IMLIP GmbH Vermietung und Verpachtung
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Karl-Leonhard Dr. Ing. Andermahr seit 31.3.2010 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
EI Investment GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Axelius Automation GmbHLippstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 20101. Wirtschaftliche RahmenbedingungenDie Gesellschaft ist im Bereich Maschinen- und Anlagenbau tätig. Tätigkeitsschwerpunkte sind Produktionstechnik-Anlagen, die sich mit den Fertigungsprozessen Kleben, Schrauben und Prüfen befassen. Dies erfolgt unabhängig vom Automatisierungsgrad, d. h. das Spektrum reicht von Handarbeitsplätzen bis hin zu vollautomatisierten Systemen, meist unter Einsatz von Robotertechnik. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise erwartungsgemäß während des gesamten abgelaufenen Geschäftsjahres schwierig. Ebenfalls erwartungsgemäß war aufgrund der geringen Nachfrage jeder Auftrag hart umkämpft. In der zweiten Jahreshälfte erholte sich der Markt signifikant, so dass mittlerweile von einer zufriedenstellenden wirtschaftlichen Marktlage ausgegangen werden kann. Im Fachbereich Montage, Handhabung und Industrieroboter konnten die Mitgliedsunternehmen des "Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA)" einen Anstieg des Auftragseingangs um 56 % gegenüber dem Vorjahr verbuchen. Die axelius konnte einen Anstieg von knapp 58 % verzeichnen. Das Niveau lag auch in der Branche noch unter dem Vorkrisenniveau. 2. Geschäftsverlauf und Lage der GesellschaftDie Gesellschaft hat frühzeitig auf die schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen reagiert und das bereits in 2009 gestartete Sanierungskonzept im Geschäftsjahr 2010 weiter fortgesetzt. Hierbei wurden alle Kostenpositionen konsequent bearbeitet und die Personalkapazität auf das geplante, deutlich unter dem Niveau von 2009 liegende, Absatzvolumen angepasst. Speziell im Overhead konnte deutlich gegenüber dem Jahr 2009 reduziert und somit die Gewinnschwelle herabgesetzt werden. Im Overhead konnte die Mitarbeiterzahl bis zum 31. Mai 2011 um neun Personen auf 20 Mitarbeiter reduziert werden. Im produktiven Bereich wurden acht Neueinstellungen vorgenommen, hiervon sind noch sechs Verträge befristet. Die Tarifparteien vereinbarten einen Sanierungstarifvertrag mit einer Laufzeit von 3 Jahren, der für eine weitere Reduzierung der Personalkosten sorgt. Ferner konnte mit Bestandskunden eine Umsatzzusage für den gleichen Zeitraum vereinbart werden. Der Auftragseingang war im ersten Halbjahr 2010 nicht zufriedenstellend. Daher wurden die Vertriebsaktivitäten fokussiert und verstärkt. Vertriebsseitig wurden zügig die notwendigen Maßnahmen umgesetzt. Neben personellen Veränderungen wurde eine Fokussierung auf Neukunden zielgerichtet durchgeführt. Dies führte zu einem steilen Anstieg des Auftragseingangs im zweiten Halbjahr 2010 von TEUR 9.022. Der gesamte Auftragseingang 2010 lag bei TEUR 14.045. Trotz dieser Maßnahmen konnte ein Verlust im Geschäftsjahr 2010 nicht vermieden werden. Der geringe Auftragseingang im ersten Halbjahr 2010 führte zu einem nochmals gesunkenen Umsatz für das Geschäftsjahr 2010, der um 22,6 % unter dem Vorjahr lag. Bedingt durch den besseren Auftragseingang im zweiten Halbjahr und hier insbesondere im vierten Quartal schlug der verminderte Umsatz nicht komplett auf die gesamte Betriebsleistung durch. Die um Sondereinflüsse bereinigte Betriebsleistung verzeichnete einen Rückgang von 15,9 %. Zwar konnten durch das Kostenreduzierungsprogramm mit den Schwerpunkten Ergänzungstarifvertrag und Personalabbau die Personalaufwendungen um TEUR 544 (-9,7 %) reduziert werden. Die Kostenreduzierung wies allerdings nicht den gleichen prozentualen Rückgang wie die Reduzierung der Betriebsleistung aus, da die Maßnahmen zum Teil erst gegen Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres ihre komplette Wirkung entfalteten. Die Personalaufwandsquote stieg entsprechend von 47,0 % auf 50,6 %. Nach aktuellen Zahlen wird diese Quote im Geschäftsjahr 2011 auf 32,0 % sinken. Bedingt durch den hohen Verlust ist das Eigenkapital zum Ende des Geschäftsjahres 2010 komplett aufgezehrt worden. Das abgelaufene Geschäftsjahr wurde durch den Geschäftsführerwechsel nochmals mit Abfindungen belastet. Ferner waren in der Zeit von März bis Dezember 2010 zwei Geschäftsführer für die Gesellschaft tätig. Diese Doppelbelastung entfällt mit dem Jahr 2011. Inklusive der Beträge aus weiteren Aufhebungsverträgen sowie der Nachbelastung der Transfergesellschaft ergeben sich hieraus Kosteneinsparungen für die Folgejahre in Höhe von TEUR 382. Ferner fand Anfang 2011 sowohl eine lohnsteuerliche Prüfung als auch eine Großbetriebsprüfung statt. Die voraussichtlichen Auswirkungen sind umfänglich im Jahresabschluss für das abgelaufene Geschäftsjahr erfasst worden und belaufen sich inklusive der Änderungsanträge auf Mehraufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 108. Aufgrund des steilen Anstieges im Auftragseingang mussten wir bereits im vierten Quartal 2010 auf Kapazitätszukäufe zurückgreifen, wodurch die Aufwandsquote für bezogene Leistungen von 1,2 % auf 3,9 % anstieg. Entsprechend stieg die Materialaufwandsquote insgesamt von 39,9 % auf 43,2 %. Wir haben aufgrund der positiven Fortführungsprognose erstmalig von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, latente Steuern in Höhe von TEUR 246 zu aktivieren. Bedingt durch die Ergebnissituation wurden lediglich absolut notwendige Investitionen vorgenommen. Das Volumen betrug nur TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 145). Durch die Erhöhung der Anzahlungsquote und ein konsequentes Forderungsmanagement konnte trotz des negativen Jahresergebnisses ein positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 405 generiert werden. Ferner konnte mit dem Darlehensgeber vereinbart werden, dass das gewährte Darlehen um TEUR 500 erhöht wird. Darüber hinaus können wir noch einen Betrag von TEUR 100 in Anspruch nehmen. Abzüglich der getätigten Investitionen hat sich der Finanzmittelfonds somit um insgesamt TEUR 868 im Geschäftsjahr 2010 erhöht. Durch die vertragliche Zusicherung der Hausbank und eines weiteren Kreditgebers konnte die Liquidität abgesichert werden. Weiterhin hat uns die Hausbank bei der Finanzierung der Projekte mit einem höheren Auftragsvolumen mittels Projektfinanzierung unterstützt. Dadurch war die Liquidität jederzeit vorhanden. Es konnten alle vertraglichen Zusicherungen beibehalten werden. Der Liquiditätsrahmen stand wie bisher zur Verfügung. Aufgrund der konjunkturellen Entwicklung und des konsequenten Vertriebstätigkeiten konnte ein Auftragsbestand von TEUR 6.217 zum Geschäftsjahreswechsel 2010/2011 erreicht werden. 3. Prognosebericht und voraussichtliche EntwicklungIn der Businessplanung für das Geschäftsjahr 2011 planten wir zum Ende des Geschäftsjahres 2010 mit einem Anstieg des Umsatzes in 2011 gegenüber dem Vorjahr von 40 %. Mit dem Auftragseingang bis zum 31. Mai 2011 ist bereits ein Umsatzvolumen für das Geschäftsjahr 2011 von TEUR 13.709 gesichert. Die aktuelle Anfragesituation führt zu der Annahme, dass der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ca. 60 % betragen wird. In den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahres 2011 konnten bereits positive Ergebnisse erzielt werden. Die EBT-Quote liegt bei 0,9 %, wobei der Umsatz noch unter einem proportional verteilten Planumsatz liegt. Das Ergebnis bestätigt unseren Weg der Reduzierung des Fixkostenblocks, speziell im Overhead. Die Personalaufwands- und die Materialaufwandsquote liegt zusammen in den ersten fünf Monaten bei 91,2 % (Vorjahr 95,0 %) bezogen auf die Gesamtleistung. Der Personalaufwand konnte erheblich von 51,9 % auf 32,0 % reduziert werden. Der hohe Anteil des Materialaufwandes resultiert aus dem Kapazitätszukauf von Fremdpersonal. Aufgrund des hohen gesicherten Umsatzes für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von TEUR 13.709 ist eine Verstärkung in allen produktiven Bereichen des Unternehmens notwendig geworden. Wir verfolgen trotz des Wachstums weiterhin die Strategie der Kostenflexibilität. Basierend auf den aktuellen Zahlen lässt sich eine ausreichende EBT-Marge für das Geschäftsjahr 2011 hochrechnen, die zum Ausgleich des negativen Eigenkapitals führen wird. Anhand der Kapitalfluss-Planrechnung konnte ermittelt werden, dass die Liquidität durch die zur Verfügung gestellten Kreditrahmen für den Planungshorizont gesichert ist. Im Geschäftsjahr 2012 können wir anhand einer detaillierten Planung von einer weiteren Verbesserung der Kapital- und Liquiditätssituation ausgehen. Unsere Planung wird durch gegenwärtige Anfragen und Auftragseingänge gestützt, deren Umsatzrealisierung bereits jetzt das kommende Jahr 2012 betreffen. Im Gegensatz zu den Vorjahren können wir davon ausgehen, dass die ersten Monate 2012 positive Zwischenergebnisse zur Konsequenz haben werden. Zum Ende des Geschäftsjahres 2012 wird die Eigenkapitalquote wieder zweistellig sein und das Niveau zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 überschritten haben. 4. RisikoberichtZur Absicherung der Unternehmensentwicklung und Früherkennung einer Fehlentwicklung bedienen wir uns eines umfangreichen Planungsinstrumentariums. In einer wöchentlichen Vertriebsroutine werden die aktuellen Anfragen und abgegebenen Angebote besprochen und in Wahrscheinlichkeitsstufen klassifiziert. Entsprechend dieser Zuordnung werden die Aufträge bei der Kapazitätsplanung berücksichtigt, um rechtzeitig Maßnahmen zur Aufstockung oder zum Abbau von Ressourcen zu ergreifen. In einer weiteren Routine werden die abzuarbeitenden Projekte im Hinblick auf Produktreife, Termin und Kosten diskutiert. Die Erkenntnisse aus den Routinen fließen in den monatlichen Abschlussbericht ein, der eine detaillierte Forecast-Planung im Hinblick auf die Ergebnis- und Liquiditätssituation beinhaltet. Ferner werden wöchentlich Liquiditätspläne erstellt, die die aktuelle Auftragssituation umfassen. 5. Chancen und Risiken der zukünftigen EntwicklungAufgrund der Neupositionierung der Vertriebstätigkeiten konnten neue Kunden in Branchen außerhalb Automotive sowie auch innerhalb Automotive gewonnen werden. Hierin sieht das Unternehmen das Potential für eine langfristige Wachstumsstrategie. Risiken werden aber in der nach wie vor nicht einschätzbaren Situation in Japan gesehen. Weitere Risiken sehen wir zurzeit auf der Beschaffungsseite derart, dass wichtige auftragsspezifische Komponenten nicht zeitgerecht beschafft und Liefertermine nicht eingehalten werden können. Weiterhin sehen wir bereits jetzt eine große Herausforderung in dem Bereich Fachkräftemangel. Speziell gute Maschinenbauingenieure sind schwer auf dem Markt zu finden. Hier gilt es, eine gute Balance zwischen Kostenflexibilität und gutem Arbeitsergebnis zu finden, um eine konstant gute Auslieferqualität beizubehalten und die Kostenbudgets und Terminpläne einzuhalten. Die Forderung des Kunden nach der Präsenz im Ausland nimmt weiter zu. Deren mögliche Umsetzung ist in Prüfung. Die Gespräche mit den Banken verlaufen weiterhin positiv. Vor dem Hintergrund des geplanten Wachstums wird gemeinsam mit den Kreditinstituten eine langfristige Finanzierungsstrategie vorbereitet, die bis zum Ende des Geschäftsjahres 2011 realisiert werden soll. Die Tendenz des verstärkten Anteils im Neukundenbereich führt zu einer Erhöhung des erforderlichen Bürgschaftsvolumens. Bisher stehen die benötigten Kreditzusagen noch nicht zur Verfügung. Die Sicherstellung wird ein Aufgabenschwerpunkt für die Zukunft sein. In der Vergangenheit und aktuell konnten mit einem vor Ort ansässigen Kreditinstitut projektbezogen die notwendigen Finanzierungen sichergestellt werden. Allerdings stellen terminliche Verschiebungen ein deutliches Risiko für die Unternehmensfinanzierung dar. Die Liquiditätssituation steht daher zurzeit im wöchentlichen Planungsfokus. 6. Forschung und EntwicklungDie Neuausrichtung als Systemintegrator führt dazu, dass neben den Kernprozessen bei der Montage das Handling und Positionieren von Bauteilen sowie die Software der Gesamtanlage an Bedeutung gewinnen. Diesem Umstand wird dadurch Rechnung getragen, dass neben der weiteren Entwicklung in den Sparten Prüfen, Kleben und Schrauben gezielt Innovationsprojekte im Bereich Anlagenlogistik und Anlagensoftware gestartet wurden.
Lippstadt, 22. Juni 2011 axelius Automation GmbH gez. Dr. Ing. Karl-Leonhard Andermahr, Geschäftsführer BilanzAKTIVA
GuV
Anhang1. Allgemeine Angaben und gesetzliche Grundlagen für die Aufstellung des JahresabschlussesDie axelius automation GmbH mit Sitz in Lippstadt (Amtsgericht Paderborn HR B 7861) ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze der geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1, Satz 2, 266 ff. HGB). Der Jahresabschluss wurde erstmals nach den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) aufgestellt. Die bisherige Form der Darstellung und die bisher angewandten Bewertungsmethoden wurden insoweit angepasst. Eine Durchbrechung der Stetigkeit liegt insoweit nicht vor. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend nicht angepasst (Art. 67 Abs. 8 Satz 1 und 2 EGHGB). Zum 1. Januar 2010 wurde aufgrund des Übergangs auf die Rechnungslegungsvorschriften nach BilMoG ein außerordentliches Ergebnis in Höhe von TEUR -24 bilanziert. 2. Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und VerlustrechnungDie Gliederung der Bilanz erfolgt im Rahmen der Vorschriften in § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Der nach § 268 Abs. 5 HGB auszuweisende Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr wird aus Gründen der Übersichtlichkeit im Rahmen der Darstellung des Verbindlichkeitenspiegels angegeben. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren). 3. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind gegenüber dem Vorjahr mit Ausnahme der Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unverändert. Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 HGB). Bei den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt die Abschreibung linear. Die beweglichen Anlagegüter werden linear und degressiv abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen pro rata temporis, d.h. monatsgenau auf den Zeitpunkt der Anschaffung bzw. Herstellung. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 3 HGB Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit einem Anschaffungswert bis zu EUR 150,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit einem Anschaffungswert zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00, die in den Geschäftsjahren 2008 und 2009 angeschafft wurden, werden auf einem Sammelkonto aktiviert und über 5 Jahre abgeschrieben. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 410,00 werden ab dem Geschäftsjahr 2010 im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Im darauf folgenden Geschäftsjahr wird ein Abgang unterstellt. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB). Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten angesetzt, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen ist (§ 253 Abs. 4 HGB). Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten (§ 255 Abs. 2 HGB). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Pauschalwertberichtigung beträgt 1 % der zum Bilanzstichtag offenen Rechnungen. Die Pauschalwertberichtigung umfasst den Zinsverlust verspätet eingehender Zahlungen. Nennenswerte Ausfälle sind nicht zu verzeichnen. Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB). Die Berechnung der aktiven latenten Steuern resultiert im Wesentlichen aus steuerlichen Verlustvorträgen sowie aus temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragsteuersatz liegt bei 30,9 %. Der Gewerbesteuer-Hebesatz beträgt hierbei 430 %. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen umfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). 4. Erläuterungen zur BilanzDie Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist als Anlage zum Anhang dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres (§ 268 Abs. 2 HGB). Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag folgende Beteiligungen mit einem Anteilsbesitz von mehr als 20 %:
* Angaben des Geschäftsjahres 2009
Die sonstigen Ausleihungen sind in voller Höhe verpfändet. In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind keine Posten mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr enthalten (Vorjahr: TEUR 134). Die aktiven latenten Steuern ermitteln sich wie folgt:
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB):
Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG ergibt sich ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von TEUR 360. Von der Übergangsregelung gem. Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Von diesem Betrag wurde demgemäß 1/15, also TEUR 24, den Pensionsrückstellungen zugeführt und als außerordentlicher Aufwand ausgewiesen. Die Unterdeckung der Pensionsrückstellung zum Bilanzstichtag beträgt TEUR 336 (Art. 67 Abs. 2 EGHGB). Der Aktivwert für die ergänzende Absicherung von Pensionen weist zum Bilanzstichtag einen Wert von TEUR 176 aus. Hiervon wurden TEUR 87 mit dem entsprechenden Rückstellungsposten saldiert. Der danach verbleibende Saldo in Höhe von TEUR 89 wurde als Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten (§ 268 Abs. 5 Satz 1 HGB, § 285 Nr. 1, 2 HGB) ergeben sich wie folgt:
Die Restlaufzeiten der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen ergeben sich vor der offenen Absetzung von den Vorräten. Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte. Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind insgesamt TEUR 900 durch Vorausabtretung von Forderungen aus dem Verkauf von Gegenständen des Anlagevermögens gesichert. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB bestehen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 7.025 (Vorjahr: TEUR 7.485) und setzen sich wie folgt zusammen:
5. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie außerordentlichen Aufwendungen (§ 277 Abs. 4 Satz 2 HGB) betreffen mit TEUR 24 die Zuführungsbeträge zur Pensionsrückstellung, die aufgrund der Neubewertung nach den neuen Rechnungslegungsvorschriften (BilMoG) erforderlich sind und gem. Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB in jedem Geschäftsjahr zu mindestens 1/15 zugeführt werden. Darüber hinaus werden Aufwendungen aus Abfindungs- und Ausgleichszahlungen an eine Transfergesellschaft zum Arbeitsplatzabbau ausgewiesen (TEUR 17). Die erstatteten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ergeben sich wie folgt:
6. Sonstige AngabenWährend des Geschäftsjahres 2010 waren einschließlich Aushilfen und Teilzeitkräfte durchschnittlich 95 Personen beschäftigt, davon 29 gewerbliche Arbeitnehmer und 66 Angestellte. Es sind keine Auszubildende beschäftigt worden. Zur Geschäftsführung waren bestellt:
Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt gem. § 286 Abs. 4 HGB. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 854.087,66 auf neue Rechnung vorzutragen.
Lippstadt, 22. Juni 2011 axelius Automation GmbH gez. Dr. Ing. Karl-Leonhard Andermahr, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERKWir haben dem Jahresabschluss und dem Lagebericht der axelius automation GmbH, Lippstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 in den diesem Bericht als Anlagen I (Jahresabschluss) und II (Lagebericht) beigefügten Fassungen den am 22. Juni 2011 in Koblenz unterzeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wie folgt erteilt: "Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der axelius automation GmbH, Lippstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar." Den vorstehenden Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses sowie des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 der axelius automation GmbH, Lippstadt, haben wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen erstattet.
Koblenz, 22. Juni 2011 BDO
AG
Horn, Wirtschaftsprüfer Feldhausen, Wirtschaftsprüfer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
6 nahegelegene Organisationen
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Musikverlage
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Herstellung von Präzisionsstahlrohren
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen