Milchwerke "Mittelelbe" GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Futtermitteln für Nutztiere
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Gerd Richter seit 8.12.2023 | Geschäftsführer |
Albert Jonathan Margossian seit 26.11.2010 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
United Pharmaceuticals S.A.S. | 73.80% |
| 26.20% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
UP INDUSTRIES GmbHStendalJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1 Grundlagen 1.1 Geschäftsmodell Die UP INDUSTRIES GmbH ist ein Joint-Venture-Unternehmen der United Pharmaceuticals S.A.S mit Sitz in Paris und der Milchwerke "Mittelelbe" GmbH mit Sitz in Stendal, das sich ausschließlich auf die Baby-Nahrungssparte fokussiert. Die am Standort Stendal produzierte Milchnahrung für Babys und Kleinkinder wird im deutschen Heimatmarkt sowie international in über 60 Ländern vertrieben. Die UP INDUSTRIES GmbH ist nach FSSC 22000 zertifiziert. Auf das Thema Nachhaltigkeit legt die Gesellschaft sehr viel Wert, um die Verfügbarkeit der Rohstoffe auch zukünftig zu sichern und die Umweltressourcen zu schonen. Durch die Muttergesellschaften durchgeführte Audits bei den Lieferanten unterstreichen diese Forderung. Somit wird der Nutzen für den Kunden, der "Bezug hochwertiger Nahrungsmittel zum fairen Preis", sichergestellt. 1.2 Forschung und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden durch die beiden Muttergesellschaften durchgeführt und die Ergebnisse auf die Produktionsaktivitäten der Gesellschaft übertragen. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf 2.1.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen a. Gesamtwirtschaft Die Weltwirtschaft wuchs im Jahr 2023 um 3,0 % und damit 0,5-Prozentpunkte langsamer als im Jahr 2022.1 Die Verlangsamung des Weltwirtschaftswachstums wird auf eine anhaltend hohe Inflation von 6,9 % zurückgeführt, die sich dämpfend auf das private und öffentliche Nachfrage- und Investitionsverhalten auswirkte. Wachstumshemmend wirkten auch ein schwaches Produktivitätswachstum des verarbeitenden Gewerbes sowie anhaltende Lieferkettenengpässe. Nachdem die Folgen der Coronapandemie 2023 weitgehend überwunden waren, beeinträchtigten 2023 vor allem geopolitische Konflikte die weltweiten Warenströme.2 Die genannten Effekte beeinflussten auch den Wirtschaftsraum der Eurozone. Nach einem Wirtschaftswachstum von 3,3 % in 2022 sank das Wachstum in 2023 auf 0,7 %. Dieser Rückgang um 2,6 % Prozentpunkte betraf die Mitgliedstaaten in unterschiedlichem Maße. Während die französische Volkswirtschaft in Folge einer vergleichsweise robusten Industrieproduktion und stabiler Auslandsnachfrage noch ein Wachstum von 1,0 % verzeichnete, wurde in Deutschland eine Schrumpfung der Wirtschaft beobachtet.3 Nach einem Wachstum von 1,8 % in 2022 sank die deutsche Wirtschaftsleistung in 2023 um 0,3 %.4 Obwohl das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2023 gegenüber dem Vorquartal zunächst um 0,2 % gestiegen war, sank das deutsche BIP im weiteren Jahresverlauf unter das Vorjahresniveau und unterschritt dieses im dritten Quartal preis- und kalenderbereinigt bereits um -0,4 %.5 Im Vergleich der deutschen Wirtschaftssektoren hebt sich das produzierende Gewerbe ab. Die dort verzeichnete Schrumpfung der Bruttowertschöpfung von 2,0 %6 steht im Kontrast etwa zu der im Dienstleistungsgewerbe verzeichneten Stagnation. Die hohe Inflation in Deutschland von 5,9 %7 führte zu Kaufkraftverlusten privater Haushalte, und erschwerte finanzielle Rahmenbedingungen senkten die Güternachfrage zusätzlich. Auch die schon in den Vorjahren aufgetretenen Lieferengpässe sowie ein anhaltender Fachkräftemangel hemmten das Wachstum der Industrie. Zusammenfassend war das wirtschaftliche Umfeld der UP INDUSTRIES GmbH im Jahr 2023 unverändert herausfordernd. b. Milchwirtschaft Die Milchanlieferung in der EU-27 belief sich 2023 schätzungsweise auf 144,8 Mio. t und lag damit nominell leicht über dem Vorjahreswert von 144,4 Mio. t.8 Die Milchanlieferung an den deutschen Molkereien betrug im Jahr 2023 ca. 31,3 Mio. t.9 Der leichte Anstieg um 0,9 % gegenüber dem Jahr 2022 geht auf eine leichte Entspannung in den Produktionskosten zurück. Das Milchaufkommen profitierte auch von einer günstigen Wetterlage. Der deutsche Milchkuhbestand erreichte 2023 einen neuen Tiefststand von 3,775 Mio. Tieren und sank damit im Jahresvergleich um 1,1 %. Die Anzahl der Milchkuhhaltungen ist im Jahr 2023 ebenfalls um 3,7 % gesunken auf 51.674 im Jahresmittel. Der durchschnittliche Kuhbestand je Haltung betrug im Jahr 2023 73 Tiere. Der seit Jahren anhaltende Strukturwandel der Milchwirtschaft hat sich 2023 fortgesetzt.10 Die Milchauszahlungspreise in Deutschland sanken im Jahr 2023. Während im Jahr 2022 ein historischer Höchstwert von durchschnittlich 53 Cent je Kilogramm erreicht wurde, fiel der Auszahlungspreis in 2023 auf im Mittel 45 Cent je Kilogramm. Trotz dieses Rückgangs lag der in 2023 erreichte Preis nominell über allen vor 2022 erfassten Milchauszahlungspreisen.11 Die Entwicklung des ife-Rohstoffwerts Milch verlief in 2023 ungleichmäßig. Nachdem der Rohstoffwert in 2022 einen Rekordwert von 67,5 Cent je Kilogramm ab Hof erreichte, fiel er bis Jahresende 2022 kontinuierlich auf 47,9 Cent je Kilogramm. Der Preisrückgang setzte sich in 2023 fort. Während noch zum Ende des ersten Quartals ein Rohstoffwert von 38,6 Cent je Kilogramm ausgewiesen wurde, sank dieser Wert in der Folge auf 35,3 Cent je Kilogramm. Der tiefste Jahreswert von 34,3 Cent je Kilogramm wurde im August verzeichnet. Im Anschluss erholte sich der Rohstoffwert und stieg kontinuierlich bis auf 43,7 Cent je Kilogramm im Dezember 2023.12 2.1.2 Betriebliche Rahmenbedingungen Das Hauptgeschäft von UP Industries ist die Verarbeitung von Milch zur Herstellung von hochwertiger, milchbasierter Säuglings-, Baby-, Kinder- und diätischer Nahrung, und deren Verkauf, vorzugsweise unter dem Markennahmen "Novalac", in enger Zusammenarbeit mit den Gesellschaftern. Im Geschäftsjahr 2023 konnten die in den Vorjahren angestauten Lieferverzögerungen zum großen Teil resorbiert werden. Der Engpass um die Sprühtrocknung ist jedoch nach wie vor problematisch. Das Geschäftsjahr wurde außerdem durch Schwierigkeiten in der Lieferkette für einige Engpassgüter geprägt, was zu Umformulierungen und Suche nach alternativen Bezugsquellen geführt hat. Wir haben weiterhin investiert, um das Qualitätsniveau und die Produktivität noch weiter zu verbessern. 2.1.3 Geschäftsverlauf 2.1.3.1 Umsatz- und Absatzentwicklung Im Berichtsjahr wurden TEUR 94.984 (im Vj. TEUR 78.529) umgesetzt bei einem Absatz von 10.858t (im Vj. 11.097t). 2.1.3.2 Investitionen Die Investitionen in Höhe von TEUR 627 sind nachfolgender Tabelle zu entnehmen:
Bei den Investitionen in Fabrikbauten (TEUR 81) handelt es sich um die Fußbodenerneuerung in der Dosenlinie. Weiterhin investierte die Gesellschaft in den 2. Satz Vakuumkammern für das EGS-System (Evacuate Gassing Seaming) (TEUR 86) und in einen automatischen Dosendepalletierer (TEUR 400). Die Anlagen in Bau beinhalten unter anderem die Finanzierung in den BigBag-Transport und in einem Qualitätscheck durch ein Kamerasystem (TEUR 220). TEUR 160 wurden durch Aktivierung von Maschinen umgebucht. 2.2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2.2.1 Vermögenslage Die bilanzielle Eigenkapitalquote steigt von 59,0% auf 62,5 % und ist begründet mit einem zum Bilanzgewinn (TEUR 1.000; im Vj. TEUR 971) unterproportionalen Anstieg der Bilanzsumme in Höhe von TEUR 17.659 (im Vj. TEUR 17.037). Im Einzelnen ergaben sich folgende Effekte: Die Absetzungen für Abnutzung bei den immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen in Höhe von TEUR 889 (im Vj. TEUR 816) lagen im Berichtsjahr oberhalb der Investitionstätigkeit (TEUR 627; im Vj. TEUR 268). Somit sank das Anlagevermögen bei unveränderten Finanzanlagen um TEUR 262. Der Zuwachs im Umlaufvermögen (TEUR +884, +7,6%) resultiert aus folgenden Faktoren: • dem Abbau der geleisteten Anzahlung für Vorräte um TEUR 24, • dem Aufbau der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (resultierend aus Lieferungen und Leistungen) um TEUR 8.882 • dem Zugang der sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 6 • und dem Rückgang der liquiden Mittel um TEUR 7.979. Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.000 führt zu einem weiter steigenden Eigenkapital der Gesellschaft in Höhe von TEUR 11.046. Im Fremdkapital sanken die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 262 auf TEUR 6.196. Davon waren Verbindlichkeiten gegenüber beteiligten Unternehmen TEUR 6114. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 34 (im Vj. TEUR 19) beinhalten Verbindlichkeiten gegen Finanzbehörden und ein durch den Mehrheitsgesellschafter gewährtes Darlehen. Insgesamt verminderten sich die Verbindlichkeiten um TEUR 247. Die Rückstellungen in Höhe von TEUR 359 Steuerrückstellungen wegen Ertragssteuern und TEUR 25 sonstige Rückstellungen (Rechts- und Prüfungskosten sowie Rückstellungen für Resturlaub und Gleitzeit), konnten um TEUR 130 zurückgefahren werden. 2.2.2 Finanzlage Die Gesellschaft wurde bei Gründung mit einer Bareinlage der Mehrheitsgesellschafterin ausgestattet und finanziert sich aktuell durch den laufenden Cash-Flow. 2.2.3 Ertragslage Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (Jahresüberschuss zuzüglich Ertragssteuern) betrug TEUR 1.416 (im Vj. TEUR 1.380) und ist auf folgende Umstände zurückzuführen: Der Umsatz stieg auf TEUR 94.984 (im Vj. TEUR 78.529). Dies ist ein Plus von 21,0 %. Der Durchschnittspreis stieg von 7,08 Euro/Kg auf 8,77 Euro/Kg. Der Rohertrag konnte nominell um TEUR 59 auf TEUR 3.477 marginal zulegen. Prozentual zur Gesamtleistung schmolz er auf 3,7 % ab. Nachfolgende Faktoren wirkten sich zum Vorjahr wie folgt aus:
Der Zugang bei den sonstigen betrieblichen Erträgen erklärt sich mit 2 Nachforderungen gegen den Mehrheitsgesellschafter aufgrund höherer als kalkulierter Materialkosten (TEUR 69) sowie einen periodenfremden Ertrag in Höhe von TEUR 1. Die Personalkosten reduzierten sich, da sich die Anzahl der Mitarbeiter verminderte. Die erhöhten Abschreibungen stehen im Zusammenhang mit der Umbuchung von Anlagen in Bau in die technischen Anlagen und Maschinen nach Feststellung der Betriebsbereitschaft sowie Zugängen bei Fabrikbauten und technischen Anlagen und Maschinen. 2.3 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Neben der Umsatzentwicklung (s. 2.1.3.1) stellt der EBITDA einen bedeutsamen finanziellen Leistungsindikator dar. Er berechnet sich wie folgt: Jahresüberschuss + Steuern auf Einkommen und Ertrag +/- außerordentliches Ergebnis +/- Nettozinsergebnis + Abschreibungen = EBITDA Der EBITDA stieg von TEUR 2.202 auf TEUR 2.306. Wesentliche nicht-finanzielle Leistungsindikatoren werden außer Absatzmengen pro Produktgruppe nicht verwendet. 2.4 Beurteilung des Geschäftsjahres durch die Geschäftsleitung Die Geschäftsleitung beurteilt den Verlauf des Geschäftsjahres als neutral. Das Vorsteuerergebnis hat sich mit TEUR 1.416 (im Vj. TEUR 1.380) verbessert und entspricht die Erwartungen. 3 Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ergeben. 4 Prognosebericht Das wirtschaftliche Umfeld des verarbeitenden Gewerbes zum Jahreswechsel ist herausfordernd. Eine grundlegende Verbesserung der wirtschaftlichen Bedingungen mit Blick auf Fachkräfteverfügbarkeit, Preisentwicklungen, Material- und Rohstoffverfügbarkeit sowie Energiemärkte ist im Jahr 2024 wie in den Vorjahren nicht zu erwarten. Eine Rezession der deutschen Wirtschaft scheint wahrscheinlich. Der Nova Brands Konzern ist international aufgestellt und plant sein weiteres Wachstum mit bestehenden Kunden in Asien, in Lateinamerika, im Nahen Osten und in Europa. Neue Partner sollen vor allem in den aufstrebenden Märkten Lateinamerikas, Afrikas und in größeren asiatischen Ländern, in welchen wir noch nicht tätig sind, erwogen werden. Die strategische Ausrichtung der Gesellschaft, die sich in die Strategie des Nova Brands-Konzerns einbindet, bleibt unverändert. Die Geschäftstätigkeit dürfte sich behaupten und von der Wachstumsdynamik der Spezialnahrungen und Hypoallergenen Nahrungen profitieren. Die von der F&E Abteilung der Muttergesellschaft entwickelten neuen Spezialnahrungen werden 2024 in Frankreich auf den Markt gebracht. Die Gesellschaft erwartet für das Geschäftsjahr 2024 ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 1.000 bei ansonsten stabiler Vermögens- und Finanzlage. 4.1 Risikobericht Im Rahmen ihrer geschäftlichen Tätigkeit ist die Gesellschaft Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Das Risikomanagement ist daher ein integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und unternehmerischer Entscheidungen. Die Gesellschaft ist in das konzernweite Risikomanagement der Nova Brands-Gruppe und der Krüger-Gruppe eingebunden. Die Risiken sind zwischen den Gesellschaftern Milchwerke "Mittelelbe" und United Pharmaceuticals und der Gesellschaft UP Industries verteilt. Für das Geschäftsjahr 2023 und die folgenden Geschäftsjahre hat sich die Einschätzung der Chancen und Risiken gegenüber den vorangegangenen Jahren nicht wesentlich verändert. Beschaffungsrisiko: Die zur Herstellung der Novalac Produkte benötigten Rohstoffe werden vom Minderheits-Gesellschafter eingekauft und verarbeitet. Ein Risiko besteht bei der Beschaffung, Verfügbarkeit und Qualität von spezifischen Rohstoffen, wie z. B. Reis, für den es wenige zuverlässige Lieferanten auf dem Markt gibt. Ebenso besteht weiterhin das Risiko von Rohstoffpreisschwankungen, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der schwer abschätzbaren Entwicklung der Märkte. Marktrisiko: Das Marketing für die Produkte erfolgt durch den Mehrheitsgesellschafter. In den Ländern Lateinamerikas ist dieser für die Produktregistrierungen verantwortlich, die mitunter langwierig sind und Verzögerungen der Produkteinführung nach sich ziehen können. Regulatorische Entwicklungen in Europa und anderen Märkten, sowie protektionistische Maßnahmen einiger Länder, sind weitere Herausforderungen, die durch United Pharmaceuticals getragen werden. Betriebsrisiken: Die Risiken der Ausfallsicherheit werden in Zusammenarbeit mit der Minderheitsgesellschafterin auf ein Minimum reduziert. Im Bereich der finanzwirtschaftlichen Risiken ergeben sich gegenüber dem Vorjahr keine neuen Einschätzungen. Die Gesellschaft finanziert sich zum einen über den laufenden Cash-Flow und über die von der Mehrheitsgesellschafterin eingezahlten Mittel. Insgesamt hat die Beurteilung der gegenwärtigen Risikosituation ergeben, dass keine den Fortbestand unseres Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen und künftige bestandsgefährdende Risiken nicht erkennbar sind. 4.2 Chancenbericht Die Gesellschaft verfolgt konsequent das Ziel, über die Muttergesellschaft Kunden längerfristig durch hervorragende Produktqualität und innovative, auf neuesten wissenschaftlichen Kenntnissen und klinischen Studien fundierte Konzepte zu binden, worin erhebliche Chancen zu sehen sind. Die Entwicklung neuer Produkte mit hohen Qualitätsstandards und Erweiterungen des bestehenden Sortiments an hoch qualitativer Baby- und Kindernahrung führen zu Partnerschaften mit führenden pharmazeutischen Unternehmen. Gleichzeitig bauen wir unser Portfolio auf besonders innovative, zum Teil patentierte, und exklusiv im Werk Stendal produzierte Spezialnahrung aus. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächliche Entwicklung von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen kann, soweit sich die genannten oder anderen Annahmen als unzutreffend erweisen.
Stendal, den 25. Juni 2024 Dr. Jonathan Margossian Oliver Richter 1 BMWK - Die Weltwirtschaft stabilisiert sich auf niedrigem Niveau 2 BMWK - Die Weltwirtschaft stabilisiert sich auf niedrigem Niveau 3 World Economic Outlook, October 2023: Navigating Global Divergences (imf.org) 4 Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken - Statistisches Bundesamt (destatis.de) 5 Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 3. Quartal 2023 - Statistisches Bundesamt (destatis.de) 6 Destatis: Deutsches Bruttoinlandsprodukt sinkt 2023 um 0,3 Prozent | Deutsche Bundesbank 7 Inflationsrate im Jahr 2023 bei +5,9 % - Statistisches Bundesamt (destatis.de) 8 Production of cow milk in the EU 2023 | Statista 9 ZMB-Jahresrückblick 2023.pdf (milk.de) 10 Ebd. 11 ZMB-Jahresrückblick 2023.pdf (milk.de) 12 Marktbericht MIV 2023 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der UP INDUSTRIES GmbH, Stendal, zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Der Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der auf den Vorjahresabschluss angewandten Darstellungs-, Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die sich durch das BilRUG ergebenden Änderungen wurden beachtet. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertungsmethoden der Vorjahre wurden grundsätzlich beibehalten. Die Vermögens- und Schuldposten tragen allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Anlagevermögen Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die beweglichen Anlagegüter werden nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Anpassungen werden vorgenommen, soweit die betriebswirtschaftliche Nutzungsdauer abweicht. Nachaktivierungen bei bereits bestehenden Anlagen werden entsprechend der Restnutzungsdauer der Hauptanlage abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer für gebrauchte Anlagen liegt zwischen zwei und acht Jahren. Planmäßige Abschreibungen werden wie folgt vorgenommen:
Bei beweglichen Anlagegütern werden die Abschreibungen zeitanteilig nach Monaten ermittelt. Die Abschreibungen beginnen im Monat der Anschaffung bzw. Herstellung. Geringwertige Anlagegüter mit einem Einzelwert bis einschließlich EUR 800,00 werden im Zeitpunkt ihrer Anschaffung unmittelbar als Aufwand erfasst. Umlaufvermögen Der Ansatz der Forderungen erfolgt zum Nennwert unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Allen risikobehafteten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die abgelaufene Geschäftsjahre betreffen, auf der Grundlage einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung Rechnung tragen. Erwartete künftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Hierzu werden die nach § 253 Abs. 2 HGB von der Deutschen Bundesbank veröffentlichen Abzinsungssätze genutzt. Die Ermittlung von Drohverlustrückstellungen für schwebende Beschaffungsgeschäfte erfolgt unter Berücksichtigung zukünftiger Verkaufsgeschäfte. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Entstehungszeitpunkt mit dem Devisenkassamittelkurs bzw. dem tatsächlich angefallenen Wechselkurs zu diesem Zeitpunkt umgerechnet. Zum Bilanzstichtag werden Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr erfolgswirksam zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umbewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt ein Vergleich zwischen dem Kurs zum Entstehungszeitpunkt und dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Bei Forderungen erfolgt die Bewertung mit dem niedrigeren und bei Verbindlichkeiten mit dem höheren dieser beiden Kurse. C. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände ist im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Liefer- und Leistungsbeziehungen gegen die Mehrheitsgesellschafterin in Höhe von TEUR 12.010 (im Vj. TEUR 3.128). Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Umsatzsteuerforderungen in Höhe von TEUR 16, die im Folgejahr abzugsfähig sind. Eigenkapital Das Eigenkapital stellt sich wie folgt dar:
Bilanzgewinn Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 21. Juli 2023 wurde beschlossen, den Jahresüberschuss/Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von EUR 971.389,07 auf neue Rechnung vorzutragen. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen weisen im Wesentlichen Beträge für Resturlaub und Gleitzeit (TEUR 2), Kosten der Erstellung, Prüfung und Veröffentlichung des Jahresabschlusses (TEUR 16) sowie für eine Rückstellung für Beratungskosten anlässlich der Betriebsprüfung 2017 bis 2020 (TEUR 7) aus. Die Steuerrückstellungen beinhalten Rückstellungen für Ertragssteuern in Höhe von TEUR 359 (im Vj. TEUR 473). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten stellen sich im Einzelnen wie folgt dar: ((....) = Vorjahreswerte)
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist eine Verbindlichkeit gegenüber der Mehrheitsgesellschafterin in Höhe von TEUR 13 enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, ist eine Verbindlichkeit gegenüber der Minderheitsgesellschafterin in Höhe von TEUR 6.114 enthalten. Dabei handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 82, sowie gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von TEUR 6.114, sind mit einem verlängerten Eigentumsvorbehalt seitens der Lieferanten besichert. Die restlichen Verbindlichkeiten sind unbesichert. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Aufgliederung der Bruttoumsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen ergibt sich wie folgt:
Die Umsätze wurden mit der Mehrheitsgesellschafterin getätigt. Sonstige betriebliche Erträge Die Sonstigen betrieblichen Erträge des Geschäftsjahres betragen TEUR 71 (i. Vj. TEUR 14), davon sind TEUR 1 periodenfremde Erträge. Abschreibungen Die Abschreibungen beinhalten planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Wirtschaftsgüter und auf das Sachanlagevermögen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem Betriebs-, Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen sowie weiterberechnete Kosten. E. Sonstige Angaben Vorgänge von besonderer Bedeutung Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nicht ergeben. Abschlussprüfungsgebühren Gem. § 288 Abs. 2 Satz 3 HGB wird auf die Angaben des § 285 Nr. 17 HGB (Angabe des Abschlussprüferhonorars) verzichtet. Anzahl der Mitarbeiter Zum Bilanzstichtag waren beschäftigt:
Mitglieder der Geschäftsführung Herr Dr. Jonathan Margossian, Kaufmännischer Geschäftsführer, Paris Herr Uwe Bedau, Technischer Geschäftsführer, Stendal (bis 08.12.2023) Herr Oliver Richter, Technischer Geschäftsführer, Bahrdorf (ab 08.12.2023) Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge nach § 285 Nr. 9 HGB wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Konzernzugehörigkeit, Veröffentlichung Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der NOVA BRANDS S.A. mit Sitz in Luxembourg als Mutterunternehmen der United Pharmaceuticals S.A.S mit Sitz in Paris einbezogen. Dieser wird beim Luxembourgischen Handelsregister unter der Nummer "Luxembourg B75935" hinterlegt. Jahresabschluss und Lagebericht der Gesellschaft werden im Deutschen Elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Ergebnisverwendung: Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 999.995,31 auf neue Rechnung vorzutragen. Angaben zur Gesellschaft: UP INDUSTRIES GmbH Heerener Straße 49 39576 Stendal Amtsgericht: Stendal Registriernummer: HRB 13850
Stendal, den 25. Juni 2024 Dr. Jonathan Margossian Oliver Richter sonstige BerichtsbestandteileDer vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde im gesetzlich zulässigem Maß zum Zweck der Publizität verkürzt. Die beigefügte Wiedergabe des Bestätigungsvermerkes des Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 22.10.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die UP INDUSTRIES GmbH, Stendal Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der UP INDUSTRIES GmbH, Stendal - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der UP INDUSTRIES GmbH, Stendal für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Gütersloh, den 15. Juli 2024 Franz Anwey, Wirtschaftsprüfer |
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