Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 743372
Eingetragen
14.12.2012
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungArchitekturbüros für Orts-, Regional- und LandesplanungArchitekturbüros für Hochbau
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die gestaltende, technische und wirtschaftliche Planung von Bauwerken sowie die Erstellung von Fachgutachten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Olaf Sachtler
seit 27.9.2022
Vorstandsmitglied
Denis Stanic
seit 27.9.2022
Prokura
Alexander Melchior
seit 27.9.2022
Prokura
Toralf Schucker
seit 27.9.2022
Prokura
Andreas Perl
seit 27.9.2022
Prokura
Tobias Landwehr
seit 27.9.2022
Prokura
Sebastian Frank
seit 17.12.2020
Prokura
Frank Henkel
seit 20.8.2019
Prokura
Erwin Fuisz
seit 20.8.2019
Prokura
Thies Ockelmann
seit 20.8.2019
Prokura
Roland Klenk
seit 3.8.2017
Prokura
Nikolaos Dimou
seit 3.8.2017
Prokura
Markus Scholz
seit 3.8.2017
Prokura
Caroline Mayerlen
seit 3.8.2017
Prokura
Markus Lind
seit 3.8.2017
Prokura
Lutz Sohrmann
seit 17.3.2014
Prokura
Markus Robert Ernst
seit 14.12.2012
Vorstandsmitglied
Stefan Hermann Ernst
seit 14.12.2012
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ERNST² Architekten AG

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell und Standorte des Unternehmens

Die ERNST 2 ARCHITEKTEN AG mit Sitz in Stuttgart entstand 2012 im Rahmen einer Umwandlung aus dem bereits seit dem Jahr 1998 bestehenden Vorgängerbüro.

Die Geschäftstätigkeit umfasst Architektenleistungen gemäß HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) in der Planung, Ausschreibung, Vergabe, Bauleitung und Objektüberwachung vor Ort sowie Projektmanagement, Baustellenlogistik, Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination und ergänzende Planungs- und Beratungsleistungen.

Den traditionellen Schwerpunkt des Büros bildet insbesondere die Übernahme der Leistungsphasen 6-9 HOAI (Ausschreibung, Vergabe, Objektüberwachung und Objektbetreuung) für mittlere und große Bauvorhaben. Die Übernahme der Leistungsphase 5 HOAI Ausführungsplanung, Projektaufträge aus dem Segment "Planen und Bauen", kombinatorische Leistungen aus Projektmanagement und Objektüberwachung sowie Generalplanungsleistungen stellen seit einigen Jahren zusätzliche Schwerpunkte in der Projektbearbeitung des Büros dar.

Die Aufträge werden einerseits im Direktauftrag durch die Bauauftraggeber oder andererseits durch meist entwurfsorientierte Architekturbüros im Rahmen einer Beauftragung als Nachunternehmer für die hinteren Leistungsphasen 6-9 HOAI erteilt.

Direktbeauftragungen erfolgen im Allgemeinen durch Industrieunternehmen, private Klinikträger sowie öffentliche Bauverwaltungen von Kommunen, Landkreisen und der Bauverwaltungen verschiedener Bundesländer und des Bundes. Öffentliche Aufträge werden regelmäßig im Wege sogenannter EU-weiter "VgV"-Verfahren (Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge) vergeben, an welchen die ERNST 2 ARCHITEKTEN AG allein oder mit Planungspartnern teilnimmt.

Die bestehenden Büro-Standorte Hamburg, Hannover, Düsseldorf, München, Berlin, Nürnberg, Freiburg, Tübingen, Aalen, Konstanz, Heidelberg, Heilbronn, Karlsruhe, Bremen, Frankfurt, Erfurt und Augsburg wurden bis Ende 2023 um Standorte in Würzburg, Regensburg und Köln erweitert. Planungen zur Eröffnung neuer Standorte in Leipzig, Memmingen, Ulm und Münster konkretisieren sich.

Die Standorte werden als unselbständige Niederlassungen geführt, gewährleisten eine ortsnahe Betreuung der Auftraggeber mit entsprechend kurzen Reaktionszeiten und bilden eine "Heimat" für Mitarbeiter, die in der jeweiligen Region beschäftigt werden.

II. Wirtschaftsbericht

1. Die Entwicklung der Branche

Ein Einfluss der aktuell anhaltenden gesamt- und baukonjunkturellen Schwächephase ist in den Branchen, für die die Gesellschaft tätig ist, auch im Jahr 2023 nicht festzustellen. Die hohe Nachfrage nach Architekten- und Ingenieurleistungen in den "späten" Leistungsphasen hat sich auch im Jahr 2023 für das Unternehmen auf hohem Niveau fortgesetzt. Der Auftragszuwachs im Bereich von Großprojekten des Klinik-, Forschungs- und Bildungs- aber auch des Industriebaus mit einer Laufzeit von mehreren Jahren ist für das Unternehmen ungebrochen. Die signifikanten Auftragsrückgänge im Wohnungs- und Bürobau konnten mit neuen Aufträgen bzw. Auftragserweiterungen zum Beispiel aus den Bereichen des Industrie- aber auch des Klinik-, Bildungs- und Kulturbaus kompensiert werden. Auch zum aktuellen Zeitpunkt ist für 2024 kein Auftragseinbruch für die Gesellschaft erkennbar.

2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Projektschwerpunkte der ERNST 2 ARCHITEKTEN AG erstrecken sich sowohl auf die Erstellung von öffentlichen Bauten wie Kliniken, Forschungs- und Verwaltungsgebäuden, Schulen und großen Wohnanlagen als auch auf hochtechnische Produktionsgebäude, Werkserweiterungen und -neuerrichtungen, deren Bearbeitungszeiträume sich von der Beauftragung bis zur Fertigstellung jeweils über mehrere Jahre erstrecken.

Der entgegen dem gesamtkonjunkturellen Trend unverändert hohe Auftragseingang des Jahres 2023 garantiert in Zusammenschau mit den Auftragsbeständen weiterhin eine hohe Auslastung für 2024 und die Folgegeschäftsjahre.

Die politischen und wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (Ukrainekrieg, Energiekrise, Baupreis- und Zinsentwicklungen u.a.) haben noch zu keinen signifikanten Projektverschiebungen oder -einstellungen geführt.

Die für 2023 vorgesehenen Projektabschlüsse und Schlussrechnungen konnten planmäßig realisiert werden.

Personalentwicklung

Der Personalanstieg der vergangenen Jahre setzt sich auch im Berichtsjahr weiter fort.

Es waren im Jahr 2023 durchschnittlich 517 Mitarbeiter beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahr konnte die Beschäftigtenzahl um 11,7% erhöht werden, um den Ausbau der Bürostandorte und die Aufstockung der Teams von Großprojekten zu gewährleisten.

Die Erweiterung des Vorstandes begünstigt den weiteren Ausbau der regionalen Standorte, um dem Unternehmenswachstum Rechnung tragen zu können.

Um das Personalwachstum für 2024 bei angespanntem Fachkräftearbeitsmarkt im Bereich von Architekten und Bauingenieuren und einer Personalfluktuation in 2023 von 10,83% bezogen auf die durchschnittliche Beschäftigtenzahl voranzutreiben, steht die Mitarbeiterzufriedenheit im Fokus.

Die Attraktivität des Unternehmens wird durch weitere Angebote zur Arbeitszeitflexibilität und die Gewährung von Benefits gesteigert.

Als Basis für die erfolgreiche interdisziplinäre Projektbearbeitung und die Qualitätsstabilität am Markt wird die Mitarbeiterentwicklung gesehen, die durch interne von den Architektenkammern Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen anerkannte Veranstaltungen sowie externe Fortbildungen geprägt wird.

Mit dem Personalzuwachs, der Stärkung der Mitarbeiterzufriedenheit und den Investitionen in Fort- und Weiterbildung korrespondiert der 12,9%ige Anstieg des Personalaufwands im Vergleich zum Vorjahr.

Investitionstätigkeit

Dem Aufbau und der Einrichtung neuer und dem Ausbau verschiedener bestehender Standorte sind zentrale Investitionen in 2023 gewidmet. Das Mitarbeiterwachstum bedingt Erweiterungen im Bereich der EDV für Hard- bzw. Software und die Vergrößerung des Fuhrparks. Die Investition in klimafreundliche Mobilität, wie die zur Verfügungstellung von E-Bikes und Fahrrädern dient der Mitarbeiterzufriedenheit und -gesundheit.

In 2023 wurden Investitionen in Höhe von insgesamt € 1,904 Mio getätigt. Davon wurden € 0,964 Mio. über Darlehen finanziert. Die übrigen Investitionen wurden aus Eigenmitteln bestritten.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Der Jahresüberschuss konnte erneut, wie bereits im Vorjahr, gesteigert werden. Der Jahresüberschuss liegt um 26,5% höher als der des Geschäftsjahres 2022 und wächst weiterhin überproportional im Vergleich zum Anstieg der Gesamtleistung. Die positive Ergebnisentwicklung der vergangenen Jahre setzt sich damit fort. Die anhaltend hohe Inflation bleibt weiterhin ohne Einfluss auf die Ertragslage des Unternehmens.

Die Gesamtleistung übersteigt mit € 51,9 Mio. erstmals in der Unternehmensgeschichte die Marke von € 50,0 Mio und wächst im Vergleich zum Vorjahr um 20%. Die Personalkosten steigen im Vergleich dazu um 12,9%, mithin also adäquat zum nominalen Personalzuwachs von 11,7% an.

Der Bestand an in Bearbeitung befindlichen Bauaufträgen liegt um 12% über dem Vorjahresniveau. Dabei handelt es sich um noch nicht fertig gestellte Bauvorhaben. Diese werden am Bilanzstichtag mit den Herstellungskosten bilanziert. Die Bewertung erfolgt nach dem Baufortschritt und wurde auf Wertberichtigungsbedarf überprüft.

Erhaltene Anzahlungen sind vertraglich vereinbart und geleistet. Sie stehen in Verbindung mit dem Bestandsaufbau und werden in der Bilanz vom Bestand offen abgesetzt. Die Bewertung der Einzelprojekte erfolgt durch normierte Quartalsbetrachtungen basierend auf internen Prozessen bei der digitalen Arbeitszeiterfassung und umfasst auch die von dritten Büros zugekauften Ingenieurleistungen der technischen Gebäudeausrüstung, Tragwerksplanung, Bauphysik u.a. Bedingt durch ein höheres Aufkommen an Generalplanungsprojekten fallen die Umfänge an Nachunternehmerleistungen deutlich höher aus als in den Vergleichszeiträumen der Vorjahre.

Die Zunahme der Nachunternehmerleistungen wirkt sich auch auf die Steigerung der Gesamtleistung aus. Nach Bereinigung um Nachunternehmerleistungen setzt sich die Leistungssteigerung von unternehmensimmanenten Eigenleistungen etwa auf Vorjahresniveau fort. Dies geht auch einher mit einem stichtagsbezogenen Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Zahlung der betreffenden Nachunternehmerleistungen erfolgt innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele.

Das Unternehmen finanzierte sich im Geschäftsjahr 2023 analog zu den Vorjahren im Wesentlichen aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Der Finanzmittelüberschuss aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnte trotz Personalkostenzuwachs und Auszahlung von Dividenden gesteigert werden. Den von unseren Auftraggebern in Anspruch genommenen verlängerten Zahlungszielen wurde mit einem konsequenten Forderungsmanagement begegnet und damit eine angemessene Liquidität gesichert.

Die Standorterweiterungen erhöhen die langfristigen Verpflichtungen aus Mietverträgen.

Der Vorstand der ERNST 2 ARCHITEKTEN AG ist mit der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im abgelaufenen Geschäftsjahr zufrieden und die Ergebniserwartung des Vorjahres hat sich im Wesentlichen verifiziert.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung verwenden wir folgende Leistungsindikatoren:

Jahr 2023 2022 2021
in Tausend € Anstieg in Tausend € Anstieg in Tausend € Anstieg
Gesamtleistung 51.862 19,97% 43.229 8,14% 39.975 11,20%
Auftragseingang 74.715 4,81% 71.284 10,14% 64.720 20,20%
Jahresergebnis 1211,23 26,47% 957,7 21,43% 788,71 24,62%
Bankguthaben 10.154 77,02% 5.736 9,91% 5.219 2,57%
durchschnittliche
Beschäftigte / Jahr 517 11,66% 463 5,22% 440 5,22%

Eine erneute Steigerung des Auftragseingangs um 4,8% gegenüber dem Vorjahr wird auf hohem Ausgangsniveau durch die Langfristigkeit der Beauftragungen und den hohen Bestand der in Ausführung befindlichen Projekte zu einer guten Auslastung für das Folgejahr 2024 führen.

Die Liquidität als Bankguthaben zum Stichtag abgebildet, konnte um 77% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Dieser Anstieg ist Folge und Fortsetzung des verbesserten Fakturierungsprozesses, einer konsequenten Überwachung und der Umsetzung eines termingerechten Mahnwesens.

Das Ergebnis ermöglicht eine konstante Ausschüttung an die Aktionäre ohne Beeinträchtigung der Liquidität.

III. Nachtragsbericht

Nach Ende des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

IV. Prognosebericht

Führende Branchenverbände und Wirtschaftsinstitute zeichnen ein sehr verhaltenes Bild der konjunkturellen Situation und Entwicklung der Baubranche und prognostizieren für 2024 - und damit im vierten Jahr in Folge - einen realen, inflationsbereinigten Umsatzrückgang im Bauhauptgewerbe um 3%. Im Zusammenspiel von stark gestiegenen Baupreisen, hohem Zinsniveau und anhaltender Nachfrageschwäche insbesondere im Wohnungs- und gewerblichen Hochbau wird auch weiterhin mit einem Durchsatz gesamtkonjunktureller Investitionszurückhaltung in den Bausektor zu rechnen sein.

In Zusammenschau mit bereits heute deutlich spürbaren Veränderungen der Arbeitswelt einerseits und dem anhaltenden Fachkräftemangel andererseits steht die Branche zudem vor signifikanten Anpassungsherausforderungen.

Zur Sicherstellung der Bearbeitung der Projekte in der gewohnt hohen Ausführungsqualität kommt es bereits seit einigen Jahren spürbar auf die stete Entwicklung des vorhandenen Mitarbeiterpotentials und die Gewinnung neuer qualifizierter Mitarbeiter an allen bestehenden und neuen Standorten an.

Aufgrund der weiterhin rückläufigen Nachfrage nach Planungsleistungen aus den Bereichen des Wohnungs- und gewerblichen Hochbaus rechnet sich die Gesellschaft weiterhin Chancen aus, neue Mitarbeiter auf dem seit Jahren angespannten Architekten- und Ingenieurmarkt zu gewinnen.

Die prognostizierte Zunahme an integrativen Planungs- und Realisierungsprojekten in verschiedensten Konstellationen und Kooperationen mit Bau- und Planungspartnern hat sich bereits in einer Vielzahl an konkreten Projekten der Generalplanung, der Bildung von Arbeitsgemeinschaften mit Architekten- und Fachplanungskollegen und in kombinatorischen Leistungsangeboten aus Bau- und Projektmanagement manifestiert. In diesen Bereichen wird auch weiterhin von einer Zunahme insbesondere von Projekten größeren Bauvolumens ausgegangen.

Unsicherheit geht weiterhin von der Kombination aus überdurchschnittlich gestiegenen Baupreisen und anhaltend hohem Niveau an Finanzierungskosten auf die Entwicklung der Bau- und unmittelbar angeschlossenen Branchen aus. Inwieweit und in welchem Umfang diese kombinierten Herausforderungen zusätzlich zu den deutlich restriktiver gesteuerten Investitionsbudgets des öffentlichen Sektors und der Industrie zu Verzögerungen bei bzw. Stornierungen von bereits erteilten Projektaufträgen führen wird, ist nach wie vor nicht belastbar zu beurteilen. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass der im Wohnungs- und gewerblichen Hochbau allgemein ablesbare Trend nicht ohne Wirkung auf die "späten" Leistungsphasen insgesamt bleiben wird.

Die hohe Projektauslastung der Gesellschaft sowohl im öffentlichen als auch im Wirtschafts- und Industriesektor wird vor dem Hintergrund bestehender, teilweise pönalisierter Fertigstellungs- und Nutzerübergabeverpflichtungen auch weiterhin als gesichert angesehen. Mit dem nach wie vor hohen Auftragsstand wären kurzfristige Projektverschiebungen oder -stopps kompensierbar. Prognosen zu langfristigen Auswirkungen der aktuellen Konjunkturflaute können nicht belastbar getroffen werden.

Unverändert stellen wir eine Zunahme von Verzögerungen in den behördlichen Abstimmungs- und Genehmigungsprozessen fest. Strukturelle Verbesserungen sind nicht feststellbar. Dies wird auch weiterhin starken Einfluss auf die termingerechte Projektbearbeitung und -fertigstellung haben und Entscheidungen der Auftraggeber insbesondere aus den Bereichen der Forschung, Entwicklung und Industrie für oder gegen weitere Investitionen in den Wirtschaftsstandort Deutschland wesentlich beeinflussen.

Komplexere und langwierige Prüf-, Freigabe- und Zahlungsläufe sowie ein ungebrochen hohes Aufkommen an vorsorglichen Rechnungskürzungen und -einbehalten auf Seiten unserer Auftraggeber oder den von diesen beauftragten Projektsteuerungen sind bislang ohne nennenswerten Einfluss auf die Liquidität des Unternehmens geblieben. Die Ausstattung mit liquiden Mitteln und das spürbar verbesserte Forderungsmanagement soll auch weiterhin für den Ausgleich der Unternehmensverbindlichkeiten innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele sorgen. Mit Blick auf die gestiegenen Honorarvolumina von Nachunternehmern im Rahmen von Generalplanungs- und Baumanagementprojekten wird der Fokus auch in Zukunft auf einem effektiven Forderungsmanagement liegen.

V. Chancen- und Risikobericht

Die mittel- und langfristigen Auswirkungen der Kombination aus überdurchschnittlich gestiegenen Baupreisen, dem anhaltend hohen Niveau an Kapital- und Finanzierungskosten und dem generellen Konjunkturtief auf die Entwicklung des Bausektors und die unmittelbar angeschlossenen Branchen sind nicht abschließend zu bewerten. Ob und inwieweit der etwa vom Zentralverband der Deutschen Bauindustrie e.V. für 2024 prognostizierte, erneute reale Umsatzrückgang im Bauhauptgewerbe auf die Auftragslage und die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft durchschlägt, bleibt abzuwarten.

Die Tendenz zu Projekteinstellungen oder -verschiebungen wird als zusätzliche Herausforderung in der Sicherstellung von vertraglich vereinbarten Ausführungs- und Fertigstellungsterminen auf jeden Fall zu beobachten sein.

Kritisch wird zudem das steigende Aufkommen an Liefer- und Leistungsengpässen und Insolvenzen auf Seiten der ausführenden Unternehmen und die damit verbundene Zunahme von Ablaufstörungen während der Bauausführung gesehen. Hier stehen aus dem deutschen Werkvertragsrecht und der laufenden Rechtsprechung aktuell nur sehr wenige geeignete Mittel und Werkzeuge zur Verfügung, in angemessenem Zeitraum zumindest anteilige Aufwandentschädigungen für signifikante Bauzeitverlängerungen durchsetzen und realisieren zu können.

Die geringe Abhängigkeit von einzelnen Auftraggebern, insbesondere der überschaubare Auftragsanteil von Projektentwicklern und Investoren wird nach wie vor als Vorteil gesehen. Auch bis zum Berichtszeitpunkt gelingt es, vor allem öffentliche und private Eigennutzer als Auftraggeber für die Gesellschaft zu gewinnen.

Der Ausbau kombinatorischer Leistungsangebote wird weiterhin als Chance verstanden, bisherige wirtschaftliche Nachteile aus den überwiegenden Nachunternehmerverhältnissen hinter Berufskollegen durch attraktive Auftragsverhältnisse direkt mit der Bauherrenschaft auszugleichen. Auch bei neuen Auftragsbewerbungen als potenzieller Nachunternehmer von Berufskollegen wir deutlich selektiver vorgegangen.

Akquisitions- und Ertragschancen werden in der planungs- und ausführungsbegleitenden Qualitätssicherungen von Bauprojekten sogenannter Kumulativleistungsträger (General- bzw. Totalunter- oder -übernehmer) gesehen. Hier ist ein deutlicher Trend zur Projektrealisierung des "Planens und Bauens" aber auch zur integrierten Projektabwicklung (sogenanntes IPA-Verfahren) erkennbar.

Die Bemühungen des Unternehmens bei der Mitarbeitergewinnung qualifizierter Architekten und Bauingenieure wurden erneut deutlich ausgeweitet. Berufliche Veränderungsbereitschaft von Mitarbeitern der auf Wohnungs- und Verwaltungsbau spezialisierten Planungsbüros soll im Sinne des Unternehmens weiterhin aktiv genutzt werden.

Gegen allgemeine Risiken bei der Projektbearbeitung besteht eine Berufs-Haftpflichtversicherung mit ausreichender Deckung zu Verfügung. Der Trend zum Anschluss objektbezogener Planer-Haftpflicht- oder kombinierter Bauleistungsversicherungen, sogenannter All-Risk-Versicherungen für größere Bauvorhaben hält unvermindert an.

Auftraggeber und Bauherren des Unternehmens werden auch weiterhin mit grundsätzlich guter Bonität beurteilt.

Finanzielle Risiken bestehen aufgrund eines angemessenen Kassen- und Bankguthabenbestandes bei gleichzeitiger konsequenter Teilwertabschreibung nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung nicht. Regelmäßiges Controlling des Bestandsaufbaus an angefangenen Arbeiten sollen die laufende Personaleinsatzplanung in den einzelnen Projekten unterstützen und etwaigen Fehlallokationen vorbeugen. Parallel wird an der Umsetzung eines konsequenteren Nachtragsmanagements gearbeitet, um die Wirtschaftlichkeit in den laufenden und künftigen Projekten sicherzustellen.

Geplante Investitionen sollen die laufende Aktualisierung der Arbeitsinstrumente gewährleisten.

Diese betreffen vor Allem weitere Anschaffungen im Bereich der Hardware- und Softwareausstattung wie z.B. den kontinuierlichen Ausbau von Cloudlösungen und die Ausweitung der erforderlichen Infrastruktur für BIM (Building Information Modeling).

Bei planmäßigem Verlauf der für 2024 anstehenden Projektabschlüsse wird für 2024 von einer erneuten Ergebnissteigerung größer 25% ausgegangen.

 

Stuttgart, 10. Mai 2024

ERNST2 ARCHITEKTEN AG

Dipl.- Ing. Architekt Stefan Ernst, Vorstand

Dipl.-Ing. Architekt Markus Ernst, Vorstand

Dipl.-Ing. Bauingenieur Olaf Sachtler, Vorstand

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.669.473,40 4.228.817,26
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 178.203,00 144.009,00
II. Sachanlagen 4.491.270,40 4.084.808,26
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.164.834,40 1.148.767,26
2. technische Anlagen und Maschinen 356.521,00 136.030,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.969.915,00 2.800.011,00
B. Umlaufvermögen 15.309.532,28 10.592.838,23
I. Vorräte 0,00 1.192.906,87
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 132.313.814,47 117.101.247,50
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.145.874,98 3.660.431,38
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 7.853,27 7.853,27
III. Wertpapiere 8.800,00 3.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.800,00 3.000,00
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 10.154.857,30 5.736.499,98
C. Rechnungsabgrenzungsposten 233.519,66 80.293,70
Aktiva 20.212.525,34 14.901.949,19

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.882.214,16 4.116.869,17
I. Gezeichnetes Kapital 120.000,00 120.000,00
II. Kapitalrücklage 647.270,98 647.270,98
III. Gewinnrücklagen 3.052.000,00 2.452.000,00
IV. Bilanzgewinn 1.062.943,18 897.598,19
davon Gewinnvortrag 277.598,19 339.882,89
B. Rückstellungen 5.688.406,00 5.499.119,91
C. Verbindlichkeiten 9.641.905,18 5.285.960,11
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.305.799,67 2.202.934,21
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 335.563,91 229.285,24
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.970.235,76 1.973.648,97
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 300.000,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 300.000,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 7.336.105,51 2.783.025,90
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 7.336.105,51 2.783.025,90
Passiva 20.212.525,34 14.901.949,19

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 52.913.004,21 44.436.753,94
2. Personalaufwand 37.096.193,59 32.844.554,40
a) Löhne und Gehälter 31.357.604,87 27.829.786,75
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.738.588,72 5.014.767,65
davon für Altersversorgung 64.220,01 65.731,46
3. Abschreibungen 1.459.550,48 1.220.510,24
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.459.550,48 1.220.145,88
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 364,36
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 12.436.136,41 8.898.183,91
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.681,02 47.924,23
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 72.421,63 50.013,01
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 605.652,13 459.427,31
8. Ergebnis nach Steuern 1.244.730,99 1.011.989,30
9. sonstige Steuern 59.386,00 54.274,00
10. Jahresüberschuss 1.185.344,99 957.715,30
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 277.598,19 339.882,89
12. Einstellungen in Gewinnrücklagen 400.000,00 400.000,00
a) in andere Gewinnrücklagen 400.000,00 400.000,00
13. Bilanzgewinn 1.062.943,18 897.598,19

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der ERNST 2 Architekten AG wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: ERNST 2 Architekten AG
Firmensitz laut Registergericht: Stuttgart
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Stuttgart
Register-Nr.: 743372

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 800 wurden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. Dabei werden die Personaleinzelkosten zzgl. Gemeinkosten, Fertigungseinzelkosten und anteiliger Verwaltungskosten angesetzt. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die erhaltenen Anzahlungen werden gem. § 268 Abs. 5 HGB offen von den unfertigen Leistungen abgesetzt.

Forderungen wurden zum Nennwert und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Vermögensgegenstände und Forderungen auf fremde Währung lautend werden zum Geldkurs am Eingangstag umgerechnet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, sowie sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet.

Bei der Bildung der Steuer- und sonstigen Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage im Anlagespiegel dargestellt.

Angabe zu Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Angaben zum Grundkapital

Das Grundkapital beträgt € 120.000,00. Das Grundkapital ist eingeteilt in 120.000 Namensaktien zum Nennbetrag von je 1 €. Das genehmigte Kapital ist ausgeschöpft. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24.06.2022 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 27.06.2027 das Grundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu 20.000 € gegen Bareinlage zu erhöhen.

Die Hauptversammlung hat am 23.06.2023 den Beschluss gefasst, € 200.000,00 in andere Gewinnrücklagen einzustellen.

Verbindlichkeiten

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt € 7.663.518,38 (Vorjahr: € 3.012.311).

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr belaufen sich auf € 1.970.235,76 (Vorjahr: € 2.273.648,97).

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren belaufen sich auf 0,00 €.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

(Vorjahr
in €)
Personalrückstellung 3.973.171,53 4.091.543,72
Die Rückstellungen werden gebildet für ausstehenden Urlaub, Überstunden, im Folgejahr gezahlte Prämien sowie die Beiträge zur Berufsgenossenschaft.
ausstehende Eingangsrechnungen 1.046.526,91 1.013.444,75
Gewährleistungsrückstellung 315.400,00 226.650,00
sonstiges 11.472,20 38.972,20

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275II HGB) aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Gewinnverwendung aufgestellt. In den Bilanzgewinn wurde ein Gewinnvortrag von € 277.598,19 einbezogen. Der Vorstand nimmt für das aktuelle Geschäftsjahr eine Zuführung zu den anderen Gewinnrücklagen in Höhe von € 400.000 vor.

Sonstige Angaben

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 517

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gestalten sich wie folgt:

< 1 Jahr
T€
1 - 5 Jahre
T€
>5 Jahre
T€
aus Miet- und Leasingverträgen 1.374 3.316 856

Der Vorstand schlägt vor, den im Jahresabschluss der Ernst 2 Architekten AG ausgewiesenen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung einer Dividende von 4,50 € je dividendenberechtigte Stückaktie € 540.000,00 Einstellung in Gewinnrücklagen € 200.000,00 Gewinnvortrag auf neue Rechnung € 348.833,30.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstandes und des Aufsichtsrates (§ 285 Satz 1. Nr. 9 Buchstabe a HGB) wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

Markus Ernst, Dipl.-Ing. Architekt

Stefan Ernst, Dipl.-Ing. Architekt

Olaf Sachtler, Dipl.-Ing. Bauingenieur

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

Johannes Vornholt, Architekt, Stuttgart - Vorsitzender (bis 23.06.2023)

Roland Wenk, Dipl.-Ing. Architekt, Stutensee - Vorsitzender (ab 23.06.2023)

Susanne Ernst, Rechtsanwältin, Düsseldorf - stellvertretende Vorsitzende

Dietmar Schulz, Diplom-Kaufmann, Stuttgart

 

Stuttgart, Mai 2024

gezeichnet

Stefan Ernst

Markus Ernst

Olaf Sachtler

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.039.219,15 173.364,26 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.039.219,15 173.364,26 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.824.047,77 178.098,14 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 737.398,00 317.070,82 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.306.717,03 1.236.200,40 42.271,60
Summe Sachanlagen 8.868.162,80 1.731.369,36 42.271,60
Summe Anlagevermögen 9.907.381,95 1.904.733,62 42.271,60
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 1.212.583,41
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 1.212.583,41
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.002.145,91
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.054.468,82
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 7.500.645,83
Summe Sachanlagen 0,00 10.557.260,56
Summe Anlagevermögen 0,00 11.769.843,97
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 895.210,15 139.170,26 0,00 0,00 1.034.380,41
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 895.210,15 139.170,26 0,00 0,00 1.034.380,41
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 675.280,51 162.031,00 0,00 0,00 837.311,51
2. technische Anlagen und Maschinen 601.368,00 96.579,82 0,00 0,00 697.947,82
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.506.706,03 1.061.983,40 37.958,60 0,00 4.530.730,83
Summe Sachanlagen 4.783.354,54 1.320.594,22 37.958,60 0,00 6.065.990,16
Summe Anlagevermögen 5.678.564,69 1.459.764,48 37.958,60 0,00 7.100.370,57
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 178.203,00 144.009,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 178.203,00 144.009,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.164.834,40 1.148.767,26
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 356.521,00 136.030,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 2.969.915,00 2.800.011,00
Summe Sachanlagen 0,00 4.491.270,40 4.084.808,26
Summe Anlagevermögen 0,00 4.669.473,40 4.228.817,26

Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung

(§ 171 Abs. 2 AktG)

Der Aufsichtsrat der Ernst2 Architekten AG hat sich durch Berichte des Vorstands und durch die Vorlage von Monatszahlen laufend über die wirtschaftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 informiert.

Er hat in 5 Aufsichtsratssitzungen am 10.02.2023, 12.05.2023, 23.06.2023, 08.09.2023 und 10.11.2023 zu wesentlichen Vorgängen bei der Ernst2 Architekten AG Stellung genommen. Die Stellungnahmen und Entscheidungen betrafen insbesondere den Wechsel im Vorsitz des Aufsichtsrats, die Mitarbeiterbeteiligung, das weitere Wachstum der Firma, rechtliche Beratung und IT-Sicherheit.

Mit dem Jahresabschluss 2023 und dem Ergebnis der zur Prüfung des Abschlusses bestellten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Nowak GmbH hat sich der Aufsichtsrat in zwei Bilanzsitzung vom 6. Mai 2024 und am 14. Mai 2024 befasst.

Der Prüfungsbericht wird zustimmend zur Kenntnis genommen. Auch nach dem Ergebnis der eigenen Prüfung des Aufsichtsrats sind keine Einwendungen zu erheben. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wird somit gebilligt und einstimmig festgestellt.

 

Stuttgart, den 14. Mai 2023

Dipl. Ing. Architekt Roland Wenk, Vorsitzender des Aufsichtsrat

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.06.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Ernst 2 Architekten AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Ernst 2 Architekten AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ernst 2 Architekten AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Karlsruhe, 13. Mai 2024

Nowak GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Lydia Nowak, Wirtschaftsprüferin

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