NSE KG

Hagenbach

Stammdaten

Register
Amtsgericht Landau HRA 21204
Vorher
Noblesse Türfüllungen GmbH & Co. KGnoblesse KG
Eingetragen
22.12.1988

Historie

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Management

NameRolle
H*** H******* B******
seit 12.10.2017
Vollhaftender Gesellschafter
H****** J**** H******
seit 17.7.2008
Kommanditist

Gesellschafter

4 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

3 von 4 angezeigt

H*** H******* B******
Persönlich haftender Gesellschafter
K****** E**** B******
Kommanditist
255.840 €
H****** J**** H******
Kommanditist
18.321 €

Konzern- und Jahresabschlüsse

Noblesse Türfüllungen GmbH & Co. KG

Berg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Bilanz zum 31. Dezember 2015

(VORJAHR ZUM VERGLEICH)

AKTIVA

2015 2014
A. ANLAGEVERMÖGEN    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 38.606,00 41.941,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 89.530,02 21.770,90
3. Geschäfts- oder Firmenwert 887.631,91 0,00
  1.015.767,93 63.711,90
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 818.630,23 116.924,29
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 110.510,47 64.783,07
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.000,00 2.000,00
  931.140,70 183.707,36
Summe Anlagevermögen 1.946.908,63 247.419,26
B. UMLAUFVERMÖGEN    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 934.558,01 560.996,60
2. Unfertige Erzeugnisse 316.965,30 154.409,47
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 159.790,65 216.323,35
  1.411.313,96 931.729,42
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.698.771,87 2.682.587,39
2. Sonstige Vermögensgegenstände 665.315,27 619.342,23
  2.364.087,14 3.301.929,62
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.335,74 77.212,75
Summe Umlaufvermögen 3.780.736,84 4.310.871,79
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 19.874,38 27.550,02
SUMME AKTIVA 5.747.519,85 4.585.841,07

PASSIVA

   
  31.12.2015
31.12.2014
A. EIGENKAPITAL    
Kommanditkapital    
I. Haftkapital 530.000,00 530.000,00
II. Rücklagen 86.486,41 86.486,41
III. Verlustvortragskonten (0,00) (148.499,47)
Summe Eigenkapital 616.486,41 467.986,94
B. RÜCKSTELLUNGEN    
1. Steuerrückstellungen 156.269,00 123.440,80
2. Sonstige Rückstellungen 227.742,54 84.550,00
Summe Rückstellungen 384.011,54 207.990,80
C. VERBINDLICHKEITEN    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.569.587,31 1.242.163,99
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 321.299,49 456.089,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.024.582,57 1.291.229,43
4. Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel 37.313,33 52.513,26
5. Sonstige Verbindlichkeiten 794.239,20 867.867,65
Summe Verbindlichkeiten 4.747.021,90 3.909.863,33
SUMME PASSIVA 5.747.519,85 4.585.841,07

NOBLESSE TÜRFÜLLUNGEN GMBH & CO. KG, BERG, FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015

(VORJAHR ZUM VERGLEICH)
2015 2014
1. Rohergebnis 5.877.565,44 4.404.696,94
2. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter (2.488.483,23) (2.043.403,74)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (508.110,29) (378.159,93)
  (2.996.593,52) (2.421.563,67)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (140.970,85) (76.756,47)
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen (2.320.526,73) (1.953.112,80)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 114.302,99 159.889,15
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (206.970,07) (197.699,85)
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 326.807,26 (84.546,70)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (155.136,40) (50.799,00)
9. Sonstige Steuern (12.354,82) (4.034,75)
10. (Jahresfehlbetrag)/Jahresüberschuss 159.316,04 (139.380,45)

Anhang für das Geschäftsjahr 2015

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Die Aufstellung des Jahresabschlusses der Noblesse Türfüllungen GmbH & Co. KG, Berg, erfolgt gemäß dem Handelsgesetzbuch in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes. Die Vorjahreszahlen sind als Vergleich beigefügt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Gesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung haben wir zusammengefasst, um die Klarheit der Darstellung zu verbessern. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen.. Angaben und Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, insgesamt im Anhang aufgeführt.

B. WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Bei der Bewertung der einzelnen Positionen werden die folgenden Grundsätze angewendet:

1.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden bei Zugang mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden mit den Entwicklungskosten aktiviert und über die planmäßige Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2015 wurde das Wahlrecht zur Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände gemäß § 248 Abs. 2 HGB nicht ausgeübt.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauer ist durch die Stabilität und Bestandsdauer der Branche sowie der Erfahrungen im Türenbau und den erworbenen Kenntnissen determiniert.

2.

Sachanlagen werden bei Zugang mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig überwiegend linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Für bewegliche Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten € 150,00, aber nicht € 1.000,00 übersteigen, wurde für Anschaffungen des laufenden Wirtschaftsjahres ein Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre gleichmäßig aufgelöst wird. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- und Herstellungskosten unter € 150,00 wurden im Geschäftsjahr voll aufwandswirksam erfasst.

3.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bewertet. Es werden angemessene Wertabschläge für Alter und Reichweite vorgenommen.

4.

Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten in retrograder Berechnung von den Kontraktpreisen bewertet, neben den Einzelkosten sind auch die aktivierungspflichtigen Material- und Fertigungsgemeinkosten erfasst. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet.

Für veraltete, gebrauchte, beschädigte und schwergängige Bestände werden angemessene Bewertungsabschläge vorgenommen.

5.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Tageswerten bewertet.

Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 1% auf die um die Umsatzsteuer verminderten Forderungen gebildet.

6.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihrem Nominalwert bilanziert.

7.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen.

8.

Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist.

9.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Langfristige Rückstellungen werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen siebe Jahre abgezinst.

Erträge und Aufwendungen aus der Ab- und Aufzinsung von Rückstellungen werden jeweils gesondert unter dem posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" sowie "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

10.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

11.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagkurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Stichtagkurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (bei Aktivposten) oder höher lagen (bei Passivposten). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

I. Erläuterung der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz ausgewiesenen Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr sind nachfolgend dargestellt.

ANSCHAFFUNGS -/ HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 1.1.2015 Zugang Abgang Stand 31.12.2015
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 50.000,00 0,00 0,00 50.000,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Software 37.026,43 78.772,70 0,00 115.799,13
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 902.810,00 0,00 902.810,00
  87.026,43 981.582,70 0,00 1.068.609,13
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 279.953,91 787.062,09 0,00 1.067.016,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 158.183,94 79.801,96 (9.983,19) 228.002,71
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.000,00 0,00 0,00 2.000,00
  440.137,85 866.864,05 (9.983,19) 1.297.018,71
  527.164,28 1.848.446,75 (9.983,19) 2.365.627,84
ABSCHREIBUNGEN
Stand 1.1.2015 Zugang Abgang Stand 31.12.2015
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 8.059,00 3.335,00 0,00 11.394,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Software 15.255,53 11.013,58 0,00 26.269,11
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 15.178,09 0,00 15.178,09
  23.314,53 29.526,67 0,00 52.841,20
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 163.029,62 85.356,15 0,00 248.385,77
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 93.400,87 26.088,03 (1.996,66) 117.492,24
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  256.430,49 111.444,18 (1.996,66) 365.878,01
  279.745,02 140.970,85 (1.996,66) 418.719,21
BUCHWERTE
Stand 31.12.2015 Stand 31.12.2014
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 38.606,00 41.941,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Software 89.530,02 21.770,90
3. Geschäfts- oder Firmenwert 887.631,91 0,00
  1.015.767,93 63.711,90
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 818.630,23 116.924,29
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 110.510,47 64.783,07
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.000,00 2.000,00
  931.140,70 183.707,36
  1.946.908,63 247.419,26

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind T€ 298 Forderungen gegenüber Gesellschaftern enthalten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält wie im Vorjahr keine Disagiobeträge.

4. Steuerrückstellung

In den Steuerrückstellungen sind Steuern aus dem laufenden Geschäftsjahr in Höhe von T€ 41 enthalten.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. In der Position sind im Wesentlichen Rückstellungen für Personal, Zinsen, Jahresabschlusskosten und Berufsgenossenschaft enthalten.

Langfristige Rückstellungen werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Erträge und Aufwendungen aus der Ab- und Aufzinsung von Rückstellungen werden jeweils gesondert unter den Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" sowie "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

6. Verbindlichkeiten

Die Bilanzposition Verbindlichkeiten wird gemäß § 268 Abs. 5 bzw. § 285 HGB wie folgt erläutert:

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben T€ 3 eine Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren. Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Bürgschaften der Gesellschafter und Buchgrundschulden besichert.

Bezüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung haben T€ 129 eine Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren, in Höhe von T€ 279 bestehen marktübliche Eigentumsvorbehalte des Lieferanten. Die restlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Sonstige Verbindlichkeiten haben in Höhe von T€ 396 eine Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren und sind in Höhe von T€ 250 durch Bürgschaftserklärungen von Gesellschaftern besichert. Die restlichen Sonstigen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind solche aus Steuern in Höhe von T€ 143 (Vorjahr: T€ 93) und T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) aus sozialer Sicherheit sowie T€ 59 gegenüber Gesellschaftern enthalten.

II. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge

In den sozialen Abgaben sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 29 enthalten.

2. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 1. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von T€ 1 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

3. Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 3 enthalten.

III. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse nach § 251 i.V.m. § 268 Abs. 7 HGB

Zum Stichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

2. Außerbilanzielle Geschäfte

Mit einem Factoringunternehmen wurde vertraglich eine Forderungsabtretung von Kundenforderungen vereinbart. Darin ist der Ankauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch das Factoring-unternehmen festgelegt. Der Forderungsverkauf führt zu einer Verringerung des Forderungsbestands aus Lieferungen und Leistungen sowie einer entsprechenden Erhöhung der liquiden Mittel. Wesentliche Risiken daraus bestehen nicht.

3. Geschäftsführung und Vertretungsbefugnis

Geschäftsführende Gesellschafterin ist die Noblesse Türfüllungen Verwaltungs-GmbH, Berg, als einzige Komplementärin mit einem gezeichneten Kapital von € 25.564,59. Die Gesellschaft wird durch die Geschäftsführerin allein vertreten.

Die Komplementärin wird durch folgende Geschäftsführer vertreten:

Hermann Häusler, Kaufmann

Hans-Heinrich Berizzi, Kaufmann

4. Arbeitnehmerzahl

• Im Jahresdurchschnitt wurden folgende Arbeitnehmer beschäftigt:

2015
Angestellte 62

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

• Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen von insgesamt rund T€ 557, davon T€ 273 innerhalb eines Jahres.

6. Ergebnisverwendungsvorschlag

• Gemäß den Regelungen im Gesellschaftsvertrag werden die den Gesellschaftern zustehenden Gewinnanteile - in Abhängigkeit eines entsprechenden Gesellschafterbeschlusses - auf deren Verrechnungskonten gutgeschrieben. Verluste sind auf einem Verlustvortragskonto zu erfassen.

 

Berg, den 30. Dezember 2016

Noblesse Türfüllungen GmbH & Co. KG

Geschäftsleitung

Der Jahresabschluss wurde am 9. Februar 2017 festgestellt.

Für den vollständigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 vor der Inanspruchnahme von Erleichterungen bei der Offenlegung für mittelgroße Kapitalgesellschaften haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der NOBLESSE TÜRFÜLLUNGEN GMBH & CO. KG, Berg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir pflichtgemäß darauf hin, dass der Fortbestand der Gesellschaft durch Risiken bedroht ist, die in Abschnitt "3. Nachtragsbericht" sowie Abschnitt "5.2.7 Finanzierungsrisiken" des Lageberichts dargestellt sind. Dort ist aufgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft von der weiteren Gewährung der bestehenden Kontokorrentlinien und der Zuführung zusätzlicher Finanzierungsmittel abhängig ist.

 

Mannheim, den 30. Dezember 2016

Keiper & Co . KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Guldan, Wirtschaftsprüfer

Seibel, Wirtschaftsprüfer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die Noblesse Türfüllungen GmbH & Co. KG (kurz: noblesse) ist im Geschäftsjahr 2015 unverändert im Bereich der Herstellung von Eingangstüren und Füllungen aus Aluminium und GFK tätig.

Unsere Firma verfolgt dabei den Anspruch hochwertige Produkte für den speziellen Leistungsbereich zu entwickeln und setzt auf die Säulen Eleganz und Geborgenheit. Unser Ziel ist den Kunden dazu zu inspirieren die eigenen persönlichen Design- und Stilvorstellungen zu definieren. Dabei kann auf eine breite Modellpalette von Ausführungen sowie Designelementen zurückgegriffen werden. Im Bereich Geborgenheit halten wir für unsere Kunden energieschonende Wärmedämmungen mit Spitzenqualität, verbunden mit entsprechend auf dem Markt verfügbaren Sicherheitslösungen in bewährter noblesse-Fertigungs- und Produktqualität bereit.

1.2 Forschung und Entwicklung

Die Entwicklung neuer Produkte in Technik und Design sowie die Forschungsarbeit, um unseren Kunden innovative und individuelle Produkte zur Verfügung zu stellen, sind für unser Unternehmen auch zukünftig essentielle Bestandteile unserer Zukunftssicherung. Dieser Bereich ist funktional in die Unternehmensorganisation eingebunden.

Der Stand unserer Entwicklungsprojekte ist der operativen Leitung der einzelnen Abteilungen transparent und zugänglich, damit ein breiter Einsatz von neuen Entwicklungen zeitnah gewährleistet ist.

Im Bereich der Entwicklung und Weiterentwicklung sind 2 Mitarbeiter beschäftigt.

2015 haben wir weitere ca. T€ 441 an Entwicklung und Investition im Hinblick auf die 2016 geplante Eigenfertigung von Türrahmen aufgewendet, ca. 3% des Umsatzes.

Im Geschäftsjahr 2015 wurde das Wahlrecht zur Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände gemäß § 248 Abs. 2 HGB nicht ausgeübt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die generell nach wie vor gute wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hat sich auch in unserer Branche reflektiert. Trotz teils gegenläufiger wirtschaftlicher Tendenzen in Europa zeigt sich der D-A-CH Markt (Deutschland - Österreich - Schweiz) stabil.

Das Kostenbewusstsein der Fachhandelsbranche ist nach wie vor geschärft, dennoch wird in unserem Markt der Qualitätsaspekt und die Produktausstattung gleichermaßen hoch bewertet.

Standardprodukte osteuropäischer Hersteller sind am Markt weiter expansiv, vornehmlich jedoch mit einfacherer Ausstattung und Qualität, auf niedrigerem Preisniveau und im Absatzmarkt vornehmlich im Bereich Baumärkte und größere Handelsbetriebe.

Noblesse hat ihre Marktposition bei Türen gefestigt und weiter ausgebaut. Stetige Abschlüsse mit neuen Kunden belegen, dass neben dem Produkt auch die Marketinginstrumente bzgl. Verkaufsförderung und Auftragsabwicklung positiv bewertet werden. Das erzielte operative Ergebnis hat die Planungen, trotz letztjähriger Abhängigkeit von Drittproduzenten für die Türrahmen, übertroffen.

2.2 Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2015 waren individuelle Fachhandelsbetriebe die Hauptabnehmer von noblesse. Das Produktsortiment und die Preispolitik waren marktgerecht, was in Verbindung mit der Produktqualität zur Festigung bestehender Partnerschaften mit Fachhändlern beigetragen hat.

Die Fachhändler bedienen mit noblesse-Produkten vornehmlich den Renovationsmarkt; der Anteil unserer Produktion für Neubau-Projekte beläuft sich nach unseren Erhebungen auf <30%.

Die Hauptnachfrage betrifft Türen aus Aluminium. Hier spielt der weitere Ausbau der Produktion und des Sortiments von noblesse eine wichtige Rolle für die Zukunft.

Im Geschäftsjahr 2015 konnte ein EBITDA in Höhe von rund T€ 560 erzielt werden.

Die Umsatzerlöse konnten zum Vorjahr um 12,4% gesteigert werden. Die Personalkosten sind aufgrund von Neueinstellungen und Personalübernahmen um T€ 575 auf T€ 2.997 gestiegen.

Die sonstigen Aufwendungen sind mit T€ 2.321 im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen (T€ 1.953). Der Anstieg ist hauptsächlich auf die Übernahme der französischen Schwestergesellschaft Alu Noblesse S.A, Niederlauterbach, Frankreich zurückzuführen.

Der Verlauf des Geschäftsjahres 2015 wurde von Maßnahmen der Vorbereitung auf Eigenfertigung von Zukaufteilen geprägt.

2.3 Lage

2.3.1 Ertragslage

Das Jahresergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert.

Die Umsatzerlöse im Jahr 2015 liegen um 12% über Vorjahresniveau. Besondere Kosten fielen für die Umstellung des Geschäftsmodells auf Eigenfertigung von Alutüren an. Unter anderem im Zuge der Umsetzung dieser Maßnahmen sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um T€ 368 auf T€ 2.321 angestiegen. Die Materialaufwendungen sind dagegen auf Vorjahresniveau.

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von Neueinstellungen und Übernahme von Mitarbeitern der übernommenen französischen Gesellschaft Alu Noblesse S.A angestiegen. Unsere Beschäftigungslage ist als gut zu bezeichnen.

2.3.2 Finanzlage

Das Eigenkapital stieg zum 31.12.2015 im Wesentlichen wegen des positiven Jahresergebnisses um T€ 148 auf T€ 616 an. Die Eigenkapitalquote liegt damit bei 10 % (VJ: 11 %).

Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2015 bei T€ 298 (VJ T€ -62). Die Veränderung beruht auf dem gestiegenen Jahresergebnis, gegenläufig wirkte sich die Umstellung auf Eigenfertigung durch eine Erhöhung der Vorräte aus. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit von T€ -1.838 (VJ: T€ -107) reflektiert zum einen die Übernahme des Geschäfts der französischen Schwestergesellschaft Alu Noblesse S.A, zum anderen die Erweiterung der Produktionskapazitäten für die Eigenfertigung von Alutüren. Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit beträgt T€ 257 und enthält leichte Ausweitungen der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der Cash Flow betrug 2015 T€ 298 gegenüber T€ -62 im Vorjahr. Dadurch reduzierte sich der Bestand der liquiden Mittel gegenüber dem Vorjahr leicht um T€ 72 auf T€ 5.

Zum Bilanzstichtag erfolgte die Fremdfinanzierung der Gesellschaft insbesondere durch 3 Kreditinstitute, die der Gesellschaft Linien von insgesamt rund € 1,6 Mio. eingeräumt haben. Die Einräumung der Linien erfolgt kurzfristig. Im Nachtragsbericht wird auf die Entwicklung der Finanzlage nach dem Bilanzstichtag eingegangen.

2.3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme beläuft sich auf T€ 5.748 (VJ: T€ 4.586). Der Anstieg ist im Wesentlichen bedingt durch die Investitionen in die Fertigungskapazität für die Eigenfertigung von Alutüren. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt nun 33,9 % gegenüber 5,4 % im Vorjahr.

Dabei ist der Anstieg im Anlagevermögen mehrheitlich auf die immateriellen Vermögensgegenstände zurückzuführen, die im Vorjahresvergleich um T€ 952 angestiegen sind. Darin enthalten ist insbesondere der im Zuge des Erwerbs der Schwestergesellschaft entstandene Geschäfts- oder Firmenwert. Die Zugänge des Sachanlagevermögens stehen mit der Produktion im Bereich hochwertiger Türen im Zusammenhang.

Die Vorräte sind in 2015 um T€ 479 angestiegen. Der Anstieg betrifft zum Einen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zum Anderen die unfertigen Erzeugnisse. Ursächlich ist die höhere Bevorratung für die Türenproduktion. Mit der Übernahme des Geschäftsbetriebs der Alu Noblesse S.A wurde ein größerer Vorratsbestand eingekauft.

Die Forderungen sind stichtagsbedingt um T€ 938 auf T€ 2.364 zurückgegangen. Der Finanzmittelbestand lag zum 31.12.2015 bei T€ 5 (VJ: T€ 77).

2.3.4 Sonstige Leistungsindikatoren

2.3.4.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen EBIT, Umsatzrendite sowie den Cash Flow heran.

Die Umsatzrendite berechnen wir aus dem Verhältnis von EBIT zu den Umsatzerlösen. Der Cash Flow wird ermittelt aus der Summe von Jahresergebnis, Abschreibung und Dotierung (bzw. Auflösung) längerfristiger Rückstellungen.

Das EBIT ist um T€ 467 auf T€ 420 gestiegen. Damit ist die Umsatzrendite auf 2,9 % gestiegen (VJ: - 0,4 %). Der Cash Flow beträgt T€ 298 und ist damit um T€ 360 höher als im Vorjahr. Die Kennzahlen weisen eine trotz der hohen Investitionstätigkeit ertragsseitig deutlich positive Entwicklung aus.

2.3.4.2 Nicht-Finanzielle Leistungsindikatoren

Umweltbelange

Der Umweltschutz ist ein zentrales Unternehmensziel. Alle anstehenden Investitionen und Veränderungen werden auf Umweltrelevanz geprüft.

Aus- und Weiterbildung

Im Geschäftsjahr 2015 wurden im Firmenverbund durchschnittlich 3 Auszubildende beschäftigt. Noblesse legt auf die Ausbildung von geeignetem Nachwuchs großen Wert, um auch in Zukunft kompetente Mitarbeiter zu haben.

Arbeitssicherheit

Entlang der Richtlinien zur Arbeitssicherheit wollen wir die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter schützen. Sicheres Arbeiten fördern und überprüfen wir durch Gefährdungsbeurteilungen und Sicherheitsregeln, sowie Schulungen.

3. Nachtragsbericht

Nach Schluss des Geschäftsjahres ergab sich aufgrund durchzuführender Maßnahmen, die für eine zukünftig positive Entwicklung der Gesellschaft notwendig waren, zusätzlicher Finanzierungsbedarf, der nicht mit den eingeräumten kurzfristigen Kreditlinien der Banken bewältigt werden konnte. Dadurch ergaben sich im Geschäftsjahr 2016 finanzielle Engpässe. Diese Engpässe konnten mit dem Abschluss des Kauf- und Übertragungsvertrages betreffend das Haustürfüllungsgeschäft Noblesse für die Region Frankreich vom 29. Dezember 2016 entschärft werden.

4. Prognosebericht

Die folgende Prognose für noblesse beinhaltet die in den kommenden beiden Jahren erwartete Entwicklung im Unternehmen, die Entwicklung der Kunden und des Gesamtmarktes.

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens positiv. Wesentliche Änderungen in der Geschäftspolitik sind derzeit nicht geplant.

Noblesse geht in ihren Planungen für das Geschäftsjahr 2016 von einer leichten einstelligen Umsatzsteigerung aufgrund heute schon bekannter Projekte und Entwicklungen aus. Verbunden mit der Erwartung einer geringfügigen Kostensteigerung bei den Materialpreisen, allem Voran aber vor dem Hintergrund der Eigenfertigung der Rahmen ab Januar 2016 gehen wir insgesamt von einer geringfügigen Ergebnisverbesserung aus.

Da mit der eigenen Alutürenproduktion und der Übernahme der französischen Schwestergesellschaft Alu Noblesse S.A große Investitionsprojekte im Geschäftsjahr 2015 abgeschlossen werden konnten wird für 2016 mit einem geringeren negativen Cash-Flow aus Investitionstätigkeit gerechnet.

4.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die weiterhin instabile Situation in Südeuropa, die Flüchtlingsthematik wie auch die Entwicklung der Finanzmärkte sind derzeit ein Unsicherheitsfaktor. Inwieweit sich das auf das Konsumverhalten im D-A-CH Markt auswirken wird, bleibt aber abzuwarten. Bislang hat sich jedoch weder die anhaltende Unsicherheit angesichts der europäischen Finanzmärkte noch die Eurokrise ausgewirkt.

4.2 Entwicklung der Türenbranche

Hersteller aus Osteuropa und der Türkei drängen weiterhin stark in den deutschen Außentüren- und Fenstermarkt und es gibt Anzeichen dafür, dass der Markt sich - vor allem im Bereich Fenster - mehr und mehr solchen Herstellern und den drastisch günstigeren Preisen zuwendet.

Die Türenbranche jedoch hat im deutschsprachigen Raum 2015 konjunkturell eine weitestgehend ausgeglichene Entwicklung erlebt. Hersteller von Qualitätsprodukten verzeichneten weitestgehend Wachstum. Von einem Einbruch am Markt ist daher zunächst nicht auszugehen. Es wird von einer weiteren moderaten Steigerung ausgegangen, u.a. durch verstärkte Nachfrage von einbruchhemmenden Türelementen.

4.3 Entwicklung wichtiger Kostenfaktoren

Der Aluminium-Preis stieg von 2004-2008 infolge des allgemeinen Booms auf Rekordhöhen an, woraufhin viele Unternehmen ihre Kapazitäten deutlich ausweiteten.

Nach dem Kurseinbruch der Weltwirtschaftskrise erholte sich der Preis in 2010 zwar kurzfristig wieder relativ stark (große Bedarfe aufgrund vorherigem Abbau der Lagerbestände und Nachholbedarf im Bereich der Investitionen), musste seitdem jedoch eine fast ständig fallende Tendenz hinnehmen.

Das Überangebot aus China, europäische Überkapazitäten, hohe Lagerbestände, ein weiterhin niedriger Ölpreis sowie ein schwächelnder Nachfragemarkt (insbesondere Automotiv China, Brasilien, Russland) deuten mittelfristig nicht auf größere Anstiege hin, auch wenn die Talsohle durchschritten zu sein scheint und mit einem weiteren Preisverfall nicht zu rechnen ist.

Die Lohnkosten werden moderat ansteigen und können nicht vollumfänglich, aber doch in Teilen im Zuge turnusmäßiger Preiserhöhungen an den Markt weitergegeben werden.

4.4 Investitionsplanung

Der Großteil der Investitionstätigkeit für die Umstellung auf Eigenfertigung bei Alutüren ist abgeschlossen. Die Investitionstätigkeit der kommenden Jahre wird sich auf die Erhöhung der Effizienz in der Produktion richten sowie auf den Umzug in das neue Fertigungsgebäude im 2. Quartal 2017. Das neue Fertigungsgebäude selbst wird langfristig angemietet werden.

5. Chancen- und Risikobericht

5.1 Chancenbericht

Noblesse entwickelt sich weiter vom ursprünglichen Hersteller für Haustürfüllungen zum europäischen und weltweiten Anbieter von fertigen Haustüren. Diese Entwicklung bietet noblesse Chancen in wirtschaftlicher Hinsicht und sichert den sukzessiven Ausbau des Kundenstammes in D-A-CH und im außereuropäischen Ausland, da man im Bereich potentieller Kunden nicht mehr auf Hersteller von Türen angewiesen ist, sondern nunmehr die weitaus größere Anzahl von Handelsunternehmen für Bauelemente im Fokus hat.

Das erhöhte Risiko der letzten 3 Jahre in Bezug auf Abhängigkeit von einem Drittunternehmen zur Herstellung der Türrahmen, welches auch monetär sehr belastend war, ist von Januar 2016 obsolet, da bei noblesse die Eigenproduktion der neuen Türenserie startet.

Dabei wurden und werden zu den Chancen damit zusammenhängende Risiken in Kauf genommen. Diese Risiken müssen frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen zur Eingrenzung der Risiken ergriffen werden.

5.2 Risikobericht

Die folgende Darstellung von Einzelrisiken ist eine Prognose für das Geschäftsjahr 2016.

5.2.1 Gesamtwirtschaftliche Risiken

Der Markt für Neubau und Renovation in unseren Zielmärkten ist stabil und weiter wachsend. Allem voran die Geldmarktpolitik der EZB und die damit verbundene Situation von Sparzinsen der Verbraucher im Bereich <1% trägt dazu bei, dass der Markt für Renovierung und somit Investitionen der Verbraucher in Immobilien und Eigenheim wächst. Der statistische Anteil unserer hochwertigen Türen hat erfahrungsgemäß seinen Schwerpunkt im Bereich Renovation, nur geschätzte ca. 20-30% sind Neubau. Eine Trendwende in der Zinspolitik könnte mittelfristig zu Auswirkungen im Bereich der Renovation-Nachfrage führen. Für die mittelfristige Zukunft der Geschäftsjahre 2016 und 2017 sehen wir das Risiko hierbei als gering an.

Auch im wichtigen Zielmarkt China ist das sinkende Wachstum und die deutlich verringerte Bauleistung, respektive das bestehende Überangebot von leeren Wohneinheiten nur bedingt einflussnehmend auf die Aktivitäten der noblesse, da im high-end Segment des Marktes - unserem Zielmarkt - keinerlei Rückgang der Bautätigkeit, sondern im Gegenteil eine Zunahme zu verzeichnen ist. Dennoch bleibt abzuwarten, ob und in welchem Umfang sich Negativtrends bzgl. der Absatzzahlen dahingehend abzeichnen könnten, als dass aus politischen Gründen die Fertigstellungstermine solcher Projekte sich zeitlich verzögern.

Rohstoffkosten und das aus der Finanzkrise resultierende Rezessions- und Zinsrisiko werden einen großen Teil der zu beobachtenden gesamtwirtschaftlichen Risiken darstellen.

Die für uns relevanten Rohstoffkosten sind vor allem auf den Werkstoff Aluminium zu beschränken, dessen Wert sich zwar in gewissem Maße auf und ab bewegt, jedoch im Mittel über die letzten beiden Jahre sich stabil und leicht vergünstigt zeigt. Das Risiko einer nicht im Zuge der branchenüblichen und jährlichen Preisanpassungen abfederbaren Rohstoff-Preissteigerung erachten wir für den zu bewertenden Zeitraum als gering.

5.2.2 Branchenrisiken

Die hergestellten Haustüren gehen an eine Vielzahl unterschiedlicher Abnehmer im Bereich Bauelementehandel, die in ihrer Abhängigkeit von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung bestenfalls regional betroffen sind.

Die Konzentration auf den Bereich hochwertiger Markenartikel und insbesondere der Anteil der Fertigung individueller Kundenanforderungen wird stetig ausgebaut. Am stark preis- und wettbewerbsorientierten Massenmarkt günstiger und preisgesteuerter Aktionsware nimmt noblesse nicht teil.

5.2.3 Ertragsorientierte Risiken

Die Preissensibilität der Kunden ist im Zuge des Wettbewerbs nach wie vor ein maßgeblicher Faktor. Kostensteigerungen, zum Beispiel im Rohstoff- oder Energiekostenbereich, werden von der Branche fast generell und zeitgleich im Zuge der zyklischen Entwicklung an den Markt weitergegeben, teilweise um 3 - 6 Monate zeitverzögert. Es gilt hierbei, auch in Zukunft unsere Positionierung in Bezug auf Preis-Leistung durch gute Qualität und weitere Entwicklungen unserer Produkte und Dienstleistungen aufrecht zu erhalten.

5.2.4 Risiken im Beschaffungsbereich

Durch ein in 2014 eingeführtes Beschaffungskonzept inklusive einer auf Portfolio- und Risikoanalysen fundierten Warengruppen-Strategie sowie einem umfassenden Kennzahlenmanagement werden Risiken im Bereich Materialversorgung und Kostensteigerungen weitestgehend ausgeschlossen bzw. frühzeitig erkannt und gesteuert.

5.2.5 Rechtliche Risiken

Die rechtlichen Veränderungen und Verhaltensweisen unserer Kunden werden beobachtet, im Produkthaftungsbereich bestehen keine nennenswerten Risiken. Die abgeschlossenen Versicherungen werden regelmäßig auf ausreichenden Schutz überprüft. Der Versicherungsschutz wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr auf die Aktualität und Angemessenheit der Konditionen überprüft und angepasst.

5.2.6 IT - Risiken

Bezüglich Sicherheit von außen sind die IT-Systeme von noblesse gegen unberechtigte Zugriffe von außen angemessen abgesichert. Die Zugriffsberechtigungen werden zentral gesteuert. Maßnahmen zur IT-Sicherheit werden ständig überprüft und, wenn erforderlich, aktualisiert.

Bezüglich der Leistung der genutzten Systeme sind die eingesetzten Softwarelösungen SIVAS, SCHÜCAL sowie CAD-INVENTOR stabil und inhaltlich sowie leistungsorientiert auf neuestem und modernstem Stand.

5.2.7 Finanzierungsrisiken

Angesichts des Kapitalbedarfs der Gesellschaft bleiben Risiken im Bereich Liquidität und Zinsen zu beachten. Die Gesellschaft finanziert sich im Geschäftsjahr 2015 und 2016 überwiegend durch kurzfristige Kreditlinien verschiedener Banken und ist auf deren Prolongation angewiesen. Darüber hinaus benötigt die Gesellschaft für die weitere Unternehmensentwicklung zusätzliche Finanzierungmittel. Mit Banken und Finanzinvestoren werden hierzu Gespräche geführt, die nach unserer Einschätzung im Laufe des Frühjahrs 2017 zu einem positiven Abschluss gebracht werden können. Der Fortbestand der Gesellschaft ist von der weiteren Gewährung der bestehenden Kontokorrentlinien und der Zuführung zusätzlicher Finanzierungsmittel abhängig.

5.2.8 Risiken durch die Standorte in F-Niederlauterbach

Die Betriebsstätte im französischen Niederlauterbach kann unter gleichen Kostenstrukturen nur bis maximal Juni 2017 so weiter betrieben werden; nach diesem Datum läuft die sogenannten "Entsendungszeit" für deutsche Mitarbeiter aus, und die Beschäftigen müssten alsdann in Frankreich Sozialabgaben leisten, was die Lohnnebenkosten der betroffenen MA von derzeit rund 22% auf bis zu 44% steigern würde.

Der geplante Umzug in Produktionshallen in Deutschland muss in 2016 vorangetrieben werden und spätestens zum Termin Mai 2017 abgeschlossen sein; im Gegenzug jedoch würde bei einer Verlängerung des Engagements in Frankreich und den erhöhten LNK auch der nicht anfallende, zusätzliche Mietaufwand für die geplanten Hallen in Deutschland entgegenstehen, wenngleich dennoch mit einer Kostenerhöhung zu rechnen ist. Darüber hinaus braucht das Unternehmen dringend mehr Kapazität in Bezug auf geeignete Fläche, da derzeit rund 20-25% Effizienzsteigerung aufgrund der vorhandenen, nicht ausreichenden Flächen nicht umgesetzt werden kann.

Gesamtaussage

Wir beurteilen die Lage der noblesse aufgrund der derzeitigen konjunkturellen Situation positiv. Die noblesse hat ihre Marktposition bei Türen gefestigt und weiter ausgebaut. Als eigentümergeführtes, mittelständisches Unternehmen mit einem breiten Sortiment können wir, schnell und flexibel auf die sich ergebenden Veränderungen am Markt reagieren und Risiken erfolgreich zu begegnen.

Weitere als die genannten Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden, sind momentan nicht erkennbar.

6. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten, KK-Linien bei Kreditinstituten und Factoring.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden und eine Warenkreditversicherung für alle Kunden. Auslandsgeschäfte werden ausschließlich gegen Vorkasse oder Akkreditiv durchgeführt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken.

Zwecks Früherkennung von Risiken werden Planungsrechnungen erstellt, welche regelmäßig überprüft werden.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallsrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehen einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. Zins- und Währungsrisiken bestehen im Allgemeinen nicht und werden im Einzelfall durch Einsatz geeigneter Instrumente behandelt.

7. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden nicht betrieben.

 

Berg, den 30. Dezember 2016

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