Wardow GmbH
Magdeburger Straße 5, 14641 Wustermark, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Danny Wardow seit 2.11.2012 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Wardow GmbHWustermarkJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024I. Grundlagen des UnternehmensDie Wardow GmbH (im Folgenden: Wardow, Gesellschaft oder Unternehmen) ist ein europaweit führender Online-Fachhändler für Taschen, Accessoires, Rucksäcke und Reisegepäck im Premiumsegment. Über seine eigens betriebenen Onlineshops vertreibt das Unternehmen hochwertige Artikel von über 130 internationalen Marken an Endkunden, vorrangig in der Europäischen Union, der Schweiz und Großbritannien. Der Onlineshop unter der Domain www.wardow.com ist für 12 europäische Märkte individualisiert und lokalisiert. Die Gesellschaft hat ihren Hauptsitz in Wustermark und verfügt über eine Betriebsstätte in Potsdam. Im Rahmen unserer strategischen Wachstumsinitiative haben wir im Geschäftsjahr 2023/2024 eine bedeutende Investition im mittleren einstelligen Millionenbereich in den Ausbau eines neuen Bürostandortes in Potsdam getätigt. Mit diesem Schritt erweitern wir gezielt unsere Kapazitäten und stärken unsere regionale Präsenz. Der neue Standort verfügt über eine moderne Infrastruktur und bietet optimale Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum. Die Investitionsmittel fließen in den Bau und die Ausstattung der Betriebsstätte, einschließlich modernster Technologien und innovativer Arbeitsumgebungen. Diese fördern sowohl die Produktivität, Kreativität und Zufriedenheit unserer Mitarbeitenden als auch die Einhaltung unserer hohen Qualitätsstandards. Darüber hinaus investieren wir gezielt in Automatisierung und moderne Datentechnologien, um unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter auszubauen. Unsere datengetriebene Marketingstrategie und die personalisierten Einkaufserlebnisse differenzieren uns von anderen Online-Fachhändlern und ermöglichen nachhaltiges Wachstum in einem dynamischen Marktumfeld. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDie weltwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 war durch steigende Leitzinsen und sinkende Inflationsraten gekennzeichnet. Während Letztere in Kombination mit steigenden Lohneinkommen zu einem Anstieg der Realeinkommen führten, blieb ein spürbarer Konsumeffekt bislang aus. Der globale Warenhandel verzeichnete im dritten Quartal 2023 den vierten Rückgang in Folge, was primär auf eine Normalisierung des Konsumverhaltens der privaten Haushalte zurückzuführen ist. Nach dem Ende der Corona-Pandemie verschiebt sich der Fokus zunehmend von Warenkäufen hin zu verstärkter Nachfrage nach Dienstleistungen. In Deutschland stagnierte die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 weitgehend. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging im Jahresdurchschnitt um etwa 0,3 % zurück. Hohe Inflation, schwache Nachfrage und steigende Finanzierungskosten hemmten den privaten Konsum erheblich. Darüber hinaus belasteten hohe Energiekosten infolge geopolitischer Spannungen sowie unsichere globale Lieferketten die wirtschaftliche Lage zusätzlich. Die sinkende Inflation deutet jedoch darauf hin, dass die Leitzinsen ihren Höhepunkt überschritten haben. Im Jahr 2024 wird sowohl in den USA als auch im Euroraum mit ersten Zinssenkungen gerechnet. Dies könnte die Kaufkraft in Deutschland stärken und positive Impulse für den Handel setzen. Während die privaten Konsumausgaben in Deutschland im Jahr 2023 rückläufig waren, erwartet das ifo Institut für 2024 einen Anstieg um 1,1 %. Dennoch wird eine vollständige Normalisierung der Konjunktur erst im Jahr 2025 prognostiziert. 2. Branchenbezogene RahmenbedingungenDer deutsche E-Commerce-Markt verzeichnete im Jahr 2023 einen deutlichen Umsatzrückgang. Laut dem Bundesverband E-Commerce und Versandhandel in Deutschland e.V. (bevh) sanken die Gesamtumsätze mit Waren im E-Commerce im Vergleich zum Vorjahr um 11,8 % auf 79,7 Mrd. Euro. Im Gegensatz dazu stiegen die Umsätze mit Dienstleistungen um 12,6 % auf 12,7 Mrd. Euro. Diese Entwicklung spiegelt eine Normalisierung der Konsumstruktur wider. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 liegen die Umsätze der reinen Online-Händler jedoch weiterhin mit einem Anstieg von 7 % im Plus. Besonders betroffen vom Umsatzrückgang waren 2023 die reinen Online-Händler, deren Umsätze um 14,7 % im Vergleich zum Vorjahr zurückgingen. Multichannel-Händler verzeichneten mit -18,1 % noch größere Einbußen, während die Online-Marktplätze mit -8,7 % etwas stabiler blieben. Trotz dieser Verluste setzt sich der strukturelle Wandel hin zum reinen Onlinehandel erkennbar fort. Ein wesentlicher Faktor für den Umsatzrückgang ist die gesunkene Anzahl an Bestellungen, von der die Mehrheit der Händler betroffen ist. Hinsichtlich des Umsatzes pro Bestellung ergibt sich ein uneinheitliches Bild. Ein Zeichen einer möglichen Erholung im Onlinehandel zeigt sich im vierten Quartal 2023, in dem der Umsatzrückgang mit -5,2 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erstmals im einstelligen Prozentbereich lag. Gleichzeitig stieg die Zahl der Insolvenzen im Handel laut Creditreform um 26 %, was die herausfordernde Marktlage unterstreicht. Im gesamten Internet- und Versandhandel ging der Umsatz 2023 real (preisbereinigt) um 3,9 % und nominal (nicht preisbereinigt) um 0,4 % gegenüber 2022 zurück. Während die Branche in den Jahren 2020 und 2021 während der Corona-Pandemie stark wuchs (+25,1 % bzw. +11,5 %), folgten in den letzten beiden Jahren wieder rückläufige Zahlen. Real lagen die Umsätze 2023 um 12,0 % unter denen von 2021, jedoch immer noch 22,8 % über dem Niveau von 2019. 3. Geschäftsverlauf und Lage der GesellschaftTrotz der allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheiten konnte die Gesellschaft ihre Umsatzleistung halten und ein geringfügiges Wachstum verzeichnen. Wir werten folgen Leistungsindikatoren aus: a. Ertragslage Die Gesellschaft konnte die Umsatzerlöse um rd. 1,03 % auf TEUR 75.067 leicht steigern. Entwicklung der Umsatzerlöse in TEUR:
Die Steigerung der Umsatzerlöse ist im Wesentlichen zurückzuführen auf: - die kontinuierliche Weiterentwicklung des Stammkundengeschäfts und der Kundenbeziehung; - die systematische Neukundenakquise auf allen Onlinekanälen; - den weiteren erfolgreichen Ausbau- der Internationalisierungsstrategien; - den Ausbau und die kontinuierliche Verbesserung unseres Sortiments durch unsere Einkaufsexperten, die für unsere Kunden immer auf der Suche nach neuen Premiummarken und Trends sind. Das Rohergebnis konnte auf Vorjahresniveau gehalten werden und beläuft sich auf TEUR 28.680. Im Geschäftsjahr 2023/24 erzielte unsere Gesellschaft operativ ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von TEUR 1.223 nach TEUR 2.408 im Vorjahr. Der Jahresüberschuss fiel von 1.449.550,22 EUR im Vorjahr auf 484.537,98 EUR im aktuellen Geschäftsjahr. Der Rückgang des Jahresüberschusses resultiert maßgeblich aus der der Investition in den neuen Bürostandort. b. Finanzlage Das Eigenkapital beläuft sich auf TEUR 7.447. Das bedeutet einen Anstieg von 7 % im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 6.963). Die Eigenkapitalquote beträgt zum Ende des Geschäftsjahres des Berichtszeitraums 33 %. Die Vorräte aus dem Umlaufvermögen in Höhe von TEUR 16.704 bestehen ausschließlich aus Waren für das operative Geschäft. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen TEUR 3.216 (Vorjahr TEUR 5.564). c. Vermögenslage Die Bilanzsumme zum Stichtag liegt mit TEUR 22.513 auf dem Vorjahresniveau von TEUR 22.415. Das Anlagevermögen liegt bei TEUR 2.528. d. Gesamtaussage Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kann als gut eingeschätzt werden.Unsere ambitionierte Umsatz- und Ergebnisplanung für das Geschäftsjahr 2023/24 konnten wir nicht ganz erreichen. Die stabile Umsatzentwicklung, das positive Ergebnis sowie die sehr gute Liquiditätssituation sind angesichts der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Bedingungen dennoch als sehr erfreulich einzuschätzen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen. Dadurch konnte im Berichtsjahr bei fast allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisiert werden. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und das Warenlager gedeckt. III. Prognose, Chancen- und Risikobericht für 2024/20251. PrognoseDie Auswirkungen des Nahostkonflikts und die damit verbundenen Spannungen im Roten Meer auf die globalen Lieferketten sowie die Entwicklung der Verbraucherpreisinflation und deren Einfluss auf die Kundennachfrage werden von der Wardow GmbH kontinuierlich beobachtet. Dadurch kann das Unternehmen schnell Maßnahmen ergreifen, um potenzielle negative Auswirkungen möglichst gering zu halten. Als Online-Fachhändler profitiert Wardow von der anhaltenden Verschiebung der Kundennachfrage vom stationären Handel hin zum Online-Handel. Laut dem Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (BEVH) wird für das Jahr 2024 ein Wachstum des gesamten E-Commerce-Umsatzes mit Waren um 2,0 % prognostiziert. Die Unternehmensleitung geht für das Geschäftsjahr 2024/25 von einer weiterhin positiven Entwicklung aus. In der Unternehmensplanung wird aufgrund der starken Marktposition und einer erwarteten Trendwende im Warenhandel mit einer Umsatzsteigerung von 7 % bis 10 % im Vergleich zum Vorjahr gerechnet. Dabei wird ein EBITDA auf Vorjahresniveau bzw. leicht über dem Vorjahresniveau angestrebt. Aufgrund höherer Margen, die teilweise durch höhere betriebliche Aufwendungen ausgeglichen werden, bleibt das Unternehmen dennoch auf Wachstumskurs. Die ersten Monate des neuen Geschäftsjahres bestätigen unsere positive Einschätzung. Ein bedeutender Meilenstein im Geschäftsjahr 2024/25 ist der Umzug der Gesellschaft in den neuen Bürostandort zum Ende des ersten Quartals. Die Gesamtkostenprognose für diesen Standortwechsel liegt bei TEUR 4.000. Die Umbaukosten in den gemieteten Räumen werden nicht als Mietereinbauten betrachtet und führen zu einer temporären Verringerung des Ergebnisses zum Zeitpunkt der Nutzung. Neu erworbene Möbel werden über die übliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Grundsätzlich erwarten wir eine gute Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und gehen davon aus, auch zukünftig immer in der Lage zu sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. 2. ChancenAngesichts der sinkenden Verbraucherpreisinflation und steigender Lohneinkommen sehen wir eine vielversprechende Chance auf eine erhöhte Nachfrage im Jahr 2024. Trotz des im Jahr 2023 laut bevh gesunkenen Anteils des E-Commerce am gesamtdeutschen Handel sind wir langfristig zuversichtlich, als Onlinehändler von einer Verschiebung der Handelsumsätze vom stationären Handel in Onlinekanäle zu profitieren. Der Wandel im Einkaufsverhalten der Konsumenten, welcher sich durch die Corona-Pandemie erheblich beschleunigt hat, ist ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung. Diese Tendenz zeigt sich in allen Märkten, in denen Wardow tätig ist. Besonders junge Zielgruppen kaufen laut Handelsverband Deutschland (HDE) seltener im stationären Handel ein als der durchschnittliche Haushalt. Diese Entwicklung kann das Umsatzwachstum von Wardow weiterhin unterstützen. Auf diese Nachfragechancen reagieren wir durch eine Mischung von konservativer, langfristiger Planung und flexibler, kurzfristiger Steuerung von Lagerbeständen sowie einer dynamischen Preissteuerung. Wir verstehen uns als Online-Fachhändler mit einem starken kunden- und serviceorientierten Ansatz. Damit haben wir uns in den letzten Jahren eine stetig wachsende Stammkundschaft erarbeitet, die einen wesentlichen Anteil unserer Transaktionen treibt. Unsere überdurchschnittlich hohe Kundenloyalität ermöglicht stabile, wiederkehrende Umsätze, die das Unternehmen langfristig widerstandsfähig gegen Marktschwankungen machen. Zudem bieten exklusive Vertriebsrechte für ausgewählte Marken in unseren Kernmärkten eine Differenzierung gegenüber reinen Online-Marktplätzen. Das Unternehmen erhofft sich in 2024/25 weitere Chancen durch den KI gestützen Ausbau der internationalen Seiten: Investitionen in Lokalisierung, lokalen Kundenservice und Verbesserungen auf den lokalen Seiten werden hier weitere Umsatzpotentiale erschließen. Die Diversifizierung der Absatzmärkte über den Kernmarkt Deutschland führt zu einer geringeren Abhängigkeit von Nachfrageentwicklungen in einzelnen Ländern. Dem Wettbewerb am Markt begegnet die Wardow weiterhin durch Erfahrung, Zuverlässigkeit, Service, Schnelligkeit und einem hohen Maß an Qualität. Diese Wettbewerbsvorteile wird das Unternehmen nutzen, um Marktanteile mittelfristig weiter auszubauen. 3. RisikenWir bewerten kontinuierlich potenzielle Risiken und ergreifen bei Bedarf risikomindernde Maßnahmen. Die Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleibt mit Unsicherheiten behaftet, sodass sich die konkreten Auswirkungen derzeit nicht abschließend beurteilen lassen. Um den gestiegenen Risiken durch interne oder externe Cyberangriffe entgegenzuwirken, investieren wir kontinuierlich in neue Technologien und erweitern unser Personal in diesem Bereich. Die umfassende ERP-, Datawarehouse- & BI-Infrastruktur von Wardow stellt sicher, dass alle Geschäftsprozesse sowie die wirtschaftliche Lage des Unternehmens stets transparent dargestellt werden. Mit dem wachsenden Warenbestand besteht das Risiko einer Überalterung der Lagerbestände. Durch eine regelmäßige Analyse der Altersstruktur, gezielte Abwertungen und den verstärkten Abverkauf von langsam drehenden Waren begegnen wir dieser Herausforderung aktiv. Da wir als Onlinehändler von Markenprodukten abhängig sind, pflegen wir eine enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten. Unser breit diversifizierter Lieferantenstamm mit über 130 Marken minimiert zudem die Abhängigkeit von einzelnen Herstellern. Die Erwartungshaltung der Kunden steigt kontinuierlich mit der Professionalisierung des Wettbewerbs. Unzufriedene Kunden zeigen im Onlinehandel eine geringere Loyalität als im stationären Handel. Daher setzen wir auf eine exzellente Produktverfügbarkeit, optimierte Logistikprozesse und erstklassigen Kundenservice, um unser hohes Qualitätsversprechen zu erfüllen. Das Zahlungsausfallrisiko im Endkundengeschäft bleibt für Wardow gering, da die meisten Zahlarten über Zahlungsdienstleister abgesichert sind. Ein Währungsrisiko besteht hingegen in unseren Shops in Großbritannien, Dänemark, Schweden, Polen, Tschechien und der Schweiz, wo in den jeweiligen Landeswährungen fakturiert wird. Gewinne oder Verluste infolge von Währungsschwankungen werden fortlaufend realisiert, wobei der Wareneinkauf hauptsächlich in Euro erfolgt. Eine Absicherung in Form von Sicherungsgeschäften erfolgt nicht, da wir das Währungsrisiko insgesamt als gering einstufen. Externe wirtschaftliche Risiken ergeben sich insbesondere aus geopolitischen Faktoren wie dem Ukraine-Krieg, der steigenden Inflation und globalen Lieferkettenstörungen. Dennoch profitieren wir kurzfristig durch eine optimierte Warenverfügbarkeit und eine vorausschauende Planung unseres Warenbestands. Solange keine umfassende wirtschaftliche Rezession eintritt, sehen wir in dieser Krise auch Chancen für unser weiteres Wachstum. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Grundlegende Angaben zum Unternehmen und zur Bilanzierung Registerdaten zum Unternehmen, Gliederung Der Jahresabschluss der Wardow GmbH, Wustermark (Amtsgericht Potsdam, HRB 25701) wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Die Bilanz wurde nach den Vorschriften des §§ 266 ff. HGB in Kontenform aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die geltenden handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beachtet. Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu fünf Jahren), bewertet. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (Nutzungsdauern zwischen drei und zwanzig Jahren) angesetzt. Steuerlich sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangszeitpunkt sofort vollständig abgeschrieben. Die erhaltenen Zuschüsse werden direkt von den Anschaffungskosten abgesetzt. Die Vorräte werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Das Unternehmen tätigt Fremdwährungsgeschäfte in nicht unerheblichem Umfang. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum tagesaktuellen Wechselkurs der Europäischen Zentralbank erfasst. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben im Geschäftsjahr, welche Aufwand nach dem Stichtag darstellen. Die Bewertung des Eigenkapitals erfolgt zum Nennwert. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden i. H. des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen i. H. der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Die Rückstellungen für Retouren beinhalten den üblichen Rücklauf an verkaufter Ware. Die bereits verkaufte Ware ist in den Umsatzerlösen enthalten. Der Wareneinsatz wird über die Bestandsveränderung abgebildet. Insofern ist der rückläufige Rohertrag in Form der Rückstellung zu korrigieren. Es wird der Jahresdurchschnitt der Retourenquote auf den Rohertrag des letzten Monates vor dem Stichtag angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungen werden Einnahmen ausgewiesen, die vor dem Bilanzstichtag erfolgt sind, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert. Bei der Ermittlung latenter Steuerentlastungen werden ggf. bestehende steuerliche Verlustvorträge i. H. der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. B. Weitere Angaben zur Bilanz 1. Entwicklung der Posten des Anlagevermögens Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang - Anlagenspiegel - abgebildet. Zinsen für Fremdkapital wurden bei keinem Posten des Anlagevermögens aktiviert. In den Abschreibungen des Sachanlagevermögens sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 S. 5 HGB wegen dauernder Wertminderung enthalten. 2. Umlaufvermögen Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet bereits seit dem Geschäftsjahr 2019/2020 die durch den Vermieter durchgeführten Umbaukosten an der Lagerhalle in Wustermark, welche über die Grundmietzeit verteilt werden. Im aktuellen Geschäftsjahr wurden für Ausbauarbeiten des neuen Standortes in Potsdam Ausgaben in Höhe von 792 TEUR getätigt, welche abzugsfähige Aufwendungen im Folgejahr darstellen. 4. Eigenkapital Das Stammkapital in Höhe von 25 TEUR ist in voller Höhe eingezahlt. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. 5. Sonstige Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für Retouren in Höhe von 402 TEUR (VJ 436 TEUR), Rückstellung für Kundenbindungsprogramme 362 TEUR (VJ 190 TEUR), Rückstellung für Personalkosten in Höhe von 232 TEUR (VJ 74 EUR), ausstehende Rechnungen in Höhe von 249 TEUR (VJ 152 TEUR), für Steuererklärungen des Vorjahres und des Geschäftsjahres 60 TEUR (VJ 70 TEUR) und die Honorare des Abschlussprüfers in Höhe von 20 TEUR (VJ 20 TEUR) enthalten. 6. Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel
* In Klammern angegebene Werte betreffen Vorjahreszahlen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 3.217 TEUR (VJ 5.564 TEUR) durch den Warenbestand besichert. Die erhaltenen Anzahlungen In Höhe von 426 TEUR sind im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses zum 31.03.2024 erstmals ausgewiesen worden. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Im Jahresabschluss zum 31.03.2023 waren die erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 113 TEUR in den sonstigen Verbindlichkeiten enthalten. Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten besichert. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von 225 TEUR (VJ 223 TEUR) und resultieren aus einem Darlehen. Das Darlehen hat eine unbestimmte Laufzeit. 7. Passive latente Steuern Die Veränderung der latenten Steuersalden im abgelaufenen Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:
Die latenten Steuern ergaben sich aus einer abweichenden Behandlung von Zuschüssen in den Vorjahren. Im handelsrechtlichen Bereich wurden erhaltenen Zuschüsse für Investitionsgüter über einen Zeitraum von drei Kalenderjahren gewinnerhöhend aufgelöst. Im steuerlichen Bereich wurden die erhaltenen Zuschüsse von den Anschaffungskosten der Wirtschaftsgüter abgezogen. Ab dem Wirtschaftsjahr 2018/2019 erfolgte ein gleichlautender Ansatz durch die Kürzung der Anschaffungskosten in Höhe der erhaltenen Zuschüsse. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde für die Körperschaftsteuer 15%, für den Solidaritätszuschlag 5,5% und für die Gewerbesteuer ein durchschnittlicher Steuersatz von 13,86% angesetzt, welcher sich aus den Hebesätzen der beiden Gemeinden Potsdam und Wustermark ergibt. Zum Stichtag 31.03.2024 ergibt sich aus den Abweichungen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bewertungsansätzen eine aktive latente Steuer. Von dem Wahlrecht für den Ausweis aktiver latenter Steuern wurde kein Gebrauch gemacht. C. Weitere Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse i. H. von 75.067 TEUR verteilen sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt (Zahlenangaben in TEUR):
* In Klammern angegebene Werte betreffen Vorjahreszahlen. 2. Sonstige betriebliche Erträge, sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen die Versicherungsentschädigungen in Höhe von 185 TEUR (VJ 305 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich aus folgenden wesentlichen Posten zusammen:
In den Werbekosten ist der größte Posten die Aufwendungen der Firma Google in Höhe von 9.780 TEUR (VJ 9.635 TEUR). Bei den Kosten der Warenabgabe ist die größte Position die Vertriebskosten der DHL in Höhe von 5.194 TEUR (VJ 5.006 TEUR). In den verschiedenen betrieblichen Kosten sind die Aufwendungen für die Ausbauarbeiten des neuen Standortes in Potsdam in Höhe von 1.584 TEUR (VJ 244 TEUR) enthalten. Bei diesen Aufwendungen für den Ausbau des neuen Standortes in Potsdam handelt es sich um nicht aktivierungsfähige Kosten. D. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus folgenden Mietverträgen: A) Es besteht ein im April 2018 abgeschlossener Mietvertrag für die Räume in der Magdeburger Straße 5 in Wustermark in Höhe von jährlich ca. 655 TEUR. Die Nutzung dieser Räume erfolgte ab dem 16.09.2019. Der Mietvertrag hat eine feste Laufzeit von sechs Jahren mit der Option auf eine unbefristete Verlängerung, sofern keine Kündigung ausgesprochen wird. B) Es besteht ein im Januar 2022 geschlossener Mietvertrag für die Räume im Konrad-Zuse-Ring 2 in Potsdam. Dieser Mietvertrag beginnt ab dem Bezug der Räume am 15.05.2024. Die Jährliche Miete beträgt ca. 379 TEUR mit einer vertraglichen jährlichen Mietsteigerung bis 2026. C) Die Kautionen für angemietete Räume sind über Bürgschaftsurkunden bei der Deutschen Bank abgesichert. Zum Stichtag beträgt die abgesicherte Kautionssumme für für die Lagerhalle in Wustermark 256 TEUR, für den ehemaligen Standort in der David-Gilly-Straße 1 in Potsdam beträgt die Kautionssumme 24 TEUR und für den neuen Standort im Konrad-Zuse-Ring 2 in Potsdam ab 05/2024 beträgt die Kautionssumme zum Stichtag 136 TEUR. 2. Anzahl der Mitarbeiter Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 70 Arbeitnehmer (Vorjahr 66) beschäftigt. Davon waren durchschnittlich 22 Männer und 48 Frauen beschäftigt. Bei den Arbeitnehmern handelt es sich um Angestellte. 3. Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung Im Geschäftsjahr wurden die Geschäfte durch Herrn Danny Wardow (Kaufmann) als alleiniger Geschäftsführer geführt. Für die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. 4. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Die Nutzung der benötigten Lagermöglichkeiten der Waren wird durch Mietverträge sichergestellt. Deren Laufzeit beträgt zum Stichtag noch zwei Jahre mit der Möglichkeit auf eine unbefristete Verlängerung. Es bestand ein in 2015 abgeschlossenen Mietvertrag für die Räume im Technologiezentrum Potsdam in der David-Gilly-Straße 1. Der Mietvertrag wurde mit Wirkung zum 31.05.2024 aufgelöst. Bericht des AufsichtsratsIm Berichtsjahr bestand kein Aufsichtsrat. sonstige Berichtsbestandteile
gez. Danny Wardow, Kaufmann, Geschäftsführer
Wustermark, den 28.02.2025 Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 06.03.2025 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die WARDOW GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der WARDOW GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WARDOW GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstiimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Potsdam, 05. März 2025 Dr. Knabe GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Schiffbauergasse 15 14467 Potsdam Prof. Dr. Stephan Knabe, Wirtschaftsprüfer Sabine Paul, Wirtschaftsprüferin |
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