Dorint Hotels Betriebs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Daniel BuchholzDaniel Buchholz & Christopher Müller GmbH | 50.00% |
Christoph Wilhelm MüllerDaniel Buchholz & Christopher Müller GmbH | 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Dorint GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bilanz zum 31. Dezember 2022Dorint GmbH, KölnAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022Dorint GmbH, Köln
ANHANG für das Geschäftsjahr 2022Dorint GmbH, KölnI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Dorint GmbH hat ihren Sitz in Köln. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter HRB 59251 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 ist nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB und des GmbH-Gesetzes erstellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft ist nach § 267 Abs. 3 HGB als große Kapitalgesellschaft einzustufen. III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Dabei wurden die für alle Kaufleute geltenden Vorschriften der §§ 238 bis 256 HGB beachtet sowie die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 264 bis 289 HGB angewendet. Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Vorschriften der §§ 266 sowie 275 Abs. 2 HGB. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten entspricht den handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften der §§ 252 bis 256 HGB. Die Bewertung der Bilanzposten richtet sich im Einzelnen nach den folgenden Grundsätzen: Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear. Die Nutzungsdauer für immaterielle Vermögensgegenstände beträgt 3 Jahre. Bauten auf fremden Grund werden über 25 Jahre bzw. über die Restlaufzeit des jeweiligen Pachtvertrages abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der anderen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattungen liegt zwischen 1 und 20 Jahren. Bei beweglichen Anlagegütern wird "pro rata temporis" abgeschrieben. Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,01 und EUR 1.000,00 werden aus Vereinfachungsgründen in einem Sammelposten als Betriebs- und Geschäftsausstattung ausgewiesen und in Anlehnung an § 6 Abs. 2a EStG auf die Dauer von 5 Jahren abgeschrieben. Das Kleininventar (Wäsche, Porzellan und sonstiges) wird gem. § 240 Abs. 3 HGB mit einem Festwert bewertet. Zum 31.12.2022 wurde eine Inventur des Kleininventars durchgeführt und die Festwerte angepasst. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung nach § 253 Abs. 3 HGB vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert (Anschaffungskosten) oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Den im Forderungsbestand liegenden besonderen Risiken wurde durch Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten werden mit den bis zum Bilanzstichtag erfolgten Ausgaben bzw. Einnahmen, soweit diese auf künftige Perioden entfallen, angesetzt. Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen gebildet und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Die Zinssätze für die Abzinsung der Rückstellung für drohende Verluste und für die Pachterneuerungsrückstellung wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB ermittelt. Rückstellungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst. Ergebnisse aus der Änderung des Abzinsungszinssatzes zwischen zwei Abschlussstichtagen sowie Zinseffekte einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit sind einheitlich im Finanzergebnis ausgewiesen. Bei der Ermittlung des Aufzinsungsaufwandes wurde davon ausgegangen, dass eine Änderung des Abzinsungszinssatzes sowie des Verpflichtungsumfangs erst zum Ende der Periode eintritt. Jährliche Preissteigerung wurden mit 1,00 % prognostiziert. Die Verbindlichkeiten sind mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung und mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Aktive und passive latente Steuern werden im Jahresabschluss saldiert ausgewiesen. Von dem Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB, eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuern in der Bilanz anzusetzen, wird kein Gebrauch gemacht. IV. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der in der Bilanz ausgewiesenen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Seite 10) dargestellt. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 2.296 dienen als Sicherheit für Pachtbürgschaften und sind daher nicht frei verfügbar. 2. Umlaufvermögen Innerhalb des Umlaufvermögens haben sonstige Vermögensgegenstände von TEUR 1.007 eine Restlaufzeit von größer als einem Jahr; im Übrigen sind die Forderungen innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 14.945 (Vorjahr: TEUR 18.022) die Alleingesellschafterin. Die liquiden Mittel unterliegen in Höhe von TEUR 2.644 Verfügungsbeschränkungen. 3. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wird ein Unterschiedsbetrag i. S. von § 250 Abs. 3 HGB in Höhe von TEUR 18 ausgewiesen. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen folgende Sachverhalte:
Die Rückstellung für Instandhaltungen FF&E / Investitionsverpflichtungen wird in Anlehnung an die vertraglichen Verpflichtungen fortgeschrieben. Diese Rückstellungen erfolgen für die jeweils am Ende eines Pachtzeitraumes notwendigen Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen und für individuelle Instandhaltungsverpflichtungen gegenüber den Immobilieneigentümern an einzelnen Hotelstandorten. Die Rückstellung für die Einlösung von Übernachtungsvouchern, welche zum größten Teil im Rahmen von früheren Pachtreduzierungen an die Verpächter ausgegeben wurden, wurde anhand der durchschnittlichen Einlösequote von 63 % berechnet. Zur bilanziellen Berücksichtigung der Risiken aus Rechtsstreitigkeiten mit ehemaligen Verpächtern wurde die bisher gebildete Rückstellung beibehalten. Die Rückstellung für die zum Bilanzstichtag offenen und zukünftig einlösbaren Punkte der Teilnehmer am Dorint-Bonusprogramm hat sich im Wesentlichen aufgrund des Verfalls der Punkte der letzten 2 Jahre um TEUR 870 verringert. Im Rahmen des Verkaufs der schweizerischen Tochtergesellschaft wurde dem Käufer und seit dem 01.01.2019 Franchisenehmer der Dorint für die Folgejahre bis längstens zum 31.12.2023 eine Ergebnisunterstützung zugesagt. Die hierfür vorhandene Rückstellung wurde anhand der detaillierten Ergebnisplanung für das Folgejahr gebildet. Die Rückstellungen im Personalbereich betreffen u.a. offenen Urlaub und Treueprämien. 5. Verbindlichkeiten Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (aus laufenden Pachten) in Höhe von TEUR 3.019 sind durch Kautionsversicherungen abgesichert. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Gliederung der Umsatzerlöse nach den Tätigkeitsbereichen ist nachfolgend dargestellt.
Die Umsätze beinhalten mit TEUR 3.100 (Vorjahr: TEUR 1.286) Erlöse aus der einzigen zur Dorint GmbH gehörenden ausländischen Betriebsstätte in Salzburg, Österreich. 2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 93. Weiterhin enthalten sind außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEUR 1.747 (Vorjahr: TEUR 30.408). Sie stehen im Zusammenhang mit der Gewährung von Billigkeitsleistungen des Bundes in Form einer außerordentlichen Wirtschaftshilfe. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 13. V. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Für die von den Tochter-/Enkelgesellschaften angepachteten Hotels hat die Dorint GmbH gegenüber den Hoteleigentümern oder deren finanzierenden Banken Patronatserklärungen derart abgegeben, dass sie ihre Tochter-/Enkelgesellschaften in der Weise leiten und finanziell ausstatten wird, dass diese in der Lage sind, ihren gegenwärtigen und zukünftigen Verbindlichkeiten rechtzeitig nachzukommen. Es handelt sich hierbei um Patronatserklärungen sowie Bürgschaften für die folgenden Tochter-/ Enkelgesellschaften bzw. Hotels:
Inanspruchnahmen aus den abgegebenen Patronatserklärungen werden aufgrund der Liquiditätsausstattung (u.a. über die Konzernmutter) nicht erwartet. Zum Bilanzstichtag beträgt der Nominalwert der finanziellen Verpflichtungen aus Pachtverträgen TEUR 36.469 pro Geschäftsjahr. Diese Angaben beinhalten nicht die Umsatz- und ergebnisabhängigen Pachtbestandteile. Für die gesamte Restlaufzeit der Pachtverträge, die sich z. T. auf über 20 Jahre erstreckt, ergibt sich nach derzeitigen Verhältnissen eine finanzielle Verpflichtung im Nominalbetrag von TEUR 763.276. Zur Besicherung der Verpflichtungen aus den Pachtverträgen hat die Dorint GmbH die Geschäftsanteile der Tochtergesellschaften Dorint Hotel in Potsdam GmbH und Dorint Hotel in Mannheim GmbH an die jeweiligen Verpächter verpfändet. Daneben sind die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Wertpapiere des Anlagevermögens zur Absicherung der Verpflichtungen aus Pachtverträgen verpfändet. Die DHI Dorint Hospitality & Innovation GmbH, Köln, hat in 2020 einen Kreditvertrag über TEUR 47.500 abgeschlossen, um die Sicherung der durch die Corona-Pandemie belasteten Liquidität zu gewährleisten. Hierfür hat die Dorint GmbH eine Garantenstellung übernommen, der zufolge sie für die Verpflichtungen aus dem Kredit vollumfänglich einsteht. Zur Besicherung hat sie zusätzlich die zukünftigen Einnahmen aus EC- und Kreditkartenumsätzen und Franchiseverträgen abgetreten sowie die Rechte an der Marke "Dorint" verpfändet. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die DHI die Kreditverpflichtungen bedienen können wird, sodass nicht von einer Inanspruchnahme der Gesellschaft ausgegangen wird. Leasingverträge und langfristige sonstige Mietverträge sind durch Avale in Höhe von TEUR 1.078 (Vorjahr: TEUR 1.834) besichert. Die Leasinggebühren beliefen sich im Jahr 2022 auf TEUR 1.451. Bei einer durchschnittlichen Vertragslaufzeit von zwei bis drei Jahren ergibt sich eine finanzielle Verpflichtung im Nominalbetrag von rund TEUR 2.177. 2. Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen Im Jahr 2022 wurden keine marktunüblichen Geschäfte i. S. d. § 285 Nr. 21 HGB mit nahestehenden Personen getätigt. 3. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt wurden 1.285 (Vorjahr: 1.291) Mitarbeiter (ohne Auszubildende und Mitarbeiter ohne Entgeltfortzahlung) beschäftigt. 4. Organe - Mitglieder der Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft sind
Prokuristen sind Barbara Kalcik, Düsseldorf, sowie Sven Konway, Köln. Die Dorint GmbH unterliegt den Bestimmungen des Gesetzes über die Mitbestimmung der Arbeitnehmer (MitbestG). Bzgl. der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. - Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht aus drei Mitgliedern, von denen zwei von der Gesellschafterversammlung gewählt wurden und ein Mitglied nach den Bestimmungen des Gesetzes über Drittelbeteiligung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat gewählt wurde.
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2022 betrugen TEUR 0,0 (Vorjahr TEUR 0,0). 5. Aufstellung des Anteilsbesitzes (§ 285 Satz 1 Nr. 11 HGB) Die nachfolgende Aufstellung zeigt die Anteile im Besitz der DORINT. Die Angaben zum Eigenkapital und Jahresergebnis der Gesellschaften beziehen sich auf die vorliegenden Jahresabschlüsse 2022 der Gesellschaften.
1) Lt. landesrechtlichem Abschluss
6. Honorar des Abschlussprüfers Der Abschlussprüfer der DORINT, die AKKURATA Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Köln, berechnet für ihre Leistungen für das Jahr 2022 folgende Honorare: TEUR 77 für Abschlussprüfungsleistungen, TEUR 12 für sonstige Bestätigungs- und Beratungsleistungen und TEUR 8 für Steuerberatungsleistungen. 7. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der DHI Dorint Hospitality & Innovation GmbH, Köln, einbezogen, der im elektronischen Bundesanzeiger zu veröffentlichen ist. 8. Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Konflikts Auch das Jahr 2023 stellt die Gesellschaft aufgrund der Nachwirkungen der Corona Pandemie sowie der Auswirkungen des Ukraine Konflikts vor Herausforderungen. Die internationalen Lieferkettenschwierigkeiten, die für eine Angebotsverknappung seit der Corona-Pandemie verantwortlich sind, steigern ebenso die Inflation wie die gestiegenen Energiekosten, bedingt durch den seit 2022 bestehende Ukrainekrieg. Seit Mitte 2022 ist die Inflation von Monat zu Monat gestiegen, was sich massiv in allen Kostenbereichen preiserhöhend auswirkt. Hinzu kommen steigende Tarifkosten für eigene Mitarbeiter. Die Gesellschaft wird voraussichtlich, wie schon in den Vorjahren, im Jahr 2023 die notwendigen liquiden Mittel nicht vollständig erwirtschaften können. Die Gesellschaft ist daher auf Unterstützungszahlungen aus dem Konzernkreis angewiesen. Durch die Einbindung der Gesellschaft in den Kreditvertrag der Konzernmutter, der DHI Dorint Hospitality & Innovation GmbH, Köln, ist die Bereitstellung der notwendigen Liquidität sichergestellt. Die Geschäftsführung hat daher den Abschluss unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Für weitere Informationen und die Auswirkungen auf die Gesellschaft verweisen wir auf den Lagebericht. Anlagenspiegel per 31.12.2022
Köln, 12. Juni 2023 Jörg T. Böckeler Bettina Schütt Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022Dorint GmbHI. Das Geschäftsjahr im Überblick Die Dorint GmbH (im Folgenden auch: DORINT) weist für das Jahr 2022 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 15.015 aus nach TEUR 431 Jahresüberschuss im Vorjahr. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahr staatliche Coronahilfen das Ergebnis in Höhe von TEUR 31.032 positiv beeinflusst haben. Trotz einer Steigerung der Umsätze um rd. 89 % im Vergleich zum Vorjahr konnte aufgrund der massiven Kostensteigerungen in allen Bereichen kein positives Jahresergebnis erzielt werden. II. Die Marke "Dorint" Die Dorint GmbH mit ihrem Hauptsitz in Köln wurde im Jahre 2006 als Neue Dorint GmbH nach der Abspaltung der damals von Accor S.A. majorisierten Dorint AG gegründet und begann ihren operativen Geschäftsbetrieb zum 05.01.2007. Die operative Geschäftstätigkeit besteht fast ausschließlich aus der Bewirtschaftung von Hotelbetrieben. Die zum 31.12.2022 im Hotelportfolio geführten 45 Pacht-, Management- und Lizenzverträge gliedern sich wie folgt:
Die einzelnen Hotels der DORINT werden in einer Sparten-Organisation in Resort Hotels und Business Hotels unterteilt.
III. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen / Situation des Hotelmarktes in Deutschland Insbesondere das erste Quartal 2022 war noch stark von coronabedingten Einschränkungen betroffen, so dass die Belegungsquote in der Hotellerie in Deutschland nur bei ca. 50 % des Normalniveaus von 2019 lag. Die späten und zurückhaltenden Aussagen der Politik zur Coronasituation führten erneut im vierten Quartal 2022 zu Unsicherheiten bei Kunden, was im Durchschnitt zu 10 % weniger Belegung vs. 2019 geführt hat. Zudem geriet mit Beginn der Ukraine-Krise im Februar 2022 der Energiebeschaffungsmarkt europaweit unter Druck, was zu überproportionalen Kostensteigerungen für Strom und Gas führte. In einer Kettenreaktion führte dies dann auch zu massiven Preissteigerungen in vielen Industriebranchen und deutlichen Steigerungen der monatlichen Inflationsraten. Damit einhergehenden Kostensteigerungen in der Hotelbranche - Personal, Dienstleistungen, Wareneinkäufe, Energie und Pachten - wurde mit erhöhten Verkaufspreisen entgegengewirkt, insgesamt konnten die Kostensteigerungen jedoch nicht vollständig kompensiert werden. Die Belegung konnte deutschlandweit im Jahr 2022 von 34,6 % auf 58,2 % gesteigert werden. Dieser Wert liegt aber immer noch weit unter der Belegung aus dem Jahr 2019 in Höhe von 72,1 %. Der durchschnittliche Zimmerpreis lag in Deutschland im Jahr 2022 bei EUR 108 und damit knapp EUR 19 über dem Vorjahreswert. Der durchschnittliche Zimmerertrag (RevPAR) hat sich gegenüber dem Vorjahr von EUR 30,80 auf EUR 62,80 mehr als verdoppelt, liegt aber immer noch deutlich unter dem Wert von EUR 71,00 aus dem Jahr 2019. Die Hotelstruktur der DORINT ist im Bereich der 4 Sterne- und 4-Sterne-Superior-Hotels anzusiedeln. Hier lag die durchschnittliche Zimmerauslastung in Deutschland im Jahr 2022 bei 53,2 % im Vergleich zum Vorjahreswert von 35,1 %. Der Zimmerdurchschnittspreis lag bei EUR 95,30 (+28 %), der durchschnittliche Zimmerertrag (RevPAR) bei EUR 54,90 (+210 %). Da sich die Rahmenbedingungen in Bezug auf die Corona-Pandemie, wie z. B. Wegfall der Maskenpflicht, Aufhebung der Kontaktbeschränkungen, volle Auslastung der Gastronomieangebote usw. erst ab Frühjahr 2022 verbessert haben, war auch das Jahr 2022 noch zu einem Teil von der Pandemie geprägt. IV. Ertragslage Nach der weitgehenden Beendigung der Auflagen durch die Corona-Pandemie und der wieder ansteigenden Reisebereitschaft konnte der Umsatz im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr von TEUR 77.699 um 89 % auf TEUR 146.619 nahezu verdoppelt werden. Der Umsatz vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019 betrug TEUR 132.591 und lag somit knapp 11 % unter dem des Jahres 2022. Der wesentliche Grund hierfür sind zwischenzeitliche Neueröffnungen und Übernahmen diverser Hotels. Dennoch schließt das Jahr mit einem Jahresfehlbetrag vor Ergebnisausgleich in Höhe von TEUR 15.015 (Vorjahr: Jahresüberschuss TEUR 431) ab. Die Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung zeigen folgende Veränderungen gegenüber 2021 auf: Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr sowohl im Übernachtungsbereich als auch in den übrigen Bereichen deutlich gestiegen. Die Steigerung bei den Logisumsätzen betrug TEUR 41.934 (87,1 %), bei den Restaurationsumsätzen TEUR 18.743 (104,8 %). Auch in allen weiteren Bereichen ergaben sich deutliche Umsatzsteigerungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Jahr 2022 in Höhe von TEUR 1.747 (Vorjahr: TEUR 31.032) die im Rahmen der verschiedenen staatlichen Corona-Hilfsprogramme geltend gemachten Hilfen des Bundes für die von den Corona-Maßnahmen besonders betroffenen Branchen. Weiterhin konnten einmalige Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 3.739) erzielt werden. Hiervon entfallen TEUR 2.042 auf vertraglich zurückgestellte Pachterneuerungsverpflichtungen sowie TEUR 1.363 auf die Auflösung von abgelaufenen Punkten aus dem Dorint Bonusprogramm. Ferner beinhalten die sonstigen Erträge Erträge aus der Gewährung von Zuschüssen von Verpächtern im Rahmen von drei Pachtverhältnissen in Höhe von TEUR 4.078. Auch das Jahr 2022 war weiterhin von konsequentem Kostenmanagement geprägt, weshalb sich die Materialeinsatzquote auch nur geringfügig von 14,2 % im Vorjahr auf 14,6 % erhöht hat. Die Personalaufwendungen haben sich u. a. aufgrund der gestiegenen Hotelauslastungen sowie dem Wegfall der Kurzarbeit im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 15.071 erhöht. Dies entspricht einem Anteil von 34,6 % der Gesamtleistung. Damit liegt die Gesellschaft geringfügig über dem Niveau von vor der Coronapandemie. Dies ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Tarifkosten zurückzuführen, die nicht vollständig durch Ratenerhöhungen kompensiert werden konnten. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind im Jahr 2022 annähernd auf dem Niveau des Vorjahres geblieben. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen um TEUR 26.049 (= 37,21 %) über dem Vorjahreswert. Das konsequente generelle Kostenmanagement wurde weiterverfolgt, jedoch mussten gestiegene Pachtaufwendungen sowie ein Anstieg der umsatzabhängigen Kosten (z. B. Provisionen für Kreditkarten und Reisebüros) hingenommen werden. Darüber hinaus sind die Energiekosten massiv um 69,4 % gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 11.992 gestiegen. Auch die Fremdreinigungskosten haben sich mit 181,5 % Steigerung auf TEUR 2.249 nahezu verdreifacht (Vorjahr: TEUR 799). Der Anstieg der Pachtaufwendungen resultiert zum größten Teil daraus, dass die Pachtverzichte und Reduzierungen, die im Vorjahr als Unterstützungsmaßnahmen seitens einiger Verpächter einmalig gewährt wurden, im Jahr 2022 nicht mehr erfolgten. Die hohe Inflation hat darüber hinaus zu Indexanpassungen der laufenden Pachten geführt. Das Betriebsergebnis betrug im Jahr 2022 TEUR -8.506 und lag somit um TEUR 3.758 unter dem Ergebnis aus dem Jahr 2021 mit TEUR -4.748. Aus den Ergebnisabführungsverträgen mit den Tochtergesellschaften resultierte im Jahr 2022 ein Aufwand (saldiert mit Erträgen) in Höhe von insgesamt TEUR 6.786. Im Vorjahr 2021 ergab sich ein Ertrag aus den Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von TEUR 5.791. Die Ertragslage der Gesellschaft stellt sich zusammengefasst wie folgt dar:
Umsatzentwicklung Umsatzerlöse der Hotelbetriebe (gegliedert nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten *)
Da es im Jahr 2022 zu keinen Veränderungen im Bestand der Pachthotels kam kann der Vergleich der Umsätze Like for Like in diesem Jahr entfallen. Entwicklung Übernachtungen, Zimmerauslastung, durchschnittliche Zimmerrate und Erlös pro Zimmerertrag Die gesamte Auslastungsquote im Geschäftsjahr 2022 konnte deutlich gesteigert werden und lag bei 54,8 % nach 32,1 % im Vorjahr; im Jahr 2019 betrug die Belegungsquote 67,5 %. Die Auslastungsquote der Businesshotels lag bei 53,4 % (Vorjahr: 30,7 %) und bei den Resort Hotels bei 59,4 % (Vorjahr: 39,8 %). Der Zimmerdurchschnittspreis für alle Hotels lag im Jahr 2022 bei EUR 112,13 und lag somit um EUR 7,3 über dem Vorjahreswert, und damit wiederum über dem durchschnittlichen Zimmerpreis aller Hotels aller Kategorien in Deutschland von EUR 108,0. Hierbei betrug der Zimmerdurchschnittspreis bei den Businesshotels EUR 100,1 (Vorjahr: EUR 91,3) und bei den Resort Hotels EUR 155,4 (Vorjahr: EUR 160,9). Der Zimmerertrag für alle Hotels lag im Jahr 2022 bei EUR 63,04 und somit um EUR 29,35 über dem Vorjahreswert. Hierbei betrug der Zimmerertrag bei den Businesshotels EUR 53,91 (Vorjahr: EUR 28,0) und bei den Resort Hotels EUR 95,91 (Vorjahr: EUR 64,0).
Bruttoergebnis Die im nationalen und internationalen Hotelmarkt angewandte Kennzahl IBFC bzw. GOP ist im Vergleich zum Vorjahr von 9,1 % auf 21,4 % (vom Umsatz) im Jahr 2022 gestiegen. Bei der Berechnung wurden die Corona-Hilfen in beiden Jahren nicht berücksichtigt. Die Kennzahl IBFC stellt das operative Betriebsergebnis dar. Der IBFC abzüglich der Aufwendungen für Mieten und Pachten, Abschreibungen, Großrenovierungen, Versicherungen, Lizenzgebühren und weiteren nicht direkten operativen Aufwendungen ergibt das handelsrechtliche Jahresergebnis (ohne Ergebnisabführung). Bruttoergebnis IBFC (gegliedert nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten *)
Die Sparte Businesshotels verzeichnete mit EUR 26.244 Mio. ein im Vergleich zum Vorjahr um 723 % verbessertes IBFC. Die Resort-Hotels verzeichneten ebenfalls einen Anstieg des IBFC um 8 % auf EUR 3.556 Mio. Nettoergebnis Das Nettoergebnis der Hotels inklusive aller Corona-Hilfen ergab im Jahr 2022 insgesamt einen Verlust von EUR 8.097 Mio. Dies bedeutete eine Verschlechterung zum Vorjahr um EUR 8.408 Mio. Ohne die Berücksichtigung der Corona-Hilfen ergibt sich im Jahr 2022 ein Verlust über alle Hotels in Höhe von EUR 9,8 Mio. nach einem Verlust im Jahr 2021 von EUR 27,8 Mio. Nettoergebnis NOP - ohne Corona Hilfen
Bei den Business Hotels konnte das Jahresergebnis vor Corona-Hilfen im Verhältnis zum Vorjahr deutlich verbessert werden. Aufgrund der zu Beginn des Jahres 2022 immer noch anhaltenden coronabedingten Einschränkungen sowie der durch den Ukrainekonflikt überproportionalen Kostensteigerungen konnte für die Resort Hotels keine Ergebnisverbesserung erzielt werden. Zudem ist beim direkten Vergleich mit dem Vorjahr zu beachten, dass die Corona-Hilfen im aktuellen Berichtsjahr mit TEUR 1.466 deutlich geringer ausgefallen sind (Vorjahr: TEUR 27.969). Mit den sich im Jahr 2022 ergebenden Verlusten aus der Zentralverwaltung sowie den Anlaufkosten für neue Hotelprojekte ergibt sich der Jahresfehlbetrag der DORINT vor Ergebnisabführung in Höhe von EUR 15.015 Mio. V. Vermögens- und Finanzlage Anlagevermögen, Finanzanlagen, Forderungen, Liquide Mittel In die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens (einschließlich der geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau) wurden weitere TEUR 4.428 (vor Abschreibung) investiert. Investitionen
Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen belaufen sich im 2022 auf TEUR 1.005 nach TEUR 1.079 im Vorjahr. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme von 50,5 % auf 52,8 %. Der Anteil an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an der Bilanzsumme ist auf 23,9 % angestiegen (Vorjahr: 14,7 %). Grund dafür ist im Wesentlichen der wieder deutlich gestiegene Umsatz. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren zum größten Teil aus dem mit der Muttergesellschaft DHI Dorint Hospitality & Innovation GmbH im Rahmen des vereinbarten Ergebnisübernahmevertrages übernommenen Jahresfehlbetrages des aktuellen Berichtsjahres. Der Höhe nach ist der Anteil der Gesamtforderungen gegenüber verbundenen Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Bilanzposition Umlaufvermögen
Die Rechnungsabgrenzungsposten mit einem Wert von TEUR 1.646 (Vorjahr TEUR 1.754) beinhalten u. a. langfristige Pachtvorauszahlungen von TEUR 562 (Vorjahr TEUR 500). Rückstellungen Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 416) betreffen noch zu erwartende Belastungen aus den Vorjahren aufgrund der abgeschlossenen Betriebsprüfungen. Die sonstigen Rückstellungen stehen mit TEUR 26.371 (Vorjahr: TEUR 24.234) in der Bilanz. In diesem Posten sind u. a. folgende Beträge enthalten: Auszug aus der Bilanzposition Rückstellungen
Der Rückgang im Bereich der Rückstellung für FF&E und Pachterneuerung erfolgte aufgrund von Anpassungen des fortzuschreibenden Aufwands aus vertraglichen Verpflichtungen, welche mit der planmäßigen Beendigung der Pachtverträge nach der vereinbarten Pachtzeit einhergehen. Zudem wurden notwendige Renovierungsmaßnahmen durchgeführt, was zu weiteren Minderungen des zu erwartenden Aufwands nach Beendigung der Pachtverhältnisse beigetragen hat. Die Erhöhung der Rückstellungen für drohende Verluste und Beteiligungsrisiken resultiert im Wesentlichen aus der Verpflichtung zur Pachtzahlung in den Jahre 2023 und 2024 für den Standort Bitburg trotz Einstellung des Betriebs zum 31.12.2022. Die Rückstellung für Instandhaltungen resultiert aus den vertraglichen Verpflichtungen gegenüber den Hoteleigentümern für zukünftige Renovierungsmaßnahmen. Neben Inanspruchnahmen von in der Vergangenheit zurückgestellten Rückstellungen wurden im Jahr 2022 neue Verpflichtungen in Höhe von TEUR 554 berücksichtigt. Vermögens- und Kapitalstruktur Die Vermögens- und Kapitalstruktur per 31.12.2022 hat sich gegenüber dem 31.12.2021 verändert, wie aus der nachstehenden Tabelle zu erkennen ist. Die Bilanzsumme stieg um EUR 8,2 Mio. auf EUR 92,6 Mio.
Der Eigenkapitalanteil sank leicht per 31.12.2022 auf 32,5 % (Vorjahr 35,6 %). Der absolute Wert des Eigenkapitals betrug unverändert EUR 30,1 Mio. Der Anteil der Rückstellungen stieg im Wesentlichen aufgrund der zusätzlichen Rückstellung für drohende Verluste Bitburg sowie der erhöhten Rückstellungen u.a. für Energie (+ TEUR 977) und umsatzabhängige Hotelpachten (+ TEUR 1.192). Der Anstieg der Verbindlichkeiten um insgesamt TEUR 5.828 resultiert zum Großteil aus gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (+ TEUR 8.539). Hintergrund sind kurzfristige Cash-Pooling Zahlungen sowie Verbindlichkeiten aus vertraglich zum Ausgleich verpflichtenden Jahresfehlbeträgen der Tochtergesellschaften. Dem gegenüber konnten die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 5.781 reduziert werden. Durch kontinuierliche Rückzahlungen von gestundeten Pachten sowie dem zeitnahen Ausgleich von laufenden Verbindlichkeiten konnte diese Bilanzposition auf TEUR 15.042 (Vorjahr: TEUR 20.823) gemindert werden. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind nicht im vollen Umfang durch liquide Mittel und kurzfristig fällige Forderungen gedeckt. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass mit der Muttergesellschaft ein regelmäßiges Cash-Pooling der liquiden Mittel erfolgt und somit der Gesellschaft bei Bedarf kurzfristig Liquidität zur Begleichung von Verbindlichkeiten zugeführt wird. Dadurch ist die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft jederzeit gesichert. Liquiditätsentwicklung Die DORINT ist in das Cash-Pooling des gesamten DHI-Konzerns eingebunden. Eine Einzelbetrachtung der Liquidität der Gesellschaft ergibt für das Jahr 2022 eine Liquiditätsunterdeckung von insgesamt rund EUR 22,0 Mio. Diese Unterdeckung wurde im Rahmen des Cash-Poolings von der DHI Dorint Hospitality & Innovation GmbH ausgeglichen. Damit war die Gesellschaft in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Grundsätzlich besteht im Rahmen des Cash-Poolings das Risiko für die Gesellschaft, dass die gesamte im Konzern vorhandene Liquidität zu einzelnen Zeitpunkten nicht ausreicht, um fällige Verbindlichkeiten der Gesellschaft zu bedienen. Im Rahmen von täglich durchgeführten konzernweiten Liquiditätsplanungen werden die Liquiditätsströme durch die Konzernmutter analysiert und bewertet. Notwendige Maßnahmen zur Sicherung und Stärkung der Liquidität der einzelnen Konzerngesellschaften können damit kurzfristig erfolgen. VI. Mitarbeiter und Soziales Mitarbeiter Die Dorint GmbH ist ein mitbestimmtes Unternehmen. Sowohl der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat als auch die Organe gemäß Betriebsverfassungsgesetz werden laufend über die Geschäftsentwicklung durch die Geschäftsführung und die Personalleitung informiert. Zum 31.12.2022 waren 1.611 Mitarbeiter in der DORINT beschäftigt, davon belief sich die Zahl der Auszubildenden auf 238. Rund 52 % der Mitarbeitenden (ohne Auszubildende) sind weiblich.
Für die Geschäftsführung ist derzeit eine Frauenquote von 0 % festgelegt, für die 2. und 3. Führungsebene (Hoteldirektoren und deren Stellvertreter) zusammengefasst von insgesamt 19,35 %. Diese Zielgröße sollte bis zum 30.06.2022 erreicht werden. Mit einem Frauenanteil in der Führungsebene von insgesamt 20,00 % zum 31.12.2022 wurden die gesetzten Ziele erreicht. Um den Anteil der weiblichen Führungskräfte weiter zu erhöhen hat DORINT im Jahr 2022 eine Projektgruppe gegründet, die sich intensiv mit den Möglichkeiten der Frauenförderung beschäftigt. Themen sind u. a. Job Sharing, flexiblere Arbeitszeiten, mobiles Arbeiten etc., um insbesondere die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Aufgrund der bis zum Frühjahr 2022 noch geltenden coronabedingten Restriktionen befanden sich bis März 2022 weiterhin einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kurzarbeit. Durch intensiven Einsatz von Botschaftern, die das Dorint-Leitbild "Der blaue Faden" an sämtlichen Standorten schulen, konnte eine weitere Abwanderung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weitestgehend verhindert werden. Die im Jahr 2020 nach Ausbruch der Corona-Pandemie gestoppten Programme, wie z. B. Trainee- Programme, der Dorint-Oscar u.v.m. mit dem Ziel, den eigenen Nachwuchs zu fördern und an das Unternehmen zu binden, wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr sukzessive wieder aufgenommen. Gegen den Rückgang von Ausbildungsverträgen wurden und werden weiterhin Auftritte bei Absolventenkongressen, Azubimessen usw. intensiviert. Darüber hinaus wurden im Jahr 2022 zwei interne Assessment Center mit 16 Kandidaten aus den eigenen Reihen durchgeführt, um Nachwuchs im Management zu entwickeln. Die zukünftigen Führungskräfte haben anschließend an einem Developmentprogramm teilgenommen ("Next Generation Leadership"), um sie auf die geänderten Bedingungen der Arbeitswelt vorzubereiten und in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und ihren Führungsqualitäten zu unterstützen. Das "Next-Generation- Leadership-Konzept" besteht aus acht Modulen, ergänzt durch Gruppen-Coachings und Gastvorträge. Nur mit einem modernen Führungsstil und Offenheit für die Themen von morgen wird es uns gelingen, dauerhaft gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden und an uns zu binden. Durch diese unterschiedlichen Maßnahmen sowie aktive Rekrutierung konnte es gelingen, die Mitarbeiterzahl im abgelaufenen Geschäftsjahr sukzessive wieder zu erhöhen. Der Gesamtbetriebsrat hatte den während der Coronapandemie notwendigen Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung zugestimmt. Dazu gehörte u. a. die Verschiebung von Zahlungen bei Betriebsjubiläen oder auch der temporäre Verzicht auf die garantierte Übernahme nach der Ausbildung. Diese Maßnahmen wurden im Jahr 2022 beendet; die Auszahlung der Treueprämien erfolgte entsprechend im Juli 2022. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem Gesamtbetriebsrat gilt an dieser Stelle der Dank für die unverändert sehr gute Zusammenarbeit im Jahr 2022, den engagierten Einsatz sowie für ihre Treue zum Konzern. Soziales Um soziale Gerechtigkeit zu stärken, Ungleichheit zu bekämpfen und die Rechte von Minderheiten zu schützen und zu stärken wurde im Jahr 2022 die Dorint-Ethik-Charta erstellt, die den Umgang mit Gästen, Mitarbeitern und Lieferanten bestimmt. Darüber hinaus hat sich DORINT bzw. die gesamte Unternehmensgruppe der Charta der Vielfalt angeschlossen, einer Initiative der Bundesregierung für die Förderung von Diversity in der Arbeitswelt. Ferner verfolgt die DHI-Hotelgruppe seit 2019 durch die Gründung der Stiftung Neighbours-by-Dorint das Ziel, als "Nachbar" an ihren Hotelstandorten karitativ und fördernd für gemeinnützige Projekte tätig zu sein. Das nachbarschaftliche Engagement zeigt sich insbesondere in der Unterstützung von Hilfsbedürftigen, benachteiligten, behinderten und kranken Menschen im Umfeld des Hotelbetriebs. Weitere Unterstützungsgelder fließen in die Volks- und Berufsbildung, Brauchtum und Sport, sowie die Zusammenarbeit mit weiteren gemeinnützigen Stiftungen und Vereinigungen. VII. Dorint und die Umweltbelange Der verantwortungsvolle Umgang mit der Umwelt, den Ressourcen und dem Klima ist bei DORINT stets im Fokus der Geschäftsleitung und der Hotel-Direktoren. Alle Hotels werden regelmäßig daraufhin untersucht, neue Wege zur Einsparung von Umweltressourcen einzusetzen. Die optimale Nutzung dieser Ressourcen stellt für DORINT eine Verpflichtung gegenüber unserer und zukünftiger Generationen dar. Daher achtet DORINT insbesondere bei ihren Lieferanten und Dienstleistern auf die Verwendung nachhaltiger und/oder recycelter Materialien. Unsere Lieferanten liefern fast ausschließlich regional und sind dezentral organisiert, um möglichst kurze Wege in den Lieferketten sicherzustellen. Die DORINT hat im Jahr 2022 den Geschäftsbereich CSR/Nachhaltigkeit weiter ausgebaut und die sich selbst gesetzten Ziele strategisch und operativ weiterverfolgt. Die im Jahr 2022 formulierten Ziele und die hierzu ergriffenen Maßnahmen sind im Folgenden dargestellt: - CO 2 -Emissionen senken Für alle Hotels wurde der CO 2 -Fußabdruck, der Wasserverbrauch und die entstandenen Abfallmengen analysiert und protokolliert. Die Mitarbeiter an allen Standorten in den Hotels wurden mit einer Basisschulung zu unseren nachhaltigen Zielen informiert und sensibilisiert. - Wasserverbrauch senken Neben der Schulung der Mitarbeiter in den Bereichen Housekeeping und Technik wurden auch unsere Gäste z. B. durch entsprechende Hinweise in der digitalen Gästemappe auf einen ressourcensparenden Umgang mit Wasser hingewiesen. Darüber hinaus wurde sich für ein Wassersparsystem für die Handwaschbecken und Duschen in den Gästezimmern entschieden und das Produkt testweise als Pilot in drei Hotels installiert. Erste Ergebnisse, ob das Produkt für ein Rollout in weitere Hotels tauglich ist, folgen in Q3/2023. Energiemonitoring Unsere Haustechniker in den Hotels wurden u. a. durch das Abarbeiten der von der Dehoga empfohlenen Energie-Sofortmaßnahmen auf die Umsetzung weiterer Maßnahmen aufmerksam gemacht. Die stetige Kontrolle der Energiedaten durch die Unternehmensbereiche Controlling und Regionale Technik stärken unseren Fokus und ermöglichen schnelleres Handeln, wenn Energieverschwendung entdeckt wird. - Vermeidung von Plastikmüll und Verschwendung von Lebensmitteln Insgesamt beteiligen sich 13 Hotels bei der 2022 gestarteten Kooperation mit Foodsharing e.V., einer Vereinsinitiative, welche nicht mehr benötigte Lebensmittel in den Hotels abholt und an Hilfsorganisationen und Bedürftige weiterverteilt. Im Gesamtjahr 2022 konnten wir so insgesamt 5,1t Lebensmittel retten. Außerdem engagiert sich DORINT bei Re-Fill Deutschland, einer Aktion, bei der z. B. Jogger oder Spaziergänger mitgebrachte Trinkflaschen kostenfrei mit Leitungswasser auffüllen lassen können. Für das Jahr 2023 wurde bereits in 2022 eine nachhaltige Pflege- und Kosmetikserie getestet und ausgewählt, welche aus Extrakten von Bio-Oliven besteht und frei von Mikroplastik ist. Mit der neuen Pflegeserie wird gänzlich auf Einmal-Verpackungen verzichtet und es werden Nachfüllspender genutzt. - Schutz der Natur, Biodiversität und Artenvielfalt Insgesamt sieben Hotels haben am Clean-Up Day 2022 teilgenommen und die nähere Umgebung der Hotels (z. B. ein Strandabschnitt auf Sylt-Westerland, die Parkanlagen vor den Hotels Bad Vilbel und Düren) von Müll befreit. In der Weihnachtszeit 2022 wurde auf Kundengeschenke verzichtet und stattdessen eine Baum-Spende-Aktion durchgeführt und die hieraus entstandenen Urkunden an die Kunden ausgegeben. Als Unternehmensgruppe sind wir in 2022 dem NABU-Naturschutzbund beigetreten. - Umsetzung des "Pathway to Net Positive Hospitality for the Planet" DORINT engagiert sich im Rahmen der Mitgliedschaft und Zusammenarbeit mit der Sustainable Hospitality Alliance, kurz: SHA, für die nachhaltige Hotellerie und verfolgt den "Pathway to Net Positive Hospitality for the Planet"-Standard und die 16 Basics des World Travel & Tourism Council (WTTC- Basics). Hinsichtlich der durch unsere Hotelgruppe ergriffenen Maßnahmen haben wir in 2022 bereits die zwei Phasen "Basic" und "Advancing" von insgesamt vier Phasen auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit in der Hotellerie absolviert und arbeiten aktuell im SHA-Status "Accelerating". Der nun anstehenden Aufgaben "Vorzug der Kreislaufwirtschaft" und "Weitere Maßnahmen für mehr Biodiversität" begegnen wir bereits mit der Anweisung an unsere Hoteldirektoren, dass die Recyclingangebote von "Nespresso Recycling" genutzt werden müssen. Darüber hinaus wurde in 2022 der Grundstein für eine kommende Work Wear Linie aus recyceltem Meeresplastik gelegt. Hinsichtlich der Biodiversität haben wir Ende 2022 mit der Planung eines Unternehmenswaldes mit dem Partner PRIMAKLIMA e.V. begonnen, der in 2023 Wirklichkeit werden soll. Einführung nachhaltiger Bau- und Qualitätsstandards Die Hotels wurden hinsichtlich ihrer Barrierefreiheit und der Freundlichkeit gegenüber alternativer Mobilität befragt. Die hieraus resultierenden Daten wurden in den Arbeitsprozess der Abteilung Technik und Development eingefügt. Gemeinsam mit den größten Hotelbetreibern weltweit ist DORINT seit 2019 Mitglied der International Tourism Partnership (ITP), die sich global für Wasserverbrauchsreduzierung, Reduzierung des Carbon Footprint, Verbesserung des Arbeitsrechts und der Jugendarbeitslosigkeit einsetzt. Die Geschäftsführung der Dorint nimmt hier aktiv Einfluss und ist im Vorstand vertreten. Im Jahr 2021 hat DORINT bereits damit begonnen, ihre Hotels durch die Certified Das Kundenzertifikat GmbH & Co. KG mit dem Siegel "Certified Green Hotel" zertifizieren zu lassen. Bis zum Jahresende 2022 wurden insgesamt 31 unserer Hotels mit dem Siegel ausgezeichnet. Im Rahmen des Zertifizierungsprozesses wird nachhaltiges Arbeiten in folgenden Bereichen geprüft: Energie, Wasser, Abfall, Einkauf, corporate social responsibility, interne und externe Kommunikation sowie strategische Entwicklung. Für das Jahr 2023 ff. ist die Re-Zertifizierung aller Pachthotels der Marken Dorint Hotels & Resorts und Essential by Dorint durch die GreenSign Institut GmbH geplant, um in diesen Hotels auch die internationale Anerkennung unseres Nachhaltigkeitszertifikates durch GSTC, dem Global Sustainable Tourism Council, zu erhalten. Darüber hinaus hat DORINT sich den Nachhaltigkeitsprogrammen der Online-Portale HRS ("Green Stay") und booking.com ("Unterkunft für nachhaltiges Reisen") angeschlossen. VIII. Chancen- und Risiko- sowie Prognosebericht Bei den von der Gesellschaft zur Sicherung von Bürgschaften gehaltenen Finanzanlagen kann sich aufgrund von Kursschwankungen ein Risiko ergeben, welches aber aufgrund der Anlageform als gering eingeschätzt wird. Das vorhandene Kundenportfolio ist so breit gefächert, dass eine direkte größere Abhängigkeit von einigen wenigen Großkunden und speziellen Wirtschaftsbranchen nicht gegeben ist. Die aktuellen Planungen gehen davon aus, dass der Umsatz der Hotels (ohne Hauptverwaltung) im Jahr 2023 um ca. 29 % gegenüber dem Jahr 2022 ansteigen wird. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Übernahme des Hotelbetriebes in Garmisch-Partenkirchen zum 01.01.2023 und der Neueröffnung des Hotels in München Garching zum 01.02.2023. Durch die Expansion in den letzten Jahren liegen die Umsätze damit deutlich über denen des Jahres 2019. Die Geschäftsführung erwartet für das Jahr 2023 ein GOP (ohne Hauptverwaltung) in Höhe von EUR 50,0 Mio., jedoch erneut ein negatives Jahresergebnis (inklusive Hauptverwaltung und vor Ergebnisabführung) in Höhe von rd. EUR 5,6 Mio. Die DORINT ist an einigen wichtigen Standorten, wie z. B. in Köln und Frankfurt, stark von der Entwicklung und dem Wiederaufleben des Messegeschäftes abhängig. Da nicht alle im Coronazeitraum ausgefallenen Großveranstaltungen (Messen, größere Tagungen etc.) innerhalb kurzer Zeit nachgeholt werden können, geht die Geschäftsführung von der dauerhaften Belebung des Hotelgeschäftes im Zusammenhang mit Messeveranstaltungen nach schleppendem Beginn erst wieder im Verlauf des Jahres 2023 aus. Um sich vom Messegeschäft unabhängiger zu machen sind einige Sales-Aktionen geplant, die insbesondere in niedriger frequentierten Zeiten (z. B. am Wochenende) zu einer höheren Belegung führen sollen. Darüber hinaus wurde an einigen Standorten der Sales- und Revenue-Bereich geclustert, um hier Synergieeffekte zu erzielen. Die Resort Hotels konnten sich in den letzten Jahren trotz der gravierenden Auswirkungen durch die Pandemie aufgrund des Trends "Urlaub im eigenen Land" einigermaßen behaupten. Nachdem die Reisebeschränkungen aufgehoben wurden, sehen die Planungen für die kommenden Jahre für diese Hotels eine Stabilisierung der Ergebnisse vor. Durch das weitergeführte stringente Kostenmanagement konnten und können weiterhin teilweise die Umsatzverluste aufgefangen werden. Den möglichen Einsparungen entgegen stehen seit dem Beginn des Jahres 2022 Preisanstiege in nahezu allen Bereichen. Insbesondere die drastischen Steigerungen bei den Energie- und Rohstoffpreisen treffen die bereits durch die Pandemie immens gebeutelte Branche hart. Die Konzernmutter DHI Dorint Hospitality & Innovation GmbH war aufgrund der Folgen der Corona- Pandemie im Frühjahr 2020 gezwungen, eine Darlehenslinie im mittleren zweistelligen Millionenbetrag aufzunehmen. Damit konnte die Zahlungsfähigkeit des Konzerns aufrechterhalten werden. Zu Beginn des Jahres 2023 hat die DHI Dorint Hospitality & Innovation GmbH einen Antrag auf Änderung der Rahmenbedingungen dieser Kreditlinie gestellt, der am 09.06.2023 mit einem Nachtrag zum Kreditvertrag genehmigt wurde. Die mit dem Kredit eingegangenen Verpflichtungen stellen den Konzern weiterhin vor Herausforderungen, sind aus Sicht der Geschäftsführung jedoch realisierbar. In den Jahren 2021 und 2022 hatte die HONESTIS AG als Gruppenmutter diverse staatliche Coronahilfen (November- und Dezemberhilfe sowie Überbrückungshilfen III bis IV) im Gesamtbetrag von insgesamt EUR 76,0 Mio. beantragt. Die Auszahlungen erfolgten in Tranchen bis einschließlich Januar 2023. Auf die Dorint GmbH entfiel ein Teilbetrag der Hilfen in Höhe von insgesamt EUR 47,9 Mio., der in den Jahresabschlüssen 2020 bis 2022 berücksichtigt ist. Obwohl durch die Auszahlung der o. g. Hilfen die Inanspruchnahme der Kreditlinie kurzfristig reduziert werden konnte, gehen die Konzernplanungen aufgrund der weiter anhaltenden Auswirkungen der letzten zwei Jahre davon aus, dass weiterhin eine Notwendigkeit der Liquiditätsüberbrückung für die nächsten Monate in 2023 besteht. Das zentrale Cash-Management wird die jeweiligen Gesellschaften jedoch in der Form ausstatten, dass diese in der Lage sein werden, ihre Verbindlichkeiten zu begleichen und ein Going-Concern zu gewährleisten. Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung und die Inflationsauswirkungen werden weiterhin einen gravierenden Einfluss auf die Erholung und die Zukunft der Hotellerie haben. Der immer noch verlangsamte Anlauf von Großveranstaltungen (u.a. auch Messen) und für größere Tagungen beeinflussen das Geschäft noch leicht negativ. Dies hat sich bereits in den Buchungen für das 1. Quartal 2023 gezeigt. Die Buchungslage für den Rest des Jahres 2023 ist dagegen deutlich positiver. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass diese Entwicklung weiter anhalten wird, sich insbesondere jedoch an Messestandorten eine Rückkehr zur Normalität frühestens im Jahr 2024 ergeben wird, so dass die Gesellschaft erst für die Jahre 2024 ff. wieder die vorpandemischen Umsatzerlöse und Betriebsergebnisse erzielen kann.
Köln, 12. Juni 2023 Die Geschäftsführung Jörg T. Böckeler Bettina Schütt BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Dorint GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Dorint GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Dorint GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, 12. Juni 2023 AKKURATA
Treuhand GmbH
Hermenns, Wirtschaftsprüfer Schweikert, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses 2022Dorint GmbHDie Gesellschafter haben am 04.07.2023 den aufgestellten Jahresabschluss 2022 der Dorint GmbH festgestellt. |
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