Naß Verwaltungs-GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sascha Müller seit 19.12.2024 | Prokura |
Christian Griffel seit 19.12.2024 | Geschäftsführer |
Moritz Lorenz Beul seit 19.12.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Naß-Transporte GmbHEmmelshausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens Die Naß-Transporte GmbH ist im Handelsregister unter der Nummer HR B 1581 beim Amtsgericht Koblenz eingetragen. Der Firmensitz der Spedition ist in 56281 Emmelshausen, Kirchstraße 13, die Betriebsstätte mit Verwaltungsgebäude, Werkstatthalle und das eingefriedete Firmengelände befinden sich im Industriegebiet 56281 Dörth, Trinkbornstraße 8. Die Naß-Transporte GmbH wurde im Jahr 1953 als kleines Fuhrunternehmen für Holztransporte gegründet und ist heute als mittelständisches Transportunternehmen auf Spezialverkehre im offenen Ladungsbereich ausgelegt. Die Unternehmensflotte ist mit Touren in ganz Deutschland sowie in den angrenzenden europäischen Nachbarländern beauftragt. Zum Jahresende 2023 umfasste der moderne und nach wie vor dem neuesten Stand der Technik entsprechende Fuhrpark 88 Sattelzugmaschinen -ausschließlich Mercedes Actros Low-Liner- und 160 Auflieger. Die Naß-Transporte GmbH hat ihre Dienstleistungen im Betonfertigteil- und Baustoffbereich um ein Vielfaches ausgedehnt. Weiterhin werden nach wie vor noch Spezialtransporte (Transporte von überhohen, -breiten und -langen Gütern) durchgeführt. Ebenso lastet die Beförderung von Baumaschinen- bzw. Baustellenzubehör, Raumcontainern, Konstruktionsteilen, Stahl- und Schnittholzladungen und alle im offenen Ladungsbereich anfallenden Touren den Fuhrpark aus. Zudem verfügt die Flotte über Volumenplan-Sattelauflieger, auch mit Mitnahmestaplern. In Verwaltung und Disposition setzt das Unternehmen nach wie vor auf die Nutzung innovativer Managementsysteme in den Bereichen IT, Flottenverwaltung und Kommunikation. Die Implementierung der neuen Software (Elo) zur digitalen Archivierung wurde Anfang 2024 abgeschlossen. Zum 31.12.2023 beschäftigte die Spedition 114 Mitarbeiter. II. Wirtschaftsbericht 1. Darstellung des Geschäftsverlaufs und Rahmenbedingungen 1.1 Logistikbranche allgemein - Umsatz und Beschäftigung Die Logistik ist in Deutschland der größte Wirtschaftsbereich nach der Automobilwirtschaft und dem Handel. Sie rangiert noch vor der Elektronikbranche und dem Maschinenbau, mit mehr als 3 Millionen übertrifft sie dessen Beschäftigtenzahl um das Dreifache. Die Steuerung der Waren- und Informationsflüsse aber auch der Transport der Güter und ihre Lagerung sind wichtige Wirtschaftsfunktionen, die hohe Werte schaffen. Rund 327 Milliarden Euro Umsatz wurden im Jahr 2023 branchenübergreifend erwirtschaftet. Das entspricht im Vergleich zu 2022 einem Wachstum von rund 2,5 Prozent, welches auch von steigenden Kosten entlang der Lieferketten getrieben ist. Der Logistik-Markt Europa beläuft sich auf 1.180 Mrd. Euro (2021). Daran hat Deutschland mit rund 25 Prozent einen hohen Anteil. Das liegt nicht nur an der geografischen Lage im Herzen Europas - Deutschland nimmt eine internationale Spitzenposition in Infrastrukturqualität und Logistiktechnologie ein. Nur knapp die Hälfte der logistischen Leistungen, die in Deutschland erbracht werden, besteht in der gemeinhin sichtbaren Bewegung von Gütern durch Dienstleister. Die andere Hälfte findet in der Planung, Steuerung und Umsetzung innerhalb von Unternehmen statt. Im Bereich der logistischen Dienstleistungen agieren mehr als 70.000 Unternehmen, die ganz überwiegend mittelständisch geprägt sind. Nicht nur wegen seiner Beschäftigungswirkung und der Versorgungsfunktion ist die Logistik für den Wirtschaftsstandort Deutschland lebenswichtig. Im weltweiten Vergleich hocheffiziente Logistikstrukturen erhöhen die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie und des Außenhandels. Sie sorgen dafür, dass es sich für die Unternehmen weiterhin lohnt, in Deutschland zu produzieren und die Waren von hier aus in alle Welt zu exportieren. (Quelle: Bundesvereinigung Logistik BVL e.V., Bremen bzw. Logistikweise / Fraunhofer SCS - Top 100 in Logistik & SCM ) Unbestritten stellt der hohe Transportbedarf von Gütern fortlaufend neue Herausforderungen an die Infrastrukturentwicklung. Ein wichtiges Ziel der Verkehrspolitik ist es daher, die Infrastruktur weiterhin intelligenter, effizienter und sicherer zu machen. Andererseits gilt es im Gleichzug auch die Herausforderungen des Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutzes zu bewältigen. Neben diesen durch die Politik zu lösenden Aufgaben werden ebenso auch die Logistikunternehmer vor zahlreiche schwierige Herausforderungen gestellt, wie z.B. ständig wachsende Betriebskosten. Hier sind vor allem Preissteigerungen bei den Betriebsstoffen, Ersatzteilen wie auch Reifen, zunehmende Steuerbelastungen, die seit Dezember 2023 eingeführte Erhöhung der Mautkosten im Zuge der Umstellung von der damaligen EURO- auf die neue CO 2 -Norm, Investitionen in den Umweltschutz (emissionsarme LKWs) sowie in Sicherheitsfeatures der Lastkraftwagen und immer höhere Lohnkosten zu nennen. Die weitblickende und nachhaltige Suche nach Alternativen, Innovationen, die Spezialisierung im Leistungsportfolio und auch die Unterstützung und Sicherung des eigenen Engagements durch Partnerschaften, langfristige Kundenverträge mit manifestierten Kostenfloatern und Netzwerke bleibt unbestritten ein MUSS, um kurzfristig flexibler und handlungsfähiger auf sich verändernde Anforderungen reagieren zu können. Allerdings gestaltet sich eine derartige Umsetzung durch die vorherrschende wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, gepaart mit einem unterjährig temporären und periodenhaften Überangebot an Laderaum, immer schwieriger bzw. entwickelt sich im Wettbewerbskampf zu einem nahezu aussichtslosen Unterfangen. 1.2 Auswirkungen auf den allgemeinen Güterverkehr wie auch den Straßengüterverkehr Vor dem Hintergrund anhaltend schwieriger weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen ist die Wirtschaftsleistung in Deutschland im Jahr 2023 leicht gesunken. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes nahm das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 % ab. Bezogen auf die einzelnen Wirtschaftsbereiche zeigte sich im Jahr 2023 ein gemischtes Bild. Während die preisbereinigte Bruttowertschöpfung u.a. im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %), im Verarbeitenden Gewerbe (-0,3 %) und im Baugewerbe (-0,2 %) im Vorjahresvergleich abnahm, legte sie im Bereich Information und Kommunikation (2,6 %) und in verschiedenen Dienstleistungsbereichen zu. Gebremst wurde die Wirtschaftsleistung u.a. von rückläufigen Bruttoanlageinvestitionen, die im Jahr 2023 im Vorjahresvergleich preisbereinigt um insgesamt 0,7 % abnahmen. Dabei verzeichneten die Bauinvestitionen aufgrund hoher Baupreise und gestiegener Bauzinsen, die vor allem den Wohnungsbau bremsten, im Vorjahresvergleich Rückgänge in Höhe von 2,7 %. Im Jahr 2023 waren hohe Rückgänge der Güterverkehrsnachfrage zu verzeichnen. Bemerkbar machten sich insbesondere die schwache Baukonjunktur und die Abnahme des deutschen Außenhandels. Im Straßengüterverkehr mit deutschen Lastkraftfahrzeugen sank die Verkehrsleistung im Vergleich zum Jahr 2022 um rund 5,7 %. Den Straßengüterverkehr mit deutschen Lastkraftfahrzeugen kennzeichneten im Jahr 2023 hohe Leistungsrückgänge im Binnenverkehr und im grenzüberschreitenden Verkehr. Sowohl der gewerbliche Verkehr als auch der Werkverkehr entwickelten sich insgesamt deutlich schwächer als im Jahr 2022. Trotz der hohen Nachfragerückgänge stiegen die Umsätze im Wirtschaftszweig "Güterbeförderung im Straßengüterverkehr, Umzugstransporte" im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr noch um rund 2,1 %. Maßgeblich für das Umsatzwachstum war die Entwicklung der Vertragsfrachten, die nach dem hohen Anstieg im Vorjahr zu Jahresbeginn 2023 nochmals deutlich anzogen und dem Wirtschaftszweig im 1. Quartal 2023 im Vorjahresvergleich ein Umsatzplus von rund 9,4 % bescherten. Angesichts eines hohen Laderaumangebots waren im weiteren Jahresverlauf keine größeren Preissteigerungen mehr erkennbar; vor dem Hintergrund einer schwachen Transportnachfrage blieben die Umsätze im 3. und 4. Quartal 2023 hinter jenen des Vorjahres zurück. Trotz einer gewissen Entspannung bei den Kraftstoffkosten und des hohen Anstiegs der Beförderungsentgelte waren letztere nach Unternehmensangaben zumeist nicht ausreichend, um die im Verlauf des Jahres 2023 gestiegenen Personal-, Miet-, Lohn-, Finanzierungs-, Fahrzeugbeschaffungs- und -vorhaltekosten sowie Kosten für weitere Betriebsmittel vollumfänglich zu decken. Die Mauterhöhung zum 01.12.2023 führte unternehmensseitig sowohl direkt als auch indirekt ebenfalls zu hohen Belastungen der Liquiditätslage. Da viele kleine und mittelständische Güterkraftverkehrsunternehmen über eine vergleichsweise geringe Eigenkapitaldecke verfügen, operierten nach Gewerbeangaben nicht wenige Unternehmen am finanziellen Limit bzw. sahen sich in ihrer Existenz bedroht. Ein Teil der Unternehmen schloss das Jahr 2023 mit Verlust ab. Die Anzahl der Insolvenzverfahren im Wirtschaftszweig "Güterbeförderung im Straßenverkehr" nahm im Jahr 2023 weiter zu. Die Zahl der Neuzulassungen von Sattelzugmaschinen und Lastkraftwagen stieg im Jahr 2023 annähernd auf das Vorkrisen-Niveau von 2019; dennoch war die Investitionsneigung im Gewerbe im Jahr 2023 verhalten. (Quelle: Marktbeobachtung Güterverkehr Jahresbericht 2023 Bundesamt für Logistik und Mobilität BALM, Köln) 1.3 Transportaufkommen und -leistung innerdeutsch Im Jahr 2023 beförderten deutsche Lastkraftwagen im In- und Ausland eine Gütermenge von insgesamt rund 2,9 Mrd. t und damit rund 6,7 % weniger als im Jahr 2022. Der Inlandsverkehr, auf den im Jahr 2023 rund 99,5 % der gesamten Transportmenge entfielen, nahm im Vergleichszeitraum ebenfalls um rund 6,7 % ab. Die Verkehrsleistung deutscher Lastkraftwagen im In- und Ausland ging im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 5,8 % auf insgesamt rund 286,4 Mrd. tkm zurück. Die Verkehrsleistung im Inland sank dabei im Vergleichszeitraum um rund 5,7 % auf rund 268,8 Mrd. tkm. Ihr Anteil an der gesamten Verkehrsleistung deutscher Lastkraftfahrzeuge lag im Jahr 2023 bei knapp 93,9 %. Gesamtzahlen inklusive der innerdeutschen Kabotageverkehre liegen noch nicht vor. 2. Entwicklung der Naß-Transporte GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 Die zurückliegenden Jahre kennzeichneten sich in Folge durch kontinuierlichen Umsatzwachstum, explizit durch die positive konjunkturelle Entwicklung der Fertighausbranche. Erstmals im Geschäftsjahr 2023 musste sich auch die Naß-Transporte GmbH, nachdem bereits im Oktober 2022 die Verkaufszahlen für 2023 im Vergleich zu 2022 um nahezu ein Viertel niedriger angesetzt wurden, aufgrund des erneuten schlagartigen und rasanten Rückgangs der Transporte für die Fertighausindustrie vor der Sommerpause 2023 neu aufstellen. Der nahezu exponentielle Auftrags- und Umsatzeinbruch zwang das Unternehmen umgehend zu handeln und den Fuhrpark entsprechend den nunmehr drastisch geänderten Auslastungsgegebenheiten anzupassen, sprich zu restrukturieren. Die nachfolgenden Auszüge aus dem Bericht in der WirtschaftsWoche, eines der führenden Wirtschaftsmagazine, über die Situation des größten deutschen Fertighausherstellers, der DFH Fertighaus Holding in Simmern im Hunsrück, als Hauptauftraggeber der Naß-Transporte GmbH, der auf das Datum des 27.09.2023 datiert, spiegelt die wohl überraschende konjunkturelle Kehrtwende wider und verdeutlicht transparent die eingetretene Krise der Branche und damit die Konsequenzen für die Naß-Transporte GmbH: "Die Deutsche Fertighaus Holding offenbart erstmals aktuelle Zahlen: Die Fertigstellungen brechen um ein Drittel ein, Neuaufträge um die Hälfte. Ob und wann die Trendwende für die Branche kommt, hängt jetzt von verschiedenen Faktoren ab. Unter Deutschlands Fertighausunternehmen ist die Deutsche Fertighaus Holding (DFH) aus dem rheinland-pfälzischen Simmern das größte - und zugleich das verschwiegenste. Nun bricht der Fertighaus-Marktführer aus dem zugigen Hunsrück sein Schweigen. Vorstandsmitglied Sascha Witascheck nennt im Gespräch mit der WirtschaftsWoche erstmals konkrete Zahlen. Und die sind nicht schön: DFH kann sich vom Abwärtstrend der Branche nicht abkoppeln. Von 2021 zu 2022 hatte das Unternehmen mit den Sparten Okal, Massa-Haus und Allkauf die Zahl der Fertigstellungen noch von 3250 auf 3327 gesteigert. 2023 aber wird DFH nur noch rund 2300 Eigenheime an die Kunden übergeben - ein drastischer Rückgang um 31 Prozent. Weniger Kunden, aber geringere Stornoquoten Auch die weiteren Perspektiven wirken zunächst düster."2024 werden wir voraussichtlich noch einmal etwas weniger Bauvorhaben fertigstellen als in diesem Jahr", sagt Witascheck. Absehbar ist das, weil auch der Auftragseingang derzeit massiv einbricht. "Wir haben 2023 rund 50 Prozent weniger Neuaufträge als 2022", berichtet der 36-jährige DFH-Manager, "allerdings bei solventeren Kunden und geringeren Stornoquoten." Selbst zahlungskräftige Kunden versuchten, durch mehr Eigenleistung ihre Kosten zu senken." Wiederholt wurde auch für das Jahr 2023 bereits im Vorfeld der Fokus und damit der Erfolg der Naß-Transporte GmbH in der Durchführung von Spezialtransporten von Fertighausteilen gesehen und -adäquat wie in den zurückliegenden Jahren- entsprechend und aufgrund der stabilen Auftragslage und der positiven Stimmung der Baubranche nahezu als selbstverständlich erachtet. Jedoch dämpften im Oktober 2022 die sich abzeichnende rückläufige Konjunktur in dieses Branchensegment die Stimmung. Seitens der Fertighausindustrie wurden die ursprünglichen Prognosen wider Erwarten um über 20 % im Vergleich zu den im Jahr 2022 ausgelieferten BVH korrigiert. Auch die DFH Haus GmbH, als Hauptkunde und damit wichtigster Umsatzgarant der Naß-Transporte GmbH, senkte die ursprünglichen euphorischen Prognosen somit um nahezu 600 Baueinheiten (3.325 zu 2.650 BVH). Die Gründe hierfür lagen in der Zurückhaltung des potentiellen Käuferklientels, primär wegen den enorm gestiegenen Bau- wie auch Finanzierungskosten. Darüber hinaus hat eine allgemein vorherrschende Verunsicherung (z.B. Verlust des Arbeitsplatzes, Inflation) in Bezug auf die eigene zukünftige wirtschaftliche Lage die Bauherrenschaft negativ beeinflusst. Glücklicherweise konnten jedoch im Laufe des vierten Quartals des Jahres 2022 zur Kompensation des Umsatzes der ggfs. zukünftig "fehlenden" Fertighaustransporte sowie zur Auslastung des Fuhrparks neue Kunden, wie z.B. die Firma Finger Beton, die Andernacher Bimswerke oder die Bauunternehmung Max Bögl, gewonnen werden. Zudem konnte die Geschäftsbeziehung zu dem ebenso im Industriegebiet Dörth ansässigen Kunden MS Massivdecken intensiviert und das Auftragsvolumen sowie der Umsatz immens gegenüber dem Jahr 2022 gesteigert werden. Sofern die Kunden der Fertighausbranche ihre in 2022 realisierten Transportvolumen adäquat weiter abgefordert hätten, wären diese v. g. Neuaufträge ohne Aufstockung und erneute Investitionen in den Fuhrpark der Naß-Transporte GmbH nicht zu bewerkstelligen gewesen. Somit konnte die Naß-Transporte GmbH ohne eine Anpassung der Kapazitäten -sowohl nach oben wie auch nach unten hin- beruhigt in das Wirtschaftsjahr 2023 starten. Das erste Halbjahr 2023 gestaltete sich noch mit marginalen Abweichungen im Rahmen und nahezu adäquat der aufgrund der abweichenden Kundenstruktur "vorsichtig" geplanten Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Alleine für DFH wurden in den ersten 6 Monaten über die Hälfte der verkauften Häuser ausgeliefert. Allerdings hielt die Rezession im privaten Bau weiter unaufhaltsam Einzug, sodass unterjährig im Laufe des Junis die einst für 2023 prognostizierten Zahlen erneut nochmals erheblich seitens der Fertighausbranche korrigiert wurden. Von den alleine von DFH Haus GmbH Ende des Jahres 2022 geplanten 9.275 Touren sollten somit zuerst lediglich 90 %, dann 60 % und nunmehr letztendlich 50 % realisiert werden können. Die im Bereich des Hausbaus durchgeführten Touren haben sich in 2023 demnach um ein erhebliches Maß reduziert. Umgehend -mit Kenntnisnahme und offizieller Kommunikation der ersten weiteren Anpassung dieser überraschend neuen, negativen konjunkturellen Entwicklung- hat die Naß-Transporte GmbH auf Anweisung der Geschäftsführung noch zum Ende der ersten Jahreshälfte einschneidende Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet. Der Fuhrpark wurde von 124 SZM um 36 ziehende Einheiten reduziert. Hierbei handelte es sich sowohl um finanzierte wie auch Leasingfahrzeuge. Der Trailerpool wurde ebenso verkleinert. Auch mussten selbstredend und gezwungenermaßen entsprechend bei dem Fahrpersonal ca. 45 Mitarbeiter entlassen werden. Der v.g. radikale Restrukturierungsschnitt, einhergehend mit Aufwendungen für Urlaubsabbau, Abfindungszahlungen, Arbeitsgerichtsprozess- und Rechtsanwaltskosten, Leasingablöse wie auch notwendige und verbindlich vorgegebene Fahrzeugaufbereitungen (Werkstattkosten) für die Rückgabe der Sattelzugmaschinen an den Hersteller gemäß der geltenden Regularien, hatte sowohl auf das seinerzeit kalkulierte Ergebnis sowie die Liquidität in der zweiten Jahreshälfte erhebliche und eklatante negative Auswirkungen und Konsequenzen zur Folge. Die überproportionale gesamtwirtschaftliche Teuerungsrate trug ebenfalls in erheblichem Maße zu den vorgenannten Effekten bei; deutlich höhere Preise für Ersatzteile und Reifen sind an dieser Stelle beispielhaft zu nennen. Auch andere Kunden, die die Naß-Transporte GmbH seit Jahren in diesem Segment zu ihrem Kundenstamm zählt, waren gleichfalls in der ersten Jahreshälfte bezüglich der Auftragssituation und der Lage noch optimistisch unterwegs. Wie bereits erwähnt, kam der beschriebene Einbruch beinahe unvermittelt. Einhergehend mit der Krise der Bauwirtschaft sank der Umsatz der Naß-Transporte GmbH in 2023 zu 2022 um rund € 3,95 Mio., sprich um ca. 19%. Auch wenn die beschriebenen außerordentlichen Belastungen sowie der Umsatzeinbruch den einst geplanten Ertrag maßgeblich reduziert haben, konnte das Jahr 2023 noch mit einem dafür zufriedenstellenden Ergebnis abgeschlossen werden. Personelle Engpässe gab es vor den geschilderten Hintergründen nicht. Neben der Konzentration auf Kundenneugewinnung und die Umsetzung der umfangreichen eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen in der zweiten Jahreshälfte des abgelaufenen Jahres, die das volle Engagement der Geschäftsleitung gefordert haben, gab es darüber hinaus keine relevanten oder nennenswerten Ereignisse, über die es hier zu berichten lohnt. Der nach wie vor moderne und gut gewartete Fuhrpark ist selbstverständlich weiterhin Garant für eine einsatzfähige Flotte mit geringer Ausfallquote. 2.1 Ertragslage Die Umsatzerlöse haben sich aufgrund der unter 2. dargestellten Entwicklung gegenüber dem Vorjahr um T€ 3.955 bzw. 19,2% verringert. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind dagegen um T€ 192 bzw. 36,9% gestiegen. Ursächlich hierfür sind höhere Schadenersatzleistungen bzw. Versicherungserstattungen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind aufgrund der deutlich geringeren Beauftragung von Subunternehmern überproportional zu den Umsatzerlösen um 28,0% gesunken. Der Personalaufwand konnte aufgrund der ab Jahresmitte 2023 erfolgten Anpassungen der Mitarbeiterzahl gegenüber dem Vorjahr um 9,4% reduziert werden. Die Abschreibungen haben sich aufgrund der Veräußerung älterer SZM trotz der hohen Investitionen des Jahres 2023 um 5,0% verringert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind deutlich um T€ 2.333 bzw. 20,6% zurückgegangen. Ursächlich hierfür war insbesondere der Rückgang der Treibstoffkosten bedingt durch die geringere Anzahl an Fahrzeugen und den gegenüber 2022 gesunkenen Dieselpreis. Weitere deutliche Rückgänge waren bei den Aufwendungen für AdBlue, den KfZ-Versicherungen sowie den Mautgebühren zu verzeichnen. Das Betriebsergebnis (EBIT) beträgt T€ 443,1 und liegt somit aufgrund der geschilderten Entwicklung um 55,3% unter dem Betrag des Vorjahres (T€ 991,5). Das Finanzergebnis (- T€ 103,3) hat sich bedingt durch die Finanzierung der neuen Fahrzeuge zu deutlich höheren Zinssätzen trotz der planmäßigen und außerplanmäßigen Tilgung bestehender Darlehen deutlich gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Das Steuerergebnis (einschließlich latenter Steuern) hat sich bedingt durch das schlechtere Betriebsergebnis entsprechend verbessert und beläuft sich auf -T€ 90,7 gegenüber -T€ 286,8 im Vorjahr. Somit verbleibt ein Jahresüberschuss von T€ 150,2 gegenüber T€ 547,7 im Vorjahr, was einem Rückgang von 72,6% entspricht. 2.2 Finanzlage Die Eigenkapitalquote ist insbesondere aufgrund der deutlich verringerten Bilanzsumme nur geringfügig von 21,3% auf 20,0% zurückgegangen. Das mittel- und langfristig gebundene Vermögen ist weitestgehend durch Eigenkapital bzw. mittel- und langfristiges Fremdkapital finanziert. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgegangen und war im Geschäftsjahr 2023 leicht negativ. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist aufgrund der hohen Investitionen gegenüber dem Vorjahr deutlich negativ. Wegen der höheren Investitionstätigkeit war auch eine höhere Neuaufnahme von Fremdkapital erforderlich, so dass der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit trotz der Tilgung bestehender Darlehensverbindlichkeiten deutlich positiv ist. Die Liquidität (Bankguthaben) hat sich gegenüber dem vorherigen Bilanzstichtag um T€ 1.262,4 verschlechtert. 2.3 Vermögenslage Das Anlagevermögen ist aufgrund der erfolgten Investitionen vor allem in den Fuhrpark in Höhe von rund T€ 3.613,0 trotz planmäßiger Abschreibungen von T€ 1.118,4 und Anlageabgängen um T€ 849,8 gestiegen. Das kurzfristige Vermögen ist dagegen deutlich um T€ 861,6 zurückgegangen. Rückläufig sind hierbei die liquiden Mittel, während die Vorräte, die Kundenforderungen sowie sonstige Vermögensgegenstände gestiegen sind. Die Bankverbindlichkeiten sind aufgrund der Neuaufnahme von Darlehen (einschließlich Kontokorrentverbindlichkeiten) in Höhe von T€ 3.533,0 deutlich gestiegen. Dem stehen planmäßige und außerplanmäßige Tilgungen von T€ 1.940,6 gegenüber. Das kurzfristige Fremdkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 753,1 verringert, hiervon entfallen T€ 232 auf Rückstellungen und T€ 129,6 auf Lieferantenverbindlichkeiten sowie T€ 290,1 auf Steuerverbindlichkeiten. Rückläufig haben sich zudem die passiven latenten Steuern entwickelt (- T€ 134). 3. Gesamtaussage Die Vermögenslage wird noch als gut eingeschätzt. Die Ertragslage ist unter Berücksichtigung der Belastungen des Jahres 2023 noch zufriedenstellend. Die Finanzlage ist nicht zufriedenstellend. III. Prognosebericht der Naß-Transporte GmbH mit den wesentlichen Risiken und Chancen 1. Risikoanalyse Auch die Naß-Transporte GmbH muss sich weiter mit den krisenbehafteten und branchenspezifischen Problemen, die bereits zuvor erwähnt wurden, auseinandersetzen. Um gerade diesen Unwägbarkeiten vorzubeugen hat Naß-Transporte GmbH in den letzten Jahren stets auf entsprechend formulierte und langfristige Kundenverträge Wert gelegt. Nicht nur in puncto Treibstoffpreis-, Personalkosten- und Mauterhöhung greift unmittelbar der diesbezüglich manifestierte Floater (Frachtanpassung), sodass diese Posten das Unternehmen nicht noch mehr betriebswirtschaftlich nicht negativ belasten. Überwiegend ist das Kundenportfolio der Naß-Transporte GmbH "baulastig". Gerade Transporte für das Segment des Ein- und Zweifamilienhausbaus generieren den überwiegenden Jahresumsatz. Fehlende Förderprogramme oder Zuschüsse seitens der Politik im privaten Bausegment, die nach wie vor aus dem Anstieg der Verbraucherpreise aus der zurückliegenden hohen Inflation -gerade im Bereich der Energiekosten-, das gestiegene Zinsniveau, der eklatante Baukostenanstieg, die Unsicherheit über eine bevorstehende wirtschaftliche Rezession und der damit einhergehenden Sorge um die Sicherheit des eigenen Arbeitsplatzes hemmen die Hausbauabsichten immens. Mittlerweile beklagt die Fertighaus-Industrie teilweise Auftragseinbrüche gegenüber 2022 von bis zu 65 %, was gesamtwirtschaftlich betrachtet katastrophale Konsequenzen hat. Auch die Umsatzprognose für die Naß-Transporte GmbH liegt für 2024 mit € 13,3 Mio. rund € 3,5 Mio. unter dem Vorjahr. Von dieser rezessiven Entwicklung sind auch mittlerweile unweigerlich die Industrie, der Handel, Nutzfahrzeug- wie auch Baumaschinenhersteller, sprich sämtliche Lieferanten für die Bauwirtschaft, nachgelagert betroffen. Da die beschriebene Situation im Bausektor wie auch der im Gesamten nachlassende Transportmarkt selbstredend eine akute und durchschlagende Wirkung auf die Nass-Transporte hatte und damit die Auslastung des Fuhrparks auch in 2024 nicht gegeben ist, wurde und wird der Fuhrpark weiterhin auf das nötige Minimum von nur noch ca. 70 ziehenden Einheiten weiter heruntergefahren. Die Personalkosten wurden ebenfalls im kaufmännischen Bereich und im Servicebereich gesenkt. So soll der Personalaufwand in 2024 um ca. 35 % reduziert werden. Möglichen Ausfällen bedingt durch eventuelle Kundeninsolvenzen wird nach wie vor durch die Eindeckung einer Warenkreditversicherung entgegengewirkt, was gerade in der augenblicklichen Situation wieder von enormer Bedeutung ist. Ansonsten bestehen die üblichen Risiken für mittelständische Unternehmen. 2. Chancen Bedingt durch die verschlechterte Auftragslage im Transportbereich, dem enormen Kostendruck, sinkende Frachtraten wie auch alternativlose bzw. fehlende Unternehmensnachfolge werden in Deutschland einige Transportunternehmen ihren Geschäftsbetrieb nicht weiterführen oder aufrechterhalten können. Ebenso wird die Rückzahlung von Corona-bedingten Zuschüssen und Krediten einige Unternehmen in wirtschaftliche Schieflagen bringen. Im Transportsektor wird es dadurch mutmaßlich zu einer Marktbereinigung kommen. Sofern noch nicht umgesetzt, werden, ebenso wie die Naß-Transporte GmbH, viele Speditionen aus den verschiedensten Ladungsbereichen aufgrund der allgemeinen verschlechterten Auftrags- und Auslastungssituation handeln und ihren Fuhrpark überdurchschnittlich dezimieren. Dies wird das Verhältnis des Transportmarkts in puncto Ladungsangebot und Laderaum zeitnah wieder relativieren. Gegebenenfalls wird sich dadurch, adäquat wie in den vergangenen Jahren, nicht nur in konjunkturellen Spitzenzeiten eine Verknappung des zur Verfügung stehenden Laderaums einstellen und sich die Preise für Transportdienstleistungen erholen. 3. Prognose für die Naß-Transporte GmbH Trotz der weiterhin rückgängigen Auftragseingänge der Holzfertighausindustrie und der bereits vorab beschriebenen Abhängigkeit der Naß-Transporte GmbH von der Baubranche stellen sich die Perspektiven aufgrund der erfolgten Anpassung der Flotte wie auch durch die gesenkten Fixkosten für die kommenden Jahre nicht negativ dar. Im Gegenteil: Die durchgeführten und noch anhaltenden Restrukturierungsmaßnahmen werden ab 2025 Früchte tragen und die Naß-Transporte GmbH wird wieder gewinnbringend unterwegs sein. Es wird mit einer Umsatzrendite von rd. 3 Prozent gerechnet. Durch weiterhin aktive Akquise, das vorhandene fundierte Know-How, die Wiederaufnahme "alter" Geschäftsbeziehungen sowie die Nutzung von persönlichen Netzwerken befindet sich die Geschäftsleitung in intensiven Gesprächen diverser Kunden mit Frachten im offenen Ladungssegment zur Übernahme von ergänzenden Transportvolumina. Ab dem Jahr 2025 wird daher erstmals wieder mit steigenden Umsatzerlösen gerechnet. Der grundsätzliche weiterhin verschlanke Verwaltungs- und Kostenapparat wie auch das wirtschaftlich gute Haushalten in den letzten Jahren zahlt sich gerade jetzt aus. Die kurzfristige Anpassung der Fuhrparkgröße auf die Gegebenheiten wie auch die Senkung weiterer Lohn- bzw. Fixkosten werden daher dazu beitragen, dass die Naß-Transporte wieder gewinnbringend unterwegs sein wird. Insbesondere die KFZ-Kosten sollen bis Ende 2025 um € 2,5 Mio. gesenkt werden und damit im Vergleich zu 2023 um 32,5 % zurückgehen. Mit der Spezialisierung auf Transporte in der Baulogistik sowie im offenen Ladungsbereich als Hauptauftragssegment -trotz vorerst reduziertem Fuhrpark - ist die Naß-Transporte GmbH auch für die kommenden Jahre nach wie vor "auf der richtigen Schiene" und in jeglicher Hinsicht gut aufgestellt. Investitionen, auch als Ersatz, in den Fuhrpark sind allerdings vorerst nicht geplant. Für das Geschäftsjahr 2024 wird aufgrund der anhaltenden Rezession im Baubereich, der reduzierten Umsatzerlöse und der erneuten Restrukturierungskosten im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 nicht mit einem positiven Ergebnis gerechnet. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird bei ca. T€ -266 liegen.
Emmelshausen, 10. Januar 2025 gez. Geschäftsführung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden 10 Jahre festgelegt. Der aktivierte Geschäfts- und Firmenwert beinhaltet im Wesentlichen langjährige Geschäftsbeziehungen zu Kunden und Lieferanten. Für diese wurde aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit eine Nutzungsdauer von durchschnittlich 10 Jahren angesetzt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Anschaffungskosten beweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 Euro wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögengegenstände wurden mit den Nominalwerten unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Liquide Mittel und sonstige Aktiva wurden mit den Nominalwerten bewertet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr sowie Vorjahre betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Angesetzt ist der Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Unter den latenten Steuern wird der Überhang der passiven über die aktiven Steuerlatenzen ausgewiesen, soweit die Steuerlatenzen aus temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz resultieren. Die Bewertung der Steuerlatenzen erfolgte nach § 274 HGB. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von 642.724,17 Euro einbezogen. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalverbindlichkeiten. Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 265.733,22 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro). Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 4.778.175,80 Euro. Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden: Sicherungsübereignung der finanzierten Vermögensgegenstände Die Sicherungsrechte entfallen ausschließlich auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Angabe zu Restlaufzeitvermerken Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 1.698.926,83 Euro (Vorjahr: 2.345.413,49 Euro). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 3.687.843,45 Euro (Vorjahr: 1.970.057,64 Euro).
Latente Steuern Die passiven latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte: - Mietvertrag über die Betriebsgrundstücke mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2026. Die Verpflichtung über die gesamte Laufzeit beträgt 218.415,24,00 Euro zzgl. 19% Umsatzsteuer. - Mietvertrag über LKW-Stellflächen mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2027. Die Verpflichtung über die gesamte Laufzeit beträgt 234.136,32 Euro zzgl. 19% Umsatzsteuer (ohne Berücksichtigung Indizierung) - Leasingverträge über Fahrzeuge mit einem Gesamtbetrag von 1.716.563,99 Euro zzgl. 19% Umsatzsteuer. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Die Angaben nach § 285 Nr. 9 HGB unterbleiben gem. § 286 Abs. 4 HGB. Vorgänge von besonderer Bedeutung Vorgänge von besondere Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Bilanzgewinn beträgt nach der Vorabausschüttung 714.772,42 Euro und soll bis auf 78.750,00 Euro, welche abweichend von den Beteiligungsverhältnissen gemäß § 7 Abs. 4 des Gesellschaftsvetrags schon vorab in einer Vorabausschüttung im Mai 2023 nur an den Gesellschafter Nass Spedition GmbH & Co. KG ausgeschüttet wurden (disquotale Gewinnausschüttung), auf neue Rechnung vorgetragen werden. Unterschrift der Geschäftsführung
Emmelshausen, den 10. Januar 2025 gez. Moritz Beul gez. Christian Griffel sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 15.05.2025 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Naß-Transporte GmbH, Emmelshausen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Naß-Transporte GmbH, Emmelshausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Naß-Transporte GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist es, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, 10. Januar 2025 Forvis
Mazars GmbH & Co. KG
Jürgen Engel, Wirtschaftsprüfer Ekkehard Lorenz, Wirtschaftsprüfer |
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