Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 124521
Vorher
élan pharma GmbHMedeus Pharma GmbHZeneus Pharma GmbHCephalon Pharma GmbH
Eingetragen
8.3.1999
Branche
Großhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenEinzelhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenGroßhandel mit chemischen Erzeugnissen
Gegenstand
Vertrieb von Waren aller Art, insbesondere pharmazeutischer und ähnlicher Produkte.

Historie

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Management

NameRolle
Sven Dr. Dethlefs
seit 30.3.2012
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Stefan Feltens
seit 30.3.2012
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Cephalon GmbH

München

(vormals: Martinsried)

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 und Lagebericht 2010

Lagebericht

Tätigkeitsfeld

Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb von biotechnologischen und pharmazeutischen Arzneimitteln und Produkten und anderen verwandten Produkten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, wobei der deutsche Markt mit einem Umsatzanteil von ca. 78% (Vorjahr ca. 80%) den Schwerpunkt bildet. Aufgrund der Übernahme der Schweizer Mepha AG durch unsere Muttergesellschaft wurden die Aktivitäten der Cephalon GmbH in der Schweiz in 2010 eingestellt, jedoch erfolgte noch der Abverkauf der Produkte für den schweizer Markt im Rahmen eines Distributionsvertrages mit der Mepha GmbH. Der Distributionsvertrag mit dem bestehenden Distributor Globopharm wurde zum 31.8.2010 gekündigt (Umsatzvolumen 2010: T€ 1.599).

Die Produkte werden über Außendienst-Mitarbeiter bei den Kunden (im Wesentlichen Ärzte aus den Facharztgruppen Neurologie, Psychiatrie, Onkologie, Gynäkologie, Schmerztherapie und Schlafmedizin) beworben. Die dadurch generierten Arzneimittelrezepte aus dem niedergelassenen Bereich werden von den Patienten in öffentlichen Apotheken eingelöst, die die Produkte schließlich über den pharmazeutischen Großhandel und zu einem kleinen Teil direkt über Cephalon's Logistikpartner (Movianto und Licher MT in Deutschland, Movianto in Österreich) beziehen.

Der pharmazeutische Großhandel sowie Krankenhäuser beziehen die Produkte ebenfalls über Cephalons Logistikpartner.

Der pharmazeutische Markt in Deutschland

Im Jahr 2010 wurden Arzneimittel im Wert von 31,9 Milliarden € verordnet. Dies entspricht einer Steigerung von 3,4% (Vorjahr 4,5%) gegenüber dem Vorjahr und setzt damit den in den letzten Jahren erkennbaren Trend abnehmender Wachstumsraten fort. Das Umsatzwachstum im Bereich der gesetzlichen Krankenkassen verteilt sich unterschiedlich auf die verschiedenen Arzneimittelgruppen.

Patentgeschützte Innovationen konnten ihren Marktanteil von 30,9 auf 32,5 Prozent erhöhen. Der Generika-Anteil hingegen ist von 31,1 auf 30,2 Prozent gesunken, was auch am sinkenden Preisniveau der Generika lag.

Der Anteil von Parallelimporten aus Ländern mit niedrigeren Arzneimittelpreisen ist mit 12 Prozent auf ähnlichem Niveau wie 2009.

Die gesetzlichen Herstellerrabatte einschließlich vertraglich vereinbarter Rabatte stiegen von 1,8 Milliarden Euro in 2009 auf 2,7 Milliarden in 2010 und werden voraussichtlich 2011 um eine weitere Milliarde steigen.

Inwieweit durch die längerfristig angelegten Regulierungen des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) die allgemeine Dynamik des Arzneimittelmarktes und im speziellen die Entwicklung der Cephalon GmbH beeinflussen wird, kann auf Basis der Marktentwicklung 2010 noch nicht abschließend beurteilt werden.

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die Umsatzerlöse (inklusive der Verkäufe an die Mepha GmbH) nahmen vor Abzug der Herstellerrabatte und Skonti gegenüber dem Vorjahr um 8,0% zu. Insbesondere erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr in der Onkologie die Umsätze mit "Trisenox" um 27,8% sowie mit "Targretin" um 10,5%. Dadurch wurden die Erlösschmälerungen vor allem bei "Myocet", "Abelcet" und "Onzar" weitgehend kompensiert. Die ZNS-Produkte entwickelten sich weiterhin sehr positiv (2010: T€ 27.227; Vj: T€ 23.880), was eine Gesamtwachstumsrate von 14,0% ergibt. Speziell "Vigil" und "Effentora" entwickelten sich mit einer Wachstumsrate von 20% bzw. 121%. Das in 2009 neu eingeführte Produkt "Effentora" entwickelte sich sehr positiv mit Umsatzerlösen von T€ 2.297 in 2009 auf T€ 5.079 in 2010. Die Erlöse für "Apo-go" gingen in 2010 zurück, da dieses Produkt von dem Außendienst in 2009 aufgrund der Einführung von "Effentora" nur noch nachrangig besprochen wurde und dies negative Auswirkungen auf den 2010 Umsatz hatte. Die Beschaffung der fertigen Verkaufsware erfolgt über Verrechnungspreise über die Intercompany-Partner innerhalb des Konzerns. Lediglich das Produkt "Apo-go" wird über einen Drittlieferanten bezogen.

Umsatz- und Absatzentwicklung

Für die einzelnen Produkte wurden in 2010 die folgenden Beträge vor Herstellerrabatt erlöst (in Klammern die prozentuale Veränderung gegenüber 2009):

Onkologie:

"Abelcet" 0,06 Mio. € (-68,7%)
"Dopacard" 0,03 Mio. € (-16,2%)
"Myocet" 9,77 Mio. € (-5,9%)
"Onzar" 0,17 Mio. € (-29,8%)
"Panretin" 0,05 Mio. € (-23,7%)
"Targretin" 5,24 Mio. € (+10,5%)
"Trisenox" 0,82 Mio. € (+27,8%)

ZNS/Pain:

"Actiq" 5,71 Mio. € (-5,7%)
"Vigil" 9,07 Mio. € (+20,0%)
"APO-go" 6,77 Mio. € (-7,8%)
"Gabitril" 0,34 Mio. € (-5,3%)
"Xilopar" 0,27 Mio. € (-2,6%)
"Effentora" 5,08 Mio. € (+121,0%)

Insgesamt beliefen sich die Umsatzerlöse (inkl. Österreich und Schweiz) vor Herstellerrabatt (in Höhe von T€ 2.311) sowie vor Boni und Skonti (T€ 845) in 2010 auf 43,36 Mio. € gegenüber 40,16 Mio. € in 2009.

Die Absatzzahlen des Großteils aller Produkte entwickelten sich weitestgehend proportional zu den Umsätzen, da für diese Produkte keine bzw. nur sehr geringe Preisänderungen durchgeführt wurden.

Investitionen

Aufgrund des Umzugs in neue Büroräume Ende 2009 wurde bereits im Vorjahr ein Großteil der neuen Büroausstattung ins Anlagevermögen aufgenommen. In 2010 wurden noch zusätzliche Erweiterungen für Büroeinrichtung und technische Betriebsausstattung ins Anlagevermögen aufgenommen. Darüber hinaus wurde der komplette Außendienst in 2010 aufgrund eines Systemwechsel mit neuem IT Equipment ausgestattet. Die Gesamtsumme dieser Zugänge betrug T€ 261. Ansonsten gab es keine weitere Zugänge im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände, so dass hier durch weitere planmäßige Abschreibung der Lizenzrechte für das Produkt "Xilopar" eine Reduktion des Bilanzwertes auf T€ 174 (Vj T€ 224) erfolgte.

Personalsituation

Die Fluktuation in 2010 betrug 35,42 % und die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl der vollzeitbeschäftigten Mitarbeiter betrug 81 (VJ:80). Die Neueinstellungen haben sich durch lange Kündigungsfristen der Kandidaten und die Ende Dezember 2009 neu konstituierte Arbeitnehmervertretung teilweise stark verzögert, so dass die Vollbesetzung erst wieder zum 01.01.2011 erreicht werden konnte.

Die Fluktuationsrate war im Außendienst doppelt so hoch wie im Innendienst. In der Sales Force Onkologie wurde eine marktorientierte Neuausrichtung der Strategie vorgenommen, was viele Mitarbeiter dazu bewog, das Unternehmen zu verlassen. Auch im Jahr 2010 wurden Stellenvertretungen im Außendienst mit einem Pharma Dienstleister besetzt um das fortlaufende operative Geschäft nicht zu gefährden. Die Krankheitsrate betrug in 2010 5,36% (2009: 4,33%).

Vermögenslage

Gegenüber dem Vorjahr verzeichnet die Bilanzsumme einen Rückgang um 16,3% auf T€ 20.347. Dies zeigt sich auf der Aktivseite der Bilanz insbesondere in einem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen aus Leistungen um T€ 1.743 auf T€ 2.798 und der Waren um T€ 1.982 auf T€ 8.831 aufgrund des Umsatzrückgangs im letzten Quartal 2010 gegenüber Q4 2009. Der Rückgang des Warenbestandes ist größtenteils auf die Reduktion des hohen Anfangsbestandes an "Effentora" im Rahmen des Produktlaunches in 2009 zurück zu führen.

Auf der Passivseite der Bilanz reduzierte sich die Bilanzsumme insbesondere durch den Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf T€ 746 (im Vorjahr T€ 1.930) als auch durch den Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um T€ 4.533 auf T€ 999 (Vorjahr T€ 5.532). Diese (stichtagsbezogene) Abweichungen ergeben sich durch umfangreiche Warenlieferungen Ende 2009 die in dieser Höhe nicht Ende 2010 aufgetreten sind.

Der Jahresüberschuss des Berichtsjahres ging zurück auf T€ 2.128 (Vorjahr T€ 3.386).

Finanzlage

Der Bestand an Flüssigen Mitteln blieb mit T€ 7.327 im Vergleich zum Vorjahr (T€ 7.827) relativ konstant. Auf eine Inanspruchnahme von Kontokorrentlinien konnte im Geschäftsjahr 2010 verzichtet werden. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden nicht. Bei den Finanzanlagen ist ein Zugang von T€ 113 aufgrund der Mietkautionszahlung im Rahmen des Umzugs in das neue Bürogebäude zu verzeichnen. Der Cashflow aus operativer Tätigkeit betrug im GJ 2010 T€ -760, der Cashflow aus Investitionstätigkeit T€ 261, so dass ein negativer Gesamtcashflow von T€ 499 zu verzeichnen ist. Dies ist vor allem durch den starken Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zu erklären.

Ertragslage und Kostenentwicklung

Die Transferpreise für den Wareneinsatz blieben im Bereich der neurologischen Produkte weitgehend unverändert, im Bereich der onkologischen Produkten gab es einige Preisänderungen, größtenteils in Form von Preiserhöhungen. Das Geschäftsjahr 2010 wurde geprägt durch die Tatsache, dass ab August 2010 die Gesellschaft nun 16% (Vorjahr 6%) der in Deutschland erzielten GKV-Umsätze für "Actiq", "Vigil", "APO-go", "Xilopar", "Gabitril", "Myocet", "Panretin", "Abelcet" und "Targretin" als Herstellerrabatt abführen muss. Insgesamt belief sich der Herstellerrabatt in 2010 auf T€ 2.311 (Vj T€ 1.244). Die vollständige Kostenauswirkung durch die gesetzliche Erhöhung der Herstellerrabatte wird sich erst in 2011 zeigen. Der durchschnittliche Headcount der vollbeschäftigten Arbeitnehmer blieb in 2010 mit 81 Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr (80) nahezu unverändert. Die Personalkosten sanken von T€ 8.671 auf T€ 8.081, bedingt durch zeitweise vakante Positionen. Unter anderem war die Position des Geschäftsführers in 2010 zeitweise unbesetzt. Aufgrund der wachsenden Umsatzerlöse konnte trotz gestiegener Herstellerrabatte und den erhöhten Wareneinsatzkosten in 2010 ein Jahresüberschuss erreicht werden (2010: T€ 2.128; Vj T€ 3.386).

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge ist im Wesentlichen auf eine um T€ 1.009 niedrigere Weiterbelastung an die Cephalon France zurückzuführen. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrifft insbesondere die gestiegenen Kosten der Warenabgabe (+ T€ 590), Werbekosten (+ T€ 506) sowie Personaleinstellungs- (+ T€ 300) und Kosten für klinische Studien (+ T€ 169).

Darstellung wesentlicher finanzieller und nicht finanzieller Leistungsindikatoren

Die Cephalon GmbH nutzt eine Vielzahl von Kennzahlen zur Steuerung des Unternehmens. Die wichtigsten Finanzkennzahlen sind Umsatz, EBIT, Umsatzerlöse je Mitarbeiter sowie DSO (Days Sales Outstanding). Daneben ist die Cephalon GmbH in das Steuerungs- und Controllingsystem ihrer Muttergesellschaft der Cephalon Inc. eingebunden.

Als wichtigste Kennzahlen lassen sich anführen:

Berechnung Einheit 2010 2009 Delta
Brutto-Gewinn je Mitarbeiter T€ 535 446 19,96%
Umsatzerlöse / durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter        
Days of Sales outstanding Tage 25,1 42,7 -41,22%
Forderungen aus LuL * 360 / Umsatzerlöse        
Umsatzrendite % 5,30% 8,80%  
Jahresergebnis / Umsatzerlöse        
EBIT T€ 2.128 3.664 -41,92%
Ergebnis von Zinsen und Steuern        

Neben den finanziellen Leistungsindikatoren konnten auch die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren im Unternehmen gestärkt werden. Hierzu zählen beispielsweise Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen sowie die Unterstützung in der beruflichen Entwicklung der Mitarbeiter im Außen- als auch Innendienst.

Risiken der künftigen Entwicklung

Die Gesellschaft ist grundsätzlich von der Innovations- und Entwicklungstätigkeit sowie den strategischen Entscheidungen der Muttergesellschaft abhängig.

Die jüngsten Regulierungen des AMNOG haben bereits in 2010 eine erste Auswirkung auf die Ertragssituation der Gesellschaft gezeigt. Mit einem erweiterten Druck auf die Ertragssituation ist in 2011 zu rechnen.

Die Erlöse der Gesellschaft verteilen sich auf verschiedene patentgeschützte und nicht-patentgeschützte Produkte in zukünftig zwei verschiedenen Ländern. Die Betreuung der Schweiz wurde in 2010 auf die seit 2010 im Konzern befindliche Mepha übertragen, weshalb es in Zukunft für die deutsche Gesellschaft gilt, diese Erlösschmälerung durch Umsatzsteigerung im deutschen und österreichischen Markt zu kompensieren.

Ungeachtet der geschilderten Risiken würden Änderungen bezüglich der Erstattungssituation der Arzneimittel, neue Wettbewerber bzw. Generika, unerwartet auftretende schwere Nebenwirkungen oder Lieferschwierigkeiten bei einzelnen Produkten kaum den Bestand der Gesellschaft insgesamt gefährden, weil der Wachstum der Gesellschaft auf einer breiten Produktpalette in verschiedenen Marktsegmenten sowohl im deutschen als auch österreichischem Markt beruht.

Der Wettbewerb durch Generika-Hersteller ist nach jüngsten Entwicklungen beim Produkt "Vigil" zu erwarten. Abhängig vom Zeitpunkt des Erscheinens der Mitbewerber am Markt kann ein deutlicher negativer Effekt auf die Umsatzentwicklung in 2011 nicht ausgeschlossen werden. Gleiches gilt für unerwartet auftretende Importe unserer Produkte aus dem Ausland.

Risiken des Forderungsausfalls werden durch ein konsequentes Forderungsmonitoring begegnet.

Chancen

Im Januar 2009 wurde Effentora im deutschen Markt eingeführt und seit September 2009 gemeinsam mit dem in der Schmerztherapie etablierten Unternehmen AWD auch bei niedergelassenen Internisten und Allgemeinärzten besprochen. Die Umsätze im Tumorschmerzbereich durch "Effentora" konnten in 2010 deutlich gesteigert werden und lassen weiteres Wachstum auch in der Zukunft erwarten. In 2010 erfolgte zudem die Einführung von "Effentora" im österreichischen Markt.

Der Konzern bemüht sich weiter intensiv um die Lizenzierung oder den vollständigen Erwerb neuer Produkte. Sofern diese uns auch in Deutschland oder Österreich zur Verfügung stehen, besteht hier ein deutliches Wachstumspotenzial. Die erfolgreiche Vermarktung derartiger Produkte verlangt entsprechende Anfangsinvestitionen, die zu Beginn durchaus die Umsatzerlöse übersteigen können.

Bei unzureichender "Effentora"-Umsatzentwicklung, Markteintritt von "Vigil"-Generikum und/oder erhöhtem Importanteil unserer Produkte können Umsatztrend und Zielerreichung deutlich negativ beeinflusst werden.

Abschließende Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Für das Jahr 2011 ist in erster Linie mit einem weiteren Wachstum im Tumorschmerzbereich, vor allem durch das Produkt "Effentora" zu rechnen. Auch der Bereich der Krebstherapie, insbesondere unsere Schwerpunktprodukte "Myocet" und "Targretin", sollte sich nicht zuletzt aufgrund der umfangreichen Umstrukturierungsmaßnahmen im Onkologiebereich positiv weiterentwickeln.

Bei anhaltend positivem Umsatztrend und relativ konstant geplanter zukünftiger Kosten wird auch auf der Ergebnisseite eine weitere Verbesserung für die kommenden Jahren 2011 als auch 2012 gemäß dem aktuell vorliegendem 10 Jahres - Longrange Plan der Gesellschaft erwartet. Für 2011 wird ein Umsatzwachstum von ca. 5% erwartet bei ebenfalls 5% Wachstum auf der Kostenseite. Für 2012 wird trotz eines geplanten Umsatzrückgangs von ca. 50% aufgrund der drohenden Generikumsituation beim Produkt Vigil eine Kompensation durch starke Umsatzsteigerungen der Produkte Effentora und Myocet erwartet, so daß letztlich für 2012 von einem Umsatzwachstum von 5% auszugehen ist. Die Kostenplanung für 2012 zeigt keinen Anstieg der Kosten gegenüber dem Vorjahr, eine Ergebnisverbesserung sollte deshalb zu erreichen sein.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Teva Pharmaceutical Industries Ltd. (NASDAQ: TEVA) und Cephalon, Inc. (NASDAQ: CEPH) haben am 02.05.2011 mitgeteilt, dass ihre Vorstände einstimmig einen endgültigen Vertrag geschlossen haben, nach dem Teva alle ausstehenden Aktien von Cephalon für einen Betrag von 81,50 US $ pro Aktie in Bar kaufen wird, was einem Unternehmenswert von ca. 6,8 Milliarden US $ entspricht.

Welche Auswirkungen diese Akqusition auf die Cephalon GmbH haben wird, ist noch nicht abzusehen. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Kartellbehörden sollte die Transaktion im vierten Quartal 2011 abgeschlossen sein.

Der Geschäftsführer Dr. Rainer Uhlenbusch ist mit Wirkung zum 31.03.2010 aus dem Unternehmen ausgeschieden, Herr Detlef Wolff ist seit 09.03.2011 als Geschäftsführer der Cephalon GmbH tätig.

 

München, den 15.07.2011

Cephalon GmbH

Detlef Wolff, Geschäftsführer

Alain Aragues, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

  2010
2009
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 174.124,21 224.279,17
II. Sachanlagen    
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 461.648,00 346.665,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 4.968,37
  461.648,00 351.633,37
III. Finanzanlagen    
1. sonstige Ausleihungen 112.586,00 0,00
  748.358,21 575.912,54
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
Waren 8.830.510,81 10.812.431,29
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.797.786,55 4.540.467,44
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 152.619,13 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 313.373,09 265.944,10
  3.263.778,77 4.806.411,54
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 7.326.850,24 7.827.056,93
  19.421.139,82 23.445.899,76
C. Rechnungsabgrenzungsposten 176.616,06 283.847,19
  20.346.114,09 24.305.659,49

Passiva

   
  2010
2009
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital (DM 50.000,00) 25.564,59 25.564,59
II. Kapitalrücklage 22.622.060,98 22.622.060,98
III. Gewinnrücklagen 21.894,98 0,00
III. Verlustvortrag -9.437.208,92 -12.823.345,90
IV. Jahresüberschuss 2.101.636,32 3.386.136,98
  15.333.947,95 13.210.416,65
B. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 85.135,00 289.463,11
2. Sonstige Rückstellungen 2.650.084,33 2.810.633,66
  2.735.219,33 3.100.096,77
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 746.331,28 1.929.802,62
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 998.772,41 5.532.300,05
3. Sonstige Verbindlichkeiten 531.843,12 533.043,40
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 15.200,80; Vorjahr € 11.647,64    
davon aus Steuern € 502.976,70; Vorjahr € 470.642,60)    
  2.276.946,81 7.995.146,07
  20.346.114,09 24.305.659,49

Gewinn- und Verlustrechnung

  2010
2009
1. Umsatzerlöse 40.200.670,23 38.266.890,81
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.631.892,29 2.542.909,49
3. Materialaufwand    
Aufwendungen für bezogene Waren 18.888.542,42 17.631.437,52
  22.944.020,10 23.178.362,78
4. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 6.915.516,22 7.462.176,28
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.165.246,12 1.209.107,35
(davon für Altersversorgung € 184.668,09; Vorjahr € 204.605,69)    
  8.080.762,34 8.671.283,63
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 156.287,42 177.210,12
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 12.433.439,74 10.675.955,25
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.435,48 9.894,12
(davon aus der Abzinsung von Rückstellungen € 591,02; Vorjahr € 0,00)    
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.238,49 0,00
(davon an verbundene Unternehmen € 3.238,49; Vorjahr € 0,00)    
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.274.727,59 3.663.807,90
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 173.089,94 291.288,48
11. Sonstige Steuern 1,33 -13.617,56
12. Jahresüberschuss 2.101.636,32 3.386.136,98

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Cephalon GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Bei der erstmaligen Aufstellung des Jahresabschlusses nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) wurden die Vorjahresvergleichszahlen auf Grund des Wahlrechts des Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht angepasst.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind vorrangig im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die erworbenen Rechte und Lizenzen wurden auf die entsprechende Vertragslaufzeit abgeschrieben. Ferner wurde Standard-Software auf 3 Jahre abgeschrieben und Spezial-Software auf einen Zeitraum von 4 Jahren.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. EDV-Hardware wurde auf 3 Jahre und Mobiliar entsprechend der betriebsüblichen Nutzungsdauer auf 8, 10 bzw. 13 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibung auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgt grundsätzlich zeitanteilig.

Die Anschaffungskosten beweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 150,00 Euro wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als 150,00 Euro aber nicht mehr als 1.000,00 Euro wurde ein Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet und linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zum Nennwert angesetzt und bewertet.

Vorräte werden zu Anschaffungskosten bewertet. Wertberichtigungen werden auf Bestände vorgenommen, die nicht mehr verkauft werden können. Es wird unterstellt, dass Vorräte bis zu vier Monaten (im Vorjahr bis zu sechs Monaten) vor Ablauf ihres Verfalldatums verkauft werden können. Bestände, deren Verfallsdaten am Abschlussstichtag diese vier Monate unterschreiten, werden durch einen Abschlagsatz korrigiert. Durch die Änderung von sechs auf vier Monate fällt die Wertberichtigung zum 31.12.2010 um TEUR 97 geringer aus.

Die Anpassung der Abschreibungssystematik orientiert sich an den tatsächlichen betrieblichen Gegebenheiten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Die flüssigen Mittel sind zum Nominalwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Eigenkapitalposten sind zum Nennbetrag angesetzt. Das Stammkapital ist voll eingezahlt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern, abzüglich geleisteter Vorauszahlungen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung gesetzlicher Aufbewahrungspflichten für Geschäftsunterlagen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Preis- und Kostensteigerungen waren am Bilanzstichtag nicht relevant und wurden daher nicht berücksichtigt. Bei der Ermittlung der Rückstellung für Archivierungskosten wurde eine durchschnittliche Restaufbewahrungsdauer von 5,5 Jahren zugrunde gelegt und die Rückstellung entsprechend abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Umsatzrealisierung erfolgt mit Auslieferung der Produkte an den Kunden.

Steuern:

Tatsächliche Ertragssteuern:

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende und frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird. Es werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die zum jeweiligen Bilanzstichtag gelten.

Latente Steuern:

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögensgegenstands bzw. einer Schuld in der handelsrechtlichen Bilanz und in der Steuerbilanz. Aktive latente Steuern werden in Übereinstimmung mit § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht erfasst, soweit sie die passiven latenten Steuern übersteigen. Latente Steuern werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden.

Zum Bilanzstichtag besteht ein Überhang an aktiven latenten Steuern, der nicht angesetzt wird.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Umrechnung langfristiger Forderungen und Verbindlichkeiten erfolgt unter Beachtung des Imparitätsprinzips.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Brutto-Anlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

In den Finanzanlagen werden erstmalig die aus den sonstigen Vermögensgegenständen umgegliederten langfristigen Mietkautionen (T€ 113) gezeigt.

Geschäftsjahresabschreibung

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Forderungen

Forderungen gegen verbundenen Unternehmen bestehen mit TEUR 152 aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber Mitarbeitern aus Spesenvorschüssen (TEUR 68), Forderungen aus Vorauszahlungen (TEUR 34) sowie Steuerforderungen (Gewerbesteuer TEUR 113, Körperschaftsteuer TEUR 89).

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Eigenkapital

Umstellungseffekte aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG, welche in die Gewinnrücklagen eingestellt wurden, beziehen sich auf die Abzinsung langfristiger Rückstellungen in der BilMoG Eröffnungsbilanz zum 01. Januar 2010. Im einzelnen betrifft dies die Abzinsung der Archivierungsrückstellung (TEUR 19) sowie die Abzinsung der Mietabgrenzung (TEUR 3).

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Details zu den Rückstellungen sind aus nachstehendem Rückstellungsspiegel ersichtlich:

Art der Rückstellung Stand zum 01.01.2010
Euro
Auflösung 2010
Euro
Verbrauch 2010
Euro
Zuführung 2010
Euro
Abzinsung 2010
Euro
Stand zum 31.12.2010
Euro
Kosten der Warenabgabe 981.426,06 - 981.426,06 1.147.306,61 - 1.147.306,61
Marketingkosten 461.922,62 - 461.922,62 478.010,58 - 478.010,58
Provisionen und Boni 668.499,94 10.000,00 658.499,94 450.439,17 - 450.439,17
Urlaub, Reisekosten 217.705,95 - 217.705,95 167.046,36 - 167.046,36
Mietabgrenzung 63.542,11 - 46.341,48 57.074,83 3.263,02 71.012,44
Tel., Büro, Benzin, Zeitarbeit 92.969,31 20.500,00 72.469,31 67.226,66 - 67.226,66
Archivierungskosten 89.310,00 13.740,00 - - 15.984,49 59.585,51
Abfindungen/Pensionen 35.335,00 - 35.335,00 51.100,00 - 51.100,00
Abschluss- und Prüfungskosten 55.000,00 - 55.000,00 51.000,00 - 51.000,00
BG/Schwerbehindertenabgabe 45.375,00 - 45.375,00 50.291,00 - 50.291,00
Personaleinstellung, Fortbildung 11.174,67 - 11.174,67 33.800,00 - 33.800,00
Buchführungs- und Beratungskosten 88.373,00 - 88.373,00 23.266,00 - 23.266,00
Summe 2.810.633,66 44.240,00 2.673.623,03 2.576.561,21 19.247,51 2.650.084,33

Angabe zu Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2010 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2010
TEuro
kleiner 1 J.
TEuro
1 bis 5 J.
TEuro
größer 5 J.
TEuro
aus Lieferungen und Leistungen 746,3 746,3 0,0 0,0
gegenüber verbundenen Unternehmen 998,8 998,8 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 531,8 531,8 0,0 0,0
Summe 2276,9 2276,9 0,0 0,0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen mit TEUR 855 aus Lieferungen und Leistungen sowie mit TEUR 144 aus Kostenverrechnungen.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von Euro 1.464.124,21 sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

  Laufzeit Finanzielle Verpfl. nach dem 31.12.10 davon in 2011
Pkw-Leasing div. Verträge 560.153,00 378.721,00
Befristeter Mietvertrag Landsberger Str. 94 bis 30.11.2014 903.971,21 230.801,16
    1.464.124,21 609.522,16

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

(Werte in TEUR) Deutschland Schweiz Österreich gesamt/Produkt
Abelcet 41   16 57
Actiq 4.721 513 471 5.705
Apo Go 6.106   665 6.771
Dopacard 31     31
Fentora 4.652   427 5.079
Gabitril 300 37   337
Myocet 4.834   4.931 9.765
Onzar 170     170
Panretin 45     45
Provigil 7.484 1.049 537 9.070
Targretin 4.574   668 5.242
Trisenox 741   78 819
Xilopar 205   60 265
Skonti/Boni -739   -106 -845
gesamt/Land 33.165 1.599 7.747 42.511

Von den Umsatzerlösen ist der Herstellerrabatt in Höhe von TEUR 2.311 in Abzug zu bringen.

Sonstige betriebliche Erträge

Diese Position enthält vor allem Erträge im Zusammenhang mit der Privatnutzung von Firmenfahrzeugen (TEUR 269), Erträge aus Kursdifferenzen (TEUR 202) sowie Erträge aus der Weiterbelastung von Entrepreneur-Kosten innerhalb des Konzerns (TEUR 1.065).

Erläuterung der periodenfremden Erträge

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von Euro 1.065.057,00 (vgl. obige Ausführungen) sowie Euro 44.240,00 aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten.

Die Erträge wurden im Posten "Sonstige betriebliche Erträge" erfasst.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Diese Position enthält vor allem Werbe- und Reisekosten (TEUR 4.864), Kosten der Warenabgabe (TEUR 3.686), Fahrzeugkosten (TEUR 882), Fremdleistungen/-arbeiten (TEUR 642) sowie Raumkosten (TEUR 323).

Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von Euro 380.575,00 enthalten, welche aus weiterbelasteten Kosten innerhalb des Konzerns resultieren.

Die Aufwendungen wurden im Posten "Kosten der Warenabgabe" erfasst.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Bei einem steuerlichen Gewinn von Euro 2,3 Mio verbleibt nach einem Verlustabzug aus den Vorjahren ein zu versteuerndes Einkommen von ca. Euro 0,5 Mio. Die Steuern betreffen das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des aktuellen Geschäftsjahres.

Sonstige Pflichtangaben

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Dr. Rainer Uhlenbusch, bis 31.03.2010 ausgeübter Beruf: Geschäftsführer
Weitere Geschäftsführer: Alain Aragues ausgeübter Beruf: President Europe

Zum 01.03.2011 wurde Herr Detlef Wolff eingestellt und am 09.03.2011 zum Geschäftsführer bestellt, die Bekanntgabe erfolgte mit Wirkung zum 28.03.2011.

Vergütungen der Geschäftsführer

Die Bezüge der Geschäftsführung werden unter Inanspruchnahme der Ausnahmeregelung des § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben.

Konzernzugehörigkeit

Alleinige Gesellschafterin der Cephalon GmbH ist zum 31. Dezember 2010 die Cephalon Limited (Welwyn Garden City, UK) mit einer Stammeinlage von DM 50.000,00 (EUR 25.264,59). Die Cephalon GmbH ist somit ein indirektes Tochterunternehmen der Cephalon, Inc. (Delaware, USA), in deren obersten Konzernabschluss die Gesellschaft einbezogen wird.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 94
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 81
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 13
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 94

Unterschrift der Geschäftsleitung

 

München, 15.07.2011

Detlef Wolff

Alain Aragues

Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens

  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
  01.01.2010
Zugänge
Abgänge
Umbuchung 31.12.2010
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 719.934,92 0,00 903,45 0,00 719.031,47
  719.934,92 0,00 903,45 0,00 719.031,47
II. Sachanlagen          
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 740.802,57 256.296,09 274.531,33 4.968,37 727.535,70
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.968,37 0,00 0,00 -4.968,37 0,00
  745.770,94 256.296,09 274.531,33 0,00 727.535,70
III. Finanzanlagen          
sonstige Ausleihungen 0,00 *112.586,00 0,00 0,00 112.586,00
  0,00 112.586,00 0,00 0,00 112.586,00
  1.465.705,86 368.882,09 275.434,78 0,00 1.559.153,17
  Kumulierte Abschreibungen
  01.01.2010
Zugänge Abgänge
31.12.2010
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 495.655,75 50.154,96 903,45 544.907,26
  495.655,75 50.154,96 903,45 544.907,26
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 394.137,57 106.132,46 234.382,33 265.887,70
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  394.137,57 106.132,46 234.382,33 265.887,70
III. Finanzanlagen        
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  850.919,41 156.287,42 235.285,78 810.794,96
  Restbuchwerte
  31.12.2010
31.12.2009
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 174.124,21 224.279,17
  174.124,21 224.279,17
II. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 461.648,00 346.665,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 4.968,37
  461.648,00 351.633,37
III. Finanzanlagen    
sonstige Ausleihungen 112.586,00 0,00
  112.586,00 0,00
  748.358,21 575.912,54

* T€ 113 betreffen die Umgliederung der langfristigen Mietkautionen von den sonstigen Vermögensgegenständen in das Finanzanlagevermögen.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Cephalon GmbH, München für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 15. Juli 2011

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefano Mulas, Wirtschaftsprüfer

ppa. Sven Jacob, Wirtschaftsprüfer

Datum der Feststellung des Jahresabschlusses: 12.09.2011

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