Stammdaten

Register
Amtsgericht Koblenz HRB 4230
Eingetragen
26.7.1993
Branche
Vermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermittlungstätigkeiten für die Vermietung und das Leasing von sonstigen beweglichen Sachen und nichtfinanziellen immateriellen Vermögensgütern
Gegenstand
Leasing, Vermietung und Finanzierung von Mobilien und Immobilien, inkl. zugehöriger Beratungen, Vermittlungen und Dienstleistungen, sowie der Betrieb einer Werbeagentur.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Oliver Bernd
seit 24.1.2024
Geschäftsführer
Dennis Bilo
seit 29.1.2016
Prokura
Christoph Hermann
seit 19.9.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Christoph Heinrich Jakob Hermann
54.90%
45.10%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Christoph Heinrich Jakob Hermann
Bad Ems
143.350 €
54.90%
Dennis Bilo
Nievern
117.750 €
45.10%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

archimedes Leasing GmbH

Bad Ems

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

archimedes Leasing GmbH, Bad Ems

Leasing-Marktbericht des Institut der Deutschen Wirtschaft

Gesamtwirtschaftliche Einordnung

Die Investitionen in Deutschland leiden unter den gegenwärtigen makroökonomischen Rahmenbedingungen. Bei den realen Bruttoanlageinvestitionen war im Jahr 2023 nochmals ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 0,7 Prozent zu verzeichnen. Damit liegen sie seit nunmehr drei Jahren um mehr oder weniger durchgehend gut 2 1⁄2 Prozent unter dem Niveau von 2019. Die realen Ausrüstungsinvestitionen legten im Jahr 2023 um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Im vierten Quartal 2023 setzte sich der Erholungstrend jedoch nicht weiter fort und sie lagen preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt zuletzt wieder etwas unter dem Niveau des vierten Quartals 2019. Infolge der stark angestiegenen Finanzierungskosten waren die Bauinvestitionen in den vergangenen drei Jahren rückläufig. Insgesamt lagen sie preisbereinigt im Jahresdurchschnitt 2023 um fast 7 Prozent unter dem letzten Höhepunkt des Jahres 2020. Die sogenannten Sonstigen Anlagen liegen seit Anbeginn der Krisen in preisbereinigter Betrachtung durchgängig unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Im Jahresdurchschnitt 2023 klaffte eine Lücke von fast 3 1⁄2 Prozent.

Die Investitionen der Leasing-Wirtschaft werden besonders durch das Mobilien-Leasing geprägt. Dessen Volumen erhöhte sich im Jahr 2023 auf 73,60 Milliarden Euro (+26,3 Prozent). Dies lag vorrangig am Pkw-Geschäft, welches teilweise durch einen Sondereffekt beeinflusst wurde. Das Immobilien-Leasing war mit einem Volumen von weniger als einer Milliarde Euro weiterhin weniger bedeutend. Positiv war die Dynamik beim Mietkauf, wo das Volumen auf 11,39 Milliarden Euro anstieg (+8,4 Prozent). Die Leasing-Quote der Mobilien (26,7 Prozent) stieg im vergangenen Jahr spürbar an. Bei den Immobilien blieb die Leasing- Quote auf niedrigem Niveau.

Von überragender Bedeutung für die Leasing-Branche ist weiterhin der Bereich Pkw, der für mehr als die Hälfte des Anschaffungswerts der Leasing-Objekte steht. Am aktuellen Rand zeigt sich weiterhin eine positive Dynamik. Die stärkste Dynamik ist in der Objektgruppe Luft-, Schienen- und Wasserfahrzeuge zu beobachten. Der Wert ist jedoch durch Sondereffekte von Großaufträgen verzerrt. Ebenfalls sehr dynamisch entwickelten sich die Objektgruppen Fahrräder & E-Roller, Baumaschinen und Agrartechnik. Einen Rückgang des Leasinggeschäfts gab es lediglich in der Objektgruppe Immaterielle Wirtschaftsgüter. Unter Berücksichtigung der Preissteigerungen war auch das Leasing-Geschäft mit Produktionsmaschinen rückläufig.

Im Gefolge der krisenbedingten Abschwächung im Jahr 2023 haben sich auch die Perspektiven für die deutsche Wirtschaft für das Jahr 2024 über den gesamten Jahresverlauf 2023 eingetrübt. Das reale Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr kaum über das bereits schwache Vorjahresniveau und auch weiterhin nicht über das Produktionsniveau des Jahres 2019 hinauskommen. Die IW-Verbandsumfrage lässt ein schwaches Investitionsjahr 2024 erwarten. Dies deckt sich auch mit den Einschätzungen der meisten Konjunkturprognosen für Deutschland. Etwa drei Viertel der Verbände geht von rückläufigen Investitionen aus.

Quelle: Leasing-Marktbericht des Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. mit Stand März 2024

1. Geschäftsverlauf, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Seit 1993 ist archimedes Leasing kompetenter Geschäftspartner für das Mobilien- Leasinggeschäft in den Kernbereichen Medizintechnik, Fitness-Reha-Therapiegeräte; Dienstrad und MPP sowie Leasingobjekten im allgemeinen kleinteiligem Segment.

Das Mobilien-Leasinggeschäft wird überwiegend in Deutschland und in geringem Umfang, ohne eigene Niederlassung, in Österreich (sog. Cross-border-Leasing) betrieben.

Die Akquisition neuer Verträge erfolgt über 3 Vertriebskanäle:

Vendoren / Händlerkooperationen

Direktakquisition von Kunden

Makler

Die Bearbeitung von Investitionsvorhaben aus den Akquisitionswegen 1. und 2. erfolgt durch fest angestellte Firmenkundenberater und Außendienstmitarbeiter. Bei Vertriebskanal 3. erfolgt eine Zusammenarbeit mit ausgesuchten Maklern. Die Gesellschaft achtet bei der Auswahl von Maklerverbindungen neben deren Bonität auch auf deren Seriosität im Markt.

Mit 6.819 in 2023 neu geschlossenen Verträgen konnte der Vorjahreswert von 5.001 deutlich übertroffen werden. Korrespondierend lag das Neugeschäft von 68,41 Mio. € ebenso deutlich mit 11,01 Mio. € und damit um rund 19 % über dem Vorjahreswert von 57,4 Mio. € und sogar um 9,71 Mio. € über dem operativen Planwert für 2023 von 58,70 Mio. €. Die Gesellschaft blickt damit sowohl in der Anzahl abgeschlossener Verträge als auch in der Höhe des generierten Neugeschäfts auf das beste Jahr in ihrer nun über 30-jährigen Firmengeschichte zurück.

Das Neugeschäft konnte in allen Akquisitionswegen ausgeweitet werden. Nachdem die in 2021 und im Folgejahr 2022 noch bestandenen Lieferkettenproblematiken sich merklich aufgelöst haben und die Investitionsbereitschaft vieler Kunden nach der Coronazeit wieder zugenommen hat, konnten die Vertriebsvereinbarungen mit langjährigen Vendoren erhöht sowie Vereinbarungen mit neu akquirierten Vendoren abgeschlossen werden.

Da mit dem starken Neugeschäftswachstum auch in 2023 mehr Neuverträge aktiviert wurden, als ausgelaufen sind, hat sich der Leasingbestand (nach Restbuchwerten) gegenüber dem Vorjahr deutlich verändert. Insgesamt ergab sich beim Anlagevermögen (nach Restbuchwerten) eine Erhöhung in Höhe von 18,1 Mio. € im Leasingvermögen, und eine Verminderung von 40 T€ im eigenen Sachanlagevermögen.

Die Finanzierung des Neugeschäfts erfolgt überwiegend über Bankdarlehen, zu einem geringen Teil über Forfaitierungen und darüber hinaus aus dem Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Leasingerträge um 6,4 Mio. € und die Abschreibungen auf Leasingvermögen um rd. 4,7 Mio. € erhöht. Die Abschreibungen auf eigenes Anlagevermögen haben sich um 12 T€ erhöht.

Die Effektiv-Barwertmarge (Marge nach Provisionen über die Vertragslaufzeit) konnte gegenüber dem Vorjahr wieder gesteigert werden, erreicht aber noch nicht das Niveau aus 2021. Entscheidend für die erzielbare Barwertmarge bleibt die Zinsentwicklung, deren Dynamik in 2023 abgenommen hat und somit wieder bessere Barwertmargen generierbar waren.

Das Wirtschaftsjahr 2023 endet mit einem Bilanzgewinn von 1.343 T€.

Bei dem Bilanzgewinn ist zu beachten, dass dieser u.a. durch gezahlte Provisionen negativ belastet wird. Die Provisionen dürfen nicht mit Hilfe eines ARAP`s über die Laufzeit des Leasingvertrages linear abgegrenzt werden, obwohl die Provisionen durch Einbeziehung in die Leasingraten erst ratierlich über die Vertragslaufzeit vereinnahmt werden. Auch der Beginn der Abschreibungen neu abgeschlossener Verträge ist nicht immer deckungsgleich mit dem Beginn der Leasingratenzahlungen, so dass dadurch, einzelvertraglich, höhere Aufwendungen als Erträge in der Bilanz verbucht werden. Diese beiden Effekte schlagen bei starkem Neugeschäftswachstum besonders deutlich zu Buche. Die Handelsbilanz vermittelt somit ein schlechteres Bild der Gesellschaft, als dies bei einer periodengerechten Verbuchung aller Aufwände und Erträge der Fall wäre. So lagen die Aufwendungen für Provisionen in 2023 um 417 TEUR höher als im Vorjahr.

Die vorbeschriebenen Effekte werden durch die Substanzwertrechnung jedoch ausgeglichen. Über die Entwicklung der tatsächlichen Ertragslage gibt somit vorwiegend die Veränderung der Leasingsubstanz bzw. des betriebswirtschaftlichen Eigenkapitals Auskunft. Der Substanzwert und das hieraus abgeleitete betriebswirtschaftliche Eigenkapital zum

Bilanzstichtag 31.12.2023 ist unter Berücksichtigung des Jahresabschlusses gegenüber dem Vorjahr weiter deutlich gestiegen.

2. Künftige Entwicklung der Gesellschaft

Vor dem Hintergrund der geopolitischen Situation in Europa, stetig steigender Unternehmensinsolvenzen, einer immer noch hohen Inflationsrate verbundenen mit einer bedingt einschätzbaren Zinsentwicklung, ist der Einfluss der externen Faktoren auf die Geschäftserwartung für 2024 schwer einschätzbar.

Unter Berücksichtigung des bis heute sowohl abgerechnetem als auch bereits genehmigtem Neugeschäftsvolumen, verglichen mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres, rechnet die Gesellschaft jedoch mit einem Neugeschäftsvolumen in 2024 über dem Niveau des Vorjahres. In die Neugeschäftsplanung für 2024 wurde ein Wert von 69,75 Mio. € eingestellt. Sollten eine oder mehrere der genannten Risikofakturen jedoch eintreten oder sich verschärfen, ist die Neugeschäftsplanung entsprechend anzupassen.

In den Bereichen Allgemeine Transportmittel und hier vorrangig im Teilbereich der E-Bike- Finanzierung sowie im Bereich der IT-Finanzierung durch das MPP-Programm wird eine deutliche Geschäftsausweitung erwartet. Insbesondere in dem Geschäftsfeld des MPP- Programms sind noch große Wachstumschancen vorhanden, die die Gesellschaft zur weiteren Neugeschäftssteigerung nutzen möchte. Der vertriebliche Fokus wird daher auf dem Aufbau und der Ausweitung dieser Geschäftsfelder liegen.

Bei der Effektiv-Barwertmarge rechnet die Gesellschaft in 2024 mit einem leicht verbesserten Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr, insofern die Zinsentwicklung nahezu stabil bleibt oder sich sogar positiv verändert.

3. Interne Aufbau-, und Ablauforganisation der Gesellschaft

Alle Aufgabengebiete sind in der internen Betriebsorganisation der archimedes Leasing GmbH entsprechend gegliedert. Es existieren eindeutige Zuständigkeiten in allen Bereichen des Unternehmens. Eine durchgängige Vertretungsregel stellt sicher, dass immer alle Schlüsselbereiche mindestens doppelt besetzt sind.

Geschäftsleitung

Die Gesellschaft wird ab dem 01.01.2024 erstmals von zwei Geschäftsführern geleitet. Die Funktionstrennung der Bereiche Markt und Marktfolge ist somit bis zur Geschäftsleiterebene gewährleistet.

Personal

Der Personalbestand hat sich in 2023 um drei Personen erhöht.

Sowohl der Vertragsbestand als auch das geplante Neugeschäft können durch die vorhandenen Mitarbeiter sowohl in qualitativer wie quantitativer Sicht bearbeitet werden. Unterschiedliche Prozessoptimierungen, die seit Jahren eine ständige Beachtung finden, werden dies unterstützen.

Das Fachwissen der MitarbeiterInnen wird durch Workshops und Weiterbildungsmaßnahmen verbessert. Daneben bietet die Gesellschaft auch die Möglichkeit zur Weiterbildung an der Universität in Freiburg an.

Die Möglichkeit für die Beschäftigten alle notwendigen Tätigkeiten im Homeoffice zu erbringen, behält die Gesellschaft auch weiterhin bei.

Die Gesellschaft beschäftigte zum 31.12.2023 durchschnittlich 27,5 MitarbeiterInnen, inklusive Teilzeitkräften.

4. Risikomanagement

Im Rahmen des Risikomanagements hat die Gesellschaft alle relevanten Risiken definiert und folgende Risiken als wesentlich identifiziert:

a) Adressausfallrisiko

Leasingnehmer

Vendoren / Händlerkooperationen

b) Liquiditätsrisiko

a) Adressausfallrisiko

Das Adressausfallrisiko bezeichnet das generelle Risiko, dass ein Vertragspartner aufgrund wesentlicher Bonitätsverschlechterung ausfällt.

Da die Gesellschaft sich überwiegend durch Darlehen refinanziert, führt ein Ausfall einer Leasingnehmereinheit zu einem finanziellen Verlust oder entgangenem Gewinn. Das Adressausfallrisiko umfasst neben dem klassischen Kreditausfallrisiko auch das Bewertungsrisiko der Sicherheiten-Positionen. Im weiteren Sinne bezeichnet der Begriff das Risiko einer Verschlechterung der Kreditwürdigkeit eines Schuldners (Bonitätsrisiko), die zu einer Neubewertung der entsprechenden Aktiva sowohl im Einzelfall als auch für das Portfolio resp. ein Teilportfolio führt.

Durch das Scoringmodell der Gesellschaft sind effektive Vorkehrungen zur Erkennung, Kontrolle und Begrenzung von Kundenrisiken getroffen. Die Bonität eines Kunden wird anhand einer Analyse seiner zur Verfügung gestellten Unterlagen wie Bilanzen, BWA ́s etc. und weiterer durch die Gesellschaft eingeholten Auskünften ermittelt. Dieser Prozess wird durch Limit- und Reportingsysteme ergänzt.

Zahlungsrückstände werden zeitnah angemahnt und nachgehalten. Daneben werden Kündigungen sehr schnell ausgesprochen und so eine kurzfristige Verwertungsmöglichkeit des Leasingobjektes gewährleistet. Forderungen werden systemisch mit ausreichenden Einzelwertberichtigungen versehen und Objekte im Bedarfsfall mit Teilwertabschreibungen belegt.

Ein spezielles Adressausfallrisiko ist das Vendoren- bzw. Händlerrisiko. Diese beschreibt das Risiko, dass eine wesentliche Händlerkooperation, die gleichzeitig einen Vertriebskanal darstellt, die Geschäftsbeziehung mit der Gesellschaft einstellt. Ein Ausfall würde zu einem deutlichen Neugeschäftsrückgang führen, einhergehend mit einem entsprechenden Gesamt- Margenrückgang. Um dieses Risiko zu minimieren beobachtet die Gesellschaft besonders relevante Lieferantenverbindungen sehr intensiv und führt regelmäßige Szenarioanalysen aus, damit die potentiellen Auswirkungen auf das Geschäft abgewogen werden können.

b) Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet die Gefahr, fällige Zahlungsverpflichtungen oder Refinanzierungsbedarfe nicht erfüllen zu können. Hohe Refinanzierungsbedarfe können zu Verlusten führen, wenn die Refinanzierung am Markt zu erhöhten Konditionen erfolgen muss.

Aufgrund des seit Jahren deutlich gestiegenen und aktuell auch weiter wachsendem Neugeschäft, ist das Liquiditätsrisiko bei der Gesellschaft als wesentlich einzustufen. Zum

regelmäßigen und dauerhaften Monitoring der zugesagten Refinanzierungslinien, unter Betrachtung des aktuellen und geplanten Neugeschäfts, wurde ein Excel-basierter Planungsrechner mit mittelfristigem Planungshorizont über 3 Jahre entwickelt. Für eine frühzeitige Erkennung sich ergebender Liquiditäts-Bedarfe ist dieser dreijährige Planungshorizont ausreichend um rechtzeitig in Verhandlungen mit refinanzierenden Banken zu treten und zusätzliche Refinanzierungsmittel akquirieren zu können. Die Ergebnisse dieser Liquiditätsplanungsrechnung sind Bestandteil des quartalsweisen Risiko-Reports, so dass eine dauerhafte Überwachung der Refinanzierungsbedarfe gesichert wird und die Geschäftsleitung frühzeitig auf sich abzeichnende Unterdeckungen reagieren kann.

Die Gesellschaft geht davon aus, dass unter Einbezug der in 2023 zugesagten Kreditlinien die Finanzierung des geplanten Neugeschäfts für das Jahr 2024 abgebildet werden kann.

Die Lage am Refinanzierungsmarkt ist derzeit als entspannt zu bezeichnen. Mit Kooperationen zu 8, auf die Refinanzierung von Leasinggesellschaften spezialisierte Bankpartnern, sieht sich die Gesellschaft ausreichend aufgestellt. Gespräche mit einer weiteren Spezialbank werden aktuell dennoch geführt, um das Risiko einer Liquiditätsunterdeckung weiter zu minimieren.

Für die Gewährleistung allen Zahlungsverpflichtungen kurzfristig nachzukommen erstellt die Gesellschaft auch monatliche Liquiditätspläne. Nach den Auswertungen dieser Liquiditätspläne war und ist eine ständige Zahlungsfähigkeit gegeben.

Die Auswirkungen der schwachen Konjunktur, gepaart mit den Nachwirkungen der vergangenen Corona Krise, zeigen sich in einem höheren Bedarf an Einzelwertberichtigungen. Diese haben sich von 620 TEUR auf 628 TEUR oder 1,29% erhöht. Die von der Gesellschaft als uneinbringlich bewerteten und somit ausgebuchten Forderungen sind von 146 TEUR auf 509 TEUR gestiegen. Bei gleichbleibender Konjunkturprognose wird sich dieser Trend voraussichtlich in 2024 fortsetzen. Aber auch unter Berücksichtigung dieser Annahme ist eine stetige Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft in 2024 zu erwarten.

5. Nachhaltigkeit

Mit der Umsetzung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) in nationales Recht wird der Anwendungskreis der Unternehmen, die künftig eine Nachhaltigkeitsberichterstattung erstellen müssen, erheblich ausgeweitet. Ab dem 01.01.2026 sollen auch kleine und mittlere Gesellschaften, erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht über das Geschäftsjahr 2025 veröffentlichen. Aus Sicht der BaFin sollten daher alle ESG-Risiken (Environmental, Social and Governance - Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) berücksichtigt werden.

Nach der Veröffentlichung der 7. MaRisk Novelle im Sommer 2023, hat sich die archimedes Leasing GmbH zum Ziel gesetzt bis Ende 2024 den Gesamtbestand mit einem Index zur Nachhaltigkeit zu versehen. Voraussichtlich wird man hierzu im ersten Schritt auf den s.g. ESG-Score der deutschen Creditreform zurückgreifen. In den Folgejahren soll dieser Score durch individuelle Befragungen der Leasingnehmer verfeinert werden.

Nachhaltigkeit bedeutet daher auch für die archimedes Leasing GmbH, langfristig und zukunftssichernd, erfolgreich zu sein. Unser Nachhaltigkeitsansatz beruht darauf, dass in allen Entscheidungsprozessen ökonomische, ökologische und soziale Kernaspekte ausgewogen berücksichtigt werden. Wir streben eine nachhaltig hohe Profitabilität an. Neben der langfristigen Wertsteigerung für unsere Gesellschaft (Shareholder Value) schaffen wir gleichzeitig Werte für viele andere Interessensgruppen (Stakeholder Value).

Unser Ansatz zur unternehmerischen Verantwortung basiert auf dem Unternehmensleitbild der archimedes Leasing GmbH und ist angelehnt an die UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals). Der vertrauensvolle Umgang mit unseren Kunden, Geschäftspartnern und MitarbeiterInnen steht im Fokus der eigenen Unternehmenskultur und ist integraler Bestandteil des Verhaltenskodex.

6. Voraussichtliche Entwicklung / Chancen

Die geopolitische Situation in Europa, die vorliegenden schwachen Konjunkturprognosen zum Standort Deutschland, einhergehend mit zu erwartenden steigenden Unternehmensinsolvenzen sowie die weitere Entwicklung der Inflation in Verbindung mit der Leitzinspolitik der EZB, beeinflusst den deutschen Leasingmarkt aktuell in nicht kalkulierbarem Umfang.

Eine allgemeine Entwicklung und auch die Entwicklung der Gesellschaft in 2024 sind damit nur begrenzt einschätzbar. Es wurde daher eine restriktive Neugeschäftsplanung vorgenommen. Die archimedes geht davon aus, die Neugeschäftsziele aber unabhängig der beschriebenen Unsicherheiten zu erreichen.

 

Bad Ems, im April 2024

Die Geschäftsführung

gez. Christoph Hermann

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
1. Barreserve 603,31 209,82
3. Forderungen an Kreditinstitute 2.888.710,95 3.384.753,87
a) täglich fällig 2.888.710,95 3.193.033,62
b) andere Forderungen 0,00 191.720,25
4. Forderungen an Kunden 1.750.163,78 1.720.406,13
darunter: Kommunalkredite 6.293,44 1.381,86
7. Beteiligungen 1.831.475,00 459.475,00
10a. Leasingvermögen 144.218.820,59 127.017.538,78
11. Immaterielle Anlagewerte 275.691,31 310.691,29
12. Sachanlagen 560.096,71 599.761,63
14. Sonstige Vermögensgegenstände 5.345.235,44 4.227.024,62
15. Rechnungsabgrenzungsposten 88.768,45 13.856,55
Summe der Aktiva 156.959.565,54 137.733.717,69

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 140.785.004,44 123.531.823,34
a) täglich fällig 1.410.912,68 1.288.296,47
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 139.374.091,76 122.243.526,87
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 523.276,89 455.417,88
b) andere Verbindlichkeiten 523.276,89 455.417,88
ba) täglich fällig 50.507,93 12.315,37
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 472.768,96 443.102,51
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.645.541,28 2.355.040,93
6. Rechnungsabgrenzungsposten 9.255.451,45 7.711.433,35
6a. Passive latente Steuern 986.103,00 532.987,80
7. Rückstellungen 1.159.796,27 1.304.739,21
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 648.546,27 998.789,21
c) andere Rückstellungen 511.250,00 305.950,00
12. Eigenkapital 1.604.392,21 1.842.275,18
a) Eingefordertes Kapital 261.100,00 261.100,00
Gezeichnetes Kapital 261.100,00 261.100,00
d) Bilanzgewinn 1.343.292,21 1.581.175,18
Summe der Passiva 156.959.565,54 137.733.717,69

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
01. Leasingerträge 57.458.882,36 51.039.662,29
1. Zinserträge 46.418,43 21.808,60
a) aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 46.418,43 21.808,60
02. Leasingaufwendungen 961.407,87 524.156,55
2. Zinsaufwendungen 4.515.549,64 2.682.335,30
Ergebnis 1. - 2. 52.028.343,28 47.854.979,04
3. Laufende Erträge 661.351,65 0,00
b) aus Beteiligungen 661.351,65 0,00
5. Provisionserträge 773,80 5.598,00
6. Provisionsaufwendungen 2.789.794,62 2.372.451,86
Ergebnis 5. - 6. -2.789.020,82 -2.366.853,86
8. Sonstige betriebliche Erträge 943.036,70 517.158,52
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 3.301.179,11 2.832.656,60
a) Personalaufwand 1.854.207,77 1.905.626,95
aa) Löhne und Gehälter 1.534.082,32 1.490.190,69
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 320.125,45 415.436,26
darunter: für Altersversorgung 56.100,63 98.629,63
b) andere Verwaltungsaufwendungen 1.446.971,34 927.029,65
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 45.317.237,61 40.692.008,64
a) auf Leasingvermögen 45.172.009,58 40.558.789,77
b) auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 145.228,03 133.218,87
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.166,63 893,26
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 494.065,99 474.572,71
Ergebnis -13. + 14. -494.065,99 -474.572,71
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0,00 0,00
Ergebnis -15. + 16. 0,00 0,00
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 1.722.061,47 2.005.152,49
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 454.071,90 533.000,42
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 1.592,16 976,89
Ergebnis 23. + 24. 455.664,06 533.977,31
Ergebnis 27. bis 28b. 1.266.397,41 1.471.175,18
Ergebnis 27. bis 29. 1.266.397,41 1.471.175,18
Ergebnis 27. bis 30. 1.266.397,41 1.471.175,18
Ergebnis 27. bis 31. 1.266.397,41 1.471.175,18
Ergebnis 27. bis 32. 1.266.397,41 1.471.175,18
34. Bilanzgewinn 1.266.397,41 1.471.175,18

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Anhangangaben

archimedes Leasing GmbH, Bad Ems

Amtsgericht Koblenz HRB 4230

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) - insb. nach den Vorschriften für Kreditinstitute (§§ 340ff HGB i.V.m. RechKredV) - sowie der ergänzenden Bestimmungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Gem. § 340 a HGB wurden die für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB angewendet.

Soweit für Pflichtangaben Wahlrechte bestehen, diese in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang darzustellen, sind diese aus Gründen der Übersichtlichkeit im Anhang dargestellt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sind mit dem Nominalwert bilanziert. Zur Abdeckung akuter und latenter Ausfallrisiken wurden Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gebildet.

Die Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Die Abschreibungen des Leasingvermögens werden linear entsprechend der Laufzeit des jeweiligen Leasingvertrages berechnet. Falls im Leasingvertrag ein Restwert vereinbart ist, wird bis auf diesen Wert abgeschrieben. Bei der Festlegung der Abschreibungsmethode orientiert sich die Gesellschaft am Prinzip der verlustfreien Restabwicklung der Leasingverträge. Bonitätsrisiken werden durch außerplanmäßige Wertminderungen von insgesamt TEUR 256 berücksichtigt.

Zu den Anschaffungskosten gehören die gesamten Aufwendungen für den Erwerb und die Aufstellung eines Anlagegutes einschließlich aller Nebenkosten, die bis zur Betriebsbereitschaft des Anlagegutes anfallen, unter Abzug eventueller Preisnachlässe. Die Kosten des Leasing-Vertrages (sog. Vertragsbeschaffungskosten) werden weder als Anschaffungskosten eines Leasing-Gegenstandes noch als immaterielle Werte oder als Rechnungsabgrenzungsposten aktiviert (§ 255 HGB, HFA IDW 1/1989).

Die immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend der Nutzungsdauer um lineare Abschreibungen vermindert. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr sofort abgeschrieben.

Die sonstigen Aktiva sind zum Nennbetrag angesetzt. Auf die enthaltenen progressiven Ratenüberhänge wurden zur Abdeckung akuter und latenter Ausfallrisiken Wertabschläge vorgenommen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit ihren Rückzahlungsbeträgen passiviert.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen Zahlungseingänge aus verkauften Leasingraten, Zuschüssen und Leasingsonderzahlungen, welche linear über die Laufzeit der zugrunde liegenden Leasingverträge ertragswirksam aufgelöst werden.

Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (versicherungsmathematisches Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode); der Restlaufzeit der Rückstellungen entsprechender Marktzins, welcher von der Deutschen Bundesbank bekannt gemacht wurde; geschätzte Rentensteigerungen von 2 % und Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G"). Aufgrund der Anpassung der Pensionsrückstellung gem. §253 Abs.6 HGB-E wird diese mit dem 10-Jahresdurchschnitt berechnet. Zur Abdeckung der Pensionsrückstellungen wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen.

Nach der Verrechnung des verbleibenden um TEUR 24 auf TEUR 358 erhöhten Aktivierungswertes der Rückdeckungsversicherungsansprüche mit den um TEUR 77 auf TEUR 1.409 erhöhten Pensionsverpflichtungen ergibt sich nach Auszahlung der fällig gewordenen Pensionsverpflichtung ein um TEUR 350 auf TEUR 649 verminderter Rückstellungsbetrag.

Bei Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen 7 Jahre hätten sich Pensionsverpflichtungen (ohne Verrechnung der Rückdeckungsversicherung) in Höhe von TEUR 1.026 ergeben.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Fremdwährungspositionen bestehen im Jahresabschluss nicht.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Unter den anderen Forderungen gegenüber Kreditinstituten sind die separierten Anlagen der von den Kunden hereingenommenen Kautionen ausgewiesen worden. Sämtliche Forderungen gegenüber Kreditinstituten sind täglich fällig.

Fälligkeit der Forderungen an Kunden:

Gesamtforderungen Vorjahr
T€
sofort fällig
T€
bis 3 Monate
T€
3 - 12 Monate
T€
1 - 5 Jahre
T€
1.750 1.720 6 9 15
1.720 1.665 13 12 30

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die im Geschäftsjahr vorgenommenen Abschreibungen sind dem beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen.

In dem Anlagespiegel ist das Leasingvermögen in entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte und in Sachanlagen unterteilt worden.

Die im Anlagespiegel ausgewiesenen Grundstücke und Bauten TEUR 422 (Vorjahr TEUR 441) betreffen das Verwaltungsgebäude der Gesellschaft sowie eigen genutzte Parkplätze.

Die sonstigen Vermögensgegenständen enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Steuererstattungsansprüchen TEUR 660 (Vorjahr TEUR 556), aus progressiven Ratenlinearisierungen TEUR 2.892 (Vorjahr TEUR 3.096), die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen, Forderungen gegen Gesellschafter TEUR 305 (Vorjahr TEUR 330) Forderungen aus Vormieten TEUR 13 (Vorjahr TEUR 4), Forderungen an Lieferanten TEUR 387 (Vorjahr TEUR 12), Forderungen aus Beteiligungen TEUR 661 (Vorjahr TEUR 0) sowie Forderungen gegen Personal TEUR 3 (Vorjahr TEUR 4).

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Betrag/Laufzeit (Vorjahr) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Gesamtbetrag
T€
bis zu 3 Monaten
T€
über 3 Monate bis zu 1 Jahr
T€
über 1 Jahr bis zu 5 Jahre
T€
mehr als 5 Jahre
T€
mit vereinbarter Laufzeit 139.375 12.882 34.179 91.440 874
oder Kündigungsfrist (122.243) (11.359) (30.529) (79.797) (558)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.646 2.646 0 0 0
(2.355) (2.355) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
mit vereinbarter Laufzeit 473 3 33 437 0
oder Kündigungsfrist (443) (13) (8) (422) (0)
Summe 142.494 15.531 34.212 91.877 874
(125.041) (13.727) (30.537) (80.219) (558)

Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: Sicherungsübereignung des Leasingvermögens, Abtretung von Leasingforderungen, Verpfändung von Bankguthaben und Grundschulden und Bürgschaften des Geschäftsführers.

Im Übrigen hat die Gesellschaft ihren Gläubigern - abgesehen von den üblichen Eigentumsvorbehalten bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - keine besonderen Sicherheiten gewährt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Lieferantenansprüche (TEUR 2.615) sowie Lohn- und Kirchensteuer-Verbindlichkeiten (TEUR 31).

Aufgrund der unterschiedlichen Ansätze des Leasingvermögens und der Pensionsrückstellungen sowie der bestehenden steuerlichen Verlustvorträge weicht das handelsrechtliche Ergebnis von dem steuerlichen Ergebnis ab. Insbesondere aufgrund der in den beiden Vorjahren verwendeten degressiven Abschreibungsmethode in der Steuerbilanz wurden im Berichtsjahr passive latente Steuern in Höhe von TEUR 986 (Vorjahr TEUR 533) angesetzt. Der Steuersatz beträgt 30,245 %.

Die anderen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Beratungskosten (TEUR 46), TV-Wartezimmer Bonus-Rückstellungen (TEUR 126), Personalkosten (TEUR 19), Archivierungskosten (TEUR 30), Auskunftsgebühren (TEUR 9) sowie Jahresabschlusskosten (TEUR 59).

Durch das handelsrechtliche Bilanzierungsverbot von Dauerschuldverhältnissen in Form der geschlossenen Leasingverträge vermittelt der Jahresabschluss kein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die in der Leasingsubstanz vorhandenen stillen Reserven führen zu einem deutlich höheren betriebswirtschaftlichen Eigenkapital.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach § 2 RechKredV in Kontoform (Formblatt 2) aufgestellt.

Periodenfremde Erträge: TEUR 8,6 (TEUR 3,4) (diverse Kleinbeträge).

Periodenfremde Aufwendungen: TEUR 7,3 (TEUR 48) (diverse Kleinbeträge).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erlöse aus weiterbelasteten Rechtskosten (TEUR 27) Versicherungsentschädigungen (TEUR 224), Aktivwertzuführungen zu Rückversicherungsansprüchen (TEUR 24), Erstattung Entgeltfortzahlung (TEUR 21), Erlös Verkauf Sachanlagevermögen (TEUR 8), Erlöse aus LN-Versicherungen (TEUR 506), Erlöse aus Servicepauschalen (TEUR 91) sowie Sachwertbezüge (TEUR 32) enthalten.

Von einer geographischen Aufteilung der Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung wird abgesehen, da sich die Tätigkeit im Wesentlichen auf das Inland beschränkt und sich diese inländischen Märkte nicht wesentlich voneinander unterscheiden.

V. Sonstige Angaben

Das Honorar des Wirtschaftsprüfers beträgt TEUR 59, ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen. TEUR 10 betragen die Kosten für die Steuerberatung.

Neben dem Geschäftsführer beträgt die durchschnittliche Zahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer: 22 Angestellte und 2 geringfügig Beschäftigte.

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung der Gesellschaft durch folgenden Geschäftsführer, der von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit ist:

Herr Christoph Hermann, Bad Ems

Von der Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers wird gem. § 286 Abs. 4 HGB abgesehen.

Die archimedes Leasing GmbH ist zu

1.

20 % als Kommanditistin an dem Kommanditkapital von insgesamt TEUR 1.366 an der TV-Wartezimmer Gesellschaft für moderne Kommunikation MSM GmbH & Co. KG, Freising beteiligt. Das Jahresergebnis 2023 belief sich auf TEUR 875.

2.

49 % an dem Stammkapital von insgesamt TEUR 881 an der BKP Gesellschaft für Leasing und Factoring oHG, Mönchengladbach beteiligt.

Das Jahresergebnis 2023 belief sich auf TEUR 908.

Vorgänge gem. §285 Nr. 33 HGB von besonderer Bedeutung, die nach dem Erstellen des Jahresabschlusses eingetreten sind, gibt es keine.

VI. Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 1.266.397,41 EUR ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, dass von dem Bilanzgewinn ein Betrag von 1.246.000,00 EUR ausgeschüttet werden und der Restbetrag auf neue Rechnung vorgetragen werden soll.

 

Bad Ems, im April 2024

Die Geschäftsführung

gez. Christoph Hermann

gez. Oliver Bernd

Entwicklung des Anlagevermögens

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31. Dez. 2023
EUR
1. Beteiligungen 459.475,00 1.372.000,00 0,00 0,00 1.831.475,00
2. Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagenwerte
a) Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 551.522,37 0,00 0,00 0,00 551.522,37
c) Geleistete Anzahlungen 243.600,00 0,00 0,00 0,00 243.600,00
795.122,37 0,00 0,00 0,00 795.122,37
3. Sachanlagen
a) Grundstücke und Bauten 610.282,95 0,00 0,00 0,00 610.282,95
b) Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 614.447,84 79.729,76 51.010,74 0,00 643.166,86
1.224.730,79 79.729,76 51.010,74 0,00 1.253.449,81
4. Leasingvermögen
a) Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte 425.079,72 0,00 103.214,58 0,00 321.865,14
b) Sachanlagen 223.019.475,23 66.941.208,77 42.111.503,17 2.240.465,22 250.089.646,05
c) geleistete Anzahlungen 2.267.719,57 1.283.434,42 0,00 -2.240.465,22 1.310.688,77
225.712.274,52 68.224.643,19 42.214.717,75 0,00 251.722.199,96
228.191.602,68 69.676.372,95 42.265.728,49 0,00 255.602.247,14
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01. Jan. 2023
EUR
Zuführungen
EUR
Auflösungen
EUR
Umbuchungen
EUR
31. Dez. 2023
EUR
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagenwerte
a) Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 484.431,08 34.999,98 0,00 0,00 519.431,06
c) Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
484.431,08 34.999,98 0,00 0,00 519.431,06
3. Sachanlagen
a) Grundstücke und Bauten 169.214,66 19.465,74 0,00 0,00 188.680,40
b) Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 455.754,50 90.762,31 41.844,11 0,00 504.672,70
624.969,16 110.228,05 41.844,11 0,00 693.353,10
4. Leasingvermögen
a) Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte 407.903,72 9.621,00 103.214,58 0,00 314.310,14
b) Sachanlagen 98.286.832,02 45.162.388,58 36.260.151,37 -7.998,78 107.181.070,45
c) geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 7.998,78 7.998,78
98.694.735,74 45.172.009,58 36.363.365,95 0,00 107.503.379,37
99.804.135,98 45.317.237,61 36.405.210,06 0,00 108.716.163,53
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
1. Beteiligungen 1.831.475,00 459.475,00
2. Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagenwerte
a) Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.091,31 67.091,29
c) Geleistete Anzahlungen 243.600,00 243.600,00
275.691,31 310.691,29
3. Sachanlagen
a) Grundstücke und Bauten 421.602,55 441.068,29
b) Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 138.494,16 158.693,34
560.096,71 599.761,63
4. Leasingvermögen
a) Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte 7.555,00 17.176,00
b) Sachanlagen 142.908.575,60 124.732.643,21
c) geleistete Anzahlungen 1.302.689,99 2.267.719,57
144.218.820,59 127.017.538,78
146.886.083,61 128.387.466,70

sonstige Berichtsbestandteile

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss auf den 31.12.2023 wurde am 17.05.2024 festgestellt.

Ergebnisverwendungsbeschluss

Gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 17.05.2024 wird von dem Bilanzgewinn in Höhe von 1.343.292,21 EUR insgesamt 1.246.064,41 EUR ausgeschüttet. Der verbleibende Betrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Ort, den 17.05.2024

gez. Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die archimedes Leasing GmbH, Bad Ems

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der archimedes Leasing GmbH, Bad Ems, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Archimedes Leasing GmbH, Bad Ems, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.

Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystems und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Trulben, den 08.05.2024

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