Utimaco Safeware AGLiquidiert

Germanusstraße 4, 52080 Aachen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Homburg HRB 5302
Eingetragen
28.11.1994
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareHerstellung von Datenverarbeitungsgeräten und peripheren Geräten
Gegenstand
Im Bereich der elektronischen Datenverarbeitung (EDV) die Herstellung und der Vertrieb von Software mit dem Schwerpunkt Sicherheitslösungen (Safeware) einschließlich Wahrung von Lizenzen, EDV-Beratung und Schulung sowie der Vertrieb dazugehöriger Hardware.

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Vorstandsmitglied
Prokura
Stefan Zeichner
seit 15.10.2009
Prokura
Michael Rücker
seit 15.10.2009
Prokura
Dieter Bong
seit 15.10.2009
Prokura
Gesa Ott
seit 15.10.2009
Prokura
Andreas Philipp
seit 15.10.2009
Prokura
Vorstandsmitglied

Konzern- und Jahresabschlüsse

Utimaco Safeware AG

Oberursel (Taunus)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2011 bis zum 31.03.2012

Jahresfinanzbericht für das Geschäftsjahr 2011/2012

Utimaco Safeware AG

WKN: 757240
ISIN: DE0007572406
Reuters: UTIG.DE
Bloomberg: USA
Internet: www.utimaco.de

Internet: www.utimaco.de

Postanschrift

Utimaco Safeware AG

Investor Relations

Germanusstr. 4

52080 Aachen

Deutschland

Bilanz zum 31. März 2012

A K T I V A

Anhang 31. März 2012 31. März 2011
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene EDV-Software 95.260,81 121.375,88
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 225.492,75 284.050,94
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 780.798,63 851.700,73
1.006.291,38 1.135.751,67
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen II.1 255.646,94 975.359,80
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen II.2 26.608.102,01 15.185.044,29
3. Beteiligungen II.3 13.112,00 13.112,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht II.4 3.125,00 0,00
26.879.985,95 16.173.516,09
27.981.538,14 17.430.643,64
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte II.5
1. Unfertige Leistungen 488.094,26 196.377,20
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.712.241,10 891.549,91
3. Geleistete Anzahlungen 1.134.592,15 459.741,89
3.334.927,51 1.547.669,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.612.608,89 7.568.766,97
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen II.6 7.487.773,98 20.170.569,78
3. Sonstige Vermögensgegenstände
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 168,62 (Vorjahr: EUR 168,62) II.8 319.417,45 163.185,13
14.419.800,32 27.902.521,88
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.644.982,28 2.795.103,61
22.399.710,11 32.245.294,49
C. Rechnungsabgrenzungsposten II.9 3.383.515,70 655.567,46
53.764.763,95 50.331.505,59

PASSIVA

Anhang 31. März 2012 31. März 2011
EUR EUR
Eigenkapital II.10
I. Gezeichnetes Kapital 14.745.449,00 14.745.449,00
II. Kapitalrücklage 6.825.901,27 6.825.901,27
III. Andere Gewinnrücklagen 12.912.031,66 12.912.031,66
IV. Gewinnvortrag 3.788.393,59 3.788.393,59
38.271.775,52 38.271.775,52
Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen II.11 952.627,00 945.771,00
2. Steuerrückstellungen 1.106.701,92 1.870.317,51
3. Sonstige Rückstellungen II.12 2.386.296,16 2.812.343,63
4.445.625,08 5.628.432,14
Verbindlichkeiten II.13
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 125.484,60 124.787,40
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.759.505,61 (Vorjahr: EUR 1.848.397,12) 1.759.505,61 1.848.397,12
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 616.621,77 (Vorjahr: EUR 607.850,12) 2.711.732,21 607.850,12
4. Sonstige Verbindlichkeiten
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 629.475,05 (Vorjahr: EUR 1. 113.407,72 )
- davon aus Steuern: EUR 415.658,145 (Vorjahr: EUR 941.905,03)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 121.693,40 (Vorjahr: EUR 47.907,01) 629.475,05 1.113.407,72
5.226.197,47 3.694.442,36
Rechnungsabgrenzungsposten II.14 5.821.165,88 2.736.855,57
53.764.763,95 50.331.505,59

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2011 bis 31. März 2012

Anhang 01.04.2011 - 31.03.2012 01.04.2010 - 31.03.2011
EUR EUR
1. Umsatzerlöse III.1 36.747.639,31 37.737.626,86
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -15.836.635,28 -14.598.103,04
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 20.911.004,03 23.139.523,82
4. Forschungs- und Entwicklungskosten -4.006.348,75 -4.390.067,26
5. Vertriebs- und Marketingkosten -5.045.829,78 -4.976.570,56
6. Allgemeine Verwaltungskosten -3.336.540,97 -4.630.861,88
7. Sonstige betriebliche Erträge III.3 4.579.878,76 2.747.309,00
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen III.4 -496.070,40 -164.176,85
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 1.035.571,28 (Vorjahr: EUR 819.432,61) III.5 1.194.057,87 821.932,61
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.264,51 15.117,81
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen III.6 -169.621,22 -183.165,16
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 20.851,95 (Vorjahr: EUR 20.146,80) III.7 -73.354,55 -73.149,24
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 13.566.439,50 12.305.892,29
14. Außerordentliche Erträge III.8 4.290.354,14 0,00
15. Außerordentliche Aufwendungen III.8 0,00 -206.593,10
16. Außerordentliches Ergebnis 4.290.354,14 -206.593,10
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag III.9 -174.883,73 -184.030,25
18. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn -17.681.909,91 -11.915.268,94
19. Jahresüberschuss 0,00 0,00
20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.788.393,59 3.788.393,59
21. Gewinnvortrag 3.788.393,59 3.788.393,59

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.03.2012

Bilanzposten Anschaffungskosten
1.4.2011 Zugänge Abgänge 31.03.2012
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene EDV-Software 3.570.324,38 31.538,94 239.469,30 3.362.394,02
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.339.125,17 0,00 0,00 4.339.125,17
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 7.909.449,55 31.538,94 239.469,30 7.701.519,19
II. SACHANLAGEN
1. Mietereinbauten 754.706,31 19.996,33 250.977,09 523.725,55
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.399.114,51 351.280,28 624.227,18 5.126.167,61
Summe Sachanlagen 6.153.820,82 371.276,61 875.204,27 5.649.893,16
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.482.035,92 0,00 719.712,86 762.323,06
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 19.075.765,09 29.279.469,21 17.826.387,03 30.528.847,27
3. Beteiligungen 63.111,00 0,00 0,00 63.111,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 62.187,50 3.125,00 12.187,50 53.125,00
Summe Finanzanlagen 20.683.099,51 29.282.594,21 18.558.287,39 31.407.406,33
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 34.746.369,88 29.685.409,76 19.672.960,96 44.758.818,68
Bilanzposten Kumulierte Abschreibungen
1.4.2011 Abschreibung des Geschäftsjahres Abgänge 31.03.2012
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene EDV-Software 3.448.948,50 57.654,01 239.469,30 3.267.133,21
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.339.125,17 0,00 0,00 4.339.125,17
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 7.788.073,67 57.654,01 239.469,30 7.606.258,38
II. SACHANLAGEN
1. Mietereinbauten 470.655,37 50.191,92 222.614,49 298.232,80
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.547.413,78 418.771,39 620.816,19 4.345.368,98
Summe Sachanlagen 5.018.069,15 468.963,31 843.430,68 4.643.601,78
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 506.676,12 0,00 0,00 506.676,12
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.890.720,80 169.621,22 139.596,76 3.920.745,26
3. Beteiligungen 49.999,00 0,00 0,00 49.999,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 62.187,50 0,00 12.187,50 50.000,00
Summe Finanzanlagen 4.509.583,42 169.621,22 151.784,26 4.527.420,38
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 17.315.726,24 696.238,54 1.234.684,24 16.777.280,54
Bilanzposten Buchwerte
31.03.2012 31.03.2011
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene EDV-Software 95.260,81 121.375,88
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 95.260,81 121.375,88
II. SACHANLAGEN
1. Mietereinbauten 225.492,75 284.050,94
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 780.798,63 851.700,73
Summe Sachanlagen 1.006.291,38 1.135.751,67
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 255.646,94 975.359,80
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 26.608.102,01 15.185.044,29
3. Beteiligungen 13.112,00 13.112,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.125,00 0,00
Summe Finanzanlagen 26.879.985,95 16.173.516,09
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 27.981.538,14 17.430.643,64

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2011/2012

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS UND ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Der Jahresabschluss der Utimaco Safeware AG, Oberursel (in der Folge auch Utimaco), wurde entsprechend den Grundsätzen des HGB und des AktG erstellt. Utimaco ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Gliederung und Ausweis

Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Sinne des § 275 Abs. 3 HBG nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Forschungs- und Entwicklungskosten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter Anwendung von § 264 Abs. 2 Satz 1 und § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB als gesonderter Posten vor den Vertriebs- und Marketingkosten ausgewiesen.

Auftragsbezogene Entwicklungsleistungen werden in dem Posten "Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen" ausgewiesen.

Die Kommunikations- und Versicherungsaufwendungen sowie der Aufwand für die interne IT-Infrastruktur werden wie in den Vorjahren zur Erhöhung der Aussagekraft unter dem Posten "Allgemeine Verwaltungskosten" erfasst.

Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Bei EDV-Software und ähnlichen Rechten beträgt die Nutzungsdauer 1,5 bis 3 Jahre, bei Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend 3 bis 10 Jahre.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zuschreibungen werden vorgenommen, sobald der Grund zur außerplanmäßigen Abschreibung entfallen ist.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren angesetzt. Die fertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden die direkten Material- und Fertigungskosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten und der Werteverzehr, der durch die Fertigung veranlasst ist, eingerechnet. Außerdem werden angemessene Teile der Verwaltungsgemeinkosten einbezogen, nicht dagegen Zinsen für Fremdkapital. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Das Niederstwertprinzip wird beachtet.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert oder mit dem am Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert. Erkennbare Risiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Liquide Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, werden mit diesen Schulden verrechnet.

Die Pensionsverpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln Heubeck 2005 G" ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt; dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen bei den Renten von 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %) ausgegangen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum 31. März 2012 auf 5,13 % (Vorjahr: 5,14 %); es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Bei der Berechnung wurde keine Fluktuation unterstellt.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Einnahmen vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Währungsumrechnung

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei Restlaufzeiten über einem Jahr erfolgt die Bewertung zum Transaktionskurs. Auf Grund der Kursentwicklung notwendige Anpassungen werden zum Bilanzstichtag entsprechend dem Niederstwertprinzip (Passivseite: Höchstwertprinzip) vorgenommen.

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde in Euro aufgestellt.

Durch Rundungen können in Einzelfällen Summenergebnisse von der rechnerischen Summe der aufgeführten Einzelpositionen abweichen. Der Summenwert ergibt sich aus der Summe der Einzelpositionen in Euro, kaufmännisch gerundet auf den Darstellungswert (z.B. TEUR).

II. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr ist in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

II.1 Anteile an verbundenen Unternehmen

Zum 31. März 2012 waren folgende Unternehmen im Anteilsbesitz:

Firma, Sitz Kapitalanteil in %
uti-maco safeguard systems international GmbH, Oberursel 100

Die zwei nicht operativen Vorratsgesellschaften, die Utimaco Beteiligungsgesellschaft mbH i.L. und die Utimaco Verwaltungsgesellschaft mbH i.L., wurden liquidiert und mit Datum 26. April 2011 aus dem Handelsregister gelöscht. Die Anteile an der dritten nicht operativen Beteiligung, der Utimaco Safeware Ltd., Abingdon, Großbritannien, wurden per 30. März 2012 an die Sophos Ltd., Abingdon, Großbritannien, veräußert.

II.2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Es besteht eine Ausleihung an die Sophos Oy, Vantaa, Finnland, in Höhe von TEUR 3.172 (Vorjahr: TEUR 3.002) die, wie bereits im Vorjahr, vollumfänglich wertberichtigt ist. Die Veränderung erfolgte aufgrund von darlehenserhöhenden Zinsen in Höhe von TEUR 170. Darüber hinaus bestehen Ausleihungen an die Sophos Holdings GmbH, Wiesbaden, in Höhe von TEUR 26.608 (Vorjahr: TEUR 15.185).

Der Ausweis der Ausleihungen an verbundene Unternehmen erfolgt unter den Finanzanlagen, da davon auszugehen ist, dass unter Berücksichtigung der Liquiditätssteuerung im Sophos Konzern eine Rückzahlung innerhalb eines Jahres nicht vorgesehen ist.

II.3 Beteiligungen

Beteiligungen der Utimaco waren zum 31. März 2012:

Firma, Sitz Kapitalanteil in %
isits AG (International School of IT Security), Bochum 14,91
Sophos Hong Kong Company Ltd., Hong Kong, VR China 49,90

Die Utimaco Safeware Belgium NV, in Insolvenz, befand sich seit Insolvenzantrag vom 16. September 2002 in Abwicklung und wurde mit Wirkung zum 21. Juni 2011 aus dem belgischen Handelsregister gelöscht.

II.4 Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Die Ausleihung gegenüber der isits AG hat sich aufgrund von Rückzahlungen von TEUR 62 im Vorjahr auf TEUR 53 reduziert. Die Wertberichtigung auf Ausleihungen reduzierte sich dadurch von TEUR 62 im Vorjahr auf nun TEUR 50. Darüber hinaus besteht eine Ausleihung gegenüber der Sophos Hong Kong Company Ltd., Hongkong, in Höhe von TEUR 749 (Vorjahr: TEUR 888), die auch nach Teilrückzahlungen weiterhin zu 100% wertberichtigt ist

II.5 Vorräte

Im Berichtsjahr waren, wie im Vorjahr, keine Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen erforderlich.

II.6 Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Zum Stichtag bestanden keine wertberichtigten Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Vorjahr: TEUR 1.548). Die Forderungen in Höhe von TEUR 7.488 (Vorjahr: TEUR 20.171) resultieren wie im Vorjahr vollständig aus Lieferungen und Leistungen.

II.7 Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, bestehen zum Stichtag keine Forderungen mehr. Die bereits zum Vorjahr vollständig wertberichtigten Forderungen in Höhe von TEUR 607 gegenüber der Utimaco Safeware Belgium NV, in Insolvenz, Heverlee, sind nach abgeschlossener Insolvenz entfallen.

II.8 Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 319 (Vorjahr: TEUR 163). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Steuerüberzahlungen.

II.9 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Dieser Posten beinhaltet im Wesentlichen eingekaufte und abgegrenzte Aufwendungen aus Wartungsverträgen, die im Zusammenhang mit den auf der Passivseite abgegrenzten Wartungsverträgen stehen.

II.10 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 14.745.449,00 und ist in 14.745.449 auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennbetrag eingeteilt.

Mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 27. November 2007 wurde das Grundkapital um bis zu EUR 500.000,00 zur Erfüllung von Verpflichtungen aus einem Aktienoptionsprogramm bedingt erhöht. Die Eintragung des bedingten Kapitals 2007/I in das Handelsregister erfolgte am 5. Dezember 2007.

Zum Stichtag waren aus den vorgenannten Kapitalmaßnahmen keine (Vorjahr: 10.000) Bezugsrechte in Form von Aktienoptionen an Mitarbeiter aktiv. Sämtliche begebenen Aktienoptionen sind entweder verfallen oder es wurde auf diese unwiderruflich gegen Barabfindung verzichtet.

Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 17.682 wird gemäß Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag an die Sophos Holdings GmbH abgeführt. Die Verbindlichkeiten aus dem Ergebnisabführungsvertrag wurden mit Darlehensforderungen gegen die Sophos Holdings GmbH aufgerechnet. Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag wurde am 10. Februar 2009 geschlossen und die Aktionäre der Utimaco haben diesem am 23. März 2009 auf einer außerordentlichen Hauptversammlung zugestimmt. Am 25. März 2009 erfolgte die Eintragung ins Handelsregister.

II.11 Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen resultieren aus Pensionszusagen vor 2005 (Altzusagen) und Pensionszusagen seit 2007 (Neuzusagen). Die Verpflichtungen aus den Neuzusagen sind rückgedeckt und durch Abtretungsvereinbarungen dem Zugriff aller Gläubiger entzogen. Die Rückstellung für die Neuverpflichtungen in Höhe von TEUR 228 (Vorjahr: TEUR 175) wurde mit Deckungsvermögen gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Mit den korrespondierenden Erträgen und Aufwendungen wurde entsprechend verfahren. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgte zum Marktwert (TEUR 228; Vorjahr: TEUR 175), der unter den Anschaffungskosten von TEUR 541 (Vorjahr: TEUR 477) liegt.

II.12 Sonstige Rückstellungen

Die Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen ist nachfolgend dargestellt:

Stand 1. April 2011 Verbrauch Auflösung Neuzuweisung Stand 31. März
TEUR TEUR TEUR TEUR 2012 TEUR
Personalbezogene Rückstellungen 1.605 1.368 25 1.312 1.524
Rechtsberatung, Steuerberatung 75 66 2 99 106
und Prüfung
Übrige sonstige Rückstellungen 1.132 788 2 414 756
2.812 2.222 29 1.825 2.386

Die personalbezogenen Rückstellungen betreffen insbesondere variable Bezüge sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

Die übrigen sonstigen Rückstellungen beinhalten als wesentliche Positionen ausstehende Rechnungen aus Lieferungen und Leistungen.

II.13 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 12) aus Lieferungen und Leistungen, sowie mit TEUR 2.701 (Vorjahr: TEUR 596) aus Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der uti-maco safeguard systems international GmbH, Oberursel.

Für die Verbindlichkeiten wurden, wie im Vorjahr, keine Sicherheiten gewährt.

II.14 Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet abgegrenzte Erlöse aus Wartungsverträgen.

III. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

III.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden in folgenden Regionen erzielt:

2011/2012 2010/2011
TEUR TEUR
Deutschland 10.383 11.265
Europa außer Deutschland 14.796 18.960
Amerika 653 890
Asien/Pazifik/Afrika 10.916 6.623
Summe 36.748 37.738

Nach Umsatzgruppen gliedern sich die Erlöse wie folgt:

2011/2012 2010/2011
TEUR TEUR
Software 11.579 15.565
Wartung 4.009 3.320
Hardware 2.487 3.016
Service 12.101 13.921
Sonstiges 6.572 1.916
Summe 36.748 37.738

Wegen der Anwendung des Umsatzkostenverfahrens werden folgende Aufwandsarten gemäß § 285 Nr. 8a und 8b HGB gesondert erläutert:

III.2 Material- und Personalaufwand

Der in dem Posten "Herstellungskosten zur Erzielung der Umsatzerlöse" enthaltene Materialaufwand des Geschäftsjahres setzt sich wie folgt zusammen:

2011/2012 2010/2011
TEUR TEUR
Aufwendungen für bezogene Waren 6.464 5.309
Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.277 2.568
Summe 8.741 7.877

Der Anstieg der Aufwendungen für bezogene Waren resultiert zum größten Teil aus Aufträgen, in denen Utimaco überwiegend Fremdkomponenten verkauft. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten auch eingekaufte Wartungsleistungen in Höhe von TEUR 932 (Vorjahr: TEUR 522).

Der Personalaufwand des Geschäftsjahres setzt sich wie folgt zusammen:

2011/2012 2010/2011
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 11.090 10.709
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.982 1.946
-davon für Altersversorgung: TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 5)
Summe 13.072 12.655

III.3 Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 2.369 (Vorjahr: TEUR 272) enthalten. Sie ergaben sich im Wesentlichen aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 1.700. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 344 enthalten.

III.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 43) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 368 enthalten.

III.5 Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Zuschreibungen auf Darlehen erfolgten aufgrund von Zahlungen in Höhe von TEUR 152 (Vorjahr: TEUR 0).

III.6 Abschreibungen auf Finanzanlagen

Darlehenserhöhende Zinsen von TEUR 170 (Vorjahr: TEUR 183) auf bestehende Darlehen wurden abgeschrieben.

III.7 Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Im Zinsaufwand sind TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 48) für Pensionen enthalten.

III.8 Außerordentliche Aufwendungen und Erträge

Im Berichtsjahr sind keine außerordentlichen Aufwendungen (Vorjahr: TEUR 207 aus der Erstanwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes) angefallen. Außerordentliche Erträge wurden in Höhe von TEUR 4.290 (Vorjahr: TEUR 0) im Zuge der Veräußerung des Tochterunternehmens Utimaco Safeware Ltd., Großbritannien, erzielt.

III.9 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern des Berichtsjahres betreffen vor allem die Steuern für die Ausgleichszahlung an die Minderheitsaktionäre.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 31,9 %. Im Berichtsjahr liegen aktive Latenzen aus der unterschiedlichen Bewertung von Pensionsrückstellungen und steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen vor, passive Latenzen für die steuerlich unterschiedliche Abschreibungsdauer von Firmenwerten. Auf Grund der steuerlichen Organschaft mit der Sophos Holdings GmbH wurde für den Überhang passiver Steuerlatenzen eine passive latente Steuer nicht bilanziert.

IV. ERGÄNZENDE ANGABEN

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden Verpflichtungen aus längerfristigen Wartungs-, Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 4.323 (Vorjahr: TEUR 4.998) mit folgender Fälligkeitsstruktur:

2011/2012 2010/2011
Fällig TEUR TEUR
... innerhalb eines Jahres 723 914
... innerhalb zwei bis fünf Jahren 1.885 1.989
... nach fünf Jahren 1.714 2.095
Summe 4.323 4.998

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2011/2012 waren im Unternehmen durchschnittlich 164 Angestellte beschäftigt (Vorjahr: 166).

Als Aufwand erfasste Honorare für den Abschlussprüfer

Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurden insgesamt Honorare in Höhe von TEUR 62 für die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mainz, (Vorjahr: TEUR 58) als Aufwand erfasst, der sich wie folgt unterteilt:

2011/2012 2010/2011
Honorar für TEUR TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 62 56
Andere Bestätigungsleistungen 0 2
Summe 62 58

Die Honorare für Abschlussprüfungen umfassen die Honorare für die Konzernabschlussprüfung und die Jahresabschlussprüfung der Utimaco Safeware AG.

Bezüge der Mitglieder der Unternehmensorgane

Die Gesamtvergütung des Vorstands betrug im Berichtsjahr TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 143). Hinsichtlich der weiteren Angaben zu den Vorstandsbezügen nach § 285 Nr. 9 a) Satz 4-7 HGB verweisen wir auf den Vergütungsbericht im Lagebericht.

Der versicherungsmathematische Wert der Pensionszusagen ehemaliger Mitglieder des Vorstands betrug zum 31. März 2012 TEUR 589 (Vorjahr: TEUR 588). An frühere Mitglieder des Vorstands wurden Ruhegehälter in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 47) gezahlt.

Die Bezüge des Aufsichtsrats betrugen im Berichtsjahr TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). Alle Aufsichtsratsmitglieder haben auf eine Vergütung für ihre Tätigkeit ersatzlos verzichtet.

Vorstand

Jedes Mitglied des Vorstands vertritt die Gesellschaft zusammen mit einem anderen Vorstandsmitglied oder einem Prokuristen. Dem Vorstand gehörten im vergangenen Jahr an:

 

Malte Pollmann, Vorstand Produkte - ab dem 1. Dezember 2011 Vorstandsvorsitzender
Aachen
weitere Mandate:
isits AG (International School of IT Security), Bochum, Mitglied des Aufsichtsrats

 

Stephen Munford, Vorstand - bis zum 30. November 2011 Vorstandsvorsitzender
Oxford, Oxfordshire, Großbritannien
weitere Mandate:
Chief Executive Officer und Mitglied des Board of Directors der Sophos Ltd

 

Dr. Frank J. Nellissen - ab dem 24. Februar 2012 berufen zum Vorstand Finanzen, eingetragen im Handelsregister am 16. April 2012
Köln
weitere Mandate:
Geschäftsführer Sophos Astaro Software GmbH und Astaro Verwaltung GmbH, beide Karlsruhe

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat gehörten im Berichtsjahr an:

 

Dr. Peter Lammer, Dry Sandford, Oxfordshire, Großbritannien,
Aufsichtsratsvorsitzender (bis 11. April 2012)

Non-Executive Director und Mitglied des Board of Directors bei der Sophos Ltd
weitere Mandate:
Sophos Ltd
Virus Bulletin Limited

 

Nick Bray, Basingstoke, Großbritannien
(Aufsichtsratsvorsitzender ab dem 16. April 2012)

Chief Financial Officer, Sophos Ltd

 

Peter Gyenes, Brookline, USA
Stellvertretendes Mitglied (seit dem 11. April 2012 ordentliches Mitglied und ab dem 16. April 2012 stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender)

Non-Executive Director und Mitglied des Board of Directors der Sophos Ltd
weitere Mandate:
Sophos Ltd
170 Systems, Inc.
Appfluent Technology, Inc.
Intralinks Inc.
Invention Machine Corporation
Gyenes & Co.
Lawson Software, Inc.
Marathon Technologies, Inc.
Netezza Corporation

 

Alston Zecha, London, Großbritannien
Investment Analyst, Apax Partners

Verträge mit Aufsichtsratsmitgliedern

Verträge mit Aufsichtsratsmitgliedern bestehen nicht.

Kreditgewährung an Mitglieder der Unternehmensorgane

An Mitglieder der Unternehmensorgane wurden wie im Vorjahr keine Kredite gewährt.

Verbundene Unternehmen und Beteiligungen

Eigenkapital und Jahresergebnis der verbundenen Unternehmen und der Beteiligungen sind der nachfolgenden Aufstellung zu entnehmen:

Firma, Sitz Stichtag * Währung * Eigenkapital ** Jahresergebnis ** Anm.
Verbundene Unternehmen
uti-maco safeguard systems international GmbH, Oberursel 31. März 2012 EUR 3.014 60
Beteiligungen
isits AG (International School of IT Security), Bochum 31. Dezember 2010 EUR 19 81
Sophos Hong Kong Company Ltd., Hongkong, VR China 31. März 2012 HKD -5.598.760 -1.019.384 1)

* entsprechend vorliegendem Local GAAP-Abschluss
** laut vorliegendem Local GAAP-Abschluss in Tausend und lokaler Währung
1) Zahlen auf Basis des vorliegenden vorläufigen Jahresabschlusses

Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgten zu marktüblichen Bedingungen.

Utimaco ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Sie ist das Mutterunternehmen der vorgenannten verbundenen Unternehmen und Beteiligungen und ist demnach verpflichtet, einen Konzernabschluss nach § 290 HGB zu erstellen. Die Gesellschaft hat einen Konzernabschluss nach § 315a HGB erstellt. Der Konzernabschluss kann in den Geschäftsräumen der Gesellschaft eingesehen werden. Utimaco ist in den Konsolidierungskreis der Sophos-Gruppe, die den größeren Konsolidierungskreis darstellt, einbezogen und wurde im Konzernabschluss der Sophos Ltd zum 31. März 2012 vollkonsolidiert. Der Abschluss kann am Sitz der Sophos Ltd in Abingdon (Großbritannien) eingesehen werden. Oberstes Mutterunternehmen ist die Pentagon Holdings S.à r.l. in Luxemburg, Luxemburg.

Corporate Governance

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Gesellschaft haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und unter der firmeneigenen Web-Seite den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

Angaben gemäß § 160 Absatz 1 Nr. 8 AktG

Die Sophos Ltd (Abingdon, Großbritannien) hielt zum 31. März 2012 mittelbar mehr als 10% der ausgegebenen Utimaco-Aktien über folgende Tochtergesellschaften:

Sophos Holdings GmbH (Wiesbaden, Deutschland), eine unmittelbare Tochtergesellschaft der Sophos Ltd hielt mehr als 10% und die Umbrella Acquisitions GmbH (Wiesbaden, Deutschland), die ihrerseits eine unmittelbare Tochtergesellschaft der Sophos Holdings GmbH ist, hielt ebenfalls mehr als 10% der ausgegebenen Utimaco-Aktien.

 

Aachen, den 11. Mai 2012

gez. Malte Pollmann, Vorstandsvorsitzender

gez. Dr. Frank Nellissen, Vorstand

Finanzen gez. Stephen, Munford

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2011/2012

Informationen zur Integration der Utimaco-Gruppe in die Sophos-Gruppe

Das Hauptziel der Integration, die Data Protection Produkte der Utimaco-Gruppe und der Sophos-Gruppe zu einer umfassenden Datensicherheitslösung zu kombinieren, die alle Elemente des Informations- und Computerschutzes kombiniert und den Kunden beider Seiten ermöglicht, ihre Sicherheitslösungen in Zukunft effektiver und einfacher zu gestalten, ist erfolgreich abgeschlossen worden. Utimaco ist durch die erfolgreiche Integration im Produktbereich Data Protection zum "Entwicklungshaus" für den OEM (Original-Equipment-Manufacturer) Partner Sophos geworden.

Die Utimaco Geschäftsbereiche Lawful Interception and Monitoring Solutions (LIMS) und Hardware Security Modules (HSM) sind aufgrund ihrer geschäftlichen Besonderheiten von den Integrationsmaßnahmen weniger betroffen.

Durch die im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/2012 vollumfänglich wirksam gewordenen Effekte der vielfältigen Integrationsmaßnahmen mit der Sophos-Gruppe besteht keine direkte Vergleichbarkeit mit der Entwicklung der Vorjahre. Die dominierenden Effekte für die Entwicklung der Umsätze und Erträge der Utimaco-Gruppe ergaben sich aus den Management-Instruktionen, Integrations- und Finanzierungstätigkeiten mit der Sophos-Gruppe.

Zudem ist die Utimaco AG als weisungsgebundenes Unternehmen unmittelbar auch von zukünftigen Management-Instruktionen der Sophos Holdings GmbH und Integrationsaktivitäten betroffen, die sich auf die Entwicklung der Umsatz- und Ergebniszahlen im Geschäftsjahr 2011/2012 und darüber hinaus auswirken.

Mit dem Zusammenschluss zweier Unternehmen, die in ihren komplementären Geschäftsfeldern jeweils laut Gartners "Magic Quadrant" führend sind, ist Sophos nunmehr ein führender europäischer IT-Sicherheits-Anbieter mit einem umfassenden Lösungsangebot zum professionellen Schutz von Daten, Endgeräten und IT-Infrastrukturen. Das Produktportfolio aus eigenständigen und integrierten Lösungen für Datensicherheit, Endpunkt-Sicherheit, E-Mail- und Web-Sicherheit sowie Netzwerkzugangskontrolle bündelt die Kompetenzen von Sophos und Utimaco als Spezialisten, die beide seit mehr als 20 Jahren im IT-Security-Bereich tätig sind.

Verlangen nach § 327a Abs. 1 Satz 1 AktG auf Durchführung des Squeeze-Out Verfahrens

Die Sophos Holdings GmbH mit Sitz in Wiesbaden (HRB 25901) hat dem Vorstand der Utimaco Safeware AG am 14. Februar 2012 das Verlangen gemäß § 327a Abs. 1 Satz 1 AktG übermittelt, dass die Hauptversammlung der Utimaco Safeware AG über die Übertragung der Aktien der übrigen Aktionäre (Minderheitsaktionäre) der Utimaco Safeware AG auf die Sophos Holdings GmbH (Hauptaktionär) gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung beschließen soll (Squeeze-Out).

Die Sophos Holdings GmbH hat dem Vorstand mitgeteilt, dass sie - unter Berücksichtigung einer Zurechnung nach §§ 327a Abs. 2, 16 Abs. 4 AktG - Stückaktien der Gesellschaft in Höhe von mehr als 95,0 % des Grundkapitals der Utimaco Safeware AG hält. Die Sophos Holdings GmbH ist damit Hauptaktionärin der Utimaco Safeware AG im Sinne des § 327a Abs. 1 Satz 1 AktG.

Der Beschluss über den Ausschluss der übrigen Aktionäre (Minderheitsaktionäre) soll in der nächsten Hauptversammlung der Utimaco Safeware AG gefasst werden.

Änderungen bei Gremien

Seit 1. Dezember 2011 ist Herr Malte Pollmann Vorsitzender des Vorstands der Utimaco Safeware AG und Herr Steven Munford Vorstand der Utimaco Safeware AG. Des Weiteren wurde Herr Dr. Frank J. Nellissen mit Wirkung zum 24. Februar 2012 zum Vorstand Finanzen der Utimaco Safeware AG bestellt.

Herr Peter Lammer ist mit Wirkung zum 11. April 2012 von seinem Amt als Aufsichtsratsvorsitzender der Utimaco Safeware AG zurückgetreten. Dadurch wurde Herr Peter Gyenes, bislang stellvertretendes Aufsichtsratsmitglied zum ordentlichen Aufsichtsratsmitglied. Mit Wirkung zum 16. April 2012 wurde Nicholas Paul Seaton (Nick) Bray zum Aufsichtsratsvorsitzenden und Peter Gyenes zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt.

Rahmenbedingungen und Geschäftsentwicklung

Security ist und bleibt auch weiterhin ein wichtiges IT-Thema für Unternehmen. Immer neue Formen von Cyberkriminalität und Malware sowie die Zunahme von Industrie-Spionage zwingen die Firmen, stets auf dem neuesten Stand zu bleiben. Darüber hinaus wirken Compliance und zunehmende Mobilität als treibende Faktoren der Security-Nachfrage. Nicht zu unterschätzen ist die Bedeutung von IT-Sicherheit im anbrechenden Zeitalter des Cloud Computings, da Security eine elementare Voraussetzung für die Akzeptanz und Nutzung der Dienste aus dem Netz darstellt. Insgesamt ist Security ein grundlegender Faktor für das Funktionieren einer sich dynamisch weiterentwickelnden IT-Landschaft. Dabei werden im Zuge des boomenden Mobility-Marktes die Ausgaben für Mobile Security überdurchschnittlich wachsen.

Die Analysten von Gartner führen die Unlust am PC-Kauf unter anderem auf die unsichere Wirtschaftslage in Westeuropa zurück. In der Region Europa, Naher Osten und Afrika gingen die Auslieferungen besonders stark um 9,6% zurück. Der Trend wurde den Beobachtungen zufolge noch dadurch beschleunigt, dass sich viele Kunden den boomenden Smartphones und Tablet-Computern zugewendet hätten.

Der weltweite Informations- und Telekommunikationsmarkt wurde in der abgelaufenen Periode noch durch nachlaufende Effekte der Rezession in der Realwirtschaft beeinflusst.

Die IT-Branche sieht sich als Fallschirm für die strauchelnde Konjunktur in Europa. Zwar legt die Euro-Krise auch den Unternehmen der digitalen Wirtschaft Zügel an - doch können sie immer noch zulegen. Ein Wachstumstreiber ist das Cloud Computing.

Im Berichtszeitraum wurde ein Jahresergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 17.682 (Vorjahr: TEUR 11.915) erzielt.

Die liquiden Mittel sind um TEUR 1.850 angestiegen und betrugen TEUR 4.645 (Vorjahr: TEUR 2.795).

Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 17.682 wird gemäß dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag an die Sophos Holdings GmbH abgeführt.

Ertragslage

Umsatzentwicklung

Im Geschäftsjahr 2011/2012 betrug der Umsatz TEUR 36.748 (Vorjahr: TEUR 37.738).

Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2010/2011 liegt der Umsatz mit 2,6% leicht unter dem Vorjahresumsatz. Dies ist vor allem durch die Umstellung des Geschäftsmodells der Utimaco im Geschäftsbereich Data Protection begründet. Utimaco erbringt in diesem Bereich für den OEM-Partner Sophos Ltd., Großbritannien, Entwicklungsleistungen und wird dadurch in Zukunft vornehmlich Serviceumsatz erzielen. Außerdem wird dadurch Umsatz im Segmentbericht nach Regionen in die Region Europa verlagert.

Der Umsatz mit Softwareprodukten betrug TEUR 11.579 (Vorjahr: TEUR 15.565), die Umsatzerlöse für Wartungs- und Supportleistungen betrugen TEUR 4.009 (Vorjahr: TEUR 3.320) und der Umsatz mit Hardware belief sich auf TEUR 2.487 (Vorjahr: TEUR 3.016). Mit Services wurde ein Umsatz in Höhe von TEUR 12.101 (Vorjahr: TEUR 13.921) erzielt. Der Umsatz mit sonstigen Produkten betrug TEUR 6.572 (Vorjahr 1.916).

Bei der Umsatzverteilung nach Produktgruppen entfielen 42,4% auf Software- und Wartungserlöse (Vorjahr: 50,0%). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Verringerung der Lizenzgebühren an die Sophos-Gruppe als OEM Partner, da aufgrund des bestehenden Data Protection Entwicklungsvertrags lediglich Utimaco Software lizenzpflichtig ist, die vor 2011 entwickelt wurde. Der Umsatzanteil der Hardware-Produkte betrug 6,8% (Vorjahr: 8,0%), der Serviceumsatz verminderte sich, bedingt durch gesunkene Serviceverkäufe im Segment LIMS, von 36,9% im Vorjahr auf 32,9% im Berichtsjahr.

Im Inland belief sich der Umsatz im Berichtszeitraum auf TEUR 10.383 (Vorjahr: TEUR 11.265).

Der gesunkene Data Protection Lizenzumsatz mit der Sophos Ltd. wirkt sich auch auf den Umsatz im europäischen Ausland aus, der von TEUR 18.960 im Vorjahr auf TEUR 14.796 gesunken ist.

In der Region Amerika belief sich der Umsatz auf TEUR 653 (Vorjahr: TEUR 890).

Der erwirtschaftete Umsatz in der Region Asien/Pazifik/Afrika wird durch die positive Geschäftsentwicklung des Geschäftsbereichs LIMS in dieser Region beeinflusst und lag bei TEUR 10.916 (Vorjahr: TEUR 6.623).

Der Anteil der im Ausland erzielten Umsätze betrug im Berichtszeitraum 71,7% gegenüber 70,1% im Geschäftsjahr 2010/2011.

Ergebnisentwicklung

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug TEUR 13.566 gegenüber TEUR 12.306 im Geschäftsjahr 2010/2011.

Im Berichtszeitraum betrug das Bruttoergebnis TEUR 20.911 (Vorjahr: TEUR 23.140), was einer Bruttomarge von 56,9% (Vorjahr: 61,3%) entspricht. Der Rückgang der Bruttomarge resultiert aus einem deutlich gestiegenen Anteil von Drittkomponenten, die im Berichtsjahr in dem australischen LIMS Großprojekt Teil der Utimaco-Gesamtlösung darstellen.

Der operative Kostenblock (Vertriebs- und Marketingkosten, Forschungs- und Entwicklungskosten sowie allgemeine Verwaltungskosten) sanken um TEUR 1.609 und betrug im Berichtszeitraum TEUR 12.389 (Vorjahr: TEUR 13.997). Die operative Kostenquote lag somit bei 33,7% (Vorjahr: 37,1%). Die deutlich reduzierte Kostenquote resultiert hauptsächlich aus gesunkenen allgemeinen Verwaltungskosten.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen im Berichtszeitraum TEUR 4.006 (Vorjahr: TEUR 4.390) und betreffen im Wesentlichen die Entwicklungen der Bereiche HSM (Hardware Secutity Moduls) und LIMS (Lawful Interception and Monitoring Solutions). Die Data Protection Entwicklung im Auftrag der Sophos Ltd. wird in den Herstellkosten ausgewiesen. Im Verhältnis zum Umsatz wurden für Forschung und Entwicklung 10,9% (Vorjahr: 11,6%) aufgewendet.

Die Vertriebs- und Marketingkosten lagen mit TEUR 5.046 nahezu auf Vorjahresniveau von TEUR 4.977. Im Verhältnis zum Umsatz betrugen die Vertriebs- und Marketingkosten 13,7% (Vorjahr: 13,2%).

Die allgemeinen Verwaltungskosten beliefen sich im Berichtszeitraum auf TEUR 3.337 (Vorjahr: TEUR 4.631). Im Verhältnis zum Umsatz sanken die allgemeinen Verwaltungskosten von 12,3% im Geschäftsjahr 2010/2011 auf 9,1% im Berichtszeitraum. Reduzierte Mietaufwendungen durch die Aufgabe des Standortes Oberursel und Einsparungen bei den von der Sophos GmbH bezogenen allgemeinen Verwaltungsleistungen waren die wesentlichen Einflüsse auf den Rückgang der allgemeinen Verwaltungskosten.

Das Ergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern (EBITDA) betrug im Berichtszeitraum TEUR 17.425 (Vorjahr: TEUR 12.406), dies entspricht einer EBITDA-Marge von 47,4% (Vorjahr: 32,9%).

Das EBITDA von TEUR 17.425 ergibt sich aus dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von TEUR 13.566 unter Abzug des Zinsergebnisses von TEUR 978 und des Saldos der Zu- und Abschreibungen auf Finanzanlagen von TEUR 18 sowie unter Hinzurechnung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände von TEUR 58 und Sachanlagen von TEUR 469 und ergänzend hierzu die außerordentlichen Erträge von TEUR 4.290.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug für den Berichtszeitraum TEUR 13.566 (Vorjahr: TEUR 12.306). Im Verhältnis zum Umsatz betrug das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 36,9% (Vorjahr: 32,6%). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wurde im Berichtsjahr durch Erträge aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen, die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen sind, in Höhe von TEUR 1.722 positiv beeinflusst.

Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung betrug für den Berichtszeitraum TEUR 17.682 (Vorjahr: TEUR 11.915).

Das Finanzergebnis betrug für den Berichtszeitraum TEUR 960 (Vorjahr: TEUR 581). Darin enthalten sind Zinserträge in Höhe von TEUR 1.051 (Vorjahr: TEUR 837), Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 73 (Vorjahr: TEUR 73) und Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 170 (Vorjahr: TEUR 183). Erträge aus Zuschreibungen zu Finanzanlagen betrugen im Berichtszeitraum TEUR 152 (Vorjahr: TEUR 0).

Außerordentliche Erträge wurden in Höhe von TEUR 4.290 im Zuge der Veräußerung des inaktiven Tochterunternehmens Utimaco Safeware Ltd., Großbritannien, an die Sophos Ltd. erzielt.

Das Jahresergebnis in Höhe von TEUR 17.682 wird gemäß dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag an die Sophos Holdings GmbH abgeführt.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme betrug zum 31. März 2012 TEUR 53.765 und ist gegenüber dem 31. März 2011 um 6,8% angestiegen.

Mit Stichtag zum 30. März 2012 haben die Sophos- und Utimaco-Gruppe die konzernintern bestehende Schulden- und Forderungsstruktur durch verschiedene Maßnahmen vereinfacht. Dazu hat der Vorstand der Utimaco Safeware AG zwei Anweisungen von ihrer beherrschenden Mehrheitsaktionärin Sophos Holdings GmbH erhalten, bestimmte Schritte im Zusammenhang mit dieser konzerninternen Umstrukturierung von Schulden und Forderungen durchzuführen. Nach der Gremienzustimmung auf Seiten der Utimaco Safeware AG hat der Vorstand diese Anweisungen umgesetzt. Demzufolge wurden

a)

ein Kaufvertrag mit der Sophos Ltd. abgeschlossen, mit dem die Gesellschaftsanteile an der Utimaco Safeware Ltd., Großbritannien, an die Sophos Ltd., Abingdon, Großbritannien, veräußert wurden. Der Wert der nicht operativen Gesellschaft ergab sich dabei aus dem einzigen Vermögensgegenstand der veräußerten Gesellschaft und einer Forderung. Die Zahlung des Kaufpreises für die Utimaco Safeware Ltd. erfolgte in der Form eines verzinsten Schuldscheins. Dieser Schuldschein wurde an die Sophos Holdings GmbH abgetreten und in eine von der Sophos Ltd. garantierte verzinsliche Darlehensforderung gewandelt;

b)

eine Abtretungsvereinbarung über eine Forderung der uti-maco safeguard systems international GmbH gegenüber der Sophos Holdings GmbH an die Utimaco Safeware AG abgeschlossen, die ebenfalls zu einem neuen konditionsgleichen Darlehensvertrag zwischen der Utimaco Safeware AG und der Sophos Holdings GmbH führte; und

c)

ein Forderungsübertragungsvertrag zwischen der Utimaco Safeware AG und der Sophos Holdings GmbH abgeschlossen und damit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Utimaco Safeware AG gegen die Sophos Ltd. verkauft und abgetreten ebenfalls gegen den Abschluss eines neuen Darlehensvertrages mit Sophos Holdings GmbH.

Durch diese Maßnahmen wurden die Forderungen der Utimaco-Gruppe deutlich stärker auf die Sophos Holdings GmbH konzentriert und gleichzeitig Darlehen in Höhe von TEUR 13.095 begeben. Aus einem Bardarlehen in Höhe von TEUR 645 und einem weiteren Darlehen aus Abtretung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Utimaco Safeware AG gegenüber der Sophos Ltd. und Wandlung in ein Darlehen mit der Sophos Holdings GmbH wurden die Ausleihungen in Höhe von TEUR 15.464 erhöht. Nach Verrechnung des von Utimaco Safeware AG abzuführenden Gewinns an die Sophos Hodings GmbH mit bestehenden Darlehensforderungen erhöhten sich die Ausleihungen inklusive Zinsen um TEUR 11.423 auf TEUR 26.608 (Vorjahr: TEUR 15.185).

Das Anlagevermögen stieg gegenüber dem Vorjahr um TEUR 10.551 auf TEUR 27.982, wesentlich beeinflusst durch die Zunahme von Ausleihungen. Im Berichtszeitraum wurden Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von TEUR 403 (Vorjahr: TEUR 395) getätigt.

Das Umlaufvermögen betrug zum Bilanzstichtag TEUR 22.400 (Vorjahr: TEUR 32.245). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zuzüglich der Forderungen gegen verbundene Unternehmen reduzierten sich um TEUR 13.639 auf TEUR 14.100 (Vorjahr: TEUR 27.739), die liquiden Mittel erhöhten sich um TEUR 1.850 auf TEUR 4.645 (Vorjahr: TEUR 2.795).

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen im Berichtszeitraum um insgesamt TEUR 1.872. Gleichzeitig reduzierten sich die kurzfristigen Vermögensgegenstände um TEUR 7.118, so dass sich der kurzfristige Deckungsgrad um TEUR 8.990 auf TEUR 16.208 reduziert hat.

31. März 2012 31. März 2011 Veränderung
TEUR TEUR
Kurzfristige Lieferantenschulden (einschließlich aus Verbundbereich) 1.770 1.860 -90
Kurzfristige Rückstellungen und übrige Verbindlichkeiten (einschließlich passiver Rechnungsabgrenzungsposten bis zu ei- 7.805 5.843 1.962
nem Jahr)
Kurzfristige Verbindlichkeiten 9.575 7.703 1.872
Flüssige Mittel 4.645 2.795 1.850
Kundenforderungen (einschließlich aus Verbundbereich) 14.100 27.739 -13.639
Sonstige Forderungen, soweit kurzfristig fällig 3.703 819 2.884
Vorräte 3.335 1.548 1.787
Kurzfristige Vermögensgegenstände 25.783 32.901 -7.118
Überdeckung 16.208 25.198 -8.990

Zum Bilanzstichtag betrug das Eigenkapital TEUR 38.272 (Vorjahr: TEUR 38.272), das gezeichnete Kapital belief sich unverändert auf TEUR 14.745 (Vorjahr: TEUR 14.745). Die Eigenkapitalquote betrug zum Ende des Berichtszeitraums 71,2% (Vorjahr: 76,0%).

Insgesamt ist der Geschäftsverlauf aus unserer Sicht zufriedenstellend.

Steuerungssystem und Finanzmanagement

Zur zielgerichteten Adressierung ihrer Märkte ist die Utimaco-Gruppe in Business Units (Segmente) organisiert. Als wesentliche Steuerungsgrößen dienen Umsatz- und Umsatzmargenvorgaben. Zu Darstellungszwecken wird nach den Segmenten Data Protection/OEM (DP), Hardware Security Modules (HSM) und Lawful Interception & Monitoring Solutions (LIMS) verdichtet.

Die Anlage der freien Liquidität erfolgt zu niedrigem Wertrisiko und unter dem Gesichtspunkt kurzfristiger Liquidierbarkeit. Es bestehen zurzeit Kreditlinien nur in geringfügiger Höhe, die aufgrund ausreichender Liquidität im Berichtszeitraum nicht in Anspruch genommen wurden. Die liquiden Mittel dienen zur Finanzierung des Working-Capitals.

Forschung und Entwicklung

Der Markt für professionelle IT-Sicherheitsprodukte ist unverändert durch hohe technologische Anforderungen und mitunter kurze Innovationszyklen bei steigender technischer Komplexität gekennzeichnet. Das Produktportfolio der Utimaco-Gruppe erfordert daher eine fortlaufende Anpassung an technologische Entwicklungen und die kontinuierliche Verbesserung aufgrund steigender Sicherheitsanforderungen. Neben der ständigen Anpassung des LIMS und HSM Produktportfolios an technologische Entwicklungen und steigende Sicherheitsanforderungen wurden die Schwerpunkte in der Forschung und Entwicklung im Geschäftsbereich DP im Berichtszeitraum durch den OEM-Partner Sophos Ltd. im Zuge der Auftragsentwicklung determiniert.

Geschäftsbereich HSM (Hardware Security Modules)

Im abgelaufenen Geschäftsjahr lagen im Geschäftsbereich HSM (Hardware Security Modules) die Entwicklungsschwerpunkte einerseits auf der Erweiterung von Kontrollfunktionen ("Monitoring"), wie sie zunehmend von Rechenzentrumsbetreibern gewünscht werden, andererseits auf der Überarbeitung der Produktarchitektur, um zukünftige Funktionserweiterungen einfacher implementieren zu können. Außerdem wurde die Produktlinie SafeGuard CryptoServer SE erfolgreich nach dem wichtigsten Sicherheitsstandard für Hardware-Sicherheitsmodule, dem amerikanischen Federal Information Processing Standard FIPS 140-2 Level 3, geprüft.

Nach Abschluss eines Partnervertrages mit einem der am stärksten wachsenden Anbieter von Lösungen für intelligente Stromnetze (Smart Grid) im Geschäftsjahr 2010/11 konnte Utimaco im Geschäftsjahr 2011/12 mehrere Projekte mit diesem Anbieter erfolgreich durchführen. Ebenso wurden Utimaco-HSMs an mehrere Komponentenhersteller und Netzbetreiber europäischer Stromnetze geliefert. Das im vorigen Geschäftsjahr entwickelte "Deutschland-HSM" wird darüber hinaus weiterentwickelt, um die Anforderungen an sichere Komponenten, die sich aus § 21 c ff. EnWG und der aktuell in Formulierung befindlichen Technischen Richtlinie TR-03109 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ergeben, zu erfüllen und eine wichtige Rolle in der Sicherheit deutscher Energienetze zu spielen. Die Richtlinie richtet sich an die Hersteller von Kommunikationseinheiten intelligenter Messsysteme ("Smart Meter Gateways").

Intensive Marktanalyse und fokussierte Marketingmaßnahmen resultierten darüber hinaus in mehreren Geschäftsabschlüssen zur Absicherung des Domain Name System (DNS), dem "Telefonbuch" des Internet. Hierbei spielte die einfache Integration der Utimaco HSMs in führende Produkte für DNS Security Extensions (DNSSEC) eine entscheidende Rolle.

Utimaco sieht sich durch die Erschließung dieser beiden Marktsegmente in einer guten Position, an der stetig steigenden Bedeutung von Sicherheitsfunktionen in intelligenten Energienetzen und im Internet zu partizipieren.

Geschäftsbereich LIMS (Lawful Interception & Monitoring Solutions)

Aufbau eines landesweiten LI-Systems (Lawful Interception-Systems) in Australien

Nach dem Gewinn eines Großauftrages aus Australien Ende 2010 konnte im Geschäftsjahr 2011/12 bereits mit dem Aufbau eines landesweiten Lawful Interception-Systems für Breitband Internet Verbindungen begonnen werden. In dieser weltweit größten eigenständigen Installation eines Überwachungssystems können Daten von mehreren Gigabit pro Sekunde (Gbps) an Ermittlungsbehörden ausgeleitet werden.

Das Utimaco LIMS wurde in Kooperation mit einem australischen System-Integrator um weitere Sicherheitskomponenten, wie Firewalls, VPNs und Authentifizierungssysteme ergänzt.

Migration zu optimierter Hardware

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden in LIMS R&D die Grundsteine für einen erfolgreichen Wechsel der Hardware Plattform von Sun Sparc zu Dell X86 gelegt.

Die neue LIMS Version soll zunächst für internationale Kunden am 2. Mai 2012 freigegeben werden. Die Partnerschaft mit Dell bringt für LIMS Kunden mehr Leistung zu günstigeren Preisen und optimalen technischen Support für Hardware.

Utimaco LIMS unterstützt alle führenden TK-Hersteller

Die Netze und Service-Plattformen von TK-Anbietern werden seit Jahren immer heterogener. Somit wird die Multi-Vendor-Fähigkeit des Utimaco LIMS immer bedeutender. Seit der letzten Version können nun auch LI-Systeme von Alcatel-Lucent in das Utimaco LIMS-System integriert werden. Damit unterstützt LIMS nun mehr als 28 verschiedene Hersteller und mehr als 250 unterschiedliche Netzelementtypen. Utimaco LIMS kann daher in beliebige Fest- und Mobilfunk-Netze installiert werden.

DATA PROTECTION OEM SOLUTIONS

Im Bereich Data Protection werden die Produkte vorrangig für den OEM-Partner Sophos entwickelt. SafeGuard Enterprise ist in vielen Details weiter verbessert worden, unter anderem ist die Performance ein weiteres Mal deutlich optimiert worden. Die Schwerpunkte des abgelaufenen Jahres waren hierbei:

Die neue Produktversion Safeguard 6.0: Hiermit weitet Utimaco das Schutzziel von SafeGuard Enterprise deutlich aus. SafeGuard Enterprise schützt jetzt nicht mehr nur die Geräte, auf denen die Daten gespeichert werden, sondern nunmehr auch die Daten selbst, wenn sie auf Netzwerkshares oder gar in der Cloud abgelegt werden. Dies wurde möglich durch die SafeGuard Keymanagement Architektur und ist zurzeit ein Alleinstellungsmerkmal von Utimaco gegenüber den einschlägigen Konkurrenten.

SafeGuard für Mac kann nun auch im Safeguard Management Center angezeigt werden. Damit kann Compliance in Bezug auf Datensicherheits-Gesetzgebung sichergestellt werden sowie im Verlustfall eines Mac Computers die Sicherheit der Daten nachgewiesen werden.

Mitarbeiter

Mit Ablauf des Geschäftsjahres 2011/2012 waren 168 Angestellte in der Utimaco beschäftigt (Vorjahr: 163 Angestellte). Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter lag während des Berichtszeitraums bei 164 Angestellten (Geschäftsjahr 2010/2011: 166 Angestellte).

Der überwiegende Teil der Mitarbeiter erhält neben einer fixen Vergütung einen variablen Vergütungsanteil, der sich an der Erreichung von zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres vereinbarten quantitativen und qualitativen Zielen bemisst.

Bestehende Zweigniederlassungen

Im Inland besteht eine Zweigniederlassung in Wiesbaden. Des Weiteren besteht eine ausländische Zweigniederlassung in Linz, Österreich.

Vergütungsbericht

Vom 1. April 2011 bis zum 23. Februar 2012 waren die zwei Vorstände bei Unternehmen der Sophos-Gruppe angestellt und gleichzeitig als Vorstände der Utimaco Safeware AG bestellt. Im Zeitraum 24. Februar 2012 bis zum 31. März 2012 waren drei der drei Vorstände bei Unternehmen der Sophos-Gruppe angestellt und gleichzeitig als Vorstände der Utimaco Safeware AG bestellt.

Für ihre Vorstandstätigkeiten erstattete die Utimaco AG jeweils anteilig fixe Vergütungs-bestandteile, die durch Unternehmen der Sophos-Gruppe gezahlt wurden, und zwar bei Herrn Munford in Höhe von 10% seiner fixen Vergütung, bei Herrn Pollmann in Höhe von 30% und bei Herrn Dr. Nellissen in Höhe von 50% der fixen Vergütung bei der Sophos-Gruppe. Weitere Vergütungsbestandteile wurden durch die Utimaco nicht geleistet.

Für ihren Funktionen innerhalb der Sophos-Gruppe erhielten die Vorstände Bezüge aus fixen, variablen und sonstigen Bestandteilen, wobei sich die variablen Bestandteile sowohl in kurzfristig erfolgsbezogene wie auch in langfristig erfolgsbezogene Komponenten aufteilen. Die variablen Gehaltsbestandteile sind nicht auf die Tätigkeit für Utimaco bezogen und es findet daher auch keine (Teil-) Erstattung durch Utimaco statt.

Zugunsten der Utimaco Vorstandsmitglieder besteht eine Unfall-, eine sogenannte schwere Krankheiten-, eine Rechtsschutz- sowie eine D&O-(Directors & Officers) und Strafrechtsschutz-Versicherung.

Die Gesamtvergütung teilt sich auf die jeweiligen Vergütungsbestandteile sowie nach Vorstandsmitgliedern wie folgt auf:

Stephen Munford

2011/2012 2010/2011
TEUR TEUR
Bezüge aus erfolgsunabhängigen Komponenten 35 35
Bezüge mit kurzfristig erfolgsbezogenen Komponenten 0 0
Bezüge mit langfristiger Anreizwirkung 0 0
Gesamtbezüge 35 35

Malte Pollmann

2011/2012 2010/2011
TEUR TEUR
Bezüge aus erfolgsunabhängigen Komponenten 47 47
Bezüge mit kurzfristig erfolgsbezogenen Komponenten 0 0
Bezüge mit langfristiger Anreizwirkung 0 0
Gesamtbezüge 47 47

Dr. Frank J. Nellissen

2011/2012 ab 24.2.2012
TEUR
Bezüge aus erfolgsunabhängigen Komponenten 9
Bezüge mit kurzfristig erfolgsbezogenen Komponenten 0
Bezüge mit langfristiger Anreizwirkung 0
Gesamtbezüge 9

Die Gesamtvergütung des Vorstands betrug im Berichtszeitraum TEUR 91 (Vorjahr: TEUR 143).

Übernahmerechtliche Angaben

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 14.745.449,00 und besteht ausnahmslos aus nennwertlosen, stimmberechtigten Stückaktien.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bestehen nicht.

Die Sophos Ltd. (Abingdon, Großbritannien) hielt zum 31. März 2012 mittelbar mehr als 10% der ausgegebenen Utimaco-Aktien über folgende Tochtergesellschaften: Sophos Holdings GmbH (Wiesbaden, Deutschland), eine unmittelbare Tochtergesellschaft der Sophos Ltd. hielt mehr als 10% und die Umbrella Acquisitions GmbH (Wiesbaden, Deutschland), die ihrerseits eine unmittelbare Tochtergesellschaft der Sophos Holdings GmbH ist, hielt ebenfalls mehr als 10% der ausgegebenen Utimaco-Aktien.

Inhaber von Aktien mit Vorrechten liegen nicht vor.

Es besteht keine Stimmrechtskontrolle von Arbeitnehmern, die am Kapital beteiligt sind und ihre Rechte nicht unmittelbar ausüben.

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG. Für Satzungsänderungen gelten die §§ 133, 179 ff AktG und § 9 Abs. 4 der Satzung. Gemäß § 119 Abs. 1 Nr. 5 AktG beschließt die Hauptversammlung über Satzungsänderungen. Der Aufsichtsrat ist nach § 8 Abs. 6 der Satzung befugt, Änderungen der Satzung, die die Fassung betreffen, vorzunehmen und durchzuführen.

Der Vorstand ist nach § 5 Abs. 2, 3 der Satzung ermächtigt, mit der Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten für die Angabe der Aktien aus der bedingten Kapitalerhöhung und die Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, liegen zum Bilanzstichtag nicht vor.

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.

Corporate Governance

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Gesellschaft haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und auf der firmeneigenen Webseite den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

Erklärung zur Unternehmensführung

Börsennotierte Aktiengesellschaften haben nach dem am 29. Mai 2009 in Kraft getretenen § 289a HGB eine Erklärung zur Unternehmensführung entweder in ihren Lagebericht aufzunehmen oder auf der Internetseite der Gesellschaft öffentlich zugänglich zu machen. Der Vorstand der Utimaco Safeware AG hat die Erklärung zur Unternehmensführung auf der firmeneigenen Webseite veröffentlicht. Auf die unter www.utimaco.de/investor/ veröffentlichte Erklärung wird hiermit Bezug genommen.

Chancen und Risikobericht

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für den Konzern wesentlichen Aspekte der Geschäftsentwicklung, bedeutende Geschäftsvorfälle sowie die aktuelle Ertragssituation einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von früher aufgestellten Planungen und Zielen werden ausführlich erläutert und begründet.

Utimaco hat zur Durchführung und Absicherung ihrer Geschäfte Verfahrensweisen entwickelt, die es dem Vorstand ermöglichen, bestandsgefährdende Risiken für die Gesellschaft frühzeitig zu erkennen. Auf Basis eines konzernweit angewandten Systems zur Risikofrüherkennung und -überwachung werden Risiken identifiziert, bewertet, gesteuert und überwacht.

Das operative Risikocontrolling besteht aus permanent aktualisierten Risikoinformationen. Der Vorstand informiert sich durch ein umfangreiches Berichtswesen kontinuierlich und erhält zusätzlich bei Bedarf entsprechende Informationen.

Darüber hinaus erhält das Management der Utimaco-Gruppe ebenfalls Informationen aus der Sophos-Gruppe und ist im Zuge der Integration in deren Risikomanagementsystem eingebunden, da die Abhängigkeit von der Sophos-Gruppe durch den bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag die wesentliche Risikomanagement-Komponente darstellt.

Die Utimaco Safeware AG ist vielfältigen Risiken ausgesetzt, die das Geschäft negativ beeinflussen und im Extremfall den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Überschaubare Risiken akzeptieren wir, wenn die ihnen gegenüberstehenden Chancen eine nachhaltige Wertsteigerung erwarten lassen. Zurzeit sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar, deren Eintritt wahrscheinlich ist.

Utimaco ist im Rahmen der Risikobewertung zu dem Ergebnis gekommen, dass folgende wesentliche Risiken für die Gesellschaft bestehen:

Innerhalb des IT-Security-Marktes ergeben sich, bedingt durch interne organisatorische Veränderungen der Kunden der Utimaco-Gruppe, durch grundlegende Veränderungen ihrer IT-Umgebungen und durch ständig neue Bedrohungsszenarien Verschiebungen in den Nachfragesegmenten bzw. es können neue Teilsegmente entstehen. Sollte die Gesellschaft solche Marktveränderungen bzw. -verschiebungen nicht rechtzeitig erkennen oder für die aus solchen Veränderungen resultierenden Bedürfnisse keine adäquaten Lösungen anbieten können, könnten sich diese Faktoren einzeln oder kumulativ auf die zukünftige Nachfrage und die Akzeptanz des Leistungsangebotes der Utimaco-Gruppe auswirken.

Neben dem Risiko von Wettbewerbsprodukten durch Konkurrenzunternehmen der Utimaco-Gruppe besteht grundsätzlich auch das Risiko, dass Hardware-, Betriebssystem- und andere Softwareanbieter IT-Security-Funktionalitäten und -Lösungen entwickeln und diese als integralen Bestandteil ihrer Produkte anbieten.

Der Geschäftserfolg der Utimaco-Gruppe hängt ganz wesentlich vom Investitionsverhalten ihrer Kunden ab. Die Zielkundensegmente der Utimaco-Gruppe sind Unternehmen und staatliche Einrichtungen (Behörden). Investitionszurückhaltung infolge unsicherer oder schlechter Konjunkturaussichten, knapper verfügbarer Kreditmittel und/oder aufgrund von Konsolidierungen öffentlicher Haushalte wirken sich negativ auf die Nachfrage von Produkten und Lösungen der Gesellschaft aus.

Der Markt für IT-Security-Produkte und -Lösungen ist durch hohen technischen Fortschritt und kurze Innovationszyklen bei steigender technischer Komplexität gekennzeichnet. Für den Markterfolg von IT-Security-Produkten ist weiterhin ihre Sicherheit und technische Leistungsfähigkeit von entscheidender Bedeutung. Sollte die Utimaco-Gruppe nicht in der Lage sein, mit der technologischen Entwicklung Schritt zu halten oder sollten Einschränkungen der Funktions- und Leistungsfähigkeit bei den Produkten bestehen, hätte dies negative Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage.

In Einzelfällen werden in den Produkten der Gesellschaft Fremdtechnologien verwendet. Sollten die Lieferanten dieser Fremdtechnologien die Weiterentwicklung, den Support und/oder die Fehlerbeseitigung einstellen, hätte dies Mehraufwendungen bei Utimaco-Gruppe zur Folge und würde die Ertragslage negativ beeinflussen.

Durch die steigende Integration der Gesellschaft in die Sophos-Gruppe hängt der geschäftliche Erfolg der Utimaco zunehmend von der erfolgreichen Entwicklung der Sophos-Gruppe ab. Der Sophos Produktfokus liegt im Bereich der umfassenden IT-Sicherheitslösungen für mittelständische Unternehmenskunden und somit in einem Marktsegment mit hohem Wettbewerbsdruck und -dynamik. Im Falle einer nicht zufriedenstellenden Geschäftsentwickelung würde ein negativer Einfluss auf die DP Auftragsentwicklung der Utimaco nicht auszuschließen sein.

Die erfolgreiche Geschäftstätigkeit der Utimaco-Gruppe hängt wesentlich von den Leistungen der Führungskräfte und ihrer Mitarbeiter in Schlüsselpositionen ab. Sollte es nicht gelingen, die zurzeit beschäftigten Mitarbeiter und Führungskräfte zu halten sowie neue in ausreichendem Maße hinzuzugewinnen, könnte dies die Zukunftsfähigkeit negativ beeinflussen.

Der Vertrieb und die Implementierung der Produkte erfolgt in überwiegendem Maße über IT-Vertriebs- und Dienstleistungsunternehmen, im Bereich Data Protection OEM Solutions über den OEM Partner Sophos Ltd. Sollte es der Utimaco-Gruppe nicht gelingen, diese Unternehmen in ausreichendem Maße als Partner zu gewinnen und/oder zu behalten, könnte dies den Absatz der Produkte beeinträchtigen.

Der IT-Security-Markt war in der Vergangenheit immer wieder durch Konsolidierungsprozesse gekennzeichnet. Die Übernahme der Utimaco durch die Sophos-Gruppe und die Integration des Data Protection-Geschäfts in die Sophos-Gruppe ist nur ein Beispiel hierfür. Daneben sind zahlreiche Wettbewerber der Utimaco-Gruppe ebenfalls von größeren IT-Security-Anbietern aufgekauft worden. Dieser Trend wird sich fortsetzen. Dadurch können sich neue Wettbewerbschancen und -risiken für die Gesellschaft ergeben.

Im IT-Security-Markt besteht ein harter Wettbewerb, der bereits heute u. a. eine Preiserosion zur Folge hat. Sollte die Preiserosion anhalten oder sich durch Anbieter, die integrierte Lösungen oder Produkt-Bundles zu extrem günstigen Konditionen anbieten, gar noch verstärken, würde dies die Ertragslage der Utimaco-Gruppe negativ beeinflussen.

Die Utimaco-Gruppe geht bei Verkäufen im Geschäftsbereich LIMS typische Projektgeschäfte ein, die z. B. durch Vorleistungen und Abnahmeprozesse gekennzeichnet sind. Dazu zählt auch das Großprojekt in Australien. Bei diesen Projekten kann es zu Abwicklungsproblemen wie teilweisen Zeitverzögerungen und Budgetüberschreitungen kommen. Ein intensives Projektcontrolling, verstärktes Projektmanagement sowie kontinuierliche Projektbesprechungen und -berichte versetzen die Gesellschaft in die Lage, alle relevanten Risiken bei der Realisierung dieser Projekte zeitnah zu erfassen und zu kommunizieren.

Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen ("Regulierung") können Risiken für unser Geschäft zur Konsequenz haben, die Kosten erhöhen und Absatzmöglichkeiten einschränken. Durch intensive Information stellt die Gesellschaft sicher, dass rechtzeitig auf solche Änderungen reagiert wird. In engen Arbeitskontakten mit den relevanten Institutionen versucht Utimaco außerdem, darauf hinzuwirken, dass Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen nicht den Wettbewerb verzerren oder die Wettbewerbschancen zum Nachteil der Gesellschaft verschieben. Darüber hinaus versucht die Gesellschaft die so gewonnenen Informationen in die Produktentwicklung einfließen zu lassen, um dadurch für sich selbst Wettbewerbsvorteile zu erzielen.

Der Geschäftserfolg der Utimaco-Gruppe hängt wesentlich auch davon ab, dass die von ihr geschaffenen Innovationen, entwickelten Technologien und verwendeten Marken nicht durch Dritte verwendet werden und die Gesellschaft selbst keine Urheberrechte Dritter verletzt.

Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit geht die Utimaco-Gruppe tagtäglich Haftungsrisiken ein. Sollte aufgrund von Produktmängeln oder sonstiger Leistungsstörungen die Utimaco-Gruppe haftbar gemacht werden können, hätte dies negative Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage.

Mit steigender Geschäftstätigkeit in Fremdwährung kann der Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage und den Cash-Flow durch Währungsschwankungen steigen.

Als von Sophos Holdings GmbH beherrschtes Unternehmen und als Teil der Sophos-Gruppe wird die Gesellschaft auch in Zukunft in die Finanzierungsmaßnahmen der Sophos-Gruppe eingebunden werden. So wurden im Berichtszeitraum und darüber hinaus u. a. umfangreiche Kredite an die Sophos Holdings GmbH gegeben. Risiken aus diesen Finanzierungsmaßnahmen könnten negative Auswirkungen auf die Finanzsituation der Utimaco-Gruppe haben. Zur Beurteilung und Minimierung möglicher Risiken haben sich Vorstand und Aufsichtsrat ebenfalls mit der Finanzlage der Sophos-Gruppe auseinandergesetzt, die über die Sophos Ltd. eine Patronatserklärung für Sophos Holdings GmbH abgegeben hat.

Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Gegenstand des Berichts

Nach der Gesetzesbegründung des BilMoG umfasst das interne Kontrollsystem die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Rechnungslegung, zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Dazu gehört auch das Konzerncontrolling, soweit es sich auf die Rechnungslegung bezieht. Das Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess bezieht sich als Teil des internen Kontrollsystems wie Letzteres auf Kontroll- und Überwachungsprozesse der Rechnungslegung, insbesondere bei handelsbilanziellen Positionen, die Risikoabsicherungen des Unternehmens erfassen.

Darstellung und Erläuterung der wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess.

Die wesentlichen Merkmale des bei der Utimaco AG bestehenden internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:

Die Utimaco Safeware AG zeichnet sich durch eine klare Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur aus; diese Struktur ist in die Gesamtstruktur der Sophos-Gruppe in allen relevanten Aspekten eingebunden.

Zur ganzheitlichen Analyse und Steuerung ertragsrelevanter Risikofaktoren und bestandsgefährdender Risiken existieren konzernweit abgestimmte Planungs-, Reporting-, Controlling- sowie Frühwarnsysteme und -prozesse;

Die Funktionen in sämtlichen Bereichen des Rechnungslegungsprozesses (z.B. Finanzbuchhaltung und Controlling) sind eindeutig zugeordnet;

Die im Rechnungswesen eingesetzten EDV-Systeme sind gegen unbefugte Zugriffe geschützt;

Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird überwiegend auf Standardsoftware zurückgegriffen;

Ein adäquates internes Richtlinienwesen ist eingerichtet, welches in das Richtlinienwesen der Sophos-Gruppe eingebunden ist und bei Bedarf angepasst wird;

Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen entsprechen den qualitativen Anforderungen;

Vollständigkeit und Richtigkeit von Daten des Rechnungswesens werden regelmäßig anhand von Stichproben und Plausibilitäten sowohl durch manuelle Kontrollen als auch durch die eingesetzte Software überprüft.

Der Finanzleiter bestätigt schriftlich Integrität und Übereinstimmung mit dem Sophos Kodex für ordnungsgemäße Betriebsführung.

Für die Konzernkonsolidierung sind Prozesse zur Abstimmung der konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen eingerichtet.

Bei wesentlichen komplexen und ermessensbehafteten Bilanzierungsfragestellungen wird auf externe Dienstleistungen (z. B. Steuerberater, Gutachter) zurückgegriffen;

Wesentliche rechnungslegungsrelevante Prozesse unterliegen regelmäßigen analytischen Prüfungen;

Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird das Vier-Augen-Prinzip angewendet;

Rechnungslegungsrelevante Prozesse werden ebenfalls durch das Konzerncontrolling bei Sophos überprüft;

Der Aufsichtsrat befasst sich u. a. mit wesentlichen Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements, des Prüfungsauftrags und seinen Schwerpunkten.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, dessen wesentliche Merkmale zuvor beschrieben worden sind, stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt und so in die externe Rechnungslegung übernommen werden. Die klare Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur sowie die Ausstattung des Rechnungswesens in personeller und materieller Hinsicht stellen die Grundlage für ein effizientes Arbeiten der an der Rechnungslegung beteiligten Bereiche dar. Klare gesetzliche und unternehmensinterne Vorgaben und Leitlinien sorgen für einen einheitlichen und ordnungsgemäßen Rechnungslegungsprozess. Die klar definierten Überprüfungsmechanismen innerhalb der an der Rechnungslegung selbst beteiligten Bereiche sowie die Überprüfung durch das Controlling und eine frühzeitige Risikoerkennung durch das Risikomanagement gewährleisten eine fehlerfreie und kohärente Rechnungslegung.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der Utimaco Safeware AG stellt sicher, dass die Rechnungslegung bei der Utimaco Safeware AG sowie bei allen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften einheitlich und im Einklang mit den rechtlichen und gesetzlichen Vorgaben sowie internen Leitlinien steht. Insbesondere hat das konzerneinheitliche Risikomanagementsystem, das vollumfänglich den gesetzlichen Anforderungen entspricht, die Aufgabe, Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten und angemessen zu kommunizieren. Dadurch werden dem Berichtsadressaten zutreffende, relevante und verlässliche Informationen zeitnah zur Verfügung gestellt.

Prognosebericht

Der Branchenverband Bitkom hat für das Jahr 2012 für die Umsatzerwartungen des deutschen ITK-Marktes eine Wachstumsprognose von 1,6% auf 151 Mrd. EUR abgegeben, wobei insbesondere der Umsatz mit Software-Produkten mit einem Plus von mehr als 4% zu diesem Wachstum beitragen soll, gefolgt von etwas geringerem Wachstum im Bereich der IT-Services und IT-Dienstleistungen mit etwa 2,5% Wachstum gegenüber dem Vorjahr.

Die IT-Branche spiegelt hier die langsame Erholung des gesamtwirtschaftlichen Klimas wider. Investitionen, die in Krisenzeiten gestoppt oder aufgeschoben wurden, werden nun langsam wieder neu aufgenommen. Ein Wachstumstreiber ist hier insbesondere das Cloud Computing.

Im Bereich Data Protection/OEM Solutions ist der zukünftig zu erwartende Geschäftsverlauf zu einem immer geringeren Anteil vom Abverkauf der Produkte über die Sophos-Gruppe bestimmt, stattdessen aber zunehmend durch das Geschäftsmodell der Auftragsentwicklung für die Sophos-Gruppe. Durch dieses risikominimierte, aber nicht wachsende Geschäftsfeld der IT-Dienstleistung bestimmt sich auch die insgesamt rückläufige Umsatz- und Deckungsbeitragsentwicklung dieses Bereiches.

Die Geschäftsfelder Hardware-Sicherheitsmodule und Lawful Interception & Monitoring Solutions bilden eigenständige Bereiche, die ihre jeweiligen Zielmärkte unabhängig bedienen. Sie sind in ihrem Markterfolg jedoch wesentlich vom Erfolg ihrer jeweiligen OEM-Vertriebspartner abhängig. In diesen Segmenten erwartet die Utimaco weiterhin in den nächsten Geschäftsjahren ein moderates Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich pro Jahr.

Insgesamt wird eine auf dem Niveau des Berichtsjahres verbleibende stabile Ertragskraft aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb ohne Sondereffekte sowie stabile Umsatzerlöse für die Geschäftsjahre 2012/2013 und 2013/2014 erwartet. Allerdings ist die Utimaco als weisungsgebundenes Unternehmen unmittelbar von zukünftigen Management-Instruktionen der Sophos Holdings GmbH betroffen, die sich auf die Entwicklung der Umsatz- und Ergebniszahlen im Geschäftsjahr 2012/2013 und auf die nächsten Geschäftsjahre auswirken können.

Weitere über die beschriebenen Risiken sowie über die normalen Unternehmensrisiken hinausgehende Risiken der künftigen Entwicklung sind derzeit nicht zu erkennen. Die tatsächlichen Ergebnisse können jedoch wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen.

Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, welche insbesondere bestandsgefährdende Risiken in sich bergen, sind nicht eingetreten und auch nicht bekannt. Wir gehen deshalb weiterhin von einer stabilen, den Planungen entsprechenden Geschäftsentwicklung aus.

 

Aachen, 11. Mai 2012

gez. Malte Pollmann, Vorstandsvorsitzender

gez. Dr. Frank Nellissen, Vorstand Finanzen

gez. Stephen Munford, Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Utimaco Safeware AG, Oberursel, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2011 bis 31. März 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Utimaco Safeware AG. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Mainz, den 11. Mai 2012

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Grube, Wirtschaftsprüfer

Jelen, Wirtschaftsprüferin

BERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2011/2012

1. Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat börsennotierter Aktiengesellschaften sind nach § 161 AktG verpflichtet, jährlich eine Erklärung abzugeben, dass den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden und warum nicht. Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Utimaco Safeware AG haben am 30. April 2012 die folgende Entsprechenserklärung abgegeben:

Der Vorstand und Aufsichtsrat der Utimaco Safeware AG erklären hiermit gemäß § 161 AktG:

Die Utimaco Safeware AG hat den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 26. Mai 2010 seit der letzten Entsprechenserklärung vom 26. September 2011 mit den nachfolgenden Ausnahmen entsprochen und wird den Empfehlungen auch künftig mit den folgenden Ausnahmen entsprechen:

Verfolgung der Hauptversammlung über moderne Kommunikationsmittel, z.B. per Internet (2.3.4)

Eine Verfolgung der Hauptversammlung per Internet oder über sonstige moderne Kommunikationsmittel ermöglicht die Gesellschaft aufgrund des wesentlichen Aufwandes bisher nicht. Für die Zukunft wird diese Praxis regelmäßig überprüft.

Vereinbarung eines Selbstbehalts in einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat (3.8 Abs. 3)

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in die gruppenweit geltende D&O-Versicherung der Sophos Limited einbezogen. Ein Selbstbehalt wurde nicht vereinbart. Der in Ziffer 3.8 des Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlene Selbstbehalt soll sich an der festen jährlichen Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder orientieren. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der Utimaco Safeware AG haben auf ihre Vergütung verzichtet. Die Vereinbarung eines Selbstbehalts erscheint Vorstand und Aufsichtsrat daher nicht sachgerecht.

Festlegung und Überprüfung der Gesamtvergütung des Vorstands durch den Aufsichtsrat (4.2.2 Abs. 1). Zahlung und Ausgestaltung fixer und variabler Vergütungsteile (4.2.3 Abs. 2 und Abs. 3)

Die Vorstandsmitglieder Malte Pollmann, Stephen Munford und Dr. Frank J. Nellissen haben Anstellungsverträge mit der Sophos Limited bzw. der Sophos GmbH und erhalten hieraus fixe und variable Vergütungsteile. Die Utimaco Safeware AG erstattet der Sophos Limited. bzw. der Sophos GmbH zum Ausgleich für die Tätigkeit der Herren Munford, Nellissen und Pollmann als Vorstandsmitglieder der Utimaco Safeware AG einen festgelegten fixen Betrag. Die Höhe des Erstattungsbetrags entspricht dem Anteil der gesamten Arbeitszeit, die das betreffende Vorstandsmitglied für die Utimaco Safeware AG voraussichtlich aufwenden wird, multipliziert mit dem fixen Basisgehalt.

Die beschriebene Vergütung ist für die Utimaco Safeware AG wirtschaftlich vorteilhaft, da der wirtschaftliche Aufwand für die Gesellschaft begrenzt und im Vorhinein gut berechenbar ist. Insbesondere trägt die Utimaco Safeware AG die anteiligen Kosten der variablen Vergütungsbestandteile nicht. Der Aufsichtsrat der Utimaco Safeware AG überprüft regelmäßig die Höhe des Erstattungsbetrags und kann eine Anpassung verlangen, wenn der angenommene zeitliche Umfang der Tätigkeit für die Gesellschaft geringer als erwartet ist oder sich die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft wesentlich verschlechtert hat. Änderungen der Anstellungsverträge bedürfen der Zustimmung der Aufsichtsrats der Utimaco Safeware AG, soweit sie die Tätigkeit für die Gesellschaft oder den von ihr zu erstattenden Betrag betreffen.

Festlegung einer Altersgrenze für Vorstandsmitglieder (5.1.2 Abs. 2 Satz 3)

Eine Festlegung einer Altersgrenze für Vorstände der Utimaco Safeware AG ist aufgrund des Lebensalters der Vorstände derzeit nicht erforderlich.

Festlegung von Zielen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats (5.4.1)

Vorstand und Aufsichtsrat der Utimaco Safeware AG beachten bei der Besetzung von Führungspositionen und der Zusammensetzung des Vorstands die Ziele der Diversivity und streben insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen an. Auch für die Besetzung des Aufsichtsrats wird der Aufsichtsrat bei seinen Vorschlägen an die Hauptversammlung geeignete Kandidatinnen berücksichtigen. Da der Aufsichtsrat jedoch nur aus drei Personen besteht und angesichts der Aktionärsstruktur der Utimaco Safeware AG, hält der Aufsichtsrat es nicht für zweckmäßig, feste Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats zu beschließen.

Bildung von Ausschüssen (5.3)

Da der Aufsichtsrat aus drei Mitgliedern besteht, sollen alle Gegenstände im Aufsichtsratsplenum vorbereitet, diskutiert und beschlossen werden. Dementsprechend hat der Aufsichtsrat gegenwärtig keine Ausschüsse.

Erfolgsorientierte Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder und individualisierter Ausweis (5.4.6 Abs. 2 und Abs. 3)

Alle Mitglieder des Aufsichtsrats der Utimaco Safeware AG haben sowohl auf ihre fixe wie auch ihre erfolgsorientierte Vergütung zum Wohle der Gesellschaft verzichtet. Eine Offenlegung der Aufsichtsratsvergütung im Corporate Governance Bericht entfällt dementsprechend.

Erörterung von Halbjahres- und etwaigen Quartalsfinanzberichten vor Veröffentlichungen mit Vorstand und Aufsichtsrat (7.1.2 Satz 2)

Bisher werden Halbjahres- und etwaige Quartalsfinanzberichte grundsätzlich nicht vor der Veröffentlichung vom Aufsichtsrat oder seinem Prüfungsausschuss mit dem Vorstand erörtert, es sei denn es liegen außergewöhnliche Umstände vor. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat vierteljährlich über den Geschäftsverlauf der Utimaco Safeware AG. Vorstand und Aufsichtsrat sind der Auffassung, dass diese Berichterstattung zusammen mit den weiteren Berichtspflichten des Vorstands den Aufsichtsrat hinreichend in die Lage versetzt, seinen Beratungs- und Überwachungsaufgaben nachzukommen.

Zwischenberichte innerhalb von 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich (7.1.2 Satz 4)

Die Utimaco Safeware AG weicht von dieser Empfehlung ab. Das Unternehmen hält die entsprechende Vorgabe der Börse, die eine über der Kodex-Empfehlung liegende Frist von 2 Monaten vorsieht, für ausreichend und angemessen, um die Aktionäre und Investoren über die aktuelle Geschäftsentwicklung zu informieren.

2. Relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewendet werden

Wir beachten die gesetzlichen Anforderungen, die Bestimmungen der Satzung der Utimaco Safeware AG sowie den Deutschen Corporate Governance Kodex, dessen Empfehlungen wir nach Maßgabe der vorstehenden Erklärung entsprechen. Darüber hinaus wenden wir folgende Unternehmenspraktiken an:

Richtlinien zu den Verhaltensregeln im Geschäftsleben

Als Teil der Sophos Gruppe gelten für die Utimaco Safeware AG die Richtlinien der Sophos Gruppe zu den Verhaltensregeln im Geschäftsverkehr. Diese dienen der Gewährleistung einer transparenten und redlichen Geschäftstätigkeit und der Verhinderung von Vorteilsnahme und Korruption. Neben einer Beschreibung der Tatbestände, die als Vorteilsnahme und Korruption verboten sind, enthalten die Richtlinien für sämtliche Mitarbeiter der Utimaco Safeware AG (einschließlich Führungsebene und Vorstand) verbindliche Regeln für den Umgang mit Geschäftspartnern und Dritten sowie für den Umgang mit möglichen internen Verstößen gegen die Richtlinien ("Whistleblowing").

Die Richtlinien zur Verhinderung von Vorteilsnahme und Korruption sind auf der Internetseite der Sophos Gruppe unter http://www.sophos.com/legal/anti-bribery-policy.html veröffentlicht.

3. Beschreibung und Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Die Utimaco Safeware AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Sie verfügt über eine dualistische Führungs- und Kontrollstruktur, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat. Die beiden Gremien arbeiten zum Wohl des Unternehmens eng zusammen.

Der Vorstand der Utimaco Safeware AG

Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Die dreii Mitglieder des Vorstands haben die Geschäfte der Gesellschaft nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung, der vom Aufsichtsrat erlassenen Geschäftsordnung für den Vorstand, des Geschäftsverteilungsplans des Vorstands, ihres Vorstandsvertrages, der unter 2. erläuterten Verhaltensrichtlinien sowie der Vorstandsbeschlüsse zu führen.

Der Vorstand tritt regelmäßig in kurzen zeitlichen Abständen zu Sitzungen zusammen, in denen der Geschäftsverlauf diskutiert und Beschlüsse gefasst werden. Außerdem berichtet der Vorstand dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der laufenden Projekte, der Risikolage und des Risikomanagements sowie der Compliance und sonstiger berichtspflichtiger Umstände nach § 90 AktG. Er stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und erörtert mit ihm in regelmäßigen Abständen den Stand der Strategieumsetzung.

Für den Abschluss bestimmter in der Geschäftsordnung des Vorstands aufgeführter Geschäfte der Gesellschaft bedarf der Vorstand der Zustimmung durch den Aufsichtsrat. Zu diesen Geschäften zählen beispielsweise der Abschluss von Unternehmensverträgen sowie der Erwerb und die Veräußerung von Grundstücken und Gegenständen des Sachanlagevermögens mit einem Volumen von mehr als EUR 3 Mio. Die Zustimmung kann auch durch Genehmigung der jährlichen Budgetplanung erfolgen.

Beschlüsse des Vorstands werden in den Vorstandssitzungen, im schriftlichen Verfahren oder im Wege sonstiger Kommunikation gefasst.

Ausschüsse innerhalb des Vorstands der Utimaco Safeware AG werden nicht gebildet.

Jedes Vorstandsmitglied legt Interessenskonflikte unverzüglich gegenüber dem Aufsichtsrat offen und informiert die anderen Vorstandsmitglieder hierüber. Die Annahme von Nebentätigkeiten, insbesondere des Amtes als Aufsichtsrat in einer anderen Gesellschaft durch ein Vorstandsmitglied bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrats.

Der Aufsichtsrat der Utimaco Safeware AG

Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar eingebunden. Dabei nimmt er insbesondere die Berichte des Vorstands zu den für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der laufenden Projekte, der Risikolage und des Risikomanagements und sonstiger berichtspflichtiger Umstände nach § 90 AktG entgegen. Die Berichte erfolgen regelmäßig in Textform. Darüber hinaus erstattet der Vorstand in den Sitzungen des Aufsichtsrats mündliche Berichte.

Der Aufsichtsrat übt seine Tätigkeit nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung, seiner Geschäftsordnung und seiner Beschlüsse aus.

Die Sitzungen des Aufsichtsrats finden mindestens zweimal im Kalenderhalbjahr statt. Nach Bedarf tritt der Aufsichtsrat zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen, um über aktuell anstehende, außerplanmäßige oder unerwartete Ereignisse oder Geschäftsvorfälle im Rahmen seiner Kompetenzen zu beraten und zu entscheiden.

Beschlüsse des Aufsichtsrats werden vor allem in den Aufsichtsratssitzungen, aber auch im schriftlichen Verfahren oder im Wege sonstiger Kommunikation gefasst. Über die Beschlüsse und Sitzungen wird ein Protokoll angefertigt, das vom Vorsitzenden unterzeichnet und unter den Aufsichtsratsmitgliedern verteilt wird. Das Protokoll wird sodann in der nächstfolgenden Sitzung durch Beschluss genehmigt.

Da der Aufsichtsrat der Utimaco Safeware AG aus drei Mitgliedern besteht, erfolgen alle Beratungen und Beschlussfassungen ausschließlich im Aufsichtsratsplenum; Ausschüsse werden nicht gebildet.

Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit des Aufsichtsrats. Er steht auch außerhalb von Sitzungen regelmäßig mit dem Vorstand in Kontakt und berät mit ihm die Strategie, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement des Unternehmens.

Jedes Aufsichtsratsmitglied legt Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat gegenüber offen. Über aufgetretene Interessenkonflikte und deren Behandlung informiert der Aufsichtsrat die Hauptversammlung im Bericht des Aufsichtsrats.

Erklärung zur Unternehmensführung

Börsennotierte Aktiengesellschaften haben nach dem am 29. Mai 2009 in Kraft getretenen § 289a HGB eine Erklärung zur Unternehmensführung entweder in ihren Lagebericht aufzunehmen oder auf der Internetseite der Gesellschaft öffentlich zugänglich zu machen. Der Vorstand der Utimaco Safeware AG hat die Erklärung zur Unternehmensführung auf der firmeneigenen Webseite veröffentlicht. Auf die unter www.utimaco.de/investor/ veröffentlichte Erklärung wird hiermit Bezug genommen.

JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS, ABSCHLUSSPRÜFUNG

Der nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellte Jahresabschluss zum 31. März 2012, der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellte Konzernabschluss der Gesellschaft zum 31. März 2012, der Lagebericht und der Konzernlagebericht des Vorstands über das Geschäftsjahr 2011/2012 wurden durch den von der Hauptversammlung gewählten und vom Aufsichtsrat beauftragten Abschlussprüfer, die KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Prüfungsschwerpunkte legte der Aufsichtsrat im Rahmen der Beauftragung des Abschlussprüfers fest.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht des Vorstands sowie den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Die Mitglieder des Aufsichtsrats beschäftigten sich intensiv mit den Vorlagen des Vorstands und den Prüfungsberichten. In der Sitzung des Aufsichtsrats am 21. Mai 2012 berichtete der Abschlussprüfer dem Aufsichtsrat über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und stand den Mitgliedern des Aufsichtsrats für Fragen zur Verfügung. Wesentliche Schwächen des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess bestehen nach dem Bericht des Abschlussprüfers ebenso wenig wie Umstände, die seine Befangenheit besorgen lassen; der Abschlussprüfer hat keine Leistungen zusätzlich zu den Abschlussprüfungsleistungen erbracht.

Der Aufsichtsrat besprach die genannten Vorlagen und die Feststellungen des Abschlussprüfers ausführlich mit dem Abschlussprüfer und dem Vorstand. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhob der Aufsichtsrat gegen den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011/2012 keine Einwendungen und stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu.

Der Aufsichtsrat billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss.

Somit ist der Jahresabschluss zum 31. März 2012 festgestellt. Der Aufsichtsrat schloss sich zudem dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns an. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern der Utimaco Gruppe im In- und Ausland und spricht seine Anerkennung für die im Geschäftsjahr erfolgreich geleistete Arbeit und das Engagement aus.

 

Oberursel, im Mai 2012

Für den Aufsichtsrat

gez. Nicholas Bray, Vorsitzender

ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN:

Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Erfahrungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Zu diesen Risikofaktoren gehören insbesondere die im Risikobericht genannten Faktoren. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

11 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.