Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 101417
Eingetragen
19.6.2007
Branche
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
die Erbringung von Internetdienstleistungen sowie die Entwicklung, die Vermarktung und der Vertrieb von sowie der Handel mit Hard- und Software.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Prokura
Dajana Eberlin
seit 16.6.2021
Prokura
Jan Schlie
seit 6.6.2018
Prokura
Matthias Henze
seit 19.6.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
35.04%
31.81%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Jimdo GmbHEigenbeteiligung
1.35%

Gesellschafter

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

4 von 5 angezeigt

Germany
48.547 €
48.56%
M******* H****
17.779 €
17.79%
F******* D******
16.139 €
16.15%
C******** S*******
16.139 €
16.15%

Beteiligungen

NameAnteil
24.90%
1.35%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Jimdo GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242ff und 264ff des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Jimdo GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB.

In der Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Gliederung nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Jimdo GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Hamburg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Hamburg Register-Nr.: HRB 101417

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Der Jahresabschluss wird unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahre um die planmäßigen Abschreibungen linear vermindert. In die Herstellkosten selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände werden Fremdkapitalzinsen gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB nicht einbezogen. Bei dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden wert vorgenommen, falls festgestellt wird, dass sich die Zukunftsprognose über die Vermögensgegenstandseigenschaft als unzutreffend herausstellt oder der Wert zum Bilanzstichtag nicht mehr vollumfänglich den bisher angefallenen Herstellungskosten entspricht.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Zur Bestimmung der Nutzungsdauern wurde sich an den AfA-Tabellen des Bundesministeriums orientiert. Die Nutzungsdauer liegt zwischen 2 und 13 Jahren.

Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Für nach dem Bilanzstichtag zu erwartende Forderungsverluste ist eine Wertberichtigung in Höhe von TEUR 659 (Vorjahr: TEUR 798) gebildet worden.

Liquide Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

C. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

2. Forschungs- und Entwicklungskosten

Es wurden keine selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände aktiviert.

3. Angaben zu Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen

31.12.2022
TEUR
31.12.2023
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.987 3.639
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 1.568 1.508
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 112 40
5.555 5.147

4. Entwicklung der latenten Steuern

Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 32,3% zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen. Die passiven latenten Steuern resultieren aus der Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände.

Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

in TEUR Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Saldo
31.12.2022 235 235 0
31.12.2023 64 64 0
Veränderung -171 -171 0

5. Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt TEUR 198 (Vorjahr: TEUR 727) und entfällt auf die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

6. Angaben und Erläuterungen zu Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen von TEUR 1.678 (Vorjahr: TEUR 40) betreffen Umsatz-, Gewerbe- und Körperschaftsteuerrückstellungen.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen Personalaufwendungen von TEUR 960 (Vorjahr: TEUR 1.491), Abschlussprüfungskosten von TEUR 56 (Vorjahr: TEUR 88), Schwerbehindertenabgaben von TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 53), Partnerprovisionen von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 139), Berufsgenossenschaftsbeiträge von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 7) sowie übrige Rückstellungen von TEUR 79 (Vorjahr: TEUR 60).

7. Verbindlichkeiten

Die Beträge der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 37), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 2.473 (Vorjahr: TEUR 2.627) und sonstige Verbindlichkeiten von TEUR 1.849 (Vorjahr: TEUR 1.808) haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 27) haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über einem Jahr bestehen nicht.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Umsatzerlöse nach geographischen bestimmten Märkten:

2022/2023 Umsatzverteilung 2022
Gesamtsumme
in TEUR
in %
Summe 63.553 100,0
Inland (DE) 29.672 46,7
EU-Länder 14.217 22,4
Drittländer 19.664 30,9
2022/2023 Umsatzverteilung 2023
Gesamtsumme
in TEUR
in %
Summe 65.293 100,0
Inland (DE) 30.745 47,1
EU-Länder 14.404 22,1
Drittländer 20.144 30,8

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 1.094 (Vorjahr: TEUR 1.590) enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 127 (Vorjahr TEUR 582).

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 29.696 (Vorjahr: TEUR 36.761) enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 0).

E. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Zahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 95. Die Mietverträge sind auf unbestimmte Zeit geschlossen, mit einer Kündigungsfrist von 6 Monaten.

2. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Durchschnitt 197 (Vorjahr: 262) Angestellte beschäftigt. Davon sind 158 (Vorjahr: 221) vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter und 39 (Vorjahr: 40) teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter.

3. Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:

Matthias Henze,

ausgeübter Beruf: Geschäftsführer der Jimdo GmbH

4. Geschäftsführervergütung

Auf die Angabe der Geschäftsführervergütung wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

5. Namen der Mitglieder des Beirats

Die Gesellschaft hat einen Beirat. Dem Beirat gehören folgende Personen an:

Fridtjof Detzner, Unternehmer und wohnhaft in Hamburg;

Matthias Henze, Geschäftsführer Jimdo GmbH und wohnhaft in Hamburg;

Christian Springub, Unternehmer und wohnhaft in Hamburg;

Cedric Asselman, Parter bei GFC Global Founders Capital GmbH, wohnhaft in München

(seit dem 15.06.23);

Benjamin C. Spero, Private Equity Investment Manager, Spectrum DIY Investor LLC, Wilmington, Delaware/USA, und wohnhaft in San Francisco, Kalifornien, USA;

John P. Connolly, Private Equity Investment Manager, Spectrum DIY Investor LLC, Wilmington, Delaware/USA, und wohnhaft in San Francisco, Kalifornien, USA;

Simon Marcus, Consultant und wohnhaft in New York, USA;

Oliver Samwer, Vorstandsvorsitzender Rocket Internet SE, Berlin, und wohnhaft in Berlin;

(bis zum 15.06.2023).

Die Beiratsmitglieder erhalten keine Bezüge für ihre Tätigkeiten.

6. Anwendung der Ausnahmeregelung nach § 286 Abs. 3 HGB

Auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes wurde verzichtet, da diese für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Kapitalgesellschaft nach § 264 Abs. 2 HGB von untergeordneter Bedeutung ist. Die Gesellschaft verzichtet gemäß § 296 Abs. 2 HGB auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses.

7. Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 40 für Abschlussprüfungsleistungen.

F. Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

G. Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf den vorliegenden Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 haben, liegen nicht vor.

 

Hamburg, 24. April 2024

Matthias Henze

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

EUR 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 198.396,00 727.421,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.709,22 19.615,22
216.105,22 747.036,22
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 358.290,00 703.300,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.050,00 25.050,00
25.050,00 25.050,00
599.445,22 1.475.386,22
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.639.423,60 3.986.915,97
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.508.115,46 1.568.121,43
5.147.539,06 5.555.037,40
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 25.924.070,46 13.716.695,32
31.071.609,52 19.271.732,72
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.755.480,60 3.809.145,34
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 7.494.870,87
35.426.535,34 32.051.135,15

Passiva

EUR 31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 99.950,00 99.950,00
./. Eigene Anteile -1.346,00 -1.346,00
98.604,00 98.604,00
II. Kapitalrücklage 17.861.027,83 17.861.027,83
III. Verlustvortrag -25.454.502,70 -20.566.168,46
IV. Jahresüberschuss /-fehlbetrag 9.389.334,30 -4.888.334,24
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 7.494.870,87
1.894.463,43 0,00
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.678.013,00 40.000,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.137.129,98 1.838.073,92
2.815.142,98 1.878.073,92
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 51.714,08 37.413,34
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.472.531,34 2.627.045,88
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.735,46 26.663,51
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.848.884,87 1.808.216,60
davon aus Steuern EUR 1.690.712,24 (Vj. EUR 1.754.312,38)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 153.863,10 (Vj. EUR 52.188,93)
4.395.865,75 4.499.339,33
D. Rechnungsabgrenzungsposten 26.321.063,18 25.673.721,90
35.426.535,34 32.051.135,15

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

EUR 2022
EUR
1. Umsatzerlöse 65.293.426,62 63.553.061,34
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.093.543,37 1.590.223,83
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 870.676,83 (Vj. EUR 877.153,29)
66.386.969,99 65.143.285,17
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 6.502.074,39 8.425.930,08
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.418.526,95 1.294.009,12
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 14.463.843,07 19.305.480,04
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.578.978,93 3.007.623,95
davon für Altersversorgung EUR 2.395,24 (Vj. EUR 3.478,60)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 846.618,75 1.164.481,23
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 29.695.892,18 36.760.721,65
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 617.661,38 (Vj. EUR 878.891,44)
55.505.934,27 69.958.246,07
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 244.148,27 1.265,95
8. Aufwendungen aus Verlustübernahme 1.071,95 1.302,77
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.640,18 46.233,87
-240.436,14 46.270,69
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.321.548,86 0,00
11. Ergebnis nach Steuern 9.799.923,00 -4.861.231,59
12. Sonstige Steuern 410.588,70 27.102,65
13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 9.389.334,30 -4.888.334,24

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 8.955.625,00 0,00 4.587.833,00 0,00 4.367.792,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 107.964,70 0,00 51.860,24 0,00 56.104,46
9.063.589,70 0,00 4.639.693,24 0,00 4.423.896,46
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.173.689,91 138.800,49 2.096.608,55 0,00 1.215.881,85
III. Finanzanlagen
40.198,71 0,00 0,00 0,00 40.198,71
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Anteile an verbundenen Unternehmen 40.198,71 0,00 0,00 0,00 40.198,71
12.277.478,32 138.800,49 6.736.301,79 0,00 5.679.977,02
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 8.228.204,00 529.017,00 4.587.825,00 0,00 4.169.396,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 88.349,48 1.898,00 51.852,24 0,00 38.395,24
8.316.553,48 530.915,00 4.639.677,24 0,00 4.207.791,24
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.470.389,91 315.703,75 1.928.501,81 0,00 857.591,85
III. Finanzanlagen
15.148,71 0,00 0,00 0,00 15.148,71
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Anteile an verbundenen Unternehmen 15.148,71 0,00 0,00 0,00 15.148,71
10.802.092,10 846.618,75 6.568.179,05 0,00 5.080.531,80
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 198.396,00 727.421,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.709,22 19.615,22
216.105,22 747.036,22
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 358.290,00 703.300,00
III. Finanzanlagen
25.050,00 25.050,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.050,00 25.050,00
599.445,22 1.475.386,22

Lagebericht zum 31. Dezember 2023

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1. Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit

Die Jimdo GmbH (im Folgenden auch "Jimdo") besteht seit April 2007. Die rechtliche Unternehmensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2023 nicht verändert. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Jimdo GmbH ist weiterhin die Erbringung von Internetdienstleistungen.

Das Unternehmen war auch in 2023 hauptsächlich auf die Weiterentwicklung, die Vermarktung und den Vertrieb von selbst entwickelten Website- und Online-Shop-Baukästen sowie weiteren Tools zur Gestaltung von Internetseiten spezialisiert.

Der Website-Baukasten "Creator" wird in fünf verschiedenen Paketen angeboten: Free, Pro, Business, Shop und Platin. Im Jahr 2017 wurde zudem ein weiterer Website-Baukasten entwickelt, der im Februar 2018 eingeführt wurde. Dieser weitere Baukasten wurde unter dem Namen "Dolphin" eingeführt und wird in vier verschiedenen Paketen angeboten: Play, Start, Grow und Unlimited. Im September 2019 wurde Dolphin zudem um ein Onlineshop-System (Dolphin Store) erweitert. Die Onlineshop-Lösung steht Kunden seitdem neben dem Website-Baukasten zur Auswahl. Den Onlineshop gibt es in drei Paketvarianten: Basic, Business, VIP.

Beide Website-Baukästen sind neben dem kostenpflichtigen Modell in einer kostenlosen Version verfügbar ("Free" bei Creator und "Play" bei Dolphin). Die kostenpflichtigen Pakete enthalten im Vergleich zur kostenlosen Version ein deutlich umfangreicheres Funktionsangebot und sind als monatliches, Jahres- oder Zweijahres-Abonnement von den Kunden buchbar. Auch bei den Onlineshop-Lösungen besteht die Wahl zwischen einem monatlichen, Jahres- oder Zweijahres-Abonnement.

Jimdo sieht sich als Partnerin ihrer Kunden, die sie auf dem Weg in die Selbstständigkeit unterstützt und ihnen bei der Umsetzung ihrer Geschäftsidee aktiv zur Seite steht. Im Jahr 2023 hat Jimdo neu entwickelte "Business Builder"-Pakete getestet, die die Kunden dabei gezielter unterstützen, ihre Geschäftsideen online umzusetzen und damit Umsatz für ihr Unternehmen zu generieren. Die Tests der neuen Pakete laufen noch und sollen 2024 ausgeweitet werden. Jimdo wird sich auch strategisch weiter in diese Richtung entwickeln und plant neue Dienstleistungen und Produkte, die auf das Segment der Selbstständigen, Freiberufler und Kleinstunternehmen zugeschnitten sind.

Als innovative Anbieterin von Internetdienstleistungen beschäftigt sich Jimdo auch mit den neuesten technologischen Entwicklungen, wie der Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) in bestehende Produkte. Jimdo hat bereits in 2023 damit begonnen, erheblich in KI-gesteuerte Produkte zu investieren. Beispielhaft zu nennen wären hier ein KI-gesteuertes Onboarding, eine neue KI-gesteuerte Website-Erstellung und eine KI-gestützte Content-Generierung für unsere Kunden.

Der Hauptstandort des Unternehmens ist Hamburg, Deutschland. Für Japan besteht eine Vertriebskooperation mit dem Telekommunikationsunternehmen KDDI Web Communications mit Sitz in Tokyo, Japan.

Marketingseitig ist es die Strategie der Jimdo GmbH, durch eine Steigerung der Marktdurchdringung das Umsatzwachstum in den bestehenden Märkten zu erhöhen und durch die neue, klare Positionierung der Marke auf einem breiten Markt als Anbieterin von Technologiedienstleistungen für Solo Selbstständige und Kleinstunternehmen wahrgenommen zu werden.

2. Wirtschaftliches Umfeld

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im Vergleich zu 2022 in 2023 um 0,3% auf 2,9%. Im europäischen Raum ist das BIP um 0,5% auf 4% gestiegen.

Das BIP entwickelte sich in den Märkten, in denen Jimdo stark vertreten ist, unterschiedlich. In der DACH-Region sank das BIP in Österreich um 0,7%, in der Schweiz hingegen wuchs das BIP moderat um 0,3%. In Japan stieg das BIP um 1,9%.

Der Markt für Software as a Service (SAAS) konnte entgegen diesem Trend in 2023 insgesamt mit einem weltweiten Plus von 17,7% deutlich stärker wachsen als der Wirtschaftsdurchschnitt. Die Jimdo GmbH profitierte hiervon und konnte den Umsatz in allen Kernmärkten steigern.

Die Jimdo GmbH verwendet die Kennzahlen Umsatz und EBIT zur Steuerung des Unternehmens. Nichtfinanzielle Kennzahlen werden derzeit nicht berücksichtigt.

3. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf in Bezug zur Umsatzsteigerung übertraf die prognostizierten Erwartungen. Die Jimdo GmbH konnte ihren Umsatz um 2,7% auf TEUR 65.293 steigern. Das Umsatzerlöse Wachstum liegt mit 2,7% über dem im Lagebericht des Vorjahres prognostizierten gleichbleibenden Umsatz.

Mit einem Betriebsergebnis (EBIT, definiert als Ergebnis vor Steuern und Zinsen) von TEUR 10.881 lag das Ergebnis 2023 weit über dem geplanten Zielkorridor von TEUR 6.000 bis TEUR 9.000.

Die bilanzielle Überschuldung aus dem Vorjahr wurde in 2023 vollständig abgebaut und ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 1.894 erzielt.

B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Jimdo GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2023 positiv entwickelt.

1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023 betragen TEUR 65.293. Der Anstieg des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr beträgt 2,7%. Dabei beträgt der Inlandsanteil 47,1%, der Auslandsanteil liegt bei 52,9%.

Jimdo hat ein positives Jahresergebnis von TEUR 11.121 vor Steuern erzielt. Positive Einflussfaktoren waren die gesteigerten Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr von TEUR 1.740, die Reduzierung der Personalkosten um TEUR 5.270, die Reduzierung der Materialkosten um TEUR 1.799 sowie die Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 7.065.

Die Personalaufwendungen betrugen im Vorjahr TEUR 22.313 und im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 17.043 - das entspricht einer Senkung der Kosten um 23,6%. Dieser Rückgang resultiert vorrangig aus den durchgeführten Umstrukturierungen in dem vorangegangenen Geschäftsjahr.

2. Finanzlage

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Berichtsjahr verändert haben. Der Cashflow aus operativer Tätigkeit betrug im Berichtszeitraum TEUR 12.304 (Vorjahr TEUR -2.887). Insgesamt betrug der Cashflow TEUR 12.193 (Vorjahr TEUR -3.124). Der Finanzmittelfonds (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente saldiert mit kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) des Unternehmens ist somit von TEUR 13.679 auf TEUR 25.872 gestiegen.

Die positive Entwicklung kommt überwiegend aus der operativen Tätigkeit, die auf das gestiegene Ergebnis zurückzuführen ist und im Jahr 2023 einen Plus von TEUR 15.191 verzeichnet.

Weiterhin ist der Finanzmittelfonds mehr als ausreichend ausgestattet, sodass auch zukünftig mit einer jederzeitigen Erfüllung von finanziellen Verpflichtungen zu rechnen ist.

Unter der zusätzlichen Berücksichtigung, dass für die passiven Rechnungsabgrenzungsposten keine Rückzahlungsverpflichtung besteht, zeigt die Vermögens- und Kapitalstruktur die gute Basis unserer Unternehmensfinanzierung auf.

Die Investitionen im Berichtsjahr wurden ohne die Aufnahme von Fremdmitteln finanziert. Im Geschäftsjahr 2023 bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nur in sehr geringem Umfang. Auf Basis der geordneten Vermögens- und Finanzlage ist eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um auch zukünftig erfolgreich arbeiten zu können.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten haben sich leicht auf TEUR 26.321 (Vorjahr TEUR 25.674) erhöht. Davon werden TEUR 23.516 bereits in 2024 wieder umsatzerhöhend aufgelöst.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Jimdo GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 35.427. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 32.051) um 10,5% erhöht.

An der Bilanzsumme hat das Anlagevermögen zum 31.12.2023 einen Anteil von 1,7%. Die immateriellen Vermögenswerte haben sich um TEUR 531 auf TEUR 216 verringert. Das Sachanlagevermögen verringerte sich um TEUR 345 auf TEUR 358. Die planmäßigen Abschreibungen der in der Vergangenheit entwickelten immateriellen Vermögensgegenstände haben die Bilanzposition um TEUR 529 verringert. Zugänge hat es im Geschäftsjahr 2023 nicht gegeben.

Das Umlaufvermögen ist um TEUR 11.800 (+61,3% gegenüber dem Vorjahr) gestiegen. Die aktive Rechnungsabgrenzung verringerte sich geringfügig um TEUR 54 (-1,4% gegenüber Vorjahr). Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 347 auf TEUR 3.639 gesunken. Der Forderungsbestand ist bereits wertberichtigt und bis Anfang April 2023 zu 100% bezahlt worden.

Die flüssigen Mittel betragen TEUR 25.924. Das Eigenkapital ist von einem Fehlbetrag von TEUR -7.495 auf TEUR 1.894 gestiegen.

C. Personalmanagement

Mit 204 Mitarbeitern zum 31.12.2023 waren 14,3% weniger Mitarbeiter als zum vergleichbaren Vorjahreszeitpunkt bei der Jimdo GmbH beschäftigt.

Im Jahr 2023 hat die Jimdo GmbH die Recruitment-Abteilung komplett überarbeitet. Jimdo glaubt, dass sie mit diesem Schritt das Team zu einem wettbewerbsfähigen Recruiting-Team ausbauen konnten, das im Geschäftsjahr 2023 in der Lage war, 47 neue Mitarbeiter für Jimdo zu gewinnen. Alle neu eingestellten Mitarbeiter leisten einen Beitrag zu den Kompetenzen und zur Produktivität des gesamten Unternehmens. Darüber hinaus investiert Jimdo in mehr Managementkapazitäten, indem es neue erfahrene Manager einstellt und die bestehenden Manager weiterbildet. Es zeigt sich allmählich eine homogene Führungsebene, die in der Lage ist, die Zielrichtung und die angestrebte Performance im gesamten Unternehmen voranzutreiben.

D. Chancenbericht

Für die Jimdo GmbH ergeben sich durch verschiedene äußere Faktoren, die das Geschäft positiv beeinflussen können, Potentiale und Chancen.

- Die neue Positionierung von Jimdo, als zentrale Anlaufstelle für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen für Technologiedienstleistungen, soll sich im Jahr 2024 weiter verfestigen und dem Unternehmen eine große Chance bieten, sich vom Wettbewerb abzuheben und so Marktanteile in diesem Segment zu gewinnen. Diese neue Ausrichtung bietet dem Unternehmen eine erhebliche Chance, das Umsatzwachstum sowohl mit bestehenden als auch mit neu gewonnenen Kunden mittelfristig zu erhöhen, da mehr Produkte an Neu- und Bestandskunden vermarktet werden können.

- Jimdo entwickelt sich technisch ständig weiter und setzt hierfür die neuesten Technologien, wie Künstliche Intelligenz (KI), ein. Das wiederum fördert die bestehende Kundenbindung und kann positiv zur Neukundengewinnung beitragen.

- Jimdo hat einen bedeutenden Kundenstamm von Millionen von Kunden, darunter knapp 475.000 zahlende Kunden und 12.500.000 Kunden, die eine kostenlose Version nutzen. In 2023 wurde zusätzlich zu dem Website-Baukasten eine Produktpalette von Business-Builder-Tools auf den Markt gebracht, die sowohl an neue Unternehmer als auch an die bestehende Kundenbasis als Upsell verkauft werden. Beide Produktkategorien stellen eine große Chance für das Umsatzwachstum des Unternehmens dar.

- Der wachsende Bekanntheitsgrad des Jimdo-ifo-Geschäftsklimaindex fördert die Sichtbarkeit der Marke "Jimdo" sowie deren Produkte und Leistungen. Hieraus ergibt sich für die Jimdo GmbH die Chance, neue Kunden zu gewinnen. Der IFO-Index wurde seit seiner Einführung durch seine mediale Präsenz in beispielsweise einem Manager Magazin, ZDF oder N-TV einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht.

- Wenn Produkt- oder Marketing-Innovationen schneller umgesetzt werden oder sich erfolgreicher als geplant am Markt etablieren, kann die Nachfrage nach dem Produkt entsprechend steigen. Der bestehende Innovationsdruck des Marktes stellt somit gleichzeitig eine Chance für höhere Umsatzerlöse dar.

- Das Marketing Team von Jimdo ist im letzten Jahr deutlich gewachsen. Es entwickelte sich von einer vollständig ausgelagerten Marketingabteilung zu einem festangestellten Team von 23 Mitarbeitern mit einem breiten Spektrum an Fähigkeiten in den Bereichen Performance-, Wachstums- und Produktmarketing bis hin zu einem voll funktionsfähigen Kreativstudio. Die Abteilung hat eine starke und kompetente Führung durch einen neu eingestellten CMO, der auch Mitglied im Executive Team von Jimdo ist. Die Marketingkapazitäten haben Jimdo auf dem Markt in den Bereichen Top of Funnel, Branding und Produktmarketing im Geschäftsjahr 2023 weit nach vorne gebracht.

- Durch Wertveränderungen von Fremdwährungen ergeben sich potentiell Chancen einer Gewinnsteigerung. Die Chancen und das schwer prognostizierbare Risiko durch Fremdwährungsveränderungen liegen hier demnach eng beieinander.

- Die Jimdo GmbH hat ihre Bilanz, die Liquidität sowie ihre finanzielle Stabilität insgesamt gestärkt. Diese Situation stellt eine solide Grundlage für künftiges Wachstum dar und ermöglicht dem Unternehmen, Finanzmittel zu wettbewerbsfähigen Preisen einzuwerben, um potenzielle Wachstumspläne zu finanzieren.

- Durch rechtliche oder politische Veränderungen in bestimmten Ländern kann die Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen der Jimdo GmbH steigen, indem beispielsweise die Internetverfügbarkeit in Regionen ausgebaut oder der Markt rechtlich liberalisiert wird. Die Unwägbarkeit derartiger Entwicklungen stellt demnach sowohl ein Risiko als auch eine Chance dar.

Chancen für die zukünftige Entwicklung bestehen weiterhin in der Innovationskraft der Jimdo GmbH. Innovationen bieten neben der Erhöhung des Produktwertes aus Kundensicht auch die Möglichkeit, internationale Aufmerksamkeit auf die Marke Jimdo zu richten und so direkt Neukunden zu gewinnen.

Die Geschäftspolitik wird im Wesentlichen unverändert bleiben.

E. Risikobericht

Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse der Jimdo GmbH. Die Risiken aller Tätigkeiten werden frühzeitig erkannt. Entsprechend des Risikoprofils kommen dabei unterschiedliche Instrumente zum Einsatz, die stetig weiterentwickelt werden. Die Entwicklung des Unternehmens wird im Wesentlichen durch folgende Risiken gefährdet:

1. Absatzrisiko

Bisher ist der Umsatz der Jimdo GmbH seit Bestehen des Unternehmens trotz stark zunehmenden Wettbewerbs jedes Jahr in Folge gewachsen. Obwohl die Gesamtkundenanzahl in 2023 leicht rückläufig ist, liegt dieses Wachstum darin begründet, dass zwar weniger, aber dennoch neu zahlende Kunden hinzugewonnen werden konnten und ein Mehr an Umsatz pro Bestandskunde erwirtschaftet worden ist. Daneben wurden die Preise während der letzten Jahre durch die Jimdo GmbH angepasst.

Des Weiteren kann der zunehmende Wettbewerb dazu führen, dass die Kosten für Vertrieb und Marketing stärker als angenommen steigen und es dadurch teurer wird, neue Nutzer zu gewinnen (Kostenrisiko) bzw. bei gleichem Mitteleinsatz weniger Nutzer gewonnen werden können.

2. Innovationsrisiko

Mit zunehmendem Wettbewerb steigt auch das Innovationsrisiko. Zum einen kann es sein, dass ein Wettbewerber schneller eine erfolgreiche Innovation einführt als die Jimdo GmbH. Zum anderen ist es möglich, dass eingeführte Innovationen vom Markt nicht wie erwartet angenommen werden und Kunden zu Wettbewerbern wechseln. Um dieses Risiko zu minimieren, hält Jimdo die Entwicklungsgeschwindigkeit hoch, indem in agilen Teams gearbeitet wird und durch flache Hierarchien kurze Entscheidungswege ermöglicht werden. Durch die offene, regelmäßige und direkte Kommunikation mit den Kunden sind deren Wünsche dem Unternehmen bestens bekannt. Dadurch konnte bisher jede neue Entwicklung erfolgreich auf dem Markt eingeführt werden. Insbesondere KI-gesteuerte Produkte können zu einem Risiko werden. Die Entwicklung von KI verläuft so schnell, dass sich für bestehende oder neue Marktteilnehmer neue Möglichkeiten ergeben können. Deswegen investiert Jimdo verstärkt in KI. Im Jahr 2023 hat das Unternehmen mehr und mehr KI-gesteuerte Nutzererlebnisse integriert. Beispielhaft zu nennen wären hier ein KI-gesteuertes Onboarding, eine neue KI-gesteuerte Website-Erstellung und eine KI-gestützte Inhaltserstellung für die Kunden. Dieser Trend wird sich bei Jimdo noch verstärken, denn Jimdo ist davon überzeugt, dass KI eine der größten Chancen für das Unternehmen und gleichzeitig der beste Weg ist, um sich vor der Konkurrenz abzuheben.

3. Zahlungsausfallrisiko

Jimdo nutzt für die Zahlungsabwicklungen mehrere Zahlungsanbieter. Sollte ein Zahlungsanbieter, mit dem die Gesellschaft zusammenarbeitet, ausfallen und seine Zahlungen einstellen, so ist das Unternehmen einem Liquiditätsrisiko in entsprechender Höhe ausgesetzt. Um dieses Risiko jedoch zu minimieren, arbeitet Jimdo mit zwei Zahlungsanbietern zusammen und könnte bei Ausfall des einen Anbieters alle Zahlungen über den anderen Anbieter abwickeln. Des Weiteren bestehen in Jimdos Zahlungssystem standardisierte Schnittstellen, sodass das Einbinden eines weiteren Zahlungsanbieters innerhalb einer akzeptablen Frist möglich wäre.

Der übliche Zahlungsausfall der Kunden ist durch langjährige Erfahrungswerte bekannt und wird in der Liquiditätsplanung des Unternehmens berücksichtigt. Sollte sich die Zahlungsmoral über das erwartbare Maß hinaus verschlechtern, bestehe ein Liquiditätsrisiko in entsprechender Höhe. Im Geschäftsjahr 2023 hat sich Jimdos Zahlungseingangsquote deutlich verbessert und die Zahlungsausfälle sind deutlich zurückgegangen. Jimdo investiert stark in die Rechnungserstellungs- und Lizenzierungssysteme, um diese Risiken in der Zukunft noch weiter zu reduzieren.

4. Währungskursrisiko

Aufgrund des hohen Auslandumsatzes in Japan und der Schweiz besteht bei fallenden Wechselkursen des japanischen Yen und des Schweizer Franken gegenüber dem Euro ein Währungskursrisiko. Um dem Währungskursrisiko in Zukunft angemessen begegnen zu können, plant die Jimdo GmbH im Geschäftsjahr 2024 die Einführung von Hedging.

5. Internes Kontrollrisiko

Im Geschäftsjahr 2023 hat Jimdo zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Sorgfalt und der Zuverlässigkeit des internen Kontrollsystems ergriffen. Diese Maßnahmen dienen der Risikominimierung, die sich aus möglichen Unzulänglichkeiten im Prozessmanagement und bei den Betriebsabläufen ergibt. Ein potenzielles Risiko besteht in der Tatsache, dass es zu unbemerkten Fehlern oder Lücken im Kontrollumfeld kommen kann. Dies könnte zu erheblichen Auswirkungen auf unsere Finanzberichterstattung, die betriebliche Effizienz und die Einhaltung von Vorschriften führen.

Um diesen Risiken zu begegnen, verbessert Jimdo kontinuierlich das interne Kontrollsystem, indem neue Prozesse, Systeme und Kontrollen eingeführt und bestehende verbessert werden. Außerdem werden laufend Prüfungsprogramme verbessert, um die Genauigkeit der Finanzberichterstattung zu gewährleisten. Potenzielle Lücken in unserem internen Kontrollumfeld könnten zu erheblichen betrieblichen Ineffizienzen, Strafen für die Einhaltung von Vorschriften und Rufschädigung führen.

6. Sicherheitsrisiken und technische Risiken

Als SaaS Unternehmen ist Jimdos operatives Geschäft hauptsächlich internetbasiert und wie auch viele andere SaaS Unternehmen mit Cybersecurity-Bedrohungen konfrontiert. Dazu zählen Datenschutzverletzungen, unbefugter Zugriff oder Offenlegung vertraulicher Informationen, Malware- oder Ransomware-Angriffe und andere Sicherheitsvorfälle. Diese potenziellen Risiken könnten sich negativ auf die Geschäftstätigkeit und den Ruf des Unternehmens auswirken, zu Verstößen gegen Datenschutzgesetze führen und potenzielle finanzielle Auswirkungen haben.

Um diesen Risiken entgegenzuwirken, hat Jimdo robuste Cybersicherheitsmaßnahmen eingeführt. Dazu zählen hochentwickelte Verschlüsselung, Firewalls, Systeme zur Erkennung von Eindringlingen und strenge Datenzugangskontrollen. Darüber hinaus investiert das Unternehmen kontinuierlich in die Sensibilisierung der Mitarbeiter hinsichtlich Cybersecurity-Bedrohungen.

Zu den technischen Risiken, denen Jimdo ausgesetzt sein könnte, gehören neben dem Sicherheitsrisiko das Risiko von Systemausfällen und Datenverlust sowie Aktualisierungs- und Kompatibilitätsprobleme. Für Letzteres besteht eine Arbeitsrichtlinie, die sicherstellt, dass die Dienste ständig auf die neuesten stabilen Hersteller-Versionen aktualisiert werden. Die Gesellschaft widmet einen Teil ihrer Entwicklungszeit der Erforschung und Implementierung neuer Technologien, um zu gewährleisten, dass ihre Lösungen immer auf dem neuesten Stand der Normen und konform mit Vorschriften sind.

Dem Risiko von Datenverlusten wird durch regelmäßige und versionierte Vollbackups geschäftskritischer Daten entgegengewirkt. Das Risiko von System- und Serverausfällen wird durch standardisierte, virtualisierte und redundante Systeme wie automatisierte Cluster reduziert, um Ausfälle zu minimieren. Mittels Konfigurationsmanagement können ausgefallene Systeme in den meisten Fällen innerhalb akzeptabler Zeiträume vollautomatisch neu aufgesetzt werden.

Trotz der Umsetzung einer breiten Palette von Sicherheitsmaßnahmen kann nicht garantiert werden, dass die vorsorglichen Maßnahmen immer greifen werden. Die Raffinesse von Cyberangriffen entwickelt sich rasant weiter, was trotz der ergriffenen Maßnahmen zu Sicherheitslücken führen kann.

Das Unternehmen hat sich dazu entschlossen, in die Cyber-Security zu investieren und die Sicherheits-Infrastruktur laufend zu aktualisieren. Dies soll Jimdo gegen das ständig wachsende Risiko schützen. Angesichts der zunehmenden Unvorhersehbarkeit und der sich verändernden Beschaffenheit dieser Angriffe lässt sich die Wahrscheinlichkeit eines Verstoßes jedoch nicht völlig ausschließen.

7. Reputationsrisiko

Aufgrund des dynamischen Wettbewerbs ist der Erfolg des Unternehmens unter anderem wesentlich von seiner Reputation abhängig. Die unserer Meinung nach aktuell sehr positive Reputation ist somit einer der Wettbewerbsvorteile der Jimdo GmbH am Markt, sowohl für die Kundengewinnung als auch -bindung.

Reputationsrisiken können im Zusammenhang mit Sicherheitsfragen, Datenschutz und Kundenzufriedenheit bestehen. Ereignisse wie Datenverstöße, Website-Ausfälle oder unzufriedene Kunden können sich negativ auf die Reputation auswirken. Änderungen in den Geschäftspraktiken stellen auch ein Reputationsrisiko dar. Letztendlich sind Unternehmen in der Digitalbranche generell dem Risiko eines plötzlichen "Shitstorms" ausgesetzt, der mitunter zu einer schwer kontrollierenden Verschlechterung der Reputation führen kann.

Um derartige Risiken zu minimieren, prüft die Jimdo GmbH fortlaufend die verschiedenen Kommunikationskanäle und -plattformen sowie die eigene Kommunikation mit den Kunden. Unsere Erfahrung zeigt, dass Kunden aufgrund der offenen und authentischen Kommunikation der Jimdo GmbH auch Fehler verzeihen und der Marke Jimdo tendenziell aufgeschlossen gegenüberstehen. Ein Reputationsrisiko bleibt somit bestehen, es wird jedoch versucht, dieses bestmöglich auf aktive Weise einzugrenzen.

8. Personalrisiken

Die Jimdo GmbH ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fachkräfte angewiesen. Diese stehen am Markt nur in begrenzter Anzahl zur Verfügung, was in der Unternehmensplanung schon berücksichtigt ist. Sollte der Fachkräftemangel noch stärker als angenommen zunehmen, wird dies das Wachstum des Unternehmens behindern und kann nicht wie geplant erreicht werden. Diesem Risiko wird schon seit Gründung des Unternehmens durch die kontinuierliche Verbesserung des Employer Brandings entgegengetreten.

Bei Jimdo besteht für alle Mitarbeiter die Möglichkeiten des mobilen Arbeitens (Remote Work). Es werden dadurch nach wie vor Fachkräfte weltweit rekrutiert. Diese können je nach Wunsch flexibel aus ihrem Heimatland arbeiten, sodass ein Umzug nach Deutschland nicht notwendig ist. Daraus ergeben sich für das Recruiting große Potentiale, was die Chancen gegenüber den Risiken vergrößert.

9. Rechtliche und politische Risiken

Die internationale Ausrichtung des Unternehmens bringt zahlreiche Herausforderungen in unterschiedlichen Rechtssystemen mit sich. Jimdo kann mit rechtlichen Risiken wie Rechtsänderungen, Prozessen und Streitigkeiten oder der Nichteinhaltung gesetzlicher Vorschriften in Berührung kommen. Solche Vorfälle könnten zu finanziellen Strafen, Betriebsunterbrechungen oder Reputationsschäden führen.

In einzelnen Ländern, in denen die Jimdo GmbH tätig ist, kann es durch politische Instabilität oder Gesetzesänderungen zu relevanten rechtlichen Änderungen in Bezug auf die Internetnutzung kommen und das Geschäft von Jimdo beeinträchtigen. So können Regierungen die Internetnutzung einschränken, im Extremfall verbieten oder ausländische Anbieter sperren. Des Weiteren können Änderungen des Wettbewerbsrechts und zu den Vorschriften der Netzneutralität Auswirkungen auf den Zugang zu Jimdo Diensten, die Benutzererfahrung und deren Geschäftspraktiken haben.

Bisher war die Jimdo GmbH durch solche Entwicklungen bereits in Bezug auf die Aktivitäten in China, Russland und der Türkei betroffen. Für die relevantesten Absatzmärkte (Europa und Japan) ist das Eintreten dieser Risiken jedoch als gering einzuschätzen.

Jimdo GmbH begrenzt diese Risiken, indem sie sich über alle lokalen, nationalen und internationalen Gesetze und Vorschriften, die für das Unternehmen relevant sind, auf dem Laufenden hält und diese einhält. Das interne Rechts- und Compliance-Team stellt sicher, dass Jimdo GmbH alle geltenden Gesetze befolgt, und es entwickelt Strategien, um das Risiko potenzieller Klagen zu minimieren. Dennoch ist es unmöglich, alle rechtlichen Risiken vorherzusagen oder zu kontrollieren, und unerwartete rechtliche Entwicklungen oder Streitigkeiten könnten sich auf die Geschäftstätigkeit und das Ergebnis auswirken.

Alle aufgeführten Risiken stellen derzeit keine Bestandsgefährdung dar. Andere bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar.

10. Zusammenfassende Risikobeurteilung

Der Fortbestand der Jimdo GmbH ist nach Ansicht der Geschäftsführung durch die aufgeführten Risiken nicht gefährdet.

F. Prognosebericht

Eine Prognose der zukünftigen Geschäftsentwicklung gestaltete sich bislang bereits aufgrund der Schnelllebigkeit der Internetbranche sowie unplanbaren, nicht vom Unternehmen zu beeinflussenden Entwicklungen und Risiken als sehr schwierig. So können Entwicklungen oder politische Maßnahmen, wie der Krieg zwischen Ukraine und Russland, bei dem NATO-Länder angegriffen werden, die makroökonomische Situation anheizen oder eine weitere steigende Inflation die Jimdo GmbH negativ beeinflussen. Jimdo beobachtet die Makroindikatoren genau und antizipiert die geschäftlichen Auswirkungen so früh wie möglich.

Aus heutiger Sicht erscheint folgende Prognose hinsichtlich der operativen Geschäftstätigkeit ohne eventuelle Sonderfaktoren realistisch:

In 2024 wird Jimdo weiterhin neue Produkte auf den Markt bringen, die die Bedürfnisse der Zielgruppe, Selbstständige und kleine Unternehmen, unterstützen. Diese neuen Produkte werden sowohl an Neu- als auch an Bestandskunden zu einem höheren Preis im Vergleich zu den jetzigen Produktpreisen verkauft. Dies führt voraussichtlich zu einem verstärkten Neukundenwachstum sowie zur Umsatzsteigerung. Nichtsdestotrotz plant die Jimdo GmbH mit einem Umsatz ungefähr auf dem Vorjahresniveau, mit einer leichten Steigerung. Die Jimdo GmbH stellt sich auf eine möglicherweise schwierige konjunkturelle Lage ein, so dass trotz der Einführung neuer Produkte insgesamt nur ein konstantes Neukundenwachstum zu erwarten ist.

Das Betriebsergebnis wird 2024 etwas geringer ausfallen als im Vorjahr, da die Marketingkosten zur Unterstützung der Markteinführung der neuen Produkte gleich bleiben und die Personalkosten aufgrund von Inflation und Lohnerhöhungen trotz eines leichten Abbaus der Mitarbeiterzahl etwas steigen werden.

Die Marketingstrategie der Jimdo GmbH wurde optimiert und an das Produkt angepasst. Die Marketingkosten mit Fokus auf Top of Funnel sowie Branding-Initiativen zur Stärkung der Marke "Jimdo" werden im Jahr 2024 voraussichtlich gleich bleiben. Die Jimdo GmbH erwartet aufgrund der deutlich verbesserten Marketingeffizienz geringere Kosten pro neu gewonnenem Kunden. Ebenso wurden die allgemeinen Betriebskosten im Jahr 2023 deutlich gesenkt. Dies wird auch in den zukünftigen Jahren eine positive Auswirkung auf die Kostenstruktur haben.

Geplant ist ein positives Ergebnis mit einem Erfolgskorridor zwischen TEUR 8.000 bis TEUR 11.000.

Das Geschäft der Jimdo GmbH zeigt einen starken Jahresauftakt im ersten Quartal 2024, da die Umsatzerwartungen im Rahmen des Budgets liegen und die liquiden Mittel bei einer niedrigeren und gleichzeitig kontrollierten Kostenbasis deutlich gestiegen sind.

Die Zahlungsfähigkeit der Jimdo GmbH wird deshalb auch in 2023 aufgrund des hohen Finanzmittelfonds und der Forderungen gewährleistet. Ebenso werden alle geplanten Investitionen wie bisher vollständig aus Eigenmitteln finanziert.

 

Hamburg, 24. April 2024

Matthias Henze

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Jimdo GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Jimdo GmbH, Hamburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Jimdo GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Hamburg, 25. April 2024

EY GmbH & Co. KG
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