Lindner Reinraumtechnik GmbHLiquidiert
94424 Arnstorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Franz Starzer seit 20.1.2009 | Geschäftsführer |
Martin Bernhardt seit 20.1.2009 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lindner Reinraumtechnik GmbHArnstorf (vormals: Fellbach)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008Lagebericht für das Geschäftsjahr 2008der Lindner Reinraumtechnik GmbH1. Geschäftsverlauf und RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche EntwicklungMit einer Steigerungsrate von rund 3 % gegenüber 5 % im Vorjahr ist die Weltwirtschaft in 2008 deutlich langsamer gewachsen. Die sich im ersten Halbjahr 2008 aus den USA auf die anderen Märkte ausbreitende Finanzkrise hat im zweiten Halbjahr 2008 auch die realwirtschaftliche Entwicklung weltweit negativ beeinflusst. Die Talfahrt setzte sich zum Jahresende hin fort, eine Vorhersage über das Ausmaß der Auswirkungen auf die einzelnen Volkswirtschaften ist nur schwer zu treffen. Auch die wirtschaftliche Entwicklung in der Euro-Zone kühlte im Verlauf des Jahres 2008 deutlich ab. Nach Wachstumsraten von 2,9 % im Vorjahr konnte aufgrund der hohen Verunsicherung von Konsumenten und Investoren, der bis zur Jahresmitte stark ansteigenden Rohstoffpreise und Inflationsraten und der schon vorher bestehenden Kreditkrise ein Zurückfallen auf 1 % nicht verhindert werden. Der Abschwung griff im zweiten Halbjahr 2008 auch auf die bis dahin stabile deutsche Wirtschaft über. Die hohe Exportorientierung in Verbindung mit dem Wegbrechen wichtiger Absatzmärkte ließ die Wachstumsrate in Deutschland von 2,5 % im Vorjahr auf 1,3 % im Jahr 2008 abgleiten. Der Arbeitsmarkt als konjunktureller Spätindikator zeigte sich in Deutschland noch relativ stabil, die Zahl der Beschäftigten nahm gegenüber dem Vorjahr nochmals zu. Baubranche in 2008 noch gut behauptetDie deutsche Bauwirtschaft hat sich bislang gegen Kapitalmarktkrise und gesamtwirtschaftliche Rezession gut behaupten können, spürt jedoch die gesamtwirtschaftliche Rezession seit Oktober 2008. Die baugewerblichen Umsätze sind nach Angaben des Hauptverbandes der deutschen Bauindustrie in 2008 um nominal 6,1 % gestiegen. Triebfeder des Bauaufschwungs war wieder der Wirtschaftsbau, der mit einem Umsatzplus von nominal 10,7% gegenüber dem Vorjahr die Erwartungen bei Weitem übertroffen hat. Als zweite Stütze hat sich daneben der Öffentliche Bau etabliert, der das Jahr 2008 trotz des negativen vierten Quartals mit einem deutlichen Umsatzplus abschließen konnte. Dagegen hat der seit Jahren kriselnde Wohnungsbau den Anschluss an die beiden anderen Bausparten noch immer nicht herstellen können. UnternehmensentwicklungStabiler Geschäftsverlauf im Berichtsjahr 2008Die Akquisition einiger Grossaufträge und die damit verbundenen Umsätze trugen im Geschäftsjahr 2008 wesentlich dazu bei, den Rückgang der Verkaufszahlen bei Aludoppelböden zu kompensieren. Der Verkauf von Aludoppelböden hat sich weiterhin schlecht entwickelt und auf dem niedrigen Niveau des Geschäftsjahres 2007 nivelliert. Das Vermeiden möglicher Verlustbaustellen durch intensive Risikoanalysen im Vorfeld brachte in 2008 positive Effekte. Auch die Qualifikation des Personals zur Abwicklung großer Reinraumprojekte hat sich in 2008 deutlich verbessert. Damit hat die Berichtsgesellschaft die Basis geschaffen, effizient und kostenbewusst auch größte Projekte in ihre Bücher zu nehmen und erfolgreich abzuschließen. Die Internationalisierung schritt im Geschäftsjahr 2008 weiter voran. Speziell in der Schweiz, in Skandinavien und Indien konnten einige anspruchsvolle Aufträge von Stammkunden aus dem Chemie- und Pharmabereich abgewickelt werden. Der Produktname Lindner Reinraumtechnik hat sich zwischenzeitlich am Markt etabliert. Gerade im Komplettbau von Reinräumen erlebte die Gesellschaft in 2008 einen deutlichen Schub nach vorne. Der Wettbewerb ist stark und die Ausweitung der Marketingaktivitäten bleibt vorrangiges Ziel um die Marktanteile weiter auszubauen. Entwicklung der AuftragssituationAuftragseingänge über Vorjahr, Auftragsbestand auf stabilem NiveauIm Berichtszeitraum wurden insgesamt Aufträge im Umfang von 25,7 Mio. EUR in die Bücher genommen, der Planwert von 30,0 Mio. EUR wurde aber nicht erreicht. Der Vorjahreswert von 23,6 Mio. EUR wurde um 2,1 Mio. EUR bzw. 8,9 % überschritten. Der Auftragsbestand zum 31.12.2008 lag mit 11,0 Mio. EUR um 1,0 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 12,0 Mio. EUR. Die Auftragsreichweite beträgt knapp 6 Monate. MitarbeiterMitarbeiterzahl konstantDie Anzahl der bei der Lindner Reinraumtechnik GmbH beschäftigten Mitarbeiter zeigte sich zum Bilanzstichtag 31.12.2008 mit 86 Mitarbeitern nahezu unverändert zum Vorjahr (87 Mitarbeiter). 2. ErtragslageOperatives Ergebnis und Betriebsleistung deutlich über VorjahrDie Umsatzerlöse der Lindner Reinraumtechnik GmbH zeigen sich mit 26,7 Mio. EUR (Vj. 26,6 Mio. EUR) auf Vorjahresniveau. Der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen hat im Berichtszeitraum deutlich um 2,0 Mio. EUR zugenommen. (Vorjahr: Bestandsabbau 2,6 Mio. EUR). Die Gründe für die stark abweichenden Bestände liegen im klassischen Projektgeschäft. Die Fertigstellung ist nicht exakt planbar. Die Betriebsleistung in Höhe von 28,7 Mio. EUR (Vorjahr: 24,0 Mio. EUR) ist aufgrund der Abwicklung einiger Großprojekte im Berichtsjahr um 4,7 Mio. EUR bzw. 19,6 % angestiegen. Der Materialaufwand stieg von 16,9 Mio. EUR um 2,2 Mio. EUR bzw. 13,0 % auf 19,1 Mio. EUR. Der Anstieg resultiert überwiegend aus der deutlichen Zunahme der Beschäftigung von Montagepartnern (Fremdleistungen) zur Auftragsabwicklung personalintensiver Bauvorhaben. Die verbesserte Projektabwicklung wirkte sich auch auf die bezahlten Prämien im Geschäftsjahr 2008 aus. So ist trotz der fast identischen Mitarbeiterzahl zum Vorjahr die Erhöhung des Personalaufwands von 4,1 Mio. EUR auf 4,3 Mio. EUR zu erklären. Aufgrund der sehr guten Liquiditätssituation konnte das Finanzierungsergebnis von 128 TEUR im Vorjahr auf 206 TEUR im Geschäftsjahr 2008 verbessert werden. Das Betriebsergebnis vor Steuern (EBT) wurde im Vorjahr maßgeblich positiv beeinflusst durch die Auflösung einer Rückstellung in Höhe von 0,9 Mio. EUR. Die Gesellschaft konnte trotz des Wegfalls dieses Sondereffekts und trotz außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von 423 TEUR im Bereich Doppelbodenproduktion im Geschäftsjahr 2008 das operative Ergebnis vor Steuern von 0,8 Mio. EUR im Vorjahr um 0,2 Mio. EUR bzw. 25,0 % auf 1,0 Mio. EUR im Berichtsjahr steigern. Der Jahresüberschuss beläuft sich ebenfalls auf 1,0 Mio.EUR, da Ertragsteuern aufgrund des noch vorhandenen Verlustvortrags nicht anfallen. Er liegt um 0,2 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. 3. FinanzlageLiquidität deutlich verbessertDie liquiden Mittel der Gesellschaft belaufen sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2008 auf 325 TEUR (Vorjahr: 273 TEUR). Die Gesellschaft ist dem Cash-Pooling der Lindner-Gruppe angeschlossen. In diesem Zusammenhang beträgt die Forderung aus Cash-Pooling gegen die Lindner AG 9,3 Mio. EUR (Vorjahr: 3,3 Mio. EUR). Die Gesellschaft hat keine Bankschulden. Die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebes konnte komplett aus Eigenmitteln bestritten werden. 4. VermögenslageVor allem der starke Anstieg der Liquidität im Geschäftsjahr 2008, die sich großteils in Cashpooling Forderungen gegen die Lindner AG widerspiegelt, bewirkte die Erhöhung der Bilanzsumme von 6,3 Mio. EUR im Vorjahr um 6,1 Mio. EUR bzw. 96,8 % auf 12,4 Mio. EUR. Die Gesellschaft hat aus eigener Liquidität in 2008 für 0,4 Mio. EUR ein bebautes Grundstück erworben, das im Laufe des Jahres 2009 mit einem Bürogebäude zur Eigennutzung neu bebaut werden soll. Die Sachanlagen haben sich unter Berücksichtigung außerplanmäßiger Abschreibungen im Bereich Maschinen von 0,3 Mio. EUR um 0,15 Mio. EUR erhöht. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind deutlich höher als das Vorratsvermögen. Der nach einem offenen aktivischen Ausgleich verbleibende Restposten in Höhe von 4,4 Mio. EUR (Vj. 1,0 Mio. EUR) wurde auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen. In diesem Betrag sind einige größere Vorauszahlungen enthalten. Eigenkapitalquote positivDas positive Ergebnis in 2008 führte zu einer Verbesserung der Bilanzrelationen. Zum Bilanzstichtag 31.12.2008 weist die Gesellschaft eine Eigenkapitalquote von 10,6 % (Vj. 4,8 %) aus. 5. NachtragsberichtMit Wirkung zum 01. Januar 2009 wurde der Geschäftsbereich Doppelbodenproduktion an die Lindner AG veräußert. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben. 6. RisikoberichtIntegriertes RisikomanagementDie Gesellschaft ist in das Risikosystem der Lindner-Gruppe einbezogen, welches zentral von der Lindner AG gepflegt wird. Das Risikoinventar enthält alle identifizierten Risiken inklusive deren Beschreibung, der Maßnahmen zur Bearbeitung dieser Risikokategorien und der Überwachung der Umsetzung der Maßnahmen. Projekt- und VertragsrisikenProjekt- und Vertragsrisiken der Gesellschaft ergeben sich im Wesentlichen aus dem Baugeschäft der Gesellschaft. Diese Risiken können in der Angebotsphase, in der Vertragsphase sowie in der Ausführungs-/Abrechnungsphase zum Tragen kommen. In diesen Bereichen wird durch entsprechende Handlungsanweisungen und Vorgaben sichergestellt, dass die Risiken von den Beteiligten frühzeitig erkannt, eingeschätzt und abgearbeitet werden. Alle wesentlichen Verträge unterziehen wir vor Abschluss einer sorgfältigen kaufmännischen und juristischen Prüfung. Unser Berichtswesen über die Ergebnisse der einzelnen Baustellen stellt eine zeitnahe und sachgerechte Information der Entscheidungsträger sicher. MarktrisikenDie in 2008 einsetzende weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise wird die internationalen Finanzmärkte und die weltwirtschaftliche Entwicklung negativ beeinflussen. Eine nachhaltige Verschlechterung des Konjunkturklimas würde zu einer Reduktion der Bauinvestitionen führen, was sich unmittelbar auf die Berichtsgesellschaft auswirken würde. Eine Prognose über die exakten Auswirkungen der aktuellen Krisensituation ist aufgrund der vielen Unwägbarkeiten nicht möglich. Die zunehmende Internationalisierung der Gesellschaft, der Einstieg in neue Märkte und die Entwicklung neuer Produkte sollen bestehende Marktrisiken teilweise kompensieren. Neben den Chancen, die sich durch die neuen Märkte ergeben, bestehen jedoch auch Risiken in rechtlicher und wirtschaftlicher Hinsicht, die von der Gesellschaft vorab bewertet werden. Erscheint das Risiko nicht beherrschbar, wird von Projekten in diesen Märkten Abstand genommen. FinanzrisikenFinanzwirtschaftlichen Risiken wird über Liquiditätsberichte, rollierende Finanzplanungen sowie über entsprechende Absicherungsgeschäfte Rechnung getragen. Zur Absicherung bestehender oder geplanter Fremdwährungsgeschäfte setzt die Lindner Reinraumtechnik GmbH verschiedene derivative Finanzinstrumente ein. Vorrangig sind dies Devisentermingeschäfte. Dabei wird weitestgehend projektbezogen gesichert (sog. Mikrohedge). Währungen, die ein hohes Kursrisiko aufweisen, werden grundsätzlich abgesichert; Währungen mit geringen Volatilitäten gegenüber dem Euro nur fallweise. Der Absicherung der Zahlungen für erbrachte Leistungen gegen Insolvenzrisiken des Auftraggebers wird durch klare Vorgaben Rechnung getragen. Es besteht eine Kreditversicherung, über die das Ausfallrisiko von Forderungen aus Bonitätsgründen (Insolvenz) abgesichert ist. Weiterhin besteht die Verpflichtung, Handwerkersicherungsbürgschaften oder Vorauszahlungen einzufordern, wenn die Kreditversicherung den Kunden nicht voll deckt. Eine zeitnahe Abrechnungstätigkeit und ein ausgeprägtes Mahnwesen durch Spezialteams im Haus vervollständigen den Maßnahmenkatalog. PersonalrisikenDie von der Berichtsgesellschaft angebotenen Reinraumlösungen werden immer komplexer und damit auch komplizierter. Die Rekrutierung und Ausbildung von qualifiziertem Personal ist schwierig, steht aber für die Geschäftsleitung weiterhin im Fokus, um eine wettbewerbsfähige Angebots- und Abwicklungssituation zu schaffen. Mit unserer internen Organisation und den im Einsatz befindlichen EDV-Systemen sehen wir uns in der Lage, die wesentlichen Risiken des Unternehmens zu beherrschen. Wir können feststellen, dass gegenwärtig keine den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken erkennbar sind. 7. PrognoseberichtVoraussichtliche Entwicklung im laufenden GeschäftsjahrKonjunkturentwicklung: Weitere Abschwächung erwartetZu Beginn des Jahres 2009 ist nicht absehbar, wie sich die weltweite Rezession weiter auswirken wird. Einzelne Regierungen versuchen, mit verschiedenen geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen gegenzusteuern. Aufgrund der anhaltend angespannten Situation auf den Finanzmärkten sehen die meisten Experten die Weltwirtschaft zumindest im ersten Halbjahr sich weiter abschwächen. Der Konjunkturabschwung hat Ende 2008 auch die deutsche Bauwirtschaft erreicht. Eingebrochen ist aber, entgegen den Erwartungen nicht der Wirtschaftsbau, sondern der Öffentliche Bau. Vor allem Kommunen haben infolge der Rezession ihre geplanten Investitionen verschoben aufgrund der Unsicherheiten bezüglich der künftigen Steuereinnahmen. Aufgelegte Konjunkturpakete der Bundesregierung sollten zur Stabilisierung beitragen und vor allem dem Öffentlichen Bau Rückenwind verschaffen. Strategischer Ausblick der BerichtsgesellschaftDie Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, die weiterhin nachgefragten Komplettreinräume anzubieten und weiter zu entwickeln. Ob sich die Abnehmerstruktur infolge der Weltwirtschaftskrise verändern oder reduzieren wird, ist derzeit noch nicht absehbar. Lebensmittel-, Kosmetik- und Pharmaindustrie sollten auch zukünftig verstärkt aus hygienischer oder ausschussreduzierender und somit kostensparender Hinsicht Reinräume benötigen. Die Gesellschaft ist in der Lage, dafür Komplettausbaulösungen anzubieten. Neben dem Neubau von Reinraum-Produktionsanlagen, überwiegend für die Pharma- und Kunststofftechnikindustrie sowie den Mikroelektronikbereich, nimmt der Umbau bereits bestehender Reinräume an Fahrt auf. Diese Bauvorhaben wird die Gesellschaft ganzheitlich konzeptionieren und durchführen. Gerade in schwierigen Zeiten sollten Sanierungsmaßnahmen eher realisierbar sein als Neubauten. Dazu wird auch das von der Bundesregierung verabschiedete Konjunkturpaket II einen wertvollen Beitrag leisten. Um den Anforderungen des Marktes und den steigenden Ansprüchen der Kunden gerecht zu werden, ist eine laufende Anpassung und Überarbeitung der Produkte unerlässlich. Ebenso werden neue Produkte sowie Konzepte entwickelt. Im Vordergrund steht die bereits in den letzten Jahren begonnene Weiterentwicklung eines kompletten OP-Konzepts mit den Produkten Wand und Decke einschließlich der Anpassung von Einbaukomponenten wie Leuchten, Laminarzonen etc. Das eigene Produktmanagement und eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung leisten einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung. Die Aludoppelbodenproduktion wurde per 01.01.2009 an die Lindner AG veräußert. Die Vertriebsaktivitäten werden für einen festgelegten Teil von der Berichtsgesellschaft weitergeführt. Die Gesellschaft plant in 2009 den Bau eines Bürogebäudes zur eigenen Nutzung für ca. 80 Arbeitsplätze auf einem bereits erworbenen Grundstück. Eine Prognose, wie sich die gegenwärtige Wirtschafts- und Finanzkrise auf die Umsätze der Berichtsgesellschaft auswirken wird, ist derzeit nicht möglich. Aufgrund der im Geschäftsjahr 2008 weiter ausgebauten Etablierung am Reinraummarkt und der Aktivitäten der Bundesregierung im Baubereich zur Bewältigung der Krise im Konjunkturprogramm II, rechnet die Geschäftsführung in 2009 mit einer stabilen Geschäftsentwicklung.
Arnstorf, im März 2009 Martin Bernhardt, Geschäftsführer Franz Starzer, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2008AKTIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2008
Anhang für das Geschäftsjahr 20081. Gesellschaftsrechtliche GrundlagenDas Stammkapital der Gesellschaft beläuft sich auf € 2.557.000,00. Das Stammkapital ist in voller Höhe eingezahlt. Die Sitzverlegung von Fellbach nach Arnstorf erfolgte mit Gesellschafterbeschluss vom 03. September 2008. 2. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2008 wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften des HGB aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Abschreibungen auf abnutzbare Anlagegegenstände wurden nach den von der Finanzverwaltung herausgegebenen AfA-Tabellen planmäßig vorgenommen. Entsprechend der geänderten steuerlichen Vorschriften wurden alle Zugänge in 2008 mit linearer AfA gebucht. Die Berechnung der Abschreibungen erfolgt im Berichtsjahr pro rata temporis ab dem Zeitpunkt des Zugangs. Aufgrund der Änderung des § 6 Abs. 2a EStG werden Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zwischen € 150 und € 1.000 ab dem 01. Januar 2008 in einem Sammelposten zusammengefasst und linear über drei Jahre, abweichend zur fünfjährigen Nutzungsdauer des Steuerrechts, abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2008 wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€289 auf Produktionsmaschinen verbucht. Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen erfolgte mit den Material- und Fertigungseinzelkosten unter Einbeziehung von angemessenen Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Bestehende Verwertbarkeitsrisiken werden durch Abschreibungen berücksichtigt. Für die Betreuung und Verwaltung von Baustellen wurden die Tätigkeiten von Projektleitern (im Vorjahr auch der Niederlassungsleiter), soweit diese nicht die Vertriebstätigkeit betreffen, als Fertigungseinzelkosten einbezogen. Bei den Forderungen sind erkennbare Risiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,5 % Rechnung getragen. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit einem Rechnungszins von 5 %. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung erkennbaren ungewissen Verpflichtungen und Risiken. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Rückzahlungsbeträgen passiviert. Guthaben bei Kreditinstituten, Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, werden zum Transaktionskurs in Euro umgerechnet. Die Bewertung zum Bilanzstichtag erfolgt hinsichtlich Guthaben bei Kreditinstituten und Forderungen zum niedrigeren bzw. Verbindlichkeiten zum höheren Stichtagskurs. Angaben zur Bilanz3. AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus nachstehendem Anlagenspiegel. Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2008
4. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeBei den ausgewiesenen Forderungen bestehen keine Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten ein Körperschaftssteuerguthaben für Altjahre in Höhe von T€ 5 mit einer Restlaufzeit bis 2017. Der Anspruch ist mit 4 % abgezinst. Forderungen gegenüber verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von T€ 9.142. Davon gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von T€ 9.137. 5. Guthaben bei KreditinstitutenAusgewiesen wird ein von der Lindner Gesellschaft zur Verwaltung von Arbeitzeitguthaben mbH, Arnstorf, treuhänderisch verwaltetes Guthaben in Höhe von T€231 zur Sicherung von Arbeitszeitguthaben und/oder Alterszeitguthaben. 6. Gezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital der Lindner Reinraumtechnik GmbH, Arnstorf, beträgt € 2.557.000,00 zum 31. Dezember 2008. Das Stammkapital ist in voller Höhe eingezahlt. Mit Gesellschafterbeschluß vom 03. September 2008 wurde das gezeichnete Kapital auf Euro umgestellt und eine Kapitalerhöhung in Höhe von € 540,59 vorgenommen. 7. BilanzverlustBei der Ermittlung des Bilanzverlustes wurde ein Verlustvortrag aus dem Vorjahr von € 3.532.749,29 berücksichtigt. Zum 31. Dezember 2008 ergibt sich ein Bilanzverlust in Höhe von € 2.523.040,32. 8. RückstellungenFür Anwartschaften und Pensionsempfänger wurden Pensionsrückstellungen nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zuhilfenahme der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck und einem Rechnungszins von 5 % gebildet. 9. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten haben sämtlich eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Bei den Verbindlichkeiten bestanden zum Bilanzstichtag keine Sicherungen durch Pfandrecht oder ähnliche Rechte. 10. Angaben zur FinanzlageSonstige finanzielle Verpflichtungen
Gegenüber der Lindner AG, Arnstorf, bestehen davon finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 1.592. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung11. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse enthalten Lieferungen und Leistungen an Arbeitsgemeinschaften in Höhe von T€ 1.279. Ergänzende Angaben12. Beschäftigte
13. Derivative FinanzinstrumenteZur Absicherung bestehender oder geplanter Bauvorhaben setzt die Gesellschaft derivative Finanzinstrumente ein. Fremdwährungsrisiken werden mit Devisentermingeschäften abgesichert. Dabei besteht ein Sicherungszusammenhang mit dem Grundgeschäft. Die Sicherungsgeschäfte stellen sich am Bilanzstichtag wie folgt dar:
14. GeschäftsführungGeschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2008 die Herren
Die Angabe der Gesamtbezüge unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB. 15. KonzernabschlussDie Gesellschaft ist ein 100 %-iges Tochterunternehmen der Lindner AG. Die Anteile der Lindner AG werden zu 58,13 % von der Lindner Holding KGaA, Arnstorf, gehalten. Die Lindner Holding KGaA stellt einen Konzernabschluss nach § 290 HGB auf, der im Bundesanzeiger bekannt gemacht und beim Amtsgericht Landshut eingereicht wird. 16. ErgebnisverwendungDer Bilanzverlust in Höhe von € 2.523.040,32, der sich aus dem Jahresüberschuss von € 1.009.708,97 sowie dem Verlustvortrag aus dem Vorjahr von € 3.532.749,29 ergibt, wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Arnstorf, den 30. März 2009 Lindner Reinraumtechnik GmbH, Arnstorf Martin Bernhardt Franz Starzer Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss, der aufgrund der Inanspruchnahme größenabhängiger Erleichterungen nach § 327 HGB nur teilweise offen gelegt wird. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers:Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Lindner Reinraumtechnik GmbH, Arnstorf, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 09. April 2009 SUSAT
& PARTNER OHG
Dr. Kirnberger, Wirtschaftsprüfer Fleischmann, Wirtschaftsprüfer |
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