Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 302233
Eingetragen
19.2.1993
Branche
Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugErzeugung und erste Bearbeitung von EdelmetallenGroßhandel mit Altmaterialien und Reststoffen
Gegenstand
die Edelmetallrückgewinnung, das Recycling von wieder verwendbarem Wirtschaftsgut sowie der Handel mit Edelmetallen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin Schantora
seit 22.2.2024
Prokura
Gabriela Straubel
seit 22.2.2024
Prokura
Dominik Gattuso
seit 13.6.2022
Prokura
Geschäftsführer
Frederik Brand
seit 23.7.2020
Geschäftsführer
Norbert Brand
seit 21.2.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Milena Brand-Wehle
Stauffenberg Straße 13, 63071 Offenbach am Main
50.00%
Marcela Alice Brand-Wehle
Dieimannstraße 41, 63069 Offenbach am Main
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Nobra GmbH

Rippershausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Die Gesellschaft wurde am 06.08.1992 gegründet und hat Ihren Sitz in Rippershausen.

Die Geschäftstätigkeit der NOBRA GmbH umfasst die Edelmetallrückgewinnung durch das Recycling von wieder verwertbaren Wirtschaftsgütern sowie der Handel mit Edelmetallen.

Zu unseren Kunden zählen zahlreiche Unternehmen verschiedenster Branchen aus dem Mittelstand und der Großindustrie in Europa.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

a) Überblick Markt, Branche, Konjunktur

Die derzeitige wirtschaftliche Situation in Deutschland stellt sich wie folgt dar: Die Dynamik der deutschen Wirtschaft ist spürbar abgeschwächt. Im vierten Quartal 2023 ist das Bruttoinlandsprodukt um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal zurückgegangen, nachdem sie im zweiten und dritten Quartal unverändert geblieben (0,0 %) und im ersten Quartal leicht gestiegen war (+0,1 %). Für das gesamte Jahr 2023 ergaben die Berechnungen einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,3 % verglichen zum Vorjahr.

Nach wie vor ist der Markt geprägt von geringen innereuropäischen Aufarbeitungsmöglichkeiten bei zeitgleich hohen Materialmengen mit Recyclingbedarf zur Rückgewinnung der wertvollen Rohstoffe.

Mit Fokussierung auf unsere Kernkompetenzen sowie der Sondierung von komplexen aber für unsere Technologie besonders zuträglichen Materialströmen blicken wir zuversichtlich auf die hohe Nachfrage.

Das Jahr 2023 war geprägt von Baumaßnahmen (Prozessoptimierung, Kapazitätserweiterungen, Umrüstung auf modernste Technologien) am Standort Ripperhausen. Ältere Veraschungsöfen wurden zurückgebaut, weshalb die Verarbeitungskapazität zeitweilig verringert war.

b) Politische Rahmenbedingungen

Der Krieg in der Ukraine sowie daraus bedingt geopolitische Unsicherheiten verhinderten eine Rückkehr zur Normalität und sorgten durch das gesamte Jahr 2023 für eine enorme Volatilität, gestiegene Preise und Unsicherheit.

Die Kosten für Energie haben derzeit ein stabiles Plateau erreicht, bewegen sich allerdings weiterhin auf sehr hohem Niveau.

Hieraus ergeben sich Wettbewerbsnachteile für deutsche Unternehmen, weshalb ein Trend zur Abkehr von innerdeutschen Investitionen auf Seiten unserer Kundschaft zu erkennen ist.

EU-Ziele: Ein sehr präsentes Thema sind die europaweiten Maßnahmen (Green Deal) die eng gesteckten Klimaziele zu erreichen und kontinuierlich CO 2 -Emissionen zu verringern.

Da es sich im Weiteren um Thema mit einer gewissen Dynamik handelt - welches gerade aktuell wieder kontrovers auf allen politischen Ebenen (u.a. EU-Kommission in Brüssel) diskutiert wird, können sich regelmäßig weitere Änderungen und Verschärfungen ergeben.

Deutschland: Seit Mitte 2020 liegt ein Referentenentwurf zur Verschärfung der sich aus der 17. BImSchV (Bundes-Immissionsschutzgesetzt) ergebenden Grenzwerte vor. Die neue Verordnung definiert strengere Anforderungen und trägt dazu bei, dass sowohl die nationalen Emissionshöchstmengen als auch die von der EU festgesetzten Grenzwerte für Staub in der Atemluft eingehalten werden können.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Wir blicken trotz aller Widrigkeiten und Veränderungen auf ein stabiles Geschäftsjahr zurück.

Die Investitionen in gesteigerte Kapazitäten bei zeitgleicher Reduzierung des Energiebedarfs (verringerter Gaseinsatz pro Kilogramm zu verarbeitendes Material) haben sich nachhaltig ausgezahlt und konnten zum absolut richtigen Zeitpunkt in Betrieb genommen werden.

Ferner trägt unsere internationalere Ausrichtung und Vernetzung mit anderen europäischen Refinern und auch Kunden Früchte und hat uns mehr Möglichkeiten eröffnet und unser Wachstum gefördert.

Durch gezielte Fokussierung und unsere starke Positionierung in einem Nischenmarkt haben wir ein ausgewogenes Leistungsspektrum erreicht, welches eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung ermöglicht.

Zusätzlich gestützt wurde unsere Entwicklung durch den Wegfall von Aufarbeitungskapazitäten im europäischen Ausland und der anschließend versierten Akquisition und Bindung von Neukunden.

Nach wie vor können wir uns erlauben gezielt nach geeigneten Abfallströmen zu schauen, die optimal zu unseren Verarbeitungsmöglichkeiten bzw. unserer neuen Technologie gepaart mit unserem Knowhow passen und somit einen ausgewogenen Produktmix anzunehmen.

Durch Erweiterung der Kapazitäten und Aktualisierung unseres Leistungsangebotes konnten wir ferner die Zusammenarbeit mit Bestandskunden stärken sowie das Neukundengeschäft beleben.

Unsere Positionierung im Markt bestätigt unsere Geschäftspolitik.

a) Ertragslage

Unsere Ertragslage ist durch Fokussierung auf Qualitätsleistung gekennzeichnet.

Im Jahr 2023 haben wir vor allem profitiert von Kapazitätserweiterung sowie einer technischen Modernisierung unserer Anlagen und Prozesse.

Die Gesamtkapitalrendite verringerte sich im Jahr 2023 von 36,67 % auf 25,01 %.

Die Kostenstruktur ist gegenüber dem Vorjahr weitgehend unverändert. Trotz weitergehender Umstrukturierungen in der Materialbeschaffung und die Erweiterung der Produktionsanlagen der vorangegangenen Jahre konnte die Steigerung des Rohertrages nicht wieder erzielt werden. Das Rohergebnis verringerte sich um 4,25%.

Die Personalaufwendungen sind im Verhältnis zum Vorjahr überdurchschnittlich in Höhe von 24,73 % gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten in Summe um 7,17% reduziert werden. Die Instandhaltungsaufwendungen für Produktionsanlagen sind unverändert hoch und im Verhältnis zum Vorjahr wieder um T€ 211 gestiegen, was einen Mehraufwand von 30,1% im Verhältnis zum Vorjahr bedeutet. Durch die regelmäßige Instandhaltung wird die hohe Qualität und damit der Erfolg gewährleistet. Die Gesamtreduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist durch die Verlustrealisierung bei Anlagenabgängen im Vorjahr begründet.

b) Finanzlage

Die Finanzlage wird als gut eingeschätzt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen) beträgt im Berichtsjahr T€ 6.007 und ist mit gegenüber dem Vorjahr um T€ 694 gefallen, was durch die gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen begründet ist. Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie aus den Kreditlinien können die notwendigen Investitionen finanziert und Zahlungen an Kapitalgeber bedient werden.

b) Vermögenslage

Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 3.234 gestiegen. Dabei stehen den Investitionen in Gebäude und technische Anlagen und Maschinen sowie Sachanlagen in Höhe von T€ 4.732 andererseits Abgänge in Höhe von T€ 957 sowie Abschreibungen in Höhe von T€ 1.449 gegenüber. Die Anlagen in Bau wurden in Höhe von T€ 188 fertiggestellt.

Durch die Investitionen in das Anlagevermögen ist der Barmittelbestand ist um T€ 794 gefallen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um T€ 1.193 gestiegen. Die Einzel- und Pauschalwertberichtigungen konnten aufgrund eines aktiven Debitorenmanagements auch im Geschäftsjahr sehr niedrig gehalten werden. Die unternehmensinterne durchschnittliche Debitorenlaufzeit von 20 Tagen liegt im Vergleich zum Branchendurchschnitt deutlich im positiven Bereich.

Das gesamte Eigenkapital beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahrs auf T€ 16.628. Die Eigenkapitalquote liegt bei 91% und somit über den Größenordnungen vergleichbarer Unternehmen der Branche.

Die vorhandenen Kontokorrentlinien wurden, wie bereits im Vorjahr, nicht beansprucht.

Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Geschäftsjahr um T€ 9 gemindert und betragen T€ 107 Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Berichtsjahr um T€ 339 auf T€ 563 vermindert.

Unsere Gesellschaft hat im Geschäftsjahr eine über die Planansätze hinaus positive Entwicklung genommen

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

Umsatzentwicklung, Betriebsergebnis und Branchenentwicklung.

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, Umsatzrendite und den Cashflow heran.

Der Umsatz pro Mitarbeiter ist um 35,64% auf Grund der überdurchschnittlichen Personalkostenseigerungen bei gleicher Mitarbeiterstruktur gefallen. Die Umsatzrendite ist um 5,8% auf 21,0% gestiegen.

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein.

Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist konstant.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

I. Prognosebericht

Für 2024 rechnen wir Stand heute mit einer stabilen und zufriedenstellenden Entwicklung - wenn gleich auch schwache Wachstumsprognosen Grund zur Sorge bieten und vorhandenen Optimismus etwas einschränken.

Unsere überwiegend europäische Kundschaft steht glücklicherweise in großen Teilen stabil und solide dar und man hofft auf eine relativ stabil bleibende Nachfragesituation an Produkten mit entsprechendem Bedarf an anschließendem Edelmetallrecycling voraus.

Plan ist es auch zukünftig die Kundenakquise in Europa weiter zu fokussieren um nicht in Abhängigkeiten von ausschließlich großen Unternehmen zu geraten und um eine breitere Diversifikation zu erreichen.

Unsicherheiten und verringerte Absatzzahlen im weltweiten Automobilsektor haben stark auf die in den vergangenen Jahren historisch hohen Preisniveaus (v.a. die des Palladiums sowie Rhodiums) gedrückt.

Dies führte zu weniger Handelsaktivitäten, da Kunden eher dazu neigen Ihre Bestände zu halten und in einer abwartenden Haltung zu verharren.

Dank Neuentwicklung- sowie Anschaffungen und durch Optimierung von Produktionsprozessen und Verfahrenstechniken ist es uns gelungen weitere neue Kunden zu akquirieren. Parallel ist die Zusammenarbeit mit großen Bestandskunden intensiviert und ausgeweitet worden.

Die Entwicklung der gesetzlichen Vorgaben in der Edelmetallrückgewinnung beobachten wir sehr genau. Sich hieraus eventuell ergebende, mögliche Änderungen und folglich Investitionen sind zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht beurteilbar.

Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant.

Die Umsatzausweitung ab 2024 für die nächsten drei Jahre wird auf 3-5% geschätzt, wobei durch ein optimiertes Kostenmanagement - sofern die Energiekosten nicht überproportional weitersteigen - ein starkes Betriebsergebnis erwartet wird.

Unseren Mitarbeitereinsatz können wir durch unser Angebot flexibler Arbeitszeitmodelle im Service und in der Verwaltung aufrechterhalten.

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens für 2024 verhalten positiv. Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

II. Chancen- und Risikobericht

1. Risiken aus operativer Tätigkeit

Die Gesellschaft hat keine Währungsrisiken. Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, steigenden Rohstoffpreisen und dem stagnierenden Preisniveau.

Sollte uns der Russland Ukraine Konflikt noch weit in das Geschäftsjahr 2024 beschäftigen kann dies weltweit zu heute schwer greifbaren Veränderungen der Weltwirtschaft führen und auch die Turbulenzen an den Finanzmärkten verstärken.

Dies wird zwangsläufig Auswirkungen auf die Konjunktur haben und u.U. die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und Lieferanten negativ beeinflussen. Daraus können würde uns erhebliche Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen.

Die weiter vorherrschende Preisvolatilität im Edelmetallhandel sowie die unsichere wirtschaftliche Gesamtsituation einiger großer Volkswirtschaften erschweren weiterhin eine Umsatzprognose für die kommenden Jahre.

Gegen den Wettbewerb am Markt, vor allem gegen die zunehmende Konkurrenz aus Asien und Osteuropa, muss durch innovative Vertriebspolitik reagiert werden. Weiter wird auf den Einsatz von modernsten Technologien gesetzt.

Ziel muss es sein den Einsatz von fossilen Energieträgern (v.a. Flüssiggas) soweit es geht zu reduzieren um international wettbewerbsfähig bleiben zu können.

Strom aus einer neuen Photovoltaikanlage, die im Laufe des Jahres 2024 in Betrieb genommen werden wird und somit eine Verringerung der extern zuzukaufenden Energie darstellen wird, bietet uns eine gute Möglichkeit unseren CO 2 Fußabdruck zu verringen und zeitgleich Kosten einzusparen.

Auf der Beschaffungsseite greifen wir auf solide, qualitätsbewusste Produktionsfirmen zurück mit denen wir langfristige Lieferverträge anstreben.

Risiken bestehen in einer möglichen Verwehrung von qualitativem Wachstum. Sollten geplante Investitionen/Erweiterungen durch Gesetzgebungen nicht genehmigungsfähig oder aber bedingt durch behördliche Auflagen unwirtschaftlich werden, sehen wir die Ausweitung und Stabilisierung unseres Geschäftsmodells gefährdet.

Ebenfalls birgt die grenzüberschreitende Abfallverbringung ein Genehmigungsrisiko von Transporten.

Große Veränderungen im produzierenden Gewerbe in Europa, welche bereits durch die Corona Pandemie verstärkt und nun aufgrund gestiegener Energiekosten (Abkehr von günstigem russischem Erdgas) noch einmal massiv verstärkt werden, wird zu Produktionsverlagerungen und Schließung von Produktionsstätten führen. Daraufhin wird europaweit mit einem geringeren Aufkommen von Abfällen zu rechnen sein.

2. Rechtliche Risiken

Alle erkennbaren Risiken werden laufend abgewogen und sind in diesen Bericht bzw. in die Unternehmensplanung eingeflossen. Die Geschäftsführung schätzt die Risiken als überschaubar ein und geht derzeit davon aus, dass sie keinen nennenswerten negativen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft haben werden. Dazu zählen auch Risiken aus noch nicht rechtskräftig abgeschlossenen Verfahren.

3. Chancen

Die Firma NOBRA GmbH musste sich seit Gründung mehrfach auf komplett neue Pfade begeben und das Geschäftsmodell grundlegend verändern und an aktuelle Gegebenheiten anpassen. Angefangen mit der Porzellanindustrie, gewachsen mit der Solarindustrie und mittlerweile tätig vor allem in der Chemie & Pharmaindustrie. Die stetige, dynamische Weiterentwicklung des Geschäftsmodells bietet die Möglichkeit sich flexibel auf neue Industrien und Herausforderungen einzustellen.

Sich ergebende Marktchancen müssen konsequent und entschlossen genutzt werden um Kunden durch zuverlässige und vertrauensvolle Arbeit langfristig an die Firma zu binden.

Diese Kompetenz kann auch in weiteren Auslandsmärkten mit Ausbaupotential genutzt werden. Solche Märkte werden daher kontinuierlich beobachtet und die Chancen für einen Markteintritt sorgfältig geprüft.

Rohstoffknappheit sowie begrenzte Fördermengen von Edelmetallen in den Mienen stärken die Nachfrage und den Bedarf an Recyclinglösungen.

Hinzu kommt ein immer weiter steigendes Umweltbewusstsein. Die Erde hat nur begrenzt Ressourcen die mit Bedacht eingesetzt werden müssen.

Neben den Chancen der Internationalisierung stehen die Perspektiven, die der etablierte deutsche Markt weiterhin bietet und in Zukunft sogar stärker bieten kann.

4. Einschätzung:

Die zukünftigen Perspektiven für die Entwicklung des Unternehmens sind aus Sicht der Geschäftsführung gut. Somit ist nach Einschätzung der Geschäftsführung auch in den kommenden Geschäftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen. Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht ersichtlich.

 

Rippershausen, den 21. Juni 2024

Frederik Brand

Marcela Brand

Norbert Brand

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 14.931.766,54 11.698.062,02
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 4.944,00
II. Sachanlagen 14.931.766,54 11.693.118,02
B. Umlaufvermögen 3.308.033,06 2.915.710,61
I. Vorräte 254.627,58 270.245,54
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.489.936,68 1.287.783,64
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 563.468,80 1.357.681,43
C. Rechnungsabgrenzungsposten 55.014,32 22.989,05
Aktiva 18.294.813,92 14.636.761,68

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 16.628.797,28 13.120.273,42
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Bilanzgewinn 16.578.797,28 13.070.273,42
B. Rückstellungen 544.666,00 385.566,00
C. Verbindlichkeiten 1.117.252,32 1.120.870,15
D. Passive latente Steuern 4.098,32 10.052,11
Passiva 18.294.813,92 14.636.761,68

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.899.675,36 14.515.961,31
2. Personalaufwand 3.494.762,17 2.801.866,55
a) Löhne und Gehälter 3.067.150,53 2.420.879,95
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 427.611,64 380.986,60
davon für Altersversorgung 10.092,86 12.209,72
3. Abschreibungen 1.448.869,08 1.572.201,31
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.448.869,08 1.572.201,31
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.402.319,96 2.587.927,25
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5,88 57,99
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 17.430,09 238.929,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.928.056,54 2.177.777,20
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 5.953,79 420,51
8. Ergebnis nach Steuern 4.608.243,40 5.137.317,99
9. sonstige Steuern 49.719,54 8.242,56
10. Jahresüberschuss 4.558.523,86 5.129.075,43
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 13.070.273,42 14.141.197,99
12. Ausschüttung 1.050.000,00 6.200.000,00
13. Bilanzgewinn 16.578.797,28 13.070.273,42

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Nobra GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Rippershausen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Jena
Register-Nr.: HRB 302233

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 101.630,18 0,00 4.851,57
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 101.630,18 0,00 4.851,57
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.601.543,81 9.974,01 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 7.693.320,11 310.676,85 800.443,79
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.943.298,73 376.286,26 152.158,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 260.498,06 4.034.531,48 0,00
Summe Sachanlagen 21.498.660,71 4.731.468,60 952.602,29
Summe Anlagevermögen 21.600.290,89 4.731.468,60 957.453,86
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 96.778,61
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 96.778,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 9.611.517,82
2. technische Anlagen und Maschinen 130.300,00 7.333.853,17
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 58.328,96 4.225.755,45
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -188.628,96 4.106.400,58
Summe Sachanlagen 0,00 25.277.527,02
Summe Anlagevermögen 0,00 25.374.305,63
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 96.686,18 4.944,00 4.851,57 0,00 96.778,61
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 96.686,18 4.944,00 4.851,57 0,00 96.778,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.056.599,85 282.781,01 0,00 0,00 3.339.380,86
2. technische Anlagen und Maschinen 4.083.886,11 769.449,85 780.600,79 0,00 4.072.735,17
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.665.056,73 391.694,22 123.106,50 0,00 2.933.644,45
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 9.805.542,69 1.443.925,08 903.707,29 0,00 10.345.760,48
Summe Anlagevermögen 9.902.228,87 1.448.869,08 908.558,86 0,00 10.442.539,09
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 4.944,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 4.944,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 6.272.136,96 6.544.943,96
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 3.261.118,00 3.609.434,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.292.111,00 1.278.242,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 4.106.400,58 260.498,06
Summe Sachanlagen 0,00 14.931.766,54 11.693.118,02
Summe Anlagevermögen 0,00 14.931.766,54 11.698.062,02

Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung

Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von 13.070.273,42 EUR einbezogen.

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 107.589,69 EUR.

Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden: Pfandrechte an beweglichen Sachen.

Es handelt sich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Angabe zu Verbindlichkeiten mit Restlaufzeitvermerken

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2022 TEUR bis 1 J.
TEUR
1 bis 5 J.
TEUR
größer 5 J.
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 117,5 10,2 107,3 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 902,7 902,7 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 100,7 100,7 0,0 0,0
Summe 1.120,9 1.013,6 107,3 0,0
Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEUR bis 1 J.
TEUR
1 bis 5 J.
TEUR
größer 5 J.
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 107,6 107,6 0,00 0,00
aus Lieferungen und Leistungen 563,4 563,4 0,00 0,00
gegenüber Gesellschaftern 50,0 50,0 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 396,3 396,3 0,00 0,00
Summe 1.117,3 1.117,3 0,0 0,0

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 50.000,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Latente Steuern

Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 4.098,32 EUR.

Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern: -5.953,79 EUR.

Aufgrund unterschiedlicher Abschreibungen zwischen Handels- und Steuerbilanz in Höhe von € 13.773,00 mussten passive latente Steuern gebildet werden, die mit einem durchschnittlichen Steuersatz von 29,76 % berechnet wurden.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgend Sachverhalte:

Die Gesellschaft hält für Ihre Kunden ein Vermögen in Höhe von 16.072.869,17 EUR (Vorjahr: 12.947.581,15 EUR) treuhänderisch.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen

Auf Gegenstände des Anlagevermögens wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 11.554,00 EUR vorgenommen.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 22,00
Angestellte 8,00
leitende Angestellte 3,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 33,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 30,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 3,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Norbert Brand ausgeübter Beruf: Geschäftsführer
Weitere : Marcela Brand Frederik Brand ausgeübter Beruf: Geschäftsführerin Geschäftsführer

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 4.558.523,86 EUR.

Zuzüglich des verbleibenden Gewinnvortrags zum 1. Januar 2023 in Höhe von 13.070.273,42 EUR ist zu verwenden:

Bilanzgewinn 17.628.797,28 EUR
abzüglich Vorabausschüttung 1.050.000,00 EUR
Vortrag auf neue Rechnung 16.578.797,28 EUR

Die Geschäftsführung unterzeichnet den vorstehenden Jahresabschluss zum 31.12.2023 mit der Bilanzsumme von EUR 18.294.813,92 wie folgt:

 

Rippershausen, 21. Juni 2024

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez.

Frederik Brand

Marcela Brand

Norbert Brand

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 07.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Gemäß § 328 Abs.1 Nr. 1 HGB wird darauf hingewiesen, dass der Jahresabschluss wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt wurde und der nachstehend wiedergegebene Bestätigungsvermerk sich auf den vollständigen Jahresabschluss bezieht.

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die Nobra GmbH, Rippershausen

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Nobra GmbH, Rippershausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Nobra GmbH, Rippershausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Aschaffenburg, den 30. Oktober 2024

Lars Rengel, Wirtschaftsprüfer

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