Dontera Facility GmbH
Selbe AdresseHausmeisterdienste
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Quester seit 5.2.2026 | Prokura |
Jörg Müller seit 17.11.2025 | Geschäftsführer |
Britta Warnke seit 17.11.2025 | Prokura |
Dietmar Paul seit 5.8.2025 | Geschäftsführer |
Michaela Hanz seit 15.5.2025 | Prokura |
Timo Mayer seit 15.5.2025 | Prokura |
Christian Dufhaus seit 15.5.2025 | Prokura |
Julian Gatzweiler seit 27.2.2025 | Prokura |
Rolf Schencking seit 13.11.2024 | Prokura |
Michael Weg seit 18.7.2024 | Prokura |
Corinna Osicki seit 21.2.2024 | Prokura |
Kristina Reichelt seit 8.12.2023 | Geschäftsführer |
Mustafa Aydin seit 14.11.2023 | Prokura |
Patrick Vogel seit 7.12.2022 | Prokura |
Marc-Simon Schaar seit 2.2.2022 | Prokura |
Hans-Jürgen Lucas seit 2.2.2022 | Prokura |
Ferdai Baysal seit 18.11.2020 | Prokura |
Manuela Götz seit 18.11.2020 | Prokura |
Vanessa Schulze seit 18.11.2020 | Prokura |
Sabine Fenkes seit 27.9.2019 | Prokura |
Guy-Jean Meers seit 5.2.2019 | Prokura |
Nadja Schlotjunker seit 23.7.2018 | Prokura |
Gabriele Dr. Brückner seit 15.1.2016 | Prokura |
Philip Carl Konstantin Salfeld-Nebgen seit 2.3.2015 | Prokura |
Silke Schmidt seit 19.2.2014 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Outokumpu Stainless AB | 47.95% |
Outokumpu Oyj | 42.05% |
Outokumpu Oyj | 10.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Outokumpu Nirosta GmbHKrefeldJahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG, TKG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht der Outokumpu Nirosta GmbH für das Geschäftsjahr 20231. UnternehmensverhältnisseDie Outokumpu Nirosta GmbH (Nirosta), Krefeld, ist Teil des global agierenden Outokumpu-Konzerns, dem weltweiten Marktführer für Edelstahl Rostfrei. Die Führungsgesellschaft ist die Outokumpu Oyj mit Hauptsitz in Helsinki, Finnland. Das Unternehmen ist an der NASDAQ OMX Helsinki notiert und beschäftigt mehr als 9.000 Mitarbeiter in über 30 Ländern. Outokumpu war seit dem 01.01.2018 in vier Business Areas (BA) gegliedert: Europe, Americas, Long Products und Ferrochrome. Am 12.07.2022 hat Outokumpu angekündigt, den überwiegenden Teil der Long Products Aktivitäten zu veräußern. Mit Abschluss dieser Desinvestition zum Jahresende 2022 sind die Aktivitäten nun in den Business Areas Europe, Americas, Ferrochrome und Other operations organisiert. Die Nirosta gehört zur BA Europe, der größten Business Area des Konzerns, die neben Europa auch den Mittleren Osten, Nordafrika, Südafrika und Asien umfasst. In den Produktionsstätten in Deutschland (Krefeld, Dillenburg und Dahlerbrück), Finnland, Schweden sowie in den Service Centern und im Vertrieb in der gesamten Region sind rd. 6.500 Mitarbeiter tätig. Die Nirosta produziert korrosions-, säure- und hitzebeständige Edelstahl-Flacherzeugnisse mit einem weit gefächerten Programm von Güten, Abmessungen und Oberflächen. Edelstahl Rostfrei ist die Werkstoffbasis sowohl für technisch anspruchsvolle und sensible Einsatzbereiche als auch für zahlreiche Gegenstände des Alltagsgebrauchs. Der Geschäftsbereich Precision erweitert das Produktionsprogramm um Edelstahl-Flacherzeugnisse mit besonders niedrigen Toleranzen und definierten Eigenschaften. Zur Abrundung ihrer Vertriebs- und Serviceaktivitäten dient der Geschäftsbereich Nirosta Service Center mit Betrieben an den Standorten Hockenheim und Sachsenheim. Im Rahmen des mit Wirkung zum 01.05.2013 abgeschlossenen Framework Agreements, welches als Rahmenvereinbarung die Bündelung einzelner Verträge zur Verlagerung der strategischen und wirtschaftlichen Kontrolle beinhaltet, wurden die Kernaktivitäten wirtschaftlich in die damalige Outokumpu EMEA GmbH (EMEA), Krefeld, als deutsche Prinzipalgesellschaft eingebracht. Nach der Verschmelzung der EMEA auf die Nirosta im Jahr 2017 wird die Funktion des deutschen Prinzipals nunmehr von der Nirosta übernommen. Die technische Umsetzung des Prinzipalmodells erfolgte im Geschäftsjahr 2019, so dass der finnische Prinzipal (Outokumpu Europe Oy) als Vertragspartner gegenüber Kunden ("one Face to the Customer") auftritt. Gleichermaßen gilt dies auch für den Auftritt gegenüber Vormateriallieferanten. Die Standorte Krefeld und Dillenburg erbringen seitdem Bearbeitungsleistungen von Edelstahlerzeugnissen für den finnischen Prinzipal. Das erwirtschaftete Ergebnis der BA Europe wird aufgrund eines festgelegten Profit Splits zwischen Prinzipalgesellschaften in den drei Ländern Finnland (Outokumpu Europe Oy mit 58 %, i. Vj. 64 %), Deutschland (Outokumpu Nirosta GmbH mit 19 %, i. Vj. 26 %) und Schweden (Outokumpu Stainless AB mit 23 %, i. Vj. 10 %) aufgeteilt. Das Ergebnis aus dem Profit Split wird in der Gewinn- und Verlustrechnung als separater Posten unterhalb des betrieblichen Ergebnisses ausgewiesen. 2. TätigkeitsabschlussAufgrund der Neuregelung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) im Jahr 2011 hat die Nirosta als vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen für ihre Unternehmertätigkeit der Elektrizitätsverteilung getrennte Konten zu führen und einen Tätigkeitsabschluss zu erstellen (§ 6b Absatz 3 EnWG) sowie darüber zu berichten (§ 6b Absatz 7 EnWG). Seit dem 01.01.2022 hat die Outokumpu Nirosta GmbH Ihr Elektrizitätsnetz an die Outokumpu Stainless Holding GmbH verpachtet. Hierdurch erzielt die Outokumpu Nirosta GmbH Umsatzerlöse aus Verpachtung und Betriebsführung des Netzes. Zum Zwecke der Berichterstattung wurden die Vermögens- und Schuldposten sowie die Aufwendungen und Erträge auf Basis der Kostenstellenrechnung ermittelt. Dabei wurde die für die Unternehmenstätigkeit Elektrizitätsverteilung bestehende Kostenstelle herangezogen und eine Bilanz, eine Gewinn- und Verlustrechnung sowie ein Erläuterungsteil mit Anlagenspiegel erstellt. 3. Geschäftsverlauf und Lage3.1. Konjunktur- und Stahlmarktentwicklung 3.1.1. Konjunkturelle Entwicklung im Euroraum 2023 begann mit einer verbesserten Marktstimmung, da die besser als erwarteten europäischen Wirtschaftsdaten, die Wiedereröffnung Chinas nach der Pandemie und der saisonale Zyklus positive Marktaktivitäten anzeigten. Die Produktion war hoch, während die Nachfrage jedoch hinter den Erwartungen zurückblieb und der Markt in eine Phase der Neujustierung eintrat. Die Händler setzten die Reduzierung ihrer Lagerbestände fort und bevorzugten kleinere Bestellmengen; sie verhielten sich vorsichtig und warteten auf klarere Anzeichen einer Verbesserung der zugrunde liegenden Nachfrage. Hohe Lagerbestände und Energiekosten verschlechterten die Situation der Produzenten. In China materialisierte sich die wirtschaftliche Erholung langsamer als erwartet. In der saisonal schwachen Sommerperiode blieb der europäische Markt gedämpft, beeinflusst von schlechten wirtschaftlichen Bedingungen. Das Angebot überstieg die Nachfrage und die Produzenten verlängerten ihre Sommerpausen, um den Markt auszugleichen. Nach einer langen Abbauphase begannen die Händler im dritten Quartal ihre Lagerbestände wieder aufzufüllen. Die positiven Effekte davon schwächten sich bald ab, da die Nachfrage der Endverbraucher begrenzt blieb. Unsicher über die zukünftige Nachfrage- und Preisentwicklung bevorzugten die Käufer die Bestellung von Material auf Bedarfsbasis. Wirtschaftsdaten im Jahr 2023 deuteten auf den Beginn einer Rezession in Europa hin. Die Inflation in der Eurozone war hoch, ging aber im Laufe des Jahres allmählich zurück. Die Energiepreise sanken, blieben aber auf einem höheren Niveau als vor dem Beginn des Krieges in der Ukraine. Das drohende Risiko einer Eskalation der Nahost-Krise schuf zusätzliche wirtschaftliche Unsicherheiten. Diesen Herausforderungen stand auch die deutsche Wirtschaft gegenüber. Die gestiegenen Energiekosten sowie die hohen Inflationsraten dämpften die Nachfrage bei den Endverbrauchern ebenso wie bei den industriellen Kunden, wie z.B. dem Segment Konsumgüter oder bei Haushaltsgeräten. Gleichzeitig konnte die Automobilindustrie die Auftragsrückstände, bedingt durch die Lieferkettenunterbrechungen während der Covid-19-Pandemie, verringern und sich als verbleibender Lichtblick in der wirtschaftlichen Lage erweisen. Die Outokumpu Nirosta sicherte den fortlaufenden Geschäftsbetrieb über einen hohen Anteil an Kontraktgeschäften in diesen Industriezweigen. 3.1.2. Konjunktur und Branchenstruktur Der globale Verbrauch von flachen Edelstahlprodukten belief sich 2023 auf 39,5 Millionen Tonnen, was einem geringen Wachstum von +0,1 % und einer Stabilität gegenüber 39,4 Millionen Tonnen im Jahr 2022 entspricht. Die Nachfrage in APAC stieg um 5,4 %, während die Amerikas um 11,7 % und EMEA um 18,3 % zurückgingen. (Quelle: CRU Stainless Steel Flat Products Market Outlook November 2023). Der deutsche Markt für Edelstahlflachprodukte zeigte gleichlautend einen Rückgang von 14%. (Quelle: CRU Stainless Steel Flat Products Market Outlook November 2023) Die Drittlandimporte von flachgewalztem Edelstahl in die EU30 lagen im Jahr 2023 bei durchschnittlich 19 % und verzeichneten hiermit einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahr (35%). Gründe hierfür waren die schwache Nachfrage auf dem Edelstahlmarkt und die sich verringernde Preisdifferenz zwischen europäischem und asiatischem Material in Verbindung mit langen Lieferzeiten. Auch der Beginn einer Antiumgehungsuntersuchung gegen indonesisches Material, das über Taiwan, die Türkei und Vietnam in die EU gelangt, erhöhte den Abwärtsdruck auf die Einfuhren. Die Käufer hörten auf, asiatisches Material zu bestellen, um mögliche rückwirkende Zölle zu vermeiden. Der Beginn des Produktregistrierungsprozesses von CBAM im Oktober 2023 ist ein weiterer regulatorischer Schritt, der sich in Zukunft auf Nicht-EU-Material auswirken wird. (Quellen: EUROFER Februar 2024, CRU Stainless Steel Market Flat Products Monitor Januar 2024)
Die Preisentwicklung der Legierungsstoffe beeinflusst die Transferpreise des Konzerns. 3.2. Geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft Um die Wettbewerbsfähigkeit von Outokumpu in einem herausfordernden Marktumfeld zu stärken, hat das Unternehmen angekündigt, die Standorte Hockenheim und Dahlerbrück bis Mitte bzw. Ende 2024 zu schließen. Damit beabsichtigt das Unternehmen die Bündelung nicht ausgelasteter Kapazitäten und die Schaffung notwendiger Synergien. Zudem hat eine Wirtschaftlichkeitsanalyse der Metallpulveranlage gezeigt, dass die Werthaltigkeit der Investition aufgrund verschlechterter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen nicht mehr gegeben ist. 3.2.1. Ertragslage Die rechtliche Einheit Outokumpu Nirosta GmbH hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Versand in Höhe von 63.132 Tonnen (i. Vj. 77.895 Tonnen) erzielt. Dies entspricht einem Rückgang von rd. 19%. Die Marktlage 2023 war gekennzeichnet durch den Krieg in der Ukraine und die dadurch verursachten Unsicherheiten bezüglich Energieversorgung und Preissteigerungen. Aufgrund des Ausbleibens von neuen Wachstumsimpulsen verharrte die Nachfrage seit Jahresbeginn auf dem niedrigen Niveau des 2. Halbjahres des Vorjahres. Insgesamt verringerte sich die Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr um rd. 219 Mio. € auf rd. 524 Mio. €. Der Umsatz der Nirosta im Bereich der Stahlerzeugnisse belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 540 Mio. € (i. Vj. 747 Mio. €). Davon entfallen rd. 256 Mio. € auf die Bearbeitung von Flacherzeugnissen und rd. 267 Mio. € auf Umsätze aus Edelstahlflacherzeugnissen. Die allgemeine Nachfrageschwäche führte im Laufe des 1. Halbjahres zu einem weiteren starken Preisrückgang gegenüber Vorjahr. Ab dem Sommer kam es jedoch zu einer Preisstabilisierung beim Basispreis mit Ansätzen zur Preiserholung. So fiel der Basispreis für die Referenzgüte 4301 im 1. Halbjahr um 25% ggü. dem Januarwert, bevor er zum Ende des zweiten Halbjahres ansatzweise wieder das Januar-Niveau erreichte. Die Umsatzerlöse aus der Bearbeitung von Flacherzeugnissen i. H. v. rd. 256 Mio. € (i. Vj. 333 Mio. €) sind gegenüber dem Vorjahr aufgrund der geringeren Lohnwalzmenge als auch aufgrund eines Rückgangs der Preise für Energien und Einsatzstoffe um rd. 23 % gesunken. Die Umsätze aus Edelstahlflacherzeugnissen des Werkes Dahlerbrück gingen aufgrund stark reduzierter Versandmengen in einem sich abschwächenden Markt trotz Preissteigerungen bei Basispreis und Legierungszuschlag zurück. Insgesamt sanken die Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr um rd. 31 % auf rd. 73 Mio. € (i. Vj. 106 Mio. €). Im Geschäftsbereich Service Center Sachsenheim haben sich die Umsätze aus Edelstahlflacherzeugnissen um rd. 17 % auf einen Wert von rd. 83 Mio. € verringert. Dies resultiert im Wesentlichen aus der geringeren Versandmenge (-13% ggü. Vj.), als auch den fallenden Erlösen für Edelstahlflachstahlerzeugnisse. Im Geschäftsbereich Service Center Hockenheim sind die Umsatzerlöse aus Edelstahlflacherzeugnissen gegenüber dem Vorjahr um rd. 40% auf einen Wert von rd. 111 Mio. € gesunken. Eine verringerte Versandmenge (-20% ggü. Vj.) bei fallenden Erlösen führte zu diesem Umsatzrückgang. Darüber hinaus erzielte die Nirosta Nebenumsätze i. H. v. rd. 16 Mio. € (i. Vj. 24 Mio. €). Die Verringerung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen um ca. 16 Mio. € (i. Vj. Verringerung um 4 Mio. €) ist im Wesentlichen auf einen mengenmäßigen Bestandsabbau an dem Standort Hockenheim (32%), aber auch an den Standorten Dahlerbrück und Sachsenheim zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge weisen gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um 10 Mio. € (+68 %) auf. Hierbei trägt im Weitesten eine erhöhte Auflösung von Rückstellungen (+10,5 Mio. €) bei. Der Materialaufwand lag mit rd. 380 Mio. € deutlich unter dem Vorjahreswert von 558 Mio. €. Dies ist insbesondere auf die geringere Menge als auch sinkenden Kosten für den konzerninternen Bezug von Vormaterial sowie sinkende Energiekosten, hauptsächlich bei Strom und Erdgas, zurückzuführen. Der Personalaufwand lag mit 192 Mio. € um rd. 7 Mio. € über dem Vorjahresniveau. Im Personalaufwand enthalten sind Aufwendungen aus der Bildung von Restrukturierungsrückstellungen i. H. v. 28 Mio. € sowie eine gegenüber dem Vorjahr um rd. 22 Mio. € verminderte Zuführung zu Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen. Die Summe der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen lag mit rd. 21 Mio. € (+ 7 %) über dem Vorjahresniveau. Der Anstieg ist im Wesentlichen mit der außerplanmäßigen Abschreibung i. H. v. 2,4 Mio. € in Zusammenhang mit der Pulveranlage zu erklären. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 6 Mio. € auf 41 Mio. € gesunken. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf geringere Konzernabrechnungen zurückzuführen (-15 Mio. €). Gegenläufig wirkte die Bildung von Drohverlustrückstellungen für den Leasingvertrag der Pulveranlage (5,9 Mio. €) und i. H. v. 5,3 Mio. € im Zusammenhang mit der geplanten Schließung des Standorts Hockenheim und die Erhöhung der Beiträge für Sachversicherungen (+2,0 Mio. €). Die Position Ergebnis aus dem Profit Split enthält ausschließlich den Ergebnisanteil des deutschen Prinzipals am Profit Split. Dieser lag im Geschäftsjahr 2023 bei rd. 51 Mio. € und damit rd. 109 Mio. € unter jenem des Vorjahres (2022: 160 Mio. €). Wesentlicher Grund für den deutlichen Rückgang sind insbesondere die gefallenen Preise. Das saldierte Zinsergebnis beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr rd. +9,6 Mio. € und hat sich somit, im Wesentlichen aufgrund gestiegener Guthabenzinsen und der positiven Entwicklung des Deckungsvermögens, gegenüber dem Vorjahr um rd. 23,3 Mio. € verbessert. Darin enthalten sind Zinsaufwendungen i. H. v. rd. 0,9 Mio. € und Zinserträge i. H. v. rd. 10,5 Mio. €. Die Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen. Weiterhin fielen im Geschäftsjahr Aufwendungen für sonstige Steuern i. H. v. rd. 2 Mio. € an (i. Vj. 2 Mio. €). Vor Berücksichtigung des Ergebnisabführungsvertrags ergibt sich für das abgelaufene Geschäftsjahr ein Jahresfehlbetrag i. H. v. rd. 26 Mio. € (i. Vj. Jahresüberschuss i. H. v. rd. 93 Mio. €). Die Nirosta hatte zu Beginn des Geschäftsjahres ein positives Ergebnis im hohen zweistelligen Millionen-Bereich erwartet. Dieses Ergebnis konnte aufgrund marktseitiger Verschlechterung im Jahr 2023 nicht erreicht werden. Die Produktionsmengen blieben am Standort Krefeld (-7 %) hinter der ursprünglichen Planung zurück, wohingegen am Standort Dillenburg die Produktionsmenge nahezu der Planung entsprach (-0,6%). Dennoch konnten beide Standorte die Vorjahreswerte nicht erreichen: Krefeld lag hier um 18,5% unter den Mengen von 2022, Dillenburg um 19,6%. Die gesetzten Ziele im Bereich der Verarbeitungskosten wurden substanziell unterschritten. Verantwortlich hierfür sind maßgeblich niedrigere Preise für Energien im Vergleich zu den Planpreisen für 2022. Die für die Nirosta relevanten Schlüsselgrößen Ausbringung (yield) und Lieferperformance haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt entwickelt: In der Kennzahl Ausbringung hat sich das Werk in Dillenburg gegenüber dem Vorjahr um 1,7%-Punkte auf 73,0% als auch das Werk in Krefeld gegenüber dem Vorjahr um 0,6 %-Punkte auf 75,9% verschlechtert. Die Lieferperformance hat sich in Dillenburg um 2,0%-Punkte auf 84,7% verschlechtert, in Krefeld dagegen konnte eine Verbesserung um 3,8 %-Punkte auf 66,1% erzielt werden. Der Jahresfehlbetrag i. H. v. rd. 26 Mio. € wurde gemäß Ergebnisabführungsvertrag von der Outokumpu Stainless Holding GmbH erstattet. 3.2.2. Vermögenslage
Das Gesamtvermögen der Nirosta ist gegenüber dem Vorjahr um rd. 114 Mio. € (19,0 %) auf 489 Mio. € zurückgegangen. Die Veränderung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr beruht im Wesentlichen auf der Verminderung der Sachanlagen i. H. v. rd. 8,2 Mio. €. Den Abschreibungen i. H. v. rd. 20,8 Mio. €, davon rd. 2,4 Mio. € außerplanmäßige Abschreibungen im Zusammenhang mit der Pulveranlage, stehen Zugänge i H. v. rd. 12,6 Mio. € im Rahmen von Investitionen gegenüber. Das Umlaufvermögen (inkl. RAP) hat sich deutlich um rd. 106 Mio. € auf 358 Mio. € verringert. Maßgeblich dafür ist der Rückgang der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um rd. 81 Mio. € (davon rd. 73 Mio. € Finanzforderungen) aufgrund von konzerninternen Abrechnungen. Ebenfalls hat sich das Vorratsvermögens signifikant um rd. 26 Mio. € verringert aufgrund weiterer Optimierung der Bestände und damit einhergehender Reduzierung der Vorratsmengen um rd. 4.200 Tonnen - davon rd. 700 Tonnen im Werk Dahlerbrück und rd. 3.500 Tonnen in den Service-Centern in Hockenheim und Sachsenheim. Das Eigenkapital ist mit 159 Mio. € gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben. Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote von rd. 33 % (i. Vj. rd. 26 %). Die Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um rd. 3 Mio. € gesunken. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind stark um rd. 28 Mio. € zurückgegangen. Dies resultiert im Wesentlichen aus hohen Mittelabflüssen (rd. 31 Mio. €, davon 18,5 Mio. € Einzahlung in Deckungsvermögen), die nur teilweise durch erfolgswirksame Zuführungen gedeckt wurden. Dagegen sind die sonstigen Rückstellungen um rd. 25 Mio. € gestiegen. Zuführungen von rd. 65 Mio. € stehen Inanspruchnahmen, Auflösungen und Aufzinsungseffekte von insgesamt rd. 40 Mio. € gegenüber. Wesentliche Zuführungen resultieren aus der Zuführung zu Personalrückstellungen aufgrund der geplanten Schließung der Standorte Dahlerbrück und Hockenheim i. H. v. rd. 24 Mio. €, sonstigen Personalrückstellungen i. H. v. rd. 17 Mio. €, ausstehenden Eingangsrechnungen i. H. v. rd. 12 Mio. € sowie für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften i. H. v. rd. 11 Mio. € (rd. 6 Mio. € im Zusammenhang mit der Pulveranlage und rd. 5 Mio. € im Zusammenhang mit der Schließung der Standorte Dahlerbrück und Hockenheim). Gegenläufig wirkten neben den Inanspruchnahmen i. H. v. rd. 25 Mio. € im Wesentlichen Auflösungen von sonstigen Personalrückstellungen i. H. v. rd. 11 Mio. €. Der Rückgang der Verbindlichkeiten um rd. 112 Mio. € ist im Wesentlichen auf die Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen (rd. 106 Mio. €). Hintergrund hierfür ist, dass im Jahr 2023 aus dem Ergebnisabführungsvertrag eine Forderung resultierte, wogegen zum 31.12.2022 eine Verbindlichkeit i. H. v. rd. 93 Mio. € bestand. 3.2.3. Finanzlage Mit der Konzernobergesellschaft Outokumpu Oyj besteht eine Cash-Management-Vereinbarung zum Führen von Konzernfinanzkonten, über welche im Wesentlichen konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten der Nirosta gegenüber anderen Konzernunternehmen buchungstechnisch abgewickelt werden. Darüber hinaus beinhaltet die Vereinbarung auch die Teilnahme an einer Cash-Pooling-Finanzierung. Die Nirosta meldet dazu in festgelegten Intervallen ihren voraussichtlichen Kapitalbedarf an die Outokumpu Oyj. Das sog. Intercreditor-Agreement, welches im Rahmen der Konzernfinanzierung Rechte und Pflichten von gruppeninternen Schuldnern und Darlehensgebern regelt, ist nebst Ergänzungsvereinbarung beendet; die Outokumpu Nirosta GmbH war neben anderen Gesellschaften der Outokumpu-Gruppe Teil dieses Agreements. Insgesamt weist die Nirosta zum 31.12.2023 Finanzmittel i. H. v. rd. 197 Mio. € (i. Vj. 271 Mio. €) aus. Davon entfallen rd. 197 Mio. € (i. Vj. rd. 269 Mio. €) auf kurzfristige Nettofinanzforderungen aus dem Konzernfinanzverkehr. Flüssige Mittel sind im niedrigen T€-Bereich enthalten (i. Vj. 2 Mio. €). Der Rückgang der Finanzmittel erklärt sich wie folgt: Die Nirosta erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen negativen Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit i. H. v. rd. 15 Mio. €., aus Investitionstätigkeit i. H. v. rd. 13 Mio. € sowie aus Finanzierungstätigkeit i. H. v. rd. 93 Mio. €. Dieser resultiert aus der Abführung des vorjährigen Jahresüberschusses an die Gesellschafterin. Aus dem Profit Split wurde dagegen ein positiver Cash-Flow i. H. v. rd. 47 Mio. € erwirtschaftet. 3.3. Produktion und Versand Im Geschäftsjahr 2023 lag die Walzwerkserzeugung der Nirosta (Standorte Krefeld und Dillenburg) bei insgesamt 253.234 Tonnen und damit um 10,3 % unter dem Vorjahresniveau. Die Erzeugung teilte sich auf in 97,7 % Kaltband (247.399 Tonnen) und 2,3 % Warmband (5.835 Tonnen). Der Anteil an Warmband lag dabei um rd. 7,2 % unter Vorjahresniveau und der Anteil an Kaltband um rd. 20,5 % unter Vorjahresniveau. Die Produktionsmenge des Geschäftsbereiches Nirosta Precision betrug 7.620 Tonnen und lag damit um 39 % unter dem Vorjahresniveau von 12.506 Tonnen. Der Anteil an Federband betrug 23 % (i. Vj. 32 %) der Produktion. Die Versandmenge des Geschäftsbereichs Service-Center betrug 55.008 Tonnen und lag damit rd. 17% unter dem Vorjahresniveau von 66.006 Tonnen. Davon entfielen 22.373 Tonnen (i. Vj. 25.773 Tonnen) auf das Service-Center in Sachsenheim sowie 32.635 Tonnen (i. Vj. 40.233 Tonnen) auf das Service Center in Hockenheim. Der Rückgang begründet sich im Wesentlichen durch die allgemeine Marktsituation und dem Verharren der Edelstahlnachfrage auf dem niedrigen Niveau des 2. Halbjahres 2022 in allen Bereichen und insbesondere dem Handel. Abgesehen von den vormaterialbedingten temporären Stillständen haben sich im Berichtszeitraum keine größeren außergewöhnlichen Ausfälle von Produktionsaggregaten ereignet. Die Ausfälle beschränkten sich lediglich auf routinemäßige Stillstände, z. B. aufgrund von Wartungs- bzw. Instandsetzungsarbeiten oder Produktionsmengenreduzierungen. Die Produktionsanlagen werden regelmäßig gewartet bzw. instandgesetzt. 3.4. Investitionen Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Nirosta 12,6 Mio. € in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände investiert. Schwerpunktmäßig entfielen die Investitionen auf die Erneuerung der Hallenheizungen am Standort Krefeld (2,0 Mio. €), die Umsetzung des Sicherheitskonzeptes eines Reversiergerüstes am Standort Krefeld (0,8 Mio. €) und die Umsetzung des Brandschutzkonzeptes am Standort Dillenburg (0,8 Mio. €). Die übrigen Investitionsmaßnahmen dienen vor allem der Modernisierung der Anlagen zur Steigerung der Effizienz, der Reduzierung des Energieverbrauches sowie der Verbesserung der Arbeitssicherheits- und Umweltsituation. 4. UmweltSeit dem Jahr 2020 ist die Nachhaltigkeit ein Kern der Unternehmensstrategie. Ziel ist es, den Klimawandel zu bekämpfen und Umwelteinflüsse zu minimieren. Unser Engagement für Nachhaltigkeit ist in unserer gesamten Wertschöpfungskette verankert, und wir suchen ständig nach Wegen, die Nachhaltigkeit unserer Produkte und Prozesse noch weiter zu verbessern. Im Rahmen dieser Strategie wurde 2022 erstmals ein neues Produkt vorgestellt: Circle Green. Die Circle Green Produkte verfügen über einen besonders niedrigen CO 2-Fußabdruck. Im Jahr 2023 wurde die Produktion des Produkts weiter erhöht. Outokumpu verfügt weiterhin über ein genehmigtes Emissionsziel der Science Based Target Initiative. Das Ziel steht in Einklang mit den Ambitionen, die weltweite Klimaerwärmung nicht über ein Maß von 1,5 °C ansteigen zu lassen. Dazu hat sich die Unternehmensgruppe verpflichtet, die Treibhausgasemissionen in Scope 1, 2 und 3 bis 2030 um 42 % pro Tonne Edelstahl zu reduzieren. Unser längerfristiges Ziel ist es, in Übereinstimmung mit den Zielen des Green Deal der EU im Jahr 2050 CO 2-neutral zu sein. Als weiteren Schritt in Richtung einer nachhaltigen Produktionsweise plant Outokumpu die Einführung der ResponsibleSteel Zertifizierung an den deutschen Produktionsstandorten Krefeld, Dillenburg und Dahlerbrück. Im Jahr 2023 wurden die Phase-2-Audits durchgeführt. ResponsibleSteel ist der erste globale, unabhängige Standard für nachhaltig produzierten (Edel-)Stahl. Er schafft einen branchenweiten ESG-Rahmen (Umwelt, Soziales, Unternehmensführung) für die Betrachtung unserer Nachhaltigkeitsleistung. In Verbindung mit externen Audits und der Einbeziehung von Stakeholdern ermöglicht ResponsibleSteel eine glaubwürdige und transparente Beurteilung unserer Nachhaltigkeitsmaßnahmen. Der ResponsibleSteel-Zertifizierungsprozess umfasst standortspezifische Selbstbewertungen, Audits vor Ort sowie Befragungen von Mitarbeitern und Stakeholdern durch einen externen Prüfer. Generell wurden die für das Unternehmen wichtigen umwelt- und energierelevanten Gesetze, Richtlinien, Normen und branchenspezifischen Vorschriften ermittelt und berücksichtigt. Die an allen Produktionsstandorten im Kalenderjahr 2023 durchzuführenden Betreiberpflichten wurden fristgerecht und erfolgreich erledigt. Im Rahmen der Zertifizierung nach DIN EN ISO 14001:2015 und DIN EN ISO 50001:2018 fand im Jahr 2023 das erste Überwachungsaudit des dreijähren Rezertifizierungszyklus (2022 bis 2025) statt. Damit wurde dem Unternehmen erneut attestiert, über ein funktionierendes und der Norm entsprechendes Umwelt- und Energiemanagementsystem zu verfügen. Es wurden keine Abweichungen festgestellt. Das Zertifikat ist bis November 2025 gültig. Die Deponie Marbach in Bochum ist weiterhin nicht im Betrieb. Ein Antrag zur Öffnung der Deponie für Abfälle dritter Parteien wurde gestellt. Ein endgültiger Bescheid steht noch aus. Im Werk Krefeld wird in Abstimmung mit dem Fachbereich Umwelt der Stadt Krefeld seit 2015 dreimal jährlich ein Grundwasser-Monitoring im An- und Abstrom des Geländes der ehemaligen Stahlwerke durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass auch 2023 keine schädlichen Einflüsse auf das Grundwasser aus dem stillgelegten Stahlwerksgelände vorlagen. 5. Personalbericht5.1. Belegschaftsstand
*) Elternzeit, Langzeitkranke, Mitarbeiter/innen in der Freistellungsphase der Altersteilzeit usw. Die Outokumpu Nirosta GmbH beschäftigte zum 31.12.2023 insgesamt 1.920 Mitarbeiter. Die Belegschaft ist damit im Vergleich zum 31.12.2022 um 0,4 % gestiegen. Die Mitarbeiteranzahl ist konstant geblieben im Vergleich zum Vorjahr. Jedoch gab es eine Erhöhung bei den Auszubildenden und Praktikanten, da die Auszubildenden-Einstellungen leicht erhöht wurden. Außerdem hat sich das Verhältnis zwischen Lohn- und Gehaltsempfängern leicht verschoben. Es fanden in den Verwaltungsbereichen einige Einstellungen statt, wohingegen sich die Lohnempfängerbelegschaft geringfügig reduzierte. 5.2. Relevante Personalvereinbarungen Im Dezember 2023 wurden die Tarifverhandlungen der westdeutschen Eisen- und Stahlindustrie abgeschlossen. Der Tarifabschluss läuft am 30.09.2025 aus. Die Beschäftigten erhalten im Januar 2024 eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 1.500 Euro. Für die Monate Februar bis November erhalten alle Beschäftigten jeweils eine weitere Inflationsausgleichsprämie von 150 Euro, Auszubildende von 80 Euro. Die Auszahlung bei Nirosta erfolgt in einer Summe im Monat Mai 2024. Mit Wirkung vom 01.01.2025 werden die Entgelte um 5,5 % erhöht. Ab Februar 2023 beträgt die wiederkehrende Zahlung zur Beschäftigungssicherung 600 Euro im Jahr (für Auszubildende 360 Euro). Die wiederkehrende Zahlung zur Beschäftigungssicherung kann auch in Freizeit umgewandelt werden. Bei Auszubildenden existiert diese Möglichkeit nicht. 2020 wurde die Konzernvereinbarung zum Umstieg auf bAV-fair unterschrieben. Die Versorgung bAV-fair erfolgt über einen externen Versorgungsträger in Form einer Direktversicherung oder einer rückgedeckten Unterstützungskasse. Bereits im Jahr 2020 erfolgten die ersten Gespräche zum Umstieg auf bAV-fair. Diese wurden im Jahr 2021 und auch 2022 erfolgreich fortgesetzt. Damit konnten die Pensionsrückstellungen weiter gesenkt werden. Auch weiterhin besteht die Möglichkeit für Mitarbeiter, auf bAV-fair umzusteigen. Alle Neueinstellungen fallen unter die neue Pensionsvereinbarung bAV-fair, so dass hierfür keine neuen Rückstellungen gebildet werden müssen. 5.3. Erklärung zur Unternehmensführung: Gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen nach § 36 und § 52 Abs. 2 GmbHG Nirosta ist eine nach dem Drittelbeteiligungsgesetz mitbestimmte Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Bei nach dem Drittelbeteiligungsgesetz mitbestimmten Gesellschaften mit beschränkter Haftung legt die Gesellschafterversammlung für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und unter den Geschäftsführern Zielgrößen fest (§ 52 Abs. 2 GmbHG). Weiter legen nach § 36 GmbHG die Geschäftsführer Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführer fest. Im Jahr 2022 hat die Konzernleitung der Outokumpu auf Gruppenebene bestimmte Diversity-Ziele beschlossen. Auf dieser Basis hat die Gesellschafterversammlung der Nirosta für den Frauenanteil im Aufsichtsrat der Nirosta eine Zielgröße von mindestens 30 % (= 4 Frauen) beschlossen. Zum 31.12.2023 waren 6 Frauen im Aufsichtsrat (= 50 %) vertreten. Hinsichtlich des Frauenanteils in der Geschäftsführung der Nirosta hat die Gesellschafterversammlung bestimmt, dass die Zielgröße für den Frauenanteil mindestens 30 % (= 1 Frau) beträgt. Zum 31.12.2023 war eine Frau in der Geschäftsführung vertreten. Die Geschäftsführung der Nirosta hat hinsichtlich des Frauenanteils in den zwei Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung sowohl für die erste als auch für die zweite Führungsebene eine Zielgröße von jeweils mindestens 20 % beschlossen. Zum 31.12.2023 gab es 7 Frauen in der ersten Führungsebene (17,5 %) und 7 Frauen in der zweiten Führungsebene (8,8 %) unterhalb der Geschäftsführung der Nirosta. Sämtliche Zielgrößen sollen bis spätestens 31.12.2027 erreicht werden. 5.4. Personalentwicklung und Weiterbildung Insgesamt nahm die Anzahl der Schulungen auch 2023 erneut zu. Schwerpunkte waren weiterhin die Durchführung von Führungskräftetrainings (Leadership Pipeline), insbesondere für die Ebene der Schichtleiter, darüber hinaus die Qualifizierungen der HR Academy, Sales Academy und der Finance Academy. Zusätzlich bildete das Talentmanagement mit dem "Form your future" Programm einen weiteren Baustein zur Qualifizierung der Nachwuchskräfte, neben der Durchführung von Development Centern und nachfolgenden Entwicklungsmaßnahmen. Zahlenmäßig kamen wir im Bereich Weiterbildung 2023 auf insgesamt 2.552 Tage, das sind 277 Teilnehmertage mehr als im Vorjahr. Die Steigerung liegt insbesondere an den wieder stattgefundenen Präsenzveranstaltungen. Schwerpunkte waren Trainings im Bereich Sicherheit und Gesundheit sowie Code of Conduct und Datensicherheit bei den eLearnings; das Thema Führung wurde überwiegend in Präsenzveranstaltungen qualifiziert. 5.5. Ausbildung Bei der Nirosta wurden zum 31.12.2023 insgesamt 86 Auszubildende in 6 Berufen ausgebildet. Der Ausbildungsschwerpunkt betrifft die Berufe Industriemechaniker, Verfahrenstechnologe sowie Elektroniker. Zum 01.09.2023 begannen 31 junge Menschen ihre Berufsausbildung bei der Nirosta, 16 davon starteten in Krefeld, 12 in Dillenburg und 3 in Dahlerbrück. 5.6. Arbeitssicherheit Die absolute Zahl der Arbeitsunfälle bewegte sich auch 2023 auf einem niedrigen Niveau, auch wenn es insbesondere hinsichtlich der Unfallschwere zu einer Steigerung kam. Während die Zahl der Unfälle mit anschließender Leistung von Erster Hilfe (FTI - First Aid Treated Incidents) leicht sank (21 im Vergleich zu 23 im Vorjahr), ereigneten sich am Standort Krefeld zwei Unfälle die eine Ausfallzeit von mehr als einem Tag (LTI - Lost Time Incident) verursachten. Der kumulierte Wert der Unfallhäufigkeit (Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit je 1.000.000 geleistete Arbeitsstunden, LTIFR) betrug somit 0,4 im Vergleich zu 0 im Jahr 2022. Hinsichtlich der Arbeitsschutzorganisation kam es zu folgenden Änderungen: Der Standort Sachsenheim wurde, nach dem Ende der Zusammenarbeit mit dem bisher die FaSi stellenden Unternehmen, kommissarisch durch die leitende Fachkraft für Arbeitssicherheit der Outokumpu Nirosta GmbH betreut und ein Auswahlverfahren für eine geeignete Nachfolgeregelung durchgeführt. Im vierten Quartal 2023 wurde eine neue überbetriebliche Fachkraft für Arbeitssicherheit bestellt. Die Standorte Dillenburg und Krefeld wurden im Rahmen eines "Safety Cross Learning Visits" durch Mitarbeiter des Konzernarbeitsschutzes sowie Arbeitsschutzspezialisten anderer Standorte hinsichtlich der Einhaltung der Konzern-Arbeitsschutzstandards auditiert. Beide Standorte konnten im Rahmen des Audits zeigen, dass sie im Arbeitsschutz zu den führenden Werken der Outokumpu gehören. Arbeitsschwerpunkte des Bereiches Arbeitssicherheit waren neben der Fortschreibung der Gefährdungsbeurteilungen gemäß ArbSchG und BetrSichV insbesondere die Inbetriebnahme der Anlage zur Herstellung von Metallpulvern sowie ein Pilotprojekt zum Einsatz künstlicher Intelligenz zur Reduzierung von Expositionszeiten von Mitarbeitern in Gefahrenbereichen am Standort Krefeld, sowie die Einführung des neuen Konzernweiten Berichtssystems für den Arbeitsschutz "MIA" im Rahmen eines Pilotprojektes an den Standorten Krefeld und Dillenburg. 6. Forschung und EntwicklungDie Forschungs- und Entwicklungsabteilung (FuE) der Nirosta ist Teil der weltweit operierenden FuE der Outokumpu. Unsere FuE bietet führendes technisches Know-how, das den gesamten Bereich vom Produktionsprozess bis zur Herstellung der Produkte bei unseren Kunden abdeckt. Die Gestaltung der Zukunft durch die Entwicklung und Ermöglichung einer nachhaltigen Zukunft ist Teil des FuE-Auftrags. Nachhaltige Produktionsprozesstechnologien Unsere führende Klimalösung, Outokumpu Circle Green®, hat den niedrigsten CO 2-Fußabdruck der Welt, mit bis zu 93 % geringeren CO 2-Fußabdruck im Vergleich zum globalen Branchendurchschnitt. Seit der Einführung der ersten Circle Green Produktgruppe Core im Jahr 2022, haben wir an weiteren Sorten der Produktgruppen Moda und Supra gearbeitet, die für leicht und stark korrosive Umgebungen geeignet sind. Künftige Produkte und Kundenanwendungen Als führender Anbieter von nachhaltigem rostfreiem Stahl sind wir uns seit langem unserer Verantwortung bewusst, unseren Kunden alle technischen Informationen zur Verfügung zu stellen, die sie benötigen, um die beste Sorte für ihre Anforderungen auszuwählen. Im Jahr 2023 haben wir unsere 12. Auflage des Outokumpu-Handbuchs "Korrosion" veröffentlicht, welches vollständig überarbeitet und aktualisiert wurde. Zur Stärkung unseres Portfolios wurde eine neue ferritische Stahlsorte, Therma 4622Nb, eingeführt. Diese Sorte verfügt über eine verbesserte Hochtemperatur-Kriechbeständigkeit bei über 1000°C. Dadurch eignet sie sich ideal für eine Vielzahl von Anwendungen, wie z. B. Abgassysteme in der Automobilindustrie, Ofenanlagen, Lufterhitzer und Brennerdüsen. Im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigte die Nirosta zum 31.12.2023 insgesamt 25 Mitarbeiter in der Forschungseinrichtung am Standort Krefeld. Die Aufwendungen dafür beliefen sich im Berichtszeitraum auf rd. 3,0 Mio. € (i. Vj. rd. 3,2 Mio. €). 7. RisikomanagementDie Beurteilung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung der Nirosta kann auf Grund der starken Einbettung in die BA Europe und der damit einhergehenden Steuerung nicht losgelöst von der Beschäftigungs- und Ergebnissituation der BA Europe beurteilt werden. Als Teil der international agierenden BA Europe ist die Nirosta im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mittelbar und unmittelbar Liquiditätsrisiken sowie Vertriebsrisiken und verschiedenen Marktrisiken ausgesetzt, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Im Folgenden wird auf die einzelnen Risiken sowie deren Management eingegangen. Liquiditätsrisiken Das Liquiditätsrisiko, d. h. das Risiko, aufgrund einer mangelhaften Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können, wird im Outokumpu-Konzern und für die Gesellschaft über die Outokumpu Oyj zentral überwacht. Zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit werden liquide Mittel bereitgehalten, um konzernweit sämtliche geplanten Zahlungsverpflichtungen zur jeweiligen Fälligkeit erfüllen zu können. Vertriebsrisiken und Kundenmanagement Um Marktnachfrage und Kundenbedürfnissen zu entsprechen, unterhält die Nirosta ein vielfältiges Produktionsprogramm mit kundenspezifischen Oberflächen. Darüber hinaus werden mittels der eigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilung die Prozesseffizienz und Produktqualität überwacht und stetig weiterentwickelt. Zudem pflegt die Nirosta einen engen Kontakt zu den Kunden von Edelstahlflacherzeugnissen, um den Herausforderungen der steigenden Kundenanforderungen gerecht zu werden. Der Bereich Technische Kundenbetreuung analysiert Kundenbedürfnisse, entwickelt kundenindividuelle Lösungen und unterstützt mit diesem Service die Kundenbindung. Kreditrisiken Die Werthaltigkeit von Forderungen und anderen finanziellen Vermögenswerten kann beeinträchtigt werden, wenn Transaktionspartner ihren Verpflichtungen zur Bezahlung oder sonstigen Erfüllung nicht nachkommen. Zur Absicherung von Forderungsausfällen bestehen Kreditausfallversicherungen. Durch das Forderungsmanagement ist grundsätzlich sichergestellt, dass kein erhöhtes Ausfallrisiko von Forderungen bei der Nirosta zu verzeichnen ist. Für Geschäftspartner sind bonitätsabhängige Kontrahentenlimite eingerichtet, die regelmäßig überwacht und gesteuert werden. In Ausnahmefällen können darüber hinaus unternehmensinterne Eigenrisiken gemäß der Konzernrichtlinie "Credit Control Guideline" eingegangen werden. Die Länderrisiken aus Warenlieferungen werden kontinuierlich beobachtet, methodisch bewertet und zentral gesteuert. Währungsrisiken Währungsrisiken aus Finanzinstrumenten bestehen bei Forderungen, Verbindlichkeiten, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, die nicht in der funktionalen Währung der Nirosta bestehen. Das Währungsrisiko aus Finanzinstrumenten resultiert für die Nirosta im Wesentlichen aus USD- und GBP-Transaktionen. Die Währungsrisiken werden systematisch erfasst, analysiert und gesteuert. Der Umfang der Absicherung wird regelmäßig überprüft und im Rahmen einer Richtlinie festgelegt. Dabei wird das aus operativer Geschäftstätigkeit resultierende gebuchte Fremdwährungsexposure in der Regel in voller Höhe währungskursgesichert. Die Absicherung der vertraglichen und geplanten Währungsrisiken erfolgt ausschließlich durch den Abschluss von Devisentermingeschäften. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten unterliegt strengen internen Kontrollen, die im Rahmen festgelegter Prozesse und auf Basis von klaren Richtlinien erfolgen. Die Gesellschaft ist in das zentrale Sicherungsmanagement der Outokumpu Oyj eingebunden, welche die konzernweite Sicherung durchführt. Bestandsrisiko Vorratsvermögen Zur Überwachung und Steuerung der Bestände im Vorratsvermögen werden Bestandsziele festgelegt. Ziel dieses Bestandmanagements ist es, die Bestände so niedrig wie möglich zu halten, ohne sich jedoch der Gefahr von Produktionsausfällen bzw. Lieferengpässen auszusetzen. Ukraine-Konflikt Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf den globalen Edelstahlmarkt werden weiterhin als gering eingeschätzt, da die Produktion und der Verbrauch Russlands und der Ukraine nur jeweils einen marginalen Anteil an der weltweiten Gesamtmenge darstellen. Der Krieg in der Ukraine hat steigende Rohstoff- und Energiekosten und einen allgemeinen Preisanstieg nach sich gezogen. Diese Risiken werden als Bestandteil des zentralen Sicherungsmanagements des Konzerns überwacht. Gesamtbeurteilung der Risiken Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation der Nirosta ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Aus heutiger Sicht zeichnen sich keine den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken, auch nicht in Verbindung mit anderen Risiken, ab. Zur Abdeckung möglicher Schadensfälle und Haftungsrisiken bestehen entsprechende Versicherungen. 8. RechtsstreitigkeitenGegen die Nirosta sind verschiedene gerichtliche Prozesse, behördliche Untersuchungen und Verfahren sowie andere Ansprüche anhängig oder könnten in der Zukunft eingeleitet oder geltend gemacht werden. Der Ausgang einzelner Verfahren kann nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Derzeit sind insbesondere folgende wesentliche bestehende oder drohende Rechtsstreitigkeiten zu nennen: Klage der Industriepark Immobilieninvestment GbR Am 19.01.2018 wurde der Gesellschaft eine Feststellungsklage der Industriepark Immobilieninvestment GbR zugestellt. Gegenstand der Klage ist das am 31.12.2016 beendete Mietverhältnis zwischen Nirosta und der Salzgitter Mannesmann GmbH bezüglich des Gebäudes 29 im Industriepark Krefeld. Die Klägerin hat die Klage zwischenzeitlich auf eine Leistungsklage umgestellt und begehrt aus abgetretenem Recht Zahlung von 18,7 Mio. €. Das Landgericht Krefeld hat am 4. Mai 2022 ein Grundurteil erlassen, in dem es einen Anspruch der Klägerin dem Grunde nach bestätigt. Die Gesellschaft hat Berufung gegen das Grundurteil beim Oberlandesgericht Düsseldorf eingelegt. Mit Urteil vom 15. Juni 2023 hat das Oberlandesgericht Düsseldorf das am 4. Mai 2022 verkündete Grundurteil des Landgerichts Krefeld aufgehoben und den Rechtsstreit zur weiteren Verhandlung und Entscheidung an das Landgericht Krefeld zurückverwiesen. 9.
Voraussichtliche Entwicklung mit wesentlichen
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| Anhang | 31.12.2022 | 31.12.2023 | |
| T€ | T€ | ||
| Anlagevermögen | |||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 3 | 1.371 | 1.244 |
| Sachanlagen | 3 | 137.217 | 129.016 |
| 138.588 | 130.260 | ||
| Umlaufvermögen | |||
| Vorräte | 4 | 80.776 | 54.947 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 5 | 379.961 | 301.859 |
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 1.762 | 1 | |
| 462.499 | 356.807 | ||
| Rechnungsabgrenzungsposten | 1.915 | 1.514 | |
| 603.002 | 488.581 |
| Anhang | 31.12.2022 | 31.12.2023 | |
| T€ | T€ | ||
| Eigenkapital | 6 | ||
| Gezeichnetes Kapital | 110.000 | 110.000 | |
| Kapitalrücklage | 49.439 | 49.439 | |
| 159.439 | 159.439 | ||
| Rückstellungen | 7 | 289.780 | 286.951 |
| Verbindlichkeiten | 8 | 153.783 | 42.191 |
| 603.002 | 488.581 |
| Anhang | 2022 | 2023 | |
| T€ | T€ | ||
| Umsatzerlöse | 12 | 746.779 | 539.913 |
| Verminderung des
Bestands an fertigen
und unfertigen Erzeugnissen |
-3.853 | -16.136 | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 2 | 11 | |
| Gesamtleistung | 742.928 | 523.788 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 13 | 15.063 | 25.262 |
| Materialaufwand | 14 | -557.598 | -379.317 |
| Personalaufwand | 15 | -184.566 | -191.801 |
| Abschreibungen auf
immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen |
-19.556 | -20.970 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 16 | -47.510 | -41.948 |
| Betriebliches Ergebnis | -51.239 | -84.986 | |
| Ergebnis aus dem Profit Split | 17 | 160.172 | 51.279 |
| Zinsergebnis | 18 | -13.695 | 9.594 |
| Ergebnis vor Steuern | 95.238 | -24.113 | |
| Ergebnis nach Steuern | 95.238 | -24.113 | |
| Sonstige Steuern | -1.980 | -2.259 | |
| Aufwendungen aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags | -93.258 | 0 | |
| Erträge aus Verlustübernahme | 19 | 0 | 26.372 |
| Jahresüberschuss / - fehlbetrag | 0 | 0 |
Die Outokumpu Nirosta GmbH ist ein Tochterunternehmen der Outokumpu Oyj, Helsinki, Finnland. Gesellschafter der Outokumpu Nirosta GmbH sind die Outokumpu Stainless Holding GmbH, Krefeld, sowie die Outokumpu Oyj, Helsinki, Finnland. Der vorliegende Abschluss betrifft das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023.
Die Gesellschaft wird im Handelsregister B des Amtsgerichts Krefeld unter der Nummer HRB 12511 geführt. Der Sitz der Gesellschaft ist Krefeld.
Die Outokumpu Nirosta GmbH und ihre Tochterunternehmen werden in den geprüften Konzernabschluss der Outokumpu Oyj, Helsinki, Finnland (kleinster und größter Konsolidierungskreis), nach IFRS einbezogen, der im Unternehmensregister in deutscher Sprache veröffentlicht wird.
Zwischen der Outokumpu Nirosta GmbH und der Outokumpu Stainless Holding GmbH besteht seit dem Geschäftsjahr 2013 ein Ergebnisabführungsvertrag.
Die Outokumpu Nirosta GmbH ist ein vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen im Sinne des § 3 Nr. 38 EnWG. Für den Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung hat die Gesellschaft einen Tätigkeitsabschluss gem. § 6b Abs. 7 EnWG erstellt, der am Ende des Anhangs erläutert wird.
Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Posten zusammengefasst. Sie werden in diesem Anhang gesondert ausgewiesen.
Aufgrund der Darstellung der Werte in T€ können sich für vereinzelte Posten Rundungsdifferenzen (insbesondere im Anlagengitter) ergeben.
Die entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, planmäßig abgeschrieben. Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden generell aktiviert und planmäßig über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Soweit notwendig erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen. Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Darüber hinaus werden in die Bewertung auch angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungs- und Sozialkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Abnutzbare Gegenstände werden planmäßig abgeschrieben. Soweit notwendig erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen.
Für planmäßige Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Geschäfts- oder Firmenwerte 5 Jahre, immaterielle Vermögensgegenstände 3 - 5 Jahre, Gebäude 20 - 33 Jahre, Grundstückseinrichtungen 5 - 20 Jahre, Betriebsvorrichtungen 10 - 25 Jahre, technische Anlagen und Maschinen 4 - 15 Jahre, andere Anlagen 3 - 25 Jahre sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 Jahre.
Bei der Bemessung der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte werden die Marktstellung der erworbenen Geschäfte, die Verwertbarkeit von branchenspezifischem Know-How sowie die voraussichtliche Bestandsdauer der erworbenen Geschäfte zugrunde gelegt.
Die planmäßigen Abschreibungen des abnutzbaren beweglichen Sachanlagevermögens werden nach der linearen Methode vorgenommen. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Geringwertige Anlagegüter, das sind Gegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich 250 €, werden direkt im Aufwand erfasst. Für Anlagenzugänge, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Anlagengut mehr als 250 €, aber nicht mehr als 1.000 € betragen, wird ein Sammelposten gebildet. Der jeweilige Sammelposten wird im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel ergebniswirksam aufgelöst.
Für bestimmte Werksgeräte und Reserveteile bestehen Festwerte in Höhe von 40 % der Anschaffungs- oder Herstellungskosten (18.492 T€).
Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. In den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren mit den Anschaffungs- oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit Herstellungskosten bewertet, die neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen enthalten. Darüber hinaus werden in die Herstellungskosten zur Bewertung der Erzeugnisse auch angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungs- und Sozialkosten einbezogen. Ist der voraussichtliche Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten niedriger, wird dieser Wert angesetzt. Vertriebsrisiken und Risiken aus eingeschränkter Verwertbarkeit sind angemessen berücksichtigt.
Die Ermittlung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erfolgt überwiegend auf Basis von Standardkosten unter Anpassung auf das jeweilige Rohstoff- bzw. Materialeinsatzkostenniveau.
Unentgeltlich erworbene Emissionsrechte werden zum Erinnerungswert von 0 € bewertet. Die unentgeltlich erworbenen und zum Bilanzstichtag unverbrauchten Rechte des Kalenderjahres 2023 betragen 125,8 Tausend Tonnen CO2.
Auf Grundlage der Bestimmungen des nationalen Brennstoffemissionshandelsgesetztes (BEHG) wurden im Geschäftsjahr 2023 auf Basis von Verbrauchsermittlungen (für 2022: 0,0 Tausend Tonnen CO2 und für 2023: 6,0 Tausend Tonnen CO2) Zertifikate für 6,0 Tausend Tonnen CO2 erworben.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken sind durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt; dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen werden auf den Barwert abgezinst.
Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.
Ausgaben, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, sind im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.
Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.
Die Pensionsverpflichtungen sind nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) bewertet. Die Bewertung erfolgt auf Basis der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Klaus Heubeck. Berücksichtigung fanden eine durchschnittliche Lohn- und Gehaltssteigerungsrate von 2,5 % und eine durchschnittlichen Rentensteigerungsrate von 2,3 % (beide unverändert zum Vorjahr).
Die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen erfolgt für das Geschäftsjahr 2023 gemäß § 253 Abs. 2 HGB pauschal mit dem veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung für Pensionen zum 31. Dezember 2023 unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes über die vergangenen 10 Jahre sowie unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes über die vergangenen 7 Jahre beläuft sich auf 2.406 T€ (i. Vj. 10.989 T€). Für die Ermittlung wurde, der von der Deutschen Bundesbank für den 31. Oktober 2023 bekannt gegebene Zinssatz von der Willis Towers Watson GmbH auf den 31. Dezember 2023 prognostiziert. Hieraus ergibt sich für die Berechnung der Pensionsgutachten ein Zinssatz in Höhe von 1,83 % (i. Vj. 1,78 %).
Für weitere Risiken oder Verpflichtungen im Personalbereich, wie beispielsweise für Restrukturierungsmaßnahmen, Altersteilzeit und Urlaubsansprüche, werden Rückstellungen nach handelsrechtlichen Grundsätzen gebildet.
Die Steuerrückstellungen werden auf Basis der jeweilig aktuellen Informationen nach handelsrechtlichen Grundsätzen gebildet.
Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen), werden mit den betreffenden Verpflichtungen saldiert. Übersteigt der beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände den Betrag der Schulden, erfolgt der Ausweis des übersteigenden Betrags auf der Aktivseite der Bilanz.
Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei Rentenverpflichtungen erfolgt der Ansatz mit dem Rentenbarwert.
Latente Steuern werden beim Organträger, der Outokumpu Stainless Holding GmbH, Krefeld, berücksichtigt.
Im Dezember 2021 veröffentlichte die OECD Modellregelungen zur Reform der internationalen Unternehmensbesteuerung (Pillar II). Diese Regeln sehen vor, dass pro Land die Differenz zwischen der effektiven Steuerquote gemäß GloBE Regelungen und 15 % Mindeststeuersatz - bezogen auf den bereinigten Mindeststeuergewinn - als Mindeststeuer durch die oberste Muttergesellschaft entrichtet wird.
Zum Bilanzstichtag wurden die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung der OECD bereits in deutsches Recht überführt und sind ab dem 1. Januar 2024 anwendbar. Aufgrund der Zugehörigkeit zum Outokumpu Konzern kommt die Gesellschaft in den Anwendungsbereich dieser Regelungen. Die Outokumpu Stainless Holding GmbH als Gruppenträgerin der deutschen Mindeststeuergruppe rechnet keine Steuer-Umlagen mit der Gesellschaft ab. Auswirkungen werden bei der deutschen Mindeststeuergruppe nicht erwartet.
Es werden grundsätzlich derivative Finanzinstrumente eingesetzt, um Risiken aus Fremdwährungsschwankungen entgegenzuwirken, die im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit sowie im Rahmen von Investitions- und Finanztransaktionen entstehen können. Es erfolgt eine Bilanzierung nach allgemeinen Bewertungsgrundsätzen.
Erstattungen der vom Arbeitgeber zahlbaren Beiträge zur Sozialversicherung im Rahmen des Kurzarbeitergeldes werden mit dem Posten Personalaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung saldiert.
Der Posten "Ergebnis aus dem Profit Split" in der Gewinn- und Verlustrechnung basiert auf der vertraglichen Verteilung des erwirtschafteten Ergebnisses zwischen den Outokumpu-Prinzipalgesellschaften in Finnland, Schweden und Deutschland.
Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Fremdwährungspositionen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag unter Berücksichtigung des Realisations-, Imparitäts- und Anschaffungskostenprinzips umgerechnet. Fremdwährungspositionen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag ohne Beachtung des Realisationsprinzips sowie des Anschaffungskostenprinzips umgerechnet.
Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen ist im Einzelnen im nachfolgend wiedergegebenen Anlagengitter dargestellt.
Aufgrund einer Wirtschaftlichkeitsanalyse der Metallpulveranlage wurden im Geschäftsjahr 2.436 T€ außerplanmäßig abgeschrieben. Zudem wurden aufgrund der bis Ende 2024 geplanten Schließung des Standorts Dahlerbrück 124 T€ außerplanmäßig abgeschrieben.
| Bruttowerte | |||||
| in T€ | 01.01.2023 | Zugänge | Abgänge |
Um-
buchungen |
31.12.2023 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene
Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
8.016 | 35 | 0 | 0 | 8.051 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 40.398 | 0 | 0 | 0 | 40.398 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 48.414 | 35 | 0 | 0 | 48.450 |
| Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
185.203 | 209 | 0 | 1.319 | 186.732 |
| 2.Technische Anlagen und Maschinen | 607.654 | 641 | 1.332 | 853 | 607.816 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 88.558 | 3.518 | 157 | 1.836 | 93.756 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 7.419 | 8.239 | 0 | -4.008 | 11.649 |
| Sachanlagen | 888.835 | 12.607 | 1.489 | 0 | 899.953 |
| Gesamt | 937.249 | 12.642 | 1.489 | 0 | 948.402 |
| Abschreibungen | ||||
| in T€ | 01.01.2023 |
Geschäfts-
jahr |
Abgänge | 31.12.2023 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene
Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
6.644 | 163 | 0 | 6.807 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 40.398 | 0 | 0 | 40.398 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 47.043 | 163 | 0 | 47.206 |
| Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
130.425 | 5.713 | 0 | 136.138 |
| 2.Technische Anlagen und Maschinen | 559.212 | 11.486 | 1.332 | 569.366 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 61.981 | 3.569 | 157 | 65.393 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 40 | 0 | 40 |
| Sachanlagen | 751.618 | 20.807 | 1.489 | 770.937 |
| Gesamt | 798.661 | 20.970 | 1.489 | 818.142 |
| Nettowerte | ||
| in T€ | 31.12.2022 | 31.12.2023 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene
Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
1.371 | 1.244 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 0 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 1.371 | 1.244 |
| Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
54.778 | 50.593 |
| 2.Technische Anlagen und Maschinen | 48.442 | 38.450 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 26.578 | 28.363 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 7.419 | 11.610 |
| Sachanlagen | 137.216 | 129.016 |
| Gesamt | 138.588 | 130.260 |
| T€ | 31.12.2022 | 31.12.2023 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 38.521 | 28.306 |
| Unfertige Erzeugnisse | 3.325 | 3.573 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 38.557 | 22.172 |
| Geleistete Anzahlungen | 373 | 897 |
| Gesamt | 80.776 | 54.948 |
| T€ | 31.12.2022 | 31.12.2023 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 18.220 | 17.835 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 356.659 | 275.529 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 5.082 | 8.495 |
| Gesamt | 379.961 | 301.859 |
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben insgesamt eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen konzerninterne Finanzierungsvorgänge mit der Outokumpu Oyj i.H.v. 196.621 T€ (i. Vj. 269.155 T€). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten zudem Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. 52.536 T€ (i. Vj. 87.505 T€). Diese betreffen insbesondere noch nicht beglichene Abrechnungen aus der Bearbeitung von Edelstahlerzeugnissen und Abrechnungen im Rahmen des Mill Settlements. Forderungen aus Verlustübernahmen bestehen zum Abschlussstichtag i.H.v. 26.372 T€ (i. Vj. 0 T€).
Die Forderungen aus dem Finanzverkehr werden mit den im Outokumpu Konzern geltenden Zinssätzen abgerechnet.
Die Forderungen gegen die Gesellschafter betragen 223.638 T€ (i. Vj. 269.808 T€) und bestehen i.H.v. 645 T€ (i. Vj. 653 T€) aus Lieferungen und Leistungen, i.H.v. 26.372 T€ (i. Vj. 0 T€) aus Verlustübernahmen und i.H.v. 196.621 T€ (i. Vj. 269.155 T€) aus obigen Finanzierungsvorgängen.
Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Steuern i.H.v. 1.918 T€ (i. Vj. 1.353 T€).
Das Gezeichnete Kapital (Stammkapital) der Outokumpu Nirosta GmbH beträgt unverändert 110.000 T€ und wird zu 90 % von der Outokumpu Stainless Holding GmbH, Krefeld, sowie zu 10 % von der Outokumpu Oyj, Helsinki, Finnland, gehalten.
Durch das am 17. März 2016 in Kraft getretene Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienrichtlinie wurde § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB n.F. dahingehend geändert, dass der Bewertung der Altersversorgungsverpflichtungen nunmehr ein durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn anstatt wie bisher sieben Geschäftsjahre zugrunde zu legen ist. Der sich hieraus ergebende Unterschiedsbetrag beträgt 2.406 T€ (i. Vj. 10.989 T€). Eine Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F. tritt nicht ein, da höhere frei verfügbare Rücklagen bestehen.
Zudem ergibt sich aus dem Deckungsvermögen der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, Altersteilzeitrückstellungen sowie der Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen ein Unterschiedsbetrag zwischen dem Zeitwert und den Anschaffungskosten i.H.v. 7.771 T€ (i. Vj. 1.241 T€). Eine Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB tritt nicht ein, da höhere frei verfügbare Rücklagen bestehen.
| T€ | 31.12.2022 | 31.12.2023 |
| Rückstellungen
für Pensionen
und ähnliche Verpflichtungen |
229.811 | 202.199 |
| Steuerrückstellungen | 323 | 288 |
| Sonstige Rückstellungen | 59.647 | 84.464 |
| Gesamt | 289.781 | 286.951 |
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthalten ausschließlich Pensionsverpflichtungen i. H. v. 202.199 T€ (i. Vj. 229.811 T€). Den Rückstellungen für Pensionen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 3.337 T€ (i. Vj. 25.620 T€) ergebniswirksam zugeführt.
Die Rückstellungen für Pensionen i.H.v. 252.864 T€ wurden gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem Zeitwert des Deckungsvermögens i.H.v. 50.665 T€ verrechnet. Der sich daraus ergebende und ausgewiesene Saldo beträgt 202.199 T€. Das Deckungsvermögen betrifft Treuhandvermögen (50.127 T€) und verpfändete Rückdeckungsversicherungen (538 T€). Die fortgeführten Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen 45.075 T€. Der aus dem Deckungsvermögen resultierende Gewinn i.H.v. 3.768 T€ wurde im Zinsergebnis verrechnet. Dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Zeitwert und den Anschaffungskosten des Deckungsvermögens (5.590 T€) stehen freie Rücklagen gegenüber. Ein ausschüttungsgesperrter Betrag gem. § 268 Abs. 8 HGB ergibt sich somit nicht.
Die Steuerrückstellungen beinhalten Rückstellungen für Feststellungen aus der Betriebsprüfung für Umsatzsteuer/Vorsteuer 157 T€ (i. Vj. 203 T€), Erdgassteuern i. H. v. 120 T€ (i. Vj. 120 T€) und Grundsteuer i.H.v. 12 T€ (i. Vj. 0 T€).
Sonstige Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich, insbesondere für Restrukturierungsmaßnahmen, Sonderzahlungen, Altersteilzeitverpflichtungen sowie für ausstehende Eingangsrechnungen. Darüber hinaus bestehen Rückstellungen für Umweltmaßnahmen sowie eine Drohverlustrückstellung.
Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen i.H.v. 15.389 T€ (i. Vj. 9.990 T€) wurden gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem Zeitwert des Deckungsvermögens i.H.v. 5.469 T€ (i. Vj. 4.375 T€) verrechnet Der sich daraus ergebende und ausgewiesene Saldo beträgt 9.920 T€ (i. Vj. 5.615 T€). Das Deckungsvermögen betrifft ausschließlich Treuhandvermögen. Die fortgeführten Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen 4.180 T€. Der aus dem Deckungsvermögen resultierende Gewinn i.H.v. 1.250 T€ wurde im Zinsergebnis verrechnet. Dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Zeitwert und den Anschaffungskosten des Deckungsvermögens (1.289 T€) stehen freie Rücklagen gegenüber. Ein ausschüttungsgesperrter Betrag gem. § 268 Abs. 8 HGB ergibt sich somit nicht.
Die Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen i. H. v. 57.364 T€ (i. Vj. 51.242 T€) wurden gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit dem Zeitwert des Deckungsvermögens i. H. v. 33.027 T€ (i. Vj. 49.287 T€) verrechnet. Der sich daraus ergebende und ausgewiesene Saldo beträgt 24.338 T€ (i. Vj. 1.954 T€). Das Deckungsvermögen betrifft ausschließlich Treuhandvermögen. Die fortgeführten Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen 32.134 T€. Der aus dem Deckungsvermögen resultierende Gewinn i. H. v. 1.565 T€ wurde im Zinsergebnis verrechnet. Dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Zeitwert und den Anschaffungskosten des Deckungsvermögens (893 T€) stehen freie Rücklagen gegenüber. Ein ausschüttungsgesperrter Betrag gem. § 268 Abs. 8 HGB ergibt sich somit nicht.
| T€ | 31.12.2022 | 31.12.202 3 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 28.770 | 23.307 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen
Unternehmen |
120.975 | 14.896 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 4.038 | 3.988 |
| Gesamt | 153.783 | 42.191 |
Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben Verbindlichkeiten i.H.v. 22.465 T€ (i. Vj. 27.807 T€) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und Verbindlichkeiten i.H.v. 842 T€ (i. Vj. 963 T€) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Von den Verbindlichkeiten über einem Jahr haben Verbindlichkeiten i.H.v. 361 T€ (i. Vj. 481 T€) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und die sonstigen Verbindlichkeiten haben entsprechend dem Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stammen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. 14.896 T€ (i. Vj. 27.717 T€), welche im Wesentlichen aus Warenlieferungen resultieren. Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführungen bestehen zum Abschlussstichtag nicht (i. Vj. 93.258 T€).
Die Verbindlichkeiten gegen die Gesellschafter betragen 2.729 T€ (i. Vj. 97.499 T€) und bestehen i.H.v. 2.729 T€ (i. Vj. 4.241 T€) aus Lieferungen und Leistungen; im Vorjahr (i.H.v. 93.258 T€) zudem aus Ergebnisabführungen.
Die Verbindlichkeiten aus dem Finanzverkehr werden mit den im Outokumpu Konzern geltenden Zinssätzen abgerechnet.
Die Sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf 3.988 T€ (i. Vj. 4.038 T€); von diesen entfallen 2.954 T€ (i. Vj. 3.287 T€) auf Steuern. Weitere 7 T€ (i. Vj. 1 T€) betreffen die soziale Sicherheit.
Das sog. Intercreditor-Agreement, welches im Rahmen der Konzernfinanzierung Rechte und Pflichten von gruppeninternen Schuldnern und Darlehensgebern regelt, ist nebst Ergänzungsvereinbarung beendet; die Outokumpu Nirosta GmbH war neben anderen Gesellschaften der Outokumpu-Gruppe Teil dieses Agreements.
Die von der Outokumpu Nirosta GmbH im Rahmen der Konzernfinanzierung bestellten Grundschulden i.H.v. 100 Mio€, welche als Sicherheit dienten, wurden im Jahr 2023 gelöscht.
Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen werden in den folgenden Geschäftsjahren fällig:
| T€ | Gesamt | davon gegenüber verbundenen Unternehmen |
| 2024 | 5.566 | 0 |
| 2025 | 5.465 | 0 |
| 2026 | 5.453 | 0 |
| 2027 | 5.279 | 0 |
| 2028 ff. | 150.289 | 0 |
Das Bestellobligo für Investitionsvorhaben hält sich im geschäftsüblichen Rahmen.
Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken schließt die Gesellschaft Devisentermingeschäfte ab. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die sich aus Veränderungen von Wechselkursen ergeben.
Die Fremdwährungsderivate haben folgende Nominalwerte und beizulegende Zeitwerte:
| T€ | Nominalwerte | Zeitwerte |
| Fremdwährungsderivate (i.W. GBP) | ||
| Verkauf | 1.302 | -3 |
| Ankauf | 0 | 0 |
| Gesamt | 1.302 | -3 |
Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Devisenkontrakte werden einzeln auf Basis des Austauschbetrages mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Termin- bzw. Kontraktkursen bewertet. Die Marktterminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminaufschlägen und /-abschlägen.
Umsatzerlöse nach Bereichen
| T€ | 2022 | 2023 |
| Edelstahlflacherzeugnisse | 389.159 | 267.208 |
| Bearbeitung von Edelstahlflacherzeugnissen | 333.286 | 256.272 |
| Sonstige Umsätze | 24.334 | 16.433 |
| Gesamt | 746.779 | 539.913 |
Umsatzerlöse nach Absatzgebieten
| T€ | 2022 | 2023 |
| Deutschland | 292.400 | 198.057 |
| EU-Mitgliedstaaten | 407.493 | 303.655 |
| Übrige Regionen | 46.886 | 38.201 |
| Gesamt | 746.779 | 539.913 |
Der Umsatz aus der Bearbeitung von Flacherzeugnissen betrifft seit Oktober 2019 die an den finnischen Prinzipal abgerechneten erzielten Leistungen der Standorte Krefeld und Dillenburg. Die Umsatzerlöse aus Edelstahlflacherzeugnissen betreffen die an den übrigen Standorten hergestellten Produkte.
Dieser Posten enthält im Wesentlichen Erträge aus Konzernabrechnungen i.H.v. 6.646 T€ (i. Vj. 7.586 T€), sowie Wiederaufbauhilfen im Zusammenhang mit der Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 i.H.v. 2.457 T€. Außerdem enthalten sind Kursgewinne i.H.v. 152 T€ (i. Vj. 592 T€), davon Erträge aus Währungsumrechnung i.H.v. 68 T€ (i. Vj. 35 T€). Die Erträge aus der Veräußerung von Sachanlagen belaufen sich im Geschäftsjahr auf rd. 99 T€ (i. Vj. 1 T€).
Zudem enthält dieser Posten periodenfremde Erträge i.H.v. 12.831 T€ (i. Vj. 3.007 T€). Diese resultieren vor allem aus der Auflösung von Rückstellungen (12.687 T€), welche insbesondere den Personalbereich (11.379 T€) betreffen.
| T€ | 2022 | 2023 |
| Aufwendungen für
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren |
520.776 | 347.236 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 36.822 | 32.081 |
| Gesamt | 557.598 | 379.317 |
| T€ | 2022 | 2023 |
| Löhne und Gehälter | 141.486 | 160.823 |
| Soziale Abgaben | 24.699 | 25.169 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 18.381 | 5.808 |
| Gesamt | 184.566 | 191.800 |
In den Löhnen und Gehältern sind Zuführungen zur Rückstellung für Restrukturierung in Höhe von 28.455 T€ (i. Vj. 4.585 T€) sowie Erträge aus Kurzarbeitergeld i. H. v. 1.224 T€ (i. Vj. 169 T€) enthalten.
Mitarbeiter
| Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer | 2022 | 2023 |
| Arbeiter | 1.315 | 1.3 06 |
| Angestellte | 509 | 5 1 9 |
| Arbeitnehmer nach § 267 Abs. 5 HGB | 1.824 | 1.82 5 |
| Auszubildende | 69 | 73 |
| Praktikanten / Trainees | 15 | 1 3 |
| Gesamt | 1.908 | 1.9 11 |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus der Bildung und Veränderung von Drohverlustrückstellungen i.H.v. 10.664 T€ (i. Vj. 3.904 T€), Mieten i.H.v. 8.156 T€ (i. Vj. 7.549 T€), Frachten i.H.v. 6.921 T€ (i.Vj. 7.122 T€), sowie Aufwendungen aus Konzernabrechnungen i.H.v. 631 T€ (i. Vj. 15.215 T€).
Ferner sind Kursverluste i.H.v. 161 T€ (i. Vj. 397 T€) enthalten; davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung i.H.v. 27 T€ (i. Vj. 268 T€).
Zudem enthält dieser Posten periodenfremde Aufwendungen i.H.v. 1.096 T€ (i. Vj. 642 T€). Diese resultieren im Wesentlichen aus der Nacherfassung von Versicherungsprämien i.H.v. 1.091 T€.
Dieser Posten enthält Erträge aus dem Profit Split i. H. v. 51.279 T€ (i. Vj. 160.172 T€). Sämtliche Erträge betreffen verbundene Unternehmen. Zum Inhalt des Postens verweisen wir ergänzend auf den Lagebericht, Punkt 1. "Unternehmensverhältnisse und wesentliche Beteiligungen".
| T€ | 2022 | 2023 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 776 | 10.466 |
| (davon aus verbundenen Unternehmen) | (776) | (6.475) |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 14.471 | 872 |
| (davon an verbundene Unternehmen) | (88) | (3) |
| Gesamt | -13.695 | 9.594 |
Der Posten Zinsen und ähnliche Erträge enthält Verzinsungen aus den Forderungen aus dem Finanzverkehr (In-House-Cash-Konten) i.H.v. 6.475 T€, welche mit den im Outokumpu Konzern geltenden Zinssätzen abgerechnet werden. Zudem enthält dieser Posten Effekte aus Zinssatzänderungen bzgl. der Pensionsrückstellung i.H.v. 1.499 T€ und
einen ertragswirksamen Saldo i.H.v. 2.485 T€ aufgrund der Verrechnung der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen (330 T€) mit den Fondserträgen und -aufwendungen des Deckungsvermögens (2.815 T€).
Der Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthält i.W. einen aufwandswirksamen Saldo i.H.v. 867 T€ aufgrund der Verrechnung der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen (4.635 T€) mit den Fondserträgen und -aufwendungen des Deckungsvermögens (3.768 T€). Effekte aus Zinssatzänderungen bzgl. der Pensionsrückstellung sind im Geschäftsjahr nicht enthalten.
Aufgrund des am 28. Dezember 2012 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages wurde der Verlust i. H. v. 26.372 T€ durch die Outokumpu Stainless Holding GmbH ausgeglichen.
Nach § 285 Nr. 17 HGB beläuft sich das Gesamthonorar des Abschlussprüfers auf 244 T€. Hiervon entfallen 205 T€ auf Abschlussprüfungsleistungen sowie 39 T€ auf sonstige Leistungen.
Die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2023 gewährten Gesamtbezüge der Geschäftsführung betragen 783 T€. Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen belaufen sich auf 903 T€.
Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung und ihren Hinterbliebenen sind 16.810 T€ zurückgestellt.
Die Gesamtvergütung an die Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 76 T€.
Die Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats sind folgend einzeln aufgeführt.
Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit
unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen
zu zahlreichen Unternehmen, die als nahestehende
Unternehmen gelten. Gemäß § 285 Nr. 21 HGB
sind Geschäfte mit und zwischen mittel- oder
unmittelbar 100-prozentigem Anteilsbesitz stehenden in
einen Konzernabschluss einbezogene Unternehmen von der
Angabepflicht ausgenommen. Mit nahestehenden Unternehmen
und Personen wurden wesentliche, nicht zu
marktüblichen Bedingungen zustande gekommene
Geschäfte nicht getätigt.
Um die Wettbewerbsfähigkeit von Outokumpu in einem herausforderndem Marktumfeld zu stärken, hat das Unternehmen angekündigt, die Standorte Hockenheim und Dahlerbrück bis Mitte bzw. Ende 2024 zu schließen. Aufgrund dessen wurde im Geschäftsjahr ein aufwandswirksamer Betrag in Höhe von 29.321 T€ gebucht. Dieser resultiert im Wesentlichen aus Personalrückstellungen (23.620 T€) sowie aus Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (5.327 T€); diese betreffen im Wesentlichen den Mietvertrag für die Liegenschaft in Hockenheim.
Zudem wurden aufgrund einer Wirtschaftlichkeitsanalyse der Metallpulveranlage im Geschäftsjahr Aufwendungen i.H.v. 8.327 T€ gebucht. Diese resultieren aus der Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (5.891 T€) sowie aus außerplanmäßigen Abschreibungen (2.436 T€).
Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse eingetreten, die zu einer veränderten Darstellung der Lage der Gesellschaft führen.
| ― |
Dr. Cem Kurutas, Duisburg (bis 03.07.2023) |
| ― |
Henrik Lehnhardt, Hüttenberg VP - HR Business Partner Germany, Arbeitsdirektor |
| ― |
Jörg Leiffels, Wuppertal VP - Head of Operations Dillenburg (seit 01.07.2023) |
| ― |
Thorsten Piniek, Herborn VP - Health and Safety (bis 30.06.2023) |
| ― |
Kristina Reichelt, Willich VP - Operations Krefeld (seit 01.11.2023) |
Die Mitglieder des aktuellen Aufsichtsrats sind nachfolgend aufgeführt.
| ― |
Johann Steiner, Inzlingen Vorsitzender Chief Human Resources Officer Outokumpu Holding Germany GmbH, Krefeld |
| ― |
Volker Consoir, Niederkrüchten Stellvertretender Vorsitzender IG Metall Vorstand (seit 01.11.2023) |
| ― |
Hüseyin Aydin, Duisburg Stellvertretender Vorsitzender Gewerkschaftssekretär IG Metall (bis 31.10.2023) |
| ― |
Saskia Henschel, Krefeld Senior Manager Inventory Valuation & Principal Controller Outokumpu Nirosta GmbH, Krefeld |
| ― |
Elke Humpert, Krefeld VP - Talent Management Outokumpu Holding Germany GmbH, Krefeld |
| ― |
Daniel Jenkes, Kempen Senior Manager FP&A Advanced Materials Outokumpu Nirosta GmbH, Krefeld |
| ― |
Ramona Petersohn, Eschenburg Senior Manager, ESG Controlling; Group Business Controlling Outokumpu Holding Germany GmbH, Krefeld |
| ― |
Nadja Schlotjunker, Meerbusch Head of Legal - Stainless Europe Legal, Corporate Affairs and Compliance Outokumpu Holding Germany GmbH, Krefeld |
| ― |
Carissa Wagner, Düsseldorf Bezirksjugendsekretärin IG Metalljugend |
| ― |
Hasim Cantürk, Krefeld Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Outokumpu Nirosta GmbH |
| ― |
Ralf Heppenstiel, Eschenburg Betriebsratsvorsitzender der Outokumpu Nirosta GmbH, Dillenburg |
| ― |
Tanja Merkle-Galley, Krefeld Sachbearbeiterin Disposition der Outokumpu Nirosta GmbH, Krefeld |
| ― |
Torsten Schneider, Dillenburg stellv. Betriebsratsvorsitzender Outokumpu Nirosta GmbH, Dillenburg |
| Aktiva | 31.12.2022 | 31.12.2023 |
| T€ | T€ | |
| Anlagevermögen | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 0 | 0 |
| Sachanlagen | 377 | 296 |
| 377 | 296 | |
| Umlaufvermögen | ||
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 135 | 138 |
| Forderungen gegen andere Tätigkeitsbereiche | 2.309 | 2.349 |
| 2.444 | 2.487 | |
| 2.821 | 2.783 | |
| Passiva | 31.12.2022 | 31.12.2023 |
| T€ | T€ | |
| Eigenkapital | ||
| Zugeordnetes Eigenkapital | 2.500 | 2.462 |
| Rückstellungen | ||
| Sonstige Rückstellungen | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 300 | 299 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 21 | 22 |
| 2.821 | 2.783 |
| Gewinn und Verlustrechnung | 2022 | 2023 |
| T€ | T€ | |
| Umsatzerlöse | 1.365 | 1.378 |
| Gesamtleistung | 1.365 | 1.378 |
| Materialaufwand | 11 | 5 |
| Personalaufwand | 443 | 476 |
| Abschreibungen | 77 | 42 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 534 | 556 |
| Ergebnis nach Steuern | 300 | 299 |
| Aufwendungen aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags | 300 | 299 |
| Jahresüberschuss / -fehlbetrag | 0 | 0 |
Allgemeine Erläuterungen
Die Outokumpu Nirosta GmbH ist ein vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen im Sinne des § 3 Nr. 38 EnWG. Daher ist die Outokumpu Nirosta GmbH verpflichtet, für ihre Unternehmenstätigkeit der Elektrizitätsverteilung einen Tätigkeitsabschluss entsprechend § 6b Absatz 3 und 7 EnWG zu erstellen und darüber zu berichten. Zu den allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen verweisen wir auf den Anhang der Outokumpu Nirosta GmbH.
Grundsätze der Zuordnung der Vermögens- und Schuldposten sowie der Aufwendungen und Erträge
Basis der Zuordnung der Vermögens- und Schuldposten sowie der Aufwendungen und Erträge zu der Unternehmenstätigkeit bildet die Kostenstellenrechnung. Für den Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung wird eine eigene Kostenstelle geführt, so dass grundsätzlich eine direkte Zuordnung auf den Tätigkeitsbereich erfolgt. Eine Ausnahme hierzu bilden die Kosten der allgemeinen Verwaltung, die über Anlagenschlüssel verrechnet werden.
Zu den einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung folgende Erläuterungen:
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagengitter am Ende dieser Erläuterungen ersichtlich. Die aufgeführten Änderungsbeträge ergeben sich, nach Analyse des Bestands der Einzelanlagen, aus einer aktualisierten Zuordnung der Anlagen in Bezug auf ihre Zugehörigkeit zum Netzbetrieb. Das Anlagevermögen wird entsprechend der betrieblichen Nutzungsdauer (überwiegend 4 bis 15 Jahre) linear abgeschrieben.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich Lieferungen und Leistungen.
Das Eigenkapital wurde im Erstjahr der Aufstellung in Anlehnung an die Höhe des Sachanlagevermögens ermittelt. Aufgrund dessen finden auch die im Geschäftsjahr 2023 ermittelten Beträge, aufgrund der aktualisierten Zuordnung der Anlagen in Bezug auf ihre Zugehörigkeit zum Netzbetrieb, hier Berücksichtigung.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stammen ausschließlich aus Ergebnisabführungen.
Sonstige Verbindlichkeiten bestehen aus dem Steueranteil der Forderungen aus Lieferung und Leistung an die Outokumpu Stainless Holding GmbH.
Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Der Posten Umsatzerlöse beinhaltet ausschließlich Umsätze des Tätigkeitsbereiches am Standort Krefeld. Seit dem 01.01.2022 hat die Outokumpu Nirosta GmbH Ihr Elektrizitätsnetz an die Outokumpu Stainless Holding GmbH verpachtet. Hierdurch erzielt die Outokumpu Nirosta GmbH Umsatzerlöse aus Verpachtung und Betriebsführung des Netzes. Die Materialaufwendungen betragen 5 T€ (i. Vj. 11 T€); die externen Netzkosten werden durch den Netzbetreiber seit dem 01.01.2022 der Outokumpu Stainless Holding in Rechnung gestellt werden.
| Bruttowerte | |||||
| in T€ | 01.01.2023 | Zugänge | Abgänge | Änder- ungen | 31.12.2023 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Entgeltlich erworbene
Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
3 | 0 | 0 | 0 | 3 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 3 | 0 | 0 | 0 | 3 |
| Sachanlagen | |||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 6.032 | 0 | 0 | -814 | 5.218 |
| 2. Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
712 | 0 | 0 | -91 | 620 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sachanlagen | 6.743 | 0 | 0 | -905 | 5.838 |
| Gesamt | 6.747 | 0 | 0 | -905 | 5.842 |
| Abschreibungen | ||||
| in T€ | 01.01.2023 |
Geschäfts-
jahr |
Änder- ungen | 31.12.2023 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene
Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
3 | 0 | 0 | 3 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 3 | 0 | 0 | 3 |
| Sachanlagen | ||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 5.915 | 26 | -776 | 5.166 |
| 2. Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
451 | 16 | -91 | 376 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sachanlagen | 6.367 | 42 | -867 | 5.542 |
| Gesamt | 6.370 | 42 | -867 | 5.545 |
| Nettowerte | ||
| in T€ | 31.12.2022 | 31.12.2023 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene
Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
0 | 0 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 0 | 0 |
| Sachanlagen | ||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 117 | 52 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 260 | 244 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 |
| Sachanlagen | 377 | 296 |
| Gesamt | 377 | 296 |
Krefeld, den 13. Mai 2024
Outokumpu
Nirosta GmbH
- Die Geschäftsführung -
Lehnhardt
Leiffels
Reichelt
An die Outokumpu Nirosta GmbH, Krefeld
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRES ABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS
Prüfungsurtei le
Wir haben den Jahresabschluss der Outokumpu Nirosta GmbH, Krefeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Outokumpu Nirosta GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • |
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und |
| • |
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
G rundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| • |
wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| • |
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrat s f ür den Jahres abschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres abschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| • |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • |
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| • |
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • |
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • |
beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| • |
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| • |
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG
Prüfungsurteile
Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir den Tätigkeitsabschluss für die Tätigkeit "Elektrizitätsverteilung" nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung des Tätigkeitsabschlusses - geprüft.
| • |
Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten. |
| • |
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Tätigkeitsabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG. |
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und des Tätigkeitsabschlusses in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
und
des
Aufsichtsrat
s
für die Einhaltung der
Rechnungslegungspflichten
nach § 6b Abs. 3 EnWG
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung des Tätigkeitsabschlusses nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.
Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Tätigkeitsabschluss entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,
| • |
ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und |
| • |
ob der Tätigkeitsabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG entspricht. |
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.
Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.
Unsere Verantwortung für die Prüfung des Tätigkeitsabschlusses entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
Essen, den 13. Mai 2024
PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Stefan Wienands, Wirtschaftsprüfer
ppa. Joachim Möglich, Wirtschaftsprüfer
Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr (01. Januar bis 31. Dezember 2023) die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er wurde von der Geschäftsführung regelmäßig schriftlich und mündlich über die Lage und Entwicklung der Outokumpu Nirosta GmbH einschließlich der operativen Geschäftsbereiche der Business Area Europe über alle wichtigen Geschäftsvorfälle unterrichtet. Maßnahmen der Geschäftsführung, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, wurden ihm anhand schriftlicher Unterlagen zur Beschlussfassung vorgelegt. Im Berichtszeitraum fanden drei ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats statt.
Der Aufsichtsrat hat seine Überwachungs- und Kontrollfunktion im Rahmen der ordentlichen Aufsichtsratssitzungen wahrgenommen. Außerordentliche Aufsichtsratssitzungen haben im Jahr 2023 nicht stattgefunden. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung aufgrund der Geschäftsführungsberichte und gemeinsamer Sitzungen laufend überwacht.
Regelmäßiger Bestandteil der Beratungen in den Sitzungen war die fortlaufende und detaillierte Unterrichtung über die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung sowie über die Finanzlage der Outokumpu-Gruppe im Allgemeinen und der Business Area Europe. Dabei wurde jeweils der gegenwärtige Stand der Planungen in die Berichterstattung einbezogen.
Die Geschäftsführung berichtete in den Aufsichtsratssitzungen regelmäßig über Themen von unternehmenspolitischer Bedeutung, insbesondere über die aktuelle Situation auf den Edelstahlmärkten und die Perspektiven für die Zukunft. Außerdem wurde die Situation der Outokumpu-Gruppe im Vergleich mit den wichtigsten Wettbewerbern intensiv behandelt und diskutiert. Weitere Schwerpunkte waren Themen zu Personal- und Sozialpolitik, die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in der Business Area Europe sowie das Thema Nachhaltigkeit.
In der ordentlichen Sitzung am 23 .0 5 .202 3wurde der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 01. Januar bis 31. Dezember 2022 der Outokumpu Nirosta GmbH präsentiert. Zudem wurden dem Aufsichtsrat der von der Geschäftsführung der Outokumpu Nirosta GmbH aufgestellte und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk der Wirtschaftsprüfer versehene Jahresabschluss und der Lagebericht der Gesellschaft für das o.g. Geschäftsjahr vorgelegt, woraufhin das Gremium den Jahresabschluss billigte und der vorgelegten Fassung des Berichtes des Aufsichtsrats zustimmte.
Darüber hinaus wurde ausführlich über die geschäftliche Lage und das Marktumfeld sowie über die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine gesprochen. Außerdem gab es ein Update zu den Themen Arbeitssicherheit, zur Glint-Umfrage zu den Themen Inklusion und Fairness sowie zum Metal Powder Business sowie dessen künftige Anwendungs- und Entwicklungsmöglichkeiten.
In der weiteren ordentlichen Sitzung am 1 9.0 9 .202 3 wurde der Aufsichtsrat erneut über die Geschäftslage, die Marktentwicklung, die Arbeitssicherheit, die Personalentwicklung und den Krankenstand informiert. Weiterhin wurde über aktuelle Nachhaltigkeitsthemen im Konzern gesprochen sowie über laufende Immobilienprojekte berichtet.
In der ordentlichen Sitzung am 1 9. 12 .202 3 hat die Geschäftsführung den Aufsichtsrat über die Geschäftslage, die Marktentwicklung, die Arbeitssicherheit, die Personalentwicklung und den Krankenstand informiert. Der Aufsichtsratsvorsitzende und der Arbeitsdirektor berichteten zudem über die geplanten Restrukturierungsmaßnahmen in Deutschland, die einerseits die Schließung des Service Centers in Hockenheim, andererseits die Schließung des Werkes in Dahlerbrück sowie dessen teilweise Verlagerung an den Standort Dillenburg umfassen. Entsprechende Gespräche mit den Mitbestimmungsgremien wurden im November 2023 aufgenommen und dauern noch an. Erneut wurde über aktuelle und geplante Immobilienprojekte informiert.
Die PwC GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den Abschluss der Outokumpu Nirosta GmbH für das Geschäftsjahr 01. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Abschluss sowie der Prüfungsbericht wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern zur Kenntnis gebracht. Die Wirtschaftsprüfer waren bei der Beratung des Abschlusses im Aufsichtsrat anwesend, berichteten über den Verlauf und das Ergebnis der Prüfung und standen für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat aufgrund seiner eigenen Prüfung des Abschlusses dem Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers zugestimmt.
Der Aufsichtsrat hat den vorgelegten Abschluss der Outokumpu Nirosta GmbH zum 31.12.2023 billigend zur Kenntnis genommen.
Die Geschäftsführung der Outokumpu Nirosta GmbH bestand im Geschäftsjahr 2023 bis zum 30.06.2023 aus den Herren Dr. Cem Kurutas, Henrik Lehnhardt und Thorsten Piniek. Ab dem 01.07.23 bestand die Geschäftsführung aus den Herren Henrik Lehnhardt und Jörg Leiffels. Herr Dr. Cem Kurutas wurde zum 03.07.2023 als Geschäftsführer abberufen. Seit dem 01.11.2023 besteht die Geschäftsführung aus Herrn Henrik Lehnhardt, Herrn Jörg Leiffels und Frau Kristina Reichelt.
Es gab folgende Veränderungen in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats der Outokumpu Nirosta GmbH:
Zum 31.10.2023 hat der Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats, Herr Hüseyin Aydin, sein Amt niedergelegt. Zum 01.11.2023 wurde sein Nachfolger, Herr Volker Consoir, von den Anteilseignern in den Aufsichtsrat bestellt. In der Sitzung am 19.12.2023 wurde Herr Consoir zum Stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt und ist damit auch Mitglied des Präsidiums geworden.
Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen.
Für die im Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geleistete Arbeit spricht der Aufsichtsrat der Geschäftsführung, den Unternehmensleitungen, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen Dank und Anerkennung aus.
Krefeld, 04. Juni 2024
Der Aufsichtsrat
Johann Steiner Vorsitzender
Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am
09.07.2024 festgestellt.
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