Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 301896
Eingetragen
12.12.2005
Branche
Wärme- und KältehandelHerstellung von Heizkörpern für ZentralheizungenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Installationsbedarf für Gas, Wasser, Heizung und Klimatechnik
Gegenstand
Handel mit und Im- und Export sowie die Produktion von Bauteilen aller Art für Beund Entlüftungsanlagen, Klimaanlagen, Entstaubungsanlagen, Förderanlagen und Wasserver- und Entsorgungsanlagen sowie alle diesem Unternehmenszweck dienenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Thomas Degenkolb
seit 24.4.2025
Geschäftsführer
Jörg Krimilowski
seit 24.4.2025
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Lindab ABSWE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Lindab A/S
Denmark
3.300.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lindab GmbH

Bargteheide

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

1. Allgemeines

Die Lindab GmbH bietet Luftleitungssysteme und Zubehör sowie Lösungen für Lüftung, Heizung und Kühlung für ein nachhaltiges Raumklima. Durch hohe Qualität, Energieeffizienz, leicht zu montierende Systeme und umfassende Dokumentation vereinfachen wir das Bauen.

Unsere Produktpalette besteht im Wesentlichen aus:

Luftleitungssysteme

Luftdurchlässe

Luft-Wasser-Systeme

Schalldämpfer

Filter

Brandschutz und Entrauchung

Lüftungsgeräte

Montage- und Messtechnik

weiteres Zubehör

Das vom Lindab-Konzern selbst produzierte bzw. zugekaufte Sortiment wird von der Lindab GmbH durch ein Vertriebskonzept mit Niederlassungen, einem flächendeckenden Außendienstnetz und über den Online-Shop im deutschen Markt vertrieben. Dies bildet die Basis für unseren Kundenservice und unsere Logistik. Durch die stetige Erweiterung der Produktpalette baut die Lindab GmbH kontinuierlich ihre Marktstellung als Systemanbieter aus.

Der Lüftungsmarkt bedarf einer technisch intensiven Betreuung von Architekten und Ingenieurbüros, um die Produkte im Markt platzieren zu können. Die Lindab GmbH hat in den letzten Jahren diese technische Kompetenz systematisch aufgebaut und angepasst. Außerdem bietet die Lindab GmbH eine auf Projekte zugeschnittene Planungsunterstützung durch verschiedene IT-Tools an.

Der Bedarf für unser Produktportfolio stützt sich nach wie vor auf eine Vielzahl von Kunden und Bauvorhaben.

2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Trotz andauernder COVID19-Pandemie erholte sich die deutsche Gesamtwirtschaft leicht mit real +2,6% (Vorjahr: Rückgang von 4,8%; Angaben laut de.statista.com).

Gemäß Hauptverband der Deutschen Bauindustrie schloss das Bauhauptgewerbe das Jahr 2021 mit einem nominalem Umsatzplus von +1,2% ab. Im Wohnungsbau gab es einen Zuwachs von +2,0% zum Vorjahr. Der öffentliche Bau verlor mit -1,2%. Die Lindab GmbH ist im Wesentlichen im Wirtschaftsbau tätig, dieser umfasst den Wirtschaftshoch- und -tiefbau. Insgesamt stieg dieser Bereich in 2021 nominal mit +2,3% (Vorjahr: +1,2%). Durch die maßiv höheren Baupreise von +7,5% (ohne MwSt) führte dies aber real zu einem Umsatzrückgang im Bereich des Wirtschaftsbau von -4,9% (Vorjahr: -2,9%). Diese massiven Preissteigerungen sind insbesondere auf Lieferengpässe als Auswirkungen auf die COVID19-Pandemie und Materialverknappungen, aber auch der sich weiter verschärfende Mangel an Fachkräften zurückzuführen.

3. Wirtschaftliche Lage

Ertragslage

Die Umsatzerlöse für 2021 lagen mit EUR 37,1 Mio. deutlich über denen vom Vorjahr mit EUR 33,6 Mio. Dies ist im Wesentlichen den Preissteigerungen innerhalb des Geschäftsjahres für Rohmaterialien geschuldet aber auch bedingt durch einen leichten Volumenanstieg. Die geplanten Ziele für das Geschäftsjahr von leicht steigenden Umsatzerlösen konnten somit erreicht und sogar übertroffen werden.

Der Rohgewinn (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand bereinigt um Bestandsveränderungen) ist fast proportional zum Umsatzanstieg von TEUR 14.736 auf TEUR 16.247 gestiegen. Somit konnte die positive Trendwende im Bereich des Rohgewinns gegenüber den Vorjahren, trotz der massiven Preissteigerungen bei den Rohwaren, weiter nahezu gehalten werden.

Der Personalaufwand beträgt TEUR 6.916 (Vorjahr: TEUR 6.291). Der Anstieg der Personalaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Personalstärke im Bereich des neu aufgebauten Zentrallagers sowie aus Gehaltsanpassungen.

Durch den Verkauf unser Tochtergesellschaft Astron Buildings GmbH hat ein hieraus enstandener Verlust von TEUR 13.536 die sonstigen betrieblichen Aufwendungen massiv erhöht. Durch eine stetige Optimierung der Kostenstruktur konnten die restlichen sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Wesentlichen auf Vorjahresniveau gehalten werden, lediglich die Ausgangsfrachten sind aufgrund der gestiegenen Kosten für Transport deutlich erhöht.

Die Lindab GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2021 ein betriebliches Ergebnis (EBIT 1 ) von TEUR -11.375. Ohne den Sondereffekt aus dem Verkauf der Tochtergesellschaft ergab sich ein betriebliches Ergebnis von TEUR 2.161 (Vorjahr: TEUR +1.529). Die budgetierten Ziele des betrieblichen Ergebnisses vor Beteiligungsergebnis von einem rückläufigen Betriebsergebnis wurden trotz der weiterhin anhaltenden Pandemie und deren Folgen infolge der positiven Entwicklung des Rohgewinns übertroffen.

Insgesamt ergibt sich unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses und der Ertragsteuern für das aktuelle Geschäftsjahr ein Jahresfehlbetrag von TEUR 12.754 (Vorjahr: Jahresüberschuss TEUR 3.747). Dieser beinhaltet zudem die Aufwendungen aus der Verlustübernahme der Astron Buildings GmbH, Mainz, in Höhe von TEUR 1.419 (Vorjahr: Ertrag aus der Gewinnabführung von TEUR 2.646) und den oben bereits genannten Verlust aus dem Verkauf selbiger Organtochter in Höhe von TEUR 13.536.

1 Ergebnis vor Zinsen, Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie Beteiligungsergebnis

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 gegenüber dem 31. Dezember 2020 um TEUR 11.539 auf TEUR 22.120 reduziert.

In die Sachanlagen wurden im Geschäftsjahr TEUR 1.919 insbesondere zum Ausbau des neuen Zentrallagers in Weimar investiert. Die Finanzanlagen haben sich durch den Beteiligungsverkauf um TEUR 23.456 reduziert.

Der Anstieg der Fertigerzeugnisse und Waren um TEUR 2.193 ist auf die Bevorratung des neuen Zentrallagers als auch auf den gestiegenen Stahlpreis zurückzuführen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Wesentlichen durch die Erhöhung der Cash-Pool-Forderungen um TEUR 6.147 gestiegen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen ist eine Forderung gegen die BRIAND Aero Group SAS, Les Herbiers/Frankreich, in Höhe von TEUR 1.419 bilanziert. Diese resultiert aus der Veräußerung der Anteile an der Astron Buildings GmbH und betrifft die Erstattung des übernommenen Verlusts des Geschäftsjahres 2021.

Gegenüber der Astron Buildings GmbH besteht eine sonstige Verbindlichkeit aus der letztmaligen Übernahme des Jahresverlustes von TEUR 1.419.

Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 82,4 % (Vorjahr: 92,0 %).

Finanzlage

Zwischen der Lindab GmbH und der Lindab AB (Båstad, Schweden) besteht ein Cash-Pooling-Vertrag. Aus dem Cash-Pooling besteht zum Bilanzstichtag eine Forderung von TEUR 8.043 (Vorjahr: Verbindlichkeit von TEUR 343). Die Veränderung resultiert insbesondere aud der Forderung der Veräußerung der Anteile an der Astron Buildings GmbH.

Die Lindab GmbH hat die gewohnten, schnellen Zahlungsmodalitäten bei den Lieferanten beibehalten. Diese sind auch für 2022 geplant und gesichert.

Die Gesellschaft verfügt über ausreichende Mittel, so dass im Laufe des Geschäftsjahres die Liquidität jederzeit gewährleistet war und alle finanziellen Verpflichtungen erfüllt werden konnten.

4. Prognose-, Chancen und Risikobericht

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2022 wurde das allgemeine wirtschaftliche Umfeld für die Lindab GmbH weiterhin maßgeblich von externen Faktoren bestimmt - der allgemeinen Konjunktur, aber insbesondere von dem Ukraine-Krieg und der anhaltenden COVID19-Pandemie und deren Auswirkungen zum Beispiel auf Rohstoffpreise und deren Verfügbarkeit, sowie auf Energie- und Transportkosten. Wir gehen davon aus, dass das allgemeine wirtschaftliche Umfeld für die Lindab GmbH auch im kommenden Geschäftsjahr 2023 weiterhin maßgeblich von diesen externen Faktoren bestimmt werden wird.

Gemäß Hauptverband der Deutschen Bauindustrie schloss das Bauhauptgewerbe das Jahr 2022 mit einem realen Umsatzrückgang von -5,1% ab. Im Wohnungsbau gab es einen Rückgang von -4,5% zum Vorjahr. Der öffentliche Bau verlor mit -6,2%. Insgesamt verlor der Wirtschaftshoch- und -tiefbau in 2022 nominal mit -9,0% (Vorjahr: +2,3%). Durch die maßiv höheren Baupreise von +16,7% (ohne MwSt) führte dies erneut zu einem realen Umsatzrückgang im Bereich des Wirtschaftsbaus von -4,4% (Vorjahr: -4,9%). Diese massiven Preissteigerungen sind insbesondere auf Lieferengpässe als Auswirkungen auf die COVID19-Pandemie, den Krieg in der Ukraine, die Energiepreise, auf Materialverknappungen, aber auch den sich weiter verschärfenden Mangel an Fachkräften zurückzuführen.

Chancen sehen wir im Wesentlichen in der dennoch mittelfristig recht stabilen Wirtschaftslage und in der Fortsetzung des derzeit praktizierten Geschäftsmodells. Mit unserer Produktqualität und unserem Service beliefern und unterstützen wir unsere Kunden auch während der Krise zuverlässig. Zudem sehen wir Chancen in der Klimadebatte bzw. hohen Abhängigkeiten von russischem Gas und Öl, welche mittelfristig einen energieeffizienten Betrieb von Gebäuden in den Fokus stellt. Hierzu und zu einem deutlich gesünderen Raumklima können wir mit unseren Produkten beitragen. In Deutschland besteht weiterhin auch ein hoher Renovierungs- und Sanierungsbedarf. Auch hier werden die Anforderungen an die Energieeffizienz und die Qualität des Innenraumklimas in Zukunft weiter zunehmen. Mit ihren Produkten und Systemen bietet die Lindab GmbH Lösungen, mit denen diese Anforderungen erfüllt werden können. All dies hat positive Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung.

Die durch die Pandemie und den Ukraine-Krieg verursachten Steigerungen bei den Rohstoffpreisen - insbesondere beim Stahl - betreffen auch die Lindab GmbH stark. Die Stahlpreise sind abhängig von der internationalen Nachfrage, Strafzöllen der Europäischen Union und der Verfügbarkeit am Markt. Der Stahlpreis ist unverändert auf einem sehr hohen Niveau. Die aktuelle Situation ist stabil. Langfristig erwarten wir weitere Schwankungen auf diesem hohen Niveau.

Die Lindab-Gruppe versucht, zeitgemäße Absprachen mit den Stahllieferanten zu treffen, welche uns die Möglichkeit sichern, auf Preiserhöhungen durch eine Kompensation im Markt zu reagieren und stets lieferfähig zu sein.

Die Lindab GmbH liefert an Kunden, die innerhalb der Baubranche tätig sind. In dieser Branche haben Kunden zum Teil mit Liquiditätsengpässen zu kämpfen. Die Lindab GmbH sichert einen großen Teil der Kundenforderungen bei einer Warenkreditversicherung ab. Durch die Pandemie sehen wir bisher keinen Anstieg der Insolvenzen.

Es bestehen auch unter Berücksichtigung der COVID19-Pandemie und des Urkraine-Kriegs keine Risiken, die den Fortbestand oder die Entwicklung der Gesellschaft gefährden könnten.

Geschäftsverlauf 2022

Die Umsatzerlöse für 2022 lagen mit EUR 39,7 Mio. über denen des Geschäftsjahres 2021 von EUR 37,1 Mio. Dies ist im Wesentlichen den Preisanpassungen innerhalb des Geschäftsjahres 2022 aufgrund der hohen Energie- und Transportkosten für Rohmaterialien geschuldet. Der Rohgewinn (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand bereinigt um Bestandsveränderungen) ist fast proportional zum Umsatz von TEUR 16.247 auf TEUR 16.633 gestiegen.

Der Personalaufwand beträgt TEUR 7.104 (Vorjahr: TEUR 6.916). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind auf TEUR 7.439 (Vorjahr: TEUR 6.978 bereinigter Wert ohne Effekte aus dem Beteiligungsverkauf) um 6,6% gestiegen.

Die Lindab GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2022 ein positives betriebliches Ergebnis (EBIT 2 ) von TEUR 1.859 (Vorjahr: TEUR -12.746). Insgesamt ergibt sich unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses und der Ertragsteuern für das Geschäftsjahr 2022 ein Jahresüberschuss von TEUR 1.637.

Ausblick

Nach einem guten Start in das Geschäftsjahr 2023 kann, trotz der wirtschaftlichen Umstände und des Ukraine-Krieges, ein guter Auftragseingang verzeichnet werden. Wir hoffen, dass sich dieser stabile Trend bis zum Jahresende fortsetzt. Für das Geschäftsjahr 2023 planen wir mit leicht erhöhten Umsatzerlösen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022.

Trotz der gestiegenen Energiekosten und Kostensteigerungen im Personalbereich erwarten wir ein leicht verbessertes Betriebsergebnis.

Die bestehenden Lieferverträge mit unseren Kunden können als zufriedenstellend bezeichnet werden und bestätigen die Erwartungshaltung betreffend den Umsatz.

 

Bargteheide, 21. April 2023

Ralf Tendera

2 Ergebnis vor Zinsen, Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie Beteiligungsergebnis

Bilanz

AKTIVA

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 38.180,00 13.555,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 2.712.432,13 1.375.768,13
2. Technische Anlagen und Maschinen 761.881,00 863.092,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 589.971,00 166.672,17
4.064.284,13 2.405.532,30
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 247,39 23.455.849,16
4.102.712,02 25.874.936,46
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.731.551,01 670.316,14
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.566.343,71 2.434.238,54
5.297.894,72 3.104.554,68
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.715.781,80 1.280.831,92
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.446.267,85 3.299.011,09
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.508.673,59 20.666,89
12.670.723,24 4.600.509,90
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 8.556,42 39.056,00
17.977.174,38 7.744.120,58
C. Rechnungsabgrenzungsposten 40.155,87 40.142,32
22.120.042,27 33.659.199,36

PASSIVA

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.300.000,00 3.300.000,00
II. Kapitalrücklage 37.093.010,00 37.093.010,00
III. Verlustvortrag - 9.418.586,70 - 13.166.197,92
IV. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss - 12.753.615,95 3.747.611,22
18.220.807,35 30.974.423,30
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 2.905,85 651.542,92
2. Sonstige Rückstellungen 888.074,68 862.232,32
890.980,53 1.513.775,24
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 805.735,58 551.505,84
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 85.712,05 223.150,83
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.060.935,88 384.749,72
- davon aus Steuern EUR 300.686,63 (Vorjahr EUR 139.113,28)
2.952.383,51 1.159.406,39
D. Rechnungsabgrenzungsposten 55.870,88 11.594,43
22.120.042,27 33.659.199,36

Gewinn- und Verlustrechnung

2021 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 37.069.124,23 33.560.801,03
2. Erhöhung des Bestands an fertigen Erzeugnissen 248.631,06 63.970,51
3. Sonstige betriebliche Erträge 105.962,43 144.374,66
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -20.879.556,05 -18.676.034,39
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -191.027,90 -212.368,32
-21.070.583,95 -18.888.402,71
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.742.702,95 -5.249.982,74
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.173.701,07 -1.040.781,36
- davon für Altersversorgung EUR 40.452,00 (Vorjahr EUR 42.059,00)
-6.916.404,02 -6.290.764,10
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -240.503,28 -210.101,97
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -20.564.011,14 -6.842.967,54
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 0,00 2.646.116,15
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.063,07 1.517,45
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 4.591,00 (Vorjahr EUR 0,00)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.307,80 -17.961,90
- davon an verbundene Unternehmen EUR -663,39 (Vorjahr EUR -12.524,54)
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme -1.419.292,65 0,00
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 34.107,09 -411.208,36
13. Ergebnis nach Steuern -12.746.214,95 3.755.373,22
14. Sonstige Steuern -7.401,00 -7.762,00
15. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss -12.753.615,95 3.747.611,22

Handelsregister-Nummer: HRB 2276 AH, Amtsgericht Lübeck

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021 sind gemäß den Vorschriften des HGBs (§§ 238 ff. und §§ 264 ff.) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt worden.

Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Gesellschaften gemäß § 267 (2) HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 (2) HGB wurde Gebrauch gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

I. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgte mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen, soweit es sich um abnutzbare Vermögensgegenstände handelte. Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden entsprechend ihrer Nutzungsdauer von 3 bis 25 Jahren linear abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250 sind im Jahr des Zugangs direkt als Aufwand erfasst worden. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250 bis EUR 1.000 wird jährlich ein Sammelposten gebildet. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden pauschalierend jeweils 20 % p.a. im Jahr, für deren Zugänge sie gebildet wurde, und den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben.

Die Abschreibungen auf Zugänge der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die in den Vorräten enthaltenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren sind mit den Anschaffungskosten angesetzt worden.

Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse erfolgte zu den durch die Betriebsabrechnung ermittelten Herstellungskosten unter Berücksichtigung der Materialeinzelkosten und der Fertigungslöhne. In den Herstellungskosten der fertigen Erzeugnisse sind auch indirekte Produktionskosten wie angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten bewertet. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde dem allgemeinen Ausfallrisiko sowie etwaigen Mahn- und Beitreibungskosten durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von EUR 14.361,44 (Vorjahr: EUR 10.958,23) Rechnung getragen. Die Einzelwertberichtigungen betrugen zum Stichtag EUR 111.219,04 (Vorjahr: EUR 128.968,98).

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert bilanziert worden.

Die aktiven Abgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit danach betreffen.

Den am Bilanzstichtag bestehenden Risiken wurde durch Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Wahlrechts zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB.

Die passiven Abgrenzungsposten beinhalten Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit danach betreffen.

II. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Anteile an verbundenen Unternehmen:

Die Gesellschaft war im Jahr 2021 zu 100 % an der Astron Buildings GmbH, Mainz, beteiligt. Diese wurde zum 31. Dezember 2021, 24:00 Uhr CET veräußert. Durch den Verkauf der Astron Buildings GmbH ist ein Verlust von TEUR 13.536 entstanden, der in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wird. Der seit 2009 bestehende Ergebnisabführungsvertrag wurde ebenfalls zum 31. Dezember 2021, 24:00 Uhr CET gekündigt, weswegen der Jahresfehlbetrag 2021 von TEUR 1.419 gemäß vertraglicher Vereinbarung noch vollständig von der Lindab GmbH übernommen wurde.

Die verbliebenen Anteile betreffen ein Konzernunternehmen, an dem die Gesellschaft mit einer geringen Quote beteiligt ist.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit TEUR 1.404 (Vorjahr: TEUR 310) aus Lieferungen und Leistungen, mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2.646) aus der Ergebnisabführung der Astron Buildings GmbH, Mainz, und mit TEUR 8.042 (Vorjahr: TEUR 343) aus dem Cashpooling mit der Gesellschafterin Lindab AB, Båstad/Schweden.

Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 3.300 und wird vollständig von der Lindab AB, Båstad/Schweden, gehalten.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen gebildet für Personalverpflichtungen, Kundenboni und ausstehende Rechnungen. Zudem bestehen Rückstellungen für drohende Verluste aus einer Vertragsauflösung.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultierten im Vorjahr aus Dienstleistungen gegenüber der Gesellschafterin Lindab AB, Båstad/Schweden, in Höhe von TEUR 19. Alle Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen wie im Vorjahr aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Gegenüber der Astron Buildings GmbH besteht eine sonstige Verbindlichkeit aus der Verlustübernahme in Höhe von TEUR 1.419.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

6. Passive Abgrenzungsposten

Die passiven Abgrenzungsposten beinhalten Einnahmen in Höhe von TEUR 56 (Vorjahr: TEUR 12) vor dem Bilanzstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit danach betreffen.

7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasingverträgen für die gemieteten Grundstücke und Gebäude der einzelnen Niederlassungen ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen mit einer Fälligkeit zwischen einem und vier Jahren in Höhe von TEUR 3.132 (Vorjahr: TEUR 2.480).

III. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Zinsaufwendungen:

Die Zinsaufwendungen betreffen mit TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 4) Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen.

2. Aufwendungen aus Verlustübernahme

Durch den im Jahr 2009 geschlossenen Ergebnisabführungsvertrag mit der Organgesellschaft Astron Buildings GmbH, Mainz, wurde im Geschäftsjahr 2021 ein Fehlbetrag von TEUR 1.419 übernommen (Vorjahr: abgeführter Gewinn von TEUR 2.646).

3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Ertragsteuern betreffen Erträge aus der Auflösung von Steuerrückstellungen für Vorjahre.

4. Verlustverrechnung

Der Jahresfehlbetrag von EUR 12.753.615,95 wird dem bestehenden Verlustvortrag hinzugefügt und auf neue Rechnung vorgetragen.

IV. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Arbeitnehmer

Während des Geschäftsjahres 2021 waren durchschnittlich 124 (Vorjahr: 118) Arbeitnehmer beschäftigt. Diese Zahl setzt sich wie folgt zusammen:

2021
Angestellte 59
Gewerbliche Arbeitnehmer 65
124

2. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft ist:

Ralf Tendera, Reutlingen

Die Berufsbezeichnung entspricht der Organstellung. Die Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführung sind unter Bezugnahme auf § 286 (4) HGB unterblieben.

3. Konsolidierungskreis

Alleinige Gesellschafterin ist die Lindab AB mit Sitz in Båstad/Schweden.

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und zugleich größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Lindab International AB ebenfalls mit Sitz in Båstad/Schweden. Der Jahresabschluss der Lindab GmbH wird in den nach IFRS-Grundsätzen aufgestellten Konzernabschluss der Lindab International AB, Båstad/Schweden, einbezogen. Der Konzernabschluss ist unter der Registernummer 556606-5446 bei der Bolagsverket in S-45141 Sundsvall erhältlich.

4. Nachtragsbericht

Zu den anhaltenden Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie des Ende Februar ausgebrochenen Krieges zwischen Russland und der Ukraine verweisen wir auf unsere Ausführungen in den Abschnitten 3 und 4 des Lageberichts.

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich darüber hinaus nach dem Stichtag nicht ergeben.

 

Bargteheide, 21. April 2023

Ralf Tendera

Entwicklung des Anlagevermögens in dem Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.01.2021 Zugang 2021 Abgang 2021 Stand 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 17.153,46 28.265,00 0,00 45.418,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 1.974.261,06 1.389.469,81 -47.021,37 3.316.709,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.754.421,70 21.548,00 -31.067,97 2.744.901,73
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.033.970,40 508.107,98 -21.043,80 1.521.034,58
5.762.653,16 1.919.125,79 -99.133,14 7.582.645,81
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 30.241.247,89 0,00 -30.241.000,00 247,89
36.021.054,51 1.947.390,79 -30.340.133,14 7.628.312,16
Abschreibungen
Stand 01.01.2021 Zugang 2021 Abgang 2021 Stand 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 3.598,46 3.640,00 0,00 7.238,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 598.492,93 29.295,13 -23.510,69 604.277,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.891.329,70 122.759,00 -31.067,97 1.983.020,73
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 867.298,23 84.809,15 -21.043,80 931.063,58
3.357.120,86 236.863,28 -75.622,46 3.518.361,68
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 6.785.398,73 0,00 -6.785.398,73 0,00
10.146.118,05 240.503,28 -6.861.021,19 3.525.600,14
Buchwerte
Stand 01.01.2021 Stand 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 13.555,00 38.180,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 1.375.768,13 2.712.432,13
2. Technische Anlagen und Maschinen 863.092,00 761.881,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 166.672,17 589.971,00
2.405.532,30 4.064.284,13
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 23.455.849,16 247,89
25.874.936,46 4.102.712,02

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Lindab GmbH, Bargteheide

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Lindab GmbH, Bargteheide, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lindab GmbH, Bargteheide, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 21. April 2023

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Kritzer, Wirtschaftsprüfer

Frank Bertram, Wirtschaftsprüfer

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