der Regel so klein, dass es keine amtlichen Statistiken gibt, oder es gibt statistisch erhobene Märkte, aber diese umfassen oftmals auch Produktgruppen, welche nicht zu unserem Produktprogramm zählen. Wenn wir im Folgenden (Kapitel 2.1. folgende) Statistiken wiedergeben, so dienen diese mehr als Tendenz- und Trendaussage für den Markt, in dem wir jeweils Subsegmente bedienen. So gibt beispielsweise die Deutsche Produktionsstatistik für Backmittel und Fertigmehle eine grobe Orientierung über den generellen Markttrend, aber klärt nicht auf, inwieweit im Markt eine Umschichtung von Fertigmehlen hin zu Konzentraten stattfindet. Ohne diese Detailinformationen muss diese Statistik also sehr vorsichtig interpretiert werden. Die Strategie der Unternehmensführung ist auf das Ziel der langfristigen und nachhaltigen aber kontinuierlichen Ergebnissteigerung, gemessen am Vorsteuerergebnis (ohne außergewöhnliche Effekte), ausgerichtet. So wird vor allem dem Wachstum durch Expansion und Innovation eine hohe Bedeutung zugemessen, wobei darauf geachtet wird, dass sich die Ausweitung der Kapazitäten an den finanziellen und organisatorischen Möglichkeiten orientiert. Die nachfolgenden Informationen behandeln vor allem die großen und wichtigen lebensmittelrechtlichen Themen, welche einen großen Einfluss auf den Lebensmittelmarkt nehmen: 1.1. Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) Seit dem 13. Dezember 2014 gilt die in allen ihren Teilen verbindliche und unmittelbar in jedem EU-Mitgliedsstaat geltende Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 vom 25. Oktober 2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel. Hiervon ausgenommen ist nur die Verpflichtung zur Nährwertkennzeichnung; sie wird erst ab dem 14. Dezember 2016 wirksam. Der am 7. März 2016 mit mehr als einem Jahr Verspätung vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft übersandte Entwurf einer Verordnung zur Anpassung nationaler Rechtsvorschriften an die Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel enthält mit der Lebensmittelinformations-Durchführungsverordnung (LMIDV) in Art. 1 das Kernstück der Verordnung mit den Regelungen zur Allergenkennzeichnung für lose Ware (hierunter fallen alle frischen Backwaren vom Bäcker oder aus den Aufbackstationen des Lebensmitteleinzelhandels), Ladenpackungen und den Sanktionsnormen für Verstöße gegen die LMIDV. Der Entwurf schreibt fest, dass der Endverbraucher vor Kaufabschluss und vor der Übergabe des Lebensmittels von den Angaben Kenntnis nehmen können muss. Auch bleibt die mündliche Information an die Voraussetzung einer schriftlichen Dokumentation gebunden. Da sowohl unsere industriellen Kunden als auch unsere Handwerkskunden keine oder möglichst wenig Allergene kennzeichnen wollen, haben diese rechtlichen Regelungen einen großen Einfluss auf die Produktion, unsere Produktionsprozesse, unsere Produktspezifikationen und auch unsere Qualitätssicherung. Es zeichnet sich immer mehr ab, dass Produktionsbetriebe zunehmend kritische Allergene vermeiden und sogar auf Geschäft verzichten, wenn man die Deklaration von Allergenen nicht vermeiden kann. Alternativ zum Outsourcen von Produkten werden völlig separate Produktionslinien angedacht und umgesetzt, welche zum Beispiel die Produktion von "Gluten freien" Produkten gestatten. Wie immer ergeben sich aus dieser Problematik sowohl Risiken, aber auch Geschäftschancen. Unsere neu eingeführten Produkte Marzipan-Replikat (ohne allergene Mandeln) und Nuss-Replikat (ohne allergene Haselnüsse) profitieren beispielsweise von diesem Trend. 1.2. Verordnung (EG) Nr. 1332 über Lebensmittelenzyme Mit Verordnung (EG) Nr. 1332/2008 des Europäischen Parlaments und des Rats vom 16. Dezember 2008 über Lebensmittelenzyme gibt es eine in allen Mitgliedsstaaten der EU geltende und direkt anzuwendende Regelung. Die Verordnung gilt für Enzyme, die einem Lebensmittel zur Erfüllung einer technologischen Funktion zugesetzt werden, sowie für Enzyme, die als Verarbeitungshilfsstoffe verwendet werden. Ausgenommen vom Anwendungsbereich sind Enzyme, die zu anderen als zu technologischen Zwecken Verwendung finden, z.B. Enzyme zu Ernährungszwecken oder zur Verdauungsförderung. Im Rahmen der Diskussion über die Erstellung der Unionsliste der Lebensmittelenzyme haben sich die französischen Behörden dafür ausgesprochen, die Verwendung von Lebensmittelenzymen bei bestimmten Lebensmitteln einzuschränken. So wird beispielsweise durch Frankreich eine Einschränkung bei der Verwendung von Lebensmittelenzymen zur Herstellung von traditionellem französischem Brot gewünscht. Die Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 über Lebensmittelzusatzstoffe sieht in Art. 20 in Verbindung mit Anhang IV vor, dass die Verwendung von Lebensmittelzusatzstoffen bei bestimmten Lebensmitteln eingeschränkt ist. Dies sind traditionelle Erzeugnisse, für die einzelne Mitgliedsstaaten ein Verwendungsverbot von bestimmten Zusatzstoffen aufrechterhalten haben. Für Deutschland gilt dies für Bier, das nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut wird. Die Verordnung (EG) Nr. 1332/2008 über Lebensmittelenzyme sieht eine entsprechende Regelung jedoch nicht vor. Daher wird zurzeit geprüft, auf welche Weise mögliche Einschränkungen bei der Verwendung von Lebensmittelenzymen zu regeln sind. Die EU-Kommission teilte in diesem Zusammenhang mit, dass bei der künftigen Erstellung der Unionsliste der Lebensmittelenzyme ein Regelungsvorbehalt bezüglich der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 über Qualitätsregelungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel im Rahmen eines Erwägungsgrundes aufgenommen werden soll, der im Entwurf wie folgt lautet: "This Regulation should be without prejudice to more restrictive rules linked to the use of certain denominations under Regulation (EU) No 1151/2012. This is coherent with the need to take into account also economic and traditional considerations in the approval of food enzymes." Daraus kann sich somit eine nationale Beschränkung bei der Zulassung von Lebensmittelenzymen für bestimmte Lebensmittel ergeben, welche wir bei der Produktentwicklung und Formulierung berücksichtigen müssen und welche gravierende Leistungseinschränkungen, insbesondere bei Backmitteln, ergeben könnten. Andererseits ergibt sich daraus möglicherweise eine verstärkte Nachfrage nach funktionalen, alternativen Rohstoffen, wie z.B. unseren thermisch behandelten Spezialmehlen. Zusammengefasst kann gesagt werden, dass die Gesetzgebung sehr aktiv ist und alle Aspekte der Lebensmittelvermarktung unseres Hauses und der unserer Kunden berührt. Die bisherigen neuen Regelungen haben aus heutiger Sicht keine gravierenden negativen Konsequenzen für unser Geschäft, könnten für uns durch unseren innovativen Charakter und unsere Qualitätsansprüche aber auch Chancen bedeuten. 2. Entwicklung im Marktumfeld 2.1. Allgemeines Die GMI ist ein deutschstämmiger Spezialist im globalen Ingredientmarkt. Die hydrothermisch veredelten funktionellen Mehle erfüllen den Verbraucherwunsch nach "sauberen Zutaten" (clean label) und haben zeitgleich eine technologische Funktionalität, welche vergleichbar ist mit der chemisch-modifizierter Stärken. Grundsätzlich ist das GMI Potenzial somit der große Markt der Spezialstärken. Die Spielregeln im Ingredientmarkt unterscheiden sich aber grundsätzlich von denen im Commodity Mehlmarkt. Während im letzteren neben einer verlässlichen Qualität vor allem der niedrige Preis im Fokus steht, erwarten die Industriekunden von einem Ingredienthersteller eine anwendungstechnische Beratung und Hilfestellung bei der Entwicklung von Innovationen. 2.2. Struktur des Backwarenmarktes in Deutschland Das Statistische Bundesamt beziffert in der Umsatzsteuerstatistik "Herstellung von Backwaren" den Branchenumsatz für das Jahr 2014 mit 19,4 Mrd. Euro [1] . Das sind 1,1 % mehr Umsatz als im Vorjahr (19,2 Mrd. Euro). Nach der Umsatzsteuerstatistik 2014 hat die Gesamtzahl der Backbetriebe weiter abgenommen [2] . Seit 2000 (20.297 Betriebe) hat sich die Anzahl der Unternehmen bis 2014 (12.628 Betriebe) fast halbiert [3] . Von diesem Trend sind fast ausschließlich Betriebe mit einem Umsatz von weniger als einer Million Euro betroffen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich in Deutschland die Anzahl der kleinen Backbetriebe (bis 1 Mio. Umsatz) im Jahr 2014 um 4,0 % weiter reduziert (minus 425 Betriebe).
Tab.: Backbetriebe, Umsätze und Marktanteile (2000 vs. 2014) Quelle: Umsatzsteuerstatistik 2000 und 2014 des Statistischen Bundesamtes Die Konzentration im Backgewerbe ist hoch. 42 Deutsche Backbetriebe (mit jeweils über 50 Millionen Euro Umsatz) bedienen 32 Prozent des Marktes. Auf der andern Seite teilen sich 10.299 Kleinbetriebe knapp 16 % Prozent des Geschäfts. 2.287 mittelgroße Unternehmen (1 - 50 Millionen €) bedienen 52 % des Marktes. Die Anzahl der Betriebe hat im Jahr 2014 um 3,2 % zum Vorjahr abgenommen. Die Anzahl der kleinen Betriebe bis 1 Mio. Umsatz ist im gleichen Jahr um 4,0 % zurückgegangen, hingegen die Anzahl der Großbetriebe über 50 Mio. Umsatz um 5,0 % gewachsen. Mit 0,4 % Wachstum zum Vorjahr ist die Anzahl der Betriebe der Betriebsgrößenklasse von 1 bis 50 Millionen Euro Jahresumsatz stabil geblieben; ihren Marktanteil haben diese Betriebe um 1 %-Punkt auf 52 % sogar ausbauen können. Der Wettbewerbsdruck nimmt jedoch auch bei den Großbetrieben dramatisch zu. In den letzten Jahren sind in Deutschland zahlreiche sog. Aufbackstationen (bake off) entstanden. Getrieben wird die Entwicklung allen voran von den Discountern. Circa zwei von drei Broten werden derzeit in Deutschland im Supermarkt gekauft, der Lebensmitteleinzelhandel ist inzwischen also faktisch der größte Anbieter von Qualitätsbackwaren in Deutschland. Die Discounter setzen verstärkt auf Backstationen. Das Wachstum der Backstationen für Brot und Backwaren im Handel hat sich verlangsamt, was auch ein Zeichen für eine allmähliche Sättigung ist. Allerdings verändert sich das Angebot: Ein Teil der bisher im Brotregal angebotenen Brotsorten kommt jetzt über die Backstation, das Brotregal bietet somit ausreichend Platz für Spezialitäten. Drei der großen Lebensmittelhändler (Lidl, Edeka, Rewe) betreiben selber industrielle Bäckereien, welche den Eigenbedarf decken. Darunter leiden zunehmend die privaten Großbäckereien, welche sich deshalb neue gesicherte Absatzkanäle suchen (z.B. Back Factory, ein Backshop von Harry Brot). Unter dem Strich bleibt das Marktumfeld für Backbetriebe aufgrund der starken Wettbewerbssituation daher schwierig. 2.3. Herstellung von Fertigmehlen und Backmitteln Gemäß der Produktionsstatistik des Statistischen Bundesamtes wurden in 2015 305.391 to. Fertigmehle und Backmittel hergestellt (s. Abb.). Gegenüber dem Vorjahr mit 294.417 to. ist dies ein Wachstum um 3,7 %. Gegenüber dem Höchstjahr 2010 mit 322.932 to. bedeutet dies aber immer noch ein Rückgang um 5,4 % innerhalb von 5 Jahren.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Produktionsstatistik 2015
Quelle: Statistisches Bundesamt, Produktionsstatistik 2015 Innerhalb der verschiedenen Produktgruppen verschiebt sich der Absatz weg von den Fertigmehlen für Brot und Kleingebäck (sogenannte "100%er") hin zu den höher konzentrierten Backmitteln für Weizenbrot und Weizengebäck (Dosierung bis ca. 5 %). Die Produktionsstatistik für diese Convenience-Produkte (s. die beiden Grafiken) spiegelt damit den Trend in der Bäckerlandschaft wieder. Während Kleinbetriebe noch Fertigmehle einsetzen, setzen die Großbetriebe längst auf Weizenmehl aus dem Silo und setzen über die Kleinkomponentenanlagen hochkonzentrierte Backadditive ein. In dem enger werdenden Markt wird ein erbitterter Preiskampf um die verbliebenen Betriebe ausgefochten, der in einem Margenverfall in der Zulieferbranche resultiert. Die einst ertragsstarke Branche mit ihrem sorgsam gehüteten Rezepturgeheimnis ist auch durch eine hohe Mitarbeiterfluktuation innerhalb weniger Jahre zu einem Sorgenkind verkommen, in der statt Service nur noch der niedrigste Preis zählt. 3. Darstellung des Geschäftsverlaufs der Gesellschaft Die GMI hat sich auch im aktuellen Geschäftsjahr auf die innovative Funktionalisierung von Getreidemahlerzeugnissen konzentriert. In diesem Marktumfeld ist der Wettbewerb zwar international ausgeprägt, allerdings befinden sich die Anbieter nur in Ausnahmefällen in einem ruinösen Preiswettbewerb. Das Geschäftsjahr 2015/16 war geprägt durch ein ertragsstarkes Wachstum quer durch alle Produktsegmente. Insbesondere unsere eigenen Anlagen zur hydrothermischen Veredlung von Mehlen in unserem Hamburger Werk laufen zu unserer vollen Zufriedenheit und erreichen ein immer höheres Qualitätsniveau. Da wir unsere aufgestockten Kapazitäten mit dem alten Stammpersonal fahren können, wirkt sich dieser Scale-up positiv auf die Herstellungskosten aus. Unsere Clean Label-Mehle und Compounds für den Back- und Kochbereich entwickeln sich weiter positiv. In unserem GoodMills Innovation Center (GIC) führen wir zahlreiche Kundenseminare zu den Themen "Slow Baking" und "Hygienic Design" durch. Ein weiter verstärkter Kompetenzbereich ist unser "Health Grain" Produktsortiment. Unter diesem Dachnamen vermarkten wir nicht nur spezielle Kleien und Vollkornmehle, sondern auch unsere Innovationen aus zahlreichen Forschungsprojekten. Der Geschäftsverlauf der GMI ist angesichts der hohen personellen, aber auch finanziellen Belastung im Zuge des Um- und Ausbaus des Hamburger Werkes sehr zufriedenstellend. Wir haben das Ergebnis unseres Geschäftes (EBT) wiederum leicht steigern können. 4 Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 4.1 Ertragslage der Gesellschaft Der Markt unserer Kunden im Backwarensegment ist geprägt durch Überkapazitäten und Ertragsverfall bei Backgrundprodukten. Der Preiswettbewerb ist umso intensiver, je austauschbarer die Produkte und Segmente sind. Die GMI hat sich dem entgegengestellt, indem sie innovative Getreidemahlerzeugnisse entwickelt, so optimale kundenspezifische Produktportfolien anbieten kann, und sich über ein Category Management und ein kompetentes Key Account Management aufstellt. Der Umsatz wurde so um 4,1 Mio EUR (9,0 %) auf nun 49,3 Mio EUR gegenüber dem Vorjahr erneut gesteigert. Die dem zugrundeliegende 7%ige Absatzsteigerung entstammt vor allem auch aus Produkten, die auf den neuen Anlagen hergestellt werden, in die zuletzt investiert wurde. Ungefähr 81 % (39,8 Mio EUR) des Umsatzes entfallen auf inländische Kunden. Der relativ stabile deutsche Markt stellt somit ein sicheres Standbein der GMI dar. Auf der anderen Seite wird jedoch das Ertragspotenzial deutlich, welches sich in ausländischen Märkten noch für innovative Neuprodukte in den Folgejahren offenbart.
Durch diese Darstellung der Kundensegmentierung wird die Verlagerung des Schwerpunkts in Richtung der Lebensmittelindustrie und -anwendungen deutlich. Der Kundenkreis der deutschen Backwarenhersteller wird keinesfalls vernachlässigt; der dort erzielte Umsatz stieg um immerhin 1,2 %. Vielmehr werden vermehrt Potenziale im Industriesegment ergriffen, sodass der Umsatz in diesem Bereich um solide 14,7 % gesteigert werden konnte. Das Exportgeschäft konnte zusätzlich um 11,8 % ausgebaut werden. Das EBIT wurde gegenüber dem Vorjahr wiederholt gesteigert um TEUR 273 auf TEUR 4.036, also um 7,3 %. Da im Vorjahr der Verschuldungsgrad erheblich reduziert werden konnte (siehe unten), sanken auch die Finanzierungkosten, so dass das EBT im Vergleich um TEUR 299 (9,7 %) gestiegen ist.
Die neu geschaffenen Produktionskapazitäten sind noch lediglich niedrig ausgelastet, und neben der Investition in maschinelle Anlagen mussten ebenso die Infrastruktur und die Verwaltung der GMI der kommenden Größenordnung des Geschäfts angepasst werden. Das ist der Grund, weshalb sich die Umsatzsteigerung nur gedämpft im Ergebnis wiederspiegelt und weshalb echte Skaleneffekte erst mit dem kommenden Geschäftsjahr erwartet werden. Die EBIT-Profitabilität sinkt so sogar leicht von 8,3 % auf 8,2 %. Mit diesem Ergebnis erfüllte die GMI die eigenen, durch die Neuinvestitionen sehr ambitionierten Erwartungen für das Jahr, wie auch die Planungen der Gesellschafter. 4.2 Finanzlage der Gesellschaft Die Finanzierung der Konzerngesellschaften der GoodMills Deutschland GmbH erfolgt grundsätzlich zentral. Das Ziel des Finanzmanagements der GoodMills Deutschland GmbH ist es, den Liquiditätsbedarf aller Tochtergesellschaften jederzeit decken zu können. Neben der Innenfinanzierungskraft des Konzerns erfolgt die Finanzierung im Wesentlichen über die Ausnutzung vorhandener Kreditlinien, den laufenden Verkauf von Forderungen auf Basis eines in September 2013 abgeschlossenen ABS-Rahmenvertrags sowie die Aufnahme kurz- oder langfristiger Darlehen. Um Liquiditätsüberschüsse von Tochtergesellschaften kostengünstig im Konzern nutzen zu können, wird in Deutschland ein Cash-Pooling der Gesellschaften vorgenommen. Ende September 2015 schlossen die GoodMills Deutschland GmbH und deren Töchter mit den finanzierenden Banken einen neuen Konsortialkredit mit einer Kreditlinie von 90 Mio. EUR und einer Laufzeit bis März 2020 ab, welcher den bis dahin bestehenden Kredit ablöste. Auch die Finanzierung der GMI erfolgt über diesen Kreditrahmen sowie über das zentrale Cash Management der GoodMills Deutschland GmbH.
Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag im Berichtsjahr mit 2,6 Mio. EUR zwar deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (4,8 Mio. EUR), jedoch ist dieses vor allem (wie gegenläufig im Vorjahr) dem Bestellrhythmus und somit üblichen Bewegungen in den Verbindlichkeiten (L.u.L.) geschuldet. Prinzipiell werden alle Verbindlichkeiten an Dritte innerhalb der üblichen Zahlungsfrist beglichen, und die Forderungen werden regelmäßig innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele vereinnahmt. Dennoch reichte der Finanzmittelzugang aus, um die getätigten Investitionen in Höhe von 2,6 Mio. EUR fast vollständig aus eigenen Mitteln zu decken. Die Schulden aus dem Cash Pooling System konnten so im Vergleich zum Vorjahr praktisch konstant gehalten werden. 4.3 Vermögenslage der Gesellschaft Die Bilanzsumme der GoodMills Innovation GmbH hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Mio. EUR (5,8 %) auf 30,0 Mio. EUR erhöht. Im Wesentlichen spiegelt dieses den kontinuierlichen Wachstumskurs des Unternehmens durch Investitionstätigkeit wieder (Anlagevermögen +1,4 Mio. EUR auf nun 19,0 Mio. EUR), welche praktisch vollständig aus laufendem Cashflow finanziert wurde. Außerdem stiegen notwendigerweise die Lagerbestände der Fertigwaren durch die generelle Ausweitung des Produktportfolios um 1,0 Mio. EUR an. Gesamt steigt das Umlaufvermögen um knapp 0,3 Mio. EUR, da der Forderungsbestand (vor allem gegen Verbundene) um etwa 0,4 Mio. EUR reduziert wurde. Das Eigenkapital wurde durch den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2015/2016 um 2,3 Mio. EUR gesteigert, wodurch sich die Eigenkapitalquote auf nun 49,0 % erhöhte (Vorjahr: 43,9 %). Das Volumen konzernfremder Finanzierungsschulden (o.g. Konsortialkredit) bleibt unverändert bei 7,5 Mio. EUR, ebenso wie die konzerninterne Verbindlichkeit bei 3,0 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten sind am Stichtag um 0,4 Mio. EUR niedriger als im Vorjahr, weitere 0,2 Mio. EUR Verkürzung stammen aus niedrigeren Rückstellungen. 4.4 Wertung der Vermögens- und Ertragslage Die GMI zeigte in den sechs vergangenen Jahren ein stabiles Wachstum im Umsatz (durchschnittlich 6,1 %) und fokussiert sich weiter vermehrt auf ausländische Märkte, in denen weitere große Potenziale erwartet werden. Das daraus erzielte Ergebnis vor Steuern entwickelte sich in der Vergangenheit bereits überproportional gut (14,7 %), und aufgrund der dargelegten neuen Chancen und der steten Investitionstätigkeit ist das avisierte zukünftige Wachstum in Umsatz und Ergebnis somit als wahrscheinlich überdurchschnittlich anzusehen.
Die finanzielle Situation ist trotz hoher Investitionen sehr gut und wird aus eigener Kraft weiter verbessert. Der Fortbestand der Gesellschaft ist nicht gefährdet. 5. Forschung und Entwicklung In der Entwicklung arbeiteten zum 30. September 2016 insgesamt 12 Mitarbeiter inklusive der Anwendungstechnologen, welche vor Ort bei den Kunden Produkte auf den Großanlagen unserer Kunden testen und einfahren sowie Produkt- und Prozessanpassungen vornehmen. Die Tätigkeitsschwerpunkte der Entwicklung liegen in den Bereichen der Mega-Trends und Verbrauchererwartungen (Geschmack, Gesundheit, Natürlichkeit, Produktionssicherheit, Kostenreduktion). Die Entwicklung erfolgt im GoodMills Innovation Center (kurz: GIC), aber zeitgleich auch unterstützend bei externen Forschungseinrichtungen in Deutschland, Europa und den USA. Viele der Entwicklungen erfolgen im Auftrag von großen Industriekunden. Zeitgleich werden aber auch viele Innovationsprojekte intern angestoßen. Der Innovationsprozess wird im Rahmen eines softwaregestützten Stage-Gate-Prozesses abgebildet. Im aktuellen Geschäftsjahr wurde intensiv an der Entwicklung der Health Grain Rohstoffe und an zahlreichen kundenindividuellen Produkten für Großkunden gearbeitet. Ein weiterer Schwerpunkt war die anwendungstechnische Weiterentwicklung der Applikationsgebiete der thermisch behandelten Mehle. Der F&E-Aufwand der GMI im Geschäftsjahr 2015/2016 betrug 1,3 Mio. EUR. Gemessen am Umsatz von 49,3 Mio. EUR entspricht dies einer F&E-Intensität von 2,6 % (Vorjahr: 2,7 %). 6. Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken Neben der unter 2.1. beschriebenen Notwendigkeit zur anwendungstechnischen Beratung und Hilfestellung bei der Entwicklung von Innovationen sind die Lebensmittelhersteller bestrebt, ihre Prozesse zu verschlanken und die Anzahl der Ingredientzulieferer zu minimieren. Das bedeutet für die GMI, dass wir große Anstrengungen unternehmen müssen, um in den Kreis der "preferred supplier" aufgenommen zu werden. Im Ingredientgeschäft ist nicht der Preis die Eintrittsschwelle, sondern die Erfüllung einer anspruchsvollen Gesamterwartung. Die Tatsache, dass die GMI - regional - Zulieferer multinationaler Industriekunden ist und damit die Grunderwartungen dieser Konzerne erfüllt, zeigt, dass wir große Wachstumschancen haben, wenn wir unsere Leistung auf andere Ländergesellschaften oder andere Lebensmittelgruppen übertragen können. Hier ist Beständigkeit geboten und sind mittelfristig die bestehenden Kontakte in Geschäfte umzuwandeln. Eine wesentliche Wachstumschance stellt neben dem Erschließen neuer Kunden- und Produktgruppen die Einführung von Innovationen dar. Gleichzeitig stellen sie auch ein großes Risiko dar. Im Lebensmittelhandel floppen ca. 70 - 90 % aller Produktneueinführungen innerhalb eines Jahres. Diese erschreckend hohe Zahl verdeutlicht, dass eine Firma mit Innovationen angestammtes, bekanntes Terrain verlässt und damit automatisch das Risiko des Scheiterns steigt. Für Ingredientfirmen wie die GMI stellt sich das Risiko, bei Produkteinführungen zu scheitern, nicht ganz so schlimm dar, da die Marketing- und Vertriebsinvestitionen überschaubar sind. Außerdem testet die GMI neue Rohstoffe sehr ausgiebig bei Leadkunden und neue Konzepte in Marktforschungsstudien beim Endverbraucher. Die wesentlichen Risiken der GMI liegen eher im Bereich der Rohstoffabsicherung. Die starke Volatilität der Preise im Rohstoffbereich bedingt, dass eine langfristige Planung der Rohstoffkosten nur mit großen Unsicherheiten gemacht werden kann. Da von den Rohstoffkostensteigerungen alle Marktteilnehmer gleichermaßen betroffen sind, ist das primäre Risiko nicht der Verlust von Kunden wegen der notwendigen Preiserhöhungen, sondern das Eingehen von langfristigen Kontrakten mit unseren Kunden, ohne eine entsprechende Gegendeckung durch Rohstoffe zu haben. Dieses Risiko schließt die GMI aus, indem langfristige Kontrakte nur mit einer entsprechenden Gegendeckung an Rohstoffen getätigt werden. Die Gesellschaft ist dabei als Tochterunternehmen der GoodMills Deutschland GmbH in deren Rohstoffrisikomanagement eingebunden. Die Ausfallrisiken bei den Lieferungen und Leistungen sind gering, da die GMI grundsätzlich für alle Kunden eine Forderungsausfallversicherung abschließt. Kunden, welche nicht kreditversichert werden können, werden nur gegen Vorkasse oder Bankbürgschaft beliefert. Bei Kunden, bei denen die Außenstände um 50 TEUR über dem versicherten Wert liegen, wird von der Geschäftsführung der GoodMills Deutschland GmbH eine schriftliche Zustimmung eingeholt. Die GMI ist ein Nischenanbieter, der durch seine starke Innovationsfokussierung und die Fokussierung auf an Deutschland angrenzende Auslandsmärkte gute Wachstumschancen hat. 7. Prognosebericht und Ausblick Die Prognose der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage basiert auf den Einschätzungen zu der Marktperformance des bestehenden Produktangebots und der Marktakzeptanz der neu entwickelten Produkte. Dabei gilt grundsätzlich, dass jede Prognose umso sicherer ist, je mehr man in Wachstumsbereichen aktiv ist, und desto weniger die eigenen Produkte der Austauschbarkeitsfalle unterliegen. Es ist deshalb das strategische Ziel der GMI, möglichst eine Alleinstellung im angepeilten B-to-B Marktsegment einzunehmen. Wenngleich man sich dem Wettbewerb letztlich nie ganz entziehen wird, so sichert doch die von uns über Jahre aufgebaute Position, dass wir bzgl. unserer Leistung und Problemlösungskompetenz bei den Kunden einen Vertrauensvorschuss genießen und damit die Basis dafür legen, dass wir die Position eines "preferred suppliers" einnehmen können. Bzgl. der Ausrichtung auf Wachstumsbereiche konzentriert sich die GMI im Hauptsegment der Backadditive bereits seit einigen Jahren auf den Kundenkreis der industriellen Backwarenhersteller und ist damit nicht so stark von dem rückläufigen Markt der Handwerksbäcker betroffen. Zum anderen besetzt die GMI mit ihrem Produktportfolio wesentliche Zukunftsfelder der Lebensmittelbranche (Clean Label, Slow Baking, Hygienic Design, Kostenreduktion, Health Food, Food Ingredients statt konventioneller Backmischungen). Mit der produktseitigen Abdeckung dieser Wachstumsfelder im Backwarenmarkt ist die GMI nicht nur bzgl. der Prognosesicherheit grundsätzlich zukunftssicher aufgestellt. Um der grundsätzlich drohenden Austauschbarkeitsfalle nachhaltig zu entrinnen, ist gleichwohl eine permanente Innovation zur Aktualisierung des Produktangebotes notwendig, als auch eine Optimierung der Unternehmensprozesse, um unsere Performance stetig zu verbessern. Unsere Marktposition bei den technologisch funktionalisierten Mehlen wird insoweit auch darüber abgesichert, dass unsere Technologen die Produkteinführung auf den technischen Anlagen unserer Kunden begleiten und eine enge Zusammenarbeit mit den Maschinenbauern unserer Kunden pflegen. Im Bereich der gesundheitlich funktionellen Mehle ("Functional Food") wird unsere Position durch eine intensive Forschungsaktivität und ein professionelles "Ingredient Branding" abgesichert. Beides zusammen gibt unseren Kunden die Sicherheit, dass sie mit unseren Rohstoffkonzepten Markenqualität und damit höchste Sicherheit einkaufen. Unsere Zutaten und Problemlösungen für den Snackmarkt profitieren davon, dass der Snackmarkt wächst und wir eine hohe kundenindividuelle Zusammenarbeit pflegen. Dazu gehört auch, dass wir vor Ort beim Kunden sicherstellen, dass unsere Rohstoffe optimal über die Kundenanlagen laufen. Die Marktpotenziale für unsere Problemlösungen sind groß, da wir derzeit erst einen kleinen, gleichwohl signifikanten, Teil des Marktes abdecken. Das Risiko, dass unsere Stammkunden uns ersetzen, ist geringer als unsere Chance, weitere Kundenpotenziale für uns zu gewinnen. Für die funktionellen Mehle im Snackbereich haben wir unsere maximale Produktionskapazität durch Kontrakte abgesichert. Im relativ neuen Non-Food-Bereich haben wir erste Produktinnovationen entwickelt. Diese Ingredients wurden auf unserer Großanlage zufriedenstellend produziert und auch bei ersten Lead Clients erfolgreich getestet. Allerdings haben diese Großversuche auch gezeigt, dass wir im mehrtägigen Dauereinsatz auf den großtechnischen Anlagen gewisse Schwächen noch haben. Derzeit arbeiten wir an der Optimierung unser Systeme. Im Bereich der Spezialmehle arbeiten wir intensiv mit ausgewählten Schwesterbetrieben an der Herstellung von funktionalen Mehlen, welche bei den Mühlen hergestellt und über die GMI weltweit vertrieben werden. In diesem Bereich erwarten wir für das nächste Geschäftsjahr einen positiven Ergebniseinfluss. Der Lebensmittelmarkt zählt insgesamt zu den stabilen Märkten, welcher in der Regel nur langfristigen Rahmenbedingungen und Trends unterworfen ist. Die fehlende Dynamik des Marktes ist gerade für innovative Unternehmen wie die GMI zwar ein Hemmschuh, aber zeitgleich auch eine Garantie für ein niedriges Absatzrisiko. Für die wirtschaftliche Entwicklung der GMI ist neben dem Erschließen neuer Marktsegmente außerhalb des angestammten deutschen Backbereiches zunehmend der Export innerhalb und perspektivisch auch außerhalb der EU verantwortlich. Damit gilt für den wirtschaftlichen Erfolg der GMI mehr denn je, dass weniger die Branchenkonjunktur als vielmehr die GMI Unternehmenskonjunktur verantwortlich für das zukünftige Wachstum ist. Wir sind zuversichtlich, dass die innovative Kraft der GMI es gestattet, neue Marktsegmente aufzustoßen, welche dem Rohstoff Mehl bislang verschlossen blieben, und gehen davon aus, dass die Innovationen nicht nur den Geschmack des Heimatmarktes treffen, sondern auch interessant für das Ausland sind. Mittelfristig rechnen wir mit einer sich weiterhin verbessernden Ertragslage und einer Festigung unseres Standortes. Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, dass wir im Geschäftsjahr 2016/2017 das EBT des Berichtsjahres um etwa 27 % auf dann 4,3 Mio. EUR erhöhen werden. 8. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor.
1 Umsatzsteuerstatistik 2014 des Statistischen
Bundesamtes
Hamburg, 2. Dezember 2016 Michael Gusko Karl Heinz Driller Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der GoodMills Innovation GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2015 bis 30. September 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 28. März 2017 KPMG
AG
Heckert, Wirtschaftsprüfer Tauchen, Wirtschaftsprüfer |
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