HegerFerrit GmbH
Junkers-Straße 4, 67681 Sembach, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hans-Ulrich Boldau seit 5.5.2026 | Geschäftsführer |
Knut Bettels seit 15.11.2023 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (5)
| Name | Anteil |
|---|---|
Dipl.Ing. J******* H**** | 3.05% |
K****** H**** | 0.28% |
L***** H**** | 0.28% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HegerFerrit GmbHSembachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Anhang zum 31. Dezember 2021I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die HegerFerrit GmbH hat ihren Sitz in Sembach und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Kaiserslautern unter HRB 30473 eingetragen. II. Allgemeine Gliederungsgrundsätze Die HegerFerrit GmbH weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB auf. Der Jahresabschluss wurde gem. §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurden bei der Erstellung (§§ 266 Abs. 1, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses in Anspruch genommen. Der Anhang ist in Tausend Euro (TEUR) aufgestellt. III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (3 bis 5 Jahre) bewertet. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Es wird von der linearen Abschreibungsmethode, unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, Gebrauch gemacht. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten unter 800,00 EUR werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungspreisminderungen berücksichtigt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind nach Durchschnittseinstandspreisen oder den letzten Einstandspreisen bewertet worden, sofern diese unter den Marktpreisen am Bilanzstichtag gelegen haben. Die Bewertung der unfertigen, der fertigen Erzeugnisse und Waren erfolgte retrograd. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch angemessene Wertberichtigungen auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird in einem Gutachten nach der PUC-Methode vorgenommen. Die Rückstellungsberechnung erfolgte nach individuellen Bewertungsannahmen aufgrund bestehender Verträge. Das versicherungsmathematische Gutachten geht von folgenden Annahmen aus: Als Sterbetafel zugrunde gelegt wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der Rechnungszins entspricht dem für eine Laufzeit von 15 Jahren angegebenen Zinssatz gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung für den Monat Dezember 2020. Der danach von der Deutschen Bundesbank bekanntgemachte durchschnittliche Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre beträgt 1,87 % p.a. (i.V. 2,30 %). Zukünftige Gehaltsanpassungen und eine jährliche Rentenanpassung sind nicht berücksichtigt. Als rechnerisches Pensionsalter wurde die vertragliche Altersgrenze gewählt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssatz werden die den Restlaufzeiten entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastungen (passive latente Steuern) passiviert und Steuerentlastungen (aktive latente Steuern) aktiviert. Bei der Ermittlung latenter Steuerentlastungen werden ggf. bestehende steuerliche Verlustvorträge i. H. der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. IV. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2021 ist im nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Veränderung der aktiven latenten Steuern im abgelaufenen Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:
Zum Abschlussstichtag besteht eine Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB von TEUR 956, die in Höhe von TEUR 74 aus dem Unterschiedsbetrag aus der geänderten Bewertung der Pensionsrückstellung und zu TEUR 882 aus der Aktivierung latenter Steuern resultiert. Zum Abschlussstichtag erfolgte bei den Pensionsrückstellungen gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB eine Verrechnung mit zugunsten der Mitarbeiter verpfändeten Rückdeckungsversicherungen. Der Zeitwert des bisher aktivierten Deckungsvermögens der Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 285 (i.V. TEUR 237) ist mit dem Teilwert der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (TEUR 657; i.V. TEUR 543) saldiert worden. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Rechts- und Beratungskosten (TEUR 35), für Urlaubsansprüche und Zeitguthaben (TEUR 32), für Berufsgenossenschaft (TEUR 21) und übrige Rückstellungen (TEUR 21) im Einzelbetrag bis TEUR 10. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen mit insgesamt TEUR 1.730 beinhaltet Zuschüsse zu den Investitionen im Anlagevermögen und wird korrespondierend zu den Abschreibungen aufgelöst. Die Verbindlichkeiten sind hinsichtlich der Restlaufzeit sowie der Art der Sicherung folgendermaßen zu gliedern: Verbindlichkeiten-Spiegel
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 85 (i.V. TEUR 43), aus sozialer Sicherheit in Höhe von TEUR 5 (i.V. TEUR 5) und gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 42 (i.V. TEUR 41) enthalten. V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens in Höhe von TEUR 183, außergewöhnliche Erträge von TEUR 89 aus den staatlichen Corona-Hilfsprogrammen und Erträge aus der Anpassung des aktivierten Deckungsvermögens der Rückdeckungsversicherung von TEUR 49 enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Aufwendungen von TEUR 282 (i.V. TEUR 194) enthalten, welche die Gebühren und Beratung aus der Konsortialkreditfinanzierung betreffen. In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 12 (i.V. TEUR 12) sowie der Aufwand aus dem Zinsänderungseffekt der Pensionsrückstellung von TEUR 55 (i.V. TEUR 44) enthalten. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 80 (i.V. TEUR 775) enthalten. VI. Sonstige Angaben 1. Zahl der Arbeitnehmer Im Durchschnitt des Berichtsjahres wurden 89 (i.V. 91) Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren im Bereich:
2. Mitglieder und Bezüge von Organen Im Berichtsjahr waren zum Geschäftsführer bestellt:
Dem Geschäftsführer, Herrn Johannes Heger, wurde Einzelvertretungsberechtigung erteilt. Bzgl. der Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Organe sowie der ehemaligen Mitglieder der Organe und deren Hinterbliebenen wurde die Schutzklausel des § 286 Absatz 4 HGB in Anspruch genommen. 3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Abschlussstichtag bestanden nicht betragsmäßig benannte Haftungsverhältnisse in Form einer gesamtschuldnerischen Bürgschaft (gemeinsam haftend mit den Schwestergesellschaften HegerGuss GmbH, HegerFerrit GmbH, HegerPro GmbH und HegerGGD UG) für Forderungen aus einem Leasing- und einem Generalunternehmervertrag. Im Zusammenhang mit einem Konsortialdarlehensvertrag zwischen der Heger-Gruppe und einem Bankenkonsortium vom 15. April 2019 ist die HegerFerrit GmbH als Garant in eine gesamtschuldnerische Haftung der HegerGruppe gegenüber dem Bankenkonsortium eingetreten. Die Haftung umfasst die Übernahme einer Zahlungsgarantie für Verpflichtungen der weiteren Gesellschaften der HegerGruppe, die sich aus dem Konsortialdarlehensvertrag ergeben. Die Garantien stellen sich im Einzelnen wie folgt dar:
Wir schätzen die Wahrscheinlichkeit, aus den im Anhang angegebenen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften in Anspruch genommen zu werden, aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. Unsere Gesellschaft hat zum 31.12.2021 einen Teil ihrer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines Factoring-Vertrages an eine Zweckgesellschaft abgetreten. Diese Maßnahme diente der kurzfristigen Verbesserung der Liquidität. Wir haften nur für den Bestand, nicht für die Bonität der Kunden. Dem Liquiditätsvorteil stehen die Finanzierungskosten gegenüber.
4. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Der russische Angriffskrieg Ende Februar 2022 gegen die Ukraine erhöht die Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung beträchtlich. Dadurch hat sich auch die Situation auf dem Energiemarkt sowie auf dem Rohstoffmarkt deutlich verschärft und hat zu erheblichen Preissteigerungen geführt. Das Wachstum wird durch diese beiden Umstände sehr stark beeinflusst. Die weitere Entwicklung des Geschäftsverlaufes lässt sich nur sehr schwer einschätzen. Daneben hat es keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung gegeben, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind. 5. Ergebnisverwendung Die Gesellschafterversammlung hat folgende Ergebnisverwendung beschlossen, die bei Aufstellung des Jahresabschlusses berücksichtigt wurde:
67681 Sembach, den 31. März 2022 HegerFerrit GmbH Gez. Geschäftsführung Lagebericht 2021I. Grundlagen des Unternehmens Die HegerFerrit GmbH hat Ihren Sitz in Sembach und gilt seit der Gründung der Gesellschaft im Jahr 2008 und Inbetriebnahme 2009 als eine der modernsten Gießereien, in der ein vollkommen neuartiges Konzept zur Herstellung handgeformter Gussteile in Kugelgrafitguss umgesetzt wurde. Dies entspricht unserer Strategie, die Kostenführerschaft auf dem europäischen Markt für Gussteile im Gewichtsbereich zwischen 5.000 kg und 30.000 kg zu erreichen. Insbesondere im Bereich Guss für Windenergieanlagen (Onshore + Offshore). Neben der Herstellung von Gussteilen unter Verwendung verschiedener innovativer Werkstoffe gehört mittlerweile auch die Auslieferung zerspanter und lackierter Gussteile zum Portfolio der Heger-Ferrit GmbH. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Leistungsspektrums sind auch die umfassenden Simulationen zur Gusserzeugung im Vorfeld der Produktionsplanung. Das Geschäftsmodell wird vor dem Hintergrund sich verändernden Marktbedingungen und zur risikoorientierten Neuausrichtung regelmäßig einem "Quick-Checks des Geschäftsmodells" unterzogen. Dazu nehmen wir interne und externe Expertise in Anspruch. Dabei stellen die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit der verschiedenen Marktsegmente, das Know-how der Gesellschaft, die Investitionserfordernisse und die geeigneten Vertriebskanäle Schlüsselfaktoren dar. Ein solcher Quick-Check wurde im Q1 2020 erstellt und im Q1 2022 aktualisiert. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Bei unseren Ausführungen im Folgenden zitieren wir aus einem Rundschreiben des Bundesverbands der deutschen Gießereiindustrie BDG vom 16.2.22 an die Mitgliedsunternehmen. Dabei bezieht sich der BDG nach eigenen Angaben auf verschiedene öffentliche Quellen (Eurostat, IfW Kiel, ifo München, DIW, DIHK, Stat. BA, und Einschätzungen von Branchenverbände wie VDA, VDMA, und andere) Die Erholung der Weltwirtschaft verlor in der zweiten Jahreshälfte 2021 an Fahrt. Die hoch-ansteckende Omikron-Variante sorgte für rasant steigende Corona-Infektionszahlen. Neben den direkten Folgen auf die wirtschaftliche Aktivität, etwa durch Krankheit, Quarantänebestimmungen oder Reisebeschränkungen, wirkten sich nicht zuletzt die indirekten Folgen im Zusammenhang mit der Pandemie negativ auf die globale Industrieproduktion aus. Störungen der internationalen Lieferketten dämpften derweil die weltwirtschaftlichen Erholungsperspektiven. Vor allem China reagierte mit umfassenden Lockdowns auf regionale Virusausbrüche. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt entwickelte sich indessen weniger dynamisch als zunächst erwartet worden war und erwies sich mitunter als Nadelöhr im globalen Handel. Wenngleich stark gestiegene Energiepreise zuletzt weltweit Treiber der Inflation gewesen sind, nahm auch die Kerninflation aufgrund der hohen Nachfrage und der Lieferengpässe ebenfalls deutlich zu. Alles in allem erwarten die Institute für das kommende Jahr einen Zuwachs der Weltproduktion (gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten) um 4,5 % nach einem Zuwachs um 5,7 % im Jahr 2021. Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2021 um 2,7 % gewachsen, nachdem es durch die Corona-Krise im Jahr 2020 zu einem kräftigen Einbruch des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gekommen war. Die Industrie litt im letzten Jahr unter gravierenden Lieferengpässen bei zentralen Vorprodukten und konnte ihre Produktion - trotz voller Auftragsbücher - nicht wieder richtig hochfahren. Einige Bereiche der Dienstleistungen mussten pandemiebedingt zu Beginn und auch wieder gegen Ende des Jahres schmerzhafte Einschränkungen ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten verkraften. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2021 noch um 2,0 % niedriger. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im Verarbeitenden Gewerbe deutlich um 4,4 % gegenüber dem Vorjahr. Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe fiel das Wirtschaftswachstum aufgrund der anhaltenden pandemiebedingten Einschränkungen mit einem Plus von 3,0 % etwas verhaltener aus. Trotz der Zuwächse im Jahr 2021 hat die Wirtschaftsleistung in den meisten Wirtschaftsbereichen noch nicht wieder das Vorkrisenniveau erreicht. So lag die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe 2021 noch 6,0 % unter dem Niveau von 2019. Im Gesamtjahr 2021 legte die Wirtschaftsleistung im Euroraum laut der vorläufigen Schätzung um 5,2 % zu und erholte sich damit von ihrem Einbruch zu Beginn der Corona-Krise. Im ersten Corona-Jahr 2020 war das BIP in den 19 Euroländern um 6,4 % deutlich gesunken. Für HegerFerrit ist vor allem die Marktentwicklung bei Windenergieanlagen bedeutsam. Das Geschäftsfeld Windenergie in Deutschland zeigte unter den geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen seit Mitte 2018 einen wesentlichen Rückgang des Marktpotenzials. In diesem Segment ergab sich durch die Neuregelung des Erneuerbare-Energie-Gesetz EEG mit einem auf Ausschreibung basierenden Preissystem einerseits und Behinderungen bei Genehmigungen andererseits eine verschärfte Wettbewerbssituation und ein Rückgang der nachgefragten Stückzahl. Der Preisdruck, der durch diese Situation auf den Windanlagenherstellern lastete, wurde auch im Berichtsjahr 2021 an die Zulieferer von Komponenten für Windenergieanlagen weitergegeben. Der Offshore-Markt zeigt weiterhin große Wachstumsraten, allerdings bei kleiner Stückzahl. Der europäische Onshore-Markt ist heterogen und von mehreren Herstellern von Windenergieanlagen umkämpft. Ein großes deutsches Windenergieunternehmen befindet sich in einer Restrukturierung. Die Folge für die Gießerei-Industrie wäre ein weiteres Rezessionsjahr in Folge. Wir schätzen diese Eintrittswahrscheinlichkeit als gering, aber nicht unmöglich ein! 2. Geschäftsverlauf und Lage Das Berichtsjahr 2021 zeichnete sich durch eine V-förmige Rückkehr aus dem Corona-Jahr 2020 aus. Die Gesamtleistung erreichte 38.852 T€ und lag damit um 92 % über dem Vorjahr und außerdem um 8 % über dem Vorkrisenjahr 2019. Allerdings führte das Wiedereinsetzen der Weltwirtschaft zu einem starken Preisanstieg bei Stahl, Roheisen und anderen Metallen. Für die Metalle, die den Inhalt unserer Guss-Schmelze bilden und mit ihren Preisen als volatil bekannt sind, waren mit allen Kunden schon seit Jahren flexible Preismechanismen (MTZ) vereinbart worden. Allerdings hinkt die Berechnung des MTZ systembedingt um Monate hinterher, so dass sich in einer Phase starker Preisanstiege regelmäßig eine Belastung der Ertragslage und insbesondere der Liquiditätssituation ergibt. Die Weltwirtschaft war inzwischen aber dermaßen aus den Fugen geraten, dass es ab dem 2. HJ zu globalen Produktions- und Lieferengpässen kam. Davon waren nicht nur die Computer-Chips betroffen, sondern auch Materialien, wie Magnesium, Ferrosilizium, Furanharz u.a. Diese Materialien hatten in der Vergangenheit sehr stabile Preise und stellen in der Regel nur einen kleinen Prozentsatz der Produktionskosten dar, deswegen gab es bisher keine variablen Preismechanismen mit den Kunden. Die Knappheit der Materialien führte zu einem enormen Preisanstieg, so dass alleine diese Materialien die Herstellkosten am Jahresende um 13 % erhöhten. Darüber hinaus kam es zu einem dramatischen Anstieg der Stromkosten. Diese Entwicklung betraf insbesondere das 4. Quartal 2021. Die Ursache des Anstiegs der Strompreise liegt in komplexen Zusammenhängen des Preisbildungsmechanismus. Dabei spielen die Verfügbarkeit und der Preis von Erdgas eine große Rolle. Der Gaspreis stieg zum Jahresende 2021 wegen geopolitscher Spannungen (mutmaßlich Nord Stream 2, Situation der Ukraine) sehr stark an. Die hohen Strompreise bedeuteten zum Jahresende eine weitere Steigerung der Herstellkosten um 10 %. Der letzte Aspekt, der zum Jahresende im 2. Coronajahr 2021 zu einer zusätzlichen Belastung führte, waren die stark ansteigenden Infektionszahlen. Davon war HegerFerrit zum Glück weniger stark betroffen, wohl aber unsere Unterauftragnehmer bei der Zerspanung. Wir haben die Gussteile zwar pünktlich zum Zerspanen abgeliefert, dort sind sie aber wegen Personalmangel "stehen geblieben" und konnten nicht fakturiert werden. Davon waren in unserer Geschäftsbeziehung gleich drei Betriebe in Bayern, NRW und in Dänemark betroffen. Diese Situation zeigte sich im Anstieg des Umlaufvermögens und stellte ein weiteres Liquiditätserfordernis dar. Die Material- und Energiekosten lagen im 2. HJ 2021 um 2,0 Mio. € über dem Plan. Die Umstände entwickelten sich so unerwartet, dass wir sie selbst im August 2021 noch nicht vorhergesehen hatten, obwohl wir zu diesem Zeitpunkt unsere Planung überarbeitet hatten. 2.1. Ertragslage Die Betriebsleistung erreicht im Jahr 2021 TEUR 38.866 und fällt damit um TEUR 18.592 (+92 %) höher aus als im Vorjahr. Das Rohergebnis fiel im Berichtsjahr mit TEUR 13.542 um TEUR 7.719 (+133 %) höher aus als im Vorjahr. Unser Plan sah ein EBITDA von TEUR 2.386 vor. Verursacht durch die Kostenexplosionen bei den Materialkosten (+13 % ggü. Plan) und bei den Energiekosten (+49 % ggü. Plan) erreichte das tatsächliche EBITDA nur TEUR 1.731. Nach Abzug des Finanzergebnisses und der Steuern und Abschreibungen musste ein Verlust von TEUR 392 hingenommen werden. Im Vorjahr war noch ein hoher Verlust in Höhe von TEUR 2.910 aufgelaufen. Im Jahresabschluss 2021 haben wir wie in Vorjahren von unserem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB Gebrauch gemacht, aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 80 auszuweisen. 2.2. Vermögenslage Die Bilanzsumme betrug TEUR 27.233 und wuchs im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.923 (+22 %) an. Das Anlagevermögen fiel um TEUR 1.508 (-9 %) geringer aus. Darin enthalten sind betriebsgewöhnliche Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.508. Im Jahresverlauf wurden Investitionen von lediglich TEUR 328 getätigt. Die Anlagenintensität verringerte sich wegen der Bilanzsummenverlängerung auf 54 %. Das Umlaufvermögen wurde um TEUR 6.241 (122 %) mehr als verdoppelt. Zum Stichtag 31.12.2021 wurden die Vorräte im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.099 aufgebaut, die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände fielen um TEUR 3.143 höher aus. Im Geschäftsjahr waren keine Ausfälle oder verspätete Zahlungen von Kunden zu verzeichnen. Rückstellungen mussten im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 83 aufgebaut werden. 2.3. Finanzlage HegerFerrit nutzt zur Finanzierung verschiedene Instrumente. Darunter eine mehrjährige Kreditfinanzierung mit Verlängerungsoption, die mit einem Konsortium aus fünf Banken im April 2019 vertraglich erneuert wurde. In Absprache mit den finanzierenden Banken wurde die Finanzierung der HegerGruppe um ein Überbrückungsdarlehen in Höhe von TEUR 2.900, sowie um TEUR 1.800 aus KfW-Mitteln ausgeweitet. Dadurch hat sich der Kreditrahmen des Bankenkonsortiums für die Heger-Gruppe auf TEUR 14.900 erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden um TEUR 2.811 aufgebaut. Vereinbarte Tilgungen wurden planmäßig bedient. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen fielen um TEUR 2.451 höher aus und auch die sonstigen Verbindlichkeiten wurden um TEUR 153 gesteigert. Der Gesellschaft stehen aus dem Kreditvertrag Kontokorrentlinien in Höhe von TEUR 6.600 zur Verfügung, von denen zum 31.12.21 insgesamt TEUR 5.700 in Anspruch genommen wurden und somit eine Zahlungskraft von TEUR 900 bestand. Wir können derzeit davon ausgehen, dass auch bei zukünftigen Änderungen bei den Zahlungseingängen ausreichende Kreditlinien zur Verfügung stehen, um unseren Verpflichtungen nachkommen zu können. Vor diesem Hintergrund und der Einbindung ins Cash Management der HegerGruppe schätzen wir unsere Finanzlage weiterhin als zufriedenstellend ein. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren HegerFerrit nutzt finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren zur Unternehmenssteuerung. Die monatliche, vierteljährliche und jährliche Veränderung wird mit Vorjahres- und Plandaten verglichen und entsprechend gesteuert. Die finanziellen Leistungsindikatoren sollen das Gleichgewicht zwischen Profitabilität, effizientem Einsatz von Ressourcen und ausreichender Liquidität wahren. Die finanziellen Leistungsindikatoren werden zur Verdeutlichung in Abschnitt 3 tabellarisch dargestellt und hergeleitet. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden bei HegerFerrit im Wesentlichen im Produktionsprozess ermittelt und ständig überwacht. Im Rahmen des monatlichen Berichtswesens werden dabei insbesondere die täglichen und monatlichen Produktionsmengen in Tonnen sowie die zur Produktion einer Tonne Guss notwendigen Arbeitsstunden verfolgt. Für die interne Steuerung werden weitere Kennzahlen auf Basis der Kostenrechnung ermittelt und im Zeitablauf sowie im Verhältnis zur Entwicklung der Produktionsmenge überwacht. Unter Berücksichtigung der Auftragslage sowie der vorsichtigen Einschätzung unserer erwarteten Gussmengen auf Basis von kundenbezogenen und auftragsbezogenen Annahmen planen, steuern und kontrollieren wir unsere Geschäftsprozesse mit finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. Für die Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage der HegerFerrit GmbH werden die folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren herangezogen:
Zwei der drei finanziellen Leistungsindikatoren -nämlich Rendite und EBITDA- haben sich im Geschäftsjahr 2021 deutlich verbessert. 4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren fügen sich in ein Geschäftsmodell der Nachhaltigkeit mit den 3 Säulen: Ökonomie, Ökologie und Soziales ein. Zu den für uns bedeutsamsten nicht finanziellen Leistungsindikatoren gehören der Auftragsbestand, die Produktionsmenge, die Produktivität (gemessen in Fertigungsstunden pro verkaufte Tonne Guss) und der Energieverbrauch (in kWh pro erzeugter Tonne Guss). Alle diese Faktoren sind Gegenstand unserer Planung und regelmäßigen unterjährigen Analysen. Der Auftragsbestand hat sich zum Bilanzstichtag erhöht auf TEUR 13.110 und liegt somit um TEUR 4.595 höher als im Vorjahr und wieder auf dem Niveau des Jahres 2019. So steht die Einhaltung von Umweltschutzvorschriften täglich im Fokus unserer Geschäftsprozesse, insbesondere die Minimierung unseres Energieverbrauchs durch Steuerung der Tagesproduktion und die Planung des Energieeinsatzes. Zu den wesentlichsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren gehört auch die risikoorientierte Planung und Steuerung der Personalstruktur. Hierbei legen wir insbesondere unter dem Eindruck der demographischen Daten besonderen Wert auf die Qualifizierungsmaßnahmen, sowie Aus- und Weiterbildung. 5. Gesamtaussage Zum Jahresende 2021 müssen wir die Aussage treffen, dass der Geschäftsverlauf der HegerFerrit GmbH unter den Kostenexplosionen bei Rohstoffen und Energie sowie den anhaltenden Belastungen durch die Corona-Aufwendungen und den schwierigen Marktbedingungen in der Windenergiebranche zwar im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert werden konnte, aber immer noch unbefriedigend war. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei vielen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren. Für unvorhergesehene Verbindlichkeiten wird zu jeder Zeit ein ausreichender Liquiditätspuffer vorgehalten. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch kurzfristige Vermögenswerte gedeckt. III. Chancen und Risikobericht Wir schildern zunächst die bedeutsamsten Risiken und Chancen der HegerFerrit GmbH. Auch im Geschäftsjahr 2021 nahm die HegerFerrit GmbH die Ausgleichsregelung zur Befreiung von der EEG-Umlage für stromkostenintensive Unternehmen in Anspruch. Da die Energiekosten auch weiterhin einen wesentlichen Anteil an den Produktionskosten einnehmen, besteht ein Risiko, wenn die Ausgleichsregelung aus verschiedenen Gründen nicht mehr gewährt werden könnte. Durch die Bundesregierung ist einer Abschaffung der EEG-Umlage in Aussicht gestellt worden, so dass Kosten -auch ohne Befreiungsantrag- dauerhaft entfallen könnten. Die HegerFerrit GmbH ist aktuell als Lieferant von handgeformtem Guss im Geschäftsfeld Windenergieanlagen aktiv. Im Berichtsjahr wurde die Diversifizierung auf weitere Kunden vorangetrieben. So konnte mittlerweile der Anteil des größten Kunden und damit das Kundenausfallrisiko weiter reduziert werden. Der Wind-Markt in Europa funktioniert und wird nach Expertenmeinung schon mittelfristig seine Attraktivität zurückgewinnen. Die Herstellung der dafür benötigten Anlagen wird nach wie vor in Europa stattfinden. Sechs große Hersteller produzieren Windenergieanlagen in Europa. Darunter befindet sich eines in einer Restrukturierung. Da es sich dabei um einen unserer Hauptkunden handelt, wird es für HegerFerrit bedeutsam sein, ob das Unternehmen im besten Fall gestärkt aus der Restrukturierung hervorgehen wird. Die Lieferketten bieten auch bei scharfem globalen Wettbewerb Platz für lokale Lieferanten. Vier der sechs großen Windenergieunternehmen sind bereits unsere Kunden. Zu den beiden anderen haben wir Kontakt. Diese Marktabdeckung kann nur die HegerFerrit für sich beanspruchen. Keine andere Gießereigruppe im Wettbewerb ist so breit aufgestellt. Die Gleichzeitigkeit von Schwächephase im Windrad-Ausbau und Corona-Krise hatte bereits zu einer spürbaren Kapazitätsbereinigung im Wettbewerb der Wind-Gießereien geführt. Diese Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen. Die Heger-Gruppe wird von der Bereinigung unter den Gießereien profitieren, weil wir bei normaler Auslastung die beste Profitabilität im Wettbewerb vorweisen können. Außerdem sind wir als mittelständisches, eigentümergeführtes Unternehmen am schnellsten in den Märkten unterwegs. Mit der Einführung von proAlpha als vollintegriertes ERP-System versprechen wir uns einen entscheidenden Schritt zur Digitalisierung der Geschäftsprozesse verbunden mit einer großen Effizienzsteigerung. Im zeitweisen Zusammenbruch globaler Lieferketten erkennen wir Chancen darin, dass der europäische Maschinenbau eine Relokalisierung der Lieferantenstruktur zu Gunsten regionaler Lieferanten bevorzugen wird. Im Jahr 2019 hatten wir besondere Anstrengungen unternommen, unser Projekt Industrie 4.0 und Digitalisierung zu starten, welches in verschiedenen Geschäftsbereichen zu einer Verbesserung unserer betrieblichen Prozesse beitragen wird. Hierbei werden betriebliche Lösungen perspektivisch in ein integriertes Assistenzsystem unter dem Projektnamen HegerAssyst zusammengeführt werden. Unter den schwierigen Bedingungen der beiden letzten Geschäftsjahre 2020 und 2021 wurde der Projektfortschritt verlangsamt, wird in 2022 aber wieder an Fahrt gewinnen. Im Juni 2021 haben wir unsere eigene Planung 2022-2024 einer Plausibilisierung durch Dritte unterzogen, um dadurch weitere Sicherheit bei Entscheidungen zu gewinnen und attraktive und zukunftsfähige Marktsegmente zu identifizieren, die mit dem unternehmenseigenen Know-how in geeigneten Transformationsprozessen erschlossen werden können. IV. Prognosebericht Die Unternehmensplanung für die Folgejahre 2022-2024 wurde vereinbarungsgemäß im Februar 2022 erstellt. Die Planung wurde auf Basis einer teilespezifischen Mengenplanung erstellt. Insbesondere die bereits vorliegenden Kundenbestellungen und Absichtserklärungen für Abrufe bilden für das Jahr 2022 die wesentliche Basis der Mengenplanung. Außerdem wird das Schwesterunternehmen HegerGuss einen Transformationsprozess einleiten. Dadurch wird eine Verlagerung bestimmter Produktionsmengen erwartet, was ebenfalls in unserer Planung berücksichtigt wurde. Darüber hinaus zeigen internationale Wettbewerbsanalysen, dass in anderen geographischen Märkten die Windenergie weiteres Wachstumspotenzial hat. Die weitere Fokussierung auf international hervorragend positionierte Kunden im Windmarkt zahlt sich hierbei für HegerFerrit aus. Die Wahrscheinlichkeit, die Produktion im Jahr 2022 zu steigern, ist aus den vorgenannten Gründen sehr hoch. Bei einer Seitwärtsbewegung von Rohstoff- und Energiepreisen und unter der Voraussetzung, dass die für das Jahr 2022 geplante Produktionsmenge und die Einhaltung der Leistungsindikatoren erreicht werden, ergibt sich für das Jahr 2022 ein planmäßiges Rohergebnis in Höhe von gerundet TEUR 19.479. Bei einem Erreichen des vorgenannten Rohergebnisses ist entsprechend der Planrechnung ein operatives Ergebnis (EBITDA) von TEUR 3.315 erreichbar. Wir haben unter diesen Voraussetzungen unsere bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren folgendermaßen geplant:
Risiken, die mit erheblicher Wahrscheinlichkeit erwartet werden und bestandsgefährdend sind oder einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, sieht die Geschäftsführung nicht. Aus heutiger Sicht wird unsere Eigenkapitalsituation und die Liquiditätsausstattung nicht erkennbar signifikant belastet werden.
Sembach, den 23. März 2022 HegerFerrit GmbH Gez. Geschäftsführung BestätigungsvermerkBei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: "BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSan dieHegerFerrit GmbHSembachPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Heger Ferrit GmbH, 67681 Sembach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HegerFerrit GmbH, 67681 Sembach, für das Geschäftsjahr 01. Januar bis 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätig ungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfungen durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Ludwigshafen, den 17. Juni 2022 RTG
Revisions- und Treuhand GmbH
Gez. Dr. Michael Böhmer, Wirtschaftsprüfer Gez. Bernhard Böhmer, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde am 22.07.2022 festgestellt. |
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