Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 88376
Vorher
Analytical Instrumentation Germany GmbH
Eingetragen
29.9.2009
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Erwerb von Beteiligungen an anderen Unternehmen, Verwaltung dieser Beteiligungen, Entwicklung, Herstellung und Vermarktung sowie Verkauf von analytischen Instrumenten, Verbrauchsgütern und Dienstleistungen sowie verwandte Produkte und Dienstleistungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Barbara Schaffrath
seit 22.11.2024
Prokura
Geschäftsführer
Yang Xue
seit 22.11.2024
Geschäftsführer
Michael Thomas Cowhig
seit 4.11.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
QHC Holding CompanyUSA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

DH Acquisition Holding GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AB Sciex Germany GmbH

Darmstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AB Sciex Germany GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AB Sciex Germany GmbH, Darmstadt - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AB Sciex Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 10. Juli 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Behr, Wirtschaftsprüferin

Kerber, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 90.980,75 57.998,94
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.969.475,52 2.055.150,82
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 84.377,01 96.467,22
2.144.833,28 2.209.616,98
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.024.787,06 3.024.787,06
5.169.620,34 5.234.404,04
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 932.602,91 1.731.801,71
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.624.987,95 8.660.536,21
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.832.320,07 9.416.257,50
3. Sonstige Vermögensgegenstände 7.936.855,26 8.327.249,05
25.394.163,28 26.404.042,76
26.326.766,19 28.135.844,47
C. Rechnungsabgrenzungsposten 33.884,14 53.413,36
31.530.270,67 33.423.661,87

Passiva

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 11.781.959,00 11.907.609,00
2. Sonstige Rückstellungen 5.617.327,95 5.254.692,86
17.399.286,95 17.162.301,86
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 485.962,91 418.601,29
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.451.001,39 7.557.923,68
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.649.324,20 1.793.781,03
davon aus Steuern EUR 1.522.627,53 (Vj. TEUR 1.750)
7.586.288,50 9.770.306,00
D. Rechnungsabgrenzungsposten 6.519.695,22 6.466.054,01
31.530.270,67 33.423.661,87

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 69.615.587,09 70.451.074,91
2. Sonstige betriebliche Erträge 712.077,81 510.048,26
davon aus der Währungsumrechnung EUR 0,02 (Vj. TEUR 9)
3. Materialaufwand
Aufwand für bezogene Waren 38.441.735,99 37.915.844,85
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 14.837.954,70 14.028.769,36
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 3.135.658,80 3.846.118,84
davon für Altersversorgung EUR 1.217.563,97 (Vj. TEUR 1.967)
17.973.613,50 17.874.888,20
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 546.488,31 927.164,54
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 10.204.606,05 10.759.938,10
davon aus der Währungsumrechnung EUR 22.277,57 (Vj. TEUR 0)
7. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 2.246.223,04 1.320.201,96
8. Zinsen und ähnliche Erträge 614.869,26 456.408,82
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 323.219,26 (Vj. TEUR 70)
davon aus der Aufzinsung EUR 0,00 (Vj. TEUR 33)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 660.370,76 341.381,00
davon an verbundene Unternehmen EUR 155.753,00 (Vj. TEUR 130)
davon aus der Aufzinsung EUR 224.820,00 (Vj. TEUR 211)
10. Ergebnis nach Steuern 5.361.942,58 4.918.517,26
11. Auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn 5.361.942,58 4.918.517,26
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Erläuterungen

Die AB Sciex Germany GmbH erfüllt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 die Größenkriterien einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in der jeweils gültigen Fassung aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Die Gesellschaft ist mit Eintragung im Handelsregister vom 20. November 2009 errichtet worden und ist beim Amtsgericht Darmstadt unter der HR B 88376 eingetragen.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagengruppe. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für die außerplanmäßigen Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 3 Satz 1 und 2 HGB bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Realisierung mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltene Rückdeckungsversicherung für Pensionsansprüche wird unter Berücksichtigung der Anforderungen des IDW RH FAB 1.021 abgebildet. Die Rückdeckungsversicherung besteht im Zusammenhang mit einer Pensionszusage ohne Versicherungsbindung mit teilweiser Rückdeckung. Zwecks der kongruenten Bewertung des gedeckten Teils der Pensionsrückstellung und des korrespondierenden Rückdeckungsversicherungsanspruchs wurde von dem Wahlrecht des "Primats der Passivseite" Gebrauch gemacht. Dies bedeutet, dass der Ansatz des Rückdeckungsversicherungsanspruchs in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags der korrespondierenden Pensionsrückstellung erfolgt. Die Wertänderung des Rückdeckungsversicherungsanspruchs in Folge der kongruenten Bewertung wird im Finanzergebnis dargestellt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Gesellschaft ist Organgesellschaft der DH Acquisition Holding GmbH, Wetzlar (Rechtsnachfolgerin der DH Acquisition GmbH). Die Organträgerin ist 100% Gesellschafterin der Gesellschaft. Es werden somit keine Ertragsteuern fällig. Latente Steuern sind aus diesem Grund nicht zu bilden.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet.

Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Als Abzinsungsfaktor wurde der dazu von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre in Höhe von 1,82% p.a. angesetzt (Vorjahr: 1,78% p.a.). Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis dargestellt.

Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,25% (Vorjahr: 2,25%) und Rentensteigerungen von jährlich 2,25% (Vorjahr: 2,25%) zugrunde gelegt.

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Sachleistungs- und Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

III. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Bei der unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen handelt es sich um eine Beteiligung in Höhe von 100 % an der Phenomenex Distribution Centre GmbH mit Sitz in Aschaffenburg. Das Eigenkapital der Tochtergesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 3.025 (Vorjahr: TEUR 3.025). Das auf Grund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages abgeführte Jahresergebnis 2023 beträgt TEUR 2.246 (Vorjahr. TEUR 1.320).

Umlaufvermögen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 8.832 (Vorjahr: TEUR 9.416), die Restlaufzeit liegt ebenfalls unter einem Jahr. Die Forderungen resultieren aus Cash-Pool-Vereinbarungen (TEUR 6.013; Vorjahr: TEUR 4.686), aus der Gewinnabführung der Phenomenex Distribution Centre GmbH (TEUR 2.246; Vorjahr: TEUR 1.320) sowie aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 573; Vorjahr: TEUR 3.410).

Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr belaufen sich auf TEUR 7.935 (Vorjahr: TEUR 8.242). Sie beinhalten Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 7.874 (Vorjahr: TEUR 8.181) sowie Mietkautionen in Höhe von TEUR 61 (Vorjahr: TEUR 61).

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 25).

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 11.782 (Vorjahr: TEUR 11.908).

Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert. Die Vermögensgegenstände sind kein Planvermögen nach deutschem Recht. Daher ist im Geschäftsjahr keine Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den ihnen zugrundeliegenden Verpflichtungen erfolgt. Es handelt sich um Rückdeckungsversicherungen.

Aus der Abzinsung der Rückstellung für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 152 (Vorjahr: TEUR 706). Dieser Unterschiedsbetrag ist grundsätzlich für die Ausschüttung gesperrt. Dies gilt allerdings nicht für die Abführung von Gewinnen aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages.

Sonstige Rückstellungen

Aufgrund einer bestehenden Rückbauverpflichtung für Mietereinbauten wurde eine Rückstellung passiviert. Die sonstigen Rückstellungen enthalten weiterhin Rückstellungen für ein Restrukturierungsprogramm, Mitarbeiter-Boni, ausstehende Rechnungen, Kommissionen, ausstehenden Resturlaub, Aktienoptionen für Mitarbeiter sowie Garantieleistungen.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 5.451; Vorjahr: TEUR 7.558) resultieren in Höhe von TEUR 5.362 (Vorjahr: TEUR 4.919) aus der Ergebnisabführung an die DH Acquisition Holding GmbH. Darüber hinaus sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 89 (Vorjahr: TEUR 2.639) in dem Posten enthalten.

IV. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:

31.12.2023 Vorjahr
TEUR % TEUR %
Verkaufte Produkte 34.891 50,1 36.062 51,2
Services 24.492 35,2 23.369 33,2
Dienstleistung (Konzernumlage) 10.233 14,7 11.020 15,6
69.616 100,0 70.451 100,0

Die dargestellten Umsatzerlöse sind ausschließlich in Deutschland erwirtschaftet worden.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Das Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz) wurde am 27. Dezember 2023 im Bundesgesetzblatt verkündet und ist am 28. Dezember 2023 in Kraft getreten. Hinsichtlich der neu eingeführten Regelung des § 285 Nr. 30a HGB und der daraus resultierenden Auskunftspflicht über einen sich aus dem Mindeststeuergesetz oder eines entsprechenden ausländischen Mindeststeuergesetzes ergebenden Steueraufwandes/-ertrages, sowie Erläuterungen zu den erwarteten Auswirkungen aus der Anwendung solcher noch nicht in Kraft getretener Mindeststeuergesetze, wurden Überlegungen in Abstimmung mit dem obersten Gesellschafter (Weltkonzern Danaher Corp., Washington/USA) vorgenommen. Auf Basis der in diesem Zusammenhang erstellten Berechnungen für die jeweilige Gesellschaft sind wir derzeit der Ansicht, dass mit keinen wesentlichen Auswirkungen auf die Gesellschaft aus der Einführung des Mindeststeuergesetzes zu rechnen ist.

V. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 144 Angestellte in Vollzeit (Vorjahr: 140) und 17 Angestellte in Teilzeit (Vorjahr: 16) beschäftigt.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2023:

Cowhig, Michael Thomas, Needham, Massachusetts/USA (Vice President & General Counsel),

Fox, Joseph Patrick, San Francisco, Kalifornien/USA (President),

Wolpert, Juan Martin, Frankfurt am Main (VP Finance, EMEIA).

Da nur ein Geschäftsführer (Juan Martin Wolpert) Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Um mittelfristig die liquiden Mittel zu sichern, wurden einige Betriebsmittel, wie Kraftfahrzeuge und Büroequipment, geleast. Der Vorteil des Leasings besteht darin, dass ein Austausch gegen neuere Technologien effizienter erfolgt. Zudem besteht ein langfristiger Gebäudemietvertrag mit einer Mindestlaufzeit (inklusive Mietverlängerungsoption) bis zum 30. September 2030. Die verbleibende Verpflichtung am Abschlussstichtag beläuft sich auf insgesamt TEUR 4.077. Bei den vorstehend dargestellten Miet- und Leasingverpflichtungen handelt es sich um außerbilanzielle Geschäfte nach § 285 Nr. 3 HGB. Über weitere außerbilanzielle Geschäfte ist nicht zu berichten.

Nicht marktübliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Durch die Einbeziehung des Abschlusses der Gesellschaft in den in Deutschland offengelegten Konzernabschluss der Danaher Corporation, Washington D.C., USA ist die Gesellschaft von der Angabe zu nicht marktüblichen Geschäften gemäß § 285 Nr. 21 HGB mit Unternehmen der Danaher Gruppe befreit.

Mit nahestehenden Personen fanden keine nicht marktüblichen Geschäfte statt.

Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 53 sowie für Steuerberatungsleistungen TEUR 12.

Konzernverhältnisse

Die Anteile an der Gesellschaft werden zu 100 % durch die DH Acquisition Holding GmbH gehalten. Diese ist ein mittelbares Tochterunternehmen der Danaher Corporation, Washington D.C., USA.. Damit ist die Gesellschaft verbundenes Unternehmen zur Danaher Corporation, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger unter der Gesellschaft DH Holdings Germany GmbH, Wetzlar, im Bundesanzeiger offengelegt.

Zur Befreiung von der Verpflichtung zur Konzernrechnungslegung nach deutschem Recht macht die Gesellschaft von der Möglichkeit Gebrauch, in Übereinstimmung mit § 292 HGB i. V. m. der KonBefrV für das Geschäftsjahr 2023 einen geprüften befreienden Konzernabschluss mit einem Bericht über die Lage des Konzerns sowie den Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers in englischer Sprache offenzulegen. Dieser Konzernabschluss, in den die Gesellschaft einzubeziehen ist, wird von dem obersten Mutterunternehmen (Danaher Corporation) nach US GAAP aufgestellt; die befreiende Wirkung tritt mit der Offenlegung im Bundesanzeiger unter der Gesellschaft DH Holdings Germany GmbH, Wetzlar, ein.

Die wesentlichen Unterschiede zwischen US-amerikanischer (US GAAP) und deutscher Rechnungslegung (HGB) in Bezug auf den Konzernabschluss sind nachfolgend aufgeführt.

Hinter der deutschen und der US-amerikanischen Rechnungslegung stehen grundsätzlich unterschiedliche Betrachtungsweisen. Während die Rechnungslegung nach HGB das Vorsichtsprinzip und den Gläubigerschutz in den Vordergrund stellt, ist die Bereitstellung entscheidungsrelevanter Informationen für den Kapitalgeber das vorrangige Ziel der US-amerikanischen Rechnungslegung. Daher wird auch der Vergleichbarkeit der Jahresabschlüsse - "sowohl über verschiedene Geschäftsjahre hinweg als auch von unterschiedlichen Unternehmen" - sowie der periodengerechten Erfolgsermittlung nach US GAAP ein höherer Stellenwert eingeräumt als nach HGB.

Rückstellungen

Die Möglichkeiten zur Bildung von Rückstellungen sind in der US-amerikanischen Rechnungslegung restriktiver geregelt als nach HGB. Rückstellungen sind nach US GAAP zu bilden, wenn eine Verpflichtung gegenüber einem Dritten besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ("more likely than not") und die voraussichtliche Höhe des Erfüllungsbetrags der notwendigen Rückstellung zuverlässig schätzbar ist. Dabei ist auch eine Abzinsung zu berücksichtigen, wenn diese zuverlässig schätzbar ist. Rückstellungen nach HGB sind mit dem erwarteten Erfüllungsbetrag zu bewerten und bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr abzuzinsen. Der Diskontierungszins orientiert sich nach US GAAP an Renditen, die am Bilanzstichtag für erstrangige, festverzinsliche Unternehmensanleihen erzielt werden. Nach HGB ist dieser Zins grundsätzlich ein der Laufzeit entsprechender durchschnittlicher Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre. In Bezug auf Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen wird davon abweichend ein durchschnittlicher Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren abgeleitet, weiterhin kann vereinfachend eine Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt werden.

Latente Steuern

Durch die Vorschriften des BilMoG wurde eine weitgehende Harmonisierung in der Berechnungssystematik und Bewertung der latenten Steuern erzielt. Nach § 274 HGB sind steuerliche Verlustvorträge nur dann zu berücksichtigen, wenn in den kommenden fünf Jahren eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Nach HGB besteht für einen aktiven latenten Steuerüberhang ein Ansatzwahlrecht, nach US GAAP müssen aktive latente Steuern angesetzt werden.

Gewinnverwendung

Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wird aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages an die DH Acquisition Holding GmbH abgeführt.

 

Darmstadt, den 27. Juni 2024

Michael Thomas Cowhig

Joseph Patrick Fox

Juan Martin Wolpert

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert 2.942.076,00 0,00 0,00 0,00 2.942.076,00
2.942.076,00 0,00 0,00 0,00 2.942.076,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.295.099,87 34.631,01 0,00 0,00 4.329.730,88
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.433.507,90 857.715,68 96.467,22 1.500.749,90 6.886.940,90
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 96.467,22 84.377,01 -96.467,22 0,00 84.377,01
11.825.074,99 976.723,69 0,00 1.500.749,90 11.301.048,78
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.024.787,06 0,00 0,00 0,00 3.024.787,06
3.024.787,06 0,00 0,00 0,00 3.024.787,06
17.791.938,05 976.723,69 0,00 1.500.749,90 17.267.911,84
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert 2.942.076,00 0,00 0,00 2.942.076,00
2.942.076,00 0,00 0,00 2.942.076,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.237.100,93 1.649,20 0,00 4.238.750,13
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.378.357,08 544.839,11 1.005.730,82 4.917.465,37
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
9.615.458,01 546.488,31 1.005.730,82 9.156.215,50
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
12.557.534,01 546.488,31 1.005.730,82 12.098.291,50
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 90.980,75 57.998,94
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.969.475,53 2.055.150,82
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 84.377,01 96.467,22
2.144.833,28 2.209.616,98
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.024.787,06 3.024.787,06
3.024.787,06 3.024.787,06
5.169.620,34 5.234.404,04

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Anteile der AB Sciex Germany GmbH werden zu 100 % von der DH Acquisition Holding GmbH, Wetzlar, gehalten.

Innerhalb der Danaher Gruppe ist AB Sciex Germany GmbH ein Teil der Life Sciences Plattform.

Der Hauptsitz der AB Sciex Gruppe ist in Framingham, Massachusetts/USA.

Die AB Sciex Germany GmbH vermarktet, verkauft, betreut und wartet Massenspektrometer im deutschen Markt bei Kunden folgender Anwendungsbereiche:

Biomarker Untersuchungen und Omics Forschung

Klinische Diagnostik

Klinische Forschung

Untersuchungen und Entwicklung von neuen Medikamenten

Umweltuntersuchungen

Lebensmitteluntersuchungen

Forensische Untersuchungen.

Die AB Sciex Germany GmbH hat keine eigene Produktion sowie Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Deutschland.

Die AB Sciex Germany GmbH fungiert als Hauptsitz für Marketing, Vertrieb und unterstützende Funktionen für die Region EMEAI (Europa, Naher Osten, Afrika und Indien) und beherbergt in Deutschland das größte Produktvorführlabor der AB Sciex Gruppe.

2. Wirtschaftsbericht

a. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war im Geschäftsjahr 2023 erneut von politischer Unsicherheit durch den Krieg in der Ukraine, steigenden Energiepreisen sowie einer hohen Inflation geprägt. Für die inländische Gesamtwirtschaft ergab sich eine Rezession, das Bruttoinlandsprodukt ist preisbereinigt im Vorjahresvergleich um 0,3 Prozent gesunken. Die erhoffte ökonomische Regeneration nach Überwinden der Corona-Krise ist demnach nicht eingetreten.

Die Branche der Massenspektrometer wird von fünf bedeutenden Herstellern geführt. Diese sind alle Tochterunternehmen von US-Firmen. Neben Danaher/AB Sciex Group (USA) sind das Waters Corporation (USA), Agilent Technologies (USA), Thermo Fisher Scientific (USA), Bruker Corporation (USA) und Shimadzu (Japan). Für die inländische Entwicklung des Marktes für Massenspektrometer liegen keine Vergleichsdaten vor. Auf Basis der globalen Branchenentwicklung ist der Markt jedoch erneut stärker als die inländische Gesamtwirtschaft (BIP) gewachsen.

b. Geschäftsverlauf

Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die AB Sciex Germany GmbH als Vertriebseinheit stellen die Umsatzerlöse einen wesentlichen finanziellen Leistungsindikator dar.

Geschäfts- und Umsatzentwicklung

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2023 um 0,8 Mio. EUR (1,2%) auf 69,6 Mio. EUR gesunken.

Dies ist im Wesentlichen auf die zurückhaltende Entwicklung der Gesamtwirtschaft zurückzuführen, welche branchenübergreifend die Investitionsbereitschaft unserer Kunden negativ beeinflusste. In Folge sind die Produktumsätze trotz Preiserhöhungen um 1,2 Mio. EUR (3,2%) auf 34,9 Mio. EUR gesunken. Die aus langfristigen Verträgen resultierenden Serviceumsätze sind hingegen weniger von konjunkturellen Effekten beeinflusst. Die Serviceumsätze stiegen im Vorjahresvergleich maßgeblich preisbedingt um 1,1 Mio. EUR (4,8%) auf 24,5 Mio. EUR. Zudem entfielen 10,2 Mio. EUR (Vorjahr: 11,0 Mio. EUR) der Umsätze auf konzerninterne Vertriebs- und Verwaltungsdienstleistungen.

Das im Vorjahr prognostizierte deutliche Umsatzwachstum wurde demnach in Folge der rezessiven Entwicklung der inländischen Gesamtwirtschaft nicht erreicht.

Ertragslage

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 0,7 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR). Sie beinhalten insbesondere Erträge im Zusammenhang mit der KfZ-Überlassung an Mitarbeiter.

Der Materialaufwand ist um 0,5 Mio. EUR (1,4%) auf 38,4 Mio. EUR gestiegen und liegt demnach leicht über Vorjahresniveau.

Der Personalaufwand erhöhte sich um 0,1 Mio. EUR (0,6%) auf 18,0 Mio. EUR. Neben restrukturierungsbezogenen Aufwendungen in Höhe von 0,7 Mio. EUR resultierte die Entwicklung aus Lohn- und Gehaltsanpassungen sowie aus dem Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl auf 161 Mitarbeiter (Vorjahr: 156). Gegenläufige Effekte ergaben sich aus dem Rückgang der Aufwendungen für Altersversorgung (Pensionen) um 0,8 Mio. EUR auf 1,2 Mio. EUR.

Die Abschreibungen sind um 0,4 Mio. EUR auf 0,5 Mio. EUR gesunken. Die Entwicklung ist durch die im Vergleich zu den Vorjahren rückläufige Investitionstätigkeit des Geschäftsjahres geprägt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um 0,6 Mio. EUR auf 10,2 Mio. EUR (Vorjahr: 10,8 Mio. EUR) an. Ursächlich hierfür war der Rückgang der Aufwendungen für konzerninterne Vertriebs- und Verwaltungsdienstleistungen um 0,5 Mio. EUR auf 5,4 Mio. EUR.

Das Finanzergebnis war insbesondere durch die Erträge aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Phenomenex Distribution Centre GmbH (2,2 Mio. EUR; Vorjahr: 1,3 Mio. EUR) beeinflusst. Die Zinserträge sind aufgrund höherer Erträge aus der Verzinsung der konzerninternen Cash-Pool-Konten um 0,2 Mio. EUR auf 0,6 Mio. EUR angestiegen. Gegenläufig erhöhten sich jedoch auch die Zinsaufwendungen auf 0,7 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR). Die Zinsaufwendungen waren maßgeblich durch die Bewertung der Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen geprägt.

Unter Berücksichtigung der vorgenannten Effekte ergab sich ein Ergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von 5,4 Mio. EUR (Vorjahr: 4,9 Mio. EUR).

Vermögenslage

Die Investitionen in Höhe von 1,0 Mio. EUR betrafen im Geschäftsjahr im Wesentlichen Zugänge von Demonstrationsgeräten, sowohl am Standort Darmstadt sowie auch Demonstrationsgeräte zur testweisen Nutzung durch Kunden. Unter Berücksichtigung von planmäßigen Abschreibungen (0,5 Mio. EUR) und Buchwertabgängen von veräußerten Demonstrationsgeräten (0,5 Mio. EUR) bestand das Anlagevermögen nahezu unverändert zum Vorjahr in Höhe von 5,2 Mio. EUR fort.

Im Vorratsvermögen ergab sich ein Rückgang um 0,8 Mio. EUR auf 0,9 Mio. EUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (8,6 Mio. EUR; Vorjahr: 8,7 Mio. EUR) entwickelten sich in Folge des nahezu konstanten Umsatzniveaus ebenfalls auf gleichbleibendem Niveau. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen reduzierten sich hingegen um 0,6 Mio. EUR auf 8,8 Mio. EUR. Höheren Forderungen aus der Ergebnisabführung der Phenomenex Distribution Centre GmbH sowie aus dem konzerninternen Cash-Pool standen rückläufige Ansprüche aus konzerninternen Leistungen gegenüber.

Der Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände um 0,4 Mio. EUR auf 7,9 Mio. EUR ist primär auf die Bewertung des Deckungsvermögens ("Passivprimat") zurückzuführen.

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen sind trotz der Aufzinsung (0,2 Mio. EUR) aufgrund versicherungsmathematischer Änderungen um 0,1 Mio. EUR auf 11,8 Mio. EUR gesunken. Den Pensionsrückstellungen stehen Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen (7,9 Mio. EUR; Vorjahr: 8,2 Mio. EUR) gegenüber.

Die sonstigen Rückstellungen sind um 0,3 Mio. EUR auf 5,6 Mio. EUR angestiegen. Die Entwicklung ist primär auf restrukturierungsbezogene Verpflichtungen in Höhe von 0,7 Mio. EUR zurückzuführen.

Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 2,1 Mio. EUR auf 5,5 Mio. EUR resultiert aus rückläufigen Verpflichtungen aus konzerninternen Leistungen.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 6,5 Mio. EUR (Vorjahr: 6,5 Mio. EUR) beinhaltet Abgrenzungen von Serviceumsätzen.

Finanzlage

Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt unverändert zum Vorjahr 0,1 %.

Das Fremdkapital (31,5 Mio. EUR) ist insbesondere durch langfristige Rückstellungen für Pensionen und Rückbauverpflichtungen (13,0 Mio. EUR) sowie kurzfristige sonstige Rückstellungen (4,4 Mio. EUR) und kurzfristige Verbundverbindlichkeiten (5,5 Mio. EUR) geprägt. Zudem besteht ein passiver Rechnungsabgrenzungsposten (6,5 Mio. EUR) im Zusammenhang mit Umsatzerlösabgrenzungen, der jedoch zukünftig zu keinem Mittelabfluss führt.

Die Gesellschaft finanziert sich durch die Teilnahme am Cash-Pool der AB Sciex-Gruppe. Zum 31. Dezember 2023 weist die Gesellschaft einen positiven Cash-Pool-Saldo in Höhe von 6,0 Mio. EUR (Vorjahr: 4,7 Mio. EUR) aus. Der positive Cashflow (1,3 Mio. EUR) resultierte primär aus dem Jahresergebnis vor Ergebnisabführung (5,4 Mio. EUR) bei gegenläufigen Effekten aus der im Geschäftsjahr erfolgten Abführung des Vorjahresergebnisses (4,9 Mio. EUR).

Durch die Teilnahme am Cash-Pool kann die Gesellschaft jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen.

Insgesamt schätzen wir die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als zufriedenstellend ein.

3. Prognosebericht

Die Branche der Massenspektrometer bietet weiterhin analog der Vorjahre ein hohes Wachstumspotential. Branchenanalysten erwarten weltweit bis 2028 ein jährliches Marktwachstum in Höhe von 8%. Die Entwicklung der inländischen Gesamtwirtschaft zeigt sich hingegen im ersten Quartal 2024 erneut verhalten. Die Bundesregierung prognostiziert für 2024 ein Wachstum in Höhe von lediglich 0,2%. Vor dem Hintergrund unserer hohen Abhängigkeit vom inländischen Markt prognostizieren wir für 2024 ein leichtes Wachstum der Umsatzerlöse. Für die Folgejahre erwarten wir eine Annäherung an die globalen branchenweiten Wachstumsraten.

4. Chancen- und Risikobericht

a. Risikobericht

Die wirtschaftliche Situation unserer Kunden hat einen großen Einfluss auf deren Investitionstätigkeit und die Nachfrage nach unseren Produkten. Ein (nach Überwindung der Coronakrise) dauerhafter konjunktureller Abschwung würde einen erhöhten Preisdruck und intensiveren Wettbewerb im Life Science-Markt auslösen. Dieses Marktrisiko hätte sinkende Verkaufspreise und Produktmargen zur Folge.

Ein weiteres Risiko stellen Forderungsausfälle von Kunden dar. Wir verfügen jedoch über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind bisher nur in geringem Rahmen zu verzeichnen. Mit einem Großteil der Kunden wird bereits seit Jahren zusammengearbeitet. Ein aktives Forderungsmanagement unterstützt diese Kundenbeziehungen und minimiert das Ausfallrisiko.

Wesentliche Beschaffungs- und Absatzgeschäfte der AB Sciex Germany GmbH werden in Euro fakturiert. Die Gesellschaft ist folglich nur einem sehr eingeschränkten Währungskursrisiko ausgesetzt.

Da die AB Sciex Germany GmbH keine externe Fremdfinanzierung benötigt, unterliegt sie keinem Zinsrisiko.

Unsere gesamten Betriebskosten sind durch die konzerninternen Verträge zum Erwerb und Verkauf von Waren abgedeckt; daher existiert innerhalb des Unternehmens kein Verlust- oder Liquiditätsrisiko.

Wir entgegnen den unternehmerischen Risiken durch unsere internen Kontrollsysteme. Die Konformität mit Richtlinien und die Verlässlichkeit und Effektivität der Kontrollsysteme wird ständig überprüft und weiterentwickelt. Die Überwachung und Kontrolle der Risiken ist Teil der Unternehmensführung.

Weiterer Teil der Risikoerkennung sind neben den operativen und strategischen Planungen die Forecast-Monats-, Quartals- und Jahresabschlussberichterstattung.

b. Chancenbericht

Wesentliche Chancen ergeben sich insbesondere aus der im Prognosebericht dargestellten positiven Branchenentwicklung in den kommenden Jahren. Die Innovationskraft unseres Unternehmens im Bereich der Entwicklung und Einführung neuer Produkte, die Ausweitung der Serviceaktivitäten sowie die Investitionsfähigkeit durch Anschluss an die Danaher Gruppe ermöglichen uns gleichzeitig die Gewinnung zusätzlicher Marktanteile in den kommenden Jahren. Die dynamische Marktentwicklung bietet uns demnach umfassende Chancen für ein nachhaltiges profitables Wachstum.

 

Darmstadt, den 27. Juni 2024

AB Sciex Germany GmbH

Michael Thomas Cowhig

Joseph Patrick Fox

Juan Martin Wolpert

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der AB Sciex Germany GmbH, Darmstadt, wurde am 18.07.2024 festgestellt.

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