E.ON Hanse Vertrieb GmbHLiquidiert

22761 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 108953
Vorher
E.ON Hanse Vertriebs GmbH
Eingetragen
10.12.2007
Branche
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernGashandel durch RohrleitungenWärme- und Kältehandel
Gegenstand
sind der Vertrieb von Energie, vornehmlich Strom, Gas, sowie energienahen Produkten und die Vornahme aller sonstigen Geschäfte, die mit der Betätigung auf dem vorgenannten Geschäftsfeld zusammenhängen, oder geeignet sind, diese zu fördern.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

E.ON Hanse Vertrieb GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 und Lagebericht 2011

Lagebericht

1. Das Unternehmen

Die E.ON Hanse Vertrieb GmbH versorgt Kunden hauptsächlich in Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen mit Strom und Erdgas. Zudem werden über Partnerunternehmen Photovoltaik-Anlagen vertrieben. Sitz der Gesellschaft ist Hamburg. Weitere Standorte befinden sich in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Durch die dezentrale Struktur erzielen wir die gewünschte Nähe zu unseren Kunden. Zu den Kunden zählen private Haushalte, Gewerbekunden wie beispielsweise mittelständische Betriebe, Geschäftskunden aus dem industriellen Bereich oder aus dem Dienstleistungssektor und Vertriebspartner wie Stadt- oder Gemeindewerke.

2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Zu Beginn des Jahres 2011 setzte sich der Aufschwung aus 2010 zunächst fort. Im weiteren Jahresverlauf schwächte sich das Wachstum im Wesentlichen bedingt durch die Schuldenkrise in Griechenland und anderen Ländern der EU merklich ab. Die daraus resultierende Unsicherheit zeigte sich bei zwei wichtigen Indikatoren für die gesamtwirtschaftliche Situation, den Exporten und dem Bruttoinlandsprodukt (BIP). Die Exporte stiegen in 2011 um rund 11,1 % im Vergleich zum Vorjahr (Vorjahr: rund 17,1 %). Eine ähnliche Entwicklung ist bei der Wirtschaftsleistung festzustellen. Diese stieg im Geschäftsjahr im Vergleich zu 2010 um 3,0 % (Vorjahr: 3,6 %). Die Entscheidung der deutschen Bundesregierung für einen schnellen Ausstieg aus der Kernenergie und der damit verbundene Rückgang der inländischen Stromproduktion führten dabei ab dem zweiten Quartal 2011 zu einer weiteren Abschwächung des Wirtschaftswachstums.

Energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Energiewirtschaft verzeichnete in 2011 zum einen eine starke Erdgasnachfrage der Industrie, zum anderen eine witterungsbedingte Verringerung des Erdgasverbrauchs des Privatsektors. Dies führte zu einem Gesamtrückgang um rund 10% gegenüber dem Vorjahr. Demgegenüber blieb aufgrund der guten konjunkturellen Entwicklung in 2011 der Stromverbrauch im Vergleich zum Vorjahr nahezu stabil (0,5% Rückgang).

Der Preis für Rohöl ist ein wesentlicher Einflussfaktor für die Entwicklung der Strom- und Gaspreise. Beeinflusst von politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen stellte sich die Situation am Ölmarkt 2011 folgendermaßen dar: Sowohl die Preise für Rohöl der Marke Brent, als auch die Preise für schweres und leichtes Heizöl (HSL-/HEL-Preise) starteten auf hohem Niveau und stiegen in den Folgemonaten sogar noch weiter an. Als ein wesentlicher Grund für den Anstieg wurden die mit der Demokratisierungsbewegung einhergehenden politischen Unruhen in Nordafrika gesehen. Es existierten Befürchtungen eines langfristigen Ausfalls der Ölproduktion Libyens und eines Übergreifens auf wesentliche Ölexporteure der Region. Ab dem dritten Quartal wiesen die Preise aufgrund der konjunkturellen Abschwächung eine leicht rückläufige Entwicklung auf.

Bedingt durch diese Preisentwicklungen ergab sich am bedeutendsten deutschen Handelsplatz für Erdgas, NetConnect Germany (NCG), bei den Terminmarktpreisen folgender Jahresverlauf: Die Preise für europäische Terminkontrakte erreichten im April ihr Jahreshoch und entwickelten sich dann unter starken Schwankungen seitwärts. Zum Jahresende hin war dann ebenfalls eine leicht rückläufige Tendenz festzustellen. Eine ähnliche, wenn auch schwankungsärmere, Entwicklung zeigte sich bei den Terminkontrakten (Base und Peak) für Strom an der European Energy Exchange.

Der Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieabsatz hat im ersten Halbjahr 2011 aufgrund der gesetzlichen Förderung durch das EEG erstmals die 20-Prozent-Grenze überschritten. Da dieser Anstieg für 2011 bereits in 2010 durch die Übertragungsnetzbetreiber prognostiziert wurde und aus Vorjahren weitere Einflussfaktoren bekannt waren, hat sich die EEG-Umlage (Zuschlag auf konventionell erzeugte Energie) von 2,05 ct/kWh auf 3,53 ct/kWh erhöht.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Das novellierte EnWG in am 4. August 2011 in Kraft getreten. Wesentliche Änderungen betreffen ergänzende Vorschriften zu Kundenwechselprozessen und den Endkundenrechnungen. Von besonderer Bedeutung sind darüber hinaus die Neuregelungen zur operationellen Entflechtung. In ihrem Kommunikationsverfahren und in ihrer Markenpolitik haben vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen zu gewährleisten, dass eine Verwechselung zwischen ihren Geschäftsaktivitäten ausgeschlossen ist. Es besteht die Möglichkeit auch die Firmierung von Netz- oder Vertriebsgesellschaft anzupassen.

3. Geschäftsverlauf im Überblick

Allgemeine Entwicklung

Um unseren Kunden individuelle Angebote und sehr guten Service bieten zu können, haben wir unsere Vertriebsaktivitäten auf die Kundenbedürfnisse und -verhaltensweisen sowie die Marktgegebenheiten ausgerichtet. So wurden beispielsweise denjenigen Kunden, die Wert auf Zusatzleistungen und regionale Nähe legen, spezielle Angebote unterbreitet.

Eine hohe vertriebliche Herausforderung besteht nach wie vor in dem tiefgreifenden Umbruch, der auf den Gasmärkten zu beobachten ist. Die inzwischen weitverbreitete Tendenz, zusätzlich zur traditionellen Ölpreisbindung auch weitere Preissetzungsmaßstäbe zu berücksichtigen, führt zu deutlich gestiegener Wettbewerbsintensität. Trotzdem ist es uns gelungen, günstige Gasbezugskonditionen zu erzielen, so dass wir auf Preismaßnahmen im Privatkundensegment Gas trotz steigenden Preisdrucks auf den Gasbeschaffungsmärkten während des gesamten Jahres 2011 verzichten konnten und unseren Privatkunden seit 1. Oktober 2010 konstante Gaspreise anbieten können. Bis zum Frühling 2012 garantiert die E.ON Hanse Vertrieb GmbH stabile Erdgaspreise im Privatkundenbereich. Unsere Kunden partizipieren somit unmittelbar an den Vorteilen der Zentralisierung der vertrieblichen Struktur in Deutschland.

Im Bereich Strom herrscht weiterhin hoher Wettbewerb in allen Kundensegmenten, u.a. auch bei Vertriebspartnern und großen Geschäftskunden. Wir entgegnen diesem nach wie vor mit auf Kunden zugeschnittenen Angeboten zu fairen und marktorientierten Preisen.

Im August 2011 haben wir aufgrund gesetzlicher Anforderungen ein neues Abrechnungssystem eingeführt. Aufgrund der Komplexität der Neueinführung dieses Systemes ist es in der zweiten Jahreshälfte erwartungsgemäß zu Verzögerungen in den Prozessen Kundenwechsel, Abrechnung und Mahnwesen gekommen.

Kundenentwicklung

Insgesamt ging der Erdgasabsatz von 33.029,3 GWh im Vorjahr auf 26.081,3 GWh im Geschäftsjahr 2011 zurück. Ursächlich hierfür sind neben einer milderen Witterung, der Entfall von Sondereffekten des Jahres 2010 sowie Kundenverluste im laufenden Kalenderjahr. Die Kundenverluste im Privatkundensegment Gas haben sich im Jahresverlauf auf einem Niveau unter dem der Vorjahre stabilisiert.

Der Rückgang betrifft überwiegend das Privat- und Geschäftskundensegment (20.309,0 GWh; Vorjahr 25.345,0 GWh). Im Segment der Vertriebspartner verringerte sich der Absatz auf 4.366,8 GWh (Vorjahr 7.121,8 GWh).

Die Kundenverluste im Privatkundensegment Strom haben sich im Jahresverlauf auf einem Niveau unter dem der Vorjahre stabilisiert. Demgegenüber standen aufgrund attraktiver Produkte neu geworbene Kunden im Geschäftskundenbereich, so dass insgesamt der Absatz an letztverbrauchende Privat- und Geschäftskunden im Berichtsjahr mit 4.257,1 GWh über dem Niveau des Vorjahres von 4.160,6 GWh lag. Absatzrückgänge gab es im Bereich der Vertriebspartner von 1.796,2 GWh im Vorjahr auf 1.694,1 GWh im aktuellen Berichtsjahr. Insgesamt blieb der Stromabsatz mit 5.951,2 GWh nahezu auf dem Vorjahresniveau.

Reaktionen auf den zunehmenden Wettbewerb

Auf die zunehmenden Aktivitäten der Wettbewerber reagierte die E.ON Hanse Vertrieb GmbH im Geschäftsjahr mit einer Vielzahl von Marketingmaßnahmen. So wurde die 2009 gestartete bundesweite EnergieSpar-Tour der E.ON Vertrieb Deutschland GmbH fortgeführt. Fachgespräche mit Kunden wurden überwiegend zu Preisen und Produkten, aber auch zur Energieeffizienz geführt.

Im Verlaufe des Jahres wurde das Konzept zur Einrichtung dezentraler Kundenbüros (Treff.Energie) vollständig umgesetzt, so dass wir nunmehr über zehn Kundenbüros in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern verfügen. Fragen rund um den Energievertrieb, die individuelle Betreuung von Kunden sowie ein zielgruppenspezifisches Marketing nahmen infolge des wachsenden Wettbewerbsdrucks weiter an Bedeutung zu. Wir intensivierten daher die Maßnahmen im Bereich der Kundenbindung und Imagepflege, nicht zuletzt auch durch die Umsetzung einer bundesweiten TV-Kampagne. Darüber hinaus erweiterten wir unser Angebot um Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen erneuerbare Energien, Energieeffizienz sowie dezentrale Energielösungen. In 2011 brachten wir das Photovoltaik-Produkt E.ON Solar und die Elektromobilitäts-Lösung E.ON eMobil für Privat- und Gewerbekunden auf den Markt. Weiterhin entwickelten wir eine Smart Home-Anwendung, die unseren Kunden 2012 zur Verfügung stehen wird. Damit setzten wir unser Engagement im Bereich Smart Energy fort. Mit diesen Angeboten wollen wir unserem Anspruch "cleaner & better energy" gerecht werden.

4. Ertragslage

Die Umsatzerlöse des Jahres 2011 betrugen 1.739,1 Mio. €. Dies entspricht einem Rückgang um 69,9 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von 1.808,9 Mio. €. Der Umsatzrückgang betrifft ausschließlich die Sparte Gas, in der Stromsparte trat eine Erlössteigerung ein.

Der Umsatzrückgang in der Sparte Gas ist durch Mengenverluste in allen Kundensegmenten begründet. Witterungsbedingte Minderabsätze sind vor allem im Privatkundensegment zu verzeichnen. Gegenläufige periodische Erträge sowie Erlöse aus Mehrmengen im Gasbereich führen zu einer Ergebnisverbesserung.

Im Strombereich sind im Segment Geschäftskunden Umsatzsteigerungen durch Kundengewinne eingetreten. Gegenläufig ist die Entwicklung im Segment der Vertriebspartner. Die Umsätze mit Privat- und Gewerbekunden blieben auf dem Vorjahresniveau. Darüber hinaus haben aperiodische Aufwandsminderungen sowie aperiodische Erträge im Stromsegment zu einem deutlichen Ergebnisanstieg geführt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge des Jahres 2011 betrugen 36,3 Mio. €. Sie haben sich im Vergleich zum Vorjahr von 24,7 Mio. € um 11,6 Mio. € erhöht. Wesentlich für diesen Anstieg sind einmalige Effekte im Rahmen von Stromlieferungen aus Vorperioden.

Der Materialaufwand der E.ON Hanse Vertrieb GmbH umfasst im Wesentlichen die Beschaffungskosten für Strom und Gas sowie die Netznutzungsentgelte. Im Jahr 2011 betrug der Aufwand insgesamt 1.601,7 Mio. € und lag damit um 19,7 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres. Die Aufwendungen für Gasbezug und Nutzung des Gasnetzes haben sich in Summe rückläufig entwickelt. Der Rückgang verhält sich im Vergleich zu der Gasabgabemenge unterproportional, da Bezugskostensteigerungen nicht vollumfänglich weitergegeben wurden. Die Gassparte trägt damit aufgrund des intensiveren Wettbewerbs rückläufig, jedoch weiterhin positiv zum Betriebsergebnis der Gesellschaft bei.

Die Aufwendungen für den Strombezug entwickelten sich überproportional zu den Umsatzerlösen Die gestiegenen Strombezugskosten insbesondere durch die steigende EEG-Umlage wurde nicht in vollem Umfang an den Letztverbraucher weitergegeben. Die Stromsparte entwickelte sich ebenfalls rückläufig, trägt jedoch ebenfalls weiterhin positiv zum Betriebsergebnis der Gesellschaft bei.

Die Personalaufwendungen für die durchschnittlich 150 Mitarbeiter (Vorjahr 159 Mitarbeiter) betrugen 12,3 Mio. € (Vorjahr 14,6 Mio. €). Der Rückgang der Aufwendungen um 2,3 Mio. € beruht auf dem Personalrückgang sowie dem Entfall von Kosten für Vorruhestandsregelungen des Vorjahrs, entgegengesetzt wirkten die tariflichen Lohnerhöhungen.

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind unter anderem die Entgelte für die Erbringung des Kunden- und Abrechnungsservice, für kaufmännische Dienstleistungen sowie Steuerungs- und Marketingaufwendungen, die von Konzernunternehmen erbracht werden, erfasst. Darüber hinaus sind unter dieser Position die Kosten, die im Zusammenhang mit der Einführung des neuen Abrechnungssystems entstanden sind, erfasst. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 30,7 Mio. € auf 122,7 Mio. € ist unter anderem durch eine geringere Zuführung zur Rückstellung für energiewirtschaftliche Risiken begründet.

Das Finanzergebnis hat sich von 0,1 Mio. € auf -0,1 Mio. € verschlechtert, welches im Wesentlichen auf geringere Zinserträge zurück zu führen ist.

Das an die E.ON Hanse AG aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages abzuführende Ergebnis hat sich von 41,7 Mio. € im Vorjahr auf 37,8 Mio. € im Berichtsjahr reduziert.

5. Vermögenslage

Zum 31. Dezember 2011 betrug die Bilanzsumme rund 475,4 Mio. €, nach 401,2 Mio. € im Vorjahr. Das Umlaufvermögen ist im Wesentlichen gekennzeichnet durch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 272,9 Mio. € (Vorjahr 230,1 Mio. €) sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 125,0 Mio. € (Vorjahr 135,6 Mio. €). Ursächlich für den Forderungsanstieg ist u.a. die Einführung eines neuen Abrechnungssystems, wodurch es in der zweiten Jahreshälfte zu Verzögerungen bei der Abrechnung kam.

Das langfristige Vermögen ist vollständig durch Eigenkapital in Höhe von 64,8 Mio. € finanziert. Insgesamt beträgt die Eigenkapitalquote 13,6% (Vorjahr 16,2%).

6. Finanzlage

Das Eigenkapital gliedert sich in das Stammkapital von 18,0 Mio. € und die Kapitalrücklage von 46,8 Mio. €. Mit der E.ON Hanse AG besteht ein Gewinnabführungsvertrag.

Die Rückstellungen beliefen sich auf 130,9 Mio. €. Darin enthalten sind Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von 2,3 Mio. €.

Die Verbindlichkeiten lagen bei 277,0 Mio. € und sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Im Geschäftsjahr 2011 betrug der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit - 42,6 Mio. €. Insgesamt reduzierte sich der Finanzmittelfonds um 84,5 Mio. €. Die Zahlungsfähigkeit war jedoch während des gesamten Geschäftsjahres gewährleistet.

7. Investitionen und Finanzierung

Wesentliche Investitionen in das Anlagevermögen wurden im Geschäftsjahr 2011 nicht getätigt.

Den Finanzbedarf konnten wir vollständig aus eigenen Mitteln decken. Darüber hinaus besteht eine Cash-Pooling-Vereinbarung, die eine jederzeitige Liquiditätsversorgung der Gesellschaft sicher stellt.

8. Risikomanagement / internes Kontrollsystem

Damit bestandsgefährdende Risiken frühzeitig erkannt und rechtzeitig angemessene Gegensteuerungsmaßnahmen ergriffen werden können, hat E.ON Hanse Vertrieb GmbH ein Risikomanagementsystem implementiert.

Die betrieblichen Risiken werden von den operativen Unternehmenseinheiten identifiziert und dokumentiert. Sie werden hinsichtlich ihrer Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet.

Die Berichterstattung über die aktuelle Risikosituation erfolgt in regelmäßigen Abständen gegenüber dem Gesellschafter E.ON Hanse AG und unserer Steuerungsgesellschaft E.ON Vertrieb Deutschland GmbH.

Das derzeit implementierte interne Kontrollsystem (IKS) orientiert sich am IKS der Muttergesellschaft. Notwendige Anpassungen werden laufend berücksichtigt.

9. Chancen und Risiken

Im Zuge unserer geschäftlichen Aktivitäten sind wir einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind.

Aus derzeitiger Sicht ergeben sich aus der künftigen Chancen- und Risikolage keine den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken.

Marktrisiken und operative Risiken

Im Berichtszeitraum hat sich die Risikolage der Gesellschaft im operativen Geschäft gegenüber dem Jahresende 2010 nicht wesentlich verändert. Nach wie vor könnten insbesondere ein niedriges Preisniveau in den Commodity-Märkten und ein dauerhaft deutlicher Rückgang der Nachfrage durch Privat- und Industriekunden mittelfristig die Ertragslage erheblich beeinflussen. Negativen Einfluss im Hinblick auf weitere Absatzrückgänge können darüber hinaus die weiterhin unsicheren konjunkturellen Rahmenbedingungen vor dem Hintergrund der Finanz- und Wirtschaftskrise in Europa haben.

Der besonderen Beobachtung durch die Geschäftsleitung unterliegen insbesondere die Marktrisiken im Strom- und Gasgeschäft. Um die Risiken im Strom- und Gasgeschäft zu minimieren, hält sich die Gesellschaft an die konzernweit abgestimmte Risikomanagementstrategie der E.ON Vertrieb Deutschland GmbH, München (EVD) welche über einen Dienstleistungsvertrag auch die Strom- und Gasbeschaffung für uns vornimmt. Mittels back-to-back-Beschaffung soll das allgemeine Unternehmensrisiko abgesichert werden.

Die Nachfrage nach Strom und Gas ist grundsätzlich saisonal. So sorgte beispielsweise die gegenüber dem Vorjahr deutlich mildere Witterung vor allem für Verbrauchsrückgänge bei den Heizenergien. Der Erdgasverbrauch sank durch die im Vergleich zum Vorjahr deutlich höheren Temperaturen. Wir erwarten auch weiterhin saisonale und wetterbedingte Schwankungen im Hinblick auf unsere Umsätze und operative Ergebnisse.

Das Marktumfeld, in dem sich unsere Gesellschaft bewegt, ist durch allgemeine Chancen und Risiken der Konjunktur gekennzeichnet. Unser Vertriebsgeschäft sieht sich zudem, bedingt durch neu in den Markt tretende Anbieter sowie aggressiveres Vorgehen bereits bestehender Marktteilnehmer, einem verstärkten Wettbewerb ausgesetzt.

Dem daraus erwarteten zusätzlichen Margendruck werden wir durch eine effiziente Kundenbetreuung und individuelle Zusatzleistungen für unsere Kunden begegnen. Durch ein umfassendes Vertriebscontrolling und ein intensives Kundenmanagement begrenzen wir Risiken. Darüber hinaus werden wir aktiv an einer weiteren Stabilisierung der Geschäftsprozesse innerhalb der EVD-Gruppe arbeiten.

Die Gesellschaft verfolgt Außenstände im Rahmen des Forderungsmanagements. Durch regelmäßige Mahnläufe für säumige Wholesale- und Individualkunden ist die Minimierung des Forderungsbestandes gewährleistet. Im Privat- und Gewerbekundensegment werden Mahnungen gemäß den vertraglichen und gesetzlichen Vorgaben durchgeführt. Zudem begegnen wir den Risiken aus potenziellen Zahlungs- und Mengenausfällen durch ein aktives Kundenmonitoring.

Zusätzlich ergeben sich aus der operativen Geschäftstätigkeit einzelne Risiken in Verbindung mit Rechtsstreitigkeiten aus Verfahren im Zusammenhang mit Preiserhöhungen. Die bereits im Vorjahr ergangenen Urteile des Bundesgerichtshofes und die relevante obergerichtliche Rechtsprechung haben wir im Jahresabschluss bilanziell gewürdigt. Die E.ON Hanse Vertrieb GmbH wurde vom Landgericht Hamburg auf eine Sammelklage der Verbraucherzentrale Hamburg auf Rückzahlung von Gaspreisen teilweise verurteilt und hat Berufung zum Oberlandesgericht Hamburg eingelegt.

Im Berichtszeitraum ist im Zuge der "Energiewende" auch die Novelle zum Energiewirtschaftsgesetz verabschiedet worden. Die Gesellschaft hat die Umsetzung der Novelle in Angriff genommen. Die rechtlichen Rahmenbedingen und deren kurzfristige Umsetzung stellt sämtliche Energieversorger vor teils erhebliche prozessuale Herausforderungen, für welche sich die E.ON Hanse Vertrieb GmbH auch insbesondere durch die Konzernanbindung gut aufgestellt sieht.

Im Hinblick auf IT-basierte Abrechnungssysteme hat die BNetzA eine Trennung von Kundenstämmen zwischen Vertrieb und Netz in den Abrechnungssystemen festgelegt (Zwei-Mandanten-System). Bei der Umsetzung kam es teilweise zu IT-bedingten Verzögerungen beziehungsweise migrationsbedingten Restarbeiten, die in der Folgezeit abgeschlossen werden.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Risiken aus Zahlungsstromschwankungen und damit verbundene Liquiditätsrisiken verringern sich durch die Einbindung in das konzernweite Cash-Pooling des E.ON-Konzerns. Zudem haben wir zur Überwachung der Ausfallrisiken ein unternehmensweites Forderungsmanagement über unsere Schwestergesellschaft, die E.ON Best Service GmbH, implementiert.

Die Gesellschaft verfügt über keine Finanzderivate.

Externe Risiken

Weitere Risiken ergeben sich darüber hinaus aus dem politischen, rechtlichen und regulatorischen Umfeld des E.ON-Konzerns, dessen Änderung zu erheblichen Planungsunsicherheiten führen kann.

Betrachtung von Chancen

Durch den Umbau der Energiewelt ergeben sich auch im Vertrieb Herausforderungen und Chancen. Dies betrifft vor allem den Aufbau von weiteren Geschäftsfeldern, insbesondere für Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen erneuerbare Energien, Energieeffizienz sowie dezentrale Energielösungen. So haben wir im Jahr 2011 den Vertrieb von Photovoltaik Anlagen gestartet. Hinzu kommen Angebote aus dem Bereich e-mobility (Elektrofahrzeuge).

Durch die Straffung unserer Prozesse sehen wir die Chance unsere Effizienz weiter zu steigern.

Die Errichtung dezentraler Vertriebsbüros wurde 2011 abgeschlossen, zusätzlich wurden weitere Kooperationspartner (Stützpunktpartner) gewonnen, so dass wir durch die verstärkte Kundennähe Chancen sehen.

Aus derzeitiger Sicht ergeben sich aus der künftige Chancen- und Risikolage keine den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken.

10. Aktivitäten in Forschung und Entwicklung

Die E.ON Hanse Vertrieb GmbH hat selbst keine wesentlichen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Die Gesellschaft ist über die E.ON Energie AG in verschiedenen Organisationen vertreten, die sich mit Forschungs- und Entwicklungsaufgaben befassen.

Darüber hinaus werden in Zusammenarbeit mit E.ON Energie AG und der E.ON AG andere Unternehmen mit Forschungs- und Entwicklungsaufgaben beauftragt.

11. Mitarbeiter

Dem in der öffentlichen Diskussion geforderten Trend zu mehr weiblichen Führungskräften folgt auch E.ON. In diesem Zusammenhang spielt die Förderung und Entwicklung von geeigneten Mitarbeiterinnen sowie die Besetzung frei werdender Führungspositionen in der E.ON Vertrieb Deutschland-Gruppe eine immer größere Rolle.

Das im vergangenen Jahr begonnene Projekt zur Verbesserung der Unternehmenskultur im Vertrieb wurde auch in 2011 erfolgreich fortgeführt. Ziel des Projektes ist es, die gesellschaftsübergreifende Zusammenarbeit zu intensivieren, sich persönlich und fachlich weiterzuentwickeln, best-practice-Kenntnisse auszutauschen und die persönlichen Netzwerke zu stärken. Die positiven Ergebnisse daraus wurden durch die vierte konzernweite Mitarbeiterbefragung bestätigt, welche im Juni 2011 durchgeführt wurde.

Zum Jahresende 2011 gehörten zur Belegschaft der E.ON Hanse Vertrieb GmbH 154 Mitarbeiter.

Die betriebliche Altersversorgung ist durch Fondsanlagen, die teilweise an einen externen Treuhänder sicherungsübereignet sind, weitgehend gedeckt.

Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die ausgezeichnete Zusammenarbeit und ihr hohes Engagement im vergangenen Jahr.

12. Umwelt und Arbeitssicherheit

Im Rahmen der Stromkennzeichnungspflicht informiert E.ON Hanse Vertrieb GmbH alle Kundengruppen über die Zusammensetzung des veräußerten Stroms und die damit verbundenen Umweltbelastungen.

Der Anteil der erneuerbaren Energien im Residualmix der E.ON Hanse Vertrieb GmbH beträgt im Berichtsjahr 29,6 %. Dieser Anteil soll auch in Zukunft weiter gesteigert werden. Bei den E.ON Ökostromprodukten, z.B. beim Tarif E.ON Ökostrom, beträgt der Anteil an erneuerbaren Energien sogar 100% und wird aus TÜV zertifizierten Wasserkraftanlagen gewonnen.

Der E.ON Konzern legt hohen Wert auf die Arbeitssicherheit und leistet entsprechende Präventionsarbeit. Im Jahr 2011 ereigneten sich keine meldepflichtige Arbeits- und Wegeunfälle.

13. Anteilseigner

DieE.ON Hanse AG ist zu 100 % an der E.ON Hanse Vertrieb GmbH beteiligt.

14. Ausblick

Vor dem Hintergrund der Liberalisierung der Energiemärkte und der vom Bundestag am 30. Juni 2011 verabschiedeten "Energiewende-"Gesetze steht die E.ON Hanse Vertrieb GmbH vor einer Reihe von Herausforderungen. Hier sind in erster Linie innovative Produktgestaltungen im Bereich der erneuerbaren Energien und dezentralen Energieerzeugung, aber auch gestiegene Anforderungen an den Lieferantenwechselprozess und die Kundenabrechnung zu nennen. Der Umbruch im Gasmarkt und der damit verbundene Druck auf die Endkundenpreise sowie ein insgesamt abnehmender Energieverbrauch Strom und Gas als Folge der Energiesparprogramme sind weitere wesentliche Aspekte. Zudem hat die kontrovers geführte öffentliche Diskussion zu einer abnehmenden Kundenloyalität gegenüber dem ursprünglichen Energieversorgungsunternehmen und damit nochmals zu einem steigenden Wettbewerbsdruck geführt.

Diesem Trend und der Tendenz zur dezentralen Energieerzeugung begegnet E.ON zum einen mit seiner Strategie "cleaner & better energy". Für den Vertrieb wurden als strategische Prioritäten u.a. innovative Produktgestaltungen auf Basis neuer Technologien festgelegt. Zum anderen soll ein umfangreiches Kostensenkungsprogramm den strategischen Handlungsspielraum des Konzerns erhalten. E.ON strebt im Rahmen dieses "E.ON 2.0" genannten Programms an, in 2015 beeinflussbare Kosten in Höhe von 9,5 Mrd. € zu erreichen. Um dieses Ziel zu verwirklichen, sind umfangreiche Kosteneinsparungen notwendig. Davon betroffen sind auch die Unternehmen der E.ON-Vertriebs-Gruppe bzw. deren zukünftig beeinflussbare Kosten. Konkrete Maßnahmen/Auswirkungen für die E.ON Hanse Vertrieb GmbH sind derzeit noch nicht bekannt.

Nach der Einführung einer einheitlichen IT-Landschaft sollen bei allen regionalen Vertriebsgesellschaften nun vor allem die Shared Service-Prozesse optimiert werden, um die Qualität im Kundenauftritt weiter zu steigern.

Die Strom- und Gaspreise bilden sich am Markt. Der überwiegende Anteil des Strompreises besteht aus durch die Vertriebsgesellschaften nicht beeinflussbaren Kosten für die EEG-Umlage, EEG-Kosten aus den vergangenen Jahren, Steuern und die von der Bundesnetzagentur festgesetzten Netzentgelte. Für diese Preisbestandteile zeichnen sich für die E.ON Vertrieb Deutschland-Gruppe für das kommende Jahr tendenziell höhere Kosten ab, nachdem am 15. Oktober 2011 die Übertragungsnetzbetreiber den EEG-Zuschlag für 2012 veröffentlicht haben. Demzufolge steigt der Zuschlag zwar nur moderat um 0,062 von 3,53 auf 3,592 Ct/kWh und hat damit einen geringen Einfluss auf das Vertriebsgeschäft. Zeitgleich haben aber die meisten Netzbetreiber ihre Netzentgelte für 2012 veröffentlicht - allerdings noch unter Vorbehalt der verbindlichen Mitteilung des vorgelagerten Netzbetreibers und einiger BNetzA-Beschlüsse. Hier ist das Bild sowohl für die Strom- und die Gasnetzentgelte, als auch insgesamt uneinheitlich: während einige Netzbetreiber ihre Entgelte sogar senken werden, erhöhen andere Netzbetreiber ihre Netzentgelte. Wie sich die zu erwartenden Netzentgelte zukünftig auf die Preise für Privatkunden und auf das wirtschaftliche Ergebnis der E.ON-Vertriebsgesellschaften auswirken, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Unabhängig von der Höhe der Netzentgelte und der EEG-Umlage für 2012 werden die Strompreise für Privatkunden bis mindestens zum Frühjahr nicht verändert werden.

Im Gasbereich wurde sogar eine Preiskonstanz bis mindestens Ende März 2012 geben. Angesichts der Unklarheit über die Durchführung einer Preismaßnahme, deren Zeitpunkt und Höhe kann zum jetzigen Zeitpunkt keine valide Ergebnisauswirkung abgeschätzt werden. Das Ergebnis in den nächsten beiden Jahren wird voraussichtlich das durch aperiodische Effekte besonders positiv geprägte Ergebnis 2011 nicht erreichen können. Deshalb rechnen wir für 2012 mit einem merklichen Rückgang des Ergebnisses. Es wird erwartet, dass sich dieser Trend im Jahr 2013 fortsetzt.

Die Energieversorgung wird bei Kunden und Öffentlichkeit in den nächsten Jahren emotional und rational deutlich an Bedeutung gewinnen. Von den Energieversorgern wird erwartet, dass sie die Energiezukunft stärker als bisher gestalten und mit Investitionen in regenerative Energien einen nachhaltigen Beitrag zur Energiewende leisten. Vor diesem Hintergrund ist auch die inhaltliche Positionierung der aktuellen Kampagne "Wir gestalten die Zukunft der Energie" zu sehen. Sie ist ein Beitrag zur Imageverbesserung und wird mit Produktangeboten aus der neuen Energiewelt in den nächsten ein bis zwei Jahren den Wandel der Energieversorgung begleiten. E.ON wird dabei Zug um Zug stärker in die Rolle des Energiemanagers für seine Kunden wachsen.

15. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ergeben.

 

Hamburg, den 24. Januar 2012

Die Geschäftsführung

Roman Kaak

Otmar Zisler

Bilanz

Aktiva

in T€ Anhang 31.12.2011 31.12.2010
A. Anlagevermögen (5)    
I. Sachanlagen   10.676 10.931
II. Finanzanlagen   107 135
    10.783 11.066
B. Umlaufvermögen      
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (6) 459.846 378.060
II. Flüssige Mittel (7) 3.972 11.274
    463.818 389.334
C. Rechnungsabgrenzungsposten   138 183
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung (8) 646 629
Gesamt   475.385 401.212

Passiva

     
in T€ Anhang 31.12.2011 31.12.2010
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital (9) 18.000 18.000
II. Kapitalrücklage (10) 46.836 46.836
    64.836 64.836
B. Sonderposten mit Rücklagenanteil (11) 2.607 2.710
C. Rückstellungen (12) 130.917 132.029
D. Verbindlichkeiten (13) 277.025 201.637
Gesamt   475.385 401.212

Gewinn- und Verlustrechnung

in T€ Anhang Geschäftsjahr 2011 Geschäftsjahr 2010
1. Umsatzerlöse (14) 1.739.056 1.808.946
2. Sonstige betriebliche Erträge (15) 36.327 24.746
3. Materialaufwand (16) 1.601.741 1.621.427
4. Personalaufwand (17) 12.295 14.630
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und      
Sachanlagen   406 1.166
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen (18) 122.746 153.471
7. Finanzergebnis (19) -144 105
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   38.051 43.103
9. Außerordentliches Ergebnis (20) 0 -1.062
10. Sonstige Steuern   234 349
11. Ergebnisabführung   37.817 41.692
12. Jahresüberschuss   0 0

Anhang

A. Vorbemerkungen

(1) Jahresabschluss

Der Jahresabschluss 2011 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) und des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Ausweis erfolgt - soweit nicht anders angegeben - in Tausend Euro (T€). Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr fortgeführt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang zu machen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt. Soweit einzelne Posten in der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst werden, erfolgt eine Aufgliederung im Anhang.

Die Gesellschaft ist über eine Mehrheitsbeteiligung ein verbundenes Unternehmen zur E.ON Hanse AG. Damit ist die E.ON Hanse Vertrieb GmbH Bestandteil einer Gruppe von Unternehmen, die nach § 3 Nr. 38 EnWG als vertikal integriertes Energieversorgungs-unternehmen gilt. Die E.ON Hanse Vertrieb GmbH liefert Strom bzw. Gas an Kunden und fällt damit unter § 6b Abs. 1 EnWG.

Mit der E.ON Hanse AG besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

(2) Konzernzugehörigkeit

Die E.ON Hanse Vertrieb GmbH ist gemäß § 291 HGB von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht gemäß §§ 290 ff. HGB aufzustellen, befreit.

Die E.ON Hanse Vertrieb GmbH wird in den befreienden Konzernabschluss der E.ON AG, Düsseldorf, (HRB 22315) einbezogen. Die E.ON AG ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden nach § 325 HGB beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers elektronisch eingereicht und dort bekannt gemacht. Diese Unterlagen sind im Internet unter www.ebanz.de oder www.eon.com zugänglich.

Die E.ON AG stellt den Konzernabschluss nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften auf, wie sie von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der Europäischen Union übernommen wurden (IFRS).

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

(3) Aktiva

Anlagevermögen

Der Geschäfts- und Firmenwert wird mit den Anschaffungskosten abzüglich der planmäßigen linearen Abschreibung entsprechend der wirtschaftlichen Gesamtnutzungsdauer (15 Jahre) bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Für Sachanlagen, die bereits zum 1. Januar 2010 vorhanden waren und degressiv abgeschrieben wurden, wird die degressive Abschreibung fortgeführt und das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB in Anspruch genommen. Zugänge ab dem Geschäftsjahr 2010 werden ausschließlich linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

  Nutzungsdauer
Grundstücksgleiche Rechte und Bauten Einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15 bis 33 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung max. 19 Jahre

In den Geschäftsjahren 2008 und 2009 erworbene abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände werden innerhalb der Wertgrenze von über 150 € bis 1.000 € als Jahressammelposten geführt und über 5 Jahre linear abgeschrieben. Ab dem Jahr 2010 werden entsprechende Vermögensgegenstände bis 410 € im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Unverzinsliche Ausleihungen werden mit dem Barwert, die übrigen Ausleihungen mit dem Nennwert ausgewiesen. Soweit die Wertansätze der Finanzanlagen über dem beizulegenden Wert am Bilanzstichtag liegen, werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung Abschreibungen vorgenommen.

Umlaufvermögen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind mit den Nennbeträgen angesetzt. Erkennbare Risiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Forderungen für noch nicht in Rechnung gestellte Energielieferungen werden mittels anerkannter Schätzverfahren zum Bilanzstichtag abgegrenzt und mit erhaltenen Abschlagszahlungen verrechnet. Die Ermittlung der abgegrenzten Forderungen erfolgt kundenindividuell unter Berücksichtigung von Gesamtmengen.

Die in den Sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen unverzinslichen langfristigen Forderungen werden mit dem Barwert angesetzt.

Die Flüssigen Mittel sind zum Nominalwert bilanziert.

Alle übrigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit den Nennbeträgen bewertet.

Deckungsvermögen

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der betrieblichen Altersversorgung der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel in Fondsanteilen sowie in Festgeldern angelegt; ferner bestehen Ansprüche aus rückgedeckten arbeitnehmerfinanzierten Pensionsverpflichtungen gegen die Versorgungskasse Energie VVaG (VKE), Hannover. Die Fondsanteile werden vom E.ON Pension Trust e.V. sowie vom Pensionsabwicklungstrust e.V., beide Grünwald, treuhänderisch für die E.ON Hanse Vertrieb GmbH verwaltet. Die betreffenden Vermögensgegenstände sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen.

Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Dieser wird mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 HGB verrechnet. Entsprechend wird mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus Zinseffekten und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren. Der sich ergebende Verpflichtungsüberhang wird unter den Rückstellungen erfasst. Der die Verpflichtungen übersteigende beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wird als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen.

(4) Passiva

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Sonderposten mit Rücklageanteil

Die Neubildung von Sonderposten mit Rücklageanteil ist ab dem 01.01.2010 nicht mehr zulässig. Für die vor diesem Zeitpunkt ausgewiesenen Sonderposten wurde das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 EGHGB in Anspruch genommen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Bewertung der Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen erfolgt nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode). Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag erdienten Anwartschaft unter Berücksichtigung künftiger Gehaltssteigerungen. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Neben dem Gehaltstrend wird auch eine Rentendynamik berücksichtigt. Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2005 G von K. Heubeck zugrunde. Als Bewertungsendalter werden grundsätzlich die frühestmöglichen Altersgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung unter Berücksichtigung der Regelungen des RV- Altersgrenzenanpassungsgesetzes vom 20.04.2007 herangezogen. Für Mitarbeiter mit abgeschlossenen Vorruhestands- oder Altersteilzeitvereinbarungen wird das vertraglich vereinbarte Endalter berücksichtigt. Des Weiteren werden Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet.

Aus der Übernahme von Versorgungsverpflichtungen im Rahmen des Mitarbeiterwechsels im E.ON-Konzern bestehen Freistellungsansprüche gegenüber der MEON Pensions GmbH & Co. KG, Grünwald. Die Bewertung der Freistellungsforderung erfolgt analog der Bewertung der zugrundeliegenden Versorgungsverpflichtung. Die Freistellungsforderung wird unter den Finanzanlagen ausgewiesen.

Rückstellungen für Jubiläums- und ähnliche Verpflichtungen

Die Berechnung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgt ebenfalls nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode). Analog zu den Pensionsverpflichtungen wird für Jubiläums- und Treueurlaubsverpflichtungen sowie für Sterbegeld- und Deputatsverpflichtungen der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Rechnungszins bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren herangezogen. Ferner wird ein Gehaltstrend berücksichtigt. Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2005 G von K. Heubeck zugrunde.

Rückstellungen für Vorruhestand

Für Vorruhestandspotenzialverpflichtungen wird von einer Duration von 4,5 Jahren (Vorjahr 5,6 Jahren) ausgegangen. Der für diese Durationen maßgebliche Zins wurde mittels linearer Interpolation aus den von der Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen abgeleitet. Ferner wird ein Gehaltstrend berücksichtigt. Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2005 G von K. Heubeck zugrunde.

Andere Sonstige Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Langfristige Rückstellungen werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Abzinsung wird auch für ursprünglich langfristige Rückstellungen vorgenommen, deren Restlaufzeit am Bilanzstichtag ein Jahr nicht überschreitet.

Erträge und Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sowie aus Änderungen der Zinssätze werden gesondert unter dem Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" bzw. "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag zum Bilanzstichtag ausgewiesen.

C. Erläuterungen zur Bilanz

(5) Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens in 2011 ist aus dem Anlagespiegel ersichtlich, der Bestandteil des Anhangs ist (siehe Blatt 23).

Finanzanlagen

Aus der Übernahme von Versorgungsverpflichtungen im Rahmen des Mitarbeiterwechsels im E.ON-Konzern besteht ein Freistellungsanspruch gegenüber der MEON Pensions GmbH & Co. KG, Grünwald, in Höhe von 3 T€ (Vorjahr 0 T€), der unter den Ausleihungen an verbundene Unternehmen ausgewiesen ist.

(6) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
in T€
31.12.2011 davon mit RLZ> 1 Jahr 31.12.2010 davon mit RLZ> 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 923.719   808.573  
abzüglich erhaltener Abschlagszahlungen -650.782   -578.492  
  272.937 0 230.081 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 127.678   136.592  
abzüglich erhaltener Abschlagszahlungen -2.724   -964  
  124.954 0 135.628 0
davon gegen Gesellschafter (49.227) (0) (20.400) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 61.955 637 11.387 2.338
Gesamt 459.846 637 378.060 2.338

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit 124.248 T€ (Vorjahr 89.723 T€) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie mit 0 T€ (Vorjahr 45.905 T€) Forderungen aus dem kurzfristigen Verrechnungsverkehr. Daneben bestehen Sonstige Forderungen in Höhe von 706 T€ (Vorjahr 0 T€).

In den Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenständen sind Steuererstattungsansprüche in Höhe von 60.904 T€ sowie Forderungen in Höhe von 26.164 T€ (Vorjahr 344 T€) enthalten, die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstanden sind.

(7) Flüssige Mittel

Der Bestand an Flüssigen Mitteln wird in Form von Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand gehalten.

(8) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Aus der Verrechnung der Deckungsvermögen im Zusammenhang mit den rückgedeckten Pensionsverpflichtungen ergibt sich ein aktiver Unterschiedsbetrag, der sich wie folgt zusammensetzt:

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
in T€
31.12.2011 31.12.2010
Bei VKE rückgedeckte Versorgungsverpflichtungen    
Erfüllungsbetrag -1.212 -1.141
Pensionsrückstellung vor Saldierung (Bruttowert) -1.212 -1.141
Beizulegende Zeitwerte des Deckungsvermögens    
Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen 1.858 1.770
Nettowert 646 629
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 646 629

Die Zeitwerte der Rückdeckungsversicherungsansprüche entsprechen dem vom Versicherer nachgewiesenen Deckungskapital und damit den Anschaffungskosten.

(9) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der E.ON Hanse Vertrieb GmbH beläuft sich unverändert auf 18.000 T€ und wird von der E.ON Hanse AG, Quickborn, gehalten.

(10) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage resultiert ausschließlich aus anderen Zuzahlungen (§ 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB). Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung sind entsprechende Mittel zweckgebunden und insolvenzgeschützt in Fondsanteilen, die vom E.ON Pension Trust e.V. sowie vom Pensionsabwicklungstrust e.V., beide Grünwald, treuhänderisch verwaltet werden, angelegt. Sie sind in Anwendung des § 253 Abs. 1 HGB zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser beläuft sich zum Abschlussstichtag auf 11.955 T€ (Vorjahr 10.477 T€) und liegt somit um 311 T€ (Vorjahr 341 T€) über den Anschaffungskosten von 11.644 T€ (Vorjahr 10.253 T€). Der Mehrbetrag ergibt sich als Saldo aus der Aufwertung von 385 T€ und der Abwertung von 74 T€. Dem Aufwertungsbetrag von 385 T€ stehen frei verfügbare Rücklagen von 46.836 T€ gegenüber.

Eine Sperre in Bezug auf die Gewinnabführung 2011 in Höhe von 37.817 T€ besteht daher nicht.

(11) Sonderposten mit Rücklageanteil

In dem Sonderposten mit Rücklageanteil weisen wir Beträge in Höhe von 2.607 T€ (Vorjahr 2.710 T€) aus, die gemäß § 6b EStG gebildet wurden.

(12) Rückstellungen

Rückstellungen
in T€
31.12.2011 31.12.2010
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.284 3.335
Sonstige Rückstellungen 128.633 128.694
Gesamt 130.917 132.029

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsrückstellungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab. Die Finanzierung erfolgt teils durch den Arbeitgeber und im Rahmen von Gehaltsumwandlungen teils durch die Arbeitnehmer.

Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teils durch Fondsanteile, die vom E.ON Pension Trust e.V. sowie vom Pensionsabwicklungstrust e.V., beide Grünwald, treuhänderisch verwaltet werden, besichert. Teils erfolgt die Besicherung durch Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen gegenüber der VKE. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Sie sind gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen zu verrechnen. Der in der nachstehenden Tabelle genannte beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wurde, soweit es sich um Fondsanteile handelt, durch die beauftragten Verwaltungsgesellschaften unter Zuhilfenahme von Börsenkursen beziehungsweise allgemein anerkannter Bewertungsmethoden zum Abschlussstichtag abgeleitet.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
in T€
31.12.2011 31.12.2011
Nicht bei VKE rückgedeckte Versorgungsverpflichtungen    
Pensionsrückstellung vor Saldierung (Erfüllungsbetrag) 14.239 13.826
Beizulegende Zeitwerte des Deckungsvermögens    
Fondsanteile -11.955 -10.477
Festgelder 0 -14
Rückstellung gesamt 2.284 3.335
Anschaffungskosten des Deckungsvermögens    
Anteile an Spezialfonds 11.644 10.253
Festgelder 0 14

Der verwendete Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung beläuft sich auf 5,13 % p.a. (im Vorjahr: 5,17 % p.a.). Weiterhin wurden ein Gehaltstrend von 2,5% p.a. (im Vorjahr: 2,75 % p.a.) und eine Rentendynamik von 2,0 % p.a. (im Vorjahr: 2,0 % p.a.) zugrunde gelegt.

Sonstige Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen betreffen neben Verpflichtungen aus dem Bereich Personal (4.111 T€; Vorjahr 4.039 T€) insbesondere auch energiewirtschaftliche Verpflichtungen (120.371 T€; Vorjahr 120.680 T€) sowie ausstehende Rechnungen (201 T€; Vorjahr 556 T€).

Analog zu den Pensionsverpflichtungen wird für Jubiläums- und Treueurlaubsverpflichtungen sowie für Sterbegeldverpflichtungen ein Rechnungszins von 5,13 % p.a. (im Vorjahr 5,17 % p.a.) herangezogen. Weiterhin wurde ein Gehaltstrend von 2,5 % p.a. (im Vorjahr 2,75 % p.a.) zugrunde gelegt.

Bei Vorruhestandspotenzialverpflichtungen beträgt bei einer Duration von 4,5 Jahren (im Vorjahr 5,6 Jahren) der Rechnungszins 4,3 % p.a. (im Vorjahr 4,45 % p.a.). Weiterhin wurde ein Gehaltstrend von 2,5 % p.a. (im Vorjahr 2,75 % p.a.) zugrunde gelegt.

(13) Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten
in T€
31.12.2011 davon mit RLZ < 1 Jahr 31.12.2010 davon mit RLZ < 1 Jahr
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.186 20.186 4.798 4.798
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 200.282 (200.282) 132.374 132.374
davon gegenüber Gesellschaftern (66.479) (66.479) (73.736) (73.736)
Sonstige Verbindlichkeiten 56.557 54.554 64.465 59.193
davon aus Steuern (8.728) (8.728) (20.562) (20.562)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (32) (32) (40) (40)
Gesamt 277.025   201.637  

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen bestehen 66.479 T€ (Vorjahr 73.736 T€) gegenüber der Gesellschafterin E.ON Hanse AG wovon 37.817 T€ (41.692 T€) die Ergebnisabführung betreffen. Daneben betreffen 35.109 T€ (Vorjahr Forderungen in Höhe von 45.905 T€) das Cashclearing mit der E.ON AG. Weiterhin werden 2.829 T€ (Vorjahr 0 T€) aus Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Alle anderen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren bestehen nicht (Vorjahr 264 T€).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(14) Umsatzerlöse

Umsatzerlöse
in T€
Geschäftsjahr 2011 Geschäftsjahr 2010
Umsatzerlöse aus Gasverkauf 1.075.853 1.208.637
abzüglich Erdgassteuer -85.744 -139.733
  990.109 1.068.904
Umsatzerlöse aus Stromverkauf 832.292 808.158
abzüglich Stromsteuer -84.279 -71.298
  748.013 736.860
Sonstige Umsatzerlöse 934 3.182
Gesamt 1.739.056 1.808.946

Die getätigten Umsätze wurden ausschließlich im Inland erzielt.

(15) Sonstige betriebliche Erträge

Sonstige betriebliche Erträge
in T€
Geschäftsjahr 2011 Geschäftsjahr 2010
Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil 103 103
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 5.545 1.955
Übrige betriebliche Erträge 30.679 22.688
Gesamt 36.327 24.746

(16) Materialaufwand

Materialaufwand
in T€
Geschäftsjahr 2011 Geschäftsjahr 2010
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.189.439 1.146.095
Aufwendungen für bezogene Leistungen 412.302 475.332
Gesamt 1.601.741 1.621.427

(17) Personalaufwand

Personalaufwand
in T€
Geschäftsjahr 2011 Geschäftsjahr 2010
Löhne und Gehälter 10.355 11.959
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 1.940 2.671
davon für Altersversorgung (213) (804)
Gesamt 12.295 14.630

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter nach Gruppen zeigt im Geschäftsjahr folgendes Bild:

Durchschnittliche Gesamtbelegschaft nach Gruppen Geschäftsjahr 2011 Geschäftsjahr 2010
Vollzeit gesamt 133 140
(davon männlich) (97) (99)
(davon weiblich) (36) (41)
Teilzeit gesamt 17 19
(davon männlich) (3) (4)
(davon weiblich) (14) (15)
Gesamtbelegschaft 150 159

(18) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Sonstige betriebliche Aufwendungen
in T€
Geschäftsjahr 2011 Geschäftsjahr 2010
Sonstige betriebliche Aufwendungen    
Fremdleistungen 53.216 54.050
Sonstiger Aufwand 69.530 99.421
Gesamt 122.746 153.471

(19) Finanzergebnis

Zinsergebnis
in T€
Geschäftsjahr 2011 Geschäftsjahr 2010
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 10 12
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 854 1.189
davon aus verbundenen Unternehmen (470) (239)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.008 -1.096
davon an verbundene Unternehmen -(371) -(522)
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen -(808) -(481)
Gesamt -144 105

Nach § 246 Abs. 2 HGB ist im Aufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen auch der Nettoaufwand in Höhe von 806 T€ (Vorjahr 479 T€) aus der Aufzinsung (einschließlich Zinssatzänderung) von Pensions- und langfristigen Personalrückstellungen (1.046 T€; Vorjahr 1.032 T€) nach Verrechnung mit den Erträgen aus dem entsprechenden Deckungsvermögen (240 T€; Vorjahr 553 T€) enthalten.

(20) Außerordentliches Ergebnis

Die Effekte aus der Umstellung auf BilMoG wurden gemäß Art. 67 Abs. 7 EGHGB im Vorjahr als außerordentliche Erträge in Höhe von 54 T€ und außerordentliche Aufwendungen in Höhe von 1.116 T€ berücksichtigt.

(21) Beeinflussung des Jahresergebnisses

Da rein steuerliche Abschreibungen aus Geschäftsjahren vor 2010 (degressive Abschreibung auf Sachanlagenzugänge, übertragene Sonderposten mit Rücklageanteil) beibehalten werden, sind Anhangangaben gemäß § 285 S. 1 Nr. 5 HGB a.F. unverändert erforderlich.

Aufgrund der steuerrechtlichen Abschreibungen und der sich hieraus ergebenden Beeinflussung des Steueraufwands liegt das ausgewiesene Jahresergebnis um etwa 0,2 % (Vorjahr: 0,2 %) über dem ansonsten auszuweisenden Betrag.

(22) Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Neben den branchenüblichen aperiodischen Effekten aus der Verbrauchs- und Bezugsabgrenzung sind periodenfremde Effekte in den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 24.749 T€ (Vorjahr 13.076 T€) und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 514 T€ (Vorjahr 10.346 T€) enthalten.

(23) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Versorgungskassen als Versicherungsunternehmen sind durch Auflage der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) verpflichtet, einen so genannten "Stresstest" durchzuführen. Die E.ON Hanse Vertrieb GmbH hat sich gegenüber dem verbundenen Unternehmen VKE zu einem Nachschuss verpflichtet, wenn im Falle einer tatsächlichen Vermögensunterdeckung kurzfristig entsprechende Ausgleichszahlungen zu leisten sind.

Im Zusammenhang mit der in 2008 erfolgten Ausgliederung des Vertriebsgeschäfts von der E.ON Hanse AG auf die E.ON Hanse Vertrieb GmbH besteht ein Haftungsverhältnis nach den Vorschriften des Umwandlungsgesetzes.

Für im Rahmen der Abspaltung auf die SERVICE plus GmbH übertragene Verpflichtungen ergeben sich Haftungsverpflichtungen nach den Vorschriften des Umwandlungsgesetzes.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Eventualverbindlichkeiten wird jeweils als gering eingeschätzt. Diese Einschätzung beruht vor allem auf den Bonitätsbeurteilungen der Primärverpflichteten sowie auf Erkenntnissen vergangener Geschäftsjahre.

Weitere finanzielle Verpflichtungen bewegen sich im Rahmen der üblichen Verpflichtungen aus laufenden Bestellungen, hauptsächlich gegenüber verbundenen Unternehmen, insbesondere aus Strom- und Gasabnahmeverpflichtungen sowie Abrechnungsdienstleistungen und weiteren kaufmännischen Dienstleistungen.

(24) Anteilsbesitz

Die E.ON Hanse Vertrieb GmbH besitzt unmittelbar folgende Anteile in Höhe von mindestens 20 % an anderen Unternehmen:

  Anteil
%
Eigenkapital zum 31.12.2010
T€
Ergebnis 2010
T€
Stromversorgung Ahrensburg GmbH, Ahrensburg 100 -1.603 -372

(25) Honorar des Abschlussprüfers (§ 285 Nr. 17 HGB)

Auf die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers konnte verzichtet werden, da diese Angaben im Konzernanhang der E.ON AG enthalten sind.

(26) Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Die Geschäftsführung der E.ON Hanse Vertrieb GmbH bilden

Herr Roman Kaak,
Zuständig für die Individualkunden

Herr Otmar Zisler
Zuständig für die Privat- und Gewerbekunden
Zudem Geschäftsführer für das Privatkundensegment der E.ON Bayern Vertrieb GmbH

Auf die Angabe der Geschäftsführergehälter wurde in Übereinstimmung mit § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

(27) Berichterstattung gemäß § 6b EnWG

Es bestanden folgende Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen und assoziierten Unternehmen gemäß § 6b Abs. 2 EnWG, welche aus dem Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit herausfallen und nicht lediglich von untergeordneter Bedeutung sind:

Von der E.ON Hanse AG wurden im Geschäftsjahr kaufmännische Dienstleistungen in Höhe von 7.794 T€ (Vorjahr 8.486 T€) in Anspruch genommen. Daneben wurden im Rahmen der Einführung eines neuen Softwaresystems Aufwendungen in Höhe von 12.163 T€ (Vorjahr 7.171 T€) geleistet.

Über einen Vertriebssteuerungsvertrag sind die Koordination des energiewirtschaftlichen Vertriebs durch die E.ON Vertrieb Deutschland GmbH als überregionale Vertriebsgesellschaft der E.ON Energie AG sowie Marketingdienstleistungen geregelt. Im Geschäftsjahr sind Aufwendungen in Höhe von 19.787 T€ (Vorjahr 17.404 T€) entstanden.

Mit der E.ON Best Service GmbH besteht ein Vertrag über Shared Service Leistungen im Bereich Abrechnung, Forderungsmanagement und Messservice für den im Geschäftsjahr 20.002 T€ (Vorjahr 21.715 T€) aufgewendet wurden.

Der Finanzclearingvertrag wird mit der E.ON AG zu marktüblichen Konditionen durchgeführt.

Mit der E.ON Hanse AG besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

 

Hamburg, 24. Januar 2012

Die Geschäftsführung

Roman Kaak

Otmar Zisler

Entwicklung des Anlagevermögens in T€

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
  01.01.2011 Zugänge Abgänge 31.12.2011
Entgeltlich erworbene ähnliche Rechte und Werte Geschäfts- oder Firmenwert 12.411 0 0 12.411
Immaterielle Vermögensgegenstände 12.411 0 0 12.411
Grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.308 145 0 13.453
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 46 7 0 53
Sachanlagevermögen 13.354 152 0 13.506
Anteile an verbundene Unternehmen 1.372 0 0 1.372
Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 0 3 0 3
Sonstige Ausleihungen 144 0 36 108
Finanzanlagevermögen 1.516 3 36 1.483
ANLAGEVERMÖGEN 27.281 155 36 27.400
  Kumulierte Abschreibungen
  01.01.2011 Zugänge Abgänge 31.12.2011
Entgeltlich erworbene ähnliche Rechte und Werte Geschäfts- oder Firmenwert 12.411 0 0 12.411
Immaterielle Vermögensgegenstände 12.411 0 0 12.411
Grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.407 400 0 2.807
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17 6 0 23
Sachanlagevermögen 2.424 406 0 2.830
Anteile an verbundene Unternehmen 1.372 0 0 1.372
Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Sonstige Ausleihungen 9 0 5 4
Finanzanlagevermögen 1.381 0 5 1.376
ANLAGEVERMÖGEN 16.216 406 5 16.617
  Buchwerte
  31.12.2011 31.12.2010
Entgeltlich erworbene ähnliche Rechte und Werte Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 0
Grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.646 10.902
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 30 29
Sachanlagevermögen 10.676 10.931
Anteile an verbundene Unternehmen 0 0
Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 3 0
Sonstige Ausleihungen 104 135
Finanzanlagevermögen 107 135
ANLAGEVERMÖGEN 10.783 11.066

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der E.ON Hanse Vertrieb GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie für die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind, hat zu keinen Einwendungen geführt.

 

Hamburg, den 25. Januar 2012

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dirk Burschel, Wirtschaftsprüfer

ppa. Andreas Block, Wirtschaftsprüfer

Auszug aus dem Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 16.2.2011

der E.ON Hanse Vertrieb GmbH

Top 1 Feststellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes für das Geschäftsjahr 2011

Der Prüfungsbericht der PwC PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat vorgelegen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31.12.2011 nebst dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011 wurde festgestellt.

Top 2 Gewinnverwendung

Der Jahresabschluss mit einer Bilanzsumme von T€ 475.385 und einem Bilanzgewinn von 0,00 € wird festgestellt. Das erzielte Jahresergebnis von T€ 37.817 wird auf Grund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die Gesellschafterin abgeführt.

Datum der Feststellung des Jahresnabschlusses: 16.02.2012

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