Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Abwicklungsgesellschaft AFT AG
Färberstraße 7, 85276 Pfaffenhofen an der Ilm, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Heiko Diener seit 19.10.2016 | Prokura |
Andreas Bittner seit 13.10.2016 | Prokura |
Eike Liekweg seit 26.8.2013 | Vorstandsmitglied |
Dirk Harders seit 27.6.2013 | Prokura |
Markus Ott seit 27.6.2013 | Prokura |
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Agraferm Technologies AGPfaffenhofen an der IlmJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Bericht des Aufsichtsratsan die ordentliche Hauptversammlung der Agraferm Technologies AGDer Aufsichtsrat der Agraferm Technologies AG, bestehend aus den Herren Dr. Max Hirschberger (Vorsitzender), Klaus März (stellvertretender Vorsitzender) und Johann Baierl, hat im Geschäftsjahr 2014 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Den Vorstand hat der Aufsichtsrat bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung kontinuierlich überwacht. In alle grundlegenden Entscheidungen war der Aufsichtsrat eingebunden. Der Vorstand berichtete ihm schriftlich und mündlich über alle wesentlichen Aspekte der Geschäftsentwicklung. Im Berichtsjahr 2014 fanden insgesamt sechs Sitzungen des Aufsichtsrates statt. Es wurden vier Präsenzsitzungen und zwei Telefonkonferenzen abgehalten. Der Aufsichtsrat war an allen unten stehenden Terminen jeweils vollständig vertreten. Ergänzend bestand ein regelmäßiger fernmündlicher Austausch zwischen den Mitgliedern des Aufsichtsrats und dem Vorstand. In seinen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand über den Gang der Geschäfte, die Lage der Gesellschaft sowie über die Strategie und Planung des Unternehmens unterrichtet. Über Projekte und Vorgänge von besonderer Bedeutung oder Dringlichkeit berichtete der Vorstand auch außerhalb von Sitzungen. Seine Entscheidungen traf der Aufsichtsrat auf Grundlage der Berichterstattung und der Beschlussvorschläge des Vorstands. Soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnungen geboten war, hat der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung des jeweiligen Sachverhalts einen entsprechenden Beschluss gefasst. Sofern erforderlich, geschah dies auch im schriftlichen Verfahren. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand in ständigem Kontakt mit dem Vorstand, sodass Ereignisse von außerordentlicher Bedeutung für die Lage und Entwicklung des Unternehmens unverzüglich erörtert werden konnten. In der Aufsichtsratssitzung vom 06.02.2014 haben Vorstand und Aufsichtsrat unter Berücksichtigung des EEG-Gesetzgebungsverfahrens die strategische Ausrichtung des Unternehmens für das Geschäftsjahr 2014 behandelt. Hierbei stellte der Vorstand dem Aufsichtsrat seine Überlegungen über Potentiale in ausländischen Märkten insbesondere in England und Italien vor. Laufende Restrukturierungsmaßnahmen des Unternehmens wurden eingehend zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand erörtert und entsprechende Beschlüsse gefasst. In der Aufsichtsratssitzung vom 08.05.2014 berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat über die wirtschaftliche Situation und aktuelle Geschäftslage des Unternehmens unter Berücksichtigung von gegenwärtigen Projektabwicklungen, In diesem Zusammenhang wurden insbesondere die bis dahin zu verzeichnenden, kurzfristig sowie mittelfristig zu erwartenden Auftragseingänge erörtert. Der Aufsichtsrat ließ sich die geplanten organisatorischen Maßnahmen und deren zeitliche Umsetzung darstellen. Hieran anschließend wurde der Entwurf des Jahresabschlusses 2013 zusammen mit den Wirtschaftsprüfern besprochen. Die Wirtschaftsprüfer erläuterten insbesondere den Umfang, den Verlauf und beantworteten die Ergebnisse der Prüfung und Fragen der Aufsichtsratsmitglieder umfassend. Aufgrund bestehender Rangrücktrittserklärungen ergab sich, abweichend vom bilanziellen Eigenkapitalausweis, ein leicht positives wirtschaftliches Eigenkapital der Gesellschaft. In der Aufsichtsratssitzung vom 08.08.2014 in Form einer Telefonkonferenz hat der Aufsichtsrat mit dem Vorstand über Umstrukturierungsmaßnahmen in der Agraferm-Gruppe eingehend diskutiert und hierüber entschieden. Für die Beschlussfassung wurden die zeitliche, strategischen, organisatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen und Auswirkungen berücksichtigt. In der telefonischen Aufsichtsratssitzung vorn 15.09.2014 haben Vorstand und Aufsichtsrat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr und den Prüfungsbericht des Wirtschaftsprüfers besprochen. Änderungen, die seit der letzten Aufsichtsratssitzung eingetreten sind und Auswirkungen auf den Jahresabschluss hatten, wurden erörtert. Anschließend hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss zum 31.12.2013 gebilligt und damit festgestellt. In der Aufsichtsratssitzung vom 10.10.2014 berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat über die aktuelle geschäftliche Entwicklung des Unternehmens und seiner Tochtergesellschaft BTA International GmbH. Die Liquiditätsplanung, die Auftragseingangssituation und die Projetabwicklungen des Unternehmens wurden umfassend besprochen. Gegenstand dieser Sitzung waren ferner die langfristig geplanten organisatorischen Maßnahmen in der Agraferm-Gruppe und deren Umsetzung. in der Aufsichtsratssitzung vom 22.12.2014 erörterte der Vorstand die Liquiditätsplanung des Unternehmens und seiner Tochtergesellschaft BTA International GmbH. Der Vorstand berichtete ferner über erste durchgeführte Restrukturierungsmaßnahmen in der Agraferm-Gruppe. Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2014 Der vom Vorstand nach den Regeln des Handelsgesetzbuchs sowie unter Beachtung des Aktiengesetzes aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht der Agraferm Technologies AG für das Geschäftsjahr 2014 sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung am 21.10.2014 gewählten und vom Aufsichtsrat mit der Prüfung des Jahresabschlusses beauftragten Wirtschaftsprüfer, der Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und am 21.10.2015 mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die vorgenannten Unterlagen, der Vorschlag für die Verwendung des Bilanzergebnisses und der Prüfungsbericht des Wirtschaftsprüfers sind allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Bilanzsitzung am 23.10.2015 übersandt worden. In einer vorhergehenden gemeinsamen Sitzung mit dem Wirtschaftsprüfer berichtete dieser über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung. Für ergänzende und weitere Auskünfte stand der Wirtschaftsprüfer zur Verfügung. Der Wirtschaftsprüfer hat einen uneingeschränkten, mit einem Hinweis in Bezug auf die Unternehmensfortführung ergänzten Bestätigungsvermerk, mit Datum vom 21.10.2015 erteilt. Der Bestätigungsvermerk steht unter der aufschiebenden Bedingung, dass die im Jahresabschluss berücksichtigte vereinfachte Kapitalherabsetzung mit anschließender Kapitalerhöhung beschlossen und im Handelsregister eingetragen wird. Im Bestätigungsvermerk legt der Wirtschaftsprüfer insbesondere dar, dass der Jahresabschluss nach seiner Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften entspricht und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss und vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Hinsichtlich der Annahme der Unternehmensfortführung ist der Bestätigungsvermerk um folgende Aussagen ergänzt: Ohne den Bestätigungsvermerk einzuschränken weist der Wirtschaftsprüfer auf die Ausführungen des Vorstands im Lageberichtsabschnitt "5. Risiko- und Chancenbericht" hin, dass dem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses entsprechende qualifizierte Rangrücktrittserklärungen gegenüberstehen. Darüber hinaus wird vom Vorstand erläutert, dass die Finanzplanung der Gesellschaft Liquiditätsrisiken offengelegt hat, denen durch eine Zwischenfinanzierungszusage des Hauptgesellschafters mit Geltung bis zum 31.12.2016 begegnet wurde. Die Sicherstellung der Unternehmensfortführung ist vom Eintritt der dem Finanzplan zugrunde liegenden Annahmen, insbesondere zur Leistungsentwicklung sowie zur Finanzierung abhängig. Der Vorstand weist ferner darauf hin, dass Abweichungen von diesen Planungen, insbesondere aufgrund käufernachteiliger Förderbedingungen in den jeweiligen Ländern, in denen die Gesellschaft tätig ist, kurzfristig weitere Maßnahmen erfordern könnten, um den Fortbestand der Gesellschaft zu sichern. Entsprechendes gilt für den Fall, dass sich Risiken in Forderungen und Beteiligungsansätzen in ungeplantem Umfang manifestieren sollten. In seiner Berichterstattung führt der Wirtschaftsprüfer aus, dass der Jahresabschluss mit einer Bilanzsumme von TEUR 53.264 und einem Jahresfehlbetrag von TEUR 2.906 u.a. geprägt ist von einer Unterauslastung der Unternehmenskapazität, nebst niedrigen Umsatzerlösen sowie von Teilgewinnrealisierungen in Höhe von TEUR 500 sowie Einmal- und Sondereffekte in Höhe von TEUR 1.000. Ferner ist dieser geprägt von einem weiteren Anteilserwerb an dem Tochterunternehmen BTA International GmbH sowie Einzahlungen in deren Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 400, einem positiven Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit von TEUR 1.300 sowie noch zu beschließenden Kapitalmaßnahmen, die zu einer Eigenkapitalerhöhung zum 31.12.2014 von TEUR 1.600 führen. Die Bewertung der Finanzanlagen und Forderungen sowie Bemessung der Rückstellungen erfolgten entsprechend der handelsrechtlichen Grundsätze des Vorsichtsprinzips und des Imparitätsprinzips. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang, sowie den ausführlichen Lagebericht des Vorstands geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Die Gesellschaft wird im Zuge der Aufstellung und Feststellung des Jahresabschlusses 2014 das Grundkapital im Wege der vereinfachten Kapitalherabsetzung reduzieren und anschließend um den gleichen Betrag wieder erhöhen. Damit wird der bestehende Verlustvertrag deutlich reduziert und der Gesellschaft neue Liquidität zugeführt. Gleichzeitig mit dem Beschluss zur Kapitalherabsetzung wird die Hauptversammlung in diesem Verfahren über die Feststellung des Jahresabschlusses beschließen. Bericht gemäß § 312 AktG Der Wirtschaftsprüfer hat den vom Vorstand erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft, der mit folgender Erklärung des Vorstands endet: "Wir erklären, dass die Gesellschaft vom 1.1. bis zum 31.12.2014 nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte mit verbundenen Unternehmen vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Berichtspflichtige Maßnahmen sind weder getroffen noch unterlassen worden." Dieser Bericht wurde sämtlichen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor der Bilanzsitzung am 23.10.2015 übermittelt. Der Aufsichtsrat hat den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft und hatte keine Einwendungen zu erheben. Der Wirtschaftsprüfer hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk für den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2014 gemäß § 313 Abs. 3 AktG erteilt und festgestellt, "...dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."
Pfaffenhofen a. d. Ilm, 23. Oktober 2015 Für den Aufsichtsrat Dr. Max Hirschberger, Vorsitzender Lagebericht und Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014Agraferm Technologies AG, Pfaffenhofen a.d. Ilm1. Geschäft und Organisationa) Geschäftstätigkeit Agraferm Technologies AG (im Folgenden Agraferm) mit Sitz im oberbayerischen Pfaffenhofen a.d. Ilm ist im Bereich der Erneuerbaren Energien tätig und auf die Planung und Erstellung von Biogasanlagen spezialisiert. 2004 gegründet, zählt das Unternehmen heute zu den wenigen Komplettanbietern landwirtschaftlich und industriell angelegter Biogasanlagen. Der Leistungsumfang erstreckt sich über die gesamte Anlagenwertschöpfung - von der Planung und Projektierung über den schlüsselfertigen Bau bis hin zur Wartung und zum technischen wie biologischen Service einschließlich der Optimierung von Bestandsanlagen. Insgesamt hat Agraferm seit Gründung 70 Biogasanlagen realisiert. Das Unternehmen ist international tätig und hat bereits Anlagen in zehn Ländern errichtet. Der Fokus des Unternehmens liegt auf Großanlagen mit mindestens 500 Kilowatt Leistung. Anlagen dieser Größenordnung bieten dem Kunden ein optimales Kosten-Ertragsverhältnis. Die Anlagen zeichnen sich durch vielfältige Einsatzmöglichkeiten aus, da sie aus sämtlichen Inputstoffen von organischen Abfällen bis hin zu nachwachsenden Rohstoffen saubere Energie erzeugen können. Die Vorteile von Agraferm-Biogasanlagen sind im Einzelnen:
Neben der Biogaserzeugung ist Agraferm auch auf dem Gebiet der Biogas-Aufbereitung tätig. Wird aus Biogas Biomethan gewonnen, besitzt es nahezu die gleichen stofflichen Eigenschaften wie fossiles Erdgas. Es wird daher auch als Bioerdgas bezeichnet und kann entsprechend aufbereitet ins öffentliche Erdgasnetz eingespeist werden. Agraferm verfügt über eine umfassende Kompetenz in der Planung und im Bau von speziellen Aufbereitungsanlagen für Biomethan und hat erste Anlagen bereits erfolgreich ans Netz gebracht. Dabei beherrscht Agraferm die ganze Bandbreite der Gasaufbereitungstechnik und bietet in enger Zusammenarbeit mit den Kunden für den jeweiligen Standort maßgeschneiderte Lösungen. 2014 wurde das Geschäftsfeld weiter vorangetrieben. So wurde z.B. 2014 im englischen Helmdon eine Biogasaufbereitungsanlage mit einer Kapazität von 350 Normkubikmetern Biomethan errichtet, die 2015 in Betrieb ging. Die auf Membranen basierende Anlage wurde binnen kürzester Zeit installiert und in Betrieb genommen und besticht durch ihre kompakte Bauweise. Abgerundet wird das Produktportfolio durch das Angebot des "Repowering", bei dem Biogasanlagen z.B. auf eine innovative Rührtechnik umgerüstet werden können, ohne das bestehende Anlagenkonzept zu verändern. Diese Retrofit-Maßnahmen sorgen für eine deutliche Effizienzsteigerung. Das erste Repowering-Projekt hat Agraferm 2014/2015 im sächsischen Gröbern erfolgreich realisiert. Geschäftsbereich Service Biogasanlagen arbeiten nur dann effizient, wenn Anlagentechnik und Mikrobiologie optimal aufeinander abgestimmt sind. Agraferm bietet daher sämtliche Dienstleistungen rund um den biologischen und technischen Betrieb der Biogasanlagen. Die Experten kümmern sich im In- und Ausland um den laufenden Betrieb, die Wartung, die Ersatzteilversorgung und Gewährleistung sowie das Monitoring der biologischen Prozesse und deren Optimierung. Darüber hinaus umfasst das Angebot die fachgerechte Schulung der Betreiber und die Dokumentation der Prozesse. BTA International GmbH BTA International GmbH mit Sitz in Pfaffenhofen a.d. Ilm ist ein Tochterunternehmen der Agraferm und Anbieter von Aufbereitungs- und Vergärungstechnologien für Bioabfälle, Hausmüll, Speisereste und gewerblichen Müll. Kerngeschäft ist die Aufbereitung störstoffhaltiger organischer Abfälle und deren anschließende Vergärung. Auf diesem Gebiet ist BTA International ein führender Spezialist. Im August 2014 hat Agraferm den Anteil an der BTA International erhöht und die Mehrheitsbeteiligung von 51 % auf 76 % aufgestockt. Die Erhöhung der Agraferm-Anteile an BTA International ist Bestandteil der Wachstumsstrategie. Im Zuge der Integration in die Unternehmensgruppe kann die entsprechende Expertise in der nassmechanischen Aufbereitung für vielfältige Abfälle ausgebaut werden. Agraferm und BTA International sind bereits seit 2007 gesellschaftsrechtlich miteinander verbunden, alle Geschäftsbeziehungen werden unverändert weitergeführt. Im Zuge der Anteilserhöhung wurden die Agraferm-Vorstände als neue Geschäftsführer der BTA International benannt. Sie führen beide Unternehmen in Personalunion und mit gleicher Ressortverteilung. Das gewährleistet, dass die Geschäftsbereiche ideal miteinander verzahnt und Synergien stärker genutzt werden.
Der Geschäftserfolg der BTA International beruht auf einem eigens entwickelten Prozess, der eine hydromechanische Aufbereitung störstoffhaltiger Abfälle aller Art mit der anschließenden Nassvergärung verbindet. Das effektive Verfahren hat sich bereits in über 40 Anlagen und seit über 30 Jahren bewährt. Weitere Gesellschafter der BTA International sind die langjährigen Systempartner Biotec Sistemi S.r.l. und die Firmengruppe Hermos.
b) Organisation Der Hauptsitz von Agraferm befindet sich im oberbayerischen Pfaffenhofen a.d. Ilm. Im Mai 2015 wurde die Niederlassung in Konz bei Trier geschlossen, um das Know-how innerhalb der Unternehmensgruppe stärker zu bündeln. Diese Standortkonzentration fasst wesentliche Funktionen in Pfaffenhofen zusammen, um noch besser und schneller auf Kundenwünsche und Marktanforderungen reagieren zu können. Die Mitarbeiterzahlen liegen nichtsdestotrotz auf einem konstanten Niveau. Agraferm beschäftigte zum Jahresende 2014 insgesamt 60 hoch qualifizierte Mitarbeiter, von denen einige seit vielen Jahren im Unternehmen arbeiten. Die Zusammenarbeit bei Agraferm ist geprägt durch flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege. Eine motivierte und leistungsstarke Belegschaft erachtet Agraferm als Schlüssel zum Erfolg und als wichtige Basis für zukünftiges Wachstum. Die bestehende Mitarbeiterstruktur soll daher erhalten bleiben. Das Unternehmen nutzt darüber hinaus Synergien aus der engen Zusammenarbeit mit langjährigen Partnern, um steigenden Kundenanforderungen an Qualität und Effizienz der Anlagen gerecht zu werden. Die technische Projektführung obliegt dabei der Agraferm-Gruppe, um wichtiges Know-how im Unternehmen zu halten. Die Organisation des Unternehmens zeigt eindeutige Zuständigkeiten innerhalb des Vorstandes und der leitenden Mitarbeiter. Transparente Entscheidungsstrukturen und eine turnusmäßige Kommunikation zur Einbeziehung der Mitarbeiter sind etabliert. Der Vorstand setzt sich aus zwei Mitgliedern zusammen:
Der Vorstand als höchstes Entscheidungsgremium handelt verantwortungsbewusst und im Sinne einer dauerhaften Wertsteigerung. In regelmäßigen Sitzungen stimmt der Vorstand strategische und operative Entscheidungen und Maßnahmen gemeinsam ab. Regelmäßige Treffen des Vorstands und der zweiten Leitungsebene mit Bereichsleitern sowie projektbezogenen Steuerungskreisen fördern die Zusammenarbeit innerhalb von Agraferm. Die zuständigen Mitarbeiter nehmen themenorientiert an diesen Sitzungen teil. Leitende Mitarbeiter werden an der Erarbeitung der Unternehmensziele und an allen wichtigen Entscheidungsprozessen beteiligt. Eine hohe Kommunikationsintensität innerhalb der gesamten Unternehmensleitung fördert zudem ein vorausschauendes Risikomanagement. Durch ein aktives Forderungsmanagement beugt Agraferm möglichen Ausfällen vor. Die regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung der operativen Finanzplanung mit dem Planungshorizont mehrerer Monate zeigt dem Vorstand die zukünftige Liquiditätsentwicklung der Gesellschaft auf und ermöglicht es, rechtzeitig erforderliche Maßnahmen einzuleiten. Der Aufsichtsrat setzt sich aus drei Mitgliedern zusammen. Er überwacht und berät den Vorstand bei seinen Entscheidungen. Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben langjährige Erfahrung in verschiedenen Unternehmensfachrichtungen. Der Aufsichtsrat wird in Aufsichtsratssitzungen und durch regelmäßige schriftliche Berichte zu Geschäftsverlauf und Liquiditätsentwicklung über die wesentlichen Risiken der Gesellschaft informiert. Erforderliche Maßnahmen werden im Vorfeld mit dem Aufsichtsrat abgestimmt.
2. Forschung und EntwicklungAgraferm nimmt in der Biogasbranche eine Innovationsführerschaft ein. Diesen Vorsprung gilt es auch in Zukunft zu halten. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten haben daher im Unternehmen einen hohen Stellenwert. Auch vor dem Hintergrund, die Rolle der Biogaserzeugung in der regenerativen Energiebereitstellung zu stärken. Agraferm hat eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Die Experten von Agraferm arbeiten eng mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen zusammen. Ziel ist es, die Aufbereitungs- und Vergärungstechnologien hinsichtlich steigender Anforderungen an die mikrobiologische und technische Biomassenumsetzung ständig weiterzuentwickeln. Die Forschungsaktivitäten beinhalten die Teilnahme an Forschungsprojekten und -vorhaben mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie. 2014 war Agraferm zum Beispiel in folgende nationale und EU-Technologieprogramme involviert:
Weiterhin wurden vermehrt interne Forschungs- und Entwicklungsprojekte durchgeführt.
Das Know-how sichert Agraferm entsprechend ab. Das Unternehmen hält zahlreiche Patente in den Bereichen "Spurenelemente", "Gasspeicherung", "Pferdemist-vergärung", "Rührtechnik", "Schlempevergärung" und "Repowering". 3. Wirtschaftsberichta) Entwicklung des Biogasmarktes 2014 Deutschland In Deutschland besteht ein Gesetz zur staatlichen Förderung regenerativer Energieträger. Mit Wirkung zum 1. August 2014 ist eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2014) in Kraft getreten. Mit dieser Reform wurden die Vergütungssätze für Biogasanlagen reduziert. Das Gesetz fokussiert die Förderung Erneuerbarer Energien deutlich bei den Ressourcen Wind und Solar. Die geänderten rechtlichen Rahmenbedingungen beeinflussen das Geschäft von Agraferm, allerdings weit weniger stark als das der Wettbewerber. Agraferm bedient seit Jahren in zunehmenden Umfang verschiedene ausländische Märkte und hat sich international eine gute Marktposition und Reputation erarbeitet. Mit der strategischen Ausrichtung hin zu einer stärkeren Internationalisierung des Geschäftes macht sich die Gesellschaft unabhängiger von politischen Entwicklungen und Entscheidungen in einzelnen nationalen Absatzmärkten. Der deutsche Heimatmarkt ist nach wie vor für Einzelprojekte von Bedeutung, aber insgesamt nicht im Fokus der Unternehmensstrategie. Im Jahr 2014 wurde beispielsweise im brandenburgischen Beerfelde mit dem Bau einer großen Biogas- und Biogasaufbereitungsanlage begonnen. Die Anlage, die mit einer bunten Mischung von Einsatzstoffen betrieben werden wird, wird 700 Normkubikmeter Biomethan produzieren und ins Netz einspeisen. Ausländische Märkte Agraferm hat im Geschäftsjahr 2014 die strategische Ausrichtung einer stärkeren Internationalisierung weiter vorangetrieben. Auch in den ausländischen Zielmärkten vollzieht sich seit 2014 ein Trend in der Auswahl der Einsatzstoffe für Biogasanlagen. Statt wie bisher verstärkt auf Energiepflanzen wie Mais zu setzen, gehen Betreiber zunehmend auf die Verwendung von Abfällen über. Bei dem Geschäftsmodell rechnen sich die höheren Kosten für eine aufwändigere Aufarbeitung durch die Einnahmen bei der Annahme des Abfalls. Agraferm kann auf diese neuen Marktgegebenheiten bestens reagieren. Im Bereich störstofffreier Abfälle kann Agraferm auf eine Vielzahl erfolgreicher Referenzen verweisen. Die Tochtergesellschaft BTA International hingegen ist auf die Aufbereitung störstoffbelasteter, organischer Abfälle zur anschließenden Vergärung spezialisiert und hält mit ihrer Expertise eine langjährige Technologieführerschaft auf diesem Gebiet inne. 2014 war Großbritannien erneut der wichtigste Markt des deutschen Anlagenbauers. Agraferm hat 2010 als einer der ersten Biogasanlagenspezialisten den englischen Markt betreten und die eigene Position kontinuierlich ausgebaut. Ein finanzielles Vergütungssystem für alle Anlagengrößen sorgt für positive Rahmenbedingungen und notwendige Investitionsanreize im Land. Insgesamt hat Agraferm bereits über 15 Anlagen in Großbritannien realisiert. Fünf neue Projekte konnten 2015 gewonnen werden: eine "Gas-to-Grid"-Biomethananlage in Metheringham bei Lincoln für die Future Biogas Ltd. sowie eine Biogasanlage für den Betreiber in Methwold und eine Biogasanlage in Crowland. Besonders erwähnenswert sind weiterhin die gewonnene Ausschreibung für den Kunden British Sugar sowie eine große Anlage in Wales, die sich nunmehr beide im Bau befinden. Die drei erstgenannten Anlagen werden noch 2015 fertiggestellt; die Übergaben an den Kunden sind im ersten Halbjahr 2016 geplant. Sind die aktuellen Projekte abgeschlossen, produzieren Agraferm-Anlagen in Großbritannien ein Roh-Biogasvolumen von 200 Millionen Kubikmeter jährlich. Agraferm beobachtet die Märkte, in denen das Unternehmen aktiv ist, um Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und angemessen darauf reagieren zu können. Aus diesem Grund ist Agraferm Mitglied in nationalen Verbänden und Interessensorganisationen und beteiligt sich an Gremien, Messen und Kongressen. Neben europäischen Märkten wie Großbritannien, Italien, Tschechien oder Slowakei spielen zunehmend auch außereuropäische Länder für die weitere Geschäftsentwicklung eine Rolle. Hier ist noch stärker als in Europa mit der Verwertung kommunaler Abfälle und industrieller Reststoffe in Biogasanlagen zu rechnen. b) Geschäftsverlauf 2014 Das zurückliegende Geschäftsjahr war geprägt durch weiteres Wachstum der Agraferm-Gruppe (Erhöhung der Mehrheitsbeteiligung an der BTA International, siehe Abschnitt la) Geschäftstätigkeit). Das Unternehmen konnte 2014 eine Leistungssteigerung von rund 20 % erzielen. Damit bleibt das Unternehmen auf Wachstumskurs. Zum Jahresende 2014 befanden sich 12 Anlagen im Bau. Der Auftragsbestand betrug zum 31.12.2014 rund Mio EUR 20 (im Vorjahr Mio EUR 11). Bis zum Stichtag der Erstellung des Lageberichts konnten weitere Vertragsabschlüsse mit einem Volumen von über Mio EUR 65 erzielt werden. Darüber hinaus befinden sich weitere Projekte in konkreten Vertragsverhandlungen. Im Geschäftsjahr wurden ferner interne organisatorische Anpassungen vorgenommen, die in erster Linie Veränderungen im oberen Management betreffen. Der Vorstand setzt sich seit dem Ausscheiden von Dipl.-Kfm. Jörg Bornemann aus zwei Mitgliedern zusammen, die die Agraferm und BTA International in Personalunion führen. Darüber hinaus hat es eine Umstrukturierung in der regionalen Aufstellung der Gruppe gegeben. Die Funktionen am Standort Konz bei Trier sind in Pfaffenhofen zusammengeführt worden.
c) Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Ertragslage Das Geschäftsjahr 2014 schließt fertigstellungsbedingt mit gegenüber dem Vorjahr um 50 % reduzierten Umsatzerlösen sowie einer von Mio EUR 23,8 in 2013 um 20 % auf Mio EUR 28,3 gestiegenen Gesamtleistung. Damit liegt die Gesamtleistung um rd. Mio EUR 10 unter der vorjährigen Planung. Wesentliche Ursache waren auftraggeberbedingte Verzögerungen im Projektstart und -verlauf bei einem Großprojekt. Der Jahresfehlbetrag hat sich von Mio EUR 0,2 im Vorjahr auf Mio EUR 2,9 im Berichtsjahr erhöht. Das Leistungsvolumen insgesamt war nicht ausreichend, um ein positives Jahresergebnis zu erreichen. Insbesondere belasteten der geringe Umsatz und die niedrige Rohertragsquote (im Vorjahr hohe Teilgewinnrealisierungen) das operative Ergebnis. Sonder- und Einmaleffekte aus Wertberichtigungen und Risikovorsorgen belasteten das Jahresergebnis zudem in der Größenordnung von rd. Mio EUR 1,0. Der positive Trend in der Entwicklung der Unternehmensleistung unterstreicht Agraferms Wachstumskurs. Während in den Jahren 2013 und 2014 die meisten Mitbewerber mit erheblichen Nachfragerückgängen zu kämpfen hatten, ist Agraferms Auftragseingang und Leistung kontinuierlich gestiegen. Agraferm ist als eines der ersten Unternehmen der Branche international aktiv und somit unabhängig vom deutschen Markt geworden, welcher aufgrund geänderter Gesetzgebung an Attraktivität verloren hat. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist insbesondere durch die Erhöhung der Unfertigen Leistungen und den damit korrespondierenden Erhaltenen Anzahlungen, die bilanziell nicht verrechnet wurden, gegenüber dem Vorjahr um 74 % auf Mio EUR 53,3 angestiegen. Die Eigenkapitalsituation der Gesellschaft ist durch den im Rahmen der Finanz- und Wirtschaftskrise entstandenen Jahresfehlbetrag 2009 in Höhe von Mio EUR 12,9 unverändert nachhaltig beeinträchtigt. Die Veränderung des bilanziellen Eigenkapitals resultiert aus dem Jahresfehlbetrag 2014 und der in der Hauptversammlung am 30. November 2015 zu beschließenden Kapitalerhöhung (Vergleiche hierzu im Einzelnen "5. Nachtragsbericht").
Bezogen auf die wesentlichen Vermögens- und Schuldpositionen zeigt die Vermögenslage im Vergleich zum Vorjahr folgendes Bild:
Die Finanzanlagen enthalten mit Mio EUR 1,1 (Vorjahr: Mio EUR 0,7) Anteile von 76 % an dem verbundenen Unternehmen BTA International GmbH. Der Zugang resultiert aus einer Einzahlung in die Kapitalrücklage der BTA International GmbH in Höhe von Mio EUR 0,4. Die Vorräte betreffen mit Mio EUR 40,7 in Ausführung befindliche Bauaufträge, die erhaltenen Anzahlungen von Mio EUR 39,1 resultieren aus diesen Bauaufträgen. Der Posten Forderungen enthält mit Mio EUR 1,6 Forderungen gegen Gesellschafter in Zusammenhang mit einer Kapitalerhöhung (siehe hierzu Nachtragsbericht). Weiterhin enthält dieser Posten Mio EUR 1,6 Forderungen gegen Auftraggeber. Soweit erforderlich, wurden Einzelwertberichtigungen auf diese Forderungen vorgenommen (Mio EUR 0,4). Gegen das verbundene Unternehmen BTA International GmbH bestehen Forderungen aus Darlehen und Zinsansprüchen in Höhe von Mio EUR 0,6, für die ein Rangrücktritt besteht. Die flüssigen Mittel von Mio EUR 1,7 sind in Höhe von Mio EUR 1,0 zur Absicherung von in Anspruch genommenen Avalkrediten nicht frei verfügbar. Die Rückstellungen enthalten in Höhe von Mio EUR 0,1 Vorsorgen für ausstehende Subunternehmerrechnungen und -leistungen, Mio EUR 0,3 für Verpflichtungen im Personalbereich und Mio EUR 0,7 für Gewährleistungsverpflichtungen. Das übrige Fremdkapital betrifft mit Mio EUR 5,8 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, mit Mio EUR 3,6 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie mit Mio EUR 3,1 sonstige Verbindlichkeiten. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten insbesondere abzuführende in- und ausländische Umsatzsteuer sowie mit Mio EUR 2,4 zwei Darlehen privater Investoren. nebst Zinsverpflichtungen. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind zwei Gesellschafterdarlehen und ein Darlehen gegenüber einem nahestehenden Unternehmen nebst Zinsverpflichtungen ausgewiesen, für welche in Höhe von insgesamt Mio EUR 2,1 zum 31. Dezember 2014 Rangrücktrittserklärungen abgegeben sind. Finanzlage Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr von Mio EUR -1,1 auf Mio EUR 1,3 deutlich verbessert. Dies erlaubte neben dem erweiterten Engagement in BTA International Tilgungen von Darlehen in Höhe von Mio EUR 0,3. Der positive Cashflow ist vor allem dem Wachstum in Verbindung mit cash positiven Zahlungsplänen der Projekte geschuldet. Oberstes Ziel unseres Finanzmanagements ist die Sicherstellung der Liquidität und die Begrenzung finanzieller Risiken. Bei der Annahme neuer Aufträge achten wir strikt auf einen positiven projektbezogenen Cashflow über die gesamte Laufzeit. Dennoch gehen wir regelmäßig markt- und terminbedingt mit Leistungen, insbesondere im Planungsbereich, in Vorleistung, bevor ein Auftragseingang verbucht werden kann. Die Finanzierung dieser Kosten sowie die erforderliche Deckung der weiteren Strukturkosten des Unternehmens erfordern entsprechende Anzahlungen für Neuaufträge sowie abschließende Zahlungen abgenommener Aufträge. Zum Teil konnten größere Aufträge ohne die Hingabe von Bürgschaften ausgeführt werden, was die laufende Liquidität aufgrund nicht erforderlicher Sicherheitenstellung erheblich geschont hat. Für das Geschäftsjahr 2015 rechnen wir mit einem weiter verbesserten Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit. Die Kapitalflussrechnung zeigt für das Geschäftsjahr 2014 folgendes Bild:
Avalsituation Agraferm Technologies AG nutzt einen Avalkreditrahmen, der dem Unternehmen für Vertragserfüllungs- und Mängelgewährleistungsbürgschaften zur Verfügung gestellt wird. Dieser Avalrahmen war zum Bilanzstichtag und zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts noch nicht vollständig ausgenutzt. Der entsprechend der Unternehmens- und Finanzplanung ermittelte Avalbedarf für die kommenden 12 Monate ist durch verfügbare Bürgschaftsrahmen abgedeckt. d) Finanzielle Leistungsindikatoren - Entwicklung seit 2008 Die Entwicklung der Gesellschaft seit dem Geschäftsjahr 2008 zeigt nachfolgende Kennzahlen-Übersicht:
Mit Übernahme der Geschäftstätigkeit der früheren Tochtergesellschaften in Luxemburg sind die Zahlen ab 2012, insbesondere bezogen auf Personal- und Materialaufwand, nur bedingt mit den Vorjahreswerten vergleichbar. 4. NachtragsberichtSämtliche Ereignisse seit dem Bilanzstichtag bis zur Erstellung des Jahresabschlusses sind nach bestem Wissen und Gewissen in diesen Lagebericht eingeflossen. Vor dem Hintergrund des Jahresfehlbetrags 2014 hat der Vorstand ein Maßnahmenpaket zur Erhöhung und Bereinigung des Eigenkapitals der Gesellschaft in die Wege geleitet: Die Hauptversammlung vom 30. November 2015 soll plangemäß auf der Grundlage von § 229 ff. AktG über eine vereinfachte Kapitalherabsetzung von 2:1 in Höhe von Mio EUR 1,608 und eine anschließende Kapitalerhöhung in Höhe von ebenfalls Mio EUR 1,608 beschließen. Beide Maßnahmen sind im Einklang mit den §§ 234, 235 AktG bereits in den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 eingeflossen. Damit einhergehend hat der Vorstand entsprechend den aktienrechtlichen Erfordernissen beschlossen, die Kapitalrücklage in Höhe von Mio EUR 9,641 im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 zum Ausgleich des Verlustvortrags aus dem Vorjahr aufzulösen. Die Kapitalherabsetzung und die Kapitalrücklagenauflösung wurden zur Reduzierung des Bilanzverlustes verwendet. Siehe hierzu im Einzelnen die Position 17 ff. der Gewinn- und Verlustrechnung. Ein verbundenes Unternehmen hat im Oktober 2015 für Mio EUR 0,9 eines von ihm dem Unternehmen zur Verfügung gestellten Darlehens einen Rangrücktritt erklärt. Mit Vertrag vom 2. September 2015 hat die Gesellschaft mit dem Hauptgesellschafter einen Darlehensvertrag über Mio EUR 1,5 mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2016 abgeschlossen. Zweck des Darlehens ist die Deckung etwaiger Liquiditätsbedarf. Weitere insbesondere entwicklungsbeeinträchtigende Ereignisse oder sonstige Ereignisse mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich zwischenzeitlich nicht ergeben. 5. Risiko- und Chancenberichta) Risikobericht Risikomanagementsystem In der Ausführung der Projekte ist Agraferm im Anlagenbau Risiken ausgesetzt, ohne die das unternehmerische Handeln nicht möglich wäre. Das Management von Projektrisiken ist daher wesentlicher Bestandteil des Risikomanagementsystems. Darüber hinaus bestehen Marktrisiken insbesondere im Bereich des regulativen und gesamtwirtschaftlichen Umfelds sowie des Absatz- und Beschaffungsmarktes und der Unternehmensfinanzierung. Die ständige Beobachtung der wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und das rechtzeitige Erkennen und Bewerten der einzelnen Risikofelder ist wesentliche Managementaufgabe und damit Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Versicherbare Risiken wie Montage- oder Haftpflichtrisiken sind durch ausreichende Policen abgedeckt. Mögliche Risiken werden im Zuge von Vertragsabschlüssen durch erfahrene Juristen bereits in der Akquisitionsphase analysiert und bewertet. Aufträge, die nicht kalkulierbare vertragliche oder wirtschaftliche Risiken bergen, werden nicht angenommen. Die Auswahl der Lieferanten und Subunternehmer erfolgt nach einem strengen Kriterienkatalog, der wichtige Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit wie Qualität, Zuverlässigkeit oder Bonität festlegt. Personalrisiken werden durch ein langfristig ausgerichtetes Recruiting, Maßnahmen zu Mitarbeiterbindung sowie zur Qualifizierung- und Weiterbildung abgefangen. Moderne State-of-the-Art-Hardware und Datensicherungssysteme minimieren IT-Risiken wie Datenverluste. Wesentliche Risikofelder der Gesellschaft bestehen aus Projektrisiken, dem Überschuldungs-, Finanzierungs- und Liquiditätsrisiko und damit auch aus dem grundsätzlichen Risiko der Unternehmensfortführung. Politische und rechtliche Rahmenbedingungen Als Unternehmen im Energiebereich ist die Agraferm Technologies AG von gesetzlichen Rahmenbedingungen und damit von politischen Entscheidungen abhängig. Diese Bedingungen sind von Land zu Land unterschiedlich. Agraferm beobachtet die politischen Diskussionen genau, um rechtzeitig auf Veränderungen reagieren zu können und bringt sich, wo immer möglich, mit der vorhandenen Expertise ein. Agraferm ist auf verschiedenen Märkten aktiv, dadurch wird die Abhängigkeit von einzelnen nationalen Entwicklungen für den Unternehmenserfolg so gering wie möglich gehalten. Projektrisikomanagement Die Risikoüberwachung deckt alle Stufen des Projektmanagements ab und schließt dadurch alle möglichen Risiken eines Projektes ein. Die Risikobewertung beginnt bereits bei Auftragsanfragen und prüft Auftragsvolumen, Ausschreibungs- und Vergabebedingungen, Bonität des potenziellen Auftraggebers, Terminsituationen, Finanzierungsbedarfe, eigene Kapazitäten sowie externe bei Lieferanten und Nachunternehmen. Auf der Grundlage dieser sorgfältigen Risiko- und Chancenkalkulation wird das weitere Vorgehen entschieden. Kommt es nach positiver Bewertung zur Beauftragung durch den Kunden, werden die Projekte in ein Projektcontrolling überführt und laufend hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Liquidität analysiert. Wesentliche Kennzahlen des Projektcontrollings werden regelmäßig an Entscheidungsträger und Projektverantwortliche berichtet. Das Projektcontrolling ist zentrales Instrument des Risikomanagements sowie Grundlage der Ergebnis- und Finanzplanung des Unternehmens. Projektrisiken werden, falls erforderlich, für den Jahresabschluss entsprechend berücksichtigt beziehungsweise bewertet. Risiken aus Finanzinstrumenten Währungsrisiken bestehen nur bei ausländischen Projekten, die nicht in Euro fakturiert und bei denen die wesentlichen Leistungen innerhalb des Euro-Wirtschaftsraums bezogen werden. Projekte außerhalb der europäischen Währungsunion wie zum Beispiel in Großbritannien werden entweder in Euro abgewickelt oder sind durch entsprechende Hedging-Maßnahmen abgesichert. Währungsrisiken werden daher als gering eingeschätzt. Die Gesellschaft ist seit August 2014 mit 76 % (vorher 51 %) an der BTA International beteiligt; die Gesellschaft weist in ihrem Jahresabschluss einen Beteiligungsansatz von Mio EUR 1,1 und Forderungen von Mio EUR 0,6 aus. Die BTA International GmbH weist in ihrem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 ein negatives Eigenkapital in Höhe von Mio EUR 1,4 aus, der Jahresfehlbetrag 2014 betrug Mio EUR 0,2. Der Vorstand geht auf der Grundlage der Unternehmensplanung und der seit August 2014 eingeleiteten Maßnahmen bei der BTA International GmbH davon aus, dass die Wertansätze für die Beteiligung und die Forderungen sichergestellt sind. Die Gesellschaft hat Forderungen in Höhe von insgesamt rd. Mio EUR 0,7 bilanziert, denen rechtliche Auseinandersetzungen zugrunde liegen. Nach Einschätzung des Vorstands sind diese angemessen bewertet. Überschuldungsrisiko Die Gesellschaft bilanziert zum 31. Dezember 2014 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von Mio EUR 3,0 (Vorjahr: Mio EUR 1,7). Dem gegenüber lagen vonseiten des Mehrheitsgesellschafters Rangrücktritte für Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt Mio EUR 2,1 vor. Der Vorstand plant auf der Grundlage der bisher erbrachten Leistung und der Fertigstellung und Übergabe von Projekten im verbleibenden Zeitraum bis Jahresende 2015 ein Jahresergebnis von Mio EUR 0,1. Mit einem verbundenen Unternehmen wurde im Oktober 2015 ein Rangrücktritt über Verbindlichkeiten in Höhe von Mio EUR 0,9 vereinbart. Die Agraferm Technologies AG verfügt damit plangemäß zum 31. Dezember 2015 über ein wirtschaftliches Eigenkapital von Mio EUR 0,1. Dementsprechend geht der Vorstand davon aus, dass zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses eine Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinne nicht vorliegt. Finanzierungs- und Liquiditätsrisiko In Anbetracht des großen Auftragsvolumens ist die vordringlichste Aufgabe des Vorstands, die Finanzierung der Gesellschaft zu stabilisieren und die Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Wesentliches Instrument hierfür ist die laufende operative Finanzplanung der Gesellschaft. Durch den positiven Cashflow sowohl auf Projekt- als auch auf Unternehmensebene konnten im Geschäftsjahr 2014 Liquiditätsengpässe weitgehend vermieden werden. Dem Risiko von Forderungsausfällen begegnet Agraferm durch externe Bonitätsbeurteilungen sowie Abschlagszahlungen der Kunden entsprechend der Entwicklung des Projekts. Projekte werden erst begonnen, wenn die Finanzierung des jeweiligen Projekts bestätigt ist ("financial close"). Darüber hinaus werden Anzahlungs-, Vertragserfüllungs- und Gewährleistungsbürgschaften von Lieferanten und Subunternehmern hereingenommen, um das Risiko gegenüber den Kunden zu reduzieren. Die auf Wochenbasis bis Ende Oktober 2016 erstellte Liquiditätsplanung der Gesellschaft legt geringe Liquiditätsrisiken offen, denen durch eine schriftliche Zwischenfinanzierungszusage des Hauptaktionärs bis Ende 2016 begegnet werden kann. Spätestens mit den Einzahlungen aus der in die Wege geleiteten Kapitalerhöhung entspannt sich die Liquiditätslage plangemäß erheblich. Die Finanzplanung basiert unter anderem auf nachfolgenden wesentlichen Annahmen: Auftragslage Wesentliches Element der Liquiditätsplanung bis Oktober 2016 ist die Liquiditätsplanung der Projekte. Der hohe Auftragsbestand stellt hohe Anforderungen an das Finanz- und Projektmanagement hinsichtlich der vereinbarungs- und plangemäßen Leistungsumsetzung. Die geplanten Einzahlungen und Auszahlungen aus den Projekten sind aus den Einzelfallplanungen jedes einzelnen Projekts bzw. als Erfahrungswert auf Basis bereits realisierter Projekte abgeleitet und beinhalten im Hinblick auf Chancen und Risiken den aktuellen Kenntnisstand des Vorstands. Lediglich ein noch nicht kontrahiertes Projekt ist mit einem positiven Zahlungssaldo von rd. Mio EUR 1 im gesamten Planungszeitraum enthalten. Der Vorstand erwartet den Auftragseingang bei diesem Projekt bis Ende November 2015. Die übrigen Zahlungsströme entstammen aus der laufenden und fortgeschriebenen Unternehmensplanung; sie berücksichtigen insbesondere auch die vereinbarten bzw. erwarteten Fälligkeiten bedeutender Ein- und Auszahlungen. Fälligkeit von Darlehen Der Gesellschaft wurde 2010 von einem privaten Investor ein Darlehen über Mio EUR 1,1 zu marktüblichen Bedingungen zur Verfügung gestellt. Vertragsgemäß kann das Darlehen mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten fällig gestellt werden. Eine Fälligstellung ist bisher nicht erfolgt. Der Vorstand plant die Rückzahlung des Darlehens revolvierend mit entsprechendem Vorlauf ein. Im obigen Planungszeitraum rechnet der Vorstand nicht mit einer Rückzahlung. Ein 2011 von einem privaten Investor ausgereichtes Darlehen soll plangemäß noch 2015 in Höhe von Mio EUR 0,8 rückgeführt werden. Ein aus dem Gesellschafterkreis gewährter Darlehensrahmen von Mio EUR 1,5 steht der Gesellschaft auch nach vollständiger oder teilweiser Rückführung bei Bedarf bis Ende 2016 erneut zur Verfügung. Avalkreditlinien Der Vorstand geht in seiner Planung davon aus, dass der vorhandene Avalkreditrahmen ausreichend ist. Risiko der Unternehmensfortführung Basierend auf der Liquiditätsplanung und der integrierten Finanzplanung einschließlich der dargestellten Annahmen erfolgte die Aufstellung des Jahresabschlusses unter der Annahme der Unternehmensfortführung (going concern). Die Sicherstellung der Unternehmensfortführung ist vom Eintritt der dem Finanzplan zugrunde liegenden Annahmen, insbesondere zur Leistungsentwicklung sowie zur Finanzierung, abhängig. Wir weisen darauf hin, dass Abweichungen von diesen Planungen, insbesondere aufgrund unvorhergesehener käufernachteiliger Förderbedingungen in den jeweiligen Ländern, kurzfristig weitere Maßnahmen erfordern können, um den Fortbestand der Gesellschaft zu sichern. b) Chancenbericht Chancen bieten sich grundsätzlich nicht ohne begleitende Risiken. Wichtig ist es, Risiken rechtzeitig zu erkennen, angemessen zu bewerten und mit geeigneten Maßnahmen darauf zu reagieren. Chancen müssen genutzt werden, um das Unternehmen weiterzuentwickeln und die Marktposition langfristig auszubauen. Eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Unternehmens sichert die eigene Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit in einem dynamischen Marktumfeld. Mit konkreten Unternehmenszielen wird dem Rechnung getragen. Eine wichtige Basis für den Geschäftserfolg von Agraferm bilden die Mitarbeiter, die mit ihren Ideen und Erfahrungen wesentlich zur Entwicklung neuer Strategien und Verfahrensweisen beitragen können. Der innovative Biogasanlagenbau lebt im Wesentlichen vom Know-how der Mitarbeiter. Auch durch verändernde gesetzliche Rahmenbedingungen und geringere politische Anreizsysteme, wie sie in Deutschland 2014 durch die Reform des EEG geschaffen wurden, können Chancen für Agraferm erwachsen, im Inland weiter zu agieren. Agraferm konnte die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit im Ausland auch 2014 erneut unter Beweis stellen und hat sich im Markt als feste Größe etabliert sowie das Vertrauen von Investoren und Anlagenbetreibern erarbeitet. Diese Grundlage gilt es, in Zukunft weiter auszubauen. Chancen ergeben sich grundsätzlich aus der Energiewende, das heißt dem Bestreben innerhalb der Europäischen Union, den Einsatz von Erneuerbaren Energien weiter zu forcieren. Agraferm will die sich daraus ergebenden Chancen auf internationalen Märkten nutzen und mögliche Risiken dabei sorgfältig abwägen. Im Rahmen der Exportaktivitäten werden die gesetzlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen des jeweiligen Marktes intensiv geprüft und Marktpotenziale und -volumen für die Gesellschaft realistisch bewertet. c) Ausblick für das Geschäftsjahr 2015 Agraferm agiert als innovativer Anlagenbauer im Bereich der Erneuerbaren Energien. Das deutsche Unternehmen ist seit Jahren in verschiedenen Ländern aktiv und hat vor allem mit Projekten im Ausland gezeigt, dass es das komplette Produktspektrum in der Erzeugung und Aufbereitung von Biogas zur energetischen Versorgung beherrscht. Auch im Geschäftsjahr 2015 konnte die gute Performance fortgesetzt werden. Dies belegen volle Auftragsbücher. Der Auftragsbestand beträgt bei Erstellung des Lageberichtes Mio EUR 55 und sichert die Auslastung vorhandener Kapazitäten im laufenden Geschäftsjahr und darüber hinaus ab. Zugleich ist dies die Basis für weiteres Wachstum, das Agraferm auch 2016 anstrebt. Die Ergebnisvorschau für das laufende Geschäftsjahr 2015 sieht wieder einen deutlichen Anstieg der Gesamtleistung von Mio EUR 22,2 auf Mio EUR 50,5 vor. Auch der Umsatz wird in diesem Jahr bei Mio EUR 50,0 erwartet. Grundlage hierfür sind die bereits kontrahierten Aufträge und das daraus abgeleitete Arbeitsprogramm. Korrespondierend zur Gesamtleistungsplanung und gestützt auf das darin berücksichtigte Arbeitsprogramm sieht der Forecast für 2015 einen entsprechend ansteigenden Materialaufwand von Mio EUR 40,1 vor. Der Plan-Personalaufwand liegt mit Mio EUR 4,6 trotz der Leistungserhöhung nur knapp über dem Vorjahreswert von Mio EUR 4,5. Das hochgerechnete Betriebsergebnis (EBITDA) für das Geschäftsjahr 2015 liegt bei Mio EUR 0,5. Hieraus ermittelt sich ein positives Jahresergebnis vor Steuern (EBT) von Mio EUR 0,1. Der Leistungsplanung liegen Fertigstellungsannahmen der Projekte zugrunde, die erfahrungsgemäß gerade in zeitlicher Hinsicht Unsicherheiten unterliegen können; hieraus können sich Ergebnisabweichungen ergeben. Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die die gegenwärtigen Auffassungen, Erwartungen und Annahmen der Agraferm Technologies AG widerspiegeln. Sie basieren auf Informationen, die dem Vorstand zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Die tatsächlichen künftigen Ergebnisse der Agraferm Technologies AG können daher aufgrund verschiedener Faktoren von den hier geäußerten Annahmen und Erwartungen abweichen. Zu diesen Einflussfaktoren gehören insbesondere branchen- und wettbewerbsrelevante Situationen, politische Entscheidungen und gesetzliche Änderungen. 6. AbhängigkeitsberichtDer Vorstand der Gesellschaft hat einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2014 erstellt. Dieser schließt mit folgender Erklärung des Vorstandes: "Wir erklären, dass die Gesellschaft vom 1.1 bis zum 31.12.2014 nach den Umständen, die dem Vorstand zum Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte mit verbundenen Unternehmen vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Berichtspflichtige Maßnahmen sind weder getroffen noch unterlassen worden."
Pfaffenhofen a.d. Ilm, 20. Oktober 2015 Eike Liekweg, Vorstand Vertrieb und Finanzen Heinrich Schulze Herking, Vorstand Technik und Entwicklung Bilanz zum 31. Dezember 2014Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014
Anhang für das Geschäftsjahr 2014Allgemeine AngabenVorbemerkungen zum Jahresabschluss Die Agraferm Technologies AG ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gliederungsschema nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Dem zum Abschlussstichtag negativen bilanziellen Eigenkapital von Mio EUR 3,0 stehen zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses Rangrücktrittserklärungen über insgesamt Mio EUR 2,1 auf Darlehen verbundener Unternehmen gegenüber. Im Oktober 2015 wurde mit einem verbundenen Unternehmen ein weiterer Rangrücktritt über Mio EUR 0,9 vereinbart. Wir verweisen in diesem Zusammenhang ergänzend auf die ausführlichen Erläuterungen im Lageberichtsabschnitt "5. Risiko-und Chancenbericht". Eine Übersicht über die Beteiligungen befindet sich in den Erläuterungen zum Anlagevermögen. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten und Anschaffungsnebenkosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen gemäß der voraussichtlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Anlagegüter, angesetzt. Abschreibungen auf abnutzbare Anlagengegenstände wurden nach der linearen Methode und zeitanteilig vorgenommen. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 410 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung wurden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Bei den Vorräten erfolgt die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelswaren mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten zum Bilanzstichtag. Auf Bestände mit geringer Verwertbarkeit werden entsprechende Abschläge vorgenommen. Die Bewertung der in Ausführung befindlichen Bauaufträge erfolgt mit ihren Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert. In den Herstellungskosten sind alle direkt zurechenbaren Kosten enthalten. Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Gemeinkosten im Sinne des § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB sind in der handelsrechtlich zulässigen Höhe, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, einbezogen. Vorhersehbare Verluste bei unfertigen Baustellen werden mit dem Ziel der verlustfreien Bewertung durch Bewertungsabschläge oder der Bildung von Rückstellungen berücksichtigt. Eine Gewinnrealisierung findet grundsätzlich erst bei Abnahme der Leistungen statt. Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr Teilgewinnrealisierungen bei langfristigen Großaufträgen vorgenommen. Dabei wurde grundsätzlich entsprechend dem Fertigstellungsgrad des einzelnen Projekts der auf die budgetierten Planungs-, Ingenieurs- und Inbetriebnahmeleistungen entfallende Projekterfolg realisiert. Die Teilgewinnrealisierungen wirkten sich mit einem positiven Ergebnisbeitrag von Mio EUR 0,5 aus. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten oder Nennwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen angemessen berücksichtigt. Die eingeforderten, noch ausstehenden Kapitaleinlagen entsprechen dem Gesamtausgabebetrag der neu zu zeichnenden Stückaktien (EUR 1 je Stückaktie). Die flüssigen Mittel werden zum Nennbetrag angesetzt. Barmittel sind in Höhe von TEUR 1.000 (Vorjahr: TEUR 1.255) an Banken und Versicherungen als Sicherheit für an Kunden ausgereichte Vertragserfüllungs- und Mängelgewährleistungsbürgschaften verpfändet. Die Bilanzierung der aktiven und passiven Abgrenzungsposten erfolgt zeitanteilig. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Bilanzansätzen ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des Ertragsteuersatzes von ca. 30 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr ergab sich, wie im Vorjahr, insgesamt ein - nicht bilanzierter - Überhang an aktiver latenter Steuer. Der Bilanzausweis des Eigenkapitals berücksichtigt zulässigerweise (§§ 234, 235 AktG) bereits die in die Wege geleiteten Kapitalmaßnahmen der sog. vereinfachten Kapitalherabsetzung mit anschließender Kapitalerhöhung. Die Rückstellungen sind entsprechend den erkennbaren Risiken in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bemessen. Langfristige Rückstellungen bestehen wie im Vorjahr nicht; die pauschal ermittelten Rückstellungen für Gewährleistungen bestehen für Risiken, deren Eintrittszeitraum im Einzelfall auch nach Ablauf eines Jahres liegen kann. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Erhaltenen Anzahlungen werden netto (ohne USt) ausgewiesen. Aufwendungen und Erträge werden periodengerecht abgegrenzt. Angaben zur Bilanz1. Anlagevermögen Die Finanzanlagen beinhalten Anteile der Agraferm Technologies AG an verbundenen Unternehmen sowie Beteiligungen an Projektgesellschaften. Die Erleichterungsvorschrift des § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB wurde für die weitgehend inaktiven Gesellschaften in Anspruch genommen.
Die außerplanmäßige Abschreibung auf Finanzanlagen im Berichtsjahr betrifft die Anteile an der Agraferm Technologies Luxembourg Sarl. Die Erhöhung der Beteiligungen resultiert aus dem Kauf von weiteren Anteilen an der BTA International GmbH (zzgl. Einzahlung in die Kapitalrücklage) und an der Energia Futura S.r.l (vormals Agraferm Italia S.r.l.). Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens ist in nachfolgendem Anlagespiegel dargestellt:
2. Vorräte Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr zwei Projekte unter Ansatz des anteiligen Gewinns bewertet (Teilgewinnrealisierung). Die im Geschäftsjahr ergebniswirksame Differenz zur Bewertung mit den Herstellungskosten betrug dabei insgesamt Mio EUR 0,5. Aktivierungsfähige Fremdkapitalkosten aus der Finanzierung längerfristiger Projekte ergaben sich im Jahresabschluss nicht. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Sämtliche ausgewiesenen Forderungen haben - wie im Vorjahr - Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen ausgereichte Darlehen. Darüber hinaus betrifft der Ausweis Forderungen aus laufenden Verrechnungen. Die Eingeforderten, noch ausstehenden Kapitaleinlagen stehen im Zusammenhang mit den in die Wege geleiteten Kapitalmaßnahmen (hier: § 235 AktG). In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Erstattungsansprüche, Darlehensforderungen sowie Umsatzsteuererstattungsansprüche ausgewiesen. 4. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft vorausbezahlte Aufwendungen des nächsten Geschäftsjahres, insbesondere für Versicherungen. 5. Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital beträgt gegenüber dem Vorjahr unverändert EUR 3.216.501 und ist eingeteilt in 3.216.501 nennwertlose vinkulierte Namens-Stückaktien. In der ordentlichen Hauptversammlung vom 18.09.2012 wurde ein genehmigtes Kapital von EUR 1.600.000 geschaffen. Der Vorstand wurde dabei ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 31.08.2017 einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 1.600.000 durch die Angabe von bis zu 1.600.000 auf den Namen lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Aus dem genehmigten Kapital wurde mit Beschluss vom 29. September 2015 und Eintrag ins Handelsregister am 8. Oktober 2015 das Gezeichnete Kapital um EUR 1,00 erhöht. Das verbleibende genehmigte Kapital beträgt EUR 1.599.999,00. Die Hauptversammlung vom 30. November 2015 soll plangemäß auf der Grundlage von § 229 ff. AktG über eine vereinfachte Kapitalherabsetzung von 2:1 durch Zusammenlegung von Namensstückaktien in Höhe von EUR 1.608.251,00 und eine anschließende Kapitalerhöhung in Höhe von ebenfalls EUR 1.608.251,00 beschließen. Beide Maßnahmen sind im Einklang mit den §§ 234, 235 AktG bereits in den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 eingeflossen. Damit einhergehend hat der Vorstand entsprechend den aktienrechtlichen Erfordernissen beschlossen, die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 9.640.566,00 im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 zum Ausgleich des Verlustvortrags aus dem Vorjahr aufzulösen. 6. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Subunternehmerrechnungen, Gewährleistungsrisiken sowie Verpflichtungen im Personalbereich. 7. Verbindlichkeiten In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verpflichtungen gegenüber Lieferanten und Subunternehmern bilanziert. Die erhaltenen Anzahlungen beinhalten Anzahlungen von Auftraggebern für in Bau befindliche Aufträge (unfertige Leistungen). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit Mio EUR 3,5 drei gewährte Darlehen nebst aufgelaufenen Zinsen, für die aktuell insgesamt zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses Rangrücktritte in Höhe von Mio EUR 3,0 vorliegen. Soweit für die Verbindlichkeiten keine Rangrücktritte vorliegen, sind diese - wie im Vorjahr - kurzfristig. Die Sonstigen Verbindlichkeiten betreffen:
Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.447 sind formal kurzfristig. Der Vorstand geht aber gestützt auf mit den Darlehensgebern geführte Gespräche in seinen Planungen davon aus, dass die Darlehensgeber bereit sind, die Darlehen der Gesellschaft auch längerfristig zur Verfügung zu stellen. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich nach regionalen Gesichtspunkten wie folgt:
2. Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen weisen wir im Wesentlichen laufende Erträge aus Verrechnung von Serviceleistungen und Mieten aus. 3. Personalaufwand Personalaufwand
Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen TEUR 54 (Vorjahr: TEUR 85). 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die nicht zu anderen Aufwandsarten gehörenden Verwaltungs- und Betriebsaufwendungen, Versicherungsprämien, Mieten, Gebühren, Aufwendungen für Dienstleistungen und Beratungen sowie Vertriebsaufwendungen zusammengefasst. 5. Beteiligungserträge, Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die Beteiligungserträge betreffen in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 39) das in Abwicklung befindliche verbundene Unternehmen Agraferm Technologies Luxembourg Sarl. Die Position sonstige Zinsen und ähnliche Erträge enthält Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 14). 6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthält Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 259 (Vorjahr: TEUR 178). 7. Periodenfremde Aufwendungen Sondereffekte aus Wertberichtigungen und Risikovorsorgen belasten das Jahresergebnis in der Größenordnung von rd. Mio EUR 0,9. Sonstige Angaben1. Haftungsverhältnisse Mit Vertrag vom 08.08.2014 übernahm die Gesellschaft eine harte Patronatserklärung in Höhe von TEUR 250 für eine ihrer Tochtergesellschaften. Eine Inanspruchnahme war zum 31.12.2014 nicht gegeben und steht auf der Grundlage der Planungen der Tochtergesellschaft auch nicht zu gewärtigen. Weiter bestehen Rangrücktritte für (nicht wertberichtigte) Forderungen gegen eine Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 554. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden voraussichtliche Zahlungsverpflichtungen aus Leasing- und Mietrechtsverhältnissen in Höhe von TEUR 1.890 (Vorjahr:
TEUR 1.884). Die zugrunde liegenden Verträge laufen bis längstens 2023. 3. Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG Mit Schreiben vom 24.05.2011 hat uns die Hallertauer Grund und Boden GmbH, Pfaffenhofen a.d. Ilm, gemäß § 20 Abs. 1 und 4 AktG mitgeteilt, dass ihr mehr als der vierte Teil und mehr als die Hälfte der Aktien der Agraferm Technologies AG unmittelbar gehören. Ferner hat sie uns mitgeteilt, dass ihr gemäß § 16 Abs. 4 AktG auch Aktien unserer Gesellschaft zuzurechnen sind, die der von ihr abhängigen Golden Venture GmbH, Pfaffenhofen a.d. Ilm, gehören. Mit Schreiben vom 15.10.2005 und 25.05.2011 hat uns die TREND Immobilien GmbH, Pfaffenhofen a.d. Ilm, gemäß § 20 Abs. 1 und 4 AktG mitgeteilt, dass ihr mehr als der vierte Teil und mehr als die Hälfte der Aktien unserer Gesellschaft mittelbar gehören, da ihr die Beteiligungen der von ihr abhängigen Hallertauer Grund und Boden GmbH sowie der Golden Venture GmbH, beide Pfaffenhofen a.d. Ilm, an unserer Gesellschaft gemäß § 16 Abs. 4 AktG zuzurechnen sind. Mit Schreiben vom 25.05.2011 hat uns Herr Johann Baierl lediglich vorsorglich für den Fall, dass er als Unternehmen im Sinne des § 20 AktG zu qualifizieren sein sollte, gemäß § 20 Abs. 1 und 4 AktG mitgeteilt, dass ihm mehr als der vierte Teil und mehr als die Hälfte der Aktien unserer Gesellschaft mittelbar gehören, da ihm die Beteiligungen der von ihm abhängigen TREND Immobilien GmbH bzw. Hallertauer Grund und Boden GmbH und Golden Venture GmbH, alle Pfaffenhofen a.d. Ilm, gemäß § 16 Abs. 4 AktG zuzurechnen sind. 4. Vorstand und Aufsichtsrat der Agraferm Technologies AG Vorstand
Die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands sowie des im Berichtsjahr ausgeschiedenen Vorstandsmitglieds unterbleibt in Übereinstimmung mit § 286 Abs. 4 HGB. Aufsichtsrat
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Berichtsjahr TEUR 36. 5. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2014 waren bei der Agraferm Technologies AG durchschnittlich 65 (Vorjahr: 68) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ohne Organmitglieder) beschäftigt. Zum 31.12.2014 waren dies 60 (Vorjahr: 65) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auszubildende waren nicht beschäftigt. 6. Ergebnisverwendung Der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 2.906 geht nach den handels- und aktienrechtlichen Vorschriften zusammen mit dem Verlustvortrag in Höhe von TEUR 14.559 und den Erträgen aus den unter Punkt "Angaben zur Bilanz, 5. Eigenkapital" dargestellten Maßnahmen in den Bilanzverlust ein. Der Bilanzverlust von TEUR 6.216 wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Pfaffenhofen a.d. Ilm, den 20. Oktober 2015 Agraferm Technologies AG Der Vorstand Eike Liekweg Heinrich Schulze Herking Unter der Bedingung, dass die im Jahresabschluss berücksichtigte vereinfachte Kapitalherabsetzung mit anschließender Kapitalerhöhung beschlossen und im Handelsregister eingetragen wird, erteilen wir den nachstehenden Bestätigungsvermerk: Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Agraferm Technologies AG, Pfaffenhofen a.d. Ilm, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Agraferm Technologies AG, Pfaffenhofen a.d. Ilm, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir pflichtgemäß auf die Ausführungen des Vorstands im Lageberichtsabschnitt "5. Risiko- und Chancenbericht" hin. Dort ist dargelegt, dass dem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses entsprechende qualifizierte Rangrücktrittserklärungen gegenüberstehen. Darüber hinaus wird erläutert, dass die Finanzplanung der Gesellschaft Liquiditätsrisiken offengelegt hat, denen durch eine Zwischen-finanzierungszusage des Hauptaktionärs mit Geltung bis zum 31. Dezember 2016 begegnet wurde. Die Sicherstellung der Unternehmensfortführung ist vom Eintritt der dem Finanzplan zugrunde liegenden Annahmen, insbesondere zur Leistungsentwicklung sowie zur Finanzierung abhängig. Der Vorstand weist darauf hin, dass Abweichungen von diesen Planungen, insbesondere aufgrund käufernachteiliger Förderbedingungen in den Ländern, in denen die Gesellschaft tätig ist, kurzfristig weitere Maßnahmen erfordern könnten, um den Fortbestand der Gesellschaft zu sichern. Entsprechendes gilt für den Fall, dass sich Risiken in Forderungen bzw. Beteiligungsansätzen in ungeplantem Umfang manifestieren sollten.
München, den 21. Oktober 2015 Deloitte
& Touche GmbH
Klinger, Wirtschaftsprüfer Nandico, Wirtschaftsprüfer |
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