Apleona Infra Services GmbH
Selbe AdresseAllgemeine Gebäudereinigung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Claudia Möller seit 2.10.2023 | Prokura |
Benjamin Menkel seit 2.10.2023 | Prokura |
Wolfgang Ungerathen seit 20.8.2018 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
pluss TopCo GmbHHamburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Anlagenverzeichnis Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung/Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2021 Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021 Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021 Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021 Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021 Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in der Fassung vom 1. Januar 2017 Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die pluss TopCo GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der pluss TopCo GmbH, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der pluss TopCo GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 3. Juni 2022 Grant
Thornton AG
Cornelia von Oertzen, Wirtschaftsprüfer Marlena Presser, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021pluss TopCo GmbH, HamburgAKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021pluss TopCo GmbH, Hamburg
Konzern-Eigenkapitalspiegelpluss TopCo GmbH, Hamburg
Konzernkapitalflussrechnungpluss TopCo GmbH, Hamburg
Konzernanhang 2021pluss TopCo GmbH, HamburgI. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung von Konzernabschluss
Die pluss TopCo GmbH wurde unter notarieller Beurkundung am 18. April 2018 gegründet und am 22. Mai 2018 erstmals in das Handelsregister eingetragen. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 1 HGB) auf. Die pluss TopCo GmbH ist als Mutterunternehmen nach § 290 Abs. 1 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Die Verpflichtung wurde durch den Erwerb sämtlicher Geschäftsanteile an der pluss Holding GmbH durch die pluss TopCo GmbH und der damit erlangten Beherrschung am 19. Juni 2018 begründet. Der Konzernabschluss ist nach den Vorschriften der §§ 290 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt worden. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Der Konzernabschluss ist in EUR aufgestellt. Folgende Gesellschaften, die in diesen Konzernabschluss einbezogen werden, nehmen für das Geschäftsjahr 2021 die Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch:
Die folgenden Gesellschaften, die in diesem Konzernabschluss einbezogen werden, nehmen zusätzlich die Befreiung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlagerberichtes nach § 291 HGB in Anspruch:
Die pluss TopCo GmbH erstellt den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen, der beim Betreiber des Bundesanzeigers elektronisch eingereicht und bekannt gemacht wird. II. Angaben zum Konsolidierungskreis und zum Konzernanteilsbesitz Der Konzernabschluss umfasst die pluss TopCo GmbH, Hamburg, als Muttergesellschaft sowie 13 Tochterunternehmen im Inland, auf die wegen einer Mehrheitsbeteiligung ein beherrschender Einfluss ausgeübt wird. Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich nachstehende Änderungen im Konsolidierungskreis: Mit notarieller Beurkundung vom 18. Mai 2021 wurden 100% der Anteile an der LOCUMWORK GmbH, Berlin, der LOCUMCARE GmbH, Hamburg, und der LOCUMPRO GmbH, Berlin, von der pluss Personalmanagement GmbH erworben. Aus dem Erwerb resultierte ein aktiver Unterschiedsbetrag, der als Geschäfts- und Firmenwert aktiviert wurde. Daneben wurden stille Reserven von insgesamt T€ 19 im Anlagevermögen aufgedeckt. Mit Vollzug des Kaufvertrages am 20. Mai 2021 hat die pluss Personalmanagement GmbH die Beherrschung an den LOCUM-Gesellschaften erworben. Die Gesellschaften wurden ab dem 1. Juni 2021 in den Konzernabschluss einbezogen. Aus dem Erwerb der Anteile ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss 2021 und damit auf die Vergleichbarkeit gegenüber dem Vorjahr. Mit notarieller Beurkundung vom 2. November 2021 wurden die LOCUMPLUSS GmbH gegründet. Sie wurde am 21. Januar 2022 in das Handelsregister eingetragen. Aus der Gründung der Gesellschaft ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss 2021 da die Gesellschaft sich zum 31. Dezember 2021 in Gründung befand und nicht operativ tätig war. Mit notarieller Beurkundung vom 23. Dezember 2021 wurden 100% der DOCWISE GmbH (vormals firmiert unter SCUR-Alpha 1423 GmbH) erworben. Sie wird seitdem in den Konzernabschluss einbezogen. Aus dem Erwerb der Anteile ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss 2021 da die Gesellschaft bisher nicht operativ tätig war. Zum 31. Dezember 2021 sind demnach die folgenden Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen:
Die in den Abschluss einbezogenen Jahresabschlüsse wurden zum 31. Dezember 2021 erstellt. Daneben besteht folgende Minderheitsbeteiligung:
Die Gesellschaft wird gem. § 311 Abs. 2 i. V. m. § 296 Abs. 2 HGB auf Grund von untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens- Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die untergeordnete Bedeutung wird aus dem unwesentlichen Unterschied zwischen dem Buchwert der Anteile an dieser Gesellschaft und dem anteiligen Reinvermögen sowie aus der untergeordneten Bedeutung der aus der Beteiligung erzielten Ergebnisanteile abgeleitet. III. Konsolidierungsgrundsätze Die Konsolidierungsgrundsätze wurden in Übereinstimmung mit dem Handelsgesetzbuch ausgeübt. Die Kapitalkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen erfolgt im Wege der Vollkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode zum Erwerbs- oder Gründungszeitpunkt. Erwerbszeitpunkt ist grundsätzlich der Zeitpunkt, von dem an die Möglichkeit besteht, einen beherrschenden Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik auszuüben. Bei der Neubewertungsmethode wird der Wertansatz der Anteile des Mutterunternehmens an dem einzubeziehenden Tochterunternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Reinvermögen des Tochterunternehmens wird zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden auf der Aktivseite unter dem Anlagevermögen als "Geschäfts- oder Firmenwert" ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden eliminiert. Erträge aus Lieferungen und Leistungen und andere Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen werden mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet. Zwischenergebniseliminierungen waren nicht vorzunehmen. IV. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden einheitlich im Konzern angewandt: Der Geschäfts- oder Firmenwert wird planmäßig über dessen voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die voraussichtliche Nutzungsdauer des im Geschäftsjahr 2018 aktivierten Geschäfts- oder Firmenwertes (Anschaffungskosten T€ 17.367) beträgt neun Jahre und bestimmt sich aus dem Zeitraum der erwarteten Amortisation, welcher der Bestimmung des Kaufpreises für die Anteile an der pluss Personalmanagement GmbH zugrunde lag. Die voraussichtliche Nutzungsdauer des im Geschäftsjahr 2019 aktivierten Geschäfts- oder Firmenwertes (Anschaffungskosten T€ 1.299) beträgt neun Jahre und bestimmt sich aus dem Zeitraum der erwarteten Amortisation, welcher der Bestimmung des Kaufpreises für die Anteile an der pluss Personalmanagement Berlin GmbH zugrunde lag. Die voraussichtliche Nutzungsdauer des im Geschäftsjahr 2021 aktivierten Geschäfts- oder Firmenwertes (Anschaffungskosten T€ 1.230) beträgt neun Jahre und bestimmt sich aus dem Zeitraum der erwarteten Amortisation, welcher der Bestimmung der Kaufpreise für die Anteile an der LOCUMWORK GmbH, der LOCUMCARE GmbH, der LOCUMPRO GmbH zugrunde lag. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu 5 Jahren), bewertet. Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungs-/Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauer für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung liegt zwischen 3 und 13 Jahren. Die Gesellschaft wendet die lineare Abschreibungsmethode an. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden bis zu einem Betrag von € 800,00 im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten, in Einzelfällen zu niedrigeren beizulegenden Werten, angesetzt. Handelswaren werden mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch vollständige Einzelwertberichtigungen auf die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses noch offenen Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen. Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert. Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen. Für die sonstigen Rückstellungen wurde der Erfüllungsbetrag als Bewertungsmaßstab berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Steuerlatenzen werden in den Einzelabschlüssen für Unterschiede zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden unter Anwendung lokaler Steuersätze gebildet, sofern sich diese Unterschiede in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen und sicher hieraus insgesamt eine Steuerbelastung ergibt. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden bei der Ermittlung insoweit berücksichtigt, als mit deren Nutzung in den folgenden fünf Jahren geplant wird. Ein sich ergebender Überhang aktiver latenter Steuern aus unterschiedlichen Wertansätzen in den Einzelabschlüssen und aus aktivierten Steuerlatenzen in Bezug auf Verlustvorträge wird in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 289 Abs. 1 i. V. m. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt. Auf Konsolidierungsvorgänge (§ 306 HGB) werden Steuerabgrenzungen mit einem konzerneinheitlichen Steuersatz vorgenommen, soweit sich der Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht. Aktive und passive Steuerlatenzen aus Konsolidierungsvorgängen werden im Konzern zwingend angesetzt. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden in den Einzelabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Ebenso ergaben sich aus den Konsolidierungsvorgängen keine Steuerabgrenzungen nach § 306 HGB. Zum Bilanzstichtag bestehen körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Verlustvorträge, die auf das Mutterunternehmen entfallen. Hierfür wurde in Ausübung des Wahlrechtes nach gemäß § 289 Abs. 1 i. V. m. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein latenter Steueranspruch angesetzt. Erstattungen von Sozialversicherungsbeiträgen für Kurzarbeitergeld werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. V. Angaben zur Bilanz, zur Gewinn- und Verlustrechnung und zu sonstigen finanziellen Verpflichtungen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel am Ende des Anhangs dargestellt. Die Vorräte betreffen Werbemittel und Büromaterial. Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bestehen nicht. Auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Wertberichtigungen in Höhe von T€ 146 (Vj.: T€ 131) vorgenommen worden. Von den Sonstigen Vermögensgegenständen haben T€ 461 (Vj.: T€ 455) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Es handelt sich um Mietkautionen und sonstige Kautionen. Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Ansprüche aus gezahlten Ertragsteuern für das Geschäftsjahr und Vorjahre von T€ 443 (Vj.: T€ 944). Die Entwicklung des Eigenkapitals ist dem Konzerneigenkapitalspiegel zu entnehmen. Die Sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Personalrückstellungen (T€ 4.402; Vj.: T€ 3.013). Diese resultieren vor allem aus Überstundenguthaben (Zeitkonto) der Zeitarbeitnehmer inklusive der darauf entfallenden Sozialversicherungsbeiträge, Urlaubsansprüche der Mitarbeiter und aus vertraglichen vereinbarten Tantieme-Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten per 31.12.2021 haben folgende Restlaufzeiten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten im Wesentlichen zwei Darlehen über zusammen T€ 7.159. Gemäß der Darlehensvereinbarung mit einem Kreditinstitut wurden für gewährte Darlehen der Gesellschafter Nachrangerklärungen abgegeben. Demnach dürfen die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (T€ 6.717; Vj.: T€ 7.290) und eines unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Darlehens inkl. der zu kapitalisierenden Zinsen eines in 2019 ausgeschiedenen Gesellschafters (T€ 977; Vj.: T€ 1.060) erst nach vollständiger Rückzahlung der von dem Kreditinstitut gegebenen Darlehen zurückgezahlt werden. In Abhängigkeit der vereinbarten Laufzeit der Verbindlichkeiten gegenüber diesem Kreditinstitut wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus Darlehen und das in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesene Darlehen des in 2019 ausgeschiedenen Gesellschafters zum Bilanzstichtag daher mit einer Laufzeit zwischen 1 bis 5 Jahren eingestuft. Die für diese Darlehen für 2021 kapitalisierten Zinsen (T€ 733) sollen in 2022 an die Darlehensgeber zurückgezahlt werden. Daher wurden diese mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr eingestuft. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass das Kreditinstitut die erforderliche Genehmigung erteilen wird. Als Sicherheit für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden die Anteile des Mutterunternehmens an der pluss Holding GmbH sowie der von dieser gehaltenen Geschäftsanteile an Tochterunternehmen, mit Ausnahme der drei Gesellschaften der LOCUM-Gruppe, der LOCUMPLUSS GmbH und der DOCWISE GmbH, zu Gunsten des Kreditinstituts verpfändet. Darüber hinaus wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der pluss Holding GmbH sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ihrer Tochterunternehmen, mit Ausnahme der drei Gesellschaften der LOCUM-Gruppe, der LOCUMPLUSS GmbH und der DOCWISE GmbH, im Wege einer Globalzession an das Kreditinstitut abgetreten. Etwaige Gewinnansprüche des Mutterunternehmens gegenüber der pluss Holding GmbH sowie der pluss Holding GmbH gegenüber der pluss Personalmanagement GmbH wurden ebenso verpfändet. Daneben wurden die Bankguthaben der pluss Holding GmbH und deren Tochterunternehmen, mit Ausnahme der drei Gesellschaften der LOCUM-Gruppe, der LOCUMPLUSS GmbH und der DOCWISE GmbH, als Sicherheit verpfändet (T€ 10.525). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen Verbindlichkeiten aus Darlehensgewährungen inkl. Zinsen (T€ 6.717; Vj.: T€ 7.290). Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Darlehensgewährungen inkl. Zinsen (T€ 977; Vj.:T€ 1.060). Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen:
Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten in Höhe von T€ 429 (Vj.: T€ 127) periodenfremde Erträge, die vor allem aus der Auflösung von Rückstellungen, Einzelwertberichtigungen und sonstigen Verbindlichkeiten resultieren. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von T€ 230 (Vj.: T€ 176) periodenfremde Aufwendungen, die vor allem aus der Abschreibung von Forderungen und der Bildung von Einzelwertberichtigungen resultieren. Die Sonstigen finanziellen Verpflichtungen (i.W. aus Miet- und Leasingverträgen) betragen zum 31. Dezember 2021 6,1 Mio. € (Vj.: 6,0 Mio. €). VI. Angaben zu Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzern-Eigenkapitalspiegel Der in der Konzern-Kapitalflussrechnung dargestellte Finanzmittelfonds in Höhe von insgesamt T€ 11.119 (Vj.: T€ 7.333) besteht aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten. In Höhe von T€ 10.525 (Vj.: T€ 7.205) sind Guthaben bei Kreditinstituten als Sicherheit verpfändet. Das im Konzern-Eigenkapitalspiegel dargestellte Konzern-Eigenkapital enthält keine Beträge, die einer Ausschüttungssperre unterliegen. VII. Sonstige Angaben Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl beträgt:
Der Geschäftsführung gehörten im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 an:
Die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung unterbleibt gem. § 314 Abs. 3 S. 2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB. Im Geschäftsjahr sind für das Geschäftsjahr Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers für Abschlussprüfung von T€ 70 und Steuerberatungsleistungen von T€ 38 sowie für Bestätigungsleistungen von T€ 1 angefallen. Daneben sind im Geschäftsjahr 2021 für Vorjahre Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers für Abschlussprüfung von T€ 4 angefallen. Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt vor, den Bilanzverlust der pluss TopCo GmbH per 31.12.2021 von € 210.056,02 (Vj.: € 132.725,18) auf neue Rechnung vorzutragen. VII. Nachtragsbericht Die pluss Personalmanagement GmbH hat mit Kaufvertrag vom 23. November 2021 und mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2022 100 % der Geschäftsanteile an der Personal-Service Westermann GmbH erworben. Mit Vollzug am 3. Januar 2022 hat die pluss Personalmanagement GmbH die Beherrschung erlangt. Mit Kaufvertrag vom 9. März 2022 und mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2022 hat die pluss Personalmanagement GmbH 100 % der Geschäftsanteile an der Olympia Personalleasing GmbH, Arnstadt, erworben. Mit Vollzug am 11. März 2022 hat die pluss Personalmanagement GmbH die Beherrschung erlangt. Darüber hinaus ergaben sich nach Schluss des Konzern-Geschäftsjahres nach unserer Einschätzung keine wesentlichen Ereignisse von besonderer Bedeutung, welche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt haben, über die zu berichten wäre.
Hamburg, den 03.06.2022 pluss TopCo GmbH gez. Wolfgang Ungerathen gez. Christian Baumann Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 2021pluss TopCo GmbH, Hamburg
Konzernlagebericht für den Zeitraum vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021pluss TopCo GmbH, HamburgA. Grundlagen Die pluss TopCo GmbH ist das oberste Mutterunternehmen in Deutschland und hundertprozentige Gesellschafterin der pluss Holding GmbH. Die Haupttätigkeit der pluss Holding GmbH ist das Halten und Verwalten von Beteiligungen sowie die Erbringung von entgeltlichen Dienst- und Beratungsleistungen an Dritte und verbundene Unternehmen. Sie ist hundertprozentige Gesellschafterin der pluss Personalmanagement GmbH, die wiederum Hauptgesellschafterin aller Tochtergesellschaften der pluss-Unternehmensgruppe ist. Zum Konsolidierungskreis der pluss TopCo GmbH (pluss) verweisen wir auf die Erläuterungen im Konzernanhang. Die pluss Personalmanagement GmbH inkl. deren operativer Tochtergesellschaften (PHH-Gruppe) sind Personaldienstleistungsunternehmen mit Schwerpunkt im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit). Zu den Kernkompetenzen zählt neben der Arbeitnehmerüberlassung die Personalvermittlung. Die beschäftigten Arbeitnehmer werden Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen im Rahmen eines Arbeitnehmerüberlassungsverhältnisses als Zeitarbeitnehmer für eine bestimmte Zeit vor Ort zur Verfügung gestellt, um etwaige Engpässe für den Bedarf qualifizierter Mitarbeiter auszugleichen. Die operativen Tochtergesellschaften von pluss verfügen alle über eine durch die Bundesagentur für Arbeit erteilte unbefristete Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung, die als Grundvoraussetzung für die Geschäftsdurchführung dient. Die Zeitarbeitnehmer sind die Beschäftigten des Konzerns, die in den Kundenbetrieben (Entleihbetriebe) im Rahmen der Zeitarbeit arbeiten. Sie werden je nach Gesellschaft nach iGZ-/DGB-Tarifvertrag oder BAP-/DGB-Tarifvertrag vergütet. Bundesweit unterhält die PHH-Gruppe am 31.12.2021 insgesamt 58 (Vj.: 53) Niederlassungen. Aufgrund der Historie befinden sich zentrale Niederlassungscluster in Nord- und West-Deutschland. Der Schwerpunkt der Wachstumsstrategie liegt in Süd- und Ostdeutschland, dort ist pluss in einigen zentralen Städten vertreten. Sitz der Konzerngeschäftsführung und der Hauptverwaltung ist Hamburg. Die Niederlassungen von pluss sind jeweils spezialisiert auf die Überlassung und Vermittlung qualifizierter Fach- und Hilfskräfte in den Bereichen Medizin und Pflege (nachfolgend "Care People" oder "CP"), Ärzte (nachfolgend "DOCWISE" oder "LOCUM"), Bildungswesen (nachfolgend "Bildung und Soziales" oder "BuS") sowie im kaufmännischen Bereich (nachfolgend "Office") und in den Bereichen Industrie sowie Handwerk. Im Zuge des Wachstums wurde der Geschäftsbereich Ärzte seit Ende Mai 2021 durch den Erwerb der LOCUM-Gruppe verstärkt. Die drei hinzuerworbenen Gesellschaften der Marke LOCUM sind auf die Überlassung von Ärzten in den Bereichen Gynäkologie und Anästhesie spezialisiert und sind Tochtergesellschaften der pluss Personalmanagement GmbH. Wesentliche bedeutsamste Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und das EBITDA (definiert als Ergebnis aus Umsatzerlöse, sonstige betriebliche Erträge abzgl. Personalaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen). B. Wirtschaftsbericht 1. Rahmenbedingungen Die Zeitarbeit ist durch konjunkturelle und gesetzliche Rahmenbedingungen geprägt. Personaldienstleistungsunternehmen wie die PHH-Gruppe werden traditionell von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung beeinflusst, da Veränderungen in der deutschen Wirtschaft (Investitionen, Exporte, Konsum) bei unseren Kunden zu Auftragsspitzen und damit zu einem Bedarf an qualifiziertem Personal oder Abbau von Personal in Zeiten des Abschwungs führen. Die flexible Beschäftigung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ermöglicht es den Unternehmen, zügig auf wirtschaftliche Veränderungen zu reagieren und ihren Personalbedarf an Auftragsschwankungen anzupassen. Die Arbeitnehmerüberlassung reagiert daher frühzeitig auf Änderungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen und kann daher als Frühwarnindikator für die Entwicklung am Arbeitsmarkt und der Wirtschaft sein. Nachdem die Nachfrage nach Personaldienstleistungen in 2020 infolge der Corona Pandemie im gesamten Wirtschaftszweig der Zeitarbeit deutlich zurückgegangenwar, zeigen sich ab Ende 2020 positive Tendenzen, die sich in 2021 fortsetzten und lediglich in der Phase des 2. Lockdown's unterbrochen wurden. 1 Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Zeitarbeitsunternehmen sind bereits in den vergangenen Jahren durch die zunehmende Regulierung herausfordernder geworden. Die letzte in Kraft getretene größere Regulierung war das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) im April 2017. Das Gesetz regelt den gesetzlichen Rahmen zur Überlassung von Arbeitnehmern durch Arbeitgeber (Unternehmen) "im Rahmen ihrer Wirtschaftlichen Tätigkeit zur Arbeitsleistung". Die Möglichkeit zur Kurzarbeit für den Bereich der Zeitarbeit wurde vom Gesetzgeber zum 1. März 2020 befristet geschaffen. Entsprechend konnte die Branche dieses Angebot im Wirtschaftsjahr 2021 voll in Anspruch nehmen. Die Möglichkeit des Angebotes für Kurzarbeit im Bereich der Zeitarbeit sollte zum 31. März 2022 auslaufen, wurde aktuell von der Bundesagentur für Arbeit bis zum 30.06.2022 auch für den Bereich der Leiharbeit verlängert. 2 2. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche Die Weltwirtschaft zeigte in 2021 Tendenzen der Erholung. Der Aufschwung wurde jedoch in Teilen von Varianten der Corona Pandemie sowie von Liefer- und Materialengpässen gebremst. In 2021 konnte sich die Wirtschaft im Euroraum sowie in Deutschland erholen. Die Wirtschaft im Euroraum konnte im Jahr 2021 insgesamt um 5,2 Prozent wachsen. In Deutschland lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in 2021 um 2,7 Prozent über dem Vorjahreswert. 3 Wesentlicher Einflussfaktor war auch hier das Corona Infektionsgeschehen sowie korrespondierende Schutzmaßnahmen. 3 Diese Entwicklung betrifft sowohl den produzierenden Bereich als auch den Dienstleistungssektor.3 Trotz klarer Zuwächse in 2021 hat die Wirtschaftsleistung in vielen Bereichen das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht.3 Während der Bereich der sonstigen Dienstleistungen wie Sport, Kultur oder Unterhaltung weiter stark vom Pandemiegeschehen betroffen war, konnte im Bereich der öffentlichen Dienstleistungen, wozu Erziehung und Gesundheit zählen, der Rückgang der Wirtschaftsleistung aus dem Vorjahr im Jahr 2021 nahezu kompensiert werden. 3 Am Arbeitsmarkt zeigten sich in einigen Wirtschaftsbereichen weiterhin die Folgen der Pandemie. Insgesamt zeigte sich seit dem Sommer 2021 eine Erholung am Arbeitsmarkt. Die Anzahl der Erwerbstätigen lag im Durchschnitt etwa auf Vorjahresniveau, allerdings gab es Verschiebungen zwischen den Wirtschaftsbereichen. 3 Beschäftigungsgewinne von 2,2 Prozent gab es u.a. im Bereich der öffentlichen Dienstleistungen, Erziehung und Gesundheit. 3 Das Angebot der erweiterten Regelungen zur Kurzarbeit wurde in Deutschland auch in 2021 weiter in Anspruch genommen; zum Jahresende ging die Anzahl der in Kurzarbeit Beschäftigten auf 0,6 Mio. Personen zurück. 4 In den bisher vorliegenden Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BfA) zum Stand der Beschäftigung und der Leiharbeitnehmer spiegeln sich neben konjunkturellen Gründen auch die Auswirkungen der Pandemie wider. Während die Zahl der beschäftigten Leiharbeitnehmer in 2020 sank, zeigt sich in 2021 eine positive Tendenz. Per Juni 2021 gab es 834.000 beschäftigte Leitarbeitnehmer bzw. im gleitenden Durchschnitt 784.000 Leitarbeitnehmer und damit plus 12 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. 5 Der Anteil der Zeitarbeit an der Gesamtbeschäftigung beträgt im Juni 2021 2,1 Prozent. 6 Die Zahl der Verleihbetriebe in Deutschland lag im Juni 2021 bei 48.000 und lag damit 1,8 Prozent unterhalb des Vorjahreswertes.7 Per 30. Juni 2021 hatten 79 Prozent der Verleihbetriebe Leiharbeitnehmer mit Schwerpunkt in der Arbeitnehmerüberlassung beschäftigt. 7 Schwerpunkt der Einsatzbetriebe der Leiharbeitnehmer waren mit 37 Prozent Produktionsberufe, gefolgt von 36 Prozent im Bereich der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungsberufe. 8
1 Vgl. Bundesagentur für Arbeit, Statistik;
Berichte Blickpunkt Arbeitsmarkt/ Januar 2022/
Entwicklungen in der Zeitarbeit, S. 7 (2. Lockdown
12/2020-05.2021)
Ende 2021 befinden sich die Zeitarbeitsunternehmen nahezu auf dem Umsatzniveau des Jahres 2019. Die führenden Unternehmen der Zeitarbeitsbranche in Deutschland konnten 2021 im Vergleich zum Vorjahr ihre Umsätze durchschnittlich um 20,9 Prozent steigern. 9 Diese Entwicklung zeigt sich auch im Bereich der personenbezogenen Dienstleistungen, in dem die Unternehmen der pluss-Gruppe ihren Fokus haben. In der Alten- und Gesundheitspflege ist die Zahl der Beschäftigten trotz Pandemie weiter gestiegen. Im Jahr 2021 gab es 1,67 Millionen sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Dies ist ein Anstieg von rund 44.300 Beschäftigten gegenüber dem Vorjahr. 10 Trotz steigender Tendenz mangelt es an qualifizierten Kräften in Deutschland, welches dem Anstieg der Pflegebedürftigen zuzuschreiben ist. 3. Geschäftsverlauf, Umsatz- und Auftragsentwicklung Die pluss-Gruppe stellte sich auch im zweiten Jahr erfolgreich der Pandemie, den Herausforderungen und veränderten Anforderungen. Implementierte Maßnahmen wurden weiterentwickelt und Angebote von Kurzarbeit vor allem in den Bereichen Business und Soziales und Industrie in Anspruch genommen. Während der Corona Krise war pluss eine kontinuierliche Aufrechterhaltung der Geschäftsprozesse sowie der Schutz der Mitarbeiter und Kunden möglich. Auch im zweiten Jahr der Corona Krise trugen hierzu die Nutzung und Weiterentwicklung von digitalen Prozessen sowie die Flexibilität und das Engagement der Mitarbeiter im in- und externen Bereich bei. Pluss bearbeitet zwei Branchencluster, in denen eine unterschiedliche Wachstumsstrategie verfolgt wird. Unser Schwerpunkt liegt auf dem Branchencluster Zeitarbeit im Gesundheits-/Sozial-/ Bildungswesen, welche über eine expansive Strategie gesteuert wird. Hierunter fallen die strategischen Geschäftsbereiche Care People, Bildung & Soziales sowie Ärzte. Pluss verfolgt hier das langfristige Ziel, durch organisches und anorganisches Wachstum im Bundesgebiet eine flächendeckende Penetration der jeweiligen Märkte sicherzustellen. Die Spezialisierung der Niederlassungen auf bestimmte Marktsegmente und qualifiziertes Personal in Arbeitnehmermärkten soll zum Umsatzwachstum beitragen. Die pluss Unternehmensgruppe wuchs im Wirtschaftsjahr sowohl organisch als auch anorganisch. Neben der Entwicklung der bestehenden Niederlassungen konzentrierte sich das organische Wachstum im Geschäftsjahr 2021 auf die Neueröffnung von Niederlassungen in Koblenz, Nürnberg und München. Weiterhin wurde an einigen bereits bestehenden Standorten das Angebot um Dienstleitungen im Bildungswesen erweitert. Zudem wurden die Angebote im Bereich der Ärzte durch den Erwerb der LOCUM-Gruppe an den Standorten Hamburg und Berlin erweitert. Zum Jahresende etablierte pluss für das zukünftige Angebot des seit 2019 operativen Geschäftsfeld DOCWISE eine eigenständige Gesellschaft, die Docwise GmbH. Im zweiten Cluster der gewerblich-technischen Zeitarbeit sind die strategischen Geschäftsbereiche Industrie, Handwerk und Office zusammengefasst. Nach Konsolidierung in 2019 und 2020 werden die verbleibenden Standorte des Bereichs Industrie, Handwerk sowie Office unter der strategischen Prämisse betrieben, die regionalen Märkte zu durchdringen und dort Marktposition auszubauen. Im Fokus der Gruppe stand auch im Geschäftsjahr 2021 die Digitalisierung, zudem wurden Strukturen in den Geschäftsbereichen weiterentwickelt. Beispielhaft sind hier die Prozesse in Revision, Lohn- und Gehaltsabrechnung, im Einkauf und Rechnungswesen sowie im Fuhrparkmanagement aufzuführen. Weiterhin wurde bereits 2020 damit begonnen den Markenauftritt von pluss neu zu konzipieren, so dass die neue digitale Website Anfang 2021 live gehen konnte. Die Marke Docwise beinhaltet die Arbeitnehmerüberlassung und Personalvermittlung von Ärzten in unterschiedlichen medizinischen Bereichen. Die im Geschäftsjahr akquirierten drei Unternehmen der Marke LOCUM sind auf die Überlassung von Ärzten in den Bereichen Gynäkologie und Anästhesie spezialisiert. Der PHH-Gruppe ist es im Geschäftsjahr 2021 erneut gelungen, auf die Herausforderungen der Pandemie zu reagieren. Vor allem die Bereiche Bildung & Soziales und Industrie konnten umsatzseitig wachsen. Im Geschäftsjahr 2021 wurden Umsatzerlöse von 130,9 Mio. € (2020: 104,0 Mio. €) erwirtschaftet. Das EBITDA betrug für das Geschäftsjahr mit 8,3 Mio. € (2020: 4,2 Mio. €) rund 6,3% (2020: 4,0%) der im Geschäftsjahr erzielten Umsatzerlöse. Trotz der Pandemie konnten im Geschäftsjahr 2021 Umsatzerlöse und EBITDA über der vorsichtigen Prognose für 2021 gemäß den Angaben im Lagebericht 2020 realisiert werden. Hinzu kamen ungeplante einmalige geringere Aufwendungen im Zusammenhang mit der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft für die gesetzliche Unfallversicherung (VBG). Die Konzernleitung bewertet die Geschäftsentwicklung und das Wachstum der pluss-Gruppe positiv.
9 Vgl. Lünendonk, Presseinformation ZA
11-05-22
Das realisierte Wachstum hat pluss 2021 in den Bereich der führenden Zeitarbeitsunternehmen in Deutschland gemäß Lünendonk ® -Liste 2022 aufsteigen lassen. 11 Pluss bekleidet nunmehr Platz 20 (in 2021: Platz 23). 11 Das Geschäftsjahr 2021 wird mit einem Konzernjahresergebnis von 2,5 Mio. Euro abgeschlossen nach 12,7 T€ im Vorjahr.
11 Vgl. Lünendonk - Presseinformation ZA
11-05-22
C. Darstellung und Erläuterung von Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 1. Vermögenslage und Finanzlage
Das langfristig gebundene Vermögen ist vor allem durch die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von T€ 12.629 (Buchwert zum 31.12.2021) geprägt. Bezogen auf die Bilanzsumme beträgt der Anteil des langfristig gebundenen Vermögens 36,5%. Der Rückgang des langfristig gebundenen Vermögens zum Vorjahr um T€ 1.150 resultiert vor allem aus der planmäßigen Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte (T€ 2.153). In der Veränderung der Geschäfts- und Firmenwerte, sowie der korrespondierenden Abschreibung ist vor allem die Akquisition der LOCUM-Gruppe berücksichtigt. Weiterhin sind die Anschaffung von Betriebs- und Geschäftsausstattung (146 T€) sowie der Erwerb von Konzessionen und Lizenzen (29 T€) zu nennen. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Konzernanlagenspiegel, der Teil des Konzernanhangs ist, zu entnehmen. Unter dem kurzfristig gebundenen Vermögen werden im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 10.781; Vj.: T€ 8.937), Ansprüche aus gezahlten Kautionen gegenüber Vermietern (T€ 451; Vj.: T€ 446) und Steuererstattungsansprüche (T€ 443; Vj.: T€ 944) ausgewiesen. Das langfristig gebundene Vermögen in Höhe von T€ 13.478 wird durch das Eigenkapital (T€ 5.576) und das mittelfristige Fremdkapital (T€ 13.308) finanziert. Die liquiden Mittel von insgesamt T€ 11.119 (Vj.: T€ 7.333) entfallen mit T€ 11.107 (Vj.: T€ 7.303) vor allem auf Bankguthaben.
Unter dem mittelfristigen Fremdkapital werden in Abhängigkeit von den vereinbarten Fälligkeitsterminen die finanziellen Mittel aus dem Darlehensvertrag mit einem Kreditinstitut sowie die Rückzahlungsverpflichtungen gegenüber Gesellschaftern und Dritte aus gewährten Darlehen ausgewiesen. Der Rückgang des mittelfristigen Fremdkapitals in Höhe von insgesamt T€ 811 betrifft die planmäßige Tilgung von Bankdarlehen. Die Zunahme des kurzfristigen Fremdkapitals um T€ 2.139 ist von unterschiedlichen Entwicklungen geprägt. Zum einen wirkte vor allem die Tilgung von Zinsverbindlichkeiten aus Gesellschafterdarlehen in Höhe von 1,4 Mio. € reduzierend und zum anderen wirkte vor allem der Anstieg der Rückstellungen um insgesamt 3,2 Mio. € erhöhend auf das kurzfristige Fremdkapital. Der Anstieg der Rückstellungen ist vor allem mit höheren Rückstellungen für Steuern, Tantiemen und Provisionen sowie Rückstellungen für Resturlaub als im Vorjahr zu begründen. Die Eigenkapitalquote beträgt 15,1% (Vj.: 9,2%). Cashflow im Konzern:
Auf die Verbesserung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit in 2021 wirkte sich vor allem das verbesserte Konzernergebnis (+2,5 Mio. €), der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+1,8 Mio. €) und eine parallele Verringerung der sonstigen Vermögensgegenstände (0,7 Mio. €) sowie der noch nicht zahlungswirksame Ertragssteueraufwand des Geschäftsjahres 2021 aus. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit (T€ -956; Vj.: T€ 101) ist vor allem durch den Erwerb der Anteile an den LOCUM Gesellschaften geprägt. Im Vorjahr waren Einzahlungen aus der Veräußerung des Anteils an der FKC Consult GmbH ein wesentlicher Sondereffekt. Im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist vor allem durch die Darlehens Tilgung und Zahlung von Zinsen, auch für Vorjahre, geprägt. Zum Ende des Geschäftsjahres beträgt der Finanzmittelbestand 11,1 Mio. € (Vj.: 7,3 Mio. €). Die Zahlungsfähigkeit wird durch ein gruppenweites Cash-Pooling sowie frei verfügbare Kontokorrentlinien von 3,1 Mio. € sichergestellt. 2. Ertragslage Die Ertragslage des Geschäftsjahres 2021 stellt sich nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten untergliedert wie folgt dar:
Die Gruppe verfügt über sechs etablierte strategische Geschäftsbereiche (SGB), die einer Fokussierung auf Marktsegmente gleichkommt. Diese sind Care People (CP), Industrie, Handwerk, Office, Bildung und Soziales (BuS) sowie Ärzte. Die Aufgliederung der Konzern-Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen kann dem Konzernanhang entnommen werden. In 2021 konnte sich die Wirtschaft in Teilen von der Pandemie erholen und pluss stellte sich erfolgreich allen Herausforderungen; umsatzseitig konnte pluss um 25,9% wachsen. In dieser Entwicklung enthalten ist der Effekt aus der Akquisition der LOCUM-Gruppe, deren Umsätze und Ergebnis seit dem 1. Juni 2021 (Zeitpunkt der Erstkonsolidierung) und damit zeitanteilig für 2021 eingeflossen sind. Der Umsatzanteil der LOCUM-Gruppe gemessen am Gesamtumsatz beträgt 1,8%. Umsatzsteigerungen konnten in den Geschäftsbereichen Care People, Bildung & Soziales, Ärzte und Industrie, Office sowie Handwerk realisiert werden. Der Anstieg der Umsätze spiegelt sich auch in den Personalaufwendungen wider, welche um 21,9% zunahmen. Die Personalaufwendungen von 113 Mio. € (Vj: 92,7 Mio. €) entfallen im Geschäftsjahr 2021 auf durchschnittlich 3.297 (Vj.: 2.887) Mitarbeiter inkl. Geschäftsführung. Aufgrund der Umstellung des Abrechnungssystems der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft gesetzliche Unfallversicherung bundesunmittelbare Körperschaft des öffentlichen Rechts (VBG), Hamburg, von einer nachschüssigen zu einer vorschüssigen Beitragserhebung ist für das Geschäftsjahr 2021 der VBG-Beitrag (Vj.: 0,9 Mio. €) entfallen. Dieser Sachverhalt wirkte sich im Geschäftsjahr kostensenkend in den Personalaufwendungen aus. Die Personalkostenquote beträgt 86,3% (Vj.: 89,1%). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 14.177 enthalten Betriebsaufwendungen (T€ 10.771; Vj.: T€ 9.099). Werbe- und Vertriebsaufwendungen (T€ 2.254; Vj.: T€ 1.677), Verwaltungsaufwendungen (T€ 905; Vj.: T€ 794) und übrige Aufwendungen (T€ 247; Vj.: T€ 202). Unter den Betriebsaufwendungen werden vor allem Mieten, Kfz-Kosten und einsatzbezogenen Kosten für die Zeitarbeitnehmer erfasst. Kostensteigerungen sind im Zusammenhang mit dem Wachstum der pluss-Gruppe zu sehen. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen im Wirtschaftsjahr 2021 knapp unter dem Vorjahreswert. Vor allem sind hier Erträge aus der Erstattung von Sozialversicherungsabgaben und Erträge aus der KfZ-Gestellung an Arbeitnehmer (Sachbezüge) enthalten. Aufgrund der zuvor erläuterten wesentlichen Veränderungen der Umsatzerlöse, der Personalaufwendungen und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie des Einmaleffektes der VBG (Vj: 0,9 Mio €) wurde ein EBITDA von T€ 8.242 (Vj.: T€ 4.200) erzielt. Gemessen an den Umsatzerlösen wären das ca. 6,3% (Vj.: 4,0%). Die Abschreibungen sind im Wesentlichen durch die Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert geprägt. Diese betragen 2,2 Mio. € nach 2,1 Mio. € im Vorjahr. Die Steuern von Einkommen und Ertrag erhöhten sich infolge des verbesserten Ergebnisses vor Ertragssteuern um T€ 1.244 auf T€ 2.204. Insgesamt ergibt sich erstmals ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von T€ 2.541 (Vj.: T€ 13). D. Hinweise auf wesentliche Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung (Chancen- und Risikobericht) 1. Risiken aus der Erfüllung gesetzlicher Auflagen Die Durchführung gewerbsmäßiger Arbeitnehmerüberlassung setzt nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) das Vorhandensein einer Erlaubnis der Bundesagentur für Arbeit voraus. Voraussetzung für deren Erteilung ist die uneingeschränkte Zuverlässigkeit des Erlaubnisinhabers im Sinne des AÜG. Regelmäßig, d.h. in den ersten Jahren nach Erteilung jährlich und nach Entfristung im regelmäßig fünfjährigen Rhythmus (Regelprüfung), oder unregelmäßig bei anlassbezogenen Prüfungen (Anlassprüfungen) findet eine Überprüfung der Zuverlässigkeit durch die Agentur für Arbeit statt. Das Bestehen dieser Prüfung ist daher existenziell und wichtig für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs. Alle Arbeitnehmerüberlassung betreibende Gesellschaften der pluss-Unternehmensgruppe verfügen über eine unbefristete Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung. Für die künftigen operativen Gesellschaften Docwise GmbH und LOCUMPLUSS GmbH wurde Anfang 2022 die Erlaubnis beantragt, pluss verfügt bezüglich der Einhaltung der Zuverlässigkeitsvoraussetzungen nach dem AÜG über standardisierte Prozesse und ein strukturiertes Revisionswesen durch die Abteilungen Recht und Qualitätssicherung. Die Corona Pandemie hatte die Änderung bestehender Gesetze sowie die Einführung bzw. Änderungen einer Vielzahl von Infektionsschutz-Verordnungen und diverser Allgemeinverfügungen zur Folge. Die von der pluss Rechtsabteilung vor Pandemiebeginn entwickelten und von der Geschäftsleitung freigegebenen Corona-Maßnahmenpläne, das Ablaufverfahren zur Gewährung und Erstattung von Verdienstausfallentschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) sowie die Prozesse zur Beantragung und Durchführung von Kurzarbeit wurden laufend aktualisiert, geschult und umgesetzt. Nachgelagerte interne Sonderrevisionen gewährleisten eine rechtssichere und optimierte Umsetzung. Die Bundesagentur für Arbeit hat erste Überprüfungen der Leistungsvoraussetzungen auf Kurzarbeitergeld gegenüber den pluss-Niederlassungen mit Leistungsbezug angeordnet, die Niederlassung haben die angeforderte Dokumentation geliefert. Von diesen Überprüfungen wurde eine bereits abgeschlossen, dies ohne Beanstandung. Auf dieser Basis werden die möglichen korrespondierenden Risiken als gering eingeschätzt. 2. Risiken aus Veränderungen im rechtlichen Umfeld Das Geschäftsfeld der Arbeitnehmerüberlassung wird durch diverse europäische und regionale Rechtsvorschriften allgemeiner und spezieller Natur geregelt. Mit wachsender Komplexität dieser Rechtsvorschriften verstärkt sich der Grad des erforderlichen Monitorings, um Risiken aus Veränderungen zügig zu antizipieren und einhalten zu können. pluss verfügt mit ihrer Rechtsabteilung über eine Einheit, die diese Aufgabe prozessual überwacht und die Geschäftsführung bei Veränderungen grundsätzlich berät. Verbunden mit der intensiven Anbindung an die Arbeitgeberverbände iGZ und BAP, die über alle rechtlichen Veränderungen informieren, kann grundsätzlich eine zeitgerechte Reaktion gewährleistet werden. Sowohl Risken als auch Chancen werden in Bezug auf die Däubler-Kampagne gesehen. Dieses Verfahren erreichte Ende 2020 über eine Vorlagefrage des BAG den EuGH. Es wird zu klären sein, ob der nationale Gesetzgeber im AÜG den "Gesamtschutz von Zeitarbeitnehmern" aus Art. 5 Abs. 4 der Richtlinie 2008/104/EG ausreichend berücksichtigt hat und ob die Tarifverträge der Zeitarbeit diesem Gesamtschutz ausreichend Rechnung tragen. Für pluss können sich hieraus eventuell Ansprüche auf Equal Pay ergeben. Die Auswirkungen für pluss sind jedoch eher gering, da ein Großteil der Zeitarbeitnehmer auf Equal Pay Basis bezahlt wird. Mit einer Entscheidung wird 2022 zu rechnen sein. Der Ausgang des Verfahrens ist aktuell nicht einzuschätzen. 3. Risiken aus Pandemien Abhängig vom weiteren Verlauf des Impf- und Infektionsgeschehens, der Entwicklung zu gesetzlichen Vorgaben sowie der Umgang mit Impfungen, insbesondere im Bereich der Pflege, könnte auch in 2022 die Corona-Pandemie oder andere zukünftige Pandemien die geschäftliche Entwicklung der pluss-Gruppe negativ beeinflussen. Bereits implementierte und in den letzten Jahren erprobte Maßnahmen wirken diesem Risiko entgegen. In diesem Zusammenhang ist herauszustellen, dass der Zugang zum Kurzarbeitergeldbezug für Zeitarbeitsbetriebe über den 30. Juni 2022 12 hinaus derzeit gesetzlich ausgeschlossen ist. Im Falle von neuen pandemiebedingten nicht vermeidbaren Arbeitsausfällen können diese insoweit nicht durch Kurzarbeit abgefangen werden. pluss diskutierte bereits vor der Corona-Pandemie Arbeitsschutz, Arbeitssicherheit und Datenschutz im in der alternierenden Telearbeit. Die Telearbeit wurde im Zuge der Pandemie erfolgreich ausgebaut und umgesetzt, so konnten auf der einen Seite die Arbeitsabläufe in der Verwaltung erfolgreich aufrechterhalten werden und auf der anderen Seite der Wunsch der internen Mitarbeiter auf eine verstärkte Work-Life-Balance Rechnung getragen werden. 4. Risiken und Chancen aus demografischer Entwicklung Die Gewinnung und die Überlassung bzw. Vermittlung von Erwerbspersonenpotential stellt die Grundlage der Geschäftstätigkeit von pluss dar. Aufgrund dessen ist die Verfügbarkeit dieser Gruppe essenziell für den Geschäftserfolg. Mit Blick auf die Beschäftigungssituation in Deutschland, die bis zum Ausbruch der Corona Pandemie Anfang 2020 durch sinkende Arbeitslosenzahlen und eine stete Erhöhung des Erwerbspersonenalters bei gleichzeitig reduzierter Grundgesamtheit der Erwerbsbevölkerungspopulation charakterisiert war, zeigte sich durch die Pandemie eine Trendwende. Die Pandemie führte ab April 2020 zu einem deutlichen Anstieg der Anzahl der Arbeitslosen in Deutschland, mit einem leichten Rückgang 2021, Tendenz 2022 weiter sinkend. 13 Aus dieser Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ergeben sich für pluss sowohl Chancen als auch Risiken. Die Chancen zeigen sich erfahrungsgemäß in Phasen von wirtschaftlicher Unsicherheit und geringem Vertrauen der Unternehmen in die Entwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen. Die Unternehmen greifen in diesen Phasen teilweise eher auf das flexible Instrument der Zeitarbeit zurück als Mitarbeiter fest einzustellen. Zudem stellt Zeitarbeit eine Beschäftigungsperspektive für Arbeitslose oder in unsicheren Zeiten von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeiternehmer dar. Festzustellen ist, dass die Beschäftigung in der Zeitarbeit nach dem ersten Lockdown seit Herbst 2020 wieder deutlich zunahm. 14 Weitere Shutdowns würden hingegen die Nachfrage nach Zeitarbeitsnehmern eindämmen oder konstant halten. Der Personal- und Fachkräftemangel ist ein weiterer Aspekt im Rahmen der demografischen Entwicklung. Hieraus ergeben sich Chancen, die sich in einer zunehmenden Nachfrage nach Personalvermittlungsleistungen durch die Unternehmen der Zeitarbeitsbranche zeigt. Dies vor allem auch aufgrund der zunehmenden Komplexität der Rekrutierung, die von den Unternehmen oft nicht mehr mit internen Ressourcen zu bewältigen sind. 5. Risiken und Chancen aus politischen Unsicherheiten Zeitarbeit ist eine Branche, die im besonderen Maße im Fokus von gesellschaftlicher und damit politischer Kontroverse steht. Damit verbunden sind Phasen der Regulierung und Deregulierung durch politische Initiative. Dies ist historisch in der Entwicklung der Zeitarbeit ablesbar und wird voraussichtlich auch in Zukunft so sein. Nichtsdestotrotz ist politische Stabilität durch gemäßigte Regierungen der Mitte, in Deutschland wie auch Europa, risikominimierend für die Branche Zeitarbeit. In diesem Kontext kann als Risiko bewertet werden, dass ein Trend zu politischem Radikalismus, gleich ob links oder rechts, in Ansätzen erkennbar ist. Hierzu gibt es kaum eine unternehmerische Bewältigungsstrategie außer der Erhöhung der adaptiven Effizienz, um die Schäden durch politische Schocks zu minimieren.
12 Vgl. https:// Bundesagentur für Arbeit,
Presseinfo Nr. 14, 29.03.2022
SPR-2022-14-Kurzarbeitergeld-bis-30-06-2022-verlaengert -
Bundesagentur für Arbeit (arbeitsagentur.de)
Der am 24. Februar 2022 begonnene Krieg in der Ukraine hat einen Flüchtlingsstrom ausgelöst, der sich über die europäischen Länder verteilt. In Deutschland können aufgrund des EU-Beschlusses zur Aufnahme von Vertriebenen nach Artikel 5 Abs. 1 der Richtlinie 2001/55/EG des Rates vom 20. Juli 2001 bestimmten Personengruppen nach § 24 AufenthG einen vorübergehenden Schutz erhalten und eine Aufenthaltserlaubnis beantragen. Nach Einschätzung von pluss kann den Personen, die über eine solche Aufenthaltserlaubnis verfügen, durch die Ausländerbehörde eine Beschäftigung gestattet werden. 15 Sofern die Erlaubnis zum Arbeiten vorliegt, könnten die ukrainischen Geflüchteten auch als Leiharbeitnehmer oder Leiharbeitnehmerin beschäftigt werden. Die Möglichkeit der Beschäftigung von Flüchtlingen als Leiharbeitnehmer oder Leiharbeitnehmerin stellt für pluss eine Chance dar. Des Weiteren ergeben sich im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine höhere Energiekosten, vor allem im Bereich von Kraftstoffen und Elektrizität. Aufgrund von Einsatzwechseltätigkeiten bei unseren Zeitarbeitnehmern könnten die höheren Energiekosten daher eine Auswirkung auf die Kraftstoffaufwendungen und damit auf die Ertragslage der pluss haben, sofern die Zunahme der Kosten nicht vollständig kompensiert werden kann. 6. Risiken und Chancen aus der Digitalisierung Instrumente und Prozesse auf Personalgewinnungsseite folgen zunehmend einer digitalen Marktlogik, sodass in diesem Feld wahrscheinlich höhere Investitionen erforderlich sein werden oder es könnten bisher unbekannte Marktprotagonisten in den Kernmarkt von Zeitarbeitsunternehmen eindringen. Gerade im Feld Digitalisierung können jedoch alle Risiken in Chancen übersetzt werden. Bei Beherrschung des Problemfeldes können durch agiles und konsequentes Handeln Risiken in Wettbewerbsvorteile übersetzt werden, pluss hat daher institutionell und personell Ressourcen geschaffen, die diese Themen permanent überprüfen und sowohl Geschäftsprozesse als auch Geschäftsmodelle fortentwickeln. 7. Risiken aus der Finanzierung Finanzielle Risiken des Konzerns können sich aus dem im Rumpfgeschäftsjahr 2018 abgeschlossenen Darlehensvertrag ergeben. Dieser sieht neben der pünktlichen Leistung der vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen und der Gestellung ausreichender Sicherheiten im Wesentlichen folgende allgemeine Verpflichtungen vor:
Im Falle des Verstoßes gegen die genannten Vertragsbedingungen hat die darlehensgebende Bank verschiedene Rechte. Diese kann sich in einer Anhebung der Marge mit Auswirkungen auf die Ertragslage ausdrücken. Außerdem wäre die Bank bei Nichteinhaltung der allgemeinen Verpflichtungen und nicht erfolgter zeitnaher Heilung von Verstößen berechtigt, die gewährten Darlehen unter dem Darlehensvertrag außerordentlich zu kündigen und fällig zu stellen. Über eine entsprechende Cashflow-Planung, die konsequente zentrale Überwachung der täglichen Liquidität, der Verschuldung und der Einhaltung der Kreditbedingungen wird diesem Risiko entgegengetreten. Ausgehend von der derzeitigen Liquidität, der bisherigen und geplanten Geschäftsentwicklung ist auch zukünftig mit einer Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen zu rechnen. 8. Risiken aus Preisentwicklungen Ein weiteres Risiko für die künftige Entwicklung der pluss besteht durch die anhaltende Inflation. Die lange Phase der niedrigen Zinsen brachte in den letzten Jahren kaum spürbare Inflationsraten mit sich, dies hat sich ab Mitte 2021 geändert. Seit Ende 2021 ist die Inflation kontinuierlich gestiegen und liegt im April 2022 bei 7,4 %. 16 Hieraus könnten sich Kostensteigerungen ergeben, die nicht vollständig weiterbelastet werden könnten. Basierend auf der ansteigenden Inflation in Deutschland und Europa, können sich Auswirkungen auf die Personalgewinnung sowie ein Risiko von steigenden Personalkosten ergeben, die nicht vollständig weiterbelastet werden könnten. Die Entwicklung aus diesem Risiko bleibt abzuwarten und wir beobachten die Entwicklung laufend.
15 Val.
https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/faqs/DE/themen/ministerium/ukraine-krieg/faq-liste-ukraine-krieg.html
9. Forderungsausfallrisiken Das Ausfallrisiko in Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch das bestehende Forderungsmanagement reduziert. Dies schließt eine Bonitätsprüfung, ein zeitnahes Mahnverfahren sowie eine periodische Überprüfung der Werthaltigkeit von Forderungen auf Grundlage der Altersstruktur ein. Darüber hinaus besteht eine Versicherung für Forderungsausfälle. Aufgrund dieser präventiven Maßnahmen und unserer überwiegend solventer Kundenstruktur schätzen wir grundsätzlich das Ausfallrisiko als gering an. Bis dato haben die pluss Gesellschaften keine nennenswerten erhöhten Forderungsausfälle zu verzeichnen. 10. Gesamtbeurteilung der Risiken und Chancen Grundsätzlich bestehen aus Sicht der Geschäftsführung nach derzeitigem Kenntnisstand und auf Basis der aktuellen Einschätzungen keine Risiken, die den Fortbestand der pluss gefährden könnten. Durch die massiven Einschränkungen während der Corona-Pandemie und den fundamentalen Wirkungen auf unsere Märkte stehen zurzeit die Bewältigung dieser und die proaktive Aufstellung des Unternehmens in eine nachhaltige Wettbewerbsposition im weiterhin Fokus der strategischen Arbeit des Managements und erfordern viel Flexibilität und ein konsequentes Monitoring. Des Weiteren werden die Folgen des Krieges in der Ukraine und die wirtschaftlichen Auswirkungen auf unsere Märkte in die Analysen des Managements einbezogen. Auf Basis der bisher erarbeiteten Wettbewerbsposition und unternehmerischen Ausrichtung sind wir allerdings davon überzeugt, aus unserem unternehmerischen Handeln resultierende Chancen realisieren zu können und den Herausforderungen, die sich aus den dargestellten Risiken ergeben, erfolgreich begegnen zu können. E. Aufbauorganisation Zum 31.12.2021 bestanden neben dem Hauptsitz (Frankenstraße 7, 20097 Hamburg) folgende Niederlassungen (NL):
F. Prognosebericht 1. Konjunkturelle Aussichten Die globale sowie die europäische Wirtschaft begann sich zu Beginn des Wirtschaftsjahres von der Corona-Pandemie zu erholen. Die Wirtschaftsleistung im Euroraum hat zuletzt erstmals ihr Vor-Corona-Niveau erreicht, die Frühjahrsindikatoren standen auf Zuversicht bei Unternehmern und Verbrauchern. Diese Entwicklung wurde durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine Ende Februar 2022 gebremst und führt seitdem erneut zu Unsicherheit bei Verbrauchern und in den Märkten. Gemäß Meldung des statistischen Bundesamtes vom 29. April 2022 erholte sich die deutsche Wirtschaft im 1. Quartal 2022 gegenüber dem 4. Quartal 2021; das bereinigte Bruttoinlandsprodukt stieg im Vergleich zum Vorquartal um 0,2 Prozent, gegenüber dem Vorjahresquartal sogar um 3,7 Prozent. Diese Entwicklung ist vor allem auf höhere Investitionen zurückzuführen. 17 Dieses Wachstum wird seit Ende Februar 2022 als Folge des Ukraine-Kriegs gebremst. Hinzu kommen rasant steigende Preise in Deutschland und den Ländern des Euroraums. Der Konflikt hat die Energiekosten weiter nach oben getrieben und Lieferkettenprobleme weiter verschärft. Für das Jahr 2022 wird der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts It. Prognose aus Mitte Mai 2022 auf 1,6 Prozent in Deutschland und 2,7 Prozent im Euroraum prognostiziert. 18 Der Arbeitsmarkt zeigt Anfang 2022 eine niedrige Arbeitslosigkeit und eine bislang geringe Lohndynamik. Die Anzahl der Erwerbstätigen mit Wohnsitz in Deutschland lag Ende März 2022 bei 45,33 Millionen, nach 45,11 Millionen im Dezember 2021. 19 Auch in 2022 wird das Angebot von Kurzarbeit in Deutschland weiter in Anspruch genommen, vor allem ist hier das Gastgewerbe betroffen. 20 Auch für den Bereich der Zeitarbeit besteht weiter die Möglichkeit Kurzarbeit in Anspruch zu nehmen, zuletzt wurde diese Möglichkeit jedoch bis zum 30. Juni 2022 verlängert. 21 Der Dienstleistungssektor, dem der Bereich der Personaldienstleistung zugerechnet wird, zeigt Anfang 2022 steigende Umsätze, im Februar 2022 lag der Umsatz 13,9 Prozent (preisbereinigt) höher als im Vorjahresmonat. 22 Seit Mitte 2021 zeigt der Geschäftsklimaindex positive Zeichen. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hatte sich gemäß ifo Geschäftsklimaindex merklich verbessert. Zum Jahresende 2021 lag der Geschäftsklimaindex bei 94,8 Punkten, Ende Februar 2022 wurden 98,7 Punkte erreicht, seit März 2022 spiegeln sich hier die Auswirkungen des Konfliktes zwischen Russland und der Ukraine wider, so dass der Geschäftsklimaindex im April 2022 auf 91,9 Punkte zurück ging. 23 Die Zeitarbeitsbranche hatte einen guten Start in das Jahr 2022, Bedarf und Nachfrage nach Zeitarbeitskräften und Personaldienstleistungen sind ungebrochen und bieten den Unternehmen Flexibilität. Die neue Bundesregierung hat die Arbeitnehmerüberlassung als notwendiges Instrument anerkannt, 24 dennoch ist die Entwicklung der politischen Lage sowie der Stellenwert der Zeitarbeitsbranche weiter zu beobachten. 2. Aussichten für pluss Traditionelle Zielsetzung des Unternehmens ist die Wettbewerbsverdrängung im gesättigten Bereich der Arbeitnehmerüberlassung. Seit Beginn der Pandemie im Jahr 2020 hatte die Sicherung des Unternehmens in dem überaus schwierigen Marktumfeld Priorität. Aus diesem Grund werden die Schritte der organischen und anorganischen Expansion sowie Projekte der pluss-Gruppe intensiv bewertet bevor diese in die Umsetzung gehen. Die Sicherstellung einer hohen Effizienz, einer adäquaten Umsatzrendite sowie zentrale als auch dezentrale Projekte, die das Wachstum unterstützen stehen im Fokus.
17 Vgl. https:// Bruttoinlandsprodukt im 1.
Quartal 2022 um 0,2 % höher als im Vorquartal -
Statistisches Bundesamt (destatis.de)
Wir erwarten, dass sich die Zeitarbeitsbranche im Jahr 2022 aufgrund der globalen Wirtschaftserholung und der Erholung der deutschen Wirtschaft wieder stabilisieren und zukünftig wachsen wird. Die jahrelange Spezialisierung auf bestimmte Marktsegmente, wie beispielsweise Medizin und Pflege und Bildungswesen, die Fokussierung auf qualifizierte Fachkräfte sowie die starke Prozesssteuerung der Wertschöpfung verschafft pluss in den regionalen Märkten Wettbewerbsvorteile. Diese werden durch die neuen Angebote im Bereich Zeitarbeit für Ärzte über die Marken Docwise und LOCUM verstärkt. Aufgrund der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen infolge der Corona-Pandemie mit einhergehenden Verschärfungen der Situation vor allem in den Bereichen Medizin und Pflege sowie der Auswirkungen des Konfliktes in der Ukraine besteht weiterhin das Risiko von unplanbaren Umsatzeinbrüchen bzw. ein Risiko ansteigender Kosten, welche die Prognosesicherheit beeinträchtigen. pluss hatte trotz der pandemiebedingten Herausforderungen einen sehr guten Start in das Geschäftsjahr 2022 und verzeichnete gute Ergebnisse in den ersten vier Monaten. Neue Niederlassungen wurden in Schwerin, Hannover und Dresden eröffnet, weitere Expansionen stehen für die nächsten Monate an. Weiterhin ist die pluss-Gruppe durch zwei Neuakquisitionen Anfang 2022 gewachsen, so dass die Marktpräsenz in Hamburg und Arnstadt erweitert wurde. Die pluss-Gruppe plant für das Geschäftsjahr 2022 weiterhin organisch als auch anorganisch zu wachsen und nutzt hier Wachstumspotentiale des Marktes durch Ausbau des spezialisierten Angebotes. Auf dieser Basis wird ein Gesamtjahresumsatz von 152 - 157 Mio. € bei einer EBITDA-Marge von mehr als 4,5 % angestrebt Darin berücksichtigt wurden die Effekte aus dem Kauf der LOCUM-Gruppe Ende Mai 2021 und aus dem Kauf der Personalservice-Westermann GmbH, Hamburg, sowie der Olympia Personalleasing GmbH, Arnstadt, im ersten Quartal 2022. Es wird diesbezüglich auf den Nachtragsbericht im Konzernanhang verwiesen.
Hamburg, den 3. Juni 2022 pluss TopCo GmbH gez. Wolfgang Ungerathen gez. Christian Baumann Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der pluss TopCo GmbH, Hamburg, zum 31. Dezember 2021 wurden in der Gesellschafterversammlung am 7. Juli 2022 gebilligt. |
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Beteiligungsgesellschaften
Einzelhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und Körperpflegemitteln
Wagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von Solarwärmekollektoren
Public-Relations-Beratung
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Beteiligungsgesellschaften
Großhandel mit Photovoltaikmodulen
Beteiligungsgesellschaften
Energetische Verwertung von Abfällen
Beteiligungsgesellschaften
Elektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern ohne Verteilung
Speditionen
Unternehmensberatung
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Veredlung von Holzwaren
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Waren ohne ausgeprägten Schwerpunkt
Großhandel mit Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen
Großhandel mit Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Herstellung von Prüfmaschinen
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Tätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklern
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Tätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklern
Beteiligungsgesellschaften
Bau von Gebäuden (ohne Fertigteilbau)
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Betrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich Omnibusbahnhöfen
Großhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Großhandel mit Getränken
Großhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und Körperpflegemitteln
Großhandel mit Tabakwaren
Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von Türen und Fenstern aus Holz
Wagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Beteiligungsgesellschaften
Anbringen von Stuckaturen, Gipserei und Verputzerei
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Beteiligungsgesellschaften
Sonstige Vermittlungstätigkeiten für den Einzelhandel ohne ausgeprägten Schwerpunkt
Großhandel mit Kaffee, Tee, Kakao und Gewürzen
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-Metallhalbzeug
Vermittlung von Arbeitskräften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Allgemeine Gebäudereinigung
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Beteiligungsgesellschaften
Sonstige Überlassung von Arbeitskräften
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf
Kokerei
Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-Metallhalbzeug
Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-Metallhalbzeug
Einzelhandel mit Wohnmöbeln
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Großhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Herstellung von Gipserzeugnissen für den Bau
Großhandel mit Anstrichmitteln
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen