Herstellung von Glasfasern und Waren daraus
POLYTEC GmbH
Polytecplatz 1, 76337 Waldbronn, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Zimmer seit 1.9.2025 | Prokura |
Marcus Göhringer seit 20.11.2018 | Prokura |
Michael Dr. Wörtge seit 3.6.2015 | Prokura |
Alfred Ferdinand Link seit 14.2.2013 | Geschäftsführer |
Eric Winkler seit 15.7.2009 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (3)
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
POLYTEC GmbHWaldbronnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Als mittelständisches, innovatives Hochtechnologie-Unternehmen ist Polytec ein Spezialist für optische Messsysteme. Seit mehr als 50 Jahren entwickelt, produziert und vertreibt Polytec optische Messtechnik-Lösungen für Forschung und Industrie. Die Distribution exzellenter High-Tech-Produkte anderer innovativer Hersteller stellt eine weitere Kompetenz von Polytec dar. Das operative Geschäft der Polytec GmbH ist in drei Geschäftsbereiche gegliedert: Der Geschäftsbereich Optische Messsysteme bietet ein breites Portfolio an optischen Geräten zur Messung von Schwingungen, Bewegungen und Oberflächen. Es deckt folgende Bereiche ab: • Vibrometrie: Laservibrometer ermöglichen die punktuelle und flächenhafte Messung des dynamischen Verhaltens von kleinen und großen Strukturen. • Velocimetrie: Velocimeter werden zum berührungslosen Messen von Geschwindigkeit und Länge primär in der industriellen Fertigung eingesetzt. • Oberflächenmesstechnik: Diese Systeme werden sowohl im Forschungsbereich als auch in der Qualitätssicherung zur Vermessung von Mikro- und Makrostrukturen eingesetzt. Der Geschäftsbereich Photonik agiert als Partner führender internationaler Hersteller für Vertrieb, Applikation und Service von optischen Messgeräten in der DACH Region. Schwerpunkte hierbei sind faseroptische Messtechnik, optische Strahlungsmesstechnik und UV-Strahlungsquellen. Der Geschäftsbereich Analytik bietet analytische Messverfahren für die Inline Prozesskontrolle in der Industrie an. Die von Polytec entwickelten und gefertigten NIR-Prozessspektrometer bieten durch das modulare Konzept insbesondere in industriellen Anwendungen eine sehr hohe Flexibilität. Der Vertrieb für Eigenprodukte erfolgt in Deutschland direkt durch die Polytec GmbH. International besteht ein Netzwerk aus Schwestergesellschaften sowie eigenständigen Vertriebspartnern (Handelsvertreter). 2. Forschung und Entwicklung Im F&E Bereich von Polytec sind zum Jahresende 73 hochqualifizierte Mitarbeiter (Vorjahr: 67 MA) mit der Entwicklung neuer Technologien von Elektronikkomponenten, Software, optischer und mechanischer Baugruppen sowie technischer Dokumentation beschäftigt. Aufgrund der guten personellen Gegebenheiten ist Polytec in der Lage, Entwicklungsprojekte in Eigenverantwortung durchzuführen. Polytec ist auch aktiver Teilnehmer an nationalen und internationalen Forschungsprojekten und wissenschaftlichen Netzwerken, des Weiteren auch Partner vieler Hochschulen sowie Mitglied von Forschungs- und Wirtschaftsverbänden. Um die Aktivitäten in Bezug auf die Entwicklung neuer sowie die weitere Verbesserung aktueller Produkte auszubauen bzw. zu gewährleisten, wurden für Forschung und Entwicklung insgesamt 11,8% des Umsatzes aufgewendet (Vorjahr 11,5%). Global wurde im Jahr 2023 kein neues Patent angemeldet. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Vor dem Hintergrund mittelbarer Folgen der andauernden russischen Aggression gegen die Ukraine, der gestiegenen Zinsen, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, eines hohen Krankenstands, aber auch zunehmender struktureller Herausforderungen hat das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im vergangenen Jahr um 0,3% abgenommen. Die Bundesregierung geht trotz der weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen, vor allem aufgrund des Rückganges der Inflation, für das Jahr 2024 von einem leichten gesamtwirtschaftlichen Wachstum von 0,2% aus. (Quelle: BMWi Jahreswirtschaftsbericht 2024) Die Produkte von Polytec finden in vielen verschiedenen Anwendungsbereichen (Automotive, Medizin, Aerospace, Akustik und Ultraschall, Industrielle Qualitätssicherung, Materialforschung- und Prüfung) Ihren Einsatz. Dadurch ist Polytec auf der Abnehmerseite nicht ausschließlich von einer einzelnen Branche abhängig. 2. Geschäftsverlauf Der Auftragseingang im Berichtsjahr war um 9% niedriger als im Vorjahr, das lag vor allem an einem schwächeren 4. Quartal. Die Umsatzerlöse sind im Vorjahresvergleich um 3% (1,9 Mio. EUR) auf 58,8 Mio. EUR gestiegen. Im Planvergleich bedeutet dies eine Übererfüllung von 3%. Umsatzzuwächse gegenüber Vorjahr gab es vor allem in den Regionen China (+4,3 Mio. EUR), den Seychellen (+0,5 Mio. EUR), Japan und der Schweiz (je +0,4 Mio. EUR). Die signifikantesten Umsatzrückgänge wurden in Südkorea (-1,1 Mio. EUR), Deutschland und Österreich (jeweils -0,8 Mio. EUR) verzeichnet Aus dem Umsatzanstieg konnte keine positive Ergebnisentwicklung erzielt werden. Der im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Mio. EUR bessere Rohertrag (Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen, Materialaufwand) wird von den im Berichtsjahr um 3,1 Mio. EUR gestiegenen Kosten überlagert. Die Personalaufwendungen sind um 2,0 Mio. EUR und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge um 1,1 Mio. EUR höher als im Vorjahr. Am Jahresende waren am Standort Waldbronn (ohne Aushilfen, Studenten, Langzeitabwesende) 310 Mitarbeiter (Vorjahr: 295 Mitarbeiter) beschäftigt. Bei den Mitarbeitern sind zwei Geschäftsführer mitgezählt. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage: Darstellung, Analyse, Beurteilung a) Ertragslage Von den 58,8 Mio. EUR Umsatzerlösen wurden 18,0 Mio. EUR (Vorjahr: 18,8 Mio. EUR) in Deutschland erwirtschaftet. Außerhalb Deutschlands teilen sich die Umsätze in folgende Regionen auf: Europa: 10,8 Mio. EUR (Vorjahr: 12,2 Mio. EUR), Asien: 21,1 Mio. EUR (Vorjahr: 17,2 Mio. EUR), Amerika gleichlautend dem Vorjahr: 8,7 Mio. EUR und sonstige Regionen 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0). Der Anteil von Eigenprodukten am Umsatz ist auf 84,6% gestiegen (Vorjahr: 82,6), während die Handelswarenumsätze von 15,2% auf 13,2% gesunken sind. Grund dafür sind fehlenden Umsätze aus dem Bereiche Bildverarbeitung. Dieser wurde im 2. Quartal 2022 verkauft. Sonstige Umsätze liegen im Bereich von 2,3%. Das Ergebnis vor Steuern von 0,04 Mio. EUR stellt im Vergleich zum Vorjahr (0,94 Mio. EUR) eine Ergebnisreduzierung von -0,9 Mio. EUR dar. Der Jahresfehlbetrag 2023 beträgt -0,06 Mio. EUR. Der Rohertrag ist um 2,2 Mio. EUR auf 38,1 Mio. EUR gestiegen. Dies resultiert sowohl durch den höheren Umsatz als auch durch eine bessere Rohertragsquote von 65% (Vorjahr 63%). Die Steigerung der Rohertragsquote resultiert im Wesentlichen durch den Verkauf margenstärkerer Eigenprodukte. Die sonstigen betrieblichen Erträge (1,3 Mio. EUR) sind gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Mio. EUR gesunken. Höheren Erträgen aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von 0,2 Mio. EUR stehen Erträge in Höhe von -0,3 Mio. EUR aus dem in 2022 verkauften Geschäftsbereich gegenüber. Die Personalkosten sind mit 25,1 Mio. EUR um 2,0 Mio. EUR höher als im Vorjahr. Die Gehaltsentwicklung wirkt sich mit 1,5 Mio. EUR aus. Die Auflösung und Bildung der Personalrückstellungen wirken sich im Vorjahresvergleich mit 0,5 Mio. EUR aus. Mit 14,2 Mio. EUR sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 0,9 Mio. EUR höher als im Vorjahr (13,3 Mio. EUR). Die gewährten Provisionen an Handelsvertreter sind um 0,5 Mio. EUR gestiegen. Zusätzlich sind die Kursaufwendungen, Reisekosten, und sonstige Personalkosten um jeweils 0,2 Mio. EUR höher. Andere sonstige betriebliche Aufwendungen sind um 0,3 Mio. EUR gestiegen. Dem gegenüber steht eine Reduzierung der Betriebspacht um -0,5 Mio. EUR. b) Finanzlage Die Finanzlage ist gut. Wir waren zu jedem Zeitpunkt im Berichtsjahr in der Lage, unseren Zahlungsverpflichtungen, unter Ausnutzung des Skontos, nachzukommen. Gewährte Kontokorrentlinien wurden 2023 nur für die Inanspruchnahme von Avalkrediten verwendet. Die verfügbaren Zahlungsmittel sind leicht um 0,8 Mio. EUR auf 4,3 Mio. EUR gestiegen. Der Aufbau ist im Wesentlichen durch die Reduzierung der Forderungen begründet. Zur Finanzierung von Investitionen wurden in den Jahren 2019 und 2020 insgesamt 5,0 Mio. EUR Darlehen aufgenommen. Der Saldo zum 31.12.2023 beträgt noch 1,0 Mio. EUR (Vorjahr 2,0 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten (15,2 Mio. EUR) sind um 1,2 Mio. EUR niedriger als im Vorjahr. Reduzierungen gab es im Wesentlichen aufgrund geleisteter Tilgungen der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (-1,0 Mio. EUR) und dem Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-0,9 Mio. EUR). Dem gegenüber stehen Zuwächse bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (+0,8 Mio. EUR). Dabei handelt es sich um den Aufbau von kurzfristigen Darlehen gegenüber Polytec Ltd von 1,0 Mio. EUR und Polytec SAS von 0,6 Mio. EUR. Das Verrechnungskonto gegenüber der Muttergesellschaft ist um 0,3 Mio. EUR gesunken. Die Verbindlichkeiten aus Provisionen Polytec China sind um -0,5 Mio. EUR niedriger. Die sonstigen Rückstellungen sind aufgrund einer Erhöhung von Urlaubs- und Gleitzeitkonten um 0,3 Mio. EUR auf 1,6 Mio. EUR gestiegen. Die Pensionsrückstellungen (1,2 Mio. EUR) wurden um 0,1 Mio. EUR reduziert. c) Vermögenslage Zum 31. Dezember sinkt die Bilanzsumme der Berichtsperiode um 1,1 Mio. EUR auf 42,8 Mio. EUR (Vorjahr: 43,7 Mio. EUR). Das Eigenkapital beträgt gleichlautend dem Vorjahr 24,2 Mio. EUR. Bezogen auf die Bilanzsumme entspricht dies einer Eigenkapitalquote von 57% (Vorjahr: 55%). Im Anlagevermögen sind unter den Finanzanlagen gewährten USD-Darlehen an Polytec Inc. zum Bilanzstichtag mit 1,9 Mio. EUR (Vorjahr 2,4 Mio. EUR) bewertet. Die Vorräte sind in Summe um 2,0 Mio. EUR auf 23,1 Mio. EUR gestiegen. Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen erhöhten sich um 0,5 Mio. EUR auf 7,9 Mio. EUR. Die fertigen Erzeugnisse und Waren sind um 1,0 Mio. EUR auf 5,4 Mio. EUR gewachsen, da nicht alle Aufträge wie geplant bis zum Jahresende ausgeliefert werden konnten. Die Anzahlungen sind um 0,4 Mio. EUR und die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um 0,1 Mio. EUR gestiegen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind zum Stichtag um 2,2 Mio. EUR auf 7,7 Mio. EUR gesunken. Im Wesentlichen handelt es sich um eine Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Polytec Inc. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (4,2 Mio. EUR) sind um 1,6 Mio. EUR niedriger und die sonstigen Vermögensgegenstände (0,8 Mio. EUR) erhöhen sich um 0,1 Mio. EUR. 3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Kernstück der Steuerung ist ein Kennzahlensystem. Wesentliche Steuerungsgrößen zur Messung des Erfolges der Strategieumsetzung des Unternehmens sind Auftragseingang, Umsatz und das Ergebnis vor Steuern. Die Rendite zum Umsatz (Ergebnis vor Steuern/Umsatzerlöse) beträgt 0,1% (Vorjahr: 1,7%). Die Eigenkapitalrendite (Jahresüberschuss/Eigenkapital) beträgt -0,2% (Vorjahr: 2,1%). Die angestrebten Werte von 1% Rendite zum Umsatz sowie 1% Eigenkapitalrendite wurden nicht erreicht. Ein wesentlicher Bestandteil des internen Steuerungssystems ist das systematische Risikomanagement zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung von externen und internen Risiken, die das Erreichen des Unternehmensziels negativ beeinflussen können. Weitere Informationen dazu sind unter dem Punkt "Chancen- und Risikobericht" zu finden. 4. Gesamtaussage Das Jahr 2023 war für Polytec ein herausforderndes Jahr. Der Umsatz konnte um 3% gegenüber Plan übertroffen werden. Dem gegenüber standen inflationsbedingte Kostensteigerungen, die zu einem Ergebnisrückgang geführt haben. Die angestrebte Ergebnisprognose wurde nicht erreicht. III. Prognosebericht Für das laufende Jahr prognostiziert die Bundesregierung zwar eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage, eine deutliche Erholung bleibt aber weiterhin aus. (Quelle: BMWi Jahreswirtschaftsbericht 2024) Aufgrund des verhaltenen Auftragseingangs im Berichtsjahr und des daraus geringeren Auftragsbestandes sind die Vorzeichen zwar eingetrübt, jedoch sind die Vertriebsprognosen positiv. Damit ist ein weiteres, wenn auch langsameres Wachstum verbunden. Darüber hinaus soll ein verstärktes Kostenmanagement in den Fokus rücken. Da sich die Schwierigkeiten in den Lieferketten wieder entspannen, geht Polytec davon aus, alle Aufträge bedienen zu können. Der Geschäftsplan 2024, wie er im Dezember 2023 verabschiedet wurde, beinhaltet eine weitere Umsatzsteigerung von 3%. Sofern ein Umsatz in dieser Höhe erzielt wird, beträgt die Umsatzrendite zwischen 0,1 und 0,5% und die Eigenkapitalrendite wird zwischen 0 und 0,2% betragen. Abhängig von der Ergebnisverwendung rechnen wir mit einer stabilen Eigenkapitalquote. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Die Risiken für das Unternehmen hängen nach wie vor stark an der weltweiten wirtschaftlichen Gesamtentwicklung und an der Entwicklung einzelner Industriezweige. Einen Großteil des Umsatzes erwirtschaftet Polytec mit hochpreisigen Investitionsgütern, die üblicherweise von den Kunden langfristig budgetiert werden müssen. Die Freigabe ist abhängig von wirtschaftlichen und konjunkturellen Entwicklungen. Außerdem wird ein nennenswerter Teil der Großsysteme an staatliche Stellen verkauft. Diese Budgets sind stark von politischen Rahmenbedingungen abhängig. Ertragsorientierte Risiken Aufgrund der Lieferkettenproblematik in den Vorjahren sowie inflationsbedingte Preissteigerungen sind die Materialkostensteigerungen überdurchschnittlich. Um dem Preisdruck entgegenzuwirken, wird sich Polytec unter anderem verstärkt auf die Einkaufsaktivitäten fokussieren. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der Lieferbeziehungen mit den Tochtergesellschaften in Japan, USA, England, Singapur und China bestehen Währungsrisiken. Relevant sind für Polytec Währungsschwankungen in USD, JPY und CNY. Aufgrund zunehmender Transaktionen mit China hat Polytec Maßnahmen zur Margensicherung eingeleitet. Bei Großaufträgen (ab 1,5 Mio. CNY) wurden Kurssicherungsgeschäfte bis zur Auslieferung abgeschlossen. Weitere Maßnahmen zur Kursabsicherung wurden im Berichtsjahr keine eingeleitet, somit ist Polytec dem restlichen Risiko von Kursschwankungen ausgesetzt. Fachkräftemangel Der deutschlandweit herrschende Fachkräftemangel trifft auch Polytec. Neue Mitarbeiter zu rekrutieren, dauert oftmals sehr lange, die Bewerberlage ist verhalten. Durch die demografische Entwicklung wird sich dies auch bei Polytec verstärken. Momentan werden Maßnahmen geplant und umgesetzt, um den Bekanntheitsgrad von Polytec auf dem Bewerbermarkt zu verstärken. 2. Chancenbericht Als innovatives Hochtechnologieunternehmen ist Polytec kontinuierlich bestrebt, den Kunden die bestmögliche am Markt verfügbare Genauigkeit und Zuverlässigkeit zu bieten, zusätzliche Marktpotentiale zu erschließen und das Produktportfolio ständig weiterzuentwickeln bzw. zu bereinigen. Durch neue, innovative Produkte und Serviceleistungen, Erfahrung und Zuverlässigkeit werden Werte geschaffen, die die Wettbewerbsfähigkeit der Kunden erhöhen. Dabei ist das Polytec Know-how branchenübergreifend gefragt: Ob in Raumfahrt, Medizin, Nanotechnologie oder Maschinenbau - unsere Messtechnik unterstützt Unternehmen in verschiedenen Branchen dabei, ihre Technologieführerschaft zu behaupten und auszubauen. Eine starke Abhängigkeit von speziellen Branchen, Ländern oder anderen spezifischen Abnehmergruppen ist somit minimiert. Die Zufriedenheit unserer Kunden genießt höchste Priorität. Deswegen sind wir auch mit Niederlassungen weltweit präsent. Unsere Anwender profitieren so überall dort von erstklassigem Service, wo Polytec Produkte im Einsatz sind. Mit Support vor Ort gewährleisten wir zuverlässige Messergebnisse für eine gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit und weiteres Wachstum unserer Kunden. Polytec ist ständig bestrebt, die global agierende Vertriebsorganisation und -struktur auszubauen. Durch diese weltweite Aktivität bieten sich regelmäßig Möglichkeiten, neue Märkte und Kunden zu gewinnen. 3. Gesamtaussage Aufgrund unseres breit aufgestellten Produkt- und Kundenportfolios sind die Voraussetzungen für eine weiterhin stabile Geschäftsentwicklung gegeben. Der Wachstumskurs von Polytec wurde im Umsatz weiter ausgebaut. Jedoch wurde aufgrund deutlicher Kostensteigerungen kein positives Ergebnis erzielt. Trotzdem sind wir zuversichtlich in den nächsten Jahren das Wachstum weiter auszubauen. Inwieweit sich die anhaltenden politischen Konflikte auf Polytec weiter auswirken werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind keine dem Unternehmen bekannten Risiken erkennbar, die einzeln oder in Kombination den Bestand der Firma Polytec GmbH gefährden können. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Finanzinstrumente der Polytec sind im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein aktives Debitorenmanagement. Das Forderungsausfallrisiko ist gering, da Neukunden und Kunden deren Bonität nicht bekannt sind, nur gegen Vorkasse beliefert werden. Zur Absicherung von Forderungsbeständen gegenüber Kreditrisikoländern arbeiten wir mit Akkreditiven. Verbindlichkeiten werden unter Ausnutzung von Skonto innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Ziel der Gesellschaft ist es, die finanziellen Risiken jeglicher Art zu unterbinden und den Unternehmenserfolg sicherzustellen und zu gewährleisten.
Waldbronn, im April 2024 Die Geschäftsführung Dr. Dietmar Gnaß Alfred Link BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim, Nr. HRB 360938 unter der Firma POLYTEC GmbH eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist in Waldbronn. Der Jahresabschluss der POLYTEC GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes für Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gegliedert. Als Zwischensumme wurde das Ergebnis vor Steuern eingefügt (§ 265 Abs. 5 Satz 2 HGB). B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss der POLYTEC GmbH wurde nach den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Bei den Bilanzposten wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Anlagevermögen Für maschinengebundene Werkzeuge des Sachanlagevermögens wurde ein Festwert gebildet. Letztmals zum 31.12.2023 wurde eine körperliche Bestandsaufnahme zur Überprüfung des Festwertansatzes vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, sofern die beizulegenden Werte am Abschlussstichtag die Anschaffungs- oder Herstellungskosten unterschreiten und die Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. Umlaufvermögen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu den Anschaffungskosten bewertet. Unfertige Erzeugnisse und Leistungen wurden entsprechend ihrem Fertigstellungsgrad mit den Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Verwaltungsgemeinkosten sowie Fremdkapitalzinsen wurden nicht berücksichtigt. Fertige Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Verwaltungsgemeinkosten sowie Fremdkapitalzinsen wurden nicht berücksichtigt. Waren sind zu ihren Anschaffungskosten bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren Devisenkassamittelkurs bewertet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen Posten sind während des Jahres mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der Entstehung erfasst worden. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Passivposten Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurde eine Rückstellung gebildet. Die Pensionsrückstellung wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der Rentenbarwertmethode bewertet. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Bei einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich festgestellt und bekannt gemacht werden. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder mit dem am Bilanzstichtag höheren Devisenkassamittelkurs bewertet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen Posten sind während des Jahres mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der Entstehung erfasst worden. Stetigkeit Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten worden. C. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Jahr 2023 ist aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel zu entnehmen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Der Bilanzansatz des Postens Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhaltet einen Betrag in Höhe von Euro 6.925.341,06 (Vorjahr: Euro 8.894.017,08), bei dem es sich zugleich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen handelt, sowie einen Betrag von Euro 816.917,10 (Vorjahr: Euro 1.023.916,16), bei dem es sich zugleich um sonstige Vermögensgegenstände handelt. Forderungen gegen Gesellschafter sind in der Bilanz nicht gesondert ausgewiesen. Bei dem in der Bilanz ausgewiesenen Posten Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich in Höhe von Euro 61.845,49 (Vorjahr: Euro 0,00) zugleich um eine Forderung an Gesellschafter im Sinne des § 42 Abs. 3 GmbHG. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Beträge ausgewiesen, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um erst im Folgejahr abzugsfähige Vorsteuern in Höhe von Euro 7.345,71 (Vorjahr: Euro 31.897,07) sowie um Ansprüche nach dem Forschungszulagengesetz in Höhe von Euro 392.766,00 (Vorjahr: Euro 316.307,10). Aktive latente Steuern Differenzen in den Wertansätzen, die zu aktiven latenten Steuern führen, ergeben sich postenbezogen im Wesentlichen beim Vorratsvermögen, bei den Pensionsrückstellungen und bei den sonstigen Rückstellungen; dem gegenüber stehen Differenzen, die zu passiven latenten Steuern führen, bei den Wertansätzen der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Bei der Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 30,515% zugrunde gelegt. Insgesamt stehen aktiven latenten Steuern von Euro 397.158,00 passive latente Steuern in Höhe von Euro 41.245,00 gegenüber. Auf den Ansatz aktiver latenter Steuern wurde verzichtet. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels Rentenbarwertverfahrens errechnet. Als Finanzierungsbeginnalter wird das versicherungsmathematische Alter der Versorgungsberechtigten zu Beginn des Wirtschaftsjahres des Unternehmenseintritts angesetzt. Die Richttafeln 2018G von Klaus Heubeck wurden als biometrische Rechnungsgrundlagen zugrunde gelegt. Der Rententrend wurde mit 2,00% p.a. berücksichtigt. Die Rückstellung wurde nach § 253 (2) S. 2 HGB bewertet. Dabei wurde im Berichtsjahr ein durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,82% zugrunde gelegt, der dem bei der Deutschen Bundesbank gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlichten Abzinsungszinssatz bei einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren entspricht. Der bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen zugrunde gelegte durchschnittliche Marktzinssatz wurde gemäß der gesetzlichen Regelung aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ermittelt. Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren beträgt Euro 9.336,00. In der Bilanz werden sonstige Rückstellungen von insgesamt Euro 1.587.021,05 ausgewiesen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für:
Verbindlichkeiten Der Bilanzansatz des Postens Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhaltet einen Betrag in Höhe von Euro 1.622.260,82 (Vorjahr: Euro 163.670,42), bei dem es sich zugleich um sonstige Verbindlichkeiten handelt, sowie einen Betrag von Euro 10.007.979,36 (Vorjahr: Euro 10.650.977,17), bei dem es sich zugleich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen handelt. Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten:
*) Angaben in Klammern = Vorjahresbeträge **) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind ggf. durch vertragsbedingten Eigentumsvorbehalt gesichert. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind in der Bilanz nicht gesondert ausgewiesen. Bei dem in der Bilanz ausgewiesenen Posten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich in Höhe von Euro 8.667.331,19 (Vorjahr: Euro 8.936.428,66) zugleich um Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter im Sinne des § 42 Abs. 3 GmbHG. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Der Posten Umsatzerlöse in der Gewinn- und Verlustrechnung gliedert sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt auf:
Der Posten Umsatzerlöse in der Gewinn- und Verlustrechnung gliedert sich nach Regionen wie folgt auf:
Unter dem Posten sonstige Zinsen und ähnliche Erträge sind Euro 540,59 (Vorjahr: Euro 226,55) aus der Abzinsung von Rückstellungen ausgewiesen. Unter dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Euro 22.353,00 (Vorjahr: Euro 24.468,11) aus der veränderten Abzinsung von Rückstellungen ausgewiesen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge in Höhe von Euro 522.478,15 (Vorjahr: Euro 608.171,43) aus der Währungsumrechnung enthalten, in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von Euro 601.908,42 (Vorjahr Euro 435.098,40) enthalten. E. Sonstige Angaben
Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr: Herr Alfred Link (Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH)) hauptamtlich Geschäftsführer der POLYTEC GmbH Dr. Dietmar Gnaß (Diplom-Physiker) hauptamtlich Geschäftsführer der POLYTEC GmbH Die Bezüge ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf Euro 61.368,00. Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen sind Euro 855.627,00 zurückgestellt. Die POLYTEC GmbH ist Tochterunternehmen der POLYTEC Gesellschaft für Analysen-, Meß- und Regeltechnik mbH & Co KG und wird in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens, der POLYTEC Gesellschaft für Analysen-, Meß- und Regeltechnik mbH & Co KG einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Waldbronn, den 5. April 2024 gez. Dr. Dietmar Gnaß gez. Alfred Link sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 22.07.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die POLYTEC GmbH, Waldbronn Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der POLYTEC GmbH, Waldbronn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der POLYTEC GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolosen Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Freiburg, den 16. April 2024 MORISON
Riedlinger AG
Dressler, Wirtschaftsprüfer Kischel-Leibrecht, Wirtschaftsprüfer |
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