Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 279381
Vorher
ArminLabs GmbH
Eingetragen
27.1.2015
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteVerwaltung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für Dritte
Gegenstand
Verwaltung von Beteiligungen an anderen Unternehmen, Verwaltung von eigenem Immobilienvermögen sowie Verwaltung von sonstigem eigenen Vermögen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter
Beta

3 von 4 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Armin Schwarzbach
82205 Gilching
80.00%
RMD Holding GmbH
Germany
10.00%
E*** S**********
5.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schwarzbach GmbH (vormals: ArminLabs GmbH)

Gilching (vormals: Augsburg)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen und gewerbliche Schutzrechte 0,00 2.241,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 150.531,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 61.599,00
0,00 212.130,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 25.000,00
0,00 239.371,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 0,00 15.000,00
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 0,00 831.900,00
0,00 846.900,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 327.283,92 5.059.122,34
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 169.246,74
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.193.037,70 138.173,24
1.520.321,62 5.366.542,32
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 109.884,16 210.556,11
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 6.120.436,31 933.179,70
7.750.642,09 7.357.178,13
C. RECHNUNGABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 13.847,27
7.750.642,09 7.610.396,40

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag -.- 420.541,47
III. Jahresüberschuss -.- 3.930.931,40
IV. Bilanzgewinn 6.958.352,82 -.-
6.983.352,82 4.376.472,87
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 185.121,00 1.613.873,84
2. Sonstige Rückstellungen 442.008,00 513.991,00
627.129,00 2.127.864,84
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 24.340,00 35.596,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.066,39 597.391,81
3. Sonstige Verbindlichkeiten 109.753,88 473.070,88
- davon aus Steuern: € 1.318,00 (31.12.2021: €342.567,68)
140.160,27 1.106.058,69
7.750.642,09 7.610.396,40

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
1. Umsatzerlöse 23.012.569,41 15.366.008,80
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen -15.000,00 15.000,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 22.099.781,83 240.911,35
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 2.790.787,49 3.540.935,87
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 12.279.832,11 1.522.904,28
15.070.619,60 5.063.840,15
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 851.962,05 1.285.129,41
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 110.226,54 195.173,54
- davon für Altersversorgung: € 4.686,00 (Vorjahr: € 10.272,00)
962.188,59 1.480.302,95
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 28.780,32 102.938,77
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.651.979,05 3.187.635,74
8. Erträge aus Beteiligungen 3.392.218,89 0,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.765,11 5.775,24
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 502,25 2.914,36
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.172.183,38 1.858.903,02
12. Ergebnis nach Steuern 18.607.082,05 3.931.160,40
13. Sonstige Steuern 203,00 229,00
14. Jahresüberschuss 18.606.879,05 3.930.931,40
15. Gewinnvortrag 3.351.473,77 -.-
16. Vorabausschüttung 15.000.000,00 -.-
17. Bilanzgewinn 6.958.352,82

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Angaben sowie Rechtliche Grundlagen und formale Darstellung

Die ArminLabs GmbH mit Sitz in Augsburg ist beim Registergericht Augsburg unter der Nummer HRB 28350 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Erleichterungen gemäß §§ 284 HGB ff. wurden in Anspruch genommen.

Der Geschäftsbetrieb wurde im Geschäftsjahr 2022 veräußert. Der Gesellschaftszweck ist nun Vermögensverwaltung.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Anlagenwerte wurden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen ausgewiesen.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungssätze entsprechen der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Bei der erworbenen Computerhardware und Software zur Dateneingabe wurde nach dem BMF-Schreiben vom 26.02.2021 eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 1 Jahr zugrunde gelegt.

Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Vorräte wurden mit ihren Anschaffungs- und Herstellungseinzelkosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips verlustfrei bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit Nennwerten bewertet. Zweifelhafte Forderungen wurden wertberichtigt.

Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Eine Wertberichtigung auf Grund von Wertminderungen erfolgt nicht.

Liquide Mittel und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert bewertet.

Die Rückstellungen decken die erkennbaren Verpflichtungen ab. Sie wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit den Erfüllungsbeträgen ermittelt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

III. Erläuterungen und Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie dessen Zusammensetzung ist aus dem Anlagenspiegel zu ersehen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen des Vorjahres enthielten ausschließlich Forderungen aus dem Verrechnungsverkehr.

3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital von 25.000,- € ist vollständig erbracht.

4. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen basieren auf dem Jahresergebnis.

Die sonstigen Rückstellungen decken die bestehenden Risiken und Verpflichtungen ab.

5. Verbindlichkeiten

Gesamt davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr davon Restlaufzeit bis zu 5 Jahren
EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 24.340,00 11.256,00 13.084,00
Vorjahr: 35.596,00 11.256,00 24.340,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.066,39 6.066,39 0,00
Vorjahr: 597.391,81 597.391,81 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 227.557,71 227.557,71 0,00
Vorjahr: 473.070,88 473.070,88 0,00
-davon gegenüber Gesellschafter 0,00 0,00 0,00
257.964,10 244.880,10 13.084,00
Vorjahr: 1.106.058,69 1.081.718,69 24.340,00

6. Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine weiteren Haftungsverhältnisse.

IV. Erläuterungen und Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstige betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Veräußerung des Geschäftsbetriebs von T€ 22.053.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen von T€ 2.652.

V. sonstige Angaben

Der Geschäftsbetrieb wurde im Geschäftsjahr 2022 veräußert. Der Gesellschaftszweck ist nun Vermögensverwaltung.

Im Geschäftsjahr 2022 waren durchschnittlich 17 Mitarbeiter tätig. Es handelt sich um Angestellte.

Im Geschäftsjahr 2022 wurde die Geschäftsführung wahrgenommen durch Herrn Dr. Armin Schwarzbach, Facharzt für Laboratoriumsmedizin, wohnhaft in Gilching.

Auf die Angabe der Geschäftsführung wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Gilching, den 18.12.2023

gez. Dr. Armin Schwarzbach

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen und gewerbliche Schutzrechte 87.858,38 46.303,03 134.161,41 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 307.556,55 0,00 307.556,55 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 258.279,31 11.212,01 269.491,32 0,00
565.835,86 11.212,01 577.047,87 0,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 25.000,00 0,00
678.694,24 57.515,04 736.209,28 0,00
Abschreibungen
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen und gewerbliche Schutzrechte 85.617,38 2.396,76 88.014,14 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 157.025,55 14.938,00 171.963,55 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 196.680,31 11.445,56 208.125,87 0,00
353.705,86 26.383,56 380.089,42 0,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
439.323,24 28.780,32 468.103,56 0,00
Buchwerte
Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen und gewerbliche Schutzrechte 0,00 2.241,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 150.531,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 61.599,00
0,00 212.130,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 25.000,00
0,00 239.371,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

der Schwarzbach GmbH (vormals ArminLabs GmbH), Vermögensverwaltung

Grundlagen des Unternehmens

Die Schwarzbach GmbH ist im Handelsregister unter Amtsgericht München HRB 279381 eingetragen und der Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung von Beteiligungen an anderen Unternehmen, Verwaltung von eigenem Immobilienvermögen sowie Verwaltung von sonstigem eigenen Vermögen. Sie unterhält an ihrem Firmensitz in Gilching Geschäftsräume zur Verwaltung.

Vor dem Asset-Deal Verkauf an die Sanecum Gruppe GmbH war die ehemalige ArminLabs GmbH im Handelsregister unter der HRB 29350 Amtsgericht Augsburg eingetragen und der Gegenstand des Unternehmens war der Betrieb eines medizinischen Laboratoriums zur Erforschung, Entwicklung, Durchführung, Bereitstellung, Bewertung, Verwertung und Vertrieb von Laborleistungen im humanmedizinischen Bereich, insbesondere der speziellen Labor-Diagnostik aus menschlichen Untersuchungsmaterialien.

Bis zum Verkauf am 30.06.2022 bestand der größte Teil des Umsatzes im Kerngeschäft aus der Analytik und Befundung von Humanproben. Diese wurden weltweit aus einer Vielzahl an Ländern per Medical Express Logistik geholt und dann am Geschäftsstandort in Augsburg analysiert. Die ArminLabs Preanalytics GmbH produzierte hierzu die benötigten Labor-Testkits im Rahmen von Intercompany-Umsätzen.

Aufgrund des Einbruchs des Labor-Kerngeschäftes beider Gesellschaften im Rahmen der COVID-19 Pandemie wurde ab März 2020 mit Hochdruck nach neuen Geschäftsfeldern gesucht. Dies gelang der ArminLabs GmbH sehr erfolgreich mit der schnellen Einführung der COVID-19-Antikörper-Tests und im Anschluss mit der Einführung der COVID-19 RT-PCR. Die RT-PCR-Tests waren zu Beginn für die Kunden kostenpflichtig, konnten dann jedoch größtenteils als Bestätigungstest nach einem positivem Bürgertest im Rahmen der Coronavirus- Testverordnung (TestV) mit den kassenärztlichen Vereinigungen abgerechnet werden. Die starke Umsatz- und Gewinnsteigerung in 2021 und 2022 ist auf diese Sonderumsätze im Rahmen der COVID-19 Pandemie zurückzuführen.

Das Unternehmen besteht seit 2015 und hat im abgelaufenen Geschäftsjahr nur noch den Geschäftsführer beschäftigt.

Darstellung des Geschäftsverlaufs und Rahmenbedingungen

Entwicklung der Gesamtwirtschaft in Deutschland in 2022

Trotz Inflation, Ukraine-Krieg und anhaltender Lieferprobleme ist die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr gewachsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 1,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach ersten Berechnungen mitteilte. Kalenderbereinigt habe das Wirtschaftswachstum 2,0 Prozent betragen. "Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen", sagte Ruth Brand, seit 1. Januar 2023 Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, bei einer Pressekonferenz. "Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten", so Brand weiter. Im Jahr 2021 war die deutsche Wirtschaft noch um 2,9 Prozent gewachsen.

Hohe Preise und Materialmangel bremsen Industrieproduktion und Bau

Nach Angaben der Statistikerinnen und Statistiker ist die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2022 insgesamt um 1,8 Prozent gegenüber 2021 gestiegen. Dabei sei die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich verlaufen: Einige Dienstleistungsbereiche hätten nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten profitiert. Besonders stark, um 6,3 Prozent, legten den Fachleuten zufolge die sogenannten "Sonstigen Dienstleister" zu. Zu diesen zählt auch die Kreativ- und Unterhaltungsbranche. Auch die Wirtschaftsbereiche Verkehr und Gastgewerbe hätten von der Aufhebung der Schutzmaßnahmen profitiert. Diese beiden Bereiche sorgten im zusammengefassten Wirtschaftsbereich "Handel, Verkehr und Gastgewerbe" für ein kräftiges Plus von 4,0 Prozent. Die Bruttowertschöpfung im Handel sei dagegen zurückgegangen, nachdem sie im Vorjahr noch gestiegen war. Der Bereich Information und Kommunikation habe ebenfalls einen deutlichen Zuwachs von 3,6 Prozent verzeichnet.

Im Baugewerbe hätten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung um 2,3 Prozent geführt. Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten haben den Fachleuten zufolge auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe gebremst. Diese habe im Vergleich zum Vorjahr kaum zugenommen (+0,2 Prozent). Das Verarbeitende Gewerbe habe dabei vor allem in der ersten Jahreshälfte 2022 wie schon im Jahr 2021 unter gestörten internationalen Lieferketten gelitten. Hinzu sei der massive Anstieg der Energiepreise infolge des Kriegs in der Ukraine gekommen.

Außenhandel nimmt zu

Auf der Nachfrageseite seien die privaten Konsumausgaben im Jahr 2022 die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft gewesen. Sie seien preisbereinigt um 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und hätten damit fast das Vorkrisenniveau von 2019 erreicht. Grund hierfür seien Nachholeffekte im Zuge der Aufhebung fast aller Corona-Schutzmaßnahmen im Frühjahr 2022 gewesen. Auch im Bereich Freizeit, Unterhaltung und Kultur hätten die privaten Haushalte wieder mehr aus als noch vor einem Jahr ausgegeben. Die Konsumausgaben des Staates erhöhten sich den Fachleuten zufolge im Jahr 2022 vergleichsweise moderat um 1,1 Prozent. Der Staat habe deutlich mehr Geld ausgegeben, um die zahlreichen Schutzsuchenden aus der Ukraine und anderen Staaten zu verpflegen und unterzubringen. Dagegen seien die staatlichen Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gesunken.

Die Bauinvestitionen nahmen laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2022 preisbereinigt um 1,6 Prozent ab. Dabei wirkten sich die fehlenden Baumaterialien und der Fachkräftemangel vor allem im Hochbau und bei Wohnbauten aus. Zunehmende Auftragsstornierungen gewerblicher und privater Bauvorhaben im Zuge andauernd hoher Baupreise sowie steigender Bauzinsen hätten den negativen Trend der Bauinvestitionen im Jahresverlauf 2022 verstärkt.

Der Außenhandel nahm laut den Angaben des Amts trotz starker Preisanstiege im Jahr 2022 zu: Deutschland habe preisbereinigt 3,2 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr exportiert. Die Importe hätten gleichzeitig sehr viel stärker zugelegt -um preisbereinigt 6,7 Prozent zu. Der Außenbeitrag insgesamt habe das BIP-Wachstum dadurch gedämpft.

Neue staatliche Belastungen infolge der Energiekrise

Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2022 nach vorläufigen Berechnungen der Statistikerinnen und Statistikern mit einem Finanzierungsdefizit von 101,6 Milliarden Euro. Das seien knapp 33 Milliarden Euro weniger als im Jahr 2021 gewesen. Die Entlastungen des Staatshaushalts seien dabei durch die auslaufenden Corona-Maßnahmen von neuen Belastungen durch die Energiekrise infolge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine überlagert worden. Erste Ergebnisse zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts im 4. Quartal 2022 wird das Statistische Bundesamt am 30. Januar 2023 veröffentlichen. Detaillierte Ergebnisse der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen folgen am 24. Februar 2023.

(Quelle: Statistische Bundesamt (Destatis) https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/themen/destatisdeutsche-wirtschaft-waechst-2022-um-1-9-prozent-903100)

Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr

Wie im Jahr 2021 war die erste Hälfte des Jahres 2022 durch eine starke Welle von COVID-19-Infektionen aufgrund der Omikron-Variante gekennzeichnet. Die weltweite Anzahl an COVID-19-Tests erreichte im ersten Quartal 2022 den höchsten Stand in der bisherigen Geschichte von der ArminLabs GmbH und der ArminLabs PreAnalytics GmbH. In den darauffolgenden Quartalen sind die Erstattungsbeträge durch die kassenärztlichen Vereinigungen, sowie das Volumen der (Bürger-)Schnelltests und der PCR-Tests nach und nach gesunken. Dieser Rückgang ist das Ergebnis einer veränderten Nachfrage nach COVID-19-Tests, die sich im Laufe des Jahres von Tests zu regulatorischen Zwecken hin zu Tests entwickelt hat, die hauptsächlich aus medizinischen Gründen durchgeführt werden. Der Rückgang der Nachfrage nach COVID-19-Tests hat zu einer Anpassung der Testkapazitäten geführt, da viele Teststellen, die während der akuten Phase der Pandemie geöffnet waren, geschlossen wurden. In Deutschland beispielsweise lag die Testkapazität der Labore Mitte Januar 2022 noch bei rund 2,36 Millionen Tests pro Woche, wobei in der letzten Woche des Jahres 2022 nur noch rund 284.000 PCR-Tests durchgeführt wurden. Analog haben sich auch die Volumina der Bürgertests entwickelt.

Der Sektor wurde auch durch makroökonomische Trends wie die Inflation beeinträchtigt. Eine Auswirkung waren unter anderem die höheren Energiekosten (Kraftstoff und Strom). Auch die Inflation der Lohnkosten ist in allen Ländern über das historische Niveau hinaus gestiegen, mit Ausnahme der Länder, in welchen bereits Jahresverträge für 2022 geschlossen wurden. In vielen Ländern sind die Preise reguliert, und auch die Regulierungsbehörden haben in einigen Ländern begonnen, die Preise anzupassen, um den Kostendruck zu berücksichtigen. Ausnahmen sind Frankreich und die Schweiz, wo die Preise sanken. In Deutschland blieben die Preise im Großen und Ganzen stabil.

Entwicklung der Schwarzbach GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr 2022 war weiterhin durch die Sonderumsätze der COVID-19-PCR-Tests geprägt. Zudem zog auch das Kerngeschäft der Analytik von Humanproben deutlich an. Im Dezember 2021 konnte sich zudem unser Labor als einer der volumenmäßig größten Anbieter für Pool-PCR-Analysen an den bayerischen Grundschulen für das bayrische StMGP etablieren. Dieses Projekt konnte in Zusammenarbeit mit der Procomcure Germany GmbH realisiert werden, lief jedoch mit dem Beginn der Osterferien im April aus.

Hieraus ergab sich ein enormer Umsatzsprung, bei jedoch gleichzeitig sinkender Rentabilität aufgrund gesunkener Erstattungsbeträge seitens der kassenärztlichen Vereinigungen, sowie der deutlich geringeren Deckungsbeiträge bei den Pool-PCR-Analysen vom StMGP.

Zum 30.06.2022 wurde die ArminLabs GmbH im Rahmen eines Asset-Deal-Verkaufs an die Sanecum Gruppe GmbH verkauft. Daraus ergaben sich Verkaufserträge i.H.v. 22,0 Mio.€ sowie eine Beendigung der Tätigkeit als Labor. Die nun umgezogene und umbenannte Schwarzbach GmbH befasste sich nun nur noch mit der Vermögensverwaltung.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Schwarzbach GmbH hat im Jahr 2022 generell gute Ergebnisse, auch aufgrund der Sonderumsätze aus dem COVID-19-Geschäft, erzielt. Der vom Verkauf bereinigte Vergleich mit den Vorjahresergebnissen wird jedoch durch den Rückgang der Rentabilität von COVID-19-Tests im Jahr 2022 beeinträchtigt, obwohl die COVID-19-Tests auf einem hohen Niveau und viel höher als erwartet blieben. Die Gesamteinnahmen bis zum 30.06.2022 belaufen sich auf 23,0 Mio. €, was einer Steigerung von rund 7,7 Mio. € gegenüber dem Gesamtjahr 2021 entspricht. Die Rentabilität liegt mit einem EBITDA von 5,1 % um 31,7 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr, was auf die geringere Erstattung je Test seitens der kassenärztlichen Vereinigungen sowie der deutlich geringen Deckungsbeiträge des Schulprojektes zurückzuführen ist. Das bereinigte EBITDA liegt bei 1,18 Mio. €, was einem Rückgang von 79,2 % entspricht. Der stark gesunkene Personalaufwand ist auf die Übernahme des gesamten Personals der ehemaligen ArminLabs GmbH durch die Sanecum am 01.07.2022 zurückzuführen. Auch wurden die Mieträume in Augsburg, sämtliche Leasing-Verträge, sowie ein Großteil der Versicherungen übernommen.

Finanzkennzahlen in € 2022 2021 Veränderung
Gesamtleistung 22.997.569,41 € 15.381.008,80 € 49,5%
Sonst. Betriebl. Erträge 47.075,33 € 8.698,29 € 441,20%
Erträge aus Verkauf 22.052.706,50 €
Summe Leistung ohne Verkaufserlös 23.044.644,74 € 15.389.707,09 € 49,7%
Materialaufwand 15.070.619,60 € 5.063.840,15 € 197,6%
Personalaufwand 962.188,59 € 1.480.302,95 € -35,0%
Sonst. Aufwendungen bereinigt 5.836.140,17 € 3.187.635,74 € 83,1%
Summe Kosten bereinigt 21.868.948,36 € 9.731.778,84 € 124,7%
Bereinigtes EBITDA (ohne Verkauf) 1.175.696,38 € 5.657.928,25 € -79,2%
Bereinigtes EBITDA in % vom Umsatz 5,10% 36,76% -31,66%
Jahresüberschuss 18.606.879,05 € 3.930.931,40 € 373,3%

Die Bilanzsumme erhöhte sich um T€ 139 (= 1,8 %) auf T€ 7.750. Durch den Verkauf des operativen Geschäfts haben sich die liquiden Mittel und die Eigenkapitalausstattung erhöht, die Eigenkapitalquote beläuft sich zum Bilanzstichtag auf über 90 %.

Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Zukünftige Entwicklung

Aufgrund des Verkaufs des Labores an die Sanecum Gruppe GmbH und dem nun reinen Fokus auf die Vermögensverwaltung werden in 2023 nur Gewinne aus dem Verkauf (Earn-Out) erwartet. Zudem ist mit geringen Zinserträgen zu rechnen.

Chancen

Durch den Kauf der ArminLabs GmbH und damit auch der ArminLabs PreAnalytics GmbH durch die Sanecum Gruppe GmbH werden noch weitere Earn-Out-Zahlungen, abhängig vom Geschäftserfolg des Labores, erwartet.

Risiken

Wir sind gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, hinzuweisen.

Zur Identifikation und Bewertung wesentlicher Risiken haben wir ein umfassendes Kontroll- und Risikomanagementsystem als Bestandteil der Unternehmensplanung implementiert. Dieses System wird zur Anpassung an neue Erkenntnisse fortlaufend weiterentwickelt.

Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Im Übrigen lässt sich der Einfluss der genannten Risiken auf unsere wirtschaftliche Lage nicht hinreichend quantifizieren. Bestandsgefährdende Risiken sind nach unseren Erkenntnissen aber nicht gegeben.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Schwarzbach GmbH (vormals: ArminLabs GmbH), Gilching

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Schwarzbach GmbH, Gilching - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, 18. Dezember 2023

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