Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 33552
Eingetragen
3.12.2020
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit Metall- und Kunststoffwaren für Bauzwecke a. n. g.
Gegenstand
der Handel mit Erzeugnissen der Eisenund Stahlindustrie, Kunststoffen, NE-Metallen und anderen Waren und Gütern, der Handel mit sanitären Erzeugnissen, Heizungsbedarf, Werkzeugen und Maschinen, der Import und Export, die Herstellung und Bearbeitung, der Transport, der Umschlag und die Lagerung sowie der Einbau derartiger Artikel.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Patric Udo Bauer
seit 27.12.2024
Prokura
Andreas Engels
seit 27.12.2024
Prokura
Adrian Josef Myalski
seit 27.7.2023
Prokura
Domenico Marino
seit 14.7.2022
Vorstandsmitglied
Carsten G. Dr. Gast
seit 3.12.2020
Vorstandsmitglied
Cathrin Lipke
seit 3.12.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
KNAUF INTERFER AG
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
KNAUF INTERFER SE
Germany
1.000.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KNAUF INTERFER SE

Duisburg

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 (zusammengefasst gemäß § 315 Abs. 5 HGB)

A. Darstellung von Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

1. Geschäftsmodell und Strategie

Die KNAUF INTERFER SE in Duisburg (nachfolgend „KI SE“) betreibt ihr operatives Geschäft organisatorisch über zwei Business Units (nachfolgend: „BU“) Steel und Aluminium.

Die BU Steel besteht aus der zum Einzelabschluss gehörenden, rechtlich unselbständigen Knauf Interfer Stahl Service Center (nachfolgend „KI SSC“), der zum KI SE-Konzern gehörenden Knauf Interfer Automotive Blanks GmbH (Herstellung komplexer Platinen für die Automobilindustrie, nachfolgend „KI AB“) und der zum KI SE-Konzern gehörenden Knauf Interfer Cold Rolling GmbH (nachfolgend „KI CR“). Sie ist auf den Werkstoff Stahl spezialisiert, am umsatzstärksten über den zur KI SE gehörenden Bereich der Stahl Service Center mit diversen Standorten in Deutschland und in Benelux. Als weiterer Bereich dieser BU agiert unser Kaltwalzwerk, die KI CR, in dem kaltgewalzte Präzisionsbänder (auch elektrolytisch verzinkt oder verzinnt) hergestellt werden. Am Firmensitz der KI SE in Duisburg werden zudem über die KI AB Formplatinen aus ultra-hochfestem Stahl gestanzt.

Die BU Aluminium mit drei Werken in Deutschland und einer polnischen Tochtergesellschaft (Knauf Interfer Aluminium GmbH, Ense, (nachfolgend „KI Alu“) und Knauf Interfer Aluminium Sp. z o.o., Opole/Polen (nachfolgend „KI Alu Polen“)) stellt anspruchsvolle stranggepresste Profile und Baugruppen aus Aluminium her.

Unsere Produkte werden in einer Vielzahl von Branchen und Anwendungen von der Automobilindustrie, der Elektrotechnik sowie anderen zahlreichen industriellen Branchen vermarktet. Unsere Kunden können jederzeit flexibel über Bereiche und Standorte hinweg unsere Produkte aus den Kernbereichen Aluminium und Steel kombinieren.

Die Knauf Interfer Gruppe ist an insgesamt 12 Standorten tätig, Zweigniederlassungen bestehen nicht.

Die Knauf Interfer Gruppe bekennt sich zum Global Compact der Vereinten Nationen und hat ihre Unternehmensphilosophie in einem „Code of Conduct“ dokumentiert.

2. Entwicklung von Wirtschaft und Absatzbranchen

Das weltweit eher schwache Wirtschaftsjahr 2023 hat auch im Welthandel deutliche Spuren hinterlassen. So entwickelte sich das globale Handelswachstum durch den Nachfragerückgang vor allem in den USA, China und Europa sehr verhalten. Daneben belasteten die anhaltenden geopolitischen Spannungen weiterhin das Wachstum. So erreichte die Anzahl der neu errichteten Handelshemmnisse im vergangenen Jahr ihren Höhepunkt. Der Welthandel entwickelte sich in den letzten Jahren höchst volatil. Während der Corona-Krise zeigte sich der Welthandel erstaunlich widerstandsfähig und half Deutschland, die Krise konjunkturell gut zu durchstehen. Anfang 2022 erreichte der globale Handel ein Rekordhoch, angetrieben von der Erholung nach der Corona-Krise. Seitdem ist der Welthandel allerdings stetig zurückgegangen. Im Jahr 2023 sank er im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent. Diese Schwäche des Welthandels ist insbesondere auf das eher dürftige Wachstum der Industrieländer und die schleppende Entwicklung der ostasiatischen Länder zurückzuführen. Die wirtschaftliche Lage in der Volksrepublik China ist schwierig. Die deutschen Exporte nach China sanken zwischen Februar und Oktober 2023 um sieben Prozent.

Die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 verlief in Europa deutlich besser als in der Bundesrepublik. Deutschland hat die Euro-Zone durch die Konjunkturkrise beinahe in eine Rezession gezogen. Nur durch ein Wachstum der einst als Sorgenkinder der Währungsunion geltenden Südländer Italien, Spanien und Portugal reichte es von Oktober bis Dezember 2023 noch zu einer Stagnation des Bruttoinlandsproduktes der Euro-Zone. Die deutsche Wirtschaft schrumpfte dagegen um 0,3 Prozent zum Vorquartal - nur Irland schnitt noch schlechter ab. Die Flaute zum Jahresausklang 2023 geht in Deutschland vor allem auf die „deutlich“ gesunkenen Investitionen in Bauten und Ausrüstungen wie Maschinen zurück. Die hohe Inflation dämpft zudem die Kauflaune der Verbraucher, während die maue Weltkonjunktur die Exporteure ausbremst. Im Gesamtjahr 2023 schrumpfte sie um 0,3 Prozent. Andere große Euro-Länder schlagen sich aktuell weit besser als Deutschland: In Frankreich stagnierte die Wirtschaft im vierten Quartal, während Italien ein Wachstum von 0,2 Prozent und Spanien sogar von 0,6 Prozent schaffte. Portugal legte mit 0,8 Prozent sogar noch kräftiger zu als der spanische Nachbar (Quelle Onvista / Reuters, 30.01.2024).

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) mit -0,3 Prozent unter den Wert des Vorjahres. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 Prozent. Bedingt durch ein nach wie vor krisengeprägtes Umfeld, kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ins Stocken. Obwohl sich die Preise nach jüngsten Veröffentlichungen rückläufig entwickeln, dämpften die nach wie vor hohen Preisniveaus auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur.

Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Mit dieser wirtschaftlichen Entwicklung in 2023 setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 Prozent zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das verarbeitende Gewerbe, das fast 85 Prozent des produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 Prozent). Stabilisierende Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte (Quelle: destatis, Pressemitteilung 15.01.2024).

Die sehr schwache Nachfrage und hohe, nicht wettbewerbsfähige Strompreise setzten der deutschen Stahlindustrie (größte Stahlindustrie Europas) zu. Hinzu kommt, dass seit dem Urteil zum Klima- und Transformationsfonds des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 15. November 2023 auch klimafreundlich produzierter Stahl auf der Kippe steht. Die Stahlproduktion in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf ein historisch niedriges Niveau gesunken. 2023 wurden 35,4 Millionen Tonnen Stahl produziert und damit 3,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders dramatisch war der Einbruch der Elektrostahlerzeugung. Dort ist die Produktion im Vorjahresvergleich um fast 11 Prozent auf 9,8 Millionen Tonnen gesunken, das unterschreitet sogar den Tiefpunkt in der Finanzmarktkrise mit 11,3 Millionen Tonnen. Elektrostahl ist ein besonders hochwertiger, unter Nutzung eines Elektroofens hergestellter Stahl aus eingeschmolzenem Schrott. Diese Produktion ist sehr stromintensiv und daher besonders von den steigenden Energiepreisen belastet.

Über alle Produktionsverfahren hinweg stellt das Jahr 2023 das niedrigste Produktionsvolumen seit der Finanzmarktkrise 2009 dar. Seinerzeit erholte sich die Industrie nach dem rezessionsbedingten Einbruch aber wieder rasch. Dagegen hält der nun seit Anfang 2022 dauernde Negativtrend an. Aufgrund der hohen Preise hat sich der Absatz in Deutschland/EU erzeugter Stähle weiter verringert, wobei gleichzeitig der Importanteil gestiegen ist. Im Schnitt werden sonst pro Jahr rund 40 Millionen Tonnen Stahl erzeugt (Quelle: Die Welt, 24.01.2024).

Auch die deutsche Aluminiumindustrie konnte sich der rezessiven Entwicklung der deutschen Wirtschaft nicht entziehen. Im Gegenteil, sie leidet besonders stark unter den hohen Energiekosten und der schwachen Konjunktur und verzeichnete im Jahr 2023 deutliche Produktionsrückgänge in nahezu allen Teilbereichen.

Vor allem in der Primärerzeugung fiel das Minus besonders deutlich aus. Nach einem Minus von mehr als 30 Prozent im Vorjahr sank die Produktion in den deutschen Hütten 2023 um weitere 45 Prozent auf 189.000 Tonnen. Sie erzeugten noch etwas mehr als ein Drittel (37 Prozent) des Volumens von vor der Energiekrise. Selbst 2009, im Jahr der Wirtschafts- und Finanzkrise, wurde in Deutschland deutlich mehr Primäraluminium hergestellt. Die Unternehmen sahen sich seitdem durch die anhaltend sehr angespannte Situation auf dem deutschen Strommarkt zu drastischen Maßnahmen gezwungen. Eine der verbleibenden vier deutschen Aluminiumhütten wurde zum Jahresende 2023 endgültig stillgelegt. Auch im weiterverarbeitenden Aluminiumhalbzeug-Bereich mussten die Unternehmen deutliche Rückgänge hinnehmen (-9 Prozent). Mit 2,33 Millionen Tonnen erreichte das Produktionsvolumen das geringste Niveau seit der Finanzkrise. Darunter verzeichneten die Hersteller von Strangpressprodukten mit -15 Prozent ein besonders starkes Minus - sie produzierten 500.000 Tonnen. Während die Unternehmen mit den schwierigen Standortbedingungen kämpfen, sehen sie sich gleichzeitig einem zunehmenden Wettbewerb mit Importeuren aus Drittstaaten ausgesetzt (Quelle: Aluminium Deutschland, 25.01.2024).

In Deutschland sind im abgelaufenen Jahr 2023 deutlich mehr Neuwagen zugelassen worden. Die PKW-Neuzulassungen stiegen gemäß Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) im Gesamtjahr um 7,3 Prozent auf 2,84 Millionen. Vor allem die Zahl der gewerblichen Neuzulassungen legte kräftig zu, während etwas weniger private Autos neu zugelassen wurden als 2022. Der Anteil der gewerblichen Neuzulassungen lag bei 67,1 Prozent. Dabei dämpfte ein Minus von 23 Prozent im Dezember noch den positiven Trend. Die deutschen Oberklasse-Autobauer BMW, Mercedes-Benz und Porsche verzeichneten im Jahr 2023 jeweils zweistellige Zuwächse. Volkswagen legte nur um knapp acht Prozent zu, blieb aber mit einem Marktanteil von 18,8 Prozent die meistverkaufte Marke. Mehr als ein Drittel aller Neuwagen hatten 2023 einen Benzinmotor, der Anteil war damit sogar etwas höher als noch 2022. Der Diesel-Anteil schrumpfte dagegen leicht auf 17,1 Prozent. Hybrid-Modelle hatten einen Marktanteil von 29,5 Prozent, reine Elektroautos kamen auf 18,4 Prozent - ein Plus von 11 Prozent im Vergleich zu 2022.

Dabei sind im Dezember trotz des abrupten Förderstopps für reine Elektroautos deutlich mehr solcher Fahrzeuge neu zugelassen worden als einen Monat zuvor. Im letzten Monat des Jahres 2023 kamen rund 54.700 neue Elektroautos auf die Straßen, im November waren es noch 45.000 E-Autos (Quelle: tagesschau.de, 04.01.2024).

Der Orderrückgang des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus hat sich im Dezember 2023 ein wenig abgeschwächt - unterm Strich resultiert für das gesamte Jahr aber ein zweistelliges Minus der Bestellungen. Insgesamt bleiben die Aufträge im Gesamtjahr 2023 real 12 Prozent unter ihrem Vorjahreswert, eine Trendwende ist nicht erkennbar. Begründet wird diese Entwicklung mit einem fehlenden Vertrauen in den großen Absatzmärkten wie Europa und China auf einen dauerhaften globalen Konjunkturaufschwung. Gerade dieses Vertrauen ist in der Investitionsgüterindustrie von immenser Bedeutung. Im Inland verbuchten die Unternehmen 2023 ein Orderminus von 11 Prozent, aus dem Ausland kamen 13 Prozent weniger Bestellungen. Dabei betrug das Auftragsminus aus den Euro-Ländern 16 Prozent, die Nicht-Euro-Länder schlugen mit einem Rückgang von 11 Prozent zu Buche. Immerhin brachte der Dezember 2023 für sich genommen weniger schlechte Werte, zum Jahresschluss lagen die Auftragseingänge mit real minus 6 Prozent nur einstellig unter Vorjahr. Dadurch fiel der Rückgang aus dem gesamten Ausland mit 3 Prozent zum Vorjahr moderat aus. Im Inland (minus 13 Prozent) sowie aus den Euro-Ländern (minus 11 Prozent) wurden allerdings auch im Dezember zweistellige Rückgänge verbucht (Quelle: VDMA, Pressemitteilung, 02.02.2024).

Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie hat im Monat November 2023 Waren im Wert von 21,9 Mrd. EUR exportiert (1,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats). Aufgelaufen von Januar bis einschließlich November des Jahres 2023 summierten sich die aggregierten Branchenlieferungen ins Ausland auf 234,9 Mrd. EUR, womit der entsprechende Wert aus 2022 um 3,8 Prozent übertroffen werden konnte. Von Januar bis einschließlich November kamen die Branchenausfuhren in die Eurozone auf insgesamt 80,0 Milliarden - ein Zuwachs von 6,4 Prozent gegenüber Vorjahr.

In den ersten elf Monaten 2023 lagen die Elektroexporte ins Nicht-Euro-Ausland insgesamt bei 154,9 Mrd. EUR und damit 2,3 Prozent im Plus, verringerten sich allerdings im Einzelmonat November 2023 um 2,7 Prozent gegenüber Vorjahr (Rückgang auf 14,6 Mrd. EUR; Quelle Presseinformation ZVEI, 18.01.2024).

Im deutschen Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 Prozent (Quelle: Destatis, 15.01.2024).

3. Geschäftsverlauf und Auftragsentwicklung der KNAUF INTERFER SE

Konzernabschluss

Das Geschäftsjahr 2023 verlief in unseren beiden Bus Steel und Aluminium sehr unterschiedlich. Während in der BU Steel das Spartenergebnis im Vergleich zum Vorjahr zwar rückläufig, jedoch bedingt durch nicht operative Sondereffekte insgesamt positiv ausfiel, ist das Spartenergebnis der BU Aluminium nach 2022 erneut erheblich negativ, wobei das operative Ergebnis 2023 etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegt.

In der BU Steel und hier vor allen Dingen im Bereich Cold Rolling verlief der Auftragseingang im Automotive Bereich im Vergleich zu den Vorjahren stabil, allerdings auf niedrigerem Niveau. In anderen Branchen kam hinzu, dass vielfach der noch vorhandene Lagerbestand bei den Kunden so hoch war, dass Neubestellungen im Berichtsjahr lange Zeit nicht erforderlich wurden. Erklärbar ist dies aus den in den Jahren zuvor teils extrem langen Lieferzeiten, die die Kunden deutlich über Bedarf bestellen ließen. Die inzwischen deutlich kürzeren Lieferzeiten führten, verbunden mit der konjunkturellen Ungewissheit, zwangsläufig zu einem sehr kurzfristigen Bestellverhalten mit insgesamt negativen Auswirkungen auf den offenen Auftragsbestand. Dieser nahm im Bereich Cold Rolling im Vergleich zum Vorjahresende um rund 18 Prozent ab. Eine ähnliche Tendenz zeigte auch die Absatzentwicklung mit einem Rückgang von rund 28 Prozent gegenüber Vorjahr. Auch die Absatzmengenentwicklung im Bereich der Stahl Service Center (SSC’s) zeigte eine rückläufige Tendenz. Allerdings fiel der Mengeneffekt hier mit knapp 1 Prozent nur marginal aus. Gegen Ende des Jahres konnten wir in der BU Steel wieder steigende Auftragseingänge verzeichnen.

Die aus der Auftragslage in den Betrieben unserer Gruppe resultierende Beschäftigung entwickelte sich je nach Standort unterschiedlich. Einzelne Standorte arbeiteten dreischichtig an der personellen Kapazitätsgrenze, andere Werke waren in Teilen unterbeschäftigt. Wir haben auf diese Entwicklung schnell und zielgerichtet reagiert und den Personalbedarf zügig auslastungsorientiert z. B. durch den Abbau von Leiharbeitnehmern angepasst. Daneben haben wir nach entsprechender Schulung und Einweisung eigene Mitarbeitende, die im Vorfeld ihre Bereitschaft für das Programm erklärt haben, von weniger beschäftigten Werken in die Werke mit hohem Personalbedarf temporär versetzt.

Signifikant für die Entwicklung von Umsatz, Materialeinsatz und damit dem Rohertrag war insbesondere in der BU Steel die Entwicklung der Materialpreise. Das Berichtsjahr 2023 war nach einem ersten Quartal mit moderaten Preiserhöhungen in weiten Teilen des verbleibenden Jahresverlauf von nachgebenden Stahlpreisen gekennzeichnet.

Die folgende Abbildung zeigt die Entwicklung der Preise ausgewählter Stahlprodukte für das Berichtsjahr:

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In der BU Steel führte diese Preisentwicklung dazu, dass die am Markt erzielbare Verkaufsmarge angesichts der sich bereits früh im Jahr abzeichnenden rückläufigen Preise deutlich unter Druck geriet und die in der Planung angenommene Marge operativ nicht zu erzielen war. Allerdings konnte durch den Preisrückgang der Durchschnittspreis der Vorräte im Jahresverlauf nach unten entwickelt werden, so dass der Bestand in EUR/t gegenüber dem Vorjahr deutlich vermindert ist. Hieraus resultiert u. a. für die der Lifo-Methode unterworfenen Lagerbestände, dass sich eine deutliche Veränderung der Lifo-Reserve des Vorjahres ergab, welche das Ergebnis des Einzel- und Konzernabschlusses mit insgesamt TEUR 14.293 erheblich positiv beeinflusst hat. Zusätzlich führte der leichte Preisanstieg um den Jahreswechsel dazu, dass die nicht der Lifo-Methode unterworfenen Vorräte im Gegensatz zum Stichtag 31.12.2022 nahezu nicht mehr aufgrund gesunkener Marktpreise wertzuberichtigen waren. Unter Berücksichtigung dieser Bewertungseffekte wird insgesamt eine positive Ertragslage erreicht.

Die Rohstoffpreise für Aluminium normalisierten sich nach dem Allzeithoch in 2022 im Geschäftsjahr und fielen bis zur Jahresmitte, um sich im Anschluss um 2.000 EUR/t zu stabilisieren. Auch die Bolzenprämie halbierte sich aufgrund der geringeren Marktnachfrage und gesunkener Energiekosten im Berichtszeitraum. Da die BU Aluminium seine Kunden entweder über Preise mit Metallgleitklauseln oder über Forward-Geschäfte bedient, führte der gesunkene Rohstoffpreis (siehe Chart) einerseits zu geringeren Umsätzen, andererseits aber auch zu korrespondierenden Aufwandsreduzierungen für den Materialverbrauch.

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Quelle: westmetall . marktdaten . preise/lme bestände . kupfer, zinn, blei, zink, aluminium, nickel, gold, silber, feinsilber ; Leading provider of global metal & steel prices | Metal Bulletin

In der BU Aluminium war das Jahr 2023, wie schon das Vorjahr, durch enorm viele Herausforderungen geprägt, die sowohl operativer wie auch globalwirtschaftlicher Natur waren. Das hohe Zinsniveau führte zu signifikanten Reduzierungen der Kundenabrufe, insbesondere in den Branchen Bau, Industrie und Systeme. Auch bei den Kunden aus der Automobilbranche waren die Abrufe plattformabhängig sehr volatil und teilweise deutlich unter den Erwartungen. Bedingt durch die benannten exogenen Faktoren wie auch der ungewissen Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage haben die Kunden in allen Geschäftsbereichen der BU Aluminium deutlich weniger im Vergleich zur Planung und im Wesentlichen auch zum Ist des Vorjahres disponiert und dort, wo entsprechende Lagerbestände vorhanden waren, zunächst diese Bestände auf ein Mindestmaß reduziert. So ist der Absatz in der BU Aluminium im Vergleich zum Vorjahr um knapp 3.500 t auf 17.700 t zurückgegangen; der Gesamtumsatz in der BU Aluminium reduzierte sich hauptsächlich absatz-, aber auch preisbedingt um 17 Mio. EUR.

Im Berichtsjahr ergaben sich in der Aluminium-Sparte bei zwei sehr anspruchsvollen Produkten Friktionen in der hochautomatisierten Fertigung. Über das gesamte Berichtsjahr hinweg wurde mit hohem Aufwand der Produktionsprozess stark verbessert und stabilisiert; jedoch kam es erst zum Jahresende zu einer Annäherung an den gewünschten, planerischen Zustand.

Auf die angespannte Lage des deutschen Unternehmens der BU Aluminium haben wir mit deutlichen organisatorischen und personellen Maßnahmen reagiert. Unter anderem haben wir uns von zwei Geschäftsführern der deutschen Gesellschaft im Jahr 2023 getrennt. Im Produktionsbereich konnte intern eine äußerst versierte Kraft als Geschäftsführer gewonnen werden. Komplettiert wird das Geschäftsführungsteam durch ein weiteres Mitglied für den Vertrieb, das von einem namhaften Marktbegleiter zur BU Aluminium gewechselt ist.

Der Geschäftsverlauf unterlag im Berichtsjahr in beiden Bus erheblichen nicht operativen Sondereffekten, welche das Konzernergebnis insgesamt positiv beeinflusst haben. Diese sind in Abschnitt B.1. weitergehend erläutert.

Die Umsatzerlöse gingen im Berichtsjahr um 22 Prozent zurück, wobei die Absatzmenge um kumuliert knapp 5 Prozent abnahm. Ursächlich hierfür sind maßgeblich die zurückgelaufenen Materialpreise für Aluminium und Stahl. Im Bereich der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sahen wir uns insbesondere in der BU Steel bis zur Mitte des Jahres 2023 mit ansteigenden Bezugskosten konfrontiert, die dann wie beschrieben im weiteren Jahresverlauf wieder nachgaben. Die Gesamtleistung des Konzerns, mithin die Umsatzerlöse unter Einbezug der Bestandsveränderung, ist auf Basis des Bestandsabbaus des Berichtsjahres um 19,6 Prozent zurückgegangen.

Korrespondierend dazu lag der Rohertrag (Gesamtleistung abzgl. Materialaufwendungen) vor Bewertungseffekten aus der Lifo-Bewertung mit insgesamt knapp -13 Prozent insgesamt deutlich unter dem sehr guten Niveau des Vorjahres. Hierbei konnten auf Basis der Entwicklung der Durchschnittspreise die noch im Vorjahr zu bildenden Wertberichtigungen in wesentlichem Umfang aufgelöst werden.

Unter Einbezug der auch im Berichtsjahr von Sondereffekten aus Auflösungen von Rückstellungen geprägten sonstigen betrieblichen Erträge führte der benannte Rohertragsrückgang bei Verminderungen im Bereich der Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie rückläufigen Abschreibungen zu einem Konzernergebnis, welches per Saldo um TEUR 15.557 auf TEUR 7.190 zurückgegangen ist. Das Vorjahresergebnis war durch deutlich höhere Sonderabschreibungen belastet.

Unter Auslassung des positiven Lifo-Effektes aus dem Berichtsjahr und sonstiger Einmaleffekte aus 2023 und 2022 hätte sich eine deutlichere Verminderung und ein erheblich negatives Konzernergebnis 2023 ergeben, was neben dem benannten Rohertragsrückgang zu einem wesentlichen Teil auf das wiederum sehr schwache Spartenergebnis aus der BU Aluminium zurückzuführen ist.

Insgesamt konnte unter diesen veränderten Rahmenbedingungen, trotz getroffener Maßnahmen, die im Vorjahreslagebericht benannte Prognose für das Konzernergebnis 2023 nicht erreicht werden.

Einzelabschluss

Insgesamt erfuhren die Standorte der SSC eine leicht rückläufige Absatzentwicklung, was unter Einbezug der Preisentwicklung zu um 21,2 Prozent rückläufigen Umsatzerlösen führte. Der Rohertrag vor Lifo-Effekten zeigte sich ebenso rückläufig.

Das Geschäftsergebnis der KI SE ist bereinigt um die Auswirkungen aus der Lifo-Bewertung der Vorräte bei einer ähnlichen Kostenentwicklung wie im Konzern und unter Bereinigung von Sondereinflüssen aus außerplanmäßigen Abschreibungen des Vorjahres und Auflösungen von Rückstellungen im Vorjahresvergleich deutlich rückläufig und insgesamt negativ. Damit ist die im Vorjahreslagebericht benannte Prognose für den Einzelabschluss der KI SE eines negativen Geschäftsergebnisses vor Sondereffekten eingetreten.

B. Darstellung der Lage

1. Ertragslage

Konzernabschluss

Aufgrund der geschilderten wirtschaftlichen Entwicklung hat sich im Berichtsjahr ein Rückgang in den Absatzzahlen, vornehmlich im Baubereich ergeben. Da sich die Verkaufspreise im Jahr 2023 deutlich unter den Werten des Vorjahres entwickelten, resultieren aus verringerten Mengen und gesunkenen Verkaufspreisen deutlich geringere Umsatzerlöse.

In der BU Aluminium zeigte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Absatzrückgang von rund 17 Prozent, während sich Bau um 33 Prozent, bei den Systemen um 49 Prozent und der Industriekundenbereich um 29 Prozent im Absatz verminderten. Der damit einhergehende Umsatzrückgang liegt im Vergleich zum Vorjahr bei ca. 27 Mio. EUR.

Der Automotive Bereich konnte diese extremen Rückgänge nur teilweise auffangen; hier gelang zwar ein Umsatzplus von 11,5 Mio. EUR; in Summe bleibt jedoch ein erhebliches Defizit im Vergleich zum Vorjahresumsatz in Höhe von 17 Mio. EUR bei einem damit einhergehenden Absatzrückgang von ca. 17 Prozent.

Die Analyse der Umsatzaufteilung nach Business Units zeigt eine gegenüber dem Vorjahr nahezu unveränderte Gewichtung der Anteile (BU Steel mit 83 Prozent (Vorjahr: 85 Prozent), BU Aluminium 17 Prozent (Vorjahr: 15 Prozent)).

Im Zusammenhang mit den rückläufigen Preisen mischte sich der Durchschnittspreis der Vorräte auf ein niedrigeres Niveau, so dass hieraus für die nach der Lifo-Methode bilanzierten Vorräte eine Veränderung der Lifo-Reserve resultierte. Ebenso verringerte sich die noch im Vorjahresstichtag bestehende Differenz zwischen Marktpreis und Durchschnittspreis zum 31.12.2023. Hieraus ergaben sich zusätzlich deutliche Auflösungen von Wertberichtigungen für die nach der Durchschnittsmethode bewerteten Bestände, während hier im Vorjahr erhebliche Zuführungen zu buchen waren. Dennoch konnten beide Effekte zusammen nicht den Verlust an Rohertrag ausgleichen, der durch die angespannte Marktlage des Berichtsjahres und die rückläufigen Absatzzahlen entstanden ist. Unter Bereinigung des Veränderungseffekts aus der Lifo-Reserve sowie sonstiger Sondereffekte fiel der Rohertrag um TEUR 38.228 niedriger aus als im Vorjahr.

Die hieraus ermittelte Rohertragsmarge (um Sondereffekte aus der Lifo-Bewertung bereinigter Rohertrag im Verhältnis zur Gesamtleistung) ist hierbei bei sich im Jahresverlauf neutralisierenden Preiseffekten und dem Einbezug der benannten Ergebniseffekte aus Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen im Vorjahresvergleich konstant.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr stark vermindert. Ursächlich hierfür waren im Jahr 2022 aufgelöste Rückstellungen im Personalbereich, die aufgrund ihres Sondercharakters in dieser Größenordnung im Berichtsjahr nicht mehr angefallen sind.

Die Personalaufwendungen verringerten sich bei leicht gestiegenem durchschnittlichem Personalbestand im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr deutlich. Verantwortlich hierfür ist unter anderem eine sondertarifliche Vereinbarung bei der Knauf Interfer Aluminium GmbH für die Jahre 2023 und 2024 wie auch die im Zusammenhang mit der schlechteren Auftragslage weniger angefallenen Überstunden. Zusätzlich sind Prämien für Mitarbeiter, die noch im Vorjahr zur Auszahlung gekommen sind, im Jahr 2023 nicht angefallen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen rückläufig entwickelt. Grund hierfür sind zum einen die mit der geringeren Ausbringung einhergehenden Aufwendungen für Transporte und fremde Personalkosten und zum anderen Einsparungen bei den Wartungs- und Reparaturarbeiten aufgrund von teilweise geringeren Betriebsstunden. Gegenläufig wirken sich die Leasingzahlungen aus der ERP-Lösung aus, welche im Geschäftsjahr lediglich für zwei Monate enthalten sind.

Im Bereich der Personal- und Sachkosten wurden in beiden BU‘s umfängliche Kostenoptimierungsmaßnahmen umgesetzt; infolge dieser Maßnahmen ist der operative EBITDA-Rückgang im Vergleich zum Rohertragsrückgang unterproportional.

Die Abschreibungen des Jahres 2023 haben sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verringert, da im Vorjahr erheblich höhere außerplanmäßige Abschreibungen anzusetzen waren. Die Normalabschreibungen sind damit auf Vorjahresniveau.

Aufgrund des Ganzjahreseffektes aus der im Vorjahr aufgenommenen Finanzierung und des in 2023 gegenüber dem Vorjahr durchgängig höheren Referenzzinssatzes Euribor ist der Zinsaufwand signifikant angestiegen.

Bedingt durch das deutlich geringere Vorsteuerergebnis insbesondere im Bereich Cold Rolling im Berichtsjahr liegt der Ertragsteueraufwand merklich unter dem des Vergleichszeitraumes.

Einzelabschluss

Die nachfolgenden Erläuterungen zeigen die vom Konzernabschluss abweichenden Entwicklungen im Einzelabschluss:

Analog der Entwicklung im Konzernabschluss ist der Rohertrag unter Bereinigung des positiven Effekts aus der Lifo-Bewertung deutlich rückläufig, allerdings konnte im Einzelabschluss die operative Rohertragsmarge trotz der beschriebenen Preisentwicklung leicht gesteigert werden. Hier machen sich die bereits benannten Wertberichtigungseffekte, welche sich nahezu ausschließlich im Bereich der SSC’s ergeben haben, unverwässert bemerkbar.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert bei ansonsten recht homogener Kostenentwicklung aus gestiegenen Konzernumlagen.

Auf Basis dieser Entwicklungen ergibt sich im Einzelabschluss bei einem EBITDA vor Sondereffekten knapp unter Vorjahresniveau ein Ergebnis vor und nach Steuern über dem Wert des Vorjahres. Ohne die Lifo-Veränderung sowie sonstiger Sondereffekte aus der Auflösung von Rückstellungen hätte sich im Einzelabschluss per Saldo ein negatives Ergebnis für das Geschäftsjahr 2023 und damit eine prognostizierte, deutliche Verschlechterung der Ertragslage im Vergleich zum Vorjahr ergeben.

2. Vermögenslage

Konzernabschluss

Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich im Berichtsjahr lediglich leicht erhöht. Die Zugänge aus dem Projekt zur Einführung einer zentralen SAP-ERP-Lösung wurden durch Verkäufe von im Wesentlich in Vorjahren angefallenen Projektkosten im Rahmen der vertraglichen Obliegenheiten an den Leasingpartner in großen Teilen kompensiert. Im Zusammenhang mit dem Verkauf der Projektkosten steht auch ein Darlehen an die Leasinggesellschaft, das unter den Finanzanlagen als Ausleihungen aktiviert ist.

Das Darlehen wird marktüblich verzinst und über 6 Jahre vom Leasinggeber getilgt.

Die Sachanlagen fallen im Jahresvergleich geringer aus, da im Berichtsjahr eine nicht betriebsnotwendige, in Vorjahren bis zur Übergabe vermietete Immobilie an den Mieter verkauft wurde. Hinzu kommt, dass in den Sachanlagen weniger investiert als abgeschrieben wurde.

Im Wesentlichen bedingt durch das bereits erwähnte Darlehen im Zusammenhang mit dem Leasingobjekt SAP-ERP-Lösung sind die Finanzanlagen angestiegen.

Der Rückgang im Vorratsvermögen resultiert aus zwei unterschiedlichen Entwicklungen. Zum einen haben sich die Vorräte vor Wertberichtigungen angesichts der beschriebenen rückläufigen Preisentwicklung trotz leicht höherem Gewichtsbestand deutlich verringert. Zum anderen wurde dieser Abbaueffekt durch die nicht mehr auf Vorjahresniveau notwendigen aktivisch abgesetzten Wertberichtigungen sowie die Reduktion der in Vorjahren gebildeten Lifo-Reserve (siehe hierzu Ausführungen oben) teilkompensiert. In der Nettobetrachtung resultiert daraus die Verringerung der Vorräte.

Ebenfalls der Preisentwicklung geschuldet haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor Betrachtung der Auswirkungen aus Effekten des ABCP - Programms verringert.

Da zum Stichtag 31.12.2023 ein geringeres Volumen an Forderungen dem ABCP - Programm unterworfen wurde, haben sich die Forderungen leicht gegenüber dem Vorjahr erhöht. Bezüglich der Summe der angekauften Forderungen zum Stichtag verweisen wir auf die Angaben im Anhang.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten wie im Vorjahr hauptsächlich Steuerforderungen, Forderungen aus Lieferantenboni und Forderungen im Zusammenhang mit dem ABCP-Programm.

Aufgrund des gesunkenen Bedarfs an Working Capital haben sich die liquiden Mittel zum Jahresende noch einmal gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. Bezüglich der Entwicklung der liquiden Mittel sowie der Bankverbindlichkeiten verweisen wir auf die Erläuterungen zur Finanzlage.

Das Eigenkapital hat sich erneut aufgrund des insgesamt positiven Konzernergebnisses sowie positiver Effekte im Bereich der Währungsumrechnungsrücklage verbessert. Der Vorjahresgewinn der KI SE wurde in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

Die Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr leicht um 1,5 Prozent erhöht, so dass verbunden mit der Verbesserung im Eigenkapital die Eigenkapitalquote im Konzern um 1,9 Prozent-Punkte auf 56,1 Prozent angestiegen ist.

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen haben sich aufgrund der die Zuführungen und Zinseffekte übersteigenden Inanspruchnahmen aus Pensionszahlungen nach 2022 weiter verringert.

Ebenfalls die sonstigen Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr geringer ausgefallen. Effekte sind hier hauptsächlich der geringere Bedarf an Rückstellungen für Drohverluste aus schwebenden Einkaufsgeschäften, da es keine signifikanten Abweichungen zwischen Bestellpreis und aktuellem Marktpreis zum Stichtag gab.

Zum anderen waren die Rückstellungen für Jahresvergütungen aufgrund des verringerten Jahresergebnisses geringer zu dotieren.

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden zum Stichtag ausschließlich längerfristige Darlehen ausgewiesen, tilgungsbedingt fallen die Verbindlichkeiten geringer als zum Ultimo des Vorjahres aus.

Aufgrund der terminierten Zahlläufe zum Jahresende 2023/Jahresbeginn 2024 fielen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen trotz der rückläufigen Einkaufspreise für Stahl und Aluminium gegenüber dem Vorjahr deutlich höher aus.

Anders hingegen die Entwicklung der Sonstigen Verbindlichkeiten; diese waren deutlich rückläufig, da im Zusammenhang mit den Zahlungseingängen nach dem letzten Stichtag der ABCP-Andienung verkaufter Forderungen geringere Verbindlichkeiten gegenüber der ankaufenden Gesellschaft zu bilanzieren waren.

Einzelabschluss

Die nachfolgenden Erläuterungen zeigen die vom Konzernabschluss abweichenden Entwicklungen im Einzelabschluss:

Die Anteile an verbunden Unternehmen haben sich im Berichtsjahr leicht vermindert, da einige, nicht mehr operativ tätige Gesellschaften, ohne nennenswerte Vermögenswerte, auf die Muttergesellschaft rückwirkend zum 01.01.2023 verschmolzen wurden.

Trotz der auch im Geschäftsjahr 2023 deutlichen Planabweichung in Bezug auf die Umsatz- und die operative Ertragsentwicklung bei der Knauf Interfer Aluminium GmbH sehen die Geschäftsführung dieser Einheit und der Vorstand des Mutterunternehmens auf Basis der bereits eingeleiteten und geplanten Maßnahmen in der BU Aluminium und der hieraus prognostizierten Ergebnisentwicklung für die Geschäftsjahre 2024ff. keine Wertminderung des Beteiligungsansatzes sowie des Forderungsbestands gegen diese Gesellschaft zum 31.12.2023.

Der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert aus verminderten Finanzierungssalden zum Stichtag aufgrund vorratsseitig deutlich reduzierter Working-Capital-Finanzierung der Tochtergesellschaften.

Im Einzelabschluss ist die Eigenkapitalquote aufgrund der ergebnisbedingten Eigenkapitalausweitung bei einem nur leichten Aufbau der Bilanzsumme um 1,0 Prozent im Vorjahresvergleich mit 62,9 Prozent um 2,9 Prozent-Punkte angestiegen.

3. Finanzlage

Konzernabschluss

Die Finanzierung des Konzerns besteht im Wesentlichen aus vier unterschiedlichen Bausteinen.

Ausreichend bemessene Betriebsmittellinien über vier deutschen Banken mit einer Laufzeit bis Ende 2026 und einer weiteren darüberhinausgehender Betriebsmittelfinanzierung mit einer weiteren Hausbank sichern den kurzfristigen Liquiditätsbedarf der Gruppe zur Deckung von Auszahlungsspitzen ab. Zum Stichtag liegt keine Inanspruchnahme aus der Betriebsmittelfinanzierung vor.

Zwischen der KI SE sowie den operativen Tochtergesellschaften wurde in Vorjahren mit einer großen deutschen Geschäftsbank ein Asset Backed Commercial Papers (ABCP)- Programm aufgesetzt, in dessen Rahmen einer Finanzierungsgesellschaft der Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Ankauf angeboten und der Liquiditätsbedarf in erheblichem Umfang hierüber zielgerichtet gesteuert werden kann. Im Vorjahr 2022 wurde der Vertrag hinsichtlich des möglichen Volumens deutlich erweitert.

Zudem wurde eine Option zur Verlängerung der Vertragslaufzeit um 5 Jahre aufgenommen, die im September 2023 ausgeübt wurde, sodass der Vertrag nun bis zum September 2028 läuft.

Darüber hinaus wurde bereits zum Ende des Jahres 2019 von der KI SE mit einem großen deutschen Spezialisten für die Arrangierung und Strukturierung langfristiger, Asset bezogener Finanzierungsvorhaben ein IT-Leasingvertrag abgeschlossen, der vorsieht, die aufgelaufenen Kosten für die ERP-Systemlösung zu refinanzieren und nach Fertigstellung über einen Leasingvertrag diese ERP-Systemlösung zu nutzen (sale-and-lease-back). Aus diesem Baustein sind im Berichtsjahr finanzielle Mittel im einstelligen Millionenbereich zugeflossen. Daneben wurde eine Teilabnahme des Leasingobjekts erklärt, so dass ab November 2023 aus dem IT-Leasingvertrag monatliche Raten zu leisten waren. Die zukünftigen Zahlungsverpflichtungen bis zum Ende der Laufzeit sind in der entsprechenden Anhangangabe enthalten.

Als vierter Baustein werden langfristige Kredite genutzt. Dazu zählen fünf Förderdarlehen und vier Darlehen unter einer Investitionsrahmenvereinbarung. Es liegt eine feste Tilgungs- und Verzinsungsstruktur vor. Die Laufzeit der Verträge reicht bis in das Jahr 2030 hinein.

Die ausreichend gewährten Kreditlinien sichern die Finanzierung der KI SE und des Konzerns ab. Die Finanzierung aller inländischen Tochtergesellschaften erfolgt auf der Basis eines Cash-Management-Verfahrens unter Verwendung von Darlehensvereinbarungen mit dem finanzierenden Mutterunternehmen KI SE. Die Finanzierungskonditionen der Betriebsmittellinien passen sich auf der Grundlage von Covenants bzw. Bonitätsratings der wirtschaftlichen Lage des Konzerns an.

Aufgrund der zur Verfügung stehenden Finanzmittel sind die Gesellschaft und der Konzern im Berichtsjahr jederzeit in der Lage gewesen, den bestehenden Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit bewegt sich mit TEUR 31.458 deutlich über dem Niveau des Vorjahres von TEUR 7.525. Die maßgeblichen Veränderungen resultieren aus dem der Preisentwicklung des Jahres geschuldeten Abbau des Vorratsvermögens (Mittelzufluss vor Lifo-Effekt TEUR 19.945) sowie die stichtagsbedingt erhöhten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einer Mittelbindung von TEUR 14.874; im Vorjahr haben sich in diesem Bereich erhebliche Mittelabflüsse in Höhe von TEUR 60.990 ergeben.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit ist geprägt von Ein- und Auszahlungen zur Schaffung einer ERP-Systemlösung. Anders als noch im Vorjahr haben sich im Jahr 2023 Mittelzuflüsse aus dem Verkauf von Projektleistungen ergeben. In enger Zusammenarbeit mit der Leasinggesellschaft wurde das erste Teilmodul der ERP-Lösung abgerechnet und damit für diese erste Projektphase das Leasingverhältnis aktiv gesetzt.

Ab dem November 2023 ist damit die erste Leasingrate ausgelöst worden. Die Verrechnung der Raten erfolgt monatlich in gleichbleibenden Beträgen. Ein weiterer Mittelzufluss ergab sich aus dem Verkauf einer nicht mehr betriebsnotwendigen Immobilie.

Weitere Abflüsse an Finanzmitteln ergaben sich aus Investitionen in das Sachanlagevermögen. Die Auszahlungen in das Sachanlagevermögen waren vergleichbar zum Vorjahr, so dass sich der Cashflow aus der Investitionstätigkeit (TEUR -11.520) bedingt durch den Zufluss aus Mitteln aus dem Verkauf von Projektleistungen deutlich über dem Niveau des Jahres 2022 (TEUR -21.269) bewegt.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (TEUR -13.027, Vorjahr: TEUR 13.374) entfällt auf die planmäßige Tilgung von Investitions- und eines Förderdarlehens sowie höheren Zinszahlungen aufgrund gestiegener Referenzzinssätze. Im vergangenen Jahr flossen hingegen Mittel aus Darlehensaufnahmen zu.

Die gegenüber dem Vorjahr verminderte Inanspruchnahme des ABCP-Programms ist in den Finanzmittelbestand eingeflossen.

Der Konzern-Finanzmittelbestand ist mit TEUR 18.728 im Vorjahresvergleich deutlich angestiegen (Vorjahr TEUR 11.611) und setzt sich im Berichtsjahr ausschließlich aus Zahlungsmitteln und Guthaben bei Kreditinstituten zusammen.

4. Investitionen

Konzernabschluss

Im Konzern betreffen die Investitionen mit TEUR 22.692 (Vorjahr: TEUR 22.351) Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände. Das in Vorjahren bereits begonnene Projekt zur Einführung einer zentralen ERP-Systemlösung wurde auch im Berichtsjahr zielgerichtet weiter vorangetrieben und führte zu weiteren deutlichen Zugängen in das immaterielle Anlagevermögen, In das Sachanlagevermögen erfolgten Investitionen über alle operativen Einheiten hinweg zum Ausbau sowie zur Modernisierung des Maschinenparks (z. B. Dressierwalzgerüst) oder der nachgelagerten Verpackungsmaschinen. Ebenfalls erfolgten Investitionen aus Gründen der Nachhaltigkeit bzw. Energieeffizienz (z.B. effiziente Hallenheizung). Zusätzlich wurden erste Anzahlungen in einem zeitlich länger gestreckten Investitionsprojekt zur Brandvermeidung bzw. -bekämpfung brandtechnisch risikobehafteter Produktionsanlagen durchgeführt.

Einzelabschluss

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betragen im Berichtsjahr TEUR 13.246 (Vorjahr: TEUR 13.922) und entfallen schwerpunktmäßig auf das oben beschriebene ERP-Projekt. Bei den Sachanlagen standen Modernisierungen einzelner Längs- bzw. Querteilanlagen im Vordergrund, aber auch Investitionen in Verpackungsanlagen.

5. Mitarbeiter und Rahmenbedingungen

Konzernabschluss

Die Kompetenz und das Engagement ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind eine wichtige Grundlage für den unternehmerischen Erfolg der Knauf Interfer Gruppe. Die wertorientierte Unternehmenskultur verbindet offene, zielorientierte und vor allem wertschätzende Führung mit unternehmerischer Freiheit und Verantwortung. Dazu gehört auch ein offener und vertrauensvoller Umgang mit der Arbeitnehmervertretung.

Die Gruppe legt größten Wert auf zuverlässig hohe Qualitätsstandards, größtmöglichen Arbeitsschutz, umfassende Gesundheitsvorsorge und die Förderung der Mitarbeiter sowie den sorgsamen Umgang mit Umwelt und Energie. Gezielte Aus- und Weiterbildung sind ebenso wichtig wie technische oder organisatorische Maßnahmen für beste Arbeitsbedingungen und maximierte Arbeitssicherheit. Die Umstände, die zu einem Unfall am Arbeitsplatz führten oder hätten führen können, werden konsequent analysiert und Korrekturmaßnahmen veranlasst.

Wir fördern das Umweltbewusstsein und die Umweltverantwortung aller Mitarbeiter sowie aller Personen, die von uns beauftragt sind und tätig werden und sorgen dafür, dass in den umweltrelevanten Bereichen Ausbildung, Schulung und Weiterbildung angeboten werden.

Im Konzern waren im Jahresdurchschnitt des Geschäftsjahres 2023 1.425 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.404 Arbeitnehmer) beschäftigt (KI SE: 458 Arbeitnehmer; Vorjahr: 447). Zum Stichtag arbeiteten konzernweit 1.426 Mitarbeiter (KI SE: 469) in der Knauf Interfer Gruppe. Der Vorstand geht davon aus, dass sich die Mitarbeiterzahl in allen Bus im Jahr 2024 im Wesentlichen konstant entwickeln wird.

Die Mitarbeiter unterliegen im Bereich SSC mit Ausnahme der nicht tarifgebundenen Werke Delta-Stahl und Völkel & Winkler dem Tarifvertrag des Groß- und Außenhandels, in den Bereichen Cold Rolling und Aluminium den Tarifregelungen der Metall- und Elektroindustrie Zudem bestehen bereichsbezogene bzw. standortbezogene individuelle Betriebsvereinbarungen, die die jeweiligen Besonderheiten berücksichtigen.

6. Nachhaltigkeit und Umweltschutz

Als eines der führenden werksunabhängigen Unternehmen in der Herstellung, Distribution und Bearbeitung von Produkten aus Stahl und Aluminium haben Nachhaltigkeit und ein verantwortungsbewusster Umgang mit den natürlichen Ressourcen für uns einen hohen Stellenwert. Unsere Umweltpolitik soll dabei helfen, uns der Verantwortung für den Schutz und den Erhalt der natürlichen Ressourcen bei unserem täglichen Handeln bewusst zu sein und nachhaltig zu verfolgen.

Die Rohstoffe, die wir über ein internationales Netzwerk global beziehen, zeichnen sich durch eine grundsätzlich hohe Recyclingquote aus. Stahl und Aluminium gehören seit vielen Jahrzehnten zu den wichtigsten und umweltverträglichsten Werkstoffen in einer Vielzahl von Branchen und Anwendungsfeldern. Wir arbeiten kontinuierlich daran, den Ressourcen- und Energieverbrauch zu verringern sowie anfallende Emissionen und Abfälle zu minimieren, um damit einen Beitrag zur Schonung der Umwelt zu leisten.

Wir streben neben der selbstverständlichen Einhaltung aller umweltrelevanten gesetzlichen Vorgaben und Umweltstandards im Rahmen der stetigen Verbesserung an, die vorgeschriebenen Grenzwerte nicht nur einzuhalten, sondern zu unterschreiten. Den Schutz unserer natürlichen Ressourcen verstehen wir als Gemeinschaftsaufgabe, in die wir unsere Zulieferer und Partner ebenso einbeziehen wie jeden einzelnen Mitarbeiter.

Mit modernen Maschinen auf dem aktuellen Stand der Technik, innovativen Verfahren zur Veredelung und Oberflächenbehandlung sowie dynamischen Logistikkonzepten leisten wir nicht nur einen Beitrag zu einem energieeffizienten Fertigungs- und Distributionsprozess mit geringstmöglichen Auswirkungen auf Natur und Umwelt, sondern auch zur Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens und unserer Kunden.

Wir überprüfen unsere Anlagen und Tätigkeiten auf Energieeinsparpotentiale und treffen entsprechende Maßnahmen, um Störungen zu vermeiden oder deren Auswirkungen zu minimieren. Mit der Zertifizierung gemäß ISO50001 beschreiben wir den Aufbau eines systematischen Energiemanagements für die KI CR und die KI Alu. Die ISO14001 legt einen Schwerpunkt auf einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess zur Erreichung definierter Ziele in Bezug auf die Umweltleistung bei KI SSC, KI CR und KI Alu. Eine Ausweitung dieser ISO-Zertifizierungen auf weitere Bereiche ist geplant.

Die im Vorjahr aufgebaute dedizierte Organisationseinheit hat im Berichtsjahr eine Nachhaltigkeitsstrategie in Orientierung und Anlehnung von anerkannten Normen und Standards erstellt. Zudem wurden gruppenweit Maßnahmen zur Erreichung der Anforderungen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes imitiert. In diesem Zusammenhang konnte eine Gruppengesellschaft (KI CR) die Zertifizierung der Einhaltung der einschlägigen Vorschriften durch ecovadis zu Beginn des Geschäftsjahres 2024 erreichen.

C. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Absatz 4 und § 315d HGB

Gemäß § 76 Abs. 4 AktG legt der Vorstand für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands Zielgrößen fest. Gemäß § 111 Abs. 5 AktG legt der Aufsichtsrat für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand Zielgrößen fest. Liegt der Frauenanteil bei Festlegung der jeweiligen Zielgrößen unter 30 Prozent, so dürfen die Zielgrößen den jeweils erreichten Anteil nicht mehr unterschreiten. Gleichzeitig sind Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festzulegen, die jeweils nicht länger als fünf Jahre sein dürfen.

Der Aufsichtsrat hat für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand in seiner Sitzung am 01.12.2021 eine unveränderte neue Zielgröße für den Zeitraum bis 31.12.2026 von 0 Prozent beschlossen.

Der Vorstand hat folgende neue Zielgrößen für die beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstandes einschließlich der Zentralbereichsleiter festgelegt und formell in seiner Sitzung am 24.01.2022 beschlossen:

Erste Ebene unterhalb des Vorstandes 0 Prozent

Zweite Ebene unterhalb des Vorstandes 16 Prozent

Hierbei wird in beiden Gremien sowohl die insgesamt in der Branche unterproportional vertretene Anzahl an Arbeitnehmerinnen als auch die im Unternehmen vorherrschende geringe Fluktuationsquote berücksichtigt, die eine angestrebte Erhöhung des Frauenanteils nur über einen längeren Zeitraum erlaubt. Die mehrjährige Rekrutierungserfahrung von Führungspositionen unterhalb des Vorstandes belegt diesen Mangel.

Für die nächstfolgende Überprüfung der Erreichung der Zielgrößen wurde im Hinblick auf die laufenden Wahlperioden und den Tagungsrhythmus von Aufsichtsrat und Vorstand eine gleichlautende Frist bis zum 31.12.2026 festgelegt.

Vorstand und Aufsichtsrat werden den Aspekt einer verbesserten Vielfalt in sämtlichen Organen und Führungsebenen der Gesellschaft - insbesondere eines höheren Frauenanteils - bei künftigen Neubesetzungen besonders berücksichtigen, um so ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachzukommen. Wichtigstes Kriterium für die Besetzung von Leitungs- und Führungspositionen wird jedoch auch in Zukunft die Qualifikation und Verfügbarkeit der Kandidatin oder des Kandidaten sein.

D. Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

1. Produktions- und Absatzrisiken

Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass es auch in der Knauf Interfer Gruppe zu erhöhten krankheitsbedingten Ausfällen und damit möglichen, temporären Ausfällen von Produktionskapazitäten kommen kann. Es besteht das Risiko, dass im Falle auftretender Mutationen oder Aufkommen anderer Viruserkrankungen erneut Eindämmungsmaßnahmen seitens der Bundesregierung wieder in Kraft gesetzt werden könnten. Die erhöhten Risiken in Bezug auf die Lieferketten und Produktion in Abhängigkeit einer erneuten pandemischen Lage bestehen damit grundsätzlich weiter. Logistische Risiken können sich in einem solchen Fall aus temporärer Beschränkung des freien Güter-, Waren- und Personenverkehrs ergeben.

Aktuell stellt sich zunehmend die Frage der Verfügbarkeit von Rohstoffen aufgrund der möglichen Fragilität von Lieferketten. So drohen durch den Ukraine-Krieg, den Nahostkonflikt sowie die Huthi-Angriffe im Roten Meer wichtige Vorprodukte, wie z. B. das zur Produktion von Halbleitern wichtige Gas Neon, knapp zu werden. Liefern die Chip-Hersteller zu spät, können die Kunden nicht mehr produzieren. Die Mikrochip-Industrie hat besonders globale Lieferketten und ist deshalb besonders störungsanfällig.

In Bezug auf die Entwicklung der Stahlpreise besteht das Risiko, dass der im Jahresverlauf 2023 eingetretene Preisrückgang, der sich dann zum Jahresende stabilisiert hat, im Jahr 2024 erneut auftreten könnte.

Absatzseitig können sich Einzelprojektrisiken z. B. im Automotive-Bereich ergeben, z. B. dann, wenn Projekte nicht die über die Laufzeit geplanten Absatzmengen erreichen oder die Laufzeit deutlich verkürzt oder verschoben werden. Zum Umgang mit solchen Risiken werden marktübliche Preis- und Kompensationsklauseln vertraglich im Zusammenhang mit großen OEM-Projekten vorgesehen.

Bedingt durch die Entwicklung zu einer immer tiefer gehenden Bearbeitung der Produkte erhöht sich für die Gruppe das latente Risiko aus Produkthaftungs- und Garantieansprüchen.

Neben dem Abschluss geeigneter Versicherungskonzepte trägt die Gruppe diesem Umstand durch die Bildung pauschaler sowie ggf. einzelfallbezogener Rückstellungen Rechnung und hat im Rahmen des Risikomanagements das Bewusstsein hierfür geschärft.

Ferner bergen rezessive sowie Inflationstendenzen in Verbindung mit immer noch hohen Energiekosten das Risiko einer finanziellen Überforderung von Kunden.

2. Beschaffungsrisiken

Durch die krisenbedingte Verknappung von Rohstoffen sind kurzfristige Schwankungen der Einkaufspreise für Rohmaterialien nicht auszuschließen.

Beeinträchtigungen, wie bspw. Naturkatastrophen oder andere Ereignisse höherer Gewalt, insbesondere bei den europäischen Hütten, könnten die Versorgungssicherheit und damit auch unsere Produktion ausbremsen. Durch die langjährigen Lieferbeziehungen und ein breites Lieferantennetzwerk sowie durch einen pro-aktives Bestandsmanagement wird das Verfügbarkeitsrisiko gemindert.

Weiterhin spielen die schon im vergangenen Jahr nachfragebedingt gestiegenen Energiepreise eine preistreibende Rolle für sämtliche Vorprodukte. Der seit über zwei Jahren nun bereits andauernde Ukraine-Krieg befeuert die Preisentwicklung weiter.

Die weltweiten Lieferketten können zudem durch die weiteren aktuellen Unruhen, wie der Nahostkonflikt oder die Huthi-Angriffe im Roten Meer, aus dem Gleichgewicht geraten und zu Verwerfungen in der Belieferung von Vormaterialien und damit zu temporären Preisanstiegen führen.

Insgesamt betrachtet bestehen nicht unerhebliche finanzielle Risiken aus hohen Preisen für zugekaufte Materialien und Energie sowie aus deren Weitergabe an unsere Kunden.

3. Vorratsrisiken

Die konjunkturzyklische Preisentwicklung stellt in der BU Steel, in Fällen in denen der Spotmarktpreis ggü. Dem Bezugspreis sinkt, ein geschäftsmodell-inhärentes Risiko dar, da der überwiegende Teil der Produkte zu den jeweils herrschenden aktuellen Marktpreisen abgesetzt wird. Durch die seit Jahren praktizierte konservative Bewertung und die im Vorjahr eingeführte Lifo-Bewertung wird das Abwertungsrisiko tendenziell verringert. Ein entsprechendes Risiko gilt für bestellte Einkaufsmengen.

Materialverknappungen im Markt können zu geringeren Lagerbeständen führen und negative Einflüsse in Form von sich verlängernden Lieferfristen auf die Lieferfähigkeit unserer Werke haben.

Die Verknappung kann zu einer Überhitzung und anschließendem Einbruch der Stahlpreise führen, was ein potenzielles Bewertungsrisiko zukünftiger Abschlussperioden darstellen könnte.

Das Risiko für kundenbezogen eingelagertes Material in Sondergüten und/oder -abmessungen wird grundsätzlich so gering wie möglich gehalten und, falls erforderlich, einzelvertraglich abgesichert.

4. Personalrisiken

Die Knauf Interfer Gruppe ist als Produktions- und Dienstleistungsunternehmen in hohem Maße von der Qualifikation, Verfügbarkeit und Erfahrung ihrer Mitarbeiter abhängig, dementsprechend hoch stellt der Verlust von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen das größte Personalrisiko dar. Durch die gezielten Maßnahmen der Personalentwicklung, ein betriebliches Altersmanagement sowie durch eine nachhaltige Personalpolitik wirken wir diesem Risiko aktiv entgegen (vgl. Abschnitt B.5).

5. Art und Umfang der Umweltschutzrisiken

Mit dem Betrieb emittierender Anlagen können Umweltrisiken zusammenhängen. Die Anlagen werden nach den jeweils maßgeblichen technischen Vorschriften gewartet. Nach dem Kenntnisstand des Vorstandes bestehen keine über das allgemeine Maß bekannten Umweltschutzrisiken.

6. Finanzinstrumente (§§ 289 Abs. 2 Nr. 1, 315 Abs. 2 Nr. 1 HGB)

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzierungsinstrumenten zählen insbesondere Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.

Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung wird stets die Kundenbonität geprüft. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement, ein effizientes Mahnwesen und grundsätzlich eine Warenkreditversicherung.

Bezüglich des abgeschlossenen ABCP-Vertrages besteht das Risiko, dass die Finanzierungsgesellschaft zum Kauf angebotene Forderungen bei Bedingungsverstößen nicht erwirbt (bspw. Keine Deckung bei der Warenkreditversicherung).

Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen in Bezug auf Forderungen und Verbindlichkeiten bestehen in üblichem Umfang und werden unter anderem durch die Anwendung des strengen Niederstwertprinzips berücksichtigt.

7. IT-Risiken

Die Geschäftsprozesse laufen in hohem Maße über IT-gestützte Anwendungen. Hieraus ergeben sich Geschäftsrisiken in Bezug auf einen Ausfall oder die Manipulation von IT-Systemen. Zur Risikominderung ist die Bereitstellung von IT-Systemen teilweise an Dienstleister mit entsprechender Zertifizierung ausgelagert. Zudem ist grundsätzlich Vorsorge getroffen worden durch regelmäßige Backups, Sicherheits-, Zugangs- und Benutzerkontrollen.

Die IT-Strategie der Knauf Interfer Gruppe sieht die gruppenweite Nutzung eines einheitlichen ERP-Systems vor. In Verlängerung des im Geschäftsjahr erfolgten Roll-Outs in der BU Aluminium, wurde im Berichtsjahr ein proof-of-concept zur Nutzung der SAP S/4 HANA Logistik-Module für die BU Steel durchgeführt. Im Ausblick ist die Einführung dieser Software für die BU Steel geplant. Aus der Einführung des ERP-Systems können sich projektbezogene Risiken in Bezug auf Kosten, Zeit und Funktionsweise ergeben, die wir insbesondere durch ein stringentes Projektmanagement und Aufrechterhaltung eines Backup-Systems zu begrenzen versuchen.

Hinzukommen „Cyber-Risiken“ aus potenziellen zielgerichteten Angriffen auf Daten- oder IT-Systeme unter Ausnutzung von Informations- und Kommunikationstechnik, wie bspw. Das Ausspähen von Geschäftsgeheimnissen, Erpressung und Datenverluste durch Ransomware oder die Unterbrechung der IT-Systeme durch Angriffe.

Um diese Risiken zu begrenzen, legen wir seit Jahren Wert auf eine sichere IT-Infrastruktur, aktuelle Zugriffsberechtigungen, eine jährliche Überprüfung unserer IT-Sicherheit durch ein unabhängiges Prüferhaus und Umsetzung identifizierter Optimierungsmaßnahmen. So konnte hier eine gruppenweite Vorbereitung zur Zertifizierung nach dem TISAX-Standard initiiert werden. Zudem schärfen wir intern das Bewusstsein für den richtigen Umgang mit Cyber-Risiken durch Schulungen. Aktuelle Risikoquellen werden eng beobachtet, bewertet und regelmäßig in die Organisation kommuniziert (z. B. BSI-Hinweise).

8. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Der Vorstand hat gemäß § 91 Abs. 2 AktG in Verbindung mit § 1 StaRUG ein Überwachungssystem zur frühzeitigen Erkennung von Risiken eingerichtet. Dazu werden die - aus der vom Vorstand mit dem Aufsichtsrat abgestimmten Unternehmensstrategie - wesentlichen Handlungsfelder und konkrete Projekte als Ausgangsbasis für eine systematische Überwachung abgeleitet. Gemäß diesem Überwachungsansatz, der laufend innerhalb des Vorstandes geprüft wird, erfolgt eine Festlegung, in welchem Ausmaß Risiken verantwortet werden können. Risiken werden systematisch durch stringentes Projektmanagement untersucht, innerhalb dessen mögliche Auswirkungen identifiziert, analysiert sowie beurteilt und bewertet werden. Auf Basis dieser Grundlage entscheidet der Vorstand über Maßnahmen zur weiteren Risikosteuerung. Das Überwachungssystem umfasst einen standardisierten Prozess und sorgt für eine zeitnahe Berichterstattung von relevanten Informationen. Die Angemessenheit und Wirksamkeit des Überwachungssystems werden durch entsprechende Kontrollen gewährleistet.

Das eingerichtete Überwachungssystem umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit von Managemententscheidungen, der Wirtschaftlichkeit der Geschäftsaktivitäten und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung maßgeblicher Vorschriften und interner Regelungen. Die wesentlichen Regeln zur Aufbau- und Ablauforganisation des Überwachungssystems werden vom Vorstand vorgegeben.

Die wesentlichen Merkmale des bei der Knauf Interfer Gruppe eingerichteten internen Kontroll- und Risikomanagementsystems lassen sich im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess wie folgt beschreiben:

- Die Knauf Interfer Gruppe zeichnet sich durch eine differenzierte Organisations- und Unternehmensstruktur aus, die eine bedarfsgerechte Funktionskontrolle gewährleistet.

- Zur ganzheitlichen Analyse und Steuerung ertragsrelevanter Risikofaktoren und bestandsgefährdender Risiken bestehen konzernweit abgestimmte Führungs-, Planungs-, Controlling- und Risikomanagementprozesse.

- Die Funktionen in sämtlichen Bereichen des Konzernrechnungslegungsprozesses (zum Beispiel Finanzbuchhaltung, Controlling und Treasury) sind eindeutig zugeordnet.

- Bei den im Rechnungswesen eingesetzten IT-Systemen, die gegen unbefugte Zugriffe geschützt werden, handelt es sich überwiegend um Standardsoftware (u. a. SAP-Systeme).

- Bei Knauf Interfer bestehen Richtlinien und Steuerungssysteme, die Zuständigkeiten, Abläufe und Kontrollen für wesentliche Prozesse festlegen. Mitarbeiter werden funktionsbezogen in diesen Richtlinien geschult.

- Wesentliche rechnungslegungsrelevante Prozesse sowie die Einrichtung des internen Kontrollsystems sind Gegenstand der jährlichen gesetzlichen Jahres- und Konzernabschlussprüfung. Erkenntnisse, die sich daraus ergeben, werden bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung des konzernweiten Knauf-Interfer-spezifischen Systems berücksichtigt.

- Einführung einer Risikomanagement-Guideline zur Beschreibung der Risikopolitik und -strategie sowie zur Beschreibung der standardisierten Prozesse zur Risikoidentifikation und -bewertung sowie zur Definition von geeigneten Abstellmaßnahmen.

- Standardisierte Ermittlung und Bewertung der Top-Risiken für den Konzern unter Einbeziehung aller wesentlichen internen Stakeholder.

- Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird grundsätzlich das Vier-Augen-Prinzip angewendet.

Der Aufsichtsrat befasst sich unter anderem mit wesentlichen Aspekten der Rechnungslegung, des internen Kontroll- und Risikomanagements, sowie der Prüfungsaufträge und -schwerpunkte für die Abschlussprüfer.

9. Gesamtbild der Risikolage

Bedingt durch die solide wirtschaftliche Lage des Unternehmens, die in der sehr positiven Eigenkapitalquote, den im Jahr 2020 zugesagten, abgerufenen und ausbezahlten langfristigen Darlehen sowie den in 2021 verhandelten und Anfang 2022 unterschriebenen Kreditverträgen, die inzwischen bis Ende 2026 vorzeitig prolongiert wurden, zur Betriebsmittelfinanzierung reflektiert wird, besteht eine sehr robuste Finanzierungslage. Der Vorstand geht davon aus, dass auch in Krisenfällen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit keine Bestandsgefährdung erkennbar ist.

Dennoch weisen wir darauf hin, dass insbesondere auf Basis der sich aus dem Ukraine-Krieg, dem Nahostkonflikt und den Huthi-Angriffen im Roten Meer ergebenden Risiken, hier vor allem zu nennen mögliche Rohstoffknappheit, Lieferengpässe, Energiepreiserhöhungen und einer konjunkturellen Abschwächung in Europa potenzielle Entwicklungsbeeinträchtigungen auftreten können, welche die zukünftigen Ergebnisse des Konzerns belasten können.

10. Chancen

Trotz der momentan bestehenden Krisen und möglichen Rezessionstendenzen bieten sich der Knauf Interfer Gruppe entlang ihrer Strategie u. a. auf der Basis einer soliden Finanzierung ausreichende Gelegenheiten für organisches und anorganisches Wachstum.

Für die BUs Aluminium und Steel wurde ein ambitioniertes Investitionsprogramm für das Jahr 2024 und auch die kommenden Jahre beschlossen, wodurch einerseits die Fertigung weiterer Aluminium-Projektaufträge mit hoher Wertschöpfung sichergestellt wird. Andererseits wurden für den Werkstoff Stahl durch die im Jahr 2020 fertiggestellte, hochmodernen Platinenschneidanlage Kapazitäten zur Verarbeitung von ultra-hochfesten Stählen für neue Automotive-Produkte geschaffen. Die Investitionen in der BU Steel unterstützen die weitere Prozessautomatisierung und Logistikoptimierung zur Senkung der Produktionskosten und Erhöhung des Geldumschlags. Eine laufende Neuausrichtung im Vertrieb der BU Steel bietet Chancen bislang noch nicht besetzte Märkte, sowohl geographisch als auch produktbezogen bedarfsorientiert anzusprechen und gezieltes organisches Wachstum zu generieren.

Die Chancen aus der Geschäfts- und Prozessoptimierung sowie durch Personal- und Managemententwicklung sind Gegenstand der vom Vorstand verfolgten Strategie. In diesem Zusammenhang sind auch Effizienzpotentiale beim Einkauf, in der Verwaltung und bei der Logistik zu nennen, die durch die vorgenommene Bündelung der Bereiche zu BUs fortschreitend weiter gehoben werden sollen.

Bei den Stahlerzeugnissen können wir weiter Entwicklungen beobachten, wonach Kunden ihre Beschaffung zu Lieferanten mit einer hohen Liefertreue und mit einer soliden wirtschaftlichen Substanz umlenken, um Lieferantenausfälle zu vermeiden. Die Knauf Interfer Gruppe kann gezielt von dieser Entwicklung profitieren.

E. Prognosebericht

Globale Perspektive

Die geopolitischen Spannungen dürften auch 2024 hoch bleiben und können den Welthandel weiterhin beeinträchtigen. So können zum einen die Spannungen aufgrund des Krieges in der Ukraine und des Konflikts im Nahen Osten den Handel und die Lieferketten weiterhin massiv unter Druck setzen. Zum anderen könnte sich auch der schwelende Konflikt zwischen Taiwan und China deutlich negativ auswirken.

Aktuell ist der Handel im Roten Meer durch den Angriff der Huthi-Miliz auf Frachter massiv beeinträchtigt. Im Dezember 2023 ging die Frachtkapazität im Roten Meer um 70 Prozent zurück. Rund 19 Prozent des Welthandels werden über diese Schifffahrtsroute abgewickelt, so dass die Angriffe erhebliche Auswirkungen auf den Handel haben. Dies zeigt auch der Vergleich mit der Blockade des Suezkanals durch das Schiff „Ever Given" im Jahr 2021, die zu Kosten von rund 10 Milliarden USD pro Tag führte.

Darüber hinaus beeinträchtigt die anhaltende Dürre in Panama derzeit den Panamakanal, was sich vor allem auf den Handel in Nordamerika negativ auswirkt. Ein weiteres Risiko ist, dass etwa 30 Prozent des Welthandels durch die Meerenge des Südchinesischen Meeres fließen, was im Falle eines Konflikts zwischen China und Taiwan zu erheblichen Störungen des Welthandels führen könnte.

Ein positiver Trend, der sich weltweit beobachten lässt, ist der Rückgang der Inflation. Dies kann zu einem Anstieg der konsumgetriebenen Nachfrage führen, mit möglicher Stimulanz für den Welthandel. Darüber hinaus dürften Mitte bis Ende des Jahres die ersten Zinssenkungen in der EU und den USA erfolgen, was die Wirtschaft ankurbeln könnte. Dies kann zu einer Belebung der weltweiten Nachfrage führen und den Welthandel vor allem in der zweiten Jahreshälfte fördern.

Insgesamt dürfte sich der globale Handel in den ersten sechs Monaten verhalten entwickeln. Für die zweite Jahreshälfte ist eine positivere Entwicklung zu erwarten, vor allem aufgrund niedrigerer Zinsen und einer weiteren Ankurbelung der weltweiten Konjunktur.

Neben den konjunkturellen Einflüssen werden auch politische Aspekte die wirtschaftliche Entwicklung beeinflussen. So ist in 2024 weltweit eher politischer Stillstand als frischer Schwung durch neue Reformen zu erwarten. Denn 2024 ist ein globales Superwahljahr mit über 50 nationalen Wahlen weltweit, mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung wird an die Urnen gerufen. Zu den wichtigsten Wahlen gehören dabei die Europawahl im Juni, die US-Präsidentschaftswahl im November sowie die Parlamentswahlen in Indien. Daneben gibt es aber auch nationale Abstimmungen in einigen afrikanischen Ländern, in Österreich, Finnland und Belgien. Damit werden in vielen demokratischen Ländern eher Wahlkämpfe und weniger Reformen im Mittelpunkt der Politik stehen (Quelle: Deloitte, 12.01.2024).

Wirtschaftsexpertinnen und -experten aus aller Welt erwarten für 2024 ein durchschnittliches BIP-Wachstum von 2,6 Prozent. Dies entspricht in etwa dem Wirtschaftswachstum des Vorjahres 2023 (2,7 Prozent). Vor allem Expertinnen und Experten aus Afrika und Asien erwarten für 2024 hohe Wachstumsraten (jeweils 3,6 Prozent). Für Europa (1,9 Prozent) und Amerika (2,3 Prozent) sind die Expertinnen und Experten eher verhalten. Für die mittel- und langfristige Entwicklung sind die Erwartungen optimistischer. Für 2025 wird ein globales Wachstum von 2,9 Prozent und für 2027 ein Anstieg von 3,3 Prozent erwartet (Quelle: ifo Institut, 23.01.2024).

Deutschland

Deutschland wird nach OECD-Einschätzungen in diesem Jahr 2024 wohl deutlich schwächer als die anderen Industriestaaten wachsen. Die OECD halbierte ihre Wachstumsprognose von ohnehin schwachen 0,6 auf 0,3 Prozent.

Sämtlichen anderen großen Euro-Ländern trauen die Expertinnen und Experten ein größeres Wachstum zu: Für Frankreich werden 0,6 Prozent prognostiziert, für Italien 0,7 Prozent, für Spanien 1,5 Prozent. Auch Nicht-EU-Industrienationen wie die USA (2,6 Prozent) oder Großbritannien (0,7 Prozent) dürften sich besser schlagen, so die OECD. Schlechter als Deutschland abschneiden soll etwa das sich in Dauerkrise befindliche Argentinien, hier wird ein Minus von 2,3 Prozent erwartet. Die Aussichten für das Wachstum in Deutschland sind auch für 2025 nicht grundlegend besser. Auch hier senkte die OECD ihre Prognose von 1,2 auf 1,1 Prozent.

Die Ursache für das schwache Wachstum in Deutschland wird damit begründet, dass die energieintensiveren Industrien ein größeres Gewicht in der deutschen Wirtschaft haben als in anderen Ländern der Euro-Zone. Die Abhängigkeit von russischen Energieimporten sei in Deutschland größer gewesen als zum Beispiel in Frankreich.

Das habe nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine zu einer stärkeren Verteuerung von Energie in Deutschland geführt. Diese beeinträchtige die Produktion in energieintensiven Industrien noch immer.

Neben den externen Schocks - Krieg, Energiekrise, Inflation - sieht die OECD einhergehend mit dem demographischen Wandel und fiskalischen Rahmenbedingungen, auch die Haushaltskrise mit ihren Unsicherheiten für die Unternehmen und Privatsektor als Grund der momentanen wirtschaftlichen Lage an. Der Sparkurs der Bundesregierung habe zum Rückgang der Investitionen im vierten Quartal 2023 geführt und den privaten Konsum trotz gestiegener Reallöhne zurückgehalten. Aber auch die Exporte, von denen Deutschland wie kein anderes Land abhängig ist, sind zurückgegangen. 1,4 Prozent beträgt das Minus für das Jahr 2023. Laut dem Münchner Ifo-Institut benötigen die Exporteure neue Impulse. Die schwächelnde Weltkonjunktur drückt auf die Stimmung - und es wirken sich die von den Zentralbanken in nahezu allen Wirtschaftsräumen heraufgesetzten Zinsen negativ aus. Denn sie machen Investitionen in Maschinen, Industrieanlagen und Autos teurer - alles Dinge, die der einstige Exportweltmeister Deutschland stets in großer Zahl verkauft hat (Quelle: Süddeutsche Zeitung, 05.02.2024).

Absatzbranchen

Der deutsche Pkw-Markt dürfte im laufenden Jahr 2024 schrumpfen. Der Branchenverband VDA geht in seiner nun veröffentlichten Prognose von 2,8 Millionen Neuzulassungen aus, was einem Rückgang um 1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Bei den E-Auto-Neuzulassungen sehen die Experten ein Minus von 14 Prozent auf 451.000 Fahrzeuge, die Zahl der Plug-in-Hybride soll hingegen um 5 Prozent auf 185.000 Fahrzeuge steigen. Die Märkte in Europa (plus 4 Prozent) und den USA (plus 2 Prozent) wachsen der Prognose zufolge aufgrund des schwachen Vorjahresniveaus etwas stärker als der chinesische Markt, der um lediglich 1 Prozent zulegt. Für den globalen Pkw-Markt erwartet der VDA einen Anstieg um 2 Prozent auf das Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019. Kein Wachstum ist indes bei der Inlandsproduktion zu erwarten, die weiterhin bei 4,1 Millionen Fahrzeugen liegen soll. Grund ist unter anderem die gesamtwirtschaftliche Schwäche. Die Auslandsproduktion deutscher Konzernmarken dürfte mit der Fertigung von 10,6 Millionen Pkw um 4 Prozent zulegen. Für den Export steht ein leichtes Plus von 1 Prozent auf 3,1 Millionen Autos in der Vorschau.

Zuvor hatten bereits andere Verbände der Branchen ihre Prognosen für den deutschen Markt veröffentlicht. Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) sieht die Zahl der Pkw-Neuzulassungen mit rund 2,85 Millionen im kommenden Jahr auf dem Niveau von 2023. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), in dem unter anderem die Autohändler organisiert sind, prognostiziert rund 2,65 Millionen Neuzulassungen (Quelle: autohaus.de, 31.01.2024).

Die deutsche Autoindustrie steht vor dem größten Wandel ihrer Geschichte. Zulieferer wie Bosch und ZF Friedrichshafen haben schon Jobabbau angekündigt. Experten zufolge könnte die Transformation 2024 voll durchschlagen. Die Stimmung im Autoland Deutschland ist getrübt: Während die deutschen Autobauer Volkswagen, Mercedes und BMW für Januar bis September 2023 Umsatzsteigerungen verkünden, klagen Zulieferer über Produktionsrückgange und streichen massenhaft Stellen im Automotive-Sektor. Gemäß Stefan Bratzel, Professor an dem Center of Automotive Management in Bergisch Gladbach, wird jetzt spürbar, was die Transformation von der Verbrennungs- hin zur Elektrotechnologie wirklich bedeutet. Nach seiner Einschätzung werden bis zu 160.000 Jobs durch die Transformation wegfallen. Diese Prognose sei aber nicht neu, der Trend wird sich allerdings nun noch weiter verschärfen. Die Konkurrenz lauere vor allem in Asien. Auch eine aktuelle Untersuchung der Unternehmensberatung Roland Berger mit der Investmentbank Lazard kommt zu dem Schluss, dass asiatische Hersteller und Zulieferer zu den Gewinnern im Markt gehören werden. Sie profitieren demnach von der Elektrifizierung des Antriebsstrangs sowie der Digitalisierung-Technologien, auf die sich Hersteller in Asien bereits länger konzentrieren und die dort stärker nachgefragt werden als in anderen Regionen (Quelle: tagesschau, 02.01.2024).

Gemäß dem PwC Maschinenbau-Barometer aus Dezember 2023 blickt die Mehrheit der befragten Maschinenbau- und Anlagenbauer (53 Prozent) pessimistisch auf die Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2024. Die Perspektive auf die globale Konjunkturentwicklung hat sich ebenfalls eingetrübt. Die durchschnittliche Umsatzwachstumserwartung für die Gesamtbranche im Jahr 2024 liegt bei -2,4 Prozent. Ein weiterer Rückschritt gegenüber dem Vorquartal (-1,6 Prozent). Dieser Minusrekord wird lediglich von den Ausnahmewerten der Pandemiejahre überboten. Seit über drei Quartalen ist ein fester Anteil der Befragten um die 40-Prozent-Marke der Ansicht, die Umsätze der Branche werden sich negativ entwickeln. Der Maschinenbau befindet sich damit in einer dauerhaft kritischen Phase. Lediglich rund ein Drittel der befragten Manager geht von einem Wachstum des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus aus. Das sind 40 Prozent weniger als noch zu Jahresbeginn. Die Mehrheit befragten Unternehmen rechnet auch im kommenden Quartal mit weiter steigenden Kosten.

Die bedeutendsten Wachstumshindernisse: steigender Kostendruck, Fachkräftemangel und Geopolitik. Zunehmende Regulierung und sinkende Nachfrage bereiten mindestens der Hälfte der Befragten konstant Sorgen. Probleme bei der Finanzierung nehmen auch zu. 77 Prozent der Entscheider im Maschinenbau rechnen mit steigenden Personalkosten im Jahr 2024, bei Kosten für Rohstoffe und Vorprodukte sind es 40 Prozent, bei Energiekosten 30 Prozent.

Positiv zu vermelden ist hingegen, dass die Auslastung der Unternehmen unvermindert hoch sei, sie liegt im Schnitt bei 89,5 Prozent (Quelle: PwC Maschinenbau-Barometer, Dezember 2023).

Nach drei Wachstumsjahren stehen die Zeichen in der deutschen Elektroindustrie auf Rückgang. Der Fachverband der Elektro- und Digitalindustrie ZVEI spricht von einer Wachstumsdelle, doch je nach Branche dürfte das erste Halbjahr 2024 schwer werden. Angesichts des aktuell schwierigen konjunkturellen Umfelds mit Inflation, der vergleichsweise noch hohen Zinsen und der hohen Energiepreise zeigt sich der ZVEI für 2024 zurückhaltend. Das Geschäftsklima liege im negativen Bereich, sowohl, was das Ist, als auch, was die Prognose angehe. Eine ganze Reihe von Unternehmen würde schon über Kurzarbeit nachdenken. Auf Jahressicht erwarte sein Verband, dass die reale Produktion um 2 Prozent nachgeben werde. Die Delle von 2 Prozent beim realen Produktionsrückgang verteilt sich in den Branchen sehr unterschiedlich. Die Auftragseingänge im Bereich Batterien, Netzausbau, in jenen Bereich der Elektro- und Digitalindustrien, die ganz unmittelbar am Umbau unserer Energiesysteme arbeiten, seien noch sehr hoch, sehr stabil. Ein deutlich größerer Teil des Rückgangs entfällt auf den klassischen B2B-lndustrieausrüstungsteil, also Automatisierung und Elektrifizierung. In diesen Bereichen sieht der Verband einen deutlich dramatischeren Rückgang, sodass davon ausgegangen wird, dass alle Unternehmen, die sich schwerpunktmäßig mit der Automatisierung auseinandersetzen, es im nächsten Jahr zumindest im ersten und zweiten Quartal schwerer haben wird. Der Anteil des Automatisierungssektors an den ZVEI-Mitgliedsunternehmen liegt bei etwa 20 Prozent (Quelle: VDI nachrichten, 29.01.2024).

Deutschland steckt in einer Bau- und Wohnungskrise. Immer weniger Wohnungen werden errichtet, das belastet den Wohnungsmarkt - und die Bauindustrie. Erstmals seit der Finanzkrise vor 15 Jahren erwartet die deutsche Bauindustrie 2024 einen Stellenabbau in der Branche. Der Bauindustrieverband HDB rechnet damit, dass in den kommenden Monaten etwa 10.000 Arbeitsplätze abgebaut werden müssen. Grund für den befürchteten Stellenabbau sei die schwache Konjunktur am Bau. Während man im Wirtschaftsbau und im öffentlichen Bau 2023 noch mit einem blauen Auge davongekommen sei und nur leicht sinkende Umsätze verzeichnet habe, seien die Erlöse im Wohnungsbau nach Verbandangaben um 12 Prozent eingebrochen. Auch 2024 soll der Umsatz im Wohnungsbau um weitere 12 Prozent fallen.

Einer Mitgliederumfrage des HDB zufolge erwarten 55 Prozent der 450 befragten Firmen 2024 eine Verschlechterung der Ertragslage. 60 Prozent wollten die Belegschaften stabil halten, 12 Prozent wollen Stellen ausbauen und fast ein Drittel (29 Prozent) will Jobs abbauen.

Angesichts gestiegener Zinsen und teurer Materialien stockt der Wohnungsbau in Deutschland. Das lfolnstitut für Wirtschaftsforschung erwartet, dass 2024 nur 225.000 Wohnungen fertiggestellt werden, nach geschätzt 270.000 im vergangenen Jahr. Auch die DZ Bank sieht einen Abwärtstrend: Bis 2025 könne die Zahl der jährlichen Fertigstellungen auf 200.000 Wohnungen fallen (Quelle: tagesschau.de, 21.01.2024).

Von 334 befragten Unternehmen der Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) sehen nur noch knapp 19 Prozent aktuell eine gute Geschäftslage. Fast 32 Prozent bewerten sie als schlecht. Fürs erste Halbjahr 2024 prognostiziert die Hälfte noch trübere Aussichten, 90 Prozent sehen wenig Grund zum Optimismus. Ein Stimmungskiller sind die Produktionszahlen: Im vierten Quartal 2023 verstärkte sich der Rückgang in den WSM-Branchen um 5,4 Prozent gegenüber dem dritten. Im Vergleich zum selben Vorjahresquartal waren es fast 5,9 Prozent. Ein winziges positives Signal ist die etwas langsamere Negativentwicklung im Dezember. Der Verband sieht dringend Handlungsbedarf bei der Politik, sie bremse Unternehmen massiv aus und fordert ein Umdenken in der Industriepolitik hin zu mehr Zukunfts- und Standortorientierung: bezahlbare Energie, überschaubare Bürokratie, bessere Infrastruktur sowie verlässliche Lieferketten (Quelle: Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM), 13. Februar 2024).

Die Mitgliedsunternehmen des Fachverbands Aluminium Deutschland sind mit Blick auf das Jahr 2024 sehr besorgt um den Industriestandort Deutschland. Sie stellen sich die Frage, ob mutiges Unternehmertum, die Innovationskraft und ihr Beitrag zur wirtschaftlichen Prosperität politisch überhaupt wahrgenommen oder gar geschätzt werden. Die Unternehmen können mit Konjunkturzyklen durchaus umgehen, nicht allerdings mit einer immer weiter um sich greifenden Überregulierung mit dem moralischen Zeigefinger, aber ohne industriepolitischen Kompass.

Der Fachverbands-Präsident führt dazu aus, dass die Aluminium-Unternehmen seit Jahren in effizientere und damit CO2 ärmere Produktion investieren. Sowohl die Aluminiumprodukte als auch die Herstellungsprozesse haben den Fußabdruck als wichtiges Ziel im Blick. Statt diese Entwicklung mit klugen Rahmenbedingungen zu stärken und zu begleiten, kommen Jahr für Jahr, Monat für Monat zusätzliche Belastungen hinzu. Laut Fachverbands-Angaben wird das nicht lange gutgehen. Es gilt auch hier die Börsenweisheit: „Die Jobs sind nicht weg, sie sind nur woanders“ (Quelle: Aluminium Deutschland, 25.01.2024).

Strategische Ausgangslage der Knauf Interfer Gruppe

Die Knauf Interfer Gruppe führt eine strukturierte Weiterentwicklung der unternehmensspezifischen Strategie entlang ihrer Leitplanken zur Steigerung der Prozesseffizienz, Optimierung der Kostenpositionen und Ausweitung der Wertschöpfungstiefe durch. Die Strategie zielt in Orientierung an den Megatrends Zug um Zug auf eine digitale Transformation der Wertschöpfungskette und des Angebotsspektrums der Knauf Interfer Gruppe, um innovativer Lösungsdienstleister in den etablierten Wertschöpfungsketten der bedienten Zielmärkte sein zu können. Damit sichert die Gruppe ein nachhaltiges profitables Wachstum und qualitative Verbesserungen.

Gleichzeitig wird der Weg der Digitalisierung und Automatisierung fortgesetzt und die Wertschöpfungstiefe durch neue Projekte entlang der Erfordernisse des Leichtbaus und der CO2 -Emissionsreduzierung forciert.

Insgesamt werden somit neue, wachstumsstarke Märkte erschlossen und die Position in bestehenden Märkten gestärkt, die die Knauf Interfer Gruppe mit einer gezielt erweiterten Wertschöpfungskette aus einem optimierten Produktionsnetzwerk profitabler als zuvor bedient.

Aktuelle Situation und Ausblick

Aufgrund der seit dem vierten Quartal 2023 nochmals angespannten und rezessiven Lage in einigen unserer Kundenbranchen, die im ersten Quartal 2024 anhält, wurden in den ersten drei Monaten des Jahres 2024 negative Betriebsergebnisse erzielt. Diese Entwicklung wurde bereits in der Planung für das Jahr 2024 antizipiert, so dass die Ertragslage nicht unerwartet eingetreten ist.

Aus der heutigen Sicht sehen wir in der darüber hinausgehenden Marktentwicklung für das Jahr 2024 eine Vielzahl von konjunkturellen Unsicherheiten, die in den Beschreibungen der Risiken erwähnt sind. Dies betrifft insbesondere die für Deutschland vorhergesagte Prognose des BIP, die die Bundesrepublik innerhalb der EU als ein Schlusslicht sieht. Die Prognosen sind in Anbetracht der exogenen Faktoren, wie dem Krieg in der Ukraine, dem Nahostkonflikt und den Huthi-Angriffen im Roten Meer und einer Auswirkung möglicher weltwirtschaftlicher rezessiver Tendenzen mit deutlich überdurchschnittlichen Unsicherheiten behaftet. Damit kann eine Eintrübung der Entwicklung der wirtschaftlichen Lage der Knauf Interfer Gruppe nicht ausgeschlossen werden.

Die Erwartungen des Vorstands, basierend auf dem jüngsten Forecast für das Geschäftsjahr 2024, orientieren sich unter der Prämisse unveränderter Rahmenbedingungen an weiterhin zufriedenstellenden Auftragsbeständen in den BUs. Im Bereich Cold Rolling hat sich nach einem deutlichen Abbau des Bestandes im Jahr 2023 der aktuelle Auftragsbestand wieder stabilisiert. Gleichzeitig entwickeln sich die Auftragsbestände im Bereich SSC und in der BU Aluminium stabil. In der BU Aluminium setzt sich eine weiterhin sehr schwache Nachfrage im Bereich Bau und Industrie fort, die weiter nur teilweise durch den Bereich Verkehr & Automotive kompensiert werden kann. Im Ausblick ist weiter von einer verhaltenen Absatzentwicklung in diesen Bereichen auszugehen. Im Automotive Bereich werden gleichzeitig die Ausweitung der Absätze, innerbetriebliche Restrukturierungs- und Optimierungsmaßnahmen zur Auslastungs- und Kostenverbesserung im zweiten Halbjahr 2024 führen.

In der BU Steel geht der Vorstand insgesamt aufgrund gezielter Vertriebsaktivitäten von einer Steigerung des Absatzniveaus gegenüber dem Vorjahr aus. Das Rohertragsniveau ist beeinflusst durch einen anhaltenden Rücklauf der Stahlpreise. Nach einer Stabilisierung des Stahlpreises mit seitwertigem Rohertragsniveau wird eine leichte Belebung zum Ende des Jahres in Abhängigkeit der Konjunkturlage erwartet.

Für das Geschäftsjahr 2024 werden keine wesentlichen positiven Effekte aus der Vorratsbewertung erwartet. Nach einem moderat negativen Geschäftsergebnis im ersten Quartal 2024, das jedoch in der Budgetplanung antizipiert wurde, erwarten wir entgegen der Planungsannahmen keine Verbesserung der Ertragslage im zweiten Quartal. Diese Entwicklung trifft auf einen verhaltenen Konjunkturausblick, der länger andauert als erwartet. Zusätzlich verstärkt wird dieser Effekt durch betriebliche Sondereinflüsse, wie einem größeren Schadensfall am Standort in Iserlohn, der zu spürbaren, wenn auch nicht nachhaltigen Friktionen im Geschäftsablauf führt. Infolgedessen gehen wir für das Gesamtjahr 2024 derzeit sowohl für den Einzel- als auch für den Konzernabschluss von einem negativen operativen Geschäftsergebnis (Konzern: ohne Sondereffekte für Restrukturierungsmaßnahmen) in einstelliger Millionenhöhe aus. Chancen für das zweite Halbjahr, die in ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit ungewiss und schwer quantifizierbar sind, wurden in der konservativen Prognose des Geschäftsergebnisses 2024 nicht berücksichtigt.

Für Prognosezwecke geht der Vorstand von stabilen Rohstoffpreisen aus. Diese, seit dem vierten Quartal 2023 und das laufende erste Quartal 2024 zu beobachtende Entwicklung, unterstützt diese Erwartung. Anziehende Preisentwicklungen können die Ergebnislage spürbar verbessern.

Ab dem Jahr 2025 plant der Vorstand aufgrund der in Zukunftsprojekte investierten bzw. noch zu investierenden Finanzmittel, weiteren innerbetrieblichen Restrukturierungs- und Optimierungsmaßnahmen sowie der Umsetzung der profitablen Wachstumsstrategie eine sich deutlich verbessernde Ergebnislage.

F. Erklärung nach § 312 Abs. AktG

Nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt, in dem berichtspflichtige Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, hat die Gesellschaft in jedem Fall eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen wurden im Geschäftsjahr weder getroffen noch unterlassen.

 

Duisburg, den 28.03./15.05.2024

Gez. Dr. Carsten G. Gast

Gez. Domenico Marino

Gez. Dr. Kay Oppat

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
T€
T€ 31.12.2022
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software und Lizenzen 2.899 2.578
2. Geleistete Anzahlungen 9.833 9.530
12.732 12.108
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 49.596 52.876
2. Technische Anlagen und Maschinen 50.576 53.663
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.087 11.770
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.143 2.998
118.402 121.307
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 370 2
2. Sonstige Ausleihungen 3.561 0
3.931 2
135.065 133.417
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 66.815 80.527
2. Unfertige Erzeugnisse 14.931 26.363
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 60.330 40.838
142.076 147.728
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 32.191 29.519
2. Sonstige Vermögensgegenstände 10.241 11.351
42.432 40.870
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 18.728 11.612
203.236 200.210
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.093 672
D. Aktive latente Steuern 220 220
339.614 334.519

PASSIVA

31.12.2023
T€
T€ 31.12.2022
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 130.000 130.000
II. Kapitalrücklage 11.000 11.000
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 9.189 8.603
2. Andere Gewinnrücklagen 58.377 48.624
67.566 57.227
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 868 -1.048
V. Konzernbilanzverlust (-) -19.073 -15.925
190.361 181.254
B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 30.088 31.112
2. Steuerrückstellungen 1.391 17
3. Sonstige Rückstellungen 21.003 23.187
52.482 54.316
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 41.744 47.727
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 887 236
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 25.922 11.048
4. Sonstige Verbindlichkeiten 26.164 37.539
davon aus Steuern: T€ 1.254 (Vj.: T€ 3.378)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: T€ 185 (Vj.: T€ 292)
94.717 96.550
E. Rechnungsabgrenzungsposten 2.054 2.399
339.614 334.519

Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
T€
T€ 2022
T€
1. Umsatzerlöse 789.527 1.006.854
2. Erhöhung (+)/Verminderung (-) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 28.494 10.653
3. Sonstige betriebliche Erträge 5.929 11.181
davon Erträge aus der Währungsumrechnung: T€ 470 (Vj.: T€ 250)
823.950 1.028.688
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -635.607 -814.135
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -14.306 -11.329
-649.913 -825.464
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -71.092 -76.381
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -14.105 -13.837
davon für Altersversorgung: T€ 279 (Vj.: T€ 476)
-85.197 -90.218
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -16.228 -21.149
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -58.750 -62.674
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: T€ 488 (Vj.: T€ 293)
-810.088 -999.505
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 218 366
davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: T€ 7 (Vj.: T€ 103)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.988 -2.627
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: T€ 504 (Vj.: T€ 903)
-3.770 -2.261
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.267 -3.480
11. Ergebnis nach Steuern 7.825 23.442
12. Sonstige Steuern -635 -695
13. Konzernjahresüberschuss 7.190 22.747
14. Konzernverlustvortrag aus dem Vorjahr -15.925 -27.291
15. Einstellung in die Konzerngewinnrücklagen
a) in die gesetzlichen Rücklagen -586 -513
b) in andere Gewinnrücklagen -9.752 -10.868
16. Konzernbilanzverlust (-) -19.073 -15.925

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
T€
T€ 31.12.2022
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software und Lizenzen 2.647 2.473
2. Geleistete Anzahlungen 9.833 9.530
12.480 12.003
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.742 28.260
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.857 17.597
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.446 3.788
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 788 1.176
46.833 50.821
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 58.894 59.134
2. Beteiligungen 0 2
3. Sonstige Ausleihungen 3.561 0
62.455 59.136
121.768 121.960
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 44.351 63.953
2. Unfertige Erzeugnisse 7 1
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 43.075 21.602
87.433 85.556
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.449 11.649
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 87.935 98.714
3. Sonstige Vermögensgegenstände 5.147 6.760
112.531 117.123
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 16.156 10.449
216.120 213.128
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.045 594
338.933 335.682

PASSIVA

31.12.2023
T€
T€ 31.12.2022
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 130.000 130.000
II. Kapitalrücklage 11.000 11.000
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 9.189 8.603
2. Andere Gewinnrücklagen 51.790 42.038
60.979 50.641
IV. Bilanzgewinn 11.131 9.752
213.110 201.393
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 27.637 28.527
2. Steuerrückstellungen 1.389 15
3. Sonstige Rückstellungen 13.814 16.362
42.840 44.904
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 41.744 47.726
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 420 234
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.577 5.038
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.374 9.922
5. Sonstige Verbindlichkeiten 16.364 25.916
davon aus Steuern: T€ 757 (Vj.: T€ 2.678)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: T€ 2 (Vj.: T€ 5)
82.479 88.836
D. Rechnungsabgrenzungsposten 504 549
338.933 335.682

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
T€
T€ 2022
T€
1. Umsatzerlöse 544.799 691.720
2. Erhöhung (+)/Verminderung (-) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 21.518 2.720
3. Sonstige betriebliche Erträge 3.366 7.668
569.683 702.108
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -478.030 -609.697
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.652 -1.266
-479.682 -610.963
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -25.987 -27.639
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -4.767 -4.340
davon für Altersversorgung: T€ 217 (Vj.: T€ 309)
-30.754 -31.979
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -6.472 -11.170
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -38.021 -36.800
-554.929 -690.912
8. Erträge aus Beteiligungen 214 229
davon aus Gewinnabführung: T€ 214 (Vj.: T€ 229)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.804 2.721
davon aus verbundenen Unternehmen: T€ 2.628 (Vj.: T€ 2.622)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.939 -2.533
davon aus verbundenen Unternehmen: T€ 9 (Vj.: T€ 8)
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: T€ 454 (Vj.: T€ 854)
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme -19 -119
-940 298
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.807 -896
13. Ergebnis nach Steuern 12.007 10.598
14. Sonstige Steuern -290 -333
15. Jahresüberschuss 11.717 10.265
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 9.752 10.867
17. Einstellungen in die Gewinnrücklagen
a) in die gesetzlichen Rücklagen -586 -513
b) in andere Gewinnrücklagen -9.752 -10.867
18. Bilanzgewinn 11.131 9.752

Anhang für das Geschäftsjahr 2023 (zusammengefasst gemäß § 298 Abs. 3 HGB)

Vorbemerkungen

Nachstehender Anhang bezieht sich als zusammengefasster Anhang sowohl auf das Mutterunternehmen als auch auf den Konzern.

Allgemeine Angaben zum Jahres- und Konzernabschluss

Die KNAUF INTERFER SE mit Sitz in Duisburg wird unter der Nummer HR B 33552 beim Amtsgericht Duisburg im Handelsregister geführt.

Der Jahresabschluss 2023 ist nach den Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften aufgestellt worden.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung im Einzelabschluss sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt.

Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Rahmen der Aufstellung des Konzernabschlusses werden die vom Deutsches Rechnungslegungs Standards Committee e.V. (DRSC) herausgegebenen Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) angewandt.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben, längstens jedoch über 15 Jahre.

Sachanlagen sind mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten angesetzt. Abnutzbare Sachanlagen werden planmäßig über die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern abgeschrieben. Software und Lizenzen haben in der Regel eine Nutzungszeit von drei Jahren und technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend zehn Jahre.

Bauten auf fremden Grundstücken werden nicht länger als die Dauer des jeweiligen Mietvertrages abgeschrieben.

Die planmäßigen Abschreibungen werden unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung zur Verbesserung der Darstellung der tatsächlichen Verhältnisse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage seit dem Geschäftsjahr 2014 nach der linearen Methode ermittelt. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden ab dem Geschäftsjahr 2018 mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 250 aus Vereinfachungsgründen im Erwerbsjahr voll und solche mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von EUR 250 bis EUR 1.000 linear in fünf Jahren abgeschrieben.

Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Beteiligungen sind mit Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden grundsätzlich nach der Methode des gleitenden Durchschnitts gemäß § 255 HGB bewertet. Seit dem Geschäftsjahr 2021 wird für bestimmte Stahlvor- sowie Fertigmaterialen aus Vereinfachungsgründen die Lifo-Methode angewandt. Der Bewertungsunterschied zwischen beiden Methoden beträgt für das Geschäftsjahr 2023 im Konzern- und Einzelabschluss TEUR -15.403 (Vorjahr: TEUR -29.696). Risiken im Bereich des Vorratsvermögens, die sich aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Unfertige und fertige Erzeugnisse im Konzern werden unter Einbezug von Material- und Fertigungseinzel- und -gemeinkosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Bei erkennbaren Risiken werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird außerdem durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,3 % des risikobehafteten Forderungsbestandes ohne Umsatzsteuer Rechnung getragen.

Die Beteiligungsbuchwerte der bereits zum 31.12.2009 konsolidierten Unternehmen wurden nach der Buchwertmethode mit dem anteiligen konsolidierungspflichtigen Kapital (Kapitalkonsolidierung, § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a. F.) aufgerechnet.

Soweit das jeweilige konsolidierungspflichtige Kapital die Beteiligungsbuchwerte übersteigt, wird der jeweilige Unterschiedsbetrag seinem Charakter entsprechend den Positionen der Passiva zugeordnet. Übersteigt der Beteiligungsbuchwert das konsolidierungspflichtige Kapital, so ist der daraus resultierende aktivische Unterschiedsbetrag auf stille Reserven zu verteilen, gem. § 301 Abs. 3 HGB als Geschäfts- oder Firmenwert auszuweisen (§ 309 HGB).

Hinsichtlich Unternehmen, deren Erstkonsolidierung in Geschäftsjahren mit Beginn nach dem 31.12.2009 erfolgte, wurde der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteil nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB n. F.) mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet, wobei das Eigenkapital dem beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht. Ein verbleibender Unterschiedsbetrag ist in der Konzernbilanz gem. § 301 Abs. 3 HGB n. F. auf der Aktivseite als Geschäfts- oder Firmenwert bzw. auf der Passivseite unter dem Posten „Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung“ nach dem Eigenkapital auszuweisen. Als Erstkonsolidierungszeitpunkt wird der Tag der erstmaligen Einbeziehung in den Konzern gewählt.

Der in der Bilanz in Vorjahren ausgewiesene Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung wurde im Geschäftsjahr gemäß DRS 4.41 über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögenswerte ertragswirksam vollständig vereinnahmt (hier: 8 Jahre).

Die Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in ausländischer Währung werden, sofern einschlägig, gemäß § 256a HGB bewertet. Die Umrechnung von Vermögensposten erfolgt nach Maßgabe des Briefkurses und die Umrechnung von Verbindlichkeiten nach Maßgabe des Geldkurses zum Entstehungstag.

Soweit erforderlich wird zum Abschlussstichtag nach dem Niederstwertprinzip für Aktiva bzw. dem Höchstwert für Passiva die Bewertung mit dem Devisenkassamittelkurs vorgenommen.

Die in Landeswährung aufgestellten Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen außerhalb der Eurozone werden entsprechend § 308a HGB nach der modifizierten Stichtagskursmethode in Euro umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral in den Korrekturposten „Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung“ eingestellt.

Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und damit das in der Erfolgsrechnung ausgewiesene Jahresergebnis werden zum jeweiligen Monatsdurchschnittskurs umgerechnet. Die Differenz zwischen dem Jahresergebnis laut Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzernbilanz wird erfolgsneutral als „Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung“ innerhalb des Konzerneigenkapitals bis zur Endkonsolidierung der Tochtergesellschaft erfasst.

Infolge der Umrechnung mit Stichtagskursen ergeben sich bei der Entwicklung des Anlagevermögens Umrechnungsdifferenzen, die im Anlagenspiegel separat gezeigt und passivisch erfolgsneutral als „Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung“ erfasst werden.

Die Wechselkurse der für den Konzernabschluss bedeutenden Währungen veränderten sich wie folgt:

Jahresdurchschnittskurs Devisenkassamittelkurs
2023 1 EUR = 2022 1 EUR = 31.12.2023 1 EUR = 31.12.2022 1 EUR =
PLN 4,54 4,68 4,34 4,68

Die in den Konzernabschluss zum Stichtag einbezogenen Unternehmen sind in der Anteilsbesitzliste aufgeführt.

Sowohl die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen als auch die Rückstellungen für Jubiläumszusagen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels des "Anwartschaftsbarwertverfahrens" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die Heubeck-Richttafeln 2018 G verwendet.

Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB sind Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen und Jubiläumszusagen anstelle des siebenjährigen Durchschnittszinssatzes mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abzuzinsen.

Der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre per 31.12.2023 beträgt 1,76 % (Vorjahr: 1,45 %), der Zinssatz für den korrespondierenden zehnjährigen Zeitraum 1,83 % (Vorjahr: 1,79 %). Dabei wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen.

Durch die Verwendung des höheren zehnjährigen Durchschnittszinssatzes haben sich im Vergleich zur Verwendung des siebenjährigen Durchschnittszinssatzes um TEUR 227 (Konzern: TEUR 243) geringere Pensionsrückstellungen per 31.12.2023 ergeben. Der abzinsungsbedingte Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n. F. für die Ausschüttung gesperrt.

Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und Jubiläumszusagen werden künftige Dynamiken bei Gehältern mit 2,20 % (Vorjahr: 2,20 %) angenommen. Die Pensionsrückstellungen wurden mit einer Rentensteigerung von 2,00 % (Vorjahr: 2,00 %) ermittelt.

Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert. Diese dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie werden nach den Bestimmungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet.

Die Bewertung erfolgt mit dem Aktivwert, der sich aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten Deckungskapital, mindestens jedoch aus dem garantierten Rückkaufswert, ergibt. Die ursprünglichen Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände betragen TEUR 970 (Konzern: TEUR 970).

Konzernabschluss

(Wertangaben in TEUR) 31.12.2023
Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 31.672
Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens 1.584
Nettowert der Pensionen und ähnlichen Verpflichtung (Rückstellung) 30.088

Dabei werden Erträge aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 7 mit Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen (TEUR 348) verrechnet.

Einzelabschluss

(Wertangaben
in TEUR)
31.12.2023
Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 29.221
Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens 1.584
Nettowert der Pensionen und ähnlichen Verpflichtung (Rückstellung) 27.637

Dabei werden Erträge aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 7 mit Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen (TEUR 305) verrechnet.

Bei der Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellung auf BilMoG zum 01. Januar 2010 wurde bei einem Tochterunternehmen von der Übergangsregelung gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr wurde insgesamt ein Betrag von TEUR 19 den Pensionsrückstellungen zugeführt. Die Zuführung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung als sonstiger betrieblicher Aufwand gezeigt. Der noch nicht in der Bilanz ausgewiesene Betrag nach BilMoG in Höhe von TEUR 19 wird innerhalb des verbleibenden Übergangszeitraums den Pensionsrückstellungen zugeführt.

Nach Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB wurde zum 01.01.2010 von dem Wahlrecht zur Beibehaltung des Rückstellungswertes für Jubiläumszusagen Gebrauch gemacht.

Die sonstigen Rückstellungen werden auf der Grundlage des § 253 HGB ermittelt. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB. Alle Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Dabei wird von der Vereinfachungsregel gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Die Rückstellungen berücksichtigen die bis zur Erstellung des Jahresabschlusses bekannt gewordenen Verpflichtungen, Verluste und Risiken.

Erfolge oder Aufwendungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Dem Risiko aus Gewährleistungen wird durch eine Pauschalrückstellung in Höhe von 0,4 % der garantiebehafteten Umsatzerlöse Rechnung getragen. Zum 31.12.2023 betrug die Rückstellung im Einzelabschluss TEUR 958.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bzw. mit dem Barwert der zukünftigen Verpflichtungen angesetzt.

Angaben zur Bilanz

(Wertangaben in TEUR)

(1) Anlagevermögen

Konzernabschluss

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung für den Konzernabschluss sind in dem Anlagengitter (siehe Blatt 8) dargestellt.

Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ist in der Anteilsbesitzliste (siehe Blatt 10) dargestellt.

Einzelabschluss

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung für den Einzelabschluss sind in dem Anlagengitter (siehe Blatt 9) dargestellt.

Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ist in der Anteilsbesitzliste (siehe Blatt 10) dargestellt.

Finanzanlagen

Mit Wirkung zum 01.01.2023 wurden die Betriebsführungsgesellschaften Interfer Stahl GmbH, Frankfurt am Main, Völkel & Winkler GmbH, Stahlex GmbH, Max Baum Stahl Service GmbH, Walter Patz GmbH, Interfer Rohrunion GmbH, Interfer Präzisrohr GmbH und Delta-Stahl GmbH auf die Berichtsgesellschaft verschmolzen. Wir verweisen diesbezüglich auf die Ausführungen im Lagebericht unter „3. Geschäftsverlauf und Auftragsentwicklung der KNAUF INTERFER SE“.

Die BAT-Brökelmann Aluminium Technik GmbH und Brökelmann Alutec Management GmbH wurden rückwirkend zum 01.01.2023 auf die Knauf Interfer Aluminium GmbH verschmolzen.

Im Geschäftsjahr wurde ein langfristiges Darlehen an Dritte vergeben, das marktüblich verzinst wird und zum Stichtag mit TEUR 3.561 valutiert. Aufgrund des insgesamt langfristigen Charakters wurde es unter den sonstigen Ausleihungen im Finanzanlagevermögen ausgewiesen.

(2) Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Konzernabschluss

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (Konzern- und Einzelabschluss) haben eine Restlaufzeit von kleiner einem Jahr.

Im Rahmen eines ABCP-Programmes (Asset Backed Commercial Paper Program) werden Forderungsbestände verkauft. Zum Bilanzstichtag belief sich die Summe der verkauften offenen Posten auf TEUR 23.870 (Einzelabschluss: TEUR 12.635). Zudem wurde per Stichtag eine Verbindlichkeit gegenüber dem Forderungserwerber vor Anpassung der Reserven aufgrund von Geldeingängen zwischen dem letzten Ankaufsstichtag und dem 31.12.2023 von TEUR 23.317 (Einzelabschluss: TEUR 14.293) ausgewiesen. Das ABCP-Programm stärkt die Liquidität und ermöglicht eine flexible Finanzierung.

Einzelabschluss

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 106.256) enthalten Forderungen aus Finanzierungen (TEUR 106.164) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 92).

(3) Aktive latente Steuern

Konzernabschluss

Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern (TEUR 220) gem. § 306 HGB resultieren aus Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen des Anlagevermögens und entfallen in voller Höhe auf Zwischengewinne. Der angewandte Steuersatz beträgt 31,5 %.

Das Wahlrecht gem. § 298 Abs. 1 HGB i. V. m. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern zu verzichten, wurde ausgeübt.

Der Überhang bei den aktiven latenten Steuern ergibt sich unter Anwendung eines Steuersatzes von 31,5 % aus den immateriellen Vermögensgegenständen, dem Sachanlagevermögen, den sonstige Vermögensgegenständen, nutzungsfähigen körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen, dem Sonderposten mit Rücklageanteil sowie den Pensions- und sonstigen Rückstellungen.

Einzelabschluss

Das Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern zu verzichten, wurde ausgeübt. Der Überhang bei den aktiven latenten Steuern ergibt sich unter Anwendung eines Steuersatzes von 31,5 % aus den immateriellen Vermögensgegenständen, dem Sachanlagevermögen, den sonstige Vermögensgegenständen, nutzungsfähigen körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen, dem Sonderposten mit Rücklageanteil sowie den Pensions- und sonstigen Rückstellungen.

(4) Eigenkapital

Einzelabschluss

Das Grundkapital beträgt TEUR 130.000. Es ist eingeteilt in 130.000.000 Stückaktien ohne Nennwert mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von Euro 1,00 je Aktie.

Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 11.000.

Der Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von TEUR 9.752 wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 16.05.2023 in die Gewinnrücklagen eingestellt.

Der Bilanzgewinn zum 31.12.2023 beträgt TEUR 11.131. Der Vorstand schlägt vor, diesen in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.

Der gesetzlichen Ausschüttungssperre (§ 268 Abs. 8 HGB) unterliegen insgesamt TEUR 234.

(5) Steuerrückstellungen

Konzernabschluss

Im Konzernabschluss werden Körperschaftsteuerrückstellungen (TEUR 684) und Gewerbesteuerrückstellungen (TEUR 707) ausgewiesen.

Einzelabschluss

Die Körperschaftsteuerrückstellung im Einzelabschluss beträgt TEUR 684, die Gewerbesteuerrückstellung TEUR 705.

(6) Sonstige Rückstellungen

Konzernabschluss

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Abbruchverpflichtungen (TEUR 5.104), sonstige Personalrückstellungen (TEUR 4.542), Jahresvergütungen (TEUR 2.359), Garantien und Gewährleistungen (TEUR 1.198), ausstehende Rechnungen (TEUR 1.142) und Jubiläumszahlungen (TEUR 1.061).

Einzelabschluss

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Abbruchverpflichtungen (TEUR 5.104), Jahresvergütungen (TEUR 2.020), sonstige Personalrückstellungen (TEUR 1.536) sowie Garantien und Gewährleistungen (TEUR 958).

(7) Verbindlichkeiten

Konzernabschluss

Verbindlichkeitenspiegel Konzernabschluss (Angaben in TEUR):

mit einer Restlaufzeit von Summe
unter 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Bankschulden
-langfristig 11.138 29.301 1.305 41.744
(31.12.2022) (6.606) (38.277) (2.843) (47.726)
-kurzfristig
(31.12.2022) (1) (1)
Erhaltene Anzahlungen 737 150 887
(31.12.2022) (236) (236)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 25.922 25.922
(31.12.2022) (11.048) (11.048)
Sonstige Verbindlichkeiten
-langfristig 318 1.242 196 1.756
(31.12.2022) (42) (403) (445)
-kurzfristig 24.408 24.408
(31.12.2022) (37.094) (37.094)
Summe 62.523 30.693 1.501 94.717
(31.12.2022) (55.027) (38.680) (2.843) (96.550)

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen TEUR 1.254 auf Steuern und TEUR 185 auf soziale Sicherheiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschuldüberschreibungen in Höhe von EUR Mio. 20,0 sowie der Sicherungsübereignung einer Maschine besichert.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen Sicherheiten im Rahmen der allgemeinen Regelungen zum Eigentumsvorbehalt.

Einzelabschluss

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 29.695) entfallen hauptsächlich auf Finanzierungsverbindlichkeiten gegenüber Tochtergesellschaften der Knauf Interfer Gruppe.

Verbindlichkeitenspiegel Einzelabschluss (Angaben in TEUR):

mit einer Restlaufzeit von Summe
unter 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Bankschulden
-langfristig 11.138 29.301 1.305 41.744
(31.12.2022) (6.606) (38.277) (2.843) (47.726)
-kurzfristig
(31.12.2022)
Erhaltene Anzahlungen 270 150 420
(31.12.2022) (234) (234)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.577 12.577
(31.12.2022) (5.038) (5.038)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.374 11.374
(31.12.2022) (9.922) (9.922)
Sonstige Verbindlichkeiten
-langfristig 235 1.081 195 1.511
(31.12.2022) (0) (242) (242)
-kurzfristig 14.853 14.853
(31.12.2022) (25.674) (25.674)
Summe 50.446 30.532 1.500 82.479
(31.12.2022) (47.474) (38.519) (2.843) (88.836)

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen TEUR 757 auf Steuern und TEUR 2 auf soziale Sicherheiten.

(8) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Konzernabschluss

31.12.2023 31.12.2022
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 60.899 58.496
Gesamt 60.899 58.496

Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen das Jahr 2024 TEUR 16.915.

Zum Stichtag besteht ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 3.918.

Einzelabschluss

31.12.2022 31.12.2021
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 52.362 53.544
Gesamt 52.362 53.544

Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen das Jahr 2024 TEUR 10.038.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

(Wertangaben in TEUR)

(9) Umsatzerlöse

Konzernabschluss

Von den Konzernumsatzerlösen (TEUR 789.527) entfallen 83 % auf die Business Unit Steel und 17 % auf die Business Unit Aluminium.

Sowohl im Konzern als auch im Einzelabschluss wurden hauptsächlich Umsatzerlöse im Lagergeschäft (99 %) generiert.

Im Inland wurden TEUR 567.104 der Konzernumsätze erwirtschaftet, gefolgt vom EU-Ausland mit TEUR 175.834. Die übrigen Länder setzen sich u. a. aus dem Vereinigten Königreich (TEUR 27.228) und China (TEUR 4.173) zusammen.

Einzelabschluss

Im Inland wurden TEUR 438.488 der Umsatzerlöse erwirtschaftet. Die ausländischen Umsätze (TEUR 106.311) entfallen hauptsächlich auf die Europäische Union (TEUR 95.794).

(10) Abschreibungen

Bei der Muttergesellschaft wurden im Berichtsjahr außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 500 auf immaterielle Vermögensgegenstände vorgenommen.

(11) Beteiligungsergebnis

Die Beteiligungserträge (TEUR 214) beziehen sich im Einzelabschluss in voller Höhe auf verbundene Unternehmen. Im Konzernabschluss ist dieser Effekt konsolidiert.

(12) Aufwendungen aus Verlustübernahme

Im Einzelabschluss resultieren die Aufwendungen aus Verlustübernahme aus der Interfer Stahl GmbH, Duisburg, in Höhe von insgesamt TEUR -19, da ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag besteht. Im Konzernabschluss ist dieser Effekt konsolidiert.

(13) Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 23 HGB bzw. § 285 Nr. 31 HGB

Konzernabschluss

Im Konzernabschluss setzen sich die außergewöhnlichen Erträge und Aufwendungen folgendermaßen zusammen:

2023
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 2.488
Veränderung der Lifo-Reserve 14.293
Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens 964
Erträge Strompreisbremsegesetz 671
Sonstiges 1.132
Außergewöhnliche Erträge 19.548
2023
Außerplanmäßige Abschreibungen 500
500

Einzelabschluss

Im Einzelabschluss setzen sich die außergewöhnlichen Erträge und Aufwendungen folgendermaßen zusammen:

2023
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.746
Veränderung der Lifo-Reserve 14.293
Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens 878
Außergewöhnliche Erträge 16.917
2023
Außerplanmäßige Abschreibungen 500
500

(14) Periodenfremde Erträge und Aufwendungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 24 HGB bzw. § 285 Nr. 32 HGB

Konzernabschluss

Den anderen Geschäftsjahren zuzuordnenden Erträge belaufen sich auf TEUR 2.546 und stammen aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 2.488) und aus Erträgen aus dem Eingang von in Vorjahren wertberichtigten bzw. ausgebuchten Forderungen (TEUR 58). Im Berichtsjahr gibt es keine aperiodischen Aufwendungen.

Einzelabschluss

Den anderen Geschäftsjahren zuzuordnende Erträge belaufen sich auf TEUR 1.838 und stammen aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 1.746), Versicherungsprämien aus Vorjahren (TEUR 59) und Erträgen aus dem Eingang von in Vorjahren wertberichtigten bzw. ausgebuchten Forderungen (TEUR 33).

(15) Abschlussprüferhonorare

Die Angaben zum Prüferhonorar erfolgen gemäß § 285 Nr. 17 HGB im Konzernabschluss der KIH Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Dortmund.

Die KIH Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Dortmund, stellt als Mutterunternehmen zum 31.12.2023 einen Konzernabschluss für den größten Kreis einbezogener Unternehmen auf, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Konzernabschluss

Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:

2023 2022
Arbeiter 872 875
Angestellte 506 486
Auszubildende 47 43
Beschäftigte 1.425 1.404

Einzelabschluss

Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:

2023 2022
Arbeiter 222 221
Angestellte 219 209
Auszubildende 17 17
Beschäftigte 458 447

Vorstand

Bis 31.05.2023

Matthias Kessel-Knauf, Düsseldorf, Vorsitzender, Chief Executive Officer

Dr. Carsten G. Gast, Düsseldorf, Chief Executive Officer, Chief Financial Officer (i. PU); ab 01.06.2023 Vorsitzender

Dr. Kay Oppat, Zürich / Schweiz, Chief Transformation Officer

Domenico Marino, Hagen, Chief Procurement Officer

Die Tätigkeiten des Vorstandes für die Gesellschaft werden hauptberuflich ausgeübt.

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen in der Berichtsperiode TEUR 2.144. Für die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen wird die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Der Betrag der für diese Personengruppe gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen beläuft sich auf TEUR 2.815.

Aufsichtsrat

Vorsitzender (bis 31.05.2023):

Dr. Ing. Albrecht Knauf, Ingenieur, Baden-Baden

(Geschäftsführer der Interfer Holding GmbH, Dortmund)

Vorsitzender (ab 01.06.2023):

Matthias Kessel-Knauf, Kaufmann, Düsseldorf

Stellvertretender Vorsitzender:

Ralf Kreutzberg, Kaufmann, Düsseldorf

(Geschäftsführer der HEADSAHEAD GmbH, Düsseldorf)

Bis 31.05.2023

Rainer Hans, kaufmännischer Angestellter, Bad Vilbel

Ab 01.06.2023

Martin Lohmann, Zerspanungsmechaniker, Wetter

Für die Vergütungen des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2023 wurde die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung gem. DRS 21

Die Kapitalflussrechnung wurde nach den Vorschriften des DRS 21 erstellt.

Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Zahlungsmittel entsprechen der Bilanzposition B. III. (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks) auf der Aktivseite der Bilanz. Jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie anderer kurzfristige Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel dienen, bestehen zu den Stichtagen 31.12.2023 und 31.12.2022 nicht. Der Saldo der in der Bilanz enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten umfasst zu diesen Stichtagen nahezu vollumfänglich langfristige Kreditaufnahmen.

Mutterunternehmen

Die KIH Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH (Amtsgericht Dortmund HRB 22263) mit Sitz in Dortmund, stellt als Mutterunternehmen zum 31.12.2023 einen Konzernabschluss für den größten Kreis einbezogener Unternehmen auf.

Angaben zum Mindeststeuergesetz (§ 285 Nr. 30a HGB bzw. § 314 Nr.22a HGB)

Aus der zukünftigen Anwendbarkeit des Mindeststeuergesetzes werden auf Basis der aktuellen Erkenntnisse keine wesentlichen, kurzfristigen Auswirkungen auf den tatsächlichen Steueraufwand erwartet.

Inanspruchnahme der Befreiungsvorschriften der §§ 264 Abs. 3 bzw. 264b HGB

Die folgenden Tochterunternehmen wurden in den Konzernabschluss der KNAUF INTERFER SE einbezogen und werden Befreiungsvorschriften der §§ 264 Abs. 3 HGB in Anspruch nehmen:

- Interfer Stahl GmbH, Duisburg

- Interfer Stahl GmbH, Dortmund

- Knauf Interfer Stahl Service Center GmbH, Duisburg

- Zweite Interfer Immobiliengesellschaft mbH, Duisburg

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Stichtag wurden durch die KNAUF INTERFER SE weitere Anteile an der VP System Sp. z o. o., Breslau/Polen erworben; der Anteil am Stammkapital dieser Gesellschaft wurde so von 23,2 % (per 31.12.2023) auf 56,6 % erhöht.

 

Duisburg, den 28.03./15.05.2024

Gez. Dr. Carsten G. Gast

Gez. Domenico Marino

Gez. Dr. Kay Oppat

Konzern-Anlagespiegel vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023
T€
Zugänge
T€
Abgänge
T€
Umbuchungen
T€
Währungsanpassungen Stand 31.12.2023
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.977 0 0 0 0 1.977
2. Software und Lizenzen 9.966 1.178 144 161 3 11.164
3. Geschäfts- und Firmenwerte 8.182 0 0 0 0 8.182
4. Geleistete Anzahlungen 16.913 8.091 7.127 -161 0 17.716
37.038 9.269 7.271 0 3 39.039
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 91.957 1.168 15.097 63 930 79.021
2. Technische Anlagen und Maschinen 143.599 4.282 1.093 1.545 1.041 149.374
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.076 2.357 986 814 83 29.344
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.727 5.616 130 -2.422 81 6.872
266.359 13.423 17.306 0 2.135 264.611
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 2 370 2 0 0 370
2. Sonstige Ausleigungen 0 3.649 88 0 0 3.561
2 4.019 90 0 0 3.931
Summe 303.399 26.711 24.667 0 2.138 307.581
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
T€
Zugänge
T€
Abgänge
T€
Währungsanpassungen
T€
Stand 31.12.2023
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.977 0 0 0 1.977
2. Software und Lizenzen 7.388 1.018 144 3 8.265
3. Geschäfts- und Firmenwerte 8.182 0 0 0 8.182
4. Geleistete Anzahlungen 7.383 500 0 0 7.883
24.930 1.518 144 3 26.307
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 39.081 2.238 11.957 63 29.425
2. Technische Anlagen und Maschinen 89.936 9.639 1.080 303 98.798
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.306 2.833 941 59 17.257
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 729 0 0 0 729
145.052 14.710 13.978 425 146.209
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0 0 0 0 0
2. Sonstige Ausleihungen 0 0
0 0 0 0 0
Summe 169.982 16.228 14.122 428 172.516
Buchwerte
31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 0
2. Software und Lizenzen 2.899 2.578
3. Geschäfts- und Firmenwerte 0 0
4. Geleistete Anzahlungen 9.833 9.530
12.732 12.108
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 49.596 52.876
2. Technische Anlagen und Maschinen 50.576 53.663
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.087 11.770
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.143 2.998
118.402 121.307
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 370 2
2. Sonstige Ausleihungen 3.561 0
3.931 2
Summe 135.065 133.417

Anlagespiegel vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023
T€
Zugänge
T€
Abgänge
T€
Umbuchungen
T€
Stand 31.12.2023
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software und Lizenzen 6.759 977 144 162 7.754
2. Geschäfts- und Firmenwerte 2.192 0 0 0 2.192
3. Geleistete Anzahlungen 16.913 8.092 7.127 -162 17.716
25.864 9.069 7.271 0 27.662
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 62.624 971 15.092 15 48.518
2. Technische Anlagen und Maschinen 68.636 2.011 195 838 71.290
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.445 642 525 88 11.650
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.176 553 0 -941 788
143.881 4.177 15.812 0 132.246
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 59.654 0 240 0 59.414
2. Beteiligungen 2 0 2 0 0
3. Sonstige Ausleihungen 0 3.649 88 0 3.561
59.656 3.649 330 0 62.975
Summe 229.401 16.895 23.413 0 222.883
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
T€
Zugänge
T€
Abgänge
T€
Stand 31.12.2023
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software und Lizenzen 4.286 965 144 5.107
2. Geschäfts- und Firmenwerte 2.192 0 0 2.192
3. Geleistete Anzahlungen 7.383 500 0 7.883
13.861 1.465 144 15.182
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.364 1.369 11.957 23.776
2. Technische Anlagen und Maschinen 51.039 2.589 195 53.433
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.657 1.049 502 8.204
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
93.060 5.007 12.654 85.413
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 520 0 0 520
2. Beteiligungen 0 0 0 0
3. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0
520 0 0 520
Summe 107.441 6.472 12.798 101.115
Buchwerte
31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software und Lizenzen 2.647 2.473
2. Geschäfts- und Firmenwerte 0 0
3. Geleistete Anzahlungen 9.833 9.530
12.480 12.003
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.742 28.260
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.857 17.597
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.446 3.788
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 788 1.176
46.833 50.821
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 58.894 59.134
2. Beteiligungen 0 2
3. Sonstige Ausleihungen 3.561 0
62.455 59.136
Summe 121.768 121.960

Anteilsbesitzliste zum 31. Dezember 2023

lfd. Nr. Gesellschaft Sitz Landeswährung Kapital in Landeswährung Eigenkapital in Landeswährung
Verbundene Unternehmen
1. Interfer Stahl GmbH* Duisburg EURO 51.129,00 88.644,74
2. Interfer Stahl GmbH* Dortmund EURO 26.000,00 26.000,00
3. Knauf Interfer Stahl Service Center GmbH*** Duisburg EURO 26.000,00 26.000,00
4. Erste Interfer Immobiliengesellschaft mbH Duisburg EURO 100.000,00 12.276.448,42
5. Zweite Interfer Immobiliengesellschaft mbH* Duisburg EURO 100.000,00 7.599.918,59
6. Knauf Interfer Automotive Blanks GmbH Duisburg EURO 500.000,00 831.126,24
7. Knauf Interfer Aluminium GmbH Ense EURO 2.000.000,00 2.618.060,49
8. Knauf Interfer Cold Rolling GmbH Iserlohn EURO 5.000.000,00 32.114.348,87
9. Knauf Interfer Aluminium Sp. z o. o.** Opole/Polen PLN 9.777.000,00 16.729.722,13
10. Eisen 4 GmbH & Co. KG*** Dortmund EURO 2.500,00 2.500,00
11. VP System Sp. z o. o.**** Breslau/Polen PLN 28.600,00 1.234.595,03
lfd. Nr. Gesellschaft Ergebnis in Landeswährung Beteiligungsquote
%
Verbundene Unternehmen
1. Interfer Stahl GmbH* 0,00 100,0
2. Interfer Stahl GmbH* 0,00 100,0
3. Knauf Interfer Stahl Service Center GmbH*** 0,00 100,0
4. Erste Interfer Immobiliengesellschaft mbH 1.297.395,27 100,0
5. Zweite Interfer Immobiliengesellschaft mbH* 0,00 100,0
6. Knauf Interfer Automotive Blanks GmbH -584.751,42 100,0
7. Knauf Interfer Aluminium GmbH -7.569.837,56 100,0
8. Knauf Interfer Cold Rolling GmbH 2.909.067,90 100,0
9. Knauf Interfer Aluminium Sp. z o. o.** 1.697.959,49 100,0
10. Eisen 4 GmbH & Co. KG*** 1.383,88 10,1
11. VP System Sp. z o. o.**** -631.146,05 23,2

* Ergebnisabführungsvertrag mit der Knauf Interfer SE, Duisburg

** Hundertprozentige Tochter der Knauf Interfer Aluminium GmbH

*** Wird nicht in den Konzernabschluss einbezogen, vormals: VR-LEASING SOLIDUS Sechzehnte GmbH & Co. Immobilien KG mit Sitz in Eschborn

**** Tochter der Knauf Interfer Aluminium Sp. z o. o., wird nicht in den Konzernabschluss einbezogen (vorläufige Zahlen zum Jahresabschluss 2023)

Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 7.190 22.747
+/- Abschreibungen/ Zuschreibungen auf Gegenstände des Sachanlagevermögens 16.228 21.149
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -1.355 4.475
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 0 -95
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 17.962 19.488
davon aus
- Vorräten 19.945 26.115
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -2.672 -4.989
- sonstigen Vermögensgegenständen und aktiver RAP 689 -1.638
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 3.805 -48.604
davon aus
- erhaltenen Anzahlungen 651 -1.407
- Verbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen 14.874 -60.990
- sonstigen Verbindlichkeiten und passiven RAP -11.720 13.793
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens -866 -406
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 3.770 2.261
+/- Sonstige Aufwendungen/Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung -16.146 -8.314
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 2.267 3.480
-/+ Ertragsteuerzahlungen -893 -7.697
-/+ Korrektur des Zinsaufwandes/Zinsertrages, der bereits in anderen Positionen berücksichtigt wurde -504 -959
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 31.458 7.525
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 7.127 0
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -9.269 -10.621
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 4.197 716
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -13.423 -11.730
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -370 0
+ Erhaltene Zinsen 218 366
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -11.520 -21.269
- Auszahlungen aus der Begebung von sonstigen Ausleihungen -3.649 0
+ Einzahlungen aus der Tilgung von sonstigen Ausleihungen 88 0
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 0 20.000
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihungen und (Finanz-)Krediten -5.982 -4.958
- Gezahlte Zinsen -3.484 -1.668
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -13.027 13.374
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 6.911 -370
+/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 206 73
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 11.611 11.908
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 18.728 11.611
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode 31.12.2023 31.12.2022
+ Zahlungsmittel 18.728 11.612
- Jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie andere kurzfristige Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel dienen 0 -1
18.728 11.611

Eigenkapitalspiegel

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital
Gezeichnetes Kapital Eigene Anteile
Stammaktien Vorzugsaktien Summe Stammaktien Vorzugsaktien Summe
in TEUR
Stand am 01.01.2022 130.000 0 130.000 0 0 0
Einstellung in /Entnahmen aus Rücklagen
Währungsumrechnung
Konzernjahresfehlbetrag
Stand am 31.12.2022 130.000 0 130.000 0 0 0
Stand am 01.01.2023 130.000 0 130.000 0 0 0
Einstellung in /Entnahmen aus Rücklagen
Währungsumrechnung
Konzernjahresfehlbetrag
Stand am 31.12.2023 130.000 0 130.000 0 0 0
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital
Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen Summe
Stammaktien Vorzugsaktien Summe
in TEUR
Stand am 01.01.2022 0 0 0 130.000
Einstellung in /Entnahmen aus Rücklagen
Währungsumrechnung
Konzernjahresfehlbetrag
Stand am 31.12.2022 0 0 0 130.000
Stand am 01.01.2023 0 0 0 130.000
Einstellung in /Entnahmen aus Rücklagen
Währungsumrechnung
Konzernjahresfehlbetrag
Stand am 31.12.2023 0 0 0 130.000
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Kapitalrücklage
nach § 272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB Summe
in TEUR
Stand am 01.01.2022 11.000 0 11.000
Einstellung in /Entnahmen aus Rücklagen
Währungsumrechnung
Konzernjahresfehlbetrag
Stand am 31.12.2022 11.000 0 11.000
Stand am 01.01.2023 11.000 0 11.000
Einstellung in /Entnahmen aus Rücklagen
Währungsumrechnung
Konzernjahresfehlbetrag
Stand am 31.12.2023 11.000 0 11.000
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Gewinnrücklagen Summe
gesetzliche Rücklage nach § 272 Abs. 4 HGB satzungsmäßige Rücklage andere Gewinnrücklagen Summe
in TEUR
Stand am 01.01.2022 8.090 0 0 37.757 45.847 56.847
Einstellung in /Entnahmen aus Rücklagen 513 10.867 11.380 11.380
Währungsumrechnung 0
Konzernjahresfehlbetrag 0
Stand am 31.12.2022 8.603 0 0 48.624 57.227 68.227
Stand am 01.01.2023 8.603 0 0 48.624 57.227 68.227
Einstellung in /Entnahmen aus Rücklagen 586 9.752 10.338 10.338
Währungsumrechnung 0
Konzernjahresfehlbetrag 0
Stand am 31.12.2023 9.189 0 0 58.376 67.565 78.565
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Konzernbilanzverlust (-)/-gewinn Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
in TEUR
Stand am 01.01.2022 -699 -27.291 0 158.857
Einstellung in /Entnahmen aus Rücklagen -11.380 0
Währungsumrechnung -349 -349
Konzernjahresfehlbetrag 22.747 22.747
Stand am 31.12.2022 -1.048 -15.924 0 181.255
Stand am 01.01.2023 -1.048 -15.924 0 181.255
Einstellung in /Entnahmen aus Rücklagen -10.338 0
Währungsumrechnung 1.916 1.916
Konzernjahresfehlbetrag 7.190 7.190
Stand am 31.12.2023 868 -19.072 0 190.361
Konzerneigenkapital
Summe
in TEUR
Stand am 01.01.2022 158.857
Einstellung in /Entnahmen aus Rücklagen 0
Währungsumrechnung -349
Konzernjahresfehlbetrag 22.747
Stand am 31.12.2022 181.255
Stand am 01.01.2023 181.255
Einstellung in /Entnahmen aus Rücklagen 0
Währungsumrechnung 1.916
Konzernjahresfehlbetrag 7.190
Stand am 31.12.2023 190.361

Bestätigungsvermerk

An die KNAUF INTERFER SE, Duisburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KNAUF INTERFER SE, Duisburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - sowie den Konzernabschluss der KNAUF INTERFER SE, Duisburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht (nachfolgend: Lagebericht) der KNAUF INTERFER SE, Duisburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in Abschnitt C. des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB und § 315d HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften, der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft und des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie der Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahres- und Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahres- und Konzernabschluss sowie zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen betreffen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB und § 315d HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahres- und Konzernabschluss sowie zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahres- und Konzernabschluss, den inhaltlich geprüften Bestandteilen des Lageberichts oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahres- und Konzernabschluss sowie den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften entspricht, und dafür, dass der Jahres- und Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft bzw. des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahres- und Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahres- und Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft und des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahres- und Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft und des Konzerns zur Aufstellung des Jahres- und Konzernabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahres- und Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahres- und Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahres- und Konzernabschluss sowie zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahres- und Konzernabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahres- und Konzernabschluss sowie im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft und des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahres- und Konzernabschluss sowie im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft oder der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahres- und Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahres- und Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahres- und Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelt.

- holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahres- und Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dortmund, den 15. Mai 2024

HLB AUDITTEAM DORTMUND AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thissen, Wirtschaftsprüfer

Peil, Wirtschaftsprüfer

Feststellung und Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023

Der Jahres- und Konzernabschluss der Knauf Interfer SE zum 31.12.2023 wurde am 11.06.2024 festgestellt und gebilligt.

Auszug Ablaufprotokoll Hauptversammlung v. 11.06.2024

Zu Punkt 2 der Tagesordnung: Verwendung des Jahresergebnisses

Der Vorsitzende stellte fest, dass der Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2023 11.130.914.54 Euro beträgt. Er stellte den Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zur Abstimmung, den Bilanzgewinn 2023 in Höhe von 11.130.914,54 Euro in die Gewinnrücklagen einzustellen. Die einzige Aktionärin stimmte dem Vorschlag zu.

Bericht des Aufsichtsrats

der KNAUF INTERFER SE, Duisburg

Sehr geehrte Gesellschafter,

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der KNAUF INTERFER SE setzt sich bis zum 31.05.2023 aus den Herren Dr. Albrecht Knauf (Vorsitzender), Ralf Kreutzberg und dem Arbeitnehmervertreter Herrn Rainer Hans und ab dem 01.06.2023 aus den Herren Matthias Kessel-Knauf (Vorsitzender), Ralf Kreutzberg und dem Arbeitnehmervertreter Herrn Martin Lohmann zusammen.

Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Geschäftsführung

Im Berichtszeitraum hat der Aufsichtsrat alle Aufgaben wahrgenommen, die ihm nach Gesetz und Geschäftsordnung obliegen. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 den Vorstand der KNAUF INTERFER SE kontinuierlich überwacht und diesen bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für die Gesellschaft relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Risikolage und der Risiko- und Geschäftsentwicklung unterrichtet. Dies beinhaltete auch Informationen über Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen sowie Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Planung.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 zwei ordentliche Sitzungen und eine konstituierende Sitzung sowie zwei außerordentliche Sitzungen abgehalten, an welchen alle Mitglieder teilgenommen haben.

In der ordentlichen Sitzung am 16.05.2023 wurde über den Stand der Geschäftsentwicklung 2023, den Revitalisierungsplan in der Business Unit Aluminium sowie den Stand wichtiger Transformationsobjekte (sogen. Triple A-Projekte) berichtet. Zudem wurden die im Umlaufverfahren gefassten Beschlüsse zusammgefasst.

Der Aufsichtsrat billigte nach Erörterung mit dem Abschlussprüfer HLB AuditTeam Dortmund AG einstimmig den mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Konzernabschluss 2022 und stellte den mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschluss 2022 der KNAUF INTERFER SE einstimmig fest. Zudem wurde nach Erläuterung des Abhängigkeitsberichtes und der wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung durch den Abschlussprüfer der Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) geprüft und festgestellt, dass keine Einwendungen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat beschloss einstimmig, der Hauptversammlung vorzuschlagen, den Bilanzgewinn in Höhe von 9.752.226,20 Euro in die Gewinnrücklagen einzustellen. Außerdem wurde einstimmig beschlossen, der Hauptversammlung die Entlastung der Mitglieder des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2022 und des ehemaligen Vorstandmitglieds, Herrn Dr. Renè Gissinger für das Geschäftsjahr 2021 für den Zeitraum vom 01.01.2021 - 11.10.2021 sowie die Entlastung des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2022 und des Weiteren die Wahl der HLB AuditTeam AG Dortmund als Abschlussprüfer 2023 vorzuschlagen. Der Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2022 wurde genehmigt. Der Aufsichtsrat beschloss ebenfalls, der Hauptversammlung die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB für die Jahresabschlüsse des Geschäftsjahres 2023 für bestimmte Tochtergesellschaften vorzuschlagen.

Der Aufsichtsrat beschloss, der Hauptversammlung die Wahl der Herren Matthias Kessel-Knauf, Ralf Kreutzberg und des nominierten Arbeitnehmervertreters gem Anzeige vom 13.04.2023, Herrn Martin Lohmann, gemäß § 7 Abs. 3 der Satzung für eine Amtszeit ab dem 01.06.2023 zu Mitgleidern des Aufsichtsrates vorzuschlagen.

In der konsituierenden Sitzung am 15.06.2023 wurde Herr Matthias Kessel-Knauf zum Vorsitzenden und Herr Ralf Kreutzberg zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Knauf interfer SE gewählt. Weiterhin wurde die Geschäftsordnung des Vorstandes sowie der Geschäftsverteilungsplan des Vorstandes aktualisiert. Zudem wurde in einer direkten außerordentlichen Sitzung ein Beschluss zum Abschluss eines Beratervertrages gefasst.

In der außerordentlichen Sitzung am 26.07.2023 wurde ein Beschluss über einen Nachtrag zum Beratervertrag getroffen, der in der a.o. Sitzung vom 15.06.2023 beschlossen wurde.

In der ordentlichen Sitzung am 28.11.2023 wurde darüber hinaus über die aktuelle Geschäftslage, das Budget 2024 und die Mittelfristplanung bis 2028, den Stand wichtiger Tranformationsprojekte (sogen. Triple A-Projekte) und über den Stand des Revitalisierungsplans der Business Unit Aluminium berichtet. Zudem wurden die im Umlaufverfahren gefassten Beschlüsse zusammgefasst und die von dem Vorstand vorgelegte Beschlussvorlage zum Leasing von zwei Bearbeitungszentren für die Knauf Interfer Aluminium GmbH, Ense, genehmigt.

Jahresabschluss 2023

Die Hauptversammlung der KNAUF INTERFER SE wählte am 16.05.2023 die HLB AuditTeam Dortmund AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Dortmund, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023. Im Anschluss wurde der Abschlussprüfer durch den Aufsichtsrat beauftragt. Hiermit ist ebenfalls die Bestellung und Beauftragung für die Prüfung des Konzernabschlusses sowie des Abhängigkeitsberichtes für das Geschäftsjahr 2023 verbunden.

HLB AuditTeam Dortmund AG hat den Jahres- und Konzernabschluss der KNAUF INTERFER SE zum 31.12.2023 sowie den (zusammengefassten) Lagebericht der KNAUF INTERFER SE unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Ebenfalls hat der Abschlussprüfer den Abhängigkeitsbericht geprüft und durch den gesetzlich vorgesehenen Vermerk zum Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen uneingeschränkt bestätigt.

Jedem Mitglied des Aufsichtsrats stellte der Abschlussprüfer ein Exemplar des (zusammengefassten) Prüfungsberichts (Einzel- und Konzernabschlussprüfung) sowie des Berichtes über die Prüfung des Abhängigkeitsberichtes zur Verfügung. Der Abschlussprüfer der Gesellschaft hat in der Sitzung am 11.06.2024 dem Aufsichtsrat den Jahres- und Konzernabschluss der KNAUF INTERFER SE zum 31.12.2023, den (zusammengefassten) Lagebericht der KNAUF INTERFER SE und die Prüfungsberichte (einschl. Abhängigkeitsbericht) ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat hat seinerseits die Prüfungsberichte und den Jahres- und Konzernabschluss sowie den (zusammengefassten) Lagebericht als auch den Abhängigkeitsbericht geprüft. Dem Aufsichtsrat lagen die testierten Abschlüsse sowie der Abhängigkeitsbericht vor, sodass die Prüfung aller Dokumente möglich war. Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwände und schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des (zusammengefassten) Lageberichtes sowie des Abhängigkeitsberichtes für die KNAUF INTERFER SE an. Der Aufsichtsrat hat den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss der KNAUF INTERFER SE für das Geschäftsjahr 2023 festgestellt und den Konzernabschluss gebilligt.

Der Aufsichtsrat dankt den Vorständen, Betriebsräten sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der KNAUF INTERFER SE und der mit ihr verbundenen Unternehmen für die geleistete Arbeit und ihren Einsatz.

 

Barsinghausen, 11.06.2024

gez. Matthias Kessel-Knauf, Vorsitzender des Aufsichtsrates der KNAUF INTERFER SE

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