RKW Thüringen GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marc Marie C Biron seit 6.8.2021 | Geschäftsführer |
Völlger Jessica seit 28.6.2021 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Melexis GmbHErfurtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 20231. Grundlagen des Unternehmens1.1. Melexis und wirtschaftliche Rahmenbedingungen Melexis entwirft, entwickelt und testet Halbleiterschaltkreise und Sensoren hauptsächlich für Kunden in der Automobilzuliefererindustrie. Nahezu alle namhaften Autohersteller der Welt verwenden Produkte der Melexis-Gruppe, um Kraftfahrzeuge sicherer, effizienter und komfortabler zu gestalten. Die Melexis GmbH mit Sitz in Erfurt ist ein rechtlich selbständiger Teil des Melexis-Konzerns mit Sitz der Muttergesellschaft in Ieper, Belgien. Die Melexis GmbH agiert als interner Dienstleister für die Melexis-Gruppe für F & E-Dienstleistungen, Test-Dienstleistungen, Vertriebsdienstleistungen sowie allgemeine Verwaltungsdienstleistungen. Die Melexis GmbH ist sowohl Entwicklungs- als auch Produktionsstandort. Dabei fokussiert sie sich weiterhin neben den oben genannten Kernkompetenzen auf den Ausbau des Bereiches Fehleranalyse am Standort Erfurt innerhalb der Melexis-Gruppe. Darüber hinaus hat sich die Melexis GmbH innerhalb der Melexis-Gruppe auch als "MEMS"- (Microelectromechanical Systems) Kompetenzzentrum für die Produktion und die Fehleranalyse entwickelt. Strategie bleibt es, Erfurt als Standort für technologisch anspruchsvolle Produkte zu etablieren und Fertigungskapazitäten für neue Produktgenerationen zu schaffen. Am Standort in Erfurt werden sowohl kundenspezifische Schaltkreise (ASIC's) als auch anwendungsspezifische Standardprodukte (ASSP's) entwickelt und produziert. Die Investitionstätigkeit der Melexis GmbH ist auch in 2023 erheblich hoch geblieben. Dabei wurden überwiegend Erweiterungsinvestitionen in den Maschinenpark im Produktionsbereich und Ersatzinvestitionen im Laborbereich getätigt. Aufgrund der stetig steigenden Zahl der in Kraftwagen eingebauten mikroelektronischen Schaltkreise und Sensoren ist Melexis gezwungen, als Zulieferer der Automotive-Industrie die internen und externen Qualitätsanforderungen fortlaufend zu erhöhen. Eine besondere Bedeutung haben dabei die Anforderungen bezüglich Effizienz, Sauberkeit und Sicherheit im Fertigungsbereich. Es ist auch in 2023 gelungen, das in den Vorjahren erreichte hohe Niveau in den Fertigungsabläufen zu realisieren und zu verbessern. Schlanke Prozesse und Abläufe in allen Unternehmensbereichen zu etablieren und auszubauen bleibt strategisches Thema für den Standort Erfurt. Im Jahr 2023 setzte die Melexis-Gruppe ihren Weg in die beste denkbare Zukunft fort, die auf strukturellem Wachstum aufbaut und von unseren kleinen, intelligenten Sensoren und Antriebselementen gesteuert wird, die in einer Vielzahl von Fahrzeugen und anderen Anwendungen eingesetzt werden. Die Erwartungen der Geschäftsleitung wurden ergebnisseitig und umsatzseitig erfüllt. Heute können wir mit Stolz feststellen, dass im Durchschnitt jedes neue Auto weltweit 18 Chips der Melexis-Gruppe enthält. Melexis wird sich auch weiterhin strategisch als ein Unternehmen entwickeln, das den Umweltschutz aktiv vorantreibt. Unsere Produkte sollen dabei nicht nur den aktuellen und zukünftigen Umweltnormen entsprechen, sondern helfen ebenfalls den Verbrauch von Kraftstoff und den Ausstoß von CO 2 im Automobilbereich zu reduzieren. Die Kooperation mit den Entwicklungsabteilungen unserer Schlüsselkunden in der Automobilzulieferindustrie ist für die Melexis auch weiterhin ein wichtiger Garant für die langfristige Stabilität des Geschäftes. Der Schwerpunkt liegt dabei auf "Nullfehler"-Konzepten, die bereits in den ersten Entwicklungsschritten gemeinsam mit den Kunden erarbeitet werden, um auch zukünftig den Anforderungen der Automobilindustrie zu entsprechen. Neben der "Nullfehler"-Strategie ist es für unsere Kunden von großer Bedeutung, die gesamte Lieferantenkette unter dem Blickwinkel kontinuierlicher Verbesserungspotenziale zu betrachten. Hier setzt die Melexis sorgfältig ausgearbeitete lieferantenspezifische Entwicklungsprojekte um. 1.2. Forschung und Entwicklung Im Jahr 2023 lagen die Schwerpunkte unserer Forschung und Entwicklung wie auch in den Jahren zuvor im Bereich der Einsparung von Energie und Rohstoffen sowie der Erhöhung des Komforts im Automobil. Melexis entwickelt integrierte Schaltkreise für verschiedenste Applikationsfelder. Dieser Weg, sowie der konsequente Ausbau der ASSP-Produktfamilien, wird weiter fortgeführt. Die Hauptthemen in der Entwicklung sind die Entwicklungszeiten, insbesondere in der Industrialisierungsphase, zu verkürzen, als auch die Robustheit der Schaltkreise für die ständig steigenden Anforderungen der Automobilindustrie noch weiter zu erhöhen. Im Forschungs- und Entwicklungsbereich arbeiteten im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 120 Mitarbeiter (im Vorjahr 112). Insgesamt fielen hierfür Personalaufwendungen von T€ 11.386 an (Vorjahr T€ 10.403). 2. WirtschaftsberichtDas weltweite BIP-Wachstum wird für das vergangene Jahr 2023 auf rund 3,1 Prozent geschätzt. Die Prognosen zum weltweiten Wachstum sind seit dem Oktober Update von 2023 leicht gestiegen. Jedoch liegt das weltweite Wachstum noch deutlich unter dem historischen Durchschnittswachstum von 3,8 Prozent (in den Jahren 2000 bis 2019). Der Krieg in der Ukraine sowie der immense Ausbruch von Covid-19 in China 2020 haben sich negativ auf das Wachstum ausgewirkt. Die Inflationsrate war Ende 2022 auf einem Langzeithoch. Zwar sind die Inflationsraten im Jahr 2023 deutlich gesunken, jedoch liegt die Inflation immer noch über dem Niveau von vor der Corona-Krise 1 . Im Jahr 2023 wurden weltweit rund 526,8 Milliarden US-Dollar mit Halbleitern umgesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Umsätze um rund acht Prozent zurück. Dennoch sind die Prognosen für den Halbleitermarkt äußerst positiv. In einer zunehmend digitalen Welt spielen Chips eine wichtige Rolle und werden in unzähligen Produkten eingesetzt 2 . Der Geschäftsverlauf für das Geschäftsjahr 2023 kann als zufriedenstellend bewertet werden. Schwerpunkt der Geschäftsentwicklung der Melexis GmbH im Jahr 2023 war hauptsächlich die Gewährleistung der termingerechten Fertigstellung aller Produktionsaufträge unter Berücksichtigung von konstant hohen Auftragseingängen. Des Weiteren lag der Fokus auf der Optimierung der Maschineneffizienz. Im Jahr 2023 wurden Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen in Höhe von € 8,3 Mio. getätigt, insbesondere in der Fertigung und im Laborbereich. Melexis verfügt auch in 2023 über die implementierten Qualitätsmanagementsysteme ISO 9001:2015 und IATF 16949 sowie die ISO 14001:2015. Als wesentliche finanzielle Steuerungskennziffer nutzt die Gesellschaft unter Berücksichtigung ihrer Konzernzugehörigkeit insbesondere den Umsatz und das Jahresergebnis. Darüber hinaus steht als nicht-finanzielle Leistungskennziffer der Personalbestand im Fokus. 3. ErtragslageDas Geschäftsjahr 2023 endet mit einem Jahresüberschuss von 107,9 Mio. €. Ohne Berücksichtigung von Dividendenerträgen von 107,5 Mio. € und von den entsprechenden Ertragsteuern von ca. 1,7 Mio. € endet das Geschäftsjahr 2023 mit einem um Sondereffekte bereinigten Jahresüberschuss von 2,2 Mio. € (Vorjahr: 4,6 Mio. €). Geplant war ein Jahresüberschuss von 2,5 Mio. €, der folglich um 0,3 Mio. € unterschritten wurde. Insgesamt wurde bei einem Umsatz von 41,1 Mio. € eine Steigerung des Umsatzes um 2,3 % bzw. 0,9 Mio. € zum Vorjahr erreicht. Ursprünglich waren Umsätze in Höhe von 42,0 Mio. € geplant, die folglich um 0,9 Mio. € unterschritten wurden. Die Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere aus den Bereichen Testdienstleistungen (+13 %), F&E-Dienstleistungen (+17 %) und Verwaltungsdienstleistungen (+16 %). Gegenläufig entwickelten sich die Lizenzerlöse, die sich aufgrund der Änderung des Vertrages mit der Muttergesellschaft seit dem Geschäftsjahr 2023 von 4,2 Mio. € auf € 0 reduzierten.
Die Umsatzerlöse wurden dabei nahezu ausschließlich innerhalb des Konzerns erzielt und im Wesentlichen im Bereich der EU-Staaten (94,6 % des Gesamtumsatzes). Die Umsatzrendite vor Steuern aus dem operativen Geschäft (um Sondereffekte bereinigtes Ergebnis vor Steuern/ Umsatzerlöse) in Höhe von 7,8 % (Vorjahr: 17,2 %) ist gegenüber dem Vorjahr stark gesunken und resultiert insbesondere aus der oben genannten Änderung des Lizenzvertrages. Die Materialeinsatzquote stieg im Vergleich zum Vorjahr (13,5 %) u.a. aufgrund gestiegener Energie-, Stickstoff- und Frachtkosten auf nunmehr 15,8 %. Die Personalkosten haben sich im Geschäftsjahr 2023 insgesamt um 2,3 Mio. € bzw. 11,9 % erhöht. Der Mitarbeiterbestand stieg im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 % an. In 2023 kam der im Jahr 2016 abgeschlossene Haustarifvertrag weiterhin zur Anwendung. In Rahmen von geführten Tarifverhandlungen wurde eine Erhöhung aller Entgeltgruppen sowie der Auszubildendenvergütung vereinbart, die zum 01.01.2023 wirksam wurde. Außerdem wurden im Januar und im Oktober 2023 Sonderzahlungen (Inflationsausgleichprämie) an Tarifmitarbeiter ausgezahlt. Damit stieg die Personalaufwandsquote von 47,6 % auf 52,4 %. Sie stellt weiterhin die wesentlichste Aufwandsposition der Gesellschaft dar. Insgesamt ist der Fixkostenblock (u.a. Personalkosten, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen) gegenüber dem Vorjahr um 3,2 Mio. € gestiegen. Wesentlicher Grund dafür sind die gestiegenen Personalkosten sowie stark gestiegene Reparatur-, Instandhaltungs- und Wartungskosten sowie Dienstreisekosten. Abschreibungen haben sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund der gestiegenen Investitionstätigkeit leicht erhöht. Das um Sondereinflüsse bereinigte Jahresergebnis enthält weiterhin Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (24 T€, Vorjahr 6 T€) und aus Zuschüssen (58 T€, Vorjahr 284 T€). Auch positiv wirkten sich die um 57 T€ gestiegenen Gewinne aus dem Verkauf von Anlagevermögen aus. Infolge der beschriebenen Entwicklungen und Sondereffekte ist das Jahresergebnis um 75.015 T€ gestiegen. 4. FinanzlageDie Finanzlage stellt sich wie folgt dar:
Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 6,7 Mio. € (Vorjahr 9,6 Mio. €) generiert. Der Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit setzt sich im Geschäftsjahr 2023 aus den Einzahlungen von Beteiligungserträgen (107,5 Mio. €) und den Einzahlungen aus dem Verkauf von Anlagevermögen (0,5 Mio. €) abzüglich der Auszahlungen für getätigte Investitionen (-8,3 Mio. €) zusammen. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeiten setzt sich im Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen aus der der Auszahlungen aufgrund der Gewinnausschüttung für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von 38 Mio. € und der Vorabausschüttung für des Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 72 Mio. € an die Melexis NV sowie den Einzahlungen aufgrund von Cash-Pooling in Höhe von 3,5 Mio. € zusammen. Insgesamt sinkt damit zum Bilanzstichtag der Finanzmittelfonds auf -307 T€. Darin enthalten sind Cash-Pool-Verbindlichkeiten in Höhe von -307 T€. Die Liquidität war ganzjährig über den Clearing-Verbund gesichert. Insgesamt ist die Gesellschaft stark durch innerkonzernliche Vorgänge geprägt. 5. VermögenslageDie Vermögenslage stellt sich wie folgt dar:
Die Ausgaben für Investitionen in das Anlagevermögen ohne Finanzanlagen sind in 2023 im Vergleich zum Vorjahr (8,3 Mio. € gegenüber 6,8 Mio. € in 2022) gestiegen. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrafen im Wesentlichen Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen des Maschinenparks im Produktionsbereich. Die Abschreibungen des Jahres 2023 lagen unter den Neuinvestitionen abzüglich der Anlagenabgänge, sodass sich das Netto-Anlagevermögen im Vergleich zu 2022 um 3,3 Mio. € erhöhte. Der Rückgang des kurzfristig gebundenen Vermögens um 3,9 Mio. € resultiert wesentlich aus gesunkenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Das Eigenkapital reduzierte sich aufgrund der Gewinnausschüttung für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von 38 Mio. € und der Vorabausschüttung für des Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 72 Mio. € an die Melexis NV. Gegenläufig wirkte der Jahresüberschuss vor teilweiser Verwendung in Höhe von 107,9 Mio. €, sodass das Eigenkapital insgesamt um 0,6 Mio. € gesunken ist. Die Eigenkapitalquote sank damit auf 93,2 % von 95,0 % im Vergleich zum Vorjahresstichtag. Der Anstieg des kurzfristigen Fremdkapitals um 1,4 Mio.€ wird u.a. durch gestiegene Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gestiegene Steuerrückstellungen verursacht. Das mittel- und langfristige Fremdkapital beinhaltet die Jubiläumsrückstellungen und ist auf Vorjahresniveau. Insgesamt wird die Vermögensstruktur infolge des Charakters der Gesellschaft als Entwicklungs- und Fertigungsstandort weitgehend von langfristig gebundenem Vermögen und langfristigen Eigenmitteln bestimmt. Das mittel- und langfristige Vermögen (78,0 Mio. €) wird zu 95% durch Eigenkapital einschließlich mittel- und langfristigen Fremdkapital (73,9 Mio. €) gedeckt. Zusammenfassend ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Mehrjahresvergleich als stabil einzuschätzen. Die Erwartungen der Geschäftsleitung im operativen Geschäft wurden erreicht. 6. Prognose-, Chancen- und Risikobericht6.1. Prognosebericht Nach einem weiteren erfolgreichem Jahr 2023 erwartet Melexis, dass der Umsatz im oberen einstelligen Bereich und der Jahresüberschuss im unteren zweitstelligen Bereich für das Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zu 2023 ansteigen wird, sofern sich die aktuellen geopolitischen Spannungen und die Energiekrise nicht weiter verschärfen. Der anhaltende Krieg in der Ukraine belastet die Aussichten für die Weltwirtschaft und bringen große politische Unsicherheit und Störungen weltweiter Wertschöpfungsketten sowie Inflationsdruck mit sich. Es gibt keine unmittelbaren Auswirkungen auf unsere Produktionsabläufe und aktuellen Produktlieferungsverpflichtungen. Die innerkonzernliche Nachfrage an Forschungs- und Entwicklungsleistungen wird aus heutiger Sicht nicht beeinträchtigt. Die Melexis GmbH konnte auch in 2023 den Nachweis erbringen, dass der Standort Erfurt als interner Dienstleister für die Melexis-Gruppe positive Ergebnisse erwirtschaften kann. Es wird auch zukünftig darauf fokussiert, schlanke Prozesse und Abläufe einzuführen bzw. weiter auszubauen, um die Effizienz, speziell im Fertigungsbereich, zu erhöhen. Dies ist und bleibt ein strategisches Thema für die Folgejahre. Alle Aktivitäten haben das Ziel, die Produktion zu standardisieren und damit eine bessere Effizienz zu generieren. Die weltweite Nachfrage nach Halbleiterprodukten wird auch für das Geschäftsjahr 2024 prognostiziert. Insofern wird sich die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft gegenüber den Vorjahren nicht verändern. Die Melexis GmbH wird weiterhin konsequent an der Umsetzung der Strategie arbeiten, Erfurt als Standort für technologisch anspruchsvolle Produkte zu etablieren. Für das Jahr 2024 planen wir mit einer konstant bleibenden Mitarbeiteranzahl. 6.2. Chancenbericht Ein sehr wichtiges Thema bleibt die Fachkräftegewinnung. Die zu den regionalen Universitäten und Fachhochschulen etablierten Kontakte helfen bereits eine Bindung zu potenziellen Kandidaten herzustellen. Die Melexis GmbH wird dazu auch in den kommenden Jahren ein umfassendes Angebot an Einstiegsmöglichkeiten für Studenten, z. B. über Bachelor- und Masterarbeiten, Praktika und Werkstudententätigkeiten anbieten. Das Unternehmenskommunikationsteam der Melexis GmbH plant auch im Jahr 2024 in Zusammenarbeit mit der Personalabteilung vielfältige Aktivitäten, um die Melexis GmbH als attraktiven Arbeitgeber in einem innovativen und internationalen Konzernumfeld bekannter zu machen. Die erwartete starke Steigerung in der Nachfrage nach Produkten für Reifendrucksensoren und eine damit einhergehende Standardisierung, Harmonisierung und Effizienzsteigerung im Maschinenpark der Melexis GmbH bleibt eine zusätzliche Chance für die kommenden Jahre. Die im Jahr 2023 getätigte Erweiterungsinvestitionen und die geplanten Investitionen in die technischen Anlagen geben Chancen, die Produktpalette und die Kapazitäten für vorhandene Produkte zu erweitern. Die Melexis GmbH wird auch in der Zukunft ausschließlich ein interner Dienstleister für die Melexis-Gruppe sein. Dabei werden unser Know-how und unsere technische Ausstattung in der Fertigung und im Bereich der Fehleranalyse, als auch unsere Kompetenzen im Bereich der Produktentwicklung auch zukünftig eine entscheidende Rolle spielen. Bis 2030 plant die Melexis-Gruppe im Automobilgeschäft mit innovativen Lösungen für Antriebsstrang, Wärmemanagement, Batterie, E-Bremse, E-Lenkung und Beleuchtungsanwendungen um 10 % pro Jahr zu wachsen. Über die Automobilbranche hinaus wird die Präsenz der Melexis-Gruppe mit vier neuen Produktlinien erweitert: nachhaltige Welt, alternative Mobilität, Robotik und digitale Gesundheit. Bis 2030 strebt die Melexis-Gruppe in diesen Bereichen ein jährliches Umsatzwachstum von 15 % oder mehr an. Die Entwicklung des Melexis-Konzerns ist damit wesentlicher Bestandteil der zukünftig erwachsenden Chancen für die Melexis GmbH. Die Melexis GmbH wird daran als interner Dienstleister entsprechend partizipieren. Insgesamt wird das Chancen-Potential der Melexis GmbH ähnlich wie im Vorjahr gesehen. 6.3. Risikobericht Die Gesellschaft ist insbesondere durch die regelmäßige Berichterstattung und der detaillierten Überwachung von Kennzahlen in das Risikomanagement des Konzerns integriert. Aufgrund der Ausrichtung der Gesellschaft als interner Dienstleister innerhalb des Konzerns ist auch die Gesellschaft weitgehend von Risikofaktoren beeinflusst, die den Konzern treffen. Wesentliche, unternehmensspezifische Risiken bestehen dahingehend, wie in Vorjahren, im Personalbereich und Fehlen von geeigneten Fachkräften, wobei keine Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass dies zu Engpässen führen könnte, da entsprechende Gegenmaßnahmen bereits im Unternehmen etabliert sind. Die Nachfrage nach Sensoren in der Automobilindustrie hängt vom makroökonomischen geopolitischen Umfeld ab. Sowohl die Muttergesellschaft als auch die Melexis GmbH sind sich sicher, dass sich der Wachstumskurs in den kommenden Jahren innerhalb der Automobilbranche fortsetzen wird. Unsere Technologien und unser Know-how werden uns auch zukünftig in die Lage versetzen, Entwicklungen, speziell in der Automobilbranche, wie zum Beispiel umweltschonende Technologien bis hin zum Elektroauto mitzubestimmen und daraus weiteres Wachstum zu generieren. Melexis geht davon aus, dass die größten Risiken, mit denen das Unternehmen im kommenden Jahr konfrontiert ist, geopolitische Spannungen und Inflationsdruck sein werden. Nach Einschätzung der Geschäftsleitung sind keine Anhaltspunkte bezüglich bestandsgefährdender Risiken ersichtlich. Für übliche Geschäftsrisiken ist die Melexis an einem gruppenweiten umfassenden Versicherungspaket beteiligt, das Haftungsrisiken und Betriebsunterbrechungen weitgehend abgefedert. Risiken bezüglich eventueller Qualitätsprobleme sind hiermit ebenfalls abgedeckt. Fremdwährung- und Zinsänderungsrisiken werden von der Muttergesellschaft bewertet und durch diese entsprechend abgesichert. Insofern besteht keine andere Risikoeinschätzung gegenüber dem Vorjahr. 7. SonstigesEs gibt keine Zweigniederlassungen der Melexis GmbH. Melexis wird weiterhin mit innovativen, qualitativ hochwertigen und zuverlässigen Produkten für unsere Kunden arbeiten und damit deren und unsere Zukunft sichern.
Erfurt, 22. April 2024 Jessica Völlger, Geschäftsführerin Marc Biron, Geschäftsführer
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Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
ANHANG1. AllgemeinesDie Melexis GmbH mit Sitz in Erfurt wird beim Amtsgericht Jena unter der Handelsregisternummer HRB 110892 geführt. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Ergänzende Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages waren nicht zu beachten. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 Jahre, lineare Methode) vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Es wird linear abgeschrieben, die Abschreibungsdauer beträgt 25 Jahre für Gebäude, 5 - 10 Jahre für technische Anlagen und Maschinen sowie 3 - 10 Jahre für Betriebs- und Geschäftsausstattung. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Bei den Finanzanlagen erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auch bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert waren nicht erforderlich. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert (Einzel- und Pauschalwertberichtigungen) waren nicht erforderlich. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Auszahlungen, die erst nach dem Bilanzstichtag entstehende Aufwendungen umfasst. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Steuerrückstellungen wurden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag passiviert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungszinssatz gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Bei einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr unterbleibt eine Abzinsung. Effekte aus der Änderung der Zinssätze bzw. aus der Änderung der Restlaufzeiten werden unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. Jubiläumsrückstellungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Heubeck-Tafeln 2018 G angesetzt. Dabei wurde eine Einkommenssteigerung von 2,50% p.a. und eine Fluktuationsquote von 1,00% p.a. berücksichtigt. Der Rechnungszins zum Bilanzstichtag beträgt 1,35%. Verbindlichkeiten sind zum jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Bewertung erfolgte zum unternehmensspezifischen Ertragsteuersatz von 32,28 %. Der unternehmensspezifische Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Im Geschäftsjahr 2023 ergab sich aufgrund der temporären Differenzen zwischen Steuer- und Handelsbilanz insgesamt eine nicht bilanzierte aktive latente Steuer. Die Differenzen liegen dabei im Wesentlichen in der Bewertung der Grundstücke und Bauten. Das Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde für den Überhang aktiver Steuerlatenzen nicht ausgeübt. Angaben zur Währungsumrechnung Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag. Das Imparitätsprinzip wird in diesen Fällen nicht beachtet. 3. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Zum 31. Dezember 2023 stellen sich die Anteile an verbundenen Unternehmen wie folgt dar: MELEXIS TECHNOLOGIES N.V. Sitz: Tessenderlo, Belgien
Trotz der 25%igen Beteiligung am Kapital stellen die Anteile an der Gesellschaft aufgrund des Konzernverbunds Anteile an verbundenen Unternehmen dar. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen i.H. v. 559 T€ (Vorjahr: 4.523 T€). Darin enthalten sind in 2023 ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr 1.078 T€). Im Vorjahr waren noch Forderungen aus Cash Pool i.H.v. 3.445 T€ enthalten. Die Restlaufzeiten aller Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beträgt bis zu einem Jahr. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Wesentliche Positionen sind zu erbringende Personalaufwendungen (1.653 T) sowie sonstige Rückstellungen u.a. für Berufsgenossenschaft sowie Jahresabschluss- und Prüfungskosten (154 T€). Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Zum 31. Dezember 2023 bestehen keine Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte besichert sind. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen i.H.v. 1.247 T€ (Vorjahr: 77 T€) und enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. 940 T€ (Vorjahr: 77 T€) sowie Verbindlichkeiten aus Cash Pool i.H.v. 307 T€ (Vorjahr: 0 T€). Eigenkapital Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag i.H.v. 612.535,71 € (Vorjahr: 5.692.830,85 €) enthalten. Derivative Finanzinstrumente/Bewertungseinheiten Die Melexis GmbH war im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Fremdwährungsrisiken, überwiegend basierend auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, ausgesetzt. Eine Absicherung dieser konzerninternen Risiken erfolgte nicht direkt bei der Gesellschaft, sondern wird konzernweit gesteuert. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Gemäß § 285 Nr. 3a HGB:
Das Bestellobligo umfasst Bestellungen auf Investitionen sowie für Lieferungen und Leistungen (davon 1,55 Mio.€ gegenüber verbundenen Unternehmen), die im Folgegeschäftsjahr angeschafft bzw. realisiert werden sollen. Das Risiko aus dem Bestellobligo umfasst im Wesentlichen den Untergang bezogener Vermögensgegenstände bzw. die Nichtrealisierung von Lieferungen und Leistungen bei voller Zahlungsverpflichtung, was jedoch als äußerst gering eingestuft wird. Weiterhin bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Dienstleistungs-, Wartungs-, Miet- und Leasingverträgen von rund 123 T€. Davon entfallen auf Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 58 T€, 65 T€ sind im Zeitraum von einem bis fünf Jahren fällig. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungAufgliederung der Umsätze nach Tätigkeitsbereichen:
Insgesamt werden dabei die weit überwiegenden Umsätze mit Konzerngesellschaften in der EU realisiert. In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 535 T€ sind enthalten:
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen i.H.v. 5.393 T€ beinhalten im Wesentlichen:
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen vollständig auf das zu versteuernde Einkommen des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von T€ 2.800. Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar der Abschlussprüfer umfasst im Jahr 2023 folgende Aufwendungen:
5. Sonstige AngabenMitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 waren im Durchschnitt 57 (Vorjahr: 56) gewerbliche Arbeitnehmer und 201 (Vorjahr: 183) Angestellte beschäftigt. Darüber hinaus beschäftigten wir in 2023 im Durchschnitt 5 (Vorjahr: 4) eigenen Auszubildenden und 8 (Vorjahr: 11) Studenten. Geschäftsführung Geschäftsführer waren im Jahr 2023:
Alle Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Berufe stimmen mit der Organstellung überein. Herr Marc Biron erhielt von der Gesellschaft keine Bezüge. Für Frau Jessica Völlger wird von den Regelungen des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Geschäfte mit nahestehenden Personen Geschäfte mit nahestehenden Personen bestehen im Wesentlichen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr und sind marktüblich abgeschlossen. Konzernverhältnisse Sämtliche Geschäftsanteile werden von der Melexis N.V., Ieper, Belgien, gehalten. Damit ist die Gesellschaft verbundenes Unternehmen im Sinne von §§ 271, 290 HGB zur Melexis N.V., Ieper, Belgien, und ihren mittelbaren und unmittelbaren Tochtergesellschaften. Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Melexis N.V., Ieper, Belgien, einbezogen (kleinster und größte Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss wird auf der Website der National Bank of Belgium veröffentlicht. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor. Gewinnverwendungsbeschluss Im Geschäftsjahr 2023 erfolge bereit ein Vorausschüttung i.H.v. 72.000.000,00 €. Die Geschäftsführung schlägt vor, den verbleibenden Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 i.H.v. 35.547.111,07 € auf neue Rechnung vorzutragen.
Erfurt, 22. April 2024 Jessica Völlger, Geschäftsführerin Marc Biron, Geschäftsführer Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Melexis GmbH, Erfurt Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Melexis GmbH, Erfurt, - bestehend aus der Bilanz zum Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Melexis GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Erfurt, den 22. April 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Andreas Kremser, Wirtschaftsprüfer ppa. Kristin Füchsel, Wirtschaftsprüferin a) Nach der erfolgten Ausschüttung aus dem Bilanzgewinn 2022 in Hohe von 38.000.000,00 EUR verbleibt ein Gewinnvortrag in Höhe von 612.535,71 EUR. Danach ergibt sich zum 31.12.2023 rechnerisch ein Bilanzgewinn in Höhe von 108.547.111,07 EUR. b) Aus dem Bilanzgewinn wird ein Betrag in Höhe von 108.000.000,00 EUR an die Gesellschafterin ausgeschüttet. Die mit Gesellschafterbeschluss vom 26.05.2023 beschlossene und am 31.05.2023 erfolgte Vorabgewinnausschüttung in Höhe von 72.000.000,00 EUR wird bestätigt und ist in dem oben genannten Gesamtbetrag der Ausschüttung enthalten. Folglich erfolgt noch eine Zahlung in Hohe van 36.000.000,00 EUR, zahlbar am 30.09.2024. c) Die Zahlung erfolgt nicht im bar, sondern durch konzerninterne Verrechnung gemäß der ,,Vereinbarung über (1) die Verrechnung von konzerninternen Beträgen und (2) die kurzfristige konzerninterne Kredit oder Einlagefazilität" vom 1. September 2009. d) Der verbleibende Bilanzgewinn in Hohe van 547.111,07 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen. Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 12.09.2024 festgestellt. |
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