Richard und Martin Heist Immobilien Verwaltungen oHG
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Konstantin Elias Tsaligopoulos seit 22.1.2025 | Geschäftsführer |
Matthias Kraft seit 14.2.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
audius SEWeinstadtKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.20221. Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022A. Grundlagen des Konzerns I. Konzern-Überblick Die audius Gruppe ist ein weltweit tätiger IT- und Infrastrukturdienstleister unter dem Dach der audius SE. Zur audius Gruppe gehörten zum Ende des Berichtsjahres 18 operativ agierende Tochtergesellschaften. Die Struktur der Gruppe wurde auch im Laufe des Jahres 2022 durch weitere Unternehmensakquisitionen und Standortgründungen erweitert. Die audius AG hatte im Jahr 2019 eine Mehrheit an der damals als IT Competence Group SE firmierenden Gesellschaft erworben und die Anteile im Folgejahr auf über 75 Prozent weiter ausgebaut. Nachdem die IT Competence Group SE zunächst als eigene strategische Geschäftseinheit im audius AG Konzern weitergeführt wurde, gelang es aus der Zusammenarbeit zunehmend Größen- und Wettbewerbsvorteile bei Mitarbeitenden, Kunden und Lieferanten zu heben. Als nächsten logischen Schritt verfolgte der Vorstand der Gesellschaft eine weitere Nutzung von Synergieeffekten und strebte eine Zusammenführung der Aktivitäten unter einem gemeinsamen Dach an. In der Folge beschloss die ordentliche Hauptversammlung der IT Competence Group SE im Juli 2020 den Erwerb der audius GmbH, der audius IT-Service GmbH und der Roton IT-Service GmbH im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung gegen Gewährung von 2.800.000 neuen Aktien an der IT Competence Group SE. Seitdem die Eintragung der Sachkapitalerhöhung im Herbst 2020 erfolgte, werden die drei Gesellschaften seit 1. Oktober 2020 im Konzern konsolidiert. Dies führte seit dem Berichtsjahr 2021 zu einem enormen Wachstum der Unternehmensgruppe. Um das Zusammenwachsen der Gruppe auch nach außen deutlich zu machen, wurde die IT Competence Group SE durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2020 in audius SE umbenannt und ihr Sitz nach Weinstadt bei Stuttgart verlegt. Im Herbst 2020 wurde die Gruppe durch die Übernahme der Anteile an der Unidienst GmbH mit Sitz in Freilassing (heute audius GmbH Freilassing) mit Kompetenzen im Bereich Customer Relationship Management und Business Intelligence erweitert. Im Folgejahr 2021 übernahm audius vollständig die smcTeam Systems Management Consulting GmbH & Co. KG mit Sitz in Wuppertal und erweiterte mit diesem Schritt den Geschäftsbereich IT-Services um Lösungen für die Ablauf- und Prozessautomatisierung im IT Systems Management. Mit wirtschaftlichem Übergang zum 1. Januar 2022 wurden sämtliche Anteile der Elektro Mahlberg GmbH mit Sitz in Bornheim übernommen. Mahlberg erweitert den Geschäftsbereich Mobilfunk durch Dienstleistungen im Auf- und Rückbau sowie der Bereitstellung von mobilen Funkstandorten. Weiterhin erfolgte Ende Juli 2022 die Übernahme sämtlicher Anteile der ILK Internet GmbH mit Sitz in Karlsruhe zusammen mit den Anteilen ihrer Tochter- bzw. Schwestergesellschaft INBW Infrastruktur und Netzwerk Baden-Württemberg GmbH. Durch die Übernahme der ILK erweitert audius seine Kompetenzen in den Bereichen Netzwerk, Security und Datacenter. ILK bietet seinen Kunden ein breites Dienstleistungs- und Produktportfolio mit maßgeschneiderten Services wie Standortvernetzung und den sicheren Netzwerkbetrieb verbunden mit einem Outsourcing der Kundeninfrastruktur in zwei ISO 27001 zertifizierte ILK-Datacenter an. Darüber hinaus beteiligte sich die Gruppe im September 2022 an der im englischen Reading ansässigen SOLO Cloud Solutions Ltd. (heute: proMX UK Ltd.). Die Akquisition von 60% der Geschäftsanteile erfolgte über die Tochtergesellschaft proMX AG. Ziel ist es mit Hilfe der Mitarbeitenden der Gesellschaft die Dienstleistungen im Bereich Software auch auf dem breiten englischen Markt anzubieten. audius konnte damit im Berichtsjahr deutlich wachsen, sowohl aufgrund der getätigten Unternehmenszukäufe als auch aus eigener Kraft. Die Gesamtleistung wurde mit 73,9 Mio. EUR um 26% gesteigert und die Zahl der Mitarbeitenden lag zum Jahresende bei über 600. Auch für die Zukunft beabsichtigt die Gesellschaft neben organischem Wachstum ihre Geschäftsfelder und damit ihre Finanzkennzahlen durch gezielte Zukäufe weiter auszubauen. II. Organisatorische Struktur des audius Konzerns Folgende Übersicht zeigt die organisatorische Struktur des audius Konzerns. Soweit nichts anderes angegeben, handelt es sich bei den Tochtergesellschaften um 100% Beteiligungen. audius SE, Weinstadt (Konzernmuttergesellschaft) audius GmbH, Ludwigsburg audius IT-Service GmbH, Weinstadt Roton IT-Service GmbH, Stuttgart audius GmbH, Stuttgart (vormals ITCG AG, München) Sinnwell GmbH, München (vormals Sinnwell AG, München) Sinnwell IT Service GmbH München audius GmbH, Freilassing smcTeam Systems Management Consulting GmbH & Co. KG, Wuppertal SWData GmbH, Düsseldorf audius Kft., Ungarn, Budapest Elektro Mahlberg GmbH, Bornheim ILK Internet GmbH, Karlsruhe INBW Infrastruktur und Netzwerk Baden-Württemberg GmbH, Karlsruhe audius India pvt. Ltd., Indien, Pune (Anteil 98%) proMX AG, Nürnberg (Anteil 50,01%) proMX Software Technologies pvt. Ltd, Indien, Mumbai (80% Tochter der proMX AG) proMX Corp. USA, Miami (100% Tochter der proMX AG) proMX UK Ltd., UK, Reading (60% Tochter der proMX AG) Während die Tochtergesellschaften die operativen Dienstleistungen der Gruppe erbringen, sind die wesentlichen Zentralfunktionen in der audius SE gebündelt. So übernimmt diese neben Managementfunktionen zentrale Services wie Rechnungswesen und Buchhaltung, Controlling, Personal, IT/TK Services, Fuhrpark, Compliance, Legal Affairs, M&A und Marketing für die operativen Einheiten. III. Operative Segmente des audius Konzerns Die Geschäftsbereiche der audius Gruppe gliedern sich in drei Säulen:
Sowohl durch die stärkere organische Entwicklung der Bereiche Software und Mobilfunk als auch durch die Akquisition der Elektro Mahlberg GmbH haben sich die Umsatzverteilungen der Geschäftsbereiche im Jahr 2022 verschoben. Der Bereich IT-Services stand im Geschäftsjahr für rund 34% der Umsätze des Konzerns. Die Aktivitäten umfassen IT-Dienstleistungen in den Schritten AUDIT - PLAN - BUILD - RUN. Das Segment AUDIT umfasst Dienstleistungen rund um die Begutachtung von einzelnen Komponenten bis hin zu ganzen IT-Infrastrukturen, insbesondere hinsichtlich der Themen Sicherheit und Reifegrad. Das anschließende Segment PLAN betrifft das Consulting von Kunden in der Planung von deren IT-Infrastrukturen. Neben dem Aufbau bzw. der Implementierung (Segment BUILD) wird der Betrieb von Infrastrukturen bzw. deren Teilkomponenten im Segment RUN übernommen. Die Dienstleistungen der audius Gruppe umfassen unter anderem die Themen Netzwerk, Incident Management, IT Security, Datenschutz, Modern Workplace, Datacenter und Client-Services. Der zweite Geschäftsbereich Software hatte im Jahr 2022 einen Umsatzanteil von 30%. Das Unternehmen wendet individuelle, auf die Ansprüche der Kunden zugeschnittene Lösungen an und setzt bei dessen Design auf strategischer Ebene an. Neben Individualsoftware und eigenentwickelter Standardsoftware liegt ein großer Schwerpunkt auf Lösungen basierend auf Microsoft Dynamics, hier insbesondere in den Themen Project Operations und Field Service Management. Der dritte Geschäftsbereich Mobilfunk erwirtschaftete im Berichtsjahr einen Anteil von 36% am Gesamtumsatz und war damit erstmals der größte Bereich. Unter den Marken Sinnwell und Mahlberg tritt man als Full-Service Provider rund um den Netzausbau auf. Kernkompetenzen sind neben der Projektierung die Projektleitung, die Standortplanung inklusive statischer Nachweise und technischer Beurteilungen sowie die Erstellung von Konstruktionszeichnungen bis hin zum kompletten Auf- bzw. Rückbau von Mobilfunkstandorten. Neben mobilen Dateninfrastrukturen, wie insbesondere dem 5G Netzausbau, wird auch der Bereich Glasfasernetzausbau bearbeitet. B. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nachdem die Vorjahre stark unter dem Einfluss der Corona-Pandemie standen und von deren Auswirkungen beeinflusst waren, so war das Berichtsjahr stark von den Verwerfungen rund um den Krieg in der Ukraine und der in der Folge stark steigenden Inflation betroffen. Trotz all der aufgetretenen Unsicherheiten zeigte sich die deutsche Wirtschaft robust. Nach einem Zuwachs um 2,6% im Jahr 2021 legte das Bruttoinlandsprodukt 2022 preisbereinigt um 1,8% zu, kalenderbereinigt sogar um 1,9%. Damit konnte das Niveau aus 2019, dem letzten Jahr vor der Corona-Pandemie, wieder erreicht werden. Nachdem die Prognosen für 2023 zunächst recht pessimistisch gestimmt waren und auf eine mögliche Rezession hindeuteten, hellen sich die Aussichten aktuell ein wenig auf. Die Bundesregierung hatte in ihrem im Januar veröffentlichten Wirtschaftsjahresbericht für das laufende Jahr mit einem Wachstum von 0,2% gerechnet. Die Anfang April publizierte Gemeinschaftsprognose der führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute rechnet angesichts sinkender Energiepreise mittlerweile mit einem Mini-Wachstum von 0,3%. Die genaue Entwicklung bleibt jedoch wie in den Vorjahren nicht absehbar. Die Dauer des Krieges in der Ukraine und dessen Auswirkungen auf die Wirtschaftsleistung unseres Landes sind ungewiss, gleichzeitig gibt es weiterhin Lieferengpässe bei vielen Materialien und das Phänomen Inflation scheint kurz- bis mittelfristig nicht zu verschwinden. Entwicklung der Branche ITK Die Entwicklung der für unsere Unternehmensgruppe relevanten Branche ITK (Informations- und Telekommunikationstechnik) zeigte sich wie schon in den Vorjahren sehr robust und deutlich stärker als die Gesamtwirtschaft. Die Branche (gemäß Zahlen des Branchenverband bitkom, Quelle: www.bitkom.de) wuchs im Bereich ITK um 4,6% auf insgesamt 187,9 Mrd. EUR. Das größte absolute Wachstum verzeichnete das Segment Software mit 9,4% bzw. 3 Mrd. EUR gefolgt vom Bereich IT-Service mit 5,5% bzw. 2,4 Mrd. EUR. Das Segment Telekommunikation hatte hingegen wiederum ein unterproportionales Wachstum in Höhe von 1,3%, wobei gerade das für audius relevante Teilsegment TK-Infrastruktur dabei ein Wachstum von 7,3% verzeichnete. Für das Jahr 2023 rechnet der Branchenverband abermals mit einem deutlichen Wachstum der Informationstechnik von 6,3% sowie mit einem Plus von 0,8% im Bereich Telekommunikation. II. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage a. Ertragslage Die Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage war wie im Vorjahr stark geprägt durch das weitere organische und anorganische Wachstum von audius. Der audius Konzern machte im Geschäftsjahr 2022 gegenüber dem Vorjahr wieder einen deutlichen Umsatzsprung in Höhe von 25,9% und erzielte einen konsolidierten Konzernumsatz in Höhe von 73,4 Mio. EUR (Vorjahr: 58,3 Mio. EUR). Der starke Umsatzanstieg basiert zum Teil auf den Akquisitionen Mahlberg, ILK Internet und smcTeam mit erstmaliger ganzjähriger Konsolidierung im Berichtsjahr sowie zum anderen Teil auf organischem Wachstum. Aufgrund zum Stichtag noch nicht abrechenbarer Projekte kam es zu einer Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Leistungen auf 380 TEUR. Gleichzeitig verminderten sich die aktivierten Eigenleistungen für selbst erstellte Software auf 132 TEUR, nachdem sie im Vorjahr noch 407 TEUR betragen hatten. Die Gesamtleistung erhöhte sich damit per Saldo von 58,6 Mio. EUR im Jahr 2021 auf 73,9 Mio. EUR im Berichtsjahr. Diese konnte somit im Vergleich zum Jahr ebenfalls um 26% zulegen. Die Gesamtleistung verteilte sich auf IT-Service mit 25,0 Mio. EUR (Vorjahr 27,3 Mio. EUR), Software mit 22,1 Mio. EUR (Vorjahr 16,5 Mio. EUR) sowie Mobilfunk mit 26,8 Mio. EUR (Vorjahr 14,8 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Zuge des Wachstums um 0,4 Mio. EUR auf 1,6 Mio. EUR. Das Rohergebnis erhöhte sich um 20,7% auf 57,1 Mio. EUR (Vorjahr: 47,3 Mio. EUR). Die Rohertragsmarge reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahreswert in Höhe von 81% leicht auf 78%. Hintergrund dessen war eine leichte relative Zunahme der Fremdleistungen und des Materialaufwands durch die Akquisition der Elektro Mahlberg GmbH. Der Personalaufwand erhöhte sich hingegen unterproportional zu den Erlösen und belief sich auf 40,4 Mio. EUR. Dies ist eine Steigerung von 18,9% im Vergleich zum Vorjahreswert von 34,0 Mio. EUR. Die Abschreibungen legten weiter auf 1,7 Mio. EUR zu und erhöhten sich damit zum Vorjahreswert von 1,5 Mio. EUR. Wesentlichen Anteil daran haben mit 1,1 Mio. EUR die Abschreibungen der Firmenwerte und immateriellen Assets aus der Anschaffung der Tochtergesellschaften. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei 8,8 Mio. EUR und stiegen damit im Vergleich zum Vorjahr um 33% an (Vorjahr: 6,6 Mio. EUR). Der überproportionale Anstieg liegt im Wachstum, einer Zunahme der Reisetätigkeiten nach der Corona-Pandemie und den allgemeinen Preissteigerungen begründet. Das EBITDA des audius Konzerns lag bei 7,9 Mio. EUR. Die Kennzahl erhöhte sich damit von zuvor 6,7 Mio. EUR um 18%. Die EBITDA-Marge lag bei 10,7% und damit leicht unterhalb des Vorjahreswertes von 11,4%. Das EBIT lag im Berichtszeitraum bei 6,2 Mio. EUR, während im Vergleichszeitraum des Vorjahres noch ein Wert von 5,2 Mio. EUR ausgewiesen wurde. Dies entspricht einer Steigerung von 18,6%. Die EBIT-Marge lag bei 8,3% und damit nur unwesentlich unterhalb des Vorjahreswertes von 8,9%. Da die im Jahr 2022 getätigten Akquisitionen teilweise durch Bankdarlehen finanziert wurden, stiegen die Zinsaufwendungen leicht auf einen Wert von 87 TEUR (Vorjahr: 58 TEUR) an. Der Ertragssteueraufwand stieg im Zuge des deutlichen Gewinnanstieges auf einen Wert von 2,3 Mio. EUR an. Bemessungsgrundlage dafür sind die Jahresüberschüsse auf Ebene der Einzelgesellschaften, so dass ein Großteil der Abschreibungen auf Firmenwerte keinen steuermindernden Effekt hat. Der Jahresüberschuss des Konzerns lag bei 3,8 Mio. EUR nach einem Gewinn in Höhe von 3,4 Mio. EUR im Vorjahr. Darin enthalten sind Gewinnanteile von Minderheitsgesellschaftern in Höhe von 320 TEUR, wodurch sich der den Aktionären der audius SE zuzurechnende Jahresüberschuss auf 3,453 Mio. EUR (Vorjahr: 3,003 Mio. EUR) belief. Das Ergebnis je Aktie lag bei 70 Cent (Vorjahr: 61 Cent). b. Vermögens- und Finanzlage Das Anlagevermögen erhöhte sich deutlich um 3,2 Mio. EUR auf 9,9 Mio. EUR. Der größte Teil des Anstiegs resultierte aus den Erstkonsolidierungseffekten der Akquisitionen der Elektro Mahlberg GmbH und ILK Internet GmbH, wodurch sich die Firmenwerte um 2,7 Mio. EUR auf einen Wert von 7,4 Mio. EUR erhöhten. Ebenfalls durch die Akquisitionen erhöhten sich die Sachanlagen um 0,7 Mio. Euro auf 1,4 Mio. EUR. Auch die Veränderungen im Umlaufvermögen sind wesentlich vom Wachstum und den Erstkonsolidierungen der Akquisitionen geprägt. Das Umlaufvermögen betrug zum Bilanzstichtag 26,4 Mio. EUR und erhöhte sich um 5,3 Mio. EUR (Vorjahr: 21,1 Mio. EUR). Durch die Zukäufe, aber auch stichtagsbedingt erhöhten sich die Vorräte auf 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 36TEUR). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich am deutlichsten auf 12,2 Mio. EUR nach einem Vorjahreswert von 8,0 Mio. EUR. Hier zeigt sich das größere Geschäftsvolumen und gleichzeitig eine veränderte Umsatzstruktur, die zu leicht längeren Debitorenlaufzeiten führt. Auch die sonstigen Vermögensgegenstände haben nach 0,6 Mio. EUR im Vorjahr deutlich auf 1,2 Mio. EUR zugelegt und sind auf Steuerrückforderungen zurückzuführen. Der Bestand an liquiden Mitteln blieb stabil bei 12,1 Mio. EUR nach 12,3 Mio. EUR zum Vorjahresstichtag. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten reduzierten sich weiter leicht auf 1,1 Mio. EUR und betrafen wie schon im Vorjahr vor allem Lizenzgeschäfte. Trotz der im Jahr 2022 an die Aktionäre ausbezahlten Dividende in Höhe von 1,5 Mio. EUR stieg das Eigenkapital zum Bilanzstichtag weiter deutlich auf 21,8 Mio. EUR (Vorjahr: 19,6 Mio. EUR). Durch den soliden Jahresüberschuss entstand ein Bilanzgewinn in Höhe von 4,8 Mio. EUR. Die Rückstellungen erhöhten sich aufgrund stichtagsbedingter höherer sonstiger Rückstellungen deutlich auf 5,5 Mio. EUR (Vorjahr: 4,7 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten legten im Berichtsjahr deutlich auf 8,5 Mio. EUR (Vorjahr: 3,3 Mio. EUR) zu. Größter Posten waren dabei die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die mit einem Wert von 3,6 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR) ausgewiesen wurden. Hintergrund ist die Aufnahme von langlaufenden Bankdarlehen zur Finanzierung der Akquisitionen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich im Zuge des Wachstums auf 2,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR). Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich ebenfalls im Zuge des Wachstums, insbesondere aufgrund der gestiegenen Steuerverbindlichkeiten, auf 2,8 Mio. EUR nach 1,8 Mio. EUR im Vorjahr. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten blieben nahezu unverändert bei 1,5 Mio. EUR Vorjahr: 1,4 Mio. EUR). Die Bilanzsumme zum Stichtag 31.12.2022 erhöhte sich im Zuge der Geschäftsausweitung auf 37,4 Mio. EUR (Vorjahr: 29,1 Mio. EUR). Angesichts der Verlängerung der Bilanzsumme, insbesondere aufgrund der Aufnahme von Fremdkapital, ging die Eigenkapitalquote leicht zurück. Mit 58,4% ist diese aber, wie auch im Vorjahr,auf einem sehr soliden Niveau. Auch die Liquidität 2. Grades wird mit 421% als äußerst solide angesehen und spiegelt im Vergleich zum Vorjahresstand eine optimierte Kapitalstruktur wider.
TABELLE: KENNZAHLEN c. Investitionen Die größten Investitionen des Geschäftsjahr 2022 waren der Kauf der Elektro Mahlberg GmbH und der ILK Internet GmbH. Mit den Akquisitionen wurden indirekt auch große Investitionen in IT-Ausstattung getätigt, da ILK Internet u.a. zwei eigene Rechenzentren betreibt. Daneben wurden wieder turnusmäßige Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in IT-Ausstattung sowie Modernisierungen der Büroausstattung vorgenommen. d. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2022 waren in der Muttergesellschaft audius SE neben dem Vorstand 41 Mitarbeitende angestellt. Die Zahl der Mitarbeitenden im Konzern lag im Durchschnitt des Berichtsjahres bei 591 Angestellten (Vorjahr: 503). e. Gesamtaussage zur Lage des Konzerns und der SE Die Finanz- und Vermögenslage sowohl des Konzerns als auch der audius SE hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter entsprechend des Unternehmenswachstums verbessert und wird als sehr solide eingeschätzt. Die Ertragslage hat sich trotz der gesamtwirtschaftlich schwierigen Lage besser als geplant entwickelt. Die ursprünglichen Planwerte eines Umsatzes von mehr als 68 Mio. EUR und eines EBITDAs von mehr als 7 Mio. EUR wurden deutlich übertroffen. Insgesamt konnten alle wesentlichen Finanzkennzahlen gesteigert werden. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht I. Chancenbericht Trotz der anhaltend anspruchsvollen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind die Aussichten auf das Geschäftsjahr 2023 positiv einzuschätzen. Dies wird auch durch das starke Wachstum des für audius relevanten ITK-Markt unterstrichen, der sich in den letzten Jahren und wohl auch zukünftig von der Gesamtwirtschaft losgelöst entwickeln wird. Die Digitalisierung der deutschen sowie internationalen Wirtschaft und der meisten öffentlichen Bereiche schreitet zunehmend voran. Unternehmen und Behörden beleuchten ihre Strukturen zunehmend mit einem ganzheitlichen Ansatz und suchen nach tiefgreifenden Lösungen für ihre IT-Landschaften. Die Entwicklung zeigt, dass sich dieser Umdenkprozess nun noch weiter auf die eigentlichen Geschäftsmodelle erstreckt und über digitale Transformation schon auf strategischer Ebene nachgedacht wird. Hier sieht audius sehr viele Unternehmen und Behörden unverändert vor technologischen Herausforderungen stehen, die einen nachhaltig hohen Beratungsaufwand erwarten lassen. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre werden auch mittel- und langfristig zu einem weiteren Umdenken im Risikomanagement der Kunden führen und die Nachfrage nach Remote-Lösungen nachhaltig erhöhen. Trends wie "Cloud", "Big Data", "Mobile Devices" und "KI" um nur einige zu nennen, bedeuten einen erhöhten Anspruch an IT-Security/Informationssicherheit. Sicherheit in der IT hat heute einen so hohen Stellenwert wie noch nie zuvor, was viele Unternehmen wie auch öffentliche Institutionen durch eigene Erfahrungen lernen. Für diese Trends ist das Unternehmen mit seinen Spezialisten und Beratern bestens aufgestellt und man arbeitet intensiv an der Weiterentwicklung dieser Themen mit. Beim Betrieb von ITK-Infrastrukturen geht der Trend unverändert in Richtung SLA-basierte Services. In diesem Bereich sieht der audius Konzern ein unverändert großes Wachstumspotential für die nächsten Jahre und hat sich mit thematisch dedizierten Teams so aufgestellt, dass man eine Vielzahl von Kundenanforderungen bedienen kann. Durch Shared-Service Strukturen können dabei zusätzliche Skaleneffekte gehoben werden. Der weiterhin vorherrschende Fachkräftemangel wird auch in Zukunft zu einer hohen Nachfrage nach den Dienstleistungen der audius Gruppe führen, da Kunden nicht mehr genügend Personal-Ressourcen finden, insbesondere mit ausreichend Know-How in den verschiedensten Technologien. Dies ist gleichzeitig auch eine Herausforderung für audius. Daher wird gerade der Ausbau der personenunabhängigen Dienstleistungen unverändert vorangetrieben. Gleichzeitig werden neue Wege beschritten, um auch im Ausland geeignetes Personal zu rekrutieren. Über den Geschäftsbereich Mobilfunk hat sich die audius Gruppe in den vergangenen Jahren zu einem Key Player im Netzausbau entwickelt. Der Kauf der Elektro Mahlberg GmbH hat das Dienstleistungsportfolio der Gruppe nochmals deutlich erweitert. Sowohl der Mobilfunkausbau (Stichwort 5G) als auch der kabelgebundene Netzausbau werden auch in den kommenden Jahren weiterhin sehr robust bleiben. Die Gesellschaft erwartet auch in den kommenden Jahren hohe Investitionen, damit Deutschland die Voraussetzungen für neue Technologien wie zum Beispiel dem autonomen Fahren schafft. Neben einem organischen Wachstum in den genannten Bereichen sieht audius auch in Zukunft Chancen durch den Zukauf weiterer Unternehmen. Durch die erfolgreichen Übernahmen und anschließenden Integrationen der vergangenen Jahre hat man sich umfangreiches Know-How angeeignet und kann am Markt mit einem sehr positiven Track-Rekord auftreten. Die äußerst soliden Finanzkennzahlen erleichtern ebenfalls weitere Übernahmen und bieten der Gesellschaft große finanzielle Möglichkeiten. II. Risikobericht a. Risikomanagement und Steuerungssystem Zur Steuerung und Überwachung der Entwicklung der Gesellschaft analysieren audius SE und ihre Tochtergesellschaften monatlich den Umsatz, Rohertrag, betriebliche Aufwendungen und Betriebsergebnis und stellen fortlaufend Plan-Ist-Analysen auf. Für die interne Leistungssteuerung zieht der Konzern unter anderem die Kennzahlen Umsatzerlöse, Rohertrag, EBITDA und EBIT genauso wie Umsatz pro Mitarbeitenden heran. Deren Entwicklung findet sich in der nachfolgenden Tabelle:
TABELLE: ERGEBNISQUELLEN Darüber hinaus hat der Konzern eine umfangreiche Kostenstellen- / Kostenträgerrechnung etabliert und kann so seinen Erfolg bis auf Projektebene steuern. b. Branchen- und marktbezogene Risiken Als ITK-Dienstleistungsunternehmen sind die audius SE und ihre Tochtergesellschaften von der Nachfrage nach Hardware, Software und daraus resultierenden Dienstleistungen abhängig. Diese Nachfrage wiederum hängt sowohl von der wirtschaftlichen Situation der Kunden als auch von der allgemeinen konjunkturellen und geopolitischen Lage in den Absatzmärkten der Gesellschaft ab. Sollten im Zuge einer Verschlechterung dieser Lage Budgets gekürzt oder gar gestrichen werden, so kann dies wiederum negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage des audius Konzerns haben. Der IT-Dienstleistungssektor ist darüber hinaus durch einen starken Wettbewerb und stetigen Wandel gekennzeichnet. Dies führt neben einer allgemeinen Wettbewerbssituation auch zu einem Preisdruck. In dieser Situation kann es nicht ausgeschlossen werden, dass der audius Konzern als mittelständischer Anbieter Kundenaufträge an andere, insbesondere größere Wettbewerber verliert. Dem Umstand begegnet das Unternehmen erfolgreich durch eine Konzentration auf hohe Lösungsqualität und -tiefe. c. Produkt- und Technologierisiken Der ITK-Markt ist geprägt von einer sehr hohen Dynamik und einem raschen Technologiewandel. Die zukünftige Entwicklung der audius SE und ihrer Tochtergesellschaften hängt daher stark davon ab, dass das Unternehmen auch in Zukunft frühzeitig neue Technologieentwicklungen erkennt und auf die sich am Markt durchsetzenden Produkte setzt. Hierzu pflegt das Unternehmen enge und nachhaltige Partnerschaften mit den großen Anbietern - vor allem mit Microsoft - um frühzeitig von Neuentwicklungen Kenntnis zu erlangen. Darüber hinaus erfolgt auch ein stetiges Screening des Marktes nach neuen Produkten und möglichen Partnerschaften. d. Projekt- und geschäftsbezogene Risiken Die audius SE und ihre Tochtergesellschaften führen bei Kunden kleinere, mittlere und auch Großprojekte durch. Diese zeichnen sich oft durch eine hohe Komplexität und einen großen Kostenaufwand aus. Bei solchen Kundenprojekten kann es zu Risiken aus der Durchführung kommen. Verzögerungen bei Projektstarts können zu einer Unterauslastung der eingeplanten Mitarbeitenden führen. Das Unternehmen minimiert diese Risiken durch eine kontinuierliche und regelmäßige Überwachung der Auslastung mittels Forecasts. Angebote werden sowohl einer fachlichen als auch kaufmännischen Überprüfung unterzogen. Daneben können aus der Abhängigkeit von Großkunden wirtschaftliche Risiken für die zukünftige Entwicklung entstehen. Im Falle eines Wegbrechens eines solchen Großkunden könnte es zu einer Unterauslastung kommen. Um dieses Risiko zu minimieren baut das Unternehmen die Anzahl seiner Kunden stetig aus und diversifiziert auch in seinen Produkten. Die Anteile der Großkunden am Gesamtumsatz werden stetig analysiert und überwacht um rechtzeitig gegensteuern zu können. e. Finanzwirtschaftliche Risiken Die audius SE und ihre Tochtergesellschaften finanzieren sich sowohl durch Fremd- als auch Eigenkapital. Eine Verschlechterung der Finanzlage und damit der Liquidität könnte für die Gesellschaft finanzwirtschaftliche Risiken zur Folge haben. Das Eigenkapital hat sich im Berichtsjahr weiter erhöht und wird als äußerst solide angesehen. Daneben setzt das Unternehmen auf verschiedene Quellen der Fremdfinanzierung durch Kreditmittellinien bei verschiedenen Banken sowie durch Factoring. Die letzten Übernahmen wurden überwiegend mit Fremdkapital finanziert. Die darüber hinaus bestehenden Kreditmittellinien werden aktuell nicht in Anspruch genommen, stehen dem Unternehmen im Bedarfsfall aber zur Verfügung. Durch die Verteilung auf mehrere Bausteine sieht sich die Gesellschaft sehr gut finanziert. Durch die äußerst solide Ausstattung an liquiden Mitteln und des stark gewachsenen Eigenkapitals, ist die Abhängigkeit von externen Kapitalgebern aktuell als sehr gering anzusehen. Daneben kann es zu Forderungsausfällen kommen, welche ebenfalls Risiken für die Ausstattung der liquiden Mittel sein können. Dem begegnet das Unternehmen zum einen durch eine teilweise und selektive Überwälzung des Forderungsrisikos auf eine Factoringgesellschaft. Zum anderen erfolgt aber auch ein stringentes Mahnwesen und eine kontinuierliche Überwachung der Bonität der Kunden. Die Unternehmensgruppe ist in den vergangenen Jahren auch international gewachsen. Im Falle von für die Gesellschaften negativen Wechselkursentwicklungen kann es dadurch zu Währungskursrisiken und damit verbundenen Verlusten kommen. Auch wenn die Gruppe im Ausland stetig wächst, so ist der Anteil der in ausländischen Währungen fakturierten Dienstleistungen derzeit noch gering und liegt im einstelligen %-Bereich der Gesamtleistung. Damit ist das daraus entstehende Risiko auf die Finanzzahlen noch als gering anzusehen. Das Unternehmen beobachtet die Entwicklung jedoch genau und erwägt bei zunehmendem Volumen Kurssicherungsgeschäfte zu tätigen. f. Personalrisiken Unternehmen der ITK-Branche sind davon abhängig hoch qualifizierte Mitarbeitende zu haben, um dem stetigen technologischen Wandel und Wettbewerb standhalten zu können. In den vergangenen Jahren hat sich die Rekrutierung von neuen Mitarbeitenden als herausfordernd dargestellt und mit einer nachhaltigen Entspannung ist auch aktuell nicht zu rechnen. Sowohl die reine Verfügbarkeit als auch die deutlich steigenden Lohnniveaus prägen den Arbeitsmarkt im Allgemeinen und den IT-Fachkräftemarkt im Besonderen. Die aktuell zu beobachtenden hohen Inflationsraten sorgen zusätzlich für steigende Lohnniveaus. Um das Risiko zu minimieren wird die Leistungsfähigkeit des Personals durchgehend beobachtet und insbesondere Leistungsträgern eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Das Unternehmen arbeitet permanent daran durch eine Verbesserung des Arbeitgeberimages und durch diverse Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für Mitarbeitende dem Fachkräftemangel entgegenzutreten. So hat das Unternehmen unter anderem eine eigene Weiterbildungsinitiative unter dem Namen "UpSkill" etabliert. Durch eine möglichst hohe Flexibilität des Arbeitsplatzes im Hinblick auf Arbeitsort und -zeit ist die Gesellschaft bemüht seine Attraktivität als Arbeitgeber zu steigern. Daneben hat das Unternehmen verschiedene Initiativen aufgesetzt auch im Ausland passende Mitarbeitende zu rekrutieren. Durch diese Maßnahmen sieht sich das Unternehmen gut gerüstet auch in Zukunft ausreichend Personal einstellen zu können. g. IT Risiken Wie bei allen Unternehmen hängt der reibungslose Betrieb aller Prozesse von der Verfügbarkeit der IT- Infrastruktur ab. Angriffe aus dem Internet oder sonstige Ausfälle der IT-Prozesse und Schäden in der IT-Infrastruktur stellen eine ernste Bedrohung für die Funktionsfähigkeit eines Unternehmens dar. audius hat geeignete Maßnahmen zum Schutz seiner IT-Infrastruktur getroffen und überwacht und überprüft deren Wirksamkeit fortlaufend. Die Empfehlungen von Behörden und Dienstleister werden ständig bewertet und umgesetzt. Die Anstrengungen und Investitionen in Cybersicherheit werden in der Zukunft weiter erhöht, Mitarbeitende werden fortlaufend geschult, audius hat dazu im Berichtsjahr das bereits bestehende Managementsystem weiterentwickelt und dieses nach der DIN-Norm ISO 27001 durch die DEKRA zertifizieren lassen. h. Gesamtrisikobetrachtung Im Vergleich zum Vorjahr kam es zu keinen wesentlichen Veränderungen der Risiken für die audius SE und ihre Tochtergesellschaften. Existenzgefährdende Risiken für den audius Konzern sind derzeit nicht erkennbar. III. Prognosebericht Die Prognose des Konzerns basiert vorwiegend auf den Prognosen der Geschäftsentwicklung der Konzerntochtergesellschaften sowie seinen Geschäftsbereichen. Der Fokus für 2023 und die Folgejahre liegt unverändert auf den Kernthemen "Digital Workplace", "IT- Security", "Cloud Computing", "IT-Outsourcing" sowie Mobilfunk, unter anderem mit dem Ausbau des "5G" Netzes. Zur Bearbeitung dieser Felder sieht sich der audius Konzern mit den Geschäftsbereichen IT-Services, Software und Mobilfunk hervorragend aufgestellt. Wie schon in den Vorjahren konnte auch im Jahr 2022 der Auftragsbestand stetig gesteigert werden und lag zum 31.12.2022 bei 50,3 Mio. EUR (Vorjahr: 38,0 Mio. EUR), was einer weiteren Steigerung von 12,3 Mio. EUR im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres entspricht. Die Geschäftsaktivitäten des audius Konzerns entwickeln sich trotz der anspruchsvollen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin sehr gut. Der Vorstand erwartet in allen drei Geschäftsbereichen im laufenden Geschäftsjahr 2023 ein organisches Wachstum. Weiterhin versprechen die Bereiche Software und Mobilfunk die größten Wachstumsmöglichkeiten. Neben dem geplanten organischen Wachstum in allen drei Geschäftsbereichen wird die in 2022 bislang nur teilweise konsolidierte ILK Internet zu einem weiterer Umsatz- und Ergebnissteigerung führen. Für 2023 und die Folgejahre plant der Vorstand unverändert mit einem durchschnittlichen organischen Wachstum von rund 10 Prozent, ergänzt durch weitere Effekte aus Unternehmenszukäufen. Wie bereits im März 2023 kommuniziert, beabsichtigt der audius Konzern im laufenden Geschäftsjahr eine Gesamtleistung von mehr als 80 Mio. EUR bei einem EBITDA von über 8 Mio. EUR zu erzielen. Grundlage dafür ist die sehr gute Auftragslage und ein guter Start ins laufende Geschäftsjahr. D. Schlusserklärung des Vorstands gemäß § 312 Abs. 3 AktG Der Vorstand erklärt, dass die audius SE nach den Umständen, die ihm in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das jeweilige Rechtsgeschäft vorgenommen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und durch die berichtspflichtigen getroffenen bzw. unterlassenen Maßnahmen nicht benachteiligt wurde.
Weinstadt, den 25. April 2023 Rainer Francisi, Vorstandsvorsitzender Matthias Kraft, Vorstand Wolfgang Wagner, Vorstand Konstantin Tsaligopoulos, Vorstand KONZERN- BILANZ zum 31.12.2022audius SEWeinstadtAKTIVA
PASSIVA
KONZERN- Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2022 - 31.12.2022audius SEWeinstadt
Konzernanhang zum 31.12.2022Allgemeine Erläuterungen zum Konzernabschluss Die audius SE hat ihren Sitz in Weinstadt. Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nummer HRB 765363 eingetragen. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst die audius SE, Weinstadt, als Muttergesellschaft sowie die im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogenen Tochtergesellschaften:
*) mittelbare Beteiligung über die proMX
AG, die 100% der Anteile hält
Die audius GmbH, Ludwigsburg, audius IT-Service GmbH, Weinstadt, audius GmbH, Stuttgart (vormals ITCG AG, München), Sinnwell GmbH, München (vormals Sinnwell AG), Sinnwell IT Service GmbH, München sowie die audius GmbH, Freilassing nehmen die Befreiung zur Offenlegung nach §264 Abs. 3 HGB in Anspruch. Konsolidierungsgrundsätze Grundlage für die Konsolidierung sind der Konzernabschluss der audius SE und die nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellten Abschlüsse der vollkonsolidierten Tochterunternehmen. Die Kapitalkonsolidierung wurde im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 HGB durchgeführt. Die zum 31. Dezember 2022 bestehenden Restbuchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung aus den Jahren vor 2020 in Höhe von TEUR 1.917 werden linear über 25 Jahre sowie 20 Jahre abgeschrieben. Die zum 31. Dezember 2022 bestehenden Restbuchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung der erstmalig im Jahr 2020 konsolidierten Gesellschaften in Höhe von TEUR 2.446 sowie die erstmalig im Jahr 2022 konsolidierten Gesellschaften in Höhe von TEUR 2.878 werden über einen Zeitraum von 10 Jahren linear abgeschrieben. Die im Jahr 2021 konsolidierte Personengesellschaft wird in Form von Assets auf die jeweilige Nutzungsdauer und der daraus resultierende Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 171 TEUR, linear auf eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Für das Geschäftsjahr 2022 entfallen somit auf die Geschäfts- und Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung planmäßige Abschreibungen in Höhe von insgesamt TEUR 788 (i.Vj. TEUR 499). Gegenseitige Forderungen, Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden konsolidiert. Die Aktiv- und Passivposten der auf fremde Währung lautenden Bilanzen der ausländischen Gesellschaft werden mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in EUR umzurechnen ist, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in EUR umgerechnet. Die Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden zum Durchschnittskurs in EUR umgerechnet. Die Währungsunterschiede, die sich durch die Umrechnung der Vermögens-, Kapital- und Schuldposten der ausländischen Konzerngesellschaft sowie Währungsunterschiede, die sich aus der historischen Umrechnung des Eigenkapitals der nicht in EUR geführten Gesellschaft ergeben, wurden erfolgsneutral der Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung zugeordnet. Die nicht in EUR aufgestellten Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften wurden mit folgenden Kursen umgerechnet (ausgenommen Eigenkapital):
Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden gem. §248 Abs. 2 HGB aktiviert, zu Herstellungskosten bilanziert und um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden die Einzelkosten sowie angemessene Teile der Gemeinkosten einbezogen. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und, sofern sie einer Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode ermittelt. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu 800 EUR wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Gegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten, bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag angesetzt. Die unfertigen Leistungen wurden auf Basis der bisher erbrachten Leistungen unter Ansatz der Selbstkosten bewertet. Die einzelnen Projekte wurden jeweils einzeln bewertet. Die Bewertung wurde verlustfrei durchgeführt; d.h. es wurden angemessene Abschläge von den zu erzielenden Verkaufspreisen vorgenommen. Die fertigen Erzeugnisse und Waren wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Forderungen und sonstige Vermögensgenstände wurden mit dem Nennbetrag aktiviert. Erkennbaren und latenten Ausfallrisiken wurde durch die Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurden für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 1 % auf den um die einzelwertberichtigten Forderungen verminderten Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet. Die sonstigen Wertpapiere wurden zu Anschaffungskosten, bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag angesetzt. Liquide Mittel wurden zum Nennbetrag angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden entsprechend ihrem zum Bilanzstichtag noch offenen Leistungserhalt berücksichtigt. Die Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken, ungewissen Verpflichtungen und drohenden Verlusten in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig erschien. Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden entsprechend ihrem zum Bilanzstichtag noch offenen Leistungsstand, i.W. für Wartungs- und Lizenzverträge, berücksichtigt. Latente Steuern wurden auf Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen gebildet. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt. Angaben zur Konzernbilanz Die Gliederung der Bilanz erfolgte gem. § 266 HGB. Das Anlagevermögen ist unter der Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage 3, Seite 5) dargestellt. Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 12.184.198,57 EUR (Vj. 8.045.301,40 EUR) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 1.185.219,24 EUR (Vj. 642.625,79 EUR) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 17.590,21 EUR (Vj. 3.842,42 EUR) betreffen in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beläuft sich zum 31.12.2022 auf 4.950.000,00 EUR und ist in 4.950.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Im Konzernbilanzgewinn/-verlust ist ein Gewinnvortrag in Höhe von 1.345.696,14 EUR (Vj. Verlustvortrag 173.327,41 EUR) enthalten. Der Bilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt:
Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalaufwand 2.551.306 EUR (Vj.2.332.264 EUR), Beiträge zur Berufsgenossenschaft 25.989 EUR (Vj.102.132 EUR), ausstehende Lieferantenrechnungen 1.373.709 EUR (Vj.744.129 EUR), Rechtsstreitigkeiten 20.000 EUR (Vj. 15.000 EUR), Gewährleistung 300.669 EUR (Vj.252.200 EUR) sowie für die Aufbewahrungspflichten 36.590 EUR (36.090 EUR) gebildet. Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 8.545.105,70 EUR (Vj. 3.292.658,83 EUR) gliedern sich wie folgt:
Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 2.248.551,10 EUR (Vj. 1.500.808,51 EUR) und Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit in Höhe von 43.213,58 EUR (Vj. 32.336,66 EUR) ausgewiesen. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Gesamtleistung gliedert sich in die folgenden Bereiche:
Die aktivierten Firmenwerte werden aufgrund des Geschäftsmodells und des langfristigen Beteiligungsansatzes linear über eine Nutzungsdauer von 10 bis 25 Jahren abgeschrieben. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 8.782) enthalten das als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 85 (i.Vj. TEUR 77), Steuerberatungsleistungen in Höhe von TEUR 8 (i.Vj. TEUR 9) und Beratungsleistungen in Höhe von TEUR 0 (i.Vj. TEUR 1). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 18,2 enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 39,2. Sonstige Pflichtangaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen jährliche Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Diese Verträge enden zwischen 2023 und 2028.
Latente Steuern Passive latente Steuern ergeben sich aus der Aktivierung selbst geschaffener Schutzrechte und ähnlicher Rechte in Höhe von 40,2 TEUR. Bei der Berechnung wurde der für das Geschäftsjahr geltende Steuersatz für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 30% zugrunde gelegt. Kapitalflussrechnung In den Finanzmittelfonds wurden Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von nicht mehr als drei Monaten sowie jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und andere kurzfristige Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören, einbezogen. Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:
Organe der Aktiengesellschaft Vorstand Im Geschäftsjahr war zum Vorstand bestellt:
Die gewährte Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstandes belief sich im Berichtsjahr auf 1.374 TEUR. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:
Herr Dr. Ottmar Gast gehörte folgenden Kontrollgremien gemäß § 285 Nr. 10 HGB an: Mitglied des Aufsichtsrats der MPC Münchmeyer Petersen Capital AG, DAL Deutsche Afrika-Linien GmbH & Co. KG sowie Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Sloman Neptun Schiffahrts-Aktiengesellschaft Herr Käß gehörte folgenden Kontrollgremien gemäß § 285 Nr. 10 HGB an: Aufsichtsrat bei der ITCG AG (bis 14.02.2023), Sinnwell AG (bis 21.12.2022), proMX AG Herr Franz Honner gehörte folgenden Kontrollgremien gemäß § 285 Nr. 10 HGB an: Aufsichtsrat der audius AG, ITCG AG (bis 14.02.2023), Sinnwell AG (bis 21.12.2022) In der Hauptversammlung vom 1. Juli 2021 wurde eine jährliche Gesamtvergütung für den Aufsichtsrat in Höhe von TEUR 90 beschlossen, die zeitanteilig (pro rata temporis) ausbezahlt wird. Angabe gemäß § 160 Aktiengesetz: Das genehmigte Kapital laut Handelsregister beträgt zum Bilanzstichtag 2.475.000,00 EUR. Das gezeichnete Kapital beträgt 4.950.000,00 EUR und ist in 4.950.000 auf den Namen des Inhabers lautende Stückaktien eingeteilt. Ergebnisverwendungsvorschlag des Mutterunternehmens:Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den im Geschäftsjahr 2022 erzielten Bilanzgewinn der audius SE in Höhe von 3.135.501,48 EUR wie folgt zu verwenden:
Mitarbeiter Die Zahl der durchschnittlich Beschäftigten im Konzern betrug im Geschäftsjahr 591 (Vorjahr 503) Angestellte, davon 527 Vollzeit und 64 Teilzeit. Konzernabschluss Der Konzernabschluss für den größten Teil der Konzernunternehmen wird von der audius AG, Schwaikheim, erstellt.
Weinstadt, den 25. April 2023 Vorstand Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022
KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL zum 31. Dezember 2022 (T€)
Der ausschüttbare Gewinn des Mutterunternehmens beträgt TEUR 3.136 (Vorjahr TEUR 2.459). BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die audius SE, Weinstadt Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der audius SE, Weinstadt, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der audius SE, Weinstadt, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Augsburg, den 25. April 2023 CONLATA
Geißelmaier & Partner mbB
PETER MERK, WIRTSCHAFTSPRÜFER Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Aufsichtsrat der audius SE sämtliche ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben in vollem Umfang wahrgenommen. Wir haben uns im Berichtsjahr ausgiebig mit der wirtschaftlichen und finanziellen Lage, den Risiken und der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens und seiner operativ tätigen Tochtergesellschaften beschäftigt, den Vorstand bei der Leitung der Gesellschaft begleitet und beraten sowie die Führung überwacht. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat dazu fortlaufend, zeitnah und umfassend durch schriftliche und mündliche Berichte. Das Kontrollgremium war in alle wesentlichen Entscheidungen der audius SE eingebunden. Sämtliche für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge wurden auf Basis der Informationen des Vorstands im Aufsichtsrat ausgiebig erörtert. Diese waren im Berichtzeitraum im Besonderen die Übernahme der Firma ILK Internet GmbH in Karlsruhe und der damit einhergehenden Erweiterung der Kompetenzen in den Bereichen Netzwerk, Security und Datacenter, sowie Standorterweiterungen ins Ausland. Aufsichtsratszusammensetzung Der Aufsichtsrat der audius SE bestand im Geschäftsjahr 2022 durchgehend aus den Mitgliedern Dr. Ottmar Gast als Vorsitzenden, Robert Käß als stellvertretenden Vorsitzenden und Franz Honner. Sitzungen des Aufsichtsrats Im Berichtsjahr haben 4 Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden, 2 Präsenzsitzungen und 2 Videokonferenzen. Bei allen Sitzungen waren stets alle Mitglieder des Aufsichtsrats anwesend. Wesentlicher Bestandteil aller Aufsichtsratssitzungen war die Berichterstattung des Vorstands über die Strategie und den Stand der Umsetzung, den Geschäftsverlauf und die Ertragslage des Unternehmens. Zudem wurden in den einzelnen Treffen folgende Schwerpunkte besprochen: In der Sitzung vom 18. März wurde neben anderem die Bestellung von Herrn Konstantin Tsaligopoulos in den Vorstand diskutiert und beschlossen. Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 und der Bericht des Wirtschaftsprüfers waren neben der Tagesordnung der Hauptversammlung Kernthemen der Sitzung vom 21. April. In der Sitzung vom 28. Juni stellte der Vorstand dem Aufsichtsrat den geplanten Kauf der ILK Internet GmbH vor. Zuletzt beschäftigte sich die Sitzung vom 2. Dezember insbesondere mit der Weiterentwicklung der Gesellschaft und den Zielen für das Geschäftsjahr 2023. Daneben standen die Mitglieder des Aufsichtsrats auch außerhalb der Sitzungen in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand und haben sich über wesentliche Entwicklungen informiert. Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet. Jahresabschluss Die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft CONLATA Geißelmaier & Partner mbB, Augsburg, wurde von den Aktionären auf der ordentlichen Hauptversammlung am 28.06.2022 als Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 gewählt. Die Erteilung des Prüfungsauftrages erfolgte im Anschluss durch den Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand. Der Aufsichtsrat hat sich von der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überzeugt. Der Prüfungsauftrag umfasste die Aufgabe den Konzernabschluss inklusive Lagebericht nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches zu prüfen. Der vom Vorstand nach den Regeln des Handelsgesetzbuches aufgestellte Konzernabschluss der audius SE zum 31. Dezember 2022 und der Lagebericht über das Geschäftsjahr 2022 sowie die Buchführung sind vom beauftragten Abschlussprüfer geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Allen Aufsichtsratsmitgliedern haben die Abschlüsse, Lageberichte sowie die Prüfungsberichte fristgerecht zur Prüfung vorgelegen. An der Sitzung des Aufsichtsrates am 25.04.2023 hat der Abschlussprüfer teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Der Abschlussprüfer hat die Fragen des Aufsichtsrates beantwortet und weitere Erläuterungen gegeben. Der Aufsichtsrat ist nach eingehender Prüfung zu dem Ergebnis gekommen, dass der Jahresabschluss sowie Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 und der Lagebericht über das Geschäftsjahr 2022 sowie auch die Buchführung zu keinen Einwendungen Anlass geben. Der Aufsichtsrat hat mit dem Beschluss vom 25.04.2023 den von der Gesellschaft aufgestellten Jahresabschluss sowie den geprüften Konzernjahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 gebilligt. Der Aufsichtsrat schließt sich mit Beschluss vom 25.04.2023 dem Vorschlag des Vorstands an die Hauptversammlung zur Gewinnverwendung an. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeitenden für ihren großen persönlichen Einsatz in einem abermals herausfordernden und zugleich sehr erfolgreichen Geschäftsjahr 2022.
Weinstadt, im April 2023 Dr. Ottmar Gast, Aufsichtsratsvorsitzender der audius SE |
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