N.M Fleischhacker AGLiquidiert

85716 Unterschleißheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 201365
Vorher
N.M.F. Vermögensverwaltungs AGN.M. Fleischhacker AG
Eingetragen
7.7.2008
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Gegenstand
Vermögensverwaltung aller Art, insbesondere Erwerb und Verwaltung von Beteiligungen an Unternehmen sowie Verwaltung eigenen Vermögens.

Historie

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Management

NameRolle
Dirk Freitag
seit 23.10.2012
Vorstandsmitglied

Konzern- und Jahresabschlüsse

N.M. Fleischhacker AG

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009

Bilanz zum 31. Dezember 2009

Aktiva

31.12.2009
31.12.2008
T€
1. Barreserve
a) Kassenbestand 0,00 1
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 235.356,87 141
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank € 235.356,87 235.356,87 142
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 5.988.261,18 19.252
b) andere Forderungen 0,00 177
5.988.261,18 19.429
3. Forderungen an Kunden 1.875,00 21
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
bb) von anderen Emittenten 78.914,51 9
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank € 58.769,61
5. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 447.231,83 5.018
6. Immaterielle Anlagewerte 8,00 200
7. Sonstige Vermögensgegenstände 146.995,27 1.429
8. Rechnungsabgrenzungsposten 17.272,83 32
Summe Aktiva
6.915.915,49 26.280

Passiva

31.12.2009
31.12.2008
T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 0,00 12.825
2. Sonstige Verbindlichkeiten 336.646,61 7.313
3. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0,00 0
b) Steuerrückstellungen 0,00 0
c) andere Rückstellungen 761.622,24 325
761.622,24 325
4. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 5.000.000,00 5.000
b) Kapitalrücklage 1.373.563,64 1.373
c) Gewinnrücklagen
ca) andere Gewinnrücklagen 0,00 0
d) Bilanzgewinn -555.917,00 -556
5.817.646,64 5.817
Summe Passiva 6.915.915,49 26.280

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009

2009
2008
T€
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 77.482,37 172
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 2.306,09 79.788,46 6
2. Zinsaufwendungen -170.351,51 -314
-90.563,05 -136
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 24.954,24 198
b) Beteiligungen 0,00 0
c) Anteilen aus verbundenen Unternehmen 0,00 24.954,24 0
4. Provisionserträge 2.222.107,10 4.276
davon: a) Courtageerträge € 2.178.551,62
5. Provisionsaufwendungen -196.679,35 -590
davon: a) Courtageaufwendungen € -32.677,75
2.025.427,75 3.686
6a. Ertrag aus Finanzgeschäften 8.323.833,81 41.868
davon:
aa) Wertpapiere € 3.826.419,95
ab) Futures € 930,83
ac) Devisen € 16.613,76
ad) Kursdifferenzen € 4.479.869,27
6b. Aufwand aus Finanzgeschäften -8.069.846,91 -39.581
davon:
ba) Wertpapiere € -4.811.881,90
bb) Futures € -5.112,29
bc) Devisen € -21.584,52
bd) Kursdifferenzen € -3.231.268,20
253.986,90 2.287
7. Sonstige betriebliche Erträge 403.248,03 1.181
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -2.792.756,87 -4.040
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für -138.687,34 -410
Altersversorgung und für Unterstützung -2.931.444,21 -4.450
darunter: für Altersversorgung € -1.512,77
b) andere Verwaltungsaufwendungen -2.716.913,31 -3.821
-5.648.357,52 -8.271
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -84.493,01 -350
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen -342.627,24 -17
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 -25
12. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0,00 -7
13. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -3.458.423,90 -1.454
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -1
15. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 10 ausgewiesen -283,00 -1
16. Erträge aus Verlustübernahme 3.458.706,90 0
17. Jahresfehlbetrag 0,00 -1.456
18. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -555.917,00 0
19. Entnahmen aus dem Genussrechtskapital 0,00 900
20. Bilanzverlust -555.917,00 -556

Anhang 2009

I. Grundlagen

Anwendung der gesetzlichen Grundlagen

Die N.M. Fleischhacker AG ist ein Finanzdienstleistungsinstitut i.S.d. § 1 Abs. 1a KWG. Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis 31.12.2009 entspricht dem Handelsgesetzbuch, wobei die ergänzenden Vorschriften für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (§§ 340 ff HGB) beachtet wurden. Demzufolge wurde der Jahresabschluss nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften sowie ein Lagebericht aufgestellt.

Formale Darstellung

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 340a Abs. 2 HGB nach den Formblättern der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) vorgenommen. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach der Staffelform (Formblatt 3).

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Posten des Jahresabschlusses, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, werden gemäß § 340h HGB umgerechnet. Dabei wurden die Fremdwährungsbeträge zu den gestellten Referenzkursen (Kassamittelkurs) der Europäischen Zentralbank, Frankfurt am Main, am 31. Dezember 2009 umgerechnet.

Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden werden grundsätzlich mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Risikovorsorgen durch Bildung von Einzelwertberichtigungen für notleidende Forderungen werden entsprechend dem Grundsatz der kaufmännischen Vorsicht in ausreichendem Maße getroffen.

Der Bestand an Wertpapieren wird mit den Anschaffungskosten angesetzt und nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Wertpapier-Kassageschäfte und derivative Finanzgeschäfte werden im Rahmen der Wertpapierbuchhaltung valutagerecht gebucht. Dabei werden Kursrisiken aus bestehenden Long- oder Short-Positionen aufwandswirksam verarbeitet.

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden in einem jährlichen Sammelposten erfasst und über 5 Jahre einmal jährlich linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von € 150,00 (netto) werden sofort erfolgswirksam im Aufwand erfasst.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag, vermindert um erforderliche Abschreibungen und Wertberichtigungen, angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Rückzahlungsbeträgen angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

III. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Forderungen an Kreditinstitute

Ausgewiesen sind täglich fällige Bankguthaben in Höhe von € 5.024.018,93. Daneben besteht eine täglich fällige Forderung gegenüber der Gesellschafterin Baader Bank AG in Höhe von € 964.242,25. Diese resultiert aus Rechnungen und dem verbleibenden Verlustausgleich aus dem Ergebnisabführungsvertrag.

Restlaufzeitengliederung

Für die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten gelten die folgenden Restlaufzeiten:

bis 3 Monate
mehr als
3 Monate
bis 1 Jahr
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre
mehr als 5 Jahre
mit unbestimmter Laufzeit
Forderungen an Kunden 1.875,00 0,00 0,00 0,00 0,00

Aufgliederung der börsenfähigen Wertpapiere nach börsennotierten und nicht börsennotierten Wertpapieren:

börsenfähig
börsennotiert
nicht börsennotiert
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 78.914,51 78.914,51 0,00 0,00
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 447.231,83 447.231,83 0,00 0,00

Anlagevermögen

Gemäß dem Schreiben der BaFin vom 16.08.2005 hat die Bilanzierung von Software beim Anwender auch für Banken unter der Position Immaterielle Anlagewerte zu erfolgen. Die BaFin nimmt in ihrem Schreiben Bezug auf die entsprechende Stellungnahme des Hauptfachausschusses des Institutes der Wirtschaftsprüfer. In Übereinstimmung mit diesem Schreiben wird die EDV-Standard-Software unter den Immateriellen Anlagewerten ausgewiesen.

Die Entwicklung und Zusammensetzung des Anlagevermögens zeigt im Folgenden das Anlagengitter:

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand
01.01.2009
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand
31.12.2009
A. Immaterielle Anlagewerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 21.588,79 0,00 0,00 0,00 21.588,79
EDV-Software 849.341,06 77.350,00 903.253,26 0,00 23.437,80
870.929,85 77.350,00 903.253,26 0,00 45.026,59
Aufgelaufene Abschreibungen
Stand
01.01.2009
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand
31.12.2009
A. Immaterielle Anlagewerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 21.587,79 0,00 0,00 21.587,79
EDV-Software 670.684,06 62.905,22 710.158,48 0,00 23.430,80
670.684,06 84.493,01 710.158,48 0,00 45.018,59
Buchwerte
Stand
31.12.2009
Stand
31.12.2008
A. Immaterielle Anlagewerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1,00 21.588,79
EDV-Software 7,00 178.657,00
8,00 200.245,79

Sonstige Vermögensgegenstände

In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind enthalten:

2009
Durchlaufkonto Kursdifferenzen 11.398,59
Durchlaufkonto Courtagen 91.354,92
Steuerüberzahlung 44.241,76
146.995,27

Rechnungsabgrenzungsposten

Betrifft in 2009 getätigte diverse Vorauszahlungen für Verwaltungsaufwendungen.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von € 336.646,61 haben eine Restlaufzeit von bis zu 3 Monaten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten:

2009
Durchlaufende Posten 1.175,02
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 325.277,03
Steuerverbindlichkeiten 9.834,56
Verbindlichkeiten aus Einbehaltungen Direktversicherungen 360,00
336.646,61

Rückstellungen

Bei den Rückstellungen handelt es sich lediglich um andere Rückstellungen. Diese betreffen im Wesentlichen Personalaufwendungen, Rechtsrisiken, drohende Verluste aus Software-Lizenzverträgen und die voraussichtlichen Kosten für Jahresabschlusserstellung und -prüfung.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) bestand am 31.12.2009 in Höhe von € 5.000.000,00 aus Stück 5.000.000 Inhaber-Stückaktien.

Die Kapitalrücklage beträgt € 1.373.563,64. Veränderungen ergaben sich im Geschäftsjahr nicht.

Der Bilanzverlust des Vorjahres in Höhe von € 555.917,00 wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 22.04.2009 auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2009 in Höhe von € 3.458.706,90 wird gemäß dem auf der Hauptversammlung der N.M. Fleischhacker AG vom 22.04.2009 und der Hauptversammlung der Baader Bank AG vom 03.07.2009 beschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages von der Gesellschafterin Baader Bank AG ausgeglichen.

Ein genehmigtes Kapital besteht nicht.

Zinserträge und -aufwendungen

Das Zinsergebnis resultiert aus den laufenden Konten, dem Handelsbestand in Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren und einem Gesellschafterdarlehen, welches im Juli zurückbezahlt wurde.

Provisionserträge und -aufwendungen

Die Provisionserträge in Höhe von € 2.222.107,10 und die Provisionsaufwendungen in Höhe von € 196.679,35 betreffen im Wesentlichen Courtageerträge und -aufwendungen.

Ertrag und Aufwand aus Finanzgeschäften

Diese Positionen enthalten Handelsgewinne und Handelsverluste sowie Kursdifferenzerträge und Kursdifferenzaufwendungen. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen die einzelnen Positionen aufgrund der Aufgabe von Geschäftsfeldern und der geänderten Buchungssystematik einen deutlichen Rückgang.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen den Gewinn aus der Veräußerung der Fondsskontren in Höhe von € 292.622,00 und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von € 87.864,85.

Personalaufwand

2009
Löhne und Gehälter 2.792.756,87
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 138.687,34
- davon für Altersversorgung € 1.512,77
2.931.444,21

Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

In den Abschreibungen sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen enthalten. Für die Aufteilung wird auf den Anlagespiegel verwiesen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus dem Buchverlust bei Anlageabgängen und periodenfremden Aufwendungen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aufgrund des mit der Baader Bank AG geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages entfällt auf die N.M. Fleischhacker AG kein Steueraufwand.

IV. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Angaben nach § 285 Nr. 3 HGB

Gegenüber der Baader Bank AG bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für Büroräume und Pkw-Stellplätze in Höhe von insgesamt € 1.935,00 mit einer Restlaufzeit von 3 Monaten und aus Verträgen über das Outsourcing von Unternehmensfunktionen in Höhe von insgesamt € 722.000,00 mit einer Restlaufzeit von 12 Monaten.

Diese Funktionen dienen der konzerninternen Optimierung und konzerneinheitlichen Leitung und können von der Muttergesellschaft erheblich günstiger dargestellt werden, als wenn die Gesellschaft diese selbst organisieren würde.

Darüber hinaus bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Kraftfahrzeugleasingverträgen in Höhe von € 10.686,20 mit einer Restlaufzeit von 10 Monaten.

Operating-Leasing Verträge schonen grundsätzlich die Kapitaldecke und erhöhen die finanzielle Flexibilität.

Risiken bestehen bei derzeitiger Art und dem Umfang der Geschäfte nicht. Angaben nach § 285 Nr. 3a HGB

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind und nicht nach §§ 251 oder 285 Nr. 3 HGB anzugeben sind, bestehen nicht.

V. Ergänzende Angaben

Mehrheitsbeteiligung

Die Baader Bank AG, Unterschleissheim, hält an der N.M. Fleischhacker Aktiengesellschaft eine Mehrheitsbeteiligung gemäß § 16 Abs. 1 AktG. Die entsprechende Mitteilung gem. § 20 Abs. 4 AktG haben wir erhalten.

Konzernabschluss

Die N.M. Fleischhacker AG wird als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Baader Bank AG, Unterschleissheim, einbezogen. Der Konzernabschluss zum 31.12.2009 wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht.

Mitarbeiter

Während des Geschäftsjahres 2009 waren durchschnittlich 13 Angestellte beschäftigt.

Vorstandsvergütung

Bei den Angaben zu den Vorstandsbezügen wird von der Befreiungsmöglichkeit des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Aufsichtsratsvergütung

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten satzungsgemäß eine feste Vergütung, die von der Hauptversammlung festgesetzt wird. Für das Geschäftsjahr 2009 wird keine Vergütung gewährt.

Honorare des Abschlussprüfers

Gemäß § 285 Nr. 17 HGB entfällt diese Angabe, soweit die Angaben in einem das Unternehmen einbeziehenden Konzernabschluss enthalten sind. Die N.M. Fleischhacker AG wird in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft Baader Bank AG einbezogen. Dort werden die geforderten Angaben zu den Honoraren der Abschlussprüfer gemacht.

Organe

Vorstand

 

Herr Torsten Kuck, Dipl. Kaufmann (seit 12.01.2009)

Mitglied des Börsenrates der Frankfurter Wertpapierbörse, Frankfurt (seit 26.03.2009)

 

Herr Frank-Andreas Schmidt, Börsenmakler (bis 22.04.2009)

 

Herr Michael Wilhelm, Börsenmakler (bis 22.04.2009)

Aufsichtsrat

 

Herr Dieter Brichmann, Vorsitzender des Aufsichtsrates, Dipl. Kaufmann (seit 27.02.2009)

Herr Jan Eutert, Kaufmann, (bis 27.02.2009)

Herr Prof. Norbert Harlander, Hochschullehrer und Unternehmensberater (Vorsitzender des Aufsichtsrates bis 27.02.2009)

Frau Christine Schiedermaier, Rechtsanwältin (seit 27.02.2009)

Herr Norbert Selbach, Bankkaufmann (bis 27.02.2009)

Herr Dieter Silmen, Bankkaufmann (seit 27.02.2009)

 

Frankfurt am Main, 15.02.2010

N.M. Fleischhacker AG

Der Vorstand

Torsten Kuck

Lagebericht der N.M. Fleischhacker AG für das Geschäftsjahr 2009

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung

Das 1. Quartal des Börsenjahres 2009 stand noch im Zeichen der globalen Finanzmarktkrise, in dem es für die Wirtschaft steil unten ging. In der Folge setzte sich die im Vorjahr begonnene Talfahrt der Aktienkurse zunächst auf dramatische Weise fort. Alle Branchen verzeichneten unisono massive Kursverluste. Erst als sich abzeichnete, dass die 2008/2009 weltweit initiierten geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen zu greifen begannen und keine systemischen Risiken mehr bestehen würden, wurde Mitte März die Trendwende eingeläutet. Die globale Wirtschaft begann sich zu stabilisieren, so dass sich vom 3. Quartal an Erholungstendenzen der Konjunktur durchsetzten. In der Folge konnten die Aktienmärkte stark zulegen, so dass unterm Strich ein wider Erwarten gutes Börsenjahr steht.

Der Deutsche Aktienindex Dax kletterte im Jahresverlauf auf 5.957,43 Punkte, was einem Plus von 23,9 % entspricht. Vom Jahrestiefstand im März bei 3.588,89 Punkten gerechnet ergibt sich gar eine Steigerung von 66,0 %. Gemessen am Dax war 2009 damit das beste Börsenjahr seit 2005. Allerdings stand das deutsche Kursbarometer am Ende der Dekade immer noch unter seinem Stand von Anfang 2000, als der Dax auf ein Niveau von 7.000 Punkten geklettert war.

Steiler nach oben als beim Dax verlief 2009 die Entwicklung bei deutschen Nebenwerten. Der M-Dax legte 34,0 % zu, während der S-Dax das Börsenjahr mit einem Zuwachs von 26,75 % beendete. Noch stärker tendierte der Tec-Dax, dessen Plus zum Jahresende mit 60,8 % zu Buche schlug. Der Anleihenindex REX schloss das Jahr mit 123,62 Punkten oder plus 1,6 %.

Abgesehen vom Nasdaq 100, der um 50,9 % kletterte, entwickelten sich die wichtigsten Märkte der klassischen Industriestaaten weniger dynamisch als die deutschen Aktienindizes. So stieg der europäische Index DJ Stoxx 50 im Jahresverlauf um 21,2 %. Der S&P 500 ging mit einem Zuwachs von 21,3 % aus dem Jahr. Der Dow-Jones-Index der 30 größten US-Industriewerte notierte zum Jahresultimo auf Euro-Basis 17,0 % über seinem Endstand von 2008. Die Börse in Tokio schloss das Jahr 2009 gemessen am Nikkei 225 auf Euro-Basis mit einem Plus von 14,6 %.

Die großen Gewinner auf der Aktienseite waren 2009 freilich die Schwellenlandregionen Asien, Osteuropa und Latein Amerika. Dies widerspiegelt den Umstand, dass sich die globalen Machtpole im vergangenen Jahrzehnt weg von den klassischen Industrienationen vornehmlich nach Asien verschoben haben. Unter den BRIC-Staaten beendete der brasilianische BOVESPA mit plus 141,1 % das Börsenjahr. Der russische Aktienindex (RTS) kletterte um 119,7 %. Der Sensex 30 in Indien steigerte sich um 82,1 %, der BSE 100 um 86,4 %. Der chinesische Aktienindex SSEB in Shanghai legte 119,9 % zu. Der Hang Seng Index in Hongkong konnte 45,3 % gewinnen, während die mexikanischen Märkte gemessen am Mexico Bolsa Index um 50,1 % wuchsen und der MSM 30 im Oman sich um 15,5 % steigerte.

Die rasche Aktienmarkterholung, die Mitte März einsetzte, muss vor dem Hintergrund des starken Einbruchs in der Vergleichsperiode des Vorjahres betrachtet werden. In einer ersten, reflexartigen Reaktion waren die Märkte aufgrund der unsicheren Aussichten für das globale Finanzsystem rasch und stark eingebrochen, dass Vergleiche mit der großen Depression ab 1929 angestellt wurden. Der darauf folgende starke Anstieg der Aktienkurse wurde eingeläutet, als sich die Erkenntnis durchsetzte, dass keine systemrelevanten Banken mehr Konkurs gehen würden. Die steigenden Aktienkurse spiegelten zudem die Erwartung einer künftig wieder positiveren Wirtschaftsentwicklung wider. Ein Gros der Rallye basiert somit auch auf der Erleichterung über eine abgewandte, große Depression.

Hinzu kommt ein weiteres, ungewöhnliches Merkmal der Aktienrallye von 2009: Es war eine Hausse, die von rückläufigen Börsenumsätzen gekennzeichnet war. So gingen die Volumina an allen deutschen Wertpapierbörsen inklusive Xetra trotz der oben genannten, kräftigen Steigerungen der Aktienindizes um 47,1 % auf 1.310 Mrd. Euro zurück. Betrachtet man nur die Parkettbörsen, also ohne Xetra, fällt der Umsatzrückgang deutlich weniger stark aus, liegt aber immer noch bei 24,0 % auf 249 Mrd. Euro.

Diese These untermauern auch die Zahlen des Deutschen Aktieninstituts (DAI). Demnach waren 2009 rund 8,8 Mio. Anleger in Deutschland oder 13,6 % der Bevölkerung direkt oder indirekt in Aktien investiert. Im Vorjahr waren dies noch 9,3 Mio., was einem Minus von 5,4 % entspricht. Von den 8,8 Mio. Aktienbesitzern sind 2,2 Mio. reine Aktionäre (3,8 % der Bevölkerung), die ausschließlich direkt in Aktien investieren. 5,2 Mio. Anleger halten Fondsanteile (7,7 %) und 1,4 Mio. (2,1 %) sowohl Aktien als auch Anteile an Aktienfonds. Gegenüber dem Höchststand im Jahr 2001 bedeutet die aktuelle Zahl der Aktienbesitzer einen Rückgang um rund 4 Millionen oder 31,4 %.

Anhand der umsatzarmen Hausse und den auf niedrigem Niveau stagnierenden Aktionärszahlen lässt sich ablesen, dass viele Anleger von den gestiegenen Kursen nicht profitiert haben. Doch nicht nur Privatanleger, auch Versicherer und Fondsgesellschaften haben den Zug der Hausse vielfach verpasst.

Branchenentwicklung

Im Bereich der Skontroführung, dem Hauptbetätigungsfeld der N.M. Fleischhacker AG, war das beherrschende Thema die Skontrenneuverteilung von Aktienskontren im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) zum 28.09.2009. Hier sind inzwischen 20 Firmen mit der Feststellung von Börsenpreisen betraut, sodass die Fragmentierung des Marktes weiter zugenommen hat.

Allerdings hat der Börsenrat der FWB ein klares Votum abgegeben, in seiner ersten Sitzung im Jahr 2010 über die Zukunft des skontroführerbasierten Präsenzhandels entscheiden zu wollen. Es kann davon ausgegangen werden, dass der Börsenrat die Geschäftsführung der FWB beauftragen wird, ein auf Xetra basierendes Spezialistenmodell zu entwickeln, welches spätestens ab dem Ende der jetzigen Verteilungsperiode am 31.03.2012 das Skontroführermodell ablösen soll. Die Diskussionen hierüber unter den Marktteilnehmern und Skontroführern beherrschten insbesondere das letzte Quartal des Jahres 2009.

Als Vorläufer dieses Prozesses hat die Deutsche Börse AG am 01.12.2009 das Marktsegment "Xetra Bonds" gestartet. Hier werden in einem Spezialistenmodell, analog zum Fondshandel an der FWB, rund 700 festverzinsliche Wertpapiere, vorrangig Corporate Bonds, gehandelt. Der Handel in diesem Segment wurde allerdings am 05.01.2010 auf Betreiben eines einzelnen Handelsteilnehmers, der bei der Ausschreibung nicht zum Zuge kam, aufgrund einer einstweiligen Verfügung eingestellt. Das diesbezügliche Gerichtsverfahren wird exemplarischen Charakter auch für andere Marktsegmente entwickeln.

Interessant im Gesamtkontext ist hier auch die Übernahme von 75 % plus 1 Anteil an der Tradegate Exchange GmbH durch die Deutsche Börse AG. Die Tradegate Exchange GmbH ist Betreiber der seit 2001 operierenden außerbörslichen Handelsplattform TRADEGATE, die zum Jahresbeginn 2010 den Status "Regulierter Markt im Sinne der MiFID" erhielt und zur Tradegate Exchange wurde. Außerdem beteiligte sich die Deutsche Börse AG mit 5 %, mit der Option auf 20 %, an der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank, einem der Market Maker an der Tradegate Exchange. Die Tradegate Exchange steht im direkten Wettbewerb zur FWB im hart umkämpften Retailsegment.

Marktposition der N.M. Fleischhacker AG

Mit Wirkung zum 01.01.2009 hat bei der N.M. Fleischhacker AG ein Eigentümerwechsel stattgefunden. Neuer und alleiniger Aktionär ist die Baader Bank AG, Unterschleissheim. Der bisherige Eigentümer N.M.F. AG hält keine Beteiligung mehr an der N.M. Fleischhacker AG.

Die Hauptversammlung der N.M. Fleischhacker AG hat am 27.02.2009 beschlossen, den Unternehmensgegenstand insoweit zu ändern, dass weder Finanzkommissionsgeschäft noch Emissionsgeschäft weiterhin Gegenstand der Satzung sind. Die entsprechenden Erlaubnisse wurden an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zurückgegeben.

Seit dem 21.04.2009 besteht mit Wirkung zum 01.01.2009 zwischen der Muttergesellschaft Baader Bank AG und der N.M. Fleischhacker AG ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Diesem hat die Hauptversammlung der Gesellschaft am 22.04.2009 zugestimmt. Die Zustimmung der Hauptversammlung der Muttergesellschaft erfolgte am 03.07.2009.

Im Zuge der Übernahme der N.M. Fleischhacker AG durch die Baader Bank AG fand eine Konzentration der Geschäftsaktivitäten auf die Kernexpertise Skontroführung statt. Der Bereich Eigenhandel verblieb bei der ehemaligen Muttergesellschaft N.M.F. AG.

Im Rahmen der Skontrenneuverteilung zum 28.09.2009 wurde die N.M. Fleischhacker AG wieder mit der Feststellung von Börsenpreisen in Aktien-Skontren des regulierten Marktes der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) betraut und betreut damit einen Anteil von rund 8 % in diesem Markt. Im Broker Ranking der FWB nimmt die Gesellschaft dadurch Platz 5 (MDAX) bzw. Platz 9 (DAX) bezogen auf die Umsätze aller Maklergesellschaften ein.

2. Ertragslage

Die unten stehende Übersicht beinhaltet die wichtigsten Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung für die Jahre 2009 und 2008 sowie ihre Veränderungen.

2009 2008 Veränderung
T€ T€ T€ %
Zinsergebnis -91 -136 45 -33,1
Laufende Erträge 25 198 -173 -87,4
Provisionsergebnis 2.026 3.686 -1.660 -45,0
Ergebnis aus Finanzgeschäften 254 2.288 -2.034 -88,9
Verwaltungsaufwand 5.732 8.621 -2.889 -33,5
Teilbetriebsergebnis -3.518 -2.585 -933 36,1
Saldo Sonstige Aufwendungen und Erträge (inkl. Risikovorsorge) 60 1.131 -1.071 -94,7
Betriebsergebnis -3.458 -1.454 -2.004 > 100,0
Steuerergebnis 0 -2 2 -100,0
Jahresfehlbetrag -3.458 -1.456 -2.002 > 100,0

Der Verlauf des Geschäftsjahres 2009 war geprägt von großer Nervosität, ausgelöst durch die voranschreitende Bankenkrise und ihre Auswirkungen auf die Kreditvergabe der Banken und somit auch auf die Realwirtschaft. Dieser Unsicherheit waren die sehr hohe Volatilität und die niedrigen Umsätzen geschuldet.

Dies wirkte sich auch auf die von der N.M. Fleischhacker AG geführten Skontren aus. So sind die Nettoprovisionserträge gegenüber dem Vorjahr um 45,1 % auf T€ 2.026 eingebrochen, der Nettoertrag aus Finanzgeschäften betrug noch T€ 254 (nach T€ 2.288 im Vorjahr).

Der Rückgang der Courtagen war insbesondere in den Bereichen Skontroführung Aktien und Fonds spürbar. Darüber hinaus war insbesondere die Skontroführung Fonds von erheblichen Einbrüchen der Erträge aus Eigengeschäften betroffen. Dieser Umstand und die Tatsache, dass die Muttergesellschaft Baader Bank AG ebenfalls Spezialist in diesem Marktsegment ist, führte dazu, dass die Gesellschaft ihre Spezialistentätigkeit in diesem Bereich eingestellt hat und ihre diesbezügliche technische und personelle Infrastruktur an die ICF Kursmakler AG veräußert hat.

Zur Nutzung der vorhandenen Synergien und der erheblich besseren Abwicklungskonditionen und Handelsanbindungen der Muttergesellschaft wurde die Betreuung der Skontren im Freiverkehr an der FWB zum 17.08.2009 an die Baader Bank AG übertragen. Hierfür erhält die Gesellschaft ein entsprechendes Entgelt.

Als einziger Bereich konnte die Skontroführung Renten im abgelaufenen Geschäftsjahr auch nach Kosten positiv zum Ergebnis der Gesellschaft beitragen. Sowohl Courtage, als auch Kursdifferenzen steigen gegenüber dem Vorjahr an.

Der Verwaltungsaufwand sank um 33,5 % im Vergleich zum Vorjahr auf T€ 5.732.

Vom Verwaltungsaufwand entfallen T€ 2.931 auf den Personalaufwand (Vorjahr T€ 4.450) und T€ 2.717 auf die anderen Verwaltungsaufwendungen (Vorjahr T€ 3.821). Die Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen betragen T€ 84 (Vorjahr T€ 350). Der Rückgang des Verwaltungsaufwands ist vor allem bedingt durch die Verschlankung der Unternehmensstruktur infolge der Aufgabe von Geschäftsbereichen und die Übernahme wesentlicher Verwaltungsfunktionen durch die Konzernmutter Baader Bank AG.

Beeinflusst von den Auswirkungen der Finanzmarktkrise hat sich das negative Jahresergebnis im Geschäftsjahr 2009 auf T€ -3.458 (Vorjahr: T€ -1.454) ausgeweitet. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft wird der Jahresfehlbetrag jedoch ausgeglichen und es verbleibt ein Bilanzverlust aus Vorjahren in Höhe von T€ 556.

3. Vermögenslage

Die unten stehende Übersicht zeigt die wesentlichen Positionen der Bilanz für das Geschäftsjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr.

2009 2008 Veränderung
T€ T€ T€ %
Barreserve 236 142 94 66,2
Forderungen an Kreditinstitute 5.988 19.429 -13.441 -69,2
Forderungen an Kunden 2 21 -19 -90,5
Wertpapiere 526 5.027 -4.501 -89,5
Sachanlagen und immaterielle Anlagewerte 0 200 -200 -100,0
Sonstige Aktiva 164 1.461 -1.297 -88,8
Summe Aktiva 6.916 26.280 -19.364 -73,7
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 12.824 -12.824 -100,0
Rückstellungen 761 325 436 > 100,0
Sonstige Passiva 337 7.313 -6.976 -95,4
Eigenkapital 5.818 5.818 0 0,0
Summe Passiva 6.916 26.280 -19.364 -73,7

Die bestehenden Wertpapierbestände werden weit überwiegend in liquiden börsengehandelten Titeln gehalten und zwar in im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduzierten Größenordnungen pro Position, so dass eine tägliche Glattstellung in aller Regel ohne nennenswerten Market-Impact verlaufen sollte.

Der starke Rückgang der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten steht im Zusammenhang mit der Aufgabe der Geschäftsbereiche Fondshandel und Eigenhandel Im Vorjahr resultiert der erhöhte Ausweis aus entsprechenden Lieferverpflichtungen.

Alle erkennbaren Risiken wurden unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bilanziell erfasst. Insbesondere wurden weder plan- noch außerplanmäßige Abschreibungen vermieden. Für das Geschäftsjahr 2009 ist mit keinen außerplanmäßigen Abschreibungen zu rechnen.

Die Vermögenslage ist geordnet.

4. Finanzlage

Erlöse und Aufwendungen werden auf Grund der Geschäftsstruktur relativ kurzfristig liquiditätswirksam. Kurs- und Umsatzrückgänge können die Ertragslage negativ beeinflussen. Dies kann mittelfristig Rückwirkung auf die Liquiditätslage haben.

Die Zahlungsfähigkeit war im Berichtszeitraum jederzeit gewährleistet. Die Liquiditätsplanung berücksichtigt alle erkennbaren Risiken und bekannten periodischen Schwankungen im Geschäftsverlauf. Nach dem derzeitigen Stand ist die Zahlungsfähigkeit für den betrachteten Zeitraum voll umfänglich gegeben.

5. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2009 eingetreten sind, sind uns nicht bekannt

6. Erklärung gemäß § 316 AktG

Gemäß § 316 AktG hat der Vorstand keinen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufzustellen, wenn zwischen der abhängigen Gesellschaft und dem herrschenden Unternehmen ein Gewinnabführungsvertrag besteht.

7. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiter

Zum Jahresbeginn waren bei der Gesellschaft 28 Mitarbeiter beschäftigt. Die Mitarbeiterzahl verminderte sich bis Jahresende auf insgesamt 1 Mitarbeiterin. Dies wurde durch ein weitgehendes Outsourcing aller nicht-operativen Bereiche auf die Muttergesellschaft Baader Bank AG und eine entsprechende Personalüberlassung von Händlern möglich.

Die letzten Traineeprogramme der Gesellschaft sind in 2009 ausgelaufen, die Mitarbeiter konnten leider nicht übernommen werden. Dies ging einher mit einer umfassenden Restrukturierung der Gesellschaft. Personal wurde in den Abteilungen Technik/IT, Buchhaltung, Sekretariat und Handel reduziert. Darüber hinaus wurde der Teilbereich Fondshandel an die ICF Kursmakler AG abgegeben. Dies schloss Personal und Technik mit ein.

Im Berichtsjahr wurde von den Mitarbeitern der N.M. Fleischhacker AG ein Betriebsrat gegründet, um die Interessen dieser zu vertreten. Dieser hat sich mit Weggang der letzten Mitarbeiter der Skontroführung Aktien selber wieder aufgelöst.

Umweltbericht

Die Dienstleistungen der N.M. Fleischhacker AG haben keinerlei nennenswerte umweltbelastende Eigenschaften. Unternehmensintern wird größter Wert auf einen ressourcenschonenden Umgang mit Produktions- (Kopierer, Drucker und andere Geräte der Büroausstattung) und Verbrauchsmitteln gelegt.

8. Zweigstellenbericht

Der Sitz der N.M. Fleischhacker AG befindet sich in Frankfurt/M. Daneben führt die Gesellschaft keine Zweigniederlassungen.

9. Risikobericht

1. Grundsätze für das Risikomanagement

Das Geschäftsmodell der N.M. Fleischhacker AG stützt sich im Wesentlichen auf die Risikonahme im Rahmen der Skontroführung zur Erzielung von Kursgewinnen. Insoweit besteht eine maßgebliche Abhängigkeit von der Kurs- und Umsatzentwicklung an den Kapitalmärkten und damit auch entsprechende Risiken, die es zu überwachen gilt. Die N.M. Fleischhacker AG ist 100%-ige Tochtergesellschaft der Baader Bank AG und hat u.a. das Risikocontrolling im Rahmen eines Outsourcingvertrages an diese ausgelagert. Nachfolgend werden die Tätigkeiten beschrieben, die die Baader Bank AG für Fleischhacker im Rahmen des Risikocontrollings erbringt.

2. Risikotragfähigkeit

In Anlehnung an die MaRisk verschafft sich der Vorstand der N.M. Fleischhacker AG regelmäßig einen Überblick über die Ausprägungen aller Risiken. Auf dieser Grundlage wird sichergestellt, dass alle wesentlichen Risiken durch die Risikodeckungsmasse laufend abgedeckt sind und damit die geforderte Risikotragfähigkeit gegeben ist. Die Risikotragfähigkeit fmdet damit insbesondere auch im Rahmen der Festlegung der Geschäfts- und Risikostrategie Berücksichtigung.

Mindestens einmal im Jahr wird vom Risikocontrolling der Konzernmutter die Risikotragfähigkeit der N.M. Fleischhacker AG für das kommende Geschäftsjahr ermittelt. Dabei wird die verfügbare Risikodeckungsmasse dem Risikokapitalbedarf gegenüber gestellt. Der Vorstand der N.M. Fleischhacker AG entscheidet dann in Abhängigkeit der Geschäfts- und Risikostrategie darüber, wie viel der Risikodeckungsmasse er zur Deckung von unerwarteten und Worst Case Verlusten bereitstellen will. Insgesamt darf das Risikopotenzial aus allen wesentlichen Risikoarten die vom Vorstand der N.M. Fleischhacker AG zur Verfügung gestellte Risikodeckungsmasse nie übersteigen.

Das Risikokapital, das zur Deckung unerwarteter Verluste bereitgestellt wird, wird dann auf die einzelnen Risikoarten verteilt und dient als Verlust verzehrendes Maximal-Limit für diese Risikoart. Unter den identifizierten Risikoarten werden bei der N.M. Fleischhacker AG die Folgenden als wesentlich betrachtet und mit Risikokapital unterlegt: Kreditrisiken, Marktpreisrisiken und operationelle Risiken. Darüber hinaus gelten Liquiditätsrisiken als wesentliche Risiken. Aufgrund der Problematik der Quantifizierbarkeit des Risikopotenzials dieser Risikoart, wird hierfür kein gesondertes Risikokapital bereitgestellt. Verluste aus dieser Risikoart werden durch die verfügbare Risikokapitalreserve ausreichend abgedeckt. Im Rahmen eines bereits laufenden Projektes in der Baader-Gruppe soll mit Hilfe einer neuen Software zukünftig die Quantifizierung des Liquiditätsrisikos möglich sein.

3. Geschäfts- und Risikostrategie

Zum Ende eines jeden Geschäftsjahres werden die Geschäftsstrategie und die dazu konsistente Risikostrategie für das kommende Geschäftsjahr vom Vorstand der N.M. Fleischhacker AG entwickelt und mit der Strategie der Baader-Gruppe abgestimmt. Dabei werden die in der Geschäftsstrategie niedergelegten Ziele und Planungen sowie die Risikotragfähigkeit berücksichtigt. Hierbei wird zusätzlich eine Analyse der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, des Marktumfeldes, der Personalkapazitäten und der technisch-organisatorischen Ausstattung zu Grunde gelegt. Das Risikocontrolling prüft auf Basis der verfügbaren Risikodeckungsmasse die vorliegende Risikostrategie. Im Rahmen eines Vorstandsbeschlusses der N.M. Fleischhacker AG wird dann die Geschäfts- und Risikostrategie, die Allokation des Risikokapitals auf die einzelnen Risikoarten und Geschäftsbereiche sowie die Limite für das folgende Geschäftsjahr verabschiedet und mit dem Aufsichtsrat abgestimmt.

4. Internes Kontrollsystem

Das gemäß der MaRisk vorgeschriebene Interne Kontrollsystem gliedert sich in die Aufbau- und Ablauforganisation und die Risikosteuerungs- und -controllingprozesse. Ein wesentlicher Bestandteil der Aufbau- und Ablauforganisation ist die Funktionstrennung. Hierbei wird sichergestellt, dass miteinander unvereinbare Tätigkeiten durch unterschiedliche Mitarbeiter durchgeführt werden. Ferner sind angemessene Risikosteuerungs- und -controllingprozesse einzurichten, die eine Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken gemäß den Anforderungen der MaRisk gewährleisten. Diese Aufgaben werden vom Risikocontrolling der Baader Bank AG im Rahmen des Outsourcingvertrages wahrgenommen

Im Folgenden werden die wesentlichen Risikoarten kurz dargestellt:

Adressenausfallrisiken

Bei den Adressenausfallrisiken ist lediglich das Kreditrisiko zu betrachten. Das Kreditgeschäft im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 2 KWG wird von der N.M. Fleischhacker AG nicht aktiv betrieben. Im Rahmen des Kreditgeschäftes werden nur Geldmarktanlagen bei Kreditinstituten mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten getätigt. Die Limitierung und Überwachung der jeweiligen Kreditnehmer erfolgt im Rahmen der konzernweiten Überwachung der Kreditnehmereinheiten für alle Adressenausfallrisiken im Baader-Konzern durch das Risikocontrolling der Konzernmutter. Hierbei wird ein Gesamtlimit pro Kreditnehmereinheit auf Basis einer Bonitätsprüfung ermittelt, die tägliche Auslastung dieser Limite überwacht und im Rahmen des Tagesberichts vom Risikocontrolling an die Konzernleitung gemeldet. Liegt eine Limitüberschreitung vor, so erfolgt deren Meldung anhand eines separaten Berichts unverzüglich an die für den betroffenen Marktbereich und für die Überwachung zuständigen Vorstände. Die Bonitätsprüfung wird anhand eines internen Ratingverfahrens durchgeführt. Für die Aufnahme der Geschäftstätigkeit mit einer neuen Kreditnehmereinheit bedarf es eines schriftlichen Antrages durch jeweiligen Marktbereich und der Einreichung der jeweiligen Bonitätsunterlagen an das Risikocontrolling Dieses erstellt dann auf Basis des Internen Ratings einen Kreditbeschluss einschließlich Limitvorschlags und legt diesen der Konzernleitung zur Beschlussfassung vor.

Marktpreisrisiken

Unter dem Marktpreisrisiko wird die Wertschwankung der betrachteten Position aufgrund sich ändernder Marktpreise, wie z.B. Aktienkursänderungen, Devisenkursänderungen, Zins- und Volatilitätsänderungen verstanden. Zum Jahresende bestanden im Handelsbuch folgende Risikopositionen in T€ Marktwert:

Marktwert zum 31.12.2009
Aktien 449,36
Renten 71,83
ETC 7,34

Die Marktpreisrisiken werden durch ein Value-at-Risk (VaR) Modell basierend auf Monte-Carlo-Simulationen gemessen (i.d.R. 1 Tag Haltedauer, 99 % Konfidenzniveau). Als eingehender Risikoparameter kommt eine Varianz-Kovarianz Matrix basierend auf eigenen Zeitreihen zur Anwendung, die exponentiell gewichtet Eingang findet. Zum Jahresende wurden die folgenden VaR-Werte in T€ berechnet:

VaR zum 31.12.2009
Aktien 6,04
Renten 0,79
ETC 0,31

Die Überwachung der Marktpreisrisiken erfolgt durch das Risikocontrolling der Konzernmutter. Hierbei wird die tägliche Auslastung dieser Limite überwacht und im Rahmen des Tagesberichts vom Risikocontrolling an den Vorstand der N.M. Fleischhacker AG und die Konzernleitung gemeldet. Liegt eine Limitüberschreitung vor, so erfolgt deren Meldung anhand eines separaten Berichts unverzüglich an den Vorstand.

Gem. MaRisk wird im Rahmen des Backtestings (clean Backtesting) anhand des Verhältnisses zwischen den VaR-Werten und Marktwertveränderungen der Position auf Grundlage tatsächlicher Kursänderungen die Güte des VaR-Modells permanent überprüft. Darüber hinaus erfolgt eine Überprüfung des Modells auf Basis des so genannten Dirty Backtestings. Dabei werden die tatsächlich aufgetretenen täglichen Erträge den Value-at-Risk Werten der Handelsbereiche gegenübergestellt. Derzeit werden auch Stresstests für Marktpreisrisiken quartalsweise durchgeführt. Für 2010 ist geplant alle aufsichtsrechtlich geforderten Stresstests auf Basis historischer und hypothetischer Szenarien für alle wesentlichen Risiken durchzuführen, diese regelmäßig zu überprüfen und deren Ergebnisse in das Risikotragfähigkeitskonzept einfließen zu lassen.

Die Gesamtkennziffer nach der Solvabilitätsverordnung (SolvV) muss immer über 8,0 % liegen und betrug zum Jahresultimo 22,41 %.

Operationelle Risiken

Operationelles Risiko ist die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder von externen Ereignissen eintreten. Hierzu gehören auch Rechtsrisiken. Ausgenommen sind strategische und Reputationsrisiken. Das Operationelle Risiko wird bei N.M. Fleischhacker AG als wesentliches Risiko eingestuft und im Rahmen des Outsourcings vom Risikocontrolling der Baader Bank AG überwacht.

Die Einschätzung des Risikopotenzials, d.h. die Identifizierung und Bewertung von operationellen Risiken wird anhand der von den Op Risk Managern auszufüllenden Fragebögen bzw. durch spezielle Self Assessments durch das Risikocontrolling vorgenommen Neben dem Ausfüllen der Fragebögen ist es die Aufgabe der Op Risk Manager, eingetretene Schäden aus operationellen Risiken zu melden. Hierfür steht eine Anwendung zur Verfügung, in der eingetretene Schäden ab einer Schadenshöhe von T€ 1 zu erfassen sind. Bedeutende Schadensfälle werden unverzüglich hinsichtlich ihrer Ursachen analysiert. Unter bedeutenden Schadensfällen werden Schäden größer als T€ 50 verstanden. Maßnahmen daraus werden ebenfalls quartalsweise im MaRisk Bericht gemeldet. Im Geschäftsjahr 2009 wurden von der N.M. Fleischhacker AG keine Schäden gemeldet.

Zum Jahresende besteht ein Rechtsrisiko aufgrund der eingereichten Klage auf Zahlung von Courtagen (85/15-Verteilung), die von der Klägerin Hordorff GmbH aus der im Jahre 1994 zwischen den damaligen Kurs- und Freimaklern geschlossenen Vereinbarung hergeleitet werden. Die strittige Summe beläuft sich auf T€ 466. Eine ausreichende Risikovorsorge ist im Jahresabschluss berücksichtigt.

Liquiditätsrisiken

Die Sicherstellung der Zahlungsverpflichtungen erfolgt im Rahmen der kurzfristigen Liquiditätsdisposition im Bereich Treasury der Baader Bank AG. Auch hier sind die damit verbundenen Tätigkeiten an die Baader Bank AG ausgelagert. Die enge Abstimmung des Wertpapierhandels mit Treasury sichert eine Koordination der täglichen Zahlungsströme aus diesen Bereichen. Besondere Liquiditätsbelastungen aus anderen Bereichen werden unverzüglich angezeigt. Des Weiteren wird täglich ein Liquiditätsstatus mit der aktuellen Liquiditätssituation erstellt. Der mittel- bis langfristige Liquiditätsüberschuss wird regelmäßig ermittelt, berichtet und dient zur Disposition der überschüssigen Liquidität sowie zum Treffen der entsprechenden Anlageentscheidung.

Die Risikostrategie für 2010 zielt auf eine weitere Verbesserung des Liquiditätsmanagements ab. Der Bereich Treasury der Baader Bank AG soll die Liquiditätssituation der Baader-Gruppe stabilisieren und die Liquiditätsdisposition mittel- bis langfristig weiter ausbauen. Die Erfüllung der neuen aufsichtsrechtlichen Anforderungen insbesondere die Quantifizierung des Liquiditätsrisikos und die Hinterlegung mit Risikokapital ist im Rahmen eines bereits laufenden Projektes für 2010 geplant. Des Weiteren konnte der Bereich personell verstärkt werden.

10. Prognosebericht

Das laufende Jahr 2010 ist nach wie vor durch die Fortsetzung der Wirtschaftskrise geprägt. Die Entwicklung der Realwirtschaft, sowie der Zahlungsfähigkeit einzelner Schuldner, aber auch ganzer Staaten, wird weiterhin die Börse bewegen. Im Allgemeinen kann an den Aktienmärkten in 2010 mit einer Seitwärtsbewegung gerechnet werden, die aber mit erheblicher Volatilität verbunden sein wird.

Aufgrund der Fokussierung auf die Kernkompetenz Skontroführung Aktien und Renten und der damit verbundenen stark verbesserten Kostensituation der Gesellschaft gegenüber den abgelaufenen Geschäftsjahren geht der Vorstand davon aus, in den kommenden Geschäftsjahren 2010 und 2011 positive Ergebnisse erzielen zu können.

 

Frankfurt am Main, 15.02.2010

N.M. Fleischhacker AG

Der Vorstand

Torsten Kuck

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat sich vom Vorstand regelmäßig über die Lage der N.M. Fleischhacker AG unterrichten lassen und die Arbeit des Vorstands überwacht und begleitet. Der Vorstand hat dabei den Aufsichtsrat sowohl schriftlich als auch mündlich zeitnah und umfassend über die Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der künftigen Geschäftsführung, über die wirtschaftliche Lage und strategische Weiterentwicklung, die Personalpolitik, die Risikolage und das Risikomanagement sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle unterrichtet und mit ihm hierüber beraten. In Entscheidungen wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat eingebunden.

Im Berichtsjahr haben sechs Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden. Schwerpunkte der Beratungen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildeten die technische und organisatorische Einbindung der N.M. Fleischhacker AG in den Baader Bank Konzern und ihre personelle Ausstattung, wichtige Geschäftsereignisse sowie die aktuellen Veränderungen im Marktumfeld. Der Aufsichtsrat wurde auch zwischen den Sitzungen über Vorhaben informiert, die von besonderer Bedeutung waren.

Die strategische Ausrichtung mit dem Ziel der Kostenreduktion und Effizienzsteigerung wurden vom Aufsichtsrat intensiv begleitet. Soweit auf Grund gesetzlicher, satzungsgemäßer Vorschriften oder nach der Geschäftsordnung erforderlich, erteilte der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung seine Zustimmung zu zustimmungspflichtigen Einzelvorgängen.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat sich darüber hinaus in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand über wichtige Entscheidungen und besondere Geschäftsvorfälle berichten lassen.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der N.M. Fleischhacker AG zum 31.12.2009 sind unter Einbeziehung der Buchführung durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer Clostermann & Jasper Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bremen, entsprechend den gesetzlichen Vorschriften geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Allen Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden rechtzeitig die Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichte des Abschlussprüfers übersandt. Der Aufsichtsrat hat in seiner heutigen Bilanzsitzung den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss und den Lagebericht der N.M. Fleischhacker AG unter Einbeziehung des Prüfungsberichts in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt. Der Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. An der Sitzung hat der Vorstand teilgenommen. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis des Jahresabschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung waren keine Einwendungen zu erheben.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss 2009 in seiner heutigen Sitzung gebilligt. Der Jahresabschluss 2009 ist damit festgestellt.

Herr Torsten Kuck wurde mit Wirkung vom 12. Januar 2009 vom Aufsichtsrat zum Mitglied des Vorstands bestellt. Mit Wirkung zum 27. Februar 2009 haben die Aufsichtsratsmitglieder Herr Prof. Norbert Harlander, Herr Peter Eulert und Herr Norbert Selbach ihr Aufsichtsratsmandat niedergelegt. In der Hauptversammlung vom 27. Februar 2009 wurden Frau Christine Schiedermaier, Herr Dieter Brichmann und Herr Dieter Silmen in den Aufsichtsrat gewählt.

Mit Wirkung zum 22. April 2009 haben Herr Michael Wilhelm und Herr Frank-Andreas Schmidt ihre Ämter als Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft niedergelegt. Alleiniger Vorstand der Gesellschaft ist somit Herr Torsten Kuck.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für die verantwortungsbewusste und erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

 

Unterschleissheim, den 25. Februar 2010

Der Aufsichtsrat

Dieter Brichmann, Vorsitzender

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der N.M. Fleischhacker AG, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen in der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Bremen, den 16. Februar 2010

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Jasper, Wirtschaftsprüfer

Clostermann, Wirtschaftsprüfer

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