s.i.g. System Informations Gesellschaft mbH

Zeppelinstraße 5/2, 89231 Neu-Ulm, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Memmingen HRB 11008
Eingetragen
12.5.2003
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Vertrieb von Hard- und Software, Entwicklung von Software und Ausführung von EDV-Dienstleistungen aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Eugen Daniel Straub
seit 7.8.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert50.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
200.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

s.i.g. System Informations Gesellschaft mbH

Neu-Ulm

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Unternehmen

Die s.i.g. mbH ist ein herstellerunabhängiges IT-Systemhaus. Als Komplettlösungsanbieter steht die Erbringung von IT-Dienstleistungen sowie der Verkauf von Hard- und Softwarelösungen namhafter Hersteller im Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit.

Das Leistungsportfolio mit dem Vertrieb von Hard- und Software ist speziell auf die Themenbereiche Server, Storage, Network, Security, TK-Systeme und Industrial IT (IoT) ausgerichtet. Zum Dienstleistungsangebot zählen unter anderem die Konzeption und Integration von IT-Systemen sowie der Betrieb und die Wartung der Systeme.

1.1. Branchensegmentierung

Der Kundenkreis stammt aus verschiedenen Branchen und umfasst sowohl mittelständische Unternehmen als auch Großbetriebe sowie Einrichtungen der öffentlichen Hand.

Dabei ist die s.i.g. mbH weiterhin stark in den Branchen der Pharma und Medizintechnik (64 %) sowie Öffentliche Einrichtungen & NGO (13 %) vertreten. Im Vorjahresvergleich konnte im Bereich Pharma und Medizintechnik und im Bereich Öffentliche Einrichtungen & NGO eine positive Entwicklung verzeichnet werden. Die Bereiche Industrie & Verarbeitendes Gewerbe (10 %) und Chemie, Energie & Rohstoffe (6 %) haben sich rückläufig entwickelt. Der Bereich Dienstleistungen & Finanzen war stabil bei 6% des Gesamtumsatzes.

1.2. Forschung und Entwicklung

Die s.i.g. mbH betreibt keine Grundlagenforschung. In Zusammenarbeit mit den Kunden werden bedarfsorientierte bzw. individuelle Konzepte im Hard- und Softwareeinsatz erarbeitet. Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen:

• IT Consulting

• Industrial IT

• Storage, Backup & Recovery

• Virtualisierung

• Netzwerk & Security

• IT Service

• Service Desk (User Help Desk)

• ASP/ Hosting & Housing

• IAAS

• SAA

1.3. Zweigniederlassungen

Eingetragene Zweigniederlassungen bestehen nicht. Die neben Neu-Ulm bestehenden weiteren Geschäftsstandorte in Erfurt und Jena haben sich etabliert und sollen beibehalten werden. Für die kommenden Jahre ist der Aufbau weiterer Standorte vorgesehen.

1.4. Mitarbeiter

Im Gegensatz zu vielen IT-Systemhäusern ist die Gesellschaft seit über 25 Jahren ein inhabergeführtes Familienunternehmen. Das ist Anspruch und Verpflichtung zugleich. Mitarbeiter sind bei uns nicht Nummern, sondern Menschen mit ihren individuellen Ausprägungen, die ihr exzellentes Know-How und ihren vollen Einsatz geben, um unsere geschätzten Kunden optimal zu unterstützen.

Das Team der s.i.g mbH umfasste im Jahresdurchschnitt folgende Mitarbeiter*innen:

Die Mitarbeiterfluktuation liegt mit 6% unter dem Branchendurchschnitt, der laut einer Langzeituntersuchung des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens ISG Ende 2021 bei 21,2 % lag.

2. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für unsere interne Unternehmenssteuerung werden insbesondere folgende Kennzahlen fortlaufend betrachtet und analysiert:

3. Rahmenbedingungen

3.1. Entwicklung der Wirtschaft in Deutschland

Die deutsche Wirtschaft hat sich gemäß einem Bericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz zu Jahresbeginn "leicht belebt". Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte im Jahr 2023 zwar um -0,3 %, aber aktuelle Konjunkturindikatoren deuten auf eine leichte Belebung im neuen Jahr. Für das Jahr 2025 wird bei weiter abnehmender Inflation mit einer Erholung des BIP-Wachstums gerechnet.

Die leichte Belebung im ersten Quartal ist allerdings zum Teil auch auf Sondereffekte im Baubereich und der Industrie wie eine milde Witterung und Aufholeffekte nach dem hohen Krankenstand zum Jahresende 2023 zurückzuführen. Auch wenn die verbesserten Stimmungsindikatoren im Unternehmenssektor und bei den konsumnahen Dienstleistungen eine Aufhellung andeuten, lassen die schwache Entwicklung beim privaten Konsum und den Ausrüstungsinvestitionen sowie die weiterhin verhaltene Auftragslage in der Industrie noch keinen übergreifenden, nachhaltigen Aufschwung erkennen.

Im Zuge geringerer Inflationsraten, erwarteter geldpolitischer Lockerungen, steigender Löhne und Einkommen, einer anhaltend stabilen Arbeitsmarktentwicklung und zunehmender Impulse von der Außenwirtschaft könnte sich im weiteren Jahresverlauf die konjunkturelle Erholung allmählich festigen und an Breite und Dynamik gewinnen. Angesichts der geopolitischen Unsicherheiten und den strukturellen Problemen des Standorts bleiben die Risken allerdings nach wie vor hoch.

Die wirtschaftliche Erholung soll durch "Maßnahmen der Bundesregierung, die private Haushalte und Unternehmen entlasten, den Investitionsstandort Deutschland stärken" unterstützt werden.

3.2. Entwicklung der ITK-Branche

Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ging 2023 auch Markt für Informations- und Telekommunikationstechnik (ITK-Markt) nicht spurlos vorbei. So sank die Wachstumsrate im Jahr 2023 wie erwartet von 6,8 % auf 2,0 %. Nichtsdestotrotz konnte im Vergleich zu anderen Branchen ein positives Wachstum nachgewiesen werden. So wird auch in die Zukunft optimistisch geblickt und für 2024 ein Gesamtwachstum von 4,4 % prognostiziert.

Der aus strategischer Sicht für die s.i.g. mbH bedeutsame Marktbereich Informationstechnik wuchs verglichen mit dem Vorjahr um 2,2 % auf ein Volumen von 143,6 Mrd. EUR. Die Bereiche IT-Software (+9,6 %) und IT-Services (+5,1 %) verzeichneten im Vorjahresvergleich den größten Anstieg. Der Bereich IT-Hardware sank um -5,4 %.

Einen leichten Anstieg von 1,7 % zeigte auch die Telekommunikation. Während der Markt für die Telekommunikationsinfrastruktur um 4,4 % anstieg, verzeichneten die Telekommunikationsdienste (0,9 %) ein leichtes Wachstum. Im Bereich TK-Endgeräte (-0,7%) wurde ein leichter Rückgang verzeichnet.

Für das Jahr 2024 wird für den Bereich Informationstechnik ein spürbares Wachstum von 6,1 % und für den Bereich Telekommunikation ein leichtes Wachstum von 1,0 % erwartet.

4. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der s.i.g. mbH

Das Umsatzvolumen der s.i.g. mbH reduzierte sich unter anderem bedingt durch die gesamtwirtschaftliche Lage erwartungsgemäß von EUR 27,6 Mio. im Vorjahr auf EUR 25,4 Mio. im Berichtsjahr.

Trotz des Umsatzrückgangs liegt das Betriebsergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) mit EUR 2,0 Mio. auf Vorjahresniveau. Die EBIT-Marge stieg von 7% im Vorjahr auf 8% im Berichtsjahr.

Die Finanz- und Vermögenslage ist stabil. Durch das positive Ergebnis erhöhte sich das Eigenkapital auf EUR 8,6 Mio. Die Eigenkapitalquote liegt bei 50 %. Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag eine verfügbare Liquidität von ca. EUR 13,0 Mio. (inkl. Kontokorrentlinien). Die freien liquiden Mittel werden für das weitere organische und anorganische Wachstum eingesetzt.

4.1. Analyse der Ertragslage

Der Auftragsbestand der s.i.g. mbH betrug zum Bilanzstichtag ca. EUR 3,4 Mio. und lag damit -33 % unter dem Vorjahreswert.

Der Auftragseingang eines Geschäftsjahres entspricht weitgehend dem Umsatz in diesem Zeitraum. Aufgrund des hohen Handelsumsatzanteils beträgt die Auftragsreichweite branchentypisch rund einen Monat.

Die Umsatzerlöse reduzierten sich erwartungsgemäß in 2023 im Vergleich zum Vorjahr um -8 % auf EUR 25,4 Mio. Unter Berücksichtigung der vom Branchenverband Bitkom zugrunde gelegten Wachstumsraten und der Umsatzverteilung der Gesellschaft in den einzelnen Bereichen, wird für das Jahr 2024 eine leichte Erholung der Umsatzentwicklung erwartet

Der aus strategischer Sicht für die s.i.g. mbH bedeutsame Marktbereich Informationstechnik schrumpfte verglichen zum Vorjahr um -7,9 % auf ein Volumen von EUR 25,2 Mio. Der Umsatz im Hardwaresegment reduzierte sich um -8,0 % auf EUR 20,6 Mio. Der Bereich IT-Software reduzierte sich mit -16,8 % auf EUR 0,5 Mio. Der Umsatz im Bereich IT-Services sank um -6,1 % auf EUR 4,2 Mio. Im Bereich der Telekommunikation sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um -31,1 % auf EUR 0,2 Mio.

Die Materialeinsatzquote (Materialaufwand / Umsatzerlöse) stieg leicht von 67,4 % im Vorjahr auf 67,6 % vom Umsatz.

Die Personaleinsatzquote (Personalaufwand / Umsatzerlöse) reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr von 17,3 % auf 16,9 % vom Umsatz.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (sbA / Umsatzerlöse) reduzierten sich von 9,7 % im Vorjahr auf 8,1 % vom Umsatz. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr neutrale Aufwendungen sowie einmalige Sondereffekte in Höhe von TEUR 191 enthalten.

Das EBITDA beläuft sich auf TEUR 2.037 (Vorjahr TEUR 2.182). Die EBITDA-Marge (EBITDA / Umsatzerlöse) erhöhte sich von 7,9 % im Vorjahr auf 8,0 % im Berichtsjahr.

Das EBITDA adjustiert ergibt sich aus dem EBIDTA bereinigt um das neutrale Ergebnis (TEUR -191) und beläuft sich auf TEUR 2.228. Im Vorjahr lag der Vergleichswert bei TEUR 2.973.

Das Ergebnis vor Steuern betrug im Berichtsjahr TEUR 1.466.

4.2. Analyse der Vermögenslage

Die Bilanzsumme reduzierte sich im Berichtsjahr um TEUR 498 auf TEUR 17.248.

Das Anlagevermögen erhöhte sich investitionsbedingt auf TEUR 237.

Die Vorräte reduzierten sich von TEUR 2.868 im Vorjahr um TEUR 477 auf TEUR 2.391.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich von TEUR 2.000 im Vorjahr auf TEUR 1.872.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich von TEUR 328 auf TEUR 455. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sollen im Rahmen einer Gewinnausschüttung im Jahr 2024 ausgeglichen werden.

Die liquiden Mittel sind um TEUR -396 auf TEUR 11.546 gesunken. Die s.i.g. mbH hat weiterhin ausreichend eigene Mittel, um sowohl das weitere Wachstum als auch Akquisitionen finanzieren zu können.

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital im Berichtsjahr um TEUR 1.010 auf TEUR 8.608. Die Nettoverschuldung (EUR -5,7 Mio.) in Bezug auf das Eigenkapital ist von -69 % auf -66 % gesunken. Die Eigenkapitalquote lag zum Ende des Berichtsjahres bei 50 %.

In den Kapitalrücklagen sind eine Mezzanine Finanzierung des M Cap Finance Mittelstandsfonds III GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 2.000 und ein Gesellschafterdarlehen der SIG Holding AG in Höhe von TEUR 1.000 enthalten.

Die Rückstellungen stiegen von TEUR 1.133 im Vorjahr auf TEUR 1.269 im Berichtsjahr. Hiervon entfallen TEUR 955 auf Steuerrückstellungen und TEUR 314 auf sonstige Rückstellungen. Die sonstigen Rückstellungen enthalten Personalrückstellungen (TEUR 177), Rückstellungen für Gewährleistungen (TEUR 100) und Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 37).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich um TEUR 779 auf TEUR 1.892. Hiervon entfallen saldiert TEUR 1.590 auf KFW-Darlehen, TEUR 302 auf Annuitätendarlehen im Bereich der Einkaufsfinanzierungen sowie TEUR 7 auf Kreditkartenverbindlichkeiten.

Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag weiterhin über eine zusätzliche Liquiditätsreserve in Höhe von TEUR 1.500 in Form nicht beanspruchter Kontokorrentlinien.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um TEUR 603 auf TEUR 1.104.

Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich um TEUR 272 auf TEUR 4.359. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Schuldscheinen in Höhe von TEUR 4.000, zur Verfügung gestellt von der Babcock Pensionskasse VVaG, Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 293 sowie diverse Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 66 enthalten.

4.3. Analyse der Finanzlage

Der gesamte Finanzmittelstand reduzierte sich im Berichtsjahr um TEUR 395 auf TEUR 11.546. Dieser wurde durch den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit mit TEUR 1.049 positiv beeinflusst. Für Investitionstätigkeiten wurden TEUR -161 und für Finanzierungstätigkeiten TEUR 1.283 eingesetzt.

Die s.i.g. mbH nutzt außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente im Wesentlichen im Bereich des Operating-Leasings. Zum Bilanzstichtag betrugen die Off-Balance-Verbindlichkeiten aus dem Bereich des Operating-Leasings TEUR 471 (Vorjahr TEUR 519).

Die Nettofinanzverschuldung inklusive der Off-Balance-Verbindlichkeiten lag bei TEUR -5.183. Der auf Basis des EBITDA berechnete Verschuldungsgrad liegt bei -254 %. Das Net Working Capital erhöhte sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 2.546 (Vorjahr TEUR 2.000).

Die Geschäftsführung der s.i.g. sieht keinerlei Anzeichen für Liquiditätsengpässe der Gesellschaft. Es stehen ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung, um weiterhin organisch ebenso wie akquisitorisch zu wachsen.

4.4. Besondere Sondereffekte im Betriebsergebnis (EBIT)

Im Berichtsjahr wurde das Ergebnis der im Vorjahr begonnenen Lohnsteueraußenprüfung durch das Finanzamt (TEUR -31) eingearbeitet. Weiterhin wurde aus Vorsichtsgründen eine Rückstellung für Gewährleistungsansprüche aus einem Rechtsstreit (TEUR -100) gebildet. Darüber hinaus wurde das Ergebnis durch TEUR -24 Spenden und saldiert mit weiteren TEUR -36 neutralen Aufwendungen belastet.

5. Prognose, Risiko- und Chancenbericht

5.1. Prognosebericht

Die deutsche Wirtschaft musste im Jahr 2023 beim BIP einen Wachstumsrückgang von -0,3 % hinnehmen. Im ersten Quartal 2024 verspürte die Wirtschaft eine leichte Belebung, die allerdings zum Teil auf Sondereffekte im Baubereich und der Industrie und Aufholeffekte nach dem hohen Krankenstand zum Jahresende 2023 zurückzuführen sind. So lässt sich trotz verbesserten Stimmungsindikatoren im Unternehmenssektor und bei den konsumnahen Dienstleistungen aufgrund der schwachen Entwicklung beim privaten Konsum und den Ausrüstungsinvestitionen sowie der weiterhin verhaltenen Auftragslage in der Industrie noch kein übergreifend nachhaltiger Aufschwung erkennen. Die wirtschaftliche Erholung soll durch "Maßnahmen der Bundesregierung, die private Haushalte und Unternehmen entlasten, den Investitionsstandort Deutschland stärken" unterstützt werden.

Die Aussichten für die ITK-Branche liegen, trotz spürbarer Rezession leicht über den Erwartungen der Gesamtwirtschaft. Der ITK-Markt soll nach Angaben der Bitkom im Jahr 2024 um 4,4 % wachsen. Dabei gewinnt die Informationstechnik als größtes Segment der Branche weiter an Bedeutung. Für 2024 wird ein Umsatz von 151,5 Milliarden Euro und ein Wachstum von 6,1 % prognostiziert.

Die s.i.g. mbH ist mit dem Geschäftsverlauf 2023 vor dem Hintergrund einer schwächelnden Gesamtwirtschaft zufrieden. Die Planvorgaben für das Jahr 2023 wurden weitestgehend erreicht. Die Gesamtleistung lag im Jahr 2023 mit 25,4 Mio. Euro um -8 % unter dem Vorjahresniveau. Die Strategie, sich auf margenstarke Umsätze zu konzentrieren, konnte im Berichtsjahr nicht durchgehend beibehalten werden. So konnte das Berichtsjahr mit einem um die neutralen Ergebnisse bereinigten EBITDA von TEUR 2.228 positiv abgeschlossen werden. Für die Folgejahre wird aufgrund der Hardware-Lastigkeit und der schwachen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung mit stagnierenden Umsätzen bei weiterhin positiver Ertragsentwicklung gerechnet. Die Geschäftsleitung erwartet für die zwei Folgejahre einen Umsatz in einer Bandbreite von 25,0 Mio. Euro bis 28,0 Mio. Euro und ein EBITDA in einer Bandbreite von 2,0 Mio. bis 3,0 Mio. Euro.

Der weitere Geschäftsgang ist mittelbar vom Verlauf der geopolitischen Krisen abhängig. Diese Faktoren könnten mittelbare Einflüsse auf die wirtschaftliche Entwicklung der s.i.g. mbH haben, sind aber weder mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit noch von Ausmaß und Dauer verlässlich einzuordnen und zu bewerten. Die Geschäftsführung weist ausdrücklich darauf hin, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die s.i.g. mbH zurzeit insgesamt noch nicht final absehbar bzw. quantifizierbar sind und die Unternehmensplanung jedoch zumindest kurzfristig erheblich negativ beeinflusst werden könnte.

5.2. Risikobericht

Die nachfolgend beschriebenen Risiken könnten nach Einschätzung des Managements nachteilige Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie die Reputation des Unternehmens haben. Dennoch sind hier nicht alle Risiken dargestellt, denen die s.i.g. mbH ausgesetzt ist. Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die aktuell als unwesentlich eingeschätzt werden, könnten die Geschäftsentwicklung des Unternehmens ebenfalls beeinträchtigen. Häufig sind Risiken mit Chancen verbunden und es ist Aufgabe des Managements, im Einzelfall abzuwägen, ob man eine Chance wahrnimmt und damit ein Risiko eingeht oder ob man das Risiko vermeidet, sich damit aber eine Chance entgehen lässt.

5.2.1. Gesamtwirtschaftliches Risiko, Absatzmarkt

Die Bereitschaft der Kunden in ITK-Produkte zu investieren ist unter anderem von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängig. Das Vertrauen der Unternehmen in einen positiven Konjunkturverlauf spielt zudem eine weitere Rolle. Für die s.i.g. mbH hat insbesondere die Entwicklung der deutschen Wirtschaft einen entscheidenden Einfluss auf das Wachstum des Unternehmens. Bei einem schwächeren oder gar rückläufigen Konjunkturverlauf bestehen entsprechende Risiken für die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage. Die s.i.g. mbH agiert in einem äußerst wettbewerbsintensiven und technologisch schnelllebigen Markt. Der hinsichtlich Preisbildung, Produkt- und Servicequalität herrschende Wettbewerb prägt sowohl den IT-Handels- als auch den IT-Dienstleistungsbereich. Dabei werden wir mit einem unverändert hohen Preis- und Margendruck sowie mit partiellen Nachfragerückgängen und konjunkturanfälligen Wachstumsverläufen konfrontiert. Ferner durchläuft der IT-Markt seit Jahren eine Phase der Konsolidierung, die zu einer Stärkung einzelner Wettbewerber und zu einer Veränderung der Marktanteile führen kann. Die Ertragslage des Unternehmens hängt wesentlich davon ab, inwieweit die s.i.g. mbH die Branchenkonsolidierung oder auch die eigene Stärke zur Erzielung eines eigenen überdurchschnittlichen Wachstums nutzen kann und mit welcher Effektivität und vor allem Effizienz es dem Unternehmen gelingt, den wachsenden Bedürfnissen der Kunden nach intelligenten IT-Lösungen gerecht zu werden. Hier liegen Risiken und Chancen für das Unternehmen sehr nah beieinander.

Die Auswirkungen der geopolitischen Krisen sind mit derzeit noch nicht bezifferbaren Risiken für die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung und entsprechend auch für die s.i.g. mbH verbunden. Die s.i.g. mbH beobachtet die Entwicklung genau und wird gegebenenfalls zeitnah reagieren. Der Gesellschaft ist es jedoch auch im abgelaufenen Geschäftsjahr gelungen, Opportunitäten, die sich aus solchem unsicheren Umfeld ergeben, zu identifizieren und zu nutzen. In Folge der geopolitischen Krisen ergeben sich keine unmittelbaren Risiken für die s.i.g. mbH, da keine ausschlaggebenden Geschäftsbeziehungen zu Lieferanten und Kunden aus den Krisengebieten bestehen.

Angesichts der aktuellen Lage mit Blick auf die möglichen Auswirkungen der Krisen schätzen wir in einem kurzfristigen Zeitrahmen den Eintritt der Risiken aus Gesamtwirtschaft und Branchenkonjunktur als hoch ein. Einige nachteilige Auswirkungen auf unsere Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage könnten damit verbunden sein. Wir stufen dieses Risiko aufgrund des hohen Unsicherheits-Faktors ebenfalls als hoch ein.

5.2.2. Risiko Arbeitsmarkt

Als handeltreibender Dienstleister sind für die s.i.g. mbH die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ihre Ausbildung, Motivation und Servicebereitschaft wesentliche Erfolgsfaktoren. Ebenso wichtig für den steigenden Wachstumskurs des Unternehmens ist die Fähigkeit, neue Mitarbeiter zu überzeugen und langfristig zu binden. Zu den größten Personalrisiken zählt daher - auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels -, dass es nicht gelingt, die erforderliche Anzahl an qualifizierten Mitarbeitern für das Unternehmen zu gewinnen. Darüber hinaus bestehen Risiken bei der Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen. So könnte es zu einem Know-how-Verlust infolge überdurchschnittlich hoher Fluktuation von qualifiziertem Personal kommen oder die Kundenzufriedenheit könnte unter mangelnder Qualifikation und Leistungsorientierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leiden. Daher stehen neben der Weiterentwicklung der Arbeitgebermarke s.i.g. mbH (Employer Branding) die Erhöhung der Mitarbeiterzufriedenheit durch die Schaffung eines positiven Arbeitsumfelds, die betriebliche Aus- und Weiterbildung sowie die Förderung des Managementnachwuchses mittels interner Entwicklungsprogramme im Zentrum der Personalarbeit. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Verankerung und damit das Vorleben von Werten, Unternehmenskultur und Führungsgrundsätzen durch die Führungskräfte.

Die s.i.g. mbH ist beständig bestrebt, qualifizierte Mitarbeiter für das Unternehmen zu gewinnen, sie erfolgreich zu integrieren und vor allem dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Die s.i.g. mbH festigt im Rahmen des Employer Brandings seinen Ruf als beliebter und zuverlässiger Arbeitgeber, um auch in Zukunft für Bewerberinnen und Bewerber attraktiv zu sein. Der Erfolg dieser Maßnahmen zeigt sich an der hohen Zahl qualifizierter Bewerbungen sowie an der niedrigen Fluktuationsquote. Wesentlicher Bestandteil der Personalarbeit sind auch die Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter sowie die Ausbildung junger Menschen.

Der Eintritt von Fluktuationsrisiken wird als wahrscheinlich eingeschätzt. Hier können einige nachteilige Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage eintreten. Wir stufen das Risiko als mittleres Risiko ein. Das Risiko der Personalbeschaffung wird von uns als hohes Risiko eingestuft, da ein Eintritt des Risikos sehr wahrscheinlich ist und einige negative Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage nicht ausgeschlossen werden können. Risiken aus der Abhängigkeit von Schlüsselpositionen im mittleren Management werden auch als hoch eingeschätzt, da ein Eintritt des Risikos sehr wahrscheinlich ist und einige negative Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage nicht ausgeschlossen werden können.

5.2.3. Finanzrisiken

Finanzrisiken unterliegen einem aktiven Management. Das finanzbezogene Risikomanagement ist geprägt durch klare Zuordnungen von Verantwortlichkeiten, zentrale Regeln zur grundlegenden Begrenzung finanzieller Risiken, die bewusste Ausrichtung der eingesetzten Instrumente an den Erfordernissen der Geschäftstätigkeit und die gesonderte Überwachung durch ein zentral gesteuertes Liquiditätsmanagement.

Währungsrisiken existieren insbesondere dort, wo Forderungen, Schulden, Zahlungsmittel sowie geplante Transaktionen in einer anderen als in der lokalen Währung des Unternehmens bestehen beziehungsweise entstehen werden. Das Fremdwährungsrisiko ist im Wesentlichen auf den US-Dollar beschränkt, da ein bedeutender Anteil des Auslandsgeschäfts mit US-Dollar generiert wird. Die Beschaffung erfolgt überwiegend in den Euroländern und somit auf Eurobasis. Teilweise werden Waren in US-Dollar oder anderen Währungen erworben, um Preisvorteile zu nutzen. Aufgrund des derzeitigen Geschäftsumfangs werden die Währungsrisiken als gering eingestuft.

Die Bonität unserer Geschäftskunden spielt bei der Betrachtung der künftigen Risikosituation eine wichtige Rolle. Die s.i.g. mbH könnte Risiken durch Forderungsausfälle ausgesetzt sein, weil die Kunden aufgrund unzureichender Finanzierungsmöglichkeiten ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr fristgerecht oder nicht vollständig nachkommen können. Eine detaillierte Überwachung der Kundenbeziehungen inklusive fortlaufender Bonitätsprüfungen sowie ein proaktives Forderungsmanagement wirken den Risiken durch Forderungsausfälle entgegen und ersetzen den Abschluss einer Warenkreditversicherung. Aufgrund der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Lage werden die Forderungsausfallrisiken als hoch eingeschätzt.

Um die uneingeschränkte Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten, muss dem Unternehmen jederzeit ausreichende Liquidität zur Verfügung stehen. Die s.i.g. GmbH refinanzierte sich in der Vergangenheit überwiegend über kurzfristig kündbare Bank- und Lieferantenkredite mit variablen Zinsen. Bei einer kurzfristigen Kündigung der bestehenden Linien der Fremdkapitalgeber, wäre die s.i.g. mbH Zinsänderungsrisiken und Liquiditätsrisiken ausgesetzt gewesen. Die s.i.g. mbH hat, um den beschriebenen Risiken entgegenzuwirken und die Liquidität weiter zu stärken, erfolgreich seine Finanzstruktur im Sinne einer fristenkongruenten Fremdkapitalausstattung und Eigenkapitalstärkung neu aufgestellt. Zur weiteren Verbesserung der Finanzstruktur werden fortlaufend Gespräche mit potenziellen Finanzpartnern geführt. Vor diesem Hintergrund werden die Zinsänderungsrisiken und Liquiditätsrisiken als geringe Risiken eingestuft.

5.2.4. Rechtliche Risiken

Als international tätige Gesellschaft hat die s.i.g. mbH unterschiedliche nationale Gesetze zu beachten. Daraus können sich für Rechtsgeschäfte - etwa bei der Gestaltung von Verträgen - Risiken ergeben, denen die s.i.g. mbH nach Bedarf über das frühzeitige Einschalten externer Rechtsberater begegnet.

Bei allen zukünftigen im Zusammenhang mit dem Geschäft der Gesellschaft stehenden Rechtsstreitigkeiten würde die s.i.g. mbH Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten bilden, wenn die daraus resultierenden Verpflichtungen wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar sind.

Zum Bilanzstichtag war das Unternehmen in einer wesentlichen Rechtsstreitigkeit involviert. Das Gesamt-Prozessrisiko im Falle eines (nach aktuellem Stand unwahrscheinlichen) Totalverlusts beträgt ca. TEUR 200. Trotz einer positiven Rechtsanwaltsbestätigung zum Bilanzstichtag wurde hierfür eine Rückstellung in Höhe von 50% gebildet. Die rechtlichen Risiken werden aufgrund der möglichen Schadenshöhe als mittelmäßig eingeschätzt.

5.2.5. Gesamtrisikobetrachtung

Die Evaluierung der Gesamtrisikosituation der s.i.g. mbH durch das Management entsteht durch Betrachtung aller wesentlichen Risikokomplexe beziehungsweise Einzelrisiken und gegebenenfalls deren Abwägung gegenüber sich ergebenden Chancen. Im Vergleich zum Vorjahr gab es im Bereich der Finanzrisiken keine Veränderung der Risikoeinschätzung. Aufgrund der hohen Unsicherheit in Bezug auf die Ukraine-Krise gab es im Bereich der gesamtwirtschaftlichen Risiken des Absatzmarktes keine Verbesserung der Risikoeinschätzung. In den übrigen Bereichen gab es keine Verschlechterung der beschriebenen Risiken. Die Gesamtrisikoposition der Gesellschaft wurde gewichtet betrachtet nicht verändert.

Nach Überzeugung des Managements sind die dargestellten Risiken begrenzt und überschaubar. Die Ertragslage ist positiv und die operative Leistungsfähigkeit der Gesellschaft ist erfolgsversprechend. Der Gesellschaft stehen ferner ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung.

5.3. Chancenbericht

Die Geschäftspolitik sieht eine Fortsetzung des eingeschlagenen Kurses in Form einer Fokussierung auf hochwertige ITK-Komplettlösungen zu Lasten des ausschließlichen Handelsgeschäftes vor. Dies eröffnet die Chance auf eine Steigerung der Rohertragsmargen. Durch eine Ausdehnung des Dienstleistungsgeschäfts kann die Abhängigkeit von einer negativen Preisentwicklung im Hardwarebereich vermindert und mögliche Ertragsrisiken reduziert werden.

Unsere Marktstellung und unsere Position bei unseren Kunden und Partnern betrachten wir nach einer über 25-jährigen erfolgreichen Unternehmenstätigkeit als gefestigt. Auch im Geschäftsjahr 2023 konnten wir unsere TOP-Kunden halten und neue, interessante Kundenbeziehungen aufbauen. Dabei sind wir uns bewusst, dass dies das Ergebnis einer bestmöglichen Kundenorientierung und eines hohen persönlichen Einsatzes unseres gesamten Teams ist, wovon unsere Kunden auch in der Zukunft profitieren sollen.

Durch unsere Herstellerunabhängigkeit und einer breiten Kundenbasis aus Mittelstand und Großindustrie besteht ein solides Fundament. Zu unserem Kundenstamm zählen nicht nur Kunden der freien Industrie, sondern auch öffentliche Auftraggeber, die neben unserem umfassenden Leistungsportfolio auch unser hohes soziales Engagement in den Bereichen Aus- und Weiterbildung schätzen. Es bestehen Geschäftsbeziehungen zu einer breiten Bandbreite von Branchenvertretern. Neben Kunden aus den Bereichen Automotive, Optik, Pharmazie, Handel und Verpackung zählen auch Kunden aus den Bereichen Gesundheit und Finanzdienstleistung dazu. Darüber hinaus sind unsere Vertriebsmitarbeiter kontinuierlich im Bereich Neukundenakquisition tätig.

Zusatzleistungen, wie individuell gestaltbare Leasing-Modelle, ergänzen die technischen Lösungen der s.i.g. mbH. Das Angebot von Leasingmodellen bietet Kunden die Möglichkeit, wichtige Projekte kapitalschonend umzusetzen. Zudem fördert diese Zusatzleistung die langfristige Kundenbindung und stellt einen weiteren Anreiz in der Neukundengewinnung dar. Die Geschäftsleitung sieht aufgrund der zunehmenden Kundennachfrage in diesem Bereich weiteres Potential.

Bei den wichtigsten Lieferanten und Herstellern, die in den jeweiligen Märkten zu den führenden Anbietern zählen, konnte der insgesamt sehr hohe Zertifizierungsgrad gehalten werden. Die Zusammenarbeit mit unseren Partnern auf der Beschaffungsseite entwickelt sich weiterhin sehr gut. Im umsatzträchtigen und hochpreisigen Dienstleistungsumfeld wie Storage oder Archivierung können wir unseren Kunden damit interessante Komplettlösungen anbieten.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor unseres Unternehmens seit der Gründung sind unsere Mitarbeiter. Wir setzen auch weiterhin auf eine gezielte und vorausschauende Personalpolitik - insbesondere im Bereich strategischer Neueinstellungen. Darüber hinaus investieren wir bewusst in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Um an einem unmittelbaren Know-how-Transfer zwischen Hochschulen und Wirtschaft zu partizipieren, bieten wir für Schulabgänger auch die Möglichkeit eines dualen Hochschulstudiums an. Zugleich fördern weitere Incentives, wie eine Betriebsrente oder Firmenwagen zur individuellen Nutzung, eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit und ein positives Arbeitsklima.

Jedes Risiko birgt auch eine Chance. Eines der Stärken der s.i.g mbH ist es, Opportunitäten, die sich aus einem unsicheren Umfeld ergeben, zu identifizieren und zu nutzen. Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig die Digitalisierung der Unternehmen und die flexible Arbeitsgestaltung für die Aufrechterhaltung der Betriebe ist. Aktuell erfolgt ein nachhaltiger digitaler Wandel, welcher von der Digitalbranche getrieben wird.

Der Systemhausmarkt, insbesondere im deutschsprachigen Raum, befindet sich seit mehreren Jahren in einer starken Konsolidierungsphase. Vor dem Hintergrund einer fortschreitenden Branchenbereinigung sowie der sehr guten Vermögenslage und Finanzausstattung der s.i.g. mbH ergeben sich für das Unternehmen auch in Zukunft Chancen, die Wettbewerbsposition weiter zu festigen - etwa durch Zukäufe oder eine Erweiterung des Produkt- und Leistungsspektrums.

Aufgrund der skizzierten Wettbewerbsvorteile unseres Unternehmens sehen wir uns für die Bewältigung zukünftiger Risiken, die neben wettbewerbsspezifische auch konjunkturelle Risiken beinhalten können, gut aufgestellt.

6. Berichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Guthaben bei Kreditinstituten.

Ein Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird seit Ende 2013 im Rahmen eines Factorings weiterveräußert. Wir betrachten Factoring als strategisches Finanzierungsinstrument, das dazu beiträgt, Liquidität zu sichern und damit ein weiteres Unternehmenswachstum zu fördern.

Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfalls- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen getilgt.

Zu den Finanzpartnern bestehen vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen. Wie bereits die Jahre zuvor fanden auch im Berichtsjahr regelmäßige Gespräch mit den Finanzpartnern statt. Darüber hinaus werden zur Absicherung des Liquiditätsrisikos Liquiditätsplanungen erstellt, die dem Geschäftsverlauf entsprechend regelmäßig angepasst werden.

7. Aussagen über zukünftige Entwicklungen

Der vorliegende Lagebericht enthält Aussagen, die sich auf zukünftige Entwicklungen der s.i.g. mbH beziehen. Diese Aussagen beruhen auf Annahmen und Schätzungen. Solche Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Erwartungen und bestimmten Annahmen des Managements, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs von der s.i.g mbH liegen. Sie unterliegen daher einer Vielzahl von Risiken, Ungewissheiten und Faktoren. Sollten sich eines oder mehrere dieser Risiken oder Ungewissheiten realisieren oder sollte es sich erweisen, dass die zugrunde liegenden Erwartungen nicht eintreten beziehungsweise Annahmen nicht korrekt waren, können die tatsächlichen Ergebnisse, Leistungen und Erfolge von der s.i.g mbH (sowohl negativ als auch positiv) wesentlich von denjenigen Ergebnissen abweichen, die ausdrücklich oder implizit in der zukunftsgerichteten Aussage genannt worden sind. Die s.i.g mbH übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren.

 

Neu-Ulm, 18.06.2024

Guido Fetzer Geschäftsführer

Eugen Straub, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 237.471,85 149.373,95
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 133.592,90 407,00
II. Sachanlagen 98.878,95 143.966,95
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 98.878,95 143.966,95
III. Finanzanlagen 5.000,00 5.000,00
B. Umlaufvermögen 16.817.431,68 17.390.727,90
I. Vorräte 2.391.110,15 2.867.665,52
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.879.862,07 2.581.157,81
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 454.575,50 327.872,30
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.425.286,57 2.253.285,51
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 17.942,60 9.382,17
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 11.546.459,46 11.941.904,57
C. Rechnungsabgrenzungsposten 22.833,78 22.283,78
D. Aktive latente Steuern 170.250,60 183.346,80
Summe Aktiva 17.247.987,91 17.745.732,43

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.607.726,87 7.597.348,05
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Kapitalrücklage 3.000.000,00 3.000.000,00
III. Bilanzgewinn 5.407.726,87 4.397.348,05
davon Gewinnvortrag 4.397.348,05 3.389.876,12
B. Rückstellungen 1.268.832,52 1.132.895,25
C. Verbindlichkeiten 7.371.428,52 9.015.489,13
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.898.686,59 2.677.660,26
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 570.697,51 755.227,38
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.334.194,09 1.922.432,88
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.444,48 347,96
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 9.444,48 347,96
3. sonstige Verbindlichkeiten 5.463.297,45 6.337.480,91
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.463.297,45 6.337.480,91
Summe Passiva 17.247.987,91 17.745.732,43

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.393.469,63 9.639.521,43
2. Personalaufwand 4.296.947,79 4.776.520,66
a) Löhne und Gehälter 3.676.708,51 3.767.544,08
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 620.239,28 1.008.976,58
davon für Altersversorgung 22.152,60 423.063,36
3. Abschreibungen 73.170,83 120.512,41
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 73.170,83 120.512,41
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.059.162,64 2.680.809,89
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 780,31 241,90
davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB 6.293,33
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.370,15 341,66
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 504.230,68 534.423,70
davon an verbundene Unternehmen 22.397,67
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 448.679,02 514.558,00
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 29.791,80
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 13.096,20
8. Ergebnis nach Steuern 1.017.648,82 1.013.038,43
9. sonstige Steuern 7.270,00 5.566,50
10. Jahresüberschuss 1.010.378,82 1.007.471,93
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.397.348,05 3.389.876,12
12. Bilanzgewinn 5.407.726,87 4.397.348,05

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften erstellt (§ 267 Abs. 2 HGB).

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: s.i.g. System Informations Gesellschaft mbH
Firmensitz laut Registergericht: Neu-Ulm
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Memmingen
Register-Nr.: HRB 11008

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die beweglichen Anlagegüter wurden linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer richtete sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800,00 wurden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden nicht vorgenommen.

Finanzanlagen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Umlaufvermögen

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder einer eingeschränkten Verwertbarkeit ergeben, sind, sofern notwendig, in ausreichendem Umfang erfolgt.

Für die Ermittlung der Anschaffungskosten bei gleichartigen Vermögensgegenständen wurde die gewogene Durchschnittsbewertung angewendet.

Fertige und unfertige Erzeugnisse bzw. Leistungen wurden mit den produktionsbezogenen Vollkosten bewertet. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wurde durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet.

Aktivposten, die auf fremde Währung lauteten, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro bewertet.

Verbindlichkeiten und Rückstellungen

Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Passivposten, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet.

3. Erläuterungen zur Bilanz sowie zur Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Zinsen für Fremdkapital wurden bei der Bewertung des Anlagevermögens nicht einbezogen. Die Entwicklung des Anlagevermögens zeigt der beigefügte Anlagenspiegel.

Angaben zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 6.981,79 (Vj.: EUR 8.893,41).

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

In den Forderungen enthalten sind Forderungen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von EUR 431.462,45 (Vj. EUR 304.839,86).

Angaben zu den sonstigen Vermögensgegenständen

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten ein ungesichertes Darlehen in Höhe von EUR 300.000,00, welches einem Geschäftspartner gewährt wurde. Der Zinssatz beträgt 10% p.a. Das Darlehen ist endfällig zum 30. November 2024.

Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern betragen im Geschäftsjahr EUR 170.250,60 (Vj. EUR 183.346,80). Passive latente Steuern waren im Geschäftsjahr nicht zu bilden (Vj. EUR 0,00). Die latenten Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz im Bereich des Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten des Übernahmefolgeverlustes aus der Ausgliederung der Pensionsrückstellungen. Für die Ermittlung wurde ein pauschaler Ertragssteuersatz von 30,0 % zugrunde gelegt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt auf:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Personenbezogene Rückstellungen einschließl. Tantieme 152.514,57 133.595,93
Rückstellung für Gewährleistung 100.000,00 0,00
Rückstellung für interne und externe Abschlusskosten 36.500,00 36.000,00
Rückstellung für Archivierung 25.000,00 25.000,00
314.014,57 194.595,93

Verbindlichkeiten

Darstellung der Zusammensetzung der Verbindlichkeiten und ihrer Laufzeiten:

31.12.2023 31.12.2022
Restlaufzeit gesamt Restlaufzeit gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre über 5 Jahre bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre über 5 Jahre
Ggü. Kreditinstituten 595 1.164 140 1.899 785 1.683 210 2.678
Aus Lieferungen und Leistungen 1.104 0 0 1.104 1.706 0 0 1.706
Ggü. verbundenen Unternehmen 9 0 0 9 0 0 0 0
Sonstige 359 0 4.000 4.359 631 0 4.000 4.631
(- davon aus Steuern) (293) (0) (0) (293) (567) (0) (0) (567)
(- davon im Rahmen der
sozialen Sicherheit) (0) (0) (0) (0) (0) (0) (0) (0)
2.067 1.164 4.140 7.371 3.122 1.683 4.210 9.015

Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen bei Warenlieferungen Eigentumsvorbehalte im branchenüblichen Umfang.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Effekte aus der Währungsumrechnung gemäß § 256a HGB in Höhe von EUR 0,00 (Vj. EUR 1.388,32).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Effekte aus der Währungsumrechnung gemäß § 256a HGB in Höhe von EUR 780,31 (Vj. EUR 241,90).

4. Sonstige Angaben

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt EUR 170.250,60 und betrifft ausschließlich aktive latente Steuern.

Haftungsverhältnisse

Zum 31. Dezember 2023 bestanden Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB aus einem Schuldbeitritt in Höhe von EUR 1.850.000 für Darlehensverbindlichkeiten der SIG Immo GmbH, Neu-Ulm sowie aus einer Garantieverpflichtung in Höhe von EUR 1.000.000 aus der stillen Beteiligung der BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH an der SIG Holding AG, Neu-Ulm.

Das Risiko einer Inanspruchnahme der Gesellschaft aus den bestehenden Haftungsverhältnissen wird aufgrund der gegenwärtigen Bonität sowie des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering eingeschätzt. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen der Gesellschaft nicht vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Angaben nach § 285 Nr. 3 HGB

Zum 31. Dezember 2023 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige finanziellen Verpflichtungen:

Mietverträge Immobilien 271.927,00 EUR
Leasingverträge 471.203,09 EUR

Die Verpflichtungen aus der Anmietung von Immobilien bestehen in Höhe von EUR 244.800,00 gegenüber verbundenen Unternehmen.

Gegenstand der Leasingverträge sind hauptsächlich Firmenfahrzeuge sowie Teile der Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die Gesellschaft tritt einen Teil ihrer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines sog. "echten" Factorings an die activ factoring AG, München, ab. Zum Bilanzstichtag waren Forderungen in Höhe von TEUR 794 (Vj. TEUR 249) verkauft.

Das Factoring dient der kurzfristigen Verbesserung der Kapitalstruktur sowie der Liquidität des Unternehmens. Sämtliche Forderungsausfallrisiken gehen auf den Käufer über.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Wesentliche, nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Sinne des § 285 Nr. 21 HGB wurden im Geschäftsjahr 2023 nicht getätigt.

Mitarbeiterstand

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt folgende Mitarbeiter

2023 2022
Ausbildung 5 5
Consulting 8 8
Service 14 14
Vertrieb 7 8
Logistik 2 2
Verwaltung / kfm. Abteilung 14 16
Sonstiges 2 2
52 55

Abschlussprüferhonorar

Auf die Angaben gem. § 285 Nr. 7 HGB wird gem. § 288 Abs. 2 HGB verzichtet.

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

• Erster Geschäftsführer: Guido Fetzer

ausgeübter Beruf: Elektrotechniker

• Weiterer Geschäftsführer: Eugen Straub

ausgeübter Beruf: Betriebswirt (VWA)

Die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen.

5. Ergebnisverwendungsvorschlag

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Bilanzgewinn in Höhe von EUR 5.478.889,87. Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Bilanzgewinn ergibt sich wie folgt:

Jahresüberschuss 1.010.378,82
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.397.348,05
Bilanzgewinn 5.407.726,87

6. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 297.513,77 0,00 0,00 297.513,77
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 133.296,90 0,00 133.296,90
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 297.513,77 133.296,90 0,00 430.810,67
,
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 979.910,12 27.971,83 0,00 1.007.881,95
Summe Sachanlagen 979.910,12 27.971,83 0,00 1.007.881,95
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 2.500,00 0,00 0,00 2.500,00
2. Genossenschaftsanteile 2.500,00 0,00 0,00 2.500,00
Summe Finanzanlagen 5.000,00 0,00 0,00 5.000,00
Gesamt 1.282.423,89 161.268,73 0,00 1.443.692,62
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Abschreibungen Gj. 2023
EUR
Änderungen der gesamten Abschreibungen i.Z.m. Zugängen
EUR
Änderungen der gesamten Abschreibungen i.Z.m. Abgängen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 297.106,77 111,00 0,00 0,00 297.217,77
2. Geleistete Anzahlungen
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 297.106,77 111,00 0,00 0,00 297.217,77
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 835.943,17 73.059,83 0,00 0,00 909.003,00
Summe Sachanlagen 835.943,17 73.059,83 0,00 0,00 909.003,00
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 1.133.049,94 73.170,83 0,00 0,00 1.206.220,77
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 296,00 407,00
2. Geleistete Anzahlungen 133.296,90
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 133.592,90 407,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 98.878,95 143.966,95
Summe Sachanlagen 98.878,95 143.966,95
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 2.500,00 2.500,00
2. Genossenschaftsanteile 2.500,00 2.500,00
Summe Finanzanlagen 5.000,00 5.000,00
Gesamt 237.471,85 149.373,95

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 04.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

1. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht habe ich folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die s.i.g. System Informations Gesellschaft mbH, Neu-Ulm

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der s.i.g System Informations Gesellschaft mbH, Neu-Ulm, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der s.i.g System Informations Gesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, den 28. Juni 2024

Prof. Andreas Crone, Wirtschaftsprüfer

Björn von Olnhausen, Wirtschaftsprüfer

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