Nexburg Management Services GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Johannes Dr. Nellissen seit 16.4.2012 | Vorstandsmitglied |
Pascal Markus Wattler seit 5.3.2012 | Prokura |
Stefan Zeichner seit 15.10.2009 | Prokura |
Michael Rücker seit 15.10.2009 | Prokura |
Dieter Bong seit 15.10.2009 | Prokura |
Gesa Ott seit 15.10.2009 | Prokura |
Andreas Philipp seit 15.10.2009 | Prokura |
Malte Caspar Pollmann seit 3.6.2008 | Vorstandsmitglied |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Utimaco Safeware AGOberursel (Taunus)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2011 bis zum 31.03.2012Jahresfinanzbericht für das Geschäftsjahr 2011/2012Utimaco Safeware AG
Internet: www.utimaco.de Postanschrift Utimaco Safeware AG Investor Relations Germanusstr. 4 52080 Aachen Deutschland Bilanz zum 31. März 2012A K T I V A
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2011 bis 31. März 2012
Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.03.2012
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2011/2012I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS UND ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENDer Jahresabschluss der Utimaco Safeware AG, Oberursel (in der Folge auch Utimaco), wurde entsprechend den Grundsätzen des HGB und des AktG erstellt. Utimaco ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Gliederung und Ausweis Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Sinne des § 275 Abs. 3 HBG nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Forschungs- und Entwicklungskosten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter Anwendung von § 264 Abs. 2 Satz 1 und § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB als gesonderter Posten vor den Vertriebs- und Marketingkosten ausgewiesen. Auftragsbezogene Entwicklungsleistungen werden in dem Posten "Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen" ausgewiesen. Die Kommunikations- und Versicherungsaufwendungen sowie der Aufwand für die interne IT-Infrastruktur werden wie in den Vorjahren zur Erhöhung der Aussagekraft unter dem Posten "Allgemeine Verwaltungskosten" erfasst. Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Bei EDV-Software und ähnlichen Rechten beträgt die Nutzungsdauer 1,5 bis 3 Jahre, bei Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend 3 bis 10 Jahre. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zuschreibungen werden vorgenommen, sobald der Grund zur außerplanmäßigen Abschreibung entfallen ist. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren angesetzt. Die fertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden die direkten Material- und Fertigungskosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten und der Werteverzehr, der durch die Fertigung veranlasst ist, eingerechnet. Außerdem werden angemessene Teile der Verwaltungsgemeinkosten einbezogen, nicht dagegen Zinsen für Fremdkapital. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert oder mit dem am Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert. Erkennbare Risiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Liquide Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, werden mit diesen Schulden verrechnet. Die Pensionsverpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln Heubeck 2005 G" ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt; dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen bei den Renten von 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %) ausgegangen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum 31. März 2012 auf 5,13 % (Vorjahr: 5,14 %); es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Bei der Berechnung wurde keine Fluktuation unterstellt. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Einnahmen vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Währungsumrechnung Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei Restlaufzeiten über einem Jahr erfolgt die Bewertung zum Transaktionskurs. Auf Grund der Kursentwicklung notwendige Anpassungen werden zum Bilanzstichtag entsprechend dem Niederstwertprinzip (Passivseite: Höchstwertprinzip) vorgenommen. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss wurde in Euro aufgestellt. Durch Rundungen können in Einzelfällen Summenergebnisse von der rechnerischen Summe der aufgeführten Einzelpositionen abweichen. Der Summenwert ergibt sich aus der Summe der Einzelpositionen in Euro, kaufmännisch gerundet auf den Darstellungswert (z.B. TEUR). II. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZDie Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr ist in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. II.1 Anteile an verbundenen Unternehmen Zum 31. März 2012 waren folgende Unternehmen im Anteilsbesitz:
Die zwei nicht operativen Vorratsgesellschaften, die Utimaco Beteiligungsgesellschaft mbH i.L. und die Utimaco Verwaltungsgesellschaft mbH i.L., wurden liquidiert und mit Datum 26. April 2011 aus dem Handelsregister gelöscht. Die Anteile an der dritten nicht operativen Beteiligung, der Utimaco Safeware Ltd., Abingdon, Großbritannien, wurden per 30. März 2012 an die Sophos Ltd., Abingdon, Großbritannien, veräußert. II.2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen Es besteht eine Ausleihung an die Sophos Oy, Vantaa, Finnland, in Höhe von TEUR 3.172 (Vorjahr: TEUR 3.002) die, wie bereits im Vorjahr, vollumfänglich wertberichtigt ist. Die Veränderung erfolgte aufgrund von darlehenserhöhenden Zinsen in Höhe von TEUR 170. Darüber hinaus bestehen Ausleihungen an die Sophos Holdings GmbH, Wiesbaden, in Höhe von TEUR 26.608 (Vorjahr: TEUR 15.185). Der Ausweis der Ausleihungen an verbundene Unternehmen erfolgt unter den Finanzanlagen, da davon auszugehen ist, dass unter Berücksichtigung der Liquiditätssteuerung im Sophos Konzern eine Rückzahlung innerhalb eines Jahres nicht vorgesehen ist. II.3 Beteiligungen Beteiligungen der Utimaco waren zum 31. März 2012:
Die Utimaco Safeware Belgium NV, in Insolvenz, befand sich seit Insolvenzantrag vom 16. September 2002 in Abwicklung und wurde mit Wirkung zum 21. Juni 2011 aus dem belgischen Handelsregister gelöscht. II.4 Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Die Ausleihung gegenüber der isits AG hat sich aufgrund von Rückzahlungen von TEUR 62 im Vorjahr auf TEUR 53 reduziert. Die Wertberichtigung auf Ausleihungen reduzierte sich dadurch von TEUR 62 im Vorjahr auf nun TEUR 50. Darüber hinaus besteht eine Ausleihung gegenüber der Sophos Hong Kong Company Ltd., Hongkong, in Höhe von TEUR 749 (Vorjahr: TEUR 888), die auch nach Teilrückzahlungen weiterhin zu 100% wertberichtigt ist II.5 Vorräte Im Berichtsjahr waren, wie im Vorjahr, keine Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen erforderlich. II.6 Forderungen gegen verbundene Unternehmen Zum Stichtag bestanden keine wertberichtigten Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Vorjahr: TEUR 1.548). Die Forderungen in Höhe von TEUR 7.488 (Vorjahr: TEUR 20.171) resultieren wie im Vorjahr vollständig aus Lieferungen und Leistungen. II.7 Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, bestehen zum Stichtag keine Forderungen mehr. Die bereits zum Vorjahr vollständig wertberichtigten Forderungen in Höhe von TEUR 607 gegenüber der Utimaco Safeware Belgium NV, in Insolvenz, Heverlee, sind nach abgeschlossener Insolvenz entfallen. II.8 Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 319 (Vorjahr: TEUR 163). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Steuerüberzahlungen. II.9 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Dieser Posten beinhaltet im Wesentlichen eingekaufte und abgegrenzte Aufwendungen aus Wartungsverträgen, die im Zusammenhang mit den auf der Passivseite abgegrenzten Wartungsverträgen stehen. II.10 Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 14.745.449,00 und ist in 14.745.449 auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennbetrag eingeteilt. Mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 27. November 2007 wurde das Grundkapital um bis zu EUR 500.000,00 zur Erfüllung von Verpflichtungen aus einem Aktienoptionsprogramm bedingt erhöht. Die Eintragung des bedingten Kapitals 2007/I in das Handelsregister erfolgte am 5. Dezember 2007. Zum Stichtag waren aus den vorgenannten Kapitalmaßnahmen keine (Vorjahr: 10.000) Bezugsrechte in Form von Aktienoptionen an Mitarbeiter aktiv. Sämtliche begebenen Aktienoptionen sind entweder verfallen oder es wurde auf diese unwiderruflich gegen Barabfindung verzichtet. Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 17.682 wird gemäß Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag an die Sophos Holdings GmbH abgeführt. Die Verbindlichkeiten aus dem Ergebnisabführungsvertrag wurden mit Darlehensforderungen gegen die Sophos Holdings GmbH aufgerechnet. Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag wurde am 10. Februar 2009 geschlossen und die Aktionäre der Utimaco haben diesem am 23. März 2009 auf einer außerordentlichen Hauptversammlung zugestimmt. Am 25. März 2009 erfolgte die Eintragung ins Handelsregister. II.11 Rückstellungen für Pensionen Die Rückstellungen für Pensionen resultieren aus Pensionszusagen vor 2005 (Altzusagen) und Pensionszusagen seit 2007 (Neuzusagen). Die Verpflichtungen aus den Neuzusagen sind rückgedeckt und durch Abtretungsvereinbarungen dem Zugriff aller Gläubiger entzogen. Die Rückstellung für die Neuverpflichtungen in Höhe von TEUR 228 (Vorjahr: TEUR 175) wurde mit Deckungsvermögen gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Mit den korrespondierenden Erträgen und Aufwendungen wurde entsprechend verfahren. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgte zum Marktwert (TEUR 228; Vorjahr: TEUR 175), der unter den Anschaffungskosten von TEUR 541 (Vorjahr: TEUR 477) liegt. II.12 Sonstige Rückstellungen Die Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen ist nachfolgend dargestellt:
Die personalbezogenen Rückstellungen betreffen insbesondere variable Bezüge sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Die übrigen sonstigen Rückstellungen beinhalten als wesentliche Positionen ausstehende Rechnungen aus Lieferungen und Leistungen. II.13 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 12) aus Lieferungen und Leistungen, sowie mit TEUR 2.701 (Vorjahr: TEUR 596) aus Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der uti-maco safeguard systems international GmbH, Oberursel. Für die Verbindlichkeiten wurden, wie im Vorjahr, keine Sicherheiten gewährt. II.14 Passive Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet abgegrenzte Erlöse aus Wartungsverträgen. III. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGIII.1 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden in folgenden Regionen erzielt:
Nach Umsatzgruppen gliedern sich die Erlöse wie folgt:
Wegen der Anwendung des Umsatzkostenverfahrens werden folgende Aufwandsarten gemäß § 285 Nr. 8a und 8b HGB gesondert erläutert: III.2 Material- und Personalaufwand Der in dem Posten "Herstellungskosten zur Erzielung der Umsatzerlöse" enthaltene Materialaufwand des Geschäftsjahres setzt sich wie folgt zusammen:
Der Anstieg der Aufwendungen für bezogene Waren resultiert zum größten Teil aus Aufträgen, in denen Utimaco überwiegend Fremdkomponenten verkauft. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten auch eingekaufte Wartungsleistungen in Höhe von TEUR 932 (Vorjahr: TEUR 522). Der Personalaufwand des Geschäftsjahres setzt sich wie folgt zusammen:
III.3 Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 2.369 (Vorjahr: TEUR 272) enthalten. Sie ergaben sich im Wesentlichen aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 1.700. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 344 enthalten. III.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 43) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 368 enthalten. III.5 Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens Zuschreibungen auf Darlehen erfolgten aufgrund von Zahlungen in Höhe von TEUR 152 (Vorjahr: TEUR 0). III.6 Abschreibungen auf Finanzanlagen Darlehenserhöhende Zinsen von TEUR 170 (Vorjahr: TEUR 183) auf bestehende Darlehen wurden abgeschrieben. III.7 Zinsen und ähnliche Aufwendungen Im Zinsaufwand sind TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 48) für Pensionen enthalten. III.8 Außerordentliche Aufwendungen und Erträge Im Berichtsjahr sind keine außerordentlichen Aufwendungen (Vorjahr: TEUR 207 aus der Erstanwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes) angefallen. Außerordentliche Erträge wurden in Höhe von TEUR 4.290 (Vorjahr: TEUR 0) im Zuge der Veräußerung des Tochterunternehmens Utimaco Safeware Ltd., Großbritannien, erzielt. III.9 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern des Berichtsjahres betreffen vor allem die Steuern für die Ausgleichszahlung an die Minderheitsaktionäre. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 31,9 %. Im Berichtsjahr liegen aktive Latenzen aus der unterschiedlichen Bewertung von Pensionsrückstellungen und steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen vor, passive Latenzen für die steuerlich unterschiedliche Abschreibungsdauer von Firmenwerten. Auf Grund der steuerlichen Organschaft mit der Sophos Holdings GmbH wurde für den Überhang passiver Steuerlatenzen eine passive latente Steuer nicht bilanziert. IV. ERGÄNZENDE ANGABENHaftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden Verpflichtungen aus längerfristigen Wartungs-, Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 4.323 (Vorjahr: TEUR 4.998) mit folgender Fälligkeitsstruktur:
Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2011/2012 waren im Unternehmen durchschnittlich 164 Angestellte beschäftigt (Vorjahr: 166). Als Aufwand erfasste Honorare für den Abschlussprüfer Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurden insgesamt Honorare in Höhe von TEUR 62 für die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mainz, (Vorjahr: TEUR 58) als Aufwand erfasst, der sich wie folgt unterteilt:
Die Honorare für Abschlussprüfungen umfassen die Honorare für die Konzernabschlussprüfung und die Jahresabschlussprüfung der Utimaco Safeware AG. Bezüge der Mitglieder der Unternehmensorgane Die Gesamtvergütung des Vorstands betrug im Berichtsjahr TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 143). Hinsichtlich der weiteren Angaben zu den Vorstandsbezügen nach § 285 Nr. 9 a) Satz 4-7 HGB verweisen wir auf den Vergütungsbericht im Lagebericht. Der versicherungsmathematische Wert der Pensionszusagen ehemaliger Mitglieder des Vorstands betrug zum 31. März 2012 TEUR 589 (Vorjahr: TEUR 588). An frühere Mitglieder des Vorstands wurden Ruhegehälter in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 47) gezahlt. Die Bezüge des Aufsichtsrats betrugen im Berichtsjahr TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). Alle Aufsichtsratsmitglieder haben auf eine Vergütung für ihre Tätigkeit ersatzlos verzichtet. Vorstand Jedes Mitglied des Vorstands vertritt die Gesellschaft zusammen mit einem anderen Vorstandsmitglied oder einem Prokuristen. Dem Vorstand gehörten im vergangenen Jahr an:
Aufsichtsrat Dem Aufsichtsrat gehörten im Berichtsjahr an:
Verträge mit Aufsichtsratsmitgliedern Verträge mit Aufsichtsratsmitgliedern bestehen nicht. Kreditgewährung an Mitglieder der Unternehmensorgane An Mitglieder der Unternehmensorgane wurden wie im Vorjahr keine Kredite gewährt. Verbundene Unternehmen und Beteiligungen Eigenkapital und Jahresergebnis der verbundenen Unternehmen und der Beteiligungen sind der nachfolgenden Aufstellung zu entnehmen:
* entsprechend vorliegendem Local GAAP-Abschluss
Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgten zu marktüblichen Bedingungen. Utimaco ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Sie ist das Mutterunternehmen der vorgenannten verbundenen Unternehmen und Beteiligungen und ist demnach verpflichtet, einen Konzernabschluss nach § 290 HGB zu erstellen. Die Gesellschaft hat einen Konzernabschluss nach § 315a HGB erstellt. Der Konzernabschluss kann in den Geschäftsräumen der Gesellschaft eingesehen werden. Utimaco ist in den Konsolidierungskreis der Sophos-Gruppe, die den größeren Konsolidierungskreis darstellt, einbezogen und wurde im Konzernabschluss der Sophos Ltd zum 31. März 2012 vollkonsolidiert. Der Abschluss kann am Sitz der Sophos Ltd in Abingdon (Großbritannien) eingesehen werden. Oberstes Mutterunternehmen ist die Pentagon Holdings S.à r.l. in Luxemburg, Luxemburg. Corporate Governance Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Gesellschaft haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und unter der firmeneigenen Web-Seite den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht. Angaben gemäß § 160 Absatz 1 Nr. 8 AktG Die Sophos Ltd (Abingdon, Großbritannien) hielt zum 31. März 2012 mittelbar mehr als 10% der ausgegebenen Utimaco-Aktien über folgende Tochtergesellschaften: Sophos Holdings GmbH (Wiesbaden, Deutschland), eine unmittelbare Tochtergesellschaft der Sophos Ltd hielt mehr als 10% und die Umbrella Acquisitions GmbH (Wiesbaden, Deutschland), die ihrerseits eine unmittelbare Tochtergesellschaft der Sophos Holdings GmbH ist, hielt ebenfalls mehr als 10% der ausgegebenen Utimaco-Aktien.
Aachen, den 11. Mai 2012 gez. Malte Pollmann, Vorstandsvorsitzender gez. Dr. Frank Nellissen, Vorstand Finanzen gez. Stephen, Munford LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2011/2012Informationen zur Integration der Utimaco-Gruppe in die Sophos-Gruppe Das Hauptziel der Integration, die Data Protection Produkte der Utimaco-Gruppe und der Sophos-Gruppe zu einer umfassenden Datensicherheitslösung zu kombinieren, die alle Elemente des Informations- und Computerschutzes kombiniert und den Kunden beider Seiten ermöglicht, ihre Sicherheitslösungen in Zukunft effektiver und einfacher zu gestalten, ist erfolgreich abgeschlossen worden. Utimaco ist durch die erfolgreiche Integration im Produktbereich Data Protection zum "Entwicklungshaus" für den OEM (Original-Equipment-Manufacturer) Partner Sophos geworden. Die Utimaco Geschäftsbereiche Lawful Interception and Monitoring Solutions (LIMS) und Hardware Security Modules (HSM) sind aufgrund ihrer geschäftlichen Besonderheiten von den Integrationsmaßnahmen weniger betroffen. Durch die im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/2012 vollumfänglich wirksam gewordenen Effekte der vielfältigen Integrationsmaßnahmen mit der Sophos-Gruppe besteht keine direkte Vergleichbarkeit mit der Entwicklung der Vorjahre. Die dominierenden Effekte für die Entwicklung der Umsätze und Erträge der Utimaco-Gruppe ergaben sich aus den Management-Instruktionen, Integrations- und Finanzierungstätigkeiten mit der Sophos-Gruppe. Zudem ist die Utimaco AG als weisungsgebundenes Unternehmen unmittelbar auch von zukünftigen Management-Instruktionen der Sophos Holdings GmbH und Integrationsaktivitäten betroffen, die sich auf die Entwicklung der Umsatz- und Ergebniszahlen im Geschäftsjahr 2011/2012 und darüber hinaus auswirken. Mit dem Zusammenschluss zweier Unternehmen, die in ihren komplementären Geschäftsfeldern jeweils laut Gartners "Magic Quadrant" führend sind, ist Sophos nunmehr ein führender europäischer IT-Sicherheits-Anbieter mit einem umfassenden Lösungsangebot zum professionellen Schutz von Daten, Endgeräten und IT-Infrastrukturen. Das Produktportfolio aus eigenständigen und integrierten Lösungen für Datensicherheit, Endpunkt-Sicherheit, E-Mail- und Web-Sicherheit sowie Netzwerkzugangskontrolle bündelt die Kompetenzen von Sophos und Utimaco als Spezialisten, die beide seit mehr als 20 Jahren im IT-Security-Bereich tätig sind. Verlangen nach § 327a Abs. 1 Satz 1 AktG auf Durchführung des Squeeze-Out Verfahrens Die Sophos Holdings GmbH mit Sitz in Wiesbaden (HRB 25901) hat dem Vorstand der Utimaco Safeware AG am 14. Februar 2012 das Verlangen gemäß § 327a Abs. 1 Satz 1 AktG übermittelt, dass die Hauptversammlung der Utimaco Safeware AG über die Übertragung der Aktien der übrigen Aktionäre (Minderheitsaktionäre) der Utimaco Safeware AG auf die Sophos Holdings GmbH (Hauptaktionär) gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung beschließen soll (Squeeze-Out). Die Sophos Holdings GmbH hat dem Vorstand mitgeteilt, dass sie - unter Berücksichtigung einer Zurechnung nach §§ 327a Abs. 2, 16 Abs. 4 AktG - Stückaktien der Gesellschaft in Höhe von mehr als 95,0 % des Grundkapitals der Utimaco Safeware AG hält. Die Sophos Holdings GmbH ist damit Hauptaktionärin der Utimaco Safeware AG im Sinne des § 327a Abs. 1 Satz 1 AktG. Der Beschluss über den Ausschluss der übrigen Aktionäre (Minderheitsaktionäre) soll in der nächsten Hauptversammlung der Utimaco Safeware AG gefasst werden. Änderungen bei Gremien Seit 1. Dezember 2011 ist Herr Malte Pollmann Vorsitzender des Vorstands der Utimaco Safeware AG und Herr Steven Munford Vorstand der Utimaco Safeware AG. Des Weiteren wurde Herr Dr. Frank J. Nellissen mit Wirkung zum 24. Februar 2012 zum Vorstand Finanzen der Utimaco Safeware AG bestellt. Herr Peter Lammer ist mit Wirkung zum 11. April 2012 von seinem Amt als Aufsichtsratsvorsitzender der Utimaco Safeware AG zurückgetreten. Dadurch wurde Herr Peter Gyenes, bislang stellvertretendes Aufsichtsratsmitglied zum ordentlichen Aufsichtsratsmitglied. Mit Wirkung zum 16. April 2012 wurde Nicholas Paul Seaton (Nick) Bray zum Aufsichtsratsvorsitzenden und Peter Gyenes zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Rahmenbedingungen und Geschäftsentwicklung Security ist und bleibt auch weiterhin ein wichtiges IT-Thema für Unternehmen. Immer neue Formen von Cyberkriminalität und Malware sowie die Zunahme von Industrie-Spionage zwingen die Firmen, stets auf dem neuesten Stand zu bleiben. Darüber hinaus wirken Compliance und zunehmende Mobilität als treibende Faktoren der Security-Nachfrage. Nicht zu unterschätzen ist die Bedeutung von IT-Sicherheit im anbrechenden Zeitalter des Cloud Computings, da Security eine elementare Voraussetzung für die Akzeptanz und Nutzung der Dienste aus dem Netz darstellt. Insgesamt ist Security ein grundlegender Faktor für das Funktionieren einer sich dynamisch weiterentwickelnden IT-Landschaft. Dabei werden im Zuge des boomenden Mobility-Marktes die Ausgaben für Mobile Security überdurchschnittlich wachsen. Die Analysten von Gartner führen die Unlust am PC-Kauf unter anderem auf die unsichere Wirtschaftslage in Westeuropa zurück. In der Region Europa, Naher Osten und Afrika gingen die Auslieferungen besonders stark um 9,6% zurück. Der Trend wurde den Beobachtungen zufolge noch dadurch beschleunigt, dass sich viele Kunden den boomenden Smartphones und Tablet-Computern zugewendet hätten. Der weltweite Informations- und Telekommunikationsmarkt wurde in der abgelaufenen Periode noch durch nachlaufende Effekte der Rezession in der Realwirtschaft beeinflusst. Die IT-Branche sieht sich als Fallschirm für die strauchelnde Konjunktur in Europa. Zwar legt die Euro-Krise auch den Unternehmen der digitalen Wirtschaft Zügel an - doch können sie immer noch zulegen. Ein Wachstumstreiber ist das Cloud Computing. Im Berichtszeitraum wurde ein Jahresergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 17.682 (Vorjahr: TEUR 11.915) erzielt. Die liquiden Mittel sind um TEUR 1.850 angestiegen und betrugen TEUR 4.645 (Vorjahr: TEUR 2.795). Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 17.682 wird gemäß dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag an die Sophos Holdings GmbH abgeführt. ErtragslageUmsatzentwicklung Im Geschäftsjahr 2011/2012 betrug der Umsatz TEUR 36.748 (Vorjahr: TEUR 37.738). Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2010/2011 liegt der Umsatz mit 2,6% leicht unter dem Vorjahresumsatz. Dies ist vor allem durch die Umstellung des Geschäftsmodells der Utimaco im Geschäftsbereich Data Protection begründet. Utimaco erbringt in diesem Bereich für den OEM-Partner Sophos Ltd., Großbritannien, Entwicklungsleistungen und wird dadurch in Zukunft vornehmlich Serviceumsatz erzielen. Außerdem wird dadurch Umsatz im Segmentbericht nach Regionen in die Region Europa verlagert. Der Umsatz mit Softwareprodukten betrug TEUR 11.579 (Vorjahr: TEUR 15.565), die Umsatzerlöse für Wartungs- und Supportleistungen betrugen TEUR 4.009 (Vorjahr: TEUR 3.320) und der Umsatz mit Hardware belief sich auf TEUR 2.487 (Vorjahr: TEUR 3.016). Mit Services wurde ein Umsatz in Höhe von TEUR 12.101 (Vorjahr: TEUR 13.921) erzielt. Der Umsatz mit sonstigen Produkten betrug TEUR 6.572 (Vorjahr 1.916). Bei der Umsatzverteilung nach Produktgruppen entfielen 42,4% auf Software- und Wartungserlöse (Vorjahr: 50,0%). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Verringerung der Lizenzgebühren an die Sophos-Gruppe als OEM Partner, da aufgrund des bestehenden Data Protection Entwicklungsvertrags lediglich Utimaco Software lizenzpflichtig ist, die vor 2011 entwickelt wurde. Der Umsatzanteil der Hardware-Produkte betrug 6,8% (Vorjahr: 8,0%), der Serviceumsatz verminderte sich, bedingt durch gesunkene Serviceverkäufe im Segment LIMS, von 36,9% im Vorjahr auf 32,9% im Berichtsjahr. Im Inland belief sich der Umsatz im Berichtszeitraum auf TEUR 10.383 (Vorjahr: TEUR 11.265). Der gesunkene Data Protection Lizenzumsatz mit der Sophos Ltd. wirkt sich auch auf den Umsatz im europäischen Ausland aus, der von TEUR 18.960 im Vorjahr auf TEUR 14.796 gesunken ist. In der Region Amerika belief sich der Umsatz auf TEUR 653 (Vorjahr: TEUR 890). Der erwirtschaftete Umsatz in der Region Asien/Pazifik/Afrika wird durch die positive Geschäftsentwicklung des Geschäftsbereichs LIMS in dieser Region beeinflusst und lag bei TEUR 10.916 (Vorjahr: TEUR 6.623). Der Anteil der im Ausland erzielten Umsätze betrug im Berichtszeitraum 71,7% gegenüber 70,1% im Geschäftsjahr 2010/2011. Ergebnisentwicklung Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug TEUR 13.566 gegenüber TEUR 12.306 im Geschäftsjahr 2010/2011. Im Berichtszeitraum betrug das Bruttoergebnis TEUR 20.911 (Vorjahr: TEUR 23.140), was einer Bruttomarge von 56,9% (Vorjahr: 61,3%) entspricht. Der Rückgang der Bruttomarge resultiert aus einem deutlich gestiegenen Anteil von Drittkomponenten, die im Berichtsjahr in dem australischen LIMS Großprojekt Teil der Utimaco-Gesamtlösung darstellen. Der operative Kostenblock (Vertriebs- und Marketingkosten, Forschungs- und Entwicklungskosten sowie allgemeine Verwaltungskosten) sanken um TEUR 1.609 und betrug im Berichtszeitraum TEUR 12.389 (Vorjahr: TEUR 13.997). Die operative Kostenquote lag somit bei 33,7% (Vorjahr: 37,1%). Die deutlich reduzierte Kostenquote resultiert hauptsächlich aus gesunkenen allgemeinen Verwaltungskosten. Die Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen im Berichtszeitraum TEUR 4.006 (Vorjahr: TEUR 4.390) und betreffen im Wesentlichen die Entwicklungen der Bereiche HSM (Hardware Secutity Moduls) und LIMS (Lawful Interception and Monitoring Solutions). Die Data Protection Entwicklung im Auftrag der Sophos Ltd. wird in den Herstellkosten ausgewiesen. Im Verhältnis zum Umsatz wurden für Forschung und Entwicklung 10,9% (Vorjahr: 11,6%) aufgewendet. Die Vertriebs- und Marketingkosten lagen mit TEUR 5.046 nahezu auf Vorjahresniveau von TEUR 4.977. Im Verhältnis zum Umsatz betrugen die Vertriebs- und Marketingkosten 13,7% (Vorjahr: 13,2%). Die allgemeinen Verwaltungskosten beliefen sich im Berichtszeitraum auf TEUR 3.337 (Vorjahr: TEUR 4.631). Im Verhältnis zum Umsatz sanken die allgemeinen Verwaltungskosten von 12,3% im Geschäftsjahr 2010/2011 auf 9,1% im Berichtszeitraum. Reduzierte Mietaufwendungen durch die Aufgabe des Standortes Oberursel und Einsparungen bei den von der Sophos GmbH bezogenen allgemeinen Verwaltungsleistungen waren die wesentlichen Einflüsse auf den Rückgang der allgemeinen Verwaltungskosten. Das Ergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern (EBITDA) betrug im Berichtszeitraum TEUR 17.425 (Vorjahr: TEUR 12.406), dies entspricht einer EBITDA-Marge von 47,4% (Vorjahr: 32,9%). Das EBITDA von TEUR 17.425 ergibt sich aus dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von TEUR 13.566 unter Abzug des Zinsergebnisses von TEUR 978 und des Saldos der Zu- und Abschreibungen auf Finanzanlagen von TEUR 18 sowie unter Hinzurechnung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände von TEUR 58 und Sachanlagen von TEUR 469 und ergänzend hierzu die außerordentlichen Erträge von TEUR 4.290. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug für den Berichtszeitraum TEUR 13.566 (Vorjahr: TEUR 12.306). Im Verhältnis zum Umsatz betrug das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 36,9% (Vorjahr: 32,6%). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wurde im Berichtsjahr durch Erträge aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen, die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen sind, in Höhe von TEUR 1.722 positiv beeinflusst. Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung betrug für den Berichtszeitraum TEUR 17.682 (Vorjahr: TEUR 11.915). Das Finanzergebnis betrug für den Berichtszeitraum TEUR 960 (Vorjahr: TEUR 581). Darin enthalten sind Zinserträge in Höhe von TEUR 1.051 (Vorjahr: TEUR 837), Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 73 (Vorjahr: TEUR 73) und Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 170 (Vorjahr: TEUR 183). Erträge aus Zuschreibungen zu Finanzanlagen betrugen im Berichtszeitraum TEUR 152 (Vorjahr: TEUR 0). Außerordentliche Erträge wurden in Höhe von TEUR 4.290 im Zuge der Veräußerung des inaktiven Tochterunternehmens Utimaco Safeware Ltd., Großbritannien, an die Sophos Ltd. erzielt. Das Jahresergebnis in Höhe von TEUR 17.682 wird gemäß dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag an die Sophos Holdings GmbH abgeführt. Vermögens- und FinanzlageDie Bilanzsumme betrug zum 31. März 2012 TEUR 53.765 und ist gegenüber dem 31. März 2011 um 6,8% angestiegen. Mit Stichtag zum 30. März 2012 haben die Sophos- und Utimaco-Gruppe die konzernintern bestehende Schulden- und Forderungsstruktur durch verschiedene Maßnahmen vereinfacht. Dazu hat der Vorstand der Utimaco Safeware AG zwei Anweisungen von ihrer beherrschenden Mehrheitsaktionärin Sophos Holdings GmbH erhalten, bestimmte Schritte im Zusammenhang mit dieser konzerninternen Umstrukturierung von Schulden und Forderungen durchzuführen. Nach der Gremienzustimmung auf Seiten der Utimaco Safeware AG hat der Vorstand diese Anweisungen umgesetzt. Demzufolge wurden
Durch diese Maßnahmen wurden die Forderungen der Utimaco-Gruppe deutlich stärker auf die Sophos Holdings GmbH konzentriert und gleichzeitig Darlehen in Höhe von TEUR 13.095 begeben. Aus einem Bardarlehen in Höhe von TEUR 645 und einem weiteren Darlehen aus Abtretung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Utimaco Safeware AG gegenüber der Sophos Ltd. und Wandlung in ein Darlehen mit der Sophos Holdings GmbH wurden die Ausleihungen in Höhe von TEUR 15.464 erhöht. Nach Verrechnung des von Utimaco Safeware AG abzuführenden Gewinns an die Sophos Hodings GmbH mit bestehenden Darlehensforderungen erhöhten sich die Ausleihungen inklusive Zinsen um TEUR 11.423 auf TEUR 26.608 (Vorjahr: TEUR 15.185). Das Anlagevermögen stieg gegenüber dem Vorjahr um TEUR 10.551 auf TEUR 27.982, wesentlich beeinflusst durch die Zunahme von Ausleihungen. Im Berichtszeitraum wurden Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von TEUR 403 (Vorjahr: TEUR 395) getätigt. Das Umlaufvermögen betrug zum Bilanzstichtag TEUR 22.400 (Vorjahr: TEUR 32.245). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zuzüglich der Forderungen gegen verbundene Unternehmen reduzierten sich um TEUR 13.639 auf TEUR 14.100 (Vorjahr: TEUR 27.739), die liquiden Mittel erhöhten sich um TEUR 1.850 auf TEUR 4.645 (Vorjahr: TEUR 2.795). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen im Berichtszeitraum um insgesamt TEUR 1.872. Gleichzeitig reduzierten sich die kurzfristigen Vermögensgegenstände um TEUR 7.118, so dass sich der kurzfristige Deckungsgrad um TEUR 8.990 auf TEUR 16.208 reduziert hat.
Zum Bilanzstichtag betrug das Eigenkapital TEUR 38.272 (Vorjahr: TEUR 38.272), das gezeichnete Kapital belief sich unverändert auf TEUR 14.745 (Vorjahr: TEUR 14.745). Die Eigenkapitalquote betrug zum Ende des Berichtszeitraums 71,2% (Vorjahr: 76,0%). Insgesamt ist der Geschäftsverlauf aus unserer Sicht zufriedenstellend. Steuerungssystem und Finanzmanagement Zur zielgerichteten Adressierung ihrer Märkte ist die Utimaco-Gruppe in Business Units (Segmente) organisiert. Als wesentliche Steuerungsgrößen dienen Umsatz- und Umsatzmargenvorgaben. Zu Darstellungszwecken wird nach den Segmenten Data Protection/OEM (DP), Hardware Security Modules (HSM) und Lawful Interception & Monitoring Solutions (LIMS) verdichtet. Die Anlage der freien Liquidität erfolgt zu niedrigem Wertrisiko und unter dem Gesichtspunkt kurzfristiger Liquidierbarkeit. Es bestehen zurzeit Kreditlinien nur in geringfügiger Höhe, die aufgrund ausreichender Liquidität im Berichtszeitraum nicht in Anspruch genommen wurden. Die liquiden Mittel dienen zur Finanzierung des Working-Capitals. Forschung und Entwicklung Der Markt für professionelle IT-Sicherheitsprodukte ist unverändert durch hohe technologische Anforderungen und mitunter kurze Innovationszyklen bei steigender technischer Komplexität gekennzeichnet. Das Produktportfolio der Utimaco-Gruppe erfordert daher eine fortlaufende Anpassung an technologische Entwicklungen und die kontinuierliche Verbesserung aufgrund steigender Sicherheitsanforderungen. Neben der ständigen Anpassung des LIMS und HSM Produktportfolios an technologische Entwicklungen und steigende Sicherheitsanforderungen wurden die Schwerpunkte in der Forschung und Entwicklung im Geschäftsbereich DP im Berichtszeitraum durch den OEM-Partner Sophos Ltd. im Zuge der Auftragsentwicklung determiniert. Geschäftsbereich HSM (Hardware Security Modules) Im abgelaufenen Geschäftsjahr lagen im Geschäftsbereich HSM (Hardware Security Modules) die Entwicklungsschwerpunkte einerseits auf der Erweiterung von Kontrollfunktionen ("Monitoring"), wie sie zunehmend von Rechenzentrumsbetreibern gewünscht werden, andererseits auf der Überarbeitung der Produktarchitektur, um zukünftige Funktionserweiterungen einfacher implementieren zu können. Außerdem wurde die Produktlinie SafeGuard CryptoServer SE erfolgreich nach dem wichtigsten Sicherheitsstandard für Hardware-Sicherheitsmodule, dem amerikanischen Federal Information Processing Standard FIPS 140-2 Level 3, geprüft. Nach Abschluss eines Partnervertrages mit einem der am stärksten wachsenden Anbieter von Lösungen für intelligente Stromnetze (Smart Grid) im Geschäftsjahr 2010/11 konnte Utimaco im Geschäftsjahr 2011/12 mehrere Projekte mit diesem Anbieter erfolgreich durchführen. Ebenso wurden Utimaco-HSMs an mehrere Komponentenhersteller und Netzbetreiber europäischer Stromnetze geliefert. Das im vorigen Geschäftsjahr entwickelte "Deutschland-HSM" wird darüber hinaus weiterentwickelt, um die Anforderungen an sichere Komponenten, die sich aus § 21 c ff. EnWG und der aktuell in Formulierung befindlichen Technischen Richtlinie TR-03109 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ergeben, zu erfüllen und eine wichtige Rolle in der Sicherheit deutscher Energienetze zu spielen. Die Richtlinie richtet sich an die Hersteller von Kommunikationseinheiten intelligenter Messsysteme ("Smart Meter Gateways"). Intensive Marktanalyse und fokussierte Marketingmaßnahmen resultierten darüber hinaus in mehreren Geschäftsabschlüssen zur Absicherung des Domain Name System (DNS), dem "Telefonbuch" des Internet. Hierbei spielte die einfache Integration der Utimaco HSMs in führende Produkte für DNS Security Extensions (DNSSEC) eine entscheidende Rolle. Utimaco sieht sich durch die Erschließung dieser beiden Marktsegmente in einer guten Position, an der stetig steigenden Bedeutung von Sicherheitsfunktionen in intelligenten Energienetzen und im Internet zu partizipieren. Geschäftsbereich LIMS (Lawful Interception & Monitoring Solutions) Aufbau eines landesweiten LI-Systems (Lawful Interception-Systems) in Australien Nach dem Gewinn eines Großauftrages aus Australien Ende 2010 konnte im Geschäftsjahr 2011/12 bereits mit dem Aufbau eines landesweiten Lawful Interception-Systems für Breitband Internet Verbindungen begonnen werden. In dieser weltweit größten eigenständigen Installation eines Überwachungssystems können Daten von mehreren Gigabit pro Sekunde (Gbps) an Ermittlungsbehörden ausgeleitet werden. Das Utimaco LIMS wurde in Kooperation mit einem australischen System-Integrator um weitere Sicherheitskomponenten, wie Firewalls, VPNs und Authentifizierungssysteme ergänzt. Migration zu optimierter Hardware Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden in LIMS R&D die Grundsteine für einen erfolgreichen Wechsel der Hardware Plattform von Sun Sparc zu Dell X86 gelegt. Die neue LIMS Version soll zunächst für internationale Kunden am 2. Mai 2012 freigegeben werden. Die Partnerschaft mit Dell bringt für LIMS Kunden mehr Leistung zu günstigeren Preisen und optimalen technischen Support für Hardware. Utimaco LIMS unterstützt alle führenden TK-Hersteller Die Netze und Service-Plattformen von TK-Anbietern werden seit Jahren immer heterogener. Somit wird die Multi-Vendor-Fähigkeit des Utimaco LIMS immer bedeutender. Seit der letzten Version können nun auch LI-Systeme von Alcatel-Lucent in das Utimaco LIMS-System integriert werden. Damit unterstützt LIMS nun mehr als 28 verschiedene Hersteller und mehr als 250 unterschiedliche Netzelementtypen. Utimaco LIMS kann daher in beliebige Fest- und Mobilfunk-Netze installiert werden. DATA PROTECTION OEM SOLUTIONS Im Bereich Data Protection werden die Produkte vorrangig für den OEM-Partner Sophos entwickelt. SafeGuard Enterprise ist in vielen Details weiter verbessert worden, unter anderem ist die Performance ein weiteres Mal deutlich optimiert worden. Die Schwerpunkte des abgelaufenen Jahres waren hierbei: Die neue Produktversion Safeguard 6.0: Hiermit weitet Utimaco das Schutzziel von SafeGuard Enterprise deutlich aus. SafeGuard Enterprise schützt jetzt nicht mehr nur die Geräte, auf denen die Daten gespeichert werden, sondern nunmehr auch die Daten selbst, wenn sie auf Netzwerkshares oder gar in der Cloud abgelegt werden. Dies wurde möglich durch die SafeGuard Keymanagement Architektur und ist zurzeit ein Alleinstellungsmerkmal von Utimaco gegenüber den einschlägigen Konkurrenten. SafeGuard für Mac kann nun auch im Safeguard Management Center angezeigt werden. Damit kann Compliance in Bezug auf Datensicherheits-Gesetzgebung sichergestellt werden sowie im Verlustfall eines Mac Computers die Sicherheit der Daten nachgewiesen werden. Mitarbeiter Mit Ablauf des Geschäftsjahres 2011/2012 waren 168 Angestellte in der Utimaco beschäftigt (Vorjahr: 163 Angestellte). Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter lag während des Berichtszeitraums bei 164 Angestellten (Geschäftsjahr 2010/2011: 166 Angestellte). Der überwiegende Teil der Mitarbeiter erhält neben einer fixen Vergütung einen variablen Vergütungsanteil, der sich an der Erreichung von zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres vereinbarten quantitativen und qualitativen Zielen bemisst.
Bestehende Zweigniederlassungen Im Inland besteht eine Zweigniederlassung in Wiesbaden. Des Weiteren besteht eine ausländische Zweigniederlassung in Linz, Österreich. Vergütungsbericht Vom 1. April 2011 bis zum 23. Februar 2012 waren die zwei Vorstände bei Unternehmen der Sophos-Gruppe angestellt und gleichzeitig als Vorstände der Utimaco Safeware AG bestellt. Im Zeitraum 24. Februar 2012 bis zum 31. März 2012 waren drei der drei Vorstände bei Unternehmen der Sophos-Gruppe angestellt und gleichzeitig als Vorstände der Utimaco Safeware AG bestellt. Für ihre Vorstandstätigkeiten erstattete die Utimaco AG jeweils anteilig fixe Vergütungs-bestandteile, die durch Unternehmen der Sophos-Gruppe gezahlt wurden, und zwar bei Herrn Munford in Höhe von 10% seiner fixen Vergütung, bei Herrn Pollmann in Höhe von 30% und bei Herrn Dr. Nellissen in Höhe von 50% der fixen Vergütung bei der Sophos-Gruppe. Weitere Vergütungsbestandteile wurden durch die Utimaco nicht geleistet. Für ihren Funktionen innerhalb der Sophos-Gruppe erhielten die Vorstände Bezüge aus fixen, variablen und sonstigen Bestandteilen, wobei sich die variablen Bestandteile sowohl in kurzfristig erfolgsbezogene wie auch in langfristig erfolgsbezogene Komponenten aufteilen. Die variablen Gehaltsbestandteile sind nicht auf die Tätigkeit für Utimaco bezogen und es findet daher auch keine (Teil-) Erstattung durch Utimaco statt. Zugunsten der Utimaco Vorstandsmitglieder besteht eine Unfall-, eine sogenannte schwere Krankheiten-, eine Rechtsschutz- sowie eine D&O-(Directors & Officers) und Strafrechtsschutz-Versicherung. Die Gesamtvergütung teilt sich auf die jeweiligen Vergütungsbestandteile sowie nach Vorstandsmitgliedern wie folgt auf: Stephen Munford
Malte Pollmann
Dr. Frank J. Nellissen
Die Gesamtvergütung des Vorstands betrug im Berichtszeitraum TEUR 91 (Vorjahr: TEUR 143). Übernahmerechtliche Angaben
Corporate Governance Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Gesellschaft haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und auf der firmeneigenen Webseite den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht. Erklärung zur Unternehmensführung Börsennotierte Aktiengesellschaften haben nach dem am 29. Mai 2009 in Kraft getretenen § 289a HGB eine Erklärung zur Unternehmensführung entweder in ihren Lagebericht aufzunehmen oder auf der Internetseite der Gesellschaft öffentlich zugänglich zu machen. Der Vorstand der Utimaco Safeware AG hat die Erklärung zur Unternehmensführung auf der firmeneigenen Webseite veröffentlicht. Auf die unter www.utimaco.de/investor/ veröffentlichte Erklärung wird hiermit Bezug genommen. Chancen und Risikobericht Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für den Konzern wesentlichen Aspekte der Geschäftsentwicklung, bedeutende Geschäftsvorfälle sowie die aktuelle Ertragssituation einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von früher aufgestellten Planungen und Zielen werden ausführlich erläutert und begründet. Utimaco hat zur Durchführung und Absicherung ihrer Geschäfte Verfahrensweisen entwickelt, die es dem Vorstand ermöglichen, bestandsgefährdende Risiken für die Gesellschaft frühzeitig zu erkennen. Auf Basis eines konzernweit angewandten Systems zur Risikofrüherkennung und -überwachung werden Risiken identifiziert, bewertet, gesteuert und überwacht. Das operative Risikocontrolling besteht aus permanent aktualisierten Risikoinformationen. Der Vorstand informiert sich durch ein umfangreiches Berichtswesen kontinuierlich und erhält zusätzlich bei Bedarf entsprechende Informationen. Darüber hinaus erhält das Management der Utimaco-Gruppe ebenfalls Informationen aus der Sophos-Gruppe und ist im Zuge der Integration in deren Risikomanagementsystem eingebunden, da die Abhängigkeit von der Sophos-Gruppe durch den bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag die wesentliche Risikomanagement-Komponente darstellt. Die Utimaco Safeware AG ist vielfältigen Risiken ausgesetzt, die das Geschäft negativ beeinflussen und im Extremfall den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Überschaubare Risiken akzeptieren wir, wenn die ihnen gegenüberstehenden Chancen eine nachhaltige Wertsteigerung erwarten lassen. Zurzeit sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar, deren Eintritt wahrscheinlich ist. Utimaco ist im Rahmen der Risikobewertung zu dem Ergebnis gekommen, dass folgende wesentliche Risiken für die Gesellschaft bestehen:
Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen Kontroll- und Risikomanagementsystems Gegenstand des Berichts Nach der Gesetzesbegründung des BilMoG umfasst das interne Kontrollsystem die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Rechnungslegung, zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Dazu gehört auch das Konzerncontrolling, soweit es sich auf die Rechnungslegung bezieht. Das Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess bezieht sich als Teil des internen Kontrollsystems wie Letzteres auf Kontroll- und Überwachungsprozesse der Rechnungslegung, insbesondere bei handelsbilanziellen Positionen, die Risikoabsicherungen des Unternehmens erfassen. Darstellung und Erläuterung der wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess. Die wesentlichen Merkmale des bei der Utimaco AG bestehenden internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, dessen wesentliche Merkmale zuvor beschrieben worden sind, stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt und so in die externe Rechnungslegung übernommen werden. Die klare Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur sowie die Ausstattung des Rechnungswesens in personeller und materieller Hinsicht stellen die Grundlage für ein effizientes Arbeiten der an der Rechnungslegung beteiligten Bereiche dar. Klare gesetzliche und unternehmensinterne Vorgaben und Leitlinien sorgen für einen einheitlichen und ordnungsgemäßen Rechnungslegungsprozess. Die klar definierten Überprüfungsmechanismen innerhalb der an der Rechnungslegung selbst beteiligten Bereiche sowie die Überprüfung durch das Controlling und eine frühzeitige Risikoerkennung durch das Risikomanagement gewährleisten eine fehlerfreie und kohärente Rechnungslegung. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der Utimaco Safeware AG stellt sicher, dass die Rechnungslegung bei der Utimaco Safeware AG sowie bei allen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften einheitlich und im Einklang mit den rechtlichen und gesetzlichen Vorgaben sowie internen Leitlinien steht. Insbesondere hat das konzerneinheitliche Risikomanagementsystem, das vollumfänglich den gesetzlichen Anforderungen entspricht, die Aufgabe, Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten und angemessen zu kommunizieren. Dadurch werden dem Berichtsadressaten zutreffende, relevante und verlässliche Informationen zeitnah zur Verfügung gestellt. PrognoseberichtDer Branchenverband Bitkom hat für das Jahr 2012 für die Umsatzerwartungen des deutschen ITK-Marktes eine Wachstumsprognose von 1,6% auf 151 Mrd. EUR abgegeben, wobei insbesondere der Umsatz mit Software-Produkten mit einem Plus von mehr als 4% zu diesem Wachstum beitragen soll, gefolgt von etwas geringerem Wachstum im Bereich der IT-Services und IT-Dienstleistungen mit etwa 2,5% Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Die IT-Branche spiegelt hier die langsame Erholung des gesamtwirtschaftlichen Klimas wider. Investitionen, die in Krisenzeiten gestoppt oder aufgeschoben wurden, werden nun langsam wieder neu aufgenommen. Ein Wachstumstreiber ist hier insbesondere das Cloud Computing. Im Bereich Data Protection/OEM Solutions ist der zukünftig zu erwartende Geschäftsverlauf zu einem immer geringeren Anteil vom Abverkauf der Produkte über die Sophos-Gruppe bestimmt, stattdessen aber zunehmend durch das Geschäftsmodell der Auftragsentwicklung für die Sophos-Gruppe. Durch dieses risikominimierte, aber nicht wachsende Geschäftsfeld der IT-Dienstleistung bestimmt sich auch die insgesamt rückläufige Umsatz- und Deckungsbeitragsentwicklung dieses Bereiches. Die Geschäftsfelder Hardware-Sicherheitsmodule und Lawful Interception & Monitoring Solutions bilden eigenständige Bereiche, die ihre jeweiligen Zielmärkte unabhängig bedienen. Sie sind in ihrem Markterfolg jedoch wesentlich vom Erfolg ihrer jeweiligen OEM-Vertriebspartner abhängig. In diesen Segmenten erwartet die Utimaco weiterhin in den nächsten Geschäftsjahren ein moderates Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich pro Jahr. Insgesamt wird eine auf dem Niveau des Berichtsjahres verbleibende stabile Ertragskraft aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb ohne Sondereffekte sowie stabile Umsatzerlöse für die Geschäftsjahre 2012/2013 und 2013/2014 erwartet. Allerdings ist die Utimaco als weisungsgebundenes Unternehmen unmittelbar von zukünftigen Management-Instruktionen der Sophos Holdings GmbH betroffen, die sich auf die Entwicklung der Umsatz- und Ergebniszahlen im Geschäftsjahr 2012/2013 und auf die nächsten Geschäftsjahre auswirken können. Weitere über die beschriebenen Risiken sowie über die normalen Unternehmensrisiken hinausgehende Risiken der künftigen Entwicklung sind derzeit nicht zu erkennen. Die tatsächlichen Ergebnisse können jedoch wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen. Vorgänge nach dem Schluss des GeschäftsjahresEreignisse nach dem Bilanzstichtag, welche insbesondere bestandsgefährdende Risiken in sich bergen, sind nicht eingetreten und auch nicht bekannt. Wir gehen deshalb weiterhin von einer stabilen, den Planungen entsprechenden Geschäftsentwicklung aus.
Aachen, 11. Mai 2012 gez. Malte Pollmann, Vorstandsvorsitzender gez. Dr. Frank Nellissen, Vorstand Finanzen gez. Stephen Munford, Vorstand Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Utimaco Safeware AG, Oberursel, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2011 bis 31. März 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Utimaco Safeware AG. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Mainz, den 11. Mai 2012 KPMG
AG
Grube, Wirtschaftsprüfer Jelen, Wirtschaftsprüferin BERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2011/20121. Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG Vorstand und Aufsichtsrat börsennotierter Aktiengesellschaften sind nach § 161 AktG verpflichtet, jährlich eine Erklärung abzugeben, dass den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden und warum nicht. Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Utimaco Safeware AG haben am 30. April 2012 die folgende Entsprechenserklärung abgegeben: Der Vorstand und Aufsichtsrat der Utimaco Safeware AG erklären hiermit gemäß § 161 AktG: Die Utimaco Safeware AG hat den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 26. Mai 2010 seit der letzten Entsprechenserklärung vom 26. September 2011 mit den nachfolgenden Ausnahmen entsprochen und wird den Empfehlungen auch künftig mit den folgenden Ausnahmen entsprechen:
2. Relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewendet werden Wir beachten die gesetzlichen Anforderungen, die Bestimmungen der Satzung der Utimaco Safeware AG sowie den Deutschen Corporate Governance Kodex, dessen Empfehlungen wir nach Maßgabe der vorstehenden Erklärung entsprechen. Darüber hinaus wenden wir folgende Unternehmenspraktiken an:
3. Beschreibung und Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat Die Utimaco Safeware AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Sie verfügt über eine dualistische Führungs- und Kontrollstruktur, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat. Die beiden Gremien arbeiten zum Wohl des Unternehmens eng zusammen.
Erklärung zur Unternehmensführung Börsennotierte Aktiengesellschaften haben nach dem am 29. Mai 2009 in Kraft getretenen § 289a HGB eine Erklärung zur Unternehmensführung entweder in ihren Lagebericht aufzunehmen oder auf der Internetseite der Gesellschaft öffentlich zugänglich zu machen. Der Vorstand der Utimaco Safeware AG hat die Erklärung zur Unternehmensführung auf der firmeneigenen Webseite veröffentlicht. Auf die unter www.utimaco.de/investor/ veröffentlichte Erklärung wird hiermit Bezug genommen. JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS, ABSCHLUSSPRÜFUNGDer nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellte Jahresabschluss zum 31. März 2012, der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellte Konzernabschluss der Gesellschaft zum 31. März 2012, der Lagebericht und der Konzernlagebericht des Vorstands über das Geschäftsjahr 2011/2012 wurden durch den von der Hauptversammlung gewählten und vom Aufsichtsrat beauftragten Abschlussprüfer, die KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Prüfungsschwerpunkte legte der Aufsichtsrat im Rahmen der Beauftragung des Abschlussprüfers fest. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht des Vorstands sowie den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Die Mitglieder des Aufsichtsrats beschäftigten sich intensiv mit den Vorlagen des Vorstands und den Prüfungsberichten. In der Sitzung des Aufsichtsrats am 21. Mai 2012 berichtete der Abschlussprüfer dem Aufsichtsrat über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und stand den Mitgliedern des Aufsichtsrats für Fragen zur Verfügung. Wesentliche Schwächen des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess bestehen nach dem Bericht des Abschlussprüfers ebenso wenig wie Umstände, die seine Befangenheit besorgen lassen; der Abschlussprüfer hat keine Leistungen zusätzlich zu den Abschlussprüfungsleistungen erbracht. Der Aufsichtsrat besprach die genannten Vorlagen und die Feststellungen des Abschlussprüfers ausführlich mit dem Abschlussprüfer und dem Vorstand. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhob der Aufsichtsrat gegen den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011/2012 keine Einwendungen und stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss. Somit ist der Jahresabschluss zum 31. März 2012 festgestellt. Der Aufsichtsrat schloss sich zudem dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns an. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern der Utimaco Gruppe im In- und Ausland und spricht seine Anerkennung für die im Geschäftsjahr erfolgreich geleistete Arbeit und das Engagement aus.
Oberursel, im Mai 2012 Für den Aufsichtsrat gez. Nicholas Bray, Vorsitzender ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN:Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Erfahrungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Zu diesen Risikofaktoren gehören insbesondere die im Risikobericht genannten Faktoren. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren. |
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