LM Lubricants GmbHLiquidiert

20354 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 130020
Vorher
LUKOIL Marine Lubricants Germany GmbH
Eingetragen
17.12.2013
Branche
Großhandel mit AnstrichmittelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von WerkzeugenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Krafträdern, Kraftradteilen und -zubehör
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Produktion und der Verkauf und Handel (über alle Verkaufskanäle, inklusive e-commerce) mit Schmierölen, insbesondere im Bereich des Seetransports, in einer Freihandelszone, einem Zollverschlussgebiet oder anderswo, auch in Kooperation mit Dritten sowie alle damit verbundenen Beratungsleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Evgenia Kopp
seit 11.4.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
LUKOIL Lubricants International Holding GmbHAUT
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

LUKOIL Lubricants International Holding GmbH
Austria
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LM Lubricants GmbH (vormals: LUKOIL Marine Lubricants Germany GmbH)

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 443,00 2.219,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 32.552,00 43.779,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 4.046.232,14 5.238.989,26
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.030.069,11 8.339.947,27
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 797.534,11 819.763,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10.618,10 18.208,72
9.917.448,46 14.462.907,09

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 2.502.300,27 2.095.811,57
III. Jahresüberschuss 893.619,61 406.488,70
3.420.919,88 2.527.300,27
B. Rückstellungen 678.256,77 728.094,46
C. Verbindlichkeiten 5.818.271,81 11.207.512,36
davon:
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 5.818.271,81 € (i.V.: 11.207.512,36 €)
davon:
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.696.310,41 5.270.622,46
9.917.448,46 14.462.907,09

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Rohergebnis 4.085.256,93 4.624.235,42
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.351.637,05 -2.494.889,54
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -196.644,00 -1.548.281,05 -291.027,36
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -19.909,02 -33.648,90
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -1.205.798,19 -1.314.565,99
- davon Aufwendungen aus der Währungs- umrechnung 282.623,73 € ( i.V.: 0,00 € )
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14.605,50 120.609,53
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.958,78 -950,72
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -427.845,93 -201.280,86
8. Ergebnis nach Steuern 896.069,46 408.481,58
9. sonstige Steuern -2.449,85 -1.992,88
10. Jahresüberschuss 893.619,61 406.488,70

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die LM Lubricants GmbH (ehem. LUKOIL Marine Lubricants Germany GmbH) hat ihren Sitz in Hamburg. Sie ist in das Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der Nummer HRB 130020 eingetragen.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne der gesetzlichen Vorschriften (§ 267 Abs. 2 HGB).

Der Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurde nach den allgemeinen Vorschriften der §§ 238 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften nach den §§ 264 ff. HGB aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

2. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen der Gesellschaft ist zu Anschaffungskosten bewertet. Vermögensgegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden dabei planmäßig nach der linearen Abschreibungsmethode über die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Für abnutzbare bewegliche Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten von über 250,00 € bis zu 1.000,00 € wurde in den Vorjahren analog der steuerlichen Vorschriften ein Sammelposten gebildet, welcher im Geschäftsjahr der Bildung und den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel Gewinn mindernd aufgelöst wird. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Der Ansatz des Vorratsvermögens erfolgte zu Produktanschaffungskosten und soweit erforderlich auch unter Berücksichtigung von Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Entstehungswerten angesetzt und haben generell eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Allen risikobehafteten Posten ist, sofern erforderlich, durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Als uneinbringlich eingeschätzte Forderungen werden abgeschrieben. Sofern die Forderungen Positionen enthalten, die in ausländischer Währung notieren, wurden diese zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Die Bewertung der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgte zu Nennwerten. Bei bestehenden Fremdwährungspositionen wird der Devisenkassamittelkurs zum 31. Dezember des Geschäftsjahres zugrunde gelegt.

In der Position "Aktive Rechnungsabgrenzungsposten" werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten mit den Beträgen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind.

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Soweit Verbindlichkeiten in ausländischer Währung bestehen, wurden diese zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

3. Angaben zur Bilanz

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen bei den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 66 T€ (i.V.: 0 T€).

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 25.000,00 € und wurde von der Gesellschafterin in voller Höhe eingezahlt. Die Gesellschaft erwirtschaftete im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von 893.619,61 €.

In den ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 4.696.310,41 € (i.V.: 5.270.622,46 €) enthalten, die zum Bilanzposten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mitzugehörig sind.

Die Verbindlichkeiten werden im Verbindlichkeitenspiegel nach Fristen wie folgt dargestellt:

Stand 31.12.2023 Restlaufzeit bis zu 1 Jahr Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
erhaltene Anzahlungen 0,00 0,00 -- --
(i. V.:) (56.457) (56.457) (--) (--)
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
1.002.814 1.002.814 -- --
(i. V.:) (5.567.994) (5.567.994) (--) (--)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.696.310 4.696.310 -- --
(i. V.:) (5.270.622) (5.270.622) (--) (--)
sonstige Verbindlichkeiten 119.147 119.147 -- --
(i. V.:) (312.438) (312.438) (--) (--)

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus dem Eingang abgeschriebener Forderungen (224.196,96 €), Erträge aus der Auflösung der sonstigen Rückstellungen (136.088,08 €) sowie Erträge aus Sachanlagenverkäufen (32.537,82 €) ausgewiesen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (282.623,73 €) enthalten.

5. Sonstige Angaben

Die LM Lubricants GmbH wird durch ihre Geschäftsführerin Frau Evgenia Kopp, Dipl. Kauffrau, vertreten (seit 01. April 2023). Herr Jan Thiedeitz, Dipl. Ingenieur, ist zum 30. April 2023 als Geschäftsführer ausgeschieden.

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 15 Arbeitnehmer (i.V.: 23).

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Leasingfahrzeuge (PKWs) sowie den Mietvertrag über die Büroräume der Gesellschaft. Letzterer hat eine Restlaufzeit bis zum 31. Oktober 2028 mit einer jährlichen Miete (einschließlich Nebenkosten) in Höhe von ca. 280.000,00 €. Der Abschluss der Leasing- und Mietverträge dient der langfristigen Steuerung der Liquiditätssituation sowie der Verbesserung der Eigenkapitalrelation. Risiken bestehen insbesondere durch die Fixierung der Ausgabenstruktur über die vertragliche Laufzeit.

Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird von der Vorschrift des § 286 Absatz 4 HGB-Gebrauch gemacht.

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestanden nicht.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird über ihre Gesellschafterin, die LUKOIL INTERNATIONAL GmbH, Wien, in den Konzernabschluss der Public Joint Stock Company Oil company «LUKOIL»,11, Sretensky Boulevard, Moscow, Russland, 101000 einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird in Russland offengelegt.

6. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von 893.619,61 € mit dem vorhandenen Gewinnvortrag von 2.502.300,27 € zu verrechnen. Der Bilanzgewinn beträgt somit 3.395.919,88 € und wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Hamburg, den 08. März 2024

LM Lubricants GmbH

Evgenia Kopp

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
Stand 1.1.2023 Zugänge 2023 Stand 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 17.763,85 0,00 17.763,85
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 228.054,32 6.906,02 234.960,34
245.818,17 6.906,02 252.724,19
Abschreibungen
Stand 1.1.2023 Zugänge 2023 Stand 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 15.544,85 1.776,00 17.320,85
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 184.275,32 18.133,02 202.408,34
199.820,17 19.909,02 219.729,19
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 443,00 2.219,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 32.552,00 43.779,00
32.995,00 45.998,00

Lagebericht 2023

LM Lubricants GmbH

Hamburg

Gliederung

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

3. Lage

III. Ausblick 2024

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

2. Chancenbericht

3. Gesamtaussage

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die LM Lubricants GmbH (nachfolgend "LM GmbH", bislang firmierend als LUKOIL Marine Lubricants Germany GmbH) wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 28. November 2013 gegründet und am 17. Dezember 2013 in das Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter B 130020 eingetragen.

Die LM GmbH ist als 100%-ige Tochtergesellschaft in den internationalen LUKOIL Konzern eingebunden.

Die LM GmbH liefert Schmierstoffe an deutsche Seeschiffe, die deutsche Häfen anlaufen, und übernimmt neben dem eigenen Endkundengeschäft in der EU die Geschäftstätigkeit für die Schwestergesellschaft LM Lubricants DMCC, Vereinigte Arabische Emirate (UAE), (im Folgenden kurz: "LM DMCC") innerhalb der Europäischen Union.

2. Forschung und Entwicklung

Gegenstand der Entwicklungstätigkeit ist die Neu- und Weiterentwicklung von maritimen Schmierstoffen gemäß den sich ändernden Anforderungen des Marktes durch verschärfte Vorschriften (z.B. Umweltschutz-Vorgaben zur Verwendung biologisch abbaubarer Schmierstoffe oder schwefelarmer Kraftstoffe) und technische Fortschritte (z.B. die Entwicklung neuer, effizienterer Maschinenbauarten).

Ein Schwerpunkt war in 2023 die weitere Beobachtung und Optimierung des Schiffsbetriebs, der seit 2020 neuen Kraftstoffregularien der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) unterliegt. Diese Regularien schreiben eine Emissionsreduktion für Schiffe sowohl auf hoher See als auch in Küstengebieten vor. Als Reaktion führen diese Vorschriften zu einer Veränderung der Zusammensetzung des Brennstoff-Bedarfs in Form einer höheren Nachfrage an niedrigschwefeligen Brennstoffen und LNG (Flüssigerdgas). Damit einher geht eine Veränderung der Anforderungen an die verwendeten Schmieröle.

Die LM GmbH zeigt Innovationskraft, Weitsicht und Reaktionsstärke mit der frühzeitigen Entwicklung und Markteinführung verschiedener, auf diese neuen Anforderungen zugeschnittener Produkte wie NAVIGO MCL Ultra (Markteinführung 2015) und NAVIGO MCL Extra (Markteinführung 2017).

Im Jahr 2020 wurde für das Produkt NAVIGO MCL Extra der Qualifikationsprozess für die neu eingeführte Schiffsmotoren der MAN Cat II Performancestufe angestoßen, dessen positiver Abschluss aufgrund COVID-19 bedingter Verzögerungen im Jahr 2023 erwartet wurde. Dieser Prozess verzögert sich allerdings weiter, weil einige Motorenhersteller zögern, die Zusammenarbeit vor dem aktuellen politischen Hintergrund weiterzuführen.

Die LM GmbH beobachtet weiterhin die Entwicklung der niedrigschwefeligen Brennstoffqualitäten, arbeitet mit den Motorenherstellern zusammen und berät ihre Kunden, um auch in 2024 einen optimalen Schiffsmotorenbetrieb zu gewährleisten. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Beobachtung der Performance der nun im Betrieb mit niedrigschwefeligen Brennstoffen intensiv genutzten Schmierstoffe.

Nach der erfolgreichen Freigabe eines neuen Zylinderschmieröls NAVIGO 140 MCL in 2019 durch den Motorenhersteller MAN war die Freigabe des Produktes für weitere Hersteller (z.B. WinGD) für 2021 geplant. Aufgrund COVID-19 bedingter Verzögerungen wurden die noch ausstehenden Freigaben in 2023 erwartet, was sich aber aus oben genannten Gründen seitens der Hersteller weiter verzögert.

Auch das von der LM GmbH zum Einbau auf Schiffen entwickelte und mehrfach für seine Innovation und Technologie ausgezeichnete Schmierölsystem iCOlube wurde kontinuierlich weiterentwickelt und trägt in Kombination mit MCL Extra zur Vereinfachung, Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit des Schiffsbetriebs bei.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Deutschlands zeigt für 2023 eine Reduzierung des Bruttoinlandproduktes (BIP) um preisbereinigte -0,3% zum Vorjahr. In der EU sowie im Euroraum betrug 2023 das BIP positive 0,5% (prognostiziert) im Vergleich zum Vorjahr. Das BIP der Weltwirtschaft ist um 3,1% (prognostiziert) angestiegen.

Der Ukraine/Russland-Konflikt hat die Weltwirtschaft seit 2022 deutlich belastet und bringt große politische Unsicherheit mit sich. Sie hängt maßgeblich von der Dauer der Auseinandersetzung und der Wirkung der bereits verhängten Sanktionen sowie möglicher weiterer Entwicklungen ab.

Die Verbraucherpreise für Energie im Euro-Raum haben sich zuletzt normalisiert und sind etwas gesunken. Die Inflation ist nach dem kontinuierlichen Anstieg bis Ende 2022 im Verlauf 2023 wieder zurückgegangen.

Für 2024 wird in Deutschland mit einer Steigerung des BIP um voraussichtlich 0,3%, in der EU von 0,9% zum Vorjahr gerechnet.

Die Schifffahrtsbranche mustert laufend ältere und kleinere Schiffe aus. Dafür werden größere und moderne Schiffe in Dienst gestellt. Die Frachtraten sind im Verlauf des Jahres 2023 deutlich gesunken, aktuell aber aufgrund der Sicherheitslage der Schifffahrtsrouten im Roten Meer immer noch auf einem relativ hohen Niveau.

Die finanzielle Lage bei den meisten Schiffsgesellschaften und Reedereien mit eigenen Schiffen ist aufgrund der Frachtraten als positiv zu bezeichnen. Forderungsausfälle sind derzeit kaum zu befürchten.

Die gegenseitige Auferlegung und Anhebung von Einfuhrzöllen der beiden weltgrößten Wirtschaftsnationen, USA und China, hat den gegenseitigen Austausch von Waren verteuert.

Die bestehende geopolitische Spannung zwischen den USA und China sowie neue Sanktionen der G-7 Staaten gegen Russland und Weißrussland haben bereits zu einem Rückgang des Güterverkehrs, insbesondere auch zu einer Verminderung des Weitertransports der Waren von deutschen Häfen nach Russland geführt.

Die zukünftige Entwicklung der Schifffahrt ist positiv. Wir sind davon überzeugt, dass die LM GmbH daran Anteil haben wird, es sei denn, weitere Sanktionen vermindern oder verhindern die Teilnahme am Markt.

2. Geschäftsverlauf

Seit 2020 sind Schiffe verpflichtet, Treibstoff mit deutlich niedrigerem Schwefelgehalt zu verwenden, es sei denn, sie setzen eine Rauchgasentschwefelungsanlage ein. Damit einher ging auch eine Umstellung der eingesetzten Schmierstoffe. Seitdem müssen mehr Schmierstoffsorten bevorratet werden.

In Belgien wurde im ersten Quartal 2023 ein Versorgungsschiff für die Belieferung von Seeschiffen angemietet. Darauf werden Schmierstoffe in flüssiger Form gelagert, die in den Niederlanden hergestellt wurden. Das führte zu einem physischen Bestandsaufbau in Belgien. Ein deutlicher Bestandsabbau war hingegen in 2023 in Algeciras (Spanien) zu verzeichnen.

Die LM GmbH erzielte in 2023 ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 1.321 T€ und liegt damit deutlich über dem Vorjahresniveau (608 T€).

Der im Vorjahr prognostizierte Umsatzrückgang ist wie erwartet eingetreten. Dem ursprünglich infolge dessen für 2023 erwarteten Ergebnisrückgang konnte die LM GmbH wirksam entgegentreten. Die Erhöhung des Jahresergebnisses ist hierbei in erster Linie auf die gesunkenen Fixkosten zurückzuführen. Vor diesem Hintergrund wird von der LM GmbH der Geschäftsverlauf in 2023 als zufriedenstellend gesehen.

3. Lage

Die Lage des Unternehmens ist geprägt vom eigenen operativen Geschäft und der Geschäftstätigkeit mit dem Konzernunternehmen.

Ertragslage

LM GmbH weist im Geschäftsjahr 2023 eine kleine Umsatzminderung im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von 1,4 % aus.

Der Materialaufwand hat im Vergleich zum Vorjahr keine signifikante Veränderung und ist lediglich um 0,6% gesunken. Die Materialaufwandsquote ist im Vergleich zum Vorjahr weiter angestiegen und beträgt 93,8% (Vorjahr: 93,1%).

Das Rohergebnis hat gegenüber dem Vorjahr um 474 T€ auf 3.664 T€ abgenommen. Der Grund hierfür liegt vor allem in den gesunkenen Umsatzerlösen aus Dienstleistungen mit der Schwestergesellschaft LM DMCC. Die Rohmarge (Verhältnis des Materialaufwands zu den Umsatzerlösen) beläuft sich mit 6,2% fast auf dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 6,9%).

Der Personalaufwand ist aufgrund der internen Reorganisation gesunken und hat sich mit 1.548 T€ gegenüber dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 2.786 T€) fast halbiert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben insgesamt um 109 T€ abgenommen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge werden in Höhe von 421 T€ (Vorjahr: 486 T€) ausgewiesen.

Das Finanzergebnis (13 T€, Vorjahr: 120 T€) ist für die Beurteilung der Ertragslage von untergeordneter Bedeutung.

Die Ertragsteuern sind im Vergleich zum Vorjahr auf 428 T€ gestiegen (Vorjahr: 201 T€).

Das Jahresergebnis beträgt nach Berücksichtigung von Ertragsteuern und sonstiger Steuern 894 T€. Im Vorjahr wurden 406 T€ erzielt.

Vermögens- und Finanzlage

Die Struktur des kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und der Verbindlichkeiten werden aufgrund der Erfahrungen im Finanzierungsbereich stabil gehalten.

Die Bilanzsumme beläuft sich auf 9.917 T€ (Vorjahr: 14.463 T€). Das Eigenkapital beträgt 3.421 T€ (Vorjahr: 2.527 T€). Somit beträgt der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital zum 31. Dezember 2023 (Eigenkapitalquote) 34,5%. Die Eigenkapitalquote hat sich durch den gestiegenen Jahresüberschuss und die rückläufige Bilanzsumme in 2023 gegenüber dem 31. Dezember 2022 (17,5%) um 17,0 Prozentpunkte erhöht.

Das Anlagevermögen in Höhe von 33 T€ ist im Vergleich zum Vorjahr (46 T€) zurückgegangen. Die Vorräte haben sich im Berichtszeitraum 2023 um 22,8% auf 4.046 T€ (Vorjahr: 5.239 T€) gemindert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf 3.746 T€ (Vorjahr: 2.240 T€; +1.506 T€).

Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf 1.284 T€ (Vorjahr: 6.100 T€) und beinhalten im Wesentlichen Umsatzsteuererstattungsansprüche gegenüber den ausländischen Finanzbehörden.

Die Finanzlage der LM GmbH ist als stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 10,1% der Bilanzsumme und sind gegenüber dem Vorjahr um 4.565 T€ auf 1.003 T€ gesunken. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen gegenüber der Schwestergesellschaft LM DMCC. Diese sind gegenüber dem Vorjahr um 538 T€ auf 4.696 T€ gesunken.

Der vereinfachte Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen) hat sich infolge der Zunahme des Jahresüberschusses auf 914 T€ (Vorjahr: 440 T€) ebenfalls gestiegen.

Langfristige Anlagen sind durch das Eigenkapital gedeckt.

III. Ausblick 2024

Die Geschäftsführung der LM GmbH beurteilt die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens herausfordernd. Aufgrund der nachfolgend dargestellten Marktentwicklungen infolge der großen politischen Unsicherheit geht die LM GmbH nach aktuellen Planungen von einem Umsatz im Jahr 2024 aus, der unter dem Umsatzniveau des Jahres 2023 liegen könnte. Es ist zu erwarten, dass das Jahresergebnis vor Ertragsteuern unter dem Vorjahresniveau bleibt.

Die Prognose für 2024 und die Geschäftstätigkeit der LM GmbH ist hierbei durch die Dauer und den Fortgang des Ukraine/Russland-Konflikts, die Wirkung der bestehenden und eventuellen neuen Sanktionen beeinflusst und kann das Vorjahresniveau auch deutlich unterschreiten.

Je nach weiteren Eskalationsstufen von gesetzlichen Sanktionen, die einseitig oder gegenseitig sein können, werden daraus, je nach Bedeutung für das einzelne Land, wirtschaftliche Beeinträchtigungen entstehen. Diese können auch kontinentale oder globale Auswirkungen haben. Viele Reedereien oder Spediteure weigern sich bereits aus moralischen oder sicherheitsrelevanten Gründen russische oder weißrussische Waren zu transportieren oder in diese Länder zu fahren. Die Verknappung der Transportmöglichkeiten führt zu einer Steigerung der Frachten bei den verbliebenen Anbietern. Dadurch wird auch weniger Ware transportiert. Produkte werden teurer. Diese Auswirkungen sind bereits bei Rohöl, Erdgas, Metallen und Agrargütern zu verzeichnen. Sowohl Ausfuhrverbote nach Russland und Weißrussland von technischen Gütern für Anlagen und Ersatzteile in der Gas- und Rohölförderung, als auch bei der Raffinierung und Weiterverarbeitung, der Metallgewinnung- und -verarbeitung, als auch durch Beschränkungen für Verkehrsflugzeuge kann es zu Ausfällen bei der Produktion und dem Transport kommen.

Für 2024 wird von einer rückläufigen Geschäftstätigkeit der LM GmbH im Konzernverbund und im Eigengeschäft ausgegangen.

Die neuen Kraftstoffregularien der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO), die im Jahr 2020 in Kraft getreten sind und eine Emissionsreduktion für Schiffe sowohl auf hoher See als auch in Küstengebieten vorschreiben, führen zu einer Veränderung der Zusammensetzung des Brennstoff-Bedarfs in Form einer höheren Nachfrage an niedrigschwefeligen Brennstoffen und LNG (Flüssigerdgas). Damit einher geht eine Veränderung der Anforderungen an die verwendeten Schmieröle.

Durch die frühzeitige Entwicklung und Markteinführung verschiedener, auf diese neuen Anforderungen zugeschnittener Produkte wie NAVIGO MCL Ultra und NAVIGO MCL Extra ist LM GmbH frühzeitig auf diese Veränderungen vorbereitet. Das Produktportfolio ist auf die neue Brennstoff-Situation zugeschnitten und enthält umfassend getestete, vom Hersteller freigegebene Produkte, deren Einsatzfähigkeit sich bereits in mehrjähriger Betriebserfahrung bestätigt hat.

Die LM GmbH wird weiterhin die Entwicklung der niedrigschwefeligen Brennstoffqualitäten beobachten, mit den Motorenherstellern zusammenarbeiten und ihre Kunden beraten, um auch in 2024 einen optimalen Schiffsmotorenbetrieb zu gewährleisten.

IV. Chancen- und Risikobericht

Das Unternehmen hat Instrumente und Prozesse installiert, um Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen und ihnen mit entsprechenden Maßnahmen begegnen zu können. Die Chancen- und Risikolage des Unternehmens wird durch die Geschäftsführung kontinuierlich überwacht.

1. Risikobericht

Risikomanagementsystem

Als Instrument zur Unternehmenssteuerung hat LM GmbH ein Risikomanagementsystem und ein internes Kontrollsystem eingeführt. Diese werden kontinuierlich weiterentwickelt.

Mit dem Risikomanagementsystem wird die notwendige Voraussetzung für eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Gesellschaft zur Erreichung der Unternehmensziele geschaffen und die Sicherung des Unternehmensbestandes durch Früherkennung bestandsgefährdender und sonstiger Risiken mit dem wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erreicht.

Das interne Kontrollsystem hat als Ziel die Überwachung operativer und finanzieller Prozesse in der Form periodischer Finanzberichte, Hochrechnungen und Budgets.

Branchenspezifische und ertragsorientierte Risiken

Es bestehen die üblichen unternehmerischen Risiken, die sich aus einer Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage ergeben (z.B. regionale Marktrisiken). Die Märkte und Wettbewerber werden kontinuierlich von der Geschäftsleitung beobachtet und analysiert. Prognosen gehen davon aus, dass die Nachfrage nach Schmierstoffen weiter steigen wird.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Liquiditätssituation der LM GmbH wird auf Basis einer mehrjährigen Finanzplanung sowie Liquiditätsplanung gesteuert. Zahlungsbedingungen für Käufer und Verkäufer sind ähnlich und die Lagerbestände sind stabil.

Einem Großkunden wurden mit Einzelvereinbarung zur Stärkung der strategischen Zusammenarbeit erweiterte Zahlungsziele eingeräumt. Die fortlaufenden Zahlungen werden hierbei stetig überwacht. Zahlungsausfälle sind aktuell nicht zu erwarten.

Aufgrund der stabilen Liquiditätssituation des Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Zusätzlich ist LM GmbH 100%ige Tochter eines finanzkräftigen internationalen Großkonzerns.

Währungsrisiken

Da alle wesentlichen finanziellen Vermögenswerte und Forderungen auf US-Dollar basieren, bestehen Wechselkursrisiken. Transaktionen werden zunächst mit dem maßgeblichen Wechselkurs zum Transaktionsstichtag erfasst.

Monetäre Vermögenswerte in Fremdwährung werden zu dem am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Zinsrisiken

Zum Stichtag ist LM GmbH keinem Zinsrisiko ausgesetzt, da es - außer Finanzierungen im Verbundbereich - über keine verzinslichen Finanzinstrumente verfügt.

2. Chancenbericht

Innovation ist für das Unternehmen wesentlicher Bestandteil der Konzernstrategie und generiert damit Chancen für eine Steigerung von zukünftigem Umsatz und Profitabilität.

3. Gesamtaussage

Für die LM GmbH ist das Risiko der künftigen Entwicklung eng mit der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und den damit verbundenen Marktrisiken für das Handelsgewerbe verbunden.

Allgemein geht die Geschäftsführung davon aus, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft herausfordernd darstellt. Die Geschäftstätigkeit der LM GmbH ist durch den Konzernverbund wesentlich geprägt. Weiterhin ist die eigene Geschäftstätigkeit der LM GmbH durch die Dauer und den Fortgang des Ukraine/Russland-Konflikts erheblich beeinflusst. LM GmbH hat sich auf ihren Märkten gut etabliert und wird weiterhin Maßnahmen ergreifen, um aufgrund ihrer expansiven Geschäftspolitik von Mitbewerbern Marktanteile zu gewinnen.

Außergewöhnliche Forderungsausfallrisiken werden derzeit nicht erwartet. Ebenso kann ein konkretes Liquiditätsrisiko einschließlich der Risiken aus Zahlungsstromschwankungen ausgeschlossen werden.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögensgegenstände, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten im Konzernverbund.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Das Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderen Forderungen wird kontinuierlich überwacht.

Die Barmittel des Unternehmens werden in den als zuverlässig geltenden Kreditinstituten aufbewahrt. LM GmbH verfügt derzeit über ausreichende liquide Mittel, die erforderlich sind, um die voraussichtlichen Betriebsausgaben zu tätigen, einschließlich der Erfüllung der weiteren finanziellen Verpflichtungen.

Risikomanagement-Richtlinien und -Systeme werden regelmäßig von der Geschäftsführung zur Anpassung an die aktuellen Marktbedingungen und die Aktivitäten des Unternehmens kontrolliert.

 

Hamburg, 08. März 2024

LM Lubricants GmbH

Evgenia Kopp

FESTSTELLUNG DES JAHRESABSCHLUSSES ZUM 31. Dezember 2023

Der Jahresabschluss der LM Lubricants GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 12. September 2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die LM Lubricants GmbH, Hamburg:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LM Lubricants GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LM Lubricants GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 08. März 2024

TAXON GmbH
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Jan Ballnus, Wirtschaftsprüfer

Udo Bensing, Wirtschaftsprüfer

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