Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 187082
Vorher
Sky Media Solutions GmbHPremium Media Solutions GmbHSky Media Network GmbH
Eingetragen
3.8.2010
Branche
Vermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und WerbeflächenFernsehveranstalter und Verbreitung von VideoinhaltenErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Gegenstand
Direkt oder indirekt: Verkauf und Vermarktung von Kommunikationsflächen für audiovisuelle, interaktive und sonstige Medien im deutschsprachigen Raum, insbesondere Werbezeiten für Fernsehveranstalter, Teledienste und Mediendienste sowie sonstige online Dienste und ip-basierte Dienste; Verkauf und Vermarktung von Werbegemeinschaften und Sponsoring einschließlich Eventsponsoring, insbesondere für Fernsehwerbung im deutschsprachigen Raum; Vermarktung von Events, wie insbesondere von Sportevents; Merchandising und Promotion, insbesondere von Fernsehproduktionen und sonstigen audiovisuellen Produktionen, einschließlich zum Beispiel Computerspielen, Teledienstangebote, Mediendienstangebote und sonstige online Angebote im deutschsprachigen Raum; Vermarktung und Promotion von Persönlichkeiten, insbesondere Sportlern (Personality-Marketing);

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tobias Juchmes
seit 23.8.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Sky Deutschland Fernsehen GmbH & Co. KG
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sky Media GmbH

Unterföhring

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Grundlagen der Gesellschaft

Die Sky Media GmbH (im Folgenden: Sky Media oder die Gesellschaft) gehört als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Sky Deutschland Fernsehen GmbH & Co. KG (im Folgenden: Sky Deutschland KG) zum Konzernverbund der Comcast Corporation mit Sitz in Philadelphia, Pennsylvania (USA). Mit „Sky“ wird im Folgenden die Sky-DACH-Gruppe (d.h. Sky Deutschland GmbH und deren Tochtergesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz) bezeichnet.

Die Gesellschaft erbringt ihre Serviceleistungen hauptsächlich für die Sky Deutschland KG. Aus diesem Grund ist die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft im Ergebnis insbesondere abhängig von der Geschäftsentwicklung der Sky Deutschland KG.

Geschäftstätigkeit der Sky Media GmbH

Als deutsche Vermarktungsgesellschaft im Bereich Pay-TV und ebenfalls in der Free-TV-Vermarktung verantwortet die Sky Media den Werbezeitenverkauf für die Sky Deutschland KG und weitere Sender und ist im strategischen Wachstumsfeld der digitalen Bewegtbildvermarktung und ergänzend im Segment der Display- Vermarktung tätig. Das weitreichende Portfolio umfasst unter anderem Premium Live-Sport wie zum Beispiel die Fußball Bundesliga und 2. Bundesliga und die Formel 1, die Sky eigenen Filmkanäle (z.B. Sky Cinema Premieren oder Sky Atlantic) oder aber Angebote anderer Kunden (13th Street, Universal Channel und Syfy).

Die Geschäftsentwicklung der Sky Media ist direkt und indirekt insbesondere abhängig von der Geschäftsentwicklung der Sky Deutschland KG und diese wiederum von der europäischen Sky Gruppe.

Die finanziellen Leistungsindikatoren der Sky Media, die zur Steuerung der Gesellschaft eingesetzt werden, sind die Umsatzerlöse sowie das Jahresergebnis vor Abführung, die in der Ertragslage sowie im Geschäftsverlauf dargestellt wurden. Eine Betrachtung des Jahresergebnisses vor Abführung gibt nach Ansicht des Managements ein aussagefähiges Bild über die Rentabilität der Gesellschaft. Die Gesamtumsätze spiegeln die Ertragskraft der Gesellschaft wider. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren werden derzeit zur Steuerung der Gesellschaft nicht herangezogen.

Wirtschaftsbericht

Wirtschaftliches Umfeld

Wirtschaftslage

Die Bundesregierung berichtete für 2023 einen Rückgang des (preisbereinigten) Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3 Prozent und erwartet für das Jahr 2024 einen Anstieg um 0,2 Prozent.1 Der Sachverständigenrat ermittelte für das Jahr 2023 eine Zuwachsrate des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von -0,4 Prozent und prognostiziert für das Jahr 2024 eine jahresdurchschnittliche Zuwachsrate des realen Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 0,7 Prozent.2 Für das Jahr 2025 geht der Sachverständigenrat von einem BIP-Wachstum von 0,4 Prozent aus.3

1 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2024/03/03-jahreswirtschaftsbericht-2024.html.
2 https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/jahresgutachten-2023.html.
3 https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/gutachten/jg202425/JG202425_Gesamtausgabe.pdf

Entwicklung audiovisueller Medienmarkt

Im Jahr 2023 entwickelte sich die Werbewirtschaft im Vergleich zum Jahr 2022 in Bezug auf die Gesamt-Netto-Werbeerlöse der erfassbaren Werbeträger konstant. Der Netto-Werbeumsatz im Bereich Fernsehen verzeichnete im Jahr 2023 ein Minus von 9,2 Prozent auf 3,65 Milliarden Euro (Vj. 4,02 Milliarden Euro). Wie schon im Vorjahr stellten die Netto-Werbeumsätze der Streamingangebote das höchste Wachstum in der Bewegtbildwerbung dar, die im Jahr 2023 mit 10,1 Prozent auf 1,43 Milliarden Euro (Vj. 1,30 Milliarden Euro) stiegen.4

Entwicklung Werbemarkt

Nach dem leichten Rückgang im Jahr 2022 wuchsen in 2023 die Netto-Werbeeinnahmen um 0,7 Prozent auf 25,9 Milliarden Euro. Weiteres Wachstum war aufgrund der wirtschaftlichen Gegebenheiten (Rückgang des BIP, hohe Inflation und geringe Konsumneigung) nicht möglich. Im Vergleich zu 2022 konnten die Werbeeinnahmen in allen Internet-basierten Bereichen z.T. deutlich gesteigert werden, wohingegen Gattungen wie Print, lineares Fernsehen oder postalische Außenwerbung z.T. deutliche Einbußen verzeichneten. Am Ende des Jahres 2023 steuert der Internet-basierte Bereich die Hälfte der Umsätze des Gesamtwerbemarkts bei.5

Geschäftsverlauf

Geschäftsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 wurde weiter in Werbetechnologien investiert. Diese wurden vor allem in digitalen Technologien getätigt, um die Kapitalisierung von VoD-Diensten ab dem Jahr 2023 vorzubereiten, insb. für die Plattformen WOW und Sky Q Multiscreen. Des Weiteren wurde ein Projekt für die AGF/Nielsen Streaming- Messung auf Sky Plattformen weitergeführt, um künftig dem neuen Bewegtbild-Messstandard entsprechen zu können. Sky Medias Premium-Targeting-Ansatz AdSmart wurde um neue Segmentierungsoptionen erweitert, die es ermöglichen, Sky-Haushalte noch gezielter auf Basis ihres VoD-Nutzungsverhaltens, ihrer Zugehörigkeit zu sowie ihres Levels im Sky-Loyalty-Programm und ihrer Interessen werblich anzusprechen. Hinsichtlich der Mediasysteme wurden ausführliche Analysen zum Bedarf an Weiterentwicklung neuer Funktionalitäten vorgenommen, insbesondere um das wachsende Digitalgeschäft von Sky Media prozessual und operativ perspektivisch zu verbessern.

Trotz des veränderten Nutzungsverhaltens vom klassischen TV hin zu Streamingdiensten bleibt besonders der Sport mit den Live Fußball Übertragungen relativ krisenfest. Ein Reichweitenrückgang im TV konnte mit dem digitalen Anstieg im VoD-Segment einhergehend mit dem generellen Markttrend gut abgefedert werden. Die wachsenden Digitalbudgets unterstützten den Trend in der Sky Media.

Mitarbeiter

Durchschnittlich wurden im Geschäftsjahr 2023 66 Mitarbeiter (Vorjahr: 65 Mitarbeiter) im Sinne von § 267 Abs. 5 HGB beschäftigt.

Wirtschaftliche Lage der Sky Media GmbH

Vermögenslage

Das Anlagevermögen sank auf 8 Tsd. Euro (Vj. 148 Tsd. Euro). Die Reduzierung resultierte im Wesentlichen aus Abgängen von immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von 110 Tsd. Euro.

4 Veröffentlichung VAUNET: https://vau.net/wp-content/uploads/2024/05/VAUNET-Publikation Audio-und-Audiovisuelle-Werbung-in- Deutschland-2023-2024 final.pdf
5 Veröffentlichung VAUNET: https://vau.net/wp-content/uploads/2024/05/VAUNET-Publikation Audio-und-Audiovisuelle-Werbung-in- Deutschland-2023-2024 final.pdf

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beliefen sich auf 62.407 Tsd. Euro (Vj. 77.125 Tsd. Euro), was einer Verringerung von 14.718 Tsd. Euro entspricht. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus einem geringeren Guthaben innerhalb des Cash-Pools in Höhe von 47.175 Tsd. Euro (Vj. 67.416 Tsd. Euro). Gegenläufig dazu sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 5.352 Tsd. Euro angestiegen.

Als Folge des mit der Muttergesellschaft Sky Deutschland KG bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags ergab sich keine Veränderung im Eigenkapital.

Die sonstigen Rückstellungen beliefen sich auf 5.846 Tsd. Euro (Vj. 7.827 Tsd. Euro) und entfallen im Wesentlichen auf Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie Rückstellungen für Abfindungen aus einem Restrukturierungsprogramm. Die Verringerung ist insbesondere auf den Rückgang der Rückstellungen für Abfindungen um 1.438 Tsd. Euro auf 1.300 Tsd. Euro (Vj. 2.738 Tsd. Euro) zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten gingen in Summe auf 54.757 Tsd. Euro (Vj. 66.641 Tsd. Euro) zurück. Zum 31. Dezember 2022 zeigte die Sky Media eine Verbindlichkeit gegenüber dem verbundenen Unternehmen Comcast Capital International Limited, London (im Folgenden „CCIL“ genannt) in Höhe von 24.350 Tsd. Euro, wohingegen zum 31. Dezember 2023 eine Forderung besteht. Gegenläufig sind die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Sky Deutschland KG auf 50.224 Tsd. Euro (Vj. 37.330 Tsd. Euro) gestiegen.

Die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Sky Deutschland KG ist im Wesentlichen auf die höheren offenen Gewinnabführungen in Höhe von 18.145 Tsd. Euro (Vj. 11.270 Tsd. Euro) sowie Verbindlichkeiten aus dem Bezug von Werbeflächen in Höhe von 29.561 Tsd. Euro (Vj. 24.363 Tsd. Euro) zurückzuführen. Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung erklärt sich im Wesentlichen aus der im Vorjahreswert enthaltenen Saldierung von Forderungen aus Gewinnabführungsvertrag, die im Geschäftsjahr 2023 bezahlt worden sind.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten belief sich auf 520 Tsd. Euro (Vj. 1.507 Tsd. Euro) und beinhaltet im Wesentlichen Abgrenzungen im Zusammenhang mit Erlösen aus der Werbevermarktung.

Finanzlage

Die Gesellschaft vereinbarte am 22. November 2021 die Teilnahme an einem Cash-Pooling in der Comcast Gruppe bei der die CCIL als die Abwicklungsgesellschaft fungiert und das Masterkonto besitzt. Am 31. Dezember 2023 hat die Gesellschaft eine Forderung in Höhe von 47.145 Tsd. Euro gegen die CCIL (Vj. Verbindlichkeit in Höhe von 24.350 Tsd. Euro).

Der Ausweis der Forderung aus dem Cash-Pooling mit der CCIL erfolgt unter „Forderungen gegen verbundene Unternehmen“, korrespondierend ggf. der Ausweis der Verbindlichkeiten. Als Konsequenz beträgt das Guthaben der Gesellschaft bei Kreditinstituten zum Bilanzstichtag immer 0 Euro.

Die laufende Zahlungsfähigkeit des Unternehmens ist durch die o.g. Cash-Pooling Vereinbarung mit der CCIL sichergestellt.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse beliefen sich im Geschäftsjahr auf 19.561 Tsd. Euro (Vj. 28.645 Tsd. Euro) und resultieren im Wesentlichen aus der Vermarktung von TV-Werbezeiten für die Sky Deutschland KG sowie aus der Vermarktung von Werbezeiten für Drittsender. Der Rückgang der Umsatzerlöse ist im Wesentlichen auf das im Geschäftsjahr schwierigere Marktumfeld und die im Vorjahr höheren Einmaleffekte aus der Bilanzierung von Naturalrabatten, welche im Geschäftsjahr 2023 nicht mehr in dieser Höhe gewährt wurden, zurückzuführen.

Die Herstellungskosten beliefen sich auf 17.284 Tsd. Euro (Vj. 15.022 Tsd. Euro). Die Erhöhung der Herstellungskosten ist im Wesentlichen durch die um 3.104 Tsd. Euro auf 7.348 Tsd. Euro (Vj. 4.244 Tsd. Euro) gestiegenen Werbekosten sowie der sonstigen Herstellungskosten in Höhe von 1.294 Tsd. Euro (Vj. 545 Tsd. Euro) begründet. Gegenläufig reduzierten sich die Aufwendungen für Vermarktungsprovisionen auf 1.446 Tsd. Euro (Vj. 3.213 Tsd. Euro). Somit errechnet sich im Geschäftsjahr 2023 ein Bruttoergebnis vom Umsatz in Höhe von 2.277 Tsd. Euro (Vj. 13.623 Tsd. Euro).

Die allgemeinen Verwaltungskosten betrugen im Geschäftsjahr 980 Tsd. Euro (Vj. 901 Tsd. Euro) und resultierten im Wesentlichen aus den Gebäudekosten (Gebäudeumlagen sowie Mieten für Gebäude) in Höhe von 800 Tsd. Euro (Vj. 715 Tsd. Euro).

Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf 1.202 Tsd. Euro (Vj. 2.159 Tsd. Euro). Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge ergibt sich insbesondere aus den geringeren Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von 1.090 Tsd. Euro (Vj. 1.716 Tsd. Euro) und Ausbuchungen von Verbindlichkeiten in Höhe von 109 Tsd. Euro (Vj. 206 Tsd. Euro) sowie den in diesem Geschäftsjahr nicht enthaltenen Erträgen aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen, die im Vorjahr 230 Tsd. Euro betrugen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 581 Tsd. Euro (Vj. 111 Tsd. Euro) und beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Wertberichtigungen von Forderungen in Höhe von 560 Tsd. Euro (Vj. 88 Tsd. Euro).

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betrugen 1.670 Tsd. Euro (Vj. 449 Tsd. Euro) und betreffen Zinserträge aus dem Cash-Pooling mit dem verbundenen Unternehmen CCIL in Höhe von 932 Tsd. Euro (Vj. 0 Tsd. Euro) sowie Zinserträge von der Gesellschafterin Sky Deutschland KG in Höhe von 738 Tsd. Euro (Vj. 449 Tsd. Euro), die im Wesentlichen auch aus Cash-Pooling resultieren.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betrugen 285 Tsd. Euro (Vj. 157 Tsd. Euro) und enthalten im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus dem Cash-Pooling mit dem verbundenen Unternehmen CCIL in Höhe von 285 Tsd. Euro (Vj. 157 Tsd. Euro).

Es ergibt sich ein Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von 3.303 Tsd. Euro (Vj. Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von 15.062 Tsd. Euro).

Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung sowie der wirtschaftlichen Lage

Die Entwicklung der Sky Media ist insbesondere abhängig von der Geschäftsentwicklung der Sky Deutschland KG.

Die bedeutsamsten Leistungsindikatoren der Gesellschaft betrugen in Bezug auf die Umsatzerlöse 19,6 Mio. Euro (Vj. 28,6 Mio. Euro) und auf das Ergebnis vor Ergebnisabführung 3,3 Mio. Euro (Vj. 15,1 Mio. Euro). Die Entwicklung der bedeutsamsten Leistungsindikatoren der Gesellschaft entsprach in Bezug auf das Ergebnis vor Ergebnisabführung der Einschätzung für das Geschäftsjahr im Lagebericht des Geschäftsjahres 2022. In Bezug auf die Umsatzerlöse hat sich aufgrund des oben beschriebenen schwierigeren Marktumfelds sowie der Einmaleffekte aus der Bilanzierung von Naturalrabatten ein Rückgang anstatt der erwarteten konstanten Entwicklung ergeben.

Die Geschäftsführung schätzt die Geschäftsentwicklung sowie die Lage der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr trotzdem als zufriedenstellend ein.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Die Entwicklung der Sky Media ist, wie einleitend im Abschnitt „Grundlagen der Gesellschaft“ aufgeführt, im Ergebnis in besonderem Maße abhängig von der Geschäftsentwicklung der Sky Deutschland KG.

Die Gesellschaft erwartet - auf Grundlage der vorliegenden vorläufigen Zahlen - für das Geschäftsjahr 2024 leicht sinkende Umsatzerlöse sowie ein konstantes Ergebnis vor Abführung. Für das Geschäftsjahr 2025 werden leicht steigende Umsatzerlöse und eine sehr starke Verbesserung des Ergebnisses vor Abführung im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024 erwartet, was vor allem durch geringere Herstellungskosten getrieben wird. Nachdem die Geschäftsentwicklung der Sky Media von der Sky Deutschland KG abhängig ist, sind die grundlegenden Annahmen zur Prognose der bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren der Sky Media von der Entwicklung bzw. Prognose der Sky Deutschland KG abhängig. In diesem Zusammenhang ist vor allem die Entwicklung der Abonnentenzahlen der Sky Deutschland KG relevant. Die Sky Deutschland KG erwartet dabei ihrerseits über den obigen Prognosezeitraum insgesamt konstante Abonnentenzahlen, der allerdings eine Veränderung in der Kundenstruktur zugrunde liegt.

Chancen- und Risikobericht

Die Gesellschaft erbringt ihre Leistungen im Wesentlichen für die Sky Deutschland KG, von der sie eine entsprechende Vergütung erhält. Insofern ist die Geschäftsentwicklung der Sky Media in erster Linie von der Geschäftsentwicklung der Sky Deutschland KG abhängig und unterliegt somit im Ergebnis primär den gleichen Chancen und Risiken, welche für die Sky Deutschland KG relevant sind.

Die Sky Deutschland KG gibt folgende wesentliche Chancen zur künftigen Entwicklung an, die auch für den zukünftigen Fortbestand der Sky Media relevant sind:

Chancenbericht

Aufgrund einer kontinuierlichen Steigerung der Pay-TV-Durchdringung hat die Branche allerdings seit 2010 an Zugkraft gewonnen. Laut dem Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VAUNET) lag die durchschnittliche monatliche Nettoreichweite der Pay-TV-Seher in Deutschland im Jahr 2023 bei 18,7 Millionen TV-Seher und stieg somit leicht an (Vj. 18,5 Millionen).6 Für den gesamten Fernsehmarkt inklusive Pay-TV wird bis 2028 im Durchschnitt ein leichter Rückgang der Umsatzerlöse von -1,2 Prozent pro Jahr erwartet. Bei abrufbezogenen Inhalten wird hingegen weiterhin ein Wachstum der Umsatzerlöse prognostiziert. So wird von einem durchschnittlichen Wachstum der Umsätze im S-VoD-Segment von 6,2 Prozent pro Jahr bis 2028 ausgegangen.7 Sky erwartet aufgrund seines vielfältigen Angebots an innovativen Inhalten und Produkten am zukünftigen Branchenwachstum zu partizipieren und die Abonnentenzahl zu erhöhen.

Im Dezember 2024 wurde die Vergabe der Lizenzrechte an der 1. und 2. Deutschen Bundesliga abgeschlossen. Die Sky Deutschland KG sicherte sich bis zum Ende der Saison 2028/29 wesentliche Rechtepakete und bleibt ein wichtiger Partner der DFL Deutsche Fußball Liga. Die Übertragungsrechte gelten für alle Verbreitungswege (Satellit, Kabel, IPTV, Web und Mobilfunk) und neben Deutschland auch für Österreich, die Schweiz, Luxemburg, Liechtenstein, Südtirol und Ostbelgien. Ebenfalls umfasst sind die Rechte zur öffentlichen Vorführung in der Gastronomie, in Hotels sowie weiteren Einrichtungen mit Publikumsverkehr.

Nach Zustimmung der Wettbewerbs- und Medienkonzentrationsbehörden sind RTL Deutschland und die Sky-DACH-Gruppe (Sky German Holdings GmbH und deren Tochtergesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz) mit den Marken RTL+, Sky und WOW unter einem Dach bei zahlenden Abonnenten und Streaming-Umsätzen auf Augenhöhe mit den größten US-amerikanischen Streamingdiensten in der DACH-Region und damit ein attraktiver Partner in den Bereichen Distribution und Streaming.

6 VAUNET: Pay-TV und Paid-VOD in Deutschland 2023-2024; https://vau.net/wp-content/uploads/2024/10/VAUNET-PUBLIKATION_Pay-TV- Paid-VoD-in-Deutschland-2023-2024_final.pdf
7 PwC: German Entertainment and Media Outlook 2024-2028

Bis zur behördlichen Genehmigung der Transaktion sieht die Sky Deutschland KG zudem die Chance durch die Einbindung in die weltweit agierende Comcast-Gruppe Synergieeffekte zu heben und mit diesem starken Partner ihren Kunden weiterhin innovative Programminhalte und Produkte bieten und damit die Abonnentenzahl sowie die Umsätze weiter steigern zu können.

Infolgedessen ergeben sich für die Gesellschaft als Dienstleister der Sky Deutschland KG ebenfalls Geschäftschancen.

Risikobericht

Risikomanagementsystem

Die Gesellschaft ist in das auf Ebene der europäischen Sky-Gruppe installierte Risikomanagementsystem eingebunden. Es hat die Aufgabe, Risiken rechtzeitig zu erkennen, schnell zu bewerten und geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten, um die identifizierten Risiken abzumildern oder zu eliminieren.

Auf Grundlage einer kontinuierlichen und umfassenden Inventur werden alle Risiken systematisch erfasst und bezüglich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer möglichen Auswirkung auf die Geschäftsentwicklung bewertet. Zur Darstellung, welche Risiken den Konzern am stärksten gefährden könnten, werden diese in Bezug auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und die möglichen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung in die Kategorien „marginal“ (marginal), „minor“ (gering), „moderate“ (moderat), „significant“ (signifikant) und „major“ (bedeutend) eingeteilt.

Diese Risiken unterliegen einem halbjährlichen Evaluierungsprozess unter Federführung der zentralen Riskmanagement Abteilung der europäischen Sky Gruppe. Die konsolidierten Gruppenrisiken werden an das Sky Ltd. Risk, Governance and Controls Committee berichtet, das sich aus Vertretern des Managements auf Ebene der europäischen Sky Gruppe zusammensetzt.

Gleichwohl kann auch ein angemessen und funktionsfähig eingerichtetes Risikomanagementsystem nicht garantieren, dass alle Risiken erkannt und gesteuert werden können. Das Risikomanagementsystem beschränkt sich ausschließlich auf Risiken. Geschäftschancen werden innerhalb dieses Prozesses nicht bewertet und analysiert.

Risiken

Der Geschäftsverlauf, die Ergebnisse und die finanzielle Lage der Gesellschaft könnten wesentlichen nachteiligen Veränderungen unterliegen, die heute noch nicht absehbar sind. Die als wesentlich (d.h. „signifikant“ und „bedeutend“ im Sinne unserer Risikoeinstufung) eingeschätzten Risikofaktoren sind nachfolgend dargestellt.

(Groß-)Kundenabhängigkeit

Die Gesellschaft erbringt ihre Serviceleistungen hauptsächlich für die Sky Deutschland KG. Dementsprechend folgt der Werbezeitenverkauf im Wesentlichen dem Geschäftserfolg der Sky Deutschland KG, für die auf Konzernebene primär folgende Geschäftsrisiken identifiziert wurden:

Markt- und Wettbewerbsrisiko, d.h. Konkurrenz durch frei empfangbare öffentlich-rechtliche und private TV-Anbieter, Pay-TV-Anbieter via Kabelnetz, Satellit oder IPTV, Video on Demand (VoD) u.a.m.;

Contentrisiko, d.h. Erwerb und Bereitstellung wesentlicher Programminhalte;

technische Risiken, d.h. die Sicherstellung der Signal- und Datenübertragung und die Verschlüsselung zum Schutz des eigenen Contentangebots.

Veränderungen bei den Abonnentenzahlen, neue oder geänderte Programminhalte und Programmangebote der Sky Deutschland KG wirken sich direkt auf die Vermarktung von Werbezeiten aus. Hierdurch werden die Umsatzerlöse der Gesellschaft bestimmt.

Reputations-, Rechts- und Compliance-Risiken

Als Dienstleister ist die Gesellschaft mit einer Reihe von Risiken konfrontiert, die sich aus der notwendigen Einhaltung regulatorischer Anforderungen der Märkte/Sektoren ergeben, in denen die Sky Deutschland KG sowie die weiteren Kunden tätig sind (z.B. Verbraucherschutz, Wettbewerbsrecht, Datenschutz usw.). Wenn Compliance-Maßnahmen nicht angemessen konzipiert und umgesetzt werden oder nicht effektiv funktionieren, besteht das Risiko einer Nicht-Einhaltung, welches in bestimmten Fällen zu regulatorischen Strafen, rechtlichen Verfahren und Reputationsschäden für die Gesellschaft, aber auch für die Sky Deutschland KG, führen kann.

Sky versucht Risiken in Verbindung mit Rechtsangelegenheiten durch klare Vertragsgestaltungen im Vorfeld zu minimieren, um künftige Schwierigkeiten zu vermeiden. Sky beabsichtigt dabei, seine Position in allen Verfahren zu verteidigen und seine Ansprüche entschieden zu verfolgen.

Finanzielle Risiken / Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Sky Media GmbH unterliegt im Zuge ihrer operativen Geschäftstätigkeit hinsichtlich ihrer Finanzinstrumente verschiedenen Risiken.

Originäre Finanzinstrumente sind auf der Aktivseite die flüssigen Mittel sowie Forderungen und Finanzanlagen. Soweit bei diesen Finanzinstrumenten Ausfallrisiken wahrscheinlich sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst. Auf der Passivseite sind den Finanzinstrumenten die Rückstellungen und alle Verbindlichkeiten zuzuordnen.

Das Finanzmanagement der Sky Media GmbH ist darauf ausgerichtet, negative Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage zu minimieren.

Im Rahmen des konzernweiten Cash- und Liquiditätsmanagements optimiert und zentralisiert die CCIL die Zahlungsströme und stellt somit auch die Liquidität der Gesellschaft sicher. Ein wichtiges Instrument ist dabei das Cash-Pooling-Verfahren, worüber sich die Sky Media auch im Wesentlichen finanziert. Darüber hinaus wird die Liquidität grundsätzlich auf Konzernebene durch die Comcast Corporation sichergestellt.

Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögensgegenständen besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in Höhe der Buchwerte der jeweiligen Vermögensgegenstände.

Zur Vermeidung von Zahlungsausfällen werden Kreditauskünfte über den Vertragspartner eingeholt.

Wirtschaftliches und regulatorisches Umfeld für den Verkauf und die Vermittlung von Werbeflächen

Das Geschäftsmodell der Sky Media basiert auf dem Verkauf und der Vermittlung von Werbeflächen und der Generierung von Werbeerlösen. Ein Einbruch der Preise auf dem Werbemarkt oder Änderungen der rechtlichen und regulatorischen Bedingungen im Zusammenhang mit Werbung und Werbeformen hätten unmittelbare Auswirkungen auf den finanziellen Erfolg des Unternehmens.

Um die Risiken hinsichtlich der rechtlichen und regulatorischen Bedingungen im Zusammenhang mit Werbung und Werbeformen zu minimieren, bringen sich die Gesellschaft sowie die Sky Deutschland KG intensiv in die relevanten Gremien ein und stehen regelmäßig im Kontakt mit den verantwortlichen Aufsichts- und Vollzugsbehörden.

Bewertung des Gesamtrisikos

Sollte sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Hauptkunden der Gesellschaft negativ entwickeln, wird dies (mit zeitlichem Versatz) auch entsprechend negative Auswirkungen auf die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

In Bezug auf die zukünftige Entwicklung der Sky Media hat die Geschäftsführung keine konkreten Risiken identifiziert, die den Fortbestand der Gesellschaft aktuell gefährden.

Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag

Zwischen der Sky Deutschland KG und der Sky Media besteht seit dem 20. Juli 2010 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Eventuell zukünftig entstehende operative Verluste werden durch diesen Vertrag abgedeckt, der mit erstmaligem Kündigungsrecht zum Ablauf 31. Dezember 2015 auf unbestimmte Zeit abgeschlossen wurde. Der Vertrag ist aktuell nicht gekündigt.

 

Unterföhring, 11. August 2025

Tobias Juchmes

Michael Radelsberger

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 42,92 28.734,07
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 110.036,54
42,92 138.770,61
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 115,23 1.259,12
115,23 1.259,12
III. Finanzanlagen Beteiligungen 8.314,81 8.314,81
8.314,81 8.314,81
8.472,96 148.344,54
B. Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.464.666,77 6.112.450,57
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 50.007.358,05 3.472.432,71
3. Forderungen gegen Gesellschafter 729.848,99 67.443.565,93
4. Sonstige Vermögensgegenstände 205.203,77 96.785,27
62.407.077,58 77.125.234,48
62.407.077,58 77.125.234,48
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5.853,75 0,00
62.421.404,29 77.273.579,02

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 1.273.407,28 1.273.407,28
1.298.407,28 1.298.407,28
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 5.846.228,19 7.827.225,21
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.232.325,31 1.450.022,56
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.232.325,31 € (Vorjahr 1.450.022,56 €)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.335.906,87 26.096.803,64
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.335.906,87 € (Vorjahr 26.096.803,64 €)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 50.223.986,88 37.329.582,98
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 50.223.986,88 € (Vorjahr 37.329.582,98 €)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 964.804,15 1.764.400,90
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 964.804,15 € (Vorjahr 1.764.400,90 €)
davon aus Steuern 117.380,61 € (Vorjahr 121.261,02 €)
davon aus sozialer Sicherheit 11.477,69 € (Vorjahr 25.914,24 €)
54.757.023,21 66.640.810,08
D. Rechnungsabgrenzungsposten 519.745,61 1.507.136,45
62.421.404,29 77.273.579,02

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

01.01.2023- 31.12.2023 01.01.2022- 31.12.2022
1. Umsatzerlöse 19.561.386,98 28.645.186,31
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -17.284.013,98 -15.021.967,65
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 2.277.373,00 13.623.218,66
4. Allgemeine Verwaltungskosten -980.197,51 -901.446,82
5. Sonstige betriebliche Erträge 1.201.597,06 2.159.415,66
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -581.089,78 -110.784,67
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.670.467,18 448.932,09
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -285.229,45 -156.980,08
9. Ergebnis nach Steuern 3.302.920,50 15.062.354,84
10. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn -3.302.920,50 -15.062.354,84
11. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Sky Media GmbH (im Folgenden „Sky Media“ genannt), Unterföhring, wurde auf der Grundlage der Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften und des GmbH-Gesetzes erstellt. Gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG wurde das Gliederungsschema der Bilanz um die Posten Forderungen gegen Gesellschafter sowie um den Posten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter erweitert.

Die Sky Media GmbH, Unterföhring, ist eingetragen beim Amtsgericht München unter HRB 187082.

Die Sky Media wird als mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB klassifiziert. Die größenabhängigen Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB werden in Anspruch genommen.

Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren gem. § 275 Abs. 3 HGB.

In den dargestellten Tabellen können aus rechnerischen Gründen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (EUR, % usw.) auftreten.

II. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten zzgl. Anschaffungsnebenkosten nach Anschaffungspreisminderung bewertet und linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Jahr des Zugangs werden die Vermögensgegenstände zeitanteilig abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen im Fall einer voraussichtlich dauernden Wertminderung. Wertaufholungen werden gemäß dem Zuschreibungsgebot nach § 253 Abs. 5 HGB vorgenommen und in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Darüber hinaus enthält der Posten geleistete Anzahlungen auf zukünftige immaterielle Vermögensgegenstände.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten zzgl. Anschaffungsnebenkosten nach Anschaffungspreisminderungen und soweit abnutzbar vermindert um Abschreibungen angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen im Fall einer voraussichtlich dauernden Wertminderung. Wertaufholungen werden gemäß dem Zuschreibungsgebot nach § 253 Abs. 5 HGB vorgenommen und in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Bei den Abschreibungen auf das bewegliche Sachanlagevermögen wird grundsätzlich die lineare Methode über die voraussichtliche Nutzungsdauer angewandt und im Zugangs- bzw. Abgangsjahr „pro rata temporis“ abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu einer Höhe von einschließlich 250,00 € werden im Zugangsjahr direkt als Aufwand erfasst. Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten von 251,00 € bis 1.000,00 € werden in einen jährlichen Sammelposten eingestellt und linear über fünf Geschäftsjahre abgeschrieben und im Anlagengitter unter Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung ausgewiesen. Nach der Abschreibung wird jeweils jahresbezogen der Abgang des Sammelpostens fingiert. Abweichungen zur wirtschaftlichen Nutzungsdauer werden als unwesentlich erachtet.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen im Fall einer voraussichtlich dauernden Wertminderung. Wertaufholungen werden gemäß dem Zuschreibungsgebot nach § 253 Abs. 5 HGB vorgenommen und in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Dabei werden die erkennbaren Einzelrisiken durch individuelle Wertberichtigungen berücksichtigt. Pauschalwertberichtigungen werden nicht gebildet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Fremdwährung bestehen unverändert nicht.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bewertet. Die Sky Media vereinbarte am 22. November 2021 die Teilnahme an einem Cash-Pooling in der Comcast Gruppe bei der die Comcast Capital International Limited, London (im Folgenden „CCIL“ genannt) als die Abwicklungsgesellschaft fungiert und das Masterkonto besitzt. Am Ende jeden Tages wird der Mittelbestand auf den teilnehmenden Bankkonten der Gesellschaft auf das Masterkonto überwiesen. Ein negativer Mittelbestand wird durch das Masterkonto ausgeglichen. Der Ausweis etwaiger Forderungen gegen die CCIL aus dem Cash Pooling erfolgt unter „Forderungen gegen verbundene Unternehmen“, der Ausweis der Verbindlichkeit unter „Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen“. Als Konsequenz beträgt das Guthaben bei Kreditinstituten zum Bilanzstichtag der Gesellschaft immer 0 €.

Rechnungsabgrenzungsposten werden ausschließlich nach Maßgabe des § 250 HGB gebildet.

Das gezeichnete Kapital entspricht Satzung und Handelsregistereintrag und ist in voller Höhe einbezahlt. Die Kapitalrücklage ist eine frei verfügbare Rücklage i.S.d. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Die sonstigen Rückstellungen werden zu ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag unter Einbeziehung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen bewertet. Es werden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Zur Abzinsung wird, der von der Bundesbank veröffentlichte, durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre verwendet. Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen basieren auf der Projected Unit Credit Method (Methode der laufenden Einmalprämien), die nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung der Heubeck'schen „Richttafeln 2018 G“ angewendet wird. Die Zinssätze entsprechen den von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung ermittelten und für den 31. Dezember 2023 bekannt gegebenen Abzinsungssätzen für eine Restlaufzeit von sieben Jahren.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Als Umsatzerlöse werden gemäß § 277 Abs. 1 HGB alle Erlöse aus dem Verkauf von Werbezeiten sowie der Erbringung von Dienstleistungen ausgewiesen.

Der Ausweis der Umsatzerlöse erfolgt nach dem Abzug von Erlösschmälerungen und der Umsatzsteuer sowie sonstiger direkter mit dem Umsatz verbundener Steuern. Entsprechend dem Realisationsprinzip erfolgt eine periodengerechte Erfassung.

III. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Bilanz

(1.1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagengitter (Anlage zum Anhang) dargestellt.

(1.2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich zum Abschlussstichtag auf 11.465 Tsd. € (Vj. 6.112 Tsd. €) und resultieren aus der monatlichen Leistungserbringung. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gewährte Mengenrabatte berücksichtigt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen 50.007 Tsd. € (Vj. 3.472 Tsd. €) und bestehen aus dem Cash-Pool Guthaben gegen die CCIL in Höhe von 47.145 Tsd. € (Vj. Verbindlichkeit in Höhe von 24.350 Tsd. €) und der Leistungsverrechnung mit Schwestergesellschaften in England und Italien in Höhe von 2.862 Tsd. € (Vj. 3.472 Tsd. €).

Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 730 Tsd. € (Vj. 67.444 Tsd. €) bestehen ausschließlich aus noch nicht bezahlten Guthabenzinsen aus dem Cash-Pool.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 205 Tsd. € (Vj. 97 Tsd. €) beinhalten im Wesentlichen debitorische Kreditoren in Höhe von 185 Tsd. € (Vj. 33 Tsd. €) sowie Forderungen gegen Mitarbeiter aus Gehaltsabrechnungen in Höhe von 21 Tsd. € (Vj. 58 Tsd. €).

Alle bestehenden Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(1.3) Eigenkapital

Das Eigenkapital der Gesellschaft setzt sich wie folgt zusammen:

Tsd. € 31.12.2023 31.12.2022
Gezeichnetes Kapital 25 25
Kapitalrücklage 1.273 1.273
1.298 1.298

(1.4) Rückstellungen

Die Rückstellungen bestehend aus sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Tsd. € 31.12.2023 31.12.2022
Abfindungen 1.300 2.738
Ausstehende Rechnungen 3.560 4.368
Prämien 639 501
Urlaub 141 137
Übrige 206 83
5.846 7.827

Unter „Übrige“ sind im Wesentlichen Prüfungskosten und ungewisse Verbindlichkeiten zusammengefasst.

(1.5) Verbindlichkeiten

Tsd. € 31.12.2023 31.12.2022
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 50.224 37.330
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.336 26.097
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.232 1.450
Sonstige 965 1.764
54.757 66.641

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten im Wesentlichen eingegangene Rechnungen für verschiedene Lieferungen und Leistungen diverser Lieferanten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber der NBC Universal Global Networks Deutschland GmbH aus dem Einkauf von Werbeflächen in Höhe von 929 Tsd. € (Vj. 1.502 Tsd. €) sowie Verbindlichkeiten aus Weiterbelastungen im Rahmen eines Mitarbeiteraktienoptionsprogramms in Höhe von 235 Tsd. € (Vj. 156 Tsd. €) gegenüber der Comcast Corporation.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter bestehen gegenüber der Sky Deutschland KG und resultieren im Wesentlichen aus dem Bezug von Werbeflächen in Höhe von 29.561 Tsd. € (Vj. 24.363 Tsd. €), aus der umsatzsteuerlichen Organschaft in Höhe von 2.518 Tsd. € (Vj. 1.696 Tsd. €) und der Gewinnabführungsverpflichtung aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag in Höhe von 18.145 Tsd. € (Vj. 11.270 Tsd. €). Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung erklärt sich im Wesentlichen aus der im Vorjahreswert enthaltenen Saldierung von Forderungen aus Gewinnabführungsvertrag, die im Geschäftsjahr 2023 bezahlt worden sind.

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus kreditorischen Debitoren in Höhe von 683 Tsd. € (Vj. 1.461 Tsd. €), Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer in Höhe von 117 Tsd. € (Vj. 121 Tsd. €) sowie Verbindlichkeiten aus einer unternehmensinternen Complianceuntersuchung in Höhe von 118 Tsd. € (Vj. 118 Tsd. €).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind unbesichert.

(1.6) Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 520 Tsd. € (Vj. 1.507 Tsd. €) beinhaltet im Wesentlichen Abgrenzungen im Zusammenhang mit Erlösen aus der Werbevermarktung. Darin sind auch abgegrenzte Naturalrabatte, die im Folgegeschäftsjahr durch die jeweiligen Agenturen genutzt werden, enthalten.

(1.7) Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen

Diese setzen sich wie folgt zusammen:

Tsd. € 31.12.2023 31.12.2022
Minimumgarantie 4.598 5.403
Umlage Miete und IT 793 877
Leasing KFZ 122 137
Sonstige 988 1.086
Summe 6.501 7.503
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) 910 1.631

Vom Gesamtbetrag sind 6.459 Tsd. € innerhalb des nächsten Jahres (davon 868 Tsd. € gegenüber verbundenen Unternehmen) und 42 Tsd. € (davon 42 Tsd. € gegenüber verbundenen Unternehmen) in mehr als einem und bis zu fünf Jahren fällig.

(2) Gewinn- und Verlustrechnung

(2.1) Umsatzerlöse

Die im Geschäftsjahr erzielten Umsatzerlöse in Höhe von 19.561 Tsd. € (Vj. 28.645 Tsd. €) resultieren aus der Vermarktung von Werbezeiten.

(2.2) Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

Tsd. € 2023 2022
Personalkosten 7.196 7.019
Werbung 7.348 4.244
Vermarktungsprovisionen 1.446 3.213
Sonstige 1.294 545
17.284 15.022

Unter „Sonstige“ sind im Wesentlichen Aufwendungen für EDV, Abschreibungen von Sachanlagen, Bewirtung, Leasing, Reisekosten, Telekommunikation, Instandhaltung und Reparatur sowie Porto zusammengefasst.

(2.3) Materialaufwand nach Gesamtkostenverfahren (gem. § 285 Nr. 8 Buchst. a) HGB)

Tsd. € 2023 2022
Sonstige Provisionen 4.143 2.670
Studio- und Produktionskosten - 0
Wareneinsatz 0 0
4.143 2.670

Bei den sonstigen Provisionen handelt es sich wie im Vorjahr ausschließlich um Aufwendungen für bezogene Leistungen.

(2.4) Personalaufwand nach Gesamtkostenverfahren (gem. § 285 Nr. 8 Buchst. b) HGB)

Tsd. € 2023 2022
Löhne und Gehälter 6.173 6.085
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.024 935
(davon für Altersversorgung) (0) (0)
7.196 7.019

(2.5) Allgemeine Verwaltungskosten

Tsd. € 2023 2022
Gebäudekosten 800 715
Dienstleistungsumlage kaufmännischer Bereich 139 139
Dienstleistungsumlage Innenverwaltung 16 18
Versicherungen 24 29
Sonstige 0 0
980 901

(2.6) Sonstige betriebliche Erträge

Tsd. € 2023 2022
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen - 230
Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten (periodenfremd) 109 206
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (periodenfremd) 1.090 1.716
Erträge aus der Währungsumrechnung 2 7
1.202 2.159

(2.7) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Tsd. € 2023 2022
Wertberichtigungen und Ausbuchung von Forderungen 560 88
Periodenfremde Aufwendungen 2 15
Aufwendungen aus Währungsumrechnung 19 7
Sonstiges - 0
581 111

(2.8) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge belaufen sich auf 1.670 Tsd. € (Vj. 449 Tsd. €) und enthalten Zinserträge gegenüber dem Gesellschafter Sky Deutschland KG in Höhe von 738 Tsd. € (Vj. 449 Tsd. €), die im Wesentlichen aus dem Cash-Pooling resultieren sowie aus dem Cash-Pooling mit der CCIL in Höhe von 932 Tsd. € (Vj. 0 €).

(2.9) Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen belaufen sich auf 285 Tsd. € (Vj. 157 Tsd. €) und enthalten im Wesentlichen Zinsenaufwendungen aus dem Cash-Pooling mit dem verbundenen Unternehmen CCIL in Höhe von 285 Tsd. € (Vj. 157 Tsd. €).

(2.10) Aufwand aus Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag

Es besteht seit dem 20. Juli 2010 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Sky Deutschland KG. Im Rahmen dieses Vertrages wurde für das abgelaufene Geschäftsjahr ein Gewinn in Höhe 3.303 Tsd. € (Vj. Gewinn in Höhe von 15.062 Tsd. €) abgeführt.

IV. Sonstige Angaben

(1) Durchschnittliche Mitarbeiterzahl

Durchschnittlich wurden im Geschäftsjahr 2023 im Sinne von § 267 Abs. 5 HGB 66 Mitarbeiter (Vj: 65 Mitarbeiter), davon im Bereich Management/Verwaltung 27 (Vj: 27) Mitarbeiter und 39 im Bereich Sales/Marketing (Vj: 38) Mitarbeiter beschäftigt.

(2) Geschäftsführung

Zur Geschäftsführung der Gesellschaft waren bzw. sind wie folgt bestellt:

Ralf Hape, Senior Vice President Sky Media, München, bis 31. Juli 2024

Barnaby Mills, Chief Financial Officer (CFO) Sky Deutschland GmbH, München; seit dem 1.11.2023 Chief Executive Officer (CEO), bis 31. Juli 2024

Tobias Juchmes, Chief Financial Officer (CFO) Sky Deutschland GmbH, München, seit 1. August 2024

Michael Radelsberger, Geschäftsführer Sky Österreich Fernsehen GmbH, Wien, seit 1. August 2024

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird für das Geschäftsjahr 2023 Gebrauch gemacht.

(3) Honorare des Abschlussprüfers

Die Angabe über das Honorar des Abschlussprüfers unterbleibt mit Verweis auf § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB.

(4) Konzernzugehörigkeit

Oberstes Mutterunternehmen der Sky Media ist die Comcast Corporation, Philadelphia, USA, in deren Konzernabschluss die Sky Media einbezogen ist (kleinster und größter Konsolidierungskreis). Der nach US GAAP aufgestellte Konzernabschluss ist bei der Comcast Corporation, ID 27-000078, One Comcast Center, Philadelphia, PA, USA 19103, erhältlich bzw. bei als SEC Filing auf deren Website und im EDGAR-System der SEC einsehbar und abrufbar.

(5) Nachtragsbericht

Folgende Vorgänge von wesentlicher Bedeutung sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eingetreten.

Im Dezember 2024 wurde die Vergabe der Lizenzrechte an der 1. und 2. Deutschen Bundesliga abgeschlossen. Die Sky Deutschland KG sicherte sich bis zum Ende der Saison 2028/29 wesentliche Rechtepakete und bleibt ein wichtiger Partner der DFL Deutsche Fußball Liga. Die Übertragungsrechte gelten für alle Verbreitungswege (Satellit, Kabel, IPTV, Web und Mobilfunk) und neben Deutschland auch für Österreich, die Schweiz, Luxemburg, Liechtenstein, Südtirol und Ostbelgien. Ebenfalls umfasst sind die Rechte zur öffentlichen Vorführung in der Gastronomie, in Hotels sowie weiteren Einrichtungen mit Publikumsverkehr.

Am 27. Juni 2025 hat die RTL Group bekanntgegeben, dass sie eine verbindliche Vereinbarung für den Erwerb der Sky-DACH-Gruppe (Sky German Holdings GmbH und deren Tochtergesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz) unterzeichnet hat. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Wettbewerbs- und Medienkonzentrationsbehörden. RTL Deutschland und die Sky-DACH-Gruppe werden bis zum Erhalt der behördlichen Genehmigungen, die für 2026 erwartet werden, weiterhin unabhängig voneinander operieren.

Bis zur behördlichen Genehmigung bleibt die Gesellschaft als Teil der Sky-DACH-Gruppe vollständig wirtschaftlich und finanziell in die Comcast-Gruppe integriert. Nach Zustimmung der Wettbewerbs- und Medienkonzentrationsbehörden sind RTL Deutschland und die Sky-DACH-Gruppe mit den Marken RTL+, Sky und WOW unter einem Dach bei zahlenden Abonnenten und Streaming-Umsätzen auf Augenhöhe mit den größten US-amerikanischen Streamingdiensten in der DACH-Region. Auf der Basis einer separaten Markenlizenzvereinbarung kann die Sky-Marke in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz), Luxemburg, Liechtenstein und Südtirol weiterhin genutzt werden. Zudem wird im Rahmen der Transaktion die Streaming-Marke „WOW“ erworben. Der Hauptsitz der Sky-DACH-Gruppe bleibt unverändert Unterföhring.

 

Unterföhring, 11. August 2025

Michael Radelsberger

Tobias Juchmes

Der Jahresabschluss wurde am 12.08.2025 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 141.506,10 0,00 75.000,00 75.000,00 141.506,10
2. Geleistete Anzahlungen 110.036,54 0,00 35.036,54 -75.000,00 0,00
251.542,64 0,00 110.036,54 0,00 141.506,10
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.728,48 0,00 684,00 0,00 21.044,48
21.728,48 0,00 684,00 0,00 21.044,48
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 8.314,81 0,00 0,00 0,00 8.314,81
8.314,81 0,00 0,00 0,00 8.314,81
281.585,93 0,00 110.720,54 0,00 170.865,39
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 112.772,03 37.441,15 8.750,00 0,00 141.463,18
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
112.772,03 37.441,15 8.750,00 0,00 141.463,18
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.469,36 459,89 0,00 0,00 20.929,25
20.469,36 459,89 0,00 0,00 20.929,25
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
133.241,39 37.901,04 8.750,00 0,00 162.392,43
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 42,92 28.734,07
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 110.036,54
42,92 138.770,61
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 115,23 1.259,12
115,23 1.259,12
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 8.314,81 8.314,81
8.314,81 8.314,81
8.472,96 148.344,54

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Sky Media GmbH, Unterföhring

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sky Media GmbH, Unterföhring, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sky Media GmbH, Unterföhring, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen des Unternehmens bzw. von dessen Teilbereichen ein, um Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Jahresabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 11. August 2025

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Julius Pinckernelle, Wirtschaftsprüfer

Oliver Pointl, Wirtschaftsprüfer

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