Stammdaten

Register
Amtsgericht Cottbus HRB 9001
Eingetragen
1.8.2011
Branche
Reparatur und Instandhaltung von SchienenfahrzeugenBetrieb von Verkehrswegen für SchienenfahrzeugeVermietung von Schienenfahrzeugen
Gegenstand
Durchführung und Organisation von Instandhaltung, Reparatur, Umschlag, Lagerung und technischer Bearbeitung von Schienenfahrzeugen sowie das Erbringen von Verkehrsleistungen zum Gütertransport (Eisenbahnverkehrsunternehmen). Die Gesellschaft ist ferner zur Vornahme aller Geschäfte berechtigt, die zur Erreichung des vorgenannten Gesellschaftszwecks notwendig oder nützlich erscheinen, insbesondere sich an anderen Gesellschaften zu beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sven Wellbrock
seit 22.12.2025
Geschäftsführer
Jens Plößl
seit 30.10.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

50.00% identifiziert50.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
50.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
BLG AutoRail GmbH
Germany
50.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BLG RailTec GmbH

Uebigau-Wahrenbrück

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Gesellschaft

Unternehmen

Die BLG RailTec GmbH führt als Waggonservice- & Logistikzentrum Instandhaltungsmaßnahmen und große Revisionen an den Waggons der BLG AutoRail GmbH sowie an denen von Drittkunden am Standort Uebigau-Wahrenbrück durch. Durch die Leistungsübernahme der Konsolidierung, Pufferung, Zugbildung und Traktion agiert die BLG RailTec GmbH als Logistiker, Eisenbahnverkehrsunternehmen und Infrastrukturbetreiber gleichermaßen. Das Geschäftsmodell der BLG RailTec GmbH beruht auf drei Leistungsbereichen:

Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU)

Als Infrastrukturbetreiber hält die BLG RailTec GmbH am Eisenbahnstreckenkreuz (Kreuz Richtung Berlin/Cottbus/Leipzig/Magdeburg) mit 25 km Gleislänge und einem eigenen Stellwerk Konsolidierungs-, Puffer-, Zugbildungs- und Abstellkonzepte für Züge bereit.

Werkstattbetrieb

Neben dem Rangierbetrieb für Güterwaggons bietet die BLG RailTec GmbH in einer Werkstatt vorgeschriebene Waggon-Untersuchungen, Fristarbeiten, Reparaturen, Umbauarbeiten und Dienstleistungen für Güterwaggonhalter an.

Die Halter von Eisenbahnfahrzeugen sind für den ordnungsgemäßen Zustand jedes ihrer Eisenbahnfahrzeuge verantwortlich. Die Instandhaltung kann selbst oder durch Vergabe an Dritte durchgeführt werden. Unter der Bezeichnung "Entity in Charge of Maintenance" (ECM) wurde in Europa damit eine für diese Instandhaltung genehmigungsfähige Einheit definiert und unter dieser Bezeichnung eingeführt. Im Rahmen der ECM (VO 445/2011) hält die BLG RailTec GmbH die Funktionen der Instandhaltungserbringung, der Instandhaltungsentwicklung sowie des Fuhrpark-Instandhaltungsmanagements und übernimmt für die BLG AutoRail GmbH im Rahmen der Übertragungsvereinbarung das vollständige Flottenmanagement. Weiterhin arbeitet die BLG RailTec GmbH von der "Schadensbeseitigung" hin zur "zustandsbezogenen präventiven Instandhaltung"

Neben notwendiger Schweißzulassungen sowie der Anerkennung des Verbandes der Güterwagenhalter e.V. (VPI) gehört ein mobiler Instandhaltungsservice, ein Waschstand sowie eine Lackier- und Strahlkabine zum Leistungsangebot.

Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU)

Das Geschäftsmodell wird durch grenznahe Güterverkehre, teils in Kooperation, sowie der Konsolidierung von Zügen in Richtung der Seehäfen im Rahmen des Eisenbahn- Verkehrsunternehmens abgerundet.

Durch die Bündelung des Export-Potentiales der osteuropäischen Autowerke aktiviert die BLG RailTec GmbH das Optimierungspotential der Automotive-Cluster mit Inland- und Seehafenterminals und führt daneben regionale Streckenverkehre durch.

Der Geschäftsführer Damian Pendzialek hat zum 30.06.2023 die BLG RailTec GmbH, Uebigau-Wahrenbrück verlassen und wurde als Geschäftsführer abberufen.

Zum 01.07.2023 wurde Jens Plößl zum Prokuristen der BLG RailTec GmbH berufen.

A. Wirtschaftsbericht

I. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses

Die Umsatzerlöse der BLG RailTec GmbH erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023 um 10,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr und betragen TEUR 20.361 (Vorjahr: TEUR 18.388).

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in Europa. Mit steigenden Energie- und Traktionskosten, sowie darauffolgender Inflation, bestehen Kriegs-Auswirkungen in Europa. Erhebliche Mehrkosten für Bahnstrom belasteten das Ergebnis.

In Europa wurden zudem Produktionsmaterialien für die PKW-Industrie knapp. Es wurden weltweit Produktion und Logistikkapazitäten heruntergefahren, zudem fehlten Schiffe und Container.

Behinderungen durch Baustellen im Schienenverkehr entstanden mit Schwerpunkten an der tschechisch/polnischen Grenze.

Züge kamen verkehrt herum an, zusätzliche Drehfahrten waren notwendig.

Die vorgenannten Ereignisse hatten im Berichtsjahr wesentlichen Einfluss auf die betrieblichen Prozesse der Leistungsbereiche EVU und EIU. Die Auswirkungen zeigten sich in vorübergehenden Produktionsreduzierungen der Automobilhersteller, anhaltenden Bauarbeiten an der Schieneninfrastruktur im Grenzgebiet des Elbtals und dem Lokführermangel beauftragter EVUs. Im Jahresverlauf wurde das operative Geschäft aufgrund schwankenden Volumens im Hinblick auf die Zugumläufe, Eingangszüge und Zugbildung stark beeinflusst und war partiell nur von Tag zu Tag planbar. Die ursprünglich geplanten 1.286 Zugumläufe (Abschnitt CZ-Staatsgrenze nach Falkenberg/Elster) wurden um -294 Umläufe verfehlt. Diese stehen im direkten Zusammenhang mit den geplanten Eingangszügen zur Zugbildung, die sich im Vergleich zur Planung um -327 Eingangszüge reduzierten. Das Planergebnis des EVU wurde um TEUR 692 unterschritten, was auf die gestiegenen Traktionskosten, Knappheit an Produktionsteilen in der PKW-Industrie und fehlende Transportleistungen der Dienstleister zurückzuführen ist.

Die Abrechnung der Nutzung der Infrastruktur durch die BLG AutoRail GmbH wurde per Januar 2023 umgestellt. Es wird monatlich die Nutzung der gesamten Anlage nach Kilometer abgerechnet, hierfür ist die gesonderte Abrechnung für Abstellungen entfallen. Das Planergebnis des EIU wurde um TEUR 8 übertroffen.

Die wesentlichen Geschäftsfelder der Werkstatt bestanden im Berichtsjahr aus der stationären Instandhaltung, Radsatz- und Komponentenaufarbeitung, Waggonumbauten und dem Materialverkauf. Das operative Geschäft der stationären Instandhaltung konzentrierte sich auf die Durchführung von Revisionen, den Austausch von Radsätzen und Komponenten sowie allgemeine Instandhaltungsarbeiten an den Waggons der BLG AutoRail GmbH als auch an Waggons von Drittkunden. Die Anzahl geplanter Revisionswaggons wurde in der stationären Instandhaltung nicht erreicht. Das Projekt der Verkaufsherrichtung von 221 Waggons für einen Drittkunden wurde per September 2023 erfolgreich abgeschlossen. Die Arbeiten wurden mit Subunternehmen am Standort des Schienenfahrzeugwerkes Eberswalde im Schienenfahrzeugwerk direkt durchgeführt. Einen bedeutsamen Anteil am Werkstattergebnis hatten die Deckungsbeiträge aus der Radsatzaufarbeitung, dem Materialverkauf und den Waggonumbauten. Das Planergebnis wurde insgesamt um TEUR 124 unterschritten.

Die steigende Aufnahme innerbetrieblicher Leistungen der Werkstatt wird für die Nutzung und Verteilung von Ressourcen innerhalb des Unternehmens immer wichtiger. Die Werkstatt hat im Berichtsjahr Leistungen (Gleisnutzung und Rangierleistungen) in Höhe von TEUR 419 vom EVU und EIU aufgenommen. Die Interaktionen zwischen den Leistungsbereichen Instandhaltung, EVU und EIU sind aufgrund der gemeinsamen Infrastrukturnutzung und wechselseitiger Leistungserbringung essenziell für den Erfolg des Unternehmens.

Die Einführung des neuen Produktivsystems für die Werkstatt "zedas asset" wurde auf 2024 verschoben. Gründe hierfür liegen im gestiegenen Aufwand bei der Digitalisierung von Werkstattprozessen, der Übernahme von Stammdaten und der Erstellung der Berichte.

Die Tätigkeiten der mobilen Instandhaltung konzentrierten sich auf Fristarbeiten und diverse Bedarfsinstandhaltungen am Gleis. Das Einsatzgebiet verteilte sich auf Deutschland und Osteuropa. Das geplante Ergebnis in diesem Bereich wurde um TEUR 373 übertroffen.

Überblick Leistungsbereiche

Leistungsbereiche 2023 HGB, TEUR EVU EIU Werkstatt Mobile Inst. Gesamt
Umsatzerlöse 4.812 1.069 12.694 1.786 20.361
Umsatzanteil 24% 5% 62% 9% 100%
Ergebnis vor Steuern 22 206 524 608 1.360
Ergebnisanteil 2% 15% 40% 44% 100%
Planergebnis vor Steuern 714 198 648 235 1.795

Das Umsatzvolumen des Drittkunden-Geschäfts war leistungsbereichsübergreifend über Plan. Die Drittkundenumsätze reduzierten sich um TEUR 94 auf TEUR 6.946 (Vorjahr: TEUR 7.041). Dies entspricht einem Umsatzanteil von 34,5 % (Vorjahr: 38,3 %).

Die Drittkunden-Umsätze wurden ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres gehalten, da ähnlich viele Umbauten für Drittkunden durchgeführt wurden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen TEUR 1.310 (Vorjahr: TEUR 1.384). Hierin enthalten sind im Wesentlichen TEUR 417 (Vorjahr: TEUR 470) Trassenpreisförderung und TEUR 605 aus Strompreisförderung (Vorjahr: TEUR 0). Die periodenfremden Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betragen TEUR 63 (Vorjahr: TEUR 148).

Die Materialaufwendungen und bezogenen Fremddienstleistungen erhöhten sich im Berichtszeitraum um 14,8 Prozent auf TEUR 12.868 (Vorjahr: TEUR 11.205). Die Erhöhung des Materialaufwands liegt im Leistungsbereich Werkstatt begründet, da im Jahr 2023 für das Drittkunden-Geschäft Waggonumbauten für verschiedene Kunden abgearbeitet wurden, welche einen hohen Verbrauch an Material haben. Darüber hinaus ist der Materialaufwand des Leistungsbereiches EVU angestiegen, was auf die gestiegenen Energie -und Traktionskosten zurückzuführen ist.

Im Jahr 2023 wurden umfangreiche, geplante und ungeplante Instandhaltungsarbeiten an den Gleiskörpern und Weichen (Leistungsbereich Eisenbahn-Infrastruktur-Unternehmen (EIU)) vorgenommen. Diese geplanten und ungeplanten Kosten belasten das EBT mit TEUR 320 (Vorjahr: TEUR 380).

Die Personalaufwendungen (ohne Fremdpersonalaufwendungen) sind infolge der geplanten Gehaltsanpassungen, Fluktuationen und notwendiger Neueinstellungen um TEUR 96 auf TEUR 4.351 gestiegen (Vorjahr: TEUR 4.255). Zum Bilanzstichtag wurden 92 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ohne Auszubildende) (Vorjahr: 96) beschäftigt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit TEUR 1.953 (Vorjahr: TEUR 2.072) gegenüber 2022 leicht gesunken. Ein Anteil von TEUR 505 (Vorjahr: TEUR 559) betrifft Leasing- und Mietkosten für Lokomotiven und Rangiergeräte. Der Rückgang ist darauf zurückzuführen, dass im Jahr 2023 eine kleinere Diesellokomotive angemietet wurde und diese günstiger war als die im Jahr 2022 angemietete Diesellokomotive.

Im Zuge der gestiegenen Umsatzerlöse erhöhte sich das Ergebnis nach Steuern um 13,9 Prozent auf TEUR 1.360 (Vorjahr: TEUR 1.194), was vor allem auf die gute Ergebnisentwicklung der mobilen Instandhaltung zurückzuführen ist.

Die im Jahr 2022 für das Geschäftsjahr 2023 erstellte Ergebnisplanung wurde aufgrund der dargestellten ungeplanten Ereignisse und Ergebniseinflüsse, nicht erreicht. Im Ist wurde ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 1.360 erreicht, das Plan-EBT betrug TEUR 1.795.

Das BLG RailTec GmbH Ergebnis (EBT) beinhaltet folgenden Sondereinfluss:

"Trassenpreisförderung" (TraFög)

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat die Richtlinie zur Förderung des Schienengüterverkehrs über eine anteilige Finanzierung der genehmigten Trassenentgelte (af-TP) vom 10. Dezember 2018 am 12. Dezember 2018 im Bundesanzeiger veröffentlicht. Damit war der rechtliche Rahmen für die Einführung der Fördermaßnahme auf nationaler Ebene geschaffen. Das EVU der BLG RailTec GmbH partizipiert von dieser Trassenpreisförderung für seine Traktionsverkehre. Die Förderung wurde in Höhe von TEUR 417 in den sonstigen betrieblichen Erträgen berücksichtigt.

"Strompreisförderung anch StromPBG"

Aufgrund der stark gestiegenen Energiekosten hat sich der Gesetzgeber entschieden, Gas-, Strom- und Wärmekundinnen bzw. -kunden zu entlasten. 2023 werden die Preise für Erdgas, Strom und Wärme für ein Grundkontingent Ihres Verbrauchs gebremst.

Die zentrale Idee der Energiepreisbremsen ist, dass die Kunden auf Basis ihrer Verbrauchsprognose finanzielle Entlastungen erhalten. Die Entlastungen sind so bemessen, dass die Kunden 80 Prozent ihrer Jahresverbrauchsprognose zu den gebremsten Preisen beziehen können. Sofern ein Kunde es schafft, unter 80 Prozent der Verbrauchsprognose zu bleiben, kann er zusätzlich die Entlastung für diese Einsparungen als Belohnung für seine Einsparerfolge behalten.

(Quelle: https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vportal/Energie/EnergiepreiseSpezial/start.html, abgerufen am 02.02.2024)

II. Lage des Unternehmens

Die Vermögenslage der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. Wesentliche Gründe hierfür sind die Reduzierung des Forderungsbestands infolge von Effizienzsteigerungen im Forderungsmanagement und der Abbau von Vorräten.

Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte hat sich um TEUR 413 auf TEUR 259 (Vorjahr: TEUR 672) zum Bilanzstichtag reduziert.

Die BLG RailTec GmbH hat die Prozesse der betroffenen Kunden zu Rechnungsprüfungs- und Freigabeverfahren gemeinsam mit den betroffenen Kunden im Berichtsjahr analysiert. Nach Anpassung der Prozesse durch die Kunden wurden teilweise Verbesserungen im Zahlungsverhalten erreicht.

Der Bestand an Forderungen gegen verbundene Unternehmen beträgt TEUR 627 (Vorjahr TEUR 763) und hat sich um TEUR 137 reduziert.

Die von der BLG AutoRail GmbH zur Verfügung gestellte Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag unverändert TEUR 5.500. Die Eigenkapitalquote stieg um 3,4 Prozentpunkte auf 37,9 % (Vorjahr: 34,5 %). Die Fremdkapitalquote ist um 3,4 Prozentpunkte auf nunmehr 62,1 % (Vorjahr 65,5 %) gesunken.

Die Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die sonstigen Rückstellungen betragen TEUR 1.290 (Vorjahr TEUR 932) und setzen sich zusammen aus personalbezogenen Rückstellungen in Höhe von TEUR 339 (Vorjahr: TEUR 378), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 862 (Vorjahr: TEUR 546), sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 80 ( Vorjahr: TEUR 0) und Rückstellungen für den Jahresabschluss in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 8).

Die BLG RailTec GmbH ist dem Cash-Management im BLG Konzern angeschlossen. Der Saldo des Cash-Kontos zum Bilanzstichtag beträgt TEUR -4.461 und hat sich damit um TEUR -399 gegenüber dem Vorjahr (TEUR -4.062) verringert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten sowie verbundenen Unternehmen abzüglich Konzern-Darlehen und ohne Cash-Management betragen 11,9 % (Vorjahr: 17,4 %) der Bilanzsumme.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten neben der kurzfristigen Verbindlichkeit aus dem Cash Management ein von der BLG erhaltenes Konzern-Darlehen aus dem Jahr 2015. Die ursprüngliche Auszahlungssumme des Darlehens betrug TEUR 10.000. Die vereinbarte Tilgung der Darlehensverbindlichkeit beläuft sich auf TEUR 1.000/Jahr. Der Saldo des Darlehens beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 1.500 und hat sich damit um TEUR 1.000 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 2.500) verringert. Die vollständige Rückzahlung der Darlehensverbindlichkeit wird unter Berücksichtigung der vertraglich vereinbarten Rahmenbedingungen für das Jahr 2025 erwartet. Nachfolgend die Darlehensentwicklung zum 31.12.2023.

BLG Darlehensentwicklung TEUR 2017 2018 2019 2020
Saldo Darlehen 7.500 6.500 5.500 4.500
Tilgung -1.000 -1.000 -1.000 -1.000
BLG Darlehensentwicklung TEUR 2021 2022 2023
Saldo Darlehen 3.500 2.500 1.500
Tilgung -1.000 -1.000 -1.000

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 77 (Vorjahr: TEUR 230) beinhalten im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 69 (Vorjahr: TEUR 224).

Die wirtschaftliche Lage der BLG RailTec GmbH kann insgesamt als stabil bezeichnet werden.

B. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

I. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt vom operativen Geschäft der BLG AutoRail GmbH. In allen Leistungsbereichen ist die BLG RailTec GmbH weiterhin in hohem Maße von der BLG AutoRail GmbH abhängig, jedoch auch deren berechenbarer Dienstleister. Das Drittkundengeschäft wird unter Berücksichtigung der Bereitstellung notwendiger Kapazitäten für die BLG AutoRail GmbH in den folgenden Jahren forciert und weiter ausgebaut.

Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant.

Für das Jahr 2023 sind Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in Höhe von TEUR 1.315 geplant.

II. Risikobericht

1. Allgemeiner Risikobericht

Die BLG RailTec GmbH verfolgt mit ihrer Risikomanagementstrategie das Ziel, die aus geschäftlichen Aktivitäten verbundenen Risiken zu minimieren bzw. nach Möglichkeit zu vermeiden, um potenzielle Schäden vom Unternehmen abzuwenden und eine Bestandsgefährdung auszuschließen.

Zur aktiven Überwachung und Steuerung der Risiken ist die BLG RailTec GmbH in das Risikomanagementsystem der BLG AutoRail GmbH eingebunden.

Die Verfahren des Risikomanagements werden in den organisatorischen Bereichen abgebildet. Durch die Integration in die bestehenden Geschäftsprozesse wird einer frühzeitigen Erkennung risikorelevanter Entwicklungen Rechnung getragen. Hierbei sind alle Aufgabengebiete sowie Berichts- und Dokumentationspflichten des Risikomanagements eindeutig definiert und werden fortlaufend auf ihre Aktualität kontrolliert. Für alle Einzelrisiken werden Eintrittswahrscheinlichkeiten geschätzt. Zudem werden diese hinsichtlich der zu erwartenden Schadenshöhe quantitativ bewertet. Die Geschäftsführung wird regelmäßig über alle wesentlichen Risiken informiert.

2. Spezieller Risikobericht

Risiko I

Als Waggonservice- & Logistikzentrum ist die BLG RailTec GmbH in hohem Maße von einer hohen Auslastung der Werkstatt durch Waggonhalter einerseits sowie der Attraktivität als Rangierbahnhof andererseits abhängig.

Zukünftige Änderungen der politischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen, Änderungen von bestehenden Direktverkehren der Hersteller in der Automobilbranche sowie mögliche weitere Regulierungen im Schienenverkehr in Europa stellen unverändert Risikofaktoren dar.

Risiko II

Das Ausfallrisiko von Forderungen wird aufgrund der Kundenstruktur als gering eingeschätzt.

Risiko III

Durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine, dem Nahostkonflikt und mögliche weitere weltpolitische Unruhen wird es Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und unser Geschäft geben, die aktuell noch nicht beziffert werden können. Insbesondere gestörte Lieferketten hinsichtlich Vorleistungsgütern für die Produktionen unserer Kunden, steigende Energiepreise und ein noch stärker werdender Mangel an Fachkräften können sich negativ auswirken und stellen ein signifikantes Risiko dar.

Aussicht

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

In der Risikosituation der BLG RailTec GmbH ergeben sich im Vergleich zum Vorjahr keine wesentlichen Änderungen. Von den zuvor beschriebenen Risiken kann kurzfristig keine nachhaltige Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage für die BLG RailTec GmbH entstehen. Unter Berücksichtigung sämtlicher bekannter Tatsachen und Umstände liegen derzeit keine Risiken vor, die den Fortbestand des Unternehmens in einem überschaubaren Zeitrahmen gefährden können.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

III. Prognosebericht

Die Entwicklung des Unternehmens ist weiterhin stark abhängig von der Auftragslage der BLG AutoRail GmbH. Die erwarteten Ziele der Leistungsbereiche EVU und EIU sind mit stabilen Transportaufträgen der Automobilhersteller in der Slowakischen und Tschechischen Republik verknüpft, die Voraussetzung zur Erreichung der geplanten Zugumläufe, Eingangszüge und Zugbildungen sind. Zur Erweiterung des Drittkunden-Geschäfts werden weiterhin mögliche Kooperationen geprüft und externe Rangierleistungen angestrebt.

Die Werkstatt erwartet in den kommenden Jahren weiterhin regelmäßig Waggonrevisionen sowie Instandhaltungen und technische Zusatzarbeiten für die BLG AutoRail GmbH und Drittkunden. Die Zusammenarbeit mit Drittkunden wird unter Berücksichtigung freiwerdender Kapazitäten kontinuierlich ausgebaut. Der Ausbau des Geschäftsfelds "Waggonumbauten" wird auch zukünftig weiter fokussiert. Für die mobile Instandhaltung werden weitere positive Effekte erwartet. Die Auslastung der Instandhaltungsbereiche wird in den nächsten Jahren als konstant angesehen.

Durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine kann es dazu kommen, dass die Lieferketten und die Produktionen unserer Kunden und insbesondere der BLG AutoRail GmbH erneut erheblich gestört werden. Es kommt weiterhin zu Engpässen bei der Auslieferung von Radsatzscheiben und zu Verzögerungen der Radsatzinstandhaltungen in den polnischen und tschechischen Werken. Auch die Energiepreise dürften weiterhin über dem Vorkriegsniveau liegen. Insgesamt kann sich der Konflikt auf die erwartete Entwicklung für das Geschäftsjahr 2024 maßgeblich auswirken. Eine Bezifferung dieser Auswirkung ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht möglich.

Für 2024 wird auf Grund der dargestellten Punkte eine leichte Steigerung des Umsatzvolumens gegenüber 2023 erwartet, die durch Zusatzgeschäfte der Leistungsbereiche Werkstatt und mobile Instandhaltung erwirtschaftet werden. Das geplante Ergebnis vor Steuern wird sich im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöhen.

Die BLG RailTec GmbH wird auch zukünftig in der Lage sein, ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

 

Uebigau-Wahrenbrück, den 28. März 2024

gez. Thomas Bamberg, Geschäftsführer

gez. Jens Plößl, Prokurist

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 156.870,00 167.574,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.849.148,75 6.098.733,75
2. Umschlaggeräte 254.785,00 180.909,00
3. Technische Anlagen und Maschinen 4.743.780,00 5.097.710,00
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 573.465,00 569.075,00
11.421.178,75 11.946.427,75
11.578.048,75 12.114.001,75
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 2.111.551,05 2.447.886,52
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 626.608,41 763.493,84
2. Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 311.683,22 747.419,94
938.291,63 1.510.913,78
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 65,86 1.205,18
3.049.908,54 3.960.005,48
14.627.957,29 16.074.007,23

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 5.500.000,00 5.500.000,00
5.550.000,00 5.550.000,00
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.294.586,24 933.146,96
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.317.504,43 7.756.502,59
2. Übrige Verbindlichkeiten 465.866,62 1.834.357,68
7.783.371,05 9.590.860,27
14.627.957,29 16.074.007,23

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 8.802.958,19 8.566.896,62
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.586.476,67 -3.509.345,74
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -764.030,02 -745.281,83
-4.350.506,69 -4.254.627,57
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -764.828,78 -759.608,27
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.952.662,38 -2.072.431,91
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5,08 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -374.781,22 -286.242,39
7. Ergebnis nach Steuern 1.360.184,20 1.193.986,48
8. Sonstige Steuern -6.390,68 -6.862,16
9. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne -1.353.793,52 -1.187.124,32
10. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss der BLG RailTec GmbH, Uebigau-Wahrenbrück, ist gemäß §§ 264 ff. HGB aufgestellt worden. Das gesetzliche Gliederungsschema der Bilanz wurde um den Posten "Umschlagsgeräte" ergänzt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Die Nutzungsdauern betragen:

Bilanzposten Nutzungsdauer
Entgeltlich erworbene Software 5 Jahre
Bauten auf fremden Grundstücken 10-25 Jahre
Umschlaggeräte 8-20 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5-20 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4-20 Jahre

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Betrag von EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Investitionszuschüsse werden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der bezuschussten Vermögensgegenstände abgesetzt. Sie mindern daher die Abschreibungen über die Nutzungsdauer dieser Vermögensgegenstände.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bzw. den sich zum Stichtag niedrigeren ergebenen Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bilanziert. Ausfallrisiken werden, soweit erforderlich, durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die Folgebewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei Zahlungsverzug erfolgt konzerneinheitlich nach den folgenden Regelungen:

Die Pauschalwertberichtigungen werden auf Basis der historischen Ausfallquoten der letzten fünf Jahre ermittelt. Die Ermittlung erfolgt dabei nach Zeitbändern der Überfälligkeiten, angepasst um Schätzungen des Managements in Bezug auf die zukünftige Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds.

Der Kassenbestand ist zum Nennwert bilanziert.

In den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind die Rückstellungen für das soziale Zukunftskonzept enthalten. Die Bewertung für die Rückstellung des sozialen Zukunftskonzepts erfolgt nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Verwendung der Richttafeln "2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Für die Abzinsung wird der pauschale durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre herangezogen, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Der Ansatz der Rückdeckungsversicherungen zu den Rückstellungen des sozialen Zukunftskonzepts erfolgt mit den von den Versicherungsunternehmen mitgeteilten Aktivwerten der Gesamtansprüche. Der Aktivwert entspricht insoweit sowohl den fortgeführten Anschaffungskosten (Einzahlungen zzgl. angesparte Zinsen und Überschussbeteiligungen) als auch dem beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag.

Der Ausweis erfolgt gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert mit dem Barwert der Pensionsverpflichtungen unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.

In den Rückstellungen sind die Verpflichtungen aus Jubiläumszusagen enthalten. Die Verpflichtungen aus Jubiläumszusagen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf der Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens unter Zugrundelegung der Richttafeln "2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Abzinsung erfolgt pauschal mit dem durchschnittlichen Marktsatz der vergangen sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgte auf Basis der folgenden Parameter:

Versicherungsmathematische Parameter Zukunftskonzept Jubiläum
Diskontsatz 1,83% 1,76%
Erwartete Lohn- und Gehaltsentwicklung 0,00% 2,25%
Erwartete Rentenerhöhung 0,00% 0,00%
Erwartete Fluktuationsrate 0,00% 3,00%

Die übrigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Langfristige übrige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Die Gesellschaft ist ertragsteuerliche Organgesellschaft der BLG AutoRail GmbH, Bremen. Daher erfolgt die Bildung von latenten Steuern auf temporäre Differenzen der Gesellschaft ausschließlich auf Ebene der Organträgerin.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz ausgewiesenen Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 ist im Anlagenspiegel des Anhangs dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen in Höhe von TEUR 627 (Vorjahr: TEUR 763) auf die Gesellschafterin BLG AutoRail GmbH, Bremen.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die ausgewiesene Netto-Pensionsverpflichtung aus der Vermögensverrechnung setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2023
Erfüllungsbetrag (Barwert) der Pensionsverpflichtungen 8
- Marktwert der Rückdeckungsversicherungen 7
= Netto-Pensionsverpflichtung 1

Die fortgeführten Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherung entsprechen deren beizulegendem Zeitwert.

Zinsaufwendungen und Zinserträge wurden in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1) verrechnet und sind im Finanzergebnis ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Die Fälligkeiten sind in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:

davon mit einer Restlaufzeit von
Verbindlichkeiten in TEUR (Vorjahr in Klammern) Gesamtbetrag 31.12.2023 bis 1 Jahr über 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.317 6.817 500
(7.756) (6.256) (1.500)
466 375 91
Übrige Verbindlichkeiten (1.835) (1.835) (0)
7.783 7.283 500
(9.591) (8.091) (1.500)

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren beträgt TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen TEUR 1.500 (Vorjahr: TEUR 2.500) auf Darlehen von der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. sowie TEUR 1.354 (Vorjahr: TEUR 1.195) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Weiterhin entfallen TEUR 4.460 (Vorjahr: TEUR 4.061) auf Verbindlichkeiten aus dem Cash Management.

Von den übrigen Verbindlichkeiten resultieren TEUR 69 (Vorjahr: TEUR 224) aus Steuern.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Vom Rohergebnis entfallen TEUR 13.415 (Vorjahr: TEUR 11.348) auf verbundene Unternehmen.

Im Rohergebnis werden Förderungsbeiträge aus "Trassenpreisförderung Schienenverkehr - TraFOöG" in Höhe von TEUR 417 (Vorjahr: TEUR 470) gezeigt. Weiterhin erhielt die Gesellschaft Gelder aus einer beantragten Strompreisförderung in Höhe von TEUR 605 (Vorjahr: TEUR 0). Die Erstattung von Versicherungen beträgt TEUR 63 (Vorjahr: TEUR 614).

Personalaufwand

Im Personalaufwand sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 2) für Altersversorgung enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Ausweis betrifft in Höhe von TEUR 375 (Vorjahr: TEUR 286) Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen und in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 7) sonstige Zinsaufwendungen.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der in der Gesellschaft beschäftigten Mitarbeiter betrug im Geschäftsjahr 2023 bei den Angestellten 11 (Vorjahr: 8) und bei den gewerblichen Mitarbeitern 80 (Vorjahr: 88).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich nachfolgenden Restlaufzeiten auf:

in TEUR davon mit einer Restlaufzeit von
Gesamtbetrag 31.12.2023 bis zu einem Jahr über einem Jahr
Verpflichtungen gesamt 108 72 36
davon betreffend Altersvorsorge 0 0 0
davon aus Erbbaurechtsverträgen 0 0 0
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0
davon gegenüber assoziierten Unternehmen 0 0 0

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus langfristigen Miet-, Pacht- und Leasingverträgen. Durch die im Vergleich zur betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer häufig kürzeren Laufzeit der Verträge besteht eine höhere Flexibilität als durch einen jeweiligen Erwerb. Risiken bestehen in unkündbaren Grundmietzeiten und in höheren Refinanzierungskosten.

Das Bestellobligo beträgt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 TEUR 1.803.

Geschäfte mit nahstehenden Unternehmen und Personen

Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahstehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

Geschäftsführung

Der Geschäftsführer der BLG RailTec GmbH, Uebigau-Wahrenbrück, sind:

 

Thomas Bamberg, Breckerfeld

 

hauptberuflich Geschäftsführer der BLG AutoRail GmbH, Bremen.

 

Damian Pendzialek, Taucha (bis 30.06.2023)

 

hauptberuflich Geschäftsführer der BLG RailTec GmbH.

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Gesellschaft macht von der Schutzklausel des § 286 Absatz 4 HGB Gebrauch.

Ergebnisverwendung

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags wird der Jahresüberschuss der BLG RailTec GmbH, Uebigau-Wahrenbrück, an die BLG AutoRail GmbH abgeführt.

Nachtragsbericht

Zwischen dem Ende des Geschäftsjahres am 31. Dezember 2023 und der Aufstellung des Jahresabschlusses am 28. März 2024 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten.

Konzernabschluss

Die BLG RailTec GmbH, Uebigau-Wahrenbrück, wird in den gemeinsam von der Bremer- Lagerhaus-Gesellschaft - Aktiengesellschaft von 1877-, Bremen, und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen, aufgestellten Gruppenabschluss, welcher den größten Konsolidierungskreis darstellt, einbezogen, der nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt wird.

Der Gruppenabschluss wird im Unternehmensregister bekannt gemacht und ist am Sitz der Gesellschaften in Bremen erhältlich.

 

Uebigau-Wahrenbrück, den 28. März 2024

BLG RailTec GmbH

gez. Thomas Bamberg

gez. ppa. Jens Plößl

Weitere Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 17. April 2024 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens

(in EUR)

Anschaffungskosten
31.12.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 452.391,26 17.570,00 84.119,83 0,00 385.841,43
II. Sachanlagen
1. Grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 7.981.491,21 25.201,22 0,00 0,00 8.006.692,43
2. Umschlaggeräte 285.023,51 104.500,55 0,00 0,00 389.524,06
3. Technische Anlagen und Maschinen 7.631.597,54 - 38.032,39 2.260,37 0,00 7.591.304,78
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.078.428,39 123.209,40 66.874,25 0,00 1.134.763,54
16.976.540,65 214.878,78 69.134,62 0,00 17.122.284,81
17.428.931,91 232.448,78 153.254,45 0,00 17.508.126,24
Abschreibungen
31.12.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 284.817,26 28.274,00 84.119,83 228.971,43
II. Sachanlagen
1. Grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 1.882.757,46 274.786,22 0,00 2.157.543,68
2. Umschlaggeräte 104.114,51 30.624,55 0,00 134.739,06
3. Technische Anlagen und Maschinen 2.533.887,54 314.503,61 866,37 2.847.524,78
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 509.353,39 116.640,40 64.695,25 561.298,54
5.030.112,90 736.554,78 65.561,62 5.701.106,06
5.314.930,16 764.828,78 149.681,45 5.930.077,49
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 156.870,00 167.574,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 5.849.148,75 6.098.733,75
2. Umschlaggeräte 254.785,00 180.909,00
3. Technische Anlagen und Maschinen 4.743.780,00 5.097.710,00
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 573.465,00 569.075,00
11.421.178,75 11.946.427,75
11.578.048,75 12.114.001,75

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die BLG RailTec GmbH, Uebigau-Wahrenbrück

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BLG RailTec GmbH, Uebigau-Wahrenbrück, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BLG RailTec GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, den 28. März 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Stefan Geers, Wirtschaftsprüfer

gez. ppa. Konstantin Kessler, Wirtschaftsprüfer

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