Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 114678
Eingetragen
29.7.2008
Branche
Vermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und WerbeflächenDruck- und MedienvorstufeErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
Marketing sowie Medien-Dienstleistungen.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

GLISPA GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Bilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

31.12.2018 31.12.2017
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.613,10 62.744,38
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 631.874,45 1.016.083,06
664.487,55 1.078.827,44
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.298.476,07 13.602.819,37
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.632.822,84 5.486.526,18
3. Sonstige Vermögensgegenstände 503.270,09 15.434.569,00 851.885,48 19.941.231,03
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.615.744,11 5.113.408,08
19.050.313,11 25.054.639,11
C. Rechnungsabgrenzungsposten 175.475,27 290.198,76
19.890.275,93 26.423.665,31

Passiva

31.12.2018 31.12.2017
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 10.012.288,37 10.012.288,37
III. Jahresüberschuss 0,00 0,00
10.037.288,37 10.037.288,37
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 1.190.275,38
2. Sonstige Rückstellungen 1.556.952,84 9.592.047,38
1.556.952,84 10.782.322,76
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 126,82 27.936,79
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.965.399,05 401.747,17
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.002.737,53 4.856.511,45
4. Sonstige Verbindlichkeiten 327.771,32 317.858,77
- davon aus Steuern EUR 98.729,22 (i. Vj. EUR 151.273,83)-
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 1.574,06 (i. Vj. EUR 22.110,96) -
8.296.034,72 5.604.054,18
19.890.275,93 26.423.665,31

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

2018 2017
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 39.021.665,12 85.948.800,65
2. Sonstige betriebliche Erträge 4.235.087,37 2.234.998,95
- davon aus Währungsumrechnung EUR 1.512.492,46 (i. Vj. EUR 1.478.700,38) -
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -28.315.211,46 -58.921.123,52
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.264.197,25 -11.088.917,50
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.228.565,24 -8.492.762,49 -1.551.853,18 -12.640.770,68
- davon für Altersversorgung EUR 2.213.79 (i. Vj. EUR 2.600,12)-
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -460.953,02 -460.459,59
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.383.354,18 -8.866.765,18
- davon aus Währungsumrechnung EUR 1.448.535,15 (i. Vj. EUR 3.531.587,09)-
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 84.702,57 47.916,58
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 84.398,62 (i. Vj. EUR 0,00) -
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -104,18 -230.610,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -780.651,49
10. Ergebnis nach Steuern -310.930,27 6.331.335,72
11. Sonstige Steuern -163.117,97 -133.721,29
12. Ergebnis vor Gewinnabführung -474.048,24 6.197.614,43
13. Erträge aus Verlustübernahme 474.048,24 0,00
14. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn 0,00 -6.197.614,43
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

1. Identifikation der Gesellschaft

Firmenname laut Registergericht: GLISPA GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Berlin
Registereintrag: Amtsgericht
Registergericht: Charlottenburg
Register-Nr.: HRB 114678B

2. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach den geltenden Vorschriften gemäß §§ 265 ff. HGB.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 i. V. m. § 267 Abs. 4 HGB.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Gemäß der aktuellen Finanzplanung der Gesellschaft erwarten wir, dass auch in den Geschäftsjahren 2020 bis 2021 keine ausreichenden Umsatzerlöse und damit Liquiditätszuflüsse erzielt werden, um die Aufwendungen bzw. die laufenden Ausgaben zu decken. Es besteht daher die Notwendigkeit, die zukünftig entstehende Liquiditätslücke durch Konzernfinanzierungen bzw. Gesellschafterfinanzierungen zu decken. Dies stellt für die Gesellschaft ein bestandsgefährdendes Risiko dar. Die Gesellschafterin ist im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages verpflichtet, mögliche zukünftige Verluste auszugleichen. Um die Liquidität der Gesellschaft sicherzustellen, hat der Gesellschafter der Konzernobergesellschaft eine unbefristete, harte Patronatserklärung abgegeben. Laut dieser Erklärung verpflichtet sich der Gesellschafter der Konzernobergesellschaft unwiderruflich die Gesellschaft finanziell so auszustatten, dass sie jederzeit ihren Verpflichtungen gegenüber Dritten nachkommen kann. Weiterhin ist die Muttergesellschaft mit ihren Forderungen gegen die Gesellschaft im Rang zurückgetreten. Da wir davon ausgehen, dass der Gesellschafter der Konzernobergesellschaft seinen Verpflichtungen nachkommt und die Gesellschaft mit der notwendigen Liquidität ausstattet, haben wir den Jahresabschluss unter Zugrundelegung der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt (siehe dazu auch Abschnitt 3 des Lageberichts).

Die Immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden linear über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden linear vorgenommen.

Die Abschreibungszeiträume basieren jeweils auf der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, die sich an der steuerlichen Nutzungsdauer orientiert. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die unterjährig erworben wurden, werden zeitanteilig abgeschrieben. Geringwertige Anlagegegenstände von € 250,00 bis € 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Zinsverlusten und Mahnkosten wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert am Bilanzstichtag bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, drohende Verluste sowie ungewisse Verpflichtungen und sind mit den Erfüllungsbeträgen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind, angesetzt. Bei der Ermittlung der Erfüllungsbeträge werden Preis- und Kostensteigerungen, soweit notwendig, berücksichtigt. Beträgt ihre Restlaufzeit mehr als ein Jahr, werden die Rückstellungen mit dem der jeweiligen Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsposten wurden gemäß § 256a Satz 1 HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet, da sie eine Restlaufzeit von unter einem Jahr haben.

Aufgrund der Begründung der ertragsteuerlichen Organschaft wurden ab dem Geschäftsjahr 2017 die latenten Steuern auf Ebene des Organträgers ausgewiesen.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

4. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in der Anlage I des Anhangs (Anlagenspiegel) dargestellt.

Umlaufvermögen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von insgesamt T€ 8.633 (Vorjahr T€ 5.487). Davon resultieren aus Liefer- und Leistungsverkehr T€ 2.576 (Vorjahr T€ 5.487) und Cashtransfer T€ 5.188 (Vorjahr T€ 0) und der Darlehensgewährung in Höhe von T€ 869 (Vorjahr T€ 3.139). Davon bestehen Forderungen gegen Gesellschafterin Höhe von T€ 4.177 (Vorjahr T€ 3.139).

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Der Jahresgewinn zum 31. Dezember 2017 in Höhe von € 6.197.614,43 wurde im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die Glispa Holdings GmbH durch Verrechnung mit einer Darlehensverbindlichkeit übertragen.

Der Jahresverlust zum 31. Dezember 2018 in Höhe von € 474.048,24 wurde im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages als Forderung gegen die Glispa Holdings GmbH ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von T€ 616 (Vorjahr T€ 8.019), für sonstige Personalangelegenheiten in Höhe von T€ 511 (Vorjahr T€ 586), für Fremdleistungen in Höhe von T€ 61 (Vorjahr T€ 54), für Prüfungs- und Jahresabschlusskosten in Höhe von T€ 78 (Vorjahr T€ 50), für Prozesskosten T€ 97 (Vorjahr T€ 365) sowie für übrige sonstige Rückstellungen in Höhe von T€ 193 (Vorjahr T€ 518) enthalten.

Der Rückgang in den Rückstellungen für ausstehende Rechnungen spiegelt sich im Zugang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wider.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Davon bestehen T€ 3.003 (Vorjahr T€ 4.857) aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, in Form von Darlehen und daraus betreffen T€ 1.949 (Vorjahr T€ 4.796) den Gesellschafter.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden zu 78% mit Kunden im Drittland - überwiegend in Nordamerika (T€ 9.801), China (4.969) und Südostasien (12.196), zu 19% mit Kunden in der Europäischen Union sowie zu 3% in Deutschland erzielt.

Sonstige Steuern betreffen ausländische Quellensteuer.

Periodenfremde Erträge aus abgeschriebenen Forderungen belaufen sich auf T€ 915. Weitere periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen belaufen sich auf T€ 1.466. Zudem hatte die Glispa GmbH Aufwendungen für Abfindungszahlungen in Höhe von T€ 366.

Zum 01.01.2017 wurde ein Ergebnisabführungsvertrag mit dem Gesellschafter, der Glispa Holdings GmbH, abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2018 wurden hieraus Erträge aus Verlustübernahme ausgewiesen.

6. Sonstige Angaben

a) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Verträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen von insgesamt T€ 5.866. Davon werden T€ 1.693 in 2019 fällig. T€ 4.173 haben eine Laufzeit zwischen einem und fünf Jahren.

b) Durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten während des Geschäftsjahres

Im Geschäftsjahr 2018 waren bei der GLISPA GmbH im Durchschnitt 112 (Vorjahr 151) Arbeitnehmer angestellt. Von den 112 Angestellten waren eine Person (Vorjahr drei) in Teilzeit und eine Person (Vorjahr eine) im geringfügig beschäftigtem Verhältniss, die übrigen in Vollzeit.

c) Beteiligungen an Gesellschaften

Die GLISPA GmbH hält eine unmittelbare Beteiligung von 100 % an der Glispa Israel Ltd., Tel Aviv-Yafo/Israel. Die Gesellschaft wurde am 8. Juni 2015 gegründet, die Beteiligung wurde am 26. Juni 2015 in Höhe von € 247,18 erworben. Die Jahresabschlüsse für die Jahre 2015, 2016 und 2017 liegen nicht vor. Die Glispa Israel Ltd., Tel Aviv-Yafo/Israel, wurde im Oktober 2018 liquidiert.

d) Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Geschäftsführung:

Frau Dina Karol-Gavish, Nicosia, Geschäftsführerin (ab 27.09.2017 bis 23.04.2019)

Herr Or Ifrah, Nicosia, Geschäftsführer (ab 23.04.2019); zusätzlich auch Geschäftsführer der Glispa Holdings GmbH.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge wird mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

e) Nachtragsbericht

Seit Januar 2020 breitet sich das Coronavirus weltweit weiter aus (Coronavirus-Epidemie). Die Bundesregierung erwartet, dass die deutsche Wirtschaft in 2020 gegenüber 2019 zwischen rd. 6,3% sinken wird (Frühjahrsprojektion der Bundesregierung vom 29. April 2020). Aufgrund der hohen Unsicherheit der Entwicklung der Epidemie ist die Prognosefähigkeit stark eingeschränkt, daher können wir die finanziellen Auswirkungen nicht abschließend einschätzen. Die Geschäftsführung rechnet unter Berücksichtigung der Corona-bedingten Effekte mit weiter sinkenden Umsatzerlösen in 2020. Durch die Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld und Personalanpassungsmaßnahmen werden wir die negativen Auswirkungen versuchen zu kompensieren.

Darüber hinaus liegen keine Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach Ablauf des Gj 2018 vor oder wurden entsprechend berücksichtigt.

f) Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beläuft sich auf T€ 22 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Die GLISPA GmbH gehört dem Konzern der Marketcom Technology Limited, Nicosia, Zypern, an (kleinster und größter Kreis); der Konzernabschluss kann auf der Website des Mutterunternehmens eingesehen werden.

 

Berlin, 30. Juni 2020

Or Ifrah

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018

Anschaffungskosten
1.1.2018 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2018
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 144,00 0,00 21,00 -1,00 122,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.235,00 101,00 629,00 1,00 1.708,00
2.379,00 101,00 650,00 0,00 1.830,00
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2018 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Umbuchungen 31.12.2018
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 81,00 30,00 21,00 -1,00 89,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.219,00 431,00 575,00 1,00 1.076,00
1.300,00 461,00 596,00 0,00 1.165,00
Buchwerte
31.12.2018 31.12.2017
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 33,00 63,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 632,00 1.016,00
665,00 1.079,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

der GLISPA GmbH, Berlin

A Grundlagen der Gesellschaft

Die GLISPA GmbH ist auf dem Gebiet des digitalen und Mobile Marketing tätig. Wir befähigen unsere Kunden, globale Zielgruppen (Nutzer) zu aktivieren, Wachstumsziele zu erreichen und neue Märkte zu erschließen. Wir bieten ein umfangreiches Paket an Dienstleistungen (gPerform und Media Services) für internationale Kunden wie M&S Saatchi, Shopee, Traveloka, Netshoes, Asia Sports Ventures und Interactive Avenues.

Die GLISPA GmbH erreicht weltweit Nutzer mobil und digital. Unsere Multichannel-Angebote ermöglichen eine gute Qualität des Endkundenkontakts, erhöhen den Customer Lifetime Value und nehmen so Einfluss auf den Erfolg unserer Kunden.

Seit 2008 haben wir eine Reihe an neuartigen Technologien entwickelt, stets mit dem Ziel die Effizienz zu erhöhen und Optimierung für unsere Kunden und Partner zu erreichen. Unser internationales Team besteht aus 112 Mitarbeitern (Vorjahr 151) aus 45 Nationen, die 32 Sprachen sprechen.

Rückblickend stellen wir fest, dass unsere technologischen Anstrengungen ab Ende 2017 nicht mehr mit der Quote unserer Wettbewerber übereinstimmen. 2018 mussten wir einen drastischen Umsatzrückgang verzeichnen, der auf fehlende Investitionen in eine ausreichende innovative Entwicklung und die Erhöhung der Marktstandards für Qualitätsverkehr zurückzuführen ist.

B Wirtschaftsbericht

1. Allgemeine Entwicklung der Branche

Die Verbreitung des Smartphones hat in den letzten Jahren stark zugenommen, dadurch ist das Mobile Marketing zu der dominierenden Kraft im Online Marketing und zum Wachstumsmarkt der gesamten Werbewirtschaft geworden. Gemäß Schätzungen von statista.com betrug das Wachstum des Mobile Marketing in 2018 weltweit 35 % 1 Dieses Wachstum wird in den nächsten Jahren anhalten.

Obwohl das Wachstum des mobilen Marketings 2018 weltweit 35% betrug, wächst es nicht gleichermaßen und natürlich nicht für jedes Online-Marketing-Unternehmen. Auch im Jahr 2018 hat sich der Markt weiter dramatisch verändert. Glispa operiert unter dem Geschäftsmodell der Zugehörigkeit und besitzt keine direkten Medien- oder Softwareentwickungssysteme (SDK). AppsFlyer-Berichte ergaben, dass die Anzahl der nicht organischen Installationen, für die der Nicht-SDK-Verkehr von Drittanbietern das Kernangebot darstellt, um 25% gestiegen ist. Jedoch beträgt hierbei der Anteil betrügerischer Installationen bereits Anfang 2018 11,5%, Tendenz steigend. 2 Jedoch konnte von Appsflyer zu Beginn des Jahres 2019 ein Rückgang der betrügerischen Installationen festgestellt werden. 3 Im Zusammenhang hiermit steht auch das 35%-ige Wachstum der App-Installationen seit 2016. 4 Da jedoch Facebook und Google weiter wachsen und Marktanteile gewinnen, verzeichnen nur einige Unternehmen von Direktmedien, einzigartigen technologischen Lösungen und SDK weiterhin Wachstum. AppsFlyer hat festgestellt, dass die meisten der Unternehmen nur ein einziges mal in ihrem Wachstumsindex aufgeführt werden.

1 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/172511/umfrage/prognose---entwicklung-mobiler-datenverkehr/
2 https://hub.appsflyer.com/hubfs/State%20of%20Mobile%20Fraud%20Q1%202018%20AppsFlyer.pdf
3 https://www.appsflyer.com/resources/fraud/apac-app-install-fraud-650-million/
4 https://www.statista.com/statistics/271644/worldwide-free-and-paid-mobile-app-store-downloads/

AppsFlyer hat festgestellt, dass die meisten der Unternehmen nur ein einziges mal in ihrem Wachstumsindex aufgeführt werden. 5 Glispa konzentriert seine Bemühungen auf kreative Dienstleistungen für Kunden, die nicht durch die wachsenden Artificial-Intelligence-Tools (Lernende Systeme) von Facebook und Google ersetzt werden können, und auf eine enge und persönlichere Beziehung, die Konkurrenten nicht anbieten können. Wir sehen dies nicht als Wachstumsmotor, sondern als Stabilisierungsplan, um wieder profitabel und nachhaltig zu werden.

Laut eMarketer wurden 46% der gesamten, globalen Online Marketing Ausgaben in 2018 für Werbeaktivitäten auf Smartphones und Tablets ausgegeben. Im Jahre 2018 stieg der Anteil um 22% auf insgesamt Mrd. $283,35. Im Jahre 2019 ist davon auszugehen, dass der Anteil weiter um 17,6% auf Mrd. $333,25 steigen wird. 6

Laut Statista beläuft sich die weltweite Anzahl der Smartphone-Nutzer im Jahr 2018 auf rund 3 Milliarden, das sind rund 260 Millionen mehr als im Vorjahr. Für das Jahr 2019 wird ein weiterer Anstieg auf 3,26 Milliarden prognostiziert. 7 Die weltweite Anzahl der Mobilfunkanschlüsse wächst ebenfalls weiter und wird sich am Ende des Jahres 2019 auf rund 8,3 Milliarden belaufen. Im Vergleich zum Vorjahr, als es weltweit gut 7,9 Milliarden Anschlüsse im Mobilfunk gab, entspricht dies einem Anstieg um 5,1 Prozent. 8

2. Geschäftsverlauf

2.1 Ertragslage

Die für die Geschäftstätigkeit bedeutsamsten Leistungsindikatoren, sind a) der Rohertrag: Dieser Indikator wird zur Messung des operationalen Ergebnisses bis auf die Ebene von einzelnen Kampagnen verwendet; b) die Personalkostenquote und Aufwandsquote für die Beurteilung der Kostenstruktur der Gesellschaft sowie c) die Höhe des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit.

Es gibt keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, welche für den Geschäftsverlauf oder die Lage von Bedeutung sind.

Die GLISPA GmbH hat im Geschäftsjahr 2018 einen drastischen Umsatzrückgang um TEUR 46.927 auf TEUR 39.022 (Vorjahr TEUR 85.949), der im Wesentlichen auf fehlende Investitionen in eine ausreichende innovative Entwicklung und die Erhöhung der Marktstandards für Qualitätsverkehr zurückzuführen ist. Maßgeblich hierfür ist die signifikante Veränderung im Markt bezüglich direkter Medien- oder Softwareentwicklungssysteme, der Glispa nicht Schritt hält.

Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen um TEUR 2.000 zu auf TEUR 4.235 (Vorjahr TEUR 2.235). Im Wesentlichen beruht der Anstieg auf periodenfremden Erträgen, wie der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 1.466 (Vorjahr TEUR 0) und der Zuschreibung von uneinbringlichen Forderungen in Höhe von TEUR 915 (im Vorjahr TEUR 591).

5 Appsflyer Performance Index IX
6 https://www.emarketer.com/content/global-digital-ad-spending-2019
7 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/309656/umfrage/prognose-zur-anzahl-der-smartphone-nutzer-weltweit/
8 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2995/umfrage/entwicklung-der-weltweiten-mobilfunkteilnehmer-seit-1993/

Der Rohertrag (Umsatzerlöse-Materialaufwand) sank drastisch um TEUR 16.321 auf TEUR 10.706 (Vorjahr TEUR 27.028). Die Rohertragsmarge (Rohertrag/Umsatzerlöse) sank auf 27 % (Vorjahr 31 %). Grund hierfür sind im Wesentlichen der unterproportionale Rückgang der Ausgaben für Informationstechnologie (bezogene Leistungen) im Vergleich zum Umsatz.

Der Personalaufwand sank stark um TEUR 4.148 auf TEUR 8.493 (Vorjahr TEUR 12.641), doch die Personalkostenquote (Personalaufwand/Umsatz) erhöhte sich auf 22% (Vorjahr 15%). Die Reduzierung der Personalkosten resultiert im Wesentlichen aus der Reduzierung der Mitarbeiteranzahl und geringen Abfindungskosten von T€ 366 (Vorjahr T€ 1.729). Die Personalkostenquote steigt im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des überproportionalen Einbruchs in den Umsätzen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um TEUR 2.483 auf TEUR 6.383 (Vorjahr TEUR 8.867) im Wesentlichen aufgrund von geringeren Wechselkursverlusten in Höhe von TEUR 1.449 (Vorjahr TEUR 3.532) sowie geringerer Bildung von Einzelwertberichtigungen. Die Aufwandsquote (sonstige betriebliche Aufwendungen/Umsatzerlöse) erhöht sich jedoch insgesamt auf 16,4 % (Vorjahr 10,3 %) aufgrund des überproportionalen Einbruchs in den Umsätzen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich im Geschäftsjahr 2018 aufgrund der eingegangenen ertragssteuerlichen Organschaft mit Ergebnisabführungsvertrag mit der Glispa Holdings GmbH zum 01.01.2017 auf TEUR 0 (Vorjahr TEUR 781). Sonstige Steuern betreffen ausländische Quellensteuer.

Das Jahresergebnis beläuft sich damit auf einen Verlust in Höhe von TEUR 474 (Vorjahr Gewinn vor Ergebnisabführung von TEUR 6.198), der im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages von der Glispa Holdings GmbH ausgeglichen wird.

2.2 Vermögenslage

Die Bilanzsumme sinkt um 25 % von TEUR 26.424 auf TEUR 19.890.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Kunden nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 53,7 % ab und belaufen sich auf TEUR 6.298 (Vorjahr TEUR 13.603). Dies hat seine Ursache im Wesentlichen in der Fokussierung der Forderungseintreibung und im Umsatzrückgang.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 8.633 (Vorjahr TEUR 5.487). Hierbei handelt es sich um kurzfristige Finanzierungen in Höhe von T€ 5.188 für diverse verbundene Unternehmen, Forderungen aus Lieferung und Leistung in Höhe von T€ 2.576 sowie herausgegebene Rest-Darlehen an den direkten Gesellschafter in Höhe von TEUR 869.

Sonstige Vermögensgegenstände verringern sich um TEUR 349 im Wesentlichen aufgrund geringerer Umsatzsteuerforderungen sowie geringerer debitorischer Kreditoren.

Die freien liquiden Mittel betrugen zum 31. Dezember 2018 TEUR 3.616 nach TEUR 5.113 im Vorjahr.

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich infolge der deutlich geringeren Bilanzsumme auf 50,5 % (Vorjahr 38,0 %).

Die Steuerrückstellungen sanken im Geschäftsjahr um TEUR 1.190 auf TEUR 0 (Vorjahr TEUR 1.190).

Die sonstigen Rückstellungen haben sich stark von TEUR 9.592 auf TEUR 1.557 reduziert. Hauptgrund hierfür ist der Umsatzrückgang und damit einhergehend eine Verringerung der direkten Kosten und zum anderen die Verlagerung in die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen demnach stark um TEUR 4.564 auf TEUR 4.965 (Vorjahr TEUR 402).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen weisen einen Saldo von TEUR 3.003 (Vorjahr TEUR 4.857) auf und beinhalten Darlehen gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.949 (Vorjahr TEUR 4.796).

2.3 Finanzlage

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Hinsichtlich der aktuellen Finanzplanung und des damit einhergehenden bestandsgefährdenden Risikos wird auf Abschnitt C (Prognose-, Chancen- und Risikobericht) verwiesen.

Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr einen positiven operativen Cashflow von EUR 2 Mio (Vorjahr EUR 9 Mio). Der starke Rückgang im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang im Jahresergebnis, bedingt durch den starken Umsatzrückgang.

C Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Der Umsatzrückgang in 2018 von 55% ist aufgrund der dramatischen Veränderung am Markt eingetreten. Insbesondere weil das Affiliate-Modell im Bereich App-Marketing rapide an Bedeutung verloren hat, vor allem, weil es weitaus anfälliger für Betrug ist.

Für das Geschäftsjahr 2019 weist der vorläufige Jahresabschluss einen weiteren starken Umsatzrückgang von etwa 54% aus. Für das Geschäftsjahr 2020 wird mit einem weiteren Umsatzrückgang gegenüber 2019 von etwa 45% gerechnet. Wir sehen Glispa zukünftig auf einem geringeren Geschäftsniveau als in den Vorjahren, wir möchten, dass sich das Geschäft stabilisiert, um profitabel und nachhaltig zu werden. Dieser erneute Umsatzrückgang hat und wird auch weitere Restrukturierungsmaßnahmen in 2019 und 2020 mit sich ziehen.

Aufgrund des starken Umsatzrückgangs in 2019 wird es (laut vorläufigen Zahlen) zu einer starken Reduzierung im Rohertrag von ca. 50% kommen sowie zu einer Verschlechterung in der Personalaufwandquote um ca. 1%-Punkt sowie einer Verschlechterung der Aufwandsquote um ca. 7%-Punkte. Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung ist hierdurch deutlich schlechter als im Geschäftsjahr 2018, was sich in einem deutlich negativen CashFlow aus laufender Geschäftstätigkeit ausgewirkt hat.

In 2020 wird sich der Rohertrag laut Planung im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019 leicht reduzieren. Zudem rechnen wir für 2020 mit einer gleichbleibenden Personalaufwandsquote, was auf weiter sinkende Umsätze und Personalaufwendungen zurückzuführen ist. Die Aufwandsquote wird sich um ca. 3%-Punkte gegenüber dem Geschäftsjahr 2019 verbessern. Wir rechnen in 2020 mit einem leicht verbesserten CashFlow aus laufender Geschäftstätigkeit im Vergleich zu 2019.

Gemäß der aktuellen Finanzplanung der Gesellschaft erwarten wir, dass auch in den Geschäftsjahren 2020 bis 2021 keine ausreichenden Umsatzerlöse und damit Liquiditätszuflüsse erzielt werden, um die Aufwendungen bzw. die laufenden Ausgaben zu decken. Es besteht daher die Notwendigkeit, die zukünftig entstehende Liquiditätslücke durch Konzernfinanzierungen bzw. Gesellschafterfinanzierungen zu decken. Dies stellt für die Gesellschaft ein bestandsgefährdendes Risiko dar.

Die Gesellschafterin ist im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages verpflichtet, mögliche zukünftige Verluste auszugleichen.

Um die Liquidität der Gesellschaft sicherzustellen, hat der Gesellschafter der Konzernobergesellschaft eine unbefristete, harte Patronatserklärung abgegeben.

Laut dieser Erklärung verpflichtet sich der Gesellschafter der Konzernobergesellschaft unwiderruflich die Gesellschaft finanziell so auszustatten, dass sie jederzeit ihren Verpflichtungen gegenüber Dritten nachkommen kann. Weiterhin ist die Muttergesellschaft mit ihren Forderungen gegen die Gesellschaft im Rang zurückgetreten.

Da wir davon ausgehen, dass der Gesellschafter der Konzernobergesellschaft seinen Verpflichtungen nachkommt und die Gesellschaft mit der notwendigen Liquidität ausstattet, haben wir den Jahresabschluss unter Zugrundelegung der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Wir schätzen die Bedeutung des Finanzierungsrisikos als wesentlich ein.

Die wesentlichen Chancen sehen wir in der stetig wachsenden Bedeutung des Mobile Marketings weltweit. Der Global Digital Report 2018 von We Are Social und Hootsuite zeigt, dass bereits mehr als 4 Millarden Menschen das Internet nutzen und jährlich mit einer Steigerung von 7 Prozent gerechnet wird. 9 Das Wachstum der Internetnutzer wurde auch durch erschwingliche Smartphones und mobile Datentarife vorangetrieben.

Darüber hinaus wird laut Zenith bis zum Jahre 2021 der Anteil der digitalen Werbung auf über 50% geschätzt. 10 Glispa wird sich weiterhin auf Kundenwachstumschancen in Schlüsselmärkten wie den USA und Asien, insbesondere Südostasien und dem brasilianischen Markt, konzentrieren und investieren. In diesen Ländern sollten sich Wachstumschancen ergeben, sofern das makroökonomische und politische Umfeld dies zulässt.

Weitere Chancen bestehen aufgrund der Zugehörigkeit zur Marketcom Group. Hieraus können sich vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten sowie neue Betätigungsfelder ergeben. Die Marketcom Group verfolgt die Entwicklungen der Online Marketing Instrumente konstant und ist darauf bedacht, neue Online Marketing Instrumente so früh wie möglich in das bestehende Portfolio mit aufzunehmen, um Marktrisiken entgegen zu wirken.

Das bedeutsamste Risiko sehen wir im Anzeigenbetrug. Mit dem anhaltenden Wachstum der Ausgaben für mobile Anzeigen steigt der Anzeigenbetrug, der sowohl Publisher als auch Netzwerke und Entwickler betrifft. Hierdurch könnten bestehende Kundenbeziehungen aufgrund von Vertrauensverlust verletzt werden, was zu weiteren Umsatzrückgängen führen kann. Glispa hat mehrere proaktive Schritte unternommen, um die Auswirkungen von Werbebetrug zu minimieren, indem Werbebetrug im Netzwerk erkannt und blockiert wird.

Einen mittleren Einfluss auf die Ertragslage der Gesellschaft hat die Entwicklung des USD/EUR-Kurses, da die überwiegende Mehrheit der Leistungsbeziehungen mit Kunden und Lieferanten derzeit in USD abgewickelt wird. Der Effekt der Währungskursschwankungen wird durch das natürliche Hedging der Kunden- mit den Lieferantentransaktionen nahezu ausgeglichen. Die Gesellschaft überwacht regelmäßig inwieweit das natürliche Hedging noch Bestand hat und leitet bei Bedarf Gegenmaßnahmen ein, wie zum Beispiel die Restrukturierung von Kunden- oder Lieferantenverträgen, um die Effektivität des natürlichen Hedgings sicherzustellen.

9 https://wearesocial.com/de/blog/2018/01/global-digital-report-2018
10 https://www.internetworld.de/online-marketing/zahlen-studien/digitale-werbung-ueberschreitet-2021-erstmals- 50-prozent-marke-1728025.html

Ein weiteres Risiko besteht in der Ausfallmöglichkeit von Kundenforderungen, insbesondere für Kunden aus dem asiatischen Raum, was zu zusätzlichen Aufwendungen führen kann und somit das Ergebnis belastet. Historisch gesehen hat es hier allerdings keine wesentlichen Ausfälle gegeben. Die Gesellschaft wirkt diesem Risiko durch eine gründliche Kreditwürdigkeitsprüfung und ein effektives Mahnwesen entgegen.

Seit Januar 2020 breitet sich das Coronavirus weltweit weiter aus (Coronavirus-Epidemie). Wir gehen dabei von einer langanhaltenden Epidemie bis Ende Juli 2020 aus. Aufgrund der hohen Unsicherheit der Entwicklung der Epidemie ist die Prognosefähigkeit stark eingeschränkt, daher können wir die finanziellen Auswirkungen nicht abschließend einschätzen. Die Geschäftsführung rechnet unter Berücksichtigung der Corona-bedingten Effekte mit weiter sinkenden Umsatzerlösen in 2020. Durch die Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld und Personalanpassungsmaßnahmen werden wir die negativen Auswirkungen versuchen zu kompensieren.

Weitere Risiken hat die Geschäftsführung nicht identifiziert.

 

Berlin, 30. Juni 2020

GLISPA GmbH

Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Glispa GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Glispa GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Glispa GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angabe unter 3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt C Prognose-, Chancen- und Risikobericht des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass gemäß der aktuellen Finanzplanung der Gesellschaft zu erwarten ist, dass in den Geschäftsjahren 2020 bis 2021 keine ausreichenden Umsatzerlöse und damit Liquiditätszuflüsse erzielt werden, um die Aufwendungen bzw. laufenden Ausgaben zu decken. Es besteht daher die Notwendigkeit, die zukünftig entstehende Liquiditätslücke durch Konzernfinanzierungen bzw. Gesellschafterfinanzierungen zu decken. Wie in Abschnitt 3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Anhangs sowie Abschnitt C des Lageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter-falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 17. Juli 2020

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Signiert von

Marius Sternberg

am 17.07.2020

Sternberg, Wirtschaftsprüfer

Signiert von

Mathias Thiere

am 17.07.2020

Thiere, Wirtschaftsprüfer

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