Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 189373
Eingetragen
15.12.2010
Branche
Großhandel mit Möbeln, Teppichen, Lampen und LeuchtenHerstellung von BüromöbelnEinzelhandel mit Wohnmöbeln
Gegenstand
Import, Vertrieb und Onlinehandel mit Bürostühlen und Büromöbeln sowie alle damit zusammenhängenden Dienstleistungen und Tätigkeiten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Weber
seit 5.2.2020
Geschäftsführer
Oliver Fritz
seit 5.2.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
74.90%
25.10%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Hans Jürgen Huber
82362 Weilheim i. OB
19.474 €
74.90%
TWV GmbH
Germany
6.526 €
25.10%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HJH Office GmbH

Weilheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum 31. Dezember 2023

HJH Office GmbH

Weilheim

1. Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

Die HJH Office GmbH (im Folgenden auch: HJH) handelt mit Büromöbeln (Schwerpunkt Bürostühle). Der weitaus größte Umsatzanteil erfolgt mit der Eigenmarke "hjh Office". Der Vertrieb erfolgt im E-Commerce europaweit über eigene Web-Shops wie "buerostuhl24.com" sowie über diverse Onlinemarktplätze. Die Hauptzielgruppen sind Endverbraucher sowie direktkaufende Business Kunden (B2BC). Die HJH fokussiert sich auf eine maximale Sortimentstiefe insbesondere bei Bürostühlen. Hohe sofortige Produktverfügbarkeit und ein Premium-Kundenservice sind weitere Eckpfeiler der Philosophie. Im Mittelpunkt der Wachstumsstrategie steht die andauernde europäische Expansion, sowie weiteres Wachstum auf allen europäischen E-Commerce Plattformen. Produktseitig bleibt der Fokus auf Bürostühlen und Büromöbeln, laufend erweitert durch eine wachsende Zahl an Sortiment ergänzenden Produkten.

Rahmenbedingungen:

Die allgemeine Verunsicherung der Verbraucher durch das weltpolitische Umfeld sowie durch wirtschaftliche Faktoren wie die anhaltende Inflation setzte sich auch im Jahr 2023 fort.

Die zwischenzeitliche Erholung der deutschen Wirtschaft nach dem tiefen Einbruch im Jahr 2020 setzte sich nicht fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Pandemie, lag das BIP 2023 nur um 0,7 % höher.

Laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland stagnierte weiterhin in einem krisengeprägten Umfeld.

Allgemeine Wirtschaftsdaten: Das Baugewerbe verzeichnete im Jahr 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 Prozent. Dennoch bleibt die Branche durch weiterhin hohe Baukosten, Fachkräftemangel und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen unter Druck. Das verarbeitende Gewerbe, das fast 85 Prozent des produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, verzeichnete im Jahr 2023 ein preisbereinigtes Minus von 0,4 Prozent.

Positive Impulse kamen hier vor allem aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Im Gegensatz dazu sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem diese Branchen bereits 2022 stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatten.

Der Einzelhandel verzeichnete im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr einen preisbereinigten Umsatzzuwachs von 3,3 Prozent.

Der Bruttoumsatz mit Waren im gesamten E-Commerce-Markt fiel im Jahr 2023 erstmals zweistellig um 11,8 Prozent auf 79,7 Milliarden Euro, nach 90,4 Milliarden Euro im Vorjahr. Im E-Commerce-Bereich für Möbel, Lampen und Dekoration sank der Umsatz um 9,3 Prozent, was einem Bruttoumsatz von 5,353 Milliarden Euro entspricht.

Geschäftsverlauf:

Im Jahr 2023 sah sich HJH mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert, da sich die ungünstigen Rahmenbedingungen aus dem Jahr 2022 fortsetzten. Diese Herausforderungen umfassten eine Vielzahl externer und interner Faktoren, die das Geschäftsumfeld erheblich beeinflussten und zu einem weiteren Umsatzrückgang führten. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019 (letztes Geschäftsjahr vor der Pandemie) konnte HJH einen leichten Zuwachs verzeichnen. Gleichzeitig sind die Kosten im Jahr 2023 im Vergleich zu 2019 jedoch erheblich gestiegen.

Angesichts dieser belastenden Faktoren konzentrierte sich HJH im Jahr 2023 verstärkt auf das Kostenmanagement. Es wurden verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die finanzielle Belastung zu reduzieren. Eine zentrale Maßnahme war die Reduzierung des Vorratsbestands, um die Lagerhaltungskosten zu senken, eine umfangreiche Anpassung der Marketingausgaben sowie Budgetanpassungen bei Dienstleistern. Zusätzlich wurden interne Prozesse optimiert, um die Effizienz zu steigern und unnötige Ausgaben zu vermeiden. Diese Maßnahmen zeigten erste positive Effekte.

Die Herausforderungen des Jahres 2023 verdeutlichten die Notwendigkeit für HJH, strategische Anpassungen vorzunehmen. Insgesamt wird es für HJH entscheidend sein, flexibel und anpassungsfähig zu bleiben, um die Herausforderungen der sich geänderten Marktbedingungen erfolgreich zu meistern und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

2. Ertragslage

Durch das gesunkene Umsatzniveau reduzierten sich auch die absoluten Beschaffungskosten, sowie das Rohergebnis. Das Rohergebnis verringerte sich um TEUR 1.259 im Vergleich zum Vorjahr.

Der Personalaufwand sank im Vergleich zum Vorjahr um 1% (TEUR 23,5) auf TEUR 2.309. Trotz des Rückgangs der Personalkosten stieg die Personalaufwandsquote aufgrund eines überproportionalen Rückgangs des Umsatzes leicht an.

Die Abschreibungen erhöhten sich um TEUR 68 auf TEUR 274,6, was auf die fortgesetzten Investitionen in die digitale Infrastruktur zurückzuführen ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.033 auf TEUR 10.086.

Trotz des Umsatzrückgangs erzielte das Unternehmen durch effektives Kosten- und Sortiment- Management und stabile Margen im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von TEUR 715 (Vorjahr: TEUR 185).

3. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 11.645 auf TEUR 9.911 zurückgegangen. Die Bilanzsumme verringerte sich insbesondere durch den umgesetzten Abbau des Lagerbestands. In den Vorjahren wurde der Lagerbestand aufgrund der unsicheren Lage in Bezug auf die Pandemie und der damit verbundenen Transportunsicherheiten aufgestockt.

Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt TEUR 695 (7%). Die im Berichtsjahr getätigten Investitionen dienten weiteren technischen Entwicklungen der Webshops.

Durch die Angleichung des Vorratsbestands auf Normalniveau nach der Pandemie ist der Bestand im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.822 auf TEUR 4.052 zurückgegangen, was einem Anteil von 40,89 % (Vorjahr: 50,4 %) am Gesamtvermögen der Gesellschaft entspricht.

Der Anteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist um TEUR 181 auf TEUR 741 gesunken, was einer Forderungsquote von 7,47 % (Vorjahr: 7,9 %) am Gesamtvermögen entspricht. In dieser Summe ist eine Pauschalwertberichtigung von 1 % enthalten.

Die sonstigen Vermögenswerte sind um TEUR 452 auf TEUR 1.048 gestiegen (Vorjahr: TEUR 596) und betreffen hauptsächlich den Geldverkehr sowie Steuererstattungsansprüche.

Die jederzeitige Gewährleistung der Liquidität sowie die problemlose Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen waren auch im Geschäftsjahr 2023 sichergestellt. Bei einer Rückführung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Jahr 2023 um TEUR 545 auf TEUR 1.500 beliefen sich die flüssigen Mittel (TEUR 3.281, Vorjahr: TEUR 3.449) auf einem weiterhin hohen Niveau.

Die Eigenkapitalquote zum 31.12.2023 beträgt 65,09 % (Vorjahr: 68,1 %).

4. Risiko- und Chancenbericht

Die HJH ist im Einzelhandelsbereich mit diversen eigenen Webshops im In- und Ausland, sowie auf diversen Online-Marktplätzen und als Großhändler aktiv. Hieraus ergeben sich Wachstumschancen in allen Kanälen und eine breite Risiko-Streuung.

4.1 Risikobericht

4.1.1 Konjunkturelle Risiken

Wie jeder andere Marktteilnehmer unterliegt auch die HJH externen Konjunkturrisiken. Eine Verschlechterung der Kaufkraft in den jeweiligen Absatzmärkten oder der Konsumbereitschaft der Verbraucher allgemein würde auch bei HJH entsprechende Anpassungsmaßnahmen erfordern. Die Gesellschaft ist durch eine hohe Eigenkapitalquote und umfassendem, zeitnahen Controlling in der Lage, schnell auf potenzielle Veränderungen zu reagieren.

4.1.2 Absatzrisiken

Durch die Vielzahl der Absatzkanäle besteht für HJH ein deutlich reduziertes "Klumpenrisiko". Es wird permanent an der Optimierung des Warensortiments gearbeitet, um für alle Zielgruppen preislich und qualitativ hoch attraktive Produkte anbieten zu können.

4.1.3 Ausfallrisiken

HJH unterliegt seit Bestehen einem sehr geringen Ausfallrisiko, da die Aufträge in der Regel online direkt vor Versand vom Kunden bezahlt werden. Seit mehreren Jahren wird auch Kauf auf Rechnung angeboten. Diese Aufträge sind via Factoring gesichert. Ein geringes Risiko besteht bei einem kleinen Teil der Großhandelskunden. Hier wird das Risiko über kurze Zahlungsziele, sowie eng gesteckte Verfügungsrahmen der Kunden minimiert.

4.1.4. Beschaffungsrisiken

Durch die Implementierung eines effektiven Auswahl- und Überwachungsprozesses für neue Lieferanten und Geschäftspartner gelingt es, bestehende Beschaffungsrisiken signifikant zu minimieren. Parallel dazu haben langjährige Kooperationen ihre Wertigkeit gezeigt, da hierbei Beschaffungsrisiken äußerst selten auftreten. Die Versorgungslage und Frachtpreise konnten sich weiter normalisieren.

Allerdings ist eine vollständige Kompensation der Einflüsse von Wechselkursänderungen nicht immer realisierbar. Ein straffes monatliches Überwachungssystem für Beschaffungspreise bildet die Grundlage für fortlaufende Anpassungen der Verkaufspreise, insbesondere bei Veränderungen der Fracht- oder Beschaffungskosten sowie bei ungünstigen Entwicklungen der Wechselkurse.

Die weitere Stabilisierung der Seefrachtraten im Jahr 2023 reduzierte den Kostendruck auf der Beschaffungsseite, was es ermöglichte, die Endkundenpreise weitestgehend stabil zu halten. Da dieser Effekt sämtliche Importeure der Branche gleichermaßen betraf und weiterhin betrifft, führte er zu keiner Veränderung zugunsten einzelner Marktteilnehmer.

4.2 Chancenbericht

Das Unternehmen bewegt sich in einer Branche, die von permanenten Innovationen und einer dynamischen Entwicklung geprägt ist. In diesem Umfeld hat sich HJH über nunmehr zwei Jahrzehnte eine stabile Marktposition erarbeitet.

4.2.1. Solide Finanzierung

Die Gesellschaft zeichnet sich durch eine solide Finanzierung aus. Dies bietet Raum und verschafft Sicherheit für die zukünftige Entwicklung. Auch ist es durch die schlanke Struktur der Gesellschaft möglich, relativ kurzfristig auf marktbedingte Veränderungen zu reagieren.

4.2.2. Eigenmarke

Der Verkauf von Eigenmarkenprodukten wie "hjh Office" sowie die geplante Einführung der Eigenmarke "hjh Living" bieten der Gesellschaft ein Alleinstellungsmerkmal. Dies ermöglicht es, ein sehr attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis für die Kunden anzubieten und weitgehend unabhängig von Preisgestaltungen durch externe Produzenten zu sein.

4.2.3. Neue Absatzgebiete

Die Gesellschaft sieht durch die Erweiterung des Vertriebsgebietes vor allem im europäischen Ausland die Chance, bedeutende Einnahmequellen zu eröffnen, die sich langfristig positiv auf die Ertragssituation auswirken. Weitere Möglichkeiten ergeben sich durch Sortimentserweiterungen und die Erschließung zusätzlicher Zielgruppen.

4.2.4. Personal/ Know-how

Die langjährige Betriebszugehörigkeit vieler unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist für HJH von entscheidender Bedeutung. Sie bildet eine solide Grundlage für ein starkes Netzwerk, ermöglicht Ruhe in hektischen Situationen und stellt ein umfassendes Know-how auf allen Ebenen sicher. Dadurch ist HJH in der Lage, sich schnell auf die ständigen Veränderungen in der Handelsbranche einzustellen.

5. Ausblick

Trotz der herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der vergangenen Jahre und der Unsicherheiten im Jahr 2023 ist das erzielte Ergebnis für dieses Jahr äußerst zufriedenstellend. HJH ist zuversichtlich, aus den gewonnenen Erfahrungen Nutzen zu ziehen und künftige Herausforderungen noch besser zu bewältigen.

Die gesamtwirtschaftliche Stimmung in Deutschland setzte im Jahr 2023 ihren negativen Trend fort, wie der ifo-Geschäftsklimaindex deutlich zeigt. Mit einem Durchschnittswert von 87,5 Punkten markiert dies den fünften Rückgang in Folge. Obwohl die Unternehmen die aktuelle Lage noch wenig positiv bewerten, gibt es Hoffnung für das Jahr 2024. Seit Februar 2024 zeigt der Index einen klaren Aufwärtstrend bis zum Mai 2024, wo er bei 89,3 Punkten lag. Dies deutet auf einen eindeutigen und hoffentlich nachhaltigen Gegentrend hin.

Obwohl der Index für 2024 einen positiven Trend zeigt, behält HJH alle Unternehmensbereiche weiterhin genau im Auge. Die Strategie, unser Kernsortiment zu optimieren und zu erweitern, bleibt bestehen. Darüber hinaus strebt das Unternehmen eine weitere Expansion im Bereich Home and Living an. Dank einer hohen Lagerverfügbarkeit und einer gut entwickelten Logistik ist HJH in diesem Bereich sehr gut aufgestellt und in der Lage, alle Anforderungen seiner Kunden in ganz Europa zu erfüllen.

Nach den aktuellen Planungen geht die Geschäftsführung davon aus, dass das Jahresergebnis 2024 vergleichbar mit 2023 sein wird.

 

Weilheim, 29. Mai 2024

HJH Office GmbH

Jürgen Huber

Oliver Fritz

Thomas Weber

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

Vorjahr
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Rechte 337.263,00 446.632,00
2. geleistete Anzahlungen 140.010,00 477.273,00 88.830,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 217.400,00 196.001,00
694.673,00 731.463,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. fertige Erzeugnisse und Waren 3.785.819,19 5.557.664,52
2. geleistete Anzahlungen 266.573,77 4.052.392,96 316.856,39
II Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 740.748,71 921.495,63
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.048.392,65 1.789.141,36 596.205,44
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 0,00 (Vorjahr: € 47.619,01 )
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.281.098,00 3.448.757,57
9.122.632,32 10.840.979,55
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 93.410,58 72.541,92
9.910.715,90 11.644.984,47

PASSIVA

Vorjahr
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.500,00 25.500,00
II. Kapitalrücklage 956.874,88 956.874,88
III. Bilanzgewinn 5.468.530,83 6.953.097,45
6.450.905,71 7.935.472,33
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 146.207,00 51.152,00
2. sonstige Rückstellungen 310.540,00 456.747,00 233.540,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.499.999,90 2.045.454,50
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 545.454,60 (Vorjahr: € 545.454,60 )
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 954.545,30 (Vorjahr: € 1.499.999,90 )
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 55.008,54 87.487,10
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 55.008,54 (Vorjahr: € 87.487,10 )
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 701.954,12 670.918,71
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 701.954,12 (Vorjahr: € 670.918,71 )
4. Sonstige Verbindlichkeiten 746.100,63 3.003.063,19 620.959,83
- davon aus Steuern € 742.089,13 (Vorjahr: € 490.755,80 )
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 746.100,63 (Vorjahr: € 620.959,83 )
9.910.715,90 11.644.984,47

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023

Vorjahr
1. Rohergebnis 13.628.978,35 14.887.485,20
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.819.738,03 -1.867.088,14
b) Soziale Abgaben -489.595,74 -2.309.333,77 -465.716,69
- davon für Altersversorgung € 24.593,17 (Vorjahr: € 28.677,58 )
3. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -274.635,36 -206.433,48
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.086.394,42 -12.119.792,21
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung € 178.339,18 (Vorjahr: € 90.741,48 )
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 70.604,74 4.964,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -948,35 -2.865,96
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -312.531,81 -96.555,50
8. Ergebnis nach Steuern 715.739,38 133.997,22
9. Sonstige Steuern -306,00 50.704,35
10. Jahresüberschuss 715.433,38 184.701,57
11. nicht verwendeter Vorjahresgewinn 184.701,57 1.610.417,87
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.768.395,88 5.157.978,01
13. Gewinnausschüttung -2.200.000,00 0,00
14. Bilanzgewinn 5.468.530,83 6.953.097,45

AMTSGERICHT MÜNCHEN / HRB 189 373

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der HJH Office GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes sowie der Satzung beachtet.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften

2.1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Anlagevermögen wurde mit den Anschaffungskosten gegebenenfalls vermindert um die Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen auf Sachanlagen wurden nach der linearen Methode ermittelt. Zugänge zu den Sachanlagen wurden mit den zeitanteiligen Beträgen abgeschrieben. Aus Vereinfachungsgründen wurden Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis T€ 0,8 in voller Höhe abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennbetrag angesetzt.

Flüssige Mittel sind zum Nominalbetrag bilanziert.

Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die als Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag abzugrenzen sind.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das laufende Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie wurden mit dem Erfüllungswert angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Soweit erforderlich wurden die Rückstellungen nach § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

2.2. Bewertungseinheiten

Zum Abschlussstichtag waren Devisen-Termingeschäfte über einen Nominalbetrag von insgesamt TUSD 2.250 abgeschlossen. Diese Devisen-Termingeschäfte dienen der Absicherung von EUR/USD-Kursen zur Anschaffung von Handelswaren in USD und werden zur jeweiligen Fälligkeit mit den vereinbarten EUR/USD- Kursen abgenommen. Sie werden im Wesentlichen für Wareneinkaufszahlungen im Folgejahr verwendet.

2.3. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden.

3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

3.1. Bruttoanlagenspiegel und Geschäftsjahresabschreibung

Die Aufgliederung und Entwicklung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie die Geschäftsjahresabschreibung ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen (Beilage 1 zum Anhang).

3.2. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:

1.1. Zugang Verbrauch / Auflösung 31.12.
Art
Tantieme Geschäftsführer 62.740,00 102.140,00 62.740,00 102.140,00
Urlaub / Überstunden 49.200,00 60.500,00 49.200,00 60.500,00
Gewährleistung / Garantie 28.400,00 23.600,00 28.400,00 23.600,00
Übrige 93.200,00 124.300,00 93.200,00 124.300,00
233.540,00 310.540,00 233.540,00 310.540,00

3.3. Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte

Der Verbindlichkeitenspiegel ist in der Beilage 2 zum Anhang dargestellt.

Es bestehen für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetz entstehende Sicherheiten (unter anderem Eigentumsvorbehalt für Lieferanten).

3.4. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Wesentliche periodenfremde Aufwendungen und Erträge sind im Berichtsjahr nicht angefallen.

4. Sonstige Pflichtangaben

4.1. Geschäftsführung

Während des Berichtsjahres waren

Herr Jürgen Huber (Gesamtleitung/-verantwortung),

Herr Oliver Fritz (Einkauf, Vertrieb, Logistik und strategische Entwicklung)

und

Herr Thomas Weber (Betriebsorganisation, Buchhaltung, IT und Kundenservice)

zu Geschäftsführern der Gesellschaft berufen. Alle Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und Herr Jürgen Huber darüber hinaus von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Bzgl. der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 IV HGB in Anspruch genommen.

4.2. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Während des Geschäftsjahres waren 38 (Vj. 37) Arbeitnehmer beschäftigt (ohne Geschäftsführer und Auszubildende).

4.3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen nachfolgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Art Laufzeit T€
Miet-/Pachtverträge bis zu einem Jahr 186
Miet-/Pachtverträge bis zu fünf Jahren 168
Leasingverträge bis zu einem Jahr 24
Leasingverträge bis zu fünf Jahren 14
Bestellobligo bis zu einem Jahr 58

4.4. Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag lagen nicht vor.

 

Weilheim, 29. Mai 2024

Jürgen Huber

Oliver Fritz

Thomas Weber

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am

ANLAGEVERZEICHNIS ZUM 31. DEZEMBER 2023

Anschaffungskosten
Stand 01.01. Zugänge Umbuchung Abgänge Stand 31.12.
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. entgeltlich erworbene Rechte 725.082,75 0,00 106.175,00 44.180,00 787.077,75
2. geleistete Anzahlungen 88.830,00 157.355,00 -106.175,00 0,00 140.010,00
813.912,75 157.355,00 0,00 44.180,00 927.087,75
SACHANLAGEN
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 343.515,18 122.050,36 0,00 105.151,47 360.414,07
1.157.427,93 279.405,36 0,00 149.331,47 1.287.501,82
Abschreibungen
Stand 01.01. Zugänge Abgänge Stand 31.12.
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. entgeltlich erworbene Rechte 278.450,75 215.543,00 44.179,00 449.814,75
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
278.450,75 215.543,00 44.179,00 449.814,75
SACHANLAGEN
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 147.514,18 59.092,36 63.592,47 143.014,07
425.964,93 274.635,36 107.771,47 592.828,82
Restbuchwerte
Berichtsjahr Vorjahr
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. entgeltlich erworbene Rechte 337.263,00 446.632,00
2. geleistete Anzahlungen 140.010,00 88.830,00
477.273,00 535.462,00
SACHANLAGEN
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 217.400,00 196.001,00
694.673,00 731.463,00

VERBINDLICHKEITENSPIEGEL ZUM 31. DEZEMBER 2023

Restlaufzeit
Gesamt ≤ 1 Jahr 1-5 Jahre
Berichtsjahr Vorjahr Berichtsjahr Vorjahr Berichtsjahr Vorjahr
Verbindlichkeiten gegenüber
1. Kreditinstituten 1.499.999,90 2.045.454,50 545.454,60 545.454,60 954.545,30 1.499.999,90
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 55.008,54 87.487,10 55.008,54 87.487,10 0,00 0,00
3. Lieferungen und Leistungen 701.954,12 670.918,71 701.954,12 670.918,71 0,00 0,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 746.100,63 620.959,83 746.100,63 620.959,83 0,00 0,00
- davon aus Steuern 742.089,13 490.755,80 742.089,13 490.755,80 0,00 0,00
- davon aus Sozialversicherung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
- davon gg. Gesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
- davon übrige 4.011,50 130.204,03 4.011,50 130.204,03 0,00 0,00
Gesamtbetrag Verbindlichkeiten 3.003.063,19 3.424.820,14 2.048.517,89 1.924.820,24 954.545,30 1.499.999,90
Restlaufzeit
> 5 Jahre
Berichtsjahr Vorjahr durch Pfandrechte o.ä. gesichert Art, Form Sicherheit
Verbindlichkeiten gegenüber
1. Kreditinstituten 0,00 0,00 1.499.999,90 Sicherungsübereignungsverträge
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00 0,00 keine
3. Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00 701.954,12 Eigentumsvorbehalte
4. sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0,00 keine
- davon aus Steuern 0,00 0,00 0,00
- davon aus Sozialversicherung 0,00 0,00 0,00
- davon gg. Gesellschafter 0,00 0,00 0,00
- davon übrige 0,00 0,00 0,00
Gesamtbetrag Verbindlichkeiten 0,00 0,00 2.201.954,02

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die HJH Office GmbH, Weilheim

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der HJH Office GmbH, Weilheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der HJH Office GmbH, Weilheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

München, den 26. Juli 2024

Tannhäuser, Wirtschaftsprüfer

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