CTEC II GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Antje Dr. Petersen-Schmalnauer seit 2.12.2019 | Prokura |
Andreas Ernst Matthias Brieger seit 24.7.2018 | Prokura |
Hadi Dr. Saleh seit 9.4.2018 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
CeramTec TopCo GmbHPlochingenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Inhaltsverzeichnis Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020 Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 1. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020 2. Konzern - Gesamtergebnisrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 3. Konzern - Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 4. Konzern - Eigenkapitalsveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 5. Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2020 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20201 Grundlagen des Konzerns 1.1 Vorbemerkungen Die CeramTec TopCo GmbH (kurz: CT TopCo oder Gesellschaft) hat ihren Sitz in Plochingen. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die CT TopCo ist unmittelbares Mutterunternehmen und hält alle Anteile an der CeramTec BondCo GmbH, Plochingen (kurz: CT BondCo), die wiederum unmittelbares Mutterunternehmen der CeramTec AcquiCo GmbH, Plochingen (kurz: CT AcquiCo) ist, und an dieser alle Anteile hält. Die CT AcquiCo hat mit Wirkung zum 8. März 2018 alle Anteile an der CeramTec Holding GmbH erworben. Der Konzernabschluss umfasst neben dem Abschluss der CT TopCo die Abschlüsse der von ihr direkt und indirekt beherrschten Tochterunternehmen. Von den 23 vollkonsolidierten Tochterunternehmen befinden sich 9 in Deutschland und 14 im Ausland. Detaillierte Angaben über den Anteilsbesitz sind im Konzernanhang dargestellt. Der Konzernabschluss der CT TopCo wird unter Anwendung von § 315e Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 HGB im Einklang mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten International Financial Reporting Standards (IFRS bzw. IAS) und deren Interpretationen (SICs bzw. IFRICs), die gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der EU anzuwenden sind, sowie den ergänzenden Vorschriften des HGB erstellt. 1.2 Geschäftsmodell / Ziele und Strategien CeramTec ist ein führender, globaler Konzern in der Entwicklung, Herstellung und im Vertrieb von Produkten der Technischen Hochleistungskeramik (High Performance Ceramics), die hoch spezialisierte keramische Werkstoffe mit überlegenen biologischen, mechanischen, elektrischen, thermischen und/oder chemischen Eigenschaften enthält, und oftmals in Konkurrenz zu Metallen oder organischen Polymeren (Kunststoffen) steht. CeramTec ist seit über 100 Jahren in der Technischen Hochleistungskeramik tätig, mit betrieblicher Kompetenz und Erfahrung in der Entwicklung von innovativen Systemlösungen für langjährige Stammkunden. CeramTec liefert Produkte für alle Lebensbereiche wie Komponenten für Hüftgelenksprothesen, Dentalimplantate, verschiedenste Piezo Komponenten für Sensoren (für medizinische und industrielle Endanwendungen), Aktoren in Diesel- und Benzineinspritzanlagen, Komponenten für Hybrid- und Elektrofahrzeuge, SPK-Werkzeuge für die Hochleistungszerspanung und keramische Hochleistungssubstrate für unterschiedliche Elektronikkomponenten. Die Vielseitigkeit von Produkten der Technischen Hochleistungskeramik und die damit verbundene breite Fülle an Anwendungsmöglichkeiten öffnet stark diversifizierte Endmärkte und eine entsprechende Kundenbasis. Die Geschäftstätigkeit ist in zwei Bereiche aufgeteilt - Medizintechnik und Industrieanwendungen.
CeramTec erzielt über 60 % der Umsätze in Europa (inklusive Deutschland). Darüber hinaus haben unsere Kunden einen starken Exportfokus, so dass deren Verkäufe, beispielsweise in der Automobilwirtschaft oder in der Medizintechnik, an Endkunden weltweit erfolgen. CeramTec verfügt global über Fertigungsstandorte bestehend aus 20 Werken in Europa, in Nord- und Südamerika sowie in Asien. Die Produktionsstandorte in Deutschland befinden sich in Plochingen (Hauptsitz), Marktredwitz, Lauf, Ebersbach, Wittlich, Lohmar und Wilhermsdorf. Das Geschäftsmodell der CeramTec basiert unserer Meinung nach auf nachfolgenden Stärken:
Unser Ziel ist ein profitables und nachhaltiges Wachstum mittels nachfolgender Schritte:
1.3 Forschung und Entwicklung Als Hersteller von hochtechnisierten Lösungen sind wir der Ansicht, dass in dem unveränderten Fokus auf Forschung und Entwicklung der Schlüssel für die zukünftige Rentabilität liegt. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten spiegeln sich hauptsächlich in applikationsorientierten Entwicklungen und der gemeinsam mit unseren Kunden partnerschaftlich erarbeiteten Prozesse und innovativen Lösungen wider, die ein hohes Marktpotential erwarten lassen. CeramTec kooperiert mit vielen bekannten Forschungsinstituten und Universitäten. Es gibt eine starke Forschungs- und Entwicklungsinfrastruktur mit einer Vielzahl von weltweit tätigen Wissenschaftlern und Ingenieuren. Zukünftig soll der Fokus mit einer engeren Zusammenarbeit mit unseren Kunden verstärkt auf die Marktfähigkeit der Anwendungen gelegt werden. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden zudem in Richtung innovativer neuer Produkte und Materialien für Märkte mit langfristigen Wachstumspotenzialen gerichtet und auf Produkte fokussiert, bei denen CeramTec sich basierend auf dem tiefen Material- und Prozess-Knowhow deutlich vom Wettbewerb differenzieren kann. Die Forschungs- und Entwicklungskosten werden aufwandswirksam in der Periode verrechnet, in der sie anfallen. Der Aufwand für Forschung und Entwicklung im Konzern hat im Geschäftsjahr TEUR 20.628 betragen (Vorjahr: TEUR 23.341), was in Relation zu den Umsatzerlösen einer Quote von 3,7 % (Vorjahr: 3,8 %) entspricht. Zum Stichtag waren 161 Mitarbeiter (31. Dezember 2019: 186 Mitarbeiter) in der Forschung und Entwicklung beschäftigt. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und branchenbezogene Rahmenbedingungen Entwicklung der Gesamtwirtschaft Das Institut für Weltwirtschaft nimmt in seinen Konjunkturprognosen vom 16. Dezember 2020 einen Rückgang der Weltwirtschaft für das Jahr 2020 von 3,8 % an, den mit Abstand stärksten Einbruch der vergangenen 70 Jahre. Der im ersten Halbjahr als Folge der Covid-19-Pandemie verzeichnete historische Einbruch wurde hierbei zu einem großen Teil wieder wettgemacht, das Vorkrisenniveau wurde nur noch um 2 % unterschritten. Allerdings hat sich die Stimmung bei den Unternehmen im November wieder verschlechtert, nachdem die Infektionsraten im Herbst stark gestiegen waren und in vielen Ländern wieder Beschränkungen der sozialen und wirtschaftlichen Aktivität beschlossen wurden. Das Ausmaß der Erholung unterscheidet sich in sektoraler und regionaler Hinsicht erheblich. In sektoraler Sicht erholte sich die Industrieproduktion zügig, regional betrachtet stellt sich die Situation vor allem in China besser dar als im weltweiten Durchschnitt. Im Euroraum wird mit einer um rund 2,0 % geringeren Wirtschaftsleistung im Schlussquartal 2020 gerechnet, womit der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2020 bei 7,2 % liegen dürfte. In der US-Wirtschaft wird sich nach einer konjunkturellen Delle im Winterhalbjahr die Erholung fortsetzen, für das Jahr 2020 verbleibt allerdings ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 3,6%. Die Erholung von dem pandemiebedingten Wirtschaftseinbruch ist in China besonders weit fortgeschritten resultierend in einem sogar leichten Anstieg von 1,8 % im Vergleich zu 2019. Das konjunkturelle Bild in den Schwellenländern ist uneinheitlich, die Erholung ist unterschiedlich weit fortgeschritten und die Aussichten sind differenziert. Die deutsche Konjunktur verzeichnete im Jahr 2020 Corona-bedingt einen erheblichen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 5,2 %. Nach dem massiven Einbruch der ökonomischen Aktivität im März und April kam es mit der zwischenzeitlichen Entspannung der Pandemielage und den damit einhergehenden Lockerungen hierzulande und in der übrigen Welt zu einer kräftigen Erholung. Bedeutsam war für die deutsche Wirtschaft vor allem, dass die Warenausfuhren und - nahezu parallel dazu - die Industrieproduktion rasch anzogen. Auch in vielen Dienstleistungsbereichen kehrte die Aktivität nach dem Shutdown merklich zurück, im Einzelhandel wurde das Vorkrisenniveau schon im Mai übertroffen. Branchenentwicklung Makroökonomische und sonstige Entwicklungen in den geografischen Zielmärkten Die Umsätze der CeramTec werden im Wesentlichen in Europa und hier speziell in Deutschland realisiert. Trotz dieser relativen Konzentration sind viele der Kunden, vor allem aus der Medizin- und Automobilbranche, exportorientierte global agierende Unternehmen. Entsprechend wird die Geschäftstätigkeit als global diversifiziert eingeschätzt. Die tatsächlichen Endmärkte dürften stärker in Nordamerika und Asien liegen, als unsere Direktumsätze es zeigen. Entwicklung der Märkte für Hüftgelenksprothesen als Indikator für die Medizintechnik Die Umsätze und das Betriebsergebnis der Medizintechnik werden durch die Entwicklung des Marktes für Hüftgelenksprothesen im Allgemeinen und durch den Marktanteil an keramischen Hüftgelenksimplantaten im Besonderen beeinflusst und zeigen sich erfahrungsgemäß unbeeindruckt von makroökonomischen Entwicklungen bzw. sollten kurzfristige Einschränkungen in der Durchführung von elektiven Eingriffen wie in Folge der Covid Pandemie langfristig zu Aufholeffekten führen aufgrund der medizinischen Notwendigkeit der Eingriffe. Der Anteil von keramischen Hüftgelenkskugeln an implantierten Hüftgelenksprothesen nimmt kontinuierlich zu. Zusätzlich zum Wachstum des Gesamtmarktes für Hüftprothesen wird angenommen, dass der Anteil der keramischen Prothesen zunehmen wird und traditionelle Materialien wie Metall, welches beispielsweise allergische Reaktionen hervorrufen kann, sukzessive verdrängt werden. Eine fortschreitend positive Entwicklung des Marktanteils für Keramik wird vor allem für Nordamerika und China erwartet. Nachfragezyklen in verschiedenen, für die Industrieanwendungen relevanten, Endmärkten Die Umsätze im Bereich der Industrieanwendungen werden durch das Wirtschaftswachstum in den Zielmärkten beeinflusst. Zusätzlich zum Einfluss des grundsätzlichen Wachstums des Bruttoinlandsprodukts auf das Geschäftsfeld Industrieanwendungen hat jeder industrielle Teilmarkt unterschiedliche Einflussfaktoren. Speziell bei der Automobil-, Elektronik- und Maschinenbauindustrie handelt es sich um zyklische Endmärkte wobei die Endmärkte für medizinische Sensoren oder auch Katalysatorträger anderen Zyklen unterliegen. Die Nachfrage ist insbesondere abhängig vom Geschäftserfolg der OEM Kunden (Erstausrüster) sowie deren Endkunden. Beispielsweise können die gesamtwirtschaftlichen und technischen Rahmenbedingungen die Neuwagenverkäufe und dadurch die Automobilzulieferer und schließlich die Nachfrage nach keramischen Automobil- und Motorenkomponenten beeinflussen. Wichtige Treiber für die Umsatzentwicklung des CT TopCo-Konzerns sind unter anderem die Automobilwirtschaft, der Markt für orthopädische Operation wie vor allem Hüftoperationen, die Elektronikindustrie und verschiedene industrielle Nischenmärkte wie beispielsweise Maschinenkomponenten in der Textilindustrie. Speziell für den Automobilendmarkt als auch für andere Endmärkte wie dem Maschinenbau hat die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und Europa großen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung. 2.2 Geschäftsverlauf Der CT TopCo-Konzern hat ein umfangreiches Portfolio von keramischen Werkstoffen und ist mit seinen gut ausgebildeten und erfahrenen Entwicklungs- und Fertigungsspezialisten in der Lage, vielfältige Einsatzmöglichkeiten und Problemlösungen für anspruchsvolle Kunden in der Medizintechnik, der Automobilindustrie, der Elektronik, der Energie- und Umwelttechnik sowie dem Maschinen- und Anlagenbaubau zu realisieren. Der CT TopCo-Konzern ist demzufolge in einem sehr heterogenen Markt tätig und erzielte im Geschäftsjahr insgesamt Umsatzerlöse von TEUR 552.702. Das Geschäftsjahr war geprägt durch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronapandemie. Vor allem im 2. Quartal waren signifikante Absatzrückgänge durch teilweise vollständige Ausfälle von Lieferketten zu verzeichnen. Im zweiten Halbjahr zog das Geschäft wieder an, lag aber immer noch unter Vorjahresniveau. Die Pandemie wirkte sich hierbei umsatzseitig auf die beiden Bereiche Industrieanwendungen und Medizintechnik signifikant negativ aus. Das Management des CT TopCo-Konzerns hatte vor dem Ausbruch der Coronapandemie für das Jahr 2020 bezogen auf das Vorjahr mit einer moderaten Steigerung der Umsatzerlöse, einer deutlichen Erhöhung des bereinigten EBITDA und einer signifikanten Steigerung des EBITDA gerechnet. Tatsächlich lagen in 2020 Umsatzerlöse, EBITDA und bereinigtes EBITDA signifikant unter Plan. Der Auftragseingang hat im Geschäftsjahr 2020 TEUR 582.972 (Vorjahr: TEUR 598.621) betragen, der Auftragsbestand belief sich per 31. Dezember 2020 auf TEUR 196.360 (Vorjahr: TEUR 177.262). Der höhere Auftragsbestand zum Ende des Geschäftsjahres 2020 ist auf die kontinuierliche Erholung der Märkte im 2. Halbjahr 2020 zurückzuführen. Das Betriebsergebnis von TEUR -53.634 (Vorjahr: TEUR -224.467) beläuft sich bereinigt um Sondereffekte, Abschreibungen und Wertberichtigungen (bereinigtes EBITDA) auf TEUR 213.099 (Vorjahr: TEUR 244.321). Die bereinigte EBITDA-Marge hat demzufolge 38,6 % (Vorjahr: 39,4 %) betragen. Die größte operativ tätige Gesellschaft im CT TopCo-Konzern ist die CeramTec GmbH, Plochingen. 3 Darstellung der Lage des Konzerns 3.1 Ertragslage Im Geschäftsjahr 2020 erzielte der CT TopCo-Konzern Umsatzerlöse von TEUR 552.702 (Vorjahr: TEUR 620.376). Dies bedeutet einen Umsatzrückgang von -10,9 % im Vergleich zum Kalenderjahr 2019. In der Medizintechnik konnten Umsatzerlöse von TEUR 230.171 (Vorjahr: TEUR 258.687) erzielt werden. Nach einem starken Umsatz- und Auftragseingangseinbruch im 2. Quartal hat sich das Geschäft im 2. Halbjahr wieder kontinuierlich erholt, da die Anzahl elektiver Eingriffe aufgrund deren Notwendigkeit nach Beginn der Lockerung der Lockdown-Maßnahmen wieder solide zulegen konnte. Bei den Industrieanwendungen konnte der CeramTec-Konzern Umsatzerlöse von TEUR 322.531 (Vorjahr: TEUR 361.689) erzielen. Vor allem Endmärkte wie Automobil und Elektronikkomponenten waren stark von der weltweit reduzierten Wirtschaftsleistung beeinflusst. Andere Endmärkte wie zum Beispiel für Piezo basierte Sensoren für medizinische Anwendungen oder Katalysatorenträger konnten sich auch im Geschäftsjahr 2020 erfreulich entwickeln. Mit einem Umsatzanteil von 62,5 % (Vorjahr: 66,4 %) am Konzernumsatz stellen Europa und Deutschland die wichtigsten Absatzregionen dar. In Asien bzw. Nordamerika beträgt der Umsatzanteil 19,1 % (Vorjahr: 16,2 %) bzw. 16,5 % (Vorjahr: 14,8 %). Im Geschäftsjahr hat der Konzern ein Bruttoergebnis vom Umsatz von TEUR 217.796 (Vorjahr: TEUR 264.137) erzielt. Die Bruttomarge (Bruttoergebnis vom Umsatz zu Umsatzerlöse) beträgt 39,4 % (Vorjahr: 42,6 %). Das prozentuale Verhältnis der Vertriebskosten zu Umsatzerlösen beträgt 15,8 % (Vorjahr: 15,4 %), das der Forschungs- und Entwicklungskosten zu Umsatzerlösen 3,7 % (Vorjahr: 3,8 %) und das der allgemeinen Verwaltungskosten zu Umsatzerlösen 4,4 % (Vorjahr: 4,4 %). In den sonstigen Aufwendungen und Erträgen sind Wertminderungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert von TEUR 137.065 (Vorjahr: TEUR 329.753) enthalten. Das Betriebsergebnis beläuft sich im Geschäftsjahr 2020 auf TEUR -53.634 (Vorjahr: TEUR - 224.467. Das negative Finanzergebnis von TEUR 92.693 (Vorjahr: TEUR 98.314) ergibt sich aus Zinserträgen und ähnlichen Erträgen von TEUR 6.849 (Vorjahr: TEUR 2.135) sowie aus Zinsaufwendungen und ähnlichen Aufwendungen von TEUR 99.542 (Vorjahr: TEUR 100.449). Die Zinserträge ergeben sich im Geschäftsjahr überwiegend aus Fremdwährungsgewinnen von TEUR 5.276 (Vorjahr: TEUR 190) und der Abzinsung von Finanzverbindlichkeiten von TEUR 1.447 (Vorjahr: TEUR 1.380). Die Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus dem Zinsaufwand für den Konsortialkredit und die Unternehmensanleihe von TEUR 49.672 (Vorjahr: TEUR 52.674), Zinsaufwendungen aus Derivaten von TEUR 22.710 (Vorjahr: TEUR 1.274) sowie den Zinsen auf das Gesellschafterdarlehen von TEUR 19.131 (Vorjahr: TEUR 38.768). Das Periodenergebnis stellt sich wie folgt dar:
Das EBITDA bzw. das bereinigte EBITDA (Betriebsergebnis zuzüglich Abschreibungen/ Wertminderungen und Sondereffekten) ermittelt sich im Geschäftsjahr wie folgt:
Die im bereinigten EBITDA abgebildeten Sondereffekte enthalten im Wesentlichen Kosten der strategischen und operativen Neuausrichtung (TEUR 13.011; Vorjahr: TEUR 15.566), durch Covid-19 verursachte Kosten (TEUR 4.733; Vorjahr: TEUR 0) sowie Kosten im Rahmen von auslaufenden Produktlinien (TEUR 1.393; Vorjahr: TEUR 3.671). Das bereinigte EBITDA in Relation zu den Umsatzerlösen entspricht im Berichtsjahr 38,6 % (Vorjahr: 39,4 %). 3.2 Vermögens- und Finanzlage Vermögens- und Kapitalstruktur Die Bilanzsumme des Konzerns ist zum 31. Dezember 2020 um TEUR 48.057 auf TEUR 2.547.204 zurückgegangen. Dies entspricht einem Rückgang von 1,9 % und spiegelt auf der Passivseite im Wesentlichen den Verlust des Geschäftsjahres wider kompensiert um eine Zunahme der Finanzverbindlichkeiten im Wesentlichen bedingt durch die Kreditaufnahme von nominal TEUR 175.000 im Dezember 2020. Auf der Aktivseite reduzierte sich im Wesentlichen der Geschäfts- oder Firmenwert und die immateriellen Vermögenswerte aufgrund der notwendigen Wertminderungen sowie laufenden Abschreibungen. Der Rückgang der Aktiva wurde kompensiert durch den wesentlichen Zuwachs an Zahlungsmitteln, hier ebenfalls bedingt durch die Kreditaufnahme. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus dem Erwerb der CeramTec-Gruppe im Vorjahr. Er wurde im Rahmen der Kaufpreisallokation seinerzeit den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) Medizintechnik (TEUR 874.613) und Industrieanwendungen (TEUR 466.818) zugeordnet. Der jährliche Werthaltigkeitstest ergab einen Wertminderungsbedarf beim Geschäfts- oder Firmenwert der ZGE Industrieanwendungen von TEUR 137.065 (Vorjahr: TEUR 329.753). Im Rahmen des Erwerbs wurden die Marken CeramTec, BIOLOX, SPK und DAI Ceramics identifiziert. Diese weisen zum 31. Dezember 2020 einen Buchwert von TEUR 53.544 (31. Dezember 2019: TEUR 53.544) aus. Die Nutzungsdauer der angesetzten Marken wurde als unbestimmt eingestuft. Im Geschäftsjahr ergab der jährliche Werthaltigkeitstest einen Wertberichtigungsbedarf von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 5.456). Die Technologien weisen einen Buchwert in Höhe von TEUR 283.853 (31. Dezember 2019: TEUR 302.481) aus und beinhalten im Wesentlichen die Grundlagentechnologie des Bereichs Medizintechnik sowie die Grundlagentechnologie des Bereichs Industrieanwendungen. Diese haben eine gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer von 15,2 Jahren (31. Dezember 2019: 16,2 Jahren). Die Kundenbeziehungen weisen einen Buchwert in Höhe von TEUR 632.084 (31. Dezember 2019: TEUR 677.789) aus und beinhalten im Wesentlichen Kundenbeziehungen aus dem Bereich Medizintechnik. Diese haben eine gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer von 14,1 Jahren (31. Dezember 2019: 15,1 Jahren). Die lang- und kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte bestehen vor allem aus dem bilanziell abspaltungspflichtigen Kündigungsrecht im Rahmen der Begebung der Unternehmensanleihe von TEUR 10.221 (31. Dezember 2019: TEUR 25.139). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 51.880 (31. Dezember 2019: TEUR 52.740). Hierbei ist zu berücksichtigen, dass im Rahmen eines in 2017 geschlossenen Factoringvertrages zum Bilanzstichtag ein Forderungsvolumen von TEUR 13.599 (31. Dezember 2019: TEUR 14.422) veräußert wurde. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich aus Bankguthaben von TEUR 244.113 (31. Dezember 2019: TEUR 64.373) und Kassenbeständen von TEUR 5 (31. Dezember 2019: TEUR 7) zusammen. Wir verweisen auf die Ausführungen zur Liquidität. Das Eigenkapital von TEUR 180.957 (31. Dezember 2019: TEUR 338.468) hat einen Anteil von 7,1 % (31. Dezember 2019: 13,0 %) am Gesamtkapital. Mit Wirkung zum 31. Dezember 2019 wurden von dem bestehenden Gesellschafterdarlehen ein Nominalbetrag von TEUR 247.929 und Zinsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 32.025 in die Kapitalrücklage eingelegt. Die langfristigen Rückstellungen von TEUR 127.111 (31. Dezember 2019: TEUR 118.939) enthalten im Wesentlichen Pensionsrückstellungen von TEUR 124.350 (31. Dezember 2019: TEUR 113.433). Die langfristigen Schulden des Konzerns enthalten neben den zuvor beschriebenen langfristigen Rückstellungen und den latenten Steuern von TEUR 270.110 (31. Dezember 2019: TEUR 298.417) vor allem die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 1.156.680 (31. Dezember 2019: TEUR 999.334), Verbindlichkeiten aus der Begebung der Unternehmensanleihe von TEUR 414.293 (31. Dezember 2019: TEUR 415.740) und derivative Finanzinstrumente mit negativen Marktwerten von TEUR 22.489 (31. Dezember 2019: TEUR 15.179) sowie Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 273.523 (31. Dezember 2019: TEUR 256.270). Die langfristigen Vermögenswerte des CT TopCo-Konzerns sind zu 114,3 % (31. Dezember 2019: 103,3 %) durch das Eigenkapital und die langfristigen Schulden gedeckt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nominal in Höhe von TEUR 1.069.000 (31. Dezember 2019: TEUR 894.000) aus einer EUR-Tranche und in Höhe von TEUR 121.326 (31. Dezember 2019: TEUR 133.167) aus zwei USD-Tranchen. Diese sind variabel verzinslich und haben eine Laufzeit bis zum 8. März 2025. Mit dem Kredit verbundene Transaktionskosten in Höhe von TEUR 33.641 werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des Kredits verteilt. Die Anleihe ist festverzinslich und hat ein Nominalvolumen von TEUR 406.000 (31. Dezember 2019: TEUR 406.000). Die Anleihe ist zum 15. Dezember 2025 fällig. Der CT TopCo-Konzern hat eine Kündigungsoption für diese Anleihe, die als separater finanzieller Vermögenswert bilanziert wird (siehe oben). Damit verbundene Transaktionskosten in Höhe von ursprünglich TEUR 13.570 werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode über die Laufzeit der Anleihe verteilt. Die negativen Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente betreffen abspaltungspflichtige, eingebettete Zinsbegrenzungsvereinbarungen. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus dem Gesellschafterdarlehen von TEUR 273.523 (31. Dezember 2019: TEUR 256.270). Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2028 und die Verzinsung beträgt 7,3 % p. a. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber Dritten von TEUR 23.973 (31. Dezember 2019: TEUR 25.406) beinhalten im Wesentlichen die Zinsabgrenzung zur Anleiheverbindlichkeit von TEUR 7.993 (31. Dezember 2019: TEUR 7.993), derivative Finanzinstrumente mit negativen Marktwerten von TEUR 8.256 (31. Dezember 2019: TEUR 5.743) und den kurzfristigen Teil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 141 (31. Dezember 2019: TEUR 2.672). Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus den für das Gesellschafterdarlehen aufgelaufenen Zinsen von TEUR 312 (31. Dezember 2019: TEUR 35.634), die im Januar des Folgejahres ausbezahlt wurden. Im Vorjahr waren zudem kurzfristige Darlehensverbindlichkeiten von TEUR 19.599 enthalten. Das Operating Working Capital (Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und operative Rückstellungen) zum 31. Dezember 2020 beträgt TEUR 84.403 (31. Dezember 2019: TEUR 85.932). Investitionen Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von insgesamt TEUR 36.715 (Vorjahr: TEUR 43.633) getätigt. Zugänge zu den Right-of-Use Vermögenswerten nach IFRS 16 sind hier nicht enthalten. Die Investitionen sind in Form von Ersatz- (44 %) und Erweiterungsinvestitionen (56 %) getätigt worden. Hervorzuheben sind Investitionen bei der CeramTec GmbH für Maschinen in den Bereichen Medizintechnik (rund 33 %) und Industrieanwendungen (rund 45 %) sowie allgemeine Investitionen für notwendige Optimierungen und Digitalisierungsprojekte. Die Investitionen in der Medizintechnik dienen der langfristigen Kapazitätserweiterung sowie der Produktivitätsverbesserung, die der Industrieanwendungen entfallen v.a. auf Ersatzinvestitionen und selektive Wachstumsprojekte. Ferner erfolgte die Anschaffung und Inbetriebnahme einer Vielzahl von verschiedenen Anlagen bei den anderen in- und ausländischen Tochterunternehmen, vor allem in Großbritannien wurde in die Kapazitätserweiterung investiert. Liquidität Aus der betrieblichen Tätigkeit des Konzerns ergibt sich im Geschäftsjahr ein Mittelzufluss von TEUR 163.433 (Vorjahr: TEUR 190.095). Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit des Konzerns beträgt TEUR 37.638 (Vorjahr: TEUR 41.089). Im Bereich Finanzierungstätigkeit beträgt der Mittelzufluss TEUR 54.845 (Vorjahr: Mittelabfluss von TEUR 105.950). Dieser setzt sich im Wesentlichen zusammen aus einer weiteren Mittelaufnahme aus dem Konsortialkredit von TEUR 168.161 (Vorjahr: Rückzahlung von TEUR 53.872) sowie den gezahlten Zinsen von TEUR 90.831 (Vorjahr: TEUR 54.565). Die liquiden Mittel betragen TEUR 244.118 zum Bilanzstichtag (31. Dezember 2019: TEUR 64.380). Der CT TopCo-Konzern verfügt über eine Kreditlinie von TEUR 67.000, die mit revolvierenden Tranchen genutzt werden kann sowie eine weitere kurzfristige Kreditlinie zum Kontokorrentkredit von TEUR 8.000. Beide Linien wurden zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen. 3.3 Gesamtaussage zur Lage des Konzerns Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung des Mutterunternehmens die wirtschaftliche Lage des Konzerns als stabil. Zum heutigen Zeitpunkt sind keine Einflussfaktoren bekannt, die signifikante Abweichungen von der zuvor berichteten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zur Folge haben könnten. 4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 4.1 Finanzielle Leistungsindikatoren Zentrale Messgröße des CT TopCo-Konzerns sind das EBITDA sowie das bereinigte EBITDA. Diese Kennzahlen sind zugleich Basis für die erfolgsabhängige Vergütung. Weitere wichtige Messgrößen sind die Umsatzerlöse, das Working Capital sowie der Cash Flow. Der CT TopCo-Konzern setzt ein umfangreiches Steuerungssystem für diese und andere Kennzahlen ein. Dazu gehören ein monatliches Reporting mit einer entsprechenden Scorecard und monatliche Treffen der Geschäftsführung der CeramTec GmbH mit den Bereichsleitern der CeramTec GmbH und den Geschäftsführern aller Tochterunternehmen, in denen die Geschäftslage der einzelnen Bereiche diskutiert wird. Mindestens einmal im Jahr finden diese Treffen auf internationaler Ebene mit zusätzlicher Beteiligung der Geschäftsführer der ausländischen Tochterunternehmen statt, in denen neben der aktuellen Geschäftslage und den Erwartungen für den Verlauf im verbleibenden Geschäftsjahr auch die strategische Ausrichtung und Entwicklung des CT TopCo-Konzerns erörtert wird. Regelmäßige Besprechungen zum Ergebnis und den Erwartungen für die nächsten Monate werden mit dem Management des Mutterunternehmens der CT TopCo durchgeführt. Außerdem ist ein internes Kontrollsystem installiert und schließlich erfolgt regelmäßig auch eine Überprüfung durch Dritte. Bezüglich der weiteren finanziellen Leistungsindikatoren verweisen wir auf unsere Ausführungen zur Lage des Konzerns. 4.2 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren im Konzern sind die Mitarbeiter- sowie die Qualitäts- und Umweltbelange. Mitarbeiter Am Ende des Geschäftsjahres beschäftigte der CT TopCo-Konzern 3.420 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (31. Dezember 2019: 3.525). Die Struktur der Mitarbeiter stellt sich wie folgt dar:
Die Geschäftsführung und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des CT TopCo-Konzerns nehmen in unterschiedlicher Ausprägung an erfolgsorientierten Vergütungssystemen teil. Die erfolgsorientierte Vergütung ist grundsätzlich von der Erreichung unternehmensbezogener Ziele (EBITDA bzw. bereinigtes EBITDA und Working Capital) sowie persönlicher Ziele abhängig. Auch im Berichtsjahr 2020 stand die Gewinnung von Fach- und Führungskräften für den CT TopCo-Konzern im Vordergrund. Der CT TopCo-Konzern hat am Bilanzstichtag insgesamt 150 Auszubildende (31. Dezember 2019: 144) beschäftigt, die in technischen und kaufmännischen Berufen ausgebildet werden. Die Ausbildung von Nachwuchskräften hat bei der CeramTec seit jeher einen hohen Stellenwert. Durch zahlreiche Ausbildungsprogramme und -formen sowie die enge Kooperation mit Schulen und verschiedenen Hochschulen fördert CeramTec den eigenen Nachwuchs. Wir betrachten die Qualifizierung von Nachwuchskräften vor dem Hintergrund des demografischen Wandels als Kernaufgabe und zählen diese mit zu den wichtigsten Aufgaben der nächsten Jahre. Um der Qualifizierung unserer Mitarbeiter mehr Gewicht zu verleihen, werden wir zukünftig jährlich Mitarbeitergespräche durchführen. Die etablierten Maßnahmen im Bereich der Gesundheitsförderung und Mitarbeiterentwicklung wurden plangemäß durchgeführt und umgesetzt. Qualitäts- und Umweltmanagement CeramTec unterliegt der Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltgesetzgebung in den Ländern, in denen Produktionsstätten unterhalten werden. Der Großteil der Produktion liegt innerhalb der Europäischen Union und hier vor allem in Deutschland. Entsprechend sind die dortigen Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltstandards maßgebend. Ferner wurden Grundsätze für eine soziale unternehmerische Verantwortung verabschiedet, welche dem Ziel Rechnung tragen sollen, weltweit profitabel zu wachsen, Energie zu sparen, natürliche Ressourcen zu schützen und dabei mit ethischem Verhalten und Integrität vorzugehen. Zu diesem Zweck wird sich CeramTec weiterhin auf die Zufriedenheit der Kunden fokussieren, aber auch auf einen schonenden Umgang mit knappen Ressourcen, auf das Energiemanagement und die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter. Das Umweltmanagement der CeramTec GmbH ist nach DIN EN ISO 14001 zertifiziert und das Energiemanagement nach ISO 50001. Die Ausgaben für Umweltschutz im CT TopCo-Konzern haben im Geschäftsjahr TEUR 1.846 betragen (Vorjahr: TEUR 2.562). Die CeramTec ist im Bereich Industrieanwendungen nach DIN EN ISO 9001 und IATF 16949 (Automotivestandorte), sowie im Bereich Medizintechnik nach ISO 13485 zertifiziert. Die Produktionsstätten des Bereichs Medizintechnik sind bei der Food and Drug Administration (FDA) und zahlreichen anderen länderspezifischen Behörden registriert und zugelassen. Spezifische Produkte und Bauteile erfüllen gegebenenfalls weitere Normen und Anforderungen. Lieferanten der CeramTec unterliegen weiterhin einer Richtlinie zur Sicherstellung der Qualität von Zulieferungen. Das Qualitäts- und Umweltmanagementsystem sehen wir als angemessen, wirksam und geeignet an. Die Zertifizierungen werden regelmäßig geprüft. Sich ändernde Rahmenbedingungen, einschließlich rechtlicher Entwicklungen werden anhand des Managementsystems ermittelt, umgesetzt und geprüft. 5 Nachtragsbericht Mit Wirkung zum 4. Januar 2021 wurde das in Spreitenbach in der Schweiz ansässige Unternehmen Dentalpoint AG erworben. Damit investiert der CeramTec-Konzern im stark wachsenden Zukunftsmarkt für keramische Dentalimplantate und baut das Angebot im Geschäftsfeld Medizintechnik weiter aus. Der vorläufige Kaufpreis in Höhe von TEUR 50.975 wurde mittels liquider Mittel beglichen. Abweichungen zum vorläufigen Kaufpreis werden sich aufgrund der beschlossenen Kaufpreismechanismen ergeben. Aufgrund der zeitlichen Nähe der Transaktion und dem Zeitpunkt der Feststellung des Jahresabschlusses liegen noch keine Ergebnisse der derzeit andauernden Kaufpreisermittlung und -allokation nach IFRS 3 vor. Für die Kaufpreisallokation, die grundsätzlich auf Basis der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden erfolgt, ist im Wesentlichen der Ansatz von immateriellen Vermögenswerten wie Technologien, Kundenbeziehungen und Marken sowie eines Geschäfts- oder Firmenwerts zu erwarten. 6 Prognose-, Chancen- und Risikobericht 6.1 Prognosebericht Rahmenbedingungen - Gesamtwirtschaft und Branchensituation Das Institut für Weltwirtschaft rechnet in seinen Konjunkturprognosen vom 16. Dezember 2020 für das Jahr 2021 mit einem Wachstum der Weltwirtschaft um 6,1 %. Mit dem Abflauen der zweiten Welle und der Rücknahme der zur Eindämmung der Pandemie getroffenen Maßnahmen dürfte sich die wirtschaftliche Aktivität im Verlauf des ersten Quartals auch in Europa wieder erholen. Hier war sie zwischenzeitlich wieder spürbar gesunken. Für den weiteren Verlauf des Jahres 2021 ist mit zunehmender Durchimpfung eine nachhaltige Verringerung der Infektionsrisiken und eine fortschreitende Normalisierung der Rahmenbedingungen auch für die besonders kontaktintensiven Wirtschaftszweige zu erwarten. Für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 4,3 % prognostiziert. Die Entwicklung der Konjunktur im Euroraum hängt stark vom Verlauf der Pandemie ab. Bei der erwarteten zunehmenden Verteilung von Impfstoffen und unterstützt durch wärmeres Wetter sollte das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2021 um knapp 4,9 % steigen. In Deutschland dürfte das Bruttoinlandsprodukt in 2021 um 3,1 % zulegen. Die wirtschaftliche Entwicklung wird im 1. Quartal merklich durch die im Zuge der zweiten Infektionswelle im November- und Dezember ergriffenen Maßnahmen beeinträchtigt. Es wird jedoch an der Einschätzung festgehalten, dass das Vorkrisenniveau des Bruttoinlandsproduktes im Schlussquartal des Jahres 2021 überschritten wird. Die Expansion der chinesischen Wirtschaft dürfte auch in 2021 mit einem Zuwachs von 9,2 % weiter Fahrt aufnehmen, für die Vereinigten Staaten wird ein Wachstum von 3,7 % angenommen. Der Markt für Hüftgelenksprothesen wird sich unserer Ansicht nach entsprechend der historischen Trends und Vorhersagen entwickeln wie in Kapitel 2.1 zur Branchenentwicklung beschrieben. Das Wachstumspotential ist abhängig vom Anstieg der Hüftgelenksoperationen im Allgemeinen und durch die negative Wahrnehmung bezüglich Metallimplantaten, die z.B. allergischen Reaktionen auslösen können, im Besonderen. Durch den Zukauf der Dentalpoint AG sowie den organischen Aktivitäten im keramischen Dentalimplantatbereich wird auch die Entwicklung des Gesamtmarktes für Implantate zunehmend relevant. Auch hier gehen wir von einer kontinuierlichen Erholung und Rückkehr zu den langfristigen Wachstumstrends aus. Für die in Abschnitt 2.1 beschriebenen Branchen der Industrie rechnen wir für das Jahr 2021 mit einem moderaten Wachstum, allerdings gehen wir von einer höheren Volatilität der Endmärkte aus. Das Wachstum der CeramTec wird dabei von der Entwicklung der jeweiligen Endmärkte in Summe abhängen, aber auch von der erfolgreichen Entwicklung neuer Produkte sowie der Substitution existierender Produkte durch keramische Lösungen. Erwartete Geschäfts- und Ertragsentwicklung bezogen auf den CT TopCo-Konzern Die Planung für das Geschäftsjahr 2021 sieht auf der Basis der zuvor erwähnten Markt- und Branchenentwicklung und trotz für das 1. Halbjahr zu erwartenden hohen Volatilität ein moderates Umsatzwachstum vor. Für das um Sondereffekte bereinigte EBITDA erwarteten wir eine deutliche Steigerung und für das EBITDA eine signifikante Steigerung im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr sowie einen positiven Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit über dem Vorjahresniveau. Die weitere wirtschaftliche Auswirkung des Coronavirus ist weiterhin schwierig einzuschätzen, wobei wir mit einer kontinuierlichen Steigerung des Wachstums im Verlauf des Jahres rechnen in Abhängigkeit vom Erfolg der Impfkampagnen und weiterer Lockerungen der Lockdown-Maßnahmen. Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit wird sich voraussichtlich über dem Vorjahresniveau bewegen. Im Bereich der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren der Mitarbeiter- sowie Qualitäts- und Umweltbelange ist es unser Ziel, das erreichte Niveau auch im Geschäftsjahr 2021 mindestens beizubehalten. 6.2 Chancen- und Risikobericht Im CT TopCo-Konzern besteht ein institutionalisiertes Risiko-Managementsystem mit einem entsprechenden Berichtssystem. Dazu gehören u. a. ein monatliches Reporting, die Berichterstattung durch die operativ Verantwortlichen als integrierter Bestandteil der monatlichen Sitzungen sowie ein internes Kontrollsystem und die Überprüfung durch Dritte. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden dabei erfasst. Das Risikomonitoring umfasst auch die Planung, Durchführung und Erfolgskontrolle geeigneter Gegenmaßnahmen. Diese Systeme werden durch verschiedene Aktivitäten zur Überwachung der Einhaltung des internen Kontrollsystems ergänzt. Gesamtwirtschaftliche Risiken und Branchenrisiken Risiken bestehen generell in der Unsicherheit über die Entwicklung der globalen Wirtschaftslage. Negative Entwicklungen können dabei erhebliche Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf haben. Andererseits kann die globale Präsenz und die breite Kundenbasis in den verschiedenen Abnehmerbranchen, wie z. B. der Medizintechnik, der Automobilindustrie, der Elektro- und Elektronikindustrie, in der Energie- und Umwelttechnik sowie im Maschinen- und Anlagenbau dazu beitragen, Nachfrageschwächen in einzelnen Märkten oder Regionen auszugleichen. Das breite Produktportfolio und die geringe Abhängigkeit von einzelnen Kunden oder Branchen ermöglicht es ebenfalls, Nachfrageschwächen bestimmter Kundenindustrien oder Preisänderungsrisiken in gewissem Umfang abzufedern. Das Risiko von Forderungsausfällen schätzen wir aufgrund der Kundenstruktur im Konzern und der weitestgehenden Sicherung der Forderungen bei der CeramTec GmbH und der CeramTec ETEC GmbH über eine Kreditversicherung als gering ein. Risiken in der Preisentwicklung / Beschaffungsrisiken Preisänderungsrisiken gibt es sowohl auf dem Beschaffungs- als auch auf dem Absatzmarkt. Auf letzterem vor allem durch einen zunehmenden Wettbewerb mit asiatischen Konkurrenten. Steigende Rohstoff- und Energiepreise stellen ebenso ein Risiko dar. Diesen Risiken wird vor allem mit kontinuierlichen Verbesserungen der Prozesse und der Produktivität sowie einem aktiven Kostenmanagement entgegengewirkt. Produktrisiken Den Produktrisiken wird mit den Qualitätsmanagementsystemen in den Produktionseinheiten begegnet. Diese orientieren sich an internationalen Standards und stellen die Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften sicher. Eine regelmäßige Überprüfung in Verbindung mit kontinuierlichen Mitarbeiterschulungen vervollständigt das Qualitätsmanagement. Von laufenden Prozessen gehen keine bestandsgefährdenden Risiken aus. Personalrisiken Im Personalbereich liegen die wesentlichen Risiken im demografischen Wandel und der Gewinnung von ausreichend Fach- und Führungskräften. CeramTec entfaltet vielfache Aktivitäten für die Entwicklung und Qualifizierung von Nachwuchskräften sowie Präsentationen auf verschiedenen Messen und in unterschiedlichen Medien. IT-Risiken Ein Ausfall der IT-Systeme oder ein wesentlicher Datenverlust könnte den Geschäftsbetrieb der Konzernunternehmen bzw. des Konzerns beeinträchtigen. Den Risiken des Datenverlustes begegnen die Konzernunternehmen mit Datensicherungskonzepten auf Basis einer modernen IT-Infrastruktur. Konzernweite Sicherungsmaßnahmen gewährleisten den Schutz der Daten vor Fremdzugriff sowie vor schädlicher Software. Es existieren für alle geschäftskritischen Anwendungen und Systeme Risikoanalysen und Notfallpläne. In Abhängigkeit von der Risikoeinstufung wird die Hochverfügbarkeit der Systeme gewährleistet. Beteiligungsrisiken Allen wesentlichen Akquisitionen und Investitionen ist ein mehrstufiger Analyse- und Genehmigungsprozess vorgelagert. Den komplexen Risiken bei Akquisitionen - etwa dem Risiko, dass sich nach Durchführung einer solchen Transaktion Erkenntnisse ergeben, die die Kaufentscheidung oder den Preis beeinflusst hätten, wenn diese Erkenntnisse schon vor Vertragsabschluss vorgelegen hätten - wird mit einer umfangreichen Prüfung des jeweiligen Akquisitionsobjektes, sogenannter Due Diligence Prüfungen sowie entsprechend gestalteten Verträgen begegnet. Finanzwirtschaftliche Risiken Der CT TopCo-Konzern ist insbesondere aufgrund der Finanzierung in Fremdwährungsdarlehen (USD) Währungsrisiken ausgesetzt. Darüber hinaus ist der CT TopCo-Konzern aufgrund der variabel verzinslichen USD- und EUR-Darlehen einem Zahlungsstromrisiko aus der Änderung der Zinssätze ausgesetzt. Zur Absicherung wurden Zinsbegrenzungsvereinbarungen in Form von Zinscaps abgeschlossen. In dem Konsortialkreditvertrag sind zudem abspaltungspflichtige, eingebettete Zinsbegrenzungsvereinbarungen enthalten. Im Rahmen der Aufnahme des Konsortialkredits wurde auch die Einhaltung von finanzwirtschaftlichen Kennzahlen vereinbart. So ist vom CT TopCo-Konzern eine zu erfüllen, wenn die revolvierende Kreditlinie von TEUR 67.000 in einem im Kreditvertrag festgelegten Maß in Anspruch genommen wird. Da die Inanspruchnahme am Ende des Geschäftsjahres unterhalb dieser Grenze blieb, war eine Überprüfung der Einhaltung dieser finanzwirtschaftlichen Kennzahl nicht erforderlich. Zum Ende des Geschäftsjahres ist außerdem zu prüfen, ob das Volumen der für den Konsortialkredit bereitgestellten Sicherheiten eine vorgegebene Größenordnung nicht unterschreitet. Sollte dies der Fall sein, müssten weitere Sicherheiten gegeben werden. Dies ist am Ende dieses Geschäftsjahres nicht eingetreten. Auch für das kommende Geschäftsjahr gehen wir von der Einhaltung der finanzwirtschaftlichen Kennzahlen aus. Ziel des Risikomanagements in Bezug auf die Finanzinstrumente ist es, diese Risiken ständig zu überwachen und mittels operativer und finanzwirtschaftlicher Aktivitäten zu begrenzen. Für den Umgang mit Finanzinstrumenten bestehen Regelungen, die sicherstellen, dass außerhalb eines festgelegten Rahmens keine Finanztransaktionen ohne Abstimmung mit der Geschäftsführung erfolgen. Derivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich nur zu Sicherungszwecken eingesetzt. Wir verweisen auch auf die Ausführungen im Konzernanhang unter '6.1 Management der Finanzrisiken' und '4.15 Finanzinstrumente'. Chancen Unser Ziel ist die Expansion in globale Märkte mit stabilen Rahmenbedingungen, in denen wir ausbaufähige Positionen besitzen, wie z.B. in Nordamerika und in China. China entwickelt sich zu einem der wichtigsten Märkte für Anwendungen der technischen Hochleistungskeramik. China ist vor allem einer der am schnellsten wachsenden Märkte für Hüftgelenksprothesen. Über den bereits bestehenden Sitz in Suzhou, China, hinaus beabsichtigen wir weiterhin Partnerschaften mit lokalen Marktteilnehmern einzugehen bzw. zu vertiefen, um Wachstum zu generieren und Skaleneffekte zu erzielen. Darüber hinaus wollen wir durch unsere Expertise die Konzentration auf Schlüsselprojekte maximieren und ein nachhaltiges regionales Standing erreichen. Im Rahmen unserer Wachstumsstrategie ist beabsichtigt, den Kundenstamm zu erweitern und Partnerschaften mit weiteren internationalen Unternehmen, die von unserer Expertise bei Materialien und Produktionsprozessen, der Bandbreite und der globalen Präsenz profitieren können, einzugehen. Darüber hinaus beabsichtigen wir, uns Wachstumschancen außerhalb der Kernmärkte zuzuwenden, da wir davon ausgehen, dass die Vielseitigkeit und die dauerhaften technischen Vorteile der Keramik das Potential für neue Anwendungsfelder in verschiedenen Endmärkten bereithält. Im Bereich Medizintechnik ist beabsichtigt, die Wertschöpfung der bestehenden Lösungen zu optimieren und weitere medizinische Anwendungsgebiete wie Knie, Dental (Fokus Implantate), Schulter und Wirbelsäule fortzuentwickeln. Ebenso soll unsere Forschungs- und Entwicklungsstärke sowie unsere Erfahrung in behördlichen Genehmigungsverfahren dazu genutzt werden, neue und innovative Lösungen zu finden, wie Keramikschäume oder Dentalkeramik im Zahnersatz. Im Bereich der Industrieanwendungen beobachten wir fortlaufend die technologischen Trends wie 3D-Drucken, E-Mobilität, autonomes Fahren und Big Data, um hierfür mittels optimalem Einsatz von Materialexpertise, Fertigungskompetenz und regulatorischen Erfahrungen zielführende Lösungen mit Produkten der Technischen Hochleistungskeramik anbieten und vermarkten zu können. Gesamtaussage zur Risiko- und Chancensituation des Konzerns Den gesamten Konzern gefährdende Risiken, die über das allgemeine unternehmerische Risiko hinausgehen, werden derzeit nicht gesehen, da die Unternehmen des CT TopCo-Konzerns in vielen Märkten tätig sind. Die Risikoposition hat sich nicht wesentlich verändert. Soweit möglich sind wir gegen Haftungsrisiken und Elementarschäden sowie weitere Risiken versichert. Ein Tochterunternehmen hat eine Anleihe begeben und weitere Tochterunternehmen haben eine Rahmenfinanzierung mit hinreichenden Kreditlinien, die im Jahr 2020 signifikant erhöht werden konnten, zu marktüblichen Bedingungen vereinbart, so dass ein Liquiditätsrisiko auch in Zukunft nicht erwartet wird. Den Marktrisiken stehen wesentliche Chancen gegenüber. Generell bietet das breit diversifizierte Produktportfolio bei konjunkturellen Schwächen einzelner Branchen gute Ausgleichsmöglichkeiten. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts sind der Geschäftsführung keine Ansprüche Dritter bekannt, aus denen ein materieller Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des CT TopCo-Konzerns zu erwarten wären. Den CT TopCo-Konzern gefährdende Risiken, die über das allgemeine unternehmerische Risiko hinausgehen, werden derzeit sowohl bei der CeramTec GmbH als auch bei den anderen in den Konzern einbezogenen Unternehmen nicht gesehen. Erklärung zur Unternehmensführung Die CT TopCo hat keinen Aufsichtsrat und insofern konnte für diese Gesellschaft keine Frauenquote festgelegt werden. Im CT TopCo-Konzern hat die CeramTec GmbH einen Aufsichtsrat, der im Jahr 2015 Quoten für diese Gesellschaft festgelegt hat, und zwar für den Aufsichtsrat (25 % Frauenanteil), die Geschäftsführung (25 % Frauenanteil) und die unmittelbare Ebene unterhalb der Geschäftsführung (7 % Frauenanteil). Diese Quoten wurden nicht erfüllt. Im Einklang mit ihrem Engagement für Chancengleichheit und Diversität wird der Aufsichtsrat bzw. die Geschäftsführung der CeramTec GmbH im Jahr 2021 neue realistische Quotenziele bis zur zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung festlegen.
Plochingen, den 14. April 2021 CeramTec TopCo GmbH Die Geschäftsführung Dr. Hadi Saleh Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020Aktiva
Passiva
Konzern - Gesamtergebnisrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
Weitere Erläuterungen im Konzernanhang in Kapitel 5 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020
1) Sonstiges Ergebnis, das zukünftig nicht
in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird
Konzernanhang zum 31. Dezember 20201 Allgemeine Angaben 2 Rechnungslegungsgrundsätze 3 Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung 4 Erläuterungen zur Konzernbilanz 5 Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung 6 Sonstige Angaben 7 Überleitung auf die CeramTec BondCo GmbH 1 Allgemeine Angaben 1.1 Unternehmensdaten und Gegenstand des Unternehmens Gegenstand der CeramTec TopCo GmbH (im Folgenden "CeramTec TopCo") ist die Erbringung von Managementdienstleistungen und von administrativen, finanziellen und kaufmännischen Dienstleistungen gegen Entgelt gegenüber Unternehmen, an denen sie unmittelbar oder mittelbar beherrschend beteiligt ist oder die vom gleichen Gesellschafter beherrscht werden. Sie darf im In- und Ausland Zweigniederlassungen errichten, andere Unternehmen im In- und Ausland gleich welcher Rechtsform errichten, erwerben, sich an ihnen beteiligen, diese Beteiligungen halten und/oder ihre Geschäfte führen sowie jegliche Arten von Finanzierungsinstrumenten eingehen und/oder emittieren. Die CeramTec TopCo und deren Tochterunternehmen sind ein führender, globaler Konzern in der Entwicklung, Herstellung und im Vertrieb von Produkten der Technischen Hochleistungskeramik, die hoch spezialisierte keramische Werkstoffe mit überragenden biologischen, mechanischen, elektrischen, thermischen und/oder chemischen Eigenschaften enthalten, und oftmals in Konkurrenz zu Metallen oder organischen Polymeren (Kunststoffen) stehen. Die Geschäftstätigkeit ist in zwei Bereiche aufgeteilt - Medizintechnik und Industrieanwendungen. Bei der Medizintechnik liegt der Fokus auf der Entwicklung und Herstellung von keramischen Komponenten als Gelenkersatz in der Hüftendoprothetik. Der Bereich Industrieanwendungen entwickelt, produziert und vertreibt ein breites Spektrum an hochspezialisierter und anwendungsintensiver technischer Hochleistungskeramik in den Industrien Automobilwirtschaft, Elektronik, Maschinenbau und medizinische Anwendungen. Der eingetragene Sitz der CeramTec TopCo befindet sich am CeramTec-Platz 1-9 in 73207 Plochingen, Deutschland, und sie ist im Amtsgericht Stuttgart unter HRB 764651 eingetragen. Die CeramTec TopCo ist Mutterunternehmen des Konzerns (im Folgenden "CeramTec TopCo-Konzern" oder "Konzern") und das oberste Mutterunternehmen, welches einen befreienden Konzernabschluss aufstellt. Die Geschäftsführung der CeramTec TopCo hat den Konzernabschluss am 14. April 2021 zur Weitergabe an die Gesellschafterversammlung freigegeben. 1.2 Grundlagen der Aufstellung des Konzernabschlusses Zum 8. März 2018 wurde die Übernahme der CeramTec Gruppe durch ein Konsortium unter Führung der von BC Partners beratenen Eigenkapitalfonds ("BC Partners") vom bisherigen Eigentümer Cinven vollzogen (Closing). An dem Konsortium sind auch Public Sector Pension Investment Board (PSP Investments) und Ontario Teachers' Pension Plan (Ontario Teachers') beteiligt. Die CeramTec AcquiCo GmbH (im Folgenden "CeramTec AcquiCo") hat hierbei die Anteile an der CeramTec Holding GmbH (im Folgenden "CeramTec Holding") erworben. Die CeramTec AcquiCo ist ein 100%-iges Tochterunternehmen der CeramTec BondCo GmbH (im Folgenden "CeramTec BondCo") und diese wiederum ein 100 %-iges Tochterunternehmen der CeramTec TopCo. Die CeramTec TopCo ist das oberste deutsche Mutterunternehmen und erstellt einen Konzernabschluss. Die CTEC I S.a.r.l., Luxembourg, ist das oberste beherrschende Mutterunternehmen. Der Konzernabschluss wird gemäß § 315e Abs. 1 und Abs. 3 HGB in Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS bzw. IAS), die in der EU anzuwenden sind, sowie die für das Geschäftsjahr gültigen Interpretationen des IFRS Interpretations Commitee (IFRS IC) und den ergänzenden Bestimmungen der deutschen handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Dieser Konzernabschluss wird für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufgestellt. Die Anforderungen der angewandten Standards und Interpretationen wurden vollständig erfüllt. Darüber hinaus wurden bei der Erstellung sämtliche anzuwendende handelsrechtliche Vorschriften beachtet. Der Konzernabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des CeramTec TopCo-Konzerns. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Im Konzernabschluss werden die Beträge in Tausend Euro ausgewiesen. Alle Beträge sind kaufmännisch gerundet. In Einzelfällen können sich daher bei der Addition von Einzelwerten zum Summenwert Differenzen ergeben. Verschiedene Posten der Bilanz und Gesamtergebnisrechnung des Konzerns wurden aus Gründen einer anschaulicheren Darstellung zusammengefasst und im Konzernanhang entsprechend erläutert. Vermögenswerte und Schulden sind in lang- und kurzfristig aufgegliedert. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig eingestuft, wenn diese voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Stichtag realisiert werden. Der im Gewinn oder Verlust erfasste Aufwand wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgegliedert. Die Kapitalflussrechnung wird in Bezug auf den Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit nach der indirekten Methode und in Bezug auf den Cashflow aus der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit nach der direkten Methode erstellt. 1.3 In den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaften In den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr werden neben dem Abschluss des Mutterunternehmens die Abschlüsse der folgenden Tochterunternehmen, an denen die CeramTec TopCo direkt oder indirekt beteiligt ist, einbezogen:
1 Gesellschaft mit Holdingfunktionen.
Die CeramTec TopCo ist direkt an der CeramTec BondCo beteiligt und indirekt an den übrigen Tochterunternehmen. Die CeramTec BondCo, die CeramTec AcquiCo, die CeramTec Holding, die CeramTec Group, die CeramTec FinCo GmbH, die CeramTec GmbH, die Cerasiv GmbH Innovatives Keramik-Engineering, die Emil Müller GmbH sowie die CeramTec-ETEC GmbH machen von der Befreiung zur Offenlegung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2020 nach § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch. 2 Rechnungslegungsgrundsätze 2.1 Konsolidierungsmethoden In den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaften werden ab dem Zeitpunkt einbezogen, zu dem die Möglichkeit eines beherrschenden Einflusses auf die CeramTecTopCo übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, zu dem der beherrschende Einfluss der CeramTec TopCo endet. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind entsprechend IFRS 10 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt. Alle wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Latente Steuern werden gemäß IAS 12 für temporäre Differenzen, die sich aus den Konsolidierungsvorgängen ergeben, gebildet. Sofern der CeramTec TopCo nicht 100 % des Eigenkapitals an einem Tochterunternehmen zugerechnet werden, werden die den anderen Gesellschaftern zugerechneten Anteile grundsätzlich separat, innerhalb des Eigenkapitals, als nicht beherrschende Anteile ausgewiesen. Aus Wesentlichkeitsgründen gilt dies nicht für die nicht beherrschenden Anteile an der CeramTec India Innovative Ceramic Engineering Pvt. Ltd., Panaji - Goa/Indien. Unternehmenszusammenschlüsse und Geschäfts- oder Firmenwert Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss übertragene Gegenleistung wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser bestimmt sich aus der Summe der zum Erwerbszeitpunktgültigen beizulegenden Zeitwerte der übertragenen Vermögenswerte, der von den früheren Eigentümern des erworbenen Unternehmens übernommenen Schulden und der vom Erwerber emittierten Eigenkapitalinstrumente im Austausch gegen die Beherrschung des erworbenen Unternehmens. Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Transaktionskosten werden bei Anfall erfolgswirksam erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich als Überschuss der Summe aus der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag aller nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen und dem beizulegenden Zeitwert des zuvor vom Erwerber gehaltenen Eigenkapitalanteils an dem erworbenen Unternehmen (sofern gegeben) über den Saldo der zum Erwerbszeitpunkt ermittelten beizulegenden Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und der übernommenen Schulden. Falls der beizulegende Zeitwert des übernommenen Nettovermögens über den übertragenen Gegenleistungen liegt, beurteilt und prüft die CeramTec TopCo, ob sie alle erworbenen Vermögenswerte und alle übernommenen Schulden richtig identifiziert hat. Für den Fall, dass sich, auch nach nochmaliger Beurteilung, ein negativer Unterschiedsbetrag ergibt, wird dieser unmittelbar als Ertrag erfolgswirksam erfasst. Bei Beteiligungserwerben mit Anteilsquoten unter 100 %, besteht gemäß IFRS 3 das Wahlrecht, auch den auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallenden Geschäfts- oder Firmenwert anzusetzen. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter, die gegenwärtig Eigentumsrechte vermitteln und dem Inhaber im Falle der Liquidation das Recht gewähren, einen proportionalen Anteil am Nettovermögen des Unternehmens zu erhalten, werden bei Zugang entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens bewertet. Dieses Wahlrecht kann bei jedem Unternehmenszusammenschluss neu ausgeübt werden. Andere Komponenten von Anteilen nicht beherrschender Gesellschaft werden mit ihren Zeitwerten oder den Wertmaßstäben bewertet, die sich aus anderen Standards ergeben. Wenn ein Unternehmen des CeramTec TopCo-Konzerns ein Unternehmen erwirbt, bewertet es die finanziellen Vermögenswerte und Schulden für eine sachgerechte Klassifizierung und Bezeichnung in Übereinstimmung mit den Vertragsbedingungen, den wirtschaftlichen Gegebenheiten und den zum Erwerbszeitpunkt gültigen einschlägigen Bedingungen. Dies beinhaltet auch die Trennung von eingebetteten Derivaten in Basisverträgen des erworbenen Unternehmens. Wenn der Unternehmenszusammenschluss in Stufen vollzogen wird, werden bereits gehaltene Anteile zum am Erwerbszeitpunkt gültigen Zeitwert neu bewertet. Ein möglicher Gewinn oder Verlust wird ergebniswirksam erfasst und bei der Bestimmung des Geschäfts- oder Firmenwerts berücksichtigt. Alle vom Erwerber zu erbringenden bedingten Gegenleistungen werden zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Eine als Vermögenswert oder als Verbindlichkeit eingestufte bedingte Gegenleistung, die ein Finanzinstrument im Rahmen von IFRS 9 Finanzinstrumente darstellt, wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden ergebniswirksam erfasst. Ist die bedingte Gegenleistung nicht im Rahmen von IFRS 9 angesetzt, wird diese nach IAS 37 Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen bilanziert. Wird die bedingte Gegenleistung als Eigenkapital eingestuft, wird diese nicht neu bewertet und ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet. Die Werthaltigkeit wird mindestens einmal jährlich (im 4. Quartal) sowie bei Anzeichen einer Wertminderung überprüft. Zum Zweck der Überprüfung auf eine Wertminderung muss ein Geschäfts- oder Firmenwert, der in einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, vom Übernahmetag an jeder der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der CeramTec TopCo, die aus den Synergien des Zusammenschlusses Nutzen ziehen soll, zugeordnet werden, unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erwerbenden Unternehmens diesen Einheiten oder Gruppen bereits zugewiesen worden sind. Wenn ein Geschäfts- oder Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet wurde, und das Unternehmen einen Geschäftsbereich dieser Einheit veräußert, so ist der mit diesem veräußerten Geschäftsbereich verbundene Geschäfts- oder Firmenwert bei der Feststellung des Gewinns oder Verlustes aus der Veräußerung im Buchwert des Geschäftsbereiches enthalten. Wenn die interne Managementberichtsstruktur neu organisiert wird, wird jeder Geschäfts- oder Firmenwert, der einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet ist, auf Grundlage der neuen Berichtsstruktur neu zugeordnet. Ein unter diesen Umständen neu zugeordneter Geschäfts- oder Firmenwert wird auf Grundlage der relativen Werte des neu entstandenen Geschäftsbereichs und dem Teil der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt. Währungsumrechnung Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung des CeramTec TopCo-Konzerns aufgestellt. Die Abschlüsse von Gesellschaften mit einer abweichenden funktionalen Währung werden gemäß IAS 21 in Euro umgerechnet. Das Eigenkapital der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Gesellschaften wird mit den historischen Kursen umgerechnet Die Währungsumrechnung der übrigen Posten der Bilanz erfolgt mit den jeweiligen Stichtagskursen. Die Erträge und Aufwendungen werden mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Diese ergeben sich als Mittelwert aus den einzelnen Monatsdurchschnittskursen der vergangenen zwölf Monate. Unterschiede aus der Währungsumrechnung der Vermögenswerte und Schulden gegenüber der Umrechnung vom 31.Dezember 2019 sowie Umrechnungsdifferenzen zwischen Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz werden im sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital im kumulierten sonstigen Ergebnis fortgeführt. Eine Umbuchung dieser im sonstigen Ergebnis erfassten Beträge in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt beim teilweisen oder vollständigen Abgang eines in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmens. Fremdwährungstransaktionen in den lokalen Abschlüssen werden zum Zeitpunkt der Entstehung zum Kassakurs umgerechnet. Die für die Währungsumrechnung verwendeten Wechselkurse wesentlicher Währungen stellen sich im Verhältnis zu einem Euro wie folgt dar:
Die einzelnen Posten der Konzern-Kapitalflussrechnung werden zu Durchschnittskursen umgerechnet, wohingegen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu dem am Stichtag gültigen Kassakurs bewertet werden. 2.2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erlösrealisierung Der IFRS 15 sieht ein fünfstufiges Modell vor, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Gemäß diesem fünfstufigen Modell ist zunächst der Vertrag mit dem Kunden zu bestimmen (Schritt 1). In Schritt 2 sind die eigenständigen Leistungsverpflichtungen im Vertrag zu identifizieren. Anschließend (Schritt 3) ist der Transaktionspreis zu bestimmen, wobei explizite Vorschriften zur Behandlung von variablen Gegenleistungen, Finanzierungskomponenten, Zahlungen an den Kunden und Tauschgeschäften vorgesehen sind. Nach der Bestimmung des Transaktionspreises ist in Schritt 4 die Verteilung des Transaktionspreises auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen vorzunehmen. Basis hierfür sind die Einzelveräußerungspreise der einzelnen Leistungsverpflichtungen. Abschließend (Schritt 5) kann der Erlös erfasst werden, sofern die Leistungsverpflichtung durch das Unternehmen erfüllt wurde. Voraussetzung hierfür ist die Übertragung der Verfügungsmacht an der Ware bzw. der Dienstleistung auf den Kunden. Es werden gegenüber Kunden keine Garantien gewährt, die über die gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen hinausgehen. In der Regel werden mit Kunden keine verlängerten Zahlungsziele vereinbart. In besonderen Fällen können jedoch Sondervereinbarungen getroffen werden. Zudem gibt es mit einzelnen Kunden (im Wesentlichen Kunden der Medizintechnik) Vereinbarungen, die ein Bonus-/Malussystem vorsehen. Umsatzerlöse werden nur in dem Umfang erfasst, in dem es höchstwahrscheinlich ist, dass eine signifikante Stornierung der Umsätze nicht notwendig wird, sofern die damit verbundene Unsicherheit nicht mehr besteht. Es gibt keine signifikante Finanzierungskomponente, da im Wesentlichen Zahlungsziele zwischen 30 und 60 Tagen vereinbart werden. Für die Verpflichtung des Konzerns, fehlerhafte Produkte im Rahmen von Standardgarantiebedingungen zu reparieren oder zu ersetzen, wird eine Rückstellung für Gewährleistung gebildet. Die Unternehmen des CeramTec TopCo-Konzerns stellen bei Abschluss eines Vertrags fest, ob die aus dem Vertrag resultierenden Erlöse zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum hinweg zu erfassen sind. Dabei klärt der CeramTec TopCo-Konzern zunächst anhand bestimmter Kriterien, ob die Verfügungsmacht über einen Zeitraum übertragen wird. Ist dies nicht der Fall, ist der Erlös zu dem Zeitpunkt zu erfassen, an dem die Verfügungsmacht auf den Kunden übergeht. Der CeramTec TopCo-Konzern erzielt Umsatzerlöse im Wesentlichen aus dem Verkauf von Gütern und Waren. Demnach werden bei einem Großteil der Verträge die Erlöse zu dem Zeitpunkt erfasst, an dem die Verfügungsmacht auf den Kunden übergeht (rechtlicher Eigentumsübergang, die Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken oder eine formelle Abnahme). Zinserträge, Nutzungsentgelte, Dividendenerträge Zinserträge werden zeitanteilig unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Erträge aus Nutzungsentgelten werden in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des zugrunde liegenden Vertrages periodengerecht und zeitanteilig erfasst. Dividendenerträge werden in dem Zeitpunkt erfasst, in dem der Rechtsanspruch auf den Empfang der Zahlung entsteht. Forschungs- und Entwicklungskosten Forschungskosten werden aufwandswirksam in der Periode verrechnet, in der sie anfallen. Wenn die Voraussetzungen für eine Aktivierung nicht gegeben sind, werden auch Entwicklungskosten erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie entstehen. Immaterielle Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte werden aktiviert, wenn ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzenzufluss wahrscheinlich und eine verlässliche Bewertung möglich ist. Separat erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu den Anschaffungskosten aktiviert. Die Kosten für die in einem Unternehmenszusammenschluss erworbenen immateriellen Vermögenswerte entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte werden in Höhe der Herstellungskosten angesetzt, die in der Entwicklungsphase entstehen, sofern die folgenden Kriterien kumulativ erfüllt sind:
Nach erstmaligem Ansatz werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen bewertet. Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte, die während des Jahres angeschafft werden, werden zeitanteilig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer und die Abschreibungsmethode werden mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Anpassungen werden als Änderungen von Schätzungen behandelt. Die Abschreibungen werden in den Umsatz-, Vertriebs-, Forschungs- und Entwicklungskosten und allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen. Die Nutzungsdauer für Technologien beträgt 10 bis 18 Jahre und für Kundenbeziehungen 5 bis 18 Jahre. Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden auf eine mögliche Wertminderung überprüft, sofern Anhaltspunkte dafür vorliegen. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Sofern die Werthaltigkeit nicht gegeben ist, wird eine Wertminderung vorgenommen. Für die Marken wurde, aufgrund der Erwartungen über die zukünftige Nutzung, eine unbestimmte Nutzungsdauer zugrunde gelegt. Die Werthaltigkeit wird durch den Vergleich des Buchwerts des immateriellen Vermögenswerts mit seinem erzielbaren Betrag auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten beurteilt. Die immateriellen Vermögenswerte werden auf der niedrigsten Stufe gruppiert, für die sich Zahlungsströme separat identifizieren lassen. Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist definiert als der höhere der beiden Beträge aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten und dem Nutzungswert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag, erfolgt eine Wertminderung. Im Falle einer Wertaufholung erfolgt eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungskosten. Sachanlagen Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert, wenn ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzenzufluss wahrscheinlich und eine verlässliche Bewertung möglich ist. Die Herstellungskosten selbsterstellter Sachanlagen umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie die direkt zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten. Soweit ein qualifizierter Vermögenswert gegeben ist, beinhalten die Herstellungskosten gemäß IAS 23 auch die während der Herstellung angefallenen Fremdkapitalzinsen. Ein qualifizierter Vermögenswert ist ein Vermögenswert, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Nach erstmaligem Ansatz werden Sachanlagen mit ihren Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen bewertet. Sachanlagen werden grundsätzlich linear abgeschrieben. Sachanlagen, die während des Jahres angeschafft werden, werden zeitanteilig abgeschrieben. Die Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens betragen für Gebäude und Gebäudebestandteile 10 bis 40 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 3 bis 25 Jahre sowie für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 12 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten unter 250 EUR werden sofort als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten oder Herstellungskosten zwischen 250 EUR und 1.000 EUR werden in einem Sammelposten erfasst und über einen Zeitraum von 5 Jahren linear abgeschrieben. Sachanlagen werden auf eine mögliche Wertminderung überprüft, sofern Anhaltspunkte dafür vorliegen. Die Werthaltigkeit wird durch den Vergleich des Buchwerts der Sachanlage mit ihrem erzielbaren Betrag auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit beurteilt. Die Sachanlagen werden auf der niedrigsten Stufe gruppiert, für die sich Zahlungsströme separat identifizieren lassen. Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist definiert als der höhere der beiden Beträge aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten und dem Nutzungswert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag, erfolgt eine Wertminderung. Im Falle einer Wertaufholung erfolgt eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungskosten. Leasing Ein Leasingverhältnis i.S.d. IFRS 16 liegt vor, wenn einem Kunden vertraglich das Recht zur Beherrschung eines identifizierten Vermögenswerts eingeräumt wird. Der Leasingnehmer hat für alle Leasingverhältnisse das Nutzungsrecht an einem Leasinggegenstand (sog. "right-of-use asset" oder RoU-Vermögenswert) sowie eine korrespondierende Leasingverbindlichkeit zu bilanzieren. Ausnahmen hiervon bestehen lediglich für kurzfristige Leasingverhältnisse sowie Leasingvereinbarungen über geringwertige Vermögenswerte und für bestimmte immaterielle Vermögenswerte. Die Höhe des RoU-Vermögenswerts entspricht im Zugangszeitpunkt der Höhe der Leasingverbindlichkeit. In den Folgeperioden wird der RoU-Vermögenswert (von einigen Ausnahmen abgesehen) mit seinen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen bewertet und um eine etwaige Neubewertung der Leasingverbindlichkeit angepasst. Die Leasingverbindlichkeit bemisst sich im Zugangszeitpunkt als der Barwert der Leasingzahlungen, die während der Laufzeit des Leasingverhältnisses gezahlt werden. Bei der Bestimmung der Leasinglaufzeit werden neben der vertraglichen Grundlaufzeit sämtliche Tatsachen und Umstände, welche den wirtschaftlichen Anreiz der Ausübung einer Kündigungs- oder Verlängerungsoption hinreichend sicherstellt, berücksichtigt. Die Barwerte der Leasingverbindlichkeiten werden grundsätzlich unter Verwendung eines Grenzfremdkapitalzinssatzes abgezinst. Nachfolgend wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeit unter Anwendung des zur Abzinsung verwendeten Zinssatzes aufgezinst und um die geleisteten Leasingzahlungen reduziert. Änderungen in den Leasingzahlungen führen zu einer Neubewertung der Leasingverbindlichkeit. Die Cashflows werden in Tilgungs- und Zinszahlungen aufgegliedert, die Teil des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit bzw. der betrieblichen Tätigkeit sind. Finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Vermögenswerte werden erfasst, wenn ein Konzernunternehmen Vertragspartei des Finanzinstruments wird. Finanzielle Vermögenswerte werden bei Zugang zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb von finanziellen Vermögenswerten, welche nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, zuzurechnen sind, erhöhen den beizulegenden Zeitwert der finanziellen Vermögenswerte bei Zugang. Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb von finanziellen Vermögenswerten zuzurechnen sind, welche erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden unmittelbar in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der Ansatz und die Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte erfolgt zum Handelstag, sofern es sich um Finanzanlagen handelt, deren Lieferung innerhalb des für den betroffenen Markt üblichen Zeitrahmens erfolgt. Die Folgebewertung aller bilanzierten finanziellen Vermögenswerte erfolgt in ihrer Gesamtheit entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert, je nach Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte. Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte Fremdkapitalinstrumente, die beide der folgenden Bedingungen erfüllen, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet:
Fremdkapitalinstrumente, die beide der folgenden Bedingungen erfüllen, werden erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet:
Alle anderen finanziellen Vermögenswerte, die die oben genannten Bedingungen nicht erfüllen, werden grundsätzlich erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der Konzern hat weder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fremdkapitalinstrumente noch als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete designierte Eigenkapitalinstrumente. Fortgeführte Anschaffungskosten und Effektivzinsmethode Die Effektivzinsmethode ist eine Methode zur Berechnung der fortgeführten Anschaffungskosten eines Fremdkapitalinstruments und der Zuordnung von Zinserträgen auf die jeweiligen Perioden. Für finanzielle Vermögenswerte, bei denen bei Ausreichung oder Erwerb kein objektiver Hinweis auf Wertminderung vorlag, ist der Effektivzinssatz derjenige Zinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Einzahlungen (einschließlich aller Gebühren, welche Teil des Effektivzinssatzes sind, Transaktionskosten und sonstiger Agien oder Disagien) ohne Berücksichtigung der erwarteten Verluste über die erwartete Restlaufzeit des Fremdkapitalinstruments oder, sofern zutreffend eine kürzere Periode, auf den Bruttobuchwert bei erstmaliger Erfassung abgezinst werden. Für finanzielle Vermögenswerte, bei denen bei Ausreichung oder Erwerb bereits ein objektiver Hinweis auf Wertminderung vorlag, wird ein ausfallrisikoadjustierter Effektivzinssatz auf Basis der erwarteten Zahlungsströme unter Beachtung künftig erwarteter Verluste herangezogen. Die fortgeführten Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswerts sind der Betrag, mit dem der finanzielle Vermögenswert bei der erstmaligen Erfassung bewertet wurde, abzüglich der Tilgungszahlungen, zuzüglich der kumulierten Amortisation unter Verwendung der Effektivzinsmethode auf eine Differenz zwischen dem Zugangsbetrag und dem Fälligkeitsbetrag, bereinigt um eine Wertberichtigung. Der Bruttobuchwert eines finanziellen Vermögenswerts entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswerts vor Anpassung um eine Wertberichtigung. Zinserträge werden bei Fremdkapitalinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, auf Basis der Effektivzinsmethode erfasst. Für finanzielle Vermögenswerte, bei denen bei Ausreichung oder Erwerb kein objektiver Hinweis auf Wertminderung vorlag, wird der Zinsertrag unter Verwendung des Effektivzinssatzes auf Basis des Bruttobuchwerts des finanziellen Vermögens erfasst; ausgenommen davon sind finanzielle Vermögenswerte, bei denen nach Zugang ein objektiver Hinweis auf Wertminderung eingetreten ist. Für solche finanziellen Vermögenswerte erfolgt die Erfassung des Zinsertrags unter Verwendung des ursprünglichen Effektivzinssatzes auf Basis des Nettobuchwerts mit Beginn der Berichtsperiode, die auf den Eintritt des objektiven Hinweises auf Wertminderung folgt. Wenn sich in zukünftigen Berichtsperioden das Ausfallrisiko eines solchen finanziellen Vermögenswerts wieder verbessert, sodass kein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung mehr vorliegt, erfolgt mit Beginn der darauffolgenden Berichtsperiode die Erfassung des Zinsertrags wieder unter Verwendung des Effektivzinssatzes auf Basis des Bruttobuchwertes. Für finanzielle Vermögenswerte, die bereits eine Wertminderung bei Zugang aufweisen, wendet der Konzern bei der Berechnung der Zinserträge den angepassten Effektivzinssatz auf die fortgeführten Anschaffungskosten des finanziellen Vermögenswerts bei Zugang an. Die Berechnung der Zinserträge wird nicht wieder auf der Bruttobasis vorgenommen, wenn es später zu einer Reduzierung des Kreditrisikos des finanziellen Vermögenswertes kommt, sodass der finanzielle Vermögenswert nicht mehr in der Bonität beeinträchtigt ist. Die Zinserträge werden in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung als Teil der Position "Zinserträge und sonstige Finanzerträge" ausgewiesen. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Vermögenswerte dieser Kategorie werden am Ende jeder Berichtsperiode zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei alle Gewinne und Verluste aus Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes erfolgswirksam erfasst werden, soweit sie nicht Teil einer designierten Sicherungsbeziehung sind. Der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Nettogewinn oder -verlust beinhaltet alle Dividenden und Zinsen, die auf die finanziellen Vermögenswerte entfallen und sind in der Position "Zinserträge und sonstige Finanzerträge" oder "Zinsaufwendungen und sonstige Finanzaufwendungen" enthalten. Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten Der Konzern erfasst grundsätzlich eine Wertberichtigung für die erwarteten Verluste aus Finanzinvestitionen in Fremdkapitalinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, Forderungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerten. Die Höhe der erwarteten Verluste wird an jedem Abschlussstichtag aktualisiert, um den Veränderungen des Ausfallrisikos seit der erstmaligen Erfassung des jeweiligen Finanzinstruments Rechnung zu tragen. Der Konzern erfasst eine Risikovorsorge für alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe der erwarteten Verluste auf Basis von schuldnerspezifischen Faktoren und Informationen zu deren wirtschaftlichen Lage. Dabei werden die Erfahrungswerte zu den tatsächlichen Kreditverlusten von Schuldnern bei der Einschätzung mitberücksichtigt. Ungeachtet dieser Vorgehensweise geht der Konzern davon aus, dass ein Ausfall eingetreten ist, wenn ein finanzieller Vermögenswert mehr als 60 Tage / 90 Tage überfällig ist, es sei denn, der Konzern verfügt über angemessene und nachweisbare Informationen, um nachzuweisen, dass ein finanzieller Vermögenswert weiterhin werthaltig ist. Für alle anderen Finanzinstrumente erfasst der Konzern eine Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Verluste über die Restlaufzeit, wenn das Ausfallrisiko des Finanzinstruments sich seit Zugang signifikant erhöht hat. Hat sich jedoch das Ausfallrisiko des Finanzinstruments seit Zugang nicht signifikant erhöht, dann erfasst der Konzern eine Risikovorsorge für dieses Finanzinstrument in Höhe eines erwarteten 12-Monats-Verlusts. Der Konzern schreibt einen finanziellen Vermögenswert direkt ab und vermindert dadurch den Bruttobuchwert, wenn Informationen vorliegen, die darauf hindeuten, dass sich der Schuldner in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten befindet und keine realistische Aussicht auf eine Zahlung mehr besteht. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der Schuldner sich in einem Liquidations- oder Insolvenzverfahren befindet. Bereits abgeschriebene finanzielle Vermögenswerte können noch Gegenstand von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen des Konzerns sein. Etwaige daraus erhaltene Rückflüsse werden bei Eintritt erfolgswirksam erfasst. Bei der Bestimmung der erwarteten Kreditverluste werden neben den aus externen Quellen gewonnenen Informationen, auch Ausfallwahrscheinlichkeit und Ausfallverlustquoten (d.h. die Höhe der Verluste, die aus Ausfallereignissen resultieren) sowie die Forderungshöhe bei Ausfall berücksichtigt. Die Beurteilung von Ausfallwahrscheinlichkeit und Ausfallverlustquote beruht auf historischen Daten, angepasst um die oben erläuterten zukunftsorientierten Informationen. Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswerts Der Konzern nimmt eine Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswerts nur vor, wenn die vertraglichen Rechte auf die Zahlungsströme aus dem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder er den finanziellen Vermögenswert sowie im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Vermögenswerts verbundenen Chancen und Risiken auf einen Dritten überträgt. Sofern der Konzern weder im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken überträgt noch zurückbehält, aber weiterhin die Verfügungsmacht über den übertragenen Vermögenswert hat, erfasst der Konzern seinen verbleibenden Anteil am Vermögen und eine entsprechende Verbindlichkeit in Höhe der möglicherweise zu zahlenden Beträge. Für den Fall, dass der Konzern im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken eines übertragenen finanziellen Vermögenswerts zurückbehält, erfasst der Konzern weiterhin den finanziellen Vermögenswert sowie ein besichertes Darlehen für die erhaltene Gegenleistung. Bei der Ausbuchung eines zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerts wird die Differenz zwischen dem Buchwert und der Summe aus dem erhaltenen oder zu erhaltenden Entgelt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei der Ausbuchung einer Finanzinvestition in ein Fremdkapitalinstrument, das erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewertend klassifiziert ist, werden die bis dahin in der Neubewertungsrücklage für Finanzinvestitionen angesammelten kumulierten Gewinne und Verluste in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Dagegen werden bei der Ausbuchung von Aktien, die bei der erstmaligen Erfassung als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewertend klassifiziert wurden, die bis dahin in der Neubewertungsrücklage für Finanzinvestitionen angesammelten kumulierten Gewinne und Verluste nicht in die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert, sondern in die Gewinnrücklagen übertragen. Finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten werden erfasst, wenn ein Konzernunternehmen Vertragspartei des die finanzielle Verbindlichkeit begründenden Finanzinstruments wird. Sie werden entweder gemäß der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Finanzielle Verbindlichkeiten sind bei Zugang zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Transaktionskosten, die direkt der Emission von finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, zuzurechnen sind, reduzieren den beizulegenden Zeitwert der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten bei Zugang. Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb von finanziellen Verbindlichkeiten zuzurechnen sind, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden unmittelbar in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert, wenn es sich um eine bedingte Gegenleistung eines Erwerbers bei einem Unternehmenszusammenschluss handelt, sie zu Handelszwecken gehalten werden oder freiwillig als erfolgswirksam zu beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird als zu Handelszwecken gehalten kategorisiert, wenn:
Eine andere als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeit oder bedingte Gegenleistung eines Erwerbers bei einem Unternehmenszusammenschluss kann zum Zeitpunkt des Erstansatzes als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert werden, wenn:
Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designierte finanzielle Verbindlichkeiten werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der aus Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts resultierende Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam erfasst, es sei denn, die finanziellen Verbindlichkeiten sind als Sicherungsinstrumente im Rahmen einer Sicherungsbeziehung designiert. Der Betrag, um den sich der beizulegende Zeitwert einer als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeit wegen der Änderung des Ausfallrisikos der finanziellen Verbindlichkeit verändert, wird im sonstigen Ergebnis erfasst, sofern durch die Erfassung der Auswirkungen der Änderung des Ausfallrisikos der finanziellen Verbindlichkeit im sonstigen Ergebnis kein Accounting Mismatch im Gewinn oder Verlust verursacht oder vergrößert wird. Die verbleibenden Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der Verbindlichkeit werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt. Die Beträge, um die sich der beizulegende Zeitwert wegen dem Ausfallrisiko der finanziellen Verbindlichkeit verändert und die im sonstigen Ergebnis erfasst werden, werden nicht später in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert, sondern bei Ausbuchung der finanziellen Verbindlichkeit in die Gewinnrücklagen übertragen. Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten Wenn es sich bei finanziellen Verbindlichkeiten nicht um eine bedingte Gegenleistung eines Erwerbers bei einem Unternehmenszusammenschluss handelt, sie nicht zu Handelszwecken gehalten werden oder freiwillig als erfolgswirksam zu beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden, dann werden die finanziellen Verbindlichkeiten später unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Effektivzinsmethode ist eine Methode zur Berechnung der fortgeführten Anschaffungskosten einer finanziellen Verbindlichkeit und der Zuordnung von Zinsaufwendungen auf die jeweiligen Perioden. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Auszahlungen - einschließlich sämtlicher Gebühren und gezahlten oder erhaltenen Entgelte, die integraler Bestandteil des Effektivzinssatzes sind, Transaktionskosten und anderen Agien oder Disagien - über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments oder eine kürzere Periode auf den Nettobuchwert aus der erstmaligen Erfassung abgezinst werden. Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten Der Konzern nimmt eine Ausbuchung einer finanziellen Verbindlichkeit nur vor, wenn die entsprechende Verpflichtung beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen ist. Die Differenz zwischen dem Buchwert der ausgebuchten finanziellen Verbindlichkeit und der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung einschließlich übertragener nicht-finanzieller Vermögenswerte und übernommener Verpflichtungen wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente werden erstmalig zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt und anschließend zu jedem Abschlussstichtag zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird sofort erfolgswirksam erfasst. In nicht derivative Basisverträge eingebettete Derivate, bei denen es sich nicht um finanzielle Vermögenswerte gemäß IFRS 9 (z.B. finanzielle Verbindlichkeiten) handelt, werden als freistehende Derivate behandelt, sofern sie die Voraussetzungen eines Derivats erfüllen, ihre wirtschaftlichen Merkmale und Risiken nicht eng mit dem Basisvertrag verbunden sind und der gesamte Vertrag nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Saldierung der Finanzinstrumente Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden aufgerechnet und in der Bilanz als Nettowert ausgewiesen, wenn eine Aufrechnung der bilanzierten Beträge zum gegenwärtigen Zeitpunkt rechtlich durchsetzbar ist und die Absicht vorliegt, die Abwicklung auf Nettobasis vorzunehmen oder den Vermögenswert zu realisieren und die Verbindlichkeit gleichzeitig zu begleichen. Bewertung zum beizulegenden Zeitwert Der CeramTec TopCo-Konzern bewertet am Bilanzstichtag derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert. Weiterhin werden für alle übrigen Finanzinstrumente die beizulegenden Zeitwerte im Anhang angegeben. Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts angenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde. Dies gilt unabhängig davon, ob der Preis direkt beobachtbar oder unter Anwendung einer Bewertungsmethode ermittelt worden ist. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert basiert auf der Annahme, dass die Transaktion, um den Vermögenswert oder die Schuld zu verkaufen oder zu übertragen an einem der folgenden Plätze erfolgt:
Der Hauptmarkt oder der vorteilhafteste Markt müssen für den CeramTec TopCo-Konzern zum Bewertungsstichtag zugänglich sein. Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswerts oder einer Schuld berücksichtigt der Konzern bestimmte Merkmale des Vermögenswerts oder der Schuld (bspw. Zustand und Standort des Vermögenswerts oder Verkaufs- und Nutzungsbeschränkungen), wenn Marktteilnehmer diese Merkmale bei der Preisfestlegung für den Erwerb des jeweiligen Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld zum Bewertungsstichtag ebenfalls berücksichtigen würden. Eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert eines nicht-finanziellen Vermögenswerts berücksichtigt die Fähigkeit eines Marktteilnehmers, wirtschaftliche Vorteile durch eine bestmögliche Verwendung des Vermögenswerts oder durch den Verkauf an einen anderen Marktteilnehmer, der den Vermögenswert bestmöglich verwenden würde, zu generieren. Vorräte Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungskosten umfassen den Kaufpreis sowie alle dem Erwerb direkt zurechenbaren Nebenkosten. Die Anschaffungskosten werden mittels der gleitenden Durchschnittspreismethode ermittelt. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen, die durch den Produktionsprozess veranlasst sind, sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten. In den Herstellungskosten sind keine während der Fertigung angefallenen Fremdkapitalzinsen enthalten, da es sich bei den Vorräten im CeramTec TopCo-Konzern nicht um qualifizierte Vermögenswerte nach IAS 23 handelt. Die Vorräte werden abgewertet, um Risiken aus einer verminderten Gängigkeit abzubilden. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Fertigstellungs- und Vertriebskosten. Zuvor erfasste Wertminderungen werden bei Wegfall der Wertminderungsgründe zurückgenommen. Eine Zuschreibung erfolgt dabei bis maximal zur Höhe der Anschaffungs- und Herstellungskosten. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Die flüssigen Mittel umfassen grundsätzlich Kassenbestände und Bankguthaben, sowie Barmittel und kurzfristige Anlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von bis zu drei Monaten. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung umfassen die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente die in der Bilanz ausgewiesenen Bestände. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen Leistungsorientierte Pensionsverpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Hierbei werden die in der laufenden Periode und in früheren Perioden im Austausch für die erbrachten Arbeitsleistungen der Arbeitnehmer erdienten Leistungen berücksichtigt. Bei der Ermittlung des Verpflichtungsumfangs werden außerdem zukünftig erwartete Entgelt- und Rentenanpassungen sowie die Fluktuationswahrscheinlichkeit, nach Alter und Geschlecht differenziert, in die Berechnungen einbezogen. Die Pensionsverpflichtungen in Deutschland werden unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Pensionsverpflichtungen außerhalb Deutschlands werden unter Berücksichtigung landesspezifischer Parameter ermittelt. Die Verpflichtungen werden mit Zinssätzen abgezinst, die aus erstrangigen, festverzinslichen Industrieanleihen des gleichen Währungsraums und gleicher Laufzeit abgeleitet werden. Wenn erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen nicht verfügbar sind, werden die Renditen für Staatsanleihen verwendet. Die Nettozinsen auf die Nettoschuld werden mittels Multiplikation der Nettoschuld mit dem Abzinsungssatz ermittelt. Die Neubewertungen umfassen versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, den Ertrag aus Planvermögen und die Veränderungen in der Auswirkung der Vermögensobergrenze unter Ausschluss der Nettozinsen auf die Nettoschuld. Diese werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Neubewertungen werden in späteren Perioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand resultiert aus der Veränderung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung, die aus einer Anpassung oder Kürzung eines Plans entsteht und wird als Aufwand erfasst. Von dem Barwert der Versorgungsverpflichtungen wird der beizulegende Zeitwert des Planvermögens abgezogen. Das Planvermögen umfasst Vermögen, das durch einen langfristig ausgelegten Fonds zur Erfüllung von Leistungen an Arbeitnehmer gehalten wird. Dieser Fonds muss rechtlich unabhängig von dem berichtenden Unternehmen sein und besteht ausschließlich dazu, um Leistungen an Arbeitnehmer zu zahlen oder zu finanzieren. Rückstellungen Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlicher oder faktischer Natur) aus einem vergangenen Ereignis hat und es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung mit dem Abfluss von Ressourcen einhergeht und eine verlässliche Schätzung des Betrags der Rückstellung möglich ist. Informationen zu Schätzunsicherheiten sind in Kapitel 2.3 enthalten. Der bilanzierte Rückstellungsbetrag stellt die bestmögliche Schätzung der Ausgabe dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Abschlussstichtag erforderlich ist. Dabei sind die der Verpflichtung inhärenten Risiken und Unsicherheiten zu berücksichtigen. Wird eine Rückstellung auf Basis der für die Erfüllung der Verpflichtung geschätzten Zahlungsströme bewertet, werden diese Zahlungsströme abgezinst, sofern der Zinseffekt wesentlich ist. Kann davon ausgegangen werden, dass Teile oder der gesamte zur Erfüllung der Rückstellung notwendige wirtschaftliche Nutzen durch einen außenstehenden Dritten erstattet wird, wird dieser Anspruch als Vermögenswert aktiviert, wenn diese Erstattung so gut wie sicher ist und ihr Betrag zuverlässig geschätzt werden kann. Der für die Erstattung angesetzte Betrag darf die Höhe der Rückstellung nicht überschreiten. Eventualverbindlichkeiten und -forderungen Eventualverbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz nicht angesetzt. Sie werden im Anhang angegeben, es sei denn, die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen ist sehr unwahrscheinlich. Eventualforderungen werden ebenfalls nicht in der Bilanz erfasst. Sie sind im Anhang beschrieben, vorausgesetzt, ein Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens wird als wahrscheinlich betrachtet. Steuern Tatsächliche Ertragsteueransprüche und Ertragsteuerschulden für die laufende Periode und für frühere Perioden sind mit dem Betrag zu bewerten, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird, und zwar auf Grundlage von Steuersätzen, die am Abschlussstichtag gelten oder in Kürze gelten werden. Aktive und passive latente Steuern werden für alle abzugsfähigen und zu versteuernden temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und der IFRS-Konzernbilanz ausgewiesen. Solche latenten Steueransprüche und latenten Steuerschulden werden nicht angesetzt, wenn sich die temporären Differenzen aus einem Geschäfts- oder Firmenwert oder aus der erstmaligen Erfassung (außer bei Unternehmenszusammenschlüssen) von anderen Vermögenswerten und Schulden ergeben, welche aus Vorfällen resultieren, die weder das zu versteuernde Einkommen noch den Jahresüberschuss berühren. Latente Steueransprüche werden insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Aktive latente Steuern umfassen außerdem Ansprüche auf Steuerminderungen, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlust- oder Zinsvorträge in Folgejahren ergeben und deren Realisierung, die auf den zukünftigen zu versteuernden Ergebnissen basiert, mit hinreichender Sicherheit gewährleistet ist. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden sind anhand der Steuersätze zu bewerten, deren Gültigkeit für die Periode, in der sich die temporären Differenzen voraussichtlich umkehren werden, erwartet wird. Dabei werden die Steuersätze und Steuervorschriften verwendet, die zum Abschlussstichtag in der jeweiligen Gesellschaft gültig oder angekündigt sind. Laufende und latente Steuern werden erfolgswirksam erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital erfasst werden; in diesem Fall werden die laufenden und latenten Steuern ebenfalls im sonstigen Ergebnis oder im Eigenkapital erfasst. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden. Zwischen der CeramTec BondCo (als Organträger), CeramTec AcquiCo, CeramTec Holding, CeramTec Group, CeramTec FinCo GmbH, CeramTec GmbH, Cerasiv GmbH Innovatives Keramik-Engineering, CeramTec-ETEC GmbH und der Emil Müller GmbH besteht eine ertragsteuerliche Organschaft. Außerdem besteht eine umsatzsteuerliche Organschaft zwischen der CeramTec AcquiCo als Organträger und der CeramTec GmbH, Cerasiv GmbH Innovatives Keramik-Engineering, CeramTec-ETEC GmbH und der Emil Müller GmbH. 2.3 Schätzunsicherheiten und Ermessensentscheidungen Bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden vom Management Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die Höhe der zum Stichtag ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, sowie Vermögenswerte, Schulden und die Angabe der Eventualverbindlichkeiten auswirken. Diese Einschätzungen und Annahmen werden gemacht, um einen zutreffenden Überblick über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des CeramTec TopCo-Konzerns zu ermöglichen. Die zugrunde liegenden Annahmen werden regelmäßig überprüft. Die tatsächlichen Beträge können jedoch von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen. Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des CeramTec TopCo Konzerns hat das Management die folgenden Bewertungen vorgenommen, welche einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben. Unternehmenszusammenschlüsse Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden werden im Erwerbszeitpunkt zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Anwendung der Erwerbsmethode erfordert bestimmte Schätzungen und Beurteilungen, vor allem in Bezug auf die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts der erworbenen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen und der übernommenen Verbindlichkeiten. Außerdem müssen die erwarteten Nutzungsdauern der erworbenen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen bestimmt werden. Diese Bemessung basiert zum großen Teil auf zukünftig erwarteten Zahlungsströmen. Abweichungen der tatsächlichen Zahlungsströme von den bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte zugrunde gelegten Zahlungsströmen können die zukünftigen Periodenergebnisse des CeramTec TopCo-Konzerns signifikant beeinflussen. Ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 874.613 (31. Dezember 2019: TEUR 1.011.678) und sonstige immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 976.472 (31. Dezember 2019: TEUR 1.038.533) werden zum Bilanzstichtag ausgewiesen. Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten Für die Berechnung des erzielbaren Betrags zur Ermittlung des Wertminderungsbedarfs von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen wurden Annahmen getroffen. Hierzu wurden zukünftige Zahlungsströme aus der Budgetplanung und der mittelfristigen Prognose für die jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten abgeleitet. Das Management geht davon aus, dass die Annahmen und Schätzungen, auf denen die abgezinsten Zahlungsströme beruhen, zutreffend sind. Dennoch können Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Wachstumsannahmen den Wertminderungstest beeinflussen und zu zukünftigen Wertminderungen oder Wertaufholungen führen. Die gebuchten Wertminderungen auf nicht finanzielle Vermögenswerte für das Geschäftsjahr sind in Kapitel 4.1 Geschäfts- oder Firmenwert und immaterielle Vermögenswerte und 4.2 Sachanlagen ersichtlich. Wertberichtigungen auf Forderungen Die Wertberichtigungen auf Forderungen beruhen auf Annahmen zum Ausfallrisiko und zu den erwarteten Verlustquoten. Der CeramTec TopCo-Konzern übt bei der Aufstellung dieser Annahmen und der Auswahl der Inputfaktoren für die Berechnung der Wertminderung Ermessensentscheidungen aus, basierend auf den Erfahrungen aus der Vergangenheit, bestehenden Marktbedingungen sowie zukunftsorientierten Schätzungen zum Ende der Berichtsperiode. Entsprechend werden Forderungen gegen Kunden in der Höhe, in der die Forderung als uneinbringlich eingeschätzt wird, individuell wertberichtigt (zum Beispiel werden Forderungen gegen Kunden, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde und sofern vorliegende Sicherheiten nicht werthaltig sind, in voller Höhe einzelwertberichtigt). Diese Wertberichtigungen werden der Stufe 3 des IFRS 9 zugeordnet. Zum Bilanzstichtag wurde ein Wertberichtigungsbedarf von TEUR 495 erfasst (31. Dezember 2019: TEUR 760). Rückstellungen für Pensionen Die Bewertung von leistungsorientierten Plänen erfolgt anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen. Diese beinhalten Annahmen über Abzinsungssätze, die zukünftigen Gehaltsentwicklungen, die Sterblichkeit und die künftigen Rentensteigerungen. Pensionsrückstellungen von TEUR 124.350 wurden zum Ende der Berichtsperiode erfasst (31. Dezember 2019: TEUR 113.433). Rückstellungen Rückstellungen für die erwarteten Aufwendungen aus Gewährleistungsverpflichtungen gemäß nationalem Kaufvertragsrecht werden zum Verkaufszeitpunkt der betreffenden Produkte nach der bestmöglichen Einschätzung der Geschäftsführung hinsichtlich der zur Erfüllung der Verpflichtung des Konzerns notwendigen Ausgaben angesetzt. Aufwendungen für die Verpflichtung zur Beseitigung von Umweltschäden werden zurück-gestellt, sofern die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die Kosten realistisch geschätzt werden können. Mit fortschreitenden Untersuchungen und im Verlauf der Durchführung der Sanierungsmaßnahmen werden die Rückstellungen dem Erkenntnisgewinn angepasst. Die Höhe der einzelnen Rückstellungen wird beeinflusst durch Faktoren wie das Ausmaß der Verunreinigung, die geforderten Sanierungsmaßnahmen und weitere Forderungen von Behörden, Unternehmen oder Privatpersonen. Insgesamt wurden Rückstellungen (sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen) von TEUR 22.487 zum Ende der Berichtsperiode erfasst (31. Dezember 2019: TEUR 27.696). Aktive latente Steuern Die Berechnung der aktiven latenten Steuern verlangt Annahmen, welche das zukünftige zu versteuernde Einkommen und die bisherige Nutzung von latenten Steueransprüchen betreffen. Diese Annahmen berücksichtigen die voraussichtliche Geschäftsentwicklung und den Ergebniseffekt aus der Umkehrung von zu versteuernden temporären Unterschieden. Da künftige Geschäftsentwicklungen nicht mit Sicherheit vorhersehbar und bis zu einem gewissen Ausmaß nicht vom CeramTec TopCo-Konzern beeinflusst werden können, ist die Bemessung von latenten Steueransprüchen mit Unsicherheit behaftet. Zum Bilanzstichtag wurden aktive latente Steuern von TEUR 934 erfasst (31. Dezember 2019: TEUR 1.172). 2.4 Anwendung geänderter und neuer Standards und Interpretationen: Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden durch erstmalige Anwendung von überarbeiteten und neu herausgegebenen IFRS und IFRIC Folgende IFRS und IFRIC wurden überarbeitetet:
Die obigen Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss des CeramTec TopCo-Konzerns. Noch nicht verpflichtend anzuwendende überarbeitete und neu herausgegebene IFRS und IFRIC Die folgenden überarbeiteten IFRS und IFRIC waren im Geschäftsjahr noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. sind von der Kommission der Europäischen Gemeinschaften im Rahmen des Endorsement-Verfahrens für die Europäische Union noch nicht übernommen worden. Im Geschäftsjahr wurde keiner dieser neuen oder geänderten Standards und Interpretationen vorzeitig angewendet.
Die obigen Änderungen werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss des CeramTec TopCo-Konzerns haben. 3 Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung 3.1 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse resultieren hauptsächlich aus dem Verkauf von Gütern und Waren. Die Umsätze verteilen sich wie folgt auf die Regionen und Bereiche:
Der Auftragsbestand zum Bilanzstichtag beträgt TEUR 196.360 (31. Dezember 2019: TEUR 177.262) und wird voraussichtlich innerhalb der nächsten zwölf Monate realisiert. Hiervon entfallen TEUR 129.042 (31. Dezember 2019: TEUR 117.676) auf den Bereich Industrieanwendungen und TEUR 67.318 (31. Dezember 2019: TEUR 59.586) auf die Medizintechnik. 3.2 Umsatzkosten Die Umsatzkosten setzen sich wie folgt zusammen:
Die übrigen Umsatzkosten beinhalten im Wesentlichen Energiekosten, Frachtkosten und Instandhaltungsaufwendungen. 3.3 Vertriebskosten Die Vertriebskosten beinhalten im Wesentlichen Abschreibungen und Personalaufwendungen. 3.4 Forschungs- und Entwicklungskosten Die Forschungs- und Entwicklungskosten beinhalten im Wesentlichen Personalaufwendungen. 3.5 Allgemeine Verwaltungskosten Die allgemeinen Verwaltungskosten enthalten im Wesentlichen Personalaufwendungen. 3.6 Sonstige Erträge und Aufwendungen (-), netto Die sonstigen Erträge und Aufwendungen (-) setzen sich wie folgt zusammen:
Der jährliche Werthaltigkeitstest ergab für den Geschäfts- oder Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) Industrieanwendungen einen Wertminderungsbedarf von TEUR 137.065 (Vorjahr: TEUR 329.753): Siehe hierzu Kapitel 4.1. Die Wertberichtigungen auf Sachanlagen von TEUR 186 (Vorjahr: TEUR 4.806) resultieren im Wesentlichen aus der dauerhaften Stilllegung von Maschinen. Bei dem Verlust aus dem Abgang von Sachanlagevermögen von TEUR 799 (Vorjahr: TEUR 1.059) handelt es sich im Wesentlichen um die Verschrottung von Maschinen. Die übrigen sonstigen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Kosten im Rahmen einer auslaufenden Produktlinie. 3.7 Finanzergebnis Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
Der sonstige Zinsaufwand besteht in Höhe von TEUR 1.058 (Vorjahr: TEUR 1.897) aus der Aufzinsung von Rückstellungen. 3.8 Ertragsteuern Es besteht zwischen der CeramTec BondCo und ihren deutschen Tochtergesellschaften eine ertragsteuerliche Organschaft. Nicht in die deutsche ertragsteuerliche Organschaft einbezogen ist die CeramTec TopCo. Daher fallen die deutsche Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer überwiegend nur auf Ebene des obersten Organträgers, der CeramTec BondCo, an. Außerdem ist die CeramTec TopCo mittelbar an ausländischen Kapitalgesellschaften beteiligt. Die laufenden Ertragsteuern des CeramTec TopCo-Konzerns umfassen daher neben der deutschen Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer den Steueraufwand der ausländischen Kapitalgesellschaften, der auf Basis des nach lokalem Steuerrecht ermittelten steuerpflichtigen Einkommens und des jeweils darauf anwendbaren Steuersatzes berechnet wurde. Der Verlust vor Ertragsteuern von TEUR -146.327 (Vorjahr: TEUR -322.781) verteilt sich zwischen In- und Ausland wie folgt:
Der Steueraufwand von TEUR -2.848 (Vorjahr: TEUR -16.498) setzt sich wie folgt zusammen:
Insgesamt ergibt sich ein Steuersatz für den CeramTec TopCo-Konzern basierend auf dem Gewinn vor Ertragsteuern und im Wesentlichen beeinflusst durch die deutschen Tochtergesellschaften von 28,9 % (Vorjahr: 28,7 %), welcher für die nachfolgende Überleitungsrechnung verwendet wird. Der effektive Steuersatz, d.h. der Steueraufwand im Verhältnis zum Gewinn vor Ertragsteuern, beinhaltet neben dem laufenden auch den latenten Steueraufwand und berücksichtigt sämtliche Einflussfaktoren, wie z. B. nicht abzugsfähige Betriebsausgaben oder eine Änderung von Bemessungsgrundlagen.
Die Effekte aus permanenten Differenzen resultieren hauptsächlich aus gewerbesteuerlichen Hinzurechnungen in Höhe von TEUR 2.229 sowie sonstigen nichtabzugsfähigen Betriebsausgaben in Höhe von TEUR 1.017. Latente Steuern Latente Ertragsteuern wurden mit dem voraussichtlichen Steuersatz der jeweiligen Gesellschaft berechnet. Die latenten Steuern werden saldiert insoweit eine Aufrechnung der tatsächlichen Steuern rechtlich durchsetzbar ist und die Steuer von der gleichen Steuerbehörde erhoben wird. In der Konzernbilanz werden die latenten Steuern wie folgt ausgewiesen:
Die aktiven und passiven latenten Steuern resultieren aus den folgenden Sachverhalten:
Die Entwicklung des Nettobetrags der passiven latenten Steuern ist in der folgenden Tabelle dargestellt:
Im sonstigen Ergebnis werden latente Steuererträge auf die Neubewertung von leistungsorientierten Plänen in Höhe von TEUR 2.472 (Vorjahr: TEUR 2.969) und latente Steuererträge auf das Ergebnis aus Cashflow-Hedges in Höhe von TEUR 117 erfasst (Vorjahr: latente Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 208). Verlust- und Zinsvorträge Die bestehenden Verlust- und Zinsvorträge setzen sich wie folgt zusammen:
Aktive latente Steuern wurden auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 358 (31. Dezember 2019: TEUR 194) gebildet. Die ausländischen Verlustvorträge, für die latente Steuern aktiviert wurden, resultieren aus dem Konzernunternehmen in Spanien mit TEUR 193 (31. Dezember 2019: TEUR 194). Die steuerlichen Verlustvorträge in Spanien sind zeitlich unbegrenzt. Auf temporäre Unterschiede im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 2.412 (Vorjahr: TEUR 1.974) wurden keine passiven latenten Steuern angesetzt, da der Konzern die Umkehrung der temporären Differenzen steuern kann und es nicht wahrscheinlich ist, dass sich diese temporären Differenzen in absehbarer Zeit umkehren werden. 3.9 Zuwendungen der öffentlichen Hand Im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie wurden in 2020 nachfolgende Zuwendungen der öffentlichen Hand (im Wesentlichen Sozialabgaben) vereinnahmt und aufwandsmindernd in den folgenden Funktionsbereichen erfasst:
3.10 Zusätzliche Angaben zur Art der Aufwendungen Materialaufwand Im Geschäftsjahr entstanden Materialaufwendungen in Höhe von TEUR 119.438 (Vorjahr: TEUR 135.013). Diese sind im Wesentlichen in den Umsatzkosten enthalten. Personalaufwand Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
Der Personalaufwand ist in den Umsatz-, Vertriebs-, Forschungs- und Entwicklungskosten sowie den allgemeinen Verwaltungskosten enthalten. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr waren im Konzern durchschnittlich 3.410 (im Vorjahr: 3.589) Mitarbeiter beschäftigt. Diese verteilen sich wie folgt:
Abschreibungen Die Abschreibungen und Wertminderungen setzen sich wie folgt zusammen:
4 Erläuterungen zur Konzernbilanz 4.1 Geschäfts- oder Firmenwert und immaterielle Vermögenswerte Der Geschäfts- oder Firmenwert und die immateriellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus dem Erwerb der CeramTec Holding und deren Tochterunternehmen in 2018 (siehe Kapitel 1.2). Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde den Gruppen der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) Medizintechnik (TEUR 874.613) und Industrieanwendungen (TEUR 466.818) zugeordnet. Die ZGE Medizintechnik beinhaltet die Geschäftsaktivitäten zur Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Produkten technischer Hochleistungskeramik für die Medizintechnik, die ZGE Industrieanwendungen die Geschäftsaktivitäten zur Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Produkten technischer Hochleistungskeramik für die Elektronik- und Automobilindustrie sowie dem Maschinenbau. Für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurde der Werthaltigkeitstest zum 30. November 2020 durchgeführt. Der erzielbare Betrag wurde auf Grundlage des Nutzungswerts des Vermögenswerts berechnet. Der Nutzungswert wird durch Abzinsung der zukünftigen Zahlungsüberschüsse berechnet. Die Bewertung ist daher der Stufe 3 gemäß IFRS 13 zuzuordnen. Die Prognosen der zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse basieren auf den genehmigten Planungen des CeramTec TopCo-Konzerns, die im Regelfall einen Planungshorizont von drei Jahren haben. Hierfür werden vor allem Annahmen über künftige Verkaufspreise bzw. -mengen und Kosten getroffen. Diese Planungen spiegeln die Erfahrungen der Vergangenheit wider und beinhalten die Erwartungen der Geschäftsführung für die Folgejahre. Für die Peergroup der ZGE Medizintechnik und die ZGE Industrieanwendungen wurden unterschiedliche Vergleichsunternehmen herangezogen. Für die ewige Rente wurde eine Wachstumsrate von 1,00 % (Vorjahr: 1,00 %) zugrunde gelegt. Der gewichtete Kapitalkostensatz für die ZGE Medizintechnik beträgt vor Steuern 9,31 % (Vorjahr: 9,21 %) und nach Steuern 6,92 % (Vorjahr: 6,89 %). Für die ZGE Industrieanwendungen beträgt der gewichtete Kapitalkostensatz vor Steuern 13,19 % (Vorjahr: 13,69 %) und nach Steuern 9,63 % (Vorjahr: 10,38 %). Die Eigenkapitalkosten wurden jeweils auf Grundlage eines Basiszinssatzes von -0,10 % (Vorjahr: 0,17 %) und einer Marktrisikoprämie von 7,75 % (Vorjahr: 7,50 %) berechnet. Im Wesentlichen bedingt durch die aufgrund der Corona-Pandemie gesunkenen Umsatz- und Ergebniserwartungen ergab der unterjährige Werthaltigkeitstest zum 30. Juni 2020 der ZGE Industrieanwendungen einen Wertminderungsbedarf von insgesamt TEUR 137.065, da der Buchwert den Nutzungswert der Vermögenswerte überstieg. Der Geschäfts- oder Firmenwert der ZGE Industrieanwendungen ist seither komplett wertberichtigt und weist entsprechend zum 31. Dezember 2020 einen Buchwert von TEUR 0 aus. Die Planung geht für das Jahr 2021 von Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 328.400 und einer durchschnittlich moderaten jährlichen Steigerung der Umsatzerlöse sowie des EBITDA im Detailplanungszeitraum aus. Bei der ZGE Medizintechnik und bei der ZGE Industrieanwendungen würden nach unserer Einschätzung für möglich gehaltene Veränderungen der wesentlichen Grundannahmen (gewichteter Kapitalkostensatz, EBITDA-Marge), auf denen die Bestimmung der Nutzungswerte basiert, nicht dazu führen, dass deren Buchwert den jeweiligen Nutzungswert übersteigt. Im Rahmen der Kaufpreisallokation zum 8. März 2018 wurden die Marken CeramTec, BIOLOX, SPK und DAI Ceramics identifiziert. Diese weisen zum 31. Dezember 2020 einen Buchwert von TEUR 53.544 aus (31. Dezember 2019: TEUR 53.544). Da die angesetzten Marken keine produktspezifischen Marken darstellen und keiner identifizierbaren Abnutzung unterliegen, wurde die Nutzungsdauer für die angesetzten Marken als unbestimmt eingestuft. Die Marken wurden beim Erwerb den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Medizintechnik (TEUR 33.200) und Industrieanwendungen (TEUR 25.800) zugeordnet. Für die Marken der Industrieanwendungen ergab der Werthaltigkeitstest keinen Wertminderungsbedarf (Vorjahr: TEUR 5.456). Die Technologien weisen einen Buchwert in Höhe von TEUR 283.852 (31. Dezember 2019: TEUR 302.481) aus und beinhalten im Wesentlichen die Grundlagentechnologie der Hochleistungskeramik. Diese haben eine gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer von 15,2 Jahren (31. Dezember 2019: 16,2 Jahre). Die Kundenbeziehungen weisen einen Buchwert in Höhe von TEUR 632.085 (31. Dezember 2019: TEUR 677.789) aus und beinhalten im Wesentlichen Kundenbeziehungen aus dem Bereich Medizintechnik. Diese haben eine gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer von 14,1 Jahren (31. Dezember 2019: 15,1 Jahre), Die planmäßigen Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte werden in den Umsatz-, Vertriebs-, Forschungs- und Entwicklungskosten und allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen sowie die Wertminderungen unter Sonstige Erträge und Aufwendungen (-), netto. 4.2 Sachanlagen Die Sachanlagen setzen sich wie folgt zusammen:
Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen werden in den Umsatz-, Vertriebs-, Forschungs- und Entwicklungskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten und die Wertminderungen in den sonstigen Erträgen und Aufwendungen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr wurden in den Sachanlagen Fremdkapitalzinsen in Höhe von TEUR 656 mit einem Zinssatz von unverändert 5,80 % (Vorjahr: TEUR 422) aktiviert. Zum Bilanzstichtag bestehen vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von TEUR 12.286 (31. Dezember 2019: TEUR 21.161). Die Sachanlagen enthalten nach IAS 17 (Finanzierungsleasing) in Vorjahren aktivierte gemietete Gebäude mit einem Nettobuchwert von TEUR 1.123 (31. Dezember 2019: TEUR 1.208) und Betriebs- und Geschäftsausstattung mit einem Nettobuchwert von TEUR 2 (31.Dezember 2019: TEUR 3). 4.3 Sonstige finanzielle Vermögenswerte Im Nachfolgenden findet sich eine Aufteilung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte:
Der CeramTec TopCo-Konzern hat eine Kündigungsoption für die begebene Anleihe. Diese Kündigungsoption stellt ein eingebettetes Derivat dar, das getrennt vom Grundgeschäft bilanziert wird. Weitere Erläuterungen sind in Kapitel 4.15 enthalten. Aufgrund eines niedrig eingestuften Ausfallrisikos wurde in der Berichtsperiode für die sonstigen finanziellen Vermögenswerte keine Wertminderung erfasst. 4.4 Sonstige Vermögenswerte Im Nachfolgenden findet sich eine Aufteilung der sonstigen Vermögenswerte:
Die übrigen Vermögenswerte enthalten vor allem Vorauszahlungen. 4.5 Vorräte Der Bestand an Vorräten setzt sich wie folgt zusammen:
Der sonstige Vorratsbestand enthält Verpackungsmaterial und Ersatzteile für Maschinen. Zum Bilanzstichtag beträgt die Wertminderung auf Vorräte TEUR 15.994 (31. Dezember 2019: TEUR 14.636). Der Aufwand aus der Erhöhung der Wertminderung um TEUR 1.358 ist in den Umsatzkosten ausgewiesen. 4.6 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Der Ansatz zum Bilanzstichtag für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 51.880 (31. Dezember 2019: TEUR 52.740) ergibt sich nach Berücksichtigung von Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 495 (31. Dezember 2019: TEUR 760). Im Rahmen des im Jahr 2017 geschlossenen Factoringvertrages wurde zum Bilanzstichtag ein Forderungsvolumen von TEUR 13.599 veräußert (31. Dezember 2019: TEUR 14.422). Der vertraglich vereinbarte Sicherheitseinbehalt, den der Factor geltend gemacht hat, beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1.850 (31. Dezember 2019: TEUR 1.792) und ist unter den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen (siehe Kapitel 4.3). Die Wert- und Fälligkeitsstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor Wertminderung stellt sich wie folgt dar:
Die Altersstruktur der zum Abschlussstichtag erfassten Wertminderungen stellt sich wie folgt dar:
Die Altersstruktur der überfälligen Forderungen, die nicht wertgemindert sind, stellt sich wie folgt dar:
Die Wertberichtigungen basieren auf internen und externen Informationen über den Kunden sowie geschätzten Ausfallwahrscheinlichkeiten. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Einzelwertberichtigungen von Forderungen gegen Kunden, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde oder bei denen erhebliche finanzielle Schwierigkeiten zu beobachten sind. Bei der größten operativen Gesellschaft, der CeramTec GmbH, Plochingen, ist der überwiegende Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (i.d.R. zwischen 75 % - 80 %) durch eine Warenkreditversicherung abgedeckt. Das maximale Ausfallrisiko unter Berücksichtigung der Warenkreditversicherungen bezogen auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des CeramTec TopCo-Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag 51 % (31. Dezember 2019: 48 %) des Buchwerts. Auf Basis der historischen Ausfälle, der bestehenden Kundenstruktur unter Berücksichtigung zukunftsorientierter makroökonomischer Informationen sowie bestehender Ausfallversicherungen, ergeben sich für den CeramTec TopCo-Konzern geringe erwartete Ausfallquoten. Die daraus resultierende Wertminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist von untergeordneter Größenordnung. Zum Abschlussstichtag liegen keine Anzeichen vor, dass die Schuldner der nicht wertgeminderten und nicht überfälligen Forderungen ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die über 60 Tage überfälligen Forderungen wurden im Schnitt mit rd. 40 % wertberichtigt. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen während der abgelaufenen Berichtsperiode. Ein darüber hinaus gehendes allgemeines Ausfallrisiko wird als gering eingestuft.
4.7 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente In dem Posten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind Bankguthaben in Höhe von TEUR 244.113 (31. Dezember 2019: TEUR 64.373) und Kassenbestände von TEUR 5 (31. Dezember 2019: TEUR 7) enthalten. 4.8 Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das voll eingezahlte Stammkapital des Mutterunternehmens CeramTec TopCo beträgt TEUR 25 (31. Dezember 2019: TEUR 25). Kapitalrücklage Mit Wirkung zum 31. Dezember 2019 wurden von dem bestehenden Gesellschafterdarlehen ein Nominalbetrag von TEUR 247.929 sowie die Zinsverbindlichkeit in Höhe von TEUR 32.025 in die Kapitalrücklage eingelegt. Die Kapitalrücklage ist frei verfügbar und unterliegt keinen Zweckbindungen. Gewinnrücklage und Periodenergebnis Die Position Gewinnrücklage und Periodenergebnis enthält die laufenden und die in Vorjahren von dem CeramTec TopCo-Konzern erzielten Ergebnisse. Hierzu gehört auch die Veränderung der Neubewertungsrücklage für Pensionsverpflichtungen (nach Steuern) in Höhe von TEUR -6.166 (31. Dezember 2019: TEUR -7.417). Kumuliertes sonstiges Ergebnis Bei dem kumulierten sonstigen Ergebnis handelt es sich um den Unterschiedsbetrag aus der Fremdwährungsumrechnung sowie aus der Marktbewertung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten inklusive latenter Steuereffekte. 4.9 Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen Im CeramTec TopCo-Konzern bestehen leistungs- und beitragsorientierte Pensionspläne, die den berechtigten Mitarbeitern Versorgungsleistungen im Ruhestand, bei Erwerbsunfähigkeit und im Todesfall - im letzten Fall an deren Hinterbliebene - gewähren. Diese Versorgungsleistungen basieren in der Regel auf der Beschäftigungsdauer, dem Entgelt oder den Beiträgen der berechtigten Mitarbeiter unter Berücksichtigung der steuer-, arbeits- und sozialrechtlichen Rahmenbedingungen in den jeweiligen Ländern. In Deutschland bestehen verschiedene Direktzusagen, welche vom Entgelt und der Beschäftigungsdauer abhängen und einer Höchstbetragsregelung unterliegen. Diese Zusagen enthalten keinen Anspruch auf inflationsbedingte Rentenanpassungen. Für nach dem 1. Januar 2002 eingetretene Mitarbeiter wurden diese leistungsorientierten Pensionspläne geschlossen. Darüber hinaus existiert ein leistungsorientierter Pensionsplan mit Direktzusagen über einen fest vereinbarten Rentenbetrag, welcher von der Beschäftigungsdauer abhängt. Auch dieser Plan wurde für nach dem 1. Januar 2002 eingetretene Mitarbeiter geschlossen. Für das Management der deutschen CeramTec TopCo Konzernunternehmen bestehen Direktzusagen, welche sich aus Versorgungsleistungen, die vom Entgelt und der Beschäftigungsdauer abhängen und einer Höchstbetragsregelung unterliegen, sowie aus Versorgungsleistungen, die auf Basis des Unternehmenserfolgs berechnet werden, zusammensetzen. Die berechtigten Mitarbeiter haben darüber hinaus die Möglichkeit einer Entgeltumwandlung, welche in Abhängigkeit der persönlichen Zielerreichung durch das jeweilige Konzernunternehmen bezuschusst wird. Weiterhin besteht seit Ende 2014 eine Direktzusage zum Ausgleich von eventuellen Nachteilen aus der Neuordnung der Pensionskassen für alle Mitarbeiter, die im Rahmen der Neuordnung zur Hoechster Pensionskasse gewechselt haben. Die Bewertung der Verpflichtung erfolgt jährlich durch einen versicherungsmathematischen Gutachter. Der Pensionsplan im Vereinigten Königreich ist ein fondsfinanzierter leistungsorientierter Pensionsplan. Der Plan wird von einem unternehmensexternen Trägerverein verwaltet, der von Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern geführt wird. Die Vertreter sind gesetzlich verpflichtet, die Interessen der Berechtigten zu vertreten und sind für die Investitionsentscheidungen und die Verwaltung des Vermögens zuständig. Der Pensionsplan ist geschlossen. Der Plan gewährt den Berechtigten jährliche Pensionszahlungen, deren Höhe von der Beschäftigungsdauer und dem zuletzt gewährten Gehalt abhängt. Pensionszahlungen werden auch im Todesfall geleistet. Die Bewertung der Verpflichtung erfolgt jährlich durch einen versicherungsmathematischen Gutachter. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen verteilen sich wie folgt:
Die nachfolgende Tabelle zeigt den Verpflichtungsumfang, die Höhe des Planvermögens und die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Rückstellungen und sonstigen Vermögenswerte zum 31. Dezember 2020.
Die Veränderung der finanziellen Annahmen resultiert vor allem aus dem gesunkenen Rechnungzins. Die nachfolgende Tabelle zeigt den Verpflichtungsumfang, die Höhe des Planvermögens und die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Rückstellungen für die Vergleichsperiode per 31. Dezember 2019.
Der Berechnung der Pensionsverpflichtungen wurden zum 31. Dezember 2020 folgende Annahmen zu Grunde gelegt:
Der Berechnung der Pensionsverpflichtungen wurden zum 31. Dezember 2019 folgende Annahmen zu Grunde gelegt:
Die durchschnittliche Laufzeit der Leistungsverpflichtungen beträgt im Inland 22,7 Jahre (Vorjahr: 22,2) und im Ausland 16,0 Jahre (Vorjahr: 16,0). Die Beiträge, die erwartungsgemäß im nachfolgenden Geschäftsjahr durch den Arbeitgeber in die Pläne einbezahlt werden, betragen TEUR 450 (Vorjahr: TEUR 476) und die Versorgungszahlungen TEUR 2.994 (Vorjahr: TEUR 2.694). Das Risiko aus der Veränderung der versicherungsmathematischen Annahmen, die der Bewertung der leistungsorientierten Pensionspläne zu Grunde liegen, wird von dem jeweiligen Konzernunternehmen getragen. Die nachfolgend dargestellten Sensitivitätsanalysen wurden auf Basis der nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderungen der jeweiligen Annahmen zum Bilanzstichtag durchgeführt. Die Veränderung der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen hätte folgende Auswirkungen (in TEUR) auf den Barwert der Pensionsverpflichtungen:
Für das Vorjahr hätte sich die Veränderung der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen (in TEUR) auf den Barwert der Pensionsverpflichtungen wie folgt ausgewirkt:
Für inländische Pläne ist kein Planvermögen vorhanden. Das Planvermögen der ausländischen Pläne verteilt sich auf die folgenden Vermögenswerte:
Die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere und Aktien wurden auf der Grundlage von an aktiven Märkten notierten Preisen bestimmt, während die beizulegenden Zeitwerte der Immobilien nicht auf Preisen basieren, die an aktiven Märkten notiert sind. Bei den im Planvermögen enthaltenen Immobilien handelt es sich um nicht selbst genutzte Immobilien im Vereinigten Königreich. Der Anlagehorizont des Planvermögens berücksichtigt das erwartete Auszahlungsprofil. Von 1. Januar 2002 bis 31. Dezember 2014 waren alle neu eintretenden Mitarbeiter der CeramTec GmbH, der CeramTec Service und der Emil Müller GmbH Mitglieder in der Pensionskasse Dynamit Nobel VVaG. Des Weiteren sind einige aktive und ehemalige Mitarbeiter der CeramTec GmbH und der Emil Müller GmbH Mitglieder in der Pensionskasse der Mitarbeiter der Hoechst-Gruppe VVaG. Bei diesen Pensionskassen handelt es sich um gemeinschaftliche Pläne mehrerer Arbeitgeber, die grundsätzlich leistungsorientierte Pläne darstellen. Beide Pensionskassen unterliegen der staatlichen Aufsicht. Für den Fall, dass die Kassen ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können, ist der Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet, für die zugesagten Versorgungsleistungen einzustehen (Subsidiärhaftung). Diese Verpflichtung besteht auch nach einer eventuellen Beendigung der Teilnahme des CeramTec TopCo-Konzerns an den Plänen fort. Eine Beendigung der Teilnahme hätte allerdings grundsätzlich keinen unmittelbaren Nachzahlungsbedarf zur Folge. Im Konzernabschluss werden diese Pensionspläne in Übereinstimmung mit IAS 19.34 als beitragsorientierte Pläne eingestuft. Da mehrere Arbeitgeber Träger dieser Pensionskassen sind, können Beiträge des CeramTec TopCo-Konzerns unter Umständen dazu verwendet werden, Leistungen an Arbeitnehmer eines anderen Unternehmens zu finanzieren. Die Finanzierung der Dynamit Nobel VVaG erfolgt für vor dem 1. Dezember 2007 erteilte Zusagen über einkommensabhängige Beiträge der berechtigten Arbeitnehmer sowie variable Beiträge der Arbeitgeber. Der Arbeitgeberbeitrag muss zusammen mit den Mitgliedsbeiträgen und den Vermögenserträgen der Pensionskasse die satzungsmäßigen Versorgungsleistungen nach versicherungstechnischen Grundsätzen ausreichend finanzieren. Nach Beginn der Rentenzahlung übernimmt die Pensionskasse die gesetzlich erforderlichen Rentenanpassungen, soweit ihr Vermögen dazu ausreicht. In den letzten Jahren konnten die Rentenanpassungen nicht von der Kasse übernommen werden und waren von den Arbeitgebern zu tragen. Für ab dem 1. Dezember 2007 erteilte Zusagen leisteten der Mitarbeiter und der Arbeitgeber einen festgelegten einkommensabhängigen Beitrag. Es besteht keine Verpflichtung des Arbeitgebers zur Anpassung laufender Rentenleistungen. Überschüsse werden zur Erhöhung der Rentenleistungen verwendet. Derzeit sind nach den deutschen Rechnungslegungsvorschriften für Pensionskassen zwar die bestehenden Verpflichtungen vollständig durch Vermögenswerte gedeckt, die zusätzlichen Eigenmittelanforderungen sind aber nicht erfüllt. Es besteht ein aufsichtsbehördlich genehmigter Plan zur Wiedererfüllung der Anforderungen. Negative Planabweichungen, etwa aufgrund einer unzureichenden Vermögensrendite der Pensionskasse, können Nachzahlungen durch den CeramTec TopCo-Konzern zur Folge haben. Das Verhältnis der Mitglieder, deren Mitgliedschaft auf einem bestehenden oder ehemaligen Arbeitsverhältnis mit der CeramTec GmbH, der CeramTec Service oder der Emil Müller GmbH basiert, zur Gesamtanzahl der Mitglieder der Pensionskasse beträgt bei den aktiven Anwärtern rd. 26 %, bei den beitragsfreien Anwärtern rd. 11 % und bei den Rentenbeziehern rd. 4 %. Die Finanzierung der Pensionskasse der Mitarbeiter der Hoechst-Gruppe VVaG erfolgt über einkommensabhängige Beiträge der berechtigten Arbeitnehmer sowie variable Beiträge der Arbeitgeber, Der Arbeitgeberbeitrag muss zusammen mit den Mitgliedsbeiträgen der Arbeitnehmer und den Überschüssen der Pensionskasse die satzungsmäßigen Leistungen nach versicherungstechnischen Grundsätzen ausreichend finanzieren. Nach Beginn der Rentenzahlung übernimmt die Pensionskasse die gesetzlich erforderlichen Rentenanpassungen, soweit ihr Vermögen dazu ausreicht. Das Verhältnis der Mitglieder, deren Mitgliedschaft aus einem bestehenden oder ehemaligen Arbeitsverhältnis mit dem CeramTec TopCo-Konzern resultiert, zur Gesamtanzahl der Mitglieder beträgt bei den aktiven Anwärtern, den beitragsfreien Anwärtern und den Rentenbeziehern jeweils rd. 0,1 % bis 0,15 %. Zum 1. Dezember 2014 erfolgte eine Neuordnung der betrieblichen Altersversorgung, wobei alle Mitarbeiter, die einen bestehenden Vertrag bei der Pensionskasse Dynamit Nobel VVaG haben, Mitglieder der Hoechster Pensionskasse VVaG wurden. Seit 1. Januar 2015 werden keine Beiträge mehr in Verträge der Pensionskasse Dynamit Nobel VVaG einbezahlt und die Mitarbeiter wurden zu außerordentlichen Mitgliedern. Alle neu eintretenden Mitarbeiter werden Mitglieder der Hoechster Pensionskasse VVaG. Die Mitarbeiter und der Arbeitgeber leisten einen festgelegten einkommensabhängigen Beitrag an die Hoechster Pensionskasse VVaG. Es besteht keine Verpflichtung des Arbeitgebers zur Anpassung laufender Rentenleistungen. Überschüsse werden zur Erhöhung der Rentenleistungen verwendet. Für Nachteile, die sich für die Mitarbeiter aus dem Wechsel der Pensionskasse ergeben, hat die CeramTec GmbH eine Direktzusage erteilt. Die gezahlten Beiträge in die Pensionskassen beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 2.413 (Vorjahr: TEUR 2.558). Die Aufwendungen werden in den Umsatz-, Vertriebs-, Forschungs- und Entwicklungskosten und allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen. Für 2021 werden Beiträge in Höhe von TEUR 2.426 (Vorjahr: TEUR 2.451) erwartet. Die Aufwendungen für weitere beitragsorientierte Pläne bestehend aus dem Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Rentenversicherung betragen TEUR 11.827 (Vorjahr: TEUR 11.754). 4.10 Rückstellungen Die Entwicklung der Rückstellungen im Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:
Die Rückstellungen für Umweltrisiken betreffen die Beseitigung von Altlasten, Sanierungs- und Gewässerschutzmaßnahmen. Bei der Bemessung der Rückstellungshöhe werden Schätzungen und, soweit möglich, externe Gutachten herangezogen. Es wurde eine Rückstellung für den, für die Pensionskasse Dynamit Nobel VVaG, von der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) verabschiedeten Solvabilitätsplan gebildet. Die Rückstellung für Steuern beinhaltet erwartete Ertragsteuerzahlungen für vergangene Veranlagungszeiträume. Die übrigen Rückstellungen umfassen vor allem Rückstellungen für Abfindungen, Rechts- und Beratungskosten sowie Rückstellungen für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten. Die Fristigkeiten der Rückstellungen stellen sich wie folgt dar:
Die langfristigen Rückstellungen umfassen vor allem Jubiläums- und Solvabilitätsverpflichtungen sowie Umweltrisiken. Der Zahlungsabfluss der kurzfristigen Rückstellungen erfolgt innerhalb eines Jahres. 4.11 Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus einem Darlehen der CTEC Acquisition S.à.r.l., Luxembourg, in Höhe von TEUR 273.835 (31. Dezember 2019: TEUR 311.503) mit einer Laufzeit bis zum 31.12.2028.
Mit Wirkung zum 31. Dezember 2019 wurden von dem bestehenden Gesellschafterdarlehen einen Nominalbetrag von TEUR 247.929 und die Zinsverbindlichkeit in Höhe von TEUR 32.025 in die Kapitalrücklage eingelegt. Der als kurzfristig ausgewiesene Teil von TEUR 312 (Vorjahr: TEUR 55.233) wurde jeweils im Januar des Folgejahres an die Gesellschafterin ausbezahlt. 4.12 Finanzverbindlichkeiten gegenüber Dritten Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber Dritten setzen sich wie folgt zusammen:
Innerhalb der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurde mit Wirkung zum 15. Dezember 2020 die Kreditaufnahme aus der EUR-Tranche erhöht um nominal TEUR 175.000 resultierend in einem Gesamtvolumen von TEUR 1.069.000 aus der EUR-Tranche. Weiterhin bestehen zwei USD-Tranchen mit einem Nominalvolumen von TEUR 121.326. Die Tranchen sind variabel verzinslich und haben eine Laufzeit bis zum 8. März 2025. Mit dem Kredit verbundene Transaktionskosten in Höhe von TEUR 33.641 werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des Kredits verteilt. In 2019 wurden freiwillige Tilgungen geleistet auf den Konsortialkredit von TEUR 44.000 auf die EUR Tranche und TEUR 9.872 auf zwei USD Tranchen. Die Anleihe ist festverzinslich und hat ein Nominalvolumen von TEUR 406.000 (31. Dezember 2019: nominal TEUR 406.000). Sie ist zum 15. Dezember 2025 fällig. Der CeramTec TopCo- Konzern hat eine Kündigungsoption für diese Anleihe, die als separater finanzieller Vermögenswert bilanziert wird (Kapitel 4.3). Damit verbundene Transaktionskosten in Höhe von TEUR 13.570 werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode über die Laufzeit der Anleihe verteilt. Weitere Angaben zu den Darlehen, der Anleihe und den Derivaten sind in Kapitel 4.15 enthalten. Verbindlichkeiten aus Leasing setzen sich zusammen aus der Aktivierung der Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 (siehe Kapitel 4.14) in Höhe von TEUR 4.309 und aus dem in Vorjahren bilanzierten Finanzierungsleasing gemäß IAS 17 von TEUR 1.086. 4.13 Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Die als langfristig ausgewiesenen vertraglichen Verbindlichkeiten aus Verträgen mit Kunden werden in 2022, die als kurzfristig ausgewiesenen in 2021 erlöswirksam. Alle vertraglichen Verbindlichkeiten aus Verträgen mit Kunden des Vorjahres wurden im laufenden Geschäftsjahr erlöswirksam. Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern, Verbindlichkeiten aus Sozialversicherungsbeiträgen, Verbindlichkeiten gegenüber den Pensionskassen sowie Rechnungsabgrenzungsposten. 4.14 Bilanzierung von Leasingverhältnissen (IFRS 16) Gemäß IFRS 16 hat der Leasingnehmer für alle Leasingverhältnisse das Nutzungsrecht an einem Leasinggegenstand (sog. "right-of-use asset" oder RoU-Vermögenswert) sowie eine korrespondierende Leasingverbindlichkeit zu bilanzieren. Die Höhe des RoU-Vermögenswerts entspricht im Zugangszeitpunkt der Höhe der Leasingverbindlichkeit. In den Folgeperioden wird der RoU-Vermögenswert (von einigen Ausnahmen abgesehen) mit seinen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen bewertet und um eine etwaige Neubewertung der Leasingverbindlichkeit angepasst. Der CeramTec TopCo-Konzern mietet im Wesentlichen verschiedene Büro- und Lagergebäude sowie Fahrzeuge. Die Nutzungsrechte lassen sich wie folgt auf die Anlagenklassen des Sachanlagevermögens aufteilen:
Die Leasingverbindlichkeit bemisst sich im Zugangszeitpunkt als der Barwert der Leasingzahlungen, die während der Laufzeit des Leasingverhältnisses gezahlt werden. Nachfolgend wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeit unter Anwendung des zur Abzinsung verwendeten Zinssatzes aufgezinst und um die geleisteten Leasingzahlungen reduziert. Änderungen in den Leasingzahlungen führen zu einer Neubewertung der Leasingverbindlichkeit. Die nachfolgende Tabelle zeigt die undiskontierten Cashflows für die zum Bilanzstichtag nach IFRS 16 bestehenden Leasingverbindlichkeiten:
Die Auswirkung des IFRS 16 auf die Konzern-Gesamtergebnisrechnung stellt sich wie folgt dar:
Aufwendungen im Zusammenhang mit kurzfristigen Leasingverhältnissen, aus Leasingverhältnissen über Vermögenswerte mit geringem Wert sowie aus Softwareleasingverhältnissen sind im Geschäftsjahr mit TEUR 981 (Vorjahr: TEUR 900) in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung enthalten. Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse, die nicht weiterhin nach IAS 17 bilanziert werden, betragen im Geschäftsjahr TEUR 3.867 (Vorjahr: TEUR 3.576). 4.15 Finanzinstrumente Die nachfolgende Tabelle zeigt die im Konzernabschluss bilanzierten Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten, sortiert nach Klassen und Bewertungskategorien gemäß IFRS 9.
Sofern der beizulegende Zeitwert nicht in Form eines Marktpreises verfügbar ist, wird er auf Basis unterschiedlicher Bewertungsparameter ermittelt. In Abhängigkeit von der Verfügbarkeit beobachtbarer Parameter und der Bedeutung dieser Parameter für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts, wird der beizulegende Zeitwert den Stufen 1, 2 oder 3 der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet. Die Unterteilung erfolgt nach folgender Maßgabe:
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Fair-Value-Hierarchie für derivative Finanzinstrumente, die im Konzernabschluss zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden:
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Fair-Value-Hierarchie für die Finanzinstrumente, die im Konzernabschluss nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, deren beizulegender Zeitwert jedoch im Anhang angegeben wird. Der Konzern hat die beizulegenden Zeitwerte für Finanzinstrumente, wie zum Beispiel kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, nicht angegeben, da ihre Buchwerte einen angemessenen Näherungswert für die beizulegenden Zeitwerte darstellen.
Der beizulegende Zeitwert der Anleihe entspricht dem Nominalwert multipliziert mit dem Kurswert zum Berichtsstichtag zuzüglich des abgespaltenen Kündigungsrechts. Entsprechend wird die Bewertung des beizulegenden Zeitwertes der Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind auf Basis am Markt beobachtbarer Zinssätze wie bspw. dem EURIBOR oder dem LIBOR, auf deren Basis auch der beizulegende Zeitwert ermittelt wurde, verzinst. Entsprechend erfolgt eine Zuordnung zur Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie. Die Fair Values der abgespaltenen Derivate werden unter Anwendung des Black-Scholes/Hull-White Bewertungsmodells bewertet, welches sowohl die beobachtbaren Zinsdifferenzkurven als auch die Schwankungsintensität (Volatilität) der betreffenden Währungen betrachtet. Alle wesentlichen Inputparameter wurden direkt oder indirekt von beobachtbaren Marktdaten abgeleitet. Daher wird die Bewertung des beizulegenden Zeitwertes der Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet. Der Fair Value des Zinscaps wird unter Anwendung des Black-Scholes/Hull-White Bewertungsmodells bewertet, welches sowohl die beobachtbaren Zinsdifferenzkurven als auch die Schwankungsintensität (Volatilität) der betreffenden Währungen betrachtet. Alle wesentlichen Inputparameter wurden direkt oder indirekt von beobachtbaren Marktdaten abgeleitet. Daher wird die Bewertung des beizulegenden Zeitwertes der Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts aller übrigen Finanzinstrumente erfolgt auf Basis eines Discounted-Cashflow-Modells sowie unter Berücksichtigung direkt oder indirekt am Markt beobachtbarer Bewertungsparameter. Entsprechend erfolgte eine Zuordnung dieser Finanzinstrumente zur Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie. Für Vermögenswerte und Schulden, die auf wiederkehrender Basis zum beizulegenden Zeitwert ein bezogen werden, beurteilt der CeramTec TopCo-Konzern zum Ende jeder Berichtsperiode (basierend auf der untersten Stufe, die maßgeblich für die Bewertung als Ganzes ist), ob eine Übertragung zwischen den Stufen der Fair-Value-Hierarchie stattgefunden hat. In der abgelaufenen Berichtsperiode gab es keine Übertragungen zwischen Stufe 1 und 2. Nettogewinne und- verluste sowie Gesamtzinserträge und -aufwendungen Die folgende Tabelle stellt die Nettogewinne und -verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten gemäß IFRS 9 dar.
Die Nettogewinne aus Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts der eingebetteten Derivate sind im Wesentlichen auf Änderungen des Marktzinsniveaus zurückzuführen. Die folgende Tabelle zeigt die Gesamtzinserträge und -aufwendungen aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet werden.
In der Berichtsperiode sowie im Vorjahr wurden keine Finanzierungskosten, welche nicht Bestandteil der Effektivzinsmethode sind, als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Derivative Finanzinstrumente Die folgende Tabelle zeigt den beizulegenden Zeitwert und den Nominalwert derivativer Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2020:
Eingebettete Derivate Wie in Kapitel 4.12 beschrieben, hat der CeramTec TopCo-Konzern im März 2018 einen Konsortialkredit mit einer EUR und zwei USD Tranchen mit einem Bankenkonsortium abgeschlossen. Diese Darlehen enthalten eingebettete Zinsbegrenzungsvereinbarungen (Zinsfloors), die den CeramTec TopCo-Konzern zur Zahlung einer über den variablen Zinssatz hinausgehenden Mindestverzinsung verpflichten. Darüber hinaus enthält die im Dezember 2017 ausgegebene Anleihe unterschiedliche Vereinbarungen, die den CeramTec TopCo-Konzern zu einer vorzeitigen Rückzahlung der Anleihe berechtigen. Sowohl die Zinsbegrenzungsvereinbarungen als auch die Kündigungsrechte wurden entsprechend den Regelungen in IFRS 9 vom Basisvertrag abgespalten und in der Folge als freistehende Derivate erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. 5 Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung Die Konzern-Kapitalflussrechnung wird in Bezug auf den Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit nach der indirekten Methode und in Bezug auf den Cashflow aus der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit nach der direkten Methode erstellt. Die Zahlungsmittel in der Kapitalflussrechnung entsprechen der Bilanzposition und umfassen Kassenbestände, Guthaben bei Banken und Geldanlagen, die eine ursprüngliche Laufzeit von bis zu drei Monaten aufweisen. Es gibt keine Verfügungsbeschränkungen. Mit Wirkung zum 15. Dezember 2020 wurde die Kreditaufnahme aus der EUR-Tranche erhöht um nominal TEUR 175.000. In 2019 wurden freiwillige Tilgungen geleistet auf den Konsortialkredit von TEUR 44.000 auf die EUR Tranche und TEUR 9.872 auf zwei USD Tranchen. Die sonstigen nicht zahlungswirksamen Erträge und Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Marktwertänderungen der Finanzinstrumente sowie Zinsabgrenzungen. Während des Geschäftsjahres hat der Konzern Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen in Höhe von TEUR 6.712 geleistet, die bereits in der Vorperiode dem Sachanlagevermögen zugegangen sind. Gleichzeitig gab es im Geschäftsjahr Zugänge zum Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 5.164, die erst in der Folgeperiode zahlungswirksam werden. Zahlungsunwirksame Investitionstätigkeiten betreffen ausschließlich den Zugang von Nutzungsrechten (Right-of-Use Assets). Die Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Im Vorjahr entwickelten sich die Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit wie folgt:
In den Zinsaufwendungen der Verbindlichkeiten aus der Anleihe des laufenden Geschäftsjahres sind TEUR 1.447 (Vorjahr: TEUR 1.380) Erträge aus der Abzinsung von Finanzverbindlichkeiten enthalten aus der Anwendung der Effektivzinsmethode. 6 Sonstige Angaben 6.1 Management der Finanzrisiken Der CeramTec TopCo-Konzern ist Kreditrisiken sowie unterschiedlichen Marktrisiken ausgesetzt. Das Kreditrisiko resultiert im Wesentlichen aus Forderungen gegen Kunden. Die Marktrisiken sind hauptsächlich auf das Risiko der Veränderung variabler Zinssätze sowie Wechselkursrisiken zurückzuführen. Darüber hinaus ergeben sich für den CeramTec TopCo-Konzern Liquiditätsrisiken, die im Wesentlichen aus den in EUR abgeschlossenen EUR- und USD-Darlehen sowie der ebenfalls in EUR begebenen Anleihe resultieren. Der CeramTec TopCo-Konzern handelt auf Basis eines angemessenen Rahmenkonzepts zur Steuerung von Finanzrisiken, welches ein integraler Bestandteil des laufenden Geschäftsbetriebs und der laufenden Finanzierungstätigkeiten ist. Unter Berücksichtigung dieser Risikomanagementziele werden Risiken laufend identifiziert, bewertet und gesteuert. Zur Absicherung von bestimmten finanziellen Risiken schließt der CeramTec TopCo-Konzern vereinzelt derivative Finanzinstrumente ab. Der Abschluss derivativer Finanzinstrumente zu Spekulationszwecken ist dagegen nicht zulässig. Marktrisiken Das Marktrisiko beschreibt das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert zukünftiger Cashflows aus Finanzinstrumenten aufgrund von Veränderungen der Marktpreise schwankt. Das Marktrisiko besteht insbesondere aus Wechselkursänderungsrisiken, Zinsänderungsrisiken und sonstigen Preisrisiken, wie z. B. Aktienkursrisiken und Rohstoffpreisrisiken, Fremdwährungsrisiko Das Fremdwährungsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Wechselkursänderungen schwanken. Im Zusammenhang mit den USD-Darlehen ist der CeramTec TopCo-Konzern insbesondere Fremdwährungsrisiken aus Veränderungen des USD/EUR-Wechselkurses ausgesetzt. Die nachfolgend aufgeführte Sensitivitätsanalyse in Bezug auf das Fremdwährungsrisiko wurde auf Basis der Prämisse erstellt, dass der Anteil der Finanzinstrumente in Fremdwährung konstant bleibt. Die Tabelle zeigt die Auswirkungen auf das Periodenergebnis sowie das Konzerneigenkapital unter Berücksichtigung einer hypothetischen Veränderung der zum Bilanzstichtag vorliegenden Stichtags- sowie der Terminwechselkurse um +/- 10 % für die wesentlichen Fremdwährungspositionen der CeramTec TopCo Konzernunternehmen.
Für den monatlichen Bedarf an lokaler Landeswährung zweier Tochtergesellschaften wurden bis Ende 2021 Devisentermingeschäfte abgeschlossen:
Zinsänderungsrisiko Das Zinsänderungsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen Finanzinstrumenten oder die zukünftigen Zahlungsströme von variabel verzinslichen Finanzinstrumenten aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze schwanken. Der CeramTec TopCo-Konzern ist insbesondere aufgrund der variabel verzinslichen USD- und EUR-Darlehen einem Zahlungsstromrisiko aus der Änderung der EURIBOR und LIBOR Zinssätze ausgesetzt. Demgegenüber führen Änderungen der variablen Zinsen in Bezug auf die festverzinsliche Anleihe zu einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts. Dieses Risiko hat jedoch keine Auswirkungen auf das Periodenergebnis oder das Konzerneigenkapital, da die Anleihe zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert wird und Änderungen des beizulegenden Zeitwerts nicht abgebildet werden. CeramTec TopCo Konzernunternehmen haben Zinsbegrenzungsvereinbarungen bis zum 31. Mai 2022 bzw. bis zum 31. Mai 2024 in Form von zwei aufeinanderfolgenden EUR Zinscaps in Höhe von jeweils TEUR 873.000 auf den 3-Monats-EURIBOR und zwei aufeinanderfolgenden USD Zinscaps in Höhe von TUSD 120.000 bzw. TUSD 149.000 auf den 3-Monats-LIBOR abgeschlossen. Die Zinscaps begrenzen die variablen Zinssätze auf maximal 0,75 % bzw. 0,25 % (EURIBOR) und 2,75 % bzw. 1,25 % (LIBOR). Die nachfolgende Tabelle zeigt die Auswirkungen auf das Finanzergebnis unter der Annahme einer hypothetischen Veränderung der variablen USD- und EUR-Zinssätze um +/- 100 Basispunkte.
Bei einer Erhöhung des Zinssatzes wird der Anstieg der Kreditzinsen überkompensiert im Wesentlichen durch die geringere Bewertung des negativen Derivats aus der Zinsbegrenzungsvereinbarung. Sicherheiten Kreditnehmer des Konsortialkredits sind die CeramTec AcquiCo, die CeramTec BidCo LLC (im Folgenden "US BidCo") und die CeramTec GmbH. In Verbindung mit dem Konsortialkredit wurden verschiedene Vermögenswerte der CeramTec BondCo, der CeramTec AcquiCo, der CeramTec Holding, der CeramTec Group, der CeramTec GmbH, der US BidCo, der CeramTec Acquisition LLC und der CeramTec North America LLC (im Folgenden "CeramTec NA") als Sicherheiten gestellt. In den USA wurden die Anteile an der US BidCo, der CeramTec Acqusition LLC, der CeramTec NA, das gesamte weitere Vermögen der US BidCo, der CeramTec Acquisition LLC und der CeramTec NA (einschließlich der Forderungen, des geistigen Eigentums und der Bankkonten) sowie das von der CeramTec GmbH in den USA registrierte geistige Eigentum als Sicherheiten abgetreten. In Deutschland wurden die Anteile an der CeramTec AcquiCo, der CeramTec Holding, der CeramTec Group und der CeramTec GmbH, Forderungen der CeramTec BondCo (nur konzerninterne Forderungen), der CeramTec AcquiCo (nur konzerninterne Forderungen und Forderungen aus Kaufverträgen), der CeramTec Holding (Versicherungsforderungen, konzerninterne Forderungen und Hedging-Forderungen), der CeramTec Group (Versicherungsforderungen, konzerninterne Forderungen und Hedging-Forderungen), der CeramTec GmbH (Versicherungsforderungen, konzerninterne Forderungen, Hedging-Forderungen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen), die Bankkonten der CeramTec BondCo, der CeramTec AcquiCo, der CeramTec Holding, der CeramTec Group und der CeramTec GmbH sowie das geistige Eigentum der CeramTec GmbH als Sicherheit für den Konsortialkredit abgetreten bzw. belastet. Unter diese Besicherung fallende finanzielle Vermögenswerte gem. IFRS 9 (siehe Kapitel 4.15) sind mit einem Betrag von TEUR 264.377 in der Bilanz zum 31. Dezember 2020 enthalten (31 Dezember 2019: TEUR 93.627). Risiko aus der Einhaltung von finanzwirtschaftlichen Kennzahlen Im Rahmen der Aufnahme des Konsortialkredits wurde auch die Einhaltung von finanzwirtschaftlichen Kennzahlen vereinbart. So ist vom CeramTec TopCo-Konzern eine zu erfüllen, wenn die revolvierende Kreditlinie von TEUR 67.000 in einem im Kreditvertrag festgelegten Maß in Anspruch genommen wird. Da die Inanspruchnahme zum Ende des Geschäftsjahres unterhalb dieser Grenze blieb, war eine Überprüfung der Einhaltung dieser finanzwirtschaftlichen Kennzahl nicht erforderlich. Zum Ende des Geschäftsjahres ist außerdem zu prüfen, ob das Volumen der für den Konsortialkredit bereitgestellten Sicherheiten eine vorgegebene Größenordnung nicht unterschreitet. Sollte dies der Fall sein, müssten weitere Sicherheiten gegeben werden. Dies ist am Ende dieses Geschäftsjahres nicht eingetreten. Auch für das kommende Geschäftsjahr geht die Geschäftsleitung von der Einhaltung der finanzwirtschaftlichen Kennzahlen aus. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass die CeramTec TopCo Konzernunternehmen ihren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nicht nachkommen können. Das Ziel des Managements des CeramTec TopCo-Konzerns ist es, das Liquiditätsrisiko durch das Vorhalten ausreichender Finanzmittel und Kreditlinien bei Banken, so weit wie möglich zu minimieren. Vor diesem Hintergrund stand den CeramTec TopCo Konzernunternehmen zum Bilanzstichtag eine nicht in Anspruch genommene, bestätigte Kreditlinie in Höhe von TEUR 75.000 zur Verfügung bestehend aus einer revolvierenden Kreditlinie von TEUR 67.000 sowie einer weiteren kurzfristigen Kreditlinie zum Kontokorrentkredit von TEUR 8.000. Darüber hinaus verfügten die CeramTec Konzernunternehmen über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von TEUR 244.118. Die unten aufgeführte Tabelle zeigt die vertraglich vereinbarten, undiskontierten Cashflows für die zum Bilanzstichtag bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten und derivativen Finanzinstrumente. Dabei wurden die folgenden Cashflows berücksichtigt:
Ausfallrisiko Das Kreditrisiko ist das Risiko, dass ein Geschäftspartner seinen Verpflichtungen aus Finanzinstrumenten nicht nachkommt und dies zu einem finanziellen Verlust auf Seiten des Gläubigers führt. Beim CeramTec TopCo-Konzern resultiert das Kreditrisiko im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie sonstigen Forderungen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegen eine Vielzahl von Kunden aus unterschiedlichen Branchen und Regionen. Die Ausfallrisiken bei Kundenforderungen werden dezentral überwacht, bewertet und durch Einsatz von Warenkreditversicherungen begrenzt. Das maximale Ausfallrisiko auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unter Berücksichtigung der Warenkreditversicherungen beträgt 51 % des Buchwerts. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen im Wesentlichen Bankguthaben und Kassenbestände. Im Zusammenhang mit der Anlage von Zahlungsmitteln sind die CeramTec TopCo Konzernunternehmen Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern die Kontrahenten ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. Die daraus entstehende Risikoposition wird durch Diversifizierung der Kontrahenten gesteuert. So werden Zahlungsmittel beispielsweise ausschließlich bei Banken mit erstklassiger Bonität angelegt. Zum Bilanzstichtag sind keine Zahlungsmittel überfällig oder wertberichtigt. Das maximale Ausfallrisiko der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entspricht dem Buchwert. Der CeramTec TopCo-Konzern erachtet dieses Ausfallrisiko zum Bilanzstichtag als nicht wesentlich. Die aus der Anleihe abgespaltene und als sonstiger finanzieller Vermögenswert ausgewiesene Kündigungsoption unterliegt zum Bilanzstichtag keinem Kreditrisiko, da der positive Marktwert lediglich auf einer potenziellen vorzeitigen Rückzahlung der Anleihe und einer damit einhergehenden günstigeren Refinanzierungsmöglichkeit des CeramTec TopCo-Konzerns beruht, ohne dass dabei eine tatsächliche, geldwirksame Forderung gegen die Banken besteht. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Für den über die Restlaufzeit erwarteten Verlust (vereinfachtes Modell des IFRS 9) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Wertberichtigung von TEUR 495 erfasst, Nach Abzug dieser Wertberichtigung vom Brutto-Forderungsbestand von TEUR 52.375 ergibt sich ein Netto-Forderungsbestand von TEUR 51.880. Der Brutto-Forderungsbestand der überfälligen Forderungen mit einer Überfälligkeit von mehr als 30 Tagen beträgt TEUR 4.170. Abzüglich der Werteberichtigungen von TEUR 495 ergibt sich ein Netto-Forderungsbestand von TEUR 3.675 (Stufe 3). Für die Ermittlung des Wertberichtigungsbedarfs wird kein externes Rating berücksichtigt, die Ermittlung erfolgt auf Basis von schuldnerspezifischen Faktoren und Informationen zu deren wirtschaftlichen Lage. Dabei werden die Erfahrungswerte zu den tatsächlichen Kreditverlusten von Schuldnern bei der Einschätzung mitberücksichtigt. Hierbei handelt es sich um die Stufe 3 des IFRS 9. Für alle weiteren finanziellen Vermögenswerte wie z,B. das abgespaltene Kündigungsrecht oder Forderungen aus Sicherheitseinbehalten ist mit keinem Ausfallrisiko zu rechnen. Kapitalmanagement Ziel des Kapitalmanagements im Konzern ist die Sicherstellung der Liquidität zur Durchführung von unternehmenswertsteigernden Investitionen. Der Fokus liegt daher auf der Optimierung des Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit. Das bilanzielle Eigenkapital beträgt TEUR 180.957 (31. Dezember 2019: TEUR 338.468). Zum Stichtag bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.366.247 (31. Dezember 2019: TEUR 2.256.793). Die Eigenkapitalquote liegt bei 7,1 % (Vorjahr: 13,0 %). 6.2 Eventualverbindlichkeiten Die Konzernunternehmen sind an einer Reihe von Gerichtsverfahren als Partei beteiligt. Diese Prozesse sind mit der normalen Geschäftstätigkeit verbunden und betreffen im Wesentlichen handelsrechtliche, produkthaftungsrechtliche und umweltrechtliche Verfahren. Die Konzernunternehmen bilden Rückstellungen für derartige Verpflichtungen, wenn eine Verpflichtung wahrscheinlich entstanden ist und die Höhe der möglichen Inanspruchnahme hinreichend geschätzt werden kann. Derartige Verpflichtungen werden im Anhang angegeben, wenn die Möglichkeit eines Abflusses bei der Erfüllung nicht unwahrscheinlich ist. 6.3 Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen sind Personen, die direkt oder indirekt für die Planung, Leitung und Überwachung der Tätigkeiten des CeramTec TopCo-Konzerns zuständig und verantwortlich sind. Dem Management in Schlüsselpositionen des CeramTec TopCo-Konzerns gehörten im Geschäftsjahr folgende Personen an: Dr. Hadi Saleh Chief Executive Officer Richard Boulter President Industrial Eric Oellerer Chief Financial Officer Dr. Hadi Saleh ist alleiniger Geschäftsführer der CeramTec TopCo GmbH. Die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen erhielten im Geschäftsjahr Gesamtbezüge (feste und variable Beträge) in Form von kurzfristig fälligen Leistungen in Höhe von TEUR 2.331 (Vorjahr: TEUR 2.409). Die Bezüge für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses betragen TEUR 588 (Vorjahr: TEUR 373). Darin enthalten sind der Dienstzeitaufwand für Pensionsverpflichtungen und Leistungen in beitragsorientierte Pensionspläne. Im Geschäftsjahr gab es wie auch im Vorjahr keine Leistungen an ehemalige Geschäftsführer aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Geschäftsführungstätigkeit. Außerdem bestehen zum 31. Dezember 2020 gegenüber Geschäftsführern Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.639 (Vorjahr: TEUR 1.405) und gegenüber ehemaligen Geschäftsführern und ihren Hinterbliebenen von TEUR 4.427 (Vorjahr: TEUR 4.076). Im Rahmen eines Beteiligungs-Programms konnten sich ausgewählte Mitarbeiter des CeramTec TopCo-Konzerns gegen Leistung einer Zahlung direkt an der CeramTec Management Beteiligungs GmbH & Co. KG sowie an der CeramTec Co-Investment GmbH & Co. KG beteiligen. Insgesamt werden zum Bilanzstichtag von ausgewählten Mitarbeitern weniger als 10 % der Anteile mittelbar an der CeramTec TopCo GmbH gehalten. Der Erwerb der Anteile erfolgte jeweils zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) der Anteile zum Gewährungszeitpunkt. Das Management-Beteiligungsprogramm soll als Anreizinstrument dienen und das Management im Hinblick auf Wachstum und langfristigen wirtschaftlichen Erfolg der CeramTec Gruppe motivieren. Zu diesem Zweck wurden in den Vereinbarungen Exit-Ereignisse (Veräußerung, Börsengang) definiert, bei deren Eintritt das bezugsberechtigte Management in gleicher Relation wie die Investoren an einem etwaigen Wertzuwachs der CeramTec Gruppe beteiligt wird. In diesem Fall hat das Management je nach Exit-Ereignis das Recht oder die Pflicht, die eigenen Anteile zu veräußern. Im Falle der Beendigung des Arbeitsverhältnisses eines an der Gesellschaft beteiligten Mitarbeiters vor Eintritt eines Exit-Ereignisses ist dieser verpflichtet, seine Anteile der CeramTec Management Beteiligungs GmbH & Co. KG, dem Lead B.C. Investor oder einem von diesem bestimmten Dritten zum Kauf anzubieten. Die Höhe des Verkaufspreises für die Management Anteile variiert je nach Grund und Zeitpunkt des Ausscheidens zwischen dem Marktwert der Anteile und der geleisteten Einlage. Nach Maßgabe des IFRS 2 wird die Anteilsgewährung aus den Participation and Shareholders' Agreements als durch Eigenkapitalinstrumente beglichen behandelt. Da die Manager den beizulegenden Zeitwert der Anteile im Zuge des Erwerbs zahlen, beträgt der beizulegende Zeitwert der Zuteilung im Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente null. Aus diesem Grund ist - sofern sich die Einschätzung hinsichtlich des Eintritts einer Zahlungsverpflichtung nicht ändert - zu keiner Zeit (weder im Falle eines Exits noch bei Ausscheiden des Managers) ein Aufwand auszuweisen. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung der CT TopCo nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB wird verzichtet. Die CeramTec GmbH hat gemäß Gesellschaftsvertrag einen Aufsichtsrat. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Geschäftsjahr 2020 auf TEUR 148 (Vorjahr: TEUR 162). Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen Unternehmen oder Personen werden als nahe stehend betrachtet, wenn sie auf das berichtende Unternehmen oder auf seine Tochtergesellschaften Beherrschung ausüben oder einen wesentlichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik des berichtenden Unternehmens haben. Mit dem beherrschenden Gesellschafter der CeramTec TopCo, der CTEC Acquisition S.à.r.l., Luxembourg, besteht ein Kredit inklusive Zinsen in Höhe von TEUR 273.835 (31. Dezember 2019: TEUR 311.503) mit einem fixen Zinssatz von 7,3 % p. a. Im Geschäftsjahr 2020 entstanden Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 19.131. Die nicht gezahlten Zinsen erhöhen grundsätzlich jährlich zum 31. Dezember das Darlehen. Etwaige Transaktionen mit Portfolio-Unternehmen von BC Partners werden zu Marktkonditionen abgewickelt. 6.4 Honorar für den Abschlussprüfer Das in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung aufwandswirksam erfasste Gesamthonorar des Abschlussprüfers des CeramTec TopCo-Konzerns setzt sich wie folgt zusammen:
6.5 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Mit Wirkung zum 4. Januar 2021 wurde das in Spreitenbach in der Schweiz ansässige Unternehmen Dentalpoint AG erworben. Damit investiert der CeramTec-Konzern im stark wachsenden Zukunftsmarkt für keramische Dentalimplantate und baut das Angebot im Geschäftsfeld Medizintechnik weiter aus. Der vorläufige Kaufpreis in Höhe von TEUR 50.975 wurde mittels liquider Mittel beglichen. Abweichungen zum vorläufigen Kaufpreis werden sich auf Grund der beschlossenen Kaufpreismechanismen ergeben. Aufgrund der zeitlichen Nähe der Transaktion und dem Zeitpunkt der Feststellung des Jahresabschlusses liegen noch keine Ergebnisse der derzeit andauernden Kaufpreisermittlung und -allokation nach IFRS 3 vor. Für die Kaufpreisallokation, die grundsätzlich auf Basis der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden erfolgt, ist im Wesentlichen der Ansatz von immateriellen Vermögenswerten wie Technologien, Kundenbeziehungen und Marken sowie eines Geschäfts- oder Firmenwerts zu erwarten. 7 Überleitung auf die CeramTec BondCo GmbH Wenn die Konzern-Gesamtergebnisrechnung der CeramTec BondCo anstelle der Konzern- Gesamtergebnisrechnung der CeramTec TopCo, die in diesem Abschluss dargestellt wird, aufgestellt worden wäre, hätten sich die folgenden Anpassungen für das Geschäftsjahr ergeben:
Das Konzerngesamtergebnis der CeramTec BondCo wäre daher im Vergleich zu dem in diesem Abschluss ausgewiesenen Konzerngesamtergebnis um TEUR 560 höher (Vorjahr: 23). Wenn die Konzernbilanz der CeramTec BondCo anstelle der Konzernbilanz der CeramTec TopCo, die in diesem Abschluss dargestellt wird, aufgestellt worden wäre, hätten sich die folgenden Anpassungen zum 31. Dezember 2020 ergeben:
Auf die Konzern-Kapitalflussrechnung hätte sich eine Auswirkung von TEUR -10 ergeben, wenn die Konzern-Kapitalflussrechnung der CeramTec BondCo anstelle der in diesem Abschluss dargestellten Konzern-Kapitalflussrechnung aufgestellt worden wäre.
Plochingen, den 14. April 2021 CeramTec TopCo GmbH Die Geschäftsführung Dr. Hadi Saleh BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die CeramTec TopCo GmbH, Plochingen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der CeramTec TopCo GmbH, Plochingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der CeramTec TopCo GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 14. April 2021 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Marcus Nickel, Wirtschaftsprüfer ppa. Jürgen Steidel, Wirtschaftsprüfer |
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