Dolcera GmbH
Selbe AdresseUnternehmensberatung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
David John Gwilliam seit 3.7.2025 | Geschäftsführer |
David Suarez Rodriguez seit 3.7.2025 | Geschäftsführer |
Tobias Andreas Modjesch seit 9.4.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
The Livekindly Company Switzerland GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Livekindly Germany GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023A. AllgemeinesDie Unternehmenstätigkeit der Livekindly Germany GmbH umfasst den Vertrieb von veganen Fleischalternativen unter der eingetragenen Wort- und Bildmarke "LikeMeat". Der aktuelle Werbeclaim ist "Like - you like it." Grundlegende Rohstoffe sind Sojaproteine, Erbsen- oder Weizenproteine. Das Unternehmen operiert an einem Standort. Der Sitz befindet sich in Düsseldorf. Die Geschäftsführung, Finanzen, Marketing, Personalwesen und Vertrieb befinden sich am Düsseldorfer Stammsitz. Die Livekindly Germany GmbH beschäftigt zum Jahresende 2023 31 Mitarbeiter-/innen. Die LMG GmbH, welche im Wesentlichen Betriebsverpächterin an die Gesellschaft gewesen ist, wurde im Geschäftsverlauf 2023 wirksam mit Verschmelzungsvertrag vom 18. Juli 2023 rückwirkend zum 1.1.2023 auf die Livekindly Germany GmbH zu Buchwerten verschmolzen. Im Zuge dessen kam es zum Reinvermögenszuwachs um T€ 318. Dieser Zuwachs teilt sich zu T€ 308 auf die Kapitalrücklage und zu T€ 10 auf das gezeichnete Kapital auf. Die Livekindly Germany GmbH steuert ihr Geschäft im Wesentlichen anhand finanzieller sowie absatzbezogenen Leistungsindikatoren. Zu den wesentlichen finanziellen Indikatoren gehören die Umsatzsteigerung, das Rohergebnis 1 sowie das Jahresergebnis. B. WirtschaftsberichtI. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft konnte sich nach den Corona-Pandemie Jahren und dem anhaltenden Russland-Ukraine-Krieg und deren Folgen für die Weltwirtschaft moderat stabilisieren. 2 Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland hat sich 2023 gegenüber dem Vorjahr erhöht (in Milliarden Euro: 4.121,16 gegenüber. 3.876,81). 3 Die Inflationsrate in Deutschland ist im Jahresdurchschnitt von 2023 zu 2022 um einen Prozentpunkt gesunken, aber bewegt sich noch auf hohem Niveau (5,9% im Vergleich zu 6,9%). 4 Das reale BIP verzeichnete im Jahr 2023 einen Rückgang um 0,3%, im vorangegangenen Jahr lag das Wirtschaftswachstum noch bei +1,8%. Die europäische Wirtschaft wuchs mit einer jährlichen Wachstumsrate für 2023 nur um 0,5% schwächer als in 2022. Die wirtschaftlichen Auswirkungen unter anderem des Krieges in Europa waren sehr unterschiedlich, jedoch konnten sich im Laufe des Jahres 2023 manche EU-Staaten etwas erholen, aber nicht nur in Deutschland gab es negative BIP Entwicklungen. 5 Weltweit betrachtet stieg das reale BIP im Wirtschaftsjahr nur noch um 3,2% (leicht verringert zu 2022 mit 3,5%) an. 6 2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen In Deutschland ernähren sich rund 11% der Bevölkerung ausschließlich vegetarisch oder vegan (8% vegetarisch und 3% vegan). 7 Auch wenn in der Gesamtbevölkerung die vegetarische Ernährungsweise schrumpft, nimmt der Anteil in den jüngeren Zielgruppen zu. In der Altersklasse 18-28 Jahre (Gen Z) wird doppelt so häufig fleischfrei gegessen (14% vegetarisch und 7% vegan). Das Wachstum für vegane/vegetarische Fleischalternativen ist im deutschen Lebensmitteleinzelhandel in 2023 weniger dynamisch. Während der Umsatz um 7% gewachsen ist, konnte der Absatz nur um 2% von 100.765 Tonnen auf 102.286 Tonnen wachsen. 8 Mit stetig neuen Produktideen, Entwicklungen und Vertriebskanälen ist ein weiteres Wachstum des Marktes, verstärkt durch den Wandel der Gesellschaft und des (nachhaltigeren) Ernährungsbewusstsein 9 zu erwarten. Die aktuelle Nachfrage nach Soja sowie der Preisdruck sind, bedingt durch die starke Nachfragesteigerung nach diversen auf Soja basierenden Produkten, stark gestiegen. Hauptsächlich wird die Sojabohne zur Weiterverarbeitung zu Tiernahrung verwendet, im Jahr 2023 lag die Quote erneut bei ca. 80%. Treiber dieser Entwicklung ist der weltweit gestiegene Verzehr von Fleisch, Soja ist für die Produktion ein relativ günstiges und gut zu verarbeitendes Protein. Die größten Exporteure sind die USA, Brasilien und Argentinien. Etwa 80% der weltweiten Produktion entfallen auf diese 3 Ländern. 10 Insgesamt ist die weltweit verarbeitete Menge von Sojabohnen von 2010/11 222,22 Mio. Tonnen auf prognostizierte 330,25 Mio. Tonnen in 2022/23 gestiegen. Dies entspricht einem durchschnittlichen Wachstum von 3,4% innerhalb von zwölf Jahren. Weiteres, starkes Wachstum wird prognostiziert, da der weltweite Bedarf absehbar nicht nachlassen wird. 11 Die wichtigsten Beschaffungsmärkte für Livekindly sind Asien und Europa. II. Geschäftsverlauf 1. Rohergebnis- und Auftragsentwicklung Die Rohergebnismarge ist im Geschäftsjahr 2023 prozentual vermindert (-30,6%), absolut ist das Rohergebnis um T€ 4.590 auf T€ 10.413 gesunken (Vorjahres-Rohergebnis T€ 15.003). Entgegen der Vorjahresprognose verschlechtert sich das Rohergebnis, dies liegt im Wesentlichen am Rückgang des Umsatzes, sowie gestiegenen Einkaufs- sowie Logistikkosten. Der Nettoumsatz ging im Jahr 2023 um T€ 2.459 auf T€ 33.545 (Vorjahr T€ 36.004) zurück. Die Vorjahresumsätze beinhalten jedoch Verkäufe von Rohstoffen, Gewürzen und anderen Zutaten in Höhe von T€ 1.520 an einen Subunternehmer welcher Produkte im Auftrag für die Gesellschaft fertigte. Diese Umsätze entfallen (nach der Ausgliederung der Produktion in 2022) für die Vertriebsgesellschaft in 2023. Die um diese produktionsbedingten Umsätze bereinigte Veränderung der Vertriebsumsätze ist demnach nur T€ 939. Entgegen der letztjährigen Prognose stagnierte der Umsatz leicht, blieb aber weitestgehend auf dem Vorjahresniveau. Durch dezidierte Kostenkontrolle und verbesserte effizientere Marketingmaßnahmen mit dem Lebensmitteleinzelhandel, konnte der Jahresfehlbetrag um T€ 7.188 auf -T€ 4.087 (Vorjahr -T€ 11.275) reduziert werden. Die Livekindly Germany GmbH hat in diesem Umfeld des stark wachsenden Marktes mit Ihrem Sortiment eine Vorreiterstellung und partizipiert weiterhin stark an der gestiegenen Nachfrage ebendiesem. 2. Personal Die Gesellschaft beschäftigte am Bilanzstichtag 31 (Vorjahr 30) Mitarbeiter/-innen. Der Personalaufwand in Höhe von T€ 3.639 hat einen Anteil am Rohergebnis in Höhe von 35,0% (Vorjahr 28,3%). Die Personalkosten wurden bedingt durch den Carve-Out der Produktion während des Vorjahres um 14,2% reduziert. 4. Forschung und Entwicklung Die enge Abstimmung mit Kunden der Gesellschaft ermöglicht es die Produkte den Marktanforderungen entsprechend weiterzuentwickeln und innovative Produkte im Markt zu platzieren. Bei der Livekindly Germany GmbH sind Forschung, Entwicklung und Innovation vor allem darauf ausgerichtet, nachhaltige Lösungen für innerbetriebliche Prozesse zu entwickeln und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Die von Deutschland aus initiierten Innovationen werden in enger Abstimmung von der Schwestergesellschaft in den Niederlanden umgesetzt. 5. Investitionen Die Gesellschaft hat im Wirtschaftsjahr 2023 im Wesentlichen Investitionen in Höhe von T€ 70 für technisches Zubehör und Büroeinrichtungen im Zuge des Umzuges in ein größeres Büro, ebenso im Düsseldorfer Hafen, getätigt. III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 1. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Livekindly Germany GmbH hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 37.860 auf T€ 43.782 vermindert. Auf der Aktivseite sind insbesondere die Verbundforderungen primär bedingt durch die Verrechnung der Forderungen und Verbindlichkeiten im Zuge des Carve-Outs um T€ 39.696 auf T€ 373 gesunken. Ebenso verzeichneten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wesentlichen durch weitere Optimierung der Abrechnungen mit unseren Kunden einen Rückgang um T€ 598 auf T€ 4.433. Die Gesellschaft weist - trotz des stark reduzierten Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 4.087 (Vorjahr T€ 11.276) - im Geschäftsjahr 2023 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag aus (T€ -34.606). 2. Finanzlage Bis zum Carve-Out am 1.4.2022 finanzierte die Livekindly Germany GmbH sich wie im Vorjahr aus Mitteln der obersten Muttergesellschaft The Livekindly Company Inc., Delaware/USA, sowie dem Cash-Pooling mit der Gesellschafterin Livekindly Holding Germany GmbH. Seit dem 1.4.2022 generiert die Livekindly Germany GmbH genügend eigene liquide Mittel. Die Finanzierungsstrategie der Livekindly Germany GmbH aus Eigenmitteln wurde im Jahr 2023 unverändert fortgeführt. 3. Ertragslage Die Umsatzerlöse der Gesellschaft verminderten sich im Vergleich zum Vorjahr um 6,8% auf ein Niveau in Höhe von T€ 33.545. Der Nettoumsatz ging im Jahr 2023 um T€ 2.459 auf T€ 33.545 (Vorjahr T€ 36.004) zurück. Da im Vorjahr im Nettoumsatz rund T€ 1.520 produktionsbedingte Umsätze mit den Niederlanden und Schweden enthalten sind, verringerte sich der Vertriebsumsatz bereinigt nur um T€ 939 (2,6%).
Durch die Umsatzreduzierung um T€ 2.459 hat sich unter anderem auch das Rohergebnis um T€ 4.950 auf T€ 10.413 verschlechtert. Einflussfaktoren auf diese Reduzierung sind neben dem moderaten Vertiebsumsatzrückgang auch die Werbemaßnahmen mit unseren Kunden sowie im Wesentlichen der Materialaufwand bei der produzierten Ware sowie die gestiegenen Logistikkosten. Die Materialaufwandsquote, die den Materialaufwand in ein Verhältnis zur Gesamtleistung setzt, hat sich gegenüber dem Vorjahr um 14,3% erhöht. Weiterhin ergebnisrelevant ist die Entwicklung der Personalkosten (T€ 3.639), diese reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr (T€ 4.241) um 14,2%. Dies entspricht einer relativen Verbesserung der Personalkostenquote um 17,6%. Die Summe der sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerte sich um T€ 11.454 auf T€ 9.265. Maßgeblich für die Reduzierung verantwortlich sind die verringerten Werbemaßnahmen um T€ -6.337, die sonstigen Personalaufwendungen -T€ 1.888 sowie Mieten -T€ 487. Die Rechts- und Beratungskosten haben sich gegenüber dem Vorjahr mehr als halbiert (T€ 204; Vorjahr T€ 580). In der Gesamtbetrachtung verminderten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 55,3% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und unterstreichen das kostenbewusste Management der Gesellschaft. Das Finanzergebnis ist insgesamt um T€ 661 gesunken. Der Zinsaufwand im Verbundbereich ist auf T€ 2.806 (Vorjahr T€ 1.898) und der Zinsertrag ist ebenso auf T€ 1.247 (Vorjahr T€ 999) gestiegen; im Vorjahr wurde der Zinsaufwand und -ertrag im Verbundbereich saldiert. Der Jahresfehlbetrag 2023 beträgt damit T€ 4.087 (Vorjahr T€ 11.276) und entspricht somit den Erwartungen. IV. Abschließende Beurteilung des Geschäftsjahres Das Jahr nach der Ausgliederung der Produktionseinheit in eine neue rechtliche eigenständige Einheit in den Niederlanden im Vorjahr war geprägt mit weiteren Prozessanpassungen und Wissenstransfers im Sinne optimaler Prozessabläufe und Kollaboration sowie Kosteneffizienzen. Das operative Geschäftsjahr verlief mit stabilem Umsatz und zielgenauen aufwendigen Investitionen ins Marketing positiv, so dass der Jahresfehlbetrag weiter deutlich reduziert werden konnte. C. Chancen- und RisikoberichtDie grundsätzliche Chancen- und Risikoeinschätzung erfolgt innerhalb der Kategorien. Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht absehbar. I. Konjunkturchancen und -risiken Aufgrund der Unternehmenstätigkeit der Livekindly Germany GmbH, welche den Vertrieb von Lebensmitteln umfasst, werden trotz der Platzierung im mittlerweile sehr stark wachsenden und etablierten Segment der vegan-vegetarischen Fleischalternativen keine signifikanten Konjunkturrisiken gesehen, welche einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Livekindly Germany GmbH haben könnten. Die aktuell weltweit zu verzeichnenden Bewegungen, hin zu mehr Klimaschutz, gesünderer Ernährung sowie mehr Tierwohl haben einen positiven Einfluss auf das potenzielle Wachstum der Livekindly Germany GmbH. Ein signifikanter Teil der deutschen Bevölkerung steht dem vegan-vegetarisch Lebensweg immer aufgeschlossener gegenüber. II. Beschaffungsmarktchancen und -risiken Risiken bezüglich der Beschaffungsseite können aus der Nichtverfügbarkeit von Rohstoffen und Dienstleistungen, der Preisentwicklung essenzieller Rohstoffe sowie politisch motivierter Exportbeschränkungen der Lieferländer entstehen. Internationale Lieferbeschränkungen, Zölle sowie Lieferengpässe erschweren die Planungssicherheit sowie langfristige Geschäftsbeziehungen mit Lieferanten. Entgegengewirkt wird diesem durch strategisch geschlossene, mittelfristige Abnahmevereinbarungen der niederländischen Produktionseinheit mit den diversen Lieferanten und dem Beschaffungsvereinbarungen der Gesellschaft im Verbundbereich. Ebenso können die weltweite Nachfrage nach Rohstoffen, sowie die teilweise instabilen bilateralen Beziehungen auf internationaler Ebene extreme Auswirkungen auf die Wechselkurse und damit einhergehend auf die Rohstoffpreise haben. Beschaffungsrisiken ergeben sich auch durch den Wegfall bisheriger Lieferanten. Aufgrund der aktuellen Entwicklung im Segment der veganen Fleischalternativen besteht die Gefahr von neuen, beziehungsweise stärker werdenden Mitbewerbern, welche sich im gleichen Beschaffungsmarkt bewegen. Als Vorteil wird hingegen der Wachstumspfad sowie die Professionalisierung im Sourcing im Gesamtkonzerngefüge gesehen, der zu größeren Bestellungen und damit zu Skalierungseffekten geführt hat. Um die Beschaffungsrisiken zu minimieren, findet ein permanenter Austausch der deutschen Forschungs- und Entwicklungsabteilung sowie der Supply-Chain Kollegen/innen mit unserem Produzenten in den Niederlanden hinsichtlich Produktzutaten und deren Beschaffungs- und Versendungszyklen statt. III. Absatzmarktchancen und -risiken Die größte Chance im Absatzmarkt besteht durch die aktuellen Entwicklungen in der Gesellschaft. Der Bewusstseinswandel eines immer größer werdenden Teils der Gesellschaft, hin zu gesünderer Ernährung, wird weiterhin einer der größten Treiber der Entwicklung der Livekindly Germany GmbH sein. Das organische Wachstum der Geschäftsbeziehungen im Lebensmittleinzelhandel, die Internationalisierung des Unternehmens sowie die wachsende Kategorie des Fleischersatzes dienen als Nachweis hierfür. Diametral hingegen ist die Konkurrenzsituation im Bereich der vegan-vegetarischen Lebensmittel zu sehen. Große sowie etablierte Lebensmittelhersteller haben durch direkte sowie indirekte Eintritte in den Markt zu einer Verstärkung des Wettbewerbs geführt und damit den Regal- und Preisdruck erhöht. Die Strategie- und Preisverhandlungen mit dem Lebensmittelhandel sind essenzieller Bestandteil der Vertriebs- und Controlling Abteilungen seitens Livekindly Germany GmbH damit die starke Marktposition in dem von Verdrängungswettbewerb, aber auch zu beobachtenden Konsolidierungsmarkt, gekennzeichneten Fleischersatzmarkt gehalten werden kann. Das unternehmerische Risiko von Livekindly Germany GmbH wird durch zielgruppenspezifisches Marketing ausbalanciert, um mit den jeweiligen Kampagnen im Einklang mit den Kunden weiter zu wachsen. Ebenso wird strategisch nach Ausbau und neuen Vertriebskanälen permanent Ausschau gehalten, damit die Marke Like omnipräsenter wird. Dementsprechend finden permanent Abstimmungsmeetings aller Leiter der Funktionsbereiche inklusive der Geschäftsführung statt, um die Kernaufgaben und intermediäre Beschaffung unserer Produkte in enger Abstimmung mit den niederländischen Kollegen sowie die jeweiligen Vertriebswege zu eruieren und priorisieren. IV. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Oberstes Ziel des Finanzmanagements, das einen integralen Bestandteil des Risikomanagementsystems darstellt, ist eine ausreichende Liquiditätsversorgung unserer Gesellschaft, zu deren Steuerung die verschiedensten Instrumente eingesetzt werden. Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch generierte Eigenmittel sowie die Einbindung der Gesellschaft in das Cash-Pooling der Livekindly Holding Germany GmbH, welche wiederum über die Muttergesellschaft The Livekindly Company Inc. finanziert werden kann, gesichert. Des Weiteren sorgt die konsequente Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten an bekannten Finanzkennzahlen (Working Capital, Cash Conversion Cycle Optimierung, Verschuldungsgrad etc.) dafür, dass finanzielle Risiken unter Kontrolle bleiben und eine gute Bonitätseinschätzung durch externe Finanzierungs- und Ratingstellen nicht verloren geht. V. Gesamtbild der Chancen und Risikolage Im Gesamtbild der Chancen und Risiken überwiegen aufgrund des bereits beschriebenen Wandels der Gesellschaft, aber auch der innerdeutschen Lage, unverändert die Chancen. Durch die gesicherte finanzielle sowie organisatorische Unterstützung des Gesellschafters wird der Expansionskurs weiter fortgesetzt werden. Die Risiken im Absatzmarkt können nur durch eine größere Verfügbarkeit von Ressourcen angenommen und gelöst werden. Zudem findet ein permanenter Austausch seitens der Gesellschaft mit der Produktionseinheit statt, in welchem Verfügbarkeit im Sinne von Quantität und Qualität sowie auch Umsetzung von Innovationen der Marke "Like - you like it" (vormals: "LikeMeat") engmaschig und detailliert abgesprochen werden. Die Gesellschaft weist bei einem gezeichneten Kapital nach Verschmelzung von T€ 35 zum Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von T€ 34.606 (Vorjahr: T€ 30.836) aus. Diese bilanzielle Überschuldung der Gesellschaft resultierte maßgeblich aus den negativen Jahresergebnissen der vorherigen Geschäftsjahre. Im Bezug auf die bilanzielle Überschuldung wurde zu Gunsten der Gesellschaft eine qualifizierte Rangrücktrittserklärung der obersten Muttergesellschaft abgegeben. Des Weiteren hat sich die oberste Muttergesellschaft im Rahmen einer Patronatserklärung in Höhe von € 15,0 Mio. dazu verpflichtet, die Livekindly GmbH mit finanziellen Mitteln so auszustatten, dass sie ihre gegenwärtigen und zukünftigen Verbindlichkeiten gegenüber ihren sämtlichen Gläubigern erfüllen kann. Unter Berücksichtigung der Verpflichtungsübernahmeerklärung der Gesellschafterin sowie der vorliegenden Finanz-, Ertrags- und Liquiditätsplanung ist die Liquidität mindestens für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 gesichert. D. PrognoseberichtGetrieben durch den von den fortgeschrittenen Volkswirtschaften und Schwellenländern getragenen Aufschwung, welcher zwar im Jahr 2020 rückläufig war, jedoch in 2021 und 2022 leicht wieder an Schwung aufnahm, rechnen wir mit einem dynamischen Zuwachs im Bereich der vegan-vegetarischen Fleischalternativen. Nach der gesamtwirtschaftlichen Erholung im Jahr 2022 sowie 2023 sah die Prognose für 2024 erneut ein stagnierendes bis moderates Wachstum vor. Derzeit wird für Deutschland eine Steigerung des realen Bruttoinlandsprodukts um +0,3% für 2024 bzw. +1,0% für 2025 prognostiziert. 12 Die europäische Wirtschaft wuchs mit einer jährlichen Wachstumsrate für 2023 nur um 0,5% schwächer als in 2022 (3,5%). Die Prognose für 2024 ist zurzeit mit 0,9% leicht optimistisch. 13 Die Prognosen für die Erzeugung von veganen Fleischalternativen sowie des gesamten veganen Sortiments sehen für die folgenden Jahre durchweg positiv aus, besonders neue Vertriebskanäle, der Markt in Österreich und diverse Marketingstrategien steht - neben der Konzentration und dem Ausbau der deutschen Kundenbeziehungen - im Fokus der Expansion. Haupttreiber des Wachstums werden die Themen Klimaschutz, gesündere Ernährung und Tierwohl sein. Derzeit sind noch keine negativen, messbaren Einflüsse des Kundenverhaltens aufgrund des Russland-Ukraine-Krieges mit den einhergehenden Inflationssteigerungen auf die Entwicklung des Marktes für vegane Fleischalternativen messbar. Für das laufende Geschäftsjahr 2024 wird im operativen Bereich in einer weiterhin positiven, aufgrund des weiteren Wachstums jedoch auch herausfordernden Geschäftslage gearbeitet. Wir erwarten ein steigendes Rohergebnis trotz höherer kundenspezifischer Werbemaßnahmen auf den gezielten Werbekanälen und Herstellkosten im Geschäftsjahr 2024 und ein Jahresergebnis, welches - getrieben von wesentlich verbessertem operativem kostenbewussten Ergebnis - deutlich über dem Vorjahresergebnis liegen wird. Trotz des negativeren allgemeinen Konsumklimas wie beispielsweise gestiegener Inflation mit einem Ausblick in Deutschland für 2024 zurzeit 0,3% respektive für 2025 zurzeit 1,0%. 14 , sind momentan keine gravierenden Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Die mittel- bis langfristigen Folgen dieser Einflüsse sind jedoch nicht absehbar. Auch wenn sich die makro- und mikroökonomische Unsicherheit im Jahr 2024 fortsetzen wird, gehen wir von starker Umsatzsteigerung im hohen einstelligen bis niedrigerem zweistelligen Prozentbereich aus. Dieser positive stabile Umsatztrend wird sich in 2024 mit Wachstum für die Gesellschaft trotz "Gegenwind" durch schwankende BIP-Wachstumsprognosen von -0,3% bis +0,3%, zwar rückläufiger aber immer noch existierender Inflation mit 2,3% (2023: 5,9% 15 ), fortsetzen. Der positive Umsatztrend wird sich gemäß Prognose der Gesellschaft in 2025 in einer Spanne in Höhe von 5-10% weiter fortsetzen. Dies wird auch die Finanzkennzahlen positiv beeinflussen; das Working Capital wird durch schnellere Umschlagshäufigkeit und enge Abstimmung der Forderungen mit den Kunden, die Working Capital Ratio zusätzlich durch stark erhöhten Umsatz und verbesserte Herstellkosten zu verbesserten Ergebnissen führen, die den Verschuldungsgrad der Gesellschaft ebenso reduzieren werden. Livekindly Germany GmbH ist überzeugt mit Ihrer Produktpalette, Innovationen und gezieltem (social) Marketing in allen Vertriebskanälen weiter zu wachsen. Grundlegende Annahmen hierfür sind die wachsende Kategorie der Fleischalternativen, unsere starke ausgebaute Marktposition, die gewachsene Kundenbasis und eine verstärkte Nachfrage des Sortiments bei den Lebensmitteleinzelhandel- und ́Online ́-Kunden - nicht zuletzt durch die bei diesen Kunden und Endverbrauchern etablierte Marke "Like - you like it" (vormals: "LikeMeat").
1 Berechnung: Umsatzerlöse +
Bestandserhöhung + sonstige betriebliche Erträge
- Materialaufwand
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 20231. AllgemeinesDie Livekindly Germany GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf (HRB 82385). Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Ausweis- und Gliederungsvorschriften wurden den gesetzlichen Vorschriften entsprechend befolgt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der Ausweis der Finanzergebnis wurde übersichtshalber im Vorjahr wie im aktuellen Jahr brutto ausgewiesen. Die LMG GmbH, welche im Wesentlichen Betriebsverpächterin an die Gesellschaft gewesen ist, wurde im Geschäftsverlauf 2023 wirksam mit Verschmelzungsvertrag vom 18. Juli 2023 rückwirkend zum 1.1.2023 auf die Livekindly Germany GmbH zu Buchwerten verschmolzen. Im Zuge dessen kam es zum Reinvermögenszuwachs um T€ 318. Dieser Zuwachs teilt sich zu T€ 308 auf die Kapitalrücklage und zu T€ 10 auf das gezeichnete Kapital auf. Aufgrund von Anlaufverlusten ist die Gesellschaft bilanziell überschuldet. Trotz qualifizierter Rangrücktritte der obersten Muttergesellschaft Livekindly Company Inc., Delaware/ USA, verbleibt eine Überschuldung im Sinne der Insolvenzordnung bestehen. Nichtsdestotrotz wurde - unter Berücksichtigung einer Patronatserklärung seitens der Livekindly Company Inc. - unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit bilanziert. Die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft wird als sehr gut eingeschätzt. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Im Einzelnen wurden die folgenden wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt: Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen linear vermindert. Der Abschreibungszeitraum bei Maschinen und technischen Anlagen beträgt 5 bis 20 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu 250,00 € werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Bei geringwertigen Wirtschaftsgütern mit Einzelanschaffungskosten zwischen 251,00 € bis 1.000,00 € wird ein Sammelposten gebildet, der über 5 Jahre angeschrieben wird. Die Vorräte sind nach den folgenden Grundsätzen aktiviert worden: Roh,- Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wurden mit den Anschaffungskosten bzw. unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten setzen sich aus den Einzelkosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten zusammen, Fremdkapitalzinsen sind nicht berücksichtigt. Die Bewertung der Forderungen, der sonstigen Vermögensgegenstände, sowie der Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen sowie das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigen Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für Folgejahre darstellen und sind mit den Nennwerten bilanziert. Die Eigenkapitalpositionen sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Künftige Preis- und Kostensteigerungen werden bei der Ermittlung der Rückstellungen berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden entsprechend § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs vom Abschlussstichtag umgerechnet und unrealisierte Aufwendungen bzw. unrealisierte Erträge erfolgswirksam erfasst. 3. Angaben zur BilanzDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbundforderungen in Höhe von T€ 373 (Vorjahr T€ 40.069) setzen sich zusammen aus T€ 245 Forderungen aus Lieferung und Leistungen sowie Zinsforderungen in Höhe von T€128. Der Rückgang der Verbundforderungen resultiert im Wesentlichen aus der Verrechnung der Kaufpreisforderung für die übergegangenen Vermögensgegenstände im Zuge des Carve-Outs mit den dazugehörigen Verbundverbindlichkeiten. Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für ausstehende Rückvergütungen an Großkunden von T€ 2.776 (Vorjahr T€ 2.986) und Rückstellungen für Marketing von T€ 386 (Vorjahr T€ 36).
Mit Ausnahme der in Einzelfällen vereinbarten Eigentumsvorbehalte wurden keine angabepflichtigen Sicherheiten gestellt. 4. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 327 (Vorjahr T€ 104), die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen und aus der Ausbuchung von verjährten Verbindlichkeiten aus dem Verbundbereich resultieren. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 91 (Vorjahr T€ 1.023). Im Vorjahr betraf dies mit T€ 991 im Wesentlichen Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen. 5. Sonstige Angabena) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Für Livekindly Germany GmbH bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen in Höhe von € 1,6 Mio (Vorjahr € 1,0 Mio). b) Arbeitnehmeranzahl Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 30 (Vorjahr 30) Arbeitnehmer in Deutschland. c) Honorar des Abschlussprüfers Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars gem. § 285 Nr. 17 HGB wird gem. § 288 Abs. 2 Satz 3 HGB verzichtet. d) Geschäftsführung Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:
e) Aufwendungen für Organe In Bezug auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung nimmt die Gesellschaft die Befreiung gemäß § 286 Abs. 4 HGB i. V. m. § 285 Nr. 9 Buchst. a) HGB in Anspruch. Sonstige Bezüge, Vorschüsse und Kredite sind den Mitgliedern der Geschäftsführung nicht gewährt worden. f) Konzernabschluss Die The Livekindly Company, Inc., Delaware, USA, stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der The Livekindly Company, Inc. Ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. g) Nachtragsbericht Nach dem Ende des Geschäftsjahres 2023 sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die für die Livekindly Germany GmbH von wesentlicher Bedeutung waren und zu einer veränderten Beurteilung der Lage der Gesellschaft geführt haben.
Düsseldorf, den 09.08.2024 Livekindly Germany GmbH, Düsseldorf Anja Grunefeld Entwicklung des Anlagevermögens
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Livekindly Germany GmbH, Düsseldorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Livekindly Germany GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Livekindly Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Osnabrück, den 9. August 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Christoph Hölscher, Wirtschaftsprüfer ppa. Marc Neppert, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 13.08.2024 festgestellt. |
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