Sudarshan Europe Management GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit chemischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Luis Olavarria seit 24.2.2026 | Prokura |
Maria Pollick seit 14.7.2025 | Prokura |
Hamza Sohail Mirza seit 23.6.2025 | Prokura |
Robert Karl-Ludwig Kolb seit 31.3.2025 | Prokura |
Kay Zwingenberger seit 1.10.2024 | Prokura |
Sandy Zühlke-Bauer seit 30.7.2024 | Prokura |
Monika Beckmann seit 7.5.2024 | Vorstandsmitglied |
Thorsten Dr. Posner seit 7.5.2024 | Prokura |
Michael Härtling seit 11.3.2024 | Prokura |
Fabian Dr. Grimm seit 11.3.2024 | Prokura |
Madlen Neumann seit 11.3.2024 | Prokura |
Frank Grom seit 1.8.2023 | Prokura |
Kerstin Müller seit 10.7.2023 | Prokura |
Eugenio Franco Saraullo seit 23.5.2023 | Prokura |
Steffen Dr. Hofacker seit 30.1.2023 | Prokura |
Giancarlo Rossi seit 30.1.2023 | Prokura |
Matthias Saxer seit 18.1.2023 | Vorstandsmitglied |
Michael Dr. Hartmann seit 13.1.2023 | Prokura |
Andreas Butz seit 13.1.2023 | Prokura |
Karina Heimbach seit 12.9.2022 | Prokura |
Guido Appl seit 26.11.2021 | Prokura |
Markus Schmidl seit 2.7.2021 | Prokura |
Markus Sonnentag seit 20.5.2021 | Prokura |
Marco Sposini seit 23.10.2020 | Prokura |
Veronika Scherm seit 26.2.2020 | Prokura |
Andreas Dr. Werner seit 11.9.2019 | Prokura |
Markus Glatt seit 11.9.2019 | Prokura |
Andreas Dr. Fischbach seit 20.3.2019 | Prokura |
Ulrich Menzl seit 25.1.2019 | Prokura |
Martin Büllesbach seit 25.1.2019 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Clariant SEFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 20231. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell und Strategie 1.2 Wichtige Ereignisse 1.3 Steuerungssystem 2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf 2.1 Wirtschaftliche Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland 2.2 Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr 2.3 Entwicklung der Clariant SE im abgelaufenen Geschäftsjahr 3. Lage des Unternehmens 3.1 Ertragslage 3.2 Vermögens- und Finanzlage 3.2.1 Investitionen / Desinvestitionen (immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen) 3.2.2 Bilanzstruktur 3.2.3 Finanzierung 4. Mitarbeitende 5. Chancen- und Risikenbericht 5.1 Chancen- und Risikomanagement 5.2 Allgemeine Geschäftschancen/-risiken 5.3 Risiken und Chancen aus der digitalen Vernetzung 5.4 Leistungserstellungs- und Beschaffungsrisiken 5.5 Finanzwirtschaftliche Risiken 6. Prognosebericht 6.1 Gesamtwirtschaftliches und branchenwirtschaftliches Umfeld 6.2 Prognose für die Clariant SE 7. Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289f HGB) 8. Dank an die Mitarbeitenden 1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell und Strategie Die Clariant SE, Frankfurt am Main, ist eine Tochtergesellschaft der Clariant Verwaltungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main. Sie ist als Verkaufskommissionärin für einen bedeutenden Teil der europäischen Clariant-Produktionsgesellschaften in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien, Schweden und der Schweiz tätig. Die Gesellschaft bedient den europäischen Markt für die folgenden zwei Business Units (BUs):
Für die Business Unit Catalysts wird das Europageschäft direkt aus der jeweiligen europäischen Produktionsgesellschaft bedient. Über die Clariant SE werden des Weiteren Service-Aktivitäten wie Finanzen, Personal, IT, Recht, Kommunikation und Sales Support für europäische Clariant-Gesellschaften erbracht. Damit sind die europäischen Vertriebsaktivitäten der genannten Business Units sowie größere Teile der europaweiten Dienstleistungen des Clariant-Konzerns in einer Gesellschaft gebündelt. Die Clariant SE hat neben dem Stammhaus in Deutschland Zweigniederlassungen in zehn europäischen Ländern eingerichtet. Im Einzelnen in:
Für die von ihr erbrachten Verkaufsaktivitäten erhält die Clariant SE als Vergütung eine Verkaufskommission, die sich am vermittelten Umsatz mit Drittkunden bemisst, sowie Service-Gebühren, die als Mark-up auf die verrechneten Kosten für die Service-Leistungen berechnet werden. 1.2 Wichtige Ereignisse Bei den wesentlichen Geschäftsvorfällen des Geschäftsjahres 2023 in der Clariant SE handelt es sich vor allem um folgende Vorgänge: In der Clariant SE kam es im Rahmen der neuen strategischen Ausrichtung im Konzern und der damit verbundenen Reorganisation zu Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 4,8 Mio. Euro. Die Rückstellungen betreffen im Wesentlichen den Abbau von insgesamt 13 Stellen im deutschen Headquarter und in den Niederlassungen (Schweiz, Frankreich und Spanien). Das Abbauprogramm läuft plangemäß. Ein Teil der im Jahr 2023 neu angestoßenen Maßnahmen ist bereits zum Jahresende umgesetzt. Der Verkauf des Quats Business der Clariant Produkte (Deutschland) GmbH an die Global Amines Germany GmbH wirkte sich auch auf das Business Lease mit der Clariant SE aus. Ein Verkaufsvolumen in einer Größenordnung von 60 Mio. Euro ist vom Verkauf betroffen und reduziert den Umsatz des Kommissionsgeschäfts p.a. zukünftig entsprechend. 1.3 Steuerungssystem Die Steuerung der Geschäfte erfolgt bei Clariant im Konzern in einer eigenen Managementstruktur und nicht für einzelne Gesellschaften. Die Steuerung erfolgt pro Geschäftsbereich bzw. Business Unit. Die Steuerungsgrößen basieren im Konzern auf IFRS und können auf die Einzelgesellschaft Clariant SE nicht unmittelbar angewendet werden, da für diese allein HGB als lokale Rechnungslegungsgrundsätze relevant ist. Zwischen IFRS und HGB bestehen im Ansatz und in der Bewertung bei diversen Bilanzposten Unterschiede, was die Ergebnisse in den Perioden unterschiedlich beeinflusst. Die Abgrenzung und Definition der Umsätze im Clariant-Konzern sind anders als in der Clariant SE. Das Ergebnis der Clariant SE ist gleichfalls nicht mit den relevanten Ergebnisgrößen aus dem Managementreporting im Konzern vergleichbar. Die Clariant SE ist Kommissionärin und stellt Serviceleistungen innerhalb des Konzerns bereit. Sie erhält als Vergütung eine Kommission auf das für die europäischen Produktionsgesellschaften an Drittkunden vermittelte Umsatzvolumen beziehungsweise eine Marge auf die den Serviceleistungen zugrundeliegenden Kosten. Somit umfasst der Umsatz der Clariant SE entsprechend Kommissions- und Serviceumsatz. Er unterscheidet sich definitorisch grundsätzlich von dem im Konzern verwendeten Umsatzbegriff, der ausschließlich den Umsatz mit Drittkunden zugrunde legt und nach IFRS ermittelt wird. Das Ergebnis der Clariant SE hängt direkt von der Vergütungsstruktur als Kommissionärin und als Clariant-interner Serviceprovider ab. Der im Jahresabschluss der Clariant SE nach HGB dargestellte Umsatz aus Kommissionen und aus Clariant-internen Services wird deshalb als Steuerungsgröße in der vorliegenden Berichterstattung zugrunde gelegt. Damit besteht zwischen Lagebericht und Jahresabschluss Identität bei den verwendeten Kennzahlen, was sich positiv auf die Aussagekraft des Jahresabschlusses im Kontext mit dem Lagebericht auswirkt. Als Ertragsindikator wird darüber hinaus das Ergebnis aus Betriebstätigkeit unmittelbar aus der Gewinn- und Verlustrechnung verwendet, das aufgrund der Vergütungsstruktur im Wesentlichen vom Umsatzvolumen mit Drittkunden getrieben wird. 2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf 2.1 Wirtschaftliche Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland und Europa Die deutsche Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt) hat sich gemäß der im Januar 2024 veröffentlichten Berichterstattung des Statistischen Bundesamt um 0,3 % im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Eine Erholung der deutschen Wirtschaft hat sich seit dem Corona-Jahr 2020 nicht eingestellt; im Vergleich zu 2019 ist das BIP 2023 sogar um 0,7 % höher. Das nach wie vor hohe Preisniveau dämpft deutlich die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Die Produktion sank insbesondere in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie. Ein leichtes Plus konnte das Baugewerbe im Jahr 2023 preisbereinigt von 0,2 % erreichen. Dieses war aber durch weiterhin hohe Baukosten, Fachkräftemangel und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen belastet. Stützend wirkten sich hingegen die meisten Dienstleistungsbereiche aus, wobei insgesamt in diesem Bereich die preisbereinigte Bruttowertschöpfung auch leicht um 0,1 % zurückging. Dies lag vor allem am Handel, Verkehr und dem Gastgewerbe (-1,0 %), wohingegen der Bereich Information und Kommunikation wachsen konnte (+2,6 %). Private und staatliche Konsumausgaben nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 bzw. 1,7 % preisbereinigt ab. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Konsumgüter. Im öffentlichen Bereich spielte der Wegfall der staatlich finanzierten Corona-Maßnahmen eine entscheidende Rolle, die in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt hatten. Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %, wohingegen in Ausrüstungen (Maschinen, Geräte und Fahrzeuge) verstärkt investiert wurde (3,0 %). Der Arbeitsmarkt zeigte sich weiterhin robust. Die Erwerbstätigenzahl stieg um 0,7 % bzw. 333.000 Personen auf 45,9 Millionen und war damit so hoch wie niemals zuvor. Der Anstieg geht unter anderem auf die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte sowie eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung zurück, und fand fast ausschließlich in Dienstleistungsbereichen statt. Auf Basis der deutschen Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 konnten die öffentlichen Haushalte das staatliche Finanzierungsdefizit auf Basis der vorläufigen Berechnungen (Stand: Januar 2024) um 14 Milliarden Euro auf rund 83 Milliarden Euro reduzieren und es erreichte damit eine Defizitquote von 2,0 %. Diese Quote liegt deutlich unterhalb der Quoten der letzten drei Jahre und auch unterhalb des europäischen Referenzwertes von 3,0 % aus dem Stabilitäts- und Wachstumspaket, der allerdings für das Jahr 2023 ausgesetzt war. Im Jahr 2023 erfolgten zwar ebenfalls umfangreiche Zahlungen für die Gas- und Strompreisbremse, es entfielen aber unter anderem größtenteils die Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, wie Tests und Impfstoffe, was insgesamt die Finanzierungsbasis wieder stabilisiert hat und zu dem positiven Ergebnis bei der Defizitquote führte. In der EU und damit (neben Deutschland) in weiteren Kernmärkten der Clariant SE drosselten im Jahr 2023 nahezu alle Branchen die Produktion - teilweise erheblich. Das Vorjahresniveau wurde fast überall verfehlt. Trotz sinkender Energiepreise blieb die Wettbewerbsposition der energieintensiven Industrien schlecht. Der schwache private Konsum führte bei den konsumnahen Industrien zu Produktionsdrosselungen. Die steigenden Zinsen bremsten die Investitionsgüterindustrien. Zuletzt kam auch der Erholungsprozess in der Automobilindustrie zum Erliegen, wenngleich das Vorjahr hier noch deutlich übertroffen werden konnte. Die Nachfrage nach chemischen Erzeugnissen zeigte auch im europäischen Kontext keine Dynamik. Die Chemieproduktion der EU entwickelt sich seit Ende 2020 eher seitwärts statt aufwärts. Die weiterhin hohen Energie- und Rohstoffkosten führten bei den Produktionsdrosselungen im Jahr 2023 zu keiner Trendwende. Die Produktion stagnierte auf niedrigem Niveau. (VCI, Business worldwide, Dezember 2023). 2.2 Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr Die Lage der chemisch-pharmazeutische Industrie in Deutschland blieb auch zum Jahresende 2023 schwierig. Das Produktionsniveau verharrte weiterhin auf einem Tiefpunkt und die Kunden im In- und Ausland hielten sich mit Bestellungen weiterhin zurück. Die Erzeugerpreise und der Branchenumsatz sanken. Trotz zurückgehender Energie- und Rohstoffpreise verblieben diese nach wie vor auf einem hohen Niveau und belasteten die Geschäfte zusammen mit den mangelnden Aufträgen. Kostenstrukturmaßnahmen in der Chemie- und Pharmabranche gewannen deshalb weiter an Bedeutung, was auch die Schließung von einzelnen Geschäftsfeldern wie auch die Verlagerung von Investitionen ins Ausland nach sich gezogen hat (VCI-Quartalsbericht 3.2023). Gemäß dem Branchenverband der chemischen Industrie in Deutschland kam für das Jahr 2023 ein Produktionsrückgang von 8 % zum Tragen und es war ein Rückgang von 12 % beim Branchenumsatz zu verzeichnen. Der Wert der Aus- und Einfuhren chemischer und pharmazeutischer Produkte lag auch im Dezember 2023 deutlich unter dem des Vorjahreswertes. Die Ausfuhren wie auch die Einfuhren sanken im Vorjahresvergleich für alle Chemiesparten. Ausfuhrseitig war besonders stark der Bereich Anorganika betroffen und bei den Einfuhren bildete die Petrochemie das Schlusslicht. 2.3 Entwicklung der Clariant SE im abgelaufenen Geschäftsjahr Die Umsatzentwicklung lag im Geschäftsjahr 2023 mit 112,3 Mio. Euro unterhalb des Vorjahresniveaus von 122,5 Mio. Euro. Der Rückgang bei den Umsätzen ist vor allem konjunkturell bedingt und hohe Lagerbestände bei Kunden aus der Corona-Zeit haben höchstwahrscheinlich eine Rolle gespielt, die einen Neukauf im Jahresverlauf 2023 verzögert haben. Die Kommissionserlöse reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Mio. Euro, die Erlöse aus Services gingen um 6,5 Mio. Euro zurück. Im Vorjahr waren in den Erlösen aus Services noch Erlöse aus Dienstleistungen enthalten, die nach den Verkäufen von Business Units nur übergangsweise an die verkauften Geschäftsbereiche erbracht worden waren. Den Ergebnisbeiträgen in den beiden Geschäftsbereichen (Kommissionstätigkeit und Services) liegen unterschiedliche Abrechnungsmodalitäten zugrunde. Für die Kommissionstätigkeit basiert die Höhe der Kommissionsrate auf einer zu erzielenden Marge, die sich aus der Drittvergleichsermittlung ergibt. Die Servicetätigkeiten werden zu Kosten plus Gewinnaufschlag verrechnet. Die Clariant SE vermittelte im Geschäftsjahr für die acht Produktionsgesellschaften in Europa ausschließlich Umsätze mit Drittkunden in Höhe von 1.266,1 Mio. Euro (Vorjahr: 1.579,9 Mio. Euro) und erzielte dadurch auch gegenüber dem Vorjahr niedrigere Erlöse aus dem Kommissionsgeschäft in Höhe von 62,3 Mio. Euro (Vorjahr: 66,1 Mio. Euro). Der zu vorsichtig geplante Prognosewert von rund 50,0 Mio. Euro konnte demgegenüber überschritten werden. Mit Services wurden Umsätze in Höhe von 50,0 Mio. Euro (Vorjahr: 56,4 Mio. Euro) erzielt, damit konnte der Planwert von 50,0 Mio. Euro genau getroffen werden. Der gegenüber dem Vorjahr gesunkene Wert begründet sich insbesondere mit den Dienstleistungen an Dritte, die übergangsweise nur noch im Vorjahr an verkaufte Geschäftsbereiche erbracht worden waren. Sowohl die Vertriebs- als auch die Dienstleistungseinheiten der Clariant SE waren damit insgesamt im Geschäftsjahr 2023 wie im Vorjahr gut ausgelastet. 3. Lage des Unternehmens 3.1 Ertragslage Das Ergebnis aus Betriebstätigkeit stieg um 4,2 Mio. Euro auf 30,7 Mio. Euro und übertraf damit das sehr verhalten gesteckte Ziel von rund 14,0 bis 16,0 Mio. Euro. Anders als in der Prognose zu Grunde gelegt und im Vorjahr enthalten, kamen Sondereffekte zum Tragen bzw. waren nicht mehr, wie im Vorjahr, enthalten. Zum einen sind Erlöse aus der Veräußerung von Kundenlisten angefallen bzw. es gab keine weitere signifikante Bewertungseffekte bei den Pensionsrückstellungen wie es im Vorjahr der Fall war. Den um 10,2 Mio. Euro gesunkenen Umsatzerlösen standen um 10,9 Mio. Euro niedrigere Herstellungskosten gegenüber, so dass sich das Bruttoergebnis vom Umsatz um 0,7 Mio. Euro auf 28,8 Mio. Euro erhöhte. Die Verwaltungskosten betragen 3,1 Mio. Euro und sind somit knapp unter dem Vorjahresniveau. Dem Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um 3,1 Mio. Euro stand ein Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 0,2 Mio. Euro gegenüber. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im aktuellen Jahr einen Gewinn aus der Veräußerung von Kundenlisten in Höhe von 2,3 Mio. Euro. Das Zinsergebnis ist mit 3,8 Mio. Euro höher als im Vorjahr (-0,3 Mio. Euro). Ursächlich dafür sind hauptsächlich gestiegene Zinserträge aus verbundenen Unternehmen für Cashpooling bei einem insgesamt gestiegenen Zinsniveau. Der Steueraufwand des Geschäftsjahres 2023, der wie im Vorjahr aus der Ertragsbesteuerung der steuerlichen Ergebnisse der Betriebsstätten resultiert, lag bei 5,2 Mio. Euro (Vorjahr: 4,4 Mio. Euro), so dass das Ergebnis nach Steuern 29,4 Mio. Euro (Vorjahr: 21,9 Mio. Euro) betrug. Es wurde in voller Höhe an die Gesellschafterin Clariant Verwaltungsgesellschaft mbH im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages abgeführt. 3.2 Vermögens- und Finanzlage 3.2.1 Investitionen / Desinvestitionen (immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen) Im Geschäftsjahr wurden 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro) in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände investiert. Demgegenüber sind Anlagenabgänge mit Anschaffungswerten in Höhe von 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro) zu verzeichnen. Die Abschreibungen im aktuellen Geschäftsjahr betrugen insgesamt 0,8 Mio. Euro (Vorjahr: 1,0 Mio. Euro) und lagen auf dem Niveau des Vorjahres. 3.2.2 Bilanzstruktur Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 % bzw. um 1,6 Mio. Euro auf 141,9 Mio. Euro gesunken. Dabei reduzierte sich das Anlagevermögen um 0,8 Mio. Euro. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme bzw. die Anlagenintensität hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um 0,5 %-Punkte auf 2,8 % reduziert. Das Umlaufvermögen verzeichnete einen Rückgang von 0,9 Mio. Euro und beträgt damit zum Bilanzstichtag 137,2 Mio. Euro im Vergleich zu 138,1 Mio. Euro im Vorjahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um 5,6 Mio. Euro auf 116,3 Mio. Euro gestiegen, davon entfallen 102,7 Mio. Euro auf das Cashpool-Guthaben mit der Clariant Verwaltungsgesellschaft mbH und 0,9 Mio. Euro auf das Cashpool-Guthaben mit der Clariant International AG / Muttenz, CH. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen ist allerdings ein Rückgang um 3,6 Mio. Euro auf 18,1 Mio. Euro zu verzeichnen. Der Posten enthält im Wesentlichen Ansprüche gegen Drittkunden aus der Tätigkeit der Gesellschaft als Kommissionärin sowie Steuerforderungen. Das Guthaben bei Kreditinstituten ist von 5,6 Mio. Euro auf 2,8 Mio. Euro gesunken. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist mit 0,6 Mio. Euro zum Vorjahreswert gleichgeblieben und enthält vor allem vorausgezahlte Versicherungsprämien. Bei einem gleichbleibenden Eigenkapital von 8,4 Mio. Euro und einer leicht reduzierten Bilanzsumme ergibt sich eine gleichbleibende Eigenkapitalquote von 5,9 % (Vorjahr: 5,9 %). Der im Geschäftsjahr erzielte Jahresüberschuss in Höhe von 29,4 Mio. Euro (Vorjahr: 21,9 Mio. Euro) ist aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Die Rückstellungen in Höhe von 77,3 Mio. Euro (Vorjahr: 83,1 Mio. Euro) enthalten im Wesentlichen Pensionsverpflichtungen in Höhe von 51,4 Mio. Euro (Vorjahr: 51,4 Mio. Euro) sowie sonstige Rückstellungen in Höhe von 23,1 Mio. Euro (Vorjahr: 29,1 Mio. Euro). Bei den sonstigen Rückstellungen reduzierten sich die mitarbeiterbezogenen Verpflichtungen um 1,2 Mio. Euro und die Restrukturierungsrückstellungen reduzierten sich um 4,0 Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten von 56,2 Mio. Euro (Vorjahr: 52,0 Mio. Euro) stellen 39,6 % (Vorjahr: 36,2 %) der Bilanzsumme dar. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um 9,1 Mio. Euro, während sich die sonstigen Verbindlichkeiten um 4,5 Mio. Euro auf 12,3 Mio. Euro reduzierten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen fielen mit 1,7 Mio. Euro (Vorjahr: 2,1 Mio. Euro) ebenfalls niedriger aus; Veränderungen zum Vorjahr sind stichtagsbedingt. 3.2.3 Finanzierung Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt wie im Vorjahr neben den Eigenmitteln (8,4 Mio. Euro) überwiegend durch Rückstellungen (77,3 Mio. Euro; Vorjahr: 83,1 Mio. Euro), von denen der größte Teil Personalrückstellungen sind, sowie durch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (42,2 Mio. Euro; Vorjahr: 33,1 Mio. Euro). Die weitere Finanzierung ist über den konzerninternen Cashpool durch die deutsche und Schweizer Konzernmutter sichergestellt. Zum Bilanzstichtag besteht ein Cashpool-Guthaben in Höhe von 102,7 Mio. Euro (Vorjahr: 86,3 Mio. Euro) aus dem Euro-Pooling gegenüber der Clariant Verwaltungsgesellschaft mbH. Der Konzern finanziert sich auch über den öffentlichen Kapitalmarkt. 4. Mitarbeitende Die Belegschaft umfasste im Geschäftsjahr 2023 im Jahresdurchschnitt 353 (Vorjahr: 382) Mitarbeitende; davon 147 (Vorjahr: 151) in den ausländischen Betriebsstätten. Für Löhne und Gehälter wurden 42,9 Mio. Euro (Vorjahr: 44,8 Mio. Euro) aufgewendet, die Aufwendungen für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung betrugen 10,1 Mio. Euro (Vorjahr: 18,5 Mio. Euro). Darin sind 3,1 Mio. Euro (Vorjahr: 11,2 Mio. Euro) Aufwand für die betriebliche Altersversorgung enthalten. Im Personalaufwand sind Restrukturierungsaufwendungen von 4,8 Mio. Euro enthalten. 5. Chancen- und Risikenbericht 5.1 Chancen- und Risikomanagement Das Chancen- und Risikomanagement ist im Clariant Konzern sowie bei der Clariant SE ein integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse. Grundlage dafür sind insbesondere die Managementstruktur, das Planungssystem sowie die Berichts- und Informationssysteme. Das Compliance System hat darin eine bedeutende Funktion. Durch den strukturierten Aufbau von internen Regeln und Richtlinien wird die Grundlage zur Risikominimierung geschaffen. Unter anderem werden neben den ad hoc Meldungen über die Organisationsstruktur und die Verantwortungsbereiche die Risiken, soweit relevant, möglich und sinnvoll, mit den finanziellen Auswirkungen im Monatsturnus abgefragt und aktualisiert. Zum 31. Dezember 2023 bestanden keine wesentlichen Risiken, die nicht im Abschluss abgebildet worden sind. Die Clariant SE ist in das konzernweite Risikomanagementsystem und Meldewesen eingebunden. Darüber hinaus ist die Gesellschaft in den weltweiten Vertriebs- und Produktionsverbund des Clariant Konzerns eingebunden, der von den jeweiligen Business Units gesteuert wird. Die für die Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäftes notwendigen Informationen werden nach internationalen Standards ermittelt. Diese Daten und Kennzahlen haben genügend Informationstiefe, um die verschiedenen Managementebenen frühzeitig und umfänglich über mögliche Risiken zu informieren. Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht. Insgesamt werden die Geschäftsrisiken allerdings höher als noch im Vorjahr gesehen, was für die Clariant SE niedrigere Ergebnisse bedeuten kann. Die hohen Unsicherheiten weltweit führen dazu, dass Lieferketten weniger stabil sind, Preise steigen und es muss immer wieder flexibel reagiert werden. Zudem hat sich die Auftragslage der Produktionsgesellschaften verschlechtert und es ist noch nicht klar, inwieweit strukturelle Effekte, vor allem in Deutschland, eine Rolle spielen und wie und wann sich die Geschäftsentwicklung wieder verbessert. Aufgrund von geopolitischen Entwicklungen, insbesondere aus dem Ukraine-Krieg, werden erhebliche Risiken auch für die Clariant SE gesehen, sofern es zu Eskalationen kommt. Es ist jedoch nicht absehbar, wie die Entwicklungen weiter gehen. Konkrete Prognosen lassen sich im schwierig einzuschätzenden, volatilen wirtschaftlichen und geopolitischen Umfeld im Moment nicht ableiten. Sofern sich die Lage nicht weiter destabilisiert, wird davon ausgegangen, dass sich die Chancen-/Risikosituation für die Clariant SE insgesamt nicht wesentlich verändert und sie jederzeit den Anforderungen angepasst werden kann, zumal die Clariant SE aufgrund ihres Geschäftsmodells grundsätzlich nicht in die Verlustzone rutschen kann. Chancen ergeben sich für die Clariant SE insbesondere aufgrund einer im Wettbewerbsvergleich positiven Geschäftsentwicklung der Produktionsgesellschaften, für die sie in Kommission den Vertrieb innehat, bzw. aus einer möglichst hohen Auslastung der Serviceeinheiten. 5.2 Allgemeine Geschäftschancen/-risiken Für das Europa-Geschäft liegen die wesentlichen Chancen und Risiken bei den europäischen Clariant Produktionsgesellschaften, für welche die Clariant SE in Kommission den Vertrieb durchführt. Für das Exportgeschäft außerhalb Europas liegen die Chancen und Risiken bei der Clariant International AG, Muttenz / Schweiz. Die Risiken/Chancen der Clariant SE ergeben sich aus der Entwicklung des dem Kommissionsgeschäft zugrunde liegenden Geschäftsvolumens. Das Ergebnis der Clariant SE ist somit vor allem von den europäischen Marktbedingungen und von den Risiken/Chancen abhängig, die sich aus Schwankungen auf diesen Märkten ergeben können. Diese Risiken/Chancen sind nachfolgend in der Reihenfolge ihrer Bedeutung dargestellt und im Detail ausgeführt. Zu den wesentlichen Risiken für die Gesellschaft zählen die makroökonomischen Auswirkungen aus den politischen Entwicklungen und den sich daraus ergebenden Handelskonflikten bzw. -beschränkungen im europäischen Umfeld. Diese können zu Schwankungen auf dem europäischen Markt führen, was sich wiederum auf die Geschäftsbasis der Clariant SE auswirkt. Außerdem spielen mehr und mehr globale Einflüsse eine Rolle. Diese Risiken resultieren verstärkt aus den unterschiedlichen aktuellen geopolitischen Entwicklungen. Die Auswirkungen aus dem Ukraine-Krieg sowie die Sanktionsmaßnahmen gegenüber Russland und die sich daraus ergebenden Implikationen, insbesondere aus der Gasversorgung und den Auswirkungen auf die Lieferketten, bestehen weiterhin. Hinzu gekommen sind der Nahost - Konflikt sowie die wirtschaftlichen und politischen Risiken, die im Zusammenhang mit China gesehen werden. Allgemein steigende Beschaffungskosten, Engpässe im Bereich Logistik sowie hohe Energiekosten sind bereits als Folge sichtbar und stellen weiterhin hohe Anforderungen dar. Da Maßnahmen zur verstärkten Gegensteuerung unmittelbar umgesetzt und weiterentwickelt werden, werden jedoch weiterhin keine bestandsgefährdenden Risiken gesehen und die Auswirkungen auf das Geschäftsvolumen und -ergebnis aus der im Jahr 2022 getroffenen Konzernentscheidung, Russland nicht weiter zu beliefern, werden nach wie vor als unkritisch beurteilt. In Teilbereichen ergeben sich zwar negative Auswirkungen, die allerdings als untergeordnet eingestuft werden können und durch positive Entwicklungen in anderen Bereichen kompensiert werden konnten. Kritisch wird allerdings gesehen, dass sich neue Risiken sehr schnell ergeben können, wie es der Krieg im Nahen Osten zeigt. Eine weitere Eskalation hätte mit großer Wahrscheinlichkeit auch Auswirkungen auf die für Clariant relevanten Lieferketten. Die Kommittenten der Clariant SE sind direkt und die Gesellschaft selbst indirekt betroffen. Kurzfristig werden allerdings auch aus dem Nahost-Krieg keine bestandsgefährdenden Risiken gesehen und die Auswirkungen als unwesentlich eingestuft. Die Einbindung der Clariant SE in den global agierenden Clariant Konzern mit einer börsennotierten Muttergesellschaft sowie einer soliden Finanzierungsbasis und weitreichenden Finanzierungsmöglichkeiten am Kapitalmarkt stehen diesen Risiken entgegen. Die einzelnen Business Units haben im europäischen Umfeld unterschiedliche Wachstumstreiber, welche die Chancen und gleichzeitig die Risiken (in umgekehrter Richtung) der Business Units darstellen. Es handelt sich dabei um verschiedene Faktoren, die das Nachfrageverhalten beeinflussen sowie um diverse Neuentwicklungen und Innovationen auf der Anbieterseite. Wie sich diese zukünftig auswirken, ist schwer vorherzusagen, gerade auch vor dem Hintergrund der geopolitischen Entwicklungen und des sehr volatilen Umfeldes. Unterschiedliche Effekte sind möglich. Hinsichtlich der Einschätzung zu Risiken / Chancen wird mit einer weiterhin positiven Entwicklung gerechnet, da sich insgesamt die Basis für das Kommissionsgeschäft trotz volatilerem Umfeld robust zeigt. Es wird erwartet, dass diese grundsätzlich positive Entwicklung fortgeführt werden kann. Der Risikodiversifikation des Portfolios sowie dessen konsequente Weiterentwicklung im Rahmen der strategischen Ausrichtung von Clariant ("Purpose led strategy") wird dabei grundlegende Bedeutung beigemessen. Nachhaltigkeit und Innovation werden hierbei wichtige Treiber sein. Aufgrund der Vorgehensweise bei der Verrechnung der Serviceleistungen an andere Clariant-Gesellschaften (cost plus - Basis) werden bei konstanter Auslastung keine besonderen Risiken / Chancen gesehen. Die Auswirkungen der Zentralisierung von Global Business Services können ebenso wie übergeordnete Portfolioanpassungen im Clariant Konzern, die mit erheblichen Restrukturierungen im Bereich der Funktionen verbunden sind, die derzeit geleisteten Services beeinflussen. Den Ausgliederungen in Shared Services außerhalb der Clariant SE, die mit einem Abbau von Funktionen oder der Reduzierung des Umfangs verbunden sind, stehen zum Teil Stärkungen von lokalen Strukturen des Stammhauses gegenüber, die zumindest eine Stabilisierung des Service Geschäftes bedeuten können. 5.3 Risiken und Chancen aus der digitalen Vernetzung Die Digitalisierung bietet Chancen und Risiken zugleich. Das Fehlen oder Scheitern von digitalen Initiativen und die Anwendung von künstlicher Intelligenz kann dazu führen, dass Geschäftsmöglichkeiten verpasst werden und ein langfristiger Wettbewerbsnachteil entsteht. Die Gesellschaft stellt sich im Rahmen der Konzernstrategie diesen Gegebenheiten und verfolgt verschiedene Initiativen dazu. Eine erfolgreiche Leistungserbringung hängt von einem einwandfrei funktionierenden Informationssystem ab. Cyber-Attacken könnten zum Verlust von Daten, Wissen, Anlagen und Geld führen sowie Produktions- und Lieferunterbrechungen zur Folge haben. Solche Attacken konnten bislang erfolgreich abgewehrt werden. Im Clariant Konzern wird diesen Risiken durch ein umfassendes IT Security Konzept Rechnung getragen. Die digitale Vernetzung wird demgegenüber auch als Chance gesehen, sich weiterzuentwickeln und die Vorteile aus weitergehenden Automatisierungen zu nutzen. Entsprechend ist sie inhärenter Teil der Fünf-Säulen Strategie. Sie wurde in der Purpose basierten neuen strategischen Zielsetzung nochmals deutlich in den Mittelpunkt gerückt. Chancen ergeben sich insbesondere an den Schnittstellen zu Kunden und Lieferanten, aber auch intern, wenn es darum geht, Prozesse zu simplifizieren und auch zu automatisieren. 5.4 Leistungserstellungs- und Beschaffungsrisiken Für Haftungsrisiken hat Clariant Versicherungen (u.a. Haftpflicht- und weitere Sachversicherungen) abgeschlossen. Damit ist sichergestellt, dass sich die im Unternehmen verbleibenden Risiken in Grenzen halten, und dass aus Schadensfällen keine existenzbedrohenden Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft resultieren können. Beschaffungsengpässe als Folge von Naturkatastrophen sowie geopolitischer Entwicklungen und als Resultat der ökonomischen Rahmenbedingungen, können das Geschäft negativ beeinflussen. Einkaufsseitig werden entsprechende Maßnahmen kontinuierlich ergriffen, um gegenzusteuern. Rohstoffpreiserhöhungen aufgrund unterschiedlicher Ursachen stellen ebenfalls Risiken dar, denen auf der Absatzseite Preiserhöhungen entgegengesetzt werden. Des Weiteren werden im Bereich Logistik verstärkt alternative Transportmöglichkeiten ausgeweitet, um flexibel auf Engpässe zu reagieren, die deutlich zugenommen haben. 5.5 Finanzwirtschaftliche Risiken Die Liquidität ist durch eigene Mittel und durch die Möglichkeiten im Rahmen des Konzern-Cashpools sichergestellt. Die Fremdfinanzierung auf Konzernebene erfolgt u.a. durch Anleihen am Kapitalmarkt. Währungsrisiken werden im Rahmen der Clariant Konzernrichtlinien abgesichert. Dies bedeutet, dass die Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten laufend überprüft und - wenn sinnvoll - Sicherungsgeschäfte grundsätzlich auf Konzernebene abgeschlossen werden. Zum Bilanzstichtag bestanden bei der Gesellschaft keine Sicherungsgeschäfte. Die Risiken werden als überschaubar eingeschätzt, da der überwiegende Teil in Euro fakturiert bzw. beschafft wird. Forderungsausfallrisiken sind aufgrund der überwiegenden Geschäftsbeziehungen mit Verbundunternehmen kaum gegeben. 6. Prognosebericht 6.1 Gesamtwirtschaftliches und branchenwirtschaftliches Umfeld Die gesamtwirtschaftliche Ausgangslage in Deutschland stellt sich zum Jahreswechsel 2023/2024 im Zuge der Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen, insbesondere den erheblichen Kaufkraftverlusten als Folge des massiven Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiegs, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, der geopolitischen Krisen sowie den geldpolitischen Straffungen weiterhin sehr schwach dar. Gemäß IWF wird zwar ein leichtes Wachstum von 0,5 % für das Jahr 2024 für Deutschland erwartet, was im internationalen Vergleich allerdings das Schlusslicht bedeutet. Dem gegenüber wird für die USA ein Wachstum von 2,1 % prognostiziert, für Frankreich immerhin noch von 1,0 % und für China wird ein Wachstum von 4,6 % erwartet. Allerdings liegen auch diese Werte insgesamt unter dem Vorjahr (USA, China) oder nur leicht darüber (Frankreich). Die Weltwirtschaft steht insgesamt vor vielfältigen Herausforderungen. Die stark gestiegenen Zinsen und der noch nicht abgeschlossene Abbau der hohen Lagerhaltung im Nachgang der Lieferkettenstörungen lasten weiter auf der Industriekonjunktur. Dem Welthandel machen die Angriffe auf Frachter im Roten Meer zu schaffen, was zu deutlich längeren Transportzeiten führte bzw. einen Einbruch bei Containertransporten nach sich zog. Allerdings hat sich die globale Stimmung aufgehellt, trotz der vielfältigen weltweiten Krisen und Schwierigkeiten: Der Stimmungsindikator von S&P Global hat sich im Dezember 2023 weiter erholt und liegt Anfang Januar 2024 mit 51 Punkten leicht über der Wachstumsschwelle. Insgesamt wird nach Abschluss der Lagerkorrekturen wieder mit steigendem Neugeschäft im Jahr 2024 gerechnet, weshalb auch von einer moderaten Erholung des Welthandelsvolumens ausgegangen wird. In den westlichen Volkswirtschaften wird damit gerechnet, dass sich das Wirtschaftswachstum im Zuge der Abkühlung der USA der Erholung in den EU-Ländern annähert, nach der starken Betroffenheit durch die Energiekrise. Dagegen ist in Asien eine Divergenz zwischen den sich abschwächenden Expansionsraten in China und Japan einerseits und den recht kräftig wachsenden übrigen asiatischen Ländern andererseits, allem voran Indien, zu erwarten. Auf dieser Basis wird damit gerechnet, dass die Nachfrage nach deutschen Exportgütern nach der ausgeprägten Schwäche im Jahr 2023 im Jahr 2024 insgesamt wieder steigen wird, wenn auch langsam. Die Geschäftserwartungen der chemischen Industrie sind sehr verhalten, leichte positive Tendenzen zeichnen sich zu Beginn des Jahres 2024 ab. Im Februar sind sie zumindest wieder im positiven Bereich angelangt. Die Exporterwartungen nahmen parallel zu, allerdings gleichfalls nur geringfügig. Die Kapazitätsauslastung zum Jahresbeginn 2024 verharrte weiterhin deutlich unterhalb des Normalbereiches (VCI, im Februar 2024). Laut aktueller IFO-Erhebung zur Geschäftsentwicklung (Februar 2024) stabilisiert sich die Konjunktur auf niedrigem Niveau. Laut VCI wird für das Gesamtjahr 2024 mit einem vergleichbaren Produktionsvolumen wie im Jahr 2023 gerechnet (2023 lag der Rückgang bereits bei 8 % versus 2022), ohne Pharma wird ein Rückgang von 11 % erwartet. Der Branchenumsatz wird sich auf dieser Basis voraussichtlich weiter um 3 % gegenüber dem Vorjahr zurückgehen, ohne Pharma wird ein Umsatzrückgang von 5 % prognostiziert (VCI, Stand Dezember 2023). 6.2 Prognose für die Clariant SE Das Geschäftsjahr 2024 wird weiterhin durch kontinuierliche Optimierungsmaßnahmen geprägt sein in einem weiterhin schwierigen Umfeld. Die eingeleiteten Restrukturierungsprogramme werden weiter konsequent umgesetzt, um durch kosteneffiziente Strukturen positiv zu den Konzernzielen beizutragen. Hiervon werden auch die Servicebereiche der Clariant SE stark betroffen sein. Ziel ist es, durch weitere Standardisierungen, Automatisierungen und Verlagerungen in Länder mit niedrigerem Lohnniveau, die Effizienz zu erhöhen und positiv zu den Profitabilitätszielen im Clariant Konzern beizutragen. Digitale Lösungen im Rahmen der auf den "Unternehmens Purpose" ausgerichteten Strategie werden dabei eine große Bedeutung haben. Es wird grundsätzlich mit einer Stabilisierung der für die Clariant SE relevanten Businessbereiche gerechnet, wodurch eine solide Ertragsbasis der Clariant SE sichergestellt ist. Aus der konsequenten Neuausrichtung, basierend auf dem "Unternehmens Purpose" und der darauf ausgerichteten Strategie, werden grundsätzlich aus allen Businessbereichen Kommissionserlöse erwartet, die laut Planungen vergleichbar zum Niveau des Jahres 2023 liegen werden. Das Geschäft der Clariant in Europa hat sich im Jahr 2023 im gesamtwirtschaftlich schwierigen Umfeld deutlich verschlechtert, vor allem gingen die Umsatzerlöse ab dem zweiten Quartal deutlich zurück. Kunden, die vorher ihre Lagerbestände vorsorglich aufgebaut hatten, nahmen weniger ab und eine Erholung ließ im Laufe des Jahres dann auf sich warten. Das für die Clariant SE als Kommissionärin relevante Geschäftsvolumen ging deshalb auch zurück. Durch Gegenmaßnahmen konnte jedoch auf die negative Geschäftsentwicklung der Kommittenten und damit auf die Geschäftsbasis für die Clariant SE stabilisierend eingewirkt werden. Dem wirtschaftlich herausfordernden schwierigen Umfeld des Jahres 2023 konnte so besser als erwartet begegnet werden. Das breit diversifizierte Produktspektrum und die verschiedenen für Clariant Produkte relevanten Märkte haben maßgeblich geholfen, sich insgesamt zu behaupten und operativ sehr positiv abzuschließen. Hilfreich waren dabei die flankierenden Maßnahmen zur Erhöhung der Profitabilität und verbesserten Kosteneffizienz. Insgesamt zeigt sich, dass die konsequente Neuausrichtung dabei hilft, dass sich das Geschäft trotz der schwierigen Markbedingungen weiter solide entwickelt. Für die Clariant SE war und ist damit eine stabile Entwicklung der Kommissionen verbunden. Die schwieriger gewordenen Rahmenbedingungen haben das Umfeld für die europäischen Clariant Gesellschaften im Geschäftsjahr 2023 maßgeblich bestimmt und es werden sich daraus ergebende mögliche, hohe Risiken gesehen. Die Auswirkungen aus den geopolitischen Veränderungen und Krisen stehen hierbei im Fokus. Eine Prognose hinsichtlich der tatsächlichen Einflüsse hieraus auf die wirtschaftlichen Bedingungen für Clariant in Europa ist nicht möglich, da es jederzeit zu unerwarteten Maßnahmen kommen kann, wie Handelsrestriktionen, die sich unterschiedlich auf die relevanten Märkte auswirken können, und zum Beispiel Lieferengpässe- und -verteuerungen bedeuten. Die Leistungsströme können spontan behindert werden, was wiederum die Nachfrage sowie auch die Produktion nachteilig treffen kann, was sich dann in den Produktionsketten auch auf die Geschäftsbasis von Clariant in Europa negativ auswirkt. Weitere negative Auswirkungen aufgrund zurückgegangener Nachfrage auf den Umsatz sind nicht auszuschließen und auch die Rohstoff- und Energieversorgung ist weiterhin volatil. Kurzfristig (gemäß den Erfahrungen der ersten drei Monate des Jahres 2024) kann den negativen Effekten durch entsprechende Maßnahmen, insbesondere zur Kostenoptimierung, begegnet werden, aber von einer weiterhin angespannten Umsatz- und Ergebnissituation ist auszugehen aufgrund der insgesamt nach wie vor vorherrschenden Nachfrageschwäche sowie schwieriger werdenden geopolitischen Verhältnissen, wie es der Ukrainekrieg bzw. die Entwicklungen in Asien und im Nahen Osten zeigen. Es wird für das Jahr 2024 mit einem Umsatzvolumen gerechnet, das in etwa dem Niveau des Jahres 2023 entspricht. Dem Exportgeschäft, das weitestgehend über die Clariant International AG / Muttenz, CH abgewickelt wird, wird dabei größeres Gewicht als dem Inlandsgeschäft oder dem Geschäft in Europa beigemessen, das hauptsächlich über die Clariant SE abgewickelt wird. Kurzfristig können sich die Verhältnisse jedoch sehr schnell ändern, je nachdem, wie sich die für Clariant relevanten Märkte sowie die geopolitischen Verhältnisse entwickeln, was sich entsprechend in den Umsatzvolumina und deren Struktur widerspiegelt. Relevant in der Produktion der Kommittenten können Reaktionen auf Nachfragerückgänge werden, die ggfls. auch mit befristeten Produktionsanpassungen beantwortet werden. Neben den markt- und produktgetriebenen Maßnahmen setzt Clariant weiterhin stark auf Kostenmanagement und auf verschiedene Maßnahmen zur Arbeitszeit- und Kosten-Flexibilisierung, um somit die wirtschaftlichen Belastungen von der Kostenseite zu reduzieren. Die in den Vorjahren bereits begonnenen umfassenden Restrukturierungen im gesamten Konzernumfeld werden weiter verstärkt vorangetrieben, um die in der strategischen Neuausrichtung definierten Zielen zu erreichen und die Kostenbasis zu optimieren. Das Ziel ist es, die hohen Profitabilitätsziele trotz schwieriger Rahmenbedingungen weiterhin konsequent zu verfolgen und Chancen im Bereich Nachhaltigkeit sowie Möglichkeiten von Zukunftstechnologien zu nutzen. Fokus im Jahr 2024 wird sein, die bereits eingeleiteten Maßnahmen erfolgreich umzusetzen und weiter auszubauen. Restrukturierungsmaßnahmen in der Clariant SE werden auch zukünftig weiter sehr hohe Bedeutung haben, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Eine kurzfristige Prognose für die Ergebnissituation der Clariant SE im europäischen Kontext ist aufgrund der Komplexität sehr schwer möglich und mit sehr hohen Unsicherheiten behaftet. Sollten die Bedingungen sich nicht weiter verschlechtern, wird grundsätzlich davon ausgegangen, dass sich trotz der schwieriger werdenden Rahmenbedingungen Kommissionserlöse in einer Größenordnung von 55 Mio. Euro für das Jahr 2024 erreichen lassen. Nach Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen wird im Bereich Services im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 insgesamt eher von einem stagnierendem Servicevolumen ausgegangen, so dass für das Jahr 2024 mit einem Erlös von maximal 50,0 Mio. Euro gerechnet wird. Insgesamt wird auf dieser Basis bei grundsätzlich schwieriger werdenden Rahmenbedingungen mit einem Ergebnis aus Betriebstätigkeit in einer Größenordnung von rd. 25,0 bis 30,0 Mio. Euro gerechnet. 7. Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289f HGB) [1] In der Aufsichtsratssitzung vom 18. Mai 2018 wurden Beschlüsse zur Frauenquote gefasst. Für den Zeitraum bis zum 30. Juni 2022 wurde festgelegt, die Zielgröße von 33,3 % für die Anzahl von Frauen im Aufsichtsrat beizubehalten bzw. zu erreichen, dies entspricht drei von neun Aufsichtsratsmitgliedern, dabei soll mindestens eine Frau auf Seiten des Arbeitgebers und eine Frau auf Seiten der Arbeitnehmer vertreten sein. Zum 18. Mai 2018 betrug der Frauenanteil im Aufsichtsrat vier Frauen von neun Aufsichtsratsmitgliedern, das entspricht einem Anteil von rund 44,4 %. Die festgelegte Zielgröße von 33,3 % wurde also innerhalb der gesetzten Frist erreicht und erfüllt. Aufgrund der Verkleinerung des Aufsichtsrats mit Hauptversammlungsbeschluss vom 11. November 2020 von neun Aufsichtsratsmitgliedern auf nunmehr sechs Aufsichtsratsmitglieder wurde in der Aufsichtsratssitzung vom 11. Dezember 2020 erneut über die Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat der Clariant SE beschlossen. Der Frauenanteil im Aufsichtsrat der Clariant SE betrug zum 11. Dezember 2020 zwei Frauen von sechs Aufsichtsratsmitgliedern, was einem Anteil von 33,3 % entspricht. Für den Zeitraum bis zum 30. Juni 2025 wurde festgelegt, die Zielgröße von 33,3 % für die Anzahl von Frauen im Aufsichtsrat beizubehalten bzw. zu erreichen, dies entspricht zwei von sechs Aufsichtsratsmitgliedern. Das gesetzte Ziel ist derzeit erreicht. Der Aufsichtsrat der Clariant SE hat in seiner ordentlichen Sitzung vom 18. Mai 2018 zu den Zielgrößen für die Anzahl von Frauen im Vorstand beschlossen, eine Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand von 0 % festzulegen. Die Zielgröße sollte bis zum 30. Juni 2022 beibehalten bzw. erreicht werden. Der Frauenanteil im Vorstand betrug zum 30. Juni 2022 0 %, sodass die festgelegte Zielgröße innerhalb der gesetzten Frist erreicht und erfüllt wurde. Der Frauenanteil im Vorstand liegt auch aktuell bei 0 %. Der Aufsichtsrat der Clariant SE beschloss in seiner ordentlichen Sitzung vom 09. Juni 2023, eine Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand der Clariant SE von 0 % festzulegen, die bis zum 30. Juni 2027 zu erreichen bzw. beizubehalten ist. Diese Zielgröße wird wie folgt begründet: Der Vorstand der Clariant SE besteht aus zwei Personen. Diese Größe hat sich im Unternehmen bewährt, weshalb eine Vergrößerung des Vorstandsgremiums nicht geplant ist. Bei einer Zielgröße für den Frauenanteil von größer als Null wäre dagegen bei der nächsten Besetzung einer Vorstandsposition zwingend eine Frau auszuwählen. Hierdurch würde der Aufsichtsrat seine Flexibilität bei Personalentscheidungen und die Zahl möglicher Kandidatinnen und Kandidaten einschränken. Der Aufsichtsrat soll aber weiterhin ergebnisoffen und unabhängig vom Geschlecht der Kandidatin oder des Kandidaten die fachlich und persönlich am besten geeignete Person für eine Vorstandsposition auswählen können. Ein solches Vorgehen erscheint auch vor dem Hintergrund der Personalentwicklung und Frauenförderung im Unternehmen angemessen. Die Gesellschaft ist weiterhin bestrebt, den Frauenanteil im Unternehmen im Allgemeinen und in Führungspositionen im Besonderen zu erhöhen. Der Vorstand der Clariant SE hatte durch Beschluss vom 15. November 2017 die Zielgröße für den Frauenanteil im Country Committee der Clariant SE, der einzigen Führungsebene unterhalb des Vorstands, auf zwei Mitarbeiterinnen festgelegt. Diese Zielgröße sollte bis zum 30. Juni 2022 beibehalten werden. Innerhalb der Frist wurde die Zielgröße für den Frauenanteil in der einzigen Führungsebene unterhalb des Vorstands erreicht bzw. beibehalten; der Frauenanteil lag am 30. Juni 2022 und liegt auch aktuell bei zwei (von 11 Personen; das entspricht 18,18 %). Für die Zeit nach Ablauf der Frist ist eine erneute Beschlussfassung durch den Vorstand der Gesellschaft über die Festlegung der Zielgrößen für den Frauenanteil in der weiterhin einzigen Führungsebene unterhalb des Vorstands notwendig gewesen. Der Vorstand hat die Situation in der Gesellschaft geprüft und dabei die Personalentwicklung nebst Frauenförderung im Unternehmen analysiert. Für den Zeitraum bis zum 30. Juni 2027 wurde in der Vorstandssitzung vom 06. April 2023 beschlossen, die Zielgröße für den Frauenanteil im Country Committee der Clariant SE, der einzigen Führungsebene unterhalb des Vorstands, von zwei Frauen (bei 11 Personen, das entspricht 18,18 %) bis zum 30. Juni 2027 beizubehalten. 8. Dank an die Mitarbeitenden Der Vorstand dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für das große Engagement und die außergewöhnlichen Anstrengungen bei der Durchführung der Aufgaben und Bewältigung der Herausforderungen im Jahr 2023.
1 freiwillige ungeprüfte Information
Frankfurt am Main, im April 2024 Der Vorstand BILANZ ZUM 31.12.2023 in TEURAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG VOM 01.01. - 31.12.2023 IN TEUR
Anhang 2023Allgemeines Die Clariant SE hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer: HRB 84069 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss der Clariant SE zum 31. Dezember 2023 ist nach den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes aufgestellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ("GuV") ist nach dem Umsatzkostenverfahren gem. § 275 Abs. 3 HGB gegliedert. Diese Gliederung wurde um den Posten "Ergebnis aus Betriebstätigkeit" erweitert. Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft Clariant Verwaltungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main. Die Mitarbeitenden und das Vermögen sind in dem inländischen Stammhaus in Deutschland und in zehn Zweigniederlassungen in Europa konzentriert. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Der Zeitraum der planmäßigen linearen Abschreibung für die entgeltlich erworbenen Kundenstämme sowie Geschäfts- oder Firmenwerte betrug bei käuflichen Erwerben bis zum Jahr 2019 grundsätzlich 5 Jahre. Ab dem Geschäftsjahr 2020 beträgt die Nutzungsdauer 10 Jahre. Die Abschreibungen auf die Kundenstämme werden in den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten (Vertriebs-)Leistungen ausgewiesen; die Abschreibungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Die betriebliche Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- oder Firmenwerte. Diese repräsentieren geschäftswertbildende Faktoren (z.B. Organisation, Reputation etc.), die im Rahmen des Erwerbs übernommen wurden. Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert. Gegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Als Nutzungsdauer werden für technische Anlagen und Maschinen höchstens 16 Jahre sowie für andere Anlagen und für Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung höchstens 10 Jahre angesetzt. Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- und Herstellungskosten bis zum Gegenwert in Euro von CHF 5.000 werden im Jahr der Anschaffung handelsrechtlich voll abgeschrieben und als Abgang in der Entwicklung des Anlagevermögens ausgewiesen. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Soweit erforderlich werden Zuschreibungen bis maximal zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennwert, die Anlagen im Bau zu Anschaffungskosten angesetzt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalbetrag oder zum Barwert bei langfristigen (unverzinslichen und unterverzinslichen) Posten abzüglich eventuell notwendiger Einzelabschreibungen sowie Abschreibungen wegen allgemeiner und besonderer Kreditrisiken angesetzt. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert erfasst. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, angesetzt. Alle sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden im Sinne des § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten restlaufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Soweit relevant werden Preis- und Kostensteigerungen in der Bewertung mitberücksichtigt. Zu den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen siehe Text (8) Den gebildeten sonstigen Rückstellungen für Altersteilzeit ("ATZ")-Verpflichtungen (Erfüllungsrückstand und Aufstockungsbetrag) und Jubiläumszuwendungen liegen versicherungsmathematische Gutachten (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck; Rechnungszinsfuß für die ATZ = 1,12 %, Rechnungszinsfuß für die Jubiläumszuwendungen = 1,74 %) zugrunde. Die Rückstellungen für den Erfüllungsrückstand aus den ATZ-Verpflichtungen werden mit dem entsprechenden Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB aus der Insolvenzsicherung von ATZ-Verpflichtungen verrechnet. Diese Verrechnung erfolgt auch für die Rückstellungen über die Versorgungszusagen für Neueintritte ab dem 1. Januar 2011 sowie Verpflichtungen aus der Barlohnumwandlung, denen ein Deckungsvermögen zur Insolvenzsicherung gegenübersteht, sowie für Verpflichtungen aus Langzeitkonten. Übersteigt der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens den Betrag der entsprechenden Verpflichtung, wird der übersteigende Betrag in einem gesonderten Posten " Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" gemäß § 246 Abs. 2 Satz 3 HGB ausgewiesen. Im umgekehrten Fall wird der Überhang der Pensionsverpflichtung entsprechend als Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bzw. als sonstige Rückstellungen ausgewiesen. Die Aufwendungen/Erträge aus der Auf-/Abzinsung der Pensions- und ATZ-Rückstellungen werden mit den Erträgen/Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen verrechnet; der Gesamtbetrag wird entweder in den Zinserträgen oder den Zinsaufwendungen ausgewiesen und gesondert im Anhang angegeben. Gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB sind die wertpapiergebundenen Versorgungszusagen (Langzeitkonten) sowohl im Bereich der Rückstellungen als auch das dazugehörige Deckungsvermögen mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Aus Vereinfachungsgründen erfolgt die unterjährige Buchung mit dem Devisenkassamittelkurs. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenkassamittelkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben / Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand / Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz ermittelt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Aufgrund der Organschaft wird keine inländische Ertragssteuer in der Gesellschaft ausgewiesen (siehe (11)). Die sonstigen Steuern werden innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Erläuterungen (1) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus der Anlage 1 zum Anhang. Das Anlagevermögen umfasst im Wesentlichen entgeltlich erworbene Kundenstämme sowie Geschäfts- oder Firmenwerte, die insbesondere aus den in 2010 erfolgten Asset Deals mit europäischen Vertriebs- und Service-Gesellschaften der Clariant-Gruppe sowie aus der Integration des Süd-Chemie-Konzerns in den Jahren 2012 und 2013 resultieren. In den darauffolgenden Jahren erwarb die Gesellschaft weitere Kundenstämme von diversen Clariant-Gesellschaften, im Rahmen der Einbindung von Geschäftsbereichen in die europäische Kommissionärsstruktur. Im laufenden Geschäftsjahr wurden die Kundenstämme mit insgesamt TEUR 496 (Vorjahr: TEUR 726) und die Geschäfts- oder Firmenwerte mit TEUR 217 (Vorjahr: TEUR 217) planmäßig abgeschrieben. (2) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
(3) Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren TEUR 103.568 (Vorjahr: TEUR 87.271) aus dem Cashpool und TEUR 12.707 (Vorjahr: TEUR 23.486) aus erbrachten Leistungen im Service- und Vertriebsbereich. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin sind in beiden Jahren auf den Cashpool zurückzuführen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten TEUR 16.138 (Vorjahr: TEUR 20.072) Ansprüche gegen Drittkunden aus der Tätigkeit der Gesellschaft als Kommissionärin sowie TEUR 1.641 (Vorjahr: TEUR 1.046) Steuerforderungen, insbesondere aus Einkommensteuer (wie im Vorjahr). Die Restlaufzeiten sämtlicher übrigen Forderungen und Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr kleiner als ein Jahr. (4) Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
(5) Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 551 (Vorjahr: TEUR 664) enthält im Wesentlichen gezahlte Prämien für Sach- und Haftpflichtversicherungen für das nächste Geschäftsjahr. (6) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Zum Bilanzstichtag besteht ein Deckungsvermögen im Zusammenhang mit Versorgungsverpflichtungen insbesondere aus Gehaltsumwandlungsmodellen, Verpflichtungen im Zusammenhang mit Langzeitkonten sowie für den Erfüllungsrückstand der ATZ-Verpflichtungen. Das jeweilige Deckungsvermögen wird im Rahmen einer doppelseitigen Treuhand verwaltet (zweckexklusive, verpfändete und insolvenzgeschützte Vereinbarung). Bei dem Deckungsvermögen handelt es sich um Fonds, Rückdeckungsversicherungen sowie garantieverzinste Versicherungsprodukte, welche gemäß dem HGB die Definition des Deckungsvermögens erfüllen und nach Bewertung zum beizulegenden Zeitwert mit den entsprechenden Verpflichtungen verrechnet werden. Der beizulegende Zeitwert entspricht bei Rückdeckungsversicherungen im Zusammenhang mit Gehaltsumwandlungsmodellen den historischen Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) und beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 280. Der Erfüllungsbetrag in Höhe von TEUR 282 liegt mit TEUR 2 über dem beizulegenden Zeitwert und den historischen Anschaffungskosten. Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitenden für deren individuell aufgebaute Wertguthaben aus Bonuszahlungen, Urlaubsansprüchen etc. (Langzeitkonten) bemessen sich nach der Wertentwicklung des hierfür gebildeten Deckungsvermögens in Form von Fonds und garantieverzinsten Versicherungsprodukten. Daher erfolgte zum Bilanzstichtag die vollständige Verrechnung der Verpflichtungen aus Langzeitkonten (TEUR 2.520) mit dem entsprechenden Deckungsvermögen, dessen beizulegender Zeitwert zum 31. Dezember 2023 TEUR 2.520 beträgt. Der beizulegende Zeitwert zum Bilanzstichtag entspricht den historischen Anschaffungskosten. Die Rückstellungen für die ATZ-Verpflichtungen (Erfüllungsrückstand) werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem vorhandenen Deckungsvermögen verrechnet. Das Deckungsvermögen wird im Rahmen einer doppelseitigen Treuhand verwaltet (zweckexklusive, verpfändete und insolvenzgeschützte Vereinbarung). Die Wertpapiere aus der Insolvenzsicherung erfüllen gemäß dem HGB die Definition des Deckungsvermögens, sie werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den entsprechenden ATZ-Rückstellungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens beläuft sich zum Jahresende 2023 auf TEUR 685 und liegt somit mit TEUR 3 über dessen Anschaffungskosten (TEUR 682). Insgesamt übersteigt der Zeitwert des Deckungsvermögens die ATZ-Verpflichtung in Höhe von TEUR 595 (Erfüllungsrückstand) mit TEUR 90. (7) Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag unverändert EUR 914.612 und ist in 914.612 Stückaktien eingeteilt. Sämtliche Aktien der Gesellschaft werden unverändert durch die Clariant Verwaltungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main, gehalten. Das Ergebnis nach Steuern in Höhe von TEUR 29.364 (Vorjahr: TEUR 21.858) wird gemäß dem Ergebnisabführungsvertrag an die Gesellschafterin abgeführt und ist in der Bilanz als Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Die Kapitalrücklage, gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von TEUR 5.508, ist "frei verfügbar". Die Kapitalrücklage von TEUR 1.952 (nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB) steht nicht zur freien Verfügung der Gesellschaft. (8) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit TEUR 51.440 (Vorjahr: TEUR 51.415) für Anwartschaften und laufende Leistungen gebildet. Der Wertansatz ist nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der sog. Projected Unit Credit Method (Verfahren laufender Einmalprämien) errechnet worden. Die Ermittlung des Rückstellungsbetrages erfolgte unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Deutschland), IPS55 (Italien), INSEE 06/08 F/H (Frankreich), BVG 2020 Gen (die Schweiz), Prognosetafel AG 2020 mit ES-P2A (die Niederlande) sowie MR-5/FR-5 (Belgien). Der Bewertung zum Bilanzstichtag wurde ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz zugrunde gelegt. Hierbei wurde gemäß § 253 Abs. 2 HGB pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Bei dem Zinssatz handelt es sich um den für den Bilanzstichtag prognostizierten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,83 % ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag von TEUR 2.778. Folgende Annahmen lagen der Berechnung zugrunde:
Es wurden alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten zwischen 0,0% und 12,5% verwendet. Die in Deutschland bestehenden Versorgungsverpflichtungen für Neueintritte ab dem 1. Januar 2011 sowie Verpflichtungen aus der Barlohnumwandlung in Höhe von insgesamt TEUR 3.974 werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 3 HGB mit dem Deckungsvermögen verrechnet, da dieses ausschließlich der Erfüllung der Versorgungsverpflichtung dient und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist. Das Deckungsvermögen ist in Fonds angelegt, der beizulegende Zeitwert beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 3.800 und liegt TEUR 174 unter den entsprechenden Rückstellungen sowie TEUR 210 über den Anschaffungskosten (TEUR 3.590). Der Unterdeckungsbetrag von TEUR 174 ist in diesem Bilanzposten enthalten. In Belgien, den Niederlanden und der Schweiz bestehen mittelbare Pensionsverpflichtungen von insgesamt TEUR 26.224 (Vorjahr: TEUR 26.816). Das entsprechende Planvermögen liegt mit TEUR 2.035 (Vorjahr: 2.187 TEUR) unter dem Verpflichtungsumfang. Bei den mittelbaren Pensionsverpflichtungen wurde das Passivierungswahlrecht des Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB nicht in Anspruch genommen. (9) Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für mitarbeiterbezogene Verpflichtungen, aus Sondervergütungen mit TEUR 5.702 (Vorjahr: TEUR 5.055), aus Restrukturierungsmaßnahmen mit TEUR 13.313 (Vorjahr: TEUR 17.380), für ausstehende Urlaubstage und geleistete Mehrarbeit mit TEUR 1.364 (Vorjahr: TEUR 1.368) sowie aus ATZ- und Jubiläumsverpflichtungen mit TEUR 396 (Vorjahr: TEUR 535) zusammen. Des Weiteren enthält der Posten Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Rechts- und Beratungskosten, Kosten der Jahresabschlussprüfung u. ä. mit TEUR 1.892 (Vorjahr: TEUR 2.178) sowie Provisionen und andere personalbezogene Verpflichtungen. Die Rückstellungen für die ATZ-Verpflichtungen (Erfüllungsrückstand) werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 3 HGB mit dem vorhandenen Deckungsvermögen verrechnet - siehe Text (6). (10) Verbindlichkeiten
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung von TEUR 29.364 (Vorjahr: TEUR 21.858) sowie aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 49 (Vorjahr: TEUR 177). Übrige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind mit TEUR 7.640 (Vorjahr: TEUR 8.504) auf Lieferungen und Leistungen der verbundenen Unternehmen sowie TEUR 5.128 (Vorjahr: TEUR 2.596) auf den Cashpool zurückzuführen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 11.459 (Vorjahr: TEUR 15.839) enthalten, davon betreffen TEUR 10.001 (Vorjahr: TEUR 14.642) die Umsatzsteuerzahllast. Die Verbindlichkeiten haben unverändert zum Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. (11) Latente Steuern Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf den temporären Unterschieden zwischen den Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise nach § 274 HGB. Der Ermittlung von latenten Steuern wird im Inland ein Steuersatz von 29,7 % zu Grunde gelegt. In den ausländischen Betriebsstätten erfolgt die Berechnung mit den dort geltenden lokalen Steuersätzen, deren Bandbreite sich zwischen 15,9 % und 27,9 % bewegt. Zum Bilanzstichtag ergibt sich für das inländische Stammhaus nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern von TEUR 7.806 (Vorjahr: TEUR 8.172), der im Wesentlichen aus temporären Differenzen im Zusammenhang mit den Vermögensgegenständen des Deckungsvermögens sowie den Pensionsrückstellungen resultiert. Da das steuerliche Ergebnis des inländischen Stammhauses gemäß § 14 Abs. 1 KStG sowie § 2 Abs. 2 Satz 2 GewStG der Organträgerin Clariant Verwaltungsgesellschaft mbH als Steuersubjekt und Steuerschuldner zugerechnet wird, ist das inländische Stammhaus für die Zeit des Bestehens der Organschaft nicht selbst mit Ertragsteuern belastet. Dem folgend ist die Steuerabgrenzung resultierend aus temporären Differenzen für das inländische Stammhaus grundsätzlich bei der Organträgerin Clariant Verwaltungsgesellschaft mbH zu bilanzieren. Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzbetrachtung) bei den übrigen ausländischen Betriebsstätten ein Aktivüberhang der latenten Steuern von TEUR 2.432 (Vorjahr: TEUR 2.780), der sich im Wesentlichen aus abweichenden Wertansätzen bei immateriellen Vermögensgegenständen ergibt. Latente Steuern werden nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang unter Ausnutzung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB bilanziell nicht angesetzt wird. (12) Umsatzerlöse - Umsatzerlöse nach Arbeitsgebieten
( *) Erlöse aus Aktivitäten als Kommissionärin der europäischen Clariant-Produktionsgesellschaften und ( **) als Dienstleister im Bereich Rechnungswesen, Personal, Recht, Treasury, IT-Dienstleistungen, Kommunikation, Sales-Support, etc. für Clariant-Unternehmen in Europa. - Umsatzerlöse nach Wirtschaftsgebieten
(13) Allgemeine Verwaltungskosten Der Posten enthält im Wesentlichen Aufwendungen für die Geschäftsleitung, Rechnungswesen, Steuer-, Personal- und Rechtsabteilung sowie für die Abschlussprüfung. (14) Sonstige betriebliche Erträge Die Gesellschaft erzielte sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 11.772 (Vorjahr: TEUR 8.678), darin waren TEUR 5.861 (Vorjahr: TEUR 5.839) Erträge aus Weiterbelastung von Kosten für diverse Aktivitäten der "Global Business Services"-Organisation innerhalb des Konzernverbundes enthalten. Darüber hinaus sind in dem Posten folgende wesentliche Erträge erfasst:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 3.575 (Vorjahr: TEUR 2.752) ausgewiesen. (15) Sonstige betriebliche Aufwendungen In diesem Posten sind Aufwendungen für Aktivitäten der "Global Business Services"-Organisation in Höhe von TEUR 5.861 (Vorjahr: TEUR 5.839) enthalten, die im Zusammenhang mit den sonstigen betrieblichen Erträgen stehen: Darüber hinaus sind in dem Posten folgende wesentliche Aufwendungen erfasst:
Die innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesenen sonstigen Steuern betragen TEUR 145 (Vorjahr: TEUR 173). (16) Zinsergebnis
(17) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belasten das Ergebnis mit TEUR 5.227 (Vorjahr: TEUR 4.360). Aufgrund der Organschaft für das deutsche Stammhaus handelt es sich bei den hier gezeigten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag um Ertragsteuern, welche die ausländischen Betriebsstätten betreffen. (18) Abführungssperre Die Gesellschaft besitzt Vermögensgegenstände, welche Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB darstellen - siehe Text (6) Der beizulegende Zeitwert dieser Vermögensgegenstände (nach § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB) übersteigt deren Anschaffungskosten um TEUR 213 (Vorjahr: TEUR 4). Dieser Betrag ist grundsätzlich nach § 268 Abs. 8 HGB abführungsgesperrt. Auf den abführungsgesperrten Betrag entfallen rechnerisch TEUR 63 passive latente Steuern, die bei der Organträgerin Clariant Verwaltungsgesellschaft mbH berücksichtigt sind. Bei der Gesellschaft liegen jedoch zum Bilanzstichtag frei verfügbare Rücklagen in Höhe von TEUR 5.508 - siehe Text (7) - vor, so dass keine Abführungssperre für den Jahresüberschuss besteht. (19) Ergebnisabführung Das Ergebnis nach Steuern in Höhe von TEUR 29.364 (Vorjahr: TEUR 21.858) wird gemäß dem Ergebnisabführungsvertrag an die alleinige Gesellschafterin Clariant Verwaltungsgesellschaft mbH abgeführt und als Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gezeigt. Sonstige Angaben Materialaufwand
Unter den Materialaufwendungen werden insbesondere fremdbezogene Büro- und IT-Materialien sowie Energien erfasst. Personalaufwand
Der Rückgang im Personalaufwand war vorrangig auf geringere Aufwendungen für Altersversorgung zurückzuführen. Das Vorjahr war in diesem Zusammenhang durch höhere Aufwendungen für Altersversorgung betroffen, insbesondere durch die im Vorjahr vorgenommene inflationsbedingte Anpassung von Parametern im Zusammenhang mit der Bewertung der Pensionsrückstellung. Angaben über Mitarbeitende
Sonstige bedeutende finanzielle Verpflichtungen Die in der Bilanz nicht erscheinenden sonstigen bedeutenden finanziellen Verpflichtungen betreffen:
Bei den Miet- und Leasingverträgen handelt es sich um sogenannte Operating-Lease- Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Die Verträge betreffen im Wesentlichen Mieten für Bürogebäude, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie den Fuhrpark. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken können sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten. Hierfür gibt es derzeit keine Anzeichen. Derivative Finanzinstrumente Die Clariant SE hält zum 31. Dezember 2023 keine derivativen Finanzinstrumente. Aufwendungen für den Abschlussprüfer Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer des deutschen Stammhauses und der ausländischen Zweigniederlassungen der Gesellschaft belief sich im Jahr 2023 auf TEUR 369 (Vorjahr: TEUR 467). Die Aufwendungen für Abschlussprüfungsleistungen beziehen sich im laufenden Geschäftsjahr auf reguläre Prüfungstätigkeit in Höhe von TEUR 369 (Vorjahr: TEUR 467). Aufsichtsrat Angela Cackovich (Vorsitzende des Aufsichtsrates, President of BU Adsorbents & Additives and the EMEA Region) (Clariant International AG, Muttenz / Schweiz) Rüdiger Halberstadt * (Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Clariant SE) (IT Workplace Solutions - Global Software Manager) Michael Tesch (ab 24.01.2023) (Finance Lead Europe & Managing Director Germany) (Clariant Verwaltungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main) Oliver Kinkel (bis 23.01.2023) (Country Head Germany / Head of Region EMEA) (Clariant Verwaltungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main) Bob van Dam (Head of Financial Planning & Analysis) (Clariant International AG, Muttenz/ Schweiz) Beatriz Lopez-Collado * (Customer Service Desk Care Chemicals Spain & Portugal) Dr. Anne Witte (Head of Key Account Management Polymer Solutions) (Clariant International AG, Muttenz / Schweiz) * Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat Bezüge des Aufsichtsrates Die Bezüge des Aufsichtsrates im Jahr 2023 betrugen TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 8). Nachtragsbericht Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag mit wesentlicher Auswirkung auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich bis zur Bilanzaufstellung nicht ergeben. Ergebnisverwendung Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wurde der Jahresüberschuss 2023 in Höhe von TEUR 29.364 an die Clariant Verwaltungsgesellschaft mbH abgeführt. Vorstand Dr. Thorsten Posner Head of Legal Services EMEA Matthias Saxer Head of Finance Services Switzerland Bezüge des Vorstands Zur Angabe der Bezüge des Vorstandes wird von der Befreiungsvorschrift gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Mutterunternehmen Die Clariant SE ist ein Tochterunternehmen der Clariant Verwaltungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main. Die Jahresabschlüsse der Clariant SE und der Clariant Verwaltungsgesellschaft mbH werden in den Konzernabschluss der Clariant AG, Muttenz/Schweiz, für den kleinsten und zugleich größten Kreis von Unternehmen einbezogen. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt in Basel / Schweiz und ist unter www.clariant.com abzurufen. Es ist beabsichtigt, den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens einschließlich des Bestätigungsvermerks im Unternehmensregister offen zu legen. Dieser offen zu legende Konzernabschluss ist nach internationalen Rechnungslegungsnormen (IFRS) erstellt. Wesentliche Unterschiede zu den von der Europäischen Union übernommenen IFRS bestehen nicht.
Frankfurt am Main, den 29.April 2024 Clariant SE Der Vorstand Dr. Thorsten Posner Matthias Saxer Entwicklung des Anlagevermögensin TEUR
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Clariant SE, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Clariant SE, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Clariant SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Abschnitt 7 des Lageberichts enthaltenen und als ungeprüft gekennzeichneten freiwilligen Angaben zur Frauenquote. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 29. April 2024 KPMG
AG
Walter, Wirtschaftsprüfer Ludwig, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr 2023Der Aufsichtsrat der Clariant SE, Frankfurt am Main, hat im Berichtsjahr 2023 die ihm obliegenden Aufgaben mit aller Sorgfalt wahrgenommen. Er hat den Vorstand vorschriftsmäßig überwacht und beraten und sich hierzu regelmäßig schriftlich und mündlich über den Geschäftsgang und die Entwicklung des Unternehmens sowie über besondere Vorgänge und die künftige Geschäftspolitik unterrichten lassen. Den von dem Vorstand aufgestellten und vorgelegten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 hat die KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts geprüft. Die Abschlussprüfer haben keine Einwendungen erhoben und dies in einem uneingeschränkten Vermerk bestätigt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht nebst der Information für die Ergebnisverwendung sowie der entsprechende Prüfungsbericht des Abschlussprüfers sind allen Mitgliedern des Aufsichtsrates vorgelegt und in Anwesenheit des Abschlussprüfers in der Aufsichtsratssitzung am 10. Juni 2024 ausführlich erörtert worden. Die vom Aufsichtsrat vorgenommene eigene Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts nebst der Information für die Ergebnisverwendung gibt als abschließendes Ergebnis in Übereinstimmung mit dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer keinen Anlass zu Beanstandungen oder Einwendungen. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss in seiner Sitzung am 10. Juni 2024 gebilligt. Der Aufsichtsrat dankt den Vorstandsmitgliedern sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre herausragenden Leistungen.
Frankfurt am Main, den 10. Juni 2024 Clariant SE Der Aufsichtsrat Angela Cackovich, Vorsitzende des Aufsichtsrates Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde 10. Juni 2024 festgestellt. |
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