Deutsche Zweitmarkt AGLiquidiert

20457 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 98038
Eingetragen
28.12.2005
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzSonstige mit Finanzdienstleistungen verbundene Tätigkeiten a. n. g.
Gegenstand
1) Gegenstand der Gesellschaft sind Finanzdienstleistungen, und zwar die Anlagevermittlung (§ 1 Abs. 1a Satz 1 Nr. 1 KWG), die Abschlussvermittlung (§ 1 Abs. 1a Satz 1 Nr. 2 KWG) sowie die Anlageberatung (§ 1 Abs. 1a Satz 1 Nr. 1a KWG). 2) Bei der Erbringung der unter Abs. 1 genannten Dienstleistungen sind folgende Beschränkungen gemäß § 32 Abs. 2 Satz 2 KWG einzuhalten: Die Gesellschaft darf - sich bei der Erbringung von Finanzdienstleistungen kein Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden verschaffen, - Finanzinstrumente auf eigene Rechnung weder anschaffen noch veräußern. 3) Gegenstand der Gesellschaft sind ferner der Abschluss und die Vermittlung von Geschäften in anderen Anlageformen als Finanzinstrumenten einschließlich damit im Zusammenhang stehender Tätigkeiten sowie sämtliche Rechtsgeschäfte und Vermittlungen von Dienstleistungen, die mit den Aktivitäten im Zusammenhang stehen und keiner Erlaubnis bedürfen. Ausgenommen sind Rechts- und Steuerberatungstätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sven Marxsen
seit 14.4.2021
Vorstandsmitglied
Alex Gadeberg
seit 30.12.2014
Vorstandsmitglied
Jan-Peter Schmidt
seit 8.7.2008
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Deutsche Zweitmarkt AG

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

LAGEBERICHT ZUM GESCHÄFTSJAHR 2020

DER DEUTSCHEN ZWEITMARKT AG

A) Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1) Allgemeine Konjunkturentwicklung

Im Jahr 2020 stand die deutsche Volkswirtschaft voll im Zeichen der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Maßnahmen. Damit endete auch eine mehr als ein Jahrzehnt andauernde Wachstumsphase des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Für das Gesamtjahr ergibt sich nach einem Anstieg des BIP in Höhe von 0,6% in 2019 für das Jahr 2020 ein Rückgang des BIP um 5,0%. Damit hat Deutschland im Jahr 2020 eine Rezession erlebt, deren Auswirkungen dem Konjunktureinbruch von 2009 infolge der globalen Finanzkrise gleicht. Für das Jahr 2021 wird auf Basis der Jahresprojektion der Bundesregierung wieder von einem Wirtschaftswachstum (BIP) in Höhe von 3,0% ausgegangen. 1

Auch in der Europäischen Union sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die europäische Wirtschaft deutlich spürbar und haben im Jahr 2020 zu einem deutlichen Rückgang geführt. Das BIP ist im Jahr 2020 um 7,8% geschrumpft, während es im Vorjahr noch um 1,1% angestiegen ist. Für das Jahr 2021 wurde bisher ein Wachstum des BIP von 4,2% prognostiziert. 2

2) Zinsentwicklung und Entwicklung der Aktienmärkte 3

Der Hauptrefinanzierungszins in der Eurozone ist seit März 2016 unverändert bei 0,00%.

Die Aktienmärkte haben sich 2020 trotz weltweiter Pandemie positiv entwickelt. Der Dow-Jones-Index stieg in 2020 um 5%, nachdem der Index auch in 2019 angestiegen war. Eine ähnliche Entwicklung war auch beim deutschen Leitindex DAX festzustellen: Nach einem deutlichen Anstieg in 2019 ist der DAX im Jahr 2020 um 2,5% auf 13.718 Punkte angestiegen.

Der Euro verzeichnete Anfang 2020 einen Kurs EUR/USD von 1,1216 und lag zum Jahresende bei 1,2299 (+9,7%).

1 Jahreswirtschaftsbericht 2021, verfügbar unter: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Wirtschaft/jahreswirtschaftsbericht-2021.html.
2 Herbstprognose der Europäischen Kommission, verfügbar unter: https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_20_2021
3 Daten zu Aktienmärkten und Kursentwicklungen stammen von finanzen.net zum Stichtag 1.1.2020 bzw. 31.12.2020, verfügbar unter: https://www.finanzen.net.

3) Entwicklung der Branche

Im Erstmarkt für geschlossene Publikums-AIF und Vermögensanlagen wurden in 2020 nach einer Marktanalyse von investmentcheck.de (Stefan Loipfinger) insgesamt € 1,22 Mrd. Eigenkapital über 23 Fonds platziert. Dies ist ein Rückgang zu den von investmentcheck.de erfassten Zahlen des Vorjahres um 15,5%. Der deutliche Schwerpunkt des Platzierungsvolumens lag auch in 2020 im Bereich der Inland-Immobilien mit einem Anteil von ca. 50%. Es folgten Auslandsimmobilien mit ca. 30%. Bei den restlichen 20% lag der Schwerpunkt im Bereich Private Equity und Energiegewinnung.

Das Handelsvolumen am Zweitmarkt hat sich in 2020 grundsätzlich stabil entwickelt. Auf Basis eigener Erhebungen wurde im öffentlichen Zweitmarkt (Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG (FDB) sowie Deutsche Zweitmarkt AG (DZAG)) im Jahr 2020 ein Nominalvolumen von € 280 Mio. vermittelt (-2% im Vergleich zum Vorjahr). Das Kaufpreisvolumen lag 2020 mit € 199 Mio. ca. 8% unter dem Vorjahr. Diese Entwicklung ist u.a. auf das durch die Folgen der Corona-Pandemie sinkende Kursniveau in einigen Bereichen der geschlossenen Immobilienfonds (Einkaufscenter, Hotel) zurückzuführen.

Im Bereich der Marktteilnehmer im gesamten Zweitmarkt ist es im Betrachtungszeitraum nach Kenntnis der DZAG zu keiner wesentlichen Veränderung gekommen.

Für das Jahr 2021 wird für den Zweitmarkt der geschlossenen Fonds eine Entwicklung auf Vorjahresniveau erwartet. Die aktuelle Situation lässt derzeit aber weiterhin keine fundierte Prognose zu, da die mittel- bis langfristigen Folgen der Pandemie auf den Zweitmarkt der geschlossenen Fonds weiterhin nicht absehbar sind.

B) Geschäftsgrundlage und Geschäftsverlauf

Die DZAG ist ein Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne des § 1 Abs. 1 KWG mit einer von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erteilten Zulassung für die Anlage- und Abschlussvermittlung sowie für die Anlageberatung. Derzeit ist die DZAG ausschließlich im Bereich der Anlagevermittlung tätig.

Die DZAG ist eine nicht börsennotierte Aktiengesellschaft, deren Alleinaktionär mit 100% die FDB, Hamburg ist.

Die Geschäftsentwicklung der DZAG im Jahr 2020 war trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das wirtschaftliche Umfeld sehr positiv. Die mit der Corona-Pandemie verbundenen Verunsicherungen der Anleger und die Sorgen um die eigene wirtschaftliche Situation haben anscheinend sogar dazu geführt, dass die Verkaufsbereitschaft von langfristigen und grundsätzlich illiquiden Finanzanlagen (geschlossene Fonds) zugenommen hat. Gleichzeitig ist die Nachfrage - nach einem kurzen Einbruch am Beginn der Pandemie - nach geschlossenen Fonds am Zweitmarkt grundsätzlich hoch geblieben. So lag das vermittelte Nominalvolumen mit 96 Mio. (in Fondswährung) deutlich über dem Vorjahr (68 Mio.) und auch beim Kaufpreisvolumen in Höhe von 69 Mio. (in Fondswährung) konnte das Vorjahresniveau (59 Mio.) erneut übertroffen werden. In 2020 betrug der Durchschnittskurs (Kaufpreis zu Nominalbeteiligung) demnach 72,5% und lag damit unter dem Vorjahresniveau (85,3%). Die Anzahl der Vermittlungen betrug im Geschäftsjahr 2.673 (Vorjahr: 1.839).

Mit einem Anteil am vermittelten Nominalvolumen in Höhe von 65% waren die geschlossenen Immobilienfonds die führende Assetklasse im Vermittlungsgeschäft der DZAG. Auf Basis des Kaufpreisvolumens lag der Anteil sogar bei 78%. An zweiter Stelle folgten die geschlossenen Schiffsfonds mit einem Anteil am Nominalvolumen von 19% (Kaufpreisvolumen 8%). Die sonstigen geschlossenen Fonds erreichten in 2020 einen Anteil am vermittelten Nominalvolumen von 16% (Kaufpreisvolumen 14%).

1) Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

T€ 2020 2019 Veränderung
Forderungen an Kreditinstitute 1.937 1.190 62,8%
Immaterielle Anlagewerte 57 41 39,0%
Rückstellungen 331 235 40,9%
Fonds für allgemeine Bankrisiken 490 490 0,0%
Eigenkapital 770 770 0,0%
Bilanzsumme 2.449 1.625 50,7%
Provisionserträge 2.444 2.040 19,8%
Sonstige betriebliche Erträge 80 84 -4,8%
Provisionsaufwendungen 86 3 2766,7%
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 1.737 1.553 11,8%
Abschreibungen auf SA und IAV 30 22 36,4%
Sonstige betriebliche Aufwendungen 77 54 42,6%
Jahresergebnis vor EAV 595 3 19733,3%
Jahresergebnis 0 0 0,0%

Abb. 1: Übersicht Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Liquiditätssituation (Forderungen an Kreditinstitute) hat sich durch die über dem Vorjahr liegende Geschäftsentwicklung und die Rückstellungen in den Fonds für allgemeine Bankenrisiken in 2020 positiv entwickelt. Die Liquidität per Ende 2020 liegt bei T€ 1.937 (Vorjahr: T€ 1.190).

Die Rückstellungen belaufen sich per Ende 2020 auf T€ 285 (Vorjahr: T€ 331). Die wesentlichen Posten sind Rückstellungen für Tantieme-Zahlungen, Prüfungskosten (Jahresabschluss, WpHG, Steuern), Rückstellungen für die EdW (Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen), Provision für Kooperationspartner sowie Rückstellungen für die Vergütung des Aufsichtsrates.

Das nominelle Eigenkapital der DZAG beläuft sich per Ende 2020 auf € 700.000. Die Gesellschaft ist unverändert nur durch Eigenkapital finanziert und verfügt weiterhin über eine ausreichende finanzielle Ausstattung. Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2020 T€ 2.449 (Vorjahr: T€ 1.625). Die aufsichtsrechtlichen Kennzahlen wurden im Berichtsjahr jederzeit erfüllt.

Die Provisionserträge haben sich mit T€ 2.444 (Vorjahr: T€ 2.040) sehr positiv entwickelt (+20%). Diese Entwicklung wurde durch eine gestiegene Vermittlungstätigkeit, aber auch durch den Ausbau des Geschäftsfeldes im Bereich Auftragsverarbeitung erreicht.

Die größte Position innerhalb des Verwaltungsaufwands 2020 ist weiterhin der Personalaufwand, der mit T€ 1.112 deutlich über dem Vorjahreswert (T€ 994) liegt. Der Anstieg hängt im Wesentlichen mit erhöhten variablen Vergütungen aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung zusammen. Weitere nennenswerte Posten sind die Aufwendungen für Vermittlungs- und IT-Dienstleistungen in Höhe von T€ 144 (Vorjahr: T€ 119), Portokosten in Höhe von T€ 70 (Vorjahr T€ 40) Public Relations/Marketing in Höhe von T€ 71 (Vorjahr: T€ 80), Mietaufwendungen in Höhe von T€ 64 (Vorjahr: T€ 65) sowie für Rechtsberatung in Höhe von T€ 16 (Vorjahr: T€ 29).

Im Rahmen des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft FDB wird nach Feststellung des Jahresabschlusses durch die Hauptversammlung voraussichtlich ein Ergebnis in Höhe von T€ 595 abgeführt.

Der Jahresüberschuss nach Ergebnisabführung beläuft sich per 31. Dezember 2020 auf € 0.

Die für das Jahr 2020 mit dem Aufsichtsrat abgestimmten Planzahlen konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich übertroffen werden. Die budgetierten Provisionserträge (insgesamt T€ 1.688 (ohne Fremdwährungsgebühren)) wurden dabei um 42% überschritten. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen in Summe mit insgesamt T€ 1.814 zwar 14,7% über den budgetierten Zahlen (T€ 1.581); dennoch konnte in 2020 durch den starken Anstieg der Provisionserträge ein im Vergleich zum Budget deutlich verbessertes Ergebnis (vor Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag) erzielt werden (rechnerisches Ergebnis 2020: T€ 595, Budget 2020: T€ 206).

2) Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug zehn Angestellte (Vorjahr: zehn Angestellte).

3) Verbundene Unternehmen

Im Berichtsjahr besteht unverändert ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft FDB.

C) Risikobericht

Geschäftsstrategie und Risikoarten (gemäß MaRisk)

Die DZAG ist im Bereich der Vermittlung von geschlossenen Fonds/AIF (Anlagevermittlung gem. KWG) tätig. Die Geschäftsstrategie und die Risikostrategie der Gesellschaft sieht ein risikoarmes Geschäftsmodell (Vermittlungsleistungen) vor. Gemäß derzeitiger Zulassung als Finanzdienstleistungsinstitut ist die DZAG zudem berechtigt, in den Bereichen "Anlageberatung" und "Abschlussvermittlung" (gem. KWG) tätig zu werden. Eine Tätigkeit der Gesellschaft in diesen Bereichen liegt derzeit nicht vor.

Im Rahmen der Risikoinventur- und -analyse werden die für die Gesellschaft relevanten Risiken untersucht und bewertet. Die aufsichtlich geforderte Abbildung von Nachhaltigkeitsrisiken wird über die bekannten Risikoarten vorgenommen. Eine separate Risikoart "Nachhaltigkeitsrisiken" ist seitens der BaFin nicht vorgesehen.

Die folgenden Risiken sind für die DZAG einschlägig:

Operationelle Risiken

Liquiditätsrisiken

Adressausfallrisiken

Marktpreisrisiken

Sonstige Risiken

Operationelle Risiken

Die folgenden operationellen Risiken wurden bei der DZAG grundsätzlich identifiziert:

Entwicklung Vermittlungsgeschäft

Risiko aus dem Vermittlungsgeschäft

Risiko aus Datenübermittlung (Kaufpreiszahlungsabwicklung)

IT-Risiken

Verlust KWG-Zulassung

Personelle Risiken

Risiken aus Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung

Risiken aus sonstigen strafbaren Handlungen

Datenschutz-Risiken

Auslagerungsrisiko

Entwicklung Vermittlungsgeschäft: Die DZAG ist als Makler von Vermögensanlagen (v.a. geschlossene Fonds/AIF) tätig. Das Maklergeschäft zeichnet sich generell durch nicht wiederkehrende Umsätze aus. Die aus dem Vermittlungsgeschäft generierten Provisionserlöse sind von vielen Faktoren abhängig:

Entwicklung Angebotssituation: Die Entwicklung am Erstmarkt für geschlossene Fonds/AIFs liegt weiterhin hinter den historischen Werten zurück. Hinzu kommt, dass einige Fonds bzw. die dahinterliegenden Assets in den letzten Jahren verkauft wurden bzw. in den nächsten Jahren verkauft werden sollen. Damit sind diese Fonds am Zweitmarkt nicht mehr handelbar. Diese Entwicklungen können mittel- bis langfristig dazu führen, dass das Gesamtvolumen der theoretisch im Zweitmarkt zu handelnden Beteiligungen sinkt. Gleichzeitig kann diese Entwicklung zumindest kurz- bis mittelfristig durch die Zunahme der Handelsaktivitäten insgesamt sowie dem häufigeren Wechsel der Eigentümerschaft eines Fonds innerhalb der Fondslaufzeit zumindest teilweise ausgeglichen werden.

Entwicklung Nachfragesituation: Ein Risiko liegt in der Entwicklung der verfügbaren Käuferliquidität und damit der Nachfrage nach Vermögensanlagen. Gerade in der aktuellen Situation, in der aufgrund der Corona-Krise ein reduziertes bzw. negatives Wirtschaftswachstum vorhergesagt wird, könnte sich die Nachfragesituation am Zweitmarkt in Form von weniger Vermittlungen oder reduzierten Kursen auch mittel- bis langfristig negativ entwickeln. Der DZAG ist es in den letzten Jahren gelungen, die Anzahl der Käufer zu erhöhen und damit die Abhängigkeit von der Nachfrage einzelner Käufer zu reduzieren.

Entwicklung der Basismärkte/Kursentwicklung: Die Entwicklung der jeweiligen Basismärkte (u.a. Immobilien, Schiffe, Erneuerbare Energien, Flugzeuge) hat Einfluss auf die Handelbarkeit und die Kursentwicklung (Basis für die Berechnung der Provisionserlöse) der einzelnen Vermögensanlagen. Dabei kann es innerhalb der Basismärkte aber auch zu divergierenden Entwicklungen kommen, die auf die Handelbarkeit und Kursentwicklung der einzelnen Vermögensanlagen unterschiedliche Auswirkungen haben.

Entwicklung Provisionsmarge & Wettbewerbssituation: Die Rahmenbedingungen für die Durchsetzung der Provisionsmarge haben sich in den letzten Jahren für die Gesellschaft aufgrund der Entwicklung der Wettbewerbssituation (u.a. durch den Anstieg der regulatorischen Anforderungen) verbessert. Das Geschäft der DZAG ist nur mit einer Zulassung nach KWG möglich. Dadurch haben sich die Markteintrittsbarrieren in den letzten Jahren weiter erhöht. Gleichzeitig hat die Anzahl der Käufer zugenommen, die direkte Kaufangebote an die Anleger von geschlossenen Fonds verschicken. Da diese Angebote ohne Einschaltung eines Maklers erfolgen, fällt weder für Käufer noch Verkäufer eine Vermittlungsprovision an. Zudem erfolgen diese Angebote außerhalb des öffentlichen Zweimarktes und stehen damit im Wettbewerb zur DZAG.

Zugang zu Vermittlungsvolumen: Bei der Akquisition von veräußerungswilligen Anlegern bzw. institutionellen und freien Vertriebspartnern befindet sich die DZAG in einer Wettbewerbssituation. Zudem ist seit der Übernahme von 100% der DZAG-Aktien durch die FDB die Herausforderung entstanden, sich im Rahmen der "Zwei-Marken-Strategie" von der Muttergesellschaft abzugrenzen und ein eigenes Profil zu erhalten.

Entwicklung rechtlicher und regulatorischer Anforderung an die Vermittlung: Steigende regulatorische Anforderungen und sich ändernde gesetzliche Rahmenbedingungen können dazu führen, dass die Vermittlung von Vermögensanlagen erschwert wird. Die geltenden Regelungen nach MIFID II haben die regulatorischen Anforderungen weiter erhöht. Zudem erfordern die steigenden Anforderungen u.a. in den Bereichen des Geldwäschegesetzes, der BAIT sowie der DSGVO einen erhöhten Steuerungs- und Überwachungsaufwand, um den sich daraus ergebenen Risiken zu begegnen.

Risiko aus dem Vermittlungsgeschäft: Die DZAG betreibt in der aktuellen Geschäfts- und Risikostrategie ausschließlich das reine Vermittlungsgeschäft. Dennoch ist es u.a. theoretisch möglich, dass die Vermittlungstätigkeit (auch rückwirkend) im Rahmen von Rechtstreitigkeiten als Anlageberatung ausgelegt wird. Theoretisch sind zudem weitere Risiken aus der Geschäftstätigkeit (Vermittlung) oder den verwendeten Vertragsunterlagen sowie den beiliegenden Broschüren möglich.

Risiko aus Datenübermittlung (Kaufpreiszahlungsabwicklung): Bei den durch die DZAG vermittelten Vermögensanlagen wird die Kaufpreiszahlungsabwicklung von der Muttergesellschaft (FDB) übernommen. Dennoch ist die DZAG verantwortlich für die korrekte Übermittlung der Auszahlungsinformationen (Auszahlungsreife, Empfänger, Beträge).

IT-Risiken: Grundsätzlich könnte das Geschäftsmodell am Zweitmarkt auch ohne spezielle IT-Infrastruktur (z.B. Handelsplattform) betrieben werden. Dennoch dienen die vorhandenen IT-Systeme wesentlich dazu, die Dienstleistungen der DZAG einer möglichst großen Anzahl von Kunden zur Verfügung zu stellen bzw. eine professionelle und effiziente Vermittlung und Abwicklung sicherzustellen.

Die DZAG hat sich zudem entschieden, die IT weitestgehend an die Muttergesellschaft FDB auszulagern. Die Einhaltung der BAIT-Vorgaben wird u.a. im Rahmen des Auslagerungsmanagements überwacht.

Verlust KWG-Zulassung: Der Verlust der KWG-Zulassung ist theoretisch aufgrund eines Entzugs der Lizenz durch die Aufsichtsbehörde oder die Rückgabe möglich. Dies kann entweder durch einen schwerwiegenden Verstoß gegen die Regulierungs-Vorgaben oder durch die Anhebung der Regulierungs-Anforderungen passieren, die dann von der Gesellschaft nicht mehr (wirtschaftlich lohnend) erfüllbar sind (z.B. deutliche Erhöhung der Eigenkapitalerfordernisse).

Personelle Risiken: Die DZAG ist ein Unternehmen mit wenigen Mitarbeitern und insofern von den Fähigkeiten und dem Wissen einzelner Mitarbeiter in gewissem Maße abhängig. Durch die Geschäftsstrategie der DZAG (Key-Account-Betreuung) entsteht in der Regel eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern der DZAG und den Kunden (vor allem Vertriebspartner und Käufer). Im Fall des Weggangs oder eines längeren Ausfalls eines erfolgreichen Mitarbeiters kann die Geschäftsbeziehung Schaden in Form von geringeren Provisionserträgen nehmen. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, dass durch Mitarbeiter der Gesellschaft Kundendaten entwendet und missbräuchlich verwendet werden.

Risiken aus Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung: Auch wenn die DZAG keine Kundengelder annimmt und der aus der Vermittlungstätigkeit der DZAG folgende Geldfluss ausschließlich unbar (nur über Bankkonten) erfolgt, ist es zumindest theoretisch möglich, dass das Vermittlungsgeschäft der DZAG missbräuchlich zur Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung genutzt wird. Dieses Risiko wird aber als gering eingestuft. Für weitere Details wird auf die Risikoanalyse des Geldwäschebeauftragten verwiesen.

Risiken aus sonstigen strafbaren Handlungen: Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, dass durch Mitarbeiter der Gesellschaft eine Vermögensgefährdung durch sonstige strafbare Handlungen (z.B. Betrugs- und Untreuetatbestände, Diebstahl (Inventar bzw. Kundendaten), Ausspähen, Abfangen von Daten) verursacht wird.

Datenschutz-Risken: Die DZAG verarbeitet im Rahmen ihrer Vermittlungstätigkeit u.a. personenbezogene Daten. Insofern besteht das grundsätzliche Risiko, dass es bei der Verarbeitung zu einer Verletzung des Schutzes der personenbezogenen Daten kommt. Zudem ist die DZAG im Rahmen von Auftragsverarbeitungen (gemäß DSGVO) für Dritte tätig oder hat Dritte mit der Auftragsverarbeitung beauftragt. Die erforderlichen Regelungen zum Thema Datenschutz sind in den jeweiligen vertraglichen Vereinbarungen geregelt (z.B. Maklervertrag). Außerdem wird die Einhaltung der Regelungen nach DSGVO durch einen externen Datenschutzbeauftragten überwacht.

Auslagerungsrisiko:

Die Anzahl der Auslagerungen sind in den letzten Jahren grundsätzlich gestiegen und erfordern daher laufende Steuerungs- und Überwachungshandlungen. Für den Fall einer unbeabsichtigten oder unerwarteten Beendigung von Auslagerungen hat die DZAG Handlungsoptionen analysiert und auf ihre Durchführbarkeit überprüft (MaRisk AT 9 Tz. 5). Hinsichtlich der Auslagerungen an die Muttergesellschaft FDB ist eine kurzfristige Beendigung der Auslagerung unwahrscheinlich. Ungeachtet dessen ist der DZAG der Markt für derartige Dienstleistungen bekannt und auch eine Reaktivierung vorhandener Systeme - zumindest als kurzfristige Übergangslösung - wäre eine mögliche Option. Die Auslagerungen im Bereich der Innenrevision und des Datenschutzes könnten aufgrund der bekannten Anzahl von Alternativanbietern kurzfristig ersetzt werden.

Insgesamt werden die operationalen Risiken weiterhin als wesentliche Risiken identifiziert.

Liquiditätsrisiko

Wesentliche Einflussfaktoren der Liquiditätsentwicklung bilden die von der Gesellschaft zu generierenden Provisionserlöse und die erforderlichen Investitionstätigkeiten. Die Aufwendungen hingegen zeichnen sich durch einen hohen Fixkostenanteil aus. Als Dienstleistungsunternehmen liegen die größten Aufwendungen im Bereich des Personalaufwandes. Zudem bestehen diverse laufende Dienstleistungsverträge. Diese Fixkosten müssen - unabhängig von der Erlössituation - durch ausreichende Liquidität gedeckt sein.

Im Rahmen der langfristigen Liquiditätsplanung erstellt und stimmt die Gesellschaft mit dem Aufsichtsrat jährlich die Planungsrechnungen inkl. Investitions- und Liquiditätsplanung (3-Jahres-Planung) ab. Diese Planungsrechnungen ermöglichen es, diverse Szenarien und deren Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung und damit auf die Liquidität der Gesellschaft zu simulieren. Im Rahmen der mittelfristigen Liquiditätsplanung erhält der Vorstand wöchentlich den aktuellen Liquiditätsstand (inkl. Abweichungsanalyse) und eine vierwöchige Liquiditätsvorschau. Zudem werden monatlich eine GuV und eine Rohbilanz erstellt, aus denen der aktuelle Liquiditätstand ersichtlich ist. Die kurzfristige Liquiditätsüberwachung erfolgt über eine wöchentliche Übersicht der vermittelten Geschäfte und der verdienten Provisionserlöse. Aus dieser Aufstellung ist die Geschäftsentwicklung und (zumindest indirekt) die Liquiditätsentwicklung ableitbar. Die Liquiditätsausstattung wird weiterhin als ausreichend angesehen.

Insgesamt werden die Liquiditätsrisiken weiterhin als wesentliche Risiken identifiziert.

Adressausfallrisiko

Ausfall von Kundenforderungen: Die DZAG ist im Bereich der Vermittlung von Vermögensanlagen und damit für eine Vielzahl unterschiedlicher Kunden tätig. Die Kundenforderungen der DZAG beziehen sich allein auf mit der Vermittlung verdienter Provisionserträge, die je Vermittlung vereinbart und fakturiert werden. In den letzten Jahren wurden pro Jahr zum Teil deutlich über 1.000 einzelne Vermittlungen durchgeführt.

Kontoführende Institute: Des Weiteren hat die Gesellschaft Forderungen ggü. den kontoführenden Instituten, bei denen die Konten der Gesellschaft geführt werden und bei deren Insolvenz Zahlungsausfälle drohen könnten.

Insgesamt werden die Adressausfallrisiken als vorhanden, aber für die DZAG als nicht-wesentliche Risiken identifiziert.

Marktpreisrisiken (direkt)

Die DZAG ist im Bereich der Vermittlung von Vermögensanlagen tätig. Es wird weder ein Handelsbuch noch ein Anlagebuch geführt.

Marktpreisrisiken (indirekt)

Ein indirektes Marktpreisrisiko kann durch die Vereinnahmung von Provisionserlösen in Fremdwährungen entstehen. Zwischen dem Zeitpunkt der buchhalterischen Generierung von Provisionserträgen (vollständige Unterschrift Kaufvertrag) und der finalen Auszahlung der Fremdwährungsprovision vom externen Treuhandkonto auf das Geschäftskonto der DZAG (Zeitpunkt: Vorlage aller Erfordernisse für die Übertragung der Beteiligung) kann es zu Kursschwankungen kommen, die positive bzw. negative Auswirkungen für die DZAG haben.

Insgesamt werden die Marktpreisrisiken als nicht-einschlägig oder als nichtwesentliche Risiken identifiziert.

Sonstige Risiken

Folgende sonstige Risiken wurden bei der Gesellschaft identifiziert:

Strategisches Risiko

Reputationsrisiko

Risiko missglückter (Groß-)Investitionen

Strategisches Risiko:

Die DZAG befindet sich in einem dynamischen Marktumfeld. Gleichzeitig ist es in der Branche insgesamt, aber auch im Bereich des Zweitmarktes zu starken Konsolidierungstendenzen gekommen, die auch positive Auswirkungen auf die DZAG gezeigt haben. Dennoch sind strategische Entscheidungen für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung. Damit einher geht das Risiko von strategischen Fehlentscheidungen, die Auswirkungen auf die Entwicklung der Gesellschaft haben können. Zudem ist es möglich, dass strategische Entscheidungen durch unerwartete Änderungen der Marktbedingungen (u.a. durch geänderte gesetzliche bzw. regulatorischen Vorgaben) kurzfristig angepasst werden müssen.

Das strategische Risiko wird aufgrund der grundsätzlichen Bedeutung als wesentliches Risiko identifiziert.

Reputationsrisiken:

Auch wenn die DZAG in den letzten Jahren die internen Prozesse kontinuierlich verbessert hat, bestehen grundsätzliche Reputationsrisiken, die u.a. durch fehlerhafte Vermittlungs- oder schlechte Abwicklungsleistungen sowie sonstige Geschäftstätigkeiten verursacht werden können. Gleichzeitig verfügt die DZAG über klar definierte Prozesse und Vorgaben sowie weiterhin über eine hohe Kundenzufriedenheit, so dass das Risiko als vorhanden, aber gering eingestuft wird.

Insgesamt wird das Reputationsrisiko als vorhanden, aber für die DZAG als nichtwesentliches Risiko identifiziert.

Risiko missglückter (Groß-)Investitionen:

Auch wenn in den letzten Jahren durch die Gesellschaft keine wesentlichen Großinvestitionen durchgeführt werden mussten, besteht bei anstehenden Investitionen (z.B. im Bereich der Geschäftsfelderweiterung) die Gefahr, dass diese missglücken und damit den erhofften Erfolg nicht erzielen. Insbesondere bei größeren Investitionen kann ein Missglücken der Investition Auswirkung auf die Geschäfts- und Liquiditätsentwicklung der DZAG haben.

Insgesamt wird das Risiko missglückter (Groß-)Investitionen als vorhanden, aber für die DZAG als nicht-wesentliches Risiko identifiziert.

Umgang mit den identifizierten Risiken:

Die identifizierten Risiken sind mit dem Geschäftsmodell der DZAG verbunden und können damit grundsätzlich nicht vollständig vermieden werden. Daher hat die Gesellschaft ein internes Kontrollsystem etabliert, welches insbesondere die folgenden Bereiche abdeckt:

Regelungen zur Aufbau- und Ablauforganisation,

Prozesse zur Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung sowie Kommunikation der Risiken (anlassbezogenes und laufendes Risikomanagement) und

eine Risikocontrolling-Funktion und eine Compliance-Funktion.

In diesem Zusammenhang berichtet die Gesellschaft quartalsweise im Rahmen eines Risikoreportings an den Aufsichtsrat der Gesellschaft. Dieses Risikoreporting umfasst neben der geschäftlichen Entwicklung einen aktuellen Status der identifizierten Risiken (inkl. wesentlicher Veränderungen) sowie eine Risikotragfähigkeitsberechnung. Innerhalb des Unternehmens werden durch eine enge Einbindung des Vorstandes in die wesentlichen Geschäftsvorfälle sowie eine offene und transparente Risikokultur versucht, das Auftreten von Risiken frühzeitig zu erkennen bzw. möglichen negativen Entwicklungen rechtzeitig entgegenzuwirken.

D) Chancen- und Prognosebericht

Chancenbericht

Chancen des Marktumfeldes

Durch die vorhandene Regulierung des Zweitmarktes für geschlossene Fonds (MIFID II / 2. FiMaNoG) ergeben sich erhöhte Markteintrittsbarrieren sowie gestiegene Anforderungen an die verbliebenen Anbieter. Derzeit existieren zwei wesentliche Anbieter (Makler) im Zweitmarkt für geschlossene Fonds: Neben der Muttergesellschaft der DZAG, der FDB, hat sich die DZAG als starker zweiter Anbieter etabliert. Hinzu kommt, dass durch die KWG-Zulassung als "Finanzdienstleistungsinstitut" die Wahrnehmung der DZAG gestärkt wurde.

Operative Chancen

Die DZAG hat in den letzten Jahren die eigene Positionierung im Zweitmarkt weiter geschärft; u.a. durch den Aufbau des Geschäftsbereiches "Auftragsverarbeitung". Die DZAG tritt als eigenständiger und neutraler Experte sowie als Fondshandelskontor im Zweitmarkt auf und hat durch die Zusammenführung des Orderbuches mit der Muttergesellschaft FDB den Zugang zur Käuferliquidität weiter verbessert. Diese Stärken der DZAG verbunden mit einer hohen und im Markt anerkannten Dienstleistungsqualität sollen auch in den Folgejahren genutzt werden, den Marktanteil im Zweitmarkt zu erhöhen.

Organisatorische Chancen

Die DZAG steht im Wettbewerbsumfeld für eine serviceorientierte und professionelle Kundenbetreuung. Diese Unternehmensphilosophie wird insbesondere von den wiederkehrenden Kunden (v.a. Käufer) sehr geschätzt. Gleichzeitig zeichnet sich die DZAG weiterhin durch eine hohe Kundenzufriedenheit sowohl auf Käufer- als auch auf Verkäuferseite aus.

Prognosebericht

Das mit dem Aufsichtsrat im November 2019 abgestimmte Budget für das Geschäftsjahr 2020 sah Provisionserlöse in Höhe von T€ 1.688 bei einem Jahresüberschuss vor Steuern und vor Ergebnisabführung von T€ 206 vor. Dieses Budget wurde im Jahr 2020 deutlich übertroffen.

Das im November 2020 mit dem Aufsichtsrat abgestimmte Budget für das Jahr 2021 geht von einer weiterhin positiven Entwicklung aus. Es wird in 2021 mit Provisionserlösen von T€ 1.950 und einem Ergebnis von T€ 346 gerechnet. Diese Entwicklung ist zwar ein Rückgang zum Jahr 2020; es wurde aber zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand abgestimmt, dass das außergewöhnlich erfolgreiche Jahr 2020 nur teilweise Grundlage für die erwartete Geschäftsentwicklung in 2021 sein kann.

Das Erreichen der für 2021 budgetierten Provisionserträge soll u.a. durch die Etablierung bzw. Ausweitung der Tätigkeit im Bereich der Auftragsverarbeitung und die weitere Umsetzung des Vertriebsstrukturkonzeptes an die aktuellen Marktbedingungen erreicht werden. Zudem wurden in 2020 die Vertriebsaktivitäten - unter den erschwerten Bedingungen (Corona) - weiterentwickelt und damit eine weitere Grundlage für das Jahr 2021 gelegt. Im Bereich des Verwaltungsaufwandes wird grundsätzlich mit einer leicht ansteigenden Entwicklung aufgrund allgemeiner Kostensteigerungen gerechnet. Die Planungsrechnung für 2021 sieht einen Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung und vor Steuern in Höhe von T€ 346 vor.

Auf Basis der vorliegenden Ertrags- und Liquiditätsplanung sind die Liquidität und die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Kennzahlen bis zum Ende des Planungszeitraums sichergestellt.

Aufgrund des Auftretens des Coronavirus SARS-CoV-2 mit den einhergehenden Restriktionen hat die DZAG im März 2020 einen Notfallplan mit minimaler Besetzung im Büro und maximaler Homeoffice-Tätigkeit in Kraft gesetzt, um den Geschäftsbetrieb in gewohnter Form aufrecht zu erhalten. Dieser Notfallplan besteht unverändert fort und wurde durch weitere Vorgaben (Maskenpflicht, Bereitstellung von Selbsttests, etc.) laufend angepasst. Es ist zum aktuellen Zeitpunkt weiterhin nicht absehbar, welche wirtschaftlichen Folgen diese Pandemie für das laufende Geschäftsjahr und damit die Erreichung des Budgets 2021 haben wird. Auch die langfristigen Folgen dieser Pandemie auf das wirtschaftliche Umfeld und damit auch auf den Zweitmarkt für geschlossene Fonds bleiben damit ungewiss.

 

Hamburg, im Mai 2021

Deutsche Zweitmarkt AG

Der Vorstand

Jan-Peter Schmidt

Alex Gadeberg

Sven Marxsen

Jahresbilanz zum 31.12.2020

Deutsche Zweitmarkt AG

Aktivseite

Vorjahr
Euro Euro TEUR
1. Barreserve
Kassenbestand 249,96 0
2. Forderungen an Kreditinstitute
täglich fällig 1.936.745,36 1.190
3. Forderungen an Kunden 419.691,08 368
darunter: an Finanzdienstleistungsinstitute 0,00 Euro (Vorjahr 0 TEUR)
4. Immaterielle Anlagewerte
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 56.719,00 41
5. Sachanlagen 10.302,10 18
6. Sonstige Vermögensgegenstände 12.901,04 6
7. Rechnungsabgrenzungsposten 12.492,92 2
Summe der Aktiva 2.449.101,46 1.625

Passivseite

Vorjahr
Euro Euro TEUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten 857.656,34 130
2. Rückstellungen
andere Rückstellungen 331.445,12 235
3. Fonds für allgemeine Bankrisiken 490.000,00 490
4. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 700.000,00 700
b) Kapitalrücklage 70.000,00 770.000,00 70
Summe der Passiva 2.449.101,46 1.625

 

Hamburg, im Mai 2021

Deutsche Zweitmarkt AG

Vorstand

Schmidt

Gadeberg

Marxsen

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Aufwendungen

Vorjahr
Euro Euro Euro TEUR
1. Provisionsaufwendungen 85.644,34 3
2. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 999.074,28 890
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 113.063,27 1.112.137,55 104
darunter für Altersversorgung 832,80 Euro (Vorjahr 506,76 Euro)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 624.398,67 1.736.536,22 558
3. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 29.839,03 22
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 77.127,15 54
5. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 594.849,25 3
6. Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 0,00 490
7. Jahresüberschuss 0,00 0
Summe der Aufwendungen 2.523.995,99 2.124

Erträge

Vorjahr
Euro Euro TEUR
1. Provisionserträge 2.444.407,32 2.040
2. Sonstige betriebliche Erträge 79.588,67 84
Summe der Erträge 2.523.995,99 2.124

 

Hamburg, den 26. März 2021

Deutsche Zweitmarkt AG

Vorstand

Schmidt

Gadeberg

Marxsen

Anhang zum 31. Dezember 2020

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020 der Deutsche Zweitmarkt AG, Hamburg, eingetragen im Handelsregister Hamburg, HRB 98038, (im Folgenden auch "DZAG") wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (Kreditinstitut-Rechnungslegungs-Verordnung (Rech- KredV)) aufgestellt. Auf die DZAG sind als Finanzdienstleistungsinstitut die Rechnungslegungsgrundsätze für große Kapitalgesellschaften i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB anzuwenden.

Die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung ist nach der Kontoform erfolgt, die Vorjahreswerte sind in TEUR angegeben.

Ergebnisabführungsvertrag

Die DZAG hat einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag gemäß § 291 AktG mit der Muttergesellschaft, Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG (im Folgenden auch "FDB" genannt), geschlossen. Organträger ist die FDB. Gemäß § 301 AktG ist der Gewinn an den Organträger abzuführen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung der Barreserve, der Forderungen an Kreditinstitute sowie der Forderungen an Kunden erfolgt zum Nominalwert.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der gewöhnlichen Nutzungsdauer (3 bis 10 Jahre) gemindert. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände und die Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nominalwert bilanziert.

Die Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen umfassen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und werden in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrags gebildet. Dabei erfolgt der erstmalige Ansatz einer Rückstellung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ohne Buchung eines Zinsertrags in Höhe des abgezinsten notwendigen Erfüllungsbetrags der Verpflichtung (Nettomethode). Rückstellungen mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.

Zum Bilanzstichtag entstehende Gewinne bzw. Verluste durch Kursänderungen aus den Provisionserlösen in Fremdwährung werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Forderungen an Kunden betreffen fällige Provisionsforderungen aus der Anlagevermittlung.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen die Muttergesellschaft FDB in Höhe von 4 TEUR (Vorjahr 3 TEUR) enthalten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten unter anderem Verpflichtungen in Höhe von 595 TEUR (Vorjahr 3 TEUR) gegenüber der FDB aus dem Ergebnisabführungsvertrag, 135 TEUR (Vorjahr 84 TEUR) aus Gehaltsverbindlichkeiten, 84 TEUR (Vorjahr 19 TEUR) sonstige Verbindlichkeiten gegenüber der FDB, 12 TEUR (Vorjahr 11 TEUR)

Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer sowie 8 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) Verbindlichkeiten aus Abgaben i.S.d. Regulierung.

Die Fristigkeit der Forderungen und der Verbindlichkeiten in TEUR stellt sich wie folgt dar (Vorjahreszahlen in Klammern):

Bis 3 Monate 3 Monate bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Mehr als 5 Jahre
Forderungen an Kreditinstitute 1.937 (1.190) 0 0 0
Forderungen an Kunden 420 (368) 0 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 13 (6) 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 263 (127) 595 (3) 0 0

Forderungen an Kunden bestehen - jeweils umgerechnet zum Devisenkassamittelkurs - in Höhe von 24 TEUR in US-Dollar (Vorjahr 29 TEUR), in Höhe von 10 TEUR in AUD (Vorjahr 16 TEUR), in Höhe von 10 TEUR in GBP (Vorjahr 11 TEUR), in Höhe von 1 TEUR in CAD (Vorjahr 1 TEUR) und in Höhe von 0 TEUR in NZD (Vorjahr 10 TEUR). Verbindlichkeiten in Fremdwährung bestehen nicht.

Fonds für allgemeine Bankrisiken

In den Fonds für allgemeine Bankrisiken wurden 0 TEUR (Vorjahr 490 TEUR) eingestellt.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 700.000,00 EUR ist eingeteilt in 700.000 auf den Namen lautende Aktien im Nennbetrag von jeweils 1,00 EUR. Die Kapitalrücklage beträgt 70.000,00 EUR.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Provisionserträge gemäß § 285 Nr. 4 HGB

Die Provisionserträge der DZAG in Höhe von 2.444 TEUR (Vorjahr 2.040 TEUR) stammen aus dem Tätigkeitsbereich der Anlagevermittlung. Davon sind Erträge in Höhe von 40 TEUR (Vorjahr 49 TEUR) aus Fremdwährungsgebühren.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten primär Erträge aus Treuhandtransaktionsgebühren in Höhe von 37 TEUR (Vorjahr 37 TEUR), die in voller Höhe an die FDB weitergeleitet und daher in entsprechender Höhe als Aufwand in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden. Dazu kommen im Wesentlichen Erträge aus der Verrechnung von Sachbezügen in Höhe 23 TEUR (Vorjahr 23 TEUR), Aufwandsentschädigungen für stornierte Aufträge in Höhe von 10 TEUR (Vorjahr 5 TEUR), Erstattungen aus Entgeltfortzahlungen in Höhe von 4 TEUR (Vorjahr 9 TEUR), Berechnung von Buchhaltungsleistungen in Höhe von 2 TEUR (Vorjahr 0 TEUR), Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr 2 TEUR) sowie aus der Berechnung von Beratungsleistungen in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr 8 TEUR).

Provisionsaufwendungen

Die Provisionsaufwendungen betreffen Aufwendungen für Kooperationspartnerschaften in Höhe von 86 TEUR (Vorjahr 3 TEUR). Seit dem Geschäftsjahr werden derartige Aufwendungen ausschließlich unter den Provisionsaufwendungen erfasst. Im Vorjahr wurden die Aufwendungen in Höhe von TEUR 3 in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" ausgewiesen; die Vorjahresausweise der beiden Posten wurden zur Verbesserung der Vergleichbarkeit im Geschäftsjahr jeweils angepasst.

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

In den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sind Personalaufwendungen in Höhe von 1.112 TEUR (Vorjahr 994 TEUR) enthalten. Die anderen Verwaltungsaufwendungen setzen sich vorranging aus Kosten für Vermittlungs- und IT-Dienstleistungen in Höhe von 144 TEUR (Vorjahr 119 TEUR), Kosten für Public Relations / Marketing in Höhe von 71 TEUR (Vorjahr 80 TEUR), Kosten für Mietaufwendungen in Höhe von 64 TEUR (Vorjahr 65 TEUR) sowie Kosten für die ausgelagerte Innenrevisionstätigkeit in Höhe von 29 TEUR (Vorjahr 25 TEUR) und Kosten für Rechtsberatung in Höhe von 16 TEUR (Vorjahr 30 TEUR) zusammen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind freiwillige soziale Aufwendungen in Höhe von 21 TEUR (Vorjahr 7 TEUR), Nebenkosten des Geldverkehrs in Höhe von 10 TEUR (Vorjahr 4 TEUR), Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von 6 TEUR (Vorjahr 2 TEUR), periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr 1 TEUR) und Buchwertverluste in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr 2 TEUR) enthalten.

Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar gemäß § 285 Nr. 17 HBG gliedert sich wie folgt:

Abschlussprüfungsleistungen TEUR 22
Andere Bestätigungsleistungen TEUR 16
Steuerberatungsleistungen TEUR 5

Sonstige Angaben:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat aus verschiedenen Miet- und Leasingverträgen finanzielle Verpflichtungen im Gesamtwert von 144 TEUR (Vorjahr 209 TEUR). Darin sind Verpflichtungen gegenüber der Muttergesellschaft in Höhe von 128 TEUR (Vorjahr 183 TEUR) enthalten. Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen insgesamt sind 68 TEUR (Vorjahr 70 TEUR) innerhalb eines Jahres und 76 TEUR (Vorjahr 139 TEUR) in den Jahren 2022 bis 2023 fällig.

Zwischen der DZAG und der FDB besteht ein ungekündigter Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

Konzernzugehörigkeit gemäß § 285 Nr. 14 HGB

Die DZAG ist ein 100%-Tochterunternehmen der FDB, Hamburg. Nach Informationen der DZAG hat die FDB auf die Erstellung eines Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2020 aufgrund der untergeordneten Bedeutung der DZAG für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns verzichtet.

Mitglieder des Vorstands

Jan-Peter Schmidt, Wedel

Torsten Filenius, Quickborn (bis 28.02.2021)

Alex Gadeberg, Norderstedt

Sven Marxsen, Kiel (ab 01.03.2021)

Aufsichtsrat

Dr. Friedhelm Steinberg, Hamburg, Präsident der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg, (Vorsitzender)

Dr. Thomas Ledermann, Hamburg, Mitglied des Vorstandes der BÖAG Börsen AG, Hamburg und Hannover, (stellvertretender Vorsitzender)

Matthias J. Brinckman, Rechtsanwalt, Hamburg

Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten für das Geschäftsjahr 2020 Vergütungen in Höhe von TEUR 22 (Vorjahr TEUR 22). Auf die Angabe der Gesamthöhe der Vorstandsbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug zehn Angestellte (Vorjahr zehn Angestellte).

 

Hamburg, im Mai 2021

Jan-Peter Schmidt, Vorstand

Alex Gadeberg, Vorstand

Sven Marxsen, Vorstand

Anlagenspiegel

A. Anlagevermögen

Bruttowerte Anschaffungskosten
Stand am 1.1.2020 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 314.442,92 36.317,02 0,00 350.759,94
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 241.121,53 1.791,01 904,00 242.008,54
555.564,45 38.108,03 904,00 592.768,48
Abschreibungen
Stand am 1.1.2020 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 273.722,92 20.318,02 0,00 294.040,94
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 223.089,43 9.521,01 904,00 231.706,44
496.812,35 29.839,03 904,00 525.747,38
Buchwerte
31.12.2020 Vorjahr
EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 56.719,00 40.720,00
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.302,10 18.032,10
67.021,10 58.752,10

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Deutsche Zweitmarkt AG, Hamburg

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Deutsche Zweitmarkt AG, Hamburg, - bestehend aus der Jahresbilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Deutsche Zweitmarkt AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 31. Mai 2021

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Feige, Wirtschaftsprüfer

Jan Marmann, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2020

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2020 die Geschäftsführung des Vorstands nach den gesetzlichen und satzungsgemäßen Vorschriften beratend begleitet und überwacht sowie über die vorgelegten zustimmungsbedürftigen Geschäfte entschieden.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Berichtszeitraum im Rahmen der jeweiligen Sitzungen, die am 26. Februar 2020, 18. Juni 2020 und 25. November 2020 überwiegend im Rahmen von Videokonferenzen stattfanden, umfassend über die Geschäftsentwicklung, die wirtschaftliche Situation des Unternehmens, die Finanz- und Investitionsplanung sowie den Status der aufsichtsrechtlichen Anforderungen und deren interne Umsetzung informiert. Ein weiterer Schwerpunkt lag im Berichtszeitraum insbesondere auf dem Austausch zu den Fragen und Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Unternehmen. In den Sitzungen oder im Wege schriftlicher Umlaufverfahren wurden auch die laut Geschäftsordnung vom Aufsichtsrat zu genehmigenden Geschäfte vorgelegt und entschieden. Ferner erörterten Aufsichtsrat und Vorstand das Risikomanagement und die Corporate Governance ebenso wie die strategische und operative Ausrichtung des Unternehmens. Außerhalb der Sitzungen unterrichtete der Vorstand den Aufsichtsrat schriftlich über sämtliche Geschäftsvorgänge, die für die Gesellschaft von besonderer Bedeutung waren. Darüber hinaus fand zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstand ein ständiger Austausch unter anderem über wichtige Fragen des laufenden Geschäftsbetriebs statt.

Der Aufsichtsrat würdigte die im Rahmen der SARS-CoV-2-Pandemie seitens des Vorstands mit hoher Umsetzungsgeschwindigkeit implementierten Maßnahmen zur Gewährleistung des Geschäftsbetriebs sowie zum Schutz der Mitarbeiter. Dazu gehörte das verstärkte mobile Arbeiten sowie der Einsatz digitaler Kommunikationsformate für den persönlichen Austausch mit Kunden und Geschäftspartnern. Alle wesentlichen Arbeiten konnten durch die bereits vorhandene Infrastruktur sichergestellt werden.

Trotz der außergewöhnlichen Situation verlief das Geschäftsjahr der Deutschen Zweitmarkt AG sehr zufriedenstellend. Neben der Umsetzung des Vertriebsstrukturkonzepts lag ein wichtiger Schwerpunkt in dem Ausbau der Geschäftstätigkeit im Bereich der Auftragsverarbeitung. Das Angebot dieser Dienstleistung wurde sowohl von Käufern (Auftraggeber) als auch Verkäufern in 2020 sehr gut angenommen und hat sich zu einer wichtigen Erlösquelle und einem Differenzierungsmerkmal für die DZAG entwickelt.

Die Geschäftsentwicklung der Deutschen Zweitmarkt AG im Berichtszeitraum lag über den Erwartungen. Das gehandelte Nominalvolumen (in Fondswährung) ist deutlich von 68 Mio. auf 96 Mio. angestiegen, das Kaufpreisvolumen (in Fondswährung) konnte von 59 Mio. auf 69 Mio. erhöht werden. Der Durchschnittskurs der vermittelten Beteiligungen lag damit bei 72%. Im Berichtsjahr war die DZAG an 2.671 Vermittlungen (Vorjahr 1.839) beteiligt.

Im Jahr 2020 hat die Deutsche Zweitmarkt AG Provisionserträge in Höhe von T€ 2.444 erwirtschaftet. Dies entspricht einem Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 19,8%. Das Jahresergebnis belief sich per 31. Dezember 2020 - vor Ergebnisabführung - auf T€ 595 (Vorjahr T€ 493). Das Bilanzergebnis (nach Ergebnisabführung) lag bei T€ 0.

Die Liquiditätslage der Gesellschaft war jederzeit sehr auskömmlich und gesichert.

Der Aufsichtsrat ist zuversichtlich, dass durch die Aufstellung der Gesellschaft eine sehr gute Basis besteht, um der anhaltenden Corona-Pandemie und den damit verbundenen geschäftlichen Herausforderungen des Jahres 2021 zu begegnen. Es ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht absehbar, welche konkreten wirtschaftlichen Folgen die Pandemie für das Geschäftsjahr 2021 haben wird. In den ersten Monaten zeichnet sich eine weitere Normalisierung der Vermittlungstätigkeit an.

Der Aufsichtsrat hat im November 2020 eine Selbstevaluierung nach § 25d Abs. 11 S. 2 Nr. 3 + 4 KWG durchgeführt.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 ist von der als Abschlussprüferin bestellten Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Zweigstelle Hannover) geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der testierende Wirtschaftsprüfer hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 15. Juni 2021 teilgenommen.

Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis Kenntnis genommen und erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfungen keine Einwendungen. Er hat daher in seiner Sitzung am 15. Juni 2021 den Jahresabschluss gebilligt, der damit im Rechtssinne festgestellt ist. Dem Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzergebnisses schließt sich der Aufsichtsrat an.

Der Aufsichtsrat dankt Vorstand sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im Berichtsjahr geleistete erfolgreiche Arbeit und die Flexibilität im Umgang mit den Folgen der Corona-Pandemie.

 

Hamburg, 15. Juni 2021

Der Aufsichtsrat

Dr. Friedhelm Steinberg, Vorsitzender

Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzergebnisses

Auf Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand hat die Hauptversammlung am 15. Juni 2021 einstimmig ohne Enthaltung beschlossen, das festgestellte Bilanzergebnis des Geschäftsjahres 2020 auf neue Rechnung vorzutragen.

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