Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 773018
Vorher
Blitz H19-654 GmbHSTEINWAY & SONS Service GmbH
Eingetragen
10.4.2019
Branche
Herstellung von MusikinstrumentenGroßhandel mit Roh- und SchnittholzHerstellung von Sägen und von Maschinenwerkzeugen für die Holzbearbeitung
Gegenstand
Die Herstellung von Klaviermechaniken, Klavierhämmern, Klavierzubehör sowie deren Vertrieb, ferner die Herstellung von Holzwaren sonstiger Art und deren Vertrieb, sowie der Handel mit allen einschlägigen Waren.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Afrore Shkodra
seit 5.1.2026
Prokura
Geschäftsführer
Prokura
Guido Zimmermann
seit 3.3.2020
Geschäftsführer
Cliff Dr. Rehr
seit 3.3.2020
Prokura
Sabine Manal
seit 3.3.2020
Geschäftsführer
Olaf Ernst Gube
seit 3.3.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Steinway & Sons., eine deutsche Zweigniederlassung der Firma Steinway & Sons in New York
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Louis Renner GmbH

Gärtringen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software, Lizenzen 22.081,62 27.577,79
2. Firmenwert 6.609.067,16 7.238.502,08
6.631.148,78 7.266.079,87
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.631.162,87 6.825.895,15
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.591.689,23 1.450.519,03
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 344.969,66 324.213,69
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 613.965,45 282.138,86
9.181.787,21 8.882.766,73
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,50 0,50
15.812.936,49 16.148.847,10
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.708.478,72 3.195.568,35
2. Unfertige Erzeugnisse 4.705.906,71 3.235.015,25
3. Fertige Erzeugnisse 2.112.251,22 1.770.913,92
11.526.636,65 8.201.497,52
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 328.380,88 479.651,10
2. Forderungen gegen Gesellschafter 269.303,99 1.472.488,38
3. Sonstige Vermögensgegenstände 48.966,07 104.645,51
646.650,94 2.056.784,99
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 17.165,17 19.534,23
12.190.452,76 10.277.816,74
C. Rechnungsabgrenzungsposten 18.154,37 32.037,86
28.021.543,62 26.458.701,70

PASSIVA

Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 1.000.000,00 1.000.000,00
III. Gewinnvortrag 2.653.189,53 650.939,71
IV. Jahresüberschuss 1.258.158,40 2.002.249,82
4.936.347,93 3.678.189,53
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 12.909,00 12.253,00
2. Steuerrückstellungen 576.449,83 420.095,80
3. Sonstige Rückstellungen 1.138.553,86 877.183,91
1.727.912,69 1.309.532,71
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 559.948,94 811.148,55
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 151.187,09 198.703,55
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.838,46 19.167,08
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 20.469.490,39 20.230.319,05
5. Sonstige Verbindlichkeiten 158.818,12 211.641,23
21.357.283,00 21.470.979,46
28.021.543,62 26.458.701,70

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Vorjahr
EUR TEUR
1. Rohergebnis 17.011.206,54 15.587
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -8.280.303,85 -7.414
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.547.465,60 -1.603
davon für Altersversorgung: EUR 5.077,64 (i.V. TEUR 6)
-9.827.769,45 -9.017
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.271.025,29 -1.209
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.107.871,04 -2.580
5. Betriebsergebnis 2.804.540,76 2.781
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 18.779,52 7
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 -43
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -975.219,67 -42
9. Finanzergebnis -956.440,15 -78
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -569.795,57 -681
11. Ergebnis nach Steuern 1.278.305,04 2.022
12. Sonstige Steuern -20.146,64 -20
13. Jahresüberschuss 1.258.158,40 2.002

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

DER LOUIS RENNER GMBH, GÄRTRINGEN

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Louis Renner GmbH, Gärtringen, Amtsgericht Stuttgart, HRB 773018 für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den handelsrechtlichen Bestimmungen.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den gesetzlichen Vorschriften.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Die Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB. Größenabhängige Erleichterungen für mittelgroße Gesellschaften gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurden zum Teil in Anspruch genommen.

II. Angaben zu Bilanzierung und Bewertung

Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgt, soweit abnutzbar, zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt die Abschreibung linear. Die beweglichen Vermögensgegenstände werden ebenfalls linear abgeschrieben. Selbstständig nutzungsfähige Anlagegegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Darüber hinaus werden außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens vorgenommen, sofern voraussichtlich dauernde Wertminderungen vorliegen.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zum niedrigeren Wert aus historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten sind so bemessen, dass neben den Material- und Fertigungskosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens mit eingerechnet werden. Zur Berücksichtigung unzureichender Gängigkeit bzw. fehlender Verwertbarkeit wurden ausreichende Abschläge berücksichtigt. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht mit einbezogen.

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte für den überwiegenden Teil der unfertigen und fertigen Erzeugnisse eine Neuberechnung der Herstellungskosten. Aufgrund des geänderten Bewertungsverfahrens entstanden bei einigen Produkten größere Bewertungsunterschiede im Vergleich zur Vorjahresbewertung. Im Ergebnis resultiert ein positiver Ergebniseffekt aus der Neubewertung der unfertigen Erzeugnisse von TEUR 763.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bzw. mit dem beizulegenden Wert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen.

Die ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtung erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mit dem Teilwertverfahren. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die "Richttafeln 2018G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Der Rückstellungsbetrag wurde unter Berücksichtigung folgender Parameter ermittelt:

Rechnungszinssatz: 1,83 %
Lohn- und Gehaltstrend: 0,00 %
Rententrend: 2,00 %
Fluktuation: keine

Der für Zwecke der Ermittlung des Unterschiedsbetrags nach § 253 Abs. 6 HGB verwendete durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre beträgt 1,75 %. Der verwendete durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre beträgt 1,83 %.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt und die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen mit dem Nennwert bilanziert.

Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Kurs im Entstehungszeitpunkt bewertet.

III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Entwicklung im Geschäftsjahr sind im Anlagespiegel in der Anlage zum Anhang dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen Gesellschafter resultieren in Höhe von TEUR 269 (Vorjahr TEUR 288) aus Lieferungen und Leistungen.

3. Pensionsrückstellungen

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt EUR 123,00. Der Unterschiedsbetrag ist nach § 253 Abs. 6 S. 2 HGB ausschüttungsgesperrt.

Aufgrund des Wahlrechts nach Art. 28 Abs. 1 EGHGB (Altzusagen) nicht passiviert sind Pensionsverpflichtungen in Höhe von EUR 503.036,00.

Die Zinsaufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung werden nach § 277 Abs. 5 HGB unter dem Zinsaufwand (TEUR 0,2) ausgewiesen.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich zum Geschäftsjahresende wie folgt zusammen:

31.12.2023
TEUR
Personal 434
Aufbewahrung 5
Ausstehende Rechnungen 245
Garantierückstellungen 144
Abschluss- und Prüfungskosten 66
Sonstige Rückstellungen 245
1.139

5. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 stellt sich wie folgt dar:

davon Restlaufzeiten
Gesamt bis zu einem Jahr über einem Jahr Davon über 5 Jahre davon gesichert
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 560 560 0 0 0
Vorjahr: 811 811 0 0 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 151 151 0 0 0
Vorjahr: 199 199 0 0 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18 18
Vorjahr: 19 19
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 20.469 3.869 16.600 9.400 0
Vorjahr: 20.230 1.830 18.400 11.200 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 159 159 0 0 0
Vorjahr: 212 212 0 0 0
Gesamt 21.357 4.757 16.600 9.400 0
Vorjahr: 21.471 3.071 18.400 11.200 0

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind Verbindlichkeiten aus Cashpooling in Höhe von TEUR 1.914 enthalten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 90 (Vorjahr TEUR 66) und solche im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr TEUR 2).

6. Personalaufwand

Die Personalaufwendungen beinhalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr TEUR 6).

7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Hierin enthalten sind Abschreibungen auf den entgeltlich erworbenen Firmenwert in Höhe von TEUR 629. Die Gesellschaft (vormals STEINWAY & SONS Service GmbH) hat im Jahr 2019 Anteile an drei Gesellschaften erworben, unter anderem an der Louis Renner GmbH & Co. KG, die anschließend mit Wirkung zum 01.01.2019 nach §§ 4 ff. UmwG auf die Gesellschaft verschmolzen wurden. Die Verschmelzung erfolgte zu Verkehrswerten. Der beim Anteilserwerb bezahlte und im Zuge der Verschmelzung aufgedeckte Firmenwert wird über 15 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt über diesen Zeitraum, da das über Jahrzehnte entwickelte spezifische Produktions-Knowhow sowie die weltweit eingeführte und renommierte Marke "Renner" mit ihrer seit vielen Jahrzehnten bestehenden Marktführerschaft bei Klaviermechaniken eine individuelle betriebliche Nutzungsdauer über diesen Zeitraum nahelegen.

8. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Währungsumrechnung von EUR 714,89 (Vorjahr EUR 789,34).

Daneben enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr TEUR 39). Diese resultieren insbesondere aus der Auflösung der Rückstellungen.

9. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 1) enthalten.

Daneben enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr EUR 0).

IV. Sonstige Pflichtangaben

1. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

Personen
Technische und kaufmännische Angestellte 42
Gewerbliche Arbeitnehmer 169
211

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestanden zum 31. Dezember 2023 übliche Verpflichtungen aus Leasing-, Miet- und Wartungsverträgen in Höhe von TEUR 696. Hiervon sind TEUR 488 fällig in 2024, TEUR 201 fällig in über einem Jahr und TEUR 7 fällig in über fünf Jahren.

3. Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält 100 % der Anteile an der Renner, Megenhardt & Co. GmbH, Gärtringen, mit einem Stammkapital in Höhe von EUR 43.100,00.

Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR -1. Die Höhe des Eigenkapitals beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 17.

4. Organe der Gesellschaft

Die Geschäftsführung wird ausgeübt von

Olaf Gube, zuständig für strategische Produktionsausrichtung, Hamburg

Guido Zimmermann, zuständig für gesamtstrategische Ausrichtung, Hamburg

Sabine Manal, kaufmännische Geschäftsführerin, Esslingen am Neckar

Christian Mayer, technischer Geschäftsführer, Bad Neustadt a.d. Saale (bis 31.März 2024)

Erik Stieler, technischer Geschäftsführer, Neresheim (ab 1. Juli 2024)

Die Gesamtbezüge für die Geschäftsführung betragen TEUR 607.

5. Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

6. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Steinway Musical Instruments, Inc., New York, USA, einbezogen.

 

Gärtringen, den 9. Juli 2024

gez. Guido Zimmermann

gez. Olaf Gube

gez. Sabine Manal

gez. Erik Stieler

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugang Umbuchungen Abgang Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software, Lizenzen 565.054,49 7.137,00 0,00 0,00 572.191,49
2. Firmenwert 9.427.698,86 0,00 0,00 0,00 9.427.698,86
9.992.753,35 7.137,00 0,00 0,00 9.999.890,35
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.029.648,80 799,00 0,00 0,00 8.030.447,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.856.501,65 139.686,51 283.265,00 0,00 9.279.453,16
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.056.528,59 169.462,62 2.937,96 79.553,63 2.149.375,54
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 282.138,86 618.029,55 -286.202,96 0,00 613.965,45
19.224.817,90 927.977,68 0,00 79.553,63 20.073.241,95
III. Finanzanlagen 43.100,00 0,00 0,00 0,00 43.100,00
29.260.671,25 935.114,68 0,00 79.553,63 30.116.232,30
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugang Abgang Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software, Lizenzen 537.476,70 12.633,17 0,00 550.109,87
2. Firmenwert 2.189.196,78 629.434,92 0,00 2.818.631,70
2.726.673,48 642.068,09 0,00 3.368.741,57
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.203.753,65 195.531,28 0,00 1.399.284,93
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.405.982,62 281.781,31 0,00 7.687.763,93
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.732.314,90 151.644,61 79.553,63 1.804.405,88
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
10.342.051,17 628.957,20 79.553,63 10.891.454,74
III. Finanzanlagen 43.099,50 0,00 0,00 43.099,50
13.111.824,15 1.271.025,29 79.553,63 14.303.295,81
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software, Lizenzen 22.081,62 27.577,79
2. Firmenwert 6.609.067,16 7.238.502,08
6.631.148,78 7.266.079,87
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.631.162,87 6.825.895,15
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.591.689,23 1.450.519,03
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 344.969,66 324.213,69
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 613.965,45 282.138,86
9.181.787,21 8.882.766,730
III. Finanzanlagen 0,50 0,50
15.812.936,49 16.148.847,10

Die im Berichtsjahr erworbenen und voll abgeschriebenen geringwertigen Wirtschaftsgüter sind im Zu- und Abgang bei den historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten und den kumulierten Abschreibungen mit jeweils EUR 77.108,31 enthalten.

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

DER LOUIS RENNER GMBH, GÄRTRINGEN

1. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

Strategie

Das Kerngeschäft der Louis Renner GmbH ist die Herstellung von Klaviermechaniken sowie Hammerköpfen. Louis Renner sieht sich dabei als Bindeglied zwischen dem Pianisten und seinem Instrument, basierend auf einer konsequenten Qualitäts-Philosophie sowie einer ausgefeilten Produktion.

Dieser hohe Qualitätsanspruch kann nur durch die sehr enge Bindung zu unseren Kunden und detaillierte Kenntnisse über deren Wünsche individuell befriedigt werden. Im Hinblick auf eine nachhaltige und somit CO 2 -reduzierte Wirtschaftsweise kann z.B. auf die in Gärtringen betriebene Hackschnitzelheizungsanlage durch Holzbefeuerung und die Beschaffung von Unternehmensfahrzeugen mit alternativen Antrieben verwiesen werden.

Vertrieb & Marketing

Das Agenturgeschäft ist mit den folgenden 14 Agenturen weltweit tätig und trägt weiterhin zur Stabilisierung des Marktanteils bei.

1. USA Renner USA (Lloyd Meyer, Carefree Arizona)
2. Japan Renner Japan Co.,Ltd. (Gen Jadori, Osaka)
3. Korea Renner Korea (Joung-Yang Hun, Anyang-si)
4. Skandinavien Knud Danielsen A/S (Rune Danielsen, Espergaerde)
5. Schweiz Oliag AG (Andrea Dietschi, Zürich)
6. England H.J. Fletcher & Newman Ltd.(Emma Ford, Steve Cook)
7. Italien Piatino SAS Monitcone (Gessica Monticone, Turin)
8. Österreich Letuha & Müller OG (Heinz Letuha, Wien)
9. Australien/Neuseeland Performance Pianos Michael Ryan (Michael Ryan)
10. Türkei Kutlu Grup Dis Ticaret Ltd. Sti. (Gürslu Kutlu)
11. Indien Musee Musical (Sachin Das, Chennai)
12. Russland Olga Surikova (Moskau)
13. Kasachstan Too Piano Septima (Svetlana Helm, Kasachstan)
14. Kirgistan OcOO Piano Septima (Svetlana Helm, Kirgistan)

Weitere Agenturen sind aktuell nicht geplant.

Um unser weltweit anerkanntes Qualitätsversprechen einhalten zu können, sind die stetigen Aus- und Fortbildungen der Inhaber und Mitarbeitenden dieser Agenturen von großer Bedeutung. Nur so kann die Renner-Qualitäts-Philosophie gewährleistet und an die zufriedenen Kunden von Renner transferiert werden.

Ein weiterer wichtiger Baustein ist dabei die Renner Akademie. Sie garantiert den Erfolg der Renner-Produkte. In speziellen Seminaren werden u.a. Schulungen im Bereich des Intonierens oder Einleimens der Hammerköpfe sowie die Besonderheiten und Möglichkeiten der Produkte an die Klavierbauer weitergegeben. Die Seminare erfreuen sich einer stark wachsenden Beliebtheit und werden gerne angenommen, zumal das Ausbildungsniveau im europäischen Ausland, verglichen mit dem dualen Ausbildungsniveau der Klavierbauer in Deutschland, differenziert zu sehen ist.

Die jährlichen Teilnahmen an Messen mit einem eigenen Messestand bei der Musikmesse in China tragen ebenso zur Intensivierung der Kundenbeziehungen und Bekanntheit bei.

PRODUKTION

Die Produktion der Louis Renner GmbH wird an zwei Standorten betrieben. In Gärtringen befindet sich die gesamte Vorproduktion und Bearbeitung der Holzteile sowie das Vorratslager. In Meuselwitz werden die Piano- und Flügelmechaniken hergestellt, ebenso befinden sich dort die Produktion der Hammerköpfe und das Handelswarenlager.

Die in den Vorjahren begonnenen organisatorischen Veränderungen in Meuselwitz, um die Produktion zu optimieren und die Abläufe effizienter zu gestalten, wurden in 2023 weiter vorangetrieben. Weiterhin wird an der Umsetzung der Digitalisierung der Prozesskette und den Arbeitsgängen gearbeitet, um wichtige Erkenntnisse für die Qualität und Analysen für die Optimierung zu erhalten. Damit sollen nicht nur qualitative, sondern auch quantitative Ziele erfolgreicher und effektiver umgesetzt werden. Die Fortführung dieses Projektes wurde in Gärtringen gestartet und in 2024 fortgesetzt.

Um dem enormen Kostendruck der Branche standzuhalten, werden die Prozesse und Abläufe weiterhin fortlaufend auf Effektivität und Effizienz überprüft und optimiert.

Maschineninvestitionen werden fortgesetzt. Aufgrund der Komplexität der Produkte und Abläufe können bestimmte Rationalisierungsmaßnahmen im Maschinenpark erst sukzessive in den Folgejahren erfolgreich umgesetzt werden. Dadurch kann der hohe Qualitätsanspruch unserer Kunden auch in Zukunft sichergestellt werden.

BESCHAFFUNG

Die Beschaffung der wichtigsten Mechanikbestandteile - Holz, Filz und besondere Metallteile - ist ein zentraler Punkt im Einkauf. Beim Holzeinkauf ist zu beachten, dass immer mindestens zwei Jahre im Voraus bestellt werden muss. Die Qualität der Hölzer ist dabei ausschlaggebend und muss ständig überprüft werden. Regelmäßige Gespräche mit den Lieferanten sind hier unerlässlich. Auch die Beschaffung des Filzes unterliegt immer den höchsten Qualitätsansprüchen. Hier zahlen sich langfristige Lieferantenbeziehungen und eine partnerschaftliche sowie vertrauensvolle Zusammenarbeit aus.

Aufgrund der Losgrößenherausforderung von Metallteilen muss auch hier stetig der Beschaffungsmarkt national und international nach neuen Bezugsquellen analysiert werden.

Aktuell verhandelte Verträge mit unseren bestehenden sowie auch neu gewonnenen Lieferanten sollen einerseits die Vorratsbeschaffung als auch andererseits die Leistungsfähigkeit sicherstellen - zur Zufriedenheit unserer Kunden.

Die Zusammenarbeit mit wichtigen Lieferanten ist weiterhin positiv.

Die volatilen Beschaffungsmärkte haben sich in 2023 weiterhin verschärft. Bedingt unter anderem durch die Spätfolgen der Pandemie und dem Krieg in der Ukraine ist noch kein schnelles Ende abzusehen. Die hohe Inflation, schwankende Rohstoff- und Materialpreise sowie steigende Lohnkosten beeinträchtigen den globalen Handel im Beschaffungsmarkt von Louis Renner. Aus diesen Gründen sind der Ausbau und Weiterentwicklung intensiver und starken Lieferantenbeziehungen von großer Bedeutung. Die Beschaffungsaktivitäten wurden mit Geschäftsreisen wieder aufgenommen, um unsere bestehenden Partner sowie neue Geschäftspartner zu besuchen.

PERSONAL UND ORGANISATION

Durchschnittlich waren im Jahr 2023 211 Mitarbeiter (i.Vj. 207) beschäftigt.

In 2023 wurde aufgrund der bereits sich abzeichnenden schwächelnden Konjunktur vor allem im gewerblichen Bereich an beiden Standorten Personalanpassungsmaßnahmen vorgenommen. Befristete Stellen wurden nur insoweit in unbefristete Arbeitsverträge übernommen, soweit es sich um Ersatz für ausscheidende Mitarbeiter handelt. Mit internen Schulungsprogrammen werden neue Mitarbeiter sowie auch bestehendes Personal auf die komplexen Gegebenheiten im Unternehmen geschult. Nur so kann die Firma Louis Renner ihren Qualitätsansprüchen gerecht werden. Intensiv geschultes und ausgebildetes Personal sind dabei der wichtigste Meilenstein. Nicht alle offenen Stellen konnten in 2023 in bestimmten Fachbereichen mit Fachkräften erfolgreich besetzt werden

Mit Hilfe von in 2016 eingeführten Zeitkonten im gewerblichen Bereich können Schwankungen in der Nachfrage flexibel ausgeglichen werden. Diese Zeitkonten helfen, auch in Krisenzeiten entsprechend reagieren zu können.

In 2021 wurde am Standort Meuselwitz die Betriebsvereinbarungen zur betrieblichen Arbeitszeitgestaltung neu vereinbart. Zum einen wurde eine Betriebsvereinbarung zur Einführung der Gleitzeit für die Arbeitnehmer in Meuselwitz eingeführt. In einer fest definierten täglichen Bandbreite können die Mitarbeiter morgens und abends flexibel beginnen und Ihre Arbeitszeit beenden. Alle Mitarbeiter haben ein definiertes Gleitzeitkonto mit Hilfe dessen Stunden auf- und abgebaut werden können. In einer weiteren Betriebsvereinbarung wurde die betriebliche Arbeitszeitgestaltung neu definiert. Mit Hilfe dieser Vereinbarung kann die Wochenarbeitszeit angehoben bzw. auch vermindert werden. Damit können Auftragsschwankungen flexibel aufgefangen werden. Die Mitarbeiter können im Gegenzug bestehendes Zeitguthaben durch Inanspruchnahme von Freizeitausgleich Stunden oder Tage entsprechend abbauen.

Digitale Tools im Personalwesen sorgen für mehr Transparenz und Effizienz. So wurde im Jahr 2023 die alte Zeiterfassung abgelöst und eine neue Zeiterfassung eingeführt. Mit Hilfe dieser ist es nun möglich den kompletten Urlaubsprozess sowie Zeitkorrekturen digital abzubilden und zu managen. Die Tools sind benutzerfreundlich, verbessern die Zusammenarbeit, erhöhen die Produktivität und fördern die digitale Kompetenz der Mitarbeiter. Die neue Zeiterfassung ist in das ERP integriert und ermöglicht die zukünftige Erfassung der Zeiten über die Betriebsdatenerfassung (BDE). Die stufenweise Einführung der BDE ist für 2024 fortfolgende vorgesehen und ist Teil des IOM-Projektes am Standort.

2. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Die deutsche Wirtschaft ist im gesamten Jahr 2023 geprägt durch eine wirtschaftliche Stagnation bei gleichzeitig hohen Inflationsraten. Der Verlust der Kaufkraft u.a bedingt durch die hohen Energiepreise haben zu einem deutlich geringeren Wachstum geführt. Hinzu kommen die geopolitischen Spannungen und Krisen, welche auf die Weltwirtschaft eine dämpfende Wirkung haben. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fiel die Inflationsrate für 2023 damit geringer aus als im Jahr zuvor. Sie hatte im Jahr 2022 noch bei +6,9 % gelegen. Die gesamtwirtschaftliche Lage war im Jahr 2023 weiterhin geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine.

In Jahr 2023 feierte Louis Renner sein 140+1 Firmenjubiläum mit einer Veranstaltung bei der alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie Geschäftspartner eingeladen waren, um gemeinsam diese Erfolgsgeschichte gebührend zu würdigen. Seit 1882 steht Renner als weltweit führender Hersteller von Klaviermechaniken und Hammerköpfen für höchste Qualität und einzigartiges Spielgefühl. Die Vision - in jedem hochwertigen Klavier steckt eine Mechanik und Hammerköpfe von Renner - ist der Antrieb der gesamten Mannschaft für die Zukunft.

Der Markt für Klavierinstrumente war im Jahr 2023 mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert. Die Nachwirkungen der Pandemie verbunden mit einem hohen Auftragsvolumen haben in Folge nach 2022 eine weitere positive Entwicklung bewirkt. Allerdings führte der starke Anstieg der Inflation zu entsprechenden negativen Auswirkungen auf die Konsumlaune und wirkte sich damit nachteilig für die weitere Branchenentwicklung aus. So dass sich Ende 2023 die ersten Rückgänge abzeichneten.

Der für Renner sehr wichtige asiatische Markt hat diesen Wechsel sehr deutlich widergespiegelt. Zwar gab es weitere Nachholeffekte aufgrund der enormen pandemiebedingten Beschränkungen, aber der große Boom bei den Verbraucherausgaben insbesondere für Klaviere und Flügel, den man noch zu Beginn des Jahres erwartet hatte, blieb gegen Ende des Jahres aus. China hat mit einer schrumpfenden Erwerbsbevölkerung zu kämpfen. Im Januar 2023 ist die Bevölkerung des Landes zum ersten Mal seit sechs Jahrzehnten zurückgegangen, und der Anteil, der über 60-Jährigen ist von 10 % im Jahr 2000 auf fast 20 % im vergangenen Jahr gestiegen. Die Jugendarbeitslosenquote hat sich seit der Corona- Pandemie mehr als verdoppelt und lag in diesem Jahr in der Spitze bei über 20 %. Dies hat Auswirkungen auf den Kulturbereich und beeinträchtigen diesen nachhaltig negativ.

Auch bleibt abzuwarten inwieweit staatliche Unterstützungsleistungen angesichts leerer Kassen und Etats dringend benötigte Transferleistungen weiter gewährleistet werden können. Denn sind die Institutionen nicht mehr mit genügend Etat ausgestattet, dann werden auch weniger hochwertige und für die Ausbildung wichtige Klaviere und Flügel gekauft, was wiederum die Klavierhändler und -hersteller sehr stark betreffen würde.

Weiterhin positiv entwickeln sich die Umsätze im Bereich der Hybridinstrumente. Die Verbindung des klassischen Klavierbaus mit moderner Technologie wird gerade von den Premiumherstellern als Zukunftsperspektive vorangetrieben.

Im oberen Preissegment nehmen die namhaften Hersteller eine marktdominierende Stellung ein, da das durchschnittliche Qualitätsniveau der asiatischen Wettbewerber noch nicht zu den Premium-Herstellern aufgeschlossen hat. Dieses Marksegment ist weiterhin stabil und entwickelt sich positiv.

Durch Innovationen und kundenspezifische Produkte auf höchstem Qualitätsniveau kann Renner im Mechanikbereich sowie im Hammerkopfbereich punkten und seine Marktpotentiale weiter ausbauen.

Obwohl das Klavier sich weiterhin einer großen Beliebtheit erfreut, werden immer weniger neue Klaviere verkauft. Damit gewinnt das Service- und Reparaturgeschäft zunehmend an Bedeutung.

3. GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE DER GESELLSCHAFT

3.1. ERTRAGSLAGE

Nach einem guten Start in das Jahr 2023, konnte in den Folgemonaten insbesondere in einem schwachen 3.Quartal die geplanten Umsatzziele nicht mehr aufgeholt werden. Das Gesamtjahr liegt damit unter den geplanten Jahresumsatzzielen. Die Gesamtleistung dagegen liegt über dem Vorjahresniveau u.a. auch bedingt durch Sondereffekte in der Bewertung des Vorratsvermögens.

Grund für diese Entwicklung waren die zu Jahresbeginn noch vorhandenen Auftragsrückstände, die sukzessiv abgebaut werden konnten, aber im Folgenden sich eine erste Erholung und Abschwächung am europäischen Markt in den Folgequartalen abzeichnete. Der asiatische Markt zeigt sich weiterhin sehr zurückhaltend und schwächelnd.

Die Materialaufwendungen haben sich proportional zum Umsatz entwickelt. Das Rohergebnis verbesserte sich um EUR 1,425 Mio. auf EUR 17,011 Mio. Hierbei wirkten sich Sondereffekte aus der Anpassung der Bewertung des Vorratsvermögens in Höhe von TEUR 763 aus.

Aufgrund von Tarifsteigerungen und Personaleinstellungen erhöhten sich die Personalaufwendungen um TEUR 811 auf EUR 9,828 Mio. Die Abschreibungen stiegen leicht um TEUR 62. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um TEUR 528 an, im Wesentlichen aufgrund von internen Konzernumlagen und Instandhaltungsaufwendungen.

Das Finanzergebnis verschlechterte sich im Zusammenhang mit dem Cashpooling und höheren Zinsen für Darlehen um TEUR 878. Das Jahresergebnis verschlechterte sich um TEUR 744 auf TEUR 1.258.

3.2. VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Die Bilanzsumme beträgt am Stichtag TEUR 28.022, sodass sich eine Eigenkapitalquote von 18 % ergibt.

Auf der Aktivseite stieg das Vorratsvermögen um EUR 3,325 Mio., was im Wesentlichen auf eine mengenmäßige Erhöhung der Bestände der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und unfertigen Erzeugnissen sowie auf Anpassungen der Bestandsbewertungen zurückzuführen ist. Die Forderungen gegen Gesellschafter sanken um EUR 1,203 Mio.

Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen stiegen leicht auf TEUR 20.469.

Seit 2022 besteht ein Cashpooling. Durch den konzerninternen Liquiditätsausgleich mit dem Gesellschafter kann die Liquidität erheblich verbessert und noch stabiler gehalten werden. Alle Verpflichtungen wurden, wie auch in der Vergangenheit, eingehalten.

Der Zinssatz des Cashpooling wurde in 2023 auf einen variablen, dem angestiegenen Zinsniveau angepassten Zinssatz umgestellt.

Die zielorientierte Investitionspolitik der letzten Jahre wurde auch im Jahr 2023 fortgesetzt. Die Investitionen wurden in einem für das Unternehmen und dessen Liquiditätssituation angepassten Rahmen durchgeführt. Nur so kann der hohe Qualitätsanspruch unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit von Renner beibehalten werden.

In 2023 wurden Investitionen von TEUR 935 in das Anlagevermögen getätigt.

4. WESENTLICHE CHANCEN UND RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Das Jahr 2023 hat gezeigt, dass Louis Renner als international agierendes Unternehmen den globalen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen und den damit verbundenen Risiken auf Absatz- und Beschaffungsmärkte gleichermaßen ausgesetzt ist. Die daraus resultierenden Herausforderungen können nur in enger Abstimmung und Kommunikation mit externen und internen Partnern bewältigt werden.

Der Markt für hochwertige Klaviermechaniken und Hammerköpfe birgt für Renner weiterhin ein enormes Potential. Aus diesem Grund ist eine anhaltende Investitionspolitik unablässig, um die Führung in Qualität und Innovation weiterhin innezuhalten. Dabei sind auch das Engagement und das Leistungsvermögen der Mitarbeitenden von Renner ein wesentlicher Faktor zur Erreichung der operativen und strategischen Ziele. Die Einbindung der Mitarbeitenden in entsprechende Projekte und Förderung des eigenverantwortlichen Denkens und Handeln sind die Erfolgsfaktoren. Auch in Zukunft werden die Investitionen in Personal zielgerichtet und bedarfsorientiert auf die Funktionen ausgerichtet, um damit den zukünftigen Anforderungen Rechnung zu tragen. Im Rahmen der Unternehmenszielsetzung werden die Produktinnovation, die Verbesserung der Vertriebsqualität durch noch stärkeren Kundenfocus, die Digitalisierung der Infrastruktur und die IT-Sicherheit im Vordergrund stehen.

Neben der Marktentwicklung für Klavierinstrumente, bestehen weiterhin makroökonomische Einflüsse, auf die das Unternehmen nur bedingt Einfluss nehmen kann. Die wirtschaftlichen Risiken im Zusammenhang mit weiteren Pandemiewellen sowie Kriegen und instabilen Volkswirtschaften beeinflussen die Schlüsselmärkte und bedeuten eine große Herausforderung für das Unternehmen. Bestehende Risiken im Beschaffungsmarkt bzgl. höherer Beschaffungspreise und Verfügbarkeit werden durch eine stringente Zwei-Lieferantenstrategie entgegengewirkt. Neben der Flexibilisierung der Arbeitszeit und Umsetzung von Qualifizierungsmaßnahmen der Mitarbeiter werden durch entsprechende Investitionen in Mehrmaschinenbedienung und einen höheren Automatisierungsgrad dem Fachkräftemangel gegengesteuert.

Der Auftragsbestand per 31. Dezember 2023 zeichnet für die erste Jahreshälfte 2024 noch ein positives Bild ab. Dieses resultiert u.a. aus festen Lieferverträgen und -vereinbarungen mit unseren Kunden. Allerdings zeigt sich für die zweite Jahreshälfte eine deutliche Abschwächung bzw. Stagnation in den einzelnen Märkten ab. Hierzu gehören insbesondere die Entwicklungen auf dem asiatischen Markt. Um dieser Entwicklung kurz- und mittelfristig entgegenzuwirken, werden die bereits Ende 2023 begonnenen Kosteneinsparprogramme in 2024 konsequent fortgesetzt und nachhaltige Maßnahmen zur Steigerung des Unternehmenserfolges noch stärker verfolgt. Hierzu gehören im Personalbereich u.a. das Auslaufen von befristeten Arbeitsverträgen, betriebsbedingte Kündigungen sowie die Einführung der Kurzarbeit am Standort in Meuselwitz.

Trotz der anhaltenden geopolitischen und makroökonomischen Unsicherheit und einem wesentlich geringeren Umsatz erwartet Louis Renner in 2024 ein positives Ergebnis, das allerdings wesentlich niedriger als in 2023 ist.

 

Gärtringen, den 9. Juli 2024

gez. Guido Zimmermann

gez. Olaf Gube

gez. Sabine Manal

gez. Erik Stieler

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 276 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteitlt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Louis Renner GmbH, Gärtringen:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Louis Renner GmbH, Gärtringen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Louis Renner GmbH, Gärtringen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolosen Handlungen kollusives Zusammenarbeiten, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen.

Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 19. Juli 2024

MÖHRLE HAPP LUTHER GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Linnenkugel, Wirtschaftsprüfer

Wrede, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 4. September 2024 festgestellt.

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