Model Sachsen Papier GmbH
Am Schanzberg 1, 04838 Eilenburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Stier seit 23.3.2026 | Prokura |
Uwe Dr. Weiß seit 22.8.2025 | Prokura |
Michael Breyer seit 7.9.2023 | Prokura |
Martin Hild seit 3.8.2023 | Prokura |
Martin Werner Kaltenegger seit 21.6.2023 | Prokura |
Franziska Schütt seit 9.2.2021 | Prokura |
Dirk Schwarze seit 12.4.2016 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Model AG | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Model Sachsen Papier GmbH (vormals: Stora Enso Sachsen GmbH)EilenburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.07.2021Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr 1. Januar bis 31. Juli 20211. Grundlagen der GesellschaftDie Model Sachsen Papier GmbH war bis zum 31. Juli 2021 ein 100 %iges Tochterunternehmen der Stora Enso-Gruppe. Die Gesellschafterin, Stora Enso Paper GmbH, hat mit Anteilskaufvertrag vom 26. Mai 2021 ihre Anteile an der Stora Enso Sachsen GmbH mit Wirkung zum 2. August 2021 an ein Unternehmen der schweizerischen Model-Gruppe verkauft. Mit Gesellschafterbeschluss vom 19. Juli 2021 wurde der Gesellschaftsvertrag in § 4 (Geschäftsjahr) geändert. Es wurde ein Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Juli 2021 eingeführt. Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Stora Enso Paper GmbH wurde durch Aufhebungsvertrag vom 30. Juli 2021 zum Ablauf des 31. Juli 2021, 24:00 Uhr, beendet und wird zum 31. Juli 2021 letztmalig durchgeführt. Weiterhin wurde mit Beschluss vom 2. August 2021 die Änderung des § 1 (Firma) des Gesellschaftsvertrages beschlossen. Die neue Firma lautet nunmehr "Model Sachsen Papier GmbH". Auf der Basis eines Lohnfertigungsvertrages wird die Stora Enso Maxau GmbH, Karlsruhe, beginnend ab 2. August 2021, die hergestellten Druckpapiere im Umfang von bis zu 80 % der Produktionskapazität des Werkes für die Dauer von 18 Monaten vertreiben und an ihre Kunden ausliefern. Danach beabsichtigt die Model-Gruppe, den Standort auf Wellpappenrohpapier umzustellen. Für das Unternehmen sind Umsatz und EBITDA weiterhin die entscheidenden finanziellen Leistungsindikatoren. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branchenentwicklung "Die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist nach wie vor von der Corona-Pandemie gekennzeichnet. Eine vollständige Normalisierung kontaktintensiver Aktivitäten ist kurzfristig nicht zu erwarten. Außerdem behindern Lieferengpässe vorerst das Verarbeitende Gewerbe. Im Verlauf des Jahres 2022 dürfte die deutsche Wirtschaft wieder die Normalauslastung erreichen. Gemäß den Prognosen der Institute steigt das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2021 um 2,4 % und wird im Jahr 2022 um 4,8 % zulegen" 1 . "Lieferkettenengpässe und die Folgen der Coronakrise haben zu steigenden Preisen auf dem Papiermarkt geführt. Vor allem zur Papierherstellung notwendige Rohstoffe wie Altpapier oder Zellstoff haben sich überdurchschnittlich verteuert" (Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis) 2 . So sind die Großhandelspreise für gemischtes Altpapier seit Jahresanfang stetig angestiegen, im September 2021 haben sie sich gegenüber dem Vorjahresmonat sogar mehr als verdreifacht (+222,4 %). Aus dem Ausland importiertes Altpapier hat sich ebenfalls stark verteuert. 3 Die Produktion der deutschen Papierindustrie ist von Januar bis Oktober 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 7,6 % gestiegen. Der Gesamtabsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 6,7 %, sowohl im Inland (+5,4 %) als auch im Ausland (+8,1 %). Dabei verlief die Entwicklung der Produktgruppen unterschiedlich. Die Produktgruppe der grafischen Papiere (+7,3 %) und Verpackungspapiere (+7,0 %) verzeichneten einen Anstieg, während der Absatz an Hygienepapieren sank (-3,8 %), verursacht durch das pandemiebedingt veränderte Verbraucherverhalten im ersten Halbjahr 2020. 4 2.2. Geschäftsverlauf und Lage Umsatz - und Absatzentwicklung Die in diesem schwierigen Marktumfeld erzielten Umsatzerlöse der Gesellschaft lagen mit TEUR 56.022 um 3,8 % unter denen des Vergleichszeitraumes des Vorjahres (TEUR 58.243) und 45,1 % unter den Umsatzerlösen des Geschäftsjahres 2020 (TEUR 102.101). Die Verringerung zum Vergleichszeitraum des Vorjahres ist auf die niedrigeren Verkaufspreise (ca. -15 %) zurückzuführen, während das Absatzvolumen stieg (+11 %). In der Periode Januar bis Juli 2021 betrugen die Verkaufsmengen 113,529 t Zeitungsdruckpapier (Vorjahr Januar-Juli: 100.478 t, Vorjahr Januar-Dezember: 179.848 t), 10.069 t Telefonbuchpapier (Vorjahr Januar-Juli: 10.772 t; Vorjahr Januar-Dezember: 19.606 t) und 2.385 t Markt-Deinking-Stoff (Vorjahr Januar-Juli: 5.314 t, Vorjahr Januar-Dezember: 9.218 t). Der Anteil an Spezialitätenpapieren betrug 79 % an der gesamten Papierproduktion. 63 % der Verkaufsmenge wurde innerhalb Deutschlands verkauft. Produktion Im Zeitraum Januar bis Juli 2021 wurden 109.451 t (Vorjahr Januar-Juli: 101.026 t, Vorjahr Januar-Dezember: 178.422 t) Zeitungsdruckpapier, 9.715 t Telefonbuchpapier (Vorjahr Januar-Juli: 11.274 t, Vorjahr Januar-Dezember: 19.843 t) und 1.709 t (Vorjahr Januar-Juli: 5.605 t, Vorjahr Januar-Dezember: 9.556 t) Markt-Deinking-Stoff hergestellt. Der graphische Druckpapiermarkt ist weiterhin von starkem Wettbewerb und Produktionsüberkapazitäten gekennzeichnet. Die Auslastung für den Standort Eilenburg wurde daher für 2021 mit einer Auslastung von ca. 80 % durch die Stora Enso Paper vorgegeben und am Standort entsprechend geplant. Im ersten Quartal des Jahres bestätigte sich die Annahme. Die Produktionslinie wurde nur zu etwa 80 % betrieben. Die georderten Mengen wurden produziert und die längeren Stillstände zum Teil mit Reparaturen und zum anderen Teil mit Kurzarbeit (von Januar bis Juli) überbrückt. Ab März zeichnete sich eine steigende Nachfrage an Zeitungsdruckpapier ab. Der Export nach Übersee in den Schwesterwerken zog an und dadurch wurden zusätzliche Aufträge nach Eilenburg abgegeben. Parallel dazu kam es zu einer massiven, sehr schnellen Verfügbarkeitsänderung auf der Rohstoffseite. Basierend auf der starken und schnell weiterwachsenden Nachfrage an Verpackungspapieren, ist die Nachfrage nach "Recyclingmaterial" hoch. Zusätzlich gingen neue Produktionskapazitäten für Wellpappenrohpapiere in Produktion, so dass die Nachfrage nach "Sekundärfaserstoff" ebenfalls anstieg. Die Entwicklung in diesem Bereich nahm Einfluss auf die gesamte Altpapier-Marktentwicklung in Europa. Die Preise für graphische Altpapiere stiegen um ca. 15 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der hohe Preis führte jedoch nicht zur Regulierung der Nachfrage. Die Preise stiegen, die Verfügbarkeit war und ist unzureichend, so dass trotz der kundenseitig besseren Buchungslage die Operating Rate der Anlage aufgrund von Mangel an Rohstoff nicht erhöht werden konnte. Die höheren Rohstoffpreise konnten zum Teil nicht auf die Verkaufspreise aufgeschlagen werden, so dass die Papierherstellung auch aufgrund fehlender Wirtschaftlichkeit abgestellt werden musste. Diese Maßnahmen hatten zur Folge, dass Kunden trotz vertraglicher Zusage nicht beliefert werden konnten. Die Produktion im Werk lief weitgehend innerhalb der Erwartungen. Aufgrund der bereits beschriebenen Situation auf dem europäischen Altpapier-Markt wurde im 2. Quartal entschieden, die Produktion von DIP-Stoff endgültig einzustellen. Beschaffung Der Markt ist geprägt von der sehr guten Beschäftigungslage der Verpackungsindustrie. Die Nachfrage nach Altpapier ist ungebrochen stark und nicht für alle Verarbeiter ausreichend verfügbar. Insbesondere die graphische Industrie leidet unter der Verknappung und den stark gestiegenen Rohstoffpreisen; Produktionsstillstände müssen deswegen eingeplant werden. Die Altpapierpreise bewegen sich auf einem historisch hohen Niveau. Es wurden 89.000 t Deinkingware, 20.000 t bessere Sorten und 54.000 t unsortierte Haushaltssammelware beschafft. Die Preise für Deinkingware (13 %) und für unsortierte Haushaltssammelware (59 %) sind gegenüber dem Vorjahr (Januar-Dezember) deutlich gestiegen. Damit lagen die Altpapierpreise 14 % über den Erwartungen. Von Januar bis Juli 2021 wurden in der Sortieranlage 53.517 t Haushaltssammelware sortiert, aus denen 31.029 t Deinkingware produziert werden konnte. Die Kosten für eigensortiertes Deinking waren ca. 33 €/t niedriger als der durchschnittliche Marktpreis, was hauptsächlich auf die gestiegenen Verkaufspreise für die Nebenströme der Sortieranlage zurückzuführen ist. Als Nebenströme der Sortieranlage wurden 23.462 t Mischpapier an andere Papierfabriken verkauft. Vertragsabschlüsse für 2021 sind auf Basis von Monats-, Quartals- und Jahresfestpreisen getätigt worden, teilweise basierend auf den EUWID, StaBu oder PIX Index. Für die Beschaffung 2021 liegt der Hauptfokus auf dem Einkauf von guten Qualitäten. Material aus Sortieranlagen wird vernachlässigt. Der Input der eigenen Sortieranlage wird für das Kalenderjahr 2021 auf 105.000 t reduziert. Um die konstante Produktion von Flyo Brite zu gewährleisten, werden wir regelmäßig hochweißes Material aus US einführen sowie kleinere Mengen an bunten Akten vom deutschen Markt kaufen. Ertragslage Die geringe Auslastung des Werkes von nur 74% sowie die geringeren Verkaufspreise und deutlich höhere Altpapier- und Energiepreise im Vergleich zum Vorjahr haben sich sehr stark auf das Betriebsergebnis ausgewirkt. Das Ergebnis vor Gewinnabführung verringerte sich auf TEUR -17.062 (Vorjahr: TEUR -8.215). Auch das EBITDA in Höhe von TEUR -12.484 (Vorjahr 2021 gesamt: TEUR 192; kumuliert 07/2020 =-2.114 TEUR) sowie das EBIT in Höhe von TEUR -17.148 (Vorjahr 2021 gesamt: TEUR -8.123; kumuliert 07/2020 = TEUR -7.009) sind deutlich niedriger. Die Brutto-Umsatzrendite betrug -31,0 % (Vorjahr 2021 gesamt: -8,0 %; kumuliert 07/2020 = -12,0 %). Die höheren Altpapierpreise (siehe Abschnitt 2.2.) sowie die spezifisch höheren Energiekosten (+18 %) hatten erheblichen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung. Die höheren Energiekosten sind im Wesentlichen durch höhere Gaspreise aufgrund der anziehenden Konjunktur zu begründen. Basierend auf der Hedging-Policy von Stora Enso wurden in Vorjahren ein hoher Anteil des erwarteten Gasbedarfs vertraglich abgesichert, der jedoch aufgrund der geringen Auslastung nicht benötigt wurde. Demzufolge wurde die Hedging-Policy angepasst. Im Berichtszeitraum wurden 40 % der benötigten Gasmengen vertraglich abgesichert (Vorjahreszeitraum 98 %). Die Fixkosten stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6 %, verursacht durch Einmaleffekte. Vermögenslage Die Vermögenslage zum 31. Juli 2021 ist geprägt durch den Gesellschafterwechsel, da die Fertigbestände zum 31. Juli 2021 innerhalb der Stora Enso-Gruppe veräußert und der Cash Pool-Vertrag mit Stora Enso Oyj, Helsinki/Finnland, zum 27. Juli 2021 gekündigt wurden. Entsprechend werden zum Bilanzstichtag lediglich Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Anzahlungen ausgewiesen; korrespondierend haben sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, aus Lieferungen und Leistungen resultierend, erhöht. Gleichzeitig weist die Gesellschaft zum Bilanzstichtag kein Cashpool-Guthaben mehr aus; dieses wurde auf ein Bankkonto transferiert und zum Bilanzstichtag unter der Position "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten" ausgewiesen. Die Bilanzsumme beträgt TEUR 97.471 und hat sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um 2 % erhöht (Vorjahr: TEUR 95.299). Vermögensseitig ist die Bilanz wesentlich durch das Anlagevermögen der Gesellschaft in Höhe von TEUR 48.678 geprägt, dass sich bei realisierten Investitionen in Höhe von TEUR 666 aufgrund des Umfangs planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen in Höhe von TEUR 4.664 und Abgängen mit einem Restbuchwert von TEUR 809 um etwa 9 % verringert hat. Daneben werden Vorräte (TEUR 6.804) sowie Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (TEUR 29.657) ausgewiesen. Die jeweiligen Anteile des Anlage- und Umlaufvermögens an der Bilanzsumme haben sich aufgrund des rückläufigen Anlagevermögens bei einer Zunahme der Bilanzsumme zugunsten des Umlaufvermögens entwickelt. Finanzierungsseitig stehen den Aktiva Eigenmittel in unveränderter Höhe von TEUR 69.516 sowie Fremdmittel, bestehend aus Sonderposten (TEUR 1.667), Rückstellungen (TEUR 4.996) und Verbindlichkeiten (TEUR 21.293), gegenüber. Dem planmäßigen Rückgang der Sonderposten stehen die vorrangig stichtagsbedingt höheren Verbindlichkeiten gegenüber. Finanzlage Die Liquiditätssicherung der Gesellschaft erfolgte bis zum 27. Juli 2021 über die Einbindung in den Cash Pool des Konzerns. Mit Wirkung zum 27. Juli 2021 wurde der Cashpool-Vertrag gekündigt und das Cash Pool Guthaben (Forderung) in Höhe von TEUR 11.006 auf ein Bankkonto der Gesellschaft übertragen. Aufgrund der in Abschnitt 1. sowie 2.1. und 2.2. beschriebenen Herausforderungen, die sich im wiederholt niedrigen Geschäftsvolumen und massiv gestiegenen Kosten im darin begründeten Unternehmensverlust in Höhe von TEUR 17.062 niederschlugen, hat die Gesellschaft wie bereits im Vorjahr einen negativen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR -13.973 (Vorjahr: TEUR -7.125) erzielt, in dem sich die geschwächte Innenfinanzierungskraft des Unternehmens widerspiegelt. Zahlungsmittelzuflüsse verzeichnete die Gesellschaft im Rahmen der Finanzierungs- und Investitionstätigkeit. Der positive Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 8.206 (Vorjahr: TEUR -5.914) ergab sich aus den Zahlungsmittelzuflüssen für den Ausgleich der Verlustübernahme für das Vorjahr (TEUR 8.215), abzüglich geleisteter Zinszahlungen (TEUR 9). Zur Deckung des Finanzierungsbedarfs wurden Cashpool-Guthaben in Anspruch genommen; das verbleibende Guthaben wurde zum 27. Juli 2021 auf ein Bankkonto der Gesellschaft (= Finanzmittelfonds) überwiesen. Zum 31. Juli 2021 weist der Finanzmittelfonds ein Guthaben von TEUR 12.251 aus. Der positive Cashflow aus Investitionstätigkeit resultiert insbesondere aus der Rückführung des Cashpool-Guthabens. Gesamtaussage Das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Juli 2021 war durch die Vorbereitungen des Gesellschafterwechsels geprägt. Die Geschäftsführung beurteilt unabhängig davon die Entwicklung der wirtschaftlichen Lage als nicht zufriedenstellend. Nach wie vor ist die Branche durch Überkapazitäten gekennzeichnet, so dass im ersten Halbjahr 2021 teilweise die variablen Kosten aufgrund gestiegener Altpapier- und Energiepreise nicht durch die Verkaufspreise gedeckt werden konnten. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren Wie oben erwähnt, erfolgt die Steuerung des Unternehmens nach den Kennzahlen Umsatz und EBITDA. Aufgrund der geringeren Verkaufspreise sind die Verkaufserlöse (TEUR 56.022) um 3,8 % gesunken im Vergleich zum Berichtszeitraums des Vorjahres. Prognostiziert wurde der Umsatz weitgehend auf Vorjahresniveau (für das gesamte Jahr 2021 mit 4 % rückläufig) und liegt damit im Rahmen der Erwartungen. Die Kennzahl EBITDA liegt mit TEUR -12.484 um fast 500 % unter dem Wert des Vergleichszeitraums des Vorjahres. Die Vorjahresprognose sah - unter der Annahme niedrigerer Energiepreise und einer gegenüber 2020 höheren Auslastung der Papiermaschine - eine spürbare Verringerung (-89 %) des EBITDA für 2021 vor. Gegenüber der Vorjahresprognose sind insbesondere die Altpapier- und Energiepreise deutlich angestiegen. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Investitionen Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen lagen mit TEUR 666 deutlich unter denen des Vorjahres (TEUR 4.556). Im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Juli 2021 wurden, wie geplant, nur kleinere Ersatzinvestitionen getätigt. Forschung, Entwicklung, Umwelt und Qualität Umweltschutz gehört zu den wesentlichen Unternehmenszielen der Model Sachsen Papier GmbH. Er steht nicht losgelöst von anderen Zielen, sondern ist integraler Bestandteil der gesamten Geschäftstätigkeit. Schwerpunkte sind dabei Material- und Energieeffizienz, sowie die Reduzierung von Umweltbelastungen. So wurden in diesem Jahr zur kontinuierlichen Verbesserung der energiebezogenen Leistung weitere Optimierungen realisiert. Im Bereich der kontinuierlichen Verbesserung lag der Hauptfokus im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Juli 2021 auf der Optimierung des Hauben-Umbaus, um die erwarteten Einsparungen zu erreichen. Die jährliche Anlagenüberwachung nach IED-Richtlinie durch die zuständige Immissionsschutz Behörde steht für das Jahr noch an. Mit Ausnahme von zwei Halbstundenwerten für Cges und je einem für CO und NH3 wurden im Berichtszeitraum alle Emissionsgrenzwerte der Kraftanlage eingehalten. Die häufigen Stillstände im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Juli 2021 stellten für den Betrieb der Abwasserbehandlung eine große Herausforderung dar. Trotzdem konnten alle Parameter im gesamten Jahr eingehalten werden. Im ersten Halbjahr wurde das Energiemanagement nach ISO 50001:2018 erfolgreich als Remoteaudit durchgeführt. Auch die Umwelterklärung nach EMAS-Verordnung konnte ohne Abweichungen auditiert werden. Für Ende 2021 steht noch die Auditierung zum Entsorgungsfachbetrieb auf dem Programm. Personal- und Sozialangelegenheiten Ende Juli 2021 waren 247 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Model Sachsen Papier GmbH beschäftigt, davon 8 Auszubildende.
Die durchschnittliche Krankenquote lag bei 6,6 %. Der Altersdurchschnitt einschließlich Auszubildender betrug 47 Jahre. Im Bereich der Arbeitssicherheit wurden die Anstrengungen zur Beibehaltung der erreichten Standards fortgesetzt. Ziel ist es, das Bewusstsein der Mitarbeiter für Arbeitssicherheit permanent wach zu halten. Werkzeuge dazu bleiben die Erfassung von Auffälligkeiten und die intensive Aufarbeitung von Ursachen für schwere Vorfälle. Des Weiteren sind die Vorbildfunktion und die tägliche Ansprache von großer Wichtigkeit. 3. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtChancen und Risiken Die Model Sachsen Papier GmbH versteht Risikomanagement nicht ausschließlich als Risikominimierung, sondern sieht vielmehr auch die enthaltenen Chancen. Deswegen beschäftigt sich die Model Sachsen Papier GmbH positiv mit Risiken, nimmt diese aktiv an und leitet daraus Chancen ab. Unser Risikomanagementsystem ist somit nicht nur ein wichtiges Instrument zur Absicherung, sondern auch zur Erreichung unserer Unternehmensziele. Das Risikomanagementsystem der Model Sachsen Papier GmbH dient der Identifizierung, Kontrolle und Steuerung eingegangener Risiken. Die Identifizierung und Darstellung der für den Geschäftserfolg wesentlichen Risiken sowie deren entscheidungsrelevante Verdichtung erfolgen mit Hilfe des internen Berichtswesens. Durch die zeitnahe Rückkoppelung der erzielten Produktions-, Umwelt-, Qualitäts-, Absatz- und Finanzergebnisse und eine Gegenüberstellung mit den geplanten Werten wird das Management frühzeitig über mögliche Risiken informiert. Die mit Unterstützung von Standardsoftware erstellten Steuerungs- und Kontrollmechanismen bilden regelmäßig die Entscheidungsgrundlage für das Management. Das Risikomanagement wird permanent weiterentwickelt und sich ändernden Umfeldbedingungen angepasst. Angemessene, überschau- und beherrschbare Risiken werden bewusst getragen. Ist dies nicht der Fall, wird geprüft, ob diese Risiken auf Dritte transferiert werden können. Darüber hinaus sind im Unternehmen Verhaltensregeln vorgegeben, die in Richtlinien und sonstigen Vorgaben niedergelegt sind und deren Einhaltung durch Schulungs- und Kontrollmaßnahmen unterstützt wird. Durch den zum 2. August 2021 erfolgten Gesellschafterwechsel und den für die nächsten 18 Monate geschlossenen Lohnfertigungsvertrag ergeben sich gegenüber dem Vorjahresberichtszeitraum andere Risiken und Chancen. Demzufolge besteht derzeit kein Risiko mehr hinsichtlich sinkender Verkaufspreise und steigender variabler Kosten. Chancen bestehen vorrangig in der Nutzung der gesamten Papiermaschinenkapazität bis zum Umbau und dem Agieren in einem von steigender Nachfrage geprägten Markt der Wellpappenrohpapiere nach erfolgreichem Umbau. Während der Zeit der Lohnfertigung kann die Gesellschaft die Systeme von Stora Enso nutzen. Die Ablösung der EDV-Systeme bis spätestens Januar 2023 stellt ein zeitliches Risiko dar, welches mit guter Ressourcenplanung mitigiert werden kann. Produkt- und Umweltschutzrisiken tragen wir durch entsprechende Maßnahmen der Qualitätssicherung Rechnung. Für bestimmte Haftungs- und Ausfallrisiken sowie Schadensfälle haben wir Versicherungen abgeschlossen. Die Risiken aus Verfügbarkeit und Preisen bei Rohstoffen, insbesondere beim Bezug von Altpapier, Gas und Strom, werden durch entsprechende Verträge und Sicherungsmechanismen minimiert. Zur Begrenzung der finanzwirtschaftlichen Risiken durch Preiserhöhungen werden physische Termingeschäfte für den planmäßigen Gas- und künftig auch den Strombedarf in den nächsten Geschäftsjahren abgeschlossen. Im verkürzten Geschäftsjahr waren 40 % des Gasverbrauchs gegen Preiserhöhungen abgesichert. Für die Zeit des Lohnfertigungsvertrages beträgt die Absicherung ca. 31 %. Zusammenfassend wird von der Geschäftsführung eingeschätzt, dass die wesentlichen Chancen und Risiken derzeit keine Risiken erkennen lassen, die allein oder in Kombination mit anderen Risiken den Bestand des Unternehmens gefährden können. Ausblick Nach dem Gesellschafterwechsel am 2. August 2021 wird die Gesellschaft im Rahmen einer 18-monatigen Lohnfertigungsvertrages mit der Stora Enso Maxau GmbH weiterhin Druckpapiere im Umfang von bis zu 80 % der Produktionskapazität herstellen. Danach beabsichtigt die Model-Gruppe, den Standort auf Verpackungspapiere umzustellen. Alle Mitarbeiter der Model Sachsen Papier GmbH werden durch Model übernommen. Darauf aufbauend wird und wurde bis zum Umbau der Produktion die Maschine auf dem aktuellen Stand gehalten, so dass die Papierproduktion bis zum Umbau gewährleistet ist. Es wird ein weiteres Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis 31. Dezember 2021 geben. Ab dem Jahr 2022 entspricht das Geschäftsjahr wieder dem Kalenderjahr. Momentan gehen wir von einer Auslastung der Papiermaschine für die Herstellung von Druckpapieren während der Zeit der Lohnfertigung von 70-80 % aus. Entsprechend rechnen wir für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis 31. Dezember 2021 mit Umsatzerlösen auf dem Niveau des Berichtszeitraums; für 2022 sind auf Basis der derzeit bekannten und geplanten Kosten Umsatzerlöse geplant, die etwas über dem Niveau des Gesamtjahres 2021 liegen werden. Es wird für den Zeitraum des Lohnfertigungsvertrages ein EBITDA von 0 % (in einer Schwankungsbreite von +/- 3 %) erwartet, da die für die Druckpapierherstellung anfallenden variablen Kosten und budgetierten Fixkosten von Stora Enso erstattet werden. Schwerpunkte für das kommende Jahr werden das Umbauprojekt der Papiermaschine sowie die Ablösung der IT-Systeme sein. Die Realisierung dieser Projekte wird bis Ende 2022 zu einem Anstieg des Anlagevermögens im oberen zweistelligen Bereich führen.
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https://www.diw.de/de/diw_01.c.826702.de/gemeinschaftsdiagnose_herbst_2021__krise_wird_allmaehlich_ueberwunden_____handeln_an_
Bilanz zum 31. Juli 2021Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Juli 2021
Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Juli 2021I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss
Mit Anteilskauf- und Übertragungsvertrag vom 26. Mai 2021 hat die Stora Enso Paper GmbH, Düsseldorf, sämtliche Geschäftsanteile an der Gesellschaft mit Wirkung zum 2. August 2021 an die Model Beteiligungen GmbH, Bad Bentheim, verkauft. Im Zuge des Verkaufsprozesses wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 19. Juli 2021 das Geschäftsjahr geändert und ein Rumpfgeschäftsjahr eingelegt, das am 31. Juli 2021 endet. In Verbindung mit dem Gesellschafterwechsel wurden u.a. die folgenden Verträge beendet:
Mit dem Gesellschafterwechsel wurde durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 2. August 2021 der Gesellschaftsvertrag in § 1 (Firma) geändert und die Gesellschaft in "Model Sachsen Papier GmbH" umbenannt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Rumpfwirtschaftsjahr vom 1. Januar 2021 bis 31. Juli 2021 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbHG aufgestellt worden. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Aufgrund ihres geringen Umfangs und ihres Betriebskostencharakters werden die sonstigen Steuern unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt. Durch die Bildung eines Rumpfwirtschaftsjahres vom 1. Januar bis 31. Juli 2021 ist der Jahresabschluss zum 31. Juli 2021 nur eingeschränkt mit dem Vorjahresabschluss für das am 31. Dezember 2020 endende Geschäftsjahr vergleichbar. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf Absatz und Beschäftigung der Model Sachsen Papier GmbH spiegeln sich auch im laufenden Rumpfgeschäftsjahr im Rückgang der Umsatzerlöse wider. Zur Abmilderung der Folgen für die Arbeits- und Produktionsabläufe hat die Gesellschaft auch im verkürzten Geschäftsjahr vom Instrument der Kurzarbeit Gebrauch gemacht. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden dabei für die Monate Januar bis Juli 2021 die Erstattung des verauslagten Kurzarbeitergeldes als durchlaufender Posten und die pauschale Erstattung der vom Unternehmen allein zu tragenden Sozialversicherungsbeiträge als sonstiger betrieblicher Ertrag (Aufwandszuschuss) behandelt. Bei den nachfolgenden Zahlen und Tabellen können sich aus rechentechnischen Gründen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (TEUR, % usw.) ergeben. II. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden unverändert angewandt. 1. Anlagevermögen Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Die zugrunde gelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen für Software und Lizenzen zwischen drei und fünf Jahren. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Den Abschreibungen, die im Zugangsjahr zeitanteilig erfolgen, liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Betriebsbedingt wurde bei einigen Anlagen aus dem Bereich "Technische Anlagen und Maschinen" per 30. Juni 2021 die aktuelle Restnutzungsdauer auf zwei Jahre herabgesetzt. Grund hierfür bildet die geplante zweijährige betriebsbedingte Umbauphase der Papiermaschine, nach deren Ablauf diese Anlagen nicht mehr genutzt werden können. Der Restbuchwert dieser Anlagen betrug vor Herabsetzung der Nutzungsdauer rund 13 Mio. EUR. Daraus ergibt sich eine höhere Abschreibung von TEUR 362 im Anlagenbereich für das Rumpfgeschäftsjahr. Korrespondierend mindert sich der dazugehörige Sonderposten auf der Passivseite um TEUR 24. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird seit dem 1. Januar 2018 handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 250,00 (bis 2017: EUR 150,00) nicht übersteigen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als EUR 250,00 (bis 2017: EUR 150,00) und bis zu EUR 1.000,00 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Das Finanzanlagevermögen beinhaltet Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen, die nicht dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind. Die Bewertung erfolgt auf Basis eines externen Gutachtens unter Bezugnahme auf Rückkaufwerte. 2. Umlaufvermögen Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. In den Vorräten (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe) werden die Reparaturmaterialien und Ersatzteile, die im Zusammenhang mit den technischen Anlagen und Maschinen stehen, ausgewiesen. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt. Unentgeltlich staatlich zugeteilte Schadstoffemissionsrechte werden zum Erinnerungswert bewertet und unter den Vorräten ausgewiesen. Sofern zusätzlich Schadstoffemissionsrechte erworben werden, werden sie mit ihren Anschaffungskosten erfasst. Werterhöhungen der aktivierten Emissionsrechte werden nur im Rahmen einer Veräußerung realisiert. Wertminderungen der entgeltlich erworbenen Emissionsrechte werden erfasst, wenn der Marktpreis der Emissionsrechte unter die Anschaffungskosten gefallen ist. Falls zum Jahresende eine Verpflichtung zur Abgabe von Emissionsberechtigungen besteht, wird eine Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten gemäß § 249 Abs. 1 S. 1 HGB gebildet. Der Erfüllungsbetrag der Rückstellung ergibt sich aus dem Erinnerungswert der dem Unternehmen für das Geschäftsjahr unentgeltlich zur Verfügung gestellten Emissionsberechtigungen sowie bei Erwerb dem Buchwert der im Bestand befindlichen zugekauften Emissionsberechtigungen. Werden darüber hinaus zur Erfüllung der Verpflichtung weitere Emissionsberechtigungen benötigt, werden diese bei der Rückstellungsbewertung mit ihrem Zeitwert am Abschlussstichtag angesetzt. Die Passivierung der Rückstellung mindert den Gewinn, soweit entgeltlich erworbene bzw. zu erwerbende Emissionsberechtigungen zur Erfüllung der Abgabeverpflichtung verwendet werden. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bilanziert. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Stichtagskurs (Devisenkassamittelkurs) bewertet. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. 3. Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. 4. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die (anderen) Gewinnrücklagen resultieren aus Umstellungseffekten aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG zum 1. Januar 2010. 5. Sonderposten Der Sonderposten für erhaltene Investitionszulagen enthält gewährte Investitionszulagen gemäß Investitionszulagengesetz. Sie werden entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Anlagen aufgelöst. 6. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Langfristige Rückstellungen werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vorangegangenen sieben Jahre abgezinst. Für die Abzinsung werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 4 HGB die von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe einer Rechtsverordnung herausgegebenen Abzinsungszinssätze zugrunde gelegt. Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Juli 2021 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 2,05 % p.a. (Vorjahr: 2,30 % p.a.). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,50 % p.a. (Vorjahr: 2,50 % p.a.) und Rentensteigerungen von jährlich 1,50 % p.a. (Vorjahr: 1,50 % p.a.) zugrunde gelegt, sowie eine alters- und geschlechtsabhängige Fluktuation in einer Bandbreite von 0,00 % bis 8,00 % (Vorjahr: 0,00 % bis 8,00 %) unterstellt. Die Verpflichtungen aus Pensionen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck für Anwärter sowie bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen nach Maßgabe des Blockmodells bewertet. Sie enthält bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft sowie zusätzliche Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung. Die Bewertung erfolgte nach den Regelungen der IDW-Stellungnahme IDW RS HFA 3 vom 19.06.2013 zum Barwert. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden entsprechend der mittleren bestandsspezifischen Duration pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Juli 2021 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Dieser Zinssatz beträgt 0,44 % p.a. (Vorjahr: 0,54 % p.a.). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeit wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,50 % p.a. (Vorjahr: 2,50 % p.a.) zugrunde gelegt. Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Rückstellungen für Jubiläen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Jubiläen wurden entsprechend der mittleren bestandsspezifischen Duration pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Juli 2021 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Dieser Zinssatz beträgt 0,82 % p.a. (Vorjahr: 0,95 % p.a.). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Dienstjubiläen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,50 % p.a. (Vorjahr: 2,50 % p.a.) sowie eine alters- und geschlechtsabhängige Fluktuation in einer Bandbreite von 0,00 % bis 8,00 % (Vorjahr: 0,00 % bis 8,00 %) zugrunde gelegt. Erträge und Aufwendungen aus der Ab- und Aufzinsung von Rückstellungen werden unter dem Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" sowie "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. 7. Verbindlichkeiten Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Die kurzfristigen Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden mit dem Stichtagskurs (Devisenkassamittelkurs) bewertet. 8. Latente Steuern Latente Steuern werden auf Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Letztmalig zum 31. Juli 2021 werden auf Ebene der Gesellschaft (Organgesellschaft) keine Steuern angesetzt, da mit der Stora Enso Paper GmbH (Organträgerin) eine körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft bis zum 31. Juli 2021 bestand. Das Organschaftsverhältnis wurde durch Kündigung des Ergebnisabführungsvertrages zum Ablauf des 31. Juli 2021, 24:00 Uhr, aufgehoben. Infolge der Beendigung der Organschaft sind latente Steuern auf temporäre Differenzen zu bilden, die zukünftig zu steuerlichen Be- und Entlastungen führen. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass ein Ansatz des Aktivüberhangs (1,9 Mio EUR) in der Bilanz unterbleibt. Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche zu aktiven latenten Steuern führen, resultieren im Wesentlichen aus:
Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 30,5 % zugrunde (15,8 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 14,7 % für die Gewerbesteuer). III. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ1. Anlagevermögen Die Gliederung und die Entwicklung des Anlagevermögens sind in der Anlage zum Anhang (Anlagenspiegel) dargestellt. 2. Umlaufvermögen Bei den unter den Vorräten bilanzierten Schadstoffemissionsrechten handelt es sich um staatlich zugeteilte unentgeltliche Schadstoffemissionsrechte, die zum Erinnerungswert angesetzt wurden, und um entgeltlich erworbene Schadstoffemissionsrechte TEUR 305 (Vorjahr: TEUR 727). Der Zeitwert der staatlich zugeteilten unentgeltlichen Schadstoffemissionsrechte beträgt TEUR 4.162 (Vorjahr: TEUR 1.910) und der Zeitwert der entgeltlich erworbenen Schadstoffemissionsrechte TEUR 663 (Vorjahr: TEUR 977). Im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Juli 2021 wurden Anzahlungen auf Schadstoffemissionsrechte in Höhe von TEUR 1.827 (Vorjahr: TEUR 0,00) geleistet. Diese sind unter den geleisteten Anzahlungen auf Vorräte ausgewiesen. Auf die den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen zugeordneten Reparaturmaterialien und Ersatzteile, die im Zusammenhang mit den technischen Anlagen und Maschinen stehen, wurden Abwertungen in Höhe von TEUR 3.465 (Vorjahr: TEUR 3.397) vorgenommen. Entsprechend der konzerneinheitlichen Bewertungsmethode wurde der Bestand an Reparaturmaterialien und Ersatzteilen, dessen Lagerdauer fünf Jahre übersteigt, mit dem Wert "Null" bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Zum Vorjahresbilanzstichtag hat die Gesellschaft Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines echten Factorings im Gesamtwert von TEUR 3.923 verkauft und abgetreten; dieser Vertrag wurde im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Juli 2021 beendet. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Ansprüche aus der Verlustübernahme in Höhe von TEUR 17.062 (Vorjahr: TEUR 8.215), aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 10.907 (Vorjahr: TEUR 134), aus steuerlicher Organschaft mit der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 239 (Vorjahr: TEUR 142), aus Kundenzahlungen an die Konzernobergesellschaft in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.798) sowie aus Cashpool-Guthaben TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 18.585). Auf die Gesellschafterin entfallen davon insgesamt TEUR 17.302 (Vorjahr: TEUR 8.357). 3. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft ist zum Nennwert bilanziert und beträgt TEUR 15.000. Der gemäß § 253 Abs. 6 HGB zur Ausschüttung gesperrte Betrag beläuft sich auf TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 12) und entspricht dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (2,05 % p.a.) und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,43 % p.a.). Der gemäß § 268 Abs. 8 HGB zur Ausschüttung gesperrte Betrag beläuft sich auf TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 5) und resultiert aus der Bewertung des Deckungsvermögens zum beizulegenden Zeitwert. Die zur Ausschüttung gesperrten Beträge sind vollständig durch das frei verwendbare Eigenkapital, bestehend aus der Kapitalrücklage, den Gewinnrücklagen und dem Gewinnvortrag, gedeckt. 4. Rückstellungen Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 380 (Vorjahr: TEUR 403). Diese wurden mit Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 66 (Vorjahr: TEUR 61) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen werden dem Zugriff fremder Dritter entzogene Rückdeckungsversicherungen eingesetzt. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dem vom Versicherer bestätigten Deckungskapital (fortgeführte Anschaffungskosten aus der verzinslichen Ansammlung der vom Versicherungsnehmer geleisteten Sparanteile der Versicherungsprämien zuzüglich etwa vorhandener Guthaben aus Überschussbeteiligungen) in Höhe von TEUR 66 (Vorjahr: TEUR 61). Die (fortgeführten) Anschaffungskosten des Deckungsvermögens belaufen sich auf TEUR 66 (Vorjahr: TEUR 61). Die Erträge aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 2) wurden mit den Zinszuführungen aus den gedeckten Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 19) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Der sich ergebende Saldo von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 16) ist im Finanzergebnis unter dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten. Die sonstigen Rückstellungen von insgesamt TEUR 4.681 (Vorjahr: TEUR 4.528) betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Personal TEUR 1.954 (Vorjahr: TEUR 1.728), Emissionsverpflichtungen TEUR 1.386 (Vorjahr: TEUR 727), ausstehende Eingangsrechnungen TEUR 497 (Vorjahr: TEUR 67) sowie Umsatzboni und Reklamationen TEUR 712 (Vorjahr: TEUR 952). Die im Vorjahr bestehende Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen (TEUR 416) wurde verbraucht. Rückstellungspflichtige Altersteilzeitverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 1.919 (Vorjahr: TEUR 2.245). Diese wurden mit Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 1.176 (Vorjahr: TEUR 1.093) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen werden dem Zugriff fremder Dritter entzogene Wertpapierguthaben (Spezialfonds) eingesetzt. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens in Höhe von TEUR 1.176 (Vorjahr TEUR: 1.093) wurde anhand von Marktpreisen auf einem aktiven Markt bestimmt. Die Anschaffungskosten der Wertpapiere belaufen sich auf TEUR 1.168 (Vorjahr: TEUR 1.086). Die Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von 0,3 TEUR (Vorjahr Ertrag: TEUR 2) wurden mit den Zinszuführungen aus den gedeckten Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 17) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Der sich ergebende Saldo von TEUR 6 ist im Finanzergebnis unter dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten. 5. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die überwiegend aus Rohstofflieferungen resultieren, bestehen die gesetzlichen Sicherungsansprüche und die üblichen Eigentumsvorbehalte von Lieferanten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.873 (Vorjahr: TEUR 631). Auf die Gesellschafterin entfallen davon insgesamt TEUR 595 (Vorjahr: TEUR 138). 6. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte / sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen und Bestellobligo bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 955 und betreffen im Wesentlichen zukünftige Leasingverbindlichkeiten für geschlossene Verträge. Es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Bei den enthaltenen sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen (Miet- und Leasingverträge) handelt es sich in allen Fällen um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wofür es derzeit keine Anzeichen gibt. Zur Begrenzung der finanzwirtschaftlichen Risiken durch Preiserhöhungen werden physische Termingeschäfte für den planmäßigen Gas- und künftig auch den Strombedarf in den nächsten Geschäftsjahren abgeschlossen. Im verkürzten Geschäftsjahr waren 40 % des Gasverbrauchs gegen Preiserhöhungen abgesichert. Für die Zeit des Lohnfertigungsvertrages beträgt die Absicherung ca. 31 %. Mit einigen unserer Chemikalien-, Verpackungs- und Bespannungslieferanten haben wir eine Konsignationslagervereinbarung abgeschlossen, der Wert des Konsignationslagers betrug ca. TEUR 1.303 zum 31. Juli 2021. Ziel dieser Vereinbarungen ist ein kurzfristiger Zugriff auf die genannten Materialien ohne eigene Lagerhaltung/Kapitalbindung. Die Model Sachsen Papier GmbH (vormals Stora Enso Sachsen GmbH) hat mittelbare Pensionsverpflichtungen für die Zusagen aus der rückgedeckten Unterstützungskasse, die nicht passiviert werden. Die Unterdeckung zum 31. Juli 2021 beträgt TEUR 322. Diese ergibt sich aus der Differenz des versicherungsmathematischen Barwerts der Verpflichtungen und der Höhe des vorhandenen Versorgungsvermögens. Darüber hinaus bestehen keine weiteren anzugebenden, nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte und sonstigen finanziellen Verpflichtungen. Der Factoringvertrag wurde im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Juli 2021 beendet. IV. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden entsprechend der Definition des § 277 Abs. 1 HGB dargestellt und gliedern sich wie folgt auf: a) nach Tätigkeitsbereichen
b) nach geografisch bestimmten Märkten
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 458) sowie Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für erhaltene Investitionszulagen (TEUR 231). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind darüber hinaus übrige periodenfremde Erträge (TEUR 56) enthalten. Es sind keine außergewöhnlichen Erträge im Sinne des § 285 Nr. 31 HGB angefallen. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen u.a. auf Frachtkosten (TEUR 3.306), Kommissionen (TEUR 2.406), Management-Umlagen (TEUR 1.525), Leasingaufwendungen (TEUR 411) sowie Beitragszahlungen an Versicherungen und Verbände (TEUR 158). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten darüber hinaus sonstige Steuern in Höhe von TEUR 77 (Vorjahr: TEUR 154). 4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 9 resultieren insbesondere der Aufzinsung von Altersteilzeit-, Jubiläums- und Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 34). V. Ergänzende Angaben1. Geschäftsführung Alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer im Hauptberuf war im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Juli 2021 unverändert Herr Dirk Schwarze, Dipl.-Ingenieur (FH), Leipzig. Hinsichtlich der Bezüge wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Mit Gesellschafterbeschluss vom 2. August 2021 wurde Herr Jürgen Lemke, Dipl.-Ingenieur (FH), München, als alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer der Model Sachsen Papier GmbH bestellt. 2. Arbeitnehmer Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl setzt sich wie folgt zusammen:
3. Honorare des Abschlussprüfers Im Rumpfgeschäftsjahr sind folgende Honorare des Abschlussprüfers als Aufwendungen erfasst:
4. Gesellschafter und Konzernverhältnisse Die Model Sachsen Papier GmbH ist zum 31. Juli 2021 ein 100 %iges Tochterunternehmen der Stora Enso Paper GmbH. Sie ist über die Stora Enso Paper Oy, Helsinki/Finnland, ein mittelbares Tochterunternehmen der Stora Enso Oyj. Die Gesellschaft hat daher im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Juli 2021 alle Unternehmen, zu denen sich Stora Enso Oyj in einem direkten oder indirekten Mehrheitsverhältnis befindet, als verbundene Unternehmen im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB angesehen. Die Konzernobergesellschaft Stora Enso Oyj stellt für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen am 31. Dezember 2021 einen Konzernabschluss auf, in den der Jahresabschluss der Model Sachsen Papier GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Juli 2021 (bis zur Entkonsolidierung) einbezogen wird. Dieser Konzernabschluss wird beim Amtsgericht Helsinki/Finnland unter der Nummer 828 offengelegt und kann im Internet (www.storaenso.com) abgerufen werden. Zudem wird der Konzernabschluss der Stora Enso Oyj zum 31. Dezember 2021 im Handelsregister der Stora Enso Paper GmbH offengelegt. Durch den am 2. August 2021 vollzogenen Gesellschafterwechsel bei der Model Sachsen Papier GmbH ist die Gesellschaft ab diesem Zeitpunkt 100%ige Tochter der Model Beteiligungen GmbH mit Sitz in Bad Bentheim. 5. Ergebnisverwendung Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages vom 6. November 2009, zuletzt geändert am 8. Juli 2019, wird der Verlust in Höhe von TEUR 17.062 letztmalig für das zum 31. Juli 2021 endende Rumpfgeschäftsjahr von der Stora Enso Paper GmbH übernommen (Vorjahr: Verlustausgleich in Höhe von TEUR 8.215). Der Ergebnisabführungsvertrag wurde durch Aufhebungsvertrag vom 30. Juli 2021 zum 31. Juli 2021, 24:00 Uhr, beendet. 6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.
Eilenburg, den 30. November 2021 Dirk Schwarze, Geschäftsführer Jürgen Lemke, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Juli 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Model Sachsen Papier GmbH (vormals Stora Enso Sachsen GmbH), Eilenburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Model Sachsen Papier GmbH (vormals Stora Enso Sachsen GmbH), Eilenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Juli 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Juli 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Model Sachsen Papier GmbH (vormals Stora Enso Sachsen GmbH) für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Juli 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 22. Dezember 2021 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Werner Horn, Wirtschaftsprüfer ppa. Kati Höfer, Wirtschaftsprüferin Der Abschluss zum 31. Juli 2021 wurde 23. Dezember 2021 festgestellt. |
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