Beteiligungsgesellschaften
Klubert + Schmidt GmbH
Am Langen Berg 30, 91278 Pottenstein, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jürgen Geyer seit 2.1.2025 | Prokura |
Volker Schmidt seit 27.7.2021 | Geschäftsführer |
Andreas Kubizek seit 13.1.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Klubert + Schmidt GmbHPottensteinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 20231 Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs, Geschäftsergebnisses und Lage 1.1 Geschäftsgrundlagen Die Geschäftstätigkeit der Klubert + Schmidt GmbH (nachfolgend: "Klubert+Schmidt) umfasst die Entwicklung und Produktion von vorwiegend heißseitigen Abgasklappensystemen für die Nutzfahrzeug- und Motorenindustrie. Zu unseren Kunden zählen namhafte Nutzfahrzeug- und Motorenhersteller, insbesondere aus dem europäischen Raum. Des Weiteren fertigen wir unter anderem Hydraulikteile und andere Präzisionsteile speziell für den Fahrzeug- und Maschinenbau. 1.2 Rahmenbedingungen Der für Klubert+Schmidt wesentliche Markt ist der für Nutzfahrzeuge beziehungsweise für Nutzfahrzeugmotoren. Nutzfahrzeuge sind Investitionsgüter, deren Erwerb durch rationales betriebswirtschaftliches Kalkül fußend auf dem Transportbedarf der Wirtschaft motiviert ist. Die Entwicklung der Nutzfahrzeugmärkte steht deshalb in engem Zusammenhang mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Darüber hinaus haben wirtschafts- und umweltpolitische Entscheidungen - wie zum Beispiel die Einführung verschärfter Abgasnormen - starke Auswirkungen auf die von uns bedienten Märkte. Im Berichtsjahr ist die Weltwirtschaft um 3,2 % gewachsen, was einem über die Jahre gesehen durchschnittlichen Wert und in etwa dem des Vorjahres entspricht. In den westlichen Industrieländern führten die anlässlich der militärischen Auseinandersetzung in der Ukraine verhängten Wirtschaftssanktionen und die damit verbundenen Auswirkungen insbesondere auf die Erzeugerpreise zu einer Abkühlung des Wirtschaftsklimas. Das Bruttosozialprodukt Europas beispielsweise ist im Berichtszeitraum lediglich um ca. 1 % gestiegen, das der Bundesrepublik Deutschland ist sogar leicht um 0,3 % zurückgegangen. Einige wichtige außereuropäische Handelspartner wie China (plus 5,2 %) oder die USA (plus 2,5 %) konnten an die in der Vergangenheit erzielten Wachstumsraten anknüpfen. Der Weltgüterhandel jedoch konnte im Berichtsjahr nicht von den positiven außereuropäischen Wachstumszahlen profitieren und fiel im Berichtsjahr um 1,2 %. Diesem gesamtwirtschaftlichen Umfeld teilweise trotzend entwickelten sich die für uns wichtigen Lkw- Absatzmärkte in der Summe erfreulich. In Europa (EU30: EU, UK, Schweiz, Norwegen) stieg der Absatz von schweren Lkws um ca. 15 % im Vergleich zum Vorjahr und übertraf hierbei die Absatzsteigerungen des nordamerikanischen Marktes, für den ein Plus von rund 7 % verbucht werden konnte, im Berichtjahr deutlich. In Brasilien war ein deutlicher Absatzrückgang (-17 %) zu verzeichnen. Der größte Lkw-Markt der Welt, China, verzeichnete mit 36 % im Vergleich zum Vorjahr ein starkes Wachstum. 1.3 Geschäftsverlauf Die Situation auf den von uns bedienten Märkten war im Wesentlichen auch kennzeichnend für unser Geschäft im Berichtszeitraum, in welchen sich die monatlichen Umsätze auf gleichmäßig hohem Niveau bewegten. Die Umsatzzahlen im Kerngeschäft lagen im Berichtszeitraum mit 135,4 Mio. Euro um 26 % über dem Vorjahresniveau (107,1 Mio. Euro). Kontinuierliche Verbesserung vor allem im Bereich der Produktion und produktionsnahen Prozessen in Verbindung mit verstärkter Digitalisierung, sowie die Umsetzung von Kostensenkungsmaßnahmen trugen wie abermals zum Unternehmenserfolg bei; auch konnten Kostensteigerungen teilweise an unsere Kunden weitergegeben werden. So ist es uns im Berichtszeitraum gelungen, die Personal- und Materialkostensteigerungen durch entsprechende Preissteigerungen unserer Produkte abzufangen. Um auch zukünftig wettbewerbsfähig zu bleiben, wurde auch in diesem Jahr weiterhin auf die Diversifizierung und Optimierung der Lieferantenstruktur gesetzt. Auf das Instrumentarium der Kurzarbeit im Bereich der Personalkosten wurde im Berichtszeitraum nicht zurückgegriffen. Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten (Arbeitnehmer und Auszubildende) stieg gegenüber dem Vorjahr leicht von 355 auf 364. Zum 31. Dezember befanden sich insgesamt 7 Jugendliche in einer betrieblichen Ausbildung, 5 in Ausbildung zum Industriemechaniker bzw. Zerspanungsmechaniker sowie 2 in Ausbildung zum Industriekaufmann/-frau. Darüber hinaus war ein Werkstudent im Unternehmen tätig. Die Fluktuation im Bereich der Arbeitnehmer ist nach wie vor gering, es besteht eine hohe Betriebstreue. Die Vergütungs- und Ausbildungsstrukturen sind seit Jahren eingeführt und anerkannt. 1.4 Forschung und Entwicklung Als Technologieunternehmen haben wir unsere Entwicklungsaktivitäten auch in diesem Geschäftsjahr in enger Abstimmung mit unseren Kunden und zum Teil unter Inanspruchnahme von Leistungen Dritter ausgeweitet, um unsere Marktposition zu sichern. Das Niveau der Produktinnovation war im Berichtszeitraum zufriedenstellend. Erfolgreiche Produktentwicklung und Produktinnovation genießen verstärkte Aufmerksamkeit des Unternehmens, da unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit in zunehmenden Maße auch von einer erfolgreichen Entwicklungsleistung abhängt. 1.5 Wirtschaftslage der Klubert + Schmidt GmbH 1.5.1 Vermögens- und Finanzlage Der Jahresabschluss weist eine Bilanzsumme von 64,1 Mio. Euro (Vorjahr: 52,5 Mio. Euro) aus; das Eigenkapital beträgt 45,4 Mio. Euro (Vorjahr: 40,1 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote beläuft sich somit auf 71 % im Vergleich zu 76 % im Vorjahr. Aufgrund der Unternehmensstruktur wurde das betriebsnotwendige Anlagevermögen im Rahmen eines Pacht- und Betriebsüberlassungsvertrages gepachtet. Relevante Investitionen werden überwiegend von der Besitzgesellschaft getätigt und an die entsprechenden Assets an die Klubert+Schmidt verpachtet. Das bilanzierte Anlagevermögen der Klubert+Schmidt selbst beträgt 8,0 Mio. Euro (Vorjahr: 5,1 Mio. Euro) und umfasst überwiegend mittelfristige Finanzanlagen sowie zu geringerem Teil selbst erstellte Vorrichtungen und Werkzeuge. Die vorliegenden Eigentumsverhältnisse führen beim Anlagevermögen zwangsläufig dazu, dass das Umlaufvermögen mit 56,1 Mio. Euro (Vorjahr: 47,4 Mio. Euro) einen Anteil von rund 87 % der Bilanzsumme einnimmt. Die Gesellschaft war im gesamten Geschäftsjahr mit ausreichend liquiden Mitteln ausgestattet und finanzierte sich im Wesentlichen aus Eigenmitteln. Mit der Hausbank ist eine jederzeit abrufbare Kreditlinie vereinbart, die im Berichtszeitraum jedoch nicht genutzt wurde. Sämtliche Verbindlichkeiten konnten stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. Wechselkursschwankungen werden durch spezielle Vereinbarungen mit Lieferanten und Kunden auf einem vertretbaren Risikoniveau abgesichert. Inflationseinflüsse werden im Rahmen von Preisverhandlungen berücksichtigt, können jedoch nicht immer ausgeglichen werden. Insgesamt kann die Vermögens- und Finanzlage als stabil und nachhaltig betrachtet werden. 1.5.2 Ertragslage Unsere wesentlichen Ergebnisquellen stellen die heißseitigen Abgasklappensysteme für Nutzfahrzeuge sowie die Präzisionsbearbeitung von Metallteilen für den Maschinenbau dar. Der Rohertrag ist im Vergleich zum Vorjahr um 11,7 Mio. Euro auf 61,5 Mio. Euro gestiegen. Dabei ist die auf den Gesamtumsatz bezogene Rohertragsquote leicht gesunken (Berichtsjahr: 44,6 %, Vorjahr: 46,1 %). Die Personalaufwendungen sind im Berichtszeitraum um 1,6 Mio. Euro auf 26,4 Mio Euro gestiegen, die umsatzbezogene Personalaufwandsquote sank jedoch von 23,0 % auf 19,1 %. Das Finanzergebnis in Höhe von TEUR +458 (Vorjahr: TEUR -158) resultiert aus Zinserträgen, Erträgen aus Wertpapieren sowie aus Zu-/Abschreibungen auf Wertpapiere und Finanzanlagen. Das positive, im Vergleich zum Vorjahr um 6,6 Mio. Euro höhere, Betriebsergebnis des Berichtszeitraums führt zu einem gestiegenen Ergebnis vor Ertragssteuern in Höhe von 14,5 Mio. Euro (Vorjahr: 7,8 Mio. Euro). Nach Abzug der Ertragssteuern verblieb ein Jahresüberschuss in Höhe von 10,3 Mio. Euro, der den Jahresüberschuss des Vorjahres in Höhe 4,7 Mio. Euro übertrifft. Unter Berücksichtigung der obengenannten Effekte sowie der gestiegenen Pachtaufwendungen an die Besitzgesellschaft ergibt sich für das aktuelle Geschäftsjahr ein positiver Cashflow in Höhe von 10,5 Mio. Euro (Vorjahr: 5,8 Mio. Euro) was einer Quote von 7,7 % der Gesamtleistung entspricht. Die Auftragslage im Berichtszeitraum lag hinsichtlich des Auftragsbestandes und des Auftragseingangs im Rahmen der Erwartungen. Die Ertragslage kann unter Berücksichtigung der Konjunkturentwicklung als gut bezeichnet werden. 1.5.3 Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung geeignete Kennzahlen, insbesondere Umsatzerlöse und den Jahresüberschuss heran. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren sind Kundenzufriedenheit, Liefertreue, Lieferantenbewertungen sowie Arbeitnehmer und Umweltschutz bezogene Kennzahlen. Unser unternehmerisches Handeln ist auf diese Faktoren ausgerichtet, damit wir auch künftig im Wettbewerb erfolgreich bestehen können. 1.5.4 Gesamtaussage zur Lage Die für das Berichtsjahr gesteckten Umsatz- und Ergebnisziele konnten erreicht werden. Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden. 2 Risiko und Prognosebericht 2.1 Wesentliche Chancen und Risiken mit Gesamtbeurteilung 2.1.1 Branchen- und Absatzrisiken und Chancen Die Entwicklung des Gesamtmarktes im In- und Ausland übt einen unmittelbaren Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der Klubert+Schmidt aus. Rückgänge oder gar Krisen in der Nutzfahrzeug- bzw. Maschinenbaubranche oder auch globale Finanzkrisen können zu Nachfrageeinbrüchen bzw. Nachfrageverschiebungen bei Klubert+Schmidt führen. Dies hat unmittelbaren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Durch enge und kontinuierliche Abstimmung der Abruf- und Vertriebszahlen mit der Produktions- und Materialplanung können jedoch die Produktionskapazitäten bei Absatzschwankungen frühzeitig angepasst werden. Unsere Kunden rechnen und planen mit Schwankungen von +/- 30 %. Diese Bandbreite decken auch wir größtenteils durch geeignete Maßnahmen im Bereich der Vorbeschaffung, dem Personalbereich, und mit eigenen infrastrukturellen und maschinellen Kapazitäten ab. Chancen ergeben sich durch die zunehmende Internationalisierung unserer Kunden, an der auch wir aktiv teilhaben, sowie im Bedarf für neuartige Produkte im Rahmen der Bestrebungen, den Kohlendioxid-Ausstoß bei Nutzfahrzeugen zu vermindern. 2.1.2 Finanzrisiken und Chancen Die Währung Euro stellt einen weiteren Risikofaktor dar. Insbesondere die Wechselkursentwicklung des Euro relativ zu US-Dollar, Schweizer Franken, und brasilianischem Real stellt ein mögliches Risiko dar. Eine Schwächung des Euro würde den Import notwendiger Komponenten verteuern, was sich potenziell negativ auf die Ertragssituation auswirken könnte. Eine Stärkung des Euro könnte hingegen den Export in die für uns maßgeblichen Überseeregionen belasten. Dies beträfe jedoch nur einen verhältnismäßig geringen Anteil unseres Auslandsgeschäftes, da der Hauptanteil des Exportgeschäfts innerhalb der Europäischen Union abgewickelt beziehungsweise in Euro fakturiert wird. Die zukünftige Entwicklung des Euro ist derzeit nicht hinlänglich einschätzbar, wenngleich ein akutes Risiko derzeit als gering eingestuft wird. Zur Verminderung des Währungsrisikos werden mit Lieferanten und Kunden Währungsschwankungsklauseln vereinbart. Chancen ergeben sich aufgrund günstiger Einkaufspreise für unsere Kunden durch einen günstigen Eurowechselkurs. Risiko und Chancen bezüglich sich verändernder Zinsen im Euroraum und deren Einfluss auf die Ertragslage werden als gering bewertet. 2.1.3 Beschaffungsrisiken und Chancen Auf der Beschaffungsseite könnte ein Verlust oder die Abhängigkeit von Schlüssellieferanten, die wesentliche Teile für die Produktion liefern, zusätzliche Kosten hervorrufen. Wir haben daher verstärkt zuverlässige Zweitlieferanten aufgebaut und diese Aktivität auch auf komplexere Zulieferteile ausgedehnt; nicht nur um die sich daraus ergebenden Risiken zu minimieren, sondern auch um die daraus resultierenden Chancen, insbesondere in Hinblick auf mögliche Kostenvorteile bei gleicher Qualität, zu nutzen. 2.1.4 Qualitätsrisiken und Chancen Die Überwachung von Qualitätsrisiken wird durch ein zentrales Qualitätsmanagement gewährleistet. Dessen Aufgabe ist es, die Fertigungs- und Geschäftsprozesse laufend zu überprüfen, Schwachstellen aufzudecken und deren Beseitigung zu begleiten. Änderungen der Abläufe werden dokumentiert und durch die sich regelmäßig wiederholenden Zertifizierungs-Audits überprüft. Hinzu kommen regelmäßige Audits bei Zulieferbetrieben und durch Kunden. 2.1.5 Technische Risiken und Chancen Zur Vermeidung von Produktionsunterbrechungen werden die Fertigungsanlagen durch ein eigenes Wartungsteam planmäßig kontrolliert, gewartet und durch rechtzeitige Ersatzinvestitionen in optimalem Zustand gehalten. Die erforderlichen Produktionskapazitäten werden im Rahmen einer rollierenden Fertigungsplanung mit den Abrufzahlen für die einzelnen Artikel sowie mit zu erwartenden Serienanläufen und -ausläufen abgestimmt. Weiterhin wird dem Risiko einer Unterlieferung von Kunden teilweise durch die gezielt gesteuerte Vorproduktion und Bereithaltung von Fertigware entgegengewirkt. 2.1.6 Organisationsrisiken und Chancen Im Unternehmen existiert ein periodisches, internes Berichtswesen, das die frühzeitige Identifizierung, Bewertung und Steuerung von Risiken gewährleistet. Hierbei werden u.a. wichtige Bilanzpositionen wie Vorräte, Forderungen und Liquidität sowie die Einhaltung der Budgets und andere Erfolgsgrößen laufend kontrolliert, so dass auf negative Änderungen, die sich im Markt oder im geschäftlichen Umfeld ergeben, schnell und angemessen reagiert werden kann. 2.1.7 Personalrisiken und Chancen Für ein technologieorientiertes und im internationalen Umfeld agierendes Unternehmen sind hochqualifizierte und -motivierte Mitarbeiter die Basis des Unternehmenserfolgs. Risiken in diesem Bereich bestehen darin, den für unsere nachhaltige Entwicklung erforderlichen Bedarf an qualifiziertem Personal nicht decken zu können. Insbesondere Fach- und Führungspositionen nicht zeitnah und qualifiziert besetzen zu können, würde negative Folgen für die Unternehmensentwicklung nach sich ziehen. Diesen Personalrisiken begegnen wir durch die systematische Einschätzung der Kompetenzen unseres Führungsnachwuchses, um daraus entsprechende Entwicklungsmaßnahmen zur gezielten Förderung individueller Fach- und Managementfähigkeiten abzuleiten und umzusetzen. Durch die Verbindung dieser gezielten Personalentwicklung mit einer langfristigen Nachfolgeplanung sind wir im Hinblick auf die demografischen Herausforderungen personell gut aufgestellt. Weiterhin arbeiten wir mit lokalen Hochschulen zusammen, um uns frühzeitig als attraktiven und innovativen Arbeitgeber beim akademischen Nachwuchs zu präsentieren. 2.1.8 Informationstechnologie (IT) Risiken und Chancen Die Geschäftsprozesse im Unternehmen basieren in hohem Maße auf umfassenden IT-Systemen mit entsprechenden Risiken. Das vorhandene IT-Management gewährleistet, dass alle IT-Systeme ständig überprüft und entsprechend den aktuellen Anforderungen laufend weiterentwickelt werden. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Informationssicherheit, durch die Systemzugänge kontrolliert und Systemausfallrisiken begrenzt werden. Beispielhaft dafür sind die Implementierung von Firewalls, Virenscannern, Berechtigungskonzept, redundante Infrastruktur, Segmentierung der Serverinfrastruktur, und die regelmäßige Sicherung von allen geschäftsrelevanten Daten sowie deren Aufbewahrung an diversen, sicheren Orten, zu denen jederzeit ein von uns kontrollierter Zugriff möglich ist. 2.1.9 Rechtliche Risiken und Chancen Rechtliche Risiken können sich aus dem geschäftlichen Umfeld, insbesondere aus steuerlichen, vertraglichen, wettbewerbs- und haftungsrechtlichen Vereinbarungen oder Gesetzen ergeben. Zur Begrenzung möglicher Risiken greift die Gesellschaft erforderlichenfalls bei ihren Entscheidungen auf eine intensive rechtliche Beratung durch externe Spezialisten zurück. Ein Teil des Risikomanagements ist die Übertragung von Risiken an Dritte. So werden eventuelle Schadensfälle und Haftungsrisiken aus den täglichen Geschäften über Versicherungen abgedeckt. In der Gesellschaft bestehen unter anderem branchenübliche Haftpflicht-, Sach- und Transportversicherungen. Diese Versicherungen werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. 2.1.10 Steuerliche Risiken und Chancen Steuerliche Risiken können aus Betriebsprüfungen zu einer Belastung der Gesellschaft aus Prüfungsfeststellungen und daraus abgeleiteten Steuernachzahlungen und Zinsen führen. Bei Kenntnis wird eine angemessene Vorsorge getroffen. 2.2.11 Sozial- und Umweltrisiken und Chancen Durch Verletzungen von Sozial- und Umweltstandards könnte die Reputation unseres Unternehmens beschädigt und Auflagen, Schadensersatz- oder Beseitigungspflichten könnten ausgelöst werden. Daher haben wir bei Klubert+Schmidt Corporate Responsibility als integralen Bestandteil der Unternehmensstrategie implementiert. In diesem Zusammenhang wurde bereits vor einigen Jahren ein integriertes Umweltmanagementsystem eingeführt, um Unternehmensentscheidungen stets auch vor dem Hintergrund der Vermeidung von Emissionen und des schonenden Umgangs mit Ressourcen zu fördern. Außerdem ergeben sich Chancen durch Verbesserung unserer Wettbewerbssituation, da viele Kunden ein Umweltmanagementsystem bei Auftragsvergabe bevorzugen oder fordern. Ein Umweltschutzbeauftragter stellt sowohl die Überwachung der Auflagen, als auch die Umsetzung aller gesetzlichen oder unternehmensinternen Vorgaben sicher. Zudem investiert unser Unternehmen in die Bereiche Arbeits- und Gesundheitsschutz, um die Arbeitssicherheit kontinuierlich zu verbessern. Infolgedessen werden die Eintrittswahrscheinlichkeiten negativer Entwicklungen aufgrund von Sozial- und Umweltrisiken weiterhin als unwahrscheinlich und die potenziellen finanziellen Auswirkungen hieraus als moderat eingeschätzt. Die Investitionen und Aufwände im Bereich Corporate Responsibility dienen jedoch nicht ausschließlich der Abwehr von Risiken. Die getroffenen Maßnahmen und Initiativen werden auch als Potenzial gesehen, um sowohl das Unternehmensumfeld als auch unser Unternehmen selbst und seine interessierten Parteien positiv zu beeinflussen. Deshalb werden die Chancen in diesem Bereich als positiv eingeschätzt. 2.2 Gesamtbeurteilung der Risiko- und Chancensituation Die wesentlichen Chancen und Risiken haben sich damit gegenüber der Beurteilung im Lagebericht des Vorjahres nicht verändert. Neben den beschriebenen Risikokategorien gibt es unvorhersehbare Ereignisse, die sich negativ auf die Geschäftstätigkeit und somit auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage unseres Unternehmens sowie die Reputation auswirken können. Eine Beobachtung und Beurteilung der Entwicklung wesentlicher Risiken erfolgt kontinuierlich. Erforderliche Reaktionen erfolgen angemessen und entschlossen. Wesentliche Risiken und Chancen sind identifiziert und werden so weit wie im unternehmerischen Handeln möglich durch entsprechende Maßnahmen beherrscht. Das Unternehmen befindet sich finanziell und produktionstechnisch nachhaltig stabil auf hohem Niveau. Aktuell sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens kurz- oder mittelfristig gefährden könnten. 2.3 Prognosebericht Die genannten Risiken und auch die von Experten nach wie vor unsicher einschätzbare weitere Entwicklung der Weltwirtschaft und der für uns bedeutsamen Märkte erschweren eine genaue Prognose unserer Geschäftsentwicklung. Wir werden allerdings unsere auf langfristigen und nachhaltigen Unternehmenserfolg ausgerichtete Firmenpolitik auch im kommenden Jahr vorantreiben. Bei allen Zukunftsprojekten stehen primär die Erhöhung des Kundennutzens und die Technologieführerschaft im Vordergrund unserer Aktivitäten, wobei der Steigerung der Qualität und Zuverlässigkeit aller unserer Produkte sehr hohe Priorität beigemessen wird. Darüber hinaus gilt es weiterhin Kosten, insbesondere im Beschaffungs- und Wertschöpfungsbereich zu senken, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten. Ein weitergehender Ausblick auf Berichtszeitraum folgende Geschäftsjahr ist angesichts der volatilen Märkte und der nach wie vor hohen weltwirtschaftlichen und weltpolitischen Unsicherheiten schwierig. Die Geschäftsführung der Gesellschaft geht jedoch aufgrund der aktuell ersichtlichen Auftragslage, von einer tendenziell höheren Absatzleistung in dem dem Berichtszeitraum folgenden Geschäftsjahr aus; angepeilt wird ein Umsatz im Bereich von ca. 120 Mio. Euro. Es sind bislang keine außergewöhnlichen Ereignisse zu vermerken, die die Ertragssituation des Unternehmens maßgeblich beeinflussen würden, weshalb wir für das dem Berichtszeitraum folgende Geschäftsjahr eine Ertragssituation erwarten, die im Verhältnis zum Umsatz ungefähr an die des Berichtsjahres heranreichen dürfte.
Pottenstein, 24.06.2024 Dipl.-Ing. (FH) Andreas Kubizek Dr. Volker Schmidt BILANZAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023Allgemeine Angaben zum Unternehmen und zum Jahresabschluss Die Klubert + Schmidt GmbH hat ihren Sitz in Pottenstein. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bayreuth unter HRB 930 eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 ist nach den für große Kapitalgesellschaften gültigen Vorschriften des HGB und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Stetigkeitsgrundsatz / Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 240 waren im Vorjahr bei den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Aufgrund der Langfristigkeit werden diese Forderungen nunmehr bei den sonstigen Ausleihungen im Finanzanlagevermögen gezeigt. Die hieraus resultierenden Zinsen (TEUR 7) waren im Vorjahr im Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" ausgewiesen, in der GuV-Rechnung des Jahres 2023 sind diese Zinserträge im Posten "Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens" enthalten. Der Jahresabschluss ist insoweit nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. Die übrigen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden stetig angewandt. Anlagevermögen Das Sachanlagevermögen und das immaterielle Anlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen erfolgten linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren Kurswert ausgewiesen. Bei den nicht wertberichtigten Finanzanlagen handelt es sich um festverzinsliche Inhaberschuldverschreibungen. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase wird mit einem Ansteigen der Kurse gerechnet. Nicht wertberichtigt wurden Finanzanlagen mit einem Buchwert von TEUR 3.987 und einem Zeitwert zum Bilanzstichtag von TEUR 3.706. Umlaufvermögen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind mit Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten nur die Pflichtbestandteile. Für Formen und Werkzeuge wurde ein Festwert gebildet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert, vermindert um erkennbare Einzelrisiken, ausgewiesen. Das allgemeine Kreditrisiko ist bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Pauschalwertberichtung berücksichtigt worden. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Rückstellungen Die Pensionsverpflichtungen wurden nach der PUC-Methode unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 1,82 % p. a., einer Rentendynamik von 1,75 % p. a. und der Richttafeln 2018 G von Heubeck berechnet. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt EUR 8.099,00 (Vj. EUR 38.900,00). Dieser Betrag ist ausschüttungsgesperrt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen ab. Sie wurden in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung erforderlich ist. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung sind mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls passiviert. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des bilanzierten Anlagevermögens und der Abschreibungen sind aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel ersichtlich:
Sonstige Vermögensgegenstände Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben EUR 0,00 (Vj. TEUR 240) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. Antizipative Vermögensgegenstände sind in Höhe von EUR 10.689,78 aktiviert. Hierbei handelt es sich um im Folgejahr abzugsfähige Vorsteuern. Latente Steuern Aus abweichenden Bewertungen der Rückstellungen zwischen Handels- und Steuerbilanz bestehen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich vollständig ausgleichen. Auf die Aktivierung von aktiven latenten Steuern wird gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet. Passive latente Steuern fallen nicht an. Eigenkapital Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 34.259.487,28 (Vj. EUR 33.686.610,25) enthalten. Pensionsrückstellung Die Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 1.255.013,00 wurden mit Aktivwerten aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von EUR 563.340,88 und der Zinsaufwand aus Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 23.300,00 dem Zinsertrag aus der Rückdeckungsversicherung in Höhe von EUR 29.424,58 verrechnet. Die für ehemalige Geschäftsführer und deren Hinterbliebene gebildeten Pensionsrückstellungen belaufen sich auf EUR 691.672,12. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Personalkosten (TEUR 2.531) sowie Garantierückstellungen (TEUR 1.344). In den sonstigen Rückstellungen sind Altersteilrückstellungen enthalten. Die sich hieraus ergebenden Verpflichtungen (TEUR 739) wurden mit dem Planvermögen (TEUR 681) saldiert. Aufwendungen und Erträge werden aus Geringfügigkeitsgründen unsaldiert ausgewiesen. Das Planvermögen wurde zu beizulegenden Zeitwerten bewertet. Diese Zeitwerte ermitteln sich auf Basis der Einzahlungen in das Planvermögen, zuzüglich einer marktüblichen Verzinsung, abzüglich Auszahlungen und Kosten. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, Restlaufzeiten von jeweils weniger als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind zugleich sonstige Verbindlichkeiten. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeiten und Märkten
Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Als Trägerin einer Unterstützungskasse haftet die Gesellschaft für betriebliche Versorgungsleistungen. Mit einer Haftungsinanspruchnahme ist nicht zu rechnen, da zur Sicherstellung der Versorgungsleistung eine deckungsgleiche Rückdeckungsversicherung abgeschlossen wurde. Der Pachtzins aufgrund des Pacht- und Betriebsüberlassungsvertrages mit einer unbestimmten Restlaufzeit belief sich im Geschäftsjahr auf TEUR 13.408. Geschäftsführung Zu Geschäftsführern sind bestellt:
Die Gesellschaft macht bezüglich der Geschäftsführerbezüge von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Honorar des Abschlussprüfers Das im Geschäftsjahr bezahlte Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 15 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Arbeitnehmerzahl Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 360 Arbeitnehmer tätig. Hiervon waren 277 Arbeiter und 83 Angestellte.
Pottenstein, 24.06.2024 Dipl.-Ing. (FH) Andreas Kubizek Dr. Volker Schmidt Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Klubert + Schmidt GmbH Wir haben den Jahresabschluss der Klubert + Schmidt GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Klubert + Schmidt GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bayreuth, den 05.07.2024 Rosenschon
. Stiefler . Waha Partnerschaft mbB
Bernhard Leisner, Wirtschaftsprüfer Ottmar Stiefler, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 20.08.2024 festgestellt. |
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