Schulze Transportlogistik GmbHLiquidiert

33775 Versmold, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Gütersloh HRB 8472
Eingetragen
7.3.2010
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungGüterbeförderung in der Hochsee- und Küstenschifffahrt
Gegenstand
das Speditionsgeschäft ( §§ 407 ff. HGB ) im In- und Ausland, das Lagergeschäft ( §§ 416 ff. HGB ), das Frachtgeschäft ( §§ 425 ff. HGB ) und integrierte Logistikleistungen sowie alle damit verbundenen und artverwandten Tätigkeiten

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Garbais
seit 27.1.2016
Geschäftsführer
Theodor Krewerth
seit 28.5.2010
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Nagel-Group SE & Co. KG (vormals: Nagel Logistik-Holding GmbH & Co.KG)

Versmold

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017

1. Grundlagen des Konzerns

a) Geschäftsmodell

b) Personal und Umwelt

c) Forschung und Entwicklung

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Interne Leistungsindikatoren

2.2. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

a) Entwicklung der Gesamtwirtschaft

b) Entwicklung der Branche

2.3. Geschäftsverlauf

a) Ertrags- und Finanzlage

b) Vermögenslage

c) Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

3. Chancen- und Risikobericht

a) Gesamtwirtschaftliche und Branchen-Risiken

b) Betriebsrisiko

c) Personalrisiko

d) Finanzwirtschaftliche Risiken

e) IT-Risiken

f) Regulatorische Risiken

g) Sonstige Risiken

h) Gesamtaussage zur Risikosituation der Nagel-Group

i) Chancen

4. Prognosebericht

1. Grundlagen des Konzerns

a) Geschäftsmodell

Die in Versmold beheimatete Nagel-Group ist ein europaweit agierendes Familienunternehmen, welches trotz seiner Größe nah an den regionalen Lebensmittelmärktenagiert. Sie ist seit vielen Jahren in Europa einer der führenden Anbieter in der Lebensmittellogistik. An der Spitze der Nagel-Group steht die Nagel-Group SE & Co. KG als Konzernmutter, die die strategische und organisatorische Führung der rechtlich eigenständigen Gesellschaften der Nagel-Group ausübt. Die Gruppe ist mit ihrem Netzwerk in 16 europäischen Ländern an über 130 Standorten vertreten. Die umsatzstärkste operative Tochtergesellschaft innerhalb der Gruppe ist die Kraftverkehr Nagel SE & Co. KG (vormals Kraftverkehr Nagel GmbH & Co. KG), welche vor allem das Geschäft der temperaturgeführten Lebensmittellogistik in Deutschland verantwortet. Mit den Zielen, Entscheidungswege zu verkürzen, die Qualität unserer Dienstleistungen weiter zu steigern, und das Portfolio unserer Serviceleistungen gezielt auszudehnen, ist im Geschäftsjahr 2017 eine eigenständige deutsche Landesverantwortung mit eigener Geschäftsleitung geschaffen worden. Die Konzern-Geschäftsführung samt der zentralen Fachbereiche hat die operative Verantwortung für Deutschland abgegeben und konzentriert sich seit Jahresbeginn 2017 verstärkt auf strategische und ganz Europa betreffende Fragen / Aufgabenstellungen. Erfolgreich abgeschlossen worden ist im letzten Jahr auch die gesellschaftsrechtliche Integration des 2016 erworbenen Münchener Tiefkühlspezialisten MUK-TRANSTHERMOS in die Nagel-Group. Fortan kann die Nagel-Group die relevanten Kernmärkte Europas aus eigener Kraft und mit einer gesamteuropäischen Lösung in den Geschäftsfeldern Spedition und Kontraktlogistik einschließlich diverser Zusatzdienstleistungen (Added-Value Services) in allen Temperaturzonen der Lebensmittelwirtschaft bedienen.

Durch individuelle Logistikkonzepte für Industrie, Handel, den Zukunftsmarkt Away-from-Home und einem feinmaschigen Netzwerk, bietet die Nagel-Group ihren Kunden eine gute Bandbreite an maßgeschneiderten Komplettlösungen an. Sie unterscheidet ihre Aktivitäten in die Geschäftsbereiche LTL-Network, FTL-Power und Kontraktlogistik. Die Leistungen werden in derzeit fünf, für die Lebensmittelindustrie anforderungsspezifischen Temperaturbereichen erbracht.

Das LTL-Network (Stückgut und Teilladungen) steht für einen wirtschaftlichen und schnellen Lieferweg - unabhängig davon, ob die Sendungen aus einem einzelnen Karton oder mehreren Paletten bestehen. Die Unternehmensgruppe bringt jede Ware unabhängig von saisonalen Schwankungen mit Hilfe von GPS-gesteuerten Doppel-Stock- und Mehrkammer-Fahrzeugen sicher und pünktlich an das gewünschte Ziel.

Im Rahmen des Segments FTL-Power (Komplettladungen) sorgt die Nagel-Group für Zuverlässigkeit und Stabilität in der Durchführung ihrer Transporte. Gute Markt- und Produktkenntnisse, Flexibilität durch große Transportkapazitäten und eine transparente sowie gut funktionierende Vernetzung der Kompetenzzentren garantieren eine europaweit gleichbleibende Servicequalität. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Roh-, Flüssig- oder Fertigware von Vor- oder Endprodukten handelt.

Der Bereich Kontraktlogistik (Warehousing und Value Added Services) umfasst jegliche, auf Lebensmittel und Prozesse von Produzenten, Handel und Gastronomie abgestimmte Lagerlogistikkonzepte. Hier bietet die Nagel-Group von der Sortierung, Konfektionierung und Kommissionierung über das Verwiegen, Etikettieren, den Displaybau bis hin zum Schockfrosten eine Reihe von Lösungen entlang der Wertschöpfungskette ihrer Kunden an. Fachkundiges Personal und moderne Automatisierungsprozesse stehen dabei für Qualität in der Erbringung der geforderten Leistung und der Abwicklung der Gesamtprozesse.

Eine moderne Informationstechnologie sowie weitere Konzerndienstleistungen ergänzen die Logistikangebote der Nagel-Group und ermöglichen eine jederzeit effiziente Steuerung von Warenflüssen, eine geordnete Transportplanung sowie eine Echtzeit-Verfolgung der Trailer samt der geladenen Ware mittels moderner Track- and Trace-Konzepte.

Eine mittel- und langfristige Unternehmensentwicklung ist für die Nagel-Group von hoher Bedeutung und basiert gegenwärtig auf der in 2016/17 ausgearbeiteten Strategie 2025, mit deren Umsetzung bereits im vergangenen Jahr 2017 begonnen worden ist. Strategiearbeit ist für die Nagel-Group nichts Neues, sondern vielmehr ein ständiger Begleiter seit der Unternehmensgründung im Jahr 1935. Strategie wird innerhalb der Nagel-Group als klare Wegbeschreibung verstanden, die helfen soll, auch zukünftig - in einer sich laufend verändernden Umwelt - erfolgreich zu handeln und der Vision Connecting the world of food® unverändertgerecht zu werden.

Die Strategie 2025 besteht dabei aus einem Dreiklang von Gruppenstrategie, Länder- und Funktionalstrategien. Die Gruppenstrategie bildet hierbei das Dach der Strategiearbeit und formuliert das Gesamtzielbild. Gemäß diesem Zielbild agiert die Nagel-Group als innovativer Lebensmittellogistik-Experte, der mittels Automatisierung und Industrialisierung in puncto Qualität und Kosten dauerhaft Branchenmaßstäbe setzt. Mit der Umsetzung der Strategie 2025 geht zudem ein klarer Paradigmenwechsel einher, denn die bisher vorherrschende Produktsichtweise wird mehr und mehr von einer Betrachtung von Marktsegmenten abgelöst, bei der die Analyse der Wertschöpfungskette der Kunden mit Blick auf wirtschaftlich sinnvolle Beiträge eine bedeutende Rolle spielen wird.

Unter Einbindung der übergeordneten Gruppenstrategie sind Länderstrategien erarbeitet worden. Nur so können die verschiedenen Logistikmärkte in Europa inkl. ihrer unterschiedlichen Ausgangslagen berücksichtigt werden. Während Wachstum noch ein wesentlicher Bestandteil aller Länderstrategien ist, so unterscheiden sie sich doch zum Teil sehr in der konkreten Herangehensweise (organisches vs. anorganisches Wachstum) als auch in den Marktsegmenten, auf die einzelne Länder ihren Fokus legen wollen.

Als unterstützendes Element sind und werden Funktionalstrategien entwickelt. Diese konkretisieren die Gruppenstrategie und unterstützen die Länder in der Umsetzung ihrer landesspezifischen Bestandteile.

Der Strategieprozess ist umfassend definiert und strukturiert. Um insbesondere die Strategieumsetzung praktikabel, transparent und verständlich zu gestalten, werden ihre Bestandteile halbjährlich in Form überschaubarer Projekte und/oder Maßnahmenbündel festgelegt. Ein regelmäßiges Monitoring erfolgt im Rahmen des Fortschrittmanagements, das ein monatliches und standardisiertes Berichtswesen an die Gruppen-Geschäftsführung vorsieht. Am Ende des Geschäftsjahres 2017 hat das Projekt im gewünschten Zeitplan gelegen.

b) Personal und Umwelt

Das besondere und nachhaltige Engagement der Nagel-Group im Bereich der Ausbildung von Nachwuchskräften lässt sich auch für das Geschäftsjahr 2017 wieder an der hohen Übernahmequote, an diversen Auszeichnungen in- und ausländischer Niederlassungen als Ausbildungsbetrieb und an den Auszeichnungen für herausragende Leistungen, z.B. im Rahmen nationaler Wettbewerbe wie "Best Azubi", ablesen. Einen wesentlichen Schwerpunkt stellt die Ausbildung und Qualifizierung von Berufskraftfahren dar, die die Nagel-Group intensiv betreut und zielgerichtet begleitet, vom Moment der Einstellung bis zur Vorbereitung auf die Prüfung am Ende der Ausbildungszeit. Der Aufbau einer hauseigenen Fahrer-Akademie trägt den besonderen Herausforderungen des Arbeitsmarkts Rechnung und soll dem Berufsbild des Berufskraftfahrers einen neuen Stellenwert geben.

Da die Anforderungen an die Mitarbeiter hinsichtlich Geschäftsprozesse und IT-Systeme kontinuierlich zunehmen, unternimmt die Nagel-Group auch hier besondere Anstrengungen, um sie jederzeit angemessen ausbilden, fördern und laufend weiterqualifizieren zu können.

Die Nagel-Group entwickelt ihr Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebot ständig fort. So legt sie u.a. großen Wert auf die individuelle Förderung des Führungs- und Fachkräftenachwuchses im eigenen Hause. Dazu trägt der in 2017 erstmalig initiierte, gruppenweite Talent Management Prozess wesentlich bei. Er stellt eine der Grundvoraussetzungen für die sich im Sommer 2018 anschließende, noch zu institutionalisierende Nachfolgeplanung dar. Erstes angestrebtes Ziel ist es, die Mitarbeiter langfristig zu binden, klare Perspektiven im eigenen Haus aufzuzeigen und Vakanzen zeitnah, vorbereitet und damit auch zielführend aus den eigenen Reihen unter Verzicht auf externe Suchkosten besetzen zu können. Veränderungen erfährt auch die Nagel-Academy, indem Schulungskonzepte und -inhalte modernisiert respektive aktualisiert werden.

Die Kompetenzentwicklung und Qualifizierung der Mitarbeiter der Nagel-Group ist Grundlage für die Befähigung des Einzelnen, stets einen sinnhaften Beitrag im Gesamtkontext des Unternehmens leisten zu können. Neu an dieser Stelle ist, dass in der Zwischenzeit mit dem bundesweiten Aufbau von Schulungszentren begonnen worden ist, in denen die Mitarbeiter intensiv und fortlaufend auf die hauseigenen IT-Systeme geschult werden. Mitarbeiter kompetent, entscheidungsfähig und vernetzt sowie themenübergreifend agieren lassen zu können, ist das Hauptbestreben der gruppenweiten Personalentwicklung. Dabei stehen die Sicherstellung des Unternehmensziels, die Bewältigung der Herausforderungen des heutigen Arbeitsmarktes, die Befähigung zum Umgang mit moderner Technologie sowie die Betrachtung respektive die Behandlung des Mitarbeiters als Individuum und wichtigste Ressource des Unternehmens im Vordergrund. Die Nagel-Group rückt die Modernisierung, Digitalisierung, individuelle Entwicklung aller Mitarbeiter und das Talent Management in den Mittelpunkt ihrer konzernweit ausgerichteten Personalarbeit. Der Themenbereich wird zunehmend als Wettbewerbsfaktor, Differenzierungsmerkmal und ergebnisbeeinflussende Größe gesehen und nimmt daher an Stellenwert zu. Die zum Ausbau dieses Arbeitsgebiets benötigten Investitionsmittel sind von der Geschäftsleitung bereits genehmigt. Im Zuge der Erweiterung der Personalentwicklung wird auch der Austausch von Mitarbeitern zwischen den Konzerngesellschaften deutlich zunehmen (Best-Practice). Das Zusammenwachsen im Konzern kann man letztendlich auch daran erkennen, dass die englische Sprache immer häufiger zum Einsatz kommt und sich bereits oftmals zum Anforderungskriterium entwickelt hat.

Für das Handeln und den Erfolg eines Unternehmens ist nachhaltiges Wirtschaften im Spannungsfeld von Ökonomie und Ökologie von zentraler Bedeutung. Das Zentrum für nachhaltige Unternehmensführung (ZNU) hat den Standard "Nachhaltiger Wirtschaften" entwickelt, der Unternehmen dabei unterstützen soll, die Dimensionen der Nachhaltigkeit zu ordnen und die anfallenden Themen zu bündeln, sowohl auf lokaler als auch auf internationaler Ebene. Der Standard setzt Leitplanken und hilft den Unternehmen sich im komplexen Feld der Nachhaltigkeit zurechtzufinden.

Die Nagel-Group hat sich im Jahr 2017 an den Standorten in Versmold (CHQ, IBSC und DEHQ) und Borgholzhausen nach dem ZNU-Standard "Nachhaltiger Wirtschaften" zertifizieren lassen. Hierdurch unterstreicht die Nagel-Group ihr langjähriges Engagement in den Themen "Umwelt und CSR (Corporate Social Responsibility)". Es besteht zudem die Absicht, die Aktivitäten im Zeitablauf noch weiter auszudehnen.

Im Rahmen der Umsetzung der Anforderungen bzw. der Implementierung des Managementsystems "Nachhaltiger Wirtschaften" lag der Fokus auf den folgenden Themenfeldern:

Klima / Energie

Ressourcen

Biodiversität / Tierwohl

nachhaltige Wertschöpfung / Faire Bezahlung

Qualität / Verbraucherschutz

gesellschaftliche Einflussnahme / Antikorruption

Menschenrechte

Gesundheit

Demografie / Diversity

Durch die Interdisziplinarität der beteiligten Arbeitsgruppen (Workshops, Nachhaltigkeitsteam) und die aktive Beteiligung von Mitarbeitern (bottom-up) wird langfristig eine tiefgreifende Verankerung von "Nachhaltigkeit" in der Nagel-Group erreicht werden.

Die Arbeit und die damit verbundenen Kosten stellen eine Investition in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens dar, denn nachhaltiges Wirtschaften rechnet sich durch die Einsparung von Ressourcen (Energie/Wasser/Material). Zudem wird durch die regelmäßige und systematische Beschäftigung mit den unternehmensrelevanten Fragestellungen - welche Hot-Spots existieren, offen geführter Anspruchsgruppendialog und die Definition einer Wesentlichkeitsmatrix - die Innovationskraft des Unternehmens gestärkt.

Auch vor dem Hintergrund der steigenden, auch politisch motivierten Anforderungen (z.B. CSR-Berichtspflicht - Richtlinie 2014/95/EU) ist es vorgesehen, weitere Standorte der Nagel-Group in die Zertifizierung einzubeziehen.

c) Forschung und Entwicklung

Die Nagel-Group entwickelt Software für kundenspezifische Warehouseprojekte und zur Optimierung der eigenen Logistikprozesse. Weitere Ausführungen zu den im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 aktivierten, im Kundenauftrag oder auch für Eigenzwecke selbst entwickelten Softwarelösungen, können wie auch in den Vorjahren dem Konzernanhang entnommen werden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Interne Leistungsindikatoren

Die relevanten Kennzahlen, die zur Unternehmenssteuerung herangezogen werden, sind die Umsatzerlöse, der Rohertrag (Bruttowertschöpfung) sowie das EBITDA.

Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen sind sämtliche operativen Erlöse der Gesellschaft enthalten. Wesentlicher Bestandteil der Umsatzerlöse sind die Fracht- und Lagererlöse. Diese Steuerungsgröße reflektiert das bewältigte und abgerechnete Geschäftsvolumen und spielt auch im Rating der Kreditgeber immer noch eine bedeutende Rolle.

Rohertrag

Der absolute Rohertrag ist die Differenz zwischen den oben definierten Umsatzerlösen und den Materialaufwendungen. Diese beinhalten Aufwendungen für Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe, für bezogene Waren und für bezogene Leistungen. Der Rohertrag lässt zum einen Rückschlüsse auf die Profitabilität der operativen Tätigkeit des Unternehmens zu, begrenzt zum anderen die Höhe der Betriebskosten, der Ausgaben und der Investitionen, um Verluste zu vermeiden.

EBITDA

Das EBITDA bezeichnet das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Ertragsteuern. Rechnerisch ergibt sich diese Kennzahl aus der Addition des Konzernjahresüberschusses, der Steuern vom Einkommen und Ertrag, der Zinsen samt ähnlicher Aufwendungen und der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und der Sachanlagen sowie unter Abzug der sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge. Das EBITDA ist eine Messgröße für operativen Erfolg, die eine Verzerrung durch Steuern, das Finanzergebnis und Abschreibungen vermeidet.

2.2. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

a) Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Robustes Wachstum auf breiter Front

Deutschland steht aus Sicht des Münchener Ifo-Instituts in den nächsten Jahren vor fünf wesentlichen Herausforderungen, die zum einen die Digitalisierung und Automatisierung der Wirtschaft (Industrie 4.0, Big Data) sowie den demografischen Wandel, zum anderen die fortschreitende Globalisierung, den Klimawandel und nicht zuletzt die europäische Integration umfassen. Letzteres betrifft insbesondere die Vertiefung des Binnenmarktes, die Weiterentwicklung der europäischen Verteidigungs- und Sicherheitspolitik als auch der europäischen Währungsunion. Besonderen Reformbedarf gibt es darüber hinaus in Deutschland mit Blick auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit in den Kernbereichen Verkehr und Bildung.

Die deutsche Konjunktur läuft deutlich besser als nach dem Wahlausgang in den USA (mögliche Abschottungspolitik), der Brexit-Abstimmung im Vereinigten Königreich und den damit verbundenen Gefahren eines sich in vielen Ländern verstärkenden Populismus / Nationalismus zu erwarten war. Diese politischen Ereignisse hatten zunächst für eine zunehmende wirtschaftliche Verunsicherung und eine eher zurückhaltende Konjunkturbewertung gesorgt. Im Jahresverlauf 2017 haben sich einige Befürchtungen - vor allem eine Abschwächung der Weltwirtschaft infolge zunehmender Protektionismen - nicht bewahrheitet. Im Gegenteil, die Weltwirtschaft hat trotz fortbestehender vielfältiger politischer Risiken an Fahrt aufgenommen. So haben z.B. die 100 größten deutschen Unternehmen an der Börse laut einer Studie von Ernst & Young in 2017 einen Rekord bei Umsatz und Gewinn erzielt.

Damit hat auch die konjunkturelle Dynamik in Deutschland wieder an Breite gewonnen. Die anziehende Weltkonjunktur belebt die Exporte. Neben dem kräftigen Konsumwachstum treiben auch die Anlageinvestitionen die Konjunktur an. Die Geldpolitik der EZB trägt ihren Teil dazu bei. Die Beschäftigung steigt von Rekord zu Rekord, bis Ende 2019 wird mit einem Rückgang der Arbeitslosenquote auf 5 % gerechnet. Die Zahl der Beschäftigten in Deutschland liegt Ende 2017 mit 44,3 Mio. Personen so hoch wie noch niemals zuvor, so dass sich mittlerweile ein klarer und ggf. wachstumshemmender Fachkräftemangel abzeichnet.

Dieses Konjunkturbild hat auch weiterhin Bestand und die gesamtwirtschaftliche Leistung, das reale Bruttoinlandsprodukt, wird in Deutschland nach rund 2 % in 2017 auch im Jahr 2018 um rund 2 % ansteigen. Entsprechend positiv entwickeln sich auch die Überschüsse in den Haushalten von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialkassen.

Deutschland befindet sich 2018 im sechsten Aufschwungsjahr. Die Wachstumsraten in den letzten Jahren liegen alle bei rund 2 %. Ein Ende des aktuellen Konjunkturzyklus wird im Prognosezeitraum nicht erwartet. Diese Robustheit verstärkt vielmehr die Diskussion darüber, ob die deutsche Wirtschaft Gefahr läuft, zu überhitzen. Hinzu kommt, dass die erwartete demografische Wende das Wachstumspotential in den nächsten Jahren deutlich sinken lassen wird. Auch das Institut der deutschen Wirtschaft sieht, dass sich die deutsche Volkswirtschaft in einer Situation hoch beanspruchter Produktionskapazitäten befindet. Gut ein Drittel der vom IW befragten Unternehmen spricht von einer Überauslastung. Die Folgewirkungen einer Überhitzung - etwa eine ausgeprägte Fehlallokation von Produktionsfaktoren, Spekulationsblasen auf bestimmten Märkten (z. B. Immobilien) oder Preis- und Lohnspiralen - sind derzeit jedoch nicht erkennbar.

Kräftiger Schub beim Außenhandel

Die großen Industrieländer kamen 2017 mehr und mehr in Schwung. Die Wachstumsraten und vor allem die Investitionstätigkeit bleiben im Vergleich zu früheren Aufschwungsphasen aber moderat. Auch der gesamte Welthandel erholte sich nach der Schwächephase im Jahr 2016 wieder - stark angetrieben von der wirtschaftlichen Dynamik in den südostasiatischen Ländern.

Die chinesische Wirtschaft, die für die globale Entwicklung mittlerweile eine tragende Rolle einnimmt, hat in den letzten Monaten etwas an Dynamik eingebüßt. Die staatlichen Investitionsprogramme, die für den kräftigen Schub im Jahr 2017 maßgeblich waren, laufen mehr und mehr aus. Der private Konsum treibt zwar auch zunehmend die Konjunktur an, allerdings muss dabei die ansteigende Inlandsverschuldung der Chinesen im Blick behalten werden. Ein risikofreier Selbstläufer ist die chinesische Konjunktur jedenfalls nicht.

In den USA hat sich das Konjunkturbild in den letzten Monaten wieder leicht verbessert. Vor allem im Industriebereich war zuletzt ein spürbarer Auftrieb zu sehen. Allerdings zeigten sich bislang keine weiteren Erfolge am Arbeitsmarkt. Konsum, Exporte und Investitionen legen auch nur moderat zu. Möglicherweise setzen die Steuerpläne positive Impulse. Große Sprünge sind aber nicht zu erwarten. Das US-Wachstum dürfte sich 2018 auf 2,4 % belaufen.

Freundlich sind und bleiben die Wirtschaftsaussichten für den Euroraum. Der anstehende Brexit hat die wirtschaftliche Dynamik nicht beschädigt. Die Lage am Arbeitsmarkt bessert sich in vielen Ländern, Konsum und Investitionen kommen im Euroraum langsam in Schwung. Die osteuropäischen Länder profitieren von einer starken Binnennachfrage und der zunehmenden Stabilität im Euroraum.

Alles in allem bleiben die Weltkonjunktur und insbesondere die Exportregionen der deutschen Wirtschaft im Jahr 2018 im Tritt. Das belegen unter anderem die wichtigen Frühindikatoren wie z.B. die Einkaufsmanagerindizes. Viel mehr Tempo als in 2017 ist aber nicht zu erwarten. Dabei kommt auch die globale Investitionstätigkeit wieder stärker in Gang als zunächst vor dem Hintergrund der latent weniger handelsoffenen Grundeinstellungen vorhergesehen wurde. All das setzt aber voraus, dass es zu keinen ernsthaften politischen Krisen und somit zu merklichen ökonomischen Verunsicherungen kommt. Vor diesem Hintergrund werden die preisbereinigten Exporte der deutschen Wirtschaft im Jahr 2018 um knapp 4 % expandieren. Das ist rund 1 % mehr als im Frühjahr 2017 erwartet. Die realen Importe werden um rund 4,75 % zulegen. Gegenüber dem Frühjahr 2017 wurde die Importprognose um 0,75 Prozentpunkte nach oben korrigiert.

Ausrüstungsinvestitionen ziehen an

Nach der schwachen Entwicklung in den Vorjahren, kam es im Jahresverlauf 2017 bei den Ausrüstungsinvestitionen in Deutschland zu einer kräftigen Beschleunigung. Im Jahr 2018 wird dies anhalten. Dabei wird Folgendes unterstellt: Die Weltkonjunktur bleibt auf Expansionskurs und es kommt zu keinen weltpolitischen Anspannungen und handelspolitischen Beeinträchtigungen, die das Investitionsklima verschlechtern. Auch die hohe Kapazitätsauslastung forciert die Notwendigkeit für Investitionen. Die Finanzierungsbedingungen für die Unternehmensinvestitionen werden weiterhin sehr günstig bleiben. Und es wird schließlich auch unterstellt, dass es unter der neuen Regierung zu keiner Beeinträchtigung der investiven Rahmenbedingungen in Deutschland kommen wird. Dies betrifft in erster Linie Regulierungen, Bürokratie und Energiekosten. Hier hat Deutschland klare Defizite.

Bauinvestitionen am Limit

Im Wohnungsbau bleibt die Dynamik weiterhin hoch. Vor allem in den Ballungszentren besteht ein anhaltend hoher Baubedarf. Angesichts der stark beanspruchten Kapazitäten im Baugewerbe und bei den baunahen Handwerksbereichen wirken die Impulse dauerhaft, aber durch den Fachkräftemangel gedeckelt. Die damit einhergehenden Baukostensteigerungen dämpfen die Baunachfrage. Die Zinsentwicklung wird die hohe Wohnungsbaudynamik in Deutschland auf absehbare Zeit unterstützen. Beim Gewerbebau ist infolge des insgesamt freundlicheren Investitionsklimas ebenfalls eine moderate Erholung zu erwarten. Der öffentliche Bau legt vor allem im Infrastrukturbereich zu. Aber auch hier bremsen Kapazitätsbeschränkungen - vor allem fehlende Fachkräfte auf allen Ebenen - sowie institutionelle Mängel bei der Bauumsetzung.

Beschäftigung bleibt auf Rekordkurs

Gemäß der IW-Konjunkturumfrage vom Herbst 2017 beabsichtigen 41 % der deutschen Unternehmen im kommenden Jahr ihr Personal aufzustocken. Nur 10 % planen mit weniger Mitarbeitern. Besonders gut sind die Beschäftigungsperspektiven im Dienstleistungssektor. Aber auch im Industrie- und Baubereich dominieren die einstellenden Unternehmen deutlich das Bild. Dies untermauert die Prognose einer weiterhin ansteigenden Beschäftigung - sofern diese hohe Arbeitsnachfrage der Unternehmen auf ein adäquates Angebot an Fachkräften trifft. Für das Jahr 2018 wird ein Anstieg der Anzahl der Erwerbstätigen auf knapp 44,9 Millionen Menschen in Deutschland erwartet. Das sind 5,5 Millionen Arbeitsplätze mehr als im Jahr 2005. Die Arbeitslosigkeit geht im Jahresdurchschnitt 2018 auf unter 2,5 Millionen zurück. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,5 %. Zum Vergleich: Im Jahr 2005 belief sich die Arbeitslosigkeit auf knapp 4,9 Millionen Menschen und die Quote betrug 13 %.

Anhaltend hohe Konsumimpulse

Die realen Konsumausgaben der privaten Haushalte werden im Jahr 2018 um gut 1,5 % ansteigen. Folgendes bestimmt diese Konsumprognose: Die Arbeitsmarkt- und Einkommensentwicklung bleibt weiterhin günstig. Die positiven Beschäftigungsimpulse lassen allerdings im Prognosezeitraum leicht nach. Das Zinsniveau wird im gesamten Prognosezeitraum günstig bleiben und weiterhin positive Konsumimpulse liefern. Die Preisentwicklung wird das Konsumwachstum jedoch leicht dämpfen. Das liegt bislang an den deutlich angestiegenen Energiekosten. Für das Jahr 2018 wird eine Inflationsrate von gut 1,5 % prognostiziert. Da für 2018 keine zusätzlichen Energiepreiseffekte erwartet werden, spiegelt die allgemeine Inflationsrate den leichten Anstieg der Kerninflation wider, was auf konjunkturelle Anspannungen hinweist. Eine steigende Inflation droht zumindest auf längere Sicht, da das langfristige Wachstumspotential vor allem in den Industrieländern auf niedrigem Niveau stagniert, d.h. das Trendwachstum liegt bedingt durch demografische Faktoren, mangelnde Strukturreformen und ein niedriges Produktivitätswachstum unter dem aktuellen Wirtschaftswachstum.

b) Entwicklung der Branche

Die Nagel-Group bewegt sich als reiner Lebensmittellogistiker in dem Subsegment Lebensmittel als Teilsegment der Konsumgüterdistribution und -kontraktlogistik.

Charakteristik der Konsumgüterindustrie

Die Konsumgüterkontraktlogistik ist stark distributionsorientiert und umfasst die Durchführung von Logistikdienstleistungen für alle Verbrauchsgüter des täglichen Bedarfs. Hierbei kann unterschieden werden zwischen "Single-User"-Logistiksystemen für einzelne Auftraggeber ("echte" Kontraktlogistik), "Multi-User"-Systemen und -Netzwerken (bspw. Distributionsnetzwerk der Nagel-Group). Neben Lebensmitteln und Getränken (Food) zählen auch Artikel aus dem Non-Food Bereich wie z. B. Reinigungsmittel, Pharmazeutika, Baumarktprodukte, Bekleidungsartikel, Unterhaltungselektronik zu den Gütern im Bereich der Konsumgüterindustrie. In Summe handelt es sich überwiegend um Produkte des Einzelhandels.

Transportaufkommen

In dem Subsegment Lebensmittel agieren die Lebensmittelhersteller und der Lebensmittelhandel. Das Marktvolumen von ca. 18 Mrd. € entfällt mit ca. 60 % auf stapelfähige Trockensegmente inkl. der Getränkeprodukte und mit ca. 40 % auf Tiefkühlartikel und frische Lebensmittel. Diesem Marktumfeld sind die Kunden der Nagel-Group zuzuordnen.

In dem Markt der Konsumgüterindustrie (Subsegment Food) agieren vor allem die Lebensmittellogistiker. Das gesamte Logistikvolumen wird hierbei auf ca. 30 Mrd. € taxiert. Die Branche der Konsumgüterindustrie beschäftigt über 560.000 Menschen und zählt zu den bedeutendsten Wirtschaftszweigen Deutschlands.

Das Transportaufkommen ist nach Angaben des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG) in 2017 voraussichtlich auf einen neuen Höchststand gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr wurde ein Plus von knapp 2 % auf 4,62 Milliarden Tonnen festgestellt. Davon entfallen auf den Straßengüterverkehr 3,64 Milliarden Tonnen, was einem Zuwachs von 2,3 % entspricht. Der Verband Deutscher Kühlhäuser & Kühllogistikunternehmen e.V. berichtet zudem, dass in 2017 bei den Kühlhäusern in Deutschland ein verhaltener Rückgang der durchschnittlichen Gesamtauslastung (75,1 %) zu verzeichnen war. In den letzten drei Jahren lag die Auslastung mit durchschnittlich 75,8 % kontinuierlich auf einem guten Niveau.

Insgesamt haben sich lt. SCI/Logistikbarometer die Erwartungen der meisten Transport- und Logistikunternehmen an das Geschäftsjahr 2017 erfüllt, sodass die Bewertung aufgrund des guten Geschäftsverlaufs mehrheitlich positiv ausfällt und auch optimistisch in das Jahr 2018 geblickt wird.

Das Transportaufkommen ist nach Angaben des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG) in 2017 voraussichtlich auf einen neuen Höchststand gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr wurde ein Plus von knapp 2 % auf 4,62 Milliarden Tonnen festgestellt. Davon entfallen auf den Straßengüterverkehr 3,64 Milliarden Tonnen, was einem Zuwachs von 2,3 % entspricht. Der Verband Deutscher Kühlhäuser & Kühllogistikunternehmen e.V. berichtet zudem, dass in 2017 bei den Kühlhäusern in Deutschland ein verhaltener Rückgang der durchschnittlichen Gesamtauslastung (75,1 %) zu verzeichnen war. In den letzten drei Jahren lag die Auslastung mit durchschnittlich 75,8 % kontinuierlich auf einem guten Niveau.

Insgesamt haben sich lt. SCI/Logistikbarometer die Erwartungen der meisten Transport- und Logistikunternehmen an das Geschäftsjahr 2017 erfüllt, sodass die Bewertung aufgrund des guten Geschäftsverlaufs mehrheitlich positiv ausfällt und auch optimistisch in das Jahr 2018 geblickt wird.

2.3. Geschäftsverlauf

a) Ertrags- und Finanzlage

Ertragslage 2017 2016 Abweichung
Mio. € % Mio. € % Mio. € %
Umsatzerlöse 1.595,7 100,0 1.566,7 100,0 29,0 1,9
Materialaufwand -914,8 -57,3 -905,7 -57,8 -9,1 1,0
Rohertrag 681,0 42,7 661,0 42,2 20,0 3,0
Personalaufwand -421,4 -26,4 -392,9 -25,1 -28,5 7,2
Abschreibungen -41,2 -2,6 -44,7 -2,8 3,5 -7,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen -237,3 -14,9 -231,4 -14,8 -5,9 2,6
Sonstige Steuern -2,6 -0,2 -2,3 -0,1 -0,2 9,1
Operative sonstige Erträge 19,2 1,2 14,7 0,9 4,5 30,9
Betriebsaufwand -683,2 -42,8 -656,6 -41,9 -26,6 4,0
Betriebsergebnis -2,2 -0,1 4,4 0,3 -6,6 -150,9
Finanzergebnis -6,1 -0,4 -5,7 -0,4 -0,4 6,8
Beteiligungsergebnis 3,8 0,2 7,4 0,5 -3,7 -49,3
Neutrales Ergebnis 20,0 1,3 9,7 0,6 10,4 107,3
Ergebnis vor Ertragsteuern 15,5 1,0 15,8 1,0 -0,3 -1,9
Ertragsteuern -2,4 -0,2 -5,5 -0,3 3,0 -55,6
Konzernergebnis 13,0 0,8 10,3 0,7 2,7 26,5

Da die Erstkonsolidierung der Nagel TK-Gruppe zum 31. Dezember 2017 erfolgte, sind die Ergebnisse der erstkonsolidierten Gesellschaften in der dargestellten Ertragslage nicht enthalten.

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 % auf 1.595,7 Mio. € gestiegen. Damit konnte der in der Vorjahresprognose erwartete leichte Anstieg der Umsatzerlöse ebenso realisiert werden wie die Verbesserung der Rohertragsmarge um 0,5 %-Punkte auf nun 42,7 %. Der Anstieg des Konzernergebnisses um 2,7 Mio. € auf 13,0 Mio. € fällt etwas geringer aus als im Vorjahresbericht (ca. 15 Mio. €) prognostiziert. Das EBITDA liegt mit 64,8 Mio. € leicht unter Vorjahr.

Ursachen für den Anstieg der Umsatzerlöse sind neben höheren Treibstofferlösen insbesondere erfolgreiche Preisanpassungen bei Kundenverträgen, was infolge einer verbesserten Materialaufwandsquote auch zu einer steigenden Rohertragsmarge geführt hat.

Die Umsatzerlöse der Nagel-Group verteilen sich mit 63 % auf das Inland, zugleich Kern der Gruppe, und mit 37 % auf das europäische Ausland.

Der Anstieg der Betriebsaufwendungen und der damit verbundene Rückgang des Betriebsergebnisses wurde insbesondere durch höhere Personalkosten hervorgerufen. Ursachen hierfür sind unter anderem die Entwicklungen auf den nationalen und internationalen Arbeitsmärkten mit einem zunehmenden Mangel an gewerblichen und kaufmännischen Arbeitskräften und die mit den gestiegenen Kunden-/Qualitätsanforderungen verbundenen Mehraufwendungen im Personalbereich. Die durchschnittliche Ausbildungsquote der Nagel-Group beträgt rd. 5,2 %.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Miet- und Leasingaufwendungen und geht einher mit den rückläufigen Abschreibungen, da die Umstellung auf alternative Finanzierungslösungen im Vergleich zum Kauf fortgesetzt wird (Asset Light-Ansatz).

Der Rückgang des Beteiligungsergebnisses erklärt sich vor allem durch einen positiven Einmaleffekt im Vorjahr in Höhe von ca. 2,7 Mio. € im Zusammenhang mit Immobilientransaktionen. Zudem reduzierten sich die unter den Ausleihungen ausgewiesenen Darlehen an konzernfremde Gesellschaften und daraus resultierende Erträge.

Das neutrale Ergebnis beinhaltet insbesondere Sondereffekte aus der Veräußerung von Fahrzeugen und Logistikimmobilien im Rahmen der Weiterführung des Asset-Light-Ansatzes.

Die relevanten Ergebniskennzahlen stellen sich wie folgt dar:

Ergebniskennzahlen 2017 2016 Veränderung
T€ T€ T€ %
EBT 17.482 15.760 1.722 10,9%
Jahresergebnis + Ertragsteuern        
EBIT 23.583 21.474 2. 109 9,8%
EBT + Zinsaufwand - Zinsertrag        
EBITDA 64.752 66.133 -1.381 -2,1%

Das Eigenkapital im Verhältnis zum EBT verzinste sich im Geschäftsjahr 2017 mit 8,5 % (Vorjahr: 8,0 %).

Die Finanz- und Liquiditätslage wird anhand der folgenden verkürzten Kapitalflussrechnung dargestellt:

2017
T€
2016
T€
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 39.761 58.291
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 21.672 -20.131
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -25.820 -43.458
Cashflow 35.613 -5.298

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit fällt trotz des gestiegenen Konzernergebnisses um T€ 18.530 geringer aus, da im Ergebnis Erträge aus der Veräußerung von Anlagevermögen enthalten sind, die nicht der operativen/laufenden Geschäftstätigkeit zugerechnet werden. Aus den Veränderungen des Working Capital ergeben sich Mittelzuflüsse in Höhe von T€ 7.442 (Vorjahr: T€ -342).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist maßgeblich beeinflusst durch Einzahlungen aus Anlagenabgängen (T€ 56.093), aus der Veräußerung von Fuhrpark und aus einer neu errichteten Logistikimmobilie, die zum Vorjahresstichtag unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen wurde, da sie zur kurzfristigen Veräußerung bestimmt war (T€ 15.472). Die Investitionen in das Sachanlagevermögen und in immaterielle Vermögensgegenstände betrugen im Geschäftsjahr 2017 T€ 38.386 und bewegten sich damit in etwa auf Vorjahresniveau (T€ 39.536). In Summe ergab sich somit ein positiver Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von T€ 21.672.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist geprägt von der Refinanzierung der Nagel-Group in 2017. Die Einzahlungen in Höhe von 200 Mio. € resultieren aus der Aufnahme eines Schuldscheindarlehens bestehend aus unterschiedlichen Tranchen mit Laufzeiten von 5 bis 10 Jahren. Zu diesem Zeitpunkt bestehende Darlehen der Nagel-Group (Konsortialkredit) wurden abgelöst, die in 2014 bzw. 2016 eingegangenen Konsortialfinanzierungsverträge wurden unter Einhaltung vertraglicher Bestimmungen vorfälligkeitsfrei beendet. Weitere Mittelab- bzw. -zuflüsse resultieren aus Veränderungen der Gesellschafterkonten (T€ -4.460), aus Zinszahlungen in Höhe von T€ -7.477 sowie aus Forderungsverkäufen (T€ +1.171). Im Saldo verblieb letztendlich ein negativer Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von T€ 25.820.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 39.761 und die Nettozuflüsse aus der Investitionstätigkeit (T€ 21.672) übersteigen den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit um T€ 35.613, sodass sich der Finanzmittelfond unter Einbeziehung der Liquiden Mittel aus der erstkonsolidierten Nagel TK-Gruppe (6,9 Mio. €) und unter Berücksichtigung von wechselkursbedingten Veränderungen (0,2 Mio. €) in 2017 von 55,4 auf 97,7 Mio. € erhöht hat.

b) Vermögenslage

Zum Einblick in die Vermögenslage ist die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017 nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten aufbereitet worden.

Vermögens- und Kapitalstruktur 31.12.2017 31.12.2016
Vermögensstruktur Mio. € % Mio. € %
Langfristig gebundenes Vermögen 420,7 52,5 390,7 54,4
Kurzfristig gebundenes Vermögen 380,1 47,5 327,3 45,6
  800,8 100,0 718,0 100,0
Kapitalstruktur        
Eigenkapital 205,5 25,7 196,1 27,3
Fremdkapital        
Langfristig 72,1 9,0 9,4 1,3
Mittelfristig 159,1 19,9 180,7 25,2
Kurzfristig 364,1 45,5 331,8 46,4
Fremdkapital gesamt 595,3 74,3 521,9 72,7
  800,8 100,0 718,0 100,0

Die Bilanzsumme beträgt am Stichtag 800,8 Mio. € (Vorjahr: 718,0 Mio. €). Sie setzt sich zusammen aus Anlagevermögen in Höhe von 420,7 Mio. € und Umlaufvermögen inklusive Rechnungsabgrenzungsposten von 380,1 Mio. €. Die Vermögenslage ist geprägt von der Erstkonsolidierung zum 31.12.2017 der Nagel TK-Gruppe mit der hauptoperativen Gesellschaft Transthermos GmbH & Co. KG.

Der Anstieg des langfristig gebundenen Vermögens resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der immateriellen Vermögensgegenstände in Form des sich aus der Erstkonsolidierung der Nagel TK GmbH & Co. KG ergebenden Geschäfts- oder Firmenwerts in Höhe von 68,1 Mio. €. Das Sachanlagevermögen hat sich durch die Erstkonsolidierung um 17,7 Mio. € erhöht. Gegenläufig wirken sich Verkäufe von einzelnen Immobilien und von Fuhrpark im Rahmen der Fortführung des "Asset-Light-Ansatzes" aus.

Die Finanzanlagen unterliegen bedingt durch den Anstieg verschiedener Mieterdarlehen aus Leasingverträgen für Logistikimmobilien (ca. 7 Mio. €) und durch die Reduzierung von unter den Ausleihungen ausgewiesenen Darlehen an konzernfremde Gesellschaften (4 Mio. €) gegenläufigen Effekten, sodass insgesamt ein Anstieg von 3 Mio. € zu verzeichnen ist.

Das kurzfristig gebundene Vermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 52,9 Mio. €, wobei auch hier gegenläufige Entwicklungen aufgetreten sind. Aus dem Teilkonzern der Nagel TK GmbH & Co. KG gehen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 25,0 Mio. € in die Konzernbilanz ein. Die liquiden Mittel erhöhten sich auch in Folge der Refinanzierung um 42,7 Mio. €. Die im Vorjahr ausgewiesenen Forderungen gegen Gesellschafter (Privatkonten) in Höhe von 24,3 Mio. € wurden mit den Rücklagen verrechnet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Kaufpreisforderungen aus Immobilientransaktionen, da der Liquiditätszufluss vertragsbedingt erst nach dem Stichtag erfolgt.

Die Gesellschafter haben zum 31. Dezember 2017 die Anteile an der Nagel TK GmbH & Co. KG in die Nagel-Group SE & Co. KG mit einem Wert von 39,2 Mio. € eingebracht. Entsprechend hat sich das Konzerneigenkapital erhöht, wobei das Kommanditkapital um 8,4 Mio. € und die Rücklagen um 30,8 Mio. € zugenommen haben.

Die Rücklagenkonten der Kommanditisten wurden im Geschäftsjahr 2017 um insgesamt 31,0 Mio. € aufgelöst und mit den Forderungen gegen Gesellschafter verrechnet. Unter der Berücksichtigung der Ergebnisverwendung der Muttergesellschaft Nagel-Group SE & Co. KG werden zum 31. Dezember 2017 Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 11,3 Mio. € ausgewiesen. Das Konzerneigenkapital erhöht sich durch die beschriebenen Veränderungen, den Jahresüberschuss von 13,0 Mio. € und die Veränderung aus Währungsumrechnung (-1,3 Mio. €) im Endeffekt von 196,1 Mio.€ auf 205,5 Mio. €.

Dadurch ergibt sich eine bilanzielle Eigenkapitalquote von 25,7 % (Vorjahr 27,3 %). Die auch für Kreditvertragszwecke entscheidende wirtschaftliche Eigenkapitalquote [(bilanzielles Eigenkapital -/+ Forderungen/Verbindlichkeiten Gesellschafter) / (Bilanzsumme - Forderungen gegen Gesellschafter)] nimmt im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 %-Punkte auf 27,1 % zu.

Die Veränderung der Fremdkapitalstruktur, insbesondere der Anstieg der langfristigen (> 5 Jahre) bei gleichzeitiger Reduzierung der kurzfristigen (< 1 Jahr) Verbindlichkeiten ist wesentlich auf die erfolgreiche Refinanzierung der Nagel-Group zurückzuführen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2017 wurde sowohl die in 2014 abgeschlossene Konsortialfinanzierung der Nagel-Group als auch die in 2016 getroffene Darlehensvereinbarung der Nagel TK-Gruppe, die zum 31.12.2017 gesellschaftsrechtlich in die Nagel-Group integriert worden ist, vorzeitig durch eine neue Finanzierung abgelöst. Beide Finanzierungen hatten eine Laufzeit bis September 2019. Wesentlicher Bestandteil der Neufinanzierung ist ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 200 Mio. € mit der Konzernmutter Nagel-Group SE & Co. KG als Kreditnehmer. Die einzelnen Tranchen weisen Laufzeiten zwischen 5 und 10 Jahren aus. Dadurch konnten bestehende Darlehen abgelöst werden. Die Refinanzierung beinhaltet zudem den Abschluss einer Betriebsmittellinie (RCF) in Höhe von insgesamt 100 Mio. €, die jedoch zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen war.

Die langfristige Finanzierung der Nagel-Group, zu der neben dem Schuldscheindarlehen auch die verschiedenen Working-Capital-Finanzierungsformen zählen, umfasst unverändert zum Vorjahr auch den Einsatz von Finanzierungsinstrumenten im Bereich der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wie z. B. Asset-Backed-Securities (ABS), Factoring und Reverse Factoring. Darüber hinaus existieren außerbilanzielle Leasingverhältnisse, die mittlerweile nicht mehr allein nur der Finanzierung diverser Logistikimmobilien dienen, sondern auch verstärkt im Mobilien-Bereich eingesetzt werden. Dies betrifft z.B. Fuhrpark und andere Vermögensgegenstände der gewöhnlichen Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Der Gesamtwert der Leasingverpflichtungen hat sich zum Bilanzstichtag insbesondere durch die Erstkonsolidierung der Nagel TK-Gruppe sowie durch Umfinanzierungen im Bereich von Logistikimmobilien und Fuhrpark im Vergleich zum Vorjahr (T€ 71.534) auf T€ 113.382 erhöht. Zu weiteren Ausführungen hinsichtlich der Leasingverhältnisse wird auf die Angaben im Anhang verwiesen.

Der Nettoverschuldungsgrad unter Verwendung des in diesem Bericht ausgewiesenem EBITDA beträgt 2,0 und verbessert sich damit im Vergleich zum Vorjahr leicht, da das geringere EBITDA durch die Reduzierung der Nettofinanzverschuldung überkompensiert wird. Das Verhältnis der Nettofinanzverschuldung zum Gesamtkapital verbesserte sich auf 16,2 % (Vorjahr: 19,1 %). Die Liquiditätskennzahlen zeigen, dass die Nagel-Group weiterhin über eine hohe finanzielle Stabilität und ausreichend Handlungsspielraum verfügt.

c) Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die gesellschaftsrechtliche Integration der Nagel TK-Gruppe konnte zum Ende des Geschäftsjahres 2017 erfolgreich vollzogen werden. Diese Transaktion hat die Finanz- und Vermögenslage ebenso beeinflusst wie die erfolgreiche und langfristige Refinanzierung des Konzerns und die Fortsetzung des Asset-Light-Ansatzes. Die Nagel-Group steht damit zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes 2017 als erfolgreiches und gut finanziertes Familienunternehmen da, das auf dieser Basis auch den Erhalt der Bundesbankfähigkeit erreichen sollte. Die Ergebnisentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr war nicht zufriedenstellend. Der eingeschlagene Weg hin zu einer nachhaltig verbesserten Rendite soll daher fortgesetzt werden. Aus dem laufenden Transformationsprozess, der voraussichtlich noch das gesamte Jahr 2018 beanspruchen wird, soll die Nagel-Group wieder als starker und profitabler Logistikpartner hervorgehen.

3. Chancen- und Risikobericht

Die Nagel-Group nutzt im Rahmen ihrer unternehmerischen Tätigkeit sich bietende Chancen, hat aber auch Risiken unterschiedlicher Art zu tragen. Das Management von Chancen und Risiken ist eine zentrale Aufgabe der Geschäftsleitung mit dem Ziel, Risiken frühzeitig zu erkennen, sie aktiv zu steuern und ein ausgewogenes Chancen- / Risikoprofil zu erreichen. In jährlichen Planungsrunden werden alle Geschäftsbereiche vor dem Hintergrund der strategischen Ausrichtung des Gesamtunternehmens hinsichtlich ihrer Chancen und Risiken analysiert und bewertet. Soweit es wirtschaftlich sinnvoll ist, werden Geschäftsrisiken angemessen versichert.

a) Gesamtwirtschaftliche und Branchen-Risiken

Da die Nagel-Group ausschließlich im europäischen Raum tätig ist, besteht das Hauptrisiko für die mittelfristige Entwicklung in der wirtschaftlichen Entwicklung der Europäischen Union, die maßgeblich von der weiterhin ungelösten Staatsschuldenkrise, den Problemen des EU-Verbunds und der Unsicherheit über die Auswirkungen des Austritts von Großbritannien aus der europäischen Gemeinschaft beeinflusst wird. Entscheidend bleiben sicherlich auch politische Veränderungen und ihre Auswirkungen in den Ländern der EU (z.B. Frankreich) wie auch in den USA.

Risiken resultieren grundsätzlich auch aus der Volatilität der Finanzmärkte, der angespannten Situation auf den (internationalen) Arbeitsmärkten als auch aus einem möglichen Anstieg der geschäftsrelevanten Energie- und Rohstoffpreise.

Es kann nicht verlässlich prognostiziert werden, in welcher Form sich die gesamtwirtschaftlichen Faktoren auf die Nachfrage nach Investitions- und Konsumgütern und somit letztlich auf die Logistikbranche auswirken werden. Umsatzrückgang, ein erschwerter Zugang zum Finanz- und Kapitalmarkt, Engpässe in der Rekrutierung von Mitarbeitern für bestimmte Arbeitsbereiche in der Logistik, unangemessene Tarifsteigerungen und zahlreiche andere Faktoren können die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Nagel-Group generell beeinträchtigen.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und die damit verbundene Binnennachfrage nach Verbrauchsgütern in den europäischen Ländern sind für die Entwicklung des Konzerns von unmittelbarer Bedeutung.

Die Verteuerung von Speditionsleistungen durch steigende Mautgebühren, eine erhöhte Steuerbelastung als auch durch höhere Subunternehmerkosten können sich nachteilig auf die Nachfrage nach Logistikdienstleistungen auswirken. Mehrkosten wie auch zusätzlicher, ergebnisbelastender Investitionsbedarf können aber auch durch restriktive arbeitszeitrechtliche Regelungen, verschärfte Umweltauflagen und sich weiter verschärfende internationale Sicherheitsvorschriften verursacht werden.

b) Betriebsrisiko

Das Wachstum der letzten Jahre bringt expansionstypische Risiken mit sich. Das national und international gewachsene Netzwerk der Nagel-Group setzt eine intelligente Steuerung sowie ausreichende und zudem strukturell passende Mengengrößen voraus. Dabei spielen mögliche Konzentrationstendenzen auf Produzenten- und Handelsseite genauso eine Rolle wie die Veränderungen in der Nutzung / Auslastung von Produktionsstätten, die sich auf Güterströme, Netzwerkbedarf und Transportweisen auswirken.

Die Nagel-Group, insbesondere die KVN im Heimatmarkt Deutschland, verfügt in der temperaturgeführten Lebensmittellogistik unverändert über eine starke Marktposition bis hin zur Marktführerschaft.

Die unterjährige Entwicklung der Gesellschaften in- und außerhalb des Konsolidierungskreises der Nagel-Group werden im Rahmen monatlicher Ergebnisbesprechungen unter Einbeziehung der Gesellschafter, des Verwaltungsrats, der Geschäftsleitung und anderer verantwortlicher Führungskräfte laufend überwacht. Die regelmäßige Analyse von Plan- / Ist-Abweichungen ermöglicht die zeitnahe Überlegung und ggf. Einleitung notwendiger Gegenmaßnahmen.

Unternehmerischen Risiken werden kontrolliert eingegangen. So unterliegen Investitionsentscheidungen ab einer bestimmten Größenordnung bewusst einem mehrstufigen, strukturierten Überprüfungs- und Entscheidungsprozess.

Sonstige Risiken aus den Bereichen Fuhrpark, Lagerwirtschaft, Haftpflicht und mehr werden durch eine eigene Versicherungsabteilung identifiziert, bewertet und dann mit ausreichend Versicherungsschutz unterlegt.

c) Personalrisiko

Zu den mit dem Personalbereich verbundenen Risiken verweisen wir auf unsere Ausführungen im Abschnitt 1b dieses Konzernlageberichtes.

d) Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Kreditvolumen der Nagel-Group beinhaltet variabel verzinste Darlehen, die einem Zinsänderungsrisiko unterliegen. Der Anteil variabel verzinster Darlehen wurde im Rahmen der Refinanzierung der Nagel-Group im Zuge der Begebung von Schuldscheindarlehenstranchen mit fester Verzinsung deutlich reduziert. Ein Großteil der variabel verzinslichen Finanzierungsbestandteile wird mit Hilfe derivativer Finanzinstrumente abgesichert. Risiken bestehen aber auch darin, dass während der Kreditvertragslaufzeit (RCF) gegen Vertragsinhalte wie z. B. "Financial Covenant" verstoßen wird, die unangenehme Konsequenzen für den Kreditnehmer zur Folge haben können. Um diese Folgen zu vermeiden, wird die Entwicklung der relevanten Finanzkennzahlen konsequent und laufend überwacht. Wir gehen davon aus, dass wir diese Kriterien im Geschäftsjahr 2018 vertragskonform erfüllen werden.

Die Inanspruchnahme der bestehenden Kreditlinien wird auch dadurch beschränkt, dass betriebsnotwendiges Vermögen nicht mehr nur gekauft, sondern verstärkt geleast, gemietet oder auch im Rahmen von Investorenlösungen beschafft wird. Es besteht die feste Absicht, die Nettofinanzverschuldung der Nagel-Group weiter deutlich zu senken und den Verschuldungsgrad damit auf Investment-Grade-Niveau zu halten. Andere Verbesserungen im finanzwirtschaftlichen Umfeld haben ebenfalls dazu beigetragen, die in 2016 erhaltene Notenbankfähigkeit der Deutschen Bundesbank im Geschäftsjahr 2017 zu verteidigen. Ohne die Bundesbankfähigkeit wäre eine Refinanzierung über den Kapitalmarkt deutlich teurer oder nicht möglich gewesen.

Das Schuldscheindarlehen weist Einzeltranchen mit Laufzeiten von fünf bis zehn Jahren auf. Ebenfalls langfristig ausgerichtet ist der neu abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit von bis zu sieben Jahren. Die Finanzierungsgrundlage der Nagel-Group ist damit langfristig gesichert. Gründe für eine vorzeitige Kündigung des Vertrages durch die finanzierenden Banken bestehen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht und werden aller Wahrscheinlichkeit nach auch nicht eintreten.

Ausfallrisiken im Forderungsbereich mindern sich zum einen durch eine stringente interne Bonitätsprüfung der Geschäftspartner und zum anderen durch den Abschluss von Warenkreditversicherungen.

Im Mittelpunkt der finanzwirtschaftlichen Steuerung der Nagel-Group steht das Liquiditätsmanagement. Neben dem internationalen Cash Pooling und einem kurz- bis mittelfristigen Liquiditätsmanagement trägt ein funktionierendes, mit klaren Regeln versehenes Forderungsmanagement ebenfalls dazu bei, jederzeit über ausreichend Liquidität verfügen zu können.

e) IT-Risiken

Die Wertschöpfung der Nagel-Group ist in hohem Maße von der Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur und den darauf basierenden IT-Anwendungssystemen abhängig.

Vor allem die dezentralen IT-Anwendungssysteme bedürfen einer sicheren und leistungsfähigen Infrastruktur zur Anbindung an die zentralen Rechenzentren der Nagel-Group. Lokale Produktions- und Backupsysteme an den Standorten ermöglichen es uns, einen entscheidenden Beitrag zur Minimierung des Ausfallrisikos zu leisten.

Weitere wichtige Komponenten sind eine ausfallsichere WAN (Wide Area Network) Infrastruktur, die durch Firewalls geschützt die Anbindung der Standorte an unsere Rechenzentren sowie die Absicherung des internen Netzes mit mehrstufigen Sicherheitssystemen zum Schutz vor Gefahren aus dem Internet sicherstellt.

Für physische Ausfälle der dezentralen Infrastruktur steht uns ein mobiles Vorsorgerechenzentrum zur Verfügung, das die zum Betrieb notwendige IT-Infrastruktur incl. der Netzwerkanbindung und der IT-Anwendungssysteme europaweit kurzfristig vor Ort verfügbar macht.

Auf Grund der genannten Vorkehrungen und deren ständigen proaktiven Überwachung durch unser Infrastruktur Management sehen wir das Risiko einer Gefährdung unserer Datenbestände sowie der Infrastruktur als gering an. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind keine schwerwiegenden Störungen aufgetreten.

Unsere Maßnahmen zur Sicherheit der IT unterliegen ständigen internen und externen Prüfungen, die auch zu einer kontinuierlichen Verbesserung des IT-Umfelds beitragen.

f) Regulatorische Risiken

In Bezug auf die Lebensmittelsicherheit können nur die strikte Einhaltung und Kontrolle der geschlossenen Kühlkette, gekoppelt mit höchster Hygiene und unterstützt durch modernstes Equipment in allen Bereichen, unser Leistungsversprechen garantieren. Die Dienstleistungen im TK-Netzwerk der Nagel-Group sind im Vergleich zu anderen Temperaturzonen mit noch höheren Anforderungen an die Dokumentation der Transport- und Lagertemperaturen sowie HACCP-basierter Eigenkontrollen verbunden.

Das strikte Einhalten gesetzlicher und unternehmensinterner Vorschriften in allen Funktionsbereichen wird im Rahmen eines konsequenten Qualitätsmanagement- und Auditierungssystems permanent hinterfragt und sichergestellt. Des Weiteren wird die Umsetzung der Anforderungen an die Legalität und die Lebensmittelsicherheit durch externe Audits im Rahmen der DIN EN ISO 9001:2015 und durch GFSI Lebensmittelsicherheitsstandards (IFS Logistik, BRC Storage & Distribution, HACCP) überprüft. Risiken können für die Nagel-Group auch aus länderspezifischen Regelungen entstehen, deren Beachtung eventuell hohe und unerwartete Kosten nach sich ziehen kann.

g) Sonstige Risike n

Derzeit ist davon auszugehen, dass keine wirtschaftlichen und rechtlichen Bestands-gefährdungspotentiale zum Tragen kommen, die einen wesentlichen Einfluss auf die künftige Entwicklung des Konzerns haben dürften. Im Rahmen ihres Risikomanagements verfolgt die Nagel-Group seit 3 Jahren konsequent eine Asset-Light-Strategie mit dem erklärten Ziel, Vermögen respektive Vermögenswerte aktiv und zukunftsorientiert zu steuern, um den erwarteten Veränderungen in den Lebens-, Einkaufs- und Konsumgewohnheiten der Verbraucher als auch auf Produzenten- und Handelsseite mit ihren jeweiligen Auswirkungen auf Logistiklösungen frühzeitig begegnen zu können.

h) Gesamtaussage zur Risikosituation der Nagel-Group

Im abgelaufenen Geschäftsjahr und auch mit Blick in die absehbare Zukunft waren und sind keine Risiken erkennbar, die einzeln oder kumuliert einen wesentlichen Einfluss auf den Fortbestand der Nagel-Group hatten oder haben könnten.

i) Chancen

Die Nagel-Group setzt auf die weitere Professionalisierung ihres logistischen Netzwerkes und ihre innovativen Dienstleistungen in der gesamten Logistikkette. Stetige Verbesserungen in der Produktionsform, eine intelligente Steuerung der Güterverkehre, die Fortsetzung der internen Industrialisierung und Digitalisierung von Geschäftsprozessen / operativen Abläufen sowie kostensenkende Maßnahmen im Energiebereich werden einhergehend mit Anpassungen im Vertriebsmodell (hin zum Supply-Chain-Lösungsanbieter) dazu beitragen, die Unternehmensgruppe in Zukunft profitabel wirtschaften und/oder wachsen zu lassen.

Die Europäisierung des Lebensmittel(-logistik) marktes und andere Trends wie z.B. bei den Konsum- und Einkaufsgewohnheiten der Verbraucher steigern den Bedarf nach hochprofessionellen Logistiknetzwerken. Die Nagel-Group wird die sich daraus ergebenen Chancen insbesondere aufgrund ihres flächendeckenden europäischen Netzwerkes nutzen können.

4. Prognosebericht

Für den Euroraum erwartet das IfW einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 2,4 %. Trotz politischer Unsicherheiten wird auch 2018 mit der Fortsetzung einer positiven Wirtschaftsentwicklung gerechnet. Gestützt wird die Konjunkturentwicklung dabei unverändert von der Zins- und Fiskalpolitik der EZB. Weitere Prognosen besagen, dass sich die Lage am europäischen Arbeitsmarkt im Geschäftsjahr 2018 weiter verbessern wird.

Für Deutschland wird für 2018 ein Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von 2,5 % erwartet. Sowohl der durch den Aufschwung der Weltwirtschaft expandierende Außenhandel als auch die von der günstigen Lage auf dem Arbeitsmarkt profitierende Binnenwirtschaft sorgen für einen weiteren Anstieg der Wirtschaftsleistung. Auch wird erwartet, dass die im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung festgelegten fiskalpolitischen Maßnahmen die Nachfrage zusätzlich anregen werden.

Expertenprognosen zufolge wird der Wirtschaftsbereich Logistik in Deutschland im kommenden Geschäftsjahr um 2,2 % wachsen. Dabei wird davon ausgegangen, dass sich politische Risiken wie die Brexit-Verhandlungen oder auch der Protektionismus der USA nicht negativ auswirken werden. Zukünftige Herausforderungen bestehen jedoch in der zunehmenden Verknappung von Kapazitäten und Personal als auch in dem steigenden Kosten- und Veränderungsdruck. Zusätzliche Kostenrisiken können sich aus Entscheidungen zur Verkehrswende und den damit einhergehenden Restriktionen im Großstadtverkehr ergeben.

Die Geschäftsleitung geht unter Berücksichtigung der zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernlageberichtes vorliegenden Erkenntnissen für das Geschäftsjahr 2018 von einem Anstieg der Umsatzerlöse aus, wobei in der Planung neben einem operativen Wachstum auch der Anstieg der Geschäftstätigkeit in Folge der Integration der Nagel TK-Gruppe berücksichtigt worden ist. Eine Umsatzsteigerung wird durch die Intensivierung der Vertriebsaktivitäten bei gleichzeitiger Verschärfung der Pricing-Initiativen angestrebt. Der Fokus liegt zukünftig noch stärker auf einer dauerhaften Rentabilität der Kundenbeziehungen. Die Verbesserung der Vertriebsprozesse unterstützt durch gezielte Trainingsmaßnahmen werden ihren Teil zur Steigerung der Profitabilität der Unternehmensgruppe beitragen. Parallel zu den Aktivitäten im Vertriebsbereich gilt es, die Gesamtkostenquote zu senken. Insbesondere die Personalkostenquote soll durch gezielte und auch bereits eingeleitete Maßnahmen wieder auf das Niveau der Vorjahre reduziert werden. Die kontinuierliche Überarbeitung/Verbesserung von Prozessen (KVP) in der gesamten Unternehmensgruppe wird dabei nach Einschätzung der Geschäftsleitung sowohl zu erkennbaren Qualitäts- und Effizienzsteigerungen als auch zu Kostenreduzierungen führen.

Für das Geschäftsjahr 2018 erwarten wir einen Umsatzanstieg auf 1,8 Mrd. €, eine weitere Verbesserung der Rohertragsmarge auf ca. 44 % sowie einen absoluten Ergebnisanstieg auf etwas mehr als 15 Mio. €. Das EBITDA ist mit 79,5 Mio. € geplant. Für die folgenden Geschäftsjahre gehen wir unter Berücksichtigung der angesprochenen Maßnahmen in unserer Mittelfristplanung von einer kontinuierlichen Verbesserung der Unternehmensergebnisse und den einschlägigen Finanzkennzahlen aus.

Für 2018 sind Investitionsausgaben in Höhe von 41 Mio. € wie in den Vorjahren geplant und entsprechen damit in etwa der Höhe der Abschreibungen (ohne Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert). Ein Schwerpunkt der Investitionstätigkeiten wird verstärkt auf dem IT-Bereich liegen, um die Modernisierung der IT-Systeme (z.B. TMS) und die notwendige Digitalisierung zu ermöglichen.

Die erarbeiteten Länderstrategien 2025 werden schrittweise und strukturiert unter Beachtung im Zeitablauf notwendiger Anpassungen und Korrekturen umgesetzt. Diese zukunftsorientierten Maßnahmen werden die mittelfristige Wettbewerbsfähigkeit der Nagel-Group sichern und in den nächsten Jahren zur Stärkung der Eigenkapitalquote und Verbesserung der Ertragslage beitragen.

 

Versmold, den 22. Mai 2018

Nagel-Group SE & Co. KG
Nagel-Group Verwaltungs-SE

Tobias Nagel

Frank Böschemeier

Björn Schniederkötter

Gerd Neuenstein

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017

Aktiva

31.12.2017
31.12.2016
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.646.367,18 7.015.172,57
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche    
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie    
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.226.570,33 6.579.798,86
3. Geschäfts- oder Firmenwert 71.719.433,72 4.255.370,90
4. Geleistete Anzahlungen 2.924.253,24 2.048.938,94
  90.516.624,47 19.899.281,27
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 155.412.941,22 193.748.335,33
2. Technische Anlagen und Maschinen 32.849.029,66 23.685.275,53
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 61.783.451,34 57.506.046,02
4. Fuhrpark 19.736.084,18 42.696.279,02
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.223.513,13 3.954.459,42
  278.005.019,53 321.590.395,32
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 160.115,43 160.115,43
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 2.593.602,31 2.831.845,64
3. Beteiligungen 79.934,00 50.051,17
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 15.243.316,78 8.088.542,23
5. Genossenschaftsanteile 10.627,00 10.544,75
6. Sonstige Ausleihungen 34.099.957,13 38.055.511,60
  52.187.552,65 49.196.610,82
  420.709.196,65 390.686.287,41
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.614.815,62 4.516.678,95
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 188.617.976,02 159.949.547,11
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.000,00 9.451,95
3. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 24.293.113,59
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.444.939,48 14.161.484,68
5. Sonstige Vermögensgegenstände 75.239.592,43 57.511.820,90
  265.306.507,93 255.925.418,23
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 99.853.242,51 57.105.283,09
  370.774.566,06 317.547.380,27
C. Rechnungsabgrenzungsposten 9.372.229,48 9.806.072,12
  800.855.992,19 718.039.739,80
  31.12.2017
31.12.2016
A. Eigenkapital    
I. Kapitalanteile der Kommanditisten 60.000.000,00 51.600.000,00
II. Rücklagen 148.577.247,13 145.014.680,25
III. Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung -5.473.403,38 -4.136.458,22
IV. Nicht beherrschende Anteile 2.442.573,54 3.636.242,95
  205.546.417,29 196.114.464,98
B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 1.561.351,73 1.612.354,15
C. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.337.921,00 1.727.205,00
2. Steuerrückstellungen 3.720.737,53 2.153.747,10
3. Sonstige Rückstellungen 68.427.033,51 50.112.553,85
  77.485.692,04 53.993.505,95
D. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 229.965.220,76 194.574.399,56
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 216.536.167,10 205.328.007,27
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 11.319.828,57 75.026,94
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 960.327,29 1.808.110,85
5. Sonstige Verbindlichkeiten 55.951.283,72 57.711.165,50
(davon aus Steuern € 14.141.284,43; Vorjahr € 16.550.935,95)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 3.535.893,96; Vorjahr € 3.105.020,75)    
  514.732.827,44 459.496.710,12
E. Rechnungsabgrenzungsposten 97.932,70 100.958,46
F. Passive latente Steuern 1.431.770,99 6.721.746,14
  800.855.992,19 718.039.739,80

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

2017
2016
1. Umsatzerlöse 1.595.747.294,81 1.566.735.731,33
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 2.207.603,73 2.070.353,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 55.006.925,23 26.319.444,06
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 122.121.812,13 118.430.866,88
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 792.667.220,02 787.299.435,95
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 356.803.490,92 329.883.108,80
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 68.155.982,15 64.044.701,74
(davon für Altersversorgung € 105.361,53; Vorjahr € 107.540,50)    
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 41.168.200,94 44.658.569,82
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 249.257.976,52 234.404.015,69
8. Erträge aus Beteiligungen 15.467,29 2.753.866,29
9. Erträge aus assoziierten Unternehmen 1.577.138,89 1.376.135,69
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.165.615,33 3.288.251,69
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.749.458,84 2.038.157,80
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.850.362,11 7.752.651,37
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.449.478,31 5.455.956,80
14. Ergebnis nach Steuern 15.994.981,02 12.652.632,81
15. Sonstige Steuern 2.962.009,98 2.348.783,22
16. Konzernjahresüberschuss 13.032.971,04 10.303.849,59
17. Nicht beherrschende Anteile -1.124.593,73 301.528,49
18. Gutschrift auf Privatkonten der Gesellschafter 10.444.714,56 5.223.025,68
19. Gutschrift auf Rücklagenkonten 3.712.850,21 4.779.295,42
20. Ergebnis nach Verwendungsrechnung 0,00 0,00

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2017

1. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Die Nagel-Group SE & Co. KG, Versmold, ist beim Registergericht Gütersloh unter der Handelsregisternummer HRA 6002 registriert. Mit Gesellschafterbeschluss vom 17.01.2018 wurde die Nagel Logistik-Holding GmbH & Co. KG, Versmold, mit Wirkung zum 1.03.2018 in die Nagel-Group SE & Co. KG, Versmold umfirmiert.

Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Nagel-Group SE & Co. KG, Versmold, sind nach den für große Kapitalgesellschaften maßgeblichen Vorschriften der §§ 11 ff. PublG i.V.m. §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 298 i.V.m. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und um konzernspezifische Posten ergänzt.

2. Angaben zum Konsolidierungskreis und Konzernstichtag

Der Konsolidierungskreis besteht aus den folgenden Unternehmen, an denen die Nagel-Group SE & Co. KG direkt beteiligt ist. Diese Unternehmen werden grundsätzlich aufgrund der Mehrheit der Stimmrechte in den Konzernabschluss einbezogen:

Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital
%
Boes Transport-Service GmbH & Co. Spedition KG, Versmold 100,0
Boes Transport-Service Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH, Versmold 100,0
CAL Consult GmbH, Versmold 100,0
Eurocool Nagel GmbH & Co. KG, Versmold 100,0
Eurocool Nagel Verwaltungsgesellschaft mbH, Versmold 100,0
Kraftverkehr Nagel SE & Co. KG, Versmold (vormals Kraftverkehr Nagel GmbH & Co. KG) 100,0
Kurt Nagel + Co. oHG, Versmold 100,0
LK Logistik GmbH, Versmold 100,0
Nagel Airfreight GmbH, Frankfurt am Main 100,0
Nagel Albatros Speditions GmbH, Kehl-Auenheim 100,0
Nagel Logistik + Beteiligungs GmbH, Versmold 100,0
Nagel Protection Services GmbH, Versmold 100,0
Nagel TK GmbH & Co. KG, Versmold 100,0
Nagel Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Versmold 40,0
Schulze Logistik GmbH & Co. KG, Versmold 100,0
Schulze Verwaltungsgesellschaft mbH, Versmold 100,0
Versmolder Speditionsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Versmold 100,0

Die Nagel Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Versmold, wird aufgrund der Tatsache, dass ein beherrschender Einfluss (Control-Konzept) vorliegt, in den Konzernabschluss einbezogen.

Zum 31.12.2017 wurden 100% der Kommanditanteile an der Nagel TK GmbH & Co. KG, Versmold, in die Nagel-Group SE & Co. KG eingebracht. Zur Nagel TK GmbH & Co. KG gehören folgende Tochtergesellschaften, an denen die Nagel-Group SE & Co. KG somit indirekt beteiligt ist:

Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital
%
MUK Beteiligung GmbH, München 100,0
TRANSTHERMOS Beteiligungs GmbH, München 100,0
TRANSTHERMOS Holding GmbH, München 100,0
TLB Tiefkühl-Lager-Betriebs GmbH, München 100,0
TRANSTHERMOS GmbH & Co. KG, München 100,0

Bei den folgenden Unternehmen steht der Nagel-Group SE & Co. KG mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zu:

Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital
%
Andreas Andresen Holding ApS, Padborg (Dänemark) 100,0
BeaTo Eschweiler GmbH & Co. KG, Versmold 100,0
Behla Spedition GmbH, Versmold 100,0
CAL Consult Nederland BV, Ede (Niederlande) 100,0
Chillnet Ltd., Bridgwater (Großbritanien) 100,0
Food Logistics Versmold GmbH, Versmold 100,0
Hartmann Spediton und Logistik GmbH, Dissen 100,0
Kurt Nagel Sverige AB, Malmö (Schweden) 100,0
Langdon Bridgwater Ltd., Bridgwater (Großbritanien) 100,0
Langdon Group Limited, Bridgwater (Großbritannien) 100,0
MoproLog Erftstadt GmbH, Versmold 100,0
Nagel Airfreight France SAS, Rungis (Frankreich) 100,0
Nagel Austria GmbH, Traiskirchen (Österreich) 100,0
Nagel Belgium BVBA, Nazareth (Belgien) 100,0
Nagel Cesko s.r.o., Ricany-Jazlovice (Tschechien) 100,0
Nagel Danmark A/S, Padborg (Dänemark) 100,0
Nagel Deutschland Verwaltungsgesellschaft mbH, Versmold 100,0
Nagel Emballage Services GmbH, Versmold 100,0
Nagel European Full Truck B.V., Venlo (Niederlande) 100,0
Nagel Financial Services GmbH , Versmold 100,0
Nagel Frozen Food Logistics GmbH, Versmold 100,0
Nagel Hungária Logisztikai Kft., Gyal (Ungarn) 100,0
Nagel Iberia S.L.U., Sangonera la Seca (Spanien) 100,0
Nagel Inhouse Logistics Services GmbH, Versmold 100,0
Nagel Italia S.a.r.l., Bolzano (Italien) 100,0
Nagel Langdon Industries Limited, Bridgwater (Großbritannien) 100,0
Nagel Liller A/S, Odense (Dänemark) 62,5
Nagel Logistics (UK) Ltd., Dover (Großbritannien) 100,0
Nagel Logistics Romania S.R.L., Bukarest (Rumänien) 100,0
Nagel Polska Sp. z o. o., Komorniki (Polen) 100,0
Nagel Slovensko s. r. o., Senec (Slowakei) 100,0
Nagel Suisse SA, Lyss (Schweiz) 100,0
Nagel Trailer Services GmbH, Versmold 100,0
Nagel Transport & Logistik Aps, Padborg (Dänemark) 100,0
Nagel Transporte GmbH, Versmold 100,0
Perishable-Center Frankfurt Gesellschaft bürgerlichen Rechts, Frankfurt am Main 55,0
Rockwood Airfreight B.V., Amsterdam (Niederlande) 100,0
S & G Gefrier- und Lagerhausgesellschaft mbH, Rostock 100,0
Schäfer Logistik GmbH, Wilnsdorf-Rudersdorf 100,0
Schulze Liquid Food Services GmbH, Versmold 100,0
Schulze Logistik Berlin GmbH, Wustermark 100,0
Schulze Logistik Gotha GmbH, Gotha 100,0
Schulze Logistik Halle GmbH, Halle 100,0
Schulze Transportlogistik GmbH, Versmold 100,0
SFD Kring-Oehrle Frischelogistik GmbH, Nürnberg 100,0
STG Nagel Logistique SAS, Sarreguemines (Frankreich) 51,0
Tiefkühllogistik-Center Wustermark GmbH, Wustermark 81,0
TRANSLOG GmbH, Flensburg 100,0

Zum 27.03.2017 wurden 62,5 % der Anteile an Nagel Liller im Rahmen eines neu gegründeten Joint Ventures von Nagel Danmark erworben.

Die oben aufgeführten Gesellschaften werden mit Ausnahme der zwei nachfolgend genannten Gesellschaften mittels Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Für die Perishable-Center Frankfurt GbR, Frankfurt am Main, ist das Wahlrecht zur Nichteinbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung gem. § 296 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen worden, da diese Gesellschaft für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. Für die Perishable-Center Frankfurt GbR wird die At-Equity-Methode angewendet.

Die Nagel Logistics Romania S.R.L., Bukarest (Rumänien), wird gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da diese Gesellschaft für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist.

Folgende Gesellschaften, deren Anteile die Kraftverkehr Nagel SE & Co. KG zu jeweils 50 % hält, wurden im Geschäftsjahr 2017 erstmals per Equity-Konsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen:

Nagel Fleet GmbH, Versmold, Gründung am 24.11.2017

Nagel Andresen Fleetmanagement, Padborg (Dänemark), Gründung am 20.12.2016

Folgende assoziierte Unternehmen werden gem. § 312 HGB berücksichtigt:

Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital
%
Perishable-Center Verwaltungs-GmbH, Frankfurt am Main 50,0
Perishable-Center Zentrum für verderbliche Güter Frankfurt GmbH & Co. Betriebs-KG, Frankfurt am Main 50,0
Nagel Andresen Fleetmanagement, Padborg 50,0
Nagel Fleet GmbH, Versmold 50,0
Anilesia Trailer Rental GmbH, Versmold 50,0
Baratas Frigo Equipment GmbH, Versmold 50,0

Die von den assoziierten Unternehmen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des Mutterunternehmens.

Bei den folgenden Leasinggesellschaften ist dem Konzern bei wirtschaftlicher Betrachtung nicht die Mehrheit der Chancen und Risiken zuzurechnen. Sie werden daher nicht in den Konzernabschluss einbezogen und werden unter Beteiligungen ausgewiesen.

Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital
%
Eigenkapital 31.12.2017
T€
Ergebnis 2017
T€
FERUS GmbH & Co. KG, Pullach 100,0 6 7
Phormium Grundstücksverwaltungsges. mbH & Co. KG, Mainz 94,0 -2 * 1
Maxima Grundstücksverwaltungs GmbH & Co. Vermietungs-KG, Pullach 100,0 -2.016 274
ROGENA GmbH & Co. KG, Pullach 94,0 10 137
NAROGA GmbH & Co. KG, Pullach 100,0 9 0

* Angaben des Geschäftsjahres 2016

Sämtliche nach diesen Kriterien in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen haben ihre Jahresabschlüsse einheitlich auf den 31.12.2017 aufgestellt.

3. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden

Die mittels Vollkonsolidierung einbezogenen Unternehmen werden nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 HGB) durch Verrechnung ihres neubewerteten Eigenkapitals mit den Beteiligungsbuchwerten der Anteile konsolidiert. Die Verrechnung wird auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt der Einbringung der Anteile in die Nagel-Group SE & Co. KG durchgeführt.

Die aus der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31.12.2006 resultierenden aktivischen Unterschiedsbeträge von T€ 13.286 sind als Geschäfts- oder Firmenwert erfasst worden und werden über eine Laufzeit von bis zu 20 Jahren abgeschrieben. Bei den hieraus resultierenden passivischen Unterschiedsbeträgen in Höhe von insgesamt T€ 58.116 handelt es sich um Gewinne und Verluste der Vergangenheit, die durch die Gesellschaften der Nagel-Group bis zur Implementierung der Nagel Logistik-Holding GmbH & Co. KG zum 31.12.2006 (Erstkonsolidierungszeitpunkt) als neue Führungsgesellschaft angesammelt wurden. Der passivische Unterschiedsbetrag hat demnach Eigenkapitalcharakter und wurde in die Rücklagen eingestellt.

Aus der erstmaligen Einbeziehung der Nagel TK GmbH & Co. KG zum 31.12.2017 resultiert ein Unterschiedsbetrag von T€ 68.076. Dieser wurde in voller Höhe als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und wird über eine Laufzeit von 15 Jahren abgeschrieben.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Gemäß § 305 Abs. 1 HGB sind Innenumsatzerlöse und andere Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwendungen der empfangenen Konzernunternehmen verrechnet worden (Aufwands- und Ertragskonsolidierung).

Zwischengewinne im Anlagevermögen aus Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen den Konzerngesellschaften wurden gem. § 304 Abs. 1 HGB eliminiert.

Die assoziierten Unternehmen sind in der Konzernbilanz mit dem Buchwert (§ 312 Abs. 1 Satz 1 HGB) auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des assoziierten Unternehmens in den Konzernabschluss angesetzt worden.

Die auf Fremdgesellschafter entfallenden Eigenkapitalanteile von einbezogenen Tochterunternehmen (einschließlich Kapital- und Gewinnrücklagen) sowie der auf diese Fremdgesellschafter entfallende Anteil am Jahresergebnis der jeweiligen Tochterunternehmen werden innerhalb des Eigenkapitals unter dem Posten "Nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen.

Auf die ergebniswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen werden Steuerabgrenzungen nach § 306 HGB vorgenommen, soweit sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht. Die Berechnung der Steuerabgrenzung erfolgt mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen der einzubeziehenden Gesellschaften. Aktive latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts gem. § 274 Abs. 1 HGB mit passiven latenten Steuern verrechnet.

4. Währungsumrechnung

Im Konzernabschluss werden die Bilanzposten der einbezogenen Unternehmen mit Ausnahme des Eigenkapitals zum Stichtagskurs umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit dem historischen Kurs umgerechnet. Alle Aufwendungen und Erträge des Berichtsjahres wurden entsprechend dem Charakter der Erfolgsrechnung als Zeitraumbetrachtung mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet.

Für die Umrechnung der Währungen der Länder, die nicht der europäischen Währungsunion angehören, werden folgende Wechselkurse angewendet:

Umrechnungsbetrag Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung
für 1€ Stichtagskurs Jahresdurchschnittskurs
Land / Währung je Währungseinheit 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016
Dänemark/ Krone 7,44490 7,43440 7,43860 7,43620
Großbritannien/ Pfund 0,88723 0,85618 0,87667 0,84441
Polen/ Sloty 4,17700 4,41030 4,25700 4,43570
Rumänien/ Leu 4,65850 4,53900 4,56880 4,51640
Schweden/ Krone 9,84380 9,55250 9,63510 9,70950
Schweiz/ Franken 1,17020 1,07390 1,11170 1,07500
Tschechien/ Krone 25,53500 27,02100 26,32600 27,03100
Ungarn/ Forint 310,33000 309,83000 309,19000 312,24000

5. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen deutschen Unternehmen werden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich aufgestellt.

In den Jahresabschlüssen der mittels Vollkonsolidierung einbezogenen ausländischen Gesellschaften wurden Anpassungen vorgenommen, um eine einheitliche Bilanzierung und Bewertung im Konzernabschluss sicherzustellen.

Aufgrund der Inanspruchnahme des Wahlrechts gem. § 248 Abs. 2 HGB werden selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert. Der Ansatz erfolgt zu Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen. Im Geschäftsjahr 2017 sind Entwicklungskosten in Höhe von T€ 2.490 angefallen, die vollständig aktiviert wurden.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bilanziert. Die aktivischen Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden über eine Nutzungsdauer von bis zu 20 Jahren nach der linearen Abschreibungsmethode zurückgeführt. Die Abschreibungen auf die aktivischen Unterschiedsbeträge werden ab dem Jahr der Erstkonsolidierung bzw. ab dem Jahr der erstmaligen Einbeziehung in den Konsolidierungskreis vorgenommen.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Soweit der Wert für das einzelne Anlagegut € 150,00 nicht übersteigt, wird dieses in voller Höhe sofort als Aufwand verrechnet. Geringwertige Anlagegüter, die € 150,00, aber nicht € 1.000,00 übersteigen, werden im Jahr des Zugangs in einen Sammelposten eingestellt und im Jahr der Bildung und den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Die Abschreibungen auf Zugänge des Anlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Im Konzernanlagevermögen werden - abweichend von der Behandlung in einigen Einzelabschlüssen - die Zählbestände von Ladehilfsmitteln zum jeweiligen Bilanzstichtag ausgewiesen.

Die Finanzanlagen werden zu den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die im Bereich der Finanzanlagen gegliederten assoziierten Unternehmen werden nach der At-Equity-Methode angesetzt.

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Für Vorräte, die regelmäßig ersetzt werden und nur von nachrangiger Bedeutung sind, wurde ein Festwert in Höhe von T€ 1.231 gebildet.

Forderungen sind zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag bewertet.

Flüssige Mittel werden mit den Nominalwerten bilanziert.

In die Position der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind die periodengemäß abgegrenzten Aufwendungen eingestellt.

Den Pensionsverpflichtungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Die darin nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Barwerte gemäß der PUC-Methode, unter Verwendung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, berücksichtigen einen Zinssatz von 3,68 % sowie (soweit relevant) einen Rententrend von 1,5 %. Die Abzinsung erfolgt pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Gehaltssteigerungen waren nicht zu berücksichtigen.

In der Alternativberechnung nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt der Zinssatz 2,81 % für den durchschnittlichen Marktzins der letzten sieben Jahre. Der Unterschiedsbetrag lautet T€ 583. Aufgrund der ausreichenden Rücklagen würde die Ausschüttungssperre nicht greifen.

Die sonstigen Rückstellungen und die Steuerrückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Sofern erforderlich, erfolgte die Abzinsung gem. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Umrechnung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen erfasst, die innerhalb einer gewissen Zeit nach dem Abschlussstichtag zum Ertrag führen.

Neben den aus Konsolidierungsmaßnahmen resultierenden Steuerabgrenzungen werden latente Steuern aus den Einzelabschlüssen auf Verlustvorträge und Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen.

6. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Durch die Erstkonsolidierung der Nagel TK GmbH & Co. KG zum 31.12.2017 ist die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreswerten bei einigen Bilanzposten eingeschränkt. Zur besseren Übersicht wird nachfolgend an den entsprechenden Stellen auf die wesentlichen Auswirkungen hingewiesen.

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Konzernbilanz erfassten Anlagegegenstände im Geschäftsjahr 2017 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Die ausgewiesenen selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Programmierungen für kundenspezifische Warehouseprojekte.

Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen entgeltlich erworbenen Schutzrechte und ähnliche Rechte betreffen im Wesentlichen die Buchwerte von EDV-Softwarelizenzen und ähnlichen Lizenzen und Nutzungsrechten. Abschreibungen hierauf erfolgen nach der linearen Abschreibungsmethode unter Zugrundelegung der wirtschaftlichen Nutzungsdauern.

Unter dem Posten Geschäfts- oder Firmenwerte werden Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Einzelabschlüssen der einbezogenen Tochtergesellschaften und aktivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung der Teilkonzerne sowie des Konzernabschlusses ausgewiesen.

Die Restbuchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte teilen sich wie folgt auf:

31.12.2017
T€
31.12.2016
T€
Nagel TK GmbH & Co.KG 68.076 0
Konsolidierung Konzernabschluss 2.555 2.907
Konsolidierung Teilkonzerne 830 1.038
Einzelabschlüsse 258 311
  71.719 4.255

Die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung der Nagel TK GmbH & Co. KG erfolgt linear über die Nutzungsdauer von 15 Jahren. Die übrigen Geschäfts- oder Firmenwerte werden linear über die Nutzungsdauer von 5 bis 20 Jahren abgeschrieben. Diese begründet sich vor allem aus branchenspezifischen Gegebenheiten, wonach überwiegend langfristige und stetige Kundenbeziehungen existieren.

In den Sachanlagen sind durch die Veränderung des Konsolidierungskreises insgesamt T€ 17.677 aus dem Teilkonzern Nagel TK GmbH & Co. KG enthalten.

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben im Zusammenhang mit den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in einem Forderungsspiegel zusammengefasst dargestellt:

Gesamt Davon mit einer Restlaufzeit
T€ bis 1 Jahr
T€
mehr als 1 Jahr
T€
Forderungen      
aus Lieferungen und Leistungen 188.618 188.618 0
  (159.950) (159.950) (0)
gegen verbundene Unternehmen 4 4 0
  (9) (9) (0)
gegen Gesellschafter 0 0 0
  (24.293) (24.293) (0)
gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.445 1.445 0
  (14.161) (14.161) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 75.240 74.927 313
  (57.512) (54.834) (2.678)
  265.307 264.994 313
  (255.925) (253.247) (2.678)

Die Forderungen beinhalten insgesamt T€ 24.980 aus der Erstkonsolidierung der Nagel TK GmbH & Co. KG, davon T€ 21.179 aus Lieferungen und Leistungen und T€ 3.801 aus sonstigen Vermögensgegenständen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich die Nagel Romania S.R.L., Bukarest (Rumänien) und resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen mit T€ 866 Sonstige Forderungen und mit T€ 579 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die liquiden Mittel beinhalten überwiegend täglich fällige Guthaben bei Kreditinstituten. Darin enthalten sind im Rahmen von ABS Transaktionen verpfändete Festgelder i.H.v. T€ 4.490. Durch die Erstkonsolidierung der Nagel TK GmbH & Co. KG ergibt sich ein Zugang an liquiden Mitteln in Höhe von T€ 6.884.

In den Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio in Höhe von T€ 47 (Vorjahr: T€ 58) enthalten.

Als Kapitalanteile werden die Kommanditeinlagen aus dem Einzelabschluss der Nagel-Group SE & Co. KG, Versmold, ausgewiesen. Komplementäre ohne Kapitaleinlage waren zum Stichtag die Nagel Logistik-Holding Geschäftsführung GmbH, Versmold, und Frau Marion Nagel, Versmold. Bezüglich der Änderungen im Rahmen der Umfirmierung der Muttergesellschaft zum 01.03.2018 verweisen wir auf Punkt 8a.

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist im Konzern-Eigenkapitalspiegel dargestellt.

Der passivische Unterschiedsbetrag aus Vorjahren wird linear aufgelöst. Die ergebniswirksame Auflösung i.H.v. T€ 51 erfolgte über die sonstigen betrieblichen Erträge.

In der folgenden Tabelle sind die in der Bilanz ausgewiesen latenten Steuern sowie die zugrunde liegenden Differenzen und die vorgenommene Saldierung dargestellt:

31.12.2017 Aktive latente Steuern
T€
31.12.2017 Passive latente Steuern
T€
Immaterielle Vermögensgegenstände 535 0
Sachanlagen 238 8.070
Umlaufvermögen 0 76
Rückstellungen 878 0
Verbindlichkeiten 818 0
Steuerliche Verlustvorträge 4.245 0
Saldierungen -6.714 -6.714
Summe 0 1.432

Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge werden in der Nagel-Group unter der Voraussetzung angesetzt, dass zukünftig zu versteuernde Ergebnisse in einem Zeitraum von maximal fünf Jahren für die Gesellschaft mit hinreichender Sicherheit zu erwarten sind. Der Berechnung von latenten Steuern werden unternehmensindividuelle Steuersätze mit einer Bandbreite von 14 % (inländische Personenhandelsgesellschaften) bis 34 % zugrunde gelegt.

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:

Gesamt davon mit einer Restlaufzeit
T€ bis zu 1 Jahr
T€
größer 1 Jahr
T€
davon größer 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten        
gegenüber Kreditinstituten 229.965 8.210 221.755 65.397
  (194.574) (21.707) (172.867) (6.320)
aus Lieferungen und Leistungen 216.536 216.515 21 0
  (205.328) (205.328) (0) (0)
gegenüber Gesellschaftern 11.320 11.320 0 0
  (75) (75) (0) (0)
gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 960 960 0 0
  (1.808) (1.808) (0) (0)
Sonstige 55.951 55.951 0 0
  (57.711) (55.574) (2.137) (0)
  514.733 292.956 221.776 65.397
  (459.497) (284.492) (175.004) (6.320)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von T€ 23.217 durch Grundpfandrechte an eigenen Grundstücken gesichert. Darlehen zur Finanzierung von Kraftfahrzeugen sind in Höhe von T€ 1.948 durch Sicherungsübereignungen besichert.

Durch die Veränderungen im Konsolidierungskreis sind T€ 15.759 an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen der Nagel TK GmbH & Co. KG enthalten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in Einzelfällen durch Eigentumsvorbehalte besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beinhalten sonstige Verbindlichkeiten gegenüber den Kommanditisten der Muttergesellschaft in Höhe von T€ 11.264 und Verbindlichkeiten aus Haftungsvergütung gegenüber der Nagel Logistik-Holding Geschäftsführung GmbH (T€ 56).

Zum Abschlussstichtag bestehen Haftungsverhältnisse gemäß § 268 Abs. 7 i.V.m. § 251 HGB aus der Bestellung von Sicherheiten (Grundschulden) für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 12.500 sowie aus sonstigen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von T€ 102. Eine Passivierung der Haftungsverhältnisse erfolgt nicht, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist.

Die aus Immobilien- und Mobilien-Leasing resultierenden Verpflichtungen (außerbilanzielle Geschäfte) sind durch mehrere Sale-and-Lease-back-Transaktionen entstanden und stellen sich wie folgt dar:

Gesamt- davon
verpflichtungen
T€
bis zu 1 Jahr
T€
zwischen 1 und 5 Jahren
T€
von mehr als 5 Jahre
T€
Sale-and-Lease-back-        
Transaktionen 18.944 3.724 11.390 3.830

Zur Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB in einer Tabelle zusammengefasst dargestellt:

Art Zweck Vorteil Chance Risiko
Sale-and-Lease-back Finanzierung der Errichtung von Niederlassungen und Betriebs- und Geschäftsausstattungen Liquiditätszufluss Ankaufsrecht und/oder Andienungsrecht Möglichkeit, die Immobilien durch ein eintretendes Ereignis zu einem Preis zwischen Restbuchwert und Verkehrswert zu erwerben Rückkaufsverpflichtung über Verkehrswert

Die daraus resultierenden Verpflichtungen sowie die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

31.12.2017
T€
Verpflichtungen  
aus Immobilien- und Mobilien-Leasing (außerbilanzielle Geschäfte gem. § 285 Nr. 3 HGB) 18.944
im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB aus Leasingverträgen 94.438
Gesamtbetrag der Verpflichtungen aus Leasingverträgen 113.382
Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB aus Miet- und Wartungsverträgen 548.716
Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen 662.098

Der Konzern verkauft Forderungen im Rahmen von revolvierenden ABS-Transaktionen und Factoring. Mit diesen Programmen werden die Liquidität und der Finanzmittelfonds gestärkt, Finanzierungskosten reduziert und die latenten Ausfallrisiken im Forderungsbestand an den Erwerber übertragen. Zum Bilanzstichtag sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 71.071 (Vorjahr T€ 71.107) veräußert. Weiterhin resultierten aus Zahlungseingängen auf verkaufte Forderungen vor dem Bilanzstichtag, die noch nicht weitergeleitet wurden, Mittelzuflüsse in Höhe von T€ 23.032 (Vorjahr T€ 19.814). Nach Abzug der Guthaben auf den Reservekonten in Höhe von T€ 13.108 (Vorjahr T€ 12.531) sind hieraus Finanzmittel in Höhe von T€ 80.995 (Vorjahr T€ 78.990) zugeflossen.

7. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

2017
T€
2016
T€
Frachterlöse 1.255.445 1.244.962
Lager- und Kommissionierungserlöse 186.632 180.925
Miet-, Treibstoff- und sonstige Erlöse 159.878 149.620
  1.601.955 1.575.507
Erlösschmälerungen 6.208 8.771
  1.595.747 1.566.736

Die geographische Verteilung stellt sich wie folgt dar:

2017
T€
2016
T€
Deutschland 1.001.885 998.302
Westeuropa 207.820 204.296
Nordeuropa 138.672 126.252
Südeuropa 123.878 132.157
Osteuropa 123.492 105.729
  1.595.747 1.566.736

Die im Konzernabschluss enthaltenen periodenfremden Erträge und Aufwendungen des Geschäftsjahres 2017 lassen sich wie folgt darstellen:

T€
Erträge aus  
Anlagenabgängen 30.354
der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 2.564
der Auflösung von Rückstellungen 1.233
aus sonstigen Sachverhalten 21
Periodenfremde Erträge 34.172
T€
Aufwendungen aus  
Anlagenabgängen 3.038
aus sonstigen Sachverhalten 1.194
Periodenfremde Aufwendungen 4.232

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 2.662 (Vorjahr T€ 2.200).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 2.528 (Vorjahr T€ 1.904) enthalten.

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern in Höhe von netto T€ 4.763 (Vorjahr Aufwand von T€ 92) enthalten und sind von außergewöhnlicher Größenordnung.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 232 (Vorjahr T€ 171).

Der Anteil anderer Gesellschafter am Konzernergebnis setzt sich aus Gewinnanteilen von T€ 465 (Vorjahr T€ 413) und aus Verlustanteilen in Höhe von T€ 1.590 (Vorjahr T€ 111) zusammen.

Im Geschäftsjahr 2017 werden Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Diese beinhalten Abgänge aus dem Anlagevermögen von T€ 30.354, die sich insbesondere aus der Veräußerung von Immobilien und Fuhrpark zusammensetzen. Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung stellen Transformationskosten im Rahmen der Restrukturierung bzw. Reorganisation in Höhe von insgesamt T€ 9.530 dar und betreffen vor allem Abfindungen und Drohverlustrückstellungen.

8. Sonstige Angaben

a) Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2017 erfolgte die Geschäftsführung der Gesellschaft durch die alleinvertretungsberechtigte persönlich haftende Gesellschafterin, die Nagel Logistik-Holding Geschäftsführung GmbH, Versmold, vertreten durch Frau Marion Nagel, Speditionskauffrau, Versmold.

Zum 1. März 2018 sind die persönlich haftenden Gesellschafter, die Nagel Logistik-Holding Geschäftsführung GmbH und Frau Marion Nagel aus der Nagel-Group SE & Co. KG ausgeschieden. Zeitgleich ist die Nagel-Group Verwaltungs-SE als neue persönlich haftende Gesellschafterin eingetreten. Das Grundkapital der Nagel-Group Verwaltungs-SE beträgt T€ 120. Die Geschäftsführung erfolgt durch die geschäftsführenden Direktoren Tobias Nagel, Frank Böschemeier, Björn Schniederkötter und Gerd Neuenstein.

b) Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Bezüge des Mitgliedes der Geschäftsführung wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

c) Mitarbeiter

Die Anzahl der 2017 im Konzernabschluss beschäftigten Mitarbeiter betrug durchschnittlich:

Nagel-Group ohne Teilkonzern Nagel TK GmbH & Co. KG Teilkonzern Nagel TK GmbH & Co. KG Nagel-Group mit Teilkonzern Nagel TK GmbH & Co. KG
Angestellte 4.622 517 5.139
gewerbliche Arbeitnehmer 6.046 662 6.708
  10.668 1.179 11.847
Auszubildene 575 65 640
Summe 11.243 1.244 12.487

d) Einsatz derivativer Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Zinsrisiken aus langfristigen Darlehen im Nominalvolumen vom T€ 87.465 (Vorjahr T€ 99.733) werden im Konzern derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Am Bilanzstichtag bestehen Zins-Swaps mit einem Nominalvolumen von T€ 88.152 (Vorjahr T€ 101.416), für die Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB (Mikro- und Portfolio-Hedges) gebildet wurden. Hinsichtlich des negativen Marktwerts (T€ 762) dieser Zinsswaps wurde daher auf die Bildung einer Drohverlustrückstellung verzichtet. Der beizulegende Zeitwert der Finanzinstrumente wurde nach der mark-to-market Methode ermittelt. Der Ausgleich der gegenläufigen Zahlungsströme erfolgt über die Laufzeit der zugrunde liegenden Darlehen. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit basiert auf der Übereinstimmung der Bedingungen und Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wird prospektiv mit der Critical Terms Match Methode überprüft. Diese wird angewendet, da jeweils alle Bewertungsparameter von Grund- und Sicherungsgeschäften im Wesentlichen übereinstimmen. Die bilanzielle Abbildung der Bewertungseinheiten erfolgt anhand der Einfrierungsmethode.

e) Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus dem Kassenbestand, den vorhandenen Kontokorrent- und Festgeldguthaben sowie aus jederzeit fälligen Kontokorrentverbindlichkeiten der Konzerngesellschaften zum Bilanzstichtag zusammen.

f) Abschlussprüferhonorar

Das Honorar des Abschlussprüfers betrug für Abschlussprüfungsleistungen T€ 183, für Steuerberatungsleistungen T€ 75, für sonstige Bestätigungsleistungen T€ 14 und für sonstige Leistungen T€ 190.

9. Inanspruchnahme von Befreiungsvorschriften

Folgende Gesellschaften nehmen die Befreiungsvorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. nach § 264b HGB in Anspruch:

Gesellschaft, Sitz

BeaTo Eschweiler GmbH & Co. KG, Versmold

Behla Spedition GmbH, Versmold

Boes Transport-Service GmbH & Co. Spedition KG, Versmold

Boes Transport-Service Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH, Versmold

CAL Consult GmbH, Versmold

Eurocool Nagel GmbH & Co. KG, Versmold

Eurocool Nagel Verwaltungsgesellschaft mbH, Versmold

Food Logistics Versmold GmbH, Versmold

Hartmann Spedition und Logistik GmbH, Dissen

Kraftverkehr Nagel SE & Co. KG, Versmold (vormals Kraftverkehr Nagel GmbH & Co. KG)

Kurt Nagel + Co. oHG, Versmold

LK Logistik GmbH, Versmold

MoproLog Erftstadt GmbH, Versmold

MUK Beteiligung GmbH, München

Nagel Airfreight GmbH, Frankfurt am Main

Nagel Albatros Speditions GmbH, Kehl-Auenheim

Nagel Deutschland GmbH, Versmold

Nagel Emballage Services GmbH, Versmold

Nagel Financial Services GmbH, Versmold

Nagel Frozen Food Logistics GmbH, Versmold

Nagel Inhouse Logistics Services GmbH, Versmold

Nagel Logistik + Beteiligungs GmbH, Versmold

Nagel Protection Services GmbH, Versmold

Nagel TK GmbH & Co. KG, Versmold

Nagel Trailer Services GmbH, Versmold

Nagel Transporte GmbH, Versmold

Nagel Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Versmold

Nagel-Group SE & Co. KG, Versmold (vormals Nagel Logistik-Holding GmbH & Co. KG)

S & G Gefrier- und Lagerhausgesellschaft mbH, Rostock

Schäfer Logistik GmbH, Wilnsdorf-Rudersdorf

Schulze Liquid Food Services GmbH, Versmold

Schulze Logistik Berlin GmbH, Wustermark

Schulze Logistik GmbH & Co. KG, Versmold

Schulze Logistik Gotha GmbH, Gotha

Schulze Logistik Halle GmbH, Halle

Schulze Transportlogistik GmbH,Versmold

Schulze Verwaltungsgesellschaft mbH, Versmold

SFD Kring-Oehrle Frischelogistik GmbH, Nürnberg

TLB Tiefkühl-Lager-Betriebs GmbH, München

TRANSTHERMOS GmbH & Co. KG, München

TRANSTHERMOS Holding GmbH, München

Versmolder Speditions-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Versmold

10. Nachtragsbericht

Zum 1. April 2018 hat Nagel Danmark A/S sämtliche Anteile des Joint Ventures Nagel Liller A/S übernommen. Nagel Danmark war seit der Gründung von Nagel Liller im April 2017 mit 62,5 Prozent an Nagel Liller beteiligt.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, die einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns darstellen, haben sich nicht ergeben.

 

Versmold, den 22. Mai 2018

Nagel-Group SE & Co. KG
Nagel-Group Verwaltungs-SE

Tobias Nagel

Frank Böschemeier

Björn Schniederkötter

Gerd Neuenstein

Konzernanlagenspiegel

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2017
Veränderung des Konsolidierungskreises
Zugang
Umbuchungen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 17.936.068,77 0,00 2.489.898,59 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.602.553,32 5.389.422,12 2.455.785,83 1.700.191,14
3. Geschäfts- oder Firmenwert 16.286.318,73 68.075.879,87 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 2.048.938,94 1.282.725,57 1.294.171,27 -1.700.191,14
  60.873.879,76 74.748.027,56 6.239.855,69 0,00
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 260.340.146,35 351.617,37 3.481.656,38 89.655,72
2. Technische Anlagen und Maschinen 45.845.538,31 15.820.885,51 4.845.092,18 7.500,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 135.599.188,19 19.082.922,00 15.116.293,57 1.638.904,68
4. Fuhrpark 90.413.931,70 3.782.894,83 2.370.336,36 0,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.954.459,42 140.035,73 6.333.089,98 -1.736.060,40
  536.153.263,97 39.178.355,44 32.146.468,47 0,00
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 339.062,96 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 2.831.845,64 0,00 362.503,13 0,00
3. Beteiligungen 50.051,17 7.984,00 31.300,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8.088.542,23 0,00 7.154.774,55 0,00
5. Genossenschaftsanteile 10.544,75 0,00 235,78 0,00
6. Sonstige Ausleihungen 38.055.511,60 18.010,00 1.537.331,76 0,00
  49.375.558,35 25.994,00 9.086.145,22 0,00
  646.402.702,08 113.952.377,00 47.472.469,38 0,00
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Abgang
Währungdifferenzen
31.12.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 132.637,07 0,00 20.293.330,29
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.694.482,19 -22.651,01 30.430.819,21
3. Geschäfts- oder Firmenwert 400.000,00 -7.896,75 83.954.301,85
4. Geleistete Anzahlungen 1.391,40 0,00 2.924.253,24
  4.228.510,66 -30.547,76 137.602.704,59
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 51.898.071,59 -328.729,71 212.036.274,52
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.274.692,02 88.171,03 63.332.495,01
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.978.645,95 -304.460,25 158.154.202,24
4. Fuhrpark 49.730.442,68 -861.649,53 45.975.070,68
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 472.204,63 4.193,03 8.223.513,13
  118.354.056,87 -1.402.475,43 487.721.555,58
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 339.062,96
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 600.746,46 0,00 2.593.602,31
3. Beteiligungen 9.401,13 -0,04 79.934,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 15.243.316,78
5. Genossenschaftsanteile 0,00 -153,53 10.627,00
6. Sonstige Ausleihungen 5.510.896,23 0,00 34.099.957,13
  6.121.043,82 -153,57 52.366.500,18
  128.703.611,35 -1.433.176,76 677.690.760,35
Abschreibungen
01.01.2017
Veränderung des Konsolidierungskreises
Zugang
Abgang
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 10.920.896,20 0,00 2.772.753,98 46.687,07
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.022.754,46 4.445.673,12 2.403.590,18 3.653.728,19
3. Geschäfts- oder Firmenwert 12.030.947,83 0,00 611.817,76 400.000,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  40.974.598,49 4.445.673,12 5.788.161,92 4.100.415,26
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 66.591.811,02 77.897,37 7.546.265,15 17.675.387,93
2. Technische Anlagen und Maschinen 22.160.262,78 7.139.253,51 3.141.233,81 1.988.119,25
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 78.093.142,17 11.692.107,00 14.202.394,02 7.429.296,98
4. Fuhrpark 47.717.652,68 2.592.056,83 10.490.146,04 34.005.743,81
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  214.562.868,65 21.501.314,71 35.380.039,02 61.098.547,97
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 178.947,53 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
6. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  178.947,53 0,00 0,00 0,00
  255.716.414,67 25.946.987,83 41.168.200,94 65.198.963,23
Abschreibungen
Währungdifferenzen
31.12.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 13.646.963,11
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -14.040,69 21.204.248,88
3. Geschäfts- oder Firmenwert -7.897,46 12.234.868,13
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
  -21.938,15 47.086.080,12
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 82.747,69 56.623.333,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 30.834,50 30.483.465,35
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -187.595,31 96.370.750,90
4. Fuhrpark -555.125,24 26.238.986,50
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
  -629.138,36 209.716.536,05
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 178.947,53
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
5. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00
6. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
  0,00 178.947,53
  -651.076,51 256.981.563,70
Restbuchwerte
31.12.2017
31.12.2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.646.367,18 7.015.172,57
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.226.570,33 6.579.798,86
3. Geschäfts- oder Firmenwert 71.719.433,72 4.255.370,90
4. Geleistete Anzahlungen 2.924.253,24 2.048.938,94
  90.516.624,47 19.899.281,27
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 155.412.941,22 193.748.335,33
2. Technische Anlagen und Maschinen 32.849.029,66 23.685.275,53
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 61.783.451,34 57.506.046,02
4. Fuhrpark 19.736.084,18 42.696.279,02
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.223.513,13 3.954.459,42
  278.005.019,53 321.590.395,32
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 160.115,43 160.115,43
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 2.593.602,31 2.831.845,64
3. Beteiligungen 79.934,00 50.051,17
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 15.243.316,78 8.088.542,23
5. Genossenschaftsanteile 10.627,00 10.544,75
6. Sonstige Ausleihungen 34.099.957,13 38.055.511,60
  52.187.552,65 49.196.610,82
  420.709.196,65 390.686.287,41

Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2017

2017
T€
2016
T€
Konzernjahresüberschuss 13.033 10.304
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 41.168 44.659
+ Zunahme der Rückstellungen 8.438 4.851
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -502 4.130
- Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -27.316 -2.356
+/- Abnahme/Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 19.058 -13.565
-/+ Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -11.616 13.223
+ Zinsaufwendungen/Zinserträge 6.101 5.714
- Erträge aus Beteiligungen/assoziierten Unternehmen/Ausleihungen -3.758 -7.418
+ Erhaltene Zinsen 61 30
+ Ertragsteueraufwand 4.449 5.456
- Ertragsteuerzahlungen -9.355 -6.737
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 39.761 58.291
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -6.240 -4.792
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 50.700 12.217
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -32.146 -34.744
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 5.393 22.364
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -8.790 -3.553
- Auszahlungen für zur kurzfristigen Veräußerung vorgesehene Vermögensgegenstände -6.354 -15.472
+ Einzahlungen für zur kurzfristigen Veräußerung vorgesehene Vermögensgegenstände 15.472 0
+ Erhaltene Erträge aus Beteiligungen/assoziierten Unternehmen/Ausleihungen 3.499 3.291
+ Erhaltene Zinsen 138 558
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit 21.672 -20.131
- Auszahlung an Unternehmenseigner -4.460 -9.243
-/+ Saldo der zahlungswirksamen Veränderungen aus Forderungsverkäufen 1.171 -5.564
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 200.000 0
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -215.054 -21.244
- Gezahlte Zinsen -7.477 -7.407
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -25.820 -43.458
+ Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 35.613 -5.298
+ Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -191 -1.053
+ Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 6.882 0
+ Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres 55.395 61.746
= Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres 97.699 55.395
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:    
  31.12.2017 31.12.2016
Liquide Mittel 99.853 57.105
Täglich fällige Bankverbindlichkeiten -2.154 -1.710
  97.699 55.395

Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2017

Mutterunternehmen
Rücklagen Summe
Kapitalanteile der Kommanditisten
Rücklagen gemäß Gesellschaftsvertrag
Sonstige Gewinnrücklagen
Stand 31.12.2016 51.600.000,00 70.309.424,34 74.705.255,91 145.014.680,25
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00
Änderung des Konsolidierungskeises 8.400.000,00 30.782.515,78 0,00 30.782.515,78
Verrechnung Rücklagen 0,00 -31.000.000,00 0,00 -31.000.000,00
Übrige Veränderungen 0,00 0,00 67.200,89 67.200,89
Konzernjahresüberschuss 0,00 10.444.714,56 3.712.850,21 14.157.564,77
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 -10.444.714,56 0,00 -10.444.714,56
Stand 31.12.2017 60.000.000,00 70.091.940,12 78.485.307,01 148.577.247,13
Mutterunternehmen
Summe
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
Stand 31.12.2016 -4.136.458,22 192.478.222,03
Währungsumrechnung -1.336.945,16 -1.336.945,16
Änderung des Konsolidierungskeises 0,00 39.182.515,78
Verrechnung Rücklagen 0,00 -31.000.000,00
Übrige Veränderungen 0,00 67.200,89
Konzernjahresüberschuss 0,00 14.157.564,77
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 -10.444.714,56
Stand 31.12.2017 -5.473.403,38 203.103.843,75
Minderheitsgesellschafter
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne / Verluste
Summe
Konzerneigenkapital
Stand 31.12.2016 922.588,08 0,00 2.713.654,87 3.636.242,95 196.114.464,98
Währungsumrechnung 0,00 -69.075,68 0,00 -69.075,68 -1.406.020,84
Änderung des Konsolidierungskeises 0,00 0,00 0,00 0,00 39.182.515,78
Verrechnung Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00 -31.000.000,00
Übrige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00 67.200,89
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 -1.124.593,73 -1.124.593,73 13.032.971,04
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 0,00 0,00 -10.444.714,56
Stand 31.12.2017 922.588,08 -69.075,68 1.589.061,14 2.442.573,54 205.546.417,29

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Nagel-Group SE& Co. KG, Versmold

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss Nagel-Group SE& Co. KG, Versmold, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Nagel-Group SE & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Osnabrück, den 22. Mai 2018

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Prof. Dr. Gregor Solfrian, Wirtschaftsprüfer

ppa. Tobias Kruse Schmidt, Wirtschaftsprüfer

Der Konzernabschluss zum 31.12.2017 wurde am 30.5.2018 gebilligt.

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