Tätigkeiten von Werbeagenturen
Orient Master GmbH
Kantstraße 101, 10627 Berlin, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Xiaoying Zhu seit 16.5.2025 | Prokura |
Wei Zhao seit 20.2.2013 | Geschäftsführer |
Jiandong Yang seit 12.1.2009 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
Jenny Jingyi Ye | 49.80% |
| 25.10% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Orient Master GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens der Orient Master GmbH ist u. a. der Import, Export und Handel mit Lebensmitteln und anderen Waren. Wesentlicher Tätigkeitsbereich der Gesellschaft ist das Betreiben von asiatischen Supermärkten. Das Sortiment umfasst asiatische Lebensmittel und Getränke, Kaffee und Tee, Getrocknete Waren, Reis und Mehl, Gewürzpasten, -saucen und -mittel, Fertiggerichte und Konserven, Tiefkühlprodukte, insbesondere Fisch und Garnelen sowie Nonfood (Geschirr, Küchenzubehör etc.). Der erste Supermarkt wurde 2009 in Berlin-Charlottenburg eröffnet. Ende 2023 ist die Gesellschaft mit 18 Filialen deutschlandweit präsent und beschäftigt rd. 390 Mitarbeiter. Die Ladengeschäfte befinden sich in angemieteten Räumen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach Angaben des Statistischen Bundesamts ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Insgesamt war die konjunkturelle Entwicklung jedoch stark von den Folgen des Kriegs in der Ukraine, dem Nahost-Konflikt sowie von nach wie vor hohen Energiepreisen geprägt (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024). Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Damit fiel die Inflationsrate für 2023 geringer aus als im Jahr zuvor (+6,9 %), bewegt sich aber nach wie vor auf hohem Niveau. Nahrungsmittel verteuerten sich im Jahresdurchschnitt 2023 dabei besonders stark (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020 vom 16. Januar 2024). Die hohen Verbraucherpreise dämpfen nach wie vor auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte nahmen preisbereinigt im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 % ab. Vom Konsumrückgang im Jahr 2023 waren insbesondere die Ausgaben für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren betroffen. Der Rückgang des privaten Konsums dürfte unter anderem durch die in 2023 mit durchschnittlich 5,9 % erhöhte Inflationsrate bedingt sein. 2. Geschäftsverlauf Die Orient Master GmbH hat sich auf den Import von originalen asiatischen Lebensmitteln spezialisiert, die sie ganz überwiegend an Endverbraucher in Einzelhandelsgeschäften verkauft. Das Sortiment umfasst rd. 7.000 Artikel, die unterschiedlich nachgefragt werden, aber letztendlich als Vollsortiment geführt werden. Die Anpassung des Sortiments erfolgt laufend. Die Orient Master GmbH ist im Zeitraum 2009 bis 2021 kontinuierlich expandiert und hat ihr Geschäft deutschlandweit ausgebaut. Sie konzentriert sich auf Standorte, bei denen ein hoher Anteil an Kunden mit einem kulturellen Hintergrund aus Ostasien sowie eine studentische Klientel zu erwarten ist. Sämtliche Filialstandorte befinden sich in zentraler Lage und verfügen über eine gute Anbindung an das Straßenverkehrsnetz sowie an das Netz des öffentlichen Personennahverkehrs. Vor dem Hintergrund, dass unsere Kundschaft, insbesondere die nicht-asiatische Kundschaft, überwiegend der Altersgruppe der 20- bis 40-Jährigen angehört, sind darüber hinaus Universitätsstädte ein wesentlicher Faktor für die Standortentscheidung. In den Jahren 2022 und 2023 wurden keine weiteren Filialstandorte mehr entwickelt. Der Schwerpunkt der Tätigkeit der Orient Master GmbH liegt aktuell zum einen in der Bestandspflege und in der zeitgemäßen baulichen Umgestaltung vorhandener Filialgeschäfte, zum anderen im Ausbau des Importgeschäfts mit Herstellern / Lieferanten aus Fernost. Von den 2023 betriebenen 20 Filialen befanden sich 10 in angemieteten Räumen der GALERIA S.à.r.l. & Co. KG (im Folgenden: "Galeria"), wobei zwei Standorte aufgrund der Insolvenz von "Galeria" am 21. Januar 2023 bzw. am 31. Mai 2023 geschlossen wurden. Weitere 10 Filialen hat die Orient Master GmbH von Dritten angemietet. Hierbei ist zu beachten, dass zwei der genannten 10 Filialstandorte aufgrund des 2. Insolvenzverfahrens der damaligen GALERIA Karstadt Kaufhof GmbH im Jahr 2023 von neuen Eigentümern übernommen wurden. Problematisch ist nach wie vor, dass zum Stichtag 31. Dezember 2023 die Hälfte der Ladengeschäfte in Kaufhäusern der Galeria angesiedelt sind. Der in den Häusern der Galeria generierte Umsatz liegt - bezogen auf den Gesamtumsatz - bei ca. 41 %. Aufgrund der Schließung von Kaufhäusern im Zeitverlauf ergeben sich zudem Einschränkungen für die in solchen Häusern betriebenen Filialen. Die Einschränkungen aus der Corona-Pandemie vergangener Jahre waren 2023 nicht mehr relevant. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Orient Master GmbH sind gut geschult und beherrschen in der Regel mehrere Sprachen. Dies ist wegen der Kundenstruktur und der verkauften Originalprodukte aus Ostasien zweckmäßig. Die Orient Master GmbH hat eine Verwaltungsstruktur, die dem Umfang des Geschäfts entspricht. Der Sitz der Verwaltung befindet sich in Berlin; der neue Verwaltungssitz Mecklenburgische Straße 22A wurde ab November 2022 bezogen. In den Ladengeschäften werden Marktleiter eingesetzt, die für das Geschäft vor Ort zuständig sind. Der Einkauf erfolgt zentral. Die Steuerung und Kontrolle des laufenden Geschäfts in den Ladengeschäften wird durch ein Warenwirtschaftssystem sichergestellt, das übergreifende Auswertungen ermöglicht. Durch schriftliche Arbeitsanweisungen und Schulungen des Personals werden ordnungsgemäße Abläufe im Unternehmen im Allgemeinen und dem Umgang mit Lebensmitteln im Besonderen gesteuert. Trotz der im Jahr 2023 erfolgten Schließung von zwei Filialstandorten in München, hat sich der Geschäftsverlauf im Berichtsjahr grundsätzlich positiv dargestellt. So konnten die schließungsbedingten Umsatzrückgänge nicht nur kompensiert, sondern durch deutliche Umsatzsprünge an den verbliebenen Filialstandorten (insbesondere Frankfurt, Nürnberg, Bonn und Berlin-Hauptstraße) sowie durch das intensivierte Importgeschäft und den Weiterverkauf der Importware an die Schwestergesellschaft (go asia Deutschland GmbH) sogar - wenn auch nur geringfügig - gesteigert werden. Die positive Geschäftsentwicklung spiegelt sich auch in der Anzahl der Kassiervorgänge wider, welche trotz der erwähnten Filialschließungen in München im Vergleich zum Vorjahr um rund 2,4 % gesteigert werden konnten. Auch im Jahr 2023 haben sich Kostensteigerungen auf die Höhe der Umsätze ausgewirkt. Ursachen dafür sind angestiegene Kosten für die laufenden Betriebskosten, insbesondere die Stromkosten, höhere Personalkosten und nicht zuletzt höhere Ausgaben für indexierte Mieten, welche inflationsbedingt im Jahr 2023 deutlich angestiegen sind. Die Kosten für den Wareneinkauf bewegen sich annähernd auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Insbesondere die genannten Faktoren führten im Lebensmitteleinzelhandel generell zu Preiserhöhungen und damit zu höheren Umsätzen. Insgesamt konnten Umsatzerlöse trotz der herausfordernden Mietvertragssituation bei der Galeria, d. h. durch den Wegfall von zwei ertragsstarken Filialen in München, aus den vorgenannten Gründen sowie durch die kontinuierliche Verbesserung des Sortiments- und Preismanagements sogar noch leicht um 1,0 % gesteigert werden. Die Erhöhung der Umsatzerlöse und die vorgenannten Kostensteigerungen spiegeln sich in der Wareneinsatzquote wider, die gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant blieb. Im Hinblick auf die stark angestiegenen Teuerungsraten wurde bei den Löhnen und Gehältern ein Inflationsausgleich vorgenommen, mit der Folge, dass sich die Personaleinsatzquote im Vergleich zum Vorjahr um rund 1,9 % erhöht hat. Die Verwaltungskosten sind vor allem aufgrund der höheren Miet- und Energiekosten nominal um rund T€ 400 angestiegen; ihr Verhältnis zu den Umsatzerlösen ist im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Die Geschäftsführung ist mit der Entwicklung der Geschäftstätigkeit in 2023 zufrieden. 3. Lage Zunächst wird auf die Angaben im Jahresabschluss Bezug genommen. 3.1. Ertragslage Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. Eine Steigerung ist auch bei den Aufwandspositionen zu verzeichnen. Durch den geleisteten Inflationsausgleich bei den Lohn- und Gehaltszahlungen sowie durch gestiegene Raum- und Energiekosten sind die Aufwandspositionen im Vergleich zum Vorjahr insgesamt erhöht. Wesentliche Aufwandpositionen sind Wareneinsatz, Personalkosten, Raum- und Energiekosten. Die Relation Wareneinsatz zu Umsatzerlösen beträgt im Geschäftsjahr 60,45 % (Vorjahr: 63,41 %). Die Personaleinsatzquote liegt mit 13,79 % über dem Niveau des Vorjahres (2022: 11,91 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (insbesondere Mieten, Nebenkosten Geldverkehr, Verwaltungskosten) entsprechen 12,06 % der Umsatzerlöse (2022: 10,85 %). Die Abschreibungen liegen unter dem Niveau des Vorjahres. In den Ladengeschäften sind keine weiteren wesentlichen Investitionen vorgenommen worden. Im Geschäftsjahr wurde ein Jahresüberschuss von rd. T€ 5.987. (Vorjahr: T€ 5.705) erwirtschaftet. 3.2. Finanzlage Die Liquidität der Gesellschaft war in 2023 positiv. Sie war jederzeit uneingeschränkt in der Lage, ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Es wurde ein Cashflow (Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen Anlagevermögen) von rd. T€ 6.768 (2022: T€ 6.587) erwirtschaftet. Die Investitionen des Geschäftsjahres 2023 von T€ 360 betreffen die Aus- und Umbauten der neuen Verwaltungsräume "Mecklenburgische Straße 22A" und Ersatzinvestitionen an den bestehenden Standorten. Die Anschaffungen insgesamt sind durch mittel- und langfristige Bankkredite und durch Eigenmittel finanziert. 3.3. Vermögenslage Die Bilanzstruktur hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich geändert. Die Vermögenslage der Orient Master GmbH wird durch Anlagevermögen, Waren und Bestände an liquiden Mitteln geprägt. Das Eigenkapital beträgt nominell T€ 15.823 (2021: T€ 10.315). Das entspricht einer Eigenkapitalquote von 68,4 % (2021: 50,7 %). Es bestehen Verbindlichkeiten von T€ 6.206 (2022: T€ 8.429). Die Finanzierung der Vorräte (2023: T€ 5.351; 2022: T€ 4.394) erfolgt im Wesentlichen durch Lieferantenkredit (2023: T€ 4.189; 2021: T€ 5.124). 3.4. Gesamtaussage zur Lage Die Gesellschaft weist eine stabile Ertragslage aus. Die Liquidität ist positiv; wesentliche Verbindlichkeiten bestehen nur aus Bankdarlehen für Investitionen in Anlagevermögen. Die Eigenkapitalausstattung ist zufriedenstellend. 4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind die Erlöse und Aufwendungen, bezogen auf die einzelnen Ladengeschäfte. Hier werden insbesondere die Umsätze, der Wareneinsatz, die Personalkosten und die Raumkosten als wesentliche Kostenfaktoren berücksichtigt und in einem Vergleich der Filialen laufend ausgewertet und die Erlös- und Kostenentwicklung überwacht. Diese sich so ergebenden Indikatoren und Kennzahlen dienen zur Steuerung des Unternehmens und der Planung weiterer Projekte und Standorte. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren sind die Fluktuation des Personals und die Kundenzufriedenheit. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird für 2024 und 2025 als schwierig eingeschätzt. Insbesondere politische Krisen und Kriege (Ukraine, Nahost) bergen substanzielle Risiken für die weltweite und die Inlandskonjunktur. Hinzu kommen Unklarheiten bzgl. der wirtschaftspolitischen Ausrichtung der USA, zumal die Trump-Administration angekündigt hat, den Kurs gegenüber China weiter zu verschärfen. Insofern rückt die Gefahr eines Handelskriegs zwischen den USA und China in greifbare Nähe. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die US-Wirtschaft, sondern könnte auch die globale Wirtschaftsordnung erheblich beeinflussen. Insbesondere Europa und Deutschland, die eng in die globalen Lieferketten eingebunden sind, stünden dann vor großen Herausforderungen. Hinzu kommen die Auswirkungen aus der Anpassung des Zinsniveaus und der schwer einzuschätzenden Inflationsentwicklung. Der Arbeitsmarkt wird hiervon bislang noch nicht betroffen, Grund ist vor allem der Mangel an Fachkräften. Die daraus resultierenden längerfristigen Auswirkungen auf das gesamtwirtschaftliche Klima, die Lage am Arbeitsmarkt und das Konsumklima sind derzeit nicht abschätzbar. Diese makroökonomischen Bedingungen werden aber Auswirkungen auch auf das Konsumverhalten und damit den Absatz im Lebensmitteleinzelhandel haben. Bereits eingetretene negative Auswirkungen sind höhere Energiekosten weltweit, Preissteigerungen bei Lebensmitteln auch als Folge der Steigerung der Rohstoffpreise sowie nach wie vor hohe Transportkosten. Weiter hinzu kommen können Exportbeschränkungen für Lebensmittel, die die Wareneinkaufspreise steigen lassen, Störungen der Lieferketten und weitere signifikante Preissteigerungen für Energie. Ein weiteres Themenfeld sind die in letzter Zeit in Kraft getretenen EU-Verordnungen zum Lebensmittelrecht, die bestimmte Zusatzstoffe, welche im asiatischen Raum einer Vielzahl von Lebensmittelprodukten beigemischt sind, für den europäischen Absatzmarkt für unzulässig erklären. Dies hat zur Folge, dass das Warensortiment eingeschränkt werden muss, da für viele asiatische Produzenten der europäische Markt eher ein Randgeschäft darstellt, und aus diesem Grund Änderungen an den beigemischten Zusatzstoffen eines Produkts seitens der asiatischen Produzenten nur in sehr überschaubarem Rahmen erwartet werden kann. Unverändert ist die Orient Master GmbH von der wirtschaftlichen Entwicklung von Galeria betroffen, in deren Kaufhäusern 50 % der Filialen betrieben werden. Die weitere wirtschaftliche Entwicklung bei Galeria ist für die Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung der Orient Master GmbH entscheidend, lässt sich aber nicht zuverlässig abschätzen und ist unsicher. Die Orient Master GmbH war zwar von weniger Schließungen von Kaufhäusern betroffen als erwartet. So wurden auch in 2024 zwei weitere Galeria Standorte (Heidelberg und Berlin) geschlossen. In der Folgezeit (2025) kann nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Kaufhäuser schließen, was auch Filialen der Orient Master GmbH betrifft. Aus den vergangenen Geschäftsjahren lässt sich ableiten, dass das Geschäftsmodell der Orient Master GmbH trotz schwieriger Rahmenbedingungen grundsätzlich tragfähig und profitabel ist. Das liegt im Wesentlichen an dem angebotenen vielseitigen Warensortiment und dem skalierbaren Geschäftsmodell. Weitere Angaben zur künftigen Entwicklung sind im Chancen- und Risikobericht enthalten, die dort ergänzend dargestellt werden. Für 2024 werden für die Orient Master GmbH wegen des (vorläufigen) Auslaufens von Mietverträgen (Heidelberg, Berlin-Müllerstraße und Stuttgart) geringere Umsätze und Ergebnisse erwartet (rd. 60 Mio. EUR). Für 2025 geht die Orient Master GmbH von einem Umsatz und Ergebnis auf dem Niveau des Jahres 2024 aus, wobei aufgrund der in diesem Abschnitt beschriebenen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen derzeit eine nachhaltige und verlässliche Prognose für das Geschäftsjahr 2025 nicht möglich ist. In einem Basisszenario geht die Orient Master GmbH für 2024 und 2025 derzeit davon aus, dass die hohen Energiekosten und der Anstieg der Wareneinkaufspreise sowie die wegen der weiteren Erhöhung des Mindestlohns erforderlichen Gehaltsanpassungen das Ergebnis negativ beeinflussen können. Sofern die Inflation auch im Jahr 2025 wieder deutlich ansteigen sollte, wirkt sich auch dieser Sachverhalt negativ auf das Ergebnis für diesen Betrachtungszeitraum aus. Weitere negative Auswirkungen können sich aus politischen Krisen und der Ausweitung / Fortdauer der Kriegshandlungen in der Ukraine und Nahost mit unmittelbaren oder mittelbaren Folgen für Lieferketten und die Beschaffung von Lebensmitteln aus Ostasien ergeben. 2. Chancen- und Risikobericht 2.1. Überblick Die Gesellschaft bewegt sich in einem dynamischen Markt- und Wettbewerbsumfeld, das fortlaufend Geschäftschancen bietet und aber auch Risiken beinhaltet. Wie jedes Unternehmen ist die Orient Master GmbH allgemeinen unternehmerischen, gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ist seit zwei Jahren von Stagnation geprägt. Gemäß der Konjunkturprognose Herbst 2024 des ifo-Instituts wird nach einem Rückgang um 0,3 % im vergangenen Jahr das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in 2024 wohl nur stagnieren. Ferner wird prognostiziert, dass in den beiden kommenden Jahren eine allmähliche Erholung einsetzen dürfte, im Zuge derer die Wirtschaftsleistung um 0,9 % bzw. 1,5 % zunehmen wird. Damit wurde die Wachstumsprognose gegenüber der ifo- Konjunkturprognose Sommer 2024 deutlich um 0,4 Prozentpunkte für das Jahr 2024 und um 0,6 Prozentpunkte für das Jahr 2025 gesenkt. Gemäß der Herbstprojektion 2024 der Bundesregierung dürfte sich die Preissteigerung im Vergleich zum Vorjahr auf 2,2 % verringern. Auch wird mit einem robusten Arbeitsmarkt sowie kräftigen Lohnsteigerungen gerechnet. Die Energiekosten werden voraussichtlich nicht im bisherigen Umfang steigen, bleiben aber auf einem relativ hohen Niveau. Risiken allgemeiner Art können sich für die Orient Master GmbH aus wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ergeben. Zu nennen sind hier insbesondere Risiken, die durch handelspolitische Konflikte (bspw. Handelskonflikte USA / China) entstehen sowie Auswirkungen aus den Kriegshandlungen in der Ukraine und nunmehr auch in Nahost (Störungen von Lieferketten, Exportbeschränkungen in Lieferländern, Verteuerung der Rohstoffpreise und damit auch der Transportkosten, beschränkte Transportkapazitäten). Daneben können Änderungen im Konsumentenverhalten Einfluss auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Gesellschaft haben. Zur Identifikation von Chancen und Risiken analysiert die Geschäftsführung das Umfeld des Unternehmens und die Unternehmensprozesse. Die erkannten wesentlichen Risiken werden mit den leitenden Angestellten diskutiert und bewertet. Durch die skalierten Abläufe können interne Vergleiche gezogen, unwirtschaftliche Entwicklungen erkannt und Verbesserungen umgesetzt werden. Zielstellung dieses Risikomanagementsystems ist die laufende Verbesserung der Ausrichtung des Unternehmens und die Vermeidung des Eintritts nachteiliger Entwicklungen und konkreten Risiken. In Bezug auf das Warensortiment und die Verkaufspreise werden laufende Anpassungen und Optimierungen vorgenommen. Basis hierfür sind intern vorgegebene Margen und geplante Umsätze je Quadratmeter Verkaufsfläche. In diesem Rahmen werden die Verkaufspreise festgelegt, das Warensortiment verbessert (Listungen und Auslistungen) und Schlussfolgerungen für die Verhandlung von Einkaufspreisen gezogen. Im Hinblick auf die bereits an anderer Stelle erwähnte Vielzahl neuer EU-Verordnungen aber auch nationaler Verordnungen zum Lebensmittelrecht, ergeben sich Herausforderungen für das Warensortiment dergestalt, dass dadurch eine nicht nur unerhebliche Anzahl von Produkten in Deutschland perspektivisch einem Verkehrsverbot unterliegen, die in Fernost ohne weiteres verkauft werden dürfen. 2.2. Chancen Ihre Chancen und Stärken sieht die Orient Master GmbH in der Fokussierung und Spezialisierung auf den Handel mit asiatischen Lebensmitteln. Das Warensortiment der Orient Master GmbH unterscheidet sich hinsichtlich der Sortimentsbreite und Sortimentstiefe erheblich von den auch in vielen deutschen Supermarktketten angebotenen asiatischen Produkten, bei denen es sich häufig nicht um Originalprodukte, sondern um in der EU hergestellte Waren handelt. Die Orient Master GmbH hat sich mit ihrem umfangreichen Warensortiment als Lieferant von originalen Lebensmitteln etabliert. Basis dafür sind Lieferbeziehungen mit Herstellern in Ostasien und Importeuren. Das Importgeschäft wurde im Jahr 2023 deutlich intensiviert, da mit der neuen Lager-/Logistikhalle am Standort Velten eine Struktur geschaffen wurde, die die Abwicklung des Importgeschäfts spürbar verbessert hat. Der Direktimport, d. h. die Warenbeschaffung unter Umgehung des zwischengeschalteten Großhandels, führt zu einer verbesserten Marge. Das Warensortiment wird ständig überprüft und angepasst. So wurde bspw. das Angebot an vegetarischen und veganen Produkten deutlich erweitert und somit den Wünschen einer zunehmend ernährungsbewussten Kundschaft Rechnung getragen. Die Nachfrage nach asiatischen Lebensmitteln in Deutschland ist unverändert gut. Es gibt nach wie vor nur eine geringe Zahl von Anbietern, die ein so umfangreiches Sortiment in Deutschland wie die Orient Master GmbH anbieten können. Grundsätzlich richtet sich das Angebot nicht nur an asiatische Kunden, sondern ausdrücklich auch an Nicht-Asiaten mit einem Faible für die asiatische Küche. Im Hinblick auf den Marktauftritt der Orient Master GmbH mit einem modernen Corporate Design, einem zeitgemäßen Ladenbau- und Beleuchtungskonzept, unterscheiden sich die Supermärkte der Orient Master GmbH von den vielen, oftmals als Familienbetrieb geführten kleineren Asiamärkten, die darüber hinaus eine überwiegend asiatische Kundschaft haben. Die Anzahl von asiatischen Supermärkten in Deutschland mit einem vergleichbar umfangreichen Warensortiment wie das der Orient Master GmbH ist nach wie vor gering. Das Verhältnis zwischen asiatischen und nicht asiatischen Kunden pendelt sich in den Märkten je nach Standort auf 60:40 bzw. nahezu 50:50 ein. Die asiatischen Kunden sind überwiegend asiatische Privatleute in Deutschland. Als weiterer Vertriebsweg wurde im Jahr 2020 zusätzlich zum Präsenzgeschäft eine Online-Shop implementiert. Die Umsetzung dieser Angebote ist allerdings aufwendig und der Absatz über den Onlineshop trägt derzeit nur zu einem geringen Teil (2023: 1,2 %; 2022 rd. 1,4 %) zum Umsatz bei. Dieser Absatzweg gehört aber zu einem zeitgemäßen Firmenportfolio und wird daher weiter ausgebaut und optimiert. Das weitere Entwicklungspotenzial des Unternehmens ist somit gegeben, das tragfähige Geschäftsmodell wird durch das Jahresergebnis 2023 bestätigt. 2.3. Risiken Kriegshandlungen Die mittel- und langfristigen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs sind derzeit nicht abschätzbar. Die gegenüber Russland erlassenen Sanktionen haben nicht dazu geführt, dass sich für die Beschaffung von Lebensmitteln Schwierigkeiten ergeben. Die Preise für Energie haben sich verteuert, was zu erheblichen Preissteigerungen insgesamt geführt hat. Der Nahostkonflikt hat - solange er sich nicht ausweitet - voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Für den Fall, dass eine Ausweitung auf weitere Staaten erfolgt, lassen sich die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen nicht abschätzen - sie werden jedenfalls ganz erheblich sein. Handelskonflikte / Lieferkettenproblem Durch die angespannte sicherheitspolitische Lage hat sich die Gefahr von Handelskonflikten erhöht. Durch die Ankündigung höherer Zölle durch den designierten US-Präsidenten Donald Trump sind weitere Verwerfungen im Welthandel zu erwarten, die auch Auswirkungen auf Deutschland haben werden. Inwieweit hiervon der Warenbezug in den Sortimentsgruppen Lebensmittel, Getränke und Porzellanwaren eintreten werden, kann nicht seriös abgeschätzt werden. Es besteht zudem die Gefahr, dass im Falle steigender Zölle der Inflationsdruck deutlich ansteigen könnte. Covid-19-Pandemie Derzeit sind insoweit keine unmittelbaren Risiken ersichtlich. Standortrisiken Die Orient Master GmbH betreibt auch Einzelhandelsgeschäfte, die in Warenhäuser von Galeria räumlich integriert sind und kann deswegen von der Schließung von Filialen von Galeria betroffen werden. Galeria hat nach dem Durchlaufen von drei Insolvenzverfahren, der Beantragung von Staatshilfen und der Reorganisation des Unternehmens aktuell 83 Warenhäuser offengehalten. Unklar ist nach Medienberichten aber nach wie vor, ob die Sanierung dauerhaft erfolgreich war. Für den Fall, dass weitere Umstrukturierungen bei Galeria erfolgen, kann dies zu weiteren Schließungen von Filialgeschäften führen, die Orient Master GmbH in dem betreffenden Kaufhaus betreiben. Das führt zu Aufwendungen insbesondere für den Ausbau der Ladeneinrichtungen und die Abwicklung der Betriebsstätte insgesamt. In 2024 wurden drei Filialstandorte der Orient Master GmbH geschlossen, davon zwei in Folge des dritten Insolvenzverfahrens der Galeria und ein Standort aufgrund des Auslaufens des Mietvertrags. In 2025 werden voraussichtlich keine Filialen geschlossen. Die Geschäftsleitung beobachtet die Entwicklung von Galeria laufend und ist in der Lage, auf Änderungen entsprechend zu reagieren. Beschaffung und Absatz Die Verfügbarkeit von Waren ist zwar grundsätzlich gegeben. Die Auswirkungen von politischen und sonstigen Krisen sind oben dargestellt. Die Folgewirkungen können die freie Verfügbarkeit von Waren erheblich negativ beeinflussen. Risiken in Bezug auf die verkauften Waren werden durch das Warenwirtschaftssystem, Qualitätskontrollen der eingehenden Waren und laufende Kontrollen in den Filialen sowie die Schulungen des Personals gesteuert. Dadurch wird die Lebensmittelsicherheit (Mindesthaltbarkeitsdaten usw.) gewährleistet. Im Bereich der Beschaffung ist die Orient Master GmbH Marktpreisänderungsrisiken ausgesetzt. Weiter besteht das Risiko des Ausfalls von Lieferanten. Diesen Risiken wird - soweit möglich - durch mittelfristige Lieferantenverträge mit verschiedenen Unternehmen begegnet. Eine weitere Herausforderung im Bereich Warenbeschaffung bilden die seit dem Jahr 2023 verstärkt erlassenen, strengen EU-/nationalen Verordnungen zum Thema Lebensmittelsicherheit und Lebensmittelzusatzstoffe, die teilweise erheblich von den rechtlichen Vorgaben in den Herstellerländern abweichen, mit der Folge, dass ein zunehmender Anteil des Warensortiments nicht mehr ohne weiteres eingeführt und verkauft werden kann. Erhebliche Risiken in Bezug auf die Veränderung der Einkaufspreise ergeben sich aus gestiegenen Rohstoffkosten (dadurch höhere Kosten für die Produktion von Lebensmitteln durch steigende Preise für die Bewirtschaftung und Düngemittel sowie Transportkosten usw.), die zur Verteuerung der Produktion und damit der Einkaufspreise für Lebensmittel geführt haben. Bei einer bei Lebensmittelknappheit sind Exportbeschränkungen bzw. Kontingentierungen wahrscheinlich, die zu weiteren Preissteigerungen führen werden. Grundsätzlich lassen sich - wie 2023 gezeigt hat - diese Preissteigerungen über höhere Absatzpreise durch den Lebensmitteleinzelhandel an die Kunden weitergeben. Ob das dauerhaft möglich ist oder die Kunden auf preisgünstigere Waren ausweichen oder weniger einkaufen, lässt sich aber nicht abschätzen. Währungsrisiken bestehen beim Einkauf nur mittelbar. Der Einkauf der Waren erfolgt nahezu ausschließlich in Euro. Durch die Veränderung von anderen Währungen (USD, CNY usw.) können sich aber Auswirkungen auf die Einkaufspreise der Lieferanten in den Herkunftsländern ergeben. Wettbewerbsrisiken können sich durch Preiskämpfe im Lebensmitteleinzelhandel und damit auf die Verkaufspreise ergeben. Durch die Spezialisierung auf den Handel mit asiatischen Lebensmitteln wird dieses Risiko jedoch als beherrschbar eingeschätzt. Personal Weitere Risiken ergeben sich im Personalbereich. Die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal ist für die Führung der Einzelhandelsgeschäfte essenziell. Die Orient Master GmbH ist wegen der Kundenstruktur und dem Warensortiment zudem auf Personal angewiesen, das die chinesische Sprache beherrscht. Hier führt der in fast allen Wirtschaftsbereichen auftretende Fachkräftemangel zu einer zunehmenden Herausforderung. Es zeichnet sich ab, dass die Personalgewinnung zukünftig intensiviert und durch weitere Maßnahme aktiv gestaltet werden muss (z. B. Nutzung von Social-Media-Kanälen bzw. Social-Media-Recruiting, Homeoffice-Angeboten, flexible Arbeitszeiten, Mitarbeiter-Give-Aways). Die zu erwartende weitere Anpassung des Mindestlohns wird zu einer Kostenbelastung führen. Ob diese vollständig an die Kunden über die Anpassung der Absatzpreise weitergegeben werden kann, ist offen. Finanzen Zentrale Aufgabe des Finanzmanagements ist die Sicherstellung einer ausreichenden Liquidität. Dies wird durch ein zentrales Finanzmanagement sichergestellt. Hierbei werden die eingehenden Finanzmittel disponiert und die Einhaltung der vereinbarten Zahlungsziele mit den Lieferanten überwacht. Zinsrisiken ergeben sich aus den laufenden Zinserhöhungen der Rahmenzinssätze der EZB. Die Zinssätze für die bestehenden mittelfristigen Kredite sind variabel auf Euribor- Basis vereinbart, so dass das Zinsniveau für die Orient Master GmbH kontinuierlich ansteigt. Die Entwicklung der Zinssätze wird durch die Geschäftsleitung laufend überwacht. In diesem Zusammenhang ist festzuhalten, dass die bestehenden Kreditverträge mit der Berliner Sparkasse und der Deutschen Leasingbank bis Ende 2025 auslaufen. Für 2024 und 2025 plant die Orient Master GmbH mit einer ausgeglichenen Liquidität. Forderungsausfallrisiken sind gering. Der ganz überwiegende Anteil der Umsätze wird gegen Barzahlung bzw. EC-Kartenzahlung/Kreditkartenzahlung abgewickelt. 2.4. abschließende Einschätzung Die Geschäftsführung überprüft regelmäßig die Risikosituation des Unternehmens. Potentielle Risiken werden bewertet, angemessene Maßnahmen zur Risikobewältigung werden eingeleitet, umgesetzt und laufend überwacht. Nach Überzeugung der Geschäftsführung gefährden die bestehenden Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens.
Berlin, den 27. Januar 2025 Orient Master GmbH gez. Jiandong Yang, Geschäftsführer gez. Wei Zhao, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine ErläuterungenDie Orient Master GmbH wird beim Amtsgericht Charlottenburg unter der HRB Nr. 117197 geführt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes erstellt worden. Die Vorjahreszahlen sind zu Vergleichszwecken angegeben. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit sind die bei den Posten der Bilanz anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in Bilanz oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft erfüllt die Größenkriterien einer großen Kapitalgesellschaft i. S. v. § 267 Abs. 2 HGB. II. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeIm Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Vorjahr und unter teilweiser Ergebnisverwendung aufgestellt worden. Nachstehend werden nur zu den wesentlichen Posten Ausführungen gemacht. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten und - soweit abnutzbar - unter Berücksichtigung planmäßig linearer Abschreibungen auf der Basis der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Der Bewertung der Vorräte erfolgt unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Vorräte sind somit zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Die liquiden Mittel und aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Nennwerten bewertet. Das Eigenkapital beinhaltet das gezeichnete Kapital und den Bilanzgewinn. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Sonstige Rückstellungen wurden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um alle erkennbaren Risiken zu erfassen. Die Rückstellungen werden ggf. nach § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Posten, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden im Zeitpunkt der Erstverbuchung mit Tageskursen umgerechnet. Zum Bilanzstichtag vorhandene Verbindlichkeiten in fremder Währung werden bei einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. III. Erläuterungen zu einzelnen Posten des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023Bilanz Die Angaben zum Anlagevermögen gemäß § 284 Abs. 3 HGB ergeben sich aus der Anlage zum Anhang. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen in Höhe von T€ 945 (2029: T€ 1.418) gegen verbundene Unternehmen enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten T€ 645 Forderungen (2022: T€ 0), die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus Darlehen gegen verbundene Unternehmen von T€ 5.450 enthalten (2022: T€ 4.145). Die Darlehen sind nicht besichert und werden mit 3 % p. a. (für T€ 650), 4 % p. a. (für T€ 3.500), 4,7 % p. a. (für T€ 400) und 5 % p. a. (für T€ 900) verzinst. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind bis auf T€ 15 innerhalb eines Jahres fällig. Das Eigenkapital beinhaltet das Stammkapital von T€ 200 und den Bilanzgewinn, dessen Entwicklung in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt ist. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten und ihre Restlaufzeiten ergeben sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 21 (2022: T€ 108), die durch Sicherungsübereignungen besichert sind. Für die übrigen Verbindlichkeiten bestehen seitens der Gesellschaft - mit Ausnahme der üblichen Eigentumsvorbehalte für erhaltene Waren - keine Sicherheiten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten T€ 56 (2022: T€ 6) gegenüber verbundenen Unternehmen. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten T€ 646 (2022: T€ 1.294) aus Steuern und T€ 137 (2022: T€ 108) aus sozialer Sicherheit. Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse betreffen überwiegend Lebensmittelverkäufe; sie werden ausschließlich im Inland erzielt. Die Zinserträge beinhalten T€ 180 aus verbundenen Unternehmen. IV. Sonstige AngabenMitglieder der Geschäftsführung Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr der Kaufmann Herr Jiandong Yang und der Kaufmann Herr Wei Zhao. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft hat zugunsten eines verbundenen Unternehmens Patronatserklärungen für Verpflichtungen aus Mietverträgen abgegeben, die das verbundene Unternehmen abgeschlossen hat. Zugunsten eines weiteren Vermieters garantiert die Gesellschaft die Erfüllung der Verpflichtungen aus dem Mietvertrag sobald das verbundene Unternehmen in Verzug gerät. Ferner haftet die Gesellschaft gesamtschuldnerisch neben dem verbundenen Unternehmen für Ansprüche aus Mietverträgen. Aus den von den vorstehenden Einstandspflichten umfassten Mietverträgen ergeben sich finanzielle Verpflichtungen von insgesamt 12.599 T€ (davon fällig in 2024: 738 T€). Auf Grundlage der wirtschaftlichen Situation des verbundenen Unternehmens wird davon ausgegangen, dass die Gesellschaft aus den Patronatserklärungen und der Bürgschaft voraussichtlich nicht in Anspruch genommen wird. Daneben haftet die Gesellschaft im Rahmen einer Mietkautionsversicherung für Verbindlichkeiten des verbundenen Unternehmens. Hieraus ergeben sich finanzielle Verpflichtungen von derzeit 51 T€ p. a. Auf Grundlage der wirtschaftlichen Situation des verbundenen Unternehmens wird davon ausgegangen, dass die Gesellschaft hieraus voraussichtlich nicht in Anspruch genommen wird. Die Gesellschaft haftet als Gesamtschuldner für Verpflichtungen von insgesamt 23.555 T€ aus Kreditverträgen, die verbundene Unternehmen abgeschlossen haben. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Mietverträgen über Ladengeschäfte und Geschäftsräume ergeben sich kumuliert Verpflichtungen von T€ 18.028 (davon fällig in 2023: T€ 3.127). Personal Im Geschäftsjahr wurden neben den Geschäftsführern durchschnittlich 490 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 446). Die Mitarbeiter entfallen mit 374 auf das Personal in den Ladengeschäften und mit 126 auf die Verwaltung (Einkauf, Buchhaltung usw.). Es werden im erheblichen Umfang Aushilfen und Teilzeitkräfte beschäftigt. Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers für 2023 beträgt T€ 15. Es entfällt ausschließlich auf die Jahresabschlussprüfung. Konzernabschluss Mutterunternehmen der Orient Master GmbH ist die go asia Holding GmbH, Berlin, die den Konzernabschluss aufstellt, in den die Orient Master GmbH einbezogen wird. Die Veröffentlichung des Konzernabschlusses erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss 2023 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Berlin, den 27. Januar 2025 Orient Master GmbH gez. Jiandong Yang, Geschäftsführer gez. Wei Zhao, Geschäftsführer Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Orient Master GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Orient Master GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Orient Master GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 26. Mai 2025 SMART
GmbH
Torsten Frank, Wirtschaftsprüfer Volker Bretzel, Wirtschaftsprüfer |
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