Baader Service Bank GmbHLiquidiert

85716 Unterschleißheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 156046
Vorher
CK tr@ding Bank GmbH
Eingetragen
1.7.1996
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Wertpapierdienst- und Serviceleistungen im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes und Bankgeschäfte gemäß § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 KWG ("Einlagengeschäfte"), gemäß § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 KWG ("Kreditgeschäfte"), gemäß § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 KWG ("Finanzkommissionsgeschäfte"), gemäß § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 KWG ("Depotgeschäfte"), gemäß § 1 Abs. 1 a) Satz 2 Nr. 1 KWG ("Anlagevermittlung"), gemäß § 1 Abs. 1 a) Satz 2 Nr. 2 KWG ("Abschlussvermittlung"), gemäß § 1 Abs. 1 a) Satz 2 Nr. 3 KWG ("Finanzportfolioverwaltung"), gemäß § 1 Abs. 1 a) Satz 2 Nr. 4 KWG ("Eigenhandel").

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Nico Baader
seit 17.1.2008
Geschäftsführer
Andreas Nomrowski
seit 20.2.2007
Prokura
Dieter Brichmann
seit 17.2.2005
Geschäftsführer
Dirk Freitag
seit 17.2.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
6.000.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Baader Service Bank GmbH

Unterschleißheim

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2007

Bilanz zum 31. Dezember 2007

Aktiva

  31.12.2007
31.12.2006
T€
1. Barreserve      
a) Guthaben bei Zentralnotenbanken   3.250.407,83 459
darunter:      
bei der Deutschen Bundesbank € 3.250.407,83      
2. Forderungen an Kreditinstitute      
a) täglich fällig 28.132.042,79   28.362
b) andere Forderungen 14.357.726,56   5.094
    42.489.769,35 33.456
3. Forderungen an Kunden   2.129.985,01 2.606
darunter:      
durch Grundpfandrechte gesichert € 0,00      
Kommunalkredite € 0,00      
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere      
a) Anleihen und Schuldverschreibungen      
aa) von öffentlichen Emittenten 2.060.338,70   2.021
ab) von anderen Emittenten 995,05   0
darunter:   2.061.333,75 2.021
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank € 2.060.338,70      
5. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere   3.188.971,95 3.679
6. Treuhandvermögen   0,00 190
7. Immaterielle Anlagewerte   101.358,08 128
8. Sachanlagen   2.782,53 4
9. Sonstige Vermögensgegenstände   23.818,22 46
10. Rechnungsabgrenzungsposten   29.202,84 19
Summe Aktiva   53.277.629,56 42.608

Passiva

     
  31.12.2007
31.12.2006
T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten      
a) täglich fällig 275.492,68   1.272
    275.492,68 1.272
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden      
a) andere Verbindlichkeiten      
aa) täglich fällig 41.464.004,35   33.164
    41.464.004,35 33.164
3. Treuhandverbindlichkeiten   0,00 190
4. Sonstige Verbindlichkeiten   563.242,42 802
5. Rückstellungen      
a) andere Rücksterrungen 635.881,33   696
    635.881,33 696
6. Eigenkapital      
a) gezeichnetes Kapital 6.000.000,00   2.700
b) Kapitalrücklage 5.984.352,73   5.984
c) Bilanzverlust -1.645.343,95   -2.200
    10.339.008,78 6.484
Summe Passiva   53.277.629,56 42.608
Eventualverbindlichkeiten    
a) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 0,00 0
b) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 0
Andere Verpflichtungen    
a) Unwiderrufliche Kreditzusagen 15.196.204,98 2.316

Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 01. Januar 2007 bis 31. Dezember 2007

Baader Service Bank GmbH, Unterschleißheim

  2007
2006
T€
1. Zinserträge aus      
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 1.705.313,28   834
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 81.744,25   40
    1.787.057,53 874
2. Zinsaufwendungen   -587.440,83 -236
    1.199.616,70 638
3. Laufende Erträge aus      
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 0,00   5
    0,00 5
4. Provisionserträge   6.501.613,32 4.556
davon:      
Courtageerträge € 0,00      
5. Provisionsaufwendungen   -2.682.523,42 -1.054
davon:      
Courtageaufwendungen € 0,00      
    3.819.089,90 3.502
6a. Ertrag aus Finanzgeschäften      
davon :      
aa) Wertpapiere 42.622,62   7
ab) Devisen 23.503,35   26
    66.125,97 33
6b. Aufwand aus Finanzgeschäften      
davon:      
ba) Wertpapiere -159.708,33   -41
bb) Devisen -41.049,56   -12
    -200.757,89 -53
    -134.631,92 -20
7. Sonstige betriebliche Erträge   143.900,03 104
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen      
a) Personalaufwand      
aa) Löhne und Gehälter -2.327.725,65   -1.821
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für -296.528,13   -209
Altersversorgung und für Unterstützung   -2.624.253,78 -2.030
darunter:      
für Altersversorgung € -13.578,54      
b) andere Verwaltungsaufwendungen   -1.626.730,75 -1.071
    -4.250.984,53 -3.101
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen   -100.590,41 -85
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -118.711,57 -134
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft   -20,48 -3
12. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft   0,00 3
13. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit   557.667,72 909
14. Sonstige Steuern   -2.855,00 -1
15. Jahresüberschuss   554.812,72 907
16. Verlustvortrag aus dem Vorjahr   -2.200.156,67 -3.107
17. Bilanzverlust   -1.645.343,95 -2.200

Anhang 2007

I.

Grundlagen

Der Jahresabschluss zum 31.12.2007 ist unverändert zum Vorjahr nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung des Bankbilanzrichtlinie-Gesetzes in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt worden.

II.

Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Posten des Jahresabschlusses, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, werden gemäß § 340 h HGB umgerechnet. Dabei werden die Fremdwährungsbeträge zu den gestellten Referenzkursen (Kassamittelkurs) der Europäischen Zentralbank, Frankfurt am Main, am 31. Dezember 2007 umgerechnet.

Derivative Finanzgeschäfte werden wie folgt bilanziert und bewertet:

Gezahlte Optionsprämien aus dem Kauf von Kauf- bzw. Verkaufsoptionen werden als Sonstige Vermögensgegenstände bilanziert und mit ihrem Nennbetrag bewertet.

Vereinnahmte Optionsprämien aus dem Verkauf von Kauf- bzw. Verkaufsoptionen werden als Sonstige Verbindlichkeiten bilanziert und mit ihrem Nennbetrag bewertet.

Marginforderungen aus Futuregeschäften werden als Sonstige Vermögensgegenstände bilanziert und zum Nennbetrag bewertet.

Marginverpflichtungen aus Futuregeschäften werden als Sonstige Verbindlichkeiten bilanziert und zum Nennbetrag bewertet.

Die Ansprüche oder die Verpflichtungen gegenüber einem Dritten aus einem Indexswap werden als Forderungen an bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen und werden auf Basis des zum Bilanzstichtag ermittelten Indexwertes bewertet. Ferner werden die Ansprüche oder die Verpflichtungen aus einem Indexswap durch ein eigenes Referenz-Portfolio abgesichert, so dass hierdurch eine geschlossene Bewertungseinheit (Macro-Hedge) besteht.

Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden werden grundsätzlich mit ihrem Nennbetrag, vermindert um erforderliche Abschreibungen und Wertberichtigungen, angesetzt.

Der Bestand an Wertpapieren wird mit den Anschaffungskosten angesetzt und nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Auf geringwertige Anlagegüter wird die Sofortabschreibung vorgenommen und im Anlagespiegel von der Fiktion des sofortigen Abgangs Gebrauch gemacht.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Rückzahlungsbeträgen angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

III.

Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Forderungen an Kreditinstitute

Die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute bestehen aus Bankguthaben in Höhe von T€ 27.475, unregulierten Devisenkassa- und Wertpapiergeschäften von T€ 171, Zinsabgrenzungen von T€ 21, offenen Swapvereinbarungen von T€ 221 und sonstigen Forderungen in Höhe von T€ 245. Unter den anderen Forderungen an Kreditinstitute werden Termingelder nebst aufgelaufenen Zinsen in Höhe von T€ 14.358 ausgewiesen.

Sie beinhalten außerdem Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von € 11.510,06.

Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden resultieren aus geduldeten Überziehungen und sonstigen Forderungen. Sie enthalten Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von € 5.428,37.

Fremdwährungsvolumina

Am Bilanzstichtag bestehen Vermögensgegenstände in Fremdwährungen von umgerechnet T€ 8.945. Dabei handelt es sich um Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von T€ 8.539 und Forderungen an Kunden in Höhe von T€ 406. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, die auf Fremdwährung lauten, belaufen sich auf T€ 6.389.

Restlaufzeitengliederung

Für die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten gelten die folgenden Restlaufzeiten:

  bis 3 Monate
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre
mehr als 5 Jahre
im Folgejahr fällig werdend
Andere Forderungen an Kreditinstitute 12.357.726,56 2.000.000,00 0,00 0,00 0,00
Forderungen Kunden 187.837,67 760.662,11 360.903,61 0,00 0,00
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 0,00 0,00 0,00 0,00 2.060.343,17
 

Alle anderen Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sind täglich fällig.

 

Aufgliederung der börsenfähigen Wertpapiere nach börsennotierten und nicht börsennotierten Wertpapieren:

  Börsenfähig
Börsennotiert
nicht börsennotiert
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 2.002.570,83 2.002.570,83 0,00 0,00
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 2.763.525,45 1.763.525,45 1.000.000,00 0,00
 

Anlagevermögen

Die Entwicklung und Zusammensetzung des Anlagevermögens wird im Anlagengitter unter Ziffer VI. dargestellt.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus offenen Swapvereinbarungen (T€ 242) und unregulierten Wertpapiergeschäften (T€ 33).

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden bestehen aus täglich fälligen Rückzahlungsverpflichtungen. Außerdem enthält der Posten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 57.997,81.

Sonstige Verbindlichkeiten

In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten:

 
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 235.703,69
Vermittlungsprovisionen Introducing Brokers 201.728,49
Steuerverbindlichkeiten 98.744,98
Übrige Verbindlichkeiten 27.065,26
  563.242,42
 

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 143.779,51.

Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Tantiemen an die Geschäftsführung und Verwaltung, für Arbeitnehmerprämien, für Abschluss- und Prüfungskosten, für Urlaubsverpflichtungen, für Gebühren aus Zertifikaten sowie für ausstehende Rechnungen.

Außerbilanzielle Geschäfte

Bei den außerbilanziellen Geschäften handelt es sich um andere Verpflichtungen aus unwiderruflichen Kreditzusagen in Höhe von € 15.196.204,98.

Derivative Finanzinstrumente

Folgende bedingte und unbedingte Termingeschäfte waren zum Bilanzstichtag im Bestand:

  Buchwert Zeitwert Bilanzposten
Indexoptionen 23.962,50 14.325,00 Sonstige Verbindlichkeiten
Indexfutures 83,05 83,05 Sonstige Verbindlichkeiten
Indexswap 21.523,14 21.523,14 Forderungen/Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
 

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente wurden anhand der Eurex-Kurse zum 31.12.2007 ermittelt. Für den Indexswap ergibt sich auf Basis des eigenen Referenzportfolios zum Stichtag ein Indexwert, der der Berechnung des beizulegenden Zeitwertes zu Grunde liegt.

Aus den Indexoptionen und dem Future ergibt sich ein nicht realisierter Gewinn von insgesamt € 9.637,50 , der nicht berücksichtigt worden ist, da im Zusammenhang mit dem Indexswap eine Bewertungseinheit (Macro-Hedge) besteht.

Hierbei handelt es sich ausschließlich um Sicherungsgeschäfte.

Provisionserträge

Die Provisionserträge resultieren aus Kommissionsgeschäften (T€ 3.307), für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Depot- und Vermögensverwaltung (T€ 3.077) und Systemgebühren (T€ 117).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge und Sachbezüge.

Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

In den Abschreibungen sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten vor allem periodenfremde Aufwendungen.

IV.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für Büroräume in Höhe von insgesamt € 33.922,20 mit einer Restlaufzeit von 4 Monaten. Diese bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Daneben bestehen Verpflichtungen aus Kraftfahrzeugleasingverträgen in Höhe von € 47.006,39 mit einer Restlaufzeit von 2 bis 30 Monaten.

V.

Ergänzende Angaben

Konzernabschluss

Die Baader Service Bank GmbH wird als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Baader Wertpapierhandelsbank AG einbezogen. Der Konzernabschluss zum 31.12.2007 wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2007 wurden durchschnittlich 26 (Vorjahr 18) Angestellte beschäftigt.

Bezüge der Geschäftsführung

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung für die Tätigkeit im Berichtsjahr betrugen T€ 230 (Vorjahr T€ 179). Die Gesamtbezüge enthalten für das Geschäftsjahr 2007 erfolgsbezogene Komponenten in Höhe von T€ 48.

Organkredit

Die Forderungen an Kunden enthalten einen Kredit an einen Geschäftsführer in Höhe von T€ 213 (Vorjahr T€ 80). Der Kredit hat eine Verzinsung von 5,0 %.

Organe

Geschäftsführung

Dr. Hannes Dietrich, Bad Homburg, Bankkaufmann (bis 15.12.2007)

Jan Nikolaus Korsch, Frankfurt am Main, Bankkaufmann

Dieter Brichmann, Penzberg, Dipl. Kaufmann

Dirk Freitag, Heuchelheim, Bankkaufmann

Nico Baader, Gräfelfing, Bankkaufmann (ab 01.01.2008)

 

Unterschleißheim, den 14. Februar 2008

Baader Service Bank GmbH

Nico Baader

Dieter Brichmann

Dirk Freitag

Jan Nikolaus Korsch

Die Geschäftsführung

Anlagespiegel zum 31. Dezember 2007

Baader Service Bank GmbH, Unterschleißheim

  Anschaffungs- oder Herstellungskosten
  Stand
01.01.2007
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand
31.12.2007
A. Immaterielle Vermögensgegenstände          
EDV-Standardsoftware 540.018,67 70.112,02 -235.849,48 0,00 374.281,21
geleistete Anzahlungen auf Immaterielle Anlagewerte 13.340,00 0,00 0,00 0,00 13.340,00
  553.358,67 70.112,02 -235.849,48 0,00 387.621,21
B. Sachanlagen          
Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.555,51 2.545,39 -60,55 0,00 15.040,35
  12.555,51 2.545,39 -60,55 0,00 15.040,35
  565.914,18 72.657,41 -235.910,03 0,00 402.661,56
  Aufgelaufene Abschreibungen
  Stand
01.01.2007
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand
31.12.2007
A. Immaterielle Vermögensgegenstände          
EDV-Standardsoftware 425.265,06 96.846,02 -235.847,95 0,00 286.263,13
geleistete Anzahlungen auf Immaterielle Anlagewerte 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  425.265,06 96.846,02 -235.847,95 0,00 286.263,13
B. Sachanlagen          
Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.573,98 3.744,39 -60,55 0,00 12.257,82
  8.573,98 3.744,39 -60,55 0,00 12.257,82
  433.839,04 100.590,41 -235.908,50 0,00 298.520,95
  Buchwerte
  Stand
31.12.2007
Stand
31.12.2006
A. Immaterielle Vermögensgegenstände    
EDV-Standardsoftware 88.018,08 114.753,61
geleistete Anzahlungen auf Immaterielle Anlagewerte 13.340,00 13.340,00
  101.358,08 128.093,61
B. Sachanlagen    
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.782,53 3.981,53
  2.782,53 3.981,53
  104.140,61 132.075,14

Lagebericht der Baader Service Bank GmbH für das Geschäftsjahr 2007

1.

Geschäft und Rahmenbedingungen

Das Marktumfeld

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2007 mit einem realen Wachstum von 2,5% gegenüber dem Vorjahr erneut robust gewachsen. Im Spannungsfeld einer aussichtsreichen Ertragslage der Unternehmen, einer verbesserten Situation am Arbeitsmarkt, einer höheren Inflation und erneut stark anziehender Ölpreise legte das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland um 0,4% verhaltener zu als noch vor einem Jahr. Konjunkturmotor war weiterhin die Auslandsnachfrage, die trotz der enormen Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar aufgrund der kräftig wachsenden Weltwirtschaft von 5,2% kräftig blieb. Das reale Exportwachstum blieb in 2007 mit 8,3% leicht hinter dem Vorjahr zurück. Neben der hohen Nachfrage aus dem Ausland wurde die wirtschaftliche Entwicklung von einer kräftigen Zunahme der Investitionen in Ausrüstungen und Bauten getragen. Der private Konsum stagnierte dagegen infolge der massiven Anhebung der Mehrwertsteuer, der Verteuerung von Grundnahrungsmitteln und der deutlichen Steigerung der Kraftstoffpreise, Heiz- und Stromkosten.

Die Unsicherheit auf den Finanzmärkten hat sich seit dem Sommer 2007 erheblich verstärkt. Grund hierfür waren die durch die Immobilienkrise in den USA zunehmenden Zahlungsausfälle im Subprime-Bereich auf dem US-amerikanischen Hypothekenkreditmarkt. Die Stabilität des Systems konnte nur durch umfangreiche Interventionen der wichtigsten Notenbanken gesichert werden.

Der DAX erreichte trotz der Volatilität in der zweiten Jahreshälfte mit einem Plus von rd. 22% den höchsten Stand seit 6 Jahren; auch der DJ EURO STOXX legte um rd. 7% zu. Der Dow Jones Industrial Average hingegen ist im Jahr 2007 nach seinen historischen Höchstkursen im Jahr zuvor um 3,86% zurückgegangen, der S&P 500-Index ist um 6,54% gesunken. Die japanische Wirtschaft verlor im Jahresverlauf an Schwung; der Nikkei 225 Index spiegelt diese Entwicklung mit einem Rückgang von 15,9% wieder. Anders dagegen die BRIC-Staaten: hier ergaben sich Steigerungen der Indizes zwischen rd. 8% (Russland) und mehr als 150% (China). Der Euro legte im Jahresverlauf ebenfalls - gegenüber dem US-Dollar - um rd. 11% sehr deutlich zu und die Rohstoffpreise notierten auf Rekordständen. Der Euribor stieg im Jahresverlauf von rd. 3,6% auf 4,3%, spiegelbildlich dazu ermäßigte sich der Preis für den BUND-Future um rd. 2,52%; der REX-Index stieg um rd. 2,5%.

Geschäftsverlauf

Die Baader Service Bank GmbH vollzog im Jahr 2007 einen weiteren kräftigen Sprung nach vorne. Dabei kamen ihr die weiter ausgebauten positiven Synergieeffekte im Zusammenspiel mit der Muttergesellschaft und den anderen Tochtergesellschaften zu Hilfe. Insbesondere erwies sich auch der Name "Baader" als "Zugpferd" bei der Akquisition neuer Kundenverbindungen. Insgesamt gelang es, eine Reihe neuer Kooperationspartner mit dem ihnen angeschlossenen Kundenstamm zu gewinnen. Dadurch konnte die Rolle der Bank als Rundum-Dienstleister für Vermögensverwalter und andere institutionelle Kunden sowie als Arrangeur für Finanzinnovationen auf eine deutlich breitere Basis gestellt werden. Zu den wesentlichen von der Bank betreuten Produkten zählen weiterhin Zertifikate, Publikumsfonds, Single- und Dachhedgefonds sowie Managed Accounts.

Die bedeutendste Ertragsquelle der Bank war unverändert das Finanzkommissionsgeschäft. Hier stellt die Baader Service Bank Fonds- und Zertifikateinitiatoren, Strategiegebern, Fondsmanagern, Kapitalanlagegesellschaften, Investment Advisors, Banken, Versicherungen und Vermögensverwaltern im In- und Ausland ihren Zugang zu den wichtigsten Börsen zur Verfügung und fungiert mit ihrem Transaktions-Knowhow als Execution Broker. Während dies in der Vergangenheit zum weit überwiegenden Teil im Handel von EUREX-Produkten der Fall war, erfolgte im Berichtsjahr, nicht zuletzt über die Verbindung zur Muttergesellschaft, eine stärkere Hinwendung auch zum Handel über XETRA und XONTRO. Darüber hinaus konnten für den Handel in Devisenkassa-und Termingeschäften weitere Kunden gewonnen werden und der Handel in Devisenoptionen aufgenommen werden. Auch wurden aufgrund der zunehmend anspruchsvollen Kundenanforderungen die organisatorischen Voraussetzungen für den Zugang zum Handel in US-Futures und US-Optionen geschaffen und der Handel aufgenommen. Zudem wird der Handel in Commodities ins Auge gefasst.

Im Zuge der Erweiterung der Wertschöpfungskette baute die Bank ihre komplementäre Dienstleistungspalette weiter aus. Die Bank war grundsätzlich bestrebt, sich gleichzeitig an mehreren Stellen des Produktionsprozesses einzubringen, z.B. als Investment Manager und Execution Broker - neben der Funktion als kontoführende Bank und als Risikocontroller. So wurden in der Finanzportfolioverwaltung, der Konto- und Depotführung, im Risikocontrolling, Reporting und bei den Beratungsdienstleistungen erhebliche organisatorische Anstrengungen unternommen, unter anderem durch personelle Aufstockungen und großen technischen Aufwand. Im Ergebnis spiegelte sich dies in sichtbar gesteigerten Volumina dieser Dienstleistungen und nicht zuletzt deren Ergebnisbeitrag, insbesondere in Form von Kommissionsertrag, wider.

Für das im Vorjahr neu aufgenommene Geschäftsfeld "Strukturierte Produkte Services" konnten im Berichtsjahr namhafte neue Kunden gewonnen werden.

2.

Ertragslage

Die unten stehende Übersicht beinhaltet die wichtigsten Komponenten der Gewinn-und Verlustrechnung für die Jahre 2007 und 2006 sowie ihre Veränderungen.

  2007
T€
2006
T€
T€ Veränderung
%
Zinsergebnis 1.200 638 562 88,1
Laufende Erträge 0 4 -4 -100,0
Provisionsergebnis 3.819 3.502 317 9,1
Ergebnis aus Finanzgeschäften -135 -20 -115 n.a.
Verwaltungsaufwand 4.351 3.186 1.165 36,6
Teilbetriebsergebnis 533 938 -405 -43,2
Saldo Sonstige Aufwendungen und Erträge (einschl. Risikovorsorge) 25 -29 54 n.a.
Betriebsergebnis 558 909 -351 -38,6
Steuerergebnis -3 -2 -1 n.a.
Jahresüberschuss 555 907 -352 -38,8
 

Im Jahr 2007 ist es der Baader Service Bank GmbH erneut gelungen, trotz der andauernden Anstrengungen der strategischen Neuausrichtung hin zu einem modernen und umfassenden Finanzdienstleister, das Geschäftsjahr erfolgreich abzuschließen. So konnten die wesentlichen Ertragsbestandteile Zins- und Provisionsergebnis gegenüber dem Vorjahr wieder, teilweise deutlich, gesteigert werden. Dies veranschaulicht zum einen die positive Entwicklung auf der Kundeneinlagenseite sowie der Erfolg bei der verstärkten Ausrichtung auf die Geschäftsfelder Finanzproduktkonzeption und -betreuung. Vor allem die konsequent verfolgte Zielsetzung eine breite Wertschöpfungskette zu erreichen, also aus einer Kundenbeziehung möglichst alle Ertragsarten zu realisieren, zeigt hier Erfolg. Ein weiteres Indiz für den im Geschäftsjahr 2007 erfolgreich beschrittenen Weg ist die Entwicklung des Depotvolumens, das sich, trotz der schwierigen Marktbedingungen am Ende des Jahres, von € 126,5 Mio. am 31.12.2006 auf € 132,7 Mio. zum 31.12.2007 um € 6,2 Mio. oder 4,9% erhöht hat.

Insgesamt hat sich das Teilbetriebsergebnis von T€ 938 auf T€ 533 um 43,2% reduziert, was sich maßgeblich durch den gestiegenen Verwaltungsaufwand begründet. Hierin spiegeln sich die höheren Aufwendungen in Personal- und Sachaufwendungen wider, die zur Implementierung der notwendigen Strukturen im Sinne der Strategieumsetzung notwendig geworden sind. Die positive Veränderung des Saldos der sonstigen Aufwendungen und Erträge auf T€ 25 nach T€ -29 im Vorjahr hat sich positiv auf das Betriebsergebnis ausgewirkt, konnte aber den Anstieg der Verwaltungsaufwendungen nicht ausgleichen. In Verbindung mit einem gegenüber dem Vorjahr fast unveränderten Steueraufwand liegt der Jahresüberschuss in Höhe von T€ 555 somit um T€ 352 oder 38,8% unter dem Wert des Geschäftsjahres 2006.

Grafik: 3-Jahresvergleich Teilbetriebsergebnis und Jahresüberschuss



 

Das Zinsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 562 auf T€ 1.200 verbessert. Dies ist zum einen auf die deutliche Zunahme der Kundeneinlagen, zum anderen auf die im Geschäftsjahr 2007 gestiegene Zinsmarge zurückzuführen.

Da im Geschäftsjahr 2007 keine Dividenden vereinnahmt wurden, sind die laufenden Erträge um T€ 4 zurückgegangen.

Das Provisionsergebnis konnte gegenüber dem Vorjahr um T€ 317 oder 9,1% gesteigert werden. Hierfür verantwortlich sind vor allem die deutlich höheren Erträge aus Orderrouting, die gegenüber dem Jahr 2006 um T€ 753 bzw. 20,8% gesteigert werden konnten. Das Ergebnis aus Orderrouting nach Abzug der Abwicklungsgebühren stieg damit um T€ 307 oder 11,3% auf T€ 3.033 an. Auch das Ergebnis aus Management- und Performance Fee konnte gegenüber dem Vorjahr um T€ 67 oder 14,9% auf T€ 516 verbessert werden, während das Ergebnis aus Vermittlungsprovisionen um T€ 122 auf T€ 338 zurückging.

Das Ergebnis aus Finanzgeschäften ging um T€ 115 auf T€ -135 zurück. Maßgeblich verantwortlich hierfür ist das negative Bewertungsergebnis aus Wertpapierbeständen.

Vom Verwaltungsaufwand entfallen T€ 2.624 auf den Personalaufwand (Vorjahr T€ 2.030), T€ 1.627 auf den anderen Verwaltungsaufwand (Vorjahr T€ 1.071) sowie T€ 100 auf die Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen (Vorjahr T€ 85). Insgesamt hat sich der Verwaltungsaufwand um T€ 1.165 oder 36,6% erhöht. Dieser Anstieg resultiert zu fast gleichen Teilen aus dem Personalaufwand (T€ +594 bzw. +29,3%) und dem anderen Verwaltungsaufwand (T€ +556 bzw. +51,9%). Während der höhere Personalaufwand hauptsächlich aus der Erhöhung der Mitarbeiterzahl resultiert - die variablen Gehaltsbestandteile stiegen um T€ 41 bzw. 6,3% auf T€ 696 nur unterproportional an, sind es im anderen Verwaltungsaufwand vor allem die IT-Kosten (T€ 230 gg. Vj.), Kosten für Informationsdienste (T€ +56 gg. Vj.) sowie Kosten für Outsourcing von Unternehmensfunktionen (T€ +94 gg. Vj.), die den Anstieg mit verursacht haben. Die Auswirkung des gestiegenen Verwaltungsaufwandes verdeutlicht die folgende Grafik mit der Darstellung der Cost-Income Ratio für die Jahre 2005, 2006 und 2007.

Grafik: 3-Jahresvergleich Cost-Income Ratio



 

Die wesentlichen Positionen im Saldo der Sonstigen Aufwendungen und Erträge sind ein Saldo von periodenfremden Aufwendungen und Erträgen in Höhe von T€ 17 (Vorjahr T€ 16), ein Saldo aus Aufwendungen und Erträgen aus Bearbeitungsfehlern in Höhe von T€ -26 (Vorjahr T€ -54) sowie Erträge aus Sachbezügen in Höhe von T€ 31 (Vorjahr T€ 23).

Bei den Steuern handelt es sich ausschließlich um Kfz-Steuern i.H.v. T€ 3 (Vorjahr T€ 2).

3.

Vermögenslage

Die unten stehende Übersicht zeigt die wesentlichen Positionen der Bilanz für das Geschäftsjahr 2007 im Vergleich zum Vorjahr.

  2007 2006 Veränderung
  T€ T€ T€ %
Barreserve 3.250 459 2.791 608,1
Forderungen an Kreditinstitute 42.490 33.455 9.035 27,0
Forderungen an Kunden 2.130 2.607 -477 -18,3
Wertpapiere 5.250 5.700 -450 -7,9
Treuhandvermögen 0 190 -190 -100,0
Sachanlagen und immaterielle        
Anlagewerte 104 132 -28 -21,2
Sonstige Aktiva 54 65 -11 -16,9
Summe Aktiva 53.278 42.608 10.670 25,0
Verbindlichkeiten gegenüber        
Kreditinstituten 276 1.272 -996 -78,3
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 41.464 33.164 8.300 25,0
Treuhandverbindlichkeiten 0 190 -190 -100,0
Rückstellungen 636 696 -60 -8,6
Sonstige Passiva 563 802 -239 -29,8
Eigenkapital 10.339 6.484 3.855 59,5
Summe Passiva 53.278 42.608 10.670 25,0
 

Die Bilanzsumme ist im Berichtsjahr um T€ 10.670 oder 25,0% auf T€ 53.278 gestiegen.

Die Barreserve enthält Geldguthaben bei der Deutschen Bundesbank in Höhe von T€ 3.250 (Vorjahr T€ 459).

In den Forderungen an Kreditinstitute sind vor allem für die Durchführung und Abwicklung von Kundenaufträgen notwendige Guthaben in Höhe von T€ 28.132 (Vorjahr T€ 28.362) sowie Festgeldanlagen in Höhe von T€ 14.358 ausgewiesen, wobei die Zunahme bei den Festgeldanlagen um T€ 9.264 gegenüber dem Vorjahr aus entsprechend gestiegenen Kundeneinlagen resultiert.

Die Position Forderungen an Kunden ist gegenüber dem Vorjahr von T€ 2.607 um T€ 477 auf T€ 2.130 zurückgegangen.

Unter der Position Wertpapiere ist ein als Sicherheit hinterlegtes festverzinsliches Wertpapier in Höhe von T€ 2.060 (Vorjahr T€ 2.021) sowie Anteile an verschiedenen Finanzprodukten in Höhe von T€ 3.190 ausgewiesen (Vorjahr T€ 3.679).

Die Abnahme der Sachanlagen und immateriellen Anlagewerte ist vor allem durch planmäßige Abschreibungen verursacht.

In den Sonstigen Aktiva sind hauptsächlich Forderungen an die Finanzbehörde mit T€ 19 (Vorjahr T€ 15) sowie die aktive Rechnungsabgrenzung mit T€ 29 (Vorjahr T€ 19) enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 276 sind im Wesentlichen mit T€ 265 durch Verbindlichkeiten gegenüber der Hypovereinsbank aus dem HVB CCPM DTS Zertifikat begründet. In dieser Position begründet sich auch maßgeblich der Rückgang dieser Bilanzposition um T€ 996 oder 78,3%.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden stellen die Kundeneinlagen des Instituts dar. Diese haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 8.300 oder 25,0% auf nun T€ 41.464 erhöht.

Die Rückstellungen werden vor allem durch Rückstellungen für Personalaufwendungen (T€ 245), Abschluss- und Prüfungskosten (T€ 139) sowie sonstige Rückstellungen im Zusammenhang mit Provisionen (T€ 100) bestimmt.

Bei den Sonstigen Passiva handelt es sich hauptsächlich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 236), Abgaben (T€ 92) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Vermittlern (T€ 202).

Der im Geschäftsjahr 2007 erzielte Gewinn sowie die im Jahr 2007 durchgeführte Kapitalerhöhung um nominal T€ 3.300 hat die Eigenkapitalbasis der Gesellschaft weiter gestärkt. Sie verfügt mit einer Eigenkapitalquote von 19,4% über eine solide Kapitalausstattung, die das weitere Wachstum sicherstellen wird.

4.

Finanzlage

Die Zahlungsfähigkeit war im Berichtszeitraum jederzeit gewährleistet. Zum Bilanzstichtag stehen Barreserve und kurzfristige Forderungen gegenüber Kreditinstituten und Kunden in Höhe von T€ 47.870 und jederzeit veräußerbare börsenfähige Wertpapiere des Handelsbuches in Höhe von T€ 5.250 kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden in Höhe von T€ 41.740 gegenüber. Saldiert ergibt sich ein bilanzieller Liquiditätsüberschuss von T€ 11.380 (Vorjahr T€ 7.785), so dass auch die zukünftige Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft langfristig gesichert ist.

5.

Nachtragsbericht

Besondere Vorkommnisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht zu berichten.

6.

Risikobericht

Die Vorgaben für das Risikomanagement und die Rahmenbedingungen für das Finanzkommissionsgeschäft, die Finanzportfolioverwaltung, das Einlagen- und Depotgeschäft sowie das Kreditgeschäft der Bank werden durch die Geschäftsführung in Zusammenarbeit mit dem Risikocontrolling der Muttergesellschaft in Form von Risikogrundsätzen, Organisationsstrukturen und Arbeitsanweisungen erlassen. Sie bilden, unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit, die Voraussetzungen zur Erfüllung der Anforderungen an die institutsinternen Leitungs-, Steuerungs- und Kontrollprozesse im Sinne der MaRisk. Die Überwachung der vorgegebenen Rahmenbedingungen erfolgt unmittelbar durch die Geschäftsführung, die vom Risikocontrolling und der internen Revision unterstützt wird. Zusätzlich zur Bereitstellung geeigneter Kontrollverfahren wird die Geschäftsstrategie der Bank jährlich auch in Bezug auf ihre Angemessenheit unter Risikoaspekten überprüft, aktualisiert und gegebenenfalls angepasst.

Das Risikomanagement konzentriert sich bei der Baader Service Bank im wesentlichen auf das Kerngeschäftsfeld "Finanzkommissionsgeschäft". Hier verfolgt die Geschäftsführung grundsätzlich das Ziel, Risiken durch die Hereinnahme von Marginzahlungen der Kunden zu vermeiden. Die Einhaltung bestehender Handelslimite der Kunden wird mittels bankeigener Software "BB Risk" in Verbindung mit dem Handelssystem der Bank und durch das Personal im Handelsraum überwacht. Dem Risiko aus eigenen Managed Accounts im Zusammenhang mit Zertifikaten wird durch Sicherungsgeschäfte in Form von Indexswaps mit der Emissionsbank Rechnung getragen. Ausgebaut wurde die Vergabe von Lombardkrediten. Die zur Überwachung der Kredite notwendigen Prozesse wurden in erforderlichem Umfang eingeführt.

Zur besseren Bewältigung der zunehmend umfangreichen Arbeiten im Risikocontrolling wurden außerdem durch die Beschäftigung zweier eigener Risikocontroller Teilfunktionen des zuvor an die Muttergesellschaft übertragenen Risikocontrollings in die Baader Service Bank zurückverlagert und die nach MaRisk erforderlichen Überwachungs- und Reportingprozesse eingeführt. Bei der Konzernmutter als übergeordnetem Institut verblieb indessen die Verantwortung für die grundsätzliche Ausgestaltung des konzernweiten Risikocontrollings. Die Konzernmutter gibt die Konzern-Risikopolitik vor und ist gegenüber den Konzerntöchtern fachlich weisungsbefugt. Hierbei werden die operativen Tätigkeiten in den Konzerntöchtern ausgeführt und die Ergebnisse an die Konzernmutter gemeldet. Diese erstellt wiederum ein integriertes Konzernrisikoreporting.

Daneben wurde die Risikosteuerung weiterhin über die im Baader-Konzern übliche Einflussnahme über Geschäftsführermandate mit einem Vorstandsmitglied und einem Prokuristen der Baader Wertpapierhandelsbank unterstützt.

Adressenausfallrisiken

Bei den Adressenausfallrisiken wird bei der Baader Service Bank GmbH in Kreditrisiken und Kontrahentenrisiken unterschieden.

Kreditrisiken beschränken sich bei der Baader Service Bank zum weit überwiegenden Teil auf gewährte Lombardkredite, die von der Bank selbst gesteuert werden. Sie sind ausnahmslos voll besichert und lassen darüber hinaus ausreichend Spielraum selbst für nennenswerte Wertverluste der Pfandsicherheiten. Erfüllungsrisiken aus Mitarbeiterdarlehen waren durch die bestehenden Arbeitsverträge abgedeckt; zudem werden bei der Kreditgewährung die privaten Vermögensverhältnisse des Mitarbeiters mitberücksichtigt. Ein Risikoklassifizierungsverfahren für den Prozess der Kunden- und Mitarbeiterkreditgewährung zur Zuweisung in Risikoklassen befindet sich im Aufbau. Das Kontrahentenrisiko gegenüber Kreditinstituten wie auch das Emittentenrisiko bei Zertifikaten werden unter Beachtung konzerninterner Gesamtlinien bemessen und überwacht; überdies wird die Auswahl auf Adressen ausschließlich erster Bonität begrenzt.

Aus dem FX-Kundengeschäft resultiert entweder gegenüber Barclays oder den Kunden ein Kreditrisiko aus den vorhandenen Positionen.

Für die Baader Service Bank GmbH besteht aus dem Derivategeschäft mit der HVB und J.P. Morgan ein Kontrahentenrisiko (Wiedereindeckungsrisiko).

Marktpreisrisiken

Aufgrund des stark dominierenden Finanzkommissionsgeschäftes spielen Marktpreisrisiken bei der Bank nur eine untergeordnete Rolle. Mit Blick auf ihre Funktion als Investment Manager werden Marktpreisschwankungen durch ein gut entwickeltes und zeitnahes Risikocontrolling gemessen. Hierbei wird die Einhaltung vorgegebener Handelslimite, wie auch die Einhaltung vorgegebener Handelsstrategien, durch eine vom Handel unabhängige Stelle überwacht. Eventuelle Limitüberschreitungen im Laufe eines Handelstages werden dem erstzuständigen Geschäftsführer unverzüglich zur Genehmigung vorgelegt, andernfalls wird die Handelsposition reduziert oder glattgestellt.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken in Finanzinstrumenten (Marktliquidität) bestanden aufgrund der bewussten Auswahl entsprechend liquider Produkte und Märkte so gut wie nicht. Die eigene Liquidität, d.h. die kurzfristige Liquiditätsposition der Bank war aufgrund der Analyse der täglichen Zahlungsströme und der entsprechenden Gelddisposition der liquiden Mittel zu jeder Zeit uneingeschränkt gewährleistet.

Operationelle Risiken

Operationelle Risiken bezeichnen die Gefahr von Verlusten, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder aufgrund externer Ereignisse eintreten. Hierzu zählen auch Rechtsrisiken, nicht jedoch strategische Risiken oder Reputationsrisiken. Dem entsprechend ist zwischen vier Kategorien von Schadensursachen zu unterscheiden: Prozessrisiken, Personenrisiken, Systemrisiken sowie externe Ereignisse, die sich negativ auf den Betriebsablauf auswirken.

Operationelle Risiken im Sinne von Betriebsrisiken der Bank wurden durch eine Vielzahl von Maßnahmen weitgehend ausgeschaltet. Hierzu zählten unter anderem ein entsprechender Hard- und Softwareeinsatz, bewusst risikodiversifizierende Organisationsstrukturen und Personalbesetzungen, interne Schulungen, aber auch eine entsprechende Gestaltung der Produktpalette. Darüber hinaus wurde durch geeignete Sicherungsverfahren zur Aufrechterhaltung der Betriebssysteme die fortwährende Leistungsbereitschaft der Bank gewährleistet. Zur Ausschaltung rechtlicher Risiken wurde auf die der Muttergesellschaft zur Verfügung stehende Steuerung der Rechtsrisiken über eine eigene Rechtsabteilung zurückgegriffen und zudem nur an Märkten und in Produkten mit standardisierten Handels- und Abwicklungsmodalitäten operiert.

Das Konzept für die Einschätzung des Risikopotenzials, d.h. die Identifizierung und Bewertung von operationellen Risiken, ist seit Ende Juni 2007 im Einsatz. In diesem Prozess wurden Op-Risk-Manager (Ressortverantwortliche) benannt, die jährlich über die in Ihrem Bereich, bzw. Abteilung existierenden Risiken berichten. Die Einschätzung des Risikopotenzials wird anhand der jährlich von den Op-Risk-Managern ausgefüllten Fragebögen durch das Risikocontrolling vorgenommen. In der Einführungsphase wurden begleitend Workshops durchgeführt. Seit 20.06.2007 steht die Intranetanwendung zur Erfassung eingetretener Schäden aus operationellen Risiken zur Verfügung. Sobald genügend Schäden erfasst wurden um aussagekräftige Ergebnisse daraus abzuleiten, werden diese im MaRisk Report berichtet.

Zum Jahresende 2007 waren keine laufenden oder potentiellen Rechtsstreitigkeiten mit wesentlichen finanziellen Risiken bekannt. Auch sieht die Geschäftsleitung für den weiteren Verlauf des Jahres 2008 keinerlei bestandsgefährdende Risiken.

7.

Ausblick

Vor dem Hintergrund eines allgemein anhaltenden Wirtschaftswachstums und eines deutlich volatileren Kapitalmarktumfeldes erwartet die Geschäftsleitung in den Jahren 2008 und 2009 weitere kräftige Fortschritte im operativen Geschäft der Bank. Die Positionierung als führender Dienstleister für Vermögensverwalter und Fondsmanager soll zielgerichtet weiterentwickelt werden.

Die handelbare Produktpalette wird im laufenden Jahr vorrangig im Bereich Devisenhandel und im Handel von US-Derivaten und US-Kassamarkt-Produkten sowie Commodities weiter ergänzt. Erklärtes Ziel der Bank ist es, die führende Stellung unter den nationalen Anbietern für alle Anlageklassen - auf einem Konto - mit individuellem Service einzunehmen. Dieses Ziel soll unter anderem durch ein transparentes und kundenfreundliches Reporting wie auch durch wettbewerbsfähige Konditionen erreicht werden.

Die strategische Ausrichtung der Bank als Arrangeur für Finanzinnovationen (Zertifikate und Fonds) mit einer hohen Beratungs- und Servicequalität wird verstärkt weiterverfolgt. Dabei beabsichtigt die Bank, ihre Kompetenz in der Abwicklung von Wertpapieren stärker einzusetzen, um eine Spitzenposition als Anbieter für die Zeichnung, Abwicklung und Lieferung von strukturierten Produkten einzunehmen und für diese Produkte in Zusammenarbeit mit der Konzernmutter den Börsenhandel zu ermöglichen.

Insgesamt wird die Bank in ihrer Rolle als Investmentmanager Kunden bei der Auflage von Fonds unterstützen. Dabei ist insbesondere die MiFID und die ab 2009 gültige Abgeltungssteuer ein treibendes Verkaufsargument.

Um den Weg zur Realisierung der ehrgeizigen Geschäftsziele der Bank weiter zu ebnen, wird es erforderlich sein, die internen Ressourcen an das wachsende operative Geschäft anzupassen. Besonderes Augenmerk wird hier auf die Beschaffung einer auf die spezifischen Anforderungen zugeschnittenen, leistungsfähigen Bankensoftware gerichtet; die bestehenden Systeme sollen binnen Jahresfrist vollständig abgelöst werden.

Aufgrund des kräftig gewachsenen Einlagengeschäftes (Depotvolumen) bzw. zunehmend bedeutenden Liquiditätsüberschusses der Bank sollen die liquiden Mittel weiter zielgerichtet zu einer Steigerung des Zinsergebnisses eingesetzt werden. Ein Teil der Eigenmittel soll dazu verwendet werden, in Anlagestrategien von Kunden zu investieren (Seed-Money), um dadurch höhere Kommissionserlöse zu erzielen und dem Kunden ein größeres Vertriebspotenzial zu ermöglichen.

Aufgrund des weiter dynamischen Wachstumsprozesses der Baader Service Bank GmbH erwartet die Geschäftsleitung für die Jahre 2008 und 2009 eine anhaltend positive wirtschaftliche Entwicklung und eine steigende Profitabilität der Bank mit zunehmendem Anteil am Konzernergebnis.

 

Unterschleißheim, den 14. Februar 2008

Baader Service Bank GmbH

Nico Baader

Dieter Brichmann

Dirk Freitag

Jan Nikolaus Korsch

Die Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Baader Service Bank GmbH, Unterschleißheim, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen des Gesellschaftsvertrages liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung ein Urteil über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Bremen, den 27. Februar 2008

Clostermann & Jasper Partnerschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Clostermann, Wirtschaftsprüfer

Lamm, Wirtschaftsprüfer

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