KM Photovoltaik GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Photovoltaikmodulen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Holger Dr. Ensslin seit 4.2.2026 | Geschäftsführer |
Jens Friedrichs seit 6.11.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
DMC International AB | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sport1 Medien AGIsmaningKonzernabschluss zum 31. Dezember 2022Konzernjahresabschluss und zusammengefasster Konzernlage- und Lagebericht 2022Zusammengefasster Konzernlage- und Lagebericht.Grundlagen des Konzerns1.1 Konzernstruktur und GeschäftstätigkeitDie Sportl Medien Gruppe ist ein international agierender Medienkonzern mit Sitz in Ismaning bei München. Die Geschäftstätigkeit umfasst den Bereich Sport mit den Gesellschaften Sport1 GmbH, Magic Sports Media GmbH, Jackpot50 GmbH, Match IQ GmbH und PLAZAMEDIA GmbH. Über ihre 100-Prozent-Tochtergesellschaft Sport1 Holding GmbH hält die Sport1 Medien AG jeweils 100 Prozent der Anteile an diesen Unternehmen bzw. 50,1 Prozent an der Match IQ GmbH respektive 75,0 Prozent an der Jackpot50 GmbH. Die Sport1 Medien Gruppe wird in den Konzernabschluss der direkten Muttergesellschaft Highlight Communications AG, Pratteln/Schweiz, sowie bei der obersten Muttergesellschaft Highlight Event and Entertainment AG, Pratteln/Schweiz, einbezogen. Seit 2. Februar 2022 ist die Sport1 Medien AG eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Highlight Communications AG. Als Obergesellschaft ist die Sport1 Medien AG die konzernleitende Holding. Mit den Bereichen Finanzen, Rechnungswesen, Controlling, Interne Revision, Kommunikation, Investor Relations, Personal und Recht erbringt die Sport1 Medien AG konzerninterne Dienstleistungen. Ihr obliegt die strategische Steuerung des Konzerns. Mit ihren Tochterunternehmen deckt die Sport1 Medien AG die Wertschöpfungskette im Bereich Sport ab, vor allem mit SPORT1 als Multichannel-Sportplattform mit ihren TV-, Digital-, Audio- und SocialMedia-Kanälen. Mit der Vermarktungs-Unit der SPORT1 als Multiplattform-Vermarkter, MAGIC SPORTS MEDIA als Vermarktungsunternehmen insbesondere im Bereich Sportwetten, der SportEvent- und -Beratungs-Agentur Match IQ als Partner von Verbänden, Ligen und Klubs bei der Internationalisierung, Spieltags-Abwicklung sowie der Organisation von Freundschaftsspielen, Turnieren, Trainingslagern und Auslandsreisen deckt sie weitere Gebiete in ihrer Wertschöpfungskette ab. Die PLAZAMEDIA als Content-Solution-Provider im Sport- und Entertainment-Bereich und die zur Sport1 GmbH gehörende Consulting-Unit LEITMOTIF als Anbieter von integrierten Kommunikationslösungen für Unternehmen und Marken runden die Wertschöpfungskette im Bereich Sport ab. Im Rahmen dieser Marktpositionierung bietet die SPORT1 MEDIEN Gruppe Dienstleistungen für verschiedene Kunden und Partner, darunter werbetreibende Unternehmen und Agenturen, Medienhäuser, Plattformanbieter, Sportverbände, -ligen und Klubs. Die wesentlichen Finanzierungsquellen sind in den Bereichen Free-TV und Digital die Werbe- und/oder Sponsoring-Erlöse und im Pay-Bereich insbesondere vertraglich vereinbarte Garantiezahlungen bzw. abonnentenbasierte Einspeiseverträge mit Betreibern von Pay-TV-Plattformen. Im Produktions-, Vermarktungs- und Beratungsbereich zählen hierzu langfristige Produktionsrahmenverträge bzw. Vereinbarungen mit Partnern und Kunden sowie in den neuen digitalen Geschäftsfeldern entsprechende Vertriebsvereinbarungen. Die wesentlichen Aufwandsposten umfassen die Kosten für Lizenzrechte, Produktions- und Herstellungskosten, Verbreitungskosten, Personalaufwendungen sowie Raumkosten. Im Produktionssektor zählen hierzu insbesondere Kosten für Produktionsdienstleistungen, Abschreibungen auf die Investitionen in technische Neuerungen und Erweiterungen, Instandhaltung und Wartung sowie Kosten für Signalführung und Personal. Die wesentlichen Finanzierungsquellen der Sport1 Medien AG sind Erlöse aus den Ergebnisabführungsverträgen, Dividendenerträge sowie die Erlöse aus Weiterverrechnungen von Dienstleistungen an ihre Tochtergesellschaften. 1.2 Steuerungssystem und Leistungsindikatoren1.2.1 KonzernsteuerungFür die strategische Ausrichtung und Steuerung des Konzerns ist der Vorstand der Sport1 Medien AG verantwortlich. Den Konzerngesellschaften obliegt die Umsetzung der Konzernstrategie. Die Steuerung der Gesellschaften erfolgt über Gesellschafterversammlungen sowie Strategie-Sitzungen des Managements. Kurz- und Mittelfristplanungen sowie regelmäßige Reportings sind Grundlage für die Steuerung der Aktivitäten. 1.2.2 Finanzielle LeistungsindikatorenFür das Geschäftsjahr 2022 werden Umsatz und Ergebnisanteil Anteilseigner als maßgebliche Steuerungsgrößen im Konzern herangezogen. Zur Kontrolle und Steuerung werden regelmäßig die nicht maßgeblichen Kennziffern Betriebsergebnis (EBIT), Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen (EBITDA), operativer Cash-Flow und Nettoliquidität bzw. -Verschuldung (Liquide Mittel abzüglich Finanz- und Leasingverbindlichkeiten) ermittelt. Die Sport1 Medien AG wird nach dem Jahresergebnis gesteuert. 1.2.3 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren und ErfolgsfaktorenÜber die finanziellen Steuerungsgrößen hinaus sind nichtfinanzielle Leistungsindikatoren bzw. Erfolgsfaktoren für die Performance des Unternehmens von zentraler Bedeutung. Diese ergeben sich aus den spezifischen Anforderungen des jeweiligen Geschäftsmodells. Reichweiten und Marktanteile - Bei der Sportl GmbH bildet die Markt- bzw. TV-Zuschauerforschung die Basis, um das Programm seiner Free-TV- bzw. Pay-TV-Sender laufend auf seine Positionierung hin zu überprüfen, Lizenzrechte zu erwerben, Formate zu entwickeln und eine zuschauergerechte Programmierung des Sendeablaufs sicherzustellen. Im Free-TV sind dies die täglichen Reichweiten und Marktanteile, die von der AGF Videoforschung GmbH und der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) erhoben werden. Für SPORT1 ist insbesondere der Marktanteil in der Kernzielgruppe Männer 14 bis 59 Jahre (M14-59) von Bedeutung. Zudem ist der Marktanteil auch für die Vermarktung gegenüber der werbetreibende Industrie relevant. Im Pay-TV ist die Zahl der Abonnenten auch ein wesentlicher nicht-finanzieller Indikator. Für den Online- und Mobile-Bereich bilden die von der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW) monatlich erhobenen Visits die Grundlage. Im Video-Bereich werden die Video Views der SPORT1 Plattformen ohne YouTube (Video-Views inkl. Livestream) über die internen Analysesysteme Google Analytics und AT Internet gemessen. Die Video Views über die SPORT1 YouTube-Channels werden über das YouTube Content Management System ermittelt. Die Reichweiten bzw. Marktanteile sind auch für die Vermarktung gegenüber der werbetreibenden Industrie relevant. Verbreitung - Für die Positionierung des Free-TV-Senders SPORT1 als Plattform für die werbetreibende Wirtschaft ist die technische Reichweite von großer Bedeutung. Im Pay-TV ist eine möglichst flächendeckende Verbreitung der Sender SPORT1+ und eSPORTSI über die maßgeblichen Kabelnetzbetreiber und sonstige Plattformanbieter entscheidend. Die Anzahl der Abonnenten in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie in weiteren europäischen Ländern, die die Pay-TV-Kanäle in den entsprechenden Paketen der Kabelnetzbetreiber und sonstigen Plattformanbieter gebucht haben, ist dementsprechend ein wesentlicher nicht-finanzieller Leistungsindikator. Darüber hinaus sind auch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren bzw. Erfolgsfaktoren für die Performance des Unternehmens von zentraler Bedeutung, welche nicht quantitativ erhoben und zur internen Steuerung herangezogen werden, jedoch essenziell für das Geschäftsmodell der Gesellschaft sind, wie zum Beispiel die Auffindbarkeit und Listung der Programme sowie die Integration auf den Plattformen der Distributionspartner. Zugang zu Rechten/Kontaktnetz - Für die Plattformen unter der Dachmarke SPORT1 ist der Zugang zu und die Verfügbarkeit von Sportrechten von großer Bedeutung. Der Zugang ist unter anderem von Programmkonzepten, einer Finanzierungsbasis und einem engen Kontaktnetz zu Entscheidungsträgern in diesem Bereich abhängig. Im Free-TV sind Sportrechte wichtig, um den Marktanteil, insbesondere in der Kernzielgruppe Männer 14 bis 59 Jahre (M14-59), halten bzw. ausbauen zu können. Für die Pay-TV-Sportkanäle SPORT1+ und eSPORTSI sowie die 2021 gestartete MultisportStreaming-Plattform SPORT1 Extra sind diese wichtig, um für Kabelnetzbetreiber und sonstige Plattformanbieter sowie Abonnenten ein attraktives Pay-Produkt anbieten zu können. Technische Weiterentwicklung - SPORT1 betreibt seit über 20 Jahren erfolgreich diverse Webseiten und mobile Applikationen und generiert hieraus wesentliche Erlöse - unter anderem aus Werbung und kostenpflichtigen TV- und Video-Streams, sowie zukünftig zusätzlich durch kostenpflichtige digitale Pay-per-View und Abo-Modelle. Dementsprechend ist für SPORT1 die technische Weiterentwicklung der digitalen Produkte für sämtliche ihrer Online-, Mobile-, Audio- und Social-Media-Kanäle ein wichtiger Erfolgsfaktor. Aufgrund des stetigen Wachstums im digitalen Bereich, ist zudem die Entwicklung neuer digitaler Plattformen und Produkte von großer Bedeutung für SPORT1, um seine im Marktposition zu erhalten und auszubauen. Der Erfolg von PLAZAMEDIA hängt wesentlich von der Fähigkeit ab, ihren Kunden die nachgefragten Dienstleistungen in den Bereichen produktionstechnische Umsetzung bzw. Inszenierung, Sendeabwicklung, technologische Produktionsinnovationen, interaktive, digitale oder mobile Zusatzangebote, multimediales Handling sowie digitale Archivierung und Distribution von Inhalten anzubieten. Da technische Weiterentwicklungen zu den strategischen Erfolgsfaktoren im Produktionsdienstleistungsgeschäft gehören, legt PLAZAMEDIA auch einen besonderen Fokus auf die stetige Optimierung ihrer technologischen Leistungsfähigkeit. Fachkompetenz - Nicht nur im Hinblick auf die zunehmend digitale und konvergente Mediennutzung plattformübergreifender Angebote sind sowohl technische als auch inhaltliche Kompetenzen entscheidend. Entsprechend wichtig ist die Rekrutierung, Förderung und Sicherung von gut ausgebildeten, fachkundigen, engagierten und kreativen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Darüber hinaus sind ein ausgeprägtes Kontaktnetz sowie enge und vertrauensvolle Beziehungen zu den Geschäftspartnern wichtige Indikatoren für den Unternehmenserfolg. Dies gilt unter anderem im Hinblick auf Rechteinhaber und die werbetreibende Industrie oder medienpolitische Institutionen. 1.3 Rechtliche EinflussfaktorenDie Sportl Medien AG hat eine Vielzahl gesetzlicher Vorschriften zu befolgen. Die operativen Aktivitäten der Gesellschaften erfolgen im Einklang mit einer Vielzahl medien-, datenschutz- und urheberrechtlicher sowie regulatorischer Vorgaben. Bestimmender rechtlicher Einflussfaktor für den Free-TV-Sender SPORT1 und die Pay-TV-Sender SPORT1+ und eSPORTSI sowie das Internet-TV-Angebot SPORT1 Livestream und die MultisportStreaming-Plattform SPORT1 Extra sind insbesondere der Medienstaatsvertrag und die Landesmediengesetze, deren Einhaltung von den jeweiligen Medienanstalten der Bundesländer überwacht wird. Sowohl SPORT1 als auch SPORT1+, eSPORTSI sowie SPORT1 Livestream fallen hierbei in die Zuständigkeit der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM). Der Free-TV-Sender SPORT1, die Pay-TV-Sender SPORT1 + und eSPORTSI sowie das Internet-TV-Angebot SPORT1 Livestream verfügen über Sendelizenzen mit unbefristeter Laufzeit. Als privater Rundfunkveranstalter unterliegt die Sportl GmbH den Vorschriften des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags. Im Rahmen dessen ist dafür Sorge zu tragen, dass Kinder und Jugendliche Angebote nicht wahrnehmen können, die geeignet sind, ihre Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen. Darüber hinaus beinhaltet der Medienstaatsvertrag verschiedene regulatorische Vorgaben im Zusammenhang mit der Schaltung von Werbung. Dazu zählt die von den Landesmedienanstalten im Februar 2009 verabschiedete Gewinnspielsatzung, die unter anderem Regelungen für "Call-In-Formate" vorsieht. Dabei stehen neben dem Schutz von minderjährigen Teilnehmern insbesondere erhöhte Transparenz-Anforderungen an die Gewinnspiele im Vordergrund. Ferner ist der am 1. Juli 2012 in Kraft getretene Glücksspielstaatsvertrag in Gestalt des mittlerweile 4. Glücksspieländerungsstaatsvertrags von Relevanz. Die vierte Fassung des Glückspielstaatsvertrag ist am 1. Juli 2021 in Kraft getreten. Unter diesem wurden bislang 31 Lizenzen für private Sportwettenanbieter, 27 Lizenzen für private Anbieter von virtuellen Automatenspiele und 4 Lizenzen für private Anbieter von Online-Poker vergeben (Stand: 16. Februar 2023)1. Weitere Anbieter befinden sich noch im Lizenzierungsverfahren, und werden so lange von den Aufsichtsbehörden geduldet, so dass auch für diese Anbieter eine Bewerbung im TV möglich ist. 1.4 Marktforschung und EntwicklungDie Erhebung und Analyse von Marktdaten in den Bereichen Zuschauer-, User-, und Kundenforschung ist für die Entwicklung und Weiterentwicklung der Geschäftsfelder, in denen der Konzern operativ tätig ist, wichtig, um frühzeitig auf Trends in den jeweiligen Branchensegmenten und Veränderungen im Konsumentenverhalten reagieren oder diesen vorgreifen zu können. Zudem dienen diese Daten und Erkenntnisse den Unternehmen der SPORT1 MEDIEN-Gruppe dazu, Kunden, Geschäftspartnern und der werbetreibenden Industrie kompetente und stichhaltige Informationen zur Beurteilung ihrer Investitionsentscheidungen zur Verfügung stellen zu können. So arbeitet SPORT1 mit spezialisierten Unternehmen zusammen, die die relevanten Daten bzw. Zugriffszahlen im Bereich Markt- bzw. TV-Zuschauerforschung, im Digital- und Video-Bereich erheben und ausweisen (vgl. Kapitel 1.2.3 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren und Erfolgsfaktoren). Neben diesen rein quantitativen Leistungsgrößen sind auch qualitative Daten, wie zum Beispiel zur Werbewirkungsforschung, wichtige Grundlagen für die Bewertung, Einordnung und Ausrichtung der unternehmensstrategischen und operativen Produktions- und Verwertungs- bzw. Vermarktungs- und Marketingaktivitäten. Hierfür wird auch auf Studien und Forschungsarbeiten zur Entwicklung der Medienbranche sowie auf Umfragen, Screenings oder Publikumstests zu den eigenen Produkten zurückgegriffen. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld im Geschäftsjahr 2022Die weltweite Weltwirtschaftsleistung sank im Jahr 2022 gemäß den im Januar 2023 veröffentlichten Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) auf 3,4 Prozent (2021: 6,2 Prozent). Dies ist eines der schlechtesten Wachstumsprofile seit dem Jahr 2001 - nur zu Zeiten der globalen Finanzkrise und der akuten Covid-19-Pandemie war das Wirtschaftswachstum schwächer. Als wesentlichen Grund für dieses geringe Wirtschaftswachstum nennt die Organisation drei Faktoren: Als erstes den russischen Angriffskrieg in der Ukraine, der die Weltwirtschaft drastisch destabilisiert und zu einer schweren Energiekrise in Europa geführt hat. Der zweite Faktor, der ebenfalls durch den Krieg beeinflusst wird, ist die anhaltend hohe Inflation, die einen enormen Anstieg der Lebenshaltungskosten hervorruft. Die globale Inflation ist von 4,7 Prozent im Jahr 2021 auf 8,8 Prozent im Jahr 2022 gestiegen. Der dritte genannte Faktor ist die Konjunkturabschwächung in China angesichts der dort weiterhin akuten Covid-19-Lage. Die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer kann für 2022 ein Wachstum von 3,9 Prozent aufweisen, was im Vergleich zum Vorjahr ein deutlicher Rückgang ist (2021: 6,7 Prozent). Die Konjunktur in den Industrienationen verzeichnete 2022 eine Wachstumsrate von 2,7 Prozent, ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr (2021: 5,4 Prozent). Für die Eurozone ermittelte der IWF im Jahr 2022 ein Plus von 3,5 Prozent (2021: 5,3 Prozent). Die US-amerikanische Wirtschaft wuchs 2022 mit 2,0 Prozent auch bedeutend geringer als noch im Vorjahr (2021: 5,9 Prozent). Auch die Wirtschaftsleistung der Schweiz konnte nicht an das Jahr 2021 anknüpfen. Laut der Mitte Dezember 2022 veröffentlichten Hochrechnungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2022 um 2,0 Prozent. Im Vorjahr waren es noch 3,9 Prozent. Ausschlaggebend dafür waren vor allem die Energiemangellage und die insgesamt unterdurchschnittliche Entwicklung der Weltwirtschaft. Das Wachstum der deutschen Wirtschaft ist - nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts (Destatis) - 2022 trotz der schwierigen Rahmenbedingungen um 1,9 Prozent gestiegen (2021: 2,6 Prozent). Die gesamtwirtschaftliche Lage im Deutschland war geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine, allen voran der extremen Energiepreiseerhöhung, den Material- und Lieferengpässen sowie den steigenden Lebensmittelpreisen. In Österreich konnte die Wirtschaft im Jahr 2022 noch wachsen: Für das Jahr 2022 geht das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) nach vorläufigen Berechnungen von Dezember 2022 von einem Anstieg des BIP um 4,7 Prozent für 2022 aus (2021: 4,6 Prozent). Der weltweite Konjunkturabschwung wirkt aber seit dem 2. Halbjahr 2022 als dämpfender Faktor. Quellen: Internationaler Währungsfonds (IWF - International Monetary Fund), World Economic Outlook, 30. Januar 2023, Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), Konjunkturprognose, 13.12.2022, Statistisches Bundesamt, Bruttoinlandsprodukt 2022 für Deutschland, 13.1.2023, Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO), WIFO-Konjunkturprognose, 15.12.2022. 2.2 Marktumfeld Medien und Unterhaltung in DeutschlandDie Entwicklung der Medien- und Unterhaltungsbranche in Deutschland ist im Allgemeinen eng an die Entwicklung der Gesamtwirtschaft geknüpft. Allerdings reagieren Unternehmen mit ihren Ausgaben für Werbung in der Regel zeitnäher auf konjunkturelle Veränderungen als die Konsumenten. Für das Jahr 2022 rechnet die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) nach Schätzungen von August 2022 mit einer Umsatzsteigerung der gesamten Medien- und Unterhaltungsbranche in Deutschland um 7,3 Prozent auf rund 68,2 Mrd. EUR. Schon 2021 zeichnete sich der Markt in Deutschland durch überdurchschnittliches Wachstum um 10,7 Prozent auf 63,5 Mrd. EUR aus, was allen voran an der Erholung nach dem pandemiebedingten Rückgang lag. Im Zuge der Pandemie hatte sich ein dynamisches Wachstum der digitalen Medienangebote gezeigt. Diese Entwicklung hat sich nach PwC-Angaben auch im Jahr 2022 fortgesetzt. Es handelt sich dabei um sämtliche digitale Bereiche wie beispielsweise Internetvideo, Onlinewerbung, Videospiele, ESports, Virtual und Augmented Reality. Die digitalen Umsätze konnten laut der PwC-Prognosen 2022 im Vorjahresvergleich ein Plus von 20,6 Prozent verzeichnen. Im Bereich der Onlinewerbung wuchsen die Umsätze 2022 auf 13,4 Mrd. EUR. Es konnten allerdings nicht alle Segmente das positive Umsatzwachstum aus 2021 aufrechterhalten und entwickelten sich 2022 rückläufig. Dies sind beispielsweise die Bereiche Bücher (-0,5 Prozent), Zeitungen und Zeitschriften (-0,1 Prozent) oder das Fernsehen, dass bei Umsätzen um 6,6 Mrd. EUR stagnierte. Quelle: PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, German Entertainment and Media Outlook 2022 -2026, August 2022. 2.3 Branchenspezifische Rahmenbedingungen, operative Entwicklung und Analyse der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren der Bereiche2.3.1 Branchenspezifische RahmenbedingungenDer Werbe- und Marktforscher Nielsen bilanziert für das Jahr 2022 Brutto-Werbeausgaben der Unternehmen in Deutschland in Höhe von 36,7 Mrd. EUR und damit einen Rückgang um 3,4 Prozent gegenüber Vorjahr. Durch die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie, des Ausbruchs des Ukraine-Kriegs und der extrem hohen Inflation fehlte den Unternehmen Werbebudget im Jahr 2022. Die größten Verluste verzeichnet das Medium Fernsehen mit einem Rückgang um 5,5 % auf 17,1 Mrd. EUR. Im Vergleich zu den anderen Gattungen bleibt TV weiterhin das Medium mit dem größten Umsatzanteil. Bemerkbar macht sich hier auch die Konkurrenz mit Streamingdiensten wie Netflix, die sich zunehmend für Werbekunden öffnen. In den Gattungen Print (-3,8 %, 7,9 Mrd. EUR), Online (-3,9 %, 4,5 Mrd. EUR) und Radio (-0,6 %, 1,9 Mrd. EUR) sinken die Brutto-Werbeeinnahmen ebenfalls. Auf der Gewinnerseite befinden sich trotz deutlich gestiegener Papierpreise Werbesendungen (+3,4 %, 2,6 Mrd. EUR). Auch Außenwerbung (+2,1 %, 2,6 Mrd. EUR) und Kinowerbung (+119 %, 96 Mio. EUR) können eine Steigerung der Brutto-Werbeausgaben für sich verbuchen. Kino holt nach den monatelangen, pandemiebedingten Schließungen wieder auf. Bei den aufgeführten Nielsen-Zahlen handelt es sich um Brutto-Umsätze, die keine Auskunft über tatsächliche Ausgaben und Einnahmen geben, aber dennoch ein gutes Bild über den Werbedruck und die Entwicklung der einzelnen Branchen und Segmente vermitteln. Quelle: Werbekonjunktur: Deutscher Werbemarkt hat 2022 brutto 3,4 Prozent verloren (horizont.net). In seinem Ad Spend Report für 2023 geht Dentsu nach einem starken Start bis zur Jahresmitte 2022 von einem Rückgang der Netto-Werbeinvestitionen in Deutschland um 3,3 % aus. Als Hauptursache werden eine hohe Inflation, der rasante Anstieg der Energiekosten und ein Rückgang der Kaufbereitschaft bei den Verbrauchern genannt. Quellen: Düstere Dentsu Prognose: Deutscher Werbemarkt schrumpft als einziger klar - und kommt 2023 nicht aus dem Quark (horizont.net). Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) prognostiziert für die Netto-Werbeeinnahmen 2022 ein Wachstum von 1,9 % auf 26,37 Mrd. EUR. Die endgültigen Zahlen sollen im Mai 2023 veröffentlicht werden. Quelle: ZA W blickt sorgenvoll auf 2023 (Absatzwirtschaft). 2.3.2 Operative EntwicklungDer Fokus der Sport1 GmbH lag 2022 weiterhin auf der plattformübergreifenden Content-Verwertung, -Vernetzung und -Kapitalisierung, der Optimierung des Rechteportfolios sowie der Verbesserung bestehender bzw. der Schaffung neuer digitaler Angebote und Vermarktungsumfelder. SPORT schreibt Darts-Erfolgsgeschichte weiter und gibt der Frauen-Bundesliga ab 2023 die große BühneDie Sportl GmbH erwarb im Jahr 2022 weitere Rechte für ihre Free- und Pay-TV-, Digital-, Audio- und Social-Media-Angebote: Dank einer umfangreichen Kooperation mit DAZN schreibt SPORT1 seine Darts-Erfolgsgeschichte langfristig um fünf weitere Jahre bis 2026 fort. Die Rechte umfassen zahlreiche Turniere der Professional Darts Corporation (PDC), neben der Weltmeisterschaft und der Premier League Darts als zweitwichtigstem Turnier auch die UK-Open, den World Grand Prix, die European Championship, die World Series of Darts Finals und den Grand Slam of Darts sowie pro Jahr vier hochkarätige Events der PDC Europe. Damit zeigt SPORT1 so viel Darts wie noch nie seit Beginn der Darts-Übertragungen im Jahr 2004. Einen weiteren großen Erfolg feierte SPORT1 bei der Vergabe der Medienrechte an der Frauen-Bundesliga durch den DFB: Deutschlands führende Multichannel-Sportplattform erwarb bei der ein umfangreiches Rechtepaket für die Spielzeiten 2023/2024 bis 2026/2027 zur Auswertung in Deutschland. Kern des Pakets sind 22 Livespiele pro Saison zur Primetime am Montagabend. Darüber hinaus wird Deutschlands führende Multichannel-Sportplattform Liga, Klubs und Spielerinnen mit einer Rundumberichterstattung auf seinen Plattformen begleiten. Zudem akquirierte SPORT1 im Berichtsjahr unter anderem Rechte an der FIFA Klub-Weltmeisterschaft, im Golf an den BMW International Open in Eichenried bei München, an den World Games 2022 sowie im eSports an der bevestor Virtual Bundesliga, die von der DFL Deutsche Fußball Liga gemeinsam mit der ESL Gaming ausgerichtet wird, und der Rocket League Championship Series in Kooperation mit Psyonix. Auf der Multisport-Streaming-Plattform SPORT1 Extra wurde über die bestehenden Livesport-Highlights hinaus - darunter Major League Baseball und die Volleyball-Bundesliga der Frauen - das neue Angebotspaket "24/7 Sports Pack" gelauncht, das die Sender SPORT1+, Sportdigital FUSSBALL, Motorvision.TV, fight24 HD, EDGEsport und More Than Sports TV umfasst. Neue Formate startete SPORT1 unter anderem mit "Fußball für Besserwisser" und "Bundesliga History" sowie im Bereich Dokutainment mit "Eastside Motors" und "Deals 4 Wheels". Mit dem "Fantalk" feierte eine der Erfolgssendungen von SPORT1 ihr zehnjähriges Jubiläum. Launch Smart-TV-App sport1TVIm Dezember 2022 präsentierte SPORT1 seine neue Smart-TV-App sportlTV. Mit der kostenlosen TV-App können Highlights wie die Darts-WM und viele weitere spannende Inhalte auf dem Smart TV erleben - ob per Livestream oder on-demand. Die neue TV-App war nach dem Start im ersten Schritt zunächst auf Android TV, Apple tvOS und Amazon Fire TV verfügbar. "SPORT1 Akademie"-Angebot weiter ausgebautNach der erfolgreichen Premiere mit der "SPORT1 Akademie - Darts" 2020 baute SPORT1 sein neues E-Learning-Angebot weiter aus und startete 2022 die nächste "SPORT1 Akademie - Darts" mit dem dreifachen Weltmeister Michael van Gerwen. Event-Reihe "Doppelpass on Tour - powered by AvD" fortgesetztDas im Sommer 2021 gestartete Bühnenprogramm zu Deutschlands bekanntestem Fußball-Talk wurde im Berichtsjahr in Kooperation mit der Event-Agentur S-Promotion mit zahlreichen Events in verschiedenen deutschen Städten weitergeführt. Premiere für die Darts-WM im MetaverseIn Kooperation SPORT1 mit der Agentur 42Meta präsentierte SPORT1 die Darts-WM erstmals auch im Metaverse: Bei dem innovativen virtuellen Sportevent in einem der aktuell beliebtesten Metaverses wurde Darts-Fans in der "Ally Pally"-Eventlocation im "Decentraland"-Metaverse ein umfangreiches Programm mit Highlights, Talkformaten, Darts-Challenge und Gewinnspiel angeboten. Für die WM-Premiere im "Decentraland" gewann SPORT1 Business, die Vermarktungs-Unit der Sportl GmbH, Falken Tyre Europe als Werbepartner. SPORT1 Business und MAGIC SPORTS MEDIA schließen Werbe- und Sponsoring-KooperationenIn der Vermarktung wurde unter anderem auch die Partnerschaft mit der STAHLWERK Schweißgeräte GmbH als "Doppelpass"-Titelsponsor weiter ausgebaut. Für Deutschlands Fußball-Talk Nr. 1 wurde zudem mit Das Örtliche als offizieller Partner der DFB-Schiedsrichter:innen und neuem Sponsor der Rubrik "Da fragen wir doch mal den Schiri!" eine Kooperation vereinbart. Für seine Fußball-Umfelder gewann SPORT1 Business zudem SsangYong als Presenter sowie SCHÖNER WOHNEN Polarweiss als Sponsor im Fußball- und Eishockey-Umfeld. Bei der Eishockey-WM wurde zudem PENNY als Co-Presenter integriert. Für die Darts-WM vereinbarten SPORT1 Business und MAGIC SPORTS MEDIA Partnerschaften mit Tipico, star, ELTEN, GGPoker, Bike-Mailor-der.de und McDart. Erweitert wurde auch die Zusammenarbeit mit dem Automobilclub von Deutschland e.V. (AvD), der neben dem Titelpatronat für das "AvD Motor & Sport Magazin" auch neuer Mobilitäts-Partner des Bühnenprogramms "Doppelpass on Tour - powered by AvD" wurde. Mit IP Österreich schloss SPORT1 Business eine Kooperation, die die TV-Vermarktung von SPORT1 Werbeflächen in Österreich ab 2023 beinhaltet. LEITMOTIF erweitert Angebot und gewinnt zahlreiche NeukundenLEITMOTIF, die zur Sportl GmbH gehörende Consulting-Unit der Sportl Medien AG, hat 2022 ihr Service-Portfolio mit Beratung und Kreation in den Bereichen Social Media sowie Influencer Marketing und Management ausgebaut. Zudem wurden mit Life Fitness (ICG), DHZ Fitness Europe, Big Hug Nutrition (THE FRED), The Pearl und der WBSS (World Boxing Super Series) zahlreiche Neukunden gewonnen. Auch die Zusammenarbeit mit Bestandskunden wie dem Automobilclub von Deutschland (AvD) wurde weiter ausgebaut. PLAZAMEDIA baut Studiogeschäft aus und setzt High-Tech in SzenePLAZAMEDIA verwirklichte im Berichtsjahr trotz nach wie vor schwieriger Rahmenbedingungen durch die Pandemieauswirkungen auf das Event-Business und die massiv gestiegenen Energiepreise technologisch ambitionierte Projekte und gewann weitere, serielle Studioproduktionen hinzu: Neben erweiterten Postproduktionsaufträgen wurden diverse Kochformate und seit September 2022 auch die VR-Produktion des Polit-Satire Magazins "Quer" für den Bayerischen Rundfunk umgesetzt. Constantin Entertainment beauftragte PLAZAMEDIA unter anderem mit 100 Folgen des Formats "Doppelt kocht besser" zur Ausstrahlung auf SAT1. Zudem realisierte PLAZAMEDIA den technischen Betrieb der TV-Kanäle von SPORT1, DAZN und Magenta Sport auf Basis hochmoderner IP-Technologie. Höhepunkt des Jahres war die Produktion der FIFA WM 2022 für MagentaTV der Telekom mit allen 64 Spielen und umfangreichem Rahmenprogramm. Das XR LED WM-Studio setzte dabei neue Maßstäbe - mit 33 Meter breiter LED-Wall in einem 690 Quadratmeter großen Studio. Die Produktion fand bei PLAZAMEDIA in Ismaning auf insgesamt 2.600 Quadratmetern Fläche inklusive des WM-Hauptstudios sowie unter anderem mit sechs UHD/HDR-Playouts sowie AR- und XR-Grafik statt. Das XR LED Studio für die WM war gleichzeitig ein weiterer Meilenstein im neuen Geschäftsfeld XR-Produktionen, in dem nach dem XR-Pilotprojekt Ende 2021 im Berichtsjahr auch eine Kampagne für AlphaTauri, die Premium-Fashion Brand von Red Bull, realisiert wurde. Match IQ setzt internationale Fußball-Events umDie Event- und Sportberatungs-Agentur schloss 2022 unter anderem eine Kooperation mit dem FC Bayern München mit Blick auf den FC Bayern Campus, die die Planung von Trainingslagern und Testspielen der Nachwuchs-Teams umfasst. Zudem wurde die Partnerschaft mit Ajax Amsterdam um zwei Jahre verlängert. Übergeordnet standen bei den Tochterunternehmen der Sportl Medien AG - SPORT1, PLAZAMEDIA, MAGIC SPORTS MEDIA, Match IQ und Jackpot50 - im Berichtsjahr weiterhin der Erhalt und Ausbau bestehender sowie der Aufbau neuer Kundenbeziehungen im Mittelpunkt. 2.2.3 Forschung und EntwicklungDie Sport1 Medien Gruppe betreibt keine dedizierte Forschungs- und Entwicklungsabteilung im Sinne eines Industrieunternehmens. Alle Bereiche des Unternehmens optimieren die bestehenden Angebote und arbeiten daran, innovative Produkte im Markt zu etablieren. Vor allem bedeutet dies, dass wir unser Angebotsspektrum kontinuierlich durch Innovationen im digitalen Geschäft erweitern und redaktionelle Inhalte weiterentwickeln. Dabei legen wir großen Wert auf die frühzeitige Berücksichtigung der sich verändernden Mediennutzung. Nebst der kontinuierlichen Weiterentwicklung der bestehenden digitalen Produkte wie die Internetseiten und Apps wurde in der Berichtsperiode insbesondere an der Entwicklung der Smart TV-App vorgenommen. Mit den neuen Smart- TV- Apps will SPORT1 die Heimat für alle Sportfans werden und ihnen Live-Events wie die Darts-WM, Highlights aus der Bundesliga und der 2. Bundesliga, populäre eigene Formate wie den "STAHLWERK Doppelpass"' sowie bekannte und natürlich auch Docutainment-Kultsendungen Formate anbieten. Um sich unabhängiger vom Werbemarkt zu machen, sind neue Erlösquellen unerlässlich. Aus diesem Grund starteten Entwicklungsarbeiten im sogenannten Bereich Paid Content. Die Bezahlmodelle können drei Kategorien zugeordnet werden: Dazu zählen harte Paywalls, bei denen es keine Inhalte kostenlos gibt, "Treemium"''-Modelle mit einer Mischung aus kostenlosen und kostenpflichtigen Angeboten und ""Metered""-Paywalls, bei denen der Nutzer eine bestimmte Anzahl an Artikeln im Monat frei erhält, ehe die Bezahlschranke aktiv wird. Zusätzlich starten Entwicklungen im Bereich Datawarehouse: Bei SPORT1 und in der Unterhaltungsbranche, speziell im Bereich Sport, sind große Datenmengen aus verschiedenen. Quellen (Internet, App, Übertragungen, Nutzer, interne und externe Kommunikation, Cloud etc.) zu verarbeiten und zu analysieren. Ziel ist die Entwicklung eines eigenen "Data Lakes" mit zugehörigen Analysemöglichkeiten in Form von Self-Service-Analytics, die es den einzelnen Geschäftsbereichen (Management, Sales, Analytics etc.) ermöglichen, schnell und gezielt die für sie relevanten Informationen zu sammeln und auszuwerten - um und so ein dezidiertes Forecasting und dadurch somit die gezielte Steuerung der Geschäftsentwicklung zu ermöglichen. Diese Weiter- bzw. Neuentwicklungen wurden einerseits durch eigenes Personal sowie aber andererseits auch durch externe IT-Dienstleister vorgenommen. Im Berichtsjahr wurden Eigenleistungen in Höhe von 3,0 Mio. Euro (Vj.: 2,4 Mio. Euro) im Zusammenhang mit IT-Entwicklungsprojekten zum Ausbau und zur Erweiterung unserer digitalen Geschäftsmodelle aktiviert. Die Abschreibungen auf den aktivierten Eigenleistungen betrugen in Berichtsperiode 2,1 Mio. Euro (Vj. 1,6 Mio. Euro). 2.3.4 Analyse der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren Free-TV-Verbreitung konstant hochDer Free-TV-Sender SPORT1 war 2022 in 31,97 Millionen Haushalten (2021: 32,79 Millionen) und somit in 82,5 % (2021: 84,6 %) aller erreichbaren Haushalte in Deutschland empfangbar. Die Anzahl der Nettoseher lag auf SPORT1 im Free-TV 2022 bei rund 38,05 Mio. * (Zuschauer ab drei Jahren, Z3+; 2021: 41,42 Mio. Nettoseher) und 12,62 Mio. (2021: 13,40 Mio. Nettoseher) * in der Kernzielgruppe Männer 14 bis 59 Jahre (M14-59). Mit seinem Free-TV-Angebot erreichte SPORT1 im Jahr 2022 Marktanteile von 0,5 % bei den Zuschauern ab drei Jahren (2021: 0,6 %) und 1,0 % in der Kernzielgruppe der 14- bis 59-jährigen Männer (2021: 0,9 %). Beim HD-Angebot SPORT1 lag die Nutzerzahl bei den verschiedenen Plattformpartnern zum 31. Dezember 2022 kumuliert bei insgesamt 8,49 Mio. (31. Dezember 2020: 8,76 Mio.) - jeweils exklusive der Nutzer, die SPORT1 HD über MagentaTV der Telekom empfangen. Mit seinen Übertragungen erzielte SPORT1 im vergangenen Jahr insgesamt zweimal einen Durchschnittswert und zwölfmal einen Spitzenwert von über einer Million Zuschauern (Z3+), achtmal im Schnitt und 38-mal in der Spitze mindestens 750.000 Zuschauer sowie 53-mal im Schnitt und 98-mal in der Spitze mindestens 500.000 Zuschauer. Zu den Quoten-Highlights zählten vor allem Fußball-Liveübertragungen des Topspiels der 2. Bundesliga am Samstagabend, die bekannten SPORT1 Formate wie "Der STAHLWERK Doppelpass" oder der "Fantalk" sowie die Darts- und Eishockey-Weltmeisterschaften. Quelle: AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; VIDEOSCOPE 1.4, Marktstandard: TV (Systemdefault), SPORT1 Medienforschung,1. Januar 2021 bis 31. Januar 2022. Pay-TV-Verbreitung weiter auf hohem NiveauDer Pay-TV-Sender SPORT 1 + verzeichnete zum 31. Dezember 2022 insgesamt rund 1,83 Millionen Subscriber (31. Dezember 2021: 2,33 Millionen). Die Abonnentenzahl von eSPORTS1 lag zum 31. Dezember 2022 bei ca. 2,13 Millionen Subscribern (31. Dezember 2021: 2,22 Millionen). Die niedrigeren Abonnentenzahlen im Vergleich zum Vorjahr resultieren aus Anpassungen beim Reporting der Pay-TV-Plattformpartner, die im Unterscheid zu 2021 zum Teil keine Pay-TV-Abonnenten der SD-Senderpakete mehr in ihren Reportings berücksichtigen. Quelle: Werte auf Basis der Reportings der Kabelnetz- und Plattformbetreiber. Visits-, Video- und YouTube-Rekorde im Digital-Bereich aufgestelltSPORT1 lag im Berichtsjahr mit seinem Digital-Angebot erneut weit vorne in der Gunst des sportbegeisterten Publikums - vor allem auch dank seines umfangreichen Bewegtbildangebots. Bei den Visits lag SPORT1 mit 128,5 Millionen im Desktop-Bereich 9 % und im Mobile-Bereich 8 % über den Vorjahreszahlen (117,7 Millionen) - vor allem im zweiten Halbjahr machte sich dabei die News-Relevanz bei den Suchmaschinen positiv bemerkbar. Im vierten Quartal wurde vor allem dank der umfangreichen Berichterstattung zur Fußball- und Darts-WM mit 82 Millionen Visits eine neue Bestmarke erreicht. Die Zahlen beruhen auf interner Messung, da die IVW aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Vollerhebung mehr abbildet. Quellen: Online: Interne Messung, 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2022 inkl. Sport1.de, tv.sport1.de, tipp-spiel.sport1.de; Mobile: Interne Messung, 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2022 inkl. MEW, SPORT1 News App. Die Video Views auf seinen eigenen Plattformen, das heißt ohne seine YouTube-Channels, lagen mit 211,2 Millionen im Berichtsjahr um 18 % über Vorjahr (173,6 Millionen). Einen Monats-Rekord stellte SPORT1 im Dezember 2022 mit 23,4 Millionen Video Views auf - bedingt vor allem durch das Bewegtbildangebot zur Darts-WM. Die vorherige Bestmarke war im Mai 2022 mit 19,2 Millionen Video Views aufgestellt worden. Wie im Vorjahr trug auch wieder die große Zahl an Livestreams zur positiven Entwicklung bei. So wurden bei der Darts-WM im Dezember die Livestream-Abrufe im Vergleich zum Dezember 2021 verdoppelt. Auf seinen YouTube-Channels verzeichnete SPORT1 mit 248 Millionen einen Anstieg der Video Views um 21 % gegenüber Vorjahr (196 Millionen). Für den Reichweiten-Push sorgten dabei besonders auch die neu eingeführten YouTube Shorts. Ein Allzeithoch wurde im Mai 2022 mit 26,7 Millionen Abrufen erzielt. Quellen: Video Views SPORT1 Plattformen inkl. Livestream, ohne YouTube: AT Internet, 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2022; YouTube Analytics 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2022. Podcast-Angebot auf hohem Niveau, führende Social-Media-Position gefestigt und Millionenmarke bei TikTok erreichtSeit September 2019 ist SPORT 1 mit einer eigenen Podcast-Familie auf dem Markt, die im Berichtsjahr weiter vergrößert wurde und Ende Dezember 2022 rund 30 Podcasts umfasste. Die Podcasts sind auf den gängigen Streaming- Plattformen Spotify, Apple Podcasts, Google Podcast, Amazon Music, Deezer und Podigee sowie auf SPORT1.de und den SPORT1 Apps abrufbar. Auf seinen Kanäle bei Facebook, Instagram, Twitter, TikTok und YouTube erreichte SPORT1 Ende Dezember 2022 insgesamt rund 7 Millionen Fans und Follower (Dezember 2021: 6,6 Millionen). Eine Rekordmarke wurde Ende 2022 bei TikTok erreicht: Als erstes deutsches Sportmedium mit deutschsprachigem Content durchbrach SPORT1 die Schallmauer von einer Million Followern. Auf seinem 2019 gestarteten Kanal wird der jungen, entertainment- und sportbegeisterten Zielgruppe hochklassige Unterhaltung geboten, unter anderem mit Highlights der aktuellen Spiele aus der Fußball-Bundesliga. Auf TikTok spielt darüber hinaus auch Darts eine große Rolle: Zur Darts-WM intensivierte SPORT1 seine Aktivitäten und bot 100 exklusive Videos aus dem "Ally Pally" auf seinem Kanal. Quellen: Social Media Fans: Social Reporting (Facebook, Instagram, Twitter, YouTube und TikTok), Stand: 31. Dezember 2022. 2.4 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Sport1 Medien-KonzernsDie Sport1 Medien AG erstellt den Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie von der EU anzuwenden sind. Der Konzernabschluss wurde um weitere Erläuterungen sowie um den Konzernlagebericht ergänzt. Der vorliegende Konzernlagebericht der Sport1 Medien AG wurde gemäß § 315 HGB erstellt. Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund einer Bilanzierungsänderung bei Leasingverträgen mit Kaufoptionen angepasst. 2.4.1 Gesamtbetrachtung des BerichtszeitraumsSport1 Medien-Konzern | Geschäftsentwicklung in Mio. Euro
Der Konzern erreichte im Berichtsjahr einen Umsatz von 101,6 Mio. Euro und lag unterhalb der Spanne der Prognose von 110 Mio. Euro bis 130 Mio. Euro aber leicht höher als in der Vorjahresperiode. Der Grund für das Nichterreichen der Erwartungen waren insbesondere geringere TV-Werbeerlöse aufgrund der branchenweiten rückläufigen Werbespendings der Werbetreibenden aufgrund des Russland/Ukraine-Kriegs, der Energiekrise, der hohen Inflation und damit einhergehenden stark rückläufigen Konsumentenstimmung sowie der Lieferkettenproblematik. Das TV-Geschäft erwirtschaftet in der Berichtsperiode Umsatzerlöse in Höhe von 54,0 Mio. Euro und lag somit mit 6,6 Prozent hinter dem Vorjahrswert und leicht hinter dem generellen Rückgang der Bruttowerbeausgaben in Deutschland, welcher bei 5,5 Prozent im Jahr 2022 lag. Die Erlöse im digitalen Bereich steigen um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert und waren somit deutlich besser als der Markt, denn die Bruttowerbeausgaben in Deutschland im Digital-Bereich gingen im Jahr 2022 -erstmalig seit mehr als 10 Jahren - um 3,9 Prozent zurück. Der Digital-Bereich konnte mit rund 21 Mio. Euro Umsatzerlösen den höchsten Wert aller Zeiten erwirtschaften und dies trotz des widrigen Marktumfeldes. Im Produktionsbereich konnten die Außenumsatzerlöse um 23,3 Prozent auf 21,3 Mio. Euro gesteigert werden aufgrund der Produktion von einer Kochshow sowie die Fußball-WM-Innenproduktion für Magenta-TV. Der Material- und Lizenzaufwand nahm in Berichtsperiode um 9,6 Mio. Euro zu und erreichte mit 70,9 Mio. Euro (Vj. 61,3 Mio. Euro) praktisch den budgetierten Wert. Die Zunahme gegenüber der Vorjahresperiode resultiert aus höheren Lizenzkosten für Fußball- und Dartsrechte sowie höheren Kosten für bezogene Leistungen im Produktionsbereich aufgrund des gestiegenen Produktionsvolumen in der Berichtsperiode. Da die Zunahme der Material- und Lizenzkosten deutlich höher ausgefallen ist als der Anstieg der Umsatzerlöse reduzierte sich das Betriebsergebnis vor Abschreibungen/Wertminderungen (EBITDA) in der Berichtsperiode um 10,3 Mio. Euro auf -3,6 Mio. Euro. Aufgrund des höheren Investitionsvolumen nahmen die Abschreibungen in der Berichtsperiode um 0,8 Mio. Euro zu und lagen aber exakt auf dem budgetierten Wert. Dies führt dazu, dass sich das Betriebsergebnis (EBIT) um 11,1 Mio. Euro auf -13,4 Mio. Euro gegenüber der Vorjahresperiode reduzierte. Das Finanzergebnis verschlechterte sich in der Berichtsperiode um 1,0 Mio. Euro auf -1,3 Mio. Euro, insbesondere aufgrund der Zunahme der Zinsbelastungen. Der Zinsaufwand nahm einerseits aufgrund der allgemeinen Erhöhung des Zinsniveau und andererseits aufgrund der Erhöhung des Kreditvolumens zu. Unter Berücksichtigung des latenten Steueraufwands in Höhe von rund 0,3 Mio. Euro ergab sich ein Konzernergebnis Anteilseigner in Höhe von -14,7 Mio. Euro für die Berichtsperiode gegenüber -2,8 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Das Konzernergebnis Anteilseigner lag außerhalb der festgelegten Ergebnisspanne von zwischen -2,5 Euro Mio. und +1,0 Mio. Euro, weil die Umsatzerlösziele nicht erreicht werden konnten. Trotz den externen Einflussfaktoren - wie der Russland/Ukraine-Krieg, Inflation, Konsumentenstimmung und Energiekrise - beurteilt der Vorstand die Geschäftsentwicklung als unzufriedenstellend, insbesondere konnten das anvisierte Umsatzziel nicht erreicht werden, während hingegen die Kosten praktisch kaum von den budgetierten Werten abweichen. 2.4.2 Ertragslage des Sportl Medien-KonzernsDas Konzernjahresergebnis betrug -14,9 Mio. Euro nach -2,9 Mio. Euro im Vorjahr. Der darin enthaltene Ergebnisanteil Anteilseigner von -14,7 Mio. Euro (Vorjahr: -2,8 Mio. Euro) lag außerhalb der festgelegten Ergebnisspanne (zwischen -2,5 Mio. Euro und +1,0 Mio. Euro). Der Ergebnisanteil Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss betrug in der Berichtsperiode -0,3 Mio. Euro (Vorjahr: -0,0 Mio. Euro). Die Ertragslage des Sport1 Medien-Konzerns war neben der in Kapitel 2.4.1 dargestellten Entwicklung der Umsatzerlöse sowie der Material- und Lizenzaufwendungen im Einzelnen von folgenden Veränderungen geprägt: Die Abnahme der sonstigen betrieblichen Erträge um 2,7 Mio. Euro auf 9,6 Mio. Euro (Vj. 12,3 Mio. Euro) ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass in der Vorjahresperiode Leistungen aus der Überbrückungshilfe III in Höhe von 3,2 Mio. Euro für die deutschen Gesellschaften der obersten Muttergesellschaft erfasst wurden. Einen gegenläufigen Effekt hatte die Erhöhung der periodenfremden Erträge in Höhe von 0,5 Mio. Euro aufgrund einer Umsatzsteuerrückerstattung aus früheren Perioden. Des Weiteren enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge einen Erlös in Höhe von 7,0 Mio. Euro aus dem Verkauf einer Domain. (Vj. 7.0 Mio. Ertrag aus dem Verkauf eines Markenrechts). Die Verminderung des Personalaufwands um 0,6 Mio. Euro auf 31,7 Mio. Euro (Vj. 32,3 Mio. Euro) ist zum einen darauf zurückführen, dass in der Berichtsperiode im Vergleich zur Vorjahresperiode im Durschnitt rund 17 Festangestellte weniger beschäftigt waren. Der Personalaufwand lag rund 0,9 Mio. Euro über dem budgetierten Wert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich in der Berichtsperiode um 0,4 Mio. Euro. auf 15,7 Mio. Euro (Vj. 15,3 Mio. Euro). Diese Zunahme ist im Wesentlichen auf die deutlich höheren Gas- und Stromkosten in Höhe von 1,8 Mio. Euro, sowie auf gestiegene Werbe- und Reisekosten in Höhe von 0,3 Mio. Euro zurückzuführen. Gegenläufig entfiel gegenüber der Vorjahresperiode die Weiterleitung der Überbrückungshilfe III an Schwestergesellschaften vom Highlight Event and Entertainment Konzern in Höhe von 1,0 Mio. Euro. Zusätzlich reduzierten sich die Rechts- und Beratungskosten insbesondere aufgrund abgeschlossener Verfahren um 0,7 Mio. Euro in Berichtsperiode. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen rund 0,4 Mio. Euro über dem geplanten Wert aufgrund der höheren Energiekosten. Das Finanzergebnis verschlechterte sich in der Berichtsperiode um 1,0 Mio. Euro auf -1,3 Mio. Euro (Vj: -0,3 Mio. Euro). Dabei erhöhten sich die Zinsaufwendungen aus Leasing- und Finanzverbindlichkeiten um 0,5 Mio. Euro einerseits aufgrund der Zunahme des Volumens und andererseits aufgrund der allgemeinen Erhöhung des Zinsniveaus. Zusätzlich reduzierte sich das Ergebnis der Finanzinstrumente bewertet zum beizulegenden Zeitwert um 0,4 Mio. Euro in der Berichtsperiode. Gegenüber dem Budget lag das Finanzergebnis um knapp 0,2 Mio. Euro höher als geplant. 2.4.3 Vermögenslage des Sportl Medien-KonzernsSportl Medien-Konzern | Konzernbilanz (Kurzfassung) in Mio. Euro
Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich in der Berichtsperiode um 2,3 Mio. Euro auf 72,1 Mio. Euro. Diese Zunahme ist im Wesentlichen darauf zurückführen, dass digitale Entwicklungen sowie Lizenzrechte für Docutainment-Formate in Höhe von rund 1,6 Mio. Euro aktiviert wurden. Zusätzlich wurde eine Vorauszahlung für Lizenzrechte für das Jahr 2025 unter den langfristigen nicht finanziellen Vermögenwerte in Höhe von 2,4 Mio. bilanziert. Demgegenüber reduzierten sich die Nutzungsrechte aufgrund der planmäßigen Abschreibungen um 3,3 Mio. Euro in der Berichtsperiode. Die sonstigen langfristigen Finanzanlagen erhöhten sich um 1,5 Mio. Euro aufgrund des Kaufs von Genussrechte an einer Internetplattform gegen Medienleistungen in Höhe von 3,0 Mio. Euro. Einen gegenläufigen Effekt hatte die Abnahme der sonstigen langfristigen Vermögenswerte um 1,5 Mio. Euro (vor latenten Steuern) aufgrund der Veränderung des Börsenkurses bei den Aktien an der Highlight Communications AG. Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich zum 31. Dezember 2022 um insgesamt 8,2 Mio. Euro. Dabei nahmen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbezogen um 2,5 Mio. Euro ab. Insbesondere die Forderungen aus Gegenschäfte verringerten sich um 3,6 Mio. Euro. Die sonstigen Forderungen erhöhten sich zum Stichtag um 0,6 Mio. Euro (Zunahme der debitorischen Kreditoren). Des Weiteren reduzierten sich die Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente um 6,5 Mio. Euro (Details siehe Liquiditätslage). 2.4.4 Finanzlage des Sport1 Medien-KonzernsSport1 Medien-Konzern | Konzernbilanz (Kurzfassung) in Mio. Euro
Das Eigenkapital des Sport1 Medien-Konzerns zum 31. Dezember 2022 verminderte sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um 16,0 Mio. Euro und betrug 33,1 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 49,1 Mio. Euro). Dabei nahm das Eigenkapital einerseits ergebnisbedingt (-14,9 Mio. Euro) sowie andererseits auf die Wertberichtigungen der Beteiligungen zum Stichtag (-1,1 Mio. Euro nach Abzug latenter Steuern) ab. Die Eigenkapitalquote (Summe Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme) betrug zum 31. Dezember 2022 33,4 Prozent nach 46,8 Prozent zum 31. Dezember 2021. Die Abnahme der Eigenkapitalquote ist auf die Verminderung des Eigenkapitals zurückzuführen. Die Zunahme der langfristigen Schulden um 6,9 Mio. Euro auf 25,9 Mio. Euro beruht auf die Ausreichung eines Darlehens der Muttergesellschaft (11,3 Mio. Euro); gegenläufig wirkten die Tilgungen von Leasing- und sonstigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 4,2 Mio. Euro sowie die Abnahme der latenten Steuern in Höhe von 0,2 Mio. Euro. Bei den Leasingverbindlichkeiten handelt es sich dabei um Miete und Leasing von Gebäuden, Fahrzeugen, Büromaschinen und technischen Anlagen. Bei den sonstigen Finanzverbindlichkeiten handelt es sich um Leasingvereinbarungen mit Kaufoptionen wie unter anderem das Sendezentrum mit sämtlichen Erweiterungen und weiteren technischen Anlagen der PLAZAMEDIA GmbH. Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich stichtagsbezogen um 3,2 Mio. Euro auf 40,0 Mio. Euro. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich unter anderem aufgrund Ziehung der Betriebsmittelkreditlinie um 7,4 Mio. Euro und die Vertragsverbindlichkeiten stiegen um 1,7 Mio. Euro, insbesondere aufgrund der erhaltenen Anzahlungen für die Durchführung von Trainingslager. Gegenläufig reduzierten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten stichtagsbezogen um 3,7 Mio. Euro insbesondere aufgrund Abnahme der Abgrenzungen für Provision und Lizenzen in Höhe von 6,0 Mio. Euro. Für die Konzernfinanzierung wird neben dem Eigenkapital bei Bedarf zusätzlich Fremdkapital eingesetzt. Hierzu stehen der Sport1 Medien-Gruppe unter anderem eine unbefristete Betriebsmittelkreditlinie von 11,0 Mio. Euro und ungenutzte Avalrahmen von 2,1 Mio. Euro (31. Dezember 2021 : Betriebsmittelkreditlinie von 7,0 Mio. Euro und einen ungenutzten Avalrahmen von 3,0 Mio. Euro) zur Verfügung. Für sämtliche Kreditlinien von Dritten sind zum 31. Dezember 2022 zusammen insgesamt 6.182.518 Highlight Communications AG-Aktien (31. Dezember 2021 6.182.518 Highlight Communications AG-Aktien) verpfändet. Des Weitern besteht zur Absicherung der Kreditrahmen von Dritten eine Globalzession der Forderungen von der Sport1 GmbH und PLAZAMEDIA GmbH. Zusätzlich stellte in der Berichtsperiode die Muttergesellschaft ein Darlehensrahmen in Höhe von 11,0 Mio. Euro zur Verfügung. Diese Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. April 2024 und war zum Stichtag voll gezogen. Das Eigenkapitalmanagement der Sport1 Medien AG umfasst sämtliche Bilanzposten des Eigenkapitals. Die Sport1 Medien AG überwacht im Rahmen der Konzernsteuerung zudem sämtliche Posten des Fremdkapitals (siehe auch Kapitel 4 Risiko- und Chancenbericht). Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente gab es weder zum 31. Dezember 2022 noch zum Vorjahresstichtag. 2.4.5 Liquiditätsentwicklung des Sportl Medien-Konzerns2.4.5.1 Cash-Flow des Sport1 Medien-KonzernsSport1 Medien-Konzern | Kapitalflussrechnung (Kurzfassung) in Mio. Euro
Der Sport1 Medien-Konzern erzielte in der Berichtsperiode einen negativen Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit von 17,9 Mio. Euro (Vj: Mittelabfluss von 0,8 Mio. Euro). Die Veränderung gegenüber der Vorjahresperiode liegt unter anderem an der Veränderung des Jahresergebnis und widerspiegelt das operative Ergebnis. Die Investitionstätigkeit führte zu einem Mittelabfluss von 8,2 Mio. Euro (Vj: Mittelzufluss von 0,5 Mio. Euro) vor allem für die Weiterentwicklungen der digitalen Produkte in Höhe von 4,5 Mio. Euro sowie unter anderem für die Erweiterungen im Produktionsbereich in Höhe von 3,7 Mio. Euro. Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit betrug 19,6 Mio. Euro (Vj: Mittelzufluss von 1,3 Mio. Euro). Der Mittelzufluss resultiert aus Darlehen von nahestehenden Unternehmen in Höhe von 16 Mio. Euro, wovon in Berichtsperiode 7 Mio. Euro mit dem Domainverkauf verrechnet wurden. Des Weiteren trugen die Ziehung der Betriebsmittelkreditlinie in Höhe von 7,4 Mio. Euro sowie Einzahlung aus Sale-and-Leaseback Transaktionen in Höhe von 1,4 Mio. Euro zum Mittelzufluss bei. Gegenläufig standen die ordentlichen Tilgungen von Leasing- und Mietvereinbarungen in Höhe 5,4 Mio. Euro. gegenüber. In Summe ergab sich in der Berichtsperiode ein negativer Cash-Flow von 6,5 Mio. Euro (2021: 1,0 Mio. Euro positiver Cash-Flow). 2.4.5.2 Liquiditätslage und -management des Sportl Medien-KonzernsDie Steuerung der liquiden Mittel erfolgt durch die Sportl Medien AG in Abstimmung mit den operativen Gesellschaften. Dabei fungiert die Sport1 Medien AG als finanzwirtschaftlicher Koordinator, um eine möglichst kostengünstige und stets ausreichende Deckung des Finanzbedarfs für das operative Geschäft und für Investitionen sicherzustellen. Die Basis hierfür bildet eine Liquiditätsplanung mit Abweichungsanalyse sowie im Wesentlichen die Nettoliquidität. Zudem wird der Liquiditätsstatus innerhalb des Konzerns regelmäßig überprüft. Für kurzfristige auftretende Liquiditätsengpässe steht der Gruppe eine Betriebsmittelkreditlinie in Höhe von 11 Mio. Euro zur Verfügung. Aufgrund der nicht zufriedenstellenden Geschäftsentwicklung im Jahr 2022 (siehe vorherige Analyse), stellte die Muttergesellschaft eine Darlehen in Höhe von 11 Mio. Euro zur Verfügung, um jederzeit die Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen zu können. Sportl Medien-Konzern | Nettoverschuldung in Mio. Euro
Zum 31. Dezember 2022 weist der Sport1 Medien-Konzern eine Nettoverschuldung von 38,1 Mio. Euro aus (31. Dezember 2021: Nettoverschuldung 18,5 Mio. Euro). Hauptursache für die Zunahme der Nettoverschuldung ist insbesondere die Zunahme der Darlehen von nahestehenden Unternehmen in Höhe von 9,3 Mio. Euro, die Ziehung der Betriebsmittelkreditlinie in Höhe von 7,4 Mio. Euro sowie die Abnahme der flüssigen Mitteln in Höhe von 6,5 Mio. Euro. Einen gegenläufigen Effekt hatten die ordentlichen Tilgungen der Miet- und Leasingvereinbarungen. Bei dem konservativ ausgerichteten Liquiditätsmanagement des Konzerns steht die Sicherung der Liquidität im Vordergrund. Die operativen Gesellschaften sollen ihren Liquiditätsbedarf grundsätzlich aus dem Cash-Flow ihrer betrieblichen Geschäftstätigkeit finanzieren können. Im Falle größerer Investitionen und Akquisitionen werden gegebenenfalls zusätzliche Finanzierungsmaßnahmen (vor allem mittels Leasingvereinbarungen) mit der Konzernobergesellschaft abgestimmt (siehe auch im Risiko- und Chancenbericht in Kapitel 4). 2.4.5.3 Investitionen des Sport1 Medien-KonzernsIm Geschäftsjahr 2022 betrugen die Zugänge bei immateriellen und materiellen Vermögenswerten im Konzern 8,3 Mio. Euro (2021: 6,5 Mio. Euro). Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte betrugen 4,5 Mio. Euro hauptsächlich für digitale Produkte für die Weiterentwicklungen Webseite und Apps sowie Neuentwicklungen wie die Smart TV-App. Der Zugang bei den Sachanlagen von 3,7 Mio. Euro beruht vor allem auf Erweiterungen im Produktionsbereich, welche unter anderem mittels Sale-and-Leaseback Transaktionen finanziert wurden. 2.5 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Sport1 Medien AGDie Sport1 Medien AG ist die Muttergesellschaft des Sport1 Medien-Konzerns mit Sitz in Ismaning. Ihr obliegen Leitungsfunktionen wie die Unternehmensstrategie und das Risikomanagement für den Sport1 Medien-Konzern, Aufgaben der Beteiligungsverwaltung und der zentralen Finanzierung sowie andere Dienstleistungen. Als konzernleitende Holding mit den Bereichen Finanzen, Rechnungswesen, Controlling, Interne Revision, Personal und Recht erbringt die Sport1 Medien AG konzerninterne Dienstleistungen. Der Jahresabschluss der Sportl Medien AG als Holding ist entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs für eine kleine Kapitalgesellschaft in entsprechender Anwendung des § 267 Abs. 1 HGB und den ergänzenden Vorschriften der §§ 150 ff. AktG aufgestellt worden. 2.5.1 Ertragslage der Sportl Medien AGSportl Medien AG | Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB (Kurzfassung) in Mio. Euro
Der Umsatz der Sport1 Medien AG betrug 3,3 Mio. Euro und lag dabei leicht unter Vorjahresniveau. Er enthält Erlöse aus der Weiterbelastung konzerninterner Administrations- und Management-Dienstleistungen. Das Jahresergebnis der Sport1 Medien AG als Holding war vor allem durch die Entwicklung der sonstigen betrieblichen Erträge, der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie des Finanzergebnisses beeinflusst. Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf 1,0 Mio. Euro, eine Abnahme um 2,6 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr (Vj: 3,6 Mio. Euro). Wesentlich dafür war, dass in der Vorjahresperiode die Sport1 Medien AG der Antragssteller war für die Überbrückungshilfe III aller deutschen Gesellschaften der obersten Muttergesellschaft und somit die Einnahmen in Höhe von 3,2 Mio. Euro erfasst hatte. Die Weiterverteilung in nahezu derselben Höhe an Tochter- und Schwestergesellschaften wurde ebenfalls in der Vorjahresperiode erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Einen gegenläufigen Effekt hatten die Zunahme periodenfremde Erträge in Höhe von 0,6 Mio. Euro, insbesondere aufgrund einer Rückerstattung von Vorsteuern aus dem Jahr 2017 vom Finanzamt. In der Berichtsperiode reduzierten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 3,1 Mio. Euro auf 2,6 Mio. Euro (Vj: 5,7 Mio. Euro). Wesentlich dafür war oben beschrieben die Weiterleitung der Überbrückungshilfe III in der Vorjahresperiode. Einen gegenläufigen Effekt hatte die Einzelwertberichtigung in Höhe von 0,5 Mio. Euro auf einem ausgereichten Darlehen an ein verbundenes Unternehmen. Das Finanzergebnis betrug im Berichtsjahr -14,0 Mio. Euro nach -0,1 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Die Verschlechterung resultierte vor allem aus dem Aufwand von Verlustübernahme von den Tochtergesellschaften in Höhe von 12,7 Mio. Euro (Vj. 0 Mio. Euro) sowie einer höheren Abschreibung der Highlight Communications AG-Aktien auf den Börsenwert zum Stichtag in Höhe von 1,5 Mio. Euro (Vj: 0,2 Mio. Euro). Das Betriebsergebnis 2022 der Sport1 Medien AG entwickelte sich leicht über den Erwartungen (2,5 Mio. Euro). Hingegen lag das Jahresergebnis der Sport1 Medien AG deutlich unter den Erwartungen 17,1 Mio. Euro) aufgrund der Verlustübernahme aus Ergebnisabführungsverträgen sowie aus der Abschreibung der Highlight Communications AG-Aktien. 2.5.2 Vermögens- und Finanzlage der Sportl Medien AG Sportl Medien AG | Bilanz nach HGB (Kurzfassung) in Mio. Euro
Auf der Aktivseite der Bilanz der Gesellschaft verringerte sich das Finanzanlagevermögen um 3,4 Mio. Euro auf 103,5 Mio. Euro (Vj: 106,9 Mio. Euro) aufgrund der Kapitalherabsetzung bei der Sport1 Holding GmbH in Höhe von 1,9 Mio. Euro sowie die Abschreibung der Highlight Communications AG-Aktien auf den Börsenwert zum Stichtag in Höhe von 1,5 Mio. Euro. Beim Umlaufvermögen nahmen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stichtagsbezogen um 8,7 Mio. Euro aufgrund von Ausreichungen von Darlehen an die Tochterunternehmen ab. Einen gegenläufig Effekt hatte die Abnahme des Kassenbestand bzw. Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 1,7 Mio. Euro. Auf der Passivseite der Bilanz wies die Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 ein Eigenkapital von 89,1 Mio. Euro aus (Vj: 106,2 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote reduzierte sich aufgrund des Rückgangs der Eigenkapitals per 31. Dezember 2022 um 17 Prozentpunkte auf 76,1 Prozent (Vj: 91,1 Prozent). Für Anteile an einem herrschenden oder mit Mehrheit beteiligten Unternehmen besteht zu Lasten des Bilanzgewinns bzw. Bilanzverlusts eine Rücklage im Umfang des Buchwerts der Beteiligung an der Highlight Communications AG. Die Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2022 stiegen um 20,8 Mio. Euro auf 26,3 Mio. Euro nach 5,5 Mio. Euro zum Vorjahr. Die Erhöhung resultiert vor allem aus der Ziehung eines Darlehens von der Muttergesellschaft in Höhe von 11,0 Mio. Euro sowie der Verbindlichkeit aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von rund 12,7 Mio. Euro. Die Rückstellungen sanken im Stichtagsvergleich um 0,7 Mio. Euro auf 1,7 Mio. Euro (Vj: 2,4 Mio. Euro). Diese Reduktion entfiel im Wesentlichen auf die Verminderung der Rückstellungen für Rechtsberatungskosten und Personal. Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente gab es weder zum 31. Dezember 2022 noch zum Vorjahresstichtag. 2.5.3 Finanzlage der Sport1 Medien AGDie Sport1 Medien AG wies im Einzelabschluss zum 31. Dezember 2022 eine Abnahme der liquiden Mittel auf -0,9 Mio. Euro aus (Vj: 1,7 Mio. Euro), aufgrund Ziehung der vorhanden Betriebsmittelkreditlinie. Des Weiteren bestanden zum Bilanzstichtag Darlehen an Tochtergesellschaften in Höhe von 10,3 Mio. Euro (Vj: 5,0 Mio. Euro). Die Sport1 Medien AG verfügte zusammen mit der Sport1 GmbH sowie der PLAZAMEDIA GmbH zum 31. Dezember 2022 über eine Betriebsmittelkreditlinie von 11,0 Mio. Euro und ungenutzte Avalrahmen von 2,1 Mio. Euro (Vj: Betriebsmittelkreditlinie von 7,0 Mio. Euro und einen ungenutzten Avalrahmen von 3,0 Mio. Euro). Für sämtliche Kreditlinien sind zum 31. Dezember 2022 zusammen insgesamt 6.182.518 Highlight Communications AG-Aktien Vj: 6.182.518 Highlight Communications AG-Aktien) verpfändet. Des Weitern besteht zur Absicherung des Avalrahmens eine Globalzession der Forderungen von der Sport1 GmbH und PLAZAMEDIA GmbH. Für mögliche kurzfristige auftretende Liquiditätsengpässe steht der Gruppe eine Betriebsmittelkreditlinie in Höhe von 11 Mio. Euro zur Verfügung. Aufgrund der nicht zufriedenstellenden Geschäftsentwicklung im Jahr 2022 (siehe vorherige Analyse), stellte die Muttergesellschaft eine Darlehen in Höhe von 11 Mio. Euro zur Verfügung, um jederzeit die Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können. 2.5.4 Investitionen der Sportl Medien AGIm Berichtsjahr gab es keine wesentlichen Investitionen. 3. PersonalberichtDer SPORT1 MEDIEN Konzern beschäftigte zum Stichtag 31. Dezember 2022 inklusive der freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter insgesamt 534 Personen (31. Dezember 2021: 504 Personen). Dies entspricht im Stichtagsvergleich einer Zunahme von 6,0 Prozent. Die Zahl der fest angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sank dabei zum 31. Dezember 2022 konzernweit um 1,5 Prozent auf 333 Personen (31. Dezember 2021: 338 Personen). Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt im SPORT1 MEDIEN Konzern beschäftigten festen und freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sank auf 500 Personen und lag damit um 0,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres (2021: 503 Personen), was sich auch in den leicht niedrigeren Personalaufwendungen widerspiegelt. Die Anzahl der fest angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lag mit 330 Personen im Jahresdurchschnitt um 5,0 Prozent unter dem Wert von 2021 (347 Personen). Die Anzahl der durchschnittlich projektbezogen beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhöhte sich um 9,5 Prozent auf 170 Personen (2021: 155 Personen). Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sport1 Medien AG lag zum 31. Dezember 2022 bei 14 Personen (Vj: 13 Personen). Im Jahresdurchschnitt wurden bei der Sport1 Medien AG 13 Personen (Vj: 13 Personen) beschäftigt. 4. Risiko- und Chancenbericht4.1 Risiko- und Chancenmanagementsystem (RMS)Unternehmerisches Handeln und die Wahrnehmung von Chancen sind stets auch mit Risiken verbunden. Zum Schutz des Fortbestands des Sport1 Medien-Konzerns, wie auch zur Unterstützung bei der Erreichung der Unternehmensziele, wurde ein integriertes, unternehmensweites RMS implementiert. Die Konzernrisiken und -chancen gelten (indirekt) auch für die Sport1 Medien AG. 4.2 Risikobericht4.2.1 RisikomanagementsystemDas RMS ist in einer Richtlinie definiert. Der Sport1 Medien-Konzern wendet die Definition des Deutschen Rechnungslegung Standards Nr. 20 Konzernlagebericht des Deutschen Rechnungslegung Standards Committee (DRSC) an. Dieser definiert Risiken (Chancen) als "mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen (positiven) Prognose- bzw. Zielabweichung führen können". Das RMS folgt den Grundzügen des übergreifenden Rahmenwerks für "Unternehmensweites Risikomanagement", wie es vom "Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission" (COSO) entwickelt wurde. Es werden folgende Ziele verfolgt:
Das Risiko- und Chancenmanagement des Sport1 Medien-Konzerns umfasst einerseits die Geschäftstätigkeiten, die dem Bereich Sport zugeordnet sind. Hierzu gehören in erster Linie die Aktivitäten der Sport1 GmbH, der Magic Sports Media GmbH, der PLAZAMEDIA GmbH, der Jackpot50 GmH sowie der Match IQ GmbH. Anderseits umfasst das Risiko- und Chancenmanagement des Sport1 Medien-Konzerns die Holdingaktivitäten der Sport1 Medien AG inklusive der Highlight Communications AG-Aktien. Das RMS des Sport1 Medien-Konzerns umfasst Risiken und Chancen gleichermaßen. Die operative Verantwortung im Umgang mit den Risiken liegt bei den jeweiligen Risikoverantwortlichen. Im Wesentlichen sind dies die Vorstände und Gremien bzw. die Geschäftsführer, die Geschäftsleitung und die Abteilungsleiter der einzelnen Tochtergesellschaften. Die den Risiken und Chancen zugrundeliegenden Faktoren werden quartalsweise erfasst bzw. bewertet und von den Risikoverantwortlichen freigegeben. Auf Konzernebene werden die gemeldeten Faktoren gegebenenfalls vereinheitlicht und konsolidiert. Für potenziell bestandsgefährdende Risiken besteht eine unmittelbare Meldepflicht. Bei der periodischen Meldung werden Ursache und Wirkung der Faktoren sowie mögliche Frühwarnindikatoren und geplante oder bereits getroffene Maßnahmen beschrieben. Sofern ein Schaden oder eine Maßnahme sinnvoll quantifizierbar ist, wird dieser Wert ermittelt und angegeben. Ist eine Quantifizierung nicht sinnvoll möglich, wird der mögliche Schaden verbal beschrieben. In jedem Fall erfolgt eine Einordnung in die Kategorien "unwesentlich", "begrenzt", "hoch" oder "schwerwiegend". Gleiches gilt für die Eintrittswahrscheinlichkeit mit den Ausprägungen "klein", "mittel", "groß" und "sehr groß". Aus der Höhe der Eintrittswahrscheinlichkeit in Verbindung mit dem Schadensmaß ergeben sich folgende Risikostufen: Kleine RisikenKleine Risiken sind für das Unternehmen unwesentlich. Es sind keine Maßnahmen zur Risikoreduktion zu vereinbaren. Mittlere RisikenMittlere Risiken bestehen bei einem begrenzten bis hohen Schadensausmaß und einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit. Es besteht kein unmittelbarer Handlungsbedarf. Effiziente und effektive Maßnahmen reichen aus, um mittlere Risiken zu reduzieren oder im Eintrittsfall rasch zu bewältigen. Erhebliche RisikenErhebliche Risiken haben im Vergleich zu mittleren Risiken ein höheres Ausmaß und/oder eine größere Eintrittswahrscheinlichkeit. Sie sollten durch geeignete Kontrollen oder Prozessoptimierungen reduziert werden. Wenn möglich, sollten die erheblichen Risiken durch geeignete Maßnahmen auf die mittlere oder kleine Risikostufe reduziert werden. Große RisikenGroße Risiken können unter Umständen den Fortbestand einer Organisationseinheit oder des Sport1 Medien-Konzerns insgesamt gefährden. Maßnahmen zur Reduktion des Risikos sind zwingend und unmittelbar einzuleiten. Die Maßnahmenumsetzung wird von der Geschäftsleitung überwacht. Große Risiken sind unmittelbar - unabhängig vom Turnus - dem Vorstand zu melden. Aus dem möglichen Bruttoschaden, der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Wirkung der Maßnahmen ergibt sich das Nettorisiko. Zur besseren Gliederung werden Risiken in die Kategorien Risiken aus der Regulierung, Geschäfts- und Marktrisiken, Rechts-, Betriebs-, Compliance-, sowie Finanzrisiken eingeteilt. Insbesondere Risiken außerhalb des Einflussbereichs des Konzerns und Risiken, die sich aus der gesetzlichen Regulierung (z.B. einer gesetzlichen Einschränkung der Bewerbung einzelner Produktgruppen) ergeben, lassen sich häufig nicht aktiv steuern und vermeiden. Weiterhin werden Risiken mit kleiner bzw. nicht messbarer Eintrittswahrscheinlichkeit bei gleichzeitig möglicherweise großer Auswirkung nicht zuverlässig erfasst. Hierunter fallen unerwartete und unabwendbare Ereignisse (höhere Gewalt). 4.2.2 Angaben zu den einzelnen RisikenNachfolgend werden einzelne Risiken und deren Risikofaktoren sowie deren Auswirkungen dargestellt. Die Darstellung erfolgt gruppiert nach den Risikokategorien des RMS, jedoch auf einem höheren Aggregationsgrad. Innerhalb einer Kategorie sind die Risiken zuerst genannt, deren Auswirkung auf die Ertrag-, Vermögens- und Finanzlage als am größten eingestuft werden. Wird bei der Einstufung des Risikos kein Bezug auf die getroffenen Maßnahmen angegeben, so handelt es sich um die Einstufung als Bruttorisiko. Kann ein Risikofaktor den Fortbestand einer wesentlichen Organisationseinheit gefährden, wird im Folgenden darauf hingewiesen. Gleiches gilt, wenn ein Risiko den Fortbestand des Konzerns gefährdet. 4.2.3 Risiken aus der RegulierungDie Geschäftsmodelle der Sportl Medien-Gruppe sind stark von der Gesetzgebung, der Rechtsprechung und den regulatorischen Eingriffen der öffentlichen Verwaltung abhängig. Regulatorische Eingriffe, Änderungen in der Gesetzgebung (wie im neuen Glücksspielstaatsvertrag, der am 01. Juli 2021 in Kraft getreten ist) oder Verwaltungsverfahren können sich negativ auf die Kosten- oder Erlösstruktur auswirken. Sie könnten zur Zurückhaltung der Kunden bei der Buchung der betroffenen Werbezeiten oder Einschränkungen bei Lizenzeinkäufen führen. Bereits kontrahierte oder in der Planung berücksichtigte Umsätze aus dem Verkauf von Werbezeiten könnten aufgrund von Verboten oder anderweitigen Einschränkungen kurzfristig entfallen. Folgende Faktoren beeinflussen dieses Risiko nennenswert: Der Verkauf von Werbezeiten an Anbieter von Produkten in den Bereichen Wetten, Poker- und Casinospiele sowie Lotto ist in starkem Maße reguliert. Durch regulatorische Maßnahmen, wie z.B. Konzessionen, Untersagungen, Werbeverbote oder weitere Einschränkungen könnten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Anbieter dieser Produkte verändern, was eine mittelbare Auswirkung auf die geplanten Umsätze haben könnte. In diesem Zusammenhang könnten auch mögliche Verwaltungsverfahren oder wettbewerbsrechtliche Verfahren gegen Gesellschaften des Konzerns hinsichtlich der Bewerbung dieser Produkte die Umsatzrealisierung unmittelbar negativ beeinflussen und eventuell zu erhöhten Kosten führen. Weitere regulatorische Risiken ergeben sich aus dem Medienstaatsvertrags. Durch die vorgesehene leichte Auffindbarkeit von Öffentlich-Rechtlichen Angeboten und privaten Angeboten die gewisse Vielfaltskriterien erfüllen, könnte ein Nachteil für SPORT1 entstehen, wenn SPORT1 nicht die Kriterien eines leicht auffindbaren Programms auf Dauer erfüllt oder die Vorschriften durch die Benutzeroberflächen nicht angemessen umgesetzt werden. SPORT1 hat durch Bescheid der Medienanstalten den Status Public Value bis Mitte 2025 und muss sich dann erneut bewerben. Weiter wurde das Zugangsregime auf Plattformen im Rahmen des Medienstaatsvertrages nicht auf solche Plattformen ausgeweitet, die nicht infrastrukturgebunden sind, sodass große OTT-Player SPORT1 den Zugang erschweren könnten. Der Entwurf für die ePrivacy-Verordnung, die unter anderem den Einsatz von Cookies und ähnlicher Technologien, die Zulässigkeit der Erstellung von Nutzerprofilen (Tracking, Profiling, Retargeting) oder Maßnahmen zur Nutzung personenbezogener Daten regulieren soll, ist nach wie vor im Gesetzgebungsverfahren der EU anhängig. Am 01. Dezember 2021 trat die Novelle des Telekommunikationsgesetzes (TKG) überwiegend in Kraft. Das Nebenkostenprivileg bei den Kabel-TV-Kosten wird fallen - für neugebaute Hausverteilnetze sofort. Für Bestandsimmobilien gilt eine Übergangsfrist bis Mitte 2024. Beim sogenannten Nebenkostenprivileg können Vermieter ihren Mietern Kabelanschlüsse pauschal über die Nebenkosten abrechnen können. Über diesen Modus werden gut 7,4 Millionen Haushalte in Deutschland mit Fernsehen versorgt. Durch den Wegfall des Privilegs ist zu befürchten, dass Kunden von klassischen Kabelnetzbetreibern abwandern und dann eventuell in nicht von der AGF gemessene Distributionswege abwandern, oder noch weniger lineares Fernsehen konsumieren. Obwohl es hier schwierig ist, klare Prognosen anzustellen, besteht jedoch das Risiko, dass von 5 Prozent bis 20 Prozent technische Reichweite verloren gehen könnte. Dies könnte zu sinkenden Marktanteilen und somit einhergehend zu sinkenden Umsatzerlösen führen. Ebenso trat zum gleichen Zeitpunkt das Gesetz zur Regelung des Datenschutzes und des Schutzes der Privatsphäre in der Telekommunikation und bei Telemedien" in Kraft. Dieses Telekommunikations-Telemedien-Datenschutzgesetz soll der ePrivacy-Verordnung in einigen wichtigen Punkten bereits vorgreifen, um nicht weiterhin auf die noch weit entfernte EU-Lösung angewiesen zu sein. Mit einem neuen Gesetz zu digitalen Inhalten und Dienstleistungen, das 2022 in Kraft trat, erhalten die Verbraucher nun umfassende Gewährleistungsrechte. Auch eine Update-Pflicht für die Unternehmen wird eingeführt. Die neuen Regelungen gelten für alle Verbraucherverträge - also Verträge zwischen Unternehmen und Verbrauchern - unabhängig von der Vertragsart. Sie beziehen sich auf die Bereitstellung digitaler Inhalte wie zum Beispiel Software und E-Books, wie auch digitaler Dienstleistungen wie zum Beispiel Videostreaming und soziale Netzwerke. Auch die Reformierung des Urhebervertragsrechts ist von Relevanz. Die neuen gesetzlichen Regelungen enthalten unbestimmte Rechtsbegriffe und unklare Formulierungen, bezüglich derer erst durch die Rechtsprechung und Branchenübung in den nächsten Jahren mehr Rechtssicherheit erreicht werden kann. Zurzeit sind die Auswirkungen auf die Sportl Medien Gruppe dementsprechend noch nicht final absehbar. Der Sportl Medien-Konzern verfolgt systematisch die einschlägigen Urteile und Gesetzesvorlagen und ist bestrebt durch eigene medienpolitische Arbeit sowie im Rahmen der Arbeit des VAUNET -Verband Privater Medien und des Deutschen Verband für Telekommunikation und Medien (DVTM) auf die nutzergerechte und zugleich wirtschaftlich sinnvolle Ausgestaltung der jeweiligen Bestimmungen hinzuwirken. Durch interne Vorgaben, Schulungen und vertragliche Verpflichtungen wird ein regelkonformer Sendeablauf bei Call-In-Formaten sichergestellt. Angesichts der möglichen Auswirkungen sowie empfindlicher Bußgeldandrohungen bei potenziellen Verstößen gegen einzelne Vorschriften ist dieses Risiko insgesamt als erheblich einzustufen (Vj. erhebliche Stufe). 4.2.4 Geschäfts- und Marktrisiken4.2.4.1 Zugang zu Lizenzen und VerwertungsrechtenFür den Betrieb ihrer Plattformen ist die Sportl Medien-Gruppe auf attraktive Übertragungsrechte an Sportveranstaltungen und Programmformaten angewiesen. Eine Neulizenzierung von Verwertungsrechten für Sportveranstaltungen oder Programmformate kann mit einer Erhöhung der geplanten Lizenzkosten einhergehen. Ebenso können neue technische Standards gerade in der Distribution über digitale Assets zu höheren Infrastrukturkosten führen. Die fehlende Verfügbarkeit von Übertragungsrechten an Sportveranstaltungen unter anderem aufgrund der größeren Konkurrenz wie OTT-Plattformen bzw. eine Erhöhung der Lizenzkosten in der Zukunft könnte dazu führen, dass der Sport1 Medien-Gruppe attraktive Inhalte für ihre TV-Sender bzw. sonstigen Plattformen fehlen würden. Zusätzlich ist die Verfügbarkeit von notwendigen personellen Ressourcen im sog. "War of Talents" als zusätzliches Risiko zu bewerten. Dies wäre mit geringeren Marktanteilen, geringeren Werbe- und/oder Sponsoring-Erlösen sowie geringeren Pay-TV-Erlösen verbunden. Diese Risiken werden durch Mitarbeiter im Bereich Rechte- und Lizenzeinkauf der Sport1 GmbH in Zusammenarbeit mit der Zentralredaktion überwacht. Einerseits werden, sofern möglich, Rechte langfristig erworben, um die Unsicherheit im Planungszeitraum zu reduzieren. Andererseits wird die Entwicklung alternativer Formate und Eigenproduktionen kontinuierlich ausgebaut, um eine gewisse Unabhängigkeit von Rechten Dritter zu schaffen. Insgesamt ist dieses Risiko als erheblich einzustufen (Vj. erhebliche Stufe). 4.2.4.2 Intensiver Wettbewerb beim Absatz der ProdukteDie Umsatzplanung des Konzerns unterstellt bestimmte Marktanteile, Reichweiten und Abonnentenzahlen sowie Erlöse aus den verschiedenen Auswertungsplattformen. Signifikante Abweichungen von diesen Planzahlen können Einfluss auf den Konzernumsatz haben. Dabei sind folgende Faktoren nennenswert: Es besteht ein nicht unerheblicher Wettbewerb um die begrenzt verfügbaren Budgets der werbetreibenden Wirtschaft, denen eine hohe Anzahl von TV-Sendern und anderen möglichen Werbeplattformen gegenübersteht. Rückläufige Werbeinvestitionen und sinkende Preise in der Werbezeiten- bzw. Werbeflächenvermarktung könnten wesentliche Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Konzerns haben. Des Weiteren hat der Werbemarkt eine hohe Volatilität und reagiert unverzüglich auf konjunkturelle Verschlechterung (wie Covid-19-Pandemie, Ukraine/Russland-Krieg, Inflation, Konsumentenstimmung). Generelle Konjunkturschwankungen wirken sich direkt auf den Werbemarkt aus. Dies könnte zu rückläufigen Werbebudgets und -spendings bei den Werbetreibenden führen und somit bei der Sport1 GmbH zu geringeren Umsatzerlösen. Die Umsatzplanung beinhaltet Werbeeinnahmen aus den Bereichen Sportwetten, Poker, Casino und Telefonangeboten. Veränderungen auf diesen Märkten, wie z.B. regulatorische Eingriffe in die Geschäftsmodelle der Anbieter, könnten die Planung gefährden. Die Veränderungen bzw. Anpassungen des Gewichtungsmodels im Fernsehpanel der AGF Videoforschung GmbH können zu einem nicht geplanten Verlust an Marktanteilen des Free-TV-Senders SPORT1 führen und als Folge davon möglicherweise sinkende Erlöse in der Werbezeiten- bzw. Werbeflächenvermarktung nach sich ziehen. Da insbesondere die Reichweiten, Marktanteile und Abonnentenzahlen für die Höhe der erzielbaren Werbeeinnahmen bzw. Erlöse maßgeblich sind, ist die Sport1 Medien-Gruppe bestrebt, ihre Marktanteile über zielgruppengerechte, begehrte Programminhalte für ihre TV-Sender und anderen Plattformen auszubauen und dadurch ihre Wettbewerbsstärke zu steigern sowie durch Aufwendungen für die Vermarktung und das Marketing von Produkten deren Bekanntheit und Image zu erhöhen. SPORT1 arbeitet sehr aktiv an einer Ausweitung und der Gewinnung neuer Zielgruppen über digitale Distributionswege und alternative digitale Formate, um das entsprechende Risiko auszugleichen und die Möglichkeit zur Gewinnung neuer Werbeinventare zu schaffen. Insgesamt wird dieses Risiko als erheblich eingestuft (Vj. erhebliche Stufe). 4.2.4.3 Verhältnis zu Kunden, Lieferanten und GeschäftspartnernWie jede andere Unternehmung ist auch die Sportl Medien-Gruppe von guten Beziehungen zu ihren Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern abhängig. Dabei bringt die Medienbranche spezifische Anforderungen mit sich. Sollten Verträge mit wesentlichen Kunden, Lieferanten oder Geschäftspartnern auslaufen, nicht verlängert und/oder während der Laufzeit beendet werden, könnte sich dies erheblich nachteilig auf den Umsatz und das Ergebnis der Folgeperioden auswirken. Folgende Faktoren sind hier wesentlich: Der Markt für TV-Werbezeiten ist sowohl auf der Nachfrage- als auch auf der Angebotsseite durch konzentrierte Strukturen gekennzeichnet. Auf der Nachfrageebene existieren im Wesentlichen sieben große Verbünde aus Mediaagenturen, die sich in der Regel wiederum aus einer Vielzahl kleinerer Agenturen zusammensetzen. Diesen stehen auf der Angebotsseite vor allem die beiden privatrechtlichen Sendergruppen RTL und ProSiebenSat.1 sowie die öffentlich-rechtlichen Sender gegenüber sowie unabhängige Vermarktungsgesellschaften, zu denen auch die Sport1 GmbH und Magic Sports Media GmbH gehören, die die Plattformen und Angebote von SPORT1 vermarkten. Sollten sich Werbebudgets rückläufig entwickeln, das Preisniveau bei der Werbezeitenvermarktung sinken oder Kunden ausfallen, könnte dies wesentliche Folgen für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Gesellschaft haben. Derzeit kann eine weiter steigende Wettbewerbsintensität im deutschen Werbemarkt beobachtet werden. Es bestehen langfristige Verbindungen mit technischen Dienstleistern, die für den reibungslosen Sendebetrieb notwendig sind. Eine vorzeitige Kündigung bzw. Nichtverlängerung einzelner Lieferantenverträge könnte zu höheren Kosten durch die Suche nach neuen Partnern und der Etablierung neuer Strukturen führen. Die Pflege der Beziehungen zu Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern ist eine wesentliche Management-Aufgabe. Abschluss und Einhaltung vertraglicher Vereinbarungen sowie die Qualität der Lieferungen und Leistungen werden regelmäßig überprüft. Das Wettbewerbsumfeld sowie die Werbeerlöse und -marktanteile des Sport1 Medien-Konzerns werden regelmäßig identifiziert und analysiert, um mögliche Verlustpotenziale frühzeitig zu erkennen. Durch den Vergleich von Ist- und Planwerten mit den entsprechenden Vorjahreswerten können Budgetabweichungen schnell erkannt und Gegenmaßnahmen wie Kostenanpassungen oder Änderungen in der Programmplanung und Preispolitik auch kurzfristig umgesetzt werden. Insgesamt wird das Risiko der Abhängigkeit von einzelnen Vertragspartnern als erheblich eingestuft (Vj. erhebliche Stufe). 4.2.4.4 Reichweite der einzelnen PlattformenFür jeden Sender bzw. für jede mediale Plattform ist eine möglichst hohe Reichweite ausschlaggebend. Je größer die Reichweite ist, desto mehr Konsumenten und zielgruppenrelevante Werbekontakte können generiert werden. Folgende Faktoren beeinflussen dieses Risiko nennenswert: Mit den in Deutschland maßgeblichen Kabelnetz-, Satelliten- und Plattformbetreibern bestehen Verträge zur mittelfristigen Absicherung der digitalen Verbreitung der von der Sport1 GmbH betriebenen Sender. Vertragliche Kündigungsrechte oder sich ändernde regulatorische Vorgaben sowie das Konkurrenzverhalten von Mitbewerbern auf anderen Verbreitungswegen könnten sich jedoch negativ auf die Kabelverbreitung von SPORT1 und die grundsätzliche Verbreitung der Pay-TV Programme auswirken. Durch die Vielfalt des Sendeangebots im Rahmen der digitalen Verbreitung ist die Auffindbarkeit zum Beispiel im Rahmen von elektronischem Programmführer (EPGs) essenziell. Kurzfristig könnte ein drastisches Absinken der Reichweite dazu führen, dass bestehende Verträge mit der werbetreibenden Wirtschaft nicht erfüllt werden können. Eine nachhaltige Reduzierung der technischen Reichweite könnte den zu erzielenden Preis pro Werbeminute oder pro Zielgruppenkontakt senken und damit die Realisierung der geplanten Umsätze gefährden. Auch im Pay-TV-Bereich könnten geplante Umsätze nicht realisiert werden. Die Strategie des Sport1 Medien-Konzerns sieht vor, durch langfristige Verträge mit den im Sendegebiet ansässigen Kabelnetz-, Satelliten- und Plattformbetreibern die Reichweite größtmöglich zu halten oder auszubauen. Andererseits wird aktiv medienpolitisch das Ziel verfolgt, dass ein Zugang sowie die Auffindbarkeit für Sender wie SPORT1 diskriminierungsfrei und vor allem auch chancengleich zu anderen Anbietern, insbesondere den großen Sendergruppen, erfolgt. Zudem legt der Konzern hohen Wert auf eine vielversprechende Programmgestaltung, die bei der Vergabe der Kabelplätze und insbesondere auch der Auffindbarkeit im digitalen Umfeld ein wichtiges Entscheidungskriterium darstellt. Insgesamt ist dieses Risiko als erheblich einzustufen (Vj. erhebliche Stufe). 4.2.4.5 Konsumentenpräferenzen und NutzungsverhaltenDer Wandel in der Nutzungs- und Verhaltensökonomie und der technischen Möglichkeiten im Umgang mit Medien kann derzeit dazu führen, dass Konsumenten das Produktportfolio der Sport1 MedienGruppe weniger nutzen als geplant und es der Sport1 GmbH nicht ausreichend möglich ist, neue Nutzergruppen zu akquirieren, sodass dieses an Reichweite oder Relevanz verlieren und dementsprechend mit der geplanten Reichweite in der relevanten Zielgruppe der geplante Umsatz nicht mehr erreicht werden könnte. Folgende Faktoren sind besonders relevant:
Die abnehmende TV-Nutzung in der jungen Zielgruppe (vor allem bei den 14- bis 29-jährigen Männern) geht einher mit einer erhöhten Nutzung von Streaming-Diensten. Dies könnte zu einem Rückgang der Marktanteile und Reichweiten in dieser Zielgruppe führen und wesentliche Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung haben. Durch gezielte Marktforschung und Nutzungsanalysen versucht die Sport1 Medien-Gruppe mit Blick auf die Inhalte, aber auch auf technologische Weiterentwicklungen, zukünftige Trends zu antizipieren und umzusetzen. Dies schlägt sich auch in den intensiven Digitalisierungsaktivitäten nieder. Im Sportbereich wird durch die Erarbeitung konsumentenfreundlicher Programme die Relevanz der Produkte erhöht. Umfangreiche Entwicklungsarbeiten werden vorgenommen, um die möglichen Distributionswege auszuweiten und den Medienkonsumverhalten anzupassen. Insgesamt ist dieses nun zunehmende Risiko als erhebliches Risiko einzustufen (Vj. mittlere Stufe). 4.2.5 Rechtsrisiken4.2.5.1 Die Sport1 Medien-Gruppe unterliegt Risiken aus RechtsstreitigkeitenAls in der DACH-Region tätiges Unternehmen ist die Sport1 Medien-Gruppe rechtlichen Risiken ausgesetzt. Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen bzw. künftigen Verfahren können oft nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden, sodass unter anderem aufgrund von gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen Aufwendungen entstehen können, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen gedeckt sind und sich nachteilig auswirken könnten. Im Rahmen der juristischen Unterstützung der operativen Geschäftstätigkeit werden rechtliche Risiken identifiziert und bezüglich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und potenzieller Auswirkung qualitativ und quantitativ bewertet. Die nachfolgend genannten Sachverhalte bzw. Verfahren stellen nennenswerte Risikofaktoren dar. Allgemein wird dieses Risiko gesamthaft auf der mittleren Stufen klassifiziert. 4.2.5.2 Vertragsstrafen und SchadensersatzpflichtenDie Sport1 Medien-Gruppe hat gegenüber verschiedenen Kunden und Geschäftspartnern die Verpflichtung zur Sendekontinuität bzw. zur zeitnahen Lieferung von Programminhalten. Die Nichteinhaltung dieser Verpflichtungen können zu Vertragsstrafen oder Schadensersatzpflichten führen, welche sich nachteilig auf das Konzernergebnis auswirken könnten. Durch technische Maßnahmen, Weiterentwicklungen und Redundanzen sowie regelmäßige Überwachung der Projektfortschritte werden mögliche qualitative und zeitliche Abweichungen zeitnah erkannt bzw. deren Auswirkung minimiert. Diese werden durch die langjährige Erfahrung der Mitarbeiter und etablierte Prozesse in den einzelnen Organisationen unterstützt. Im Weiteren werden bestimmte Risiken noch unter Beachtung einer Kosten- und Nutzenanalyse versichert. Wenn möglich, werden Lieferanten an diesem Risiko beteiligt. Das Risiko für mögliche Rückbaukosten hat sich durch vertragliche Vereinbarungen entschärft und bezieht sich nun nur noch auf mögliche Entsorgungskosten für Kälte- und Klimainstallationen. Es besteht das Risiko, dass ungeplante Entsorgungsverpflichtungen entstehen können. Unter Berücksichtigung der getroffenen, überwiegend technischen Gegenmaßnahmen ist das Risiko insgesamt auf einer kleinen Stufe einzuordnen (Vj. kleine Stufe). 4.2.6 Betriebsrisiken4.2.6.1 IT-InfrastrukturUm einen reibungslosen Geschäftsbetrieb zu gewährleisten, ist die Sport1 Medien-Gruppe auf das störungsfreie Funktionieren ihrer IT-Systeme angewiesen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass trotz Sicherheitsmaßnahmen wie Zutritts-Kontrollsystemen, Notfallplänen und unterbrechungsfreier Stromversorgung kritischer Systeme, Backup-Systemen sowie regelmäßigen Datenspiegelungen kein hinreichender Schutz vor Schäden aus dem Ausfall ihrer IT-Systeme besteht. Alle notwendigen und vorhersehbaren Incidents werden vom Operations IT-Team SPORT1 erfasst und mit Reaktionsroutinen zur Schadensvermeidung belegt. Ein Großteil der Programmverteilung und Sendeabwicklung ist ebenfalls von einer störungsfreien funktionierenden technischen Infrastruktur abhängig. Eine technische Störung könnte den Sendebetrieb unterbrechen. Sollte es zu einem Ausfall von IT-Systemen, einem Entwenden von Unternehmensdaten oder einer Manipulation der Unternehmens-IT kommen, könnte dies negative Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb und damit auf das Ergebnis haben. Die Risiken bezüglich unberechtigter Zugriffe auf Unternehmensdaten werden durch den Einsatz von Virenscanner- und Firewall-Systemen weitestgehend unterbunden. Darüber hinaus werden im Konzern Maßnahmen ergriffen, um die vorhandene IT-Service-Landschaft auf aktuellem technologischem Stand zu halten und dem Überalterungsprozess der Geräte- und Programmtechnik entgegenzuwirken. Senderelevante Technik ist häufig redundant vorhanden und deren Funktionsweise wird zeitnah überwacht. Zusätzlich wurde ein Großteil der betrieblichen Hardware-Infrastruktur im Rahmen eines Platform as a Service Vertrages an einen externen Dienstleister vergeben, welcher alle sicherheitsrelevanten Standards, kontinuierliche Erneuerung der Hardware und die Haftung bei Betriebsausfällen mit entsprechenden Versicherungen vertraglich übernommen hat. Unter Berücksichtigung der Effekte der Gegenmaßnahmen ist das Risiko auf einer mittleren Stufe einzuordnen (Vj. mittlere Stufe). 4.2.6.2 Qualifiziertes PersonalDer zukünftige Erfolg der Sport1 Medien-Gruppe hängt in erheblichem Umfang von der Leistung ihrer Führungskräfte sowie ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab. Es besteht ein starker und zunehmender Wettbewerb um Personal, das über die entsprechenden Qualifikationen und Branchenkenntnisse verfügt. Die Attraktivität als Arbeitgeber ist einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren für den Konzern, um qualifiziertes und motiviertes Personal zu gewinnen und vor allem zu halten. Die Abwanderung von qualifiziertem Personal oder Personen in Schlüsselpositionen könnte zum Verlust von Know-how führen und ungeplante Kosten für die Rekrutierung sowie die Einarbeitung von neuem Personal erzeugen und damit negative Auswirkungen auf das Ergebnis haben. Um dieses Risiko zu minimieren, werden regelmäßig Zielerreichungs- und Feedback-Gespräche mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geführt. Zudem bietet der Sport1 Medien-Konzern ein modernes Arbeitsumfeld, eine leistungsgerechte Kompensation und gezielte Möglichkeiten zur fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung an. Um die Attraktivität als Arbeitgeber im Bewerbermarkt weiter zu erhöhen, wurde verstärkt in soziale Netzwerke und Karriereseiten investiert. Insgesamt ist dieses Risiko auf einer mittleren Stufe einzuordnen (Vj. mittlere Stufe). 4.2.6.3 VersicherungsschutzDie Sport1 Medien-Gruppe entscheidet über Art und Umfang des Versicherungsschutzes auf der Grundlage einer kaufmännischen Kosten-Nutzen-Analyse, um so die wesentlichen Risiken abzudecken. Die Sport1 Medien-Gruppe kann jedoch nicht gewährleisten, dass ihr keine Verluste entstehen oder dass keine Ansprüche erhoben werden, die über den Umfang des bestehenden Versicherungsschutzes hinausgehen. Sollte der Sport1 Medien-Gruppe materieller Schaden entstehen, gegen den kein oder nur ein unzureichender Versicherungsschutz besteht, könnte dies negative Auswirkungen auf das Ergebnis haben. Im Schadensfall müssten Ansprüche Dritter oder Ersatzinvestitionen aus eigenen Mitteln finanziert werden. Um dieses Risiko zu minimieren, prüft der Konzern regelmäßig seine bestehenden Versicherungspolicen und gleicht sie mit möglichem aktuellem Anpassungsbedarf ab. Insgesamt ist dieses Risiko auf einer kleinen Stufe einzuordnen (Vj. klein Stufe). 4.2.7 Compliance-RisikenCompliance ist als Bestandteil der Sport1 Medien-Unternehmenskultur im täglichen Handeln selbstverständlich. Dennoch hat das Management grundsätzlich keine Möglichkeit, die Tätigkeiten von Mitarbeitern, Vertretern und Partnern bei der Geschäftsanbahnung mit Kunden vollumfassend zu überwachen. Sollte sich herausstellen, dass Personen, deren Handeln dem Sport1 Medien-Konzern zuzurechnen ist, unlautere Vorteile im Zusammenhang mit der Geschäftsanbahnung entgegennehmen, gewähren oder sonstige korrupte Geschäftspraktiken anwenden, könnte dies zu rechtlichen Sanktionen nach deutschem Recht sowie nach dem Recht anderer Staaten führen, in denen der Sport1 MedienKonzern geschäftlich aktiv ist. Als mögliche Sanktionen können dabei unter anderem erhebliche Geldbußen verhängt werden, aber auch der Verlust von Aufträgen drohen. Dies könnte sich nachteilig auf das Ergebnis auswirken und zu Reputationsschäden des Sport1 Medien-Konzerns führen. Verstöße gegen die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) können Bußgelder bis zu 20 Mio. Euro oder im Fall eines Unternehmens bis zu 4 Prozent des gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes im vorangegangenen Geschäftsjahr, je nachdem, welcher Wert der höhere ist, nach sich ziehen. Zudem können nicht DSGVO-konforme Prozesse auch stillgelegt werden. Die Sport1 Medien-Gruppe hat ihre Prozesse grundsätzlich datenschutzkonform ausgestaltet und zudem unterstützt ein externer Datenschutzbeauftragter die Einhaltung der Datenschutzvorschriften. Trotz der vorhandenen Maßnahmen ist der Eintritt von Compliance Risiken möglich, welche aufgrund der verschärften Sanktionen eine negative Entwicklung auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage haben könnte. Aus diesem Grund sieht die aktuelle Bewertung des allgemeinen Compliance Risikos eine Einstufung zu einem mittleren Risiko vor (Vj. mittlere Stufe). 4.2.8 Finanzielle RisikenDer Konzern ist verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt, die sich aus seinen betrieblichen Geschäfts- und Finanzierungstätigkeiten ergeben. Die Finanzrisiken lassen sich nach den Kategorien Liquiditätsrisiken, Kreditrisiken und Marktrisiken (einschließlich Währungsrisiken, Zinsrisiken und Bewertungs- bzw. Preisrisiken) untergliedern. Die im Zusammenhang mit der Finanzierung stehenden Risiken werden im Konzernanhang im Kapitel Management der finanziellen Risiken (siehe Kapitel 8) detailliert beschrieben. Währungs- und Zinsrisiken werden im Konzern, soweit sinnvoll, durch entsprechende Sicherungsgeschäfte abgesichert. 4.2.8.1 LiquiditätsrisikenLiquiditätsrisiken ergeben sich, wenn die Auszahlungsverpflichtungen des Konzerns nicht aus vorhandener Liquidität oder durch entsprechende Kreditlinien gedeckt werden können. Zum Stichtag hat die Sport1 Medien AG eine variabel verzinsliche Betriebsmittelkreditlinie in Höhe von 11.000 TEUR (Vj. 7.000 TEUR) und Avallinien im Umfang von 8.000 TEUR (Vj. 17.000 TEUR). Für diese Kreditlinien sind zum 31. Dezember 2022 zusammen insgesamt 6.182.518 Highlight Communications AG-Aktien mit einem Buchwert von 23.246 TEUR (Vj. 6.182.518 Highlight Communications AG-Aktien mit einem Buchwert von 24.370 TEUR) verpfändet sowie eine Globalzession der Forderungen von der Sportl GmbH 8.620 TEUR (Vj. 12.139 TEUR) und PLAZAMEDIA GmbH 3.696 TEUR (Vj. 3.910 TEUR) aus Warenlieferungen und Leistungen gegen Drittschuldner hinterlegt. Für diese Fremdmittel müssen keine Finanzrelationen eingehalten Die vom Konzern eingeleiteten Maßnahmen zur Begegnung künftiger möglicher Liquiditätsbeschränkungen, die sich zusätzlich zum laufenden Geschäft aus dem Ukraine-Krieg, der Inflation und einhergehenden Zurückhaltung der Konsumentenstimmung, der Energiekrise und den Lieferkettenprobleme ergeben könnten, und die Auswirkungen dieser Maßnahmen auf den Jahresabschluss beinhalten das Folgende: Die Sport1 Medien Gruppe rechnet für das Geschäftsjahr 2023 mit einem negativen Cash-Flow. Der sich daraus ergebende Finanzierungsbedarf soll über die bestehende Betriebsmittelkredite in Höhe von 11,0 Mio. Euro, die zum 31. Dezember 2022 mit ca. 7,4 Mio. Euro in Anspruch genommen ist, sowie weitere Finanzierungen durch die Muttergesellschaft abgedeckt werden. Diese hat in der Berichtsperiode ein Darlehen in Höhe von 11,0 Mio. mit einer Laufzeit bis zum 30. April 2024 und einem Zinssatz von 2,5 Prozent zur Verfügung gestellt, um den Liquiditätsbedarf zu decken. Für die Absicherung des größten Liquiditätsabflusses in den nächsten 2 % Jahren - Zahlungen von Lizenzrechten mit Volumen von knapp 28 Mio. Euro p.a. - besteht eine harte Patronatserklärung der obersten Muttergesellschaft. Durch die Patronatserklärung ist die oberste Muttergesellschaft verpflichtet die Sport1 GmbH finanziell so auszustatten, dass diese ihre Verbindlichkeiten gegenüber dem Lizenzgeber erfüllen kann, sowie Zahlungsausfälle unmittelbar an den Lizenzgeber zu leisten. Mögliche Rückgriffsansprüche der obersten Muttergesellschaft gegenüber der Sport1 GmbH sind aufgrund einer Stundungsvereinbarung bis zum 31. Dezember 2024 gestundet und werden somit erst mit Ablauf des 31. Dezember 2024 fällig. Der Vorstand geht unter Berücksichtigung dieser Maßnahmen davon aus, dass die Sport1 Medien Gruppe ihre Verbindlichkeiten jederzeit bedienen kann und unterstellt, dass keine wesentlichen Unsicherheiten bestehen, die erhebliche Zweifel an seiner Fähigkeit zur Unternehmensfortführung aufwerfen könnten. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass bestehende Aval- oder Kreditrahmenvereinbarungen von einzelnen Kreditinstituten gekündigt oder nicht mehr verlängert werden, sodass der Sport1 Medien-Konzern, auch unter der Berücksichtigung von freien Betriebsmittellinien, kurz- bis mittelfristig zur weiteren Aufnahme von Fremdkapital über den Kapitalmarkt oder über Kreditinstitute zur Finanzierung neuer Projekte gezwungen sein könnte. Bei einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation wäre der Konzern darauf angewiesen, weitere Finanzierungsmittel durch die Muttergesellschaft zur Verfügung gestellt zu bekommen und Kosten einzusparen, wodurch die weitere Entwicklung beeinträchtigt wäre. Sollte die Sport1 Medien-Gruppe die jeweiligen gezogenen Kreditlinien bzw. Darlehen nicht fristgemäß bedienen bzw. nach einer Kündigung nicht zurückzahlen, bestünde das Risiko, dass die zur Sicherheit übertragenen Vermögensgegenstände (Aktien an der Muttergesellschaft) verwertet werden müssten. Insgesamt wird das Liquiditätsrisiko auf der mittleren Stufe eingeordnet (Vj. mittleren Stufe). 4.2.8.2 Währungsrisiken und sonstige PreisrisikenWährungsrisiken bestehen vor allem gegenüber dem US-Dollar und dem Schweizer Franken. Bei wesentlichen Transaktionen ist die Gruppe bestrebt, das Währungsrisiko durch den Einsatz von geeigneten derivativen Finanzinstrumenten zu reduzieren. Es ist jedoch nicht völlig ausgeschlossen, dass die Währungssicherungsmaßnahmen der Gruppe nicht ausreichend sind sowie Schwankungen der Wechselkurse sich nachteilig auf das Ergebnis auswirken. Die sonstigen Preisrisiken umfassen den Energiemarkt für Strom und Gas. Der Gasmarkt ist in starker Abhängigkeit der weltweiten Handelsströme für Erdgas und Flüssiggas, sowie den Lagermengen und saisonal klimaabhängigen Beschaffungsbedarfen. Der Strommarktpreis wird von den Brennstoffpreisen sowie den volatilen erneuerbaren Energieerzeugungen geprägt. Beide Energien werden an der Strombörse gehandelt und unterliegen Spekulationsgeschäften. Aktuell haben sich die Preise verdoppelt oder sogar verdreifacht und nur noch hochpreisige, langfristige Tarife können bei herkömmlichen Versorgungsunternehmen abgeschlossen werden. Die PLAZAMEDIA erzeugt Strom aus Gas unter anderem für Drittkunden ist deshalb betroffen. Zur Risikominimierung kann die Energiebeschaffung über Poolingmodell-Anbieter direkt an der Börse vorgenommen werden. Zur Absenkung der hohen der Kosten hat zudem die Bundesregierung die sogenannte Energiepreis-Bremse in Leben gerufen in deren Genuss höchstwahrscheinlich auch die PLAZAMEDIA fallen wird. Insgesamt ist dieses Risiko auf einer mittleren Stufe einzuordnen (Vj. mittleren Stufe). 4.2.8.3 KreditrisikoEin Kreditrisiko besteht, wenn ein Schuldner eine Forderung nicht bzw. nicht fristgerecht begleichen kann. Das Kreditrisiko umfasst sowohl das unmittelbare Adressenausfallrisiko als auch die Gefahr einer Bonitätsverschlechterung. Potenziellen Ausfallrisiken auf Kundenforderungen wird durch regelmäßige Bewertung und bei Bedarf durch Bildung von Wertberichtigungen kontinuierlich Rechnung getragen. Ferner sichert der Konzern das Risiko eines Ausfalls durch Insolvenz eines Schuldners auch durch Einholung von Bonitätsauskünften ab. Daher beurteilt der Konzern die Kreditqualität für Forderungen, die weder überfällig noch wertgemindert sind, aktuell als überwiegend gut. Der Ausfall von Forderungen gegen Kunden könnte sich dennoch nachteilig auf das Ergebnis und die Liquidität auswirken. Aufgrund der aktuellen generellen Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage wird dieses Risiko nun eine Stufe höher eingeschätzt. Unter Berücksichtigung der getroffenen Maßnahmen ist dieses Risiko als mittel einzustufen (Vj. kleine Stufe). 4.2.8.4 ZinsrisikenDas Zinsänderungsrisiko liegt in erster Linie im Bereich von Finanzverbindlichkeiten bzw. Kreditlinien. Darüber hinaus entsteht aus der Inkongruenz von Fristen ein Zinsänderungsrisiko. Risiken aus der Änderung der Zinssätze für Finanzverbindlichkeiten können sich nachteilig auf das Ergebnis auswirken. Gegenwärtig bestehen bei der Sport1 Medien-Gruppe variabel verzinsliche Betriebsmittelkreditlinien bei einer Geschäftsbank, während hingegen die Darlehen vom Aktionär festverzinslich sind. Aufgrund der seit Sommer 2022 laufenden Leitzinserhöhungen haben sich dementsprechend die variablen Zinssätze erhöht und mit weiteren Erhöhungen ist auch in naher Zukunft zu rechnen. Deshalb wird das Risiko nunmehr auf die nächsthöhere Stufe gesetzt. Insgesamt ist dieses Risiko auf einer mittleren Stufe einzuordnen (Vj. kleine Stufe). 4.2.8.5 Risiken aus der Bewertung finanzieller und nicht-finanzieller VermögenswerteDie Sport1 Medien-Gruppe hält zum Stichtag wesentliche finanzielle und nicht-finanzielle Vermögenswerte, wie beispielsweise sonstige immaterielle Vermögenswerte, Nutzungsrechte und Geschäftsoder Firmenwerte sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte. Für diese Vermögenswerte der Sport1 Medien-Gruppe werden jährlich und, sofern Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, unterjährig Wertminderungstests durchgeführt. Die Berechnung des Bewertungsansatzes beinhaltet dort, wo kein Marktwert vorhanden ist, Schätzungen und Annahmen des Managements, denen Prämissen zugrunde liegen. Diese beruhen auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand. Die tatsächliche Entwicklung, die häufig außerhalb des Einflussbereichs der Gesellschaft liegt, kann die getroffenen Annahmen überholen und eine Anpassung der Buchwerte erfordern. Dies kann sich negativ auf das Ergebnis auswirken. Die Beteiligung an der Highlight Communications AG wird als sonstiger finanzieller Vermögenswert zum Börsenkurs bilanziert. Die Wertschwankungen des beizulegenden Zeitwerts aufgrund Veränderungen des Börsenkurses werden dabei im Konzernabschluss nach IFRS erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Dies kann zu starken Schwankungen des Eigenkapitals bzw. der Eigenkapitalquote führen. Diese Fair Value Bewertung wird im Einzelabschluss der Holding nach HGB erfolgswirksam im Finanzergebnis abgebildet. Insgesamt ist dieses Risiko auf einer mittleren Stufe einzuordnen (Vj. mittlere Stufe). 4.2.8.6 Risiken aus zukünftigen Steuer- oder SozialversicherungsprüfungenDer Vorstand der Sport1 Medien AG ist der Ansicht, dass die innerhalb der Gruppe erstellten Steuererklärungen und Angaben bei den Sozialversicherungsträgern vollständig und korrekt abgegeben wurden. Dennoch besteht das Risiko, dass es insbesondere aufgrund der in der Medienbranche existierenden komplexen Regelungen im Bereich Umsatz- und Quellensteuer zu Steuernachforderungen kommen könnte. Im Falle einer Sozialversicherungsprüfung bzw. Kurzarbeiterentschädigungen Prüfung innerhalb der Sport1 Medien-Gruppe ist zudem grundsätzlich nicht auszuschließen, dass der Sozialversicherungsträger eine andere Betrachtung bezüglich der Sozialabgaben vornimmt und es im Anschluss daran zu Nachforderungen gegen die Sport1 Medien-Gruppe kommt. Sollte es zu abweichenden Steuerfestsetzungen oder Sozialversicherungsnachforderungen kommen, könnte sich dies negativ auf das Ergebnis auswirken. Insgesamt ist dieses Risiko auf der mittleren Stufe einzuordnen (Vj. mittlere Stufe). 4.2.9 Risiken aus neuen GeschäftsmodellenDie Sport1 Medien Gruppe plant ab 2023 diverse neue Geschäftsfelder zu lancieren. Dabei wird die Sport1 Medien Gruppe auf Basis der großen Reichweiten ihrer Plattformen, der langfristig erworbenen Rechte und der vorhandenen Zielgruppe eigene auf die Zielgruppe ihrer Plattformen abgestimmte digitale Produkte schaffen und sich somit unabhängiger vom Werbemarkt machen. Es besteht ein mittleres Risiko, dass die geplanten Umsatzerlöse und EBIT-Beiträge nicht erreicht werden können (Vj. keine Stufe). 4.2.10 Risiko COVID-19-PandemieIm Dezember 2019 wurde in Wuhan (China) zum ersten Mal ein neuartiges Coronavirus (COVID-19) entdeckt, dass sich weltweit ausbreitete und schließlich von der WHO als Pandemie eingestuft wurde. Der Ausbruch trat in fast allen Regionen weltweit auf und veranlasste Regierungen und Unternehmen, Präventivmaßnahmen zur Eindämmung oder Verlangsamung einer weiteren Ausbreitung zu ergreifen, die sich auf die Weltwirtschaft unmittelbar auswirkten. Zu den Folgen gehörten unter anderem Unterbrechungen und Absagen von Sportveranstaltungen, Schließungen von Einzelhandelsgeschäften und damit einhergehende stark rückläufige Werbeausgaben, Reisebeschränkungen und Kontaktbeschränkungen. Zudem führte die Pandemie zu neuen staatlichen Hilfen. Nach fast drei Jahren bewegt sich die Pandemie auf die Endemie zu. Die Corona-Pandemie ist aufgrund der breiten Immunität in der Bevölkerung nach Ansicht des Virologen Christian Drosten in Deutschland ausgestanden. "Wir erleben im Winter 2022 die erste endemische Welle mit Sars-CoV-2, nach meiner Einschätzung ist damit die Pandemie vorbei", sagte der Leiter der Virologie an der Berliner Universitätsklinik Charité". Nach fast drei Jahren Pandemie steuern mehrere Bundesländer in Richtung einer neuen Normalität im Umgang mit dem Virus - weg von Alltagsauflagen und Verhaltensempfehlungen. Die Immunität gegen Sars-CoV-2 werde nach dem Winter so breit und belastbar sein, dass das Virus im Sommer kaum noch durchkommen könne, sagte Drosten. Anders könnte es seiner Einschätzung nach zwar bei einem weiteren Mutationssprung des Erregers kommen. "Aber auch das erwarte ich im Moment nicht mehr." 2 Die aktuelle Entwicklung der COVID-19 Lage führt dazu, dass sich das Risiko vermindert hat und eine Stufe runter gesetzt werden kann. Insgesamt wird dieses Risiko auf der mittleren Stufe eingeordnet (Vj: erhebliche Stufe). 4.2.11 Risken aus dem Russland-/Ukraine-Krieg, Inflation und damit einhergehenden zurückhaltende Konsumentenstimmung, Energiekrise und LieferkettenproblemeFür Deutschland als Kernmarkt der Sportl Medien Gruppe sind seit Beginn des Russland/Ukraine-Kriegs im Februar 2022 die Unsicherheiten deutlich gestiegen. Nachdem das Bruttoinlandprodukt im ersten Quartal 2022 noch gewachsen war, stagnierte es oder war rückläufig seit April 2022. Die weitere Entwicklung der bereits deutlich eingetrübten Konsumbereitschaft der Verbraucherinnen wird stark von der weiteren Entwicklung des Russland/Ukraine-Kriegs und den davon beeinflussten makroökonomischen Indikatoren wie Inflation, Energiepreise, Lieferkettenprobleme und der Entwicklung der Zinsen abhängen. Angesicht der hohen Inflationsraten dürften vor allem die privaten Konsumausgaben weiter negativ beeinflusst sein. Nachdem sich der GfK-Konsumklimaindex im Oktober 2022 auf minus 42,8 Punkte auf ein Allzeittief in den letzten Monaten bewegte, hat sich dieser Index bis zum Januar 2023 nun leicht erholt auf noch minus 37,6 Punkte 3. Zudem wird die Kaufkraft der Haushalte durch die hohe Inflation beeinflusst. Auch für das Jahr 2023 rechnet die deutsche Bundesbank mit einer Inflationsrate um die 7 Prozent 4.
2 Quelle:
https://www.mdr.de/wissen/ende-corona-pandemie-weltweit-zweitausenddreiundzwanzig-deutschland-endemischer-zustand-100.html
Die Sport1 Medien hat weder direkte Geschäftsbeziehungen mit diesen beiden Ländern noch Niederlassungen in diesen beiden Ländern respektive auch nicht Belarus. Daher ist die Sport1 Medien Gruppe nur indirekt betroffen insbesondere im Produktionsbereich durch ansteigende Energiekosten und einer steigenden Inflationsrate und damit einhergehenden Eintrübung der Konsumentenstimmung. Es besteht auf der Vermarktungsseite die Gefahr, dass Unternehmen weitere Einsparungen vornehmen müssen und dementsprechend ihre Werbeetats kürzen werden. Einerseits besteht somit das Risiko von zusätzlichen Belastungen aufgrund höheren Energiekosten als auch geringerer Werbeerlöse auf der Einnahmenseite. Insgesamt wird dieses Risikos auf der erheblichen Stufe eingeordnet (Vj. keine Stufe). 4.3 Chancenbericht4.3.1 ChancenmanagementsystemAnalog zum Risikomanagement verfolgt der Sport1 Medien-Konzern mit dem Chancenmanagement das Bestreben, die strategischen und operativen Ziele rasch und effizient durch konkrete Aktivitäten umzusetzen. Chancen können sich in sämtlichen Geschäftsfeldern, in denen die Sport1 Medien AG und ihre Tochtergesellschaften tätig sind, ergeben. Deren Identifikation und zielgerichtete Nutzung ist eine Management-Aufgabe, die in die alltäglichen Entscheidungen einfließt. Zur besseren Strukturierung und Veranschaulichung des Chancen-Portfolios wurde das bestehende Risikomanagementsystem um die Erfassung und Bewertung von Chancen ergänzt. Die entsprechenden Vorgaben und Abläufe gelten entsprechend dem Risikobericht analog. Entsprechend der Definition des Risikobegriffs konkretisiert der Sport1 Medien-Konzern eine Chance als eine mögliche künftige Entwicklung oder ein Ereignis, das zu einer für das Unternehmen positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen kann. Das bedeutet, dass Ereignisse, die bereits in die Budget- oder Mittelfristplanung eingegangen sind, nach dieser Definition keine Chance darstellen, weshalb darüber im Folgenden nicht berichtet wird. Analog zu den Risiken werden Chancen in die vier Kategorien "klein", "mittel", "erheblich" und "groß" eingeordnet. Aus der Höhe der Eintrittswahrscheinlichkeit in Verbindung mit dem Ausmaß der Prognoseabweichung ergeben sich folgende Chancenstufen: Kleine ChancenKleine Chancen sind für eine positive Prognoseabweichung unwesentlich. Sie werden in der strategischen Ausrichtung des Unternehmens nicht gesondert berücksichtigt. Mittlere ChancenMittlere Chancen bestehen bei einer begrenzten positiven Auswirkung auf die Zielerreichung und einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit. Es besteht kein unmittelbarer Bedarf, die strategische Ausrichtung des Unternehmens anzupassen. Erhebliche ChancenErhebliche Chancen haben im Vergleich zu mittleren Chancen eine höhere Relevanz bei einer potenziellen positiven Prognoseanpassung und/oder eine größere Eintrittswahrscheinlichkeit. Sie sollten durch geeignete Maßnahmen oder Prozessoptimierungen realisiert werden. Große ChancenGroße Chancen können unter Umständen eine signifikante Rolle bei der Zieldefinition einzelner Geschäftseinheiten spielen. Maßnahmen zum Erreichen dieser Ziele sind zwingend einzuleiten. Die Maßnahmenumsetzung wird von der Geschäftsleitung überwacht. Große Chancen werden unmittelbar an den Vorstand berichtet.
4 Quelle: Prognose: Wie könnte es mit der
Inflation weitergehen? - ZDFheute
4.3.2 Angaben zu einzelnen ChancenNachfolgend werden einzelne Chancen und deren Faktoren sowie deren Auswirkungen dargestellt. Die Darstellung erfolgt gruppiert nach den Chancenkategorien des RMS. Die Darstellung im Chancenbericht erfolgt auf einem höheren Aggregationsgrad als im Risiko- und Chancenmanagementsystem selbst. 4.3.3 Chancen aus der Regulierung4.3.3.1 Chancen aus einer möglichen weiteren Deregulierung von Sportwetten und anderen GlücksspielartenDer Sportl Medien-Konzern positioniert sich als 360°-Sportplattform mit einer crossmedialen Content- und Vermarktungsstrategie sportbezogener Inhalte. Diese Strategie beinhaltet zu einem wesentlichen Teil die Entwicklung und Realisierung digitaler Geschäftsmodelle. Die behördliche Regulierung digitaler Wirtschaftszweige ist bisher nicht abgeschlossen, wodurch es zu den im Risikobericht beschriebenen Einschränkungen kommen kann. Gleichzeitig ergeben sich jedoch auch Chancen. Seit nun gut zwei Jahren sind im Glücksspielbereich Online-Poker und das Betrieben von virtuellen Automatenspielen staatlich geregelt und es wurde bereits zahlreiche Lizenzen erteilt. Diese staatliche Regulierung sorgte für eine Konsolidierung und Neuordnung im deutschen Online-Glücksspielmarkts. Zusätzlich bietet diese Neuordnung die Chance, mit den eigenen Angeboten neue Märkte zu erschließen, da SPORT1 die ideale Plattform ist, insbesondere wegen der männlichen Zielgruppe, und somit das passende Umfeld für die neuen Player zur Bewerbung ihrer Angebote bietet. Außerdem sind zurzeit weitere Lockerungen der Vorschriften (unter anderem Einsatzlimits) für die nächsten Jahre geplant, was wiederum zu erhöhten Marketingspendings seitens der Betreiber führen kann. Gegebenenfalls besteht die Möglichkeit, dass zukünftig auch Online-Lizenzen für das große Spiel (Roulette, Blackjack) erteilt werden können. In der Zwischenzeit hat die Sportl Medien Gruppe die Lizenzerteilung für das Betreiben einer Plattform von virtuellen Automatenspielen erhalten und strebt nun an eine Lizenz für das Anbieten von Online Sportwetten zu erhalten. Eine solche Regulierung im Bereich des Glücksspielwesens könnte zu weiteren über die aktuelle Planung hinausgehenden Umsatzerlöse führen, indem sich dadurch neue Werbekundengruppen erschließen würden. Des Weiteren können sich die geplanten eigenen Produkte im Markt besser etablieren als erwartet wird und somit profitabler wären. Diese Chancen werden als erheblich eingestuft (Vj. erhebliche Stufe). 4.3.4 Geschäfts- und Marktchancen4.3.4.1 Chancen beim Zugang zu Lizenzen und VerwertungsrechtenDas Geschäftsmodell des Sportl Medien-Konzerns basiert vornehmlich auf der crossmedialen Aufbereitung von Sportinhalten. Die Fähigkeit, Trendsportarten frühzeitig zu identifizieren und sich die Rechte an entsprechenden Schlüsselwettkämpfen zu sichern, ist daher ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den Konzern. Zu diesem Zweck sichten die entsprechenden Abteilungen im Jahr eine Vielzahl von Angeboten an Verwertungsrechten, die sie anhand von programmlichen und wirtschaftlichen Parametern bewerten. Die Chancen, die sich aus dem prognostizierten Potenzial von Trendsportarten und der frühzeitigen Nutzung entsprechender Verwertungsrechte für die Umsätze des Konzerns ergeben können, werden als mittel eingestuft. Der Markt für Verwertungsrechte an relevanten Sportveranstaltungen oder Programmformaten ist äußerst kompetitiv und geprägt durch das Auftreten immer neuer Teilnehmer, die sich um die jeweiligen Rechte bewerben. Das Management wägt daher laufend den wirtschaftlichen Nutzen daraus ab, die im Rahmen einer zielgruppengerechten, vielseitigen Content-Gestaltung in Betracht kommenden Rechte direkt für die jeweilige eigene Medienplattform zu erwerben. Dabei erweitert die im Konzern vorhandene produktionstechnische Infrastruktur und redaktionelle Kompetenz den Handlungsspielraum. Aufgrund dieser breiten Aufstellung, die die gesamte Wertschöpfungskette von der Beratung über die Produktion bis hin zur Distribution von Inhalten abbildet, ist das Unternehmen dazu in der Lage, als Kooperationspartner anderer Medienunternehmen an begehrten Sportveranstaltungen zu partizipieren. Parallel dazu baut die Sportl GmbH eine B2B-orientierte Kundenlösung auf, welche die Möglichkeit einer langfristigen Kooperation mit Verbänden und Vereinen vorsieht und den von SPORT1 produzierten Nutzen teilt und die Kooperationen mit einem sehr langem Zeitverlauf vorsieht. Dies soll die Abhängigkeit von Aufwandssteigerung in reiner Lizenzakquisition senken und zusätzliche Umsatzpotenziale erschließen. Entsprechende Chancen werden laufend geprüft, sie sind als mittel einzustufen (Vj. mittlere Stufe). 4.3.4.2 Chancen in der digitalen Transformation der GesellschaftDurch die fortschreitende Digitalisierung verändert sich auch das Mediennutzungsverhalten der Konsumenten. Der Wachstum CAGR bei der mobilen Displaybewerbung bis 2026 beträgt rund 11,2 Prozent und bei der Wachstum CAGR bei Videowerbung rund 9,8 Prozent 5. Deshalb beinhaltet die Strategie des Sport1 Medien-Konzerns, entsprechende Trends zu identifizieren und erfolgversprechende Geschäftsmodelle daraus abzuleiten. Dabei sind für das Management folgende Faktoren maßgeblich: Der Aus- und Aufbau von bestehenden und neuen mobilen Angeboten im Sport- und Entertainment Bereich mit dem Ziel, möglichst weiträumig von der steigenden Nutzung mobiler Endgeräte zu profitieren. Dabei besteht angesichts der Reichweitenpotenziale auf allen mobilen Endgeräten die Möglichkeit steigender Erlöse durch neue responsive Vermarktungsprodukte und Kooperationen mit neu entstehenden Plattformen und Partner-Netzwerken. Aufbau eines eigenen Data Lakes. Ein Data Lake ist ein zentrales Repository zum Speichern, Verarbeiten und Sichern großer Mengen strukturierter, semistrukturierter oder unstrukturierter Daten. Die Daten können in ihrem nativen Format gespeichert werden und es können Daten jeder Art verarbeitet werden unabhängig von Größenbeschränkungen. Unternehmen, die aus ihren Daten erfolgreich einen Unternehmenswert gewinnen, haben ihren Mitbewerber etwas voraus. Einer Aberdeen-Umfrage 6 zufolge konnten Unternehmen, die Data Lake implementierten, ein um 9 % höheres organisches Umsatzwachstum verzeichnen als ähnliche Unternehmen. Diese führenden Unternehmen konnten neue Arten von Analysen wie Machine Learning über im Data Lake gespeicherte neue Quellen wie Protokolldateien, Daten aus Click-Streams, sozialen Medien und mit dem Internet verbundenen Geräten durchführen. Auf diese Weise konnten sie Chancen für geschäftliches Wachstum schneller erkennen und nutzen - durch Gewinnung und Bindung von Kunden, Steigerung der Produktivität, proaktive Wartung von Geräten und fundierte Entscheidungen. Ein anderer klarer Trend beim Mediennutzungsverhalten der Konsumenten liegt in der stark gestiegenen Nutzung von Videoinhalten auf allen digitalen Plattformen. Um von dieser Entwicklung zu profitieren, baut der Konzern weiterhin seine digitale Video-Infrastruktur datenbasiert aus, damit die Anzahl der zur Verfügung stehenden Inhalte erhöht, die redaktionellen Bearbeitungszeiten verkürzt oder individuelle User-Empfehlungen zu weiteren Videoinhalten ermöglicht werden. Um die entsprechende Content Menge und Qualität vorhalten zu können, hat SPORT1 die Bundesliga Clipping Rechte der 1. und 2. Bundesliga erworben und kann redaktionell das Inhalte Portfolio dem Trend folgend ausweiten. Auch die Interessen und Bedürfnisse von Kunden und Partnern des Sportl Medien-Konzerns stehen unter dem Einfluss der digitalen Transformation. Darauf reagiert das Unternehmen mit einer steten Anpassung der technischen Infrastruktur. Darunter fällt z.B. die Bereitstellung standardisierter Schnittstellen, die es externen Partnern ermöglichen, auf Basis bestehender Content- und Sportdaten neue Angebote und Produkte zu erstellen. Ebenso fällt darunter der kontinuierliche Reichweitenausbau von Social Media-Plattformen und Suchmaschinen. Sowohl für die Zuführung von Nutzern zu den eigenen Plattformen als auch für die Bereitstellung zur Werbevermarktung sind diese Aktivitäten von Bedeutung insbesondere vor dem Hintergrund des gemäß dem German Entertainment and Media Outlook: 2022 - 2026 prognostizierten Wachstum bei der Display- und Videowerbung (11,2 Prozent respektive 9,8 Prozent). Darüber hinaus zielt das Produktmanagement der Sport1 GmbH auf das Einrichten neuer, skalierbarer Geschäftsmodelle in den Bereichen Affiliate, Subscription und eCommerce ab. Alle diese Initiativen haben zum Ziel, die Abhängigkeit von der bestehenden Werbevermarktung zu reduzieren.
5 Quelle: PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, German Entertainment
and Media Outlook: 2022 - 2026, September 2022
Insgesamt werden diese Chancen als mittel eingeordnet (Vj. mittlere Stufe). 4.3.4.3 Chancen im Ausbau neuer GeschäftsmodelleDie Sport1 Medien Gruppe sieht weitere Chancen im Ausbau von neuen Geschäftsmodelle. Die Sport1 Medien Gruppe wird auf Basis der großen Reichweiten ihrer Plattformen, der langfristig erworbenen Rechte und der vorhandenen Zielgruppe eigene auf die Zielgruppe ihrer Plattformen abgestimmte digitale Produkte schaffen und sich somit unabhängiger vom Werbemarkt machen. Aus diesem Grund prüft die Sport1 Medien-Gruppen intensiv den Aufbau von eigenen Produkten im Bereich Web 3.0, E-Commerce und Glücksspiel unter Nutzung der vorhandenen männlichen Zielgruppe und den Reichweiten der SPORT1-Plattformen. Damit steigen wir mit B2B Produkten auch indirekt in das D2C Geschäft bzw. E-Commerce Geschäft ein und machen uns unabhängiger vom Werbemarkt (Werbeerlösen). Im linearen TV-Geschäft ergeben sich Chancen Addressable TV (ATV) und Connected TV (CTV). Über Addressable TV kann Werbung auf einem mit dem Internet verbundenen TV-Gerät im klassischen, linearen Fernsehprogramm platziert werden. Der Kanal Connected TV umfasst dagegen die Ausspielung von Werbemitteln, die über das Internet im on-demand-Content/ App-Umfeld auf einem Fernseher ausgestrahlt werden. Der Internetempfang wird dabei durch das TV-Gerät an sich (Smart TV) oder aber durch externe Geräte (z.B. Amazon Fire TV Stick oder Spielekonsolen) sichergestellt. Falls diese Projekte erfolgreich umgesetzt und etabliert werden können, besteht die Chance bislang nicht geplante Umsatzerlöse zu erzielen. Insgesamt wird diese Chance als erheblich eingestuft (Vj. erhebliche Stufe). 4.3.4.4 Chancen aus neuen digitalen DistributionswegenNeben der klassischen Distribution der Sender auf Plattformen nimmt das Interesse der Plattformen, nicht lineare Inhalte zu verbreiten, zu. Solche nicht linearen Inhalte (Video und/oder Text) aus dem Digitalangebot der SPORT1 können vermehrt von der SPORT1 an Plattformen lizensiert werden und stellen für künftige Geschäftsmodelle eine Chance dar. Das Interesse der Plattformen steigt, direkt Rechte an den Inhalten zu erwerben. Hierbei konnten auch Plattformen erschlossen werden, mit denen direkte Lizenzvertragsbeziehungen nun bestehen wie beispielsweise Facebook. Die Effizienz und Nutzen-/Kosteneffekte aus diesen Kooperationen werden im aktuellen Geschäftsjahr analysiert und bewertet. Insgesamt wird diese Chance als mittel eingeordnet (Vj. mittlere Stufe). 4.3.4.5 Chancen aus der Implementierung von VerticalsSPORT1 plant themenspezifische Verticals zu kreieren, um an Wachstum der digitalen Märkte zu partizipieren. Durch zwei bis drei Verticals können neue Zielgruppen adressiert werden und auf diesem Weg können die Reichweiten gesteigert und neues Vermarktungsinventar geschaffen werden. Dies könnte zu nicht geplanten Umsatzerlösen in der Zukunft führen. Insgesamt wird diese Chance als erheblich eingeordnet (Vj. erhebliche Stufe) aufgrund des prognostizierten Marktwachstum im Online-Bereich. 4.3.4.6 Chancen aus der Internationalisierung der digitalen AngeboteDes Weiteren plant SPORT1 Ihre digitalen Produkte in Zukunft zu internationalisieren. D. h. die digitalen Angebote sollen auch außerhalb der DACH-Region implementiert und vermarket werden. Insgesamt wird diese Chance als mittel eingestuft (Vj. keine Stufe) aufgrund des prognostizierten Marktwachstum im Online-Bereich. 4.3.4.7 Chancen im Ausbau des Kundenstamms bei der PLAZAMEDIA GmbHDurch die in den letzten Jahren vorgenommen Investitionen in die technische Infrastruktur, wie unter anderem mit dem komplett IP-basierten Sendezentrum und dem XR LED Studio, ist die PLAZAMEDIA für die Zukunft bestens aufgestellt. Stichwort Zukunft: "Green Production" - die Umsetzung möglichst nachhaltiger Produktionen - steht bei der PLAZAMEDIA im Fokus, denn als global operierendes Unternehmen trägt auch die PLAZAMEDIA Verantwortung für unsere Umwelt, unsere Kinder und für kommende Generationen. Das Bild einer nachhaltigen Produktion umfasst ökologische, technische und soziale Aspekte - und geht einher mit entsprechendem Handeln in allen Prozessketten und dem Einsatz zukunftsorientierter, ressourcenschonender Technologien. Insbesondere durch die neuen Technologien und dem zukünftigen Fokus auf nachhaltige Produktionen sieht die PLAZAMEDIA Chancen ihr Kundenportfolio auszubauen, um somit nicht geplante Umsatzerlöse zu erwirtschaften. Insgesamt wird diese Chance als erheblich eingestuft (Vj. erhebliche Stufe). 4.3.5 Betriebschancen4.3.5.1 Chancen in der Aufrechterhaltung und Pflege eines ausgeprägten NetzwerksDie Beliebtheit und Marktanteilsstärke einzelner Sendeformate des Sport1 Medien-Konzerns hängt nicht zuletzt von der Fähigkeit des Managements ab, mehrere Testimonials dafür zu verpflichten. In diesem Zusammenhang spielen das Image der einzelnen Marken des Konzerns sowie die Aufrechterhaltung und Pflege eines ausgeprägten Netzwerks eine wesentliche Rolle. Dazu kommt die Fähigkeit des Unternehmens, über gezielte Berichterstattung das Image einzelner Sportler zu fördern, die dann zu Testimonials werden. In der steigenden Beliebtheit einzelner Akteure liegt eine mittlere Chance auf Reichweiten- und Marktanteilsausbau, was sich in zusätzlichen Erlösen niederschlagen kann. Insgesamt werden diese Chancen als mittel eingeordnet (Vj. mittlere Stufe). 4.4 Risiken und Chancen der Sport1 Medien AGDer Einzelabschluss der Sport1 Medien AG ist im Wesentlichen durch die Risiken und Chancen der Tochtergesellschaften beeinflusst, da die Sport1 Medien AG als Finanzierungsholding und Organträgerin unmittelbar eingebunden ist. Entsprechend gelten grundsätzlich die oben genannten Risiken und Chancen auch für die Sport1 Medien AG. Diese Risiken und Chancen können sich bei der Sport1 Medien AG zu anderen Zeitpunkten manifestieren als bei ihren operativen Tochtergesellschaften. 4.5 Zusammengefasste Darstellungen der Risiko- und ChancenlageEntsprechend einer vom Vorstand erlassenen Richtlinie werden die von den einzelnen Risikoverantwortlichen gemeldeten Risiko- und Chancenfaktoren zusammengefasst, aggregiert und insgesamt auf Ebene des Gesamtkonzerns bewertet. Die Verantwortung für die vollständige und richtige Erfassung, Bewertung und Berichterstattung der Chancen und Risiken liegt bei den Verantwortlichen der jeweils betroffenen Gesellschaft. Für die Gesamtdarstellung der Chancen und Risiken liegt die Verantwortung beim Vorstand. Auf Basis der vorliegenden Informationen und der Einschätzungen, insbesondere der Eintrittswahrscheinlichkeiten, der maximalen Schadenshöhe und der Wirkung der ergriffenen Gegenmaßnahmen kommt der Vorstand der Sport1 Medien AG zu der Überzeugung, dass die dargestellten Risiken keinen den Bestand des Konzerns gefährdenden Charakter aufweisen. Dies gilt für die Risiken im Einzelnen, als auch für deren Gesamtheit, sofern sich die Auswirkung der Gesamtheit sinnvoll simulieren oder anderweitig abschätzen lässt. Für den Umgang mit den nicht durch Gegenmaßnahmen reduzierten Restrisiken sieht der Vorstand den Konzern gegenwärtig gut gerüstet. Jedoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Risikolage der Sport1 Medien AG bei Eintritt bzw. kumulativen Eintritt verschiedener Risiken wesentlich verschlechtern könnte. Zusammenfassend sind drei Risiko-Cluster erkennbar: Zur ersten Kategorie zählen extern getriebene Risiken, die sich besonders aus regulatorischen Eingriffen und gesetzlichen Vorgaben ergeben und nur schwer beeinflussbar sind. Diese Themen werden eng überwacht, um ungünstige Entwicklungen zeitnah zu erkennen. Die Wirkung dieser Themen ist von Natur aus eher nicht kurzfristig, sodass durch Anpassungen im Planungsprozess reagiert werden kann. In die zweite Kategorie fallen Themen, die der Vorstand, aus Gründen der Umsetzung der Geschäftsstrategie, bewusst in Kauf nimmt. Hierunter fallen besonders die Risiken aus dem Zugang zu Lizenzrechten sowie die Absatz-, Geschmacks- bzw. Konsumentenrisiken. Der Vorstand ist der Überzeugung, dass die Auswirkungen dieser Risiken im Verhältnis zu den Ertragsmöglichkeiten, die sich aus den betroffenen Geschäftsfeldern ergeben, überschaubar sind. Mittels der Überwachung von Kennzahlen kann erkannt werden, ob sich dieses Verhältnis in einzelnen Bereichen nachhaltig verschlechtert. Hierauf kann mit einer Anpassung der Strategie reagiert werden. Die letzte Gruppe umfasst die operativen Risiken und beinhaltet besonders die Betriebsrisiken, Sicherheitskonzepte und vertragliche bzw. finanzielle Verpflichtungen sowie die Sicherstellung der Liquidität und Rechtsrisiken. Diese steuert der Vorstand durch enges Monitoring der Risiken und Chancen, durch Vorgaben und Prozesskontrollen sowie die Hinzuziehung externer Berater, sodass das verbleibende Restrisiko auf einem wirtschaftlich vertretbaren Maß verbleibt. Seit Februar 2022 kommt zusätzlich die Risiken aus dem Russland/Ukraine-Krieg, der Inflation und der damit einhergehenden Eintrübung der Konsumentenstimmung, der Energiekrise und der Lieferkettenprobleme hinzu. Es besteht somit auf der Vermarktungsseite die Gefahr, dass Unternehmen weitere Einsparungen vornehmen müssen und dementsprechend ihr Werbeetats kürzen werden. Einerseits besteht somit das Risiko von zusätzlichen Belastungen aufgrund höheren Energiekosten als auch geringerer Werbeerlöse auf der Einnahmenseite. Die zukünftige Entwicklung des Werbemarkts und die zukünftige Entwicklung der Energiepreise sowie auch der Zinsen und deren gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen ist aus heutiger Sicht schwer zu prognostizieren und stellen daher zum heutigen Zeitpunkt ein erhebliches Risiko mit möglichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sport1 Medien-Gruppe dar. Die größten Chancen sieht der Vorstand weiterhin im konsequenten Ausbau der digitalen Angebote und in den Möglichkeiten, die eine Umgestaltung der Medienwelt mit sich bringen kann, sowie der Umsetzung von neuen Geschäftsfeldern auf Basis der bestehenden Reichweiten der Medienplattformen, der langfristig erworbenen Rechte und der vorhandenen Zielgruppe um eigene auf die Zielgruppe der vorhandenen Plattformen abgestimmte digitale Produkte zu schaffen und sich somit unabhängiger vom Werbemarkt zu machen. Weitere Chancen ergeben sich mit dem Aufbau neuer Partnerschaften sowie neuer Geschäftsfelder und Geschäftsmodelle unter anderem in neue digitale medienferne Geschäftsmodelle. Die Konzerngesellschaften sind allesamt in ihren jeweiligen Bereichen etabliert, können auf ein breites Netzwerk an technischer sowie kreativer Energie zugreifen und rasch auf Änderungen reagieren. Entsprechend ist der Vorstand der Überzeugung, dass die getroffenen Maßnahmen das Risiko in einem wirtschaftlich vertretbaren Ausmaß halten, und erachtet die Risikotragfähigkeit des Konzerns als ausreichend. Gleichzeitig verfolgt er die bestehenden Chancen konsequent weiter. 4.6 Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den KonzernrechnungslegungsprozessDas rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem (IKS) der Sport1 Medien-Gruppe umfasst im Hinblick auf den Abschluss diejenigen Maßnahmen, die eine vollständige, korrekte und zeitnahe Übermittlung von relevanten Informationen sicherstellen, die für die Aufstellung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des zusammengefassten Konzernlage- und Lageberichts notwendig sind. Hierdurch sollen Risiken der fehlerhaften Darstellung in der Buchführung und der externen Berichterstattung minimiert werden. Analog zum RMS folgt das IKS ebenfalls den Grundzügen des übergreifenden Rahmenwerks für Unternehmensweites Risikomanagement, wie es vom Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) entwickelt wurde. Das Rechnungswesen innerhalb des Sport1 Medien-Konzerns ist zentral organisiert. Die Sport1 Medien AG unterstützt ihre direkten Tochtergesellschaften bei spezifischen rechnungslegungsbezogenen Themen. Für die Erfordernisse zur Erstellung eines Konzernabschlusses nach den Vorschriften der IFRS werden für alle in den Konzern einbezogenen Gesellschaften Überleitungsrechnungen erstellt und an das Konzernrechnungswesen gemeldet. Die Bilanzierungsvorschriften im Sport1 Medien-Konzern regeln einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und legen einen konzernweit einheitlichen Kontenplan in Übereinstimmung mit den für das direkte Mutterunternehmen geltenden IFRS-Vorschriften fest. Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden kontinuierlich analysiert, ob und inwieweit sie relevant sind und wie sie sich auf die Rechnungslegung auswirken. Relevante Anforderungen werden z.B. in der Konzern-Bilanzierungsrichtlinie festgehalten, verlautbart und bilden zusammen mit dem konzernweit gültigen Abschlusskalender die Basis für den Abschlusserstellungsprozess. Darüber hinaus unterstützen ergänzende Verfahrensanweisungen, standardisierte Meldeformulare, IT-Systeme sowie IT-unterstützte Reporting- und Konsolidierungsprozesse den Ablauf der einheitlichen und ordnungsgemäßen Konzernrechnungslegung. Wenn nötig werden auch externe Dienstleister eingesetzt. Die Qualifikationen der in den Rechnungslegungsprozess einbezogenen Mitarbeiter wird durch geeignete Auswahlprozesse und regelmäßige Schulungsmaßnahmen sichergestellt. Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse und gegebenenfalls Korrektur der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse. Klare Abgrenzungen von Verantwortlichkeiten sowie prozessintegrierte Kontrollen, wie die Anwendung des Vier-Augen-Prinzips, stellen weitere Maßnahmen dar. Die Ordnungsmäßigkeit und Wirksamkeit des internen Überwachungssystems wird jährlich durch prozessunabhängige Prüfungstätigkeiten der internen Revision sichergestellt und regelmäßig an den Vorstand sowie den Aufsichtsrat berichtet. 5. Prognosebericht5.1 Konjunkturelles UmfeldIn seinem aktuellen "World Economic Outlook" vom 31. Januar 2023 rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) für das Jahr 2023 mit einem fallenden globalen Wirtschaftswachstum und einer insgesamt belasteten Wirtschaftslage. Die entscheidenden Faktoren hierfür sind die hohen Zinsen der Zentralbank zur Bekämpfung der Inflation, der russische Angriffskrieg in der Ukraine und die weiterhin schwierige Covid-19-Lage in China - wobei damit zu rechnen ist, dass sich in China durch die Öffnung der Grenzen schnell eine Erholung einstellt. Nach Einschätzung der Experten liegt die Wachstumsrate für die weltweite Wirtschaftsleistung 2023 bei 2,9 % im Vergleich zu 3,4 % im Vorjahr. Eine globale Rezession wird damit nicht erwartet. Die aktuelle Januar-Prognose für das Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2023 liegt um 0,2 Prozentpunkte höher als noch im Oktober 2022. Dies zeigt, dass zahlreiche Volkswirtschaften eine hohe Widerstandsfähigkeit besitzen. Dieser leichte Aufwärtstrend lässt sich vor allem dadurch erklären, dass die Inflation nicht so stark gestiegen ist wie befürchtet, was Spielraum für stärkeres Wachstum bietet. Die Wirtschaft in der Eurozone wird nach Einschätzung des IWF 2023 um 0,7 % zulegen, was einem deutlich niedrigeren Wachstum gegenüber dem Vorjahr entspricht (3,5 %). Für Deutschland prognostiziert der IWF eine Wachstumsrate von lediglich 0,1 % für das Jahr 2023 - 2022 waren es noch 1,9 %. Für die Schweizer Konjunktur erwartet das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) laut seinen Dezember-Prognosen für das Jahr 2023 in der Schweiz ein Wirtschaftswachstum von nur 1,0 %, nach 2,0 % im Jahr 2022. Damit würde sich die Schweizer Wirtschaft schwach entwickeln, ohne aber in eine Rezession zu geraten. Die konjunkturelle Abkühlung dürfte sich auch am Arbeitsmarkt bemerkbar machen und die Arbeitslosigkeit etwas zunehmen. Quellen: Internationaler Währungsfonds (IWF - International Monetary Fund), World Economic Outlook, 30. Januar 2023, Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), Konjunkturprognose, 13.12.2022. 5.2 Marktumfeld Medien und Unterhaltung in DeutschlandBis 2026 geht die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) von einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum der deutschen Entertainment- und Medienindustrie von 3,4 % aus, wobei der Gesamtumsatz bis 2026 auf 75,0 Mrd. EUR steigen wird. Auch dann wird der größte Teil dieser Umsätze noch aus nicht-digitalen Bereichen erzielt werden. Dennoch treiben die digitalen Umsätze das Wachstum der Industrie: Sie werden im Durchschnitt um 6,4 % pro Jahr auf 31,2 Mrd. EUR im Jahr 2026 wachsen. Quelle: PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, German Entertainment and Media Outlook: 2021 -2026, August 2022. 5.3 Schwerpunkte im Geschäftsjahr 20235.3.1 Branchenspezifische RahmenbedingungenIm Ad Spend Report 2023 der Agenturgruppe Dentsu werden für 2023 in Deutschland keine großen Wachstumssprünge vorhergesagt. Eine hohe Inflation, der rasante Anstieg der Energiekosten und ein Rückgang der Kaufbereitschaft bei den Verbrauchern sind keine positiven Faktoren für wachsende Werbeausgaben. Für das Jahr 2023 bewertet Dentsu die Lage mit -0,1 % als stabil. Quelle: Leadersnet, Dentsu Ad Spend Forecast: Entwicklung Werbemarkt im Jahr 2023, 22. Dezember 2022. Group M prognostiziert für den deutschen Werbemarkt 2023 ein Wachstum der Werbespendings um 6,7 % auf 33,65 Mrd. EUR. Stärkster Treiber ist Digitalwerbung mit 11 % Wachstum. Insbesondere der Retail-Bereich weist neben dem Search-Bereich ein deutliches Plus auf. Ein durchwachsenes Bild geben die traditionellen Medien ab. Out-of-Home gewinnt mit 5 % Zuwachs, Radio bleibt mit 1 % Zuwachs nahezu konstant und TV werden sinkende Mediabudgets attestiert (-2,4 %). Die starken Verluste im linearen TV können die steigenden Spendings bei den Digitalangeboten der TV-Sender nicht komplett kompensieren. Auch für die Printmedien werden sinkende Werbeeinnahmen vorhergesagt (physische Zeitungen -7 %, gedruckte Magazine -5 %). Quelle: HORIZONT, Group M korrigiert Werbeprognose nach unten, 5. Dezember 2022. Für die deutsche Entertainment- und Medienbranche erwartet die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers zwischen 2021 und 2026 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 3,4 %. Der Gesamtumsatz 2026 soll bei 75,0 Mrd. EUR liegen. Wachstumstreiber für die Branche sind nach wie vor die digitalen Bereiche. Priorität sollte also auf der Schaffung von digitalen Erlösmodellen liegen. Die positive Entwicklung der Werbeerlöse soll fortgesetzt werden und PwC geht bis 2026 von einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 5,4 % auf 30,0 Mrd. EUR aus. Dabei soll digitale Werbung mit 16,6 Mrd. EUR den größten Umsatzanteil erwirtschaften. Blick auf die einzelnen Segmente:
Quelle: PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, German Entertainment and Media Outlook 20222026, August 2022. 5.3.2 SchwerpunkteDer grundsätzliche Fokus liegt auch im Geschäftsjahr 2023 auf der konsequenten multimedialen Content-Nutzung, -Verbreitung und -Kapitalisierung. Neben der Stärkung des SPORT1 Portfolios durch den Erwerb neuer Rechte, der Verlängerung bestehender Partnerschaften sowie der Erschließung neuer Content-Kooperationen und Geschäftsfelder stehen die plattformübergreifende Auswertung und Inszenierung etablierter Programmsäulen auch weiterhin im Mittelpunkt. Dazu zählen als Kernsportarten insbesondere Fußball, Motorsport, Eishockey, Basketball, Volleyball, Darts, Tennis, US-Sport und eSports. Angesichts der nach wie vor massiv wachsenden digitalen und plattformübergreifenden Nutzung von Medienangeboten wird das Segment Sport außerdem die digitale Diversifizierung der Marke SPORT1 weiter vorantreiben und gleichzeitig neue Inhalte und Vermarktungsumfelder schaffen. Ein Schwerpunkt liegt darüber hinaus auf der Planung, Umsetzung und Aufbau von zukunftsträchtigen neuer Geschäftsfeldern auf Basis der großen Reichweiten ihrer Plattformen, der langfristig erworbenen Rechte und der vorhandenen Zielgruppe um eigene auf die Zielgruppe ihrer Plattformen abgestimmte digitale Produkte schaffen und sich somit unabhängiger vom Werbemarkt machen. Bei PLAZAMEDIA bilden auch 2023 neben der Realisierung von komplexen Live- und Non-Live-Produktionen die Entwicklung und Weiterentwicklung von Produktionstechnologien, Content-Management-Lösungen sowie die produktionstechnische Content-Distribution Schwerpunkte. Zu den bereits realisierten neuen Projekten zählt zum Beispiel das im Februar 2023 eröffnete Extended Reality (XR) LED-Studio "briX|woRk.studio". Bei den Tochterunternehmen der Sportl Medien AG im Sportbereich stehen grundsätzlich der Erhalt und Ausbau bestehender sowie der Aufbau neuer Kundenbeziehungen im Mittelpunkt. Besonderer Fokus wird dabei auf eine bestmögliche Nutzung der Synergien im Sportbereich gelegt, indem die Tochterunternehmen die gesamte Wertschöpfungskette abbilden und entsprechend integrierte Dienstleistungen für Partner und Kunden erbringen können. 5.4 Finanzielle Ziele des KonzernsAuf Basis der aktuellen Einschätzungen und den aktuellen Entwicklungen geht der Vorstand der Sport1 Medien AG für das Geschäftsjahr 2023 gegenwärtig von einem Konzernumsatz von 100 Mio. Euro bis 120 Mio. Euro aus. Die angestrebte Erhöhung der Umsatzerlöse resultiert insbesondere daraus, dass die digitalen Aktivtäten kräftig vorangetrieben werden und dem Konsumenten neue digitale Produkte zur Verfügung gestellt werden. Zudem wird erwartet, dass die Jackpot50 GmbH im zweiten oder dritten Quartal 2023 den operativen Betrieb der Plattform für virtuellen Automatenspielen starten wird und damit im ersten operativen Geschäftsjahr Umsatzerlöse erwirtschaften wird. Auch im TV-Bereich wird im Geschäftsjahr 2023 mit höheren Umsatzerlöse gerechnet aufgrund von erwarteten leicht höheren Marktanteile aufgrund von neuen Formaten wie die XFL American Football Live mit den neuen Besitzern rund um Dwayne "The Rock" Johnson, geplanten Begleitformaten zur Frauen-Fußball Weltmeisterschaft sowie die Abbildung des Topspiels der Frauen Fußball-Bundesliga ab dem zweiten Halbjahr 2023. Im Produktionsbereich wird hingegen mit geringeren Umsatzerlösen geplant aufgrund des Wegfalls von Großproduktionen aufgrund eines WM- und EM-freien Jahres. Die Umsatzsteigerung überkompensiert die geplanten geringeren sonstigen betrieblichen Erträge sowie die leicht steigenden sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Abschreibungen, Zusammen mit Optimierungen im Personalbereich wird im Jahr 2023 ein ausgeglichenes EBIT erwartet. Unter Berücksichtigung der Steuern und des Finanzergebnisses geht der Vorstand von einem auf die Anteilseigner entfallenden Konzernergebnis von -3,0 Mio. Euro bis -6,5 Mio. Euro aus. Die Beeinträchtigungen des Geschäfts der Sport1 Medien Gruppe durch negative Auswirkungen des Russland-/Ukraine-Kriegs, der negativen Folgen einer steigenden Inflation und der damit einhergehenden Eintrübung der Konsumausgaben sowie des nach wie vor unsicheren der Entwicklung der Energiepreise nur im ersten Halbjahr 2023 berücksichtigt. Ab dem zweiten Halbjahr 2023 reflektiert die Prognose für das Gesamtjahr 2023 eine Normalisierung der wirtschaftlichen Lage in Deutschland. Ferner gilt es anzumerken, dass die Sport1 Medien Gruppe intensiv an neuen Wachstumsfelder arbeitet und sich dadurch neue Erlösquellen ergeben könnten, welche in der Prognose nicht enthalten sind. 5.5 Finanzielle Ziele der Sportl Medien AGDie Sport1 Medien AG ist als Holding von der Entwicklung der operativen Beteiligungsunternehmen abhängig, welche sich über die Ergebnisabführungsverträge bzw. Dividendenausschüttungen niederschlägt. Für das Geschäftsjahr 2023 rechnet die Sport1 Medien mit geringeren Verlustübernahmen aufgrund des Ergebnisabführungsvertrag. Der Vorstand geht für das Geschäftsjahr 2023 von einem negativen Jahresergebnis im mittleren einsteiligen Millionenbereichs aus. 6. Schlusserklärung des Vorstands gemäß § 312 Abs. 3 AktGDer Vorstand der Sportl Medien AG erklärt, dass die Sportl Medien AG bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für den Berichtszeitraum vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden und bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Berichtspflichtige Maßnahmen haben im Berichtszeitraum nicht vorgelegen.
Ismaning, 25. Mai 2023 Sport1 Medien AG Olaf G. Schröder, Vorsitzender des Vorstands Dr. Matthias Kirschenhofer, Vorstand Robin Seckler, Vorstand Konzernjahresabschluss 2022KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Januar bis 31. Dezember in TEUR
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG 1. Januar bis 31. Dezember in TEUR
KONZERNBILANZ zum 31. Dezember in TEURAktiva
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG1. Januar bis 31. Dezember in TEUR
KONZERN-EIGENKAPITAL-VERÄNDERUNGSRECHNUNG *1. Januar bis 31. Dezember 2022 in TEUR
Anhangangaben1. Allgemeine ErläuterungenAm 25. Mai 2023 genehmigte der Vorstand die Freigabe des Konzernabschlusses an den Aufsichtsrat. Der Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis stellt die Sport1 Medien AG, Ismaning, Deutschland, auf. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister (https://www.unterneh-mensregister.de/ureg/) veröffentlicht. Die Sport1 Medien AG wird in den Konzernabschluss der direkten Muttergesellschaft Highlight Communications AG, Pratteln/Schweiz sowie bei der obersten Muttergesellschaft Highlight Event and Entertainment AG, Pratteln/Schweiz (größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss der Highlight Event and Entertainment AG wird auf deren Internetseite (https://www.hlee.ch/Geschaeftsberichte.htm) veröffentlicht. Seit dem 2. Februar 2022 ist die Sport1 Medien AG eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Highlight Communications AG. 1.1 Allgemeine Angaben zum KonzernDie Sport1 Medien AG (HRB: 148760; Amtsgericht München) als Konzernobergesellschaft hat ihren Sitz in der Münchener Straße 101g, Ismaning, Deutschland. Das operative Geschäft des Sport1 Medien-Konzerns umfasst im Wesentlichen den Betrieb von TV-, Online-, Mobile-, Audio- und Social-Media-Sportangeboten unter der 360° Marke SPORT 1 und insbesondere die Vermarktung dieser Plattformen, das Angebot von Produktions- und Content-Solution-Lösungen sowie Beratungsdienstleistungen für Unternehmen, Verbände und Vereine. 1.2 Grundlagen der DarstellungDer Konzernabschluss der Sport1 Medien AG wurde nach § 315e Abs. 3 HGB in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Es wurden alle zum 31. Dezember 2022 verpflichtend anzuwendenden IFRS/IAS sowie IFRIC/SIC beachtet. Der Abschluss ist in Euro aufgestellt, der die funktionale und die Berichtswährung der Konzernobergesellschaft darstellt. Die Betragsangaben erfolgen grundsätzlich in tausend Euro (TEUR), sofern nichts anderes vermerkt ist. Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (TEUR) auftreten und dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Zahlen widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. Eine Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften befindet sich in diesem Anhang. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen den jeweiligen Geschäftstätigkeiten entsprechende einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis der historischen Anschaffungs-/ Herstellungskosten; Ausnahmen davon sind in den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen beschrieben (vgl. Kapitel 4). Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit IFRS verlangt vom Management, Einschätzungen und Annahmen zu treffen, welche die ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen zum Zeitpunkt der Bilanzierung beeinflussen. Diese Schätzungen und Annahmen basieren auf der bestmöglichen Beurteilung durch das Management aufgrund von Erfahrungen aus der Vergangenheit und weiteren Faktoren, einschließlich der Einschätzungen künftiger Ereignisse. Die Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft. Änderungen der Einschätzungen sind notwendig, sofern sich die Gegebenheiten, auf denen die Einschätzungen basieren, geändert haben oder neue Informationen und zusätzliche Erkenntnisse vorliegen. Solche Änderungen werden in jener Berichtsperiode erfasst, in der die Einschätzung angepasst wurde. Nähere Angaben zu den Grundlagen der Schätzungen sind unter dem jeweiligen Bilanzposten separat erläutert (vgl. Kapitel 5). Aufgrund der fehlenden Börsennotierung werden zum 31. Dezember 2022 IFRS 8 Geschäftssegmente und IAS 33 Ergebnis je Aktie nicht angewendet. Der Konzern verfügt über ausreichend Ressourcen, um seine Geschäftstätigkeit fortzuführen, sodass die Annahme der Unternehmensfortführung als Grundlage der Rechnungslegung gegeben ist. Neben der Sicherstellung der Finanzierungen mit den Banken und der Muttergesellschaft verfügt der Konzern zudem über ca. 6,18 Millionen Aktien an der Highlight Communications AG im Wert zum Stichtag 31. Dezember 2022 von 23.246 TEUR, wovon zum Stichtag sämtliche Aktien als Sicherheiten für die Betriebsmittelkreditlinie und die Avallinien hinterlegt sind. Der Ausbruch der COVID-19-Pandemie und die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus sowie der Ukraine-Krieg, hohe Inflation und damit einhergehenden Konsumentenzurückhaltung, Energiekrise und Lieferkettenprobleme haben den Konzern beeinträchtigt. Hieraus haben sich sowohl im Berichtsjahr als auch in der Vorjahresperiode negative Auswirkungen auf die Ertrags- und Liquiditätslage des Konzerns ergeben (Vgl. Kapitel 8.3.1 Liquiditätsrisiken). 2. Rechnungslegung2.1 Erstmalig angewendete relevante Standards und InterpretationenIm Geschäftsjahr sind die nachfolgenden neuen Standards beziehungsweise Änderungen an bestehenden Standards, aus denen sich jedoch keine wesentlichen Änderungen für den Konzernabschluss ergeben haben, anzuwenden gewesen:
2.2 Veröffentlichte, noch nicht angewendete bzw. überarbeitete relevante Standards und InterpretationenDie Sport1 Medien-Gruppe hat auf die vorzeitige Anwendung folgender neuer bzw. überarbeiteter Standards und Interpretationen verzichtet, deren Erstanwendungszeitpunkt für die Sport1 Medien AG noch nicht verpflichtend ist. Die Auswirkungen dieser neuen Regelungen auf die laufende oder auf künftige Berichtsperioden sowie auf absehbare künftige Transaktionen werden vom Konzern als nicht wesentlich angesehen.
2.3 Änderung bei der Bilanzierung von Leasingverhältnissen mit KaufoptionenBei einer Überprüfung der Leasingverträgen mit Rückkaufsoptionen kommt die Sportl Medien Gruppe nun zum Schluss, dass aufgrund des fehlenden Kontrollübergangs im Sinne von IFRS 15 kein Verkauf bei den Sale and Leaseback-Transaktionen stattgefunden hat. Da somit kein Kontrollübergang bzw. Verkauf vorliegt, erfolgt die bilanzielle Behandlung dieser Transaktionen wie bei einem Finanzierungsgeschäft. Das heißt nun, dass der zugrundeliegende Vermögenswert in den Sachanlagen und nicht bei den Nutzungsrechten auszuweisen ist und die finanzielle Verbindlichkeit nach IFRS 9 zu bilanzieren ist (sonstige Finanzverbindlichkeiten anstatt Leasingverbindlichkeiten). In der Kapitalflussrechnung werden die Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen im Cash-Flow aus Investitionstätigkeit und die Zahlungen vom Leasinggeber in im Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Die Vorjahresperiode wurde dementsprechend angepasst und führt zu den nachfolgenden Veränderungen.
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Januar bis 31. Dezember 2021 in TEUR
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG 1. Januar bis 31. Dezember 2021 in TEUR
3. Angaben zum Konsolidierungskreis3.1 Erwerbe bzw. GründungenIn der Berichtsperiode wurden keine Erwerbe bzw. Gründungen durchgeführt. 3.2 Sonstige VeränderungenAm 4. Februar 2022 wurde die PLAZAMEDIA Swiss AG, Pratteln, liquidiert und im Handelsregister gelöscht. Die LEITMOTIF Creators GmbH wurde auf Grund des Verschmelzungsvertrages vom 20.07.2022 und der Beschlüsse der Gesellschafterversammlungen vom selben Tag mit der Sport1 GmbH verschmolzen worden. 3.3 Übersicht vollkonsolidierte UnternehmenDie nachfolgende Tabelle zeigt eine Übersicht der vollkonsolidierten Unternehmen: Übersicht vollkonsolidierte Unternehmen zum 31. Dezember 2022
* Unternehmen, die das Wahlrecht nach § 264
Abs. 3 HGB bezüglich Offenlegung in Anspruch nehmen
4. Zusammenfassung der wesentlichen und relevanten Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierung und Bewertung sowie die Aufstellung des Jahres-/Konzernabschlusses erfolgte unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung. Zum Bilanzstichtag sowie gemäß Planung für das Geschäftsjahr 2023 verfügt der Sportl Medien-Konzern über Liquiditätsreserven sowie über freie Kreditlinien und Kreditzusagen (siehe Kapitel 8.3.1). Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach der Fristigkeit. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen, wenn sie innerhalb eines Jahres oder innerhalb eines Geschäftszyklus fällig oder primär für Handelszwecke gehalten werden. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie länger als ein Jahr oder länger als einen Geschäftszyklus im Konzern verbleiben. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte und -Verbindlichkeiten sowie Vorräte werden grundsätzlich als kurzfristige Posten ausgewiesen. Latente Steueransprüche bzw. -verbindlichkeiten werden als langfristig dargestellt. 4.1 KonsolidierungsmethodenAlle Tochterunternehmen werden im Konzernabschluss vollkonsolidiert. Tochtergesellschaften sind Gesellschaften, die die Sportl Medien AG direkt oder indirekt kontrolliert. Die Sportl Medien AG kontrolliert ein Beteiligungsunternehmen, wenn sie alle nachfolgenden Eigenschaften besitzt:
Die Sportl Medien AG beurteilt laufend, ob es ein Beteiligungsunternehmen beherrscht, wenn Tatsachen und Umstände darauf hindeuten, dass sich eines oder mehrere der drei Beherrschungselemente verändert haben. Die erstmalige Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Anschaffungskosten (erbrachte Gegenleistung) der Beteiligung mit dem neu bewerteten anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Dabei werden Vermögenswerte und Schulden (einschließlich Eventualverbindlichkeiten) mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, unabhängig vom Umfang etwaiger Anteile ohne beherrschenden Einfluss am Eigenkapital. Anschaffungsnebenkosten sind als Aufwand zu erfassen. Bei einem Erwerb in Stufen sind bereits vor der Erlangung der Beherrschung gehaltene Anteile zum beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt zu bewerten und die erbrachte Gegenleistung hinzuzurechnen. Die sich aus der Neubewertung ergebenden Gewinne oder Verluste sind erfolgswirksam zu erfassen. Verbleibende aktivische Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert, welcher jährlich oder bei Hinweisen auf eine Wertminderung einer Überprüfung der Werthaltigkeit unterzogen werden muss. Eine daraus resultierende Wertminderung wird ergebniswirksam als Aufwand erfasst. Ein aus der Kapitalkonsolidierung resultierender passivischer Unterschiedsbetrag wird nach erneuter Beurteilung vollständig im Jahr des Entstehens als Ertrag ausgewiesen. Für die bilanzielle Behandlung von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss besteht für jeden Unternehmenserwerb ein Wahlrecht zur Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (Full Goodwill-Methode) oder dem anteiligen identifizierbaren Nettovermögen (Partial Goodwill-Methode). Unternehmen werden entkonsolidiert, wenn keine Beherrschungsmöglichkeit mehr besteht. Die Entkonsolidierung stellt sich als Abgang aller auf das Tochterunternehmen entfallenden Vermögenswerte einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert und Schulden sowie Differenzen aus der Währungsumrechnung dar. Die bis zu diesem Zeitpunkt angefallenen Aufwendungen und Erträge bleiben weiterhin im Konzernabschluss berücksichtigt. Anteile ohne beherrschenden Einfluss stellen den Anteil des Ergebnisses und des Reinvermögens dar, der nicht den Anteilseignern der Muttergesellschaft zuzurechnen ist. Anteile ohne beherrschenden Einfluss werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung und in der Konzernbilanz separat ausgewiesen. Der Ausweis in der Konzernbilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt vom auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital. Die Effekte aus Transaktionen mit Anteilen ohne beherrschenden Einfluss, bei denen es nicht zu einem Verlust der Beherrschungsmöglichkeit kommt, werden als Transaktionen mit Eigenkapitalgebern erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Führen Transaktionen hingegen zu einem Verlust der Beherrschungsmöglichkeit, ist der daraus resultierende Gewinn oder Verlust ergebniswirksam zu erfassen. Der Gewinn oder Verlust beinhaltet auch Effekte aufgrund einer Neubewertung der zurückbehaltenen Anteile zum beizulegenden Zeitwert. 4.2 Fremdwährungsumrechnungen4.2.1 Funktionale WährungDie funktionale Währung der Sport1 Medien AG sowie die Berichtswährung des Konzerns ist der Euro. Für einen Großteil der Konzerngesellschaften ist die lokale Währung die funktionale Währung. 4.2.2 Bewertung von Transaktionen und Beständen in fremder WährungTransaktionen in Währungen, die nicht der funktionalen Währung des jeweiligen Konzernunternehmens entsprechen, werden von den Gesellschaften unter Anwendung des am Transaktionsdatum gültigen Wechselkurses erfasst. Monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden am Bilanzstichtag zum Stichtagskurs umgerechnet. Fremdwährungsdifferenzen zwischen Transaktions- und Zahlungskurs sind unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen zu erfassen, wenn sie im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft stehen; ansonsten sind Umrechnungsdifferenzen im Finanzergebnis zu erfassen. 4.2.3 Fremdwährungsumrechnung im KonzernDie Bilanzposten der ausländischen Tochtergesellschaften mit einer anderen funktionalen Währung als dem Euro werden nach dem Konzept der funktionalen Währung mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Beim Verkauf einer ausländischen Konzerngesellschaft werden kumulierte Umrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung der Aktiva und Passiva der konsolidierten Gesellschaft, die im sonstigen Ergebnis (OCI) des Konzerns erfasst wurden, als Teil des Gewinns oder Verlusts aus der Veräußerung der Gesellschaft erfolgswirksam erfasst. 4.3 Bemessung des beizulegenden ZeitwertsDer Konzern beurteilt seine Finanzinstrumente, einschließlich Derivate, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind, in jeder Berichtsperiode. Zusätzlich wird der beizulegende Zeitwert von langfristigen Finanzinstrumenten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten in Kapitel 8 offengelegt. Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, den unabhängige Marktteilnehmer unter marktüblichen Bedingungen zum Bewertungsstichtag bei Verkauf eines Vermögenswerts vereinnahmen bzw. bei Übertragung einer Verbindlichkeit zahlen würden (Exit Preis). Bei der Bewertung wird unterstellt, dass der Verkauf bzw. die Übertragung auf dem vorrangigen Markt (Markt mit größtem Volumen) für diesen Vermögenswert bzw. diese Verbindlichkeit erfolgt. Falls ein vorrangiger Markt nicht verfügbar ist, wird vorausgesetzt, dass für die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts der vorteilhafteste Markt herangezogen wird. Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld wird bemessen unter der Annahme, dass Marktteilnehmer bei der Preisbildung für den Vermögenswert oder die Schuld in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln. Der Konzern wendet Bewertungstechniken an, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht sind und für die ausreichend Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung stehen. Dabei ist die Verwendung maßgeblicher, beobachtbarer Inputfaktoren möglichst hoch und jene nicht beobachtbarer Inputfaktoren möglichst gering zu halten. Alle Vermögenswerte und Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert bemessen oder deren beizulegende Zeitwerte im Anhang offengelegt werden, sind den folgenden Stufen der Fair Value-Hierarchie zugeordnet, basierend auf dem niedrigsten Inputfaktor, der für die Bemessung insgesamt wesentlich ist:
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von langfristigen Finanzinstrumenten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten für die Anhangangaben wird durch Abzinsung der erwarteten künftigen Zahlungsströme mit den für Finanzinstrumente vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten aktuell geltenden Zinsen bestimmt, sofern keine Level 1 Bewertung möglich ist. Die Ermittlung der laufzeitadäquaten Zinssätze erfolgt zu jeder Berichtsperiode. Für Vermögenswerte und Schulden, welche wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert bemessen werden, bestimmt der Konzern jeweils zum Ende der Berichtsperiode, ob es Transfers zwischen den Stufen der Fair Value-Hierarchie gibt, und zwar basierend auf dem niedrigsten Inputfaktor, der für die Bemessung insgesamt wesentlich ist. Informationen über die verwendeten Bewertungstechniken und Inputfaktoren für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten und Schulden sind in den Kapiteln 6, 7 und 8 offengelegt. 4.4 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden4.4.1 Umsatzrealisierung aus PlattformenIm Free-TV und Onlinevideo Geschäft werden Umsatzerlöse in Form von Werbeerlösen (Verkauf von Werbezeiten) erzielt. Diese werden in Form von klassischen Werbespots aber auch durch Sponsoring von Sendungen erzielt. Bei Werbeerlösen handelt es sich um Nettoerlöse nach Abzug von Skonti, Rabatten, Agenturprovisionen sowie Umsatzsteuer. TV-Werbeerlöse werden zeitpunktbezogen erfasst, wenn die zugrundeliegende Werbesports auf dem Sender SPORT1 gesendet wurden. Die Sport1 Medien-Gruppe gewährt Naturalrabatte, d. h. zusätzlich zum bezahlten Werbespot kostenlose Werbespots. Dabei sind die bezahlten und kostenlosen Werbespots als separate Leistungsverpflichtungen zu kategorisieren. Der Transaktionspreis wird dabei grundsätzlich proportional aufgeteilt. Normalerweise wird der bezahlte Werbespot zuerst ausgestrahlt, dementsprechend führt das Ausstrahlen eines bezahlten Werbespots zu einer Vertragsverbindlichkeit, sofern der zugehörige Freispot noch nicht ausgestrahlt wurde. Des Weiteren erwirtschaftet die Sport1 Medien Gruppe Online Werbeerlöse. Diese enthalten Umsätze aus der Vermarktung von digitalen Angeboten. Da die Onlinevermarktungsfläche jahresweise an eine externe Agentur verkauft wird, werden dieses Erlöse zeitraumbezogen erfasst. Bei der Distribution überträgt SPORT1 TV-Signale (Free-TV und Pay-TV) an Satelliten, Kabel- und Internet-Anbieter, die sie wiederum ihren Endkunden:innen in der Regel gegen monatliche Gebühren zur Verfügung stellen. Die vom dabei vereinnahmten Erlöse bemessen sich überwiegend nach der Anzahl der von den Anbietern im jeweiligen Abrechnungsmonat erreichten Endkund:innen. Da die Ausstrahlung der Signale an die Vertragspartner gleichzeitig erfolgt, werden die Umsatzerlöse zeitraumbezogen erfasst. Erlöse aus Tauschgeschäften werden als Umsatz realisiert, wenn es sich dabei um ökonomisch begründete Tauchgeschäfte handelt und nicht um bilanziell motivierte Geschäfte und sofern die involvierten Parteien nicht in derselben Geschäftssparte sind. Falls der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich bestimmbar ist, wird die nichtzahlungswirksame Gegenleistung anhand des beizulegenden Zeitwerts der geleisteten Werbezeit bestimmt. Grundsätzlich besteht bei ausgestrahlter oder platzierter Werbung keine Rückgaberecht, da eine ausgestrahlte Werbung nicht zurückgegeben werden kann. 4.4.2 Umsatzrealisierung aus ServicesUmsatzerlöse im Produktionsbereich werden in der Regel zeitraumbezogen (Output-orientierten Methode) erfasst, da die von der Plazamedia GmbH produzierten Sendungen über einen längeren Zeitraum hinweg erstellt werden und deren Inhalte aufgrund von vertraglichen Regelungen nicht alternativ genutzt werden können und ein Rechtsanspruch auf Bezahlung bereits erbrachter Produktionsleistungen besteht. Der Leistungsfortschritt wird anhand der produzierten Sendungen bzw. Sendeabwicklungsdauer erfasst. Die normale Zahlungsfrist ist allgemein 30 Tage. Grundsätzlich besteht bei Live-Produktionen kein Rückgaberecht, da eine Live-Produktion nicht zurückgegeben werden kann. 4.5 ErtragsteuernLaufende Steuern werden auf Basis des Ergebnisses des Geschäftsjahrs und in Übereinstimmung mit den nationalen Steuergesetzen der jeweiligen Steuerjurisdiktion ermittelt. Erwartete und tatsächlich geleistete Steuernachzahlungen bzw. -erstattungen für Vorjahre werden ebenfalls einbezogen. Die Ermittlung von latenten Ertragsteueransprüchen und -verpflichtungen erfolgt bilanzorientiert (Verbindlichkeitenmethode). Für den Konzernabschluss werden latente Steuern für temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden sowie für steuerliche Verlustvorträge ermittelt. Aktive latente Steuern aus abzugsfähigen temporären Unterschieden und steuerlichen Verlustvorträgen werden nur in dem Umfang ausgewiesen, in dem mit hinreichender Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann, dass das jeweilige Unternehmen über ausreichend steuerpflichtiges Einkommen verfügt, gegen das die temporären Differenzen und noch nicht genutzten Verlustvorträge verwendet werden können. Die latenten Steuern für temporäre Differenzen in den Einzelabschlüssen werden auf der Basis der Steuersätze ermittelt, die in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. künftig anzuwenden sind. Soweit die aktiven und passiven latenten Steuern gegenüber demselben Steuerschuldner bzw. -gläubiger bestehen, dieselbe Steuerart betreffen und sich im gleichen Geschäftsjahr wieder ausgleichen, wurde eine Saldierung vorgenommen. Die latenten Steueransprüche und Steuerschulden aus den Organgesellschaften werden saldiert. Ertragsteuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Posten werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern ebenfalls über das Eigenkapital erfasst. Auf temporäre Unterschiede im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen wurden keine latenten Steuerschulden angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass sich diese temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren werden und die Sport1 Medien AG die Möglichkeit besitzt, den Zeitpunkt der Umkehr der temporären Differenzen zu bestimmen. 4.6 Immaterielle VermögenswerteIn dieser Kategorie werden im Wesentlichen gekaufte Software-Programme bzw. Lizenzen, selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte, Programmvermögen sowie im Rahmen von Kaufpreisallokationen aufgedeckte immaterielle Werte ausgewiesen, deren Bewertung zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen und Wertminderungen erfolgt. Wir verweisen hierzu auf unsere Ausführungen unter dem Abschnitt Wertminderungen nicht finanzieller Vermögenswerte (vgl. Kapitel 4.10). Der Ermittlung der Abschreibungen bei Software-Programmen liegt in der Regel die Laufzeit bzw. die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis sechs Jahren zugrunde. Die Entwicklungskosten für einzelne Projekte werden als selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte aktiviert, wenn die folgenden Aktivierungskriterien kumulativ erfüllt sind:
Entwicklungskosten, welche die Bedingungen nicht erfüllen, werden aufwandswirksam erfasst. Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Die aktivierten Herstellungskosten werden über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben, sobald die Entwicklungsphase abgeschlossen und ihre Nutzung möglich ist. Die Abschreibungsdauer bemisst sich nach der wirtschaftlichen Nutzungsdauer und beträgt zwei bis sechs Jahre. Das erworbene Programmvermögen - Dokutainment- und anderen Unterhaltungsformaten - ist als immaterieller Vermögenswert anzusetzen, da es die Definitions- und Ansatzkriterien eines solchen erfüllt. Es stellt einen identifizierbaren, nicht-monetären Vermögenswert ohne physische Substanz dar, der in der Verfügungsgewalt des erwerbenden Unternehmens steht. Die Abschreibungen von Programmvermögen mit einer begrenzten Nutzungsdauer ist dabei abhängig von der Art des Rechts, der Lizenzzeit, sowie der Anzahl der zulässigen bzw. geplanten Ausstrahlungen und erfolgt in der Regel mit Beginn der ersten Ausstrahlung. Die Abschreibungen erfolgen dabei leistungsabhängig, das heißt es handelt sich um ausstrahlungsbasierte Abschreibungen. Bei einer ausstrahlungsbasierten Abschreibung wird zunächst die Anzahl der Ausstrahlungen (Runs) festgelegt. Bei der Ausstrahlung wird der anteilig auf diesen Run allokierte Betrag im Aufwand unter dem Posten Abschreibungen erfasst. Die im Zuge der Kaufpreisallokationen identifizierten langfristigen Kundenverträge werden unter den sonstigen immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Der Buchwert entspricht dem beizulegenden Zeitwert zum Akquisitionszeitpunkt abzüglich der notwendigen Abschreibungen. Diese Abschreibungen pro rata anhand der Dauer (zwischen 1 und 4 Jahre) der noch laufenden Kundenverträge vorgenommen. 4.7 Geschäfts- oder FirmenwerteDie Geschäfts- oder Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen angesetzt. Die Anschaffungskosten der Geschäfts- oder Firmenwerte ergeben sich aus der Summe aus i. dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen Gegenleistung zum Erwerbszeitpunkt, ii. dem Betrag jeglicher nicht beherrschender Anteile und iii. dem beizulegenden Zeitwert der bei einem sukzessiven Unternehmenszusammenschluss von einem Erwerber vorher gehaltenen Anteile des erworbenen Unternehmens abzüglich des beizulegenden Zeitwerts der identifizierbaren erworbenen Vermögenswerte, übernommenen Schulden und Eventualschulden Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden bei Zugang jeweils den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, von denen erwartet wird, dass sie aus dem Zusammenschluss Nutzen ziehen. Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, auf die Geschäfts- oder Firmenwerte allokiert werden, sind die Organisationseinheiten. 4.8 SachanlagenSachanlagen beinhalten Mietereinbauten, technische Anlagen und Maschinen, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. Die Mietereinbauten werden mit ihren Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bzw. Wertminderungen bewertet. Die planmäßige Abschreibung erfolgt in der Regel über die Dauer des jeweiligen Mietvertrags. Technische Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung werden mit ihren Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bzw. Wertminderungen bewertet. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 bis 8 Jahren für technische Anlagen und 3 bis 14 für Betriebs- und Geschäftsausstattung. Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Umfangreichere Erneuerungen oder Einbauten werden aktiviert. Erneuerungen werden ebenfalls über die oben genannte erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei Abgang werden die Anschaffungskosten und die dazugehörigen kumulierten Abschreibungen ausgebucht. Die dabei entstehenden Gewinne oder Verluste werden im Geschäftsjahr ergebniswirksam erfasst. Sind die Anschaffungskosten von bestimmten Komponenten einer Sachanlage wesentlich, dann werden diese Komponenten einzeln bilanziert und abgeschrieben. 4.9 LeasingverhältnisseEin Leasingverhältnis stellt eine Vereinbarung dar, bei welcher der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht auf die Nutzung eines Vermögenswerts für einen vereinbarten Zeitraum überträgt. 4.9.1 LeasingverbindlichkeitenZu Beginn des Leasingverhältnisses weist der Konzern Leasingverbindlichkeiten aus, die mit dem Barwert der über die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu leistenden Leasingzahlungen bewertet werden. Die Leasingzahlungen beinhalten fixe Zahlungen abzüglich etwaiger Forderungen aus Leasinganreizen, variable Leasingzahlungen, die von einem Index oder einem Zinssatz abhängen, sowie Beträge, die voraussichtlich im Rahmen von Restwertgarantien gezahlt werden. Die Leasingzahlungen beinhalten auch den Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn die Ausübung als hinreichend sicher eingeschätzt wurde, sowie Strafzahlungen für die vorzeitige Beendigung eines Leasingverhältnisses, wenn der Konzern die Option zur vorzeitigen Beendigung ausübt. Die variablen Leasingzahlungen, die nicht von einem Index oder einem Kurs abhängen, werden in der Periode, in der das Ereignis oder die Bedingung, die die Zahlung auslöst, eintritt, als Aufwand erfasst. Bei der Berechnung des Barwerts der Leasingzahlungen verwendet der Konzern den Grenzfremdkapitalzinssatz zum Zeitpunkt des Beginns des Leasingverhältnisses, wenn der dem Leasingverhältnis zugrunde liegende Zinssatz nicht bestimmbar ist. Der Grenzfremdkapitalzinssatz entspricht dem Zinssatz, den der Konzern zahlen müsste, wenn er Mittel aufnehmen müsste, um in einem vergleichbaren wirtschaftlichen Umfeld einen Vermögenswert mit einem vergleichbaren Wert und vergleichbaren Bedingungen zu erwerben. Nach dem Beginn des Leasingverhältnisses wird der Betrag der Leasingverbindlichkeiten um den Zinszuwachs erhöht und um die geleisteten Leasingzahlungen gekürzt. Darüber hinaus wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeiten neu bewertet, wenn eine Änderung der Laufzeit des Leasingverhältnisses, eine Änderung der wesentlichen fixen Leasingzahlungen oder eine Änderung der Bewertung zum Erwerb des geleasten Vermögenswerts vorliegt. 4.9.2 Kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse für geringwertige WirtschaftsgüterDer Konzern wendet das Wahlrecht an, kurzfristige Leasingverträge nicht zu bilanzieren (d.h. solche, die eine Laufzeit von 12 Monaten oder weniger ab dem Anfangsdatum haben und keine Kaufoption enthalten). Der Konzern sieht ebenso von der Bilanzierung von Leasingverträgen für Wirtschaftsgüter ab, die als geringwertig angesehen werden (d.h. in der Regel unter 5 TEUR pro Objekt). Bei geringwertigen Gütern handelt es sich unter anderem um Büromaschinen. Leasingzahlungen aus kurzfristigen Leasingverträgen und Leasingverträgen mit geringwertigen Vermögenswerten werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. 4.9.3 Leasingverhältnisse für immaterielle VermögenswerteDer Konzern macht vom Wahlrecht nach IFRS 16.4 betreffend immaterielle Vermögenswerte keinen Gebrauch und bilanziert immaterielle Vermögenswerte nach den Grundsätzen von IAS 38. Falls im IT-Bereich die Hardware und Software nicht trennbar sind, wird der gemietete Gegenstand inklusive der Software nach IFRS 16 Leasingverhältnisse bilanziert. 4.9.4 Mehrkomponenten in LeasingvereinbarungenIn Verträgen, die neben Leasingkomponenten auch Nicht-Leasingkomponenten enthalten, wird grundsätzlich keine Trennung vorgenommen. Jede Leasingkomponente wird zusammen mit den übrigen Leistungskomponenten als Leasingverhältnis abgebildet. Die Nebenkosten bei der Miete von Räumlichkeiten werden nicht als Leasingkomponente betrachtet. 4.9.5 NutzungsrechteDer Konzern erfasst Nutzungsrechte zu Beginn des Leasingverhältnisses (d.h. zu dem Zeitpunkt, an dem der zugrunde liegende Vermögenswert zur Nutzung zur Verfügung steht). Nutzungsberechtigte Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen bewertet und um die Neubewertung von Leasingverbindlichkeiten angepasst. Die Anschaffungskosten von Vermögenswerten mit Nutzungsrecht umfassen den Betrag der bilanzierten Leasingverbindlichkeiten, die anfänglich angefallenen direkten Kosten und die zu oder vor dem Beginn des Leasingverhältnisses geleisteten Leasingzahlungen abzüglich der erhaltenen Leasinganreize. Sofern der Konzern nicht hinreichend sicher ist, dass er am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses das Eigentum am Leasingobjekt erwirbt, werden die aktivierten Nutzungsrechte linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus geschätztem Nutzungszeitraum und Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. 4.9.6 Sale-and-LeasebackIm Rahmen von Sale-and-Leaseback-Transaktion ist zunächst anhand der Kriterien aus IFRS 15 zu prüfen, ob die Übertragung eines Vermögenswerts als Verkauf zu bilanzieren ist. Wenn die Übertragung eines Vermögenswerts die in IFRS 15 festgelegten Anforderungen für die Bilanzierung als Verkauf nicht erfüllt, wird der Vermögenswert weiterhin bilanziert, und die erhaltenen Erlöse werden als finanzielle Verbindlichkeit gemäß IFRS 9 erfasst. Wenn die Übertragung des Vermögenswerts einen Verkauf darstellt, werden die zurückgemieteten Vermögenswerte im Konzernabschluss nach den oben dargestellten Grundsätzen der Leasingnehmerbilanzierung abgebildet. Dementsprechend werden etwaige Gewinne oder Verluste nur insoweit erfasst, soweit sie sich auf die auf den Käufer/Leasinggeber übertragenen Rechte beziehen. 4.9.7 Auf die Coronavirus-Pandemie bezogene MietkonzessionenDie Mietzinsreduktionen für die Geschäftsjahre 2021 und 2022, die zur Abmilderung der Folgen aus der Covid-19-Pandemie gewährt wurden, werden unter Inanspruchnahme der Erleichterung des IFRS 16 bezogen auf Mietzugeständnisse im Rahmen der Covid-19-Pandemie nicht als Vertragsmodifikation stipuliert. Unter der praktischen Erleichterung erfolgte somit keine erfolgsneutrale Anpassung von Nutzungsrechten und Leasingverbindlichkeiten bzw. keine Bilanzierung eines neuen Vertrags, sondern die Anpassungen werden als negative variable Leasingzahlung vorgenommen und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. 4.10 Wertminderungen nicht finanzieller VermögenswerteFür Geschäfts- oder Firmenwerte auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und für immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer sowie selbsterstellen noch nicht genutzten Vermögenswerte wird jährlich, und sofern unterjährig Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, ein Wertminderungstest durchgeführt. Die jährliche Werthaltigkeitsprüfung erfolgt bei der Sport1 Medien AG jeweils zum 30. November des Geschäftsjahrs. Für sonstige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte wird ein Wertminderungstest vorgenommen, falls Anhaltspunkte für eine etwaige Wertminderung beobachtbar sind. Anhaltspunkte für eine Wertminderung sind beispielsweise eine deutliche Zeitwertminderung des Vermögenswerts, signifikante Veränderungen im Unternehmensumfeld, substanzielle Hinweise für eine Überalterung oder veränderte Ertragserwartungen. Grundlage für den Wertminderungstest ist die Ermittlung des erzielbaren Betrags, welcher der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder Nutzungswert eines Vermögenswerts ist. Sofern die Ermittlung des erzielbaren Betrags in Form des Nutzungswerts erfolgt, werden hierbei erwartete, zukünftigen Cash-Flows zugrunde gelegt. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert, ist eine Wertminderung vorzunehmen. Übersteigt der ermittelte Abwertungsbetrag den der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwert, sind die übrigen Vermögenswerte der Einheit im Verhältnis ihrer Buchwerte abzuschreiben. Dies gilt nicht, wenn hierdurch der jeweilige Buchwert den höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder Nutzungswert unterschreiten würde. Bei immateriellen Vermögenswerten ausgenommen Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Sachanlagen und Nutzungsrechte sind Wertaufholungen auf in Vorperioden durchgeführte Wertminderungen zu berücksichtigen, falls die Gründe für die Wertminderung entfallen sind. Diese werden erfolgswirksam vorgenommen, maximal jedoch bis zu den theoretisch bestehenden fortgeführten Anschaffungskosten. 4.11 FinanzinstrumenteDie erstmalige Bilanzierung von originären Finanzinstrumenten erfolgt bei üblichem Kauf oder Verkauf zum Erfüllungstag, bei derivativen Finanzinstrumenten zum Handelstag. Es wird zwischen dem Erstansatz der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten und der entsprechenden Folgebewertung unter Berücksichtigung der Klassifizierungsvorschriften von IFRS 9 Finanzinstrumente unterschieden. Bei der Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten sieht IFRS 9 Finanzinstrumente die folgenden Kategorien vor.
Für die Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten ist im ersten Schritt zwischen Fremdkapital- und Eigenkapitalinstrumenten gemäß IAS 32 zu unterscheiden. Zudem hängt die Kategorisierung von dem Geschäftsmodell des Unternehmens ab, innerhalb dessen das Finanzinstrument gehalten wird, andererseits von dem Charakter der vertraglichen Zahlungsströme des Finanzinstruments. Finanzielle Verbindlichkeiten sind gemäß IFRS 9 Finanzinstrumente einer der beiden folgenden Kategorien zu zuordnen:
Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen. Sie werden nur dann saldiert, wenn bezüglich der Beträge zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Aufrechnungsrecht besteht und beabsichtigt wird, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. 4.11.1 Finanzielle Vermögenswerte: SchuldinstrumenteFinanzielle Vermögenswerte, die innerhalb eines Geschäftsmodells gehalten werden, welches vorsieht, den Vermögenswert zu halten, um die vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bilanziert, wenn die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Die Steuerung dieser Geschäftsmodelle erfolgt anhand der Zinsstruktur und des Kreditrisikos. Die Zugangsbewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten auf Basis des effektiven Zinses. In diese Bewertungskategorie fallen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Finanzielle Vermögenswerte, deren Zahlungsströme nicht ausschließlich aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen, wie zum Beispiel bei derivativen Finanzinstrumenten ohne Sicherungsbeziehungen, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL). Eine Klassifizierung zu FVTPL ist unter den folgenden Voraussetzungen zwingend notwendig.
Die Zugangsbewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert ohne Transaktionskosten. Transaktionskosten sind in diesem Fall sofort ergebniswirksam zu berücksichtigen. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zum Stichtag über die Gewinn- und Verlustrechnung. Sofern das Geschäftsmodell grundsätzlich das Halten der Vermögenswerte vorsieht, allerdings Veräußerungen vorgenommen werden, wenn dies notwendig ist, zum Beispiel um einen Liquiditätsbedarf zu decken, so werden diese Vermögenswerte ebenfalls zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Zugangsbewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zum Stichtag über das sonstige Ergebnis mit Recycling. Wertminderungen, Zinserträge und Fremdwährungserfolge werden erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. 4.11.2 Finanzielle Vermögenswerte: EigenkapitalinstrumenteEigenkapitalinstrumente werden grundsätzlich erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Die Zugangsbewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert ohne Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zum Stichtag über die Gewinn- und Verlustrechnung. Bei Eigenkapitalinstrumenten, welche nicht zu Handelszwecken gehalten werden, ist es möglich beim Erstansatz die unwiderrufliche Entscheidung zu treffen, diese in Folgeperioden erfolgsneutral und ohne Möglichkeit zum Recycling zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten (mit Erfassung der Wertänderungen im sonstigen Ergebnis (FVTOCI)). Diese Eigenkapitalinstrumente dürfen aber nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Die Sport1 Medien AG wendet diese Option zur erfolgsneutralen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert auf Einzelfallebene an. Ausschüttungen bzw. Dividenden aus solchen Instrumenten werden erfolgswirksam erfasst, es sei denn, die Ausschüttungen bzw. Dividenden sind eindeutig als Rückzahlung eines Teils der Kosten des Eigenkapitalinstruments anzusehen. 4.11.3 Finanzielle VerbindlichkeitenZu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (z. B. derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehung) werden zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderungen über die Gewinn- und Verlustrechnung bewertet (FVTPL). Alle anderen finanziellen Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bewertet - es sei denn, die Sportl Medien AG designiert sie freiwillig bei erstmaligem Ansatz zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderungen über die Gewinn- und Verlustrechnung (Fair-Value-Option) bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen gemäß IFRS 9.4.2.2. Unterverzinsliche sowie unverzinsliche langfristige Verbindlichkeiten werden bei Anschaffung mit ihrem Barwert angesetzt und bis zur Fälligkeit periodengerecht aufgezinst. Verbindlichkeiten aus ausstehenden Rechnungen werden unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die langfristigen Verbindlichkeiten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. 4.11.4 Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten (Schuldinstrumente bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten)Das Wertminderungsmodell basiert auf den erwarteten Kreditverlusten, welches auf finanzielle Schuldinstrumente anwendbar ist, die entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVTOCI) bewertet werden. Zudem finden die Wertminderungsvorschriften gemäß IFRS 9 auch auf Vertragsvermögenswerte, Leasingforderungen, unwiderrufliche Kreditzusagen und Finanzgarantien Anwendung. Es findet eine erfolgswirksame Erfassung der Risikovorsorge auf separaten Wertberichtigungskonten statt, die den Buchwert der finanziellen Vermögenswerte entsprechend reduziert. Der Ansatz der erwarteten Kreditverluste nutzt ein dreistufiges Vorgehen zur Allokation von Wertberichtigungen. Stufe 1 : In die Stufe 1 sind grundsätzlich alle Instrumente bei Zugang einzuordnen. Für sie ist der Barwert der erwarteten Zahlungsausfälle, die aus möglichen Ausfallereignissen innerhalb der nächsten 12 Monate nach dem Abschlussstichtag resultieren, aufwandswirksam zu erfassen. Die Zinserfassung erfolgt auf Basis des Bruttobuchwerts, d. h. die Effektivzinsmethode ist auf Basis des Buchwerts vor Berücksichtigung der Risikovorsorge durchzuführen. Stufe 2: Dort sind alle Instrumente enthalten, welche am Abschlussstichtag im Vergleich zum Zugangszeitpunkt eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos aufweisen. Die Risikovorsorge hat den Barwert aller erwarteten Verluste über die Restlaufzeit des Instruments abzubilden. Die Zinserfassung erfolgt auf Basis des Bruttobuchwerts, d. h. die Effektivzinsmethode ist auf Basis des Buchwerts vor Berücksichtigung der Risikovorsorge durchzuführen. Signifikante Hinweise auf Wertminderungen sind unter anderem:
Die Anwendung der Überfälligkeitsannahme von 30 Tagen ist nichtzutreffend. Stufe 3: Liegt neben einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos am Abschlussstichtag zusätzlich ein objektiver Hinweis auf Wertminderung vor, erfolgt die Bemessung der Risikovorsorge ebenfalls auf Basis des Barwerts der erwarteten Verluste über die Restlaufzeit. Die Zinserfassung ist in darauffolgenden Perioden jedoch anzupassen, sodass der Zinsertrag künftig auf Basis des Nettobuchwerts zu berechnen ist, d. h. des Buchwerts nach Abzug der Risikovorsorge. Objektive Hinweise auf Wertminderungen sind unter anderem:
Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder Vertragsvermögenswerte, die keine wesentliche Finanzierungskomponente enthalten, ist das vereinfachte Verfahren stets anzuwenden. Beim vereinfachten Verfahren ist es nicht erforderlich, Änderungen des Ausfallrisikos nachzuverfolgen. Stattdessen ist sowohl beim erstmaligen Ansatz als auch im Rahmen der Folgebewertung eine Risikovorsorge in Höhe der Gesamtlaufzeit des erwarteten Ausfallrisikos zu erfassen. Bei der Sport1 MedienGruppe werden auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte bei Vorliegen von klaren objektiven Hinweisen wie Zahlungsausfall oder erhöhte Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz Einzelwertberichtigungen von bis zu 100 Prozent von der ausstehenden Kundenforderung vorgenommen. Für den restlichen Bestand werden die Wertminderungen anhand einer Wertberichtigungstabelle ermittelt, welche die erwarteten Verluste über die Restlaufzeit als Prozentsätze in Abhängigkeit von der Dauer der Überfälligkeit bestimmt. Diese historischen Ausfallsquoten werden angepasst um aktuelle und zukunftsorientierte makroökonomische Faktoren, die sich auf die Fähigkeit der Kunden, die Forderungen zu begleichen, auswirken. Die Sport1 Medien AG hat dabei insbesondere Konjunktur- und Zinsentwicklung in Deutschland als relevanteste Faktoren identifiziert und passt die historischen Ausfallquoten aufgrund der erwarteten Veränderungen bei den Faktoren an. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte werden dabei dieselben Wertminderungssätze angewandt, da das Kreditrisiko nahezu identisch ist. Die Vertragsvermögenswerte betreffen noch nicht fakturierte laufende Arbeiten und weisen im Wesentlichen die gleichen Risikomerkmale wie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für die gleichen Vertragsarten auf und stellen einen angemessenen Näherungswert der Verlustquoten für Vertragsvermögenswerte dar. Im Posten Wertminderungen/Wertaufholungen auf finanzielle Vermögenswerte sind neben der Zuführung von Wertberichtigungen auch die Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen netto enthalten. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte werden ausgebucht, wenn nach angemessener Einschätzung keine Realisierbarkeit mehr gegeben ist. Diese werden im Posten Verluste/Gewinne aus der Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. In Folgeperioden erzielte, früher bereits abgeschriebene Beträge werden im gleichen Posten erfasst. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente fallen ebenfalls unter die Wertminderungsvorschriften von IFRS 9. Solange die Gegenparteien - Banken und Finanzinstitute - über ein gutes Rating verfügen bzw. keine Going Concern Problematik haben, werden aufgrund der Unwesentlichkeit keine Wertminderungen vorgenommen bzw. verbucht. Die sonstigen finanziellen Forderungen bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten beinhalten in der Regel debitorische Kreditoren, Forderungen gegen Mitarbeiter und übrige Forderungen, welche nicht mit der Realisierung von Umsatzerlösen Zusammenhängen. Diese sonstigen finanziellen Forderungen gelten als "mit geringem Ausfallrisiko behaftet"; daher werden Wertberichtigungen auf die erwarteten 12-Monats Kreditverluste begrenzt. Das Management sieht den Tatbestand des "geringen Ausfallrisikos", wenn ein Investment Grade-Rating vorliegt (z.B. mindestens BBB- nach Standard & Poor's) bzw. das Risiko der Nichterfüllung gering und die Gegenpartei jederzeit in der Lage ist, ihre vertraglichen Zahlungsverpflichtungen kurzfristig zu erfüllen. Bei langfristigen finanziellen Schuldinstrumenten werden die erwarteten Verluste mit dem bei Zugang bestimmten Effektivzins des Instruments auf den Berichtsstichtag diskontiert, um den Zeitwert des Geldes widerzuspiegeln. Die Restlaufzeit entspricht der maximalen Vertragslaufzeit, also unter Berücksichtigung möglicher Verlängerungsoptionen. 4.12 Rückstellungen, Eventualverpflichtungen und EventualforderungenRückstellungen werden für gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, deren Ursprung in der Vergangenheit liegt und bei denen es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Mittelabfluss bzw. sonstigen Ressourcenabfluss führt. Weitere Voraussetzung für den Ansatz ist eine zuverlässige Schätzung der Verpflichtungshöhe. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt in Höhe des erwarteten Mittelabflusses mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit. Langfristige Rückstellungen werden, sofern der Zinseffekt wesentlich ist, mit dem unter Verwendung des aktuellen Marktzinses berechneten Barwert des erwarteten Mittelabflusses angesetzt. Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (Drohverlustrückstellungen) werden gebildet, wenn die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung eines Geschäfts höher als der erwartete wirtschaftliche Nutzen sind. Bevor eine Rückstellungsbildung erfolgt, werden Wertminderungen auf Vermögenswerte, die mit diesem Geschäft zusammenhängen, vorgenommen. Mögliche Verpflichtungen, deren Existenz (Eintreten, Nichteintreten) durch zukünftige Ereignisse bestätigt werden muss, oder Verpflichtungen, deren Höhe nicht zuverlässig eingeschätzt werden können, werden als Eventualverbindlichkeiten offengelegt. Eventualforderungen werden nicht aktiviert, aber analog den Eventualverbindlichkeiten offengelegt, sofern ein wirtschaftlicher Nutzen für den Konzern wahrscheinlich ist. 4.13 Zuwendung der öffentlichen Hand: KurzarbeiterentschädigungKurzarbeiterentschädigungen stellen keinen Lohnaufwand dar und der Zahlungseingang durch die Bundesagentur für Arbeit ist auch nicht als betrieblicher Ertrag zu erfassen. Somit ist diese Leistung als durchlaufender Posten zu erfassen. Die vom Arbeitgeber getragenen Sozialversicherungsbeiträge bezogen auf das Kurzarbeitergeld sind als Personalaufwand zu erfassen. Die Erstattungen der Bundesagentur für Arbeit der Sozialversicherungsbeiträge werden als Abzug von den Personalaufwendungen (Nettoausweis) ausgewiesen. 5. Ermessensausübung/SchätzungsunsicherheitenDie Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit IFRS verlangt vom Management, Einschätzungen und Annahmen zu treffen, welche die ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, Eventualverbindlichkeiten und Forderungen zum Zeitpunkt der Bilanzierung beeinflussen. Diese Schätzungen und Annahmen basieren auf der bestmöglichen Beurteilung durch das Management aufgrund von Erfahrungen aus der Vergangenheit und weiteren Faktoren, einschließlich der Einschätzungen künftiger Ereignisse. Die Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft. Änderungen der Einschätzungen sind notwendig, sofern sich die Gegebenheiten, auf denen die Einschätzungen basieren, geändert haben oder neue Informationen und zusätzliche Erkenntnisse vorliegen. Solche Änderungen werden in jener Berichtsperiode erfasst, in der die Einschätzung angepasst wurde. Die wichtigsten Annahmen über die zukünftige Entwicklung sowie die wichtigsten Quellen von Unsicherheiten bei den Einschätzungen, die bei den bilanzierten Vermögenswerten und Schulden sowie den ausgewiesenen Erträgen, Aufwendungen und Eventualverbindlichkeiten in den nächsten zwölf Monaten bedeutende Anpassungen erforderlich machen könnten, sind nachfolgend dargestellt. 5.1 Schätzungen bei der Identifikation des Transaktionspreises bei Umsatzerlösen aus Verträgen mit KundenGewisse Verträge mit Kunden haben bei der Sport1 Medien-Gruppe variable Gegenleistungen. Grundsätzlich stehen aber die effektiven Transaktionspreise im Aufstellungszeitraum des Abschlusses fest und es brauchen keine Schätzungen vorgenommen zu werden (u.a. user-based royalties). Es kann allerdings vorkommen, dass die variable Gegenleistung geschätzt werden muss unter Verwendung des wahrscheinlichkeitsgewichteten Erwartungswerts oder des wahrscheinlichsten Betrags - je nachdem, welcher der beiden Werte der der Sportl Medien-Gruppe zustehenden Gegenleistung am nächsten kommt. Auch wenn der Preis fix ist, aber von zukünftigen Ereignissen abhängt (contingent on future events occuring or not occuring), wird eine solche Gegenleistung bei der Sportl MedienGruppe als variabel eingestuft (siehe Kapitel 6.1). 5.2 Wertminderung von nicht finanziellen VermögenswertenZur Beurteilung, ob eine Wertminderung vorliegt, werden Einschätzungen der zu erwartenden zukünftigen Geldflüsse je zahlungsmittelgenerierender Einheit aus der Nutzung und eventuellen Veräußerung dieser Vermögenswerte vorgenommen. Den Schätzungen und Annahmen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand beruhen (siehe Kapitel 7.1 und 7.2). 5.3 Finanzielle VermögenswerteDer beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten, die auf organisierten Märkten gehandelt werden, wird durch den zum Bewertungsstichtag notierten Marktpreis bestimmt. Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten, für die kein aktiver Markt besteht, wird unter Anwendung von Bewertungsmethoden ermittelt. Zu den Bewertungsmethoden gehört die Verwendung der jüngsten Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern, der Vergleich mit dem beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments, die Analyse von diskontierten Cash-Flows sowie die Verwendung anderer Bewertungsmodelle, die auf Annahmen des Managements basieren (siehe Kapitel 7.5 und 7.8). 5.4 Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten (Schuldinstrumente)Die Vorschriften zur Erfassung von Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte, welche auf dem Modell der erwarteten Verluste basieren, beinhalten erhebliche Ermessensentscheidungen bezüglich der Frage, inwiefern erwartete Kreditausfälle durch Veränderungen der wirtschaftlichen Faktoren beeinflusst werden. Finanzielle Vermögenswerte sind nach Maßgabe historischer und zukünftig zu erwartender Ausfallwahrscheinlichkeiten (beispielsweise aufgrund der allgemeinen Wirtschaftslage und deren Prognosen) in unterschiedliche Risikoklassen aufzuteilen und bereits vor Eintritt von Ausfallereignissen ist eine Risikovorsorge zu erfassen. Bei der Sportl Medien-Gruppe werden dabei erwartete Verluste als gewogener Durchschnitt der Kreditausfälle bzw. anhand verfügbarer gruppenexterner Ratings definiert, wobei mit den jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeiten für die Ausfälle gewichtet wird. Die Schätzungen berücksichtigen dabei immer die Möglichkeit eines Ausfalls sowie die Möglichkeit eines Nicht-Ausfalls, selbst wenn das wahrscheinlichste Szenario der Nicht-Ausfall ist. Auf Forderungen gegen die öffentliche Hand aus Deutschland werden keine Wertberichtigungen vorgenommen (siehe Kapitel 7.5 und 7.8). Die Bewertung von eingebetteten Derivaten in Zusammenhang mit Media-for-Equity Beteiligungen über einen Equity-Fonds - falls kein Börsenkurs vorliegt - beinhalten Schätzungen. Die individuelle Bewertung dieser Derivate erfolgen grundsätzliche auf Basis der letzten Venture Capital Runde. Darauf werden individuelle Abschläge vorgenommen je nachdem in welche Branche sich das Unternehmen befindet (siehe Kapitel 7.8). Die Zahlungsmittel sind größtenteils bei einer deutschen Bank mit einem Einlagenrating von BBB+ (Rating von Standard & Poor's) angelegt. Die Anlagen mit diesem Rating gelten als sicher. 5.5 Rückstellungen für RechtsfälleDie Konzerngesellschaften sind verschiedenen Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt. Der Konzern geht zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass die Rückstellungen die Risiken decken. Es könnten jedoch weitere Klagen erhoben werden, deren Kosten durch die bestehenden Rückstellungen nicht gedeckt sind. Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass das Ausmaß, die Dauer und die Kosten der Rechtsstreitigkeiten zunehmen werden, obwohl die Anzahl der Rechtsstreitigkeiten in den letzten Jahren stark rückläufig war. Solche auftretenden Änderungen können Auswirkungen auf die in zukünftigen Berichtsperioden für Rechtsfälle bilanzierten Rückstellungen haben (siehe Kapitel 7.21). 5.6 Latente ErtragsteuernFür die Bestimmung der Ansprüche und Schulden aus latenten Ertragsteuern müssen weitreichende Einschätzungen vorgenommen werden. Einige dieser Einschätzungen basieren auf der Auslegung der bestehenden Steuergesetze und Verordnungen. Das Management ist der Ansicht, dass die Einschätzungen angemessen sind und die Unsicherheiten bei den Ertragsteuern in den bilanzierten Ansprüchen und Schulden ausreichend berücksichtigt wurden. Insbesondere die latenten Steueransprüche aus verrechenbaren Verlustvorträgen sind davon abhängig, dass künftig entsprechende Gewinne erwirtschaftet werden. Auch die latenten Steueransprüche aus Bewertungsanpassungen sind von der zukünftigen Gewinnentwicklung abhängig. Die tatsächlichen Gewinne können von den erwarteten Gewinnen abweichen. Solche Änderungen können Auswirkungen auf die in den zukünftigen Berichtsperioden bilanzierten Ansprüche und Schulden aus latenten Ertragsteuern haben (siehe Kapitel 7.7). 5.7 LeasingverhältnisseDer Konzern bestimmt die Laufzeit des Leasingverhältnisses als die nicht kündbare Laufzeit des Leasingverhältnisses sowie alle Zeiträume, die unter eine Option zur Verlängerung des Leasingverhältnisses fallen, wenn die Ausübung der Option hinreichend sicher ist, oder alle Zeiträume, die unter eine Option zur Kündigung des Leasingverhältnisses fallen, wenn die Ausübung der Option hinreichend sicher ist. Der Konzern beurteilt nach eigenem Ermessen, ob die Ausübung der Verlängerungsoption hinreichend sicher ist. Das heißt, das Management berücksichtigt alle relevanten Faktoren, die einen wirtschaftlichen Anreiz darstellen, die Verlängerung auszuüben. Nach dem Beginn des Leasingverhältnisses beurteilt der Konzern die Laufzeit des Leasingverhältnisses neu, wenn ein wesentliches Ereignis oder eine wesentliche Änderung der Umstände eintritt, die in seinem Einflussbereich liegen und seine Fähigkeit beeinträchtigen, die Option zur Verlängerung auszuüben (oder nicht auszuüben) (z.B. eine Änderung der Geschäftsstrategie). Die Verlängerungsoptionen für das Leasing von Kraftfahrzeugen wurden nicht in die Leasinglaufzeit einbezogen, da der Konzern die Politik verfolgt, Kraftfahrzeuge für höchstens fünf Jahre zu leasen und somit keine Verlängerungsoptionen auszuüben. Verlängerungs- und Kündigungsoption bei der Miete von Räumlichkeiten wurden nicht in die Bestimmung der Laufzeit der entsprechenden Leasingverhältnisse einbezogen. Zur Bestimmung des Grenzfremdkapitalzinssatzes verwendet der Konzern als Ausgangsbasis die Zinssätze von aufgenommenen Finanzierungen oder zur Verfügung gestellten Kreditlinien von Dritten. Sofern erforderlich werden diese angepasst, um einerseits Änderungen der Konditionen seit Erhalt der Finanzierungslinien zu berücksichtigen und anderseits laufzeitadäquat an die jeweilige Laufzeit der Leasingvereinbarungen anzupassen (siehe Kapitel 7.3). 5.8 Ermessensausübungen und Schätzungen aufgrund des Ukrainekriegs, Inflation, Konsumentenzurückhaltung, Energiekrise und LieferkettenproblematikErmessensausübungen und Schätzungen des Managements können sich auf die Bewertung von und Angaben zu Vermögenswerten und Schulden sowie auf die für den Berichtszeitraum ausgewiesenen Einnahmen und Aufwendungen auswirken. Aufgrund des derzeit nicht vorhersehbaren weiteren Verlaufs des Ukrainekriegs, Inflation, Konsumentenzurückhaltung, Energiekrise und Lieferkettenproblematik und deren wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Gruppe unterliegen diese Ermessensausübungen und Schätzungen des Managements einer erhöhten Unsicherheit. Die tatsächlichen Beträge können von den Beurteilungen und Schätzungen des Managements abweichen. Änderungen dieser können wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. Im Rahmen der Aktualisierung der Ermessensausübungen und Schätzungen des Managements wurden alle verfügbaren Informationen zu den erwarteten wirtschaftlichen Entwicklungen und staatlichen Gegenmaßnahmen einbezogen. Diese Informationen wurden auch in die Analyse der Werthaltigkeit und Einbringlichkeit von Vermögenswerten und Forderungen einbezogen. Da sich die aktuelle geopolitische Lage und wirtschaftlichen Krisen ständig weiterentwickeln, ist es schwierig, ihre Dauer und das Ausmaß der Auswirkungen auf Vermögenswerte, Schulden, Ertragslage und Cashflows vorherzusagen. Wir haben die zugrunde liegenden Schätzungen und Annahmen auf Grundlage des vorhandenen Wissens und der besten verfügbaren Informationen erstellt und ein Szenario zugrunde gelegt, in dem davon ausgegangen wird, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen der aktuellen wirtschaftlichen Situation keine langfristige Dauer haben. 6. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung6.1 Umsatzerlöse aus Verträgen mit KundenUmsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden nach Kategorien in TEUR
Zeitbezug der Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden in TEUR
Die in der laufenden Periode erfassten Umsätze aus Verträgen mit Kunden aus bereits in Vorperioden erbrachten Leistungen betrugen 105 TEUR (Vj. 302 TEUR). Voraussichtlich zu erfassende Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden in TEUR
6.2 Aktivierte EigenleistungenDie aktivierten Eigenleistungen in Höhe von 3.396 TEUR (Vj. 3.032 TEUR) betreffen hauptsächlich selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte im Digitalbereich. 6.3 Sonstige betriebliche ErträgeSonstige betriebliche Erträge in TEUR
Die periodenfremden sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Rückerstattungen und Ausschüttungen von Behörden und Verbänden aus früheren Jahren. Die Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen enthalten den Erlöse in Höhe von 7.000 TEUR aus dem Verkauf einer Domain. Die sonstigen betrieblichen Erträge im Vorjahr aus der Überbrückungshilfe III in Höhe von 3.231 TEUR wurde für alle deutschen Gesellschaften der obersten Muttergesellschaft eingenommen. Die sich daraus ergebende Weiterleitung in Höhe von 1.006 TEUR an andere deutsche Gesellschaften der obersten Muttergesellschaft wurde in der Vorjahresperiode in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen im Vorjahr enthielten den Erlös in Höhe von 7.000 TEUR aus dem Verkauf eines Markenrechts. Die übrigen betrieblichen Erträge enthalten eine Vielzahl von Posten, die sich keiner der separat genannten Positionen zuordnen lassen. 6.4 Material- und LizenzaufwandMaterial- und Lizenzaufwand in TEUR
6.5 PersonalaufwandDie ergebniswirksam erfassten Aufwendungen für beitragsorientierte Pläne (inklusive staatlicher Pläne) beliefen sich im Berichtsjahr auf 2.274 TEUR (Vj. 2.284 TEUR). In der Berichtsperiode wurden 0 TEUR (Vj. 8 TEUR) an Zuwendungen der öffentlichen Hand als Abzugsposten im Personalaufwand erfasst. Es handelte sich dabei im Vorjahr um die von der Bundesagentur für Arbeit vergüteten Sozialversicherungsbeiträge für das Kurzarbeitergeld. 6.6 Sonstige betriebliche AufwendungenSonstige betriebliche Aufwendungen in TEUR
Die Rechts-, Beratungs- und Abschlusskosten enthalten unter anderem die Kosten für die Prüfung des Konzernabschlusses sowie der Einzelabschlüsse, Steuerberatungsgebühren sowie Kosten aus anwaltlicher Beratung, unter anderem für laufende Prozesse und Urheberrechtsverletzungen. Der hohe Anstieg bei den Raumkosten, Reparaturen und Instandhaltung ist auf die sehr deutliche Erhöhung der Gas- und Strompreise zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vorjahr beinhalteten auch die Weiterleitung der Überbrückungshilfe III in Höhe von 1.006 TEUR an andere deutsche Gesellschaften der obersten Muttergesellschaft. Die übrigen Aufwendungen beinhalten eine Vielzahl von Posten, die sich keiner der gesondert genannten Positionen zuordnen lassen. 6.7 Wertminderungen/Wertaufholungen auf finanzielle VermögenswerteDieser Posten enthält Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 53 TEUR (Vj. 2 TEUR) sowie Wertaufholungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 193 TEUR (Vj. 53 TEUR). 6.8 FinanzerträgeFinanzerträge in TEUR
Die Gewinne aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten in Höhe von 128 TEUR (Vj. 521 TEUR) beziehen sich auf eingebettete Derivate und Optionen in Zusammenhang mit Werbedienstleistungen mit einem Media-for-Equity Fonds. 6.9 FinanzaufwendungenFinanzaufwendungen in TEUR
6.10 ErtragsteuernAls Steuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten Steuern erfasst. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich dabei aus Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und den entsprechenden ausländischen Einkommen- bzw. Ertragsteuern zusammen. Steuern in TEUR
Steuerüberleitungsrechnung in TEUR
7. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz7.1 Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder FirmenwerteImmaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwerte 2022 in TEUR
Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwerte 2021 in TEUR
In der Bilanz zum 31. Dezember 2022 sind insgesamt Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 8.710 TEUR (Vj. 8.710 TEUR) erfasst. Der wesentliche Teil der Geschäfts- oder Firmenwerte betrifft die zahlungsmittelgenerierende Einheit SPORT1 wie folgt: Geschäfts- oder Firmenwert sowie Annahmen für den Wertminderungstest
Die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die allgemeine wirtschaftliche Krise in Deutschland im Jahr 2022 wird als auslösendes Ereignis für die Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts angesehen, der den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Sport1 Medien Gruppe zugeordnet ist. Unterjährig und auch zum Stichtag 31. Dezember 2022 ergab sich kein Wertminderungsaufwand da der erzielbare Betrag deutlich höher ist als der Buchwert. Die erzielbaren Beträge entsprechen dem Nutzungswert. Die Ermittlung des Nutzungswerts erfolgt mittels eines Discounted Cash Flow-Verfahrens. Die prognostizierten Zahlungsströme beruhen auf Erfahrungen der Vergangenheit, aktuellen operativen Ergebnissen und der bestmöglichen Einschätzung künftiger Entwicklungen durch die Unternehmensleitungen sowie auf extern veröffentlichten Marktannahmen. Für die Ermittlung der Kapitalkosten wurde die CAPM-Methode (Capital Asset Pricing Model) angewendet. Die Abzinsungssätze werden auf Basis eines risikofreien Zinssatzes und einer Marktrisikoprämie ermittelt. Betafaktoren, Verschuldungsgrad und Fremdkapitalkosten werden aus einer Gruppe zum Geschäftsmodell vergleichbarer Unternehmen (Peer Group) herangezogen. Die Peer Group ist Gegenstand einer jährlichen Überprüfung und wird sofern notwendig angepasst. Bewertungsstichtag war der 30. November 2022. Weiterhin wurde die Unternehmensplanung um alternative Szenarien der möglichen Entwicklung des Sport1 Medien-Konzerns ergänzt und auch diese für Zwecke des Wertminderungstests herangezogen. Auch bei der Verwendung konservativerer Szenarien in Bezug auf Umsatzwachstum, Diskontierungsfaktor und EBITDA-Marge ergab sich keine Notwendigkeit für eine Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Auch unter Berücksichtigung eines Worst Case Szenarios aufgrund der Ungewissheit der zurzeit vorhandenen wirtschaftlichen Krisen ergibt sich kein Wertminderungsaufwand, da der Geschäfts- oder Firmenwert auch noch bei einem niedrigen durchschnittlichen sechsstelligen Free Cash-Flow abgedeckt ist. Die Ermittlung der Inputfaktoren für den Impairmenttest sowie die Durchführung des Impairmenttests wurde analog dem Vorjahr vorgenommen. 7.2 SachanlagenSachanlagen 2022 in TEUR
Sachanlagen 2021 in TEUR
Der Buchwert der als Sicherheit für Finanzverbindlichkeiten (Leasingvereinbarungen) verpfändeten Sachanlagen beträgt zum 31. Dezember 2022 7.511 TEUR (Vj. 7.691 TEUR). Betreffend der Anpassungen verweisen wir auf Kapitel 2.3. 7.3 NutzungsrechteNutzungsrechte aus Leasingvereinbarungen 2022 in TEUR
Nutzungsrechte aus Leasingvereinbarungen 2021 in TEUR
Betreffend den Anpassungen verweisen wir auf Kapitel 2.3. Folgende wesentliche Leasingverhältnisse wurden in der Vorjahresperiode abgeschlossen: Im Sommer 2021 haben die Sport1 GmbH und die PLAZAMEDIA GmbH ihre jeweiligen Mietverträge für die Miete von Räumlichkeiten und Parkplätzen verlängert. Dabei verlängerte die PLAZAMEDIA GmbH ihren Mietvertrag bis Ende 2026. Dies führte zur erfolgsneutralen Anpassung des Nutzungsrechts und der Leasingverbindlichkeit in Höhe von insgesamt 6.551 TEUR. Die Sport1 GmbH verlängerte ihr Mietverhältnis bis Ende 2029. Dies führte zur erfolgsneutralen Anpassung des Nutzungsrechts und der Leasingverbindlichkeit in Höhe von insgesamt 6.922 TEUR. Überleitungsrechnung Leasingverbindlichkeiten in TEUR
Die auf die Leasingverhältnisse entfallenden Beträge aus der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung sind in der folgenden Tabelle ersichtlich: Leasingbeträge in der Gewinn- und Verlustrechnung in TEUR
Die Nebenkosten aus der Miete von Gebäuden werden als variable Leasingaufwendungen ausgewiesen. Des Weiteren enthält der Aufwand aus variablen Leasingzahlungen in der Berichtsperiode negative variable Leasingzahlung in Höhe von 0 TEUR (Vj. 78 TEUR) aufgrund der Änderung an IFRS 16: Auf die Coronavirus-Pandemie bezogene Mietkonzessionen. Die auf die Leasingverhältnisse entfallenden Zahlungsmittelabflüsse in der konsolidierten Kapitalflussrechnung sind in der folgenden Tabelle dargestellt: Leasingbeträge in der Kapitalflussrechnung in TEUR
Für die Entwicklung der kurz- und langfristigen Leasingverbindlichkeiten wird Tabelle Überleitungsrechnung Leasingverbindlichkeiten verwiesen. Folgende zukünftige leasingbezogene Zahlungen sind aufgrund der IFRS 16-Vorschriften in der Bewertung der Leasingverbindlichkeiten nicht enthalten: Zukünftige nicht-bilanzierte Leasingzahlungen in TEUR
Zukünftige nicht-bilanzierte Leasingzahlungen in TEUR
7.4 Finanzinformationen von Tochterunternehmen mit wesentlichen Anteilen ohne beherrschenden EinflussAngaben zu den Finanzinformationen (nach Elimination interner Beziehungen) in TEUR
Angaben zu den Finanzinformationen (vor Elimination interner Beziehungen) in TEUR
7.5 Sonstige langfristige finanzielle VermögenswerteSonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte in TEUR
Sämtliche bilanzierten Beteiligungen zum Stichtag werden unwiderruflich zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen über das sonstige Ergebnis (FVTOCI) bilanziert. Dabei handelt es sich um strategische Finanzinvestitionen, und die Sport1 Medien AG hält diese Klassifizierung für aussagekräftiger. Zudem haben Bewertungsschwankungen keinen Einfluss auf den Ergebnisanteil Anteilseigner. Die Sport1 Medien AG hält 9,81 Prozent an der Highlight Communications AG, Pratteln/Schweiz. Mit Ausnahme des Dividendenanspruchs hat die Sport1 Medien AG zurzeit keine weiteren Rechte aus diesen Aktien. Aufgrund von Umstrukturierungen und Refinanzierungen hält die Sport1 GmbH nun 0,754 Prozent an der Geenee Holdings Inc. Delaware/USA (Vorjahr 5 Prozent Beteiligung an der Geenee Inc., Dela-ware/USA). In den Vorjahren ergab sich aufgrund finanzieller Schwierigkeiten der Geenee Inc. ein vollständiger Wertminderungsbedarf. Anzeichen für eine Wertaufholung bestanden im Berichtsjahr nicht. Die Anteile an der AGF Videoforschung GmbH, an welcher die Sport1 GmbH zu 5,56 Prozent beteiligt ist, sind vollständig wertberichtigt. Anzeichen für eine Wertaufholung bestanden im Berichtsjahr nicht. Des Weiteren hält die Sport1 GmbH 10 Prozent der Anteile an der Summacum GmbH. Die Anteile wurden in den Vorjahren auf 30 TEUR wertberichtigt. Anzeichen für eine weitere Wertminderung oder eine Wertaufholung bestanden in der Berichtsperiode nicht. Die Genussrechte wurde gegen Werbedienstleistungen erworben. Mit dem Genussrecht hat die Sport1 GmbH Anspruch von 19,99 Prozent am Proft Center EBIT an einer Plattform eines Drittunternehmens. Da die Genussrechte eine kombinierte Call-/Put-Option für den Erwerb von 19,99 Prozent Anteilen an einem noch zu gründeten Unternehmen beinhalteten wird dies als Eigenkapitalinstrument behandelt und zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen über das sonstige Ergebnis (FVTOCI) bilanziert. Die sonstigen Beteiligungen umfassen zwei Beteiligungen mit einem Anteil von 1,0 Prozent bzw. 5,556 Prozent. Die Anteile an der Highlight Communications AG werden aufgrund der Bewertung zum Börsenkurs der Stufe 1 in der Fair Value Hierarchie zugeordnet. Die anderen Beteiligungen werden in der Fair Value-Hierarchie der Stufe 3 zugeordnet. 7.6 Sonstige langfristige nicht finanzielle VermögenswerteDie sonstigen langfristigen nicht finanziellen Vermögenswerte enthalten eine in der Berichtsperiode vorgenommene Anzahlung für ein Lizenzrecht für das Jahr 2025. 7.7 Latente SteueransprücheDie Bewertung der latenten Steuern erfolgt zu den Steuersätzen, die in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. künftig anzuwenden sind. Zusammensetzung latente Steueransprüche in TEUR
Latente Steueransprüche werden für nicht genutzte steuerliche Verluste in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen gemäß der 5-Jahresplanung verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können .Aufgrund der Verlusthistorie wurden latente Steuern auf Verlustvorträge nur insoweit gebildet als ausreichend zu versteuernde temporäre Differenzen vorhanden sind. Insgesamt liegen im Konzern zum Stichtag körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von 29.580 TEUR (Vj. 15.278 TEUR) und gewerbesteuerliche Verlustvorträge von 17.071 TEUR (Vj. 5.605 TEUR) vor, für die keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden. 7.8 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen7.8.1 Forderungen aus Lieferungen und LeistungenForderungen aus Lieferungen und Leistungen in TEUR
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Forderungen in CHF in Höhe von 102 TEUR (Vj. 1.197 TEUR), in USD in Höhe von 58 TEUR (Vj. 165 TEUR) sowie in GBP in Höhe von 5TEUR (Vj. 5 TEUR). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Forderungen in Höhe von 155 TEUR (Vj. 171 TEUR) gegen einen Media-for-Equity Fonds. Es handelt sich um geleistete und in Rechnung gestellte Werbedienstleistungen. Bilanziert in den Forderungen ist der garantierte Mindestanspruch. Die Vergütung erfolgt erst, wenn der Fonds seine Beteiligungen weiter veräußert. In diesem Zusammenhang wurden eingebettete Derivate und Optionen unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 303 TEUR (Vj. 369 TEUR) erfasst. Die Bewertung erfolgte mit 128 TEUR (Vj. 521 TEUR) erfolgswirksam im Finanzertrag sowie mit 155 TEUR (48 TEUR) erfolgswirksam im Finanzaufwand. Wertberichtigungen in TEUR
Angaben Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Stufe 2) in TEUR
Angaben Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Stufe 2) in TEUR
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter Anwendung der Wertminderungsvorschriften des Simplified Approach bewertet. Dabei verwendet der Konzern eine Wertberichtigungsmatrix, um die erwarteten Kreditverluste der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu messen. Die Verlustraten werden nach der Methode der Rollrate berechnet, die auf der Wahrscheinlichkeit basiert, dass eine Forderung durch aufeinanderfolgende Stufen in der Zahlungsverzögerung fortschreitet. Diese Verlustraten werden auf Grundlage der tatsächlichen Zahlungserfahrungen und Kreditverluste der vergangenen sechs Jahre berechnet. Hierbei kann festgehalten werden, dass die historischen effektiven Ausfälle in den vergangenen Jahren stark rückläufig waren. Die Quoten für die tatsächlichen Zahlungserfahrungen werden zudem um zukunftsbezogene Einschätzungen ergänzt. Obwohl der Konzern in der Berichtsperiode keine wesentlichen Zahlungsausfälle zu verzeichnen hatte, aber da sich der gesamtwirtschaftliche Ausblick verschlechtert hatte wurden bei den Ausfallquoten eine leichte Erhöhung vorgenommen. Diese zukunftsbezogenen Faktoren sind der Grund, warum auch auf nicht überfällige Posten bereits eine Risikovorsorge eingestellt wird. In klaren Fällen, in denen ein Kreditausfall höchstwahrscheinlich ist, wird der gesamte offene Betrag als Wertberichtigung der Stufe 3 nach einer individuellen Beurteilung auf Einzelbasis erfasst. Relevante Sicherheiten oder andere Kreditsicherheiten liegen nicht vor. 7.8.2 Sonstige ForderungenSonstige Forderungen (finanzielle Vermögenswerte) in TEUR
Sonstige Forderungen (finanzielle Vermögenswerte) in TEUR
Die sonstigen Forderungen enthalten Forderungen in CHF in Höhe von 0 TEUR (Vj. 4 TEUR) sowie Forderungen in GBP in Höhe von 80 TEUR (Vj. 80 TEUR). Der Buchwert sämtlicher kurzfristiger finanzieller Vermögenswerte entspricht nahezu dem beizulegenden Zeitwert. Sie werden unter Anwendung der Wertminderungsvorschriften des General Approach bewertet. Die übrigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten einen vollständig wertberichtigten Betrag in Höhe von 307 TEUR aus einem noch nicht abgeschlossenen Insolvenzfall aus dem Jahr 2001. Sonstige nicht-finanzielle Forderungen in TEUR
7.9 VertragsvermögenswerteBei den Vertragsvermögenswerten handelt es sich hauptsächlich um erbrachte Dienstleistungen, welche aber noch nicht abgerechnet wurden bzw. werden konnten. Entwicklung kurzfristiger Vertragsvermögenswerte in TEUR
Aus Wesentlichkeitsgründen wurden keine pauschalen Wertminderungen verbucht. 7.10 Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteZum Stichtag enthalten die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente nur Bankguthaben und Kassenbestände. 7.11 Eigenkapital7.11.1 GrundkapitalDas voll ausgegebene und eingezahlte Grundkapital der Konzernobergesellschaft Sport1 Medien AG betrug zum 31. Dezember 2022 insgesamt 93.600.000 EUR (Vj. 93.600.000 EUR), eingeteilt in 93.600.000 (Vj. 93.600.000) auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 Euro je Aktie. Alle Aktien sind gleichermaßen zum Erhalt von Dividenden und zur Rückzahlung von Kapital berechtigt und verfügen über eine Stimme bei der Hauptversammlung der Sport1 Medien AG. Aufgrund der bestehenden Kreditverträge mit der Hausbank besteht eine Ausschüttungssperre bezüglich von Dividenden. 7.11.2 Anteile ohne beherrschenden EinflussZum 31. Dezember 2022 betrugen die Anteile anderer Gesellschafter an vollkonsolidierten Tochterunternehmen -451 TEUR (Vj. -180 TEUR). 7.11.3 KapitalrücklageIn der Kapitalrücklage werden grundsätzlich Aufgelder aus Ausgabe von Anteilen ausgewiesen. Aufgrund der Verrechnung der Kapitalrücklage in Höhe von 176.476 TEUR mit dem Ergebnisvortrag bei Sport1 Medien AG im Geschäftsjahr 2016 resultiert eine negative Kapitalrücklage. 7.11.4 Andere RücklagenAus dem Gewinnvortrag wird eine Rücklage für Anteile an einem herrschenden Unternehmen im Umfang des Buchwerts der Beteiligung Highlight Communications AG (23.246 TEUR; Vj: 24.730 TEUR) gebildet. Es handelt sich dabei um eine erfolgsneutrale Umgliederung innerhalb des Eigenkapitals (vom Gewinnvortrag in andere Rücklagen). Die Rücklage ist nicht als Dividende ausschüttbar. 7.11.5 Kumuliertes übriges Eigenkapital/Unterschiede aus WährungsumrechnungUmrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung der funktionalen Währung ausländischer Tochtergesellschaften in die Berichtswährung des Konzerns werden im Konzernabschluss direkt im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Rücklage Unterschiede aus Währungsumrechnung kumuliert. Bei Veräußerung oder Verlust der Kontrolle einer ausländischen Tochtergesellschaft werden deren kumulierte Fremdwährungsdifferenzen im Rahmen der Ermittlung des Abgangserfolgs erfolgswirksam aufgelöst. 7.11.6 Kumuliertes übriges Eigenkapital/Neubewertung von EigenkapitalinstrumentenNeubewertungen von Eigenkapitalinstrumenten, welche unwiderruflich erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bilanziert sind, werden im Konzernabschluss direkt im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Rücklage Neubewertung von Eigenkapitalinstrumenten kumuliert. Bei einem Verkauf dieser Eigenkapitalinstrumente werden deren kumulierte Bewertungserfolge erfolgsneutral innerhalb des Eigenkapitals in die Gewinnrücklagen umgegliedert. 7.11.7 Genehmigtes KapitalMit Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Juli 2019 wurde das genehmigte Kapital 2015 aufgehoben und ein neues genehmigtes Kapital beschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital bis zum 23. Juli 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 45.000 TEUR durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von insgesamt bis zu 45.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je EUR 1,00 gegen Bareinlage und/oder gegen Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2019). Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahrs ihrer Ausgabe an am Gewinn teil. Der Vorstand wird ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen auszuschließen, insbesondere im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder zum (auch mittelbaren) Erwerb von Unternehmen, Betrieben, Unternehmensteilen, Beteiligungen oder sonstigen Vermögensgegenständen oder Ansprüchen auf den Erwerb von Vermögensgegenständen einschließlich Forderungen gegen die Gesellschaft oder ihre Konzerngesellschaften. Bei Barkapitalerhöhungen sind die neuen Aktien grundsätzlich den Aktionären zum Bezug anzubieten; sie können auch von Kreditinstituten oder Unternehmen im Sinne von § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Barkapitalerhöhungen auszuschließen. Der Beschluss über das genehmigte Kapital 2019 wurde am 2. September 2019 im Handelsregister eingetragen. Das genehmigte Kapital zum 31. Dezember 2022 beträgt 45.000 TEUR (Vj. 45.000 TEUR). 7.11.8 Bedingtes KapitalMit Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Juli 2019 wurde das bedingte Kapital 2015 aufgehoben und ein neues bedingtes Kapital beschlossen. Das Grundkapital ist um bis zu 45.000 TEUR durch Ausgabe von bis zu 45.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je EUR 1,00 bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2019). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie (i) die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandlungsrechten oder Optionsscheinen, die gemäß den von der Gesellschaft oder von unter der Leitung der Gesellschaft stehenden Konzernunternehmen aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 24. Juli 2019 bis zum 23. Juli 2024 ausgegebenen Wandel- und/ oder Optionsschuldverschreibungen bestehen bzw. diesen beigefügt sind, von ihren Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch machen oder (ii) die zur Wandlung verpflichteten Inhaber bzw. Gläubiger der von der Gesellschaft oder von unter der Leitung der Gesellschaft stehenden Konzernunternehmen aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 24. Juli 2019 bis zum 23. Juli 2024 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen, in den Fällen (i) und (ii) jeweils soweit nicht eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch die Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder durch die Erfüllung von Wandlungspflichten ausgegeben werden, am Gewinn teil; soweit dies rechtlich zulässig ist, kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats bestimmen, dass die neu auszugebenden Aktien in Abweichung von der Regelung des § 60 Abs. 2 AktG auch für das unmittelbar vorangehende Geschäftsjahr dividendenberechtigt sind. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Beschluss über das bedingte Kapital 2019 wurde am 2. September 2019 im Handelsregister eingetragen. 7.11.9 Eigene AnteileZum 31. Dezember 2022 war kein Bestand an direkt und indirekt gehaltenen stimmrechtslosen eigenen Aktien vorhanden (Vj. ebenfalls keine). Aus eigenen Aktien stehen der Gesellschaft keinerlei Rechte zu. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Juli 2019 ist der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, in der Zeit bis zum 23. Juli 2024 eigene Aktien im Umfang von insgesamt bis 10 Prozent des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen, einmal oder mehrmals ausgeübt werden. Auf die im Rahmen dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche diese bereits erworben hat und noch besitzt oder welche ihr gemäß §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, nicht mehr als 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft entfallen. Der Erwerb erfolgt über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Verkaufsangebots. Das Kaufangebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe eines Verkaufsangebots kann weitere Bedingungen vorsehen und insbesondere dem Volumen nach begrenzt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die aufgrund der vorstehenden oder einer vorhergehenden Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ganz oder teilweise unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre auch in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre zu veräußern, soweit diese Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, die aufgrund der vorstehenden oder einer vorhergehenden Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ganz oder teilweise unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gegen Sachleistung zu veräußern. Der Vorstand ist außerdem ermächtigt, die aufgrund der vorstehenden oder einer vorhergehenden Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ganz oder teilweise unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu verwenden, um die Bezugs- und/oder Umtauschrechte aus von der Gesellschaft oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften ausgegebenen Wandel- bzw. Optionsschuldverschreibungen zu erfüllen. Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Der Vorstand ist schließlich ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die aufgrund der vorstehenden oder einer vorhergehenden Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. 7.11.10 Steuereffekte sonstiges ErgebnisIm sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen 2022 in TEUR
Im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen 2021 in TEUR
7.11.11 Angaben zum KapitalmanagementZiel der Sportl Medien AG ist es, das der Gesellschaft zur Verfügung gestellte Kapital zu vermehren und eine angemessene Rendite für die Anteilseigener zu erwirtschaften. Zu diesem Zweck setzt die Sport1 Medien AG das Eigenkapital ein, indem sie Beteiligungen erwirbt und deren sowie eigenes operatives Geschäft finanziert. Ferner kann die Sport1 Medien AG eine Dividendenauszahlung beschließen, Kapital an die Anteilseigner zurückzahlen, neue Aktien ausgeben oder Vermögenswerte veräußern mit dem Zweck Schulden abzubauen. Hierbei wird Änderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie Risiken aus den zugrunde liegenden Geschäftsaktivitäten Rechnung getragen. Dabei ist das Ziel des Managements, die eigenen und fremden Kapitalien effizient einzusetzen, um die finanzielle Flexibilität auf Grundlage einer soliden Kapitalstruktur sicherzustellen und für eine ausreichende Liquiditätsausstattung zu sorgen. Die Liquidität setzt sich dabei aus Zuflüssen aus laufender Geschäftstätigkeit, vorhandenen Barmitteln und verfügbaren Fremdmitteln zusammen. In der Konzernfinanzierung kann neben dem Eigenkapital zusätzlich Fremdkapital eingesetzt werden, um die Rentabilität des Eigenkapitals zu erhöhen. Zur Sicherung dieses Ziels wird grundsätzlich bei jeder größeren Investition eine Rentabilitätsrechnung erstellt. Die hierbei zugrunde gelegte Vorgehensweise basiert regelmäßig auf einem Barwertverfahren (DCF), bei dem in den meisten Fällen die Methode der gewichteten Kapitalkosten (WACC) zum Einsatz kommt. So soll methodisch unterstützt werden, dass der Kapitaleinsatz werterhöhend wirkt. Die Liquidität der Sport1 Medien-Gruppe wird zentral über die Sport1 Medien AG gesteuert. Zur Überwachung der Liquiditätsausstattung verwendet die Sport1 Medien AG neben einem Liquiditätsbericht und einer Liquiditätsplanung zur Beurteilung des Liquiditätsstatus im Wesentlichen die Kenngröße Nettoliquidität bzw. -verschuldung, definiert aus kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten abzüglich der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Da die Finanzverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 Leasingverhältnisse (14.430 TEUR; Vj: 17.288 TEUR) normale Mietgeschäfte beinhalten, strebt der Vorstand bei der Nettoliquidität einen Wert von weniger als -20.000 TEUR an. Zum Bilanzstichtag wird dieser Wert überschritten, insbesondere aufgrund der Ausreichung eines Darlehens von der Muttergesellschaft in Höhe von 11.000 TEUR sowie der Inanspruchnahme der Betriebsmittelkreditlinie. Nettoverschuldung bzw. -liquidität in TEUR
Das Eigenkapitalmanagement der Sportl Medien AG umfasst sämtliche Bilanzposten des Eigenkapitals, wobei die gehaltenen eigenen Anteile abzuziehen sind. Die Sport1 Medien AG überwacht im Rahmen der Konzernsteuerung zudem sämtliche Posten des Fremdkapitals. 7.11.12 KreditlinienWir verweisen auf Kapitel 8.3.1 7.12 . Langfristige LeasingverbindlichkeitenEs handelt sich hierbei um den langfristigen Teil der Verbindlichkeiten aus Miet- und Leasingverhältnissen. 7.13 . Langfristige sonstige FinanzverbindlichkeitenEs handelt sich hierbei um den langfristigen Teil aus Sale and Leaseback Vereinbarungen mit Rückkaufoptionen, welche als Finanzierungstransaktion ausgewiesen wird. 7.14 Latente SteuerschuldenZusammensetzung latente Steuerschulden in TEUR
7.15 . Kurzfristige LeasingverbindlichkeitenEs handelt sich hierbei um den kurzfristigen Teil der Verbindlichkeiten aus Miet- und Leasingverhältnissen. 7.16 Kurzfristige FinanzverbindlichkeitenEs handelt sich dabei um den per Stichtag gezogenen Betrag einer Betriebsmittelkreditlinie. 7.17 . Kurzfristige sonstige FinanzverbindlichkeitenEs handelt sich hierbei um den kurzfristigen Teil aus Sale and Leaseback Vereinbarungen mit Rückkaufoptionen, welche als Finanzierungstransaktion ausgewiesen wird. 7.18 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten7.18.1 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenVerbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in TEUR
Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind, abgesehen von den branchenüblichen Eigentumsvorbehalten, nicht weiter besichert. Sie stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit Lizenzierungen und Dienstleistungen. Insgesamt sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nicht verzinslich und in ihrer Fälligkeit kurzfristig, sodass der Buchwert der finanziellen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dem beizulegenden Zeitwert nahezu entspricht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Verbindlichkeiten in CHF in Höhe von 40 TEUR (Vj. 209 TEUR), Verbindlichkeiten in USD in Höhe von 36 TEUR (Vj. 62 TEUR) sowie Verbindlichkeiten in GBP in Höhe von 9 TEUR (Vj. 9 TEUR). 7.18.2 Sonstige VerbindlichkeitenSonstige finanzielle Verbindlichkeiten in TEUR
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten in TEUR
7.19 VertragsverbindlichkeitenEntwicklung Vertragsverbindlichkeiten in TEUR
Bei den Vertragsverbindlichkeiten handelt es sich grundsätzlich um bereits erhaltene Gegenleistungen von Kunden, bei welchen die Sport1 Medien-Gruppe ihre Leistungsverpflichtung - da diese noch nicht fällig waren - noch nicht erfüllt hat. Die Vertragsverbindlichkeiten beinhalten insbesondere auch die Verbindlichkeiten für Naturalrabatte. Bei der Zeile Verbrauch aufgrund Leistungserbringung handelt es sich um in der Berichtsperiode erfasste Erlöse, die zu Beginn der Periode im Saldo der Vertragsverbindlichkeiten enthalten waren. 7.20 Überleitungsrechnung von Schulden aus FinanzierungsaktivitätenÜberleitungsrechnung von Schulden aus Finanzierungsaktivitäten 2022 in TEUR
Überleitungsrechnung von Schulden aus Finanzierungsaktivitäten 2021 in TEUR
7.21 RückstellungenRückstellungen 2022 in TEUR
Rückstellungen 2021 in TEUR
Die Rückstellungen für Prozessrisiken wurden gebildet, um für verschiedene anhängige und drohende Prozesse Vorsorge zu treffen. Zum aktuellen Stand der wesentlichen Verfahren verweisen wir auf den Risikobericht im Konzernlagebericht (Seite 24). Es wird erwartet, dass diverse Verhandlungen vor Gericht im Geschäftsjahr 2023 stattfinden werden und die Rückstellung in Anspruch genommen wird. Die Rückstellungen für Personal umfassen das Risiko aus gegebenenfalls künftigen Verpflichtungen aus Anlass der Beendigung von Anstellungsverträgen von 1.039 TEUR (Vj. 1.462 TEUR). Mit einem Verbrauch der Personalrückstellungen wird innerhalb der ersten zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag gerechnet. 8. Angaben zum finanziellen Risikomanagement8.1 Finanzinstrumente nach KlassenDie nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte sowie die beizulegenden Zeitwerte für Finanzinstrumente nach den jeweiligen Klassen sowie eine Aufgliederung in die verschiedenen Kategorien von Finanzinstrumenten gemäß IFRS 9 dar. Angaben nach IFRS 7: Finanzinstrumente nach Klassen zum 31. Dezember 2022 in TEUR
* = gemäß IFRS 7.29(d) sind für
Leasingverbindlichkeiten keine Fair Value Angaben notwendig
Angaben nach IFRS 7 aggregiert nach Kategorien zum 31. Dezember 2022 in TEUR
Angaben nach IFRS 7: Finanzinstrumente nach Klassen zum 31. Dezember 2021 in TEUR
* = gemäß IFRS 7.29(d) sind für
Leasingverbindlichkeiten keine Fair Value Angaben notwendig
Angaben nach IFRS 7 aggregiert nach Kategorien zum 31. Dezember 2021 in TEUR
8.2 Nettoergebnisse von FinanzinstrumentenDie Nettoergebnisse der jeweiligen Kategorien von Finanzinstrumenten nach IFRS 9 werden in der nachfolgenden Übersicht gezeigt: Nettoergebnisse der Klassen gemäß IFRS 7 in TEUR
Nettoergebnisse der Klassen gemäß IFRS 7 in TEUR
8.3 Management der finanziellen RisikenDer Konzern ist verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt, die sich aus den betrieblichen Geschäftstätigkeiten und den Finanzierungstätigkeiten des Konzerns ergeben. Die Finanzrisiken lassen sich in Liquiditätsrisiken, Kreditrisiken und Marktrisiken (einschließlich Währungsrisiken, Zinsrisiken und Preisrisiken) untergliedern. Diese Risiken werden innerhalb des Sport1 Medien-Konzerns zentral überprüft. Die Risikolage wird auf Basis einer für den gesamten Konzern geltenden Risikomanagement-Richtlinie vom Risikomanager mittels standardisierter Risikoberichte regelmäßig erfasst und an den Vorstand der Sport1 Medien AG berichtet. Die Identifikation, Beurteilung und Sicherung der finanziellen Risiken erfolgen dabei in enger Zusammenarbeit mit den operativen Unternehmen des Konzerns. 8.3.1 LiquiditätsrisikenLiquiditätsrisiken ergeben sich, wenn die Auszahlungsverpflichtungen des Konzerns nicht aus vorhandener Liquidität oder durch entsprechende Kreditlinien gedeckt werden können. Zum Stichtag hat die Sport1 Medien AG eine variabel verzinsliche Betriebsmittelkreditlinie in Höhe von 11.000 TEUR (Vj. 7.000 TEUR) und Avallinien im Umfang von 8.000 TEUR (Vj. 17.000 TEUR). Für diese Kreditlinien sind zum 31. Dezember 2022 zusammen insgesamt 6.182.518 Highlight Communications AG-Aktien mit einem Buchwert von 23.246 TEUR (Vj. 6.182.518 Highlight Communications AG-Aktien mit einem Buchwert von 24.730 TEUR) verpfändet sowie eine Globalzession der Forderungen von der Sport1 GmbH 8.620 TEUR (Vj. 12.139 TEUR) und PLAZAMEDIA GmbH 3.696 TEUR (Vj. 3.910 TEUR) aus Warenlieferungen und Leistungen gegen Drittschuldner hinterlegt. Für diese Fremdmittel müssen keine Finanzrelationen eingehalten. Die vom Konzern eingeleiteten Maßnahmen zur Begegnung künftiger möglicher Liquiditätsbeschränkungen, die sich zusätzlich zum laufenden Geschäft aus dem Ukraine-Krieg, der Inflation und einhergehenden Zurückhaltung der Konsumentenstimmung, der Energiekrise und den Lieferkettenprobleme ergeben könnten, und die Auswirkungen dieser Maßnahmen auf den Jahresabschluss beinhalten das Folgende: Die Sport1 Medien Gruppe rechnet für das Geschäftsjahr 2023 mit einem negativen Cash-Flow. Der sich daraus ergebende Finanzierungsbedarf soll über die bestehende Betriebsmittelkredite in Höhe von 11,0 Mio. Euro, die zum 31. Dezember 2022 mit 7.369 TEUR in Anspruch genommen ist, sowie weitere Finanzierungen durch die Muttergesellschaft abgedeckt werden. Diese hat in der Berichtsperiode ein Darlehen in Höhe von 11,0 Mio. mit einer Laufzeit bis zum 30. April 2024 und einem Zinssatz von 2,5 Prozent zur Verfügung gestellt, um den Liquiditätsbedarf zu decken. Für die Absicherung des größten Liquiditätsabflusses in den nächsten 2 % Jahren - Zahlungen von Lizenzrechten mit Volumen von knapp 28 Mio. Euro p.a. - besteht eine harte Patronatserklärung der obersten Muttergesellschaft. Durch die Patronatserklärung ist die oberste Muttergesellschaft verpflichtet die Sport1 GmbH finanziell so auszustatten, dass diese ihre Verbindlichkeiten gegenüber dem Lizenzgeber erfüllen kann, sowie Zahlungsausfälle unmittelbar an den Lizenzgeber zu leisten. Mögliche Rückgriffsansprüche der obersten Muttergesellschaft gegenüber der Sport1 GmbH sind aufgrund einer Stundungsvereinbarung bis zum 31. Dezember 2024 gestundet und werden somit erst mit Ablauf des 31. Dezember 2024 fällig. Der Vorstand geht unter Berücksichtigung dieser Maßnahmen davon aus, dass die Sport1 Medien Gruppe ihre Verbindlichkeiten jederzeit bedienen kann und unterstellt, dass keine wesentlichen Unsicherheiten bestehen, die erhebliche Zweifel an seiner Fähigkeit zur Unternehmensfortführung aufwerfen könnten. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass bestehende Aval- oder Kreditrahmenvereinbarungen von einzelnen Kreditinstituten gekündigt oder nicht mehr verlängert werden, sodass der Sport1 Medien-Konzern, auch unter der Berücksichtigung von freien Betriebsmittellinien, kurz- bis mittelfristig zur weiteren Aufnahme von Fremdkapital über den Kapitalmarkt oder über Kreditinstitute zur Finanzierung neuer Projekte gezwungen sein könnte. Bei einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation wäre der Konzern darauf angewiesen, weitere Finanzierungsmittel durch die Muttergesellschaft zur Verfügung gestellt zu bekommen und Kosten einzusparen, wodurch die weitere Entwicklung beeinträchtigt wäre. Sollte die Sport1 Medien-Gruppe die jeweiligen gezogenen Kreditlinien bzw. Darlehen nicht fristgemäß bedienen bzw. nach einer Kündigung nicht zurückzahlen, bestünde das Risiko, dass die zur Sicherheit übertragenen Vermögensgegenstände (Aktien an der Muttergesellschaft) verwertet werden müssten. Die Tabellen zu den Liquiditätsrisiken zeigen die Fälligkeitsstruktur originärer finanzieller Verbindlichkeiten und eine Analyse der Zahlungsmittelabflüsse aus derivativen finanziellen Verbindlichkeiten und Vermögenswerten. Es handelt sich um undiskontierte Cash-Flows. Liquiditätsrisiko zum 31. Dezember 2022 in TEUR
Liquiditätsrisiko zum 31. Dezember 2021 in TEUR
Im Allgemeinen ist die Sportl Medien AG für die Disposition der liquiden Mittel verantwortlich, einschließlich der kurzfristigen Anlage von Liquiditätsüberschüssen sowie der Beschaffung von Darlehen für die Überbrückung von gegebenenfalls entstehenden Liquiditätsengpässen. Die Sport1 Medien AG unterstützt ihre Tochtergesellschaften und fungiert teilweise als Koordinator bei den Banken, um eine möglichst kostengünstige Deckung des Finanzbedarfs zu erhalten. Darüber hinaus ermöglicht die Kreditwürdigkeit des Konzerns eine effiziente Nutzung der Kreditmärkte für Finanzierungstätigkeiten. Dies schließt auch die Fähigkeit zur Emission von Eigen- und Fremdkapitalinstrumenten am Kapitalmarkt ein. Dabei ist zu beachten, dass verschiedene Investitionsprojekte sowie andere Finanzierungstätigkeiten, wie insbesondere der Erwerb von Anteilen an anderen Unternehmen, die Liquidität im Zeitablauf unterschiedlich beeinflussen können. Die Aufnahme von Fremdkapital über den Kapitalmarkt oder über Kreditinstitute kann sowohl zur Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten als auch zur Finanzierung neuer Projekte notwendig sein. Größere Investitionen in neue Technik und Ausstattungen werden zudem bei Bedarf mittels Leasingvereinbarungen finanziert. 8.3.2 KreditrisikenEin Kreditrisiko besteht, wenn ein Schuldner eine Forderung nicht bzw. nicht fristgerecht begleichen kann oder als Sicherheit erhaltene Vermögenswerte an Wert verlieren und damit einen finanziellen Verlust verursachen. Das Kreditrisiko umfasst sowohl das unmittelbare Adressenausfallrisiko als auch die Gefahr einer Bonitätsverschlechterung. Das gleiche Kreditrisiko besteht auch bei den Vertragsvermögenswerten. Des Weiteren besteht ein Ausfallrisiko bei derivativen Finanzinstrumenten mit positivem Marktwert und Guthaben bei Banken. Banken und Finanzinstitute, mit denen die Sport1 Medien-Gruppe Geschäfte tätigt, müssen eine gute Bonität und ein gutes Rating aufweisen. Außerdem werden etwaige Risiken auf flüssige Mittel durch Verteilung von Geldanlagen auf mehrere Finanzinstitute weiter minimiert. Auch die Ausfallrisiken der für die Sportl Medien-Gruppe wichtigen Kunden werden fortlaufend überwacht und bewertet. Darüber hinaus sichert die Gesellschaft das Risiko eines Ausfalls durch Insolvenz eines Gläubigers in wesentlichen Fällen durch Einholung einer Bonitätsauskunft. Daher beurteilt die Gesellschaft die Kreditqualität für Forderungen, die weder überfällig noch wertgemindert sind, als gut. Das maximale Kreditrisiko der Sport1 Medien-Gruppe besteht in der Höhe der Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte. Hinsichtlich der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten wird auf Kapitel 4.11 verwiesen. 8.3.3 WährungsrisikoDie Sport1 Medien-Gruppe ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Dies vor allem gegenüber dem US-Dollar, dem Schweizer Franken und durch die Tochtergesellschaft mit funktionaler Währung Schweizer Franken gegenüber dem Euro. Wechselkursschwankungen können zu unerwünschten und unvorhersehbaren Ergebnis- und Cash Flow-Volatilitäten führen. Jede Tochtergesellschaft ist Risiken im Zusammenhang mit Wechselkursänderungen ausgesetzt, wenn sie Geschäfte mit internationalen Vertragspartnern abschließt und daraus in der Zukunft Zahlungsströme entstehen, die nicht der funktionalen Währung der jeweiligen Tochter entsprechen. Die Sport1 Medien-Gruppe geht keine Geschäftstätigkeiten in Währungen ein, die als besonders risikoreich eingestuft werden müssen. Im Berichtsjahr wurden Währungsumrechnungsdifferenzen im Betriebs- und Finanzergebnis in Höhe von -10 TEUR (Vj. -46 TEUR) erfolgswirksam erfasst. Betreffend der Sensitivitäten dieses Risikos verweisen wir auf Kapitel 8.6. 8.3.4 ZinsrisikoEin Zinsrisiko besteht grundsätzlich dann, wenn sich Marktzinssätze ändern und sich dadurch Einzahlungen bei der Geldanlage bzw. Auszahlungen bei der Geldaufnahme verbessern oder verschlechtern können. Darüber hinaus entsteht aus der Inkongruenz von Fristen ein Zinsänderungsrisiko, welches im Konzern aktiv kontrolliert wird, insbesondere durch Beobachtung der Entwicklung der Zinsstrukturkurve. Das Zinsänderungsrisiko im Konzern bezieht sich in erster Linie auf Kreditlinien, welche zum Teil eine variable Basis haben. Der Konzern setzt derzeit keine Finanzinstrumente zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos ein. Feste Zinsabreden bieten in Phasen steigender Zinsen eine entsprechende Absicherung, mit dem Nachteil in Phasen fallender Zinsen nicht von dieser Entwicklung zu profitieren. Bei Finanzverbindlichkeiten ohne flexible Regelungen hinsichtlich Inanspruchnahme und Rückzahlung sorgt eine Festzinsvereinbarung für ausreichend Planungssicherheit. Bei Kreditverträgen mit hoher Flexibilität tragen variable Zinsvereinbarungen dagegen den zukünftigen Schwankungen in der Kreditausnutzung Rechnung. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, über Zinssicherungsinstrumente bei Bedarf eine feste Verzinsungsgrundlage zu schaffen. Betreffend der Sensitivitäten dieses Risikos verweisen wir auf Kapitel 8.6. 8.3.5 Sonstige PreisrisikenSonstige Preisrisiken werden definiert als das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Zahlungen eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwanken können und sich dies nicht bereits aus dem Zinsrisiko oder dem Währungsrisiko ergibt. Sonstige Preisrisiken bestehen bei finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Eine Absicherung dieser finanziellen Vermögenswerte findet nicht statt. Betreffend der Sensitivitäten dieses Risikos verweisen wir auf Kapitel 8.6. 8.4 Beizulegende Zeitwerte8.4.1 Übersicht beizulegende ZeitwerteDie nachfolgende Tabelle zeigt die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten bzw. im Anhang offenzulegende beizulegende Zeitwerte zu den drei Stufen der Fair Value-Hierarchie. Fair Value-Hierarchie zum 31. Dezember 2022 in TEUR
Fair Value-Hierarchie zum 31. Dezember 2021 in TEUR
Angaben zu Finanzinstrumenten der Stufe 3 in TEUR
Das eigene Ausfallrisiko und das Kreditrisiko der Gegenpartei wurden entsprechend der Bilanzierungsmethoden des Konzerns bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts berücksichtigt (siehe Kapitel 4.3). In der Vorjahresperiode wurde eine Umgliederung zwischen den Fair Value Stufen bei den eingebetteten Optionen vorgenommen. Aufgrund eines Börsenganges des Underlying Asset wurde eine eingebettete Option in der Vorjahresperiode von der Stufe 3 in die Stufe 1 umgegliedert. Ansonsten gab es keine Umgliederungen zwischen den einzelnen Stufen der Fair Value-Hierarchie. Wenn Umstände eintreten, die eine andere Einstufung erfordern, werden diese zu jeder Berichtsperiode umgegliedert. 8.4.2 Beizulegender Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und VerbindlichkeitenDie finanziellen Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden und in Stufe 1 enthalten sind, werden über Börsenpreise ermittelt. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts der derivativen Finanzinstrumente der Stufe 3 wird ein Discounted Cash Flow-Verfahren verwendet. Die Beteiligung an der Highlight Communications AG (Eigenkapitalinstrument erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis) wird zum Börsenkurs bewertet. 8.4.3 Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und SchuldenAufgrund der kurzen Restlaufzeit entsprechen die Buchwerte von kurzfristigen finanziellen Forderungen bzw. Schulden zum Stichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. 8.5 Einsatz von SicherungsinstrumentenDerivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zu wirtschaftlichen Sicherungszwecken und nicht als spekulative Anlagen eingesetzt. Wenn diese Instrumente jedoch die Kriterien für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen nicht erfüllen, werden sie zu Zwecken der Rechnungslegung als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. 8.5.1 ÜberblickBei wesentlichen Transaktionen, insbesondere in US-Dollar und Schweizer Franken, ist der Konzern bestrebt, das Währungsrisiko durch den Einsatz von geeigneten derivativen und nicht-derivativen Finanzinstrumenten zu minimieren. Die derivativen Finanzinstrumente werden mit Kreditinstituten abgeschlossen. Die Finanzinstrumente stehen überwiegend in Beziehung zu zukünftigen Fremdwährungszahlungsströmen aus Projekten und Lizenzkäufen. Im Konzern wird dabei eine mögliche Übersicherung geprüft. In der Berichtsperiode wurden keine Sicherungsbeziehungen vorgenommen. 8.5.2 Derivative Finanzinstrumente ohne SicherungsbeziehungenDerivate, die nicht oder nicht mehr in eine Sicherungsbeziehung einbezogen werden, dienen unverändert der Absicherung eines finanzwirtschaftlichen Risikos aus dem operativen Geschäft. Die Sicherungsinstrumente werden glattgestellt, falls das operative Grundgeschäft nicht mehr besteht bzw. erwartet wird. Zum Stichtag 31.12.2022 sowie zum Vorjahresstichtag gab es keine derivativen Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehungen bezüglich der Absicherung von Devisen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Forderungen in Höhe von 155 TEUR (Vj. 171 TEUR) gegen einen Media-for-Equity Fonds. Es handelt sich um geleistete und in Rechnung gestellte Werbedienstleistungen. Bilanziert in den Forderungen ist der garantierte Mindestanspruch. Die Vergütung erfolgt erst, wenn der Fonds seine Beteiligungen weiter veräußert. In diesem Zusammenhang wurden eingebettete Derivate und Optionen unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 303 TEUR (Vj. 369 TEUR) erfasst. Diese Erfassung erfolgte mit 128 TEUR (Vj. 521 TEUR) erfolgswirksam im Finanzertrag sowie mit 155 TEUR (Vj. 48 TEUR) erfolgswirksam im Finanzaufwand. 8.6 SensitivitätenDie Sensitivitätsanalyse stellt die Auswirkungen möglicher Änderungen der Marktzinsen auf das Ergebnis oder das Eigenkapital dar. Änderungen der Marktzinssätze wirken sich auf die Zinserträge und Zinsaufwendungen variabel verzinslicher Finanzinstrumente aus. Die Zinssensitivitätsanalyse wurde unter der Annahme einer Änderung des Marktzinssatzes um 100 Basispunkte nach oben bzw. 100 Basispunkte nach unten erstellt. Die Ermittlung der Währungssensitivitäten erfolgte aus Konzernsicht für die wesentlichen Währungspaare EUR-USD, CHF-EUR und EUR-CHF unter der Annahme, dass sich der dem Währungspaar zugrunde liegende Wechselkurs um 10 Prozent nach unten bzw. nach oben verändert und alle übrigen Parameter unverändert bleiben. Translationsrisiken werden nicht in die Sensitivitätsanalyse einbezogen. Die nachfolgende Tabelle stellt die Auswirkungen einer Änderung des Wechselkurses um 10 Prozent dar. Für die Sensitivitätsanalyse wurde der Stichtagskurs verwendet. Sensivitätsanlyse zum 31. Dezember 2022 in TEUR
Sensivitätsanlyse zum 31. Dezember 2021 in TEUR
9. Haftungsverhältnisse, Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventualforderungen9.1 ÜberblickFinanzielle Verpflichtungen in TEUR
9.2 EventualverbindlichkeitenZum Bilanzstichtag bestanden keine Eventualverbindlichkeiten. 9.3 Abnahmeverpflichtungen für LizenzenDie Abnahmeverpflichtungen für Lizenzen beinhalten 92.971 TEUR (Vj. 128.749 TEUR) für Ausstrahlungs- und Übertragungsrechte der Sport1 GmbH, insbesondere für die im Jahr 2020 erworbenen Bundesligarechte. 9.4 Sonstige finanzielle VerpflichtungenIn den sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind im Wesentlichen Verpflichtungen aus Verbreitungskosten und sonstigen Dienstleistungen enthalten. 9.5 Miet- und LeasingverpflichtungenDer Sport1 Medien-Konzern mietet, pachtet und least Büros, Lagerräume, Fahrzeuge und Einrichtungen. Der Konzern hat für diese Leasingverhältnisse Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten angesetzt, mit Ausnahme kurzfristiger Leasingverhältnisse sowie Leasingverhältnissen mit geringem Wert (zu weiteren Informationen siehe Kapitel 4.9 bzw. 7.3). 9.6 EventualforderungenZum Bilanzstichtag bestanden keine Eventualforderungen. 10. Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und PersonenAls nahestehende Personen und Unternehmen gemäß IAS 24 gelten für die Sportl Medien AG die Personen und Unternehmen, welche die Sport1 Medien-Gruppe beherrschen bzw. einen maßgeblichen Einfluss auf diese ausüben oder durch die Sport1 Medien AG beherrscht bzw. maßgeblich beeinflusst werden. Für die Berichtsperiode wurden die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats der Sport1 Medien AG sowie die Highlight Event and Entertainment AG (inklusive deren Tochtergesellschaften), die Highlight Communications AG (inklusive deren Tochtergesellschaften), Herr Bernhard Burgener und Frau Rosmarie Burgener, Swiss International Investment Portfolio AG, Studhalter International Group AG sowie Herr Alexander Studhalter als nahestehende Personen und Unternehmen definiert. Seit dem 31. März 2018 wird die Sport1 Medien AG von der Highlight Communications AG kontrolliert und vollkonsolidiert. Die Highlight Communications AG wird wiederum bei der Highlight Event and Entertainment AG vollkonsolidiert und dementsprechend die Sport1 Medien AG ebenfalls. Mit der direkten Muttergesellschaft Highlight Communications AG und deren Tochtergesellschaften sowie mit der obersten Muttergesellschaft Highlight Event and Entertainment AG und deren Tochtergesellschaften wurden in der Periode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 10.003 TEUR (Vj. 679 TEUR) erzielt sowie Material- und Lizenzaufwendungen und sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 169 TEUR (Vj. 1.013 TEUR) erfasst. Zum 31. Dezember 2022 bestanden Forderungen im Umfang von 424 TEUR (31. Dezember 2021: 34 TEUR) sowie Verbindlichkeiten im Umfang von 11.397 TEUR (31. Dezember 2021: 3.194 TEUR). Die Verbindlichkeiten enthalten ein Darlehen von der Muttergesellschaft in Höhe von 11.000 TEUR. Die vereinbarten Konditionen sind marktüblich. Die im Berichtsjahr ausbezahlten Gesamtbezüge des Vorstands der Sport1 Medien AG betrugen 1.150 TEUR (Vj. 1.084 TEUR). Die den Mitgliedern des Vorstands gewährten kurzfristigen fixen Basisvergütungen betrugen in der Berichtsperiode insgesamt 1.110 TEUR (Vj. 950 TEUR). Für Nebenleistungen wurden 40 TEUR (Vj. 34 TEUR) gewährt. In der Berichtsperiode wurden für die Mitglieder des Vorstands kurzfristige variable Tantiemen in Höhe von 0 TEUR (Vj. 0 TEUR) als Aufwand erfasst. Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für die fixen Grundvergütungen sowie die zusätzliche Vergütung für Ausschusstätigkeiten betrug in der Berichtsperiode 186 TEUR (Vj. 230 TEUR). Zum 31. Dezember 2022 wie auch im Vorjahr bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Aufsichtsratsmitgliedern. Zum Stichtag waren zwei Aufsichtsratsmitglieder im Verwaltungsrat der direkten und obersten Muttergesellschaft sowie ein Aufsichtsratsmitglied im Verwaltungsrat der direkten Muttergesellschaft. Für ehemalige Vorstände wurden in der Berichtsperiode Rückstellungen in Höhe von 10 TEUR (Vj. 24 TEUR) erfolgswirksam zugeführt bzw. in Höhe von 388 TEUR (Vj. 196 TEUR) erfolgswirksam aufgelöst. Zum Stichtag besteht eine Rückstellung für mögliche Abfindungen für ehemaligen Vorstände in Höhe 1.039 TEUR (31. Dezember 2021: 1.417 TEUR). Diese Ansprüche befinden sich in rechtlicher Klärung. 11. Angaben zu Ereignissen nach dem BilanzstichtagIm April 2023 hat die Glücksspielbehörde der Jackpot50 GmbH die Erlaubnis zur Veranstaltung von virtuellen Automatenspiele erteilt. Im April 2023 wurde zwischen der Sport1 GmbH und der obersten Muttergesellschaft eine Stundungsvereinbarung abgeschlossen. Mit dieser Vereinbarung werden mögliche Rückgriffsansprüche der obersten Muttergesellschaft aus einer Patronatserklärung gegenüber einem Dritten bis zum 31. Dezember 2024 gestundet und werden somit erst mit Ablauf des 31. Dezember 2024 fällig. Im März und April 2023 stellte die Muttergesellschaft weitere Darlehen von insgesamt 8.500 TEUR zur Verfügung. 12. Sonstige Pflichtangaben12.1 Aufwendungen für den AbschlussprüferIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wird ein Aufwand gegenüber der Mazars GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatergesellschaft (Vj: Warth & Klein Grant Thornton AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft), dem Konzernabschlussprüfer, gemäß nachfolgender Tabelle ausgewiesen: Aufwendungen für den Abschlussprüfer in TEUR
Die sonstigen Bestätigungsleistungen in der Vorjahresperiode betrafen im Wesentlichen sonstige Bestätigungsleistungen für die Jackpot50 GmbH im Zusammenhang mit einem Antrag auf Erteilung einer Erlaubnis zur Veranstaltung virtueller Automatenspiele im Internet. 12.2 Anzahl der MitarbeiterDie Anzahl der Mitarbeiter hat sich konzernweit im Jahresdurchschnitt wie in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Anzahl der Mitarbeiter
12.3 Gesellschaftsorgane12.3.1 Vorstand
Herr Dr. Matthias Kirschenhofer ist Mitglied in den folgenden Kontrollgremien, Aufsichts- und Verwaltungsräten:
Herr Robin Seckler ist Mitglied in den folgenden Kontrollgremien, Aufsichts- und Verwaltungsräten:
Herr Olaf G. Schröder ist in keinem Kontrollgremium, Aufsichts- oder Verwaltungsrat Mitglied. 13.3.2 Aufsichtsrat
Ismaning, 25. Mai 2023 Sport1 Medien AG Olaf G. Schröder, Vorsitzender des Vorstands Dr. Matthias Kirschenhofer, Vorstand Robin Seckler, Vorstand Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Sportl Medien AG, IsmaningVermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Sportl Medien AG, Ismaning, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Sportl Medien AG, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir hierzu weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen:
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 25. Mai 2023 Mazars
GmbH & Co. KG
Udo Heckeler, Wirtschaftsprüfer David Reinhard, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2022Der Aufsichtsrat der Sportl Medien AG hat im Geschäftsjahr 2022 - entsprechend seinen gesetzlichen und satzungsmäßigen Verpflichtungen - den Vorstand der Sport1 Medien AG ausführlich beraten sowie dessen Tätigkeiten überwacht. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat turnusmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher oder mündlicher Form über die Geschäftsentwicklung, die Planung und die Situation des Unternehmens, einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements. Anhand dieser Berichte befasste sich der Aufsichtsrat ausführlich mit dem Geschäftsverlauf der Sport1 Medien AG und des SPORT1 MEDIEN Konzerns sowie mit den wesentlichen Geschäftsvorfällen. Personalien AufsichtsratDer Aufsichtsrat bestand gemäß § 5 Ziffer 1 der im Geschäftsjahr 2022 geltenden Satzung der Sport1 Medien AG aus sechs und besteht zum Zeitpunkt der Abgabe des Berichts aus fünf Mitgliedern. Mitglieder des Aufsichtsrats waren von Beginn des Geschäftsjahres bis zum Ablauf des 31.12.2022 Bernhard Burgener (seit 12.01.2022 Vorsitzender des Aufsichtsrats), Peter von Büren (seit 20.12.2022 Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats), Edda Kraft, Dr. Paul Graf (bis 12.01.2022 Vorsitzender des Aufsichtsrats), Thomas von Petersdorff-Campen (bis 12.01.2022 stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats). Von Beginn des Geschäftsjahres bis 15.11.2022 war Alexander Studhalter bis zu seiner Amtsniederlegung weiteres Mitglied des Aufsichtsrats sowie vom 12.01.2022 bis zu seiner Niederlegung zusätzlich Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats). Zum Zeitpunkt der Berichterstattung setzt sich der Aufsichtsrat nach Änderung der Satzung im Dezember 2022 dahingehend, dass der Aufsichtsrat aus fünf Personen besteht und damit satzungsgemäß wie folgt zusammen: Bernhard Burgener (Vorsitzender), Peter von Büren (Stellvertretender Vorsitzender), Edda Kraft, Thomas von Petersdorff-Campen, Dr. Paul Graf. Ausschüsse des AufsichtsratsIm Geschäftsjahr 2022 bildete der Aufsichtsrat den Prüfungsausschuss als einzigen ständigen Ausschuss. Der bisherige Nominierungs- und Rechtsausschuss und der bisherige Ausschuss für Finanzierungsfragen, Beteiligungs- und Aktionärsangelegenheiten sind im Januar 2022 aufgelöst worden und haben entsprechend im Geschäftsjahr 2022 keine Tätigkeit mehr entfaltet. Sitzungen des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat der Sport1 Medien AG trat im Geschäftsjahr 2022 zu insgesamt sieben ordentlichen und außerordentlichen Sitzungen zusammen, an denen mit wenigen Ausnahmen entschuldigten Fernbleibens alle Mitglieder des Gremiums teilnahmen. Mit einzelnen Ausnahmen erfolgte eine regelmäßige Teilnahme der Mitglieder des Vorstands an den Aufsichtsratssitzungen. Daneben erfolgten einzelne Beschlussfassungen des Aufsichtsrats auf Basis aussagekräftiger Informationen außerhalb von Sitzungen im Umlaufverfahren. Im Geschäftsjahr 2022 befasste sich der Aufsichtsrat insbesondere mit den folgenden Vorgängen und Themen: Geschäftslage und Geschäftsentwicklung: Der Aufsichtsrat informierte sich regelmäßig über die geschäftliche Situation der Sport1 Medien AG und des SPORT1 MEDIEN Konzerns. Dabei wurde die Geschäftslage im Konzern eingehend erörtert. Der Vorstand berichtete über die laufende Geschäftsentwicklung, Planabweichungen und über Veränderungen des strategischen Umfelds. Im Jahr 2022 hatte die Befassung mit den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs, der Inflation und des Konsumrückgangs, der Energiekrise, der Lieferkettenprobleme sowie der Nachwirkungen der ausgehenden COVID-19-Pandemie auf die Erzielung von Werbeerlösen einen hervorzuhebenden Stellenwert. Finanzierung: Der Aufsichtsrat befasste sich im Jahr 2022 wiederholt und vertieft mit Fragen der Finanzierung der Gesellschaft, insbesondere mit Blick auf die im Frühjahr 2022 vorgenommene Finanzierung der Gesellschaft sowie die Beschaffung einer Bankbürgschaft für eine Tochtergesellschaft als wesentlicher Bestandteil zur Ermöglichung einer Aufnahme von deren Geschäftsbetrieb. Strategische Ausrichtung und strategische Mittelfristplanung des Konzerns: Der Aufsichtsrat befasste sich ausführlich und wiederholt mit der strategischen Ausrichtung des SPORT1 MEDIEN Konzerns. Personalien VorstandVorstandsvorsitzender ist weiterhin Olaf Gerhard Schröder, weitere Vorstandsmitglieder sind Dr. Matthias Kirschenhofer und Robin Seckler (dieser seit seiner Bestellung mit Wirkung zum 10. Februar 2022). Die Aufgabenverteilung zwischen den Vorständen, d.h. die Gestaltung von deren Ressorts, war wesentlicher Bestandteil der Arbeit des Aufsichtsrats im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022. JahresabschlussDie mit der Abschlussprüfung beauftragte Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft("Abschlussprüfer") hat den Jahresabschluss der Sport1 Medien AG, den Konzernabschluss des SPORT1 MEDIEN Konzerns sowie den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2022 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Konzernlage- und Lagebericht der Sport1 Medien AG und des SPORT1 MEDIEN Konzerns wurden zusammen mit den Berichten des Abschlussprüfers allen Mitgliedern des Aufsichtsrats mit ausreichender Frist übersendet, sodass eine sorgfältige Prüfung möglich war. Der Abschlussprüfer berichtete dem Aufsichtsrat über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Der Aufsichtsrat prüfte die Jahresabschlüsse der Sport1 Medien AG und des SPORT1 MEDIEN Konzerns sowie den zusammengefassten Konzernlage- und Lagebericht eingehend und nahm die Ergebnisse des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis. Der Aufsichtsrat erhob nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwände gegen den Jahresabschluss und den Konzernabschluss. Er billigte am 26.05.2023 den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie Konzernabschluss der Sport1 Medien AG. Der Jahres- und Konzernabschluss ist damit festgestellt. Prüfung des Berichts des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht)Der Vorstand hat einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen ("Abhängigkeitsbericht") für das Geschäftsjahr 2022 erstellt. Darin erklärt der Vorstand insbesondere, dass die Sport1 Medien AG bei den im Abhängigkeitsbericht aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Die Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat als gewählter Abschlussprüfer den Abhängigkeitsbericht geprüft und den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind." Der Aufsichtsrat hat den - fristgerecht vorgelegten - Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und das Ergebnis der Prüfung dieses Berichts durch den Abschlussprüfer zur Kenntnis genommen, beide Berichte geprüft und beide Ergebnisse mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer besprochen. Dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer schließt sich der Aufsichtsrat an. Nach dem abschließenden Ergebnis der Erörterungen und der eigenen Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Aufsichtsrat ist der Aufsichtsrat der Ansicht, dass die Feststellungen des Vorstands zutreffend sind und dass daher keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstands zu erheben sind.
Ismaning, den 26. Mai 2023 Der Aufsichtsrat der Sport1 Medien AG |
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